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Die Taufe im Neuen Testament1

von Gerhard Barth

Taufe lehre, Liest man so findet das Neue man Testament bald, dass mit seine der Frage, diesbezüglichen was es über Aus­ die recht sagen dürftig für unser und an unergiebig Tauflehre erscheinen. und Taufordnung Es berichtet interessiertes zwar oft Auge von der auf Taufe die Taufe Einzelner Bezug3, oder bringt ganzer aber Gruppen2 nur einen und einzigen nimmt Text, nicht der selten aus­ führlicher 6) sondern stellt das sich von neue heraus, der Taufe Leben dass handelt, der sein Christen eigentliches und selbst ist. Gleichwohl Thema bei diesem nicht werden Text die (Röm. Taufe, wir zerstreuten für unsere Andeutungen Frage nicht nur über Röm. die Taufe 6, sondern abzuhören auch haben. die sonstigen

I. Die Apostelgeschichte

Neubekehrten Wiederholt in Jerusalem spricht die (2,38) Apostelgeschichte und in Samaria von der (8,12) Taufe. werden Die getauft; (10,48), der der Kämmerer Zauberer aus Simon dem (8,13), Mohrenland der Hauptmann (8,38), Saulus Cornelius (9,18), Lydia Seinen ihrer und Bekehrung (16,33), ihr Haus Krispus getauft. (16,15), und Dabei der andere Kerkermeister geschieht Korinther die (18,8) in Taufe Philippi werden nach und nach 2,38 die Christou, epi too onomati nach 8,16 Iesou und Christou, 19,5 eis to nach onoma 10,48 tou en kyriou too onomati Iesou, bringt lesou halb die (22,16) Vergebung auch und der schliesslich der Heide Sünden Cornelius die (2,38) Gabe schleunigst oder des Heiligen die Abwaschung getauft Geistes werden (2,38), der Sünden muss, wes­ nachdem gegeben hat Gott (10,48). durch die Gabe des Heiligen Geistes dazu das Zeichen

Besonders interessiert der Bericht über die Taufe am Pfingst­ wird. fest “Was (2,38ff), Hier sollen fragt wir weil tun?” die hier durch Worauf noch die am Petrus Pfingstpredigt meisten antwortet: über erschütterte die “Kehret Taufe ausgesagt um Menge: und eurer gen!” lasst euch Sünden, Abschliessend jeder so taufen werdet konstatiert auf ihr den die Namen Gabe Vers des 41: Jesu Heiligen “Die Christi nun Geistes zur sein Vergebung Wort empfan­ an­

1 gehalten

Vortrag,

bei

der

Pastoralkonferenz

28.3.1966.

2 Mk.

1,5 u.

9 par.

16,15. 33;

1. Kor.

1, Lk. 14 3,7; f.

7,29;

Joh. 3,22;

4,

lf;

3 Mk. 1,8 par. Mt. 28,19;

Joh. 1,26; Act. 1,5; 19,3;

Gal. 3,27; Kol. 2,12; Eph. 4,5; 5,26; Tit. 3,5;

in Montenegro am Act. 2,41; 8,16. 38; 9,18;

15,29;

1. Kor. 10,2;

3,21. 12,13;

1. Petr. 1,23 ff;

” Fragt man freilich nach dem Alter

dieses Berichtes, so stellt man fest, dass sich für 2,38-41 nicht die Verwendung weist Missionsreden sich 2,38ff einer der als Apostelgeschichte, älteren der Schluss Quelle der nachweisen Petrusrede, nach dem die, lässt, Schema wie vielmehr die aufgebaut meisten er­

nahmen, Hessen sich

ist:

Kerygma

(2,

22-24; vgl.

3,

13-15;

10, 36-42; 13,

23-25)

Schriftbeweis

(2,

25-31; vgl.

3, 22-26;

10, 43;

13,

32-37)

Bussruf

(2, 38f;

vgl. 3,

17-20;

10, 42f;

13,

38-41)

teresse. te am meisten In Für diesen die sein Reden über eigenes die zeigt Taufe theologisches aber hier der Verfasser gemachten und schriftstellerisches der Aussagen Apostelgeschich­ kommen In­ wir zurück. also Lukas nicht wird viel hinter hier die die Taufe Abfassungszeit so darstellen, der Apostelgeschichte wie sie zu seiner gegeben nirgends die Zeit ältere üblich hätte, erkennen, Zeit war. in in Das Frage der dass heisst man es stellen einmal noch freilich könnte. nicht eine nicht, Zeit getauft Das dass in Neue der hätte. man Frühchristenheit Testament die Nach Taufe allem, lässt für was meinde noch den inhaltlichen wir nicht von erkennen ohne Anfang Aussagen weiteres können, an getauft auf über muss das hat. die man Taufverständnis Aber Taufe damit es in bedeutet, der rechnen, Apostelgeschichte der dass dass Jerusalemer man die aus Ge­ Urgemeinde hier der Zeit Apostelgeschichte. werden zunächst wir zurückschliessen nur uns für nach das Für anderen Taufverständnis das kann. Taufverständnis Quellen Sicheren umsehen zur Boden Zeit der vorangehenden der müssen. gewinnen Abfassung Doch wir Apostelgeschichte fassen wir zunächst sagen zusammen, lässt: was sich über die Taufe in der

1) Jesus); noch Getauft nicht die wird bekannt. triadische auf den Die Formel Namen Formein (Vater, Jesu lauten Christi Sohn entweder und (oder Geist) eis des to ist onoma Kyrios hier 2,38). (8,16; 19,5) oder en too nomati (10,48) oder epi too onomati Die Taufe geschieht zur Vergebung der Sünden (2,38; 22,16). vgl. Die Taufe 19, 2-5). ist mit der Geistverleihung verbunden (2,38; 10,48; bei Situation Die immer Taufe tritt folgt die Missionssituation gar der nicht Bekehrung. in das Doch Gesichtsfeld. vorausgesetzt ist zu beachten, ist; eine dass andere da­

2)

3)

4)

II.

