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Skip'n Step

Besser Improvisieren - das Geheimnis der Kirchentonarten

von Claus Rückbeil Übungen 01 - 12

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Die wichtigsten 12 Skalenübungen für alle Instrumente

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Herzlich willkommen bei unserem Kurs Skip’n Step - besser Improvisieren - das Geheimnis der Kirchentonarten.

Falls du das Beiheft zu diesem Kurs noch nicht gelesen hast, lies es bitte bevor du mit der ersten Übung beginnst.

Alle Übungen bauen auf dem gleichen Schema auf:

a) wird ein Modus für die jeweilige Übung vorgestellt, dann

b) die Übung selbst, in

c) gibt es eine Sing- und Schreibübung als Gehörbildung, in

d) notierst du die schwierigste Stelle der Übung in b) - um diese dann jeweils vor der eigentlichen Übung b) zu üben. Und wenn du die Übung b) dann in den Fingern hast, kommt

e) mit Anwendungsbeispielen für die Improvisation und als kleiner Bonus jeweils noch ein indisches Raga-Beispiel basierend auf der Skala der jeweiligen Übung, sowie die Lösung für c).

Für Klavier, Gitarre und Streichinstrumente:

Bitte erstellt euch für die jeweilige Übung eure eigenen Fingersätze, das ist ein wichtiger Lernprozess, denn beim „freien“ Improvisieren später muss man auch spontan Fingersätze (er)finden.

Wir üben die Übungen jeweils nur in der angegeben Tonart. Allerdings sind es Übungen, die einen ein ganzes Leben lang in allen Tonarten begleiten können. Am Ende des Kurses gibt es ein kleines kompaktes Heft in welchem alle Übungen mit den wichtigsten Variationen zusammengestellt sind.

Auf der nächsten Seite findest du eine Legende mit allen Erklärungen zu den verwendeten Symbolen.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg mit dem Kurs.

du eine Legende mit allen Erklärungen zu den verwendeten Symbolen. Ich wünsche dir viel Spaß und

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Name der Lektion

. 18 Skips Skip 4 5 3 4 2 3 1 2 Steps
.
18 Skips
Skip
4
5
3
4
2
3
1
2
Steps

aufwärts

Level

+ leicht + + ++ mittel + ✓ +++ schwer + ✓ P + H
+ leicht
+
+ ++
mittel
+ ✓
+++
schwer
+ ✓
P
+ H
.
+
Y
v

P, H, Y werden im Kurs erklärt

8 7 7 6 6 5 5 4
8
7
7
6
6
5
5
4
Y v P, H, Y werden im Kurs erklärt 8 7 7 6 6 5 5

abwärts gespiegelt

÷

auf- und

abwärts

ab- und aufwärts

4 abwärts gespiegelt ÷ auf- und abwärts ab- und aufwärts Zellen 3 2 2 2 1

Zellen

gespiegelt ÷ auf- und abwärts ab- und aufwärts Zellen 3 2 2 2 1 1 8
3 2 2 2 1 1
3
2
2
2
1
1
8 7 7 7
8
7
7
7

÷

ab- und aufwärts Zellen 3 2 2 2 1 1 8 7 7 7 ÷ abwärts

abwärts wie aufwärts

Einheit

Rhythmus ÷
Rhythmus
÷
1 8 7 7 7 ÷ abwärts wie aufwärts Einheit Rhythmus ÷ Grundrhythmus für die Übung

Grundrhythmus für die Übung

4x ohne Fehler = x Markiere das erreichte Tempo 40 48 58 II 66 72
4x ohne Fehler = x
Markiere das erreichte Tempo
40
48
58
II
66
72
84
96
108
126
144168
192
III
44
48
56
64
72
84
96112128144160176192
54
63
72
84
96
108120132144160176192

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Übung 01

01 a) Modus für Übung 01: F-ionisch

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Wir beginnen mit der F-Dur-Skala. Ein anderer Name für die F-Dur-Skala ist F-ionisch.

0 ßb 0 0 O o o o 7 ( Orit ) 4 5 6
0
ßb
0
0
O
o
o
o
7 ( Orit )
4
5
6
3
1
2

Die 7. Note der Dur-Tonleiter (große Septime) wird in vielen Büchern oft mit „j7“ bezeichnet. „7“ wäre dann die kleine Septime, also ein „es“ wie in einem F7 Akkord.

Die Übungen unter b) in unserem Kurs sind allerdings jeweils durchgehend mit 1-2-3-4-5-6-7 beschriftet, da sie sich auf alle Dur- oder Moll-Modi beziehen. Für die erste Übung brauchst du nur die F-Dur-Skala (F-ionisch), so wie oben abgebildet.

Beginne alle Übungen in diesem Kurs im Sinne unseres Übungsdreiecks mit in dieser Reihenfolge:

1. Du spielst die ganze Übung (alles) & perfekt aber nicht in time, dann hast du alle Zeit der Welt jede Note perfekt zu spielen. Bitte zum Drone spielen!

