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EINFACH DEUTSCH LERNEN LEARN GERMAN ESTUDIAR ALEMÁN APPRENDRE L’ALLEMAND IMPARARE IL TEDESCO УЧИМ НЕМЕЦКИЙ
EINFACH DEUTSCH LERNEN LEARN GERMAN ESTUDIAR ALEMÁN APPRENDRE L’ALLEMAND IMPARARE IL TEDESCO УЧИМ НЕМЕЦКИЙ

EINFACH

DEUTSCH

LERNEN

LEARN GERMAN ESTUDIAR ALEMÁN APPRENDRE L’ALLEMAND IMPARARE IL TEDESCO УЧИМ НЕМЕЦКИЙ

JULI 2016

Die Sprache des Sommers Warum die Deutschen jetzt so ganz anders sind , English –
Die
Sprache des
Sommers
Warum die Deutschen
jetzt so ganz anders sind
,
English – made
in Germany
Die verrückten
deutschen
Anglizismen
,
Große Parteien
Warum immer
weniger Menschen
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Deutsch perfekt JULI 2016

EDITORIAL

3

Deutsch perfekt JULI 2016 EDITORIAL 3 „Das Heft hat jetzt acht Seiten mehr – die wir

„Das Heft hat jetzt acht Seiten mehr – die wir vor allem dazu verwenden, mehr sprachlich leichte Rubriken anzubieten.“

M > MITTEL

M it einer Zeitschrift ist es oft wie im wirklichen Leben: Jeden Monat gibt es etwas Neues – und manchmal wird es Zeit für eine größere Veränderung.

Auch wir waren wieder an so einem Punkt: Wir woll- ten noch besser werden. Und so freuen wir uns die- sen Monat ganz besonders, Ihnen das neue Deutsch perfekt vorstellen zu können! Sie werden gleich sehen: Wir haben dem Heft ein neues Design gegeben. Dazu haben wir mit einem Hamburger Grafikerbüro zusammengearbeitet, ErlerSkibbeTönsmann. Diese Grafiker haben schon bei der Neugestaltung von großen Zeitungen und Zeitschriften wie der Süddeutschen Zeitung, dem Stern und dem Manager Magazin gezeigt, was sie können. Und hier zeigen sie es wieder. Anstelle unserer bisherigen Beilage deins! mit ih- ren acht Seiten im kleinen Format hat das Heft jetzt acht Seiten mehr – die wir vor allem dazu verwenden, mehr sprachlich leichte Rubriken anzubieten. Journalistisch haben wir ein klares Ziel: Wir wol- len ein Heft von heute machen. Eines, das seine Le- ser gut unterhält, mit spannenden Reportagen und Interviews – oder auch einem Abc über die Sprache des Sommers. Nicht fehlen sollen natürlich die vie- len kleinen, unterhaltsamen Elemente, wie die neue Rubrik „Navigator“ auf Seite 11. Gleichzeitig ist Deutsch perfekt weiterhin mehr als ein journalistisches Produkt: Auch den Sprachteil haben wir verbessert. Gleich zwei neue Rubriken ha- ben die Alltagssprache zum Thema. Eine Seite mehr hat „Deutsch im Beruf“ bekommen, denn für immer mehr Lerner ist die Sprache auch beruflich wichtig. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dem neuen Deutsch perfekt – und wenn Sie ein paar Minuten Zeit haben,sagen Sie uns doch,wie es Ihnen gefällt. Gern hier: www.deutsch-perfekt.com/meinung

Viel Freude beim Lesen und Lernen,

Ihr Jörg Walser, Chefredakteur Foto: blende11 Fotografen
Ihr
Jörg Walser, Chefredakteur
Foto: blende11 Fotografen
Ihr Jörg Walser, Chefredakteur Foto: blende11 Fotografen die Verænderung, -en , ≈ Änderung; Variante die N

die Verænderung, -en

, ≈ Änderung; Variante

die Neugestaltung, -en

, von: neu gestalten = ein neues Design geben

anst¡lle , statt

bisherig , früher

die Beilage, -n , hier:

Extraheft

unterh„lten , eine schöne Zeit machen

sp„nnend , langweilig

unterh„ltsam

, langweilig

weiterh“n , hier: immer noch

der Ch¡fredakteur, -e franz. , Chef von allen Journalisten bei einer Zei- tung oder Zeitschrift

Spielend Berlin entdecken und Deutsch lernen!