Paulus

sonders die Aussagen Weit günstig ergiebiger über ist die für sind Taufe unsere die zeitlich historische Aussagen einigermassen des Rückfrage, Apostels genau dass Paulus. wir fixieren hier Be­ menden können. Die Briefe Abfassungszeit an die Galater, der für Korinther uns besonders (I) und in Römer Frage kom­ wird zwischen in Röm. 6,3 53 und das im 56 angenommen. Folgenden entwickelte Dabei ist zu Taufverständnis beachten, dass als Paulus den

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Römern bekannt voraussetzt. Röm. 6 bringt also nach Ansicht des wurden, Paulus das, was nicht über auch seine andernorts die Taufe eigene wissen. Christen, Sonderlehre die über nicht die von Taufe, Paulus sondern missioniert nur

das eigentliche Freilich ist Thema auch der zu Darlegungen sehen, dass die ist. Dieses Taufe in ist Röm. vielmehr 6 nicht das zur neue, Begründung von der Sündenherrschaft dieses neuen Wandels befreite erinnert Leben Paulus des Christen. an die Taufe. Nur tischen Das bedeutet Ausführungen zunächst, über dass die wir Taufe hier erwarten keine umfassenden, dürfen. Paulus systema­ sagt umso über Themas stels die auf besser vom Taufe die erkennen, neuen Taufe nur Leben so bezieht^. viel, in welcher nötig als zur ist. Weise Begründung Andererseits sich die seines lässt Predigt sich eigentlichen des dadurch Apo­ Hatte Paulus in 5,20 die Überlegenheit der Gnade gegenüber möglicherweise aller bracht, menschlicher so drängt daraus es Sünde ihn ziehen nun, in die pointierter könnte, falsche abzuweisen, Folgerung, Weise zum die als Ausdruck der könne Mensch der ge­ legenheit Christ etwa zum in Erweis der Sünde ihrer verharren, Überlegenheit um der zu Gnade geben: noch "Sollen mehr wir Ge­ in der tot (6, 1) ist, Sünde Paulus kann verharren, nicht weist mehr diesen damit in Gedanken der die Sünde Gnade scharf leben. umso ab: Eben mächtiger wer dies für die aber werde?” Sünde ent­ Christus nimmt Dabei will er Jesus aus dieser getauft der Satz Taufe: mit sind, "Wisst ebaptisthemen die sind ihr auf nicht, seinen eis dass Christon Tod alle, getauft?” Jesoun die wir (6,3) wohl auf auf dieses die der übliche Gemeinde Taufformel bekannte anspielen, Taufgeschehen um in seiner zu zweiten interpretieren: Hälfte hauptet Taufe sich Christon für auf wird, die Iesoun Christus Leser als bzw. notwendige daraus Jesus eis bedeutet ton das Folge thanaton Mit-begraben-Sein, Taufe ergeben autou auf soll, seinen eine dann wie Tod. ganz muss es Und prägnante in das 6,4 wenn be­ eis getauchtwerdens. und Vorstellung das heisst einschliessen, seinem Die Täuflinge Tod übergeben nämlich sind die worden. Christus Vorstellung Von übergeben nun des an worden, gilt Hinein­ die Zusammengehörigkeit denen Komposita mit von syn- Täufling in unserem und Text Christus, zeigen: wie synetaphemen die verschie­ 6,4, symphytoi gegonamen 6,5, synestauroothe 6,6, apethanomen

syn

4

74

syzesomen 6,8.

Die Formel "taufen auf den Namen” ist von G. Delling einer eingehenden bei der Untersuchung der Taufe, Taufe Berlin unterzogen weder 1961). von Delling dem worden hebräischen zeigt, (Delling: dass leschem, der Die Gebrauch Zueignung noch ohne dieser des weiteres Heils Formel in deren von der Sinn hellenistischen erst durch den Giro-Formel Kontext eindeutig abgeleitet wird. werden Daraus kann, entnimmt da auch er die den berechtigte Sinn der Formel Forderung, in erster auch Linie bei den aus neutestamentlichen dem Kontext zu erschliessen. Tauftexten Die Formel “taufen auf den Namen” versteht er als “taufen auf das

Taufverkündigung und

Zur Taufverkündigung vgl. vor allem

H. Diem:

Taufordnung, Theol. Existenz heute 98, 1962.

"Heilsgescheheri hen" dem Täufling hin” "zugeeignet (S. 74f), was wird" bedeutet, (S. 71). dass- wofür das Delling "Kreuzesgesche­ auch sagen ’

bleibt ein, nung das des aber an Heils dann, den an Namen warum den Täufling (Jesu) Delling gebunden zugunsten bestreitet, ist” seiner dass (S. der 97). Deutung Täufling Unverständlich als in Zueig­ der

kann: "Die Taufe 'auf den (im) N am en

fügt dem Heilsgeschehen

Taufe Christus zugeeignet eis wird (S. 71). Kann man

Die Formel baptizein

denn

das trennen? Christus

besagt doch zunächst nicht, dass

Christus dem Täufling zugeordnet zugeordnet wird. wird, Das sondern hat freilich umgekehrt, zur Folge, dass der dass Täufling damit nächst das Heil der dem Täufling Täufling Christus zugeeignet zugeeignet wird; wird! aber doch Ebenso dadurch, unverständlich dass zu­ Christusleib bleibt seine Bestreitung (S. 80). Delling der Vorstellung verwechselt des hier Eingesenktwerdens die in modernen Begrif­ in den mit den fen sagen erhobene Vorstellungen, syn- macht. in Röm. Zum Sächaussage 6 mit anderen auf denen einem ("dem übersieht Paulus engen Heilsgeschehen als er. Zusammenhang antiker dass- die Mensch einfügen" häufigen mit seine Komposita S. dem Sachaus­ 97) Leib- mit gnostische den Christi-Gedanken aussichtslosen Herkunft deuten. Versuch der Vorstellung Konsequenterweise unternehmen selbst das für muss Bild Gal. 3,27 vom Delling bestreiten Anziehen auch und des die werden Christus der Gottheit. mit aus Heil, dem Alten Gerechtigkeit Testament oder zu erklären Kraft gibt, wo aber es zwar nie ein ein Bekleidet­ Anziehen

Die begraben, Sünde Ist aber so hat bedeutet der keinen Täufling dies, Rechtsanspruch dass mit er Christus für die mehr gekreuzigt, Sünde auf tot den ist gestorben Getauften (6,2. 6. und 11). (6, Wandels 7), (6,6. sodass 14). im Damit dieser "neuen ist nun Wesen ihm frei die ist des von Möglichkeit Lebens” dem Zwang, (6,4) eines der gegeben, neuen Sünde Lebens, das zu dienen zu des er­ unserem greifen er Gestorbensein aufgerufen wird. mit Zu Christus beachten im ist Aorist dabei, (6,4. dass 6. Paulus 8), einmal von Leben auch im mit Perfekt Christus redet dagegen (6,5 symphytoi im Futurum gegonamen), (6,5. 8). Denn von unserem es geht menden dabei um Welt die Gottes. eschatologische "Zwar hat Gabe uns des Gott Lebens in der in Taufe der neuen bzw. in kom­ der Auferstehung ja mehr: die Christi Wirklichkeit die Möglichkeit der zooe des aufgetan, neuen aber Lebens diese erschlossen, zooe ist Wirklichkeit, gleichwohl unter ganz Niedrigkeit auf den Glauben und Sterben gestellt verhüllt, (v. 8). eine Ihr Offenbar­ paradoxe werden Wandel be des Lebens, aufgerufen, ist Gegenstand die erst so bedeutet in der der Erwartung.”5 Zukunft das, dass offenbar diese Wird eschatologische wird, nun doch zum bereits neuen Ga­ jetzt zugeeignet im Glauben wurde. ergriffen werden soll, da sie uns in der Taufe