2. Du spielst nicht alles, evt. nur die ersten beiden Zellen der Übung und wählst ein langsames Tempo (Metronom und Drone). Dann spielst du diesen kleinen Teil der Übung perfekt & in time. Kannst du es dann nicht perfekt spielen, wähle ein langsameres Tempo und/oder einen noch kleineren Abschnitt z.B. nur eine Zelle. Dann nimmst du die nächste Zelle, übst diese genauso und fügst sie zur ersten hinzu, etc

3. Du spielst alles & in time aber nicht perfekt. Achte nicht auf Fehler, spiel einfach durch die ganze Übung durch. Diese spezielle Art zu üben dient dazu, dein Gehirn in einen „schnell-Modus“ zu versetzen. Bitte übertreibe nicht mit dieser Variante, und gehe dann zurück zu 2. So erreichst du dann langsam aber sicher dein Ziel:

4. Spiele die ganze Übung (alles) und perfekt und in time

4

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perfekt

alles

ego
ego

in time

01 b) Übung 01

In unserer ersten Übung spielst du die Tonleiter auf und ab, allerdings wird jede Note bis auf die erste Note zwei mal gespielt. Tonwiederholungen sind auf jedem Instrument ein bisschen schwierig, da man sie nicht legato spielen kann (Klavierspieler mal ausgenommen, die müssen sowieso jede Note anschlagen*…).

Die Übung hat einen schönen synkopierten Effekt. Würde man bereits die erste Note doppelt spielen wäre sie relativ langweilig.

Wie oben unter 1. bereits erwähnt, spiele die Übung zunächst zum Drone ohne Metronom, bis du dich sicher fühlst.

Wähle dann ein langsames Tempo auf deinem Metronom und spiele die Übung in Achteln zum Drone in F. Sobald du die Übung schneller spielen kannst, kannst du die Metronomzahl halbieren und in Sechzehnteln denken.

Beispiel:

Du kannst die Übung in Achteln bei Tempo 126 spielen, dann kannst du dein Metronom auf 63 stellen und spielst in der gleichen Geschwindigkeit Sechzehntel Noten im halben Tempo.

Versuche zunächst jede Note anzuschlagen* und später, wenn du das Tempo steigern kannst, schlägst du nur jede zweite Note an.

* bzw. anzustossen für Bläser, der Einfachheit halber sagen wir in diesem Kurs generell „anschlagen“

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01 Steps . 2 3 12
01 Steps
.
2
3
12
+ ✓ + + ++ + +++ + P + H + Y v
+
+
+
++
+
+++
+
P
+
H
+
Y
v

Keine Eile, das hier wird ab

Lektion 7 erklärt…

8+ Y v Keine Eile, das hier wird ab Lektion 7 erklärt… 7 . 7÷ #

7
7
.
.
v Keine Eile, das hier wird ab Lektion 7 erklärt… 8 7 . 7÷ # ÷

# ÷

÷÷

Basic Rhythm

ab Lektion 7 erklärt… 8 7 . 7÷ # ÷ ÷÷ Basic Rhythm 4x no mistake

4x no mistake = x

40 48 58 66 72 84 96 108 126 144168 192 III 44 48 56
40
48
58
66
72
84
96
108
126
144168
192
III
44
48
56
72
84
96112126144160176192
63
54
63
72
84
96
108120132144160176192
HEFT
4x ohne Fehler

Jede Übung muss 4x hintereinander ohne Fehler wiederholt werden. Machst du beim 3. mal einen Fehler beginnt wieder der 1. Durchgang. Wenn das nicht geht, musst du ein langsameres Tempo wählen. Wenn du die Übung 4x nacheinander ohne Fehler wiederholt hast, notierst das erreichte Tempo jeweils in dieser Liste.

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01 c) Singen & schreiben

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Spiel den Drone in F und singe dazu „1“ und schreibe „1“. Dann singst und schreibst du die Übung bis zur Oktave und wieder zurück. Schreibe die jeweilige „Zahl“ erst auf, wenn du wirklich den Ton in Relation zum Grundton (Drone) hörst. Du kannst an jeder Stelle der Tonleiter prüfen, „wo“ du gerade bist, indem du die Töne - in Zahlen - bis zum Grundton zurück singst. In Teil e) bekommst du dann die Lösung dazu.

Beispiel:

Du bist nicht sicher, ob du gerade die Quarte oder Quinte singst… dann sing einfach in Zahlen rückwärts bis zur „1“ - Dann wird’s klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1, 2, 3, 4, 5, 6, j7, 8

klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,
klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,
klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,
klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,
klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,
klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,
klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,
klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,
klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,
klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,

÷

klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,
klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,
klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,

7 klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,

klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,
klar :-) Die Dur Skala hat eine große Septime (j7). Wir schreiben hier also diese Skala:1,

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01 d) Die schwierigste Stelle

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Während du diese Übung spielst bzw. übst, wird dir auffallen, welches die schwierigste Stelle der Übung auf deinem Instrument ist. Schreib dir diese Stelle hier auf. Mach dir Gedanken darüber, was an dieser Stelle genau die Schwierigkeit ist, und notiere diese Überlegungen. Wenn man die Schwierigkeit(en) benennen kann, beginnt bereits der Prozess, sie zu überwinden.

Wenn es dir hilft, kannst du dir hier auch die gesamte Übung in Noten aufschreiben und dann die technisch schwierigste Stelle markieren. Alternativ kannst du dir natürlich die schwierigste Stelle auch in Zahlen - so wie unter b) notieren. Bevor du dann die ganze Übung in b) spielst, kannst du diese schwierigste Stelle jeweils vorbereiten.

i. ' . .IM . ßBYY
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