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JOURNALISTEN FÜR
PRESSEKONFERENZEN
UNO EVENTS UNTER
WWW.VIOEOPRESSE.AT
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POLYLOG TV
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ORANGE94.0
e portation : Die Hi torizität der demo-
kratischen Entwic lung ist, wo auch
immer, ein uferIo er Prozess. Die von
den Studenten auf efuhrte Audimax-
besetzung vom 22.10. 2009 bi ~21.12.2009 wider-
spiegelte nur den Anfang vom Bruch zwischen der
Zivilgesellschaft und den In titutionen. Ursprüng-
lich ging es um die Fraktur, um für die akademischen
und gesellschaftlichen Fragen Lö ungen zu finden.
Mit der Zeit ist das Vertrauen in die Institutionen
insgesamt geschwunden. Die jungen Leute suchen
neue Wege die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
zu erleben. Die Deportation der Fußballspieler des
FC Sans Papiers, v.a. aber die Art und \1 eise wie
Cletus U. (der Trainer mit Spitznamen Capo/Pferd
im Stall) und Vincent E., wie Schwerverbrecher, fest-
genommen und abgeführt wurden, entsetzte viele
Menschen. Diese Ausgabe ist von der Schizophrenie
Liebe und Rassismus, den Ambivalenzen im Schat-
ten der Fußball Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika,
mit dem Spruch Ke Nako - Afrika jetzt! und den De-
portationen in Österreich geprägt. Die Deportation
dokumentiert eine besondere Form der Ambivalenz
zwischen Demokratie und Polizeistaat
Neben diesen Schwerpunkten finden Sie weitere
alarmierende Ausführungen zum "Bettelverbot" von
Klaus-Werner Lobo sowie die jüngsten Reflexionen
zum brisanten, weltpolitischen Thema der PGS
(Prompt Global Strike) von Fidel Castro.
RADIO ICAP,
SAMSTAG 16 :30
BIS 17 :30 AUF
RADIO ORANGE
Pour que le monde avance!
Di-Tutu
Chefredakteur
-L
-----~---------------------:I-=-O~E'111'1.
lOt! ISE

2/ 2010

THEG~BALPIAYER

H\IS

IS

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-L -----~---------------------:I-=-O~E'111'1. lOt! ISE 2/ 2010 THEG~BALPIAYER H\IS IS M'I 8Ioct 33

8Ioct

33

8 • LEITARTIKEL Di-Tutu Bukasa 13 • DER KLANG DER VUVUZELA Esperance-Fram;ois Bulayumi 16 •

8

• LEITARTIKEL

Di-Tutu Bukasa

13

• DER KLANG DER VUVUZELA

Esperance-Fram;ois Bulayumi

16

UNFAIRES SPIEL MIT IMMIGRANTEN

Vedran Saric

18

ASYL IM SPANNUNGSFELD

Rainer Klien

22

• VERWAHRLOSTES AUFTRETEN

Klaus Werner-Lobo

24

• WAHNSINN "uNSERER ZEITEPOCHE REFLEXIONEN

Fidel Castro

54

• BUCHTIPPS

Wege aus der Armut Kritik des Kapitalismus

FUSSBALL WM 201 0

28 • SANS PAPIERS SENIOREN-PFLEGERINNEN

Kerstin Kellermann

30

• AFRIKAS GESCHICHTE BEI DER FUSSBALL WM

Nikolaus Böhmig

34

• OIE HEIM-WM IN SÜDAFRIKA 2010

Nikolaus Böhmig

36

• MEIN AFRIKA

Di-Tutu Bukasa

])etdSc.

h & En:J/;Sc.h

38 • FOOTBALL FOR DEVELOPMENT

Ke Nako Interviews

62 • TOTAL REJECTION - KOMPLmE ABWEISUNG

Ruud van Weerdenburg

50

INTERNATIONAL

• 350 YEARS VITICULTURE IN SOUTH AFRICA

WernerZips

52

• BEFORE YOU OIVIOE NIGERIA:

CyrilOzoekwe

WernerZips 52 • BEFORE YOU OIVIOE NIGERIA: CyrilOzoekwe 44 • DESERTEC - DER[SONNENjSCHEIN TRUGT! HubcrtThurnhofcr

44

• DESERTEC -

DER[SONNENjSCHEIN TRUGT!

HubcrtThurnhofcr

48

• FREIE SOFTWARE FÖRDERT OIE ZUSAMMENARBEIT

Friedrich Kofler

GESElLSCHAFT

42 • LEBENSMINISTERIUM FÖRDERT INTELLIGENTEMOBILITÄT

mit Niki Berlakovich

55

• LICHTER

MadgeGiII Bukasa

60

• ALLES SCHWEIGEN

Norbert PrettCnthaier

61

TODESANZEIGEN

Guru, Lena Horne

FOKUS

66

FOKUS

:\ladge Gill Bukasa

AM 29. APRIL 2010 WURDEN 14 SPIELER UNSERES FUSSBALL-CLUBS, DEM FC SANS PAPIERS - DIE BUNTEN, WÄHREND DES TRAININGS AUF DER MARSWIESE VON EINEM POLIZEIAUFGEBOT VON 150-300 MANN (UNTER- SCHIEDLICHE ANGABEN) FESTGENOMMEN. AUF DIE FESTNAHME FOLGTEN TAGELANGE DEMONSTRATIONEN UND AKTIONEN SEITENS DER SOLIDARISCHEN, LINKEN ZIVILBEVÖLKERUNG. DER VORFALL, DER TAGELANG IN DEN MEDIEN WAR, ENDETE MIT DER ABSCHIEBUNG DES TEAM-COACHES CLETUS BONIFACE UGONNA. UND EINES SPIELERS, NAMENS VINCENT EZE. LESEN SIE DAZU EINIGE POSTS VON STANDARD.ONLlNE

» Ist halt auch die Frage, obs recht gscheit ist,

oder doch eher eine Verhöhnung und Provokation des Rechtsstaates einen Verein "Sans Papiers" zu nennen.

» hast es eh gemuetlich?

Ist halt auch die Frage, ob es recht gescheit ist, gemuetlich zu posten auf Kosten derer, die aus dem Rechts taatssystem rausfallen, wegen z.B. Flucht ohne Papiere, und sich darauf auszuruhen, dass der Rechtsstaat halt immer Recht hat.

» Lieber 100.000 AsylwerberInnen "versorgen", als nur eine einzige Bank!

» "illegale Einreise" und "illegaler Aufenthalt" sind

nur Verwaltungsübertretungen, keine

traftaten!!!!!

» "Die Frage ist irrelevant. Egal wie Gesetze zustande kommen, sie sind zu befolgen. "

»

wärst ein super Mitläufer gewesen im Dritten Reich. bravo, du Untertan!

»

demokratisch

» Die Möglichkeiten der Selbstbestimmung sind aber heute größer, als vor 100 jahren. Das wurde alles erkämpft und wird - so schnell könnens gar net schaun - wieder abgeschafft, wenn sich niemand wehrt und/oder niemand für noch mehr Selbstbestimmung und Freiheit einsetzt!