Aber wie ist dieser Zusammenhang zwischen Taufe und

re Heilsgabe Reformatoren von theologische Luthers zu verstehen? Polemik bestimmt. Diskussion gegen Was Während ist die ist das hier Täufer, die Geschehen durch Lutheraner, der die Taufe in Fragestellung der in eine Taufe? Fortführung kausative Unse­ der und generative Bedeutung zusprechen, um damit festzuhalten, dass

sprechen die Taufe die das Reformierten neue Leben nur im von Täufling einer kognitiven selbst wirkt Bedeutung und schafft, der Auferstehung Taufe, um damit Christi den festzuhalten. Blick auf das Man Heilsgeschehen wird jedoch fragen in Tod müssen, und ob dung Seiten, diese eingelassen in Alternative Wahrung haben, berechtigter so überhaupt die ihre Anliegen, eigene möglich Sache sich ist, auf ob fragwürdig hier eine nicht Unterschei­ zu beide ma­ alternative Paulus chen droht6. als Fragestellung Kronzeugen Gänzlich bedenklich entweder an den Paulustext für wird das es, kognitive wenn heranträgt, man oder nun und für diese dann das kausative Verständnis der Taufe in Anspruch zu nehmen sucht. zu genannt versteht. in können, 6,5 So keine werde, Es meint dass hat Bezeichnung was K. die sich Barth? er Taufe jedoch als Gleichnis der das in gezeigt, 6,5 Taufe kognitive homoiooma oder dass sein Verständnis Abbild der kann tou Begriff des 8. thanatou Da Todes darin homoiooma die Christi beiden finden autou anastaseoos ständlich, Satzhälften dem tou thanatou wir erst was in ein autou in in 6,5 homoiooma der 6,5b einander die Zukunft das Taufe homoiooma ergänzt entsprechen, (Futur!) bezeichnen,, werden; tes teilhaben muss anastaseoos so sollte auch bliebe sollen. aber in völlig sein homoiooma 6,5b Man soll, unver­ zu wird tes an des daher gegonamen natou Gekreuzigten G. autou Bornkamm9 in in 6,5 Analogie versteht. den zustimmen anderen zu Nur Röm. so Verbindungen müssen, 8,3 entspricht und der Phil. homoiooma auch mit 2,7 als das syn-, die symphytoi die tou Gestalt sich tha­ alle klaren auf und die dem Person Zusammenhang Christi beziehen. entsprechenden Der Satz bekommt Sinn: "Denn damit wenn einen wir wir mit es auch der Gestalt mit der des des Gekreuzigten Auferstandenen verwachsen sein”. sind, dann werden Aufschlussreich auf an taufte seine Röm. Kann mit Grundaussage 6 Christus berufen, sich ist somit hier der so anschliesst. das Sünde gilt die kognitive weitere dies gestorben aber Seine Gedankenführung, Verständnis auch Grundaussage, ist für und die deshalb der Gegenposition. Taufe dass die im der Paulus neuen nicht Ge­ Leben fügt daran wandeln aber soll, noch ist eine ja schon Erläuterung, mit Vers die, 4 ausgesprochen. wie G. Bornkamm Paulus ge­ zeigt aurgebaut hatlO, ist. in zwei parallelen Gedankengängen 6, 5-7 und 6, 8-10 Tod haben gefolgert, Beidemale (vgl. 6,5 dass mit wird wir 6,8). zunächst auch Beidemale an seiner aus unserer folgt Auferstehung darauf Anteilhabe eine werden die an Christi Folgen Anteil dieses ist mitgekreuzigt, Geschehens damit herausstellende der Leib der Erläuterung: Sünde vernichtet unser alter werde, Mensch so- dass wir nicht mehr der Sünde dienen (6,6). Der Parallelsatz 6,9

6

8 der Vgl. Die Taufe; kirchliche G. BornkammS Die Lehre Zeit S. der vonder 42 Kirche, f,ferner Taufe,Theol.Studien 1956, H. Schlier: S. 111. Zurkirchlichen 14, 1947, S. Lehre 6. von

7

Vgl. hierzu die berechtigten Einwände von Diem S. 13 f.

10 9 S. S.

G. Bornkamm

G. Bornkamm

41 f.

39 ff.

76

zeigt den, die stirbt Folge nicht für mehr, Christus der auf: Tod Christus, herrscht von über den ihn Toten nicht auferstan­ mehr. einmal Schliesslich begründet: wird in diese 6,7 durch Folgerung Aufnahme in beiden eines rabbinischen Aussagereihen Rechts­ noch christologische satzes, dass der Aussage: Tote von “Denn der Sünde was frei er gestorben istH, in 6,10 ist, durch ist er eine der chen Gott". hoti Sünde (6,6 Konjunktionen Die gestorben u. Parallelität 9) und ein gar ei für beider (6,5 (6,7 alle und u. Aussagenreihen Mal; 10) 8), hervorgehoben. ginooskontes was er aber wird hoti lebt, durch bzw. lebt die eidotes er glei­ für sagereihen Erst heben auf dem sich Hintergrund ihre Unterschiede der Parallelität recht hervor. der beiden Denn wäh­ Aus­ vom rend die zweite alten die erste Reihe Menschen Reihe (6, 8-10) und (6, 5-7) christologisch vom anthropologisch Leib der ausgerichtet. Sünde ausgerichtet redet, Während spricht ist, der 6,6 ist Dann der parallele Sündenherrschaft, kann Vers aber 9 von das Jesu Verhältnis 6,9 Auferstehung. dagegen beider vom Darum Ende Reihen der spricht zueinander Todesherrschaft. 6,6 vom nur Ende so verstanden die zweite (christologische) werden, dass die Reihe erste (anthropologische) begründet wird. Das Reihe zeigt durch deut­ Tote lich durch, ein von dass Vergleich der Christus Sünde zwischen frei ein ist, für 6,7 erhält alle und Mal ihre 6,10. der befreiende Sünde Die Aussage, gestorben Kraft dass erst ist. der da­ Im Blick auf den parallelen Aufbau wird klar, dass das Tauf- geschehen würden im Verhältnis so (6, wie der 5-7) Christus Analogie zu dem am steht, Christusgeschehen Kreuz sodass starb. wir Das in (6, Taufgeschehen der 8-10) Taufe nicht sterben nur ist aus auch der nicht Nähe eine zu Wiederholung den Mysterienvorstellungen des Christusgeschehens, entnehmen wie könnte, man identisch, sondern Taufgeschehen Der "das Tod, Christusgeschehen den der und Täufling Christusgeschehen (ist) und im Christus Taufgeschehen sind sterben, miteinander ist gegen­ nur Taufe einer, des d. h. Glaubenden der Tod Christi Tod”12. selbst Andererseits und eben aber dieser hat wird die Taufe durch ihre die lich in Mächtigkeit ihr durch selbst ihre nicht liegenden Bezogenheit aus ihr besonderen selbst, auf sie das gibt Qualität, Christusgeschehen, das Heil sondern nicht ausschliess­ kraft das einer die geschehen Taufe sagenreihen begründet. begründet (6, 5-7 Das und das 8-10) wird Taufgeschehen. zueinander aus der Zuordnung ganz Die deutlich: Taufe der gibt das beiden mir Christus­ Frei­ Aus­ heit Gabe von des der Lebens, Sündenherrschaft indem sie mir und Christi Anteil an Tod der und eschatologischen Auferstehung Christi ansagt und will zueignet. aber im neuen Solche Leben Zueignung des Glaubens von Tod und ergriffen Auferstehung und an­ geeignet werden^.