ANTWORTEN a) wer „Wessen“ ist Genitiv. ein Fragewort im Das Fragepronomen „was“ fragt nach einer
ANTWORTEN
a) wer
„Wessen“
ist
Genitiv.
ein Fragewort im
Das Fragepronomen
„was“ fragt nach
einer
c)
„Nathan
Sache. der Weise“
Lessing
Dichter der
war einer der wichtigsten
deutschen Aufklärung .
Die Ringparabel zum Verhältnis der
drei monotheistischen Religionen
aus „Nathan der Weise“
ist einer
Texte
der wichtigsten
dieser Epoche.
hier:
die Aufklärung
Epoche zwischen 1600 und
in
Denken und Tun
der rationales
1800 in Europa,
Ideal wurde -n ≈
die
zum R“ngparabel,
kurze, symbolische
Geschichte
von einem
Ring, die dem Leser eine
Moral zeigt
erlin_Fragek
in Spielanleitung
11 Sprachen
FRAGEN
FRAGEN
DE, GB, FR, IT, ES,
Auf
Flohmarkt
hast
billig
billig
schönen
Bildband
über
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Berlin
Berlin
gekauft.
Du
erzählst
einem
st d em h
du hat Freund: sehr
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dieses
Buch
nur
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… …
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PL, RU, TR, CN,
JP, AE
Wie ist die Telefonvorwahl
von Berlin?
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a)
010
b)
040
c)
030
Der
vom
Barock
und
der
italie-
nischen
Renaissance
inspirierte
Dom
ist
eine
der
wichtigsten
protestantischen
Kirchen rchen
in
Deutschland.
schland.
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1905
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es eingeweiht.
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Lustgarten
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viele
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Mitglieder
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Hohenzollern.
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Heute
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Dom
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oft
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kulturelle
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Veranstaltungen
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statt.
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einweihen
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einer
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feiern
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Internationalen
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G¶ttesdienst,
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religiöse
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Feier,
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christlichen
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… entscheidet
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die
Gr¢ft,
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wo
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in Drama
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44 | Tiergarten
2
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6
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reisen
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mit
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Intercity-
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express
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Berlin
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Kreuzungsbahnhof
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Europas
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Startpunkt:
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Hauptbahnhof
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8
8
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9
9
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A A
B
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D
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I
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M
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Titelfoto: gettyimages; Fotos: mauritius images/Thomas Frey; Auction Team Breker; gettyimages; Julia Knop/laif

4 DIE THEMEN DES MONATS JULI 2016

JULI 2016

Deutsch perfekt

STANDARDS

6

8

Österreich-Bild Panorama
Österreich-Bild
Panorama

13

NEU: Die deutschsprachige Welt in Zahlen

64

Kulturtipps

64 Kulturtipps
64 Kulturtipps

71

Kolumne: Alias Kosmos

71 Kolumne: Alias Kosmos

73

Reisetipps

76

D-A-CH-Menschen

76 D-A-CH-Menschen

IN DIESEM HEFT 16 SEITEN SPRACHE UND SERVICE

40

51

English – made in Germany

Schreiben /

 

Sprechen /

Die verrückten

Verstehen

deutschen

Sammelkarten

Anglizismen

Anglizismen

Postkarte /

 

Überraschung /

43

Fahrplan

 

NEU: Atlas der Alltagssprache

NEU: Atlas der Alltagssprache

Das Hühnchen

53

 

NEU: Deutsch

44

im Alltag

 

Wörter lernen

Emotionen zeigen

Auf dem

Auf dem
Auf dem
Auf dem

Flohmarkt

Flohmarkt
 

54

 

45

Raten Sie mal!

Übungen zu den Themen des Monats Mehr Sicherheit mit Wörtern und

Rätsel zu

 

den Themen

des Monats

des Monats

55

 

Texten

Texten Wortkompass

Wortkompass

 

Extra-Service

 

46

Übersetzungen in

Grammatik Das Wort „es“

Englisch, Spanisch,

Französisch,

 
Italienisch, Polnisch,

Italienisch, Polnisch,

Russisch,

 

48

Ungarisch

Ungarisch

Deutsch im Beruf Kollegen um Hilfe

bitten

  Italienisch, Polnisch, Russisch,   48 Ungarisch Deutsch im Beruf Kollegen um Hilfe bitten
Deutsch im Beruf Kollegen um Hilfe bitten 30 Debatte Wildtiere im Zirkus verbieten? 32 Über wen

30

Debatte Wildtiere im Zirkus verbieten?

bitten 30 Debatte Wildtiere im Zirkus verbieten? 32 Über wen Deutschland spricht Teil 3 der Serie

32

Über wen Deutschland spricht Teil 3 der Serie
Über wen
Deutschland
spricht
Teil 3 der Serie