» erlassene Gesetze gelten für alle und können nicht durch "Straßen-Demos" willkürlich aufgehoben werden. Der Rechtsstaat ist das Fundament unseres Zusammenlebens.

» erlassene Gesetze unterstehen permanenter demokratischer Kontrolle und können auch wieder geändert werden. Demonstrationen sind ein demokratisch legitimes Mittel seine Forderungen zu formulieren. Was also ist ihr genaues Problem mit "Straßen-Demos"?

» Hauptsache Madame Arigona hat sichs längerfristig gerichtet

» Inwiefern hat sie es sich

gerichtet"? Alle Anträge wurden rechtskräftig abgewiesen. Lediglich die Ent-

scheidung des VfGH steht noch aus, auch von dieser würde ich mir an ihrer Stelle aber nicht zu viel erwarten

» Es ist sehr tragisch, wenn eine Abschiebung nach 8 Jahren passiert. Andererseits konnte der Betroffene scheinbar immer noch kein Wort deutsch, zumindest kann man das aufgrund des YouTube-Videm

vermuten

längerfristig

er wird dort auf Englisch befragt und antwortet auf Englisch.

» Er redet doch nur Englisch, damit ihn die Polizisten nicht verstehen.

» Welche jetzt feixend rumsitzen und meinen: "den Schwarzen und ihren Freunden, denen haben wir es jetzt gege·

L

ben, gut so, weg mit denen" - denen sei nur gesagt:

"Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie die Juden holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Jude. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte:'

» Email Gustav Friedrich Martin Niemöller (evang. Theologe und KZ-Überlebender)

IMPRESSUM

Niemöller (evang. Theologe und KZ-Überlebender) IMPRESSUM MEDIEN INHABER, VERLEGER, HERAUSGEBER: Verein ,Die

MEDIEN INHABER, VERLEGER, HERAUSGEBER: Verein ,Die Bunten' REDAKTION: The Global Player - Medium für Würde, Gerechtigkeit und Demokra- tie. Offenlegungsgesetz: THE GLOBAL PLAYER steht für Bio- und gesellschaftliche Diversität und sozialen Frieden, und ist materielle Stütze für Menschen, die prekarisiert leben. ADRESSE: Rotenlöwengasse 12/1, A-1 090 Wien TELEFON: +43/1/961 10 29 EMAIL: office@buntezeitung.at.office@videopresse.at HOMEPAGE: http://www.videopresse.atl und http://www.globalplayer.co.at GESCHÄFTSFÜHRER ,THE GLOBAL PLAYER' UND OBMANN DES VEREINS ,DIE BUN- TEN': Dr. Di -Tutu Bukasa STELLVERTRETUNG: Sintayehu Tsehay und Madge Gill Bukasa EXECUTIVE DIRECTOR: Madge Gill Bukasa CHEFREDAKTEUR: Di-Tutu Bu- kasa AUTOR(lNNEN) DER AUSGABE: Di-Tutu Bukasa, Hubert Thurnhofer, Klaus Werner-Lobo, Ruud van Weerdenburg, Vedran Saric, Madge Gill Bukasa, Friedrich Köfler, Nikolaus Böhmig, Norberth Prettenthaler, Esperance-Fran~ois Bulayumi, Fidel Castros Reflexionen, Rainer Klien , Kerstin Kellermann, Werner, Zips, Cyril Ozoekwe, ,People from Traiskirchen' Fotos: GP (Ejele Omomhenle), Simon Inou, Wikimedia, flickr/Martin Juen, Daniel Weber, Alexander ,Squid' Williams Lektorat: Ernst Grabovszki, Nikolaus Böhmig Grafik/Illustration/Bilder: Ernst Zdrahal, Layout: Embryo. DER GLOBAL PLAYER IST ERHÄLTUCH IN DER REDAKTION, ROTENLÖWENGASSE 10, 1090 WIEN, UND IM MAX FRISCH FREUNDESKREIS GLACIS 25 - 8010 GRAZ UND BEI ALLEN KOLPORTEUREN IN GANZ ÖSTERREICH. HERSTELLUNG: Druck Styria AUFLA- GE: 40.000 Stück. Der Verein ist Mitglied der ,Verein igung Alternativer Zeitungen und Zeitschriften' (http://vaz.mediaweb.at) BANKVERBINDUNG: PSK 60000 KontoNr. 00510019512 Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder! Titel und Vorspann fallen in die Verantwortung der Redaktion, Fotos, Illustrationen, Bilder, Cartoons in die Freiheit der Kunst und alles in die Medien - und Meinungsfreiheit.

ME TOD!

THEGL''''BALI'[~-\YER

LESERliNNENBRIEF

THEGL''''BALI'[~-\YER LESERliNNENBRIEF • • OST RESPECTFUllY WE WOUlD lIKE TO SHARE DUR PROBlE S

OST RESPECTFUllY WE WOUlD lIKE TO SHARE DUR PROBlE S WITH YOUPEOPlEI

THIS LEDER WAS WRIDEN BY SEVERAL PERSONS LlVING IN THE CAMP IN TRAISKIRCHEN. IT WAS GIVEN TO ANTI RACIST RADICALS WHO MEET BIWEEKLY IN VIENNA AND ARE IN REGULAR CONTACT WITH SOME OF THEM. THE TEXT WAS EXCHANGED AFTER A DISCUSSION ON THE CONDITIONS OUR FRIENDS FIND THEMSELVES IN. •THE POLICE OFFICERS ARE BETWEEN 20 AND 25 YEARS AND THEY ARE VERY HOT BLOODED - THEY 00 NOT BEHAVE GOOD TOWARDS US."

VERY HOT BLOODED - THEY 00 NOT BEHAVE GOOD TOWARDS US." MOST OF THE PEOPLE, WHO

MOST OF THE PEOPLE, WHO ARE ASYLUM SEEKERS in Austria and living in the Traiskirchen camp have left their finger prints in Greece and Hungary, So first of all Greece; you all know the situation in Greece - there is a lot of Mafia in Greece and life is not save, Like in oUf own country, in Afghanistan. In Greece we get a paper and are left on oUf ownselves

- you can do whatever you want to do. We were sleeping in the parks without any shelter and eating the same food that they give to drug users, We were in the park when a group of people came and started attacking us with hockey sticks and knives. They bUfned OUf mosque in Greece; they hate refugees. There are a lot of refugees without do- cuments there.

The guys in the camp in Traiskirchen are ready to kill themselves, but not to go back to Greece or Hungary!

And the Austrian law is too difficult nowadays, you must concentrate on this: they are going against their own law! There is a law that says, if somebody has been living in the camp for six months, they are not allowed to deport you, they must give you a "white card". But here is one guy in front of us, who was in the camp for 8 months, then he was transferred to the closed camp, which is a waiting camp, and from the- re he will be deported to Greece. Most of us have been here now for 4 or 5 months, but at least for 3 months. But again, keeping us waiting here, means that they are wasting our time and will finally deport us! Why?