11 Vgl. P. Billerbeck:

Kommentar S. 232. zum

N.

T.

aus

Talmud und Midrasch,

2. Aufl. 1926, Bd. III,

12 G. Bomkamm, S. 41

13 Vgl. und G. das Bornkamm neue Leben S. 50: ist "Die die Aneignung Taufe ist die der Zueignung Taufe". des neuen Lebens

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sagen über Die übrigen die Taufe in bestätigen den Briefen das des gewonnene Apostels sich Ergebnis. findenden Gibt Aus­ die so Taufe die ist auf es nach Christus sachlich Röm. getauft nichts 6 Anteil sind, anderes, an Christus Tod wenn und angezogen Gal. Auferstehung 3,27 haben, erklärt, Jesu oder dass Christi, wenn alle, Taufe, sich wir dert nach wurden 1. als Kor. 1. garantiere Kor. 10, (eis 1-13 12,13 hen gegen diese sooma durch dem das die ebaptisthemen). sakramentale Taufe Empfänger dem Leib das Andererseits Missverständnis Christi Heil unabhängig eingeglie­ wendet der nicht. davon, generation, Mit ob Nachdruck ihre die Gabe doch im verweist mit glaubenden der Paulus Taufe Gehorsam auf auf das Mose Schicksal ergriffen (1. Kor. der wird 10,2) Wüsten­ oder und Sakramente dem geistlichen empfangen Trank aus hatte dem und Felsen dennoch (1. ihres Kor. 10,4) Ungehorsams die gleichen we­ Wie gen es verloren die Mysterien ging. Denn anbietenl4 die Taufe und ist wie kein es pharmakon Ignatius von athanasias der Eu­ des charistie Heilsgeschehens, aussagt (Eph. die 20, auf 2), die sondern Aneignung eine Zusage im glaubenden und Zueignung Gehor­ sam wartet. dass 1,17 zu er Schliesslich achten. froh sei, Im ausser Blick ist noch auf einigen die auf Parteien wenigen, die interessante in deren Korinth Namen Aussage erklärt er 1. Paulus, nennt, Kor. sage, sonst er niemanden sei auf den in Korinth Namen des getauft Paulus zu getauft haben, worden damit nicht (1,15). einer In diesem lich (1,17). nicht Mit Zusammenhang gesandt Recht stellt zu taufen, erklärt W. G. sondern der Kümmel Apostel, das 15 Evangelium Christus hierzu fest, habe zu dass ihn predigen nicht näm­ wer das Mitarbeitern sondern Taufen die Taufe allein selbst überlassen, vollzieht. an die als Nebensache Person Paulus weil Christi sie kann nicht erklärt den gebunden an Vollzug werden die Person ist. der soll, Gleichwohl Taufe des wohl Täufers, seinen aber, ist eine von ne geringere Christus solche Aussage Gabe aufgetragene vermittelt für Paulus Amt als der doch die Evangeliumsverkündigung nur Taufe, möglich, die Taufe wenn also das nicht ihm kei­ eine Auferstehung bringt. 6), so über ist Wie auch die in präsent Verkündigung der in Taufe dem ist logos und das dem Heilsgeschehen hinausgehende, tes Menschen katallages zugeeignet der von noch Gekreuzigte Christi grössere wird Tod (Röm. Gabe und und Auferstandene nicht tes und in überredenden der Kraft präsent geschieht Weisheitsworten, (2. Kor. (1. 5,19f), Kor. 2,4 sondern weshalb Röm. im die 15,19; Beweis Verkündigung 1. Th. des Geis­ 1,5). er Wie Gal. 1. Kor. 3,2 durch 12,13 der die Geist Glaubenspredigt mit der Taufe gegeben. verbunden Und ist, wie so die wird im Wort den muss, der Versöhnung so gilt entsprechendes angebotene Gabe auch im von Glauben der Taufe ergriffen (vgl. Röm. wer­ 6 und 1. Kor. 10). Auen wenn Paulus über die Zuordnung von Pre-

14 Vgl. Reitzenstein, Mysterienreligionen, 3. Aufl. S. 400.

digt und Taufe keine ausdrücklichen Aussagen mächtig so wird Verkündigung” man doch urteilen ist, müssen, die wie dass die für Predigt ihn die das Taufe Heilsgeschehen eine “Weise von der Der gar Christi durch zumindest Tod einen und im Paulusschüler Auferstehung Einflussgebiet geschriebene dem paulinischer Menschen 1. Theologie, Petrusbrief zusagt und wenn hat zueignet. nicht dann später dass die das mit Verhältnis der Taufe von zusammenfallende Wort und Taufe Wiedergeburt dahingehend durch präzisiert, das Wort Taufe. bewirkt wurde (1. Petr. 1,23)17; das Wort ist die Kraft der

III.

Der Taufbefehl

Bereich Die des Paulusbriefe hellenistischen zeigen Christentums uns das Verständnis zu Anfang der der Taufe fünfziger im Jahre. Kor. das Getauftsein 1,15ff; Darüber Röm. hinaus der 6; Christen Gal. wird 3,27) man als bzw. selbstverständlich feststellen ein Christsein müssen, ohne voraussetzt dass Taufe Paulus nir­ (1. gends die Darstellung erkennen der lässt. Apostelgeschichte Auch von den Paulusbriefen bestätigt, dass her die wird Urchri- also mit nensischen stenheit aber von die Bereich Anfang Frage, wie die an getauft diese Taufe Urchristenheit verstanden hat. Noch nicht hat namentlich und beantwortet warum im palästi­ sie ist da­ ge­ tauft der christlichen hat. Damit Taufe müssen zuwenden. wir uns der Frage nach der Entstehung durch suchung Christliche Jesus dieses und Textes verweist Dogmatik zeigt dazu begründet jedoch auf Mt. eine die 28, Reihe Taufe 16-20. von mit Eine Schwierigkeiten, der genaue Einsetzung Unter­

a) Mt. 28, 16-20 spricht von der Taufe im Rahmen des Missions­

befehls, den der auferstandene und erhöhte Herr seinen elf Jün­ gern sich so bei nur einer bei Erscheinung Matthäus und in zeigt Galiläa in vielen gibtl8. Einzelheiten Der Abchnitt seine findet be-

16 ihr 11,26: Vgl. den jedoch “So Tod oft die des ihr diesbezügliche Herrn, dieses Brot bis er esst Aussage kommt". und diesen über Vgl. Kelch das ferner Abendmahl trinkt, W. Marxsen: verkündigt 1. Kor. Er­ wägungen für n. Haenchen zur neutestamentlichen ly04 S. 173: "Die Begründung laure nat aiso der nichts Taufe, anderes Festschrift be­ wirkt, Wobei ist. Richtiger jedoch als der die wäre Glaube parallele wohl bewirkt zu zwischen sagen, hat, der Glaube dass aus die der und Taufe Verkündigung Taute nichts missverständlich anderes kommt". be­ wirkt als die Verkündigung.