36

Mein erstes Jahr

Elena Wilms

in Wiesbaden

Serie 36 Mein erstes Jahr Elena Wilms in Wiesbaden 38 NEU: Wie Deutsch- land funktioniert Geld

38

NEU: Wie Deutsch- land funktioniert Geld gegen Fernsehen

62

Geschichten aus

der Geschichte

Der fliegende

Maschinenbauer

Otto Lilienthal
Otto Lilienthal

74

Yoga mit Stiften Malbücher für Erwachsene – ein

Trend im Test

14

Die Sprache des Sommers

Der Sommer ist für die Deutschen der Imperativ des guten Lebens. Wir erklären Ihnen, was Sie über die schönste Jahres-

zeit wissen müssen – von A bis Z.

die schönste Jahres- zeit wissen müssen – von A bis Z. 56 Der Nostalgiker Uwe Breker

56

Der

Nostalgiker

Uwe Breker hat seinen Lebenstraum zum Beruf gemacht: Er sammelt historische Geräte und verkauft sie. Heute besitzt der Kölner das wichtigste Auktionshaus der Welt

für alte Technik.

historische Geräte und verkauft sie. Heute besitzt der Kölner das wichtigste Auktionshaus der Welt für alte

Deutsch perfekt JULI 2016

DIE THEMEN DES MONATS JULI 2016

5

L > LEICHT

Texte auf Stufe A2 des GER

M > MITTEL

Texte auf Stufe B1 des GER

S > SCHWER

Texte auf den Stufen B2 bis C2 des GER

GER: Gemeinsamer

europäischer

Referenzrahmen

bis C2 des GER GER: Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen 40 68 English – NEU: Wie made in
40 68 English – NEU: Wie made in geht es Germany eigentlich den Volks- Der
40
68
English –
NEU: Wie
made in
geht es
Germany
eigentlich
den Volks-
Der Smoking – ein
Kleidungsstück oder
etwas zum Rauchen?
Und der Oldtimer?
parteien?
Es gibt viele englische
Vokabeln in der
deutschen Sprache.
Warum aber sind
sie Grund für Diskus-
sionen und ziemlich
Christ- und Sozial-
demokraten haben
lange Zeit die deutsche
Politik dominiert. Aber
plötzlich ist alles an-
ders. Haben die großen
Parteien noch eine
lustige Situationen?
Zukunft?
Lernen mit Deutsch-perfekt-Produkten EINFACH DEUTSCH LERNEN AUDIO Juli 2016 Deutsch für die Reise Deutsch perfekt
Lernen mit
Deutsch-perfekt-Produkten
EINFACH
DEUTSCH
LERNEN
AUDIO
Juli 2016
Deutsch für die Reise
Deutsch perfekt Audio: der Trainer
Fit für Ihre
Städtetour
für Hörverstehen und Aussprache, auf
CD
oder als Download. Achten Sie
,
Beim
Sprechen zeigen
Überraschung
im Heft auf dieses Symbol:
Zu diesen Artikeln können Sie Texte
und
Übungen auf Deutsch perfekt
Audio hören.
Deutsch perfekt plus: 24 Seiten
DEUTSCH
Übungen und Tests zu Grammatik,
Vokabeln und mehr. Achten Sie
LERNEN
PLUS
Juli 2016
,
Grammatik
Funktionen
im Heft auf dieses Symbol:
von
„es“
Zu diesen Artikeln finden Sie
,
Hörverstehen
Wo
sind die Sachen?
Übungen in Deutsch perfekt plus.
,
Wörter
formen
Nomen auf
„-e“
EINFACH
DEUTSCH
,
Land
und Leute
LERNEN
Ein
deutscher
Sommer
IM UNTERRICHT
Juli 2016
Mit
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Seiten!
MINUTEN
AKTIVITÄTEN
NIVEAU
ZUM TEXT
SEITE
Liebe
Kursleiterinnen
und
Kursleiter,
45
Schreiben:
Anrede
und
Mein
erstes
Jahr,
Das ganze
liebe
Lehrerinnen
Grußformeln
in Postkarten
Panorama
u.a.
Heft
und
Lehrer,
60
- 75
Wortschatz:
Malen,
74
Yoga mit Stiften
- 75
Kreativität,
Farben
ich
freue
mich,
Ihnen
diesen
Monat
auch
unsere
ab Lehrerbeilage präsentieren
in
neu-
75
- 90
Lesen, Sprechen,