You people must come to the camp and see the situation. Here, we are like prisoners, we are not supposed to go out of Baden. It is too difficult, we all will get crazy here!

of Baden. It is too difficult, we all will get crazy here! And Hungary is a

And Hungary is a poor country, they cannot even feed themselves, how can they feed refugees? The camps in Hungary are too dirty; we had no insUfance papers in Hungary, most of us had different diseases like the HBS mind problem and others. There is one family, a husband, his wife and two children. They have allieft their finger prints in Hungary and have appealed against their deportation to Afghanistan. Their lifes are in danger in Afghanistan, but again they are ready to go back to Afghanistan, but they are not ready to go back to Hungary! The camps in Hungary are too dirty, full of diseases and there are a lot of thieves - my own 1000 Euros were robbed in Hungary and I could not do anything.

In Greece the police is so much nonsense! They beat the people a lot. They beat the refugees, they have no sympathy for them, In Greece we always had demonstrations and in Hungary too. The policemen are between 20 and 25 years and they are very hot blooded - they do not behave good towards uso

I have my cousin here in Austria. I do not want to go anywhere; and my cousin is closer to me than my sister. But again they want to deport me to Greece or Hungary.

At last we would like to say: No border, no nation! Stop deportation!

You people must help us - we are waiting for you to do something! You must take oUf voices to the public - the media and newspapers. We are very thankfuI if you could do this.

YOUfS sincerely All the people ofthe Traiskirchen camp

Since June 2009 after the manifestation in memorial ofthe day ofdeath ofMarcus Omofoma a group ofpeople are meeting in order to continu-

ways of resisting racist politics. The meetings are

still going on every second Wednesday in the Amerling Haus, which is currentlyfacing severefinancial problems, because ofa lack offonds (see:

ally work on possible

"Amerling Haus bleibt!" on

http://www.amerlinghaus.at).

Ijyou are in-

terested in joining the meetings contact"mailto:antira@list.goldfisch.at" •

to get infos on the date.

Von Di-Tutu Bukasa HEIMATUNDDEPORTATION 7 APOLOGIE MIT DEM PROJEKT . SANS PAPIERS" HABE ICH IM
Von Di-Tutu Bukasa HEIMATUNDDEPORTATION 7 APOLOGIE MIT DEM PROJEKT . SANS PAPIERS" HABE ICH IM

Von

Di-Tutu

Bukasa

Von Di-Tutu Bukasa HEIMATUNDDEPORTATION 7 APOLOGIE MIT DEM PROJEKT . SANS PAPIERS" HABE ICH IM HERZEN

HEIMATUNDDEPORTATION 7

Von Di-Tutu Bukasa HEIMATUNDDEPORTATION 7 APOLOGIE MIT DEM PROJEKT . SANS PAPIERS" HABE ICH IM HERZEN

APOLOGIE

MIT DEM PROJEKT . SANS PAPIERS" HABE ICH IM HERZEN DER AFRIKANISCHEN JUGENDLICHEN

MÜDLICH DIE HOFFNUNG KULTIVIERT, DASS ES SICH LOHNT, AN DIE WERTE DIESES LANDES ZU GLAUBEN. PARALLEL DAZU HABE ICH DIE ROMA UND SINTI, DIE LETZTEN NOMADEN EUROPAS, IN DIESES PROJEKT

EINGESCHLOSSEN, DIE VON BETILERGESETZ UND DEPORTATION EBENFALLS STARK BETROFFEN SIND, UND EINE ART ALLIANZ DER HOFFNUNG GEBILDET. ICH BIN AUF DICH ANGEWIESEN

UNER-

Was bleibt nach acht Jahren Österreich - eine Brieftasche und eine Jeansjacke.

Jahren Österreich - eine Brieftasche und eine Jeansjacke. h klage an und schließe mich nicht aus.

h klage an und schließe mich nicht aus. Warum musste es so

C weit kommen, dass eine solche

administrative Gewalt gegen

wehrlose Jugendliche stattfindet, dass jun- ge Leute im Glauben an die Werte dieses

Landes während einem Fußballspiel - ein Ausdruck von Frieden, Freiheit und Gesel- ligkeit - aus ihrem Traum herausgerissen werden. Was bleibt nach acht Jahren Ös- terreich - eine Brieftasche und eine Jeans- jacke. Wo leben wir? Heimat ist ein komplexer Begriff, der kon- textgebunden mit vielen Subfaktoren der Identität verbunden ist. Geburtsort und

I

das Aufgewachsensein, das Land oder ein Landesteil können das Heimatverständ- nis bilden. Heimat kann auch ein gefühls- betonter Ausdruck einer längeren Ver- bundenheit gegenüber einer bestimmten Gegend sein: Ich kann mich zum Beispiel in Wien zuhause fühlen, obwohl ich hier nicht geboren bin. Dieser Heimatanspruch kann nur vom Betroffenen selbst kom- men. Zwischen jenen, die (nationalstaat- lieh) "im Boot sitzen" und jenen, die dazu kommen, entsteht eine Diskrepanz rund um den Legitimitätskontext, wer, was zu sagen hat. In Anbetracht der subversiven Zwänge und Imperative des Weltmarktes

der subversiven Zwänge und Imperative des Weltmarktes und angesichts der weltweiten Verdich tung von Kommunikation

und angesichts der weltweiten Verdich tung von Kommunikation und Verkeh ist die äußere Souveränität der Staate! wie immer sie begründet werden mal heute ohnehin zum Anachronismus gt worden. Es geht um den Rahmen, in deI das Verfahrensprinzip der realen Wert gilt. Das muss nicht nur im nationalstaa lichen, sondern kann auch im universale Kontext sein. Keiner der beiden Fäl. entspricht einem "kontextungebundem Verfahrensprinzip".

A uf jeden Fall hat die wirtschaftlicl und Finanzkrise Griechenlan(

8

THE G~BAL PLAYER

2/ 2011

ME TOD !

HI HARRIS

HOW ARE U DOING , HOPE ALL IS FINE WITH

U, I AM NOW IN NIGERIA

, WHICH I KNOW U AL·

READY HEARD OR KNEW ALL WHAT HAPPENED, I AM NOW SOMEWHERE IN LAGOS, FACING A LOT OF CHALLENGES, HARD TIMES AND FACING LlFE WITHOUT ANYTHING HERE WITH ME, NOT EVEN A PAIR OF CLOTH.