17 Handbuch Dass Taufparänese hier an zum die im N. Taufe 1. T. Petrusbrief 1951, gedacht S. 57 ist, (vgl. u. ö.), zeigt H. sondern nicht Windisch, nur auch die Die die durchgehende kath. Zusammen­ Briefe, gehörigkeit Vernaums von von Wort Taufe und und Taufe Wiedergeburt vgi. auch in Eph. Joh. 5,26, 3,5 wo und von Tit. der 3,5. Taufe Zum als der Reinigung im Wasserbad mit dem Wort gesprochen ist.

18 ferung Zur Evgls, Analyse Ev. u. Auslegung Theol. von Mt. 1950/51 im 28, Mt.-Evgl. 16-20 S. 16 vgl. ff; S. G. O. 123 Bornkamm/Barth/Held, Michel: ff; W. Der Trilling, Abschluss Das des überlieL wahre Mt_

Israel 1963, S. 1959, 52 ff. S.

6

ff;

F. Hahn, Das Verständnis der Mission im N. T.

79

sondere Prägung durch die Hand des Evangelisten 19. Gleichwohl werden ditionen dem Vorgelegen Evangelisten haben. auch Dazu für gehört diesen nicht Abschnitt nur die Tatsache gewisse Tra­ der auch te, Erscheinung durch lässt ein Matthäus Missionsbefehl. sich Jesu zwar schwer vor wegen seinen sagen; Welche der Jüngern starken aber Fassung auch in redaktionellen dieser Lukas Galiläa20, Missionsbefehl und sondern Johannes Bearbeitung wohl hat­ be­ nen richten sungen (Lk. die auf 24,47; Sendung ihre Act. Weise 1,8; zur von Mission Joh. einem 20,21ff)21. (bei Missionsbefehl Lk. Dabei wie bei ist in Mt. des allen mit Auferstande­ drei dem Fas­ Ziel spricht panta er bunden durchaus ta nur (Mt. ethne der auch 28,20b; matthäische Lk. eine 24,47 Lk. Tradition Mt. 24,49; Missionsbefehl. 28,19) Joh. des mit 20,22f), Missionsbefehls dem Das aber Beistandsmotiv zeigt von zunächst, der ohne Taufe dass ver­ Er­ wähnung befehls Missionsbefehl wahrscheinlich der Taufe im Sinne gab, die ja seiner ältere dass eigenen ist22. diese Matthäus kürzere theologischen Form hat auch des Anliegen sonst Missions­ den ge­ prägt, der Gebote wie der Jesu Begriff zeigen. matheteuein Man muss also und zumindest die Betonung damit des rechnen, Haltens war. menen geübte gefügt dass In auch in Verbindung Tradition diesem der die Überzeugung, Erwähnung Falle noch von hätte Mission nicht der Matthäus dass mit Taufe und die dem die Taufe in in der der Missionsbefehl Erwähnung so von Urchristenheit vom Mattäus auferstandenen der verbunden Taufe übernom­ überall ein­ und erhöhten Herrn befohlen ist.

h) Nach Mt, 28,19 soll die Taufe auf den Namen des Vaters und

briefen des Sohnes und der und Apostelgeschichte des Heiligen Geistes begegnet geschehen. uns aber In nur den die Paulus­ ein­ fachere sonst im Taufformel Neuen Testament “auf den nirgends Namen die Jesu triadische Christi”, Taufformel wie wir auch fin­ sprünglichkeit 7,1 den. kennt Nun schon wird der man die triadischen triadische zwar für den Formel Formel. Matthäus-Text bestreiten Matthäus k wird nicht ö n n e n hier mehr 2 3 , auch diejenige die Did. Ur­

üblich Formel innerhalb war. gebraucht des Aber Neuen die haben, Testaments singuläre die zu Stellung zeigt seiner doch Zeit der die in triadischen seiner recht späte Gemeinde Formel Ent­ stehung und Einführung dieser Taufformel.

19 Überlieferung u. Auslegung im Mt.-Evgl. S. 123 f.

20 Nicht nur eine Erscheinung Jesu vor den elf (oder zwölf) Jüngern ge­ zeigen, hört der sondern Tradition auch an, Galiläa wie als 1. Erscheinungsort Kor. 15,5; Lk. 24,36 Mk. 16,7; ff; Joh. Joh. 20, 2L 19 ff

21 Der muss unechte bei unserer Markusschluss, Untersuchung der gleichfalls ausser Betracht einen Missionsbefehl bleiben, weil bringt, seine Entstehung zeitlich schwer zu fixieren ist.

22 Auch der Taufe: die vorösterlichen Mt. 10, 5.7; Mk. Aussendungsworte 6, 7 f; Lk. 9, 2; 10, Jesu 1 ff. sprechen nicht von

23 1901 bach, So F. S. Der C. 275 Conybeare, Trinitarische tt; zur Auseinandersetzung The Taufbefehl Eusebian 1903. Form mit oft Conybeare the Text Mt. vgl. 28,19, E. Riggen­ ZNW