Schreiben:
Ein
deutscher
14
– 29,
em
Gewand
zu
dürfen:
Sommer;
Grammatik:
„es“
Sommer,
46
- 47
übersichtlich,
zeitgemäß
und
praxisnah.
Grammatik
Inhaltlich
haben
wir
die
Mischung
der
60
- 75
Wortschatz:
Anglizismen und
English – made
40
- 42
Sprachniveaus
verändert:
Für
jede
Stufe
Pseudoanglizismen
in Germany
bieten
wir
sofort
gleich
viele
Unter-
richtsvorschläge.
Viel
Vergnügen
und
60
Sprechen:
höflich
bitten; II der
Deutsch im Beruf
48 - 50
Erfolg bei der Umsetzung,
Grammatik:
Konjunktiv
Modalverben
6102ILJU
lsaivtfesiksMu|enechsawErürfrücheblMa|?nieetrspalkoVnedlichtnigeesethgeieW|anymreGinedam–glishnE|rsemmoSsedehracpSieD
Ihr
45
- 60
Lesen,
Landeskunde,
Spre-
Wie geht es
68
- 70
chen: Politische
Parteien
eigentlich
Jörg
Walser, Chefredakteur
L
> LEICHT
M >
MITTEL
S > SCHWER
Schreiben:
L
> LEICHT A2
in Postkarten
Anrede und Grußformeln
Das ganze
Heft
Thema Postkarten
schreiben an,
und klären Sie
Die TN lesen den Text „Mein erstes Jahr“ (S.
37). Anschließend sprechen sie im Plenum da-
unbekannte Wörter,
falls nötig.
EINFACH
DEUTSCH
LERNEN
LEARN
GERMAN
ESTUDIAR
ALEMÁN
Hausaufgabe:
APPRENDRE
IL L’ALLEMAND
IMPARARE
TEDESCO
УЧИМ НЕМЕЦКИЙ
rüber, was die Autorin
Elena Wilms an Wiesba-
JULI 2016
Die TN suchen im ganzen
Deutsch perfekt im
Unterricht: kostenlos für
Sprache Die des
den interessant
findet und
was ihr
besonders
Heft,
vor
Sommers
allem in den Texten „Panorama“ (S.
Warum
die Deutschen
jetzt
so ganz
anders sind
aufgefallen ist. Sammeln Sie ggf. an der Tafel
8 - 12) und
„Reisetipps“ (S. 73),
,
nach Texten, in
English
– made
in Germany
Die
verrückten
deutschen
Anglizismen
,
Große
Parteien
oder auf Folie
die Sehenwürdigkeiten der Stadt
denen es um Orte
in den deutschsprachigen
Warum
immer
weniger
Menschen
?
sie
wählen
in der
Ländern geht. Sie suchen sich einen Ort aus, le-
(einige werden im Text zu Wiesbaden
Randspalte genannt).
document7689649116364766061.indd
1
sen den Beitrag und schreiben eine fiktive Post-
Zu zweit unterhalten sich die TN, darüber,
karte an einen Bekannten. Dabei achten sie auf
MINUTEN:
45
wie sie ein Wochenende in Wiesbaden verbrin-
MATERIAL:
von
die Anrede und die Grußformel. Die Orthogra-
ein Exemplar
Deutsch
perfekt
für jeden TN
fie und Zeichensetzung kontrollieren sie mit-
gen möchten und welche Sehenswürdigkeiten
sie dabei
hilfe der Sammelkarte. In der nächsten Stunde
ansehen möchten. Dabei verwenden
sie Redemittel wie: „Ich würde mir gern … anse-
tauschen die TN
ihre Texte
mit ihrem Partner
hen“, „… interessiert mich
„Hast
aus
sehr / gar nicht“,
und korrigieren ggf. ihre
Fehler. Schließlich
und
Rätsel
nden
in
was ihnen
du Lust, dir … anzusehen?“
Deutsch
7/2016,
Seite Sie
sprechen alle im Plenum darüber,
Übungen perfekt
45
und
54,
Sehen Sie sich
gemeinsam mit den TN die
schwergefallen ist. Wenn
noch genug Zeit ist,
Hörtexte
nden
ein Sie
auf Deutsch
perfekt
Audio 7/2016.
„Sammelkarte Schreiben“ (S. 51 -
52) zum
können einige TN ihre Texte
vorlesen.
alle
Lehrer, die Deutsch
perfekt abonniert haben.
Noch mehr Informationen und Übungen:
www.deutsch-perfekt.com
www.facebook.com/deutschperfekt
LEGENDE
m
lockere Umgangssprache
Gegenteil von
d
negativ
o
langer, betonter Vokal
a
Vorsicht