I HAVE BEEN WAITING TO AT LEAST HEAR FROM U OR BUKASA, BUT NONE OF U HAVE MADE ANY EFFORT TO CONTACT ME IN ANY WAY, I NEVER BE· LlEVED THAT IT WOULD BE THIS WAY. HOPEFULLY WE WILL ALL MEET US ONE DAY, I GAVE THE TEAM ALL I COULD, MADE ENE· MIES, BECAUSE OF SANS PAPIERS, BUT WHEN I KIND OF NEEDED U ALL,

, THERE WAS NO ONE TO TALK TO, ,THANKS A LOT, AND WISH U ALL THE BEST

CLETUS·

Zweite Tag von Cletus in Lagos. Geschrieben an ein

Vorstandsmitglied des Fe Sans Papiers.

deutlich bewiesen, dass die historische Gestalt des Nationalstaates zum Unter- gang verurteilt ist, aber auch der Ver- fasstheitskontext des Staatsvolks mit

seinem "Homogenitätsanspruch". Dass eine demokratisch legitimierte Staats- gewalt von einem Volk ausgehen muss, das in der politischen Willensbildung seine als vorpolitisch und außerrechtlich angesetzte "nationale" Identität hinrei- chend artikuliert, ist heute fraglich. Die ironische Kehrseite des Siegeszugs des Nationalstaates ist mit dem griechischen

evident geworden . Von

der Finanzkrise Griechenlands sind die

Staatsbankrott

1111. (,J. ~ I: \1

1'1-\) 1 K

MEIIIE UBERZEUIiIiIi

1111. (,J. ~ I: \1 1'1-\) 1 K MEIIIE UBERZEUIiIiIi Demonstrationen gegen die Ab- schiebung der

Demonstrationen gegen die Ab- schiebung der zwei Fe Sans Papiers Spieler in Wien, 1. Mai

2010

Interessen aller Mitgliedsländer betroffen, denn die politische Grundlage der Euro- päischen Union ist in Gefahr. Heutzutage weiß jedes einzelne Land Europas, dass es zu klein ist, um angesichts der welt- politischen Machtverhältnisse mit neuen Schwellenländern Schritt halten zu kön- nen. Aus dem Gesichtspunkt des Gesell- schaftsvertrags war der Nationalstaat zu seiner Zeit eine überzeugende Antwort auf die historische Herausforderung, ein funktionales Äquivalent für die in Auflö- sung begriffenen frühmodernen Formen der sozialen Integration zu finden. Statt diesem geltenden Gesellschaftsvertrag,

der die Standarddemokratie des "Volkes" bzw. der "Homogenen" prägt und ver- fassungsmäßig in dem Begriff Staatsvolk verankert ist, meldet sich nun durch die Krise und andere Faktoren auf EU-Ebene ein kosmopolitischer Gesellschaftsver- trag mit Akzent auf einer Überzeugungs- demokratie. Dies ist die unumgängliche Zukunft. Demzufolge ist die demokra- tische Standardverfasstheit der "Homo- genen", was Heimat ist, so obsolet wie die Tragfähigkeit der absoluten Souveränität der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten. Eine amalgame föderative Struktur der Inte- gration könnte Europa von Phänomenen

BiHe lieber Staat, jedes Kind, nicht nur dein eigenes, gehört geschützt. Gewalt gegen Jugendliche sollte

BiHe lieber Staat, jedes Kind, nicht nur dein eigenes, gehört geschützt. Gewalt gegen Jugendliche sollte von dir nicht heim- tückisch organisiert und gefeiert werden, wie es die zurückgebliebene Jacke und Brieftasche schildern

wie der Barbarei der Deportation ausge- hend von nationalstaatlichen Identitäts- verständnis ala Strache & Co. einigerma- ßen befreien.

***

D eportation ist das Relikt und die Gesetzlichkeit einer Tradition des

römischen Rechts, welches als Plagiat im Dritten Reich umgesetzt wurde: Wäh- rend im römischen Recht die Deporta- tion mit der Konsequenz des Verlustes der Bürgerschaft verbunden war und der Mensch (Kriminelle) an einen wenig geschützten Ort, zumeist auf eine Insel innerhalb des Reichs verbannt wurde, war die Deportation im Dritten Reich mit

dem Genozid gekoppelt, d.h. Verbannung im eigenen Reich plus Endlösung. Der Unterschied zwischen dem Plagiat im

Dritten Reich und dem in unserer Zeit beginnt zunächst mit der Subtilität des Begriffs: Im deutschen Raum ist Depor- tation mit einer tief sitzenden kollektiven Erfahrung gekoppelt, die mit Schuldge- fühlen beladen ist und zugleich als poli- tisch sehr resistenter Virus weitergeführt wird: Grundsätzlich können nur Staats- bürger/innen deportiert werden, z.B. wie im Nationalsozialismus die Juden, Roma und Sinti, die in Konzentrationslager ge- bracht und vergast wurden. Das ist heute "kontraproduktiv". Nichtbürger werden nicht deportiert, sie werden abgeschoben. Um ein ruhiges Gewissen zu haben und in Anspielung auf Heimat werden kri- minalisierte und illegalisierte Menschen vom Staat abgeschoben, ohne Rücksicht auf das subjektive Heimatverständnis des/der Betroffenen und ohne Beachtung des europäischen Wertekanons der Men- schenrechte. Konsequenterweise gibt es seit der Zweiten Republik in den ös- terreichischen Gesetzbüchern das Wort "Deportation" nicht, stattdessen heißt das Ding "Abschiebung". Aber faktisch werden Menschen nach Kriminalisierung und Illegalisierung zwangsweise in eine unsichere Umgebung versetzt mit dem Verbot auf Rückkehr. Was machen die österreichischen Behörden? Sie exeku- tieren einen Doppelbeschluss im Zusam- menhang mit Heimat und Deportation: a) jemanden außerhalb der eigenen Heimat Österreich zu deportieren und b) dies mit

dem Verbot auf Rückkehr zu verhängen.

Das klingt nach des Kaisers neuem Kleid

- Pfui!

***

G esichter der Deportation (siehe Co- ver): Das Ganze scheint gewisserma-

ßen ein Stellvertreterkonflikt zwischen subjektiver und kollektiver Spannung zu sein. Im Namen der Republik klingt es logisch, dass Gesetze vollzogen und auch durchgesetzt werden müssen. Die Frage ist, was die beiden Jungen Cletus und Vincent verbrochen haben, dass sie wie Schwerverbrecher behandelt werden? Je- der, der das weiß, muss auch beantworten können, was diese Jeansjacke und Brief- tasche als Überbleibsel nach acht Jahren Österreich dokumentieren - sonst sollte man für immer schweigen. Der Staat ist

nach F. Nietzsche das kälteste aller kal- ten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde:

"Ich, der Staat, bin das Volk". Bitte lieber

Staat, jedes Kind, nicht nur dein eigenes, gehört geschützt. Gewalt gegen Jugendli- che sollte von dir nicht heimtückisch or- ganisiert und gefeiert werden, wie es die zurückgebliebene Jacke und Brieftasche schildern

***

ME TOD!

TIlE GL' '' 8 . \L I'L\YER

MEINE UBERlEU&UI&

'' 8 . \L I'L\YER MEINE UBERlEU&UI& U rsache und Konsequenzen der De- portation: Der Hang

U rsache und Konsequenzen der De- portation: Der Hang zu einer endo-

genen Säuberung mittels Privatisierung der Gewalt mag geil sein. wie es uns die Ta- gesmedien kommunikativ zeigen. Es muss überall nach Gewalt riechen. sonst ist es langweilig. Von den Entscheidungsträgerl innen hin zu den Exekutoren soll. um die österreichische "Familie" vor kriminellen Ausländern zu schützen. Gewalt auch in Uniform verwendet werden. Das ist eben- falls ein politisch fauler Konstruktivismus.