80

Das alles zeigt, dass wir über den sogenannten Taufbefehl Mt. 28,19 nicht zur Entstehung der Taufe gelangen. Matthäus nennt in se die der Taufe Taufe sie auf zu im seiner den Zusammenhang Befehl Zeit üblich des Auferstandenen war. des Matthäus Missionbefehls hin ist überzeugt, geschieht, in der dass und Form, die­ wir bestreiten mung werden urteil. mit Wir auch dem können, finden der Willen vorangehenden dass keinen ihres sie Herrn Befehl sich bei glaubte. des urchristlichen ihrem historischen Aber Taufen das Generation ist in Jesus, ein Übereinstim­ Glaubens­ der nicht als Entstehungsdatum der christlichen Taufe gelten könnte. IV. Jesu Taufe dass stehung, Jesus Fragen so oder ist wir er seine zurück trotz Jünger Joh. nach 3,22f getauft der und Zeit haben. 4,2 vor sehr Jesu Es unwahrscheinlich, wäre Tod und kaum Aufer­ ver­ Andeutungen ständlich, dass enthält, die synoptische wenn Jesus Tradition oder seine keinerlei Jünger getauft diesbezügliche hätten24. Gemeinde was wir richt Johannes seiner Einigermassen nur, erfahren über Taufe dass historisch Jesu hätte durch wir Jesus sicheren Taufe hier anderenfalls den sich über ist, (Mk. geringeren Boden von wird die 1, Johannes Taufe? 9-11 die gewinnen heute u. "Vorläufer” ihr Von Par.). allgemein im selbst wir der Jordan Dass dagegen Taufe anstössige kaum Jesu zugestanden. taufen selbst erzählt. mit Taufe liess. Tatsache erfahren dem durch Aber Das Die Be­ massen wird Himmels, in nur einem Herabkommen als kurzen Exposition einleitenden des für Geistes das darauf Satz und gesagt die folgende Himmelsstimme: und Sich-öffnen dient gewisser- "Du des bist Geistbegabung mein lieber und Sohn Adoption ,an dir habe ausgesprochene ich Wohlgefallen.” “Messiasweihe”25 Diese durch Jesu ist das Taufe eigentliche bietet dazu Ziel der nur Erzählung, den Anlass. auf Daher dem handelt alles Gewicht es sich liegt; hier auch lichen “die Taufe noch Taufkultus, nicht mit Wasser um in eine der und Kultuslegende etwa Geist erzählt empfangen würde, zur Begründung wie und Jesus sie damit des als christ­ erster wir­ Theologie kungskräftig hat für zwar die später Gläubigen die Taufe inauguriert Jesu in hat diesem ”26. Die Sinne altkirchliche- verstan- den27, aber für den Markus-Text gilt das keineswegs28. Vielmehr

24 Im nur Joh-Evgl. in 4,2 durch wird den die Aussage Evangelisten von der korrigiert, Tauftätigkeit sondern Jesu die (3,22) ganze nicht Er­ zeigen, wähnung soll die auf Konkurrenz der die Tauftätigkeit Johannes zwischen ist mit Jesus-Jüngern durch dem den demütigen Zusammenhang und Johannes-Jüngern Christuszeugnis motiviert: auf­ ant­ sie wortet: “Jener muss wachsen, ich aber abnehmen”.

25 Vgl. Bultmann, Geschichte der synopt. Tradition S. 264.

26 Bultmann, S. 269.

27 Vgl. Ignatius, Eph. 18,2; Tertullian, advers. Jud. 8.

28 Auch

er ist allenfalls bereit,

in zu der sehen. Erwähnung des Gebetes Jesu Lk. 3,21 einen Einfluss des Kultus

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Bultmann behauptet

dies

nicht

(S. 270);

liegt die seine hier Taufe das Interesse nur den Anlass primär bietet. an Jesu Daher Weihe wird zum auch Messias, über Sinn für Jesus Matthäus-Evangeliums und Bedeutung sich von dem der Taufe geringeren (3,14f) nichts und Vorläufer gesagt. des H Und e b bzw. r ä e noch r - E trotz v a n die g e seiner liu Skrupel m s 2 9 Sünd- , wie des *Taufe losigkeit hier taufen nicht lassen als Kultlegende konnte, zeigen, verstanden dass die wurde. Geschichte von Jesu

hung Jesu eine der Es christlichen soll geschichtlich damit keineswgs Taufe Bedeutung in Fortführung bestritten für die Seinen werden, und Weiterbildung hatte. dass Die die Entste­ Taufe der Johannestaufe durch Jesu die fundamentale hat Johannes für die wäre taufen Bedeutung, neutestamentliche kaum lassen. denkbar, die Aber man Tauflehre die wenn ihr Geschichte zuweilen Jesus offensichtlich sich geben von nicht der möchte30. Taufe hätte nicht

V. Die Johannestaufe Jesus empfing die Johannestaufe. Auch seine Jünger kamen zum l,35ff). Teil Von Wir wenigstens der fragen Tätigkeit daher aus weiter dem des Johannes Kreis nach der dem heisst Johannesjünger Wesen es der Mk. Johannestaufe. 1,4 (vgl. "er Joh. pre­ digte ganz eine Jerusalem Busstaufe und zur Judäa Vergebung sich von der ihm Sünden”. im Jordan Mk. 1,5 taufen sagt, liess, dass "indem Aussage sie des ihre Johannes Sünden nach bekannten”. Mk. 1,8: "Ich Und habe schliesslich euch mit lautet Wasser die getauft, aus dem er Markus-Evangelium aber wird euch mit entnommenen heiligem Geiste Angaben taufen". kommt Zu diesen noch mit eine Matthäus Wasser, aus der (und aber Logienquelle, Markus) es kommt rekonstruieren die der sich stärker aus ist lässt: Lk. als 3,16 ich “Ich in taufe Vergleich der euch wird zwat euch mit

mit heiligem Geist und mit Feuer taufen" (Lk. , 3,16). Erwägt man diese Aussagen, so lässt sich leicht feststellen, Geist dass christlichen in taufen, Mk. 1,8 Taufe eine die christliche von Angabe, der Johannesteufe der Interpretation Kommende abheben werde ist, die mit will. das dem In Wesen heiligen gleicher der

Weise ist das en pneumati hagioo auch in Lk. 3,16 zu verstehen,

nicht jedoch das baptisei

gerade taufen, sche Jesus deshalb d. h. nicht das als das eschatologische echte erwartete Johannes-Aussage Gericht Feuergericht gebracht gelten, bringen hat. weil Jedoch wird, der histori­ muss auch

pyri. Dass der Kommende mit Feuer

29 Text bei K. Aland, Synopsis Quattuor Evang. 1964, S. 27.

30 So entnimmt H. Mentz (Taufe u. Kirche, München 1960) Ursprung, Gehalt die Gemeinden nach und der fundamental" Notwendigkeit Verkündigung war der des (S. N.T. christlichen 59). für Das "das gibt Taufe Taufen der aus Text in der den nicht Taufe christlichen her. Jesu, Es trifft auch nicht zu, dass Johannes der Täufer in das neutestamentl.

habe Kerygma christliche (S. 48 nur Kerygma f). deshalb Mt. 11,7-13 ein, aufgenommen ohne par. die Act Taufe 13,24 worden f Jesu beziehen sei überhaupt weil den er Täufer zu Jesus erwähnenI getauft in das