Dies kristallisiert eine Klasse

Intellektueller und Entscheidungsträgerl innen heraus. die Gewalt als Triumph in ihrem politischen Auftrag sehen. Sie generieren somit einen kollektiven Miss- brauch der Macht. Aber der Schutz von identitätsbildenden Lebensformen und

Traditionen. um den es vielen geht. soll ja letztlich der Anerkennung aller Mitglieder (Kinder) dienen. die zu einer bestimmten Zeit in einem bestimmten Raum leben. Dieser Schutz hat keineswegs den Sinn

eines administrativen

Unreifen. neurotischen Politikern. die kei- ne Empathie für die Kinder Anderer emp- finden können und denen es an Mitgefühl für die Bedürfnisse Jugendlicher nach Erfahrung und Erprobung von Chancen fehlt . um ihre Wege zu gehen. verschafft die Zwangsdeportation von Jugendlichen offensichtlich eine sedativen Befriedigung. die als politischer Erfolg verkauft wird. Das ist vielleicht eine heimliche Erotisierung

perverser"

Artenschutzes".

des Gewaltklimas durch Uniform. Bei einem Treffen mit osteuropäischen Kolle-

gen am 13. Mai diesen Jahres in Pressburg auf der Suche nach Verbündeten gegen die EU-Versuche. die Asylbestimmungen zu lockern. hat Frau Fekter dem Asylrniss- brauch den Kampf angesagt: Hintertüren für einen solchen Asylrnissbrauch müssen unbedingt geschlossen werden. damit bei der Vordertür jene hereinkommen

.• so Frau Fekter in der Kronen-

zeitung vom 14.Mai 2010. Zunächst ist dies politisch eine Spätreaktion auf die ge-

samte EU-Integrationspolitik. Sie kommt aber mindestens 15 Jahre zu spät. damals als stärkere Länder wie Deutschland und Frankreich versuchten. ihre Probleme der Migration auf noch nicht erfahrene Mit- gliedsstaaten des Ostens inklusive Öster- reich abzuwälzen. Österreich zeigt durch Frau Fekter wieder einmal die gewohnte Position des JEIN. Von der Phobie des Innenministeriums ausgehend herrscht. wie gesagt. die Angst

Die intakte und ho-

vor Repressalien

mogene große österreichische Familie soll nicht von Ausländern (Asylwerbern)

durch "Hintertüren missbraucht werden".

Vordertür" sei es erlaubt

nur durch die

(Fekter/Kronen Zeitung, 14. Mai 2010).

können

Alles wird gesperrt sein . In Wirklichkeit ist das Ganze mehr unter ein subjektiv- emotionales Defizit zu subsumieren. Es fehlt die Liebe bzw. das Mitgefühl für die Kinder von Anderen

In Wirklichkeit ist das Ganze mehr unter ein subjektiv-emotionales Defizit zu subsumieren. Es fehlt die Liebe bzw. das Mitgefühl für die Kinder von Anderen

Der Druck. dass die große österreichische Familie" wie die eigene funktioniert. führt

zu einem institutionalisierten. rassistischen

Deportationsdrama ".

welches uns alle zu Mittätern und Mittä- terinnen macht. Die wirkliche Bedrohung geht nicht von dieser Klasse (den Asyl-

werber/innen) aus. deshalb deklariere ich hiermit auch die ausführende politische

Klasse im Innenministerium als

cal criminals". Was wir in diesem Land in diesem Zusammenhang brauchen. ist eine gleichberechtigte Koexistenz der Le- bensformen für jeden Menschen. der hier lebt. eine gesicherte Chance. ungekränkt in dieser Kultur aufzuwachsen und seine Kinder darin aufwachsen zu lassen. D.h .• die Chancen. sich mit dieser Kultur - wie mit jeder anderen - auseinanderzusetzen. sie konventionell fortzusetzen oder sie zu transformieren.

politi-

und heimlichen

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Vedran und Dj Rocky beim Spiel des Fe Sans Pap i ers

MITIMMIGRANTEN

DER GLOBAL PLAYER INTERN-REDAKTEUR VEDRAN SARIC IST ALS SPORTLICHER FUNKTIONÄR DES FC SANS PAPIERS FÜR EDV-ANGELEGENHEITEN ZUSTÄNDIG . ER WAR AUGENZEUGE

DER GESCHEHNISSE VON DER FESTNAHME BIS ZUR DEMO.

VON VEORAN SARIC

O rFe Sans Papiers hat seit seinem Bestehen viele iederlagen ein-

stecken müssen, die meisten aber außerhalb des Spielfelds, denn im Gegensatz zum wah- ren Leben gibt es für die Sans Papiers beim Fußballspiel neutrale Schiedsrichter und

e

nicht nur Gegner. Gedacht als soziales Sportprojekt mit politischer Aussage, das Ös- terreicher und entrechtete Migranten durch Fußball zu- sammenbringt, wird der Fe Sans Papiers vom Großteil der Wiener Fußballgesellschaft, vom Wirtshauspersonal bis zu

den Vorstehern, nur als Provo- kation aufgenommen- und mit

allen

Mitteln bekämpft. So for -

dern fast alle Trainer der geg- nerischen Mannschaften vor

den Spielen Spielerpasskon- trollen- was die Schiedsrichter immer wieder verwundert. Viel zu oft werden die Spiele durch rassistische Äußerungen von den Zuschauern oder den Gegnern gestört. icht zu reden von der allgemeinen Atmosphäre der Respektlo- sigkeit und Abneigung, die diesem Fußballclub auch ohne Worte entgegengebracht wird. Man möchte nicht immer alles auf den Rassismus im Fußball

Man möchte nicht immer alles auf den Rassismus im Fußball 16 THE GL(flBAL PLAYER schieben, aber

16

THE GL(flBAL PLAYER

schieben, aber es findet si e kein anderer Grund, warU lT dieser Verein anders behandel werden soll als andere, warU lT man ihn nicht integrieren wi l:

obwohl er in der offizieller Liga spielt. Man kann dies al les auf die Bürokratie schieber oder auf einzelne Personen aber die Tatsache, dass in der acht Jahren ihres Bestehem nur ein einziger Österreicher bei den Sans Papiers mitge- spielt hat, spricht Bände. Eine Beamtin vom Innenministeri- um hat dem Fe Sans Papiers nach einem Spiel schon einmal einen heimlichen Besuch abge- stattet und im Schiedsrichter- raum herumgeschnüffelt. Der Schiedrichter weigerte sich ihr die Spielerausweise zu geben. Aber das war sicher nicht der einzige Versuch, sich hier die Informationen für ihr Ethnic Profiling zu erschleichen- und die meisten Mitarbeiter des WFV sind leider keine gebil- deten Schiedsrichter sondern voreingenommene Nationa- listen, die bei so einer Gele- genheit gerne kooperieren. Diese Tatsachen lassen sehr daran zweifeln, dass der Wie- ner Fußballverband gar nichts mit den Vorkommnissen am 29.04.2010 zu tun gehabt hatte. Irgendwer hat die Informati- onen weitergeleitet, wann sie trainieren, wo sie trainieren, welcher Ethnie sie angehören, wer von ihnen wichtig ist fürs Team. Das Innenministerium bereitete sich lange auf diesen unfairen Angriff vor und besie- gelte am Donnerstag den 29. April die größte Niederlage des

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METOO!

FC Sans Papie rs . Et\\ a 100 Po li - zisten stürmten da Fußballfeld und nahmen die überraschten pieler, die ge rade am Trainie- ren ware n , ge waltsam fest. Ei - ni ge Polizisten lauerten sogar im Gebüsch um den Fußball- platz Marswiese. Es gab kein Fairplay, keine Schiedsrichter- nur den Gegner in Überzahl. Schließlich wurden gerade zwei Spieler mit Schlüsselpo- sitionen, der Trainer Cletus und der Stürmer Vincent, in Schubhaft behalten. Da sie wieder einmal schutzlos wa- ren, entschied sich die Zivil- gesellschaft, die Schiedsrich- terrolle zu übernehmen und zeigte dem Innenministerium in Form einer Blockade des Polizeitransporters die rote Karte. Erst standen nur ein paar Menschen vor dem Poli- zeibus, worin Cletus festgehal- ten wurde, und hinderten ihn am Weiterfahren. Aber man ist jetzt vernetzt! Also dauerte es nicht lange bis über 300

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Mittwoch 5. Mai Aktionstag Abschiebung abschaffen!

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1600 ur" Kund,tblll'!f Unr-Ram!"f ,U7 SChOltM1C! an"cl'lhel-end IIIn I} 00 Uhr DEMO

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NO BORDER, NO NATION!

STOP DEPORTATION!

ne n anwesend waren, um mit Trommeln und Transpa- rent n friedlich auf diese Un- ger chtl ·eit aufmerksam zu mach en. Die Po lizei löste die Blockade ewaltsam auf und

teckte 42 ~Demonstrantenauf

b rut ale \\ el e In Haft . Dabei

wurde im Unter chied zu den De monstranten kei n ei nziger taatsbeamter verletzt. Ganz im Gegenteil , di e lau t Medien -

ber ichten "schwerverl et zten" Wega -Beamten hatten auf de m Revier in der Rossauer

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IIIII,I. " I\\I.I'L\\II{

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Lände jede Menge Kraft und Energie, die Gefangenen anzu- schreien, zu provozieren und zu beleidigen, vor ihnen zu prahlen, dass sie sie anzeigen und ihre Zukunft zerstören werden. Nur vor den Medien und dem Gesetz spielen sie die Schwerverletzten. Cletus und Vincent wurden auch in dieses Gefängnis ge- steckt, ebenfalls völlig unbe- scholten. Doch im Gegensatz zu den Demonstranten für viel länger. Und wer schon einmal auch nur eine Nacht darin verbracht hat, weiß was das heißt; besonders für jemanden wie Cletus, der immer sehr viel Vertrauen gehabt hat in die ös- terreichische Demokratie, aber auch für so einen Freigeist wie Vincent. Am darauf folgenden Diens- tag wurden sie beide schließ- lich abgeschoben- zusammen mit 20 weiteren Nigerianern, heimlich bei Nacht. Am Vor- mittag desselben Tages trafen sich zuvor etwa 250 Gegner der Abschiebung zu einem Kla- gemarsch von der Haftanstalt Roßauer Lände bis zum Asyl-

gerichtshof. "No border no na- tion! Stop deportation!' wurde

gerufen, und auch "Solidarite

avec les Sans Papiers!" Einer

Delegation der Demonstranten wurde, zusammen mit dem Ob- mann des FC Sans Papiers Dr. Di-Tutu Bukasa, sogar Eintritt in den Asylgerichtshof gewährt, wo aber dann keine zustän - dige Person mit ihnen reden wollte. Man forderte sie auf zu warten. Doch die Zeit drängte, weil man wusste, dass die Ab- schiebung noch am selben Tag stattfinden würde. Deswegen wurde die Demonstration auf den Flughafen Schwechat ver- schoben. Aber der Kampfgegen das Innenministerium ist wie ein Spiel. bei dem der Gegner gleichzeitig auch der Schieds- richter ist. Man konnte die Ab- schiebung nicht aufhalten. Man machte zuletzt noch ein wenig Lärm am Flughafen, versuchte andere Menschen über diese Ungerechtigkeit aufzuklären. Der harte Kern von etwa 20 Leuten, der dann um zehn Uhr nachts von 60 Polizisten beglei-

Verfügung stellt), er bekämpft sogar zivilgesellschaftliche Projekte für MigrantInnen wie den FC Sans Papiers (oder
Verfügung stellt), er bekämpft
sogar zivilgesellschaftliche
Projekte für MigrantInnen wie
den FC Sans Papiers (oder Ute
Bock), bzw. missbraucht sie für
ihr Ethnic Profiling. "Wir le-

tet noch am Flughafen wartete, konnte zum Teil aber trotzdem auf einen erfolgreichen Tag zurückblicken. "Das ist ein

Sieg für uns! Die ganzen jun- gen Leute, die sogar bei strö- mendem Regen hergekommen sind, um für die Rechte dieser Menschen zu kämpfen, haben aufgez eigt, dass es in diesem Land doch noch ein Demokra- tiebewusstsein gibt!" Sintayehu

Tsehay, The Global Player. Und auch am nächsten Tag wurde dieses "Demokratiebewusst- sein" nochmals, bei weiteren Demonstrationen, unter Beweis gestellt. Denn wer kann hier Druck aus- üben, wenn nicht die Zivilge- sellschaft? Der Staat Österreich selbst ignoriert hier nicht nur seine soziale Verantwortung ge- genüber Zuwanderern (weil er zum Beispiel kein unabhängiges Integrationsministerium zur

ben in einem demokratischen Polizeistaat, der bei solchen Aktionen überhaupt keine Transparenz zulässt! Die Ge- sellschaft kann die Methoden von "No border! No nation!" aber nicht kritisieren und gleichzeitig die brutalen, un- demokratischen und radikalen Methoden der Polizei für gut

heißen!', so Di-Tutu Bukasa, The Global Player, FC Sans Pa-

piers.

der Polizei für gut heißen!', so Di-Tutu Bukasa, The Global Player, FC Sans Pa- piers .

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I

BAL PlAVER!

• I BAL PlAVER! SCHEN MENSCHENRECHT, ANGST UNDNÄCHSTENLIEBE WIE DIE FALSCHE WERTEPOSITION DER EU ZUM ASYLWESEN

SCHEN MENSCHENRECHT, ANGST UNDNÄCHSTENLIEBE

BAL PlAVER! SCHEN MENSCHENRECHT, ANGST UNDNÄCHSTENLIEBE WIE DIE FALSCHE WERTEPOSITION DER EU ZUM ASYLWESEN DIE

WIE DIE FALSCHE WERTEPOSITION DER EU ZUM ASYLWESEN DIE MENSCHENRECHTE IN GEFAHR BRINGT, ERÖRTERT RAINER KLiEN VON SOS-MITMENSCH BURGENLAND. KLiEN SPANNT SEINEN ERÖRTERUNGSRA- DIUS VON ÖSTERREICH/DEBATIE UM DAS ERSTAUFNAHMEZENTRUM EBERAU ANFANG DES JAHRES ÜBER .DAS MASSENGRAB" MITIELMEER BIS ZUM ROHSTOFFLIEFERANTEN AFRIKA.