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weil die Aussagen sie gleichfalls Mk. 1,4 nicht und 5 im sind Interesse als durchaus christlicher zuverlässig Interpretation zu werten, liegen. sagen: 1) Danach Sie ist lässt mit der sich Busse dann verbunden; über die Johannestaufe 2) sie geschieht folgendes zur Ver­ stehenden gebung der Gerichts. Sünden; Die 3) Taufe sie geschieht des Johannes angesichts ist also des ganz nahe im bevor­ Zu­ Gericht Für sammenhang ihren zu verstehen Ritus mit gilt, seiner und dass verheisst Verkündigung sie durch Rettung ein vom Tauchbad vor nahe eben bevorstehenden diesem in fliessendem Gericht. Wasser selbst lich ist taufte, aus (Jordan!) ihrem sondern Vollzug vollzogen durch durch den wurde, Täufer den dass Täufer getauft der und wurde, Täufling ihrer und Bezogenheit sich schliess­ nicht auf Taufe das zu einmalig entnehmen, bevorstehende obwohl das Gericht nicht expressis auch die verbis Einmaligkeit gesagt wird. der bädern deshalb Wieweit religionsgeschichtlich besonders ist die wichtig, Johannestaufe weil ableitbar? die von Urchristenheit anderen Diese Frage religiösen ia ist ihre für Tauch­ Taufe uns von ten mit die christliche ist, der zwei dass Johannestaufe Seiten der Taufe religionsgeschichtliche her erfolgt beeinflusste. in Verbindung sein: a) Eine von setzte, Ort Beeinflussung der der jüdischen und Johannestaufe daher könnte Proselyten- zu vermu­ dabei auch her. taufe, b) von den Tauchbädern der jüdisch-häretischen Taufsekten

Vor allem J. Jeremias31 betont die Beeinflussung durch die

Proselytentaufe, deren Übung er bis in die Zeit Hillels verfolgen zu können elytentaufe” zu seiner meint. Reinigung gewann Der zum eines im Judentum Laufe Tauchbades der übertretende Zeit unterziehen steigende Heide und Bedeutung musste diese “Pros­ sich und wurde Konversionsritus. namentlich Da bei sie konvertierenden durch Untertauchen Frauen in fliesendem der entscheidende Wasser vollzogen Parallele zur werden Johannestaufe soll, scheint zu ergeben. sich eine Aber besonders weit schwerwiegender naheliegende ihr taufe sind geht die bewirkt es Differenzen nicht lediglich um gegenüber S ü die n d e n levitische v e r g der e b u n Johannestaufe. g Reinheit 3 3 . Als Waschung des T Die ä u f lin Proselyten­ zwecks g s 3 2 ( bei Ie-

vitischer Ihre Einmaligkeit Reinheit ist ist nur sie auch die der nicht (gewiss im strengen grundlegenden) Sinne einmalig. ersten Die elyt Waschung Proselytentaufe wie jeder in der Jude Reihe kennt bei weiterer Verunreinigung zwar Zeugen, Waschungen, erneut die an deren zu der unterziehen Handlung sich der Pros- teil- hat.

a)

31 J. vier Jeremias, Jahrhunderten ZNW 28, 1958, 1929, S. S. 28 312ff ff. und: Die Kindertaufe in den ersten

32 Vgl. Billerbeck Bd. I. S. 112.

33 Vgl. elytentaufe dertaufe K. Rudolph, S. ein 37) erscheint Sündenbekenntnis Die Mandäer, mir nicht Bd. abgelegt II erwiesen. 1961. wurde S. Die 371. von (so Dass Jeremias Jeremias, bei der (S. Pros­ Kin­ 40 verhaltes Anm. denbekenntnis 7) angeführte gehen — —, dann Stelle sondern müsste Qoh. von es R. um zu einer Vergebung 1,8 spricht Prüfung des nicht des gebeichteten von Lebenswandels, einem Sach­ Sün­ von dem die Aufnahme abhängig gemacht werden soll oder nicht.

83

n fehlt e h m e ihr n 3 4 , die aber der keinen Johannestaufe Täufer; sie eigentümliche ist Selbsttaufe. eschatologische Und schliesslich Be- zogenheit seren daher elytentaufe Form beeinflusst auf her des das Untertauchens verstehbar. sein, Gericht. so ist Mag sie in die doch fliessendem Johannestaufe als Ganze Wasser nicht auch von teilweise in der der Pros- äus­ von b) häretischen Judentum Eher könnte im Taufsekten syrisch-palästinensischen man einen vermuten, Einfluss die sich der Raum verschiedenen abseits bildeten vom und offiziellen jüdisch­ zu de­ nen Masbothäer das Untertauchen vor allem und die Eichasaiten in Essener, fliessendem gehörten35. danach Wasser aber Denn geübt, auch hier Hemerobaptisten, sondern wird nicht die Bap­ nur le Wirkung, tismen Stellung haben als im sie im Kultus nicht Unterschied inne nur und rituelle zum haben offiziellen Reinheit, insofern Judentum sondern auch "sakramentale” "Leben die zentra­ und Sündenreinheit tiefgreifend, handelt ”36 vermitteln. es sich doch Aber hier auch um hier ständig sind zu die wiederholende Unterschiede Tauchbäder, bad sichts rakteristisch an des sich kommenden selbst, nicht ist. während um die Gerichts. einmalige für die Auch Johannestaufe und vollzieht endgültige jeder der Taufe Täufer das Tauch­ ange­ cha­ mancherlei wird jener Einzelne auch Taufbewegung So Elemente lässt Johannes Taufsekten sich zwar selbst also am am Rande mögen die mit Rande Johannestaufe seiner des von des Judentums Taufe daher Judentums in beeinflusst auch den hineinstellen grossen nicht her sein, erklären. von Rahmen man kön­ den ne^?, hannestaufe aber in als ihrer eine charakteristischen originale Schöpfung Eigenart Johannes wird des man Täufers die Jo­ betrachten

kündigung bringen bung an wird. und vom m ü s Sie errettet s e nahen n 3 bietet 8 . Seine Kommen damit dem Taufe Umkehrenden vor des steht dem "Stärkeren”, ganz kommenden die im Dienst Gnade der das Zorngericht seiner der Gericht Verge­ Ver­ (Lk. 3,16).

VI.

vorgegangen Wahrscheinlichkeit Jesu Jünger und dann waren nach zu hatten aus Jesus dem sie übergewechselt Kreis also die der Taufe Johannesjünger (Joh. durch l,35ff). Johannes Aller her­ wie empfangen. diese im Zuge auch nach der ihr Und Ostern Verkündigung Meister während geübte — nicht sie und Taufe vor tauften, Gemeindebildung Jesu eine begannen Tod Übernahme und Auferstehung sie zu und nach taufen. Weiter­ Ostern Dass — bildung der Johannestaufe war, zeigen die engen Zusammenhänge

34 Billerbeck I, S. 110 f.

35 Vgl. K. Rudolph, Die Mandäer I, 1960, S. 222 ff, Bd. II

36 Vgl. Rudolph II, S. 376.

37 Vgl. Rudolph I, S. 230

38 E. Dinkler, Art. Taufe, RGG 3. Aufl. B d . VI S. 628.

84

1961

S.