MITIELMEER BIS ZUM ROHSTOFFLIEFERANTEN AFRIKA. M nschenrecht auf Asyl: Die aktuelle Diskussion wird von

M

nschenrecht auf Asyl:

Die aktuelle Diskussion wird von einigen Poli- tikern, von den Medien

und von großen Teilen der Bevölkerung, sehr hysterisch geführt: Vollbeladen mit Ressentiments und irrationalen Äng- sten, die geschürt werden.

e

Deshalb sollte man/ frau sich Folgendes in Erinnerung rufen:

Die Menschenrechte (MR) - so auch das Recht auf Asyl - gelten überall (uni- versell) und sind nicht teilbar.

Die MR sind das Fundament unserer Zi- vilisation. Sie legen die Mindestnormen bzw. Verhaltensregeln fest. Wir sollten sie besser schützen.

Und schon gar nicht darf man sie rela- tivieren, wie es im Zuge der Diskussion um das Erstaufnahmezentrum Eberau der Landeshauptmann vom Burgenland macht: "Asyl mit Maß und Ziel" (Zitat:

Landeshauptmann Hans Niessi). Demnächst wird dann das MR für Mei- nungs- und Pressefreiheit auf "Maß und Ziel" reduziert. Dann wissen wir auf

auf "Maß und Ziel" reduziert. Dann wissen wir auf welche Reise wir geschickt werden so len.

welche Reise wir geschickt werden so len. Daher müssen wir aufwachen: "D Schlaf der Vernunft gebärt Ungeheuer (Francisco Goya). In diesem Klima tut sich die Frau In nenministerin leicht zu verlangen, da alle Asylwerber /innen (AW) eingesper r werden sollen: Österreich wird zu eine rr Gefängnis für AW.

Dazu gleich noch eine Erinnerung: Ar tikel 1 der MR "Alle Menschen sind fr e geboren und gleich vor dem Gesetz". Warum also Menschen einsperre n wenn sie nichts verbrochen haben? Wa- rum Familien auseinanderreißen un abschieben, wenn es ein MR auf Familie gibt?

Eine gewisse Doppelbödigkeit/ Schi- zophrenie bei der Umsetzung von MR gibt es auch auf der Ebene der EU. E funktioniert immer nach dem gleichem

Muster:

Wir (in diesem Fall die EU) sind die Gu-

ten, die anderen (AW, Wirtschafts-

Hungerflüchtlinge,

Die EU hat sich 2003 zum Ziel gesetzt,

"schrittweise den Aufbau eines Raumes voranzutreiben, der Freiheit, Sicherheit

und Recht jenen gewährleisten soll,

wegen besonderer Umstände in der E

rechtmäßig um Schutz ansuchen".

un d

) sind die Bösen.

di e

Dazu bedient sich die EU einer eige- nen Agentur, die FRONTEX heißt und Flüchtlingen nicht hilft, sondern sie mit militärischen Mitteln (Kriegsschiffen, Helikoptern, etc.) daran hindert, in die EU einzureisen: Die Festung Europ a (EU) wird dicht gemacht. Zutritt so gut wie für alle Flüchtlinge verboten . "Einreise" kann das Leben kosten. Das Mittelmeer ist zu einem Massengrab geworden, zwischen Griechenland und

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IiIE TlO!

TIIE (;\ '~ ßAL PUYER

IiIE TlO! TIIE (;\ '~ ßAL PUYER der Türkei werden Menschen von den Minen der EU

der Türkei werden Menschen von den Minen der EU zerfetzt ." 1.000 pro Jahr das ist die EU.

SITUATION AN DER GRENZE:

Auch in Zukunft werden Krieg, Verfol- gung, Folter, Elend und Hungerkatastro- phen Millionen Menschen zur Flucht zwingen, Kein noch so restriktives Gesetz, kein noch so hochgerüsteter Grenzschutz wird verhindern können, dass sich Flüchtlinge auf den Weg in die EU aufmachen. Auch wenn die "Festung Europa" ihre Tore dichtmacht. Diese Po- litik führt nur dazu, dass die Schlepper ihre Preise erhöhen können.

Je gefährlicher der Fluchweg, desto hö-

her die Schleppergebühr-

Da mit fördert die reiche EU mit ihrer

KONSTRUKTIONSFEHLER:

Dem Ganzen liegt ein - wo hl beabsich- tigter - Konstruktionsfehler zugrunde:

Nämlich, dass das Asylwesen grund-

und Österreich ) paradoxer-

weise nicht als soziale od, humanitäre Aufgabe gesehen wird, sondern als Sicherheitsproblem. Daher fällt das Asylwesen in den Kom- petenzbereich der Innen- bzw, Polizei- minister und nicht zu einem Sozial- od, Integrationsminister.

sätzlich (EU

Asylwerber werden in der Folge von bestimmten Medien und Politikern als "Bedrohung der inneren Si cherheit " und nicht als Menschen, die Schutz und Hil- fe brauchen , gesehen .

ANGST WIRD PRODUZIERT:

restriktiven Asylpolitik die blutigen Pro fit e der Schleußer und Schlepper- \'>;'er also wissen will, wie ernst es die Et.: mit den Menschenrechten nimmt,

Es verwundert daher ni c ht , dass dann vom Herrn Landeshauptmann Niessl und anderen Parteichefs Aussagen kom- men, wie "nicht ALLE Asylwerber sind

m

ic h an _tben , sei

die Außengrenzen der EU es in Ceuta bei Marokko,

kriminell". Auf österreichisch übersetzt heißt das,

La dusa bei Sizilien oder an die Sta- ch Idrahtzäu ne im Osten der EU: Dort

dass der Großteil der Asylwerber jeden- falls kriminell ist und Österreich sich vor

\\ erden 'e me Sonntagsreden

mehr ge -

ihnen schützen muss - also AW einsper-

ch\ un en, dort werden die Flüchtlinge

ren oder gleich abschieben, Da unter-

in

den Tod etrieben, Dort zeigt sich das

scheiden sich die Vertreter der beiden

wahre

'\ 'e rte

\" te m der EU.

Großparteien wenig. Sie haben ja auch

Es

is t noch m Erinneru n g: Im Jänner die-

in gewohnter Eintracht gemeinsam die menschenverachtenden Fremden- und

se n Jahre (2010 wurden in Süditalien

Asylgesetze beschlossen,

Mi granten aus AfrIka zuerst beschossen

an - schließend deportiert. Hetzjagden auf Migranten sind auch in anderen Ländern de r EU keine Ausnahmeerscheinung .

und dann vertri ebe n - ei n Großteil

So wird Angst produziert, wo Nächsten- hilfe bzw, Solidarität notwendig wäre, Auf der Strecke bleibt die Humanität und der Geist der Menschenrechtskonvention,

PlUIII

Dieser leichtfertige bis widerwaru_ Umgang mit den Menschenrechten wirkt sich verheerend auf die Ge ell- schaft aus: Ressentiments und rassi- stische Vorurteile breiten sich aus,

Wen wundert es, dass eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Men- schenrecht auf Asyl nicht mehr statt fin- det. Die Verwahrlosung humanistischer Grundprinzipien schreitet voran.

Kapital und Waren dürfen herein, wäh- rend Tausende von Menschen auf der Flucht davon abgehalten werden in die EU einzureisen . Andererseits gibt es in Zeiten des Neoliberalismus keine Gren- zen für Waren- und Dienstleistungs- verkehr, keine Beschränkungen für das Kapital, das täglich x-mal rund um den Globus geschickt wird. Öl, Gas und billige Rohstoffe dürfen he- rein, Menschen nicht. Sie scheitern an den Mauern der Festung Europas. Sie dürfen nicht dorthin flüchten, wohin sich ihre, von den Multis gestohlenen, Rohstoffe hin "verflüchtigt" haben.

ARBEITSMIGRANTEN - ASYLWERBER:

Wenn die Zentren der reichen Indus- triestaaten wieder einmal billige Ar- beitskräfte brauchen, dann werden aus egoistischen Gründen Anwerbestellen in den Herkunftsländern installiert. Wie in der Vergangenheit in der Türkei und im ehemaligen Jugoslawien. Wenn die "Gastarbeiter" nicht mehr als Konjunk- turankurbler gebraucht werden, sollen sie wieder gehen: "Sie haben ihre Schuldig- keit getan". In der Krise sollen sie wieder ihre Koffer packen und zurückgehen.

Wir kennen das im Rahmen des öster- reichischen Ausländerbeschäftigungs- gesetzes. Dort ist festgehalten, dass erst dann Ausländer eingestellt werden dürfen, wenn keine arbeitslosen Inländer zur Ver- fügung stehen. Andererseits müssen in ei- ner Firma zuerst die Ausländer gekündigt werden und dann erst die österreichischen Arbeitskollegen, Daher ist auch die Ar- beitslosenrate bei Ausländern höher als bei Inländern,

Für Flüchtlinge gelten jedoch andere Ge- setze. Dort ist nicht der österreichische Bedarf an billigen Arbeitskräften die Entscheidungsgrundlage, sondern die gefährliche Situation der Menschen im Herkunftsland: also politische Verfol- gung, religiöse Verfolgung, Folter, Zuge- hörigkeit zu einer ethnischen oder sozi- alen Gruppe.

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POLITIK

Für diese Menschen müssen wir alles un- ternehmen, damit sie unter menschenwür- digen Bedingungen bei uns aufge nommen werden können: Unabhängig von der jewei- ligen Wirtschaftslage bzw, unabhängig von der Entwicklung des Arbeitsmarktes,

NÄCHSTENLIEBE UND SOLIDARITÄT:

Zur Erinnerung an unsere christlichen Schwestern und Brüder die Botschaft von Jesus: "Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen ", "Was ihr dem geringsten meiner Brüder und Schwestern tut, das habt ihr mir getan". Bereits im Alten Testament war alles in die- sem Bereich klar: "Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen im Ägypten- land" (3. Mose, 19,33-34).

Ähnliches gibt es in den Parteistatuten der Sozialisten/Sozialdemokraten und den Gewerkschaften. Dort wird christliche Nächstenliebe als internationale Solidarität formuliert. Der Auftrag ist dort also genauso ein- fach und kompromisslos: "Helft, unter- stützt (unter Umständen auch: versteckt) Flüchtlinge!"

Dieser Auftrag lässt keinen Platz für Heu- chelei. In der Realität heißt dies Brücken bauen statt Zäune hochziehen, es bedeutet Empfangsstrukturen aufbauen statt AW einzusperren. Sich freikaufen von dieser Verantwortung geht nicht. Ein paar Euro für "Licht ins Dunkel" zu spenden ist gut, aber zu wen ig. Es beruhigt höchstens das eigene Gewissen.

SCHANDE ÖFFENTLICH MACHEN:

Viele von uns sehen zwar die Not der ande- ren, aber sie berührt sie nicht. Das zerstört den Zusammenhalt der Gesellschaft. Es vergiftet das Zusammenleben. In Wirklich- keit ist die Teilnahmslosigkeit und Selbstge- fälligkeit der Bevölkerung beinahe das grö- ßere Problem als die menschenverachtende Haltung vieler Politiker. Es liegt an uns : Aufstehen statt wegschauen ist unser Motto. Wir müssen die Zivilgesell- schaft mit viel Zivilcourage stärken und den vielerorts bestehenden Zustand der Schan- de öffentlich machen. Dann kann es nicht mehr passieren, dass Asylwerber / innen wie ein Koffer vo ller Dreckwäsche hin- und hergeschoben wer- den und dass AW unter "nicht geklärten Umständen" in der Schubhaftzelle oder

TIIE(;I.~B,\l.I'IX{ER

während der Deportation sterben. Niemand kann heute behaupten, er/sie hätte nichts gewusst. Weder das Massensterben an der EU-Außengrenze noch die schlim- me Situation in den Herkunftsländern der Flüchtlinge blieb vor uns verborgen. Auch durchschauen wir die widerwärtige Ver- drehung der Realität: Nicht die Flüchtlinge sind ein Sicherheitsrisiko, sondern die Si- cherheitspolitik unserer Regierung, die für Menschen auf der Flucht lebensgefährlich ist.

DAHER:

• Flucht ist kein Verbrechen

• Kein Mensch ist illegal

• Die Welt gehört uns allen oder niemanden

WAS TUN?

Zu tun gibt es daher noch viel. Folgende Schritte sollten gesetzt werden:

Aufbau von Empfangsstrukturen statt Ein- sperren und Abschieben

I'M A GLOBAL PLAYE

FLÄCHENDECKENDE

RECHTBERATUNG:

Kostenlos und im Interesse der Asyl

INTEGRATIONSHILFEN:

Deutschkurse Zugang zum Arbeitsmarkt

Berufliche Qualifizierung

BLEIBERECHT FÜR LANGZEIT- INTEGRIERTE ASYLWERBER/INNE

ab 5 Jah ren

ab 3 Jahren Antragsrecht

automatisches Bleiberech

STÄRKUNG DER ZIVILGESELLSCHAFT:

Aufstehen statt wegschauen!

CHRISTLICHE SOLIDARITÄT UND SOZIALISTISCHE NÄCHSTENLIEB

Aufbau von Netzwerken

UND SOZIALISTISCHE NÄCHSTENLIEB Aufbau von Netzwerken Die Familiennamen im Wiener Telefonbuch zeigen es: Die Stadt

Die Familiennamen im Wiener Telefonbuch zeigen es: Die Stadt ist international- genauso wie die Menschen, die hier leben. So soll es auch bleiben. Die Würze einer lebendigen Stadt ist ihre Vielfalt. Wir sorgen mit unserer Politik dafür, dass Integration funktioniert. Mehr Infos unter:

www.wien .spoe.at