375 fif.

und Parallelen. Was wir als Charakteristika der Johannestaufe wieder: erkannten, mit dem der kommenden U Einmaligkeit, m das k e h r3 finden 9 . Gericht Aber wir Vollzug was nun (= ist Zug Sündenvergebung) durch dann für einen Zug das in spezifisch Täufer, der christlichen und Errettung "Christliche” Verbindung Taufe vor

an die der sie urchristlichen von den Tauchbädern Taufe, wenn der Umwelt die entscheidenden unterscheiden, Merkmale, der Jo­ hannestaufe der schnell nach mit Mk. dem entstammen? 1,8; Hinweis Act. 2,38 auf Man den bei wird Heiligen der christlichen auf Geist diese antworten Frage Taufe nicht verliehen können, vor­ mänipulierbares werden soll. Denn Unterscheidungsmerkmal dabei kann es sich ja doch handeln. nicht um Vielmehr ein kultisch zeigt Weiterbildung sich, dass die darin zunächst besteht, einzige dass und dieser grundlegende ganze von Änderung Johannes über­ oder nommene in diesem Taufritus Namen beschlossene nun eis to onoma Heilsereignis Iesou Christou, hin vollzogen d. h. auf w ird das 4 0 .

Von wann ab diese Interpretation der Taufe durch das "auf den Namen Jesu wird sischen Christi” man Urgemeinde, schwer geübt feststellen wurde, oder erst ob können. in schon der hellenistisch-christlichen von Jedenfalls Anfang hat an in die der Urchristenheit palästinen­ Gemeinde, getan. gegen von kommen zuheben dem die Dass begann, wäre, Augenblick die es Taufformel ist dazu dies jedoch an, durch erst sehr da "auf in die sie unwahrscheinlich, hellenistisch-christlichen den Beziehung ihre Namen Taufe auf von Jesu den weil der Christi” Namen die des Gemeinden Johannestaufe, Johannes abgrenzt, Jesu Christi ge­ ab­ in worden ausserpalästinischen sein wird, gegen Gemeinden das man kaum sich als abzugrenzen ein Gegenüber genötigt empfunden sah, Dinkler, jedoch sonstige schon Art. Tauchbäder Taufe, in der RGG aber palästinischen 3. noch Aufl. weniger VI.S.629f). Urgemeinde, dazu Entstand nötigten so muss die (vgl. Taufformel man auch nach E. einem Wendung aramäischen leschem ist Äquivalent in ihrer suchen. Bedeutung Die und sich Anwendung anbietende aber spätjüdische so viel­ seitig, den Namen dass " sich von nicht ihr wirklich aus der klären Sinn des lässt. neutestamentlichen Der Name selbst "taufen spielt auf — im kommt, schen Unterschied leschem dass die keine zum neutestamentliche neutestamentlichen Rolle, weshalb Delling Verwendung Gebrauch (S. 64 ff) — des bei zu "im dem dem (auf Ergebnis spätjüdi­ den) hin Namen" und nach gerade einer in gewissen der entscheidenden Vorbereitung Art in ihres äth. Henoch Gebrauchs 37-71 erst "weit­ im Urchristentum entstanden" ist (S. 64).

Wollte die Johannestaufe Vergebung der Sünden und Ret­ Christengemeinde dass tung es vor solche dem kommenden Vergebung mit ihrem der Gericht Taufen Sünden geben, “auf und den Rettufig so erklärt Namen vor nun Jesu dem die Christi", Gericht junge Heilsereignisses denen erst auf Heilsereignis Grund gibt. des ist In an die dem den den an Namen den Sünder Namen Jesus rettende Jesus Christus und Christus gebundenen ihm gebun­ verge-

39 2216 2. Wir die Petr. hier halten (siehe 1,9; also uns oben!), Herrn, durchaus dabei vgl, mand zunächst ältere aber 4,3,1. auch Traditionen an 1. die Kor. Aussagen 6,11; widerspiegeln: Hebr. der 10,22; Apostelgeschichte, Act. 1. Petr. 2,38; 3,21; 8,38;

40 Taufe Dass a.a. O. durch durch S. 174. die das Formel Kerygma "auf den interpretiert Namen Jesu wurde, Christi" betont die auch übernommene Marxsen

85

bende Gnade Gottes offenbar geworden. Erst auf Grund dieser mit aber Offenbarung Gewissheit wird ausgesagt, der die Gnade Vergebung wenn Gottes dieser Gottes kann ganze zugesagt dem von umkehrenden werden. Johannes Gerade übernom­ Sünder das Damit mene Taufritus wurde aber nun faktisch auf den der Namen ganze von Jesu Johannes Christi vollzogen übernommene wird. Auferstehung Taufritus wurde von dazu Anfang anzusagen benutzt, an als und um eine mitzuteilen, das "Weise Heilsereignis der d. h. Verkündigung” die von christliche Jesu Tod geübt, Taufe und die der Jesu Vergebung Tod und der Auferstehung Sünden zueignet. ansagt und damit Gottes Gnade in

Damit erklärt sich auch, warum die Urgemeinde behauptete, Geist dass hier Vergebung die verleihe. christliche Eben wirklich Taufe darin geschieht, drückt im Unterschied sich dass ja die hier zur Gewissheit Gott Johannestaufe selbst aus, in dass den Ge­ bleiben Gewissheit. richt und will. Gnade Die Rede dem vom Menschen Geistempfang nahe gekommen ist der Ausdruck ist und bei solcher ihm

Wenn Taufe, Zusammenhang Wir die die Taute erkennen wir bei mit nach Paulus damit dem Rom. Taufverständnis weiter, fanden, 6 Anteil dass durchaus an auch Christi der die in Urgemeinde Tod engem Interpretation und sachlichem Auferste­ steht. der geschehens geschehen hung 5-7 und gibt, 8-10 hat und verstanden zeigt und wenn — damit die — wird, Taufe wie als Ansage der ihre dann Parallelismus Kraft und stossen eben Zueignung wir durch zwischen damit das des Christus­ Christus­ auf Röm. den 6, meinde gleichen feststelien theologischen konnten. Sachverhalt, Gewiss den sind wir die auch benutzten bei der Begriffe Urge­ Analogie und Taufe Vorstellungen als zur Abwaschung Johannestaufe bei der Paulus und Sünden andere. zu den verstanden jüdischen Wird die habendi, Waschungen Urgemeinde so tritt die- in an entstammt^. auferstehen, Stelle dessen eine Aber bei Vorstellung, Paulus unter den die die Vorstellung andersartigen zweifellos vom den Vorstellungen Mitsterben Mysterienreligionen und bleibt Mit- doch an den die Namen theologische Jesu Christi Sachaussage gebundene die gleiche: Heilsereignis dass in der angesagt Taufe und das zugeeignet wird.

41 Vgl. Act. 22,16; Hebr. 10,22; 1. Kor. 6,11; Eph. 5,26.

42 Die dagegen von G. Wagner, Das religionsgeschichtliche Problem von Rom dazu die Besprechung Zürich 196Z, durch erhobenen H. Conzelmann, binwande Ev. überzeugen Theol. 1964, nicht. S. 171 ff. Vgl. J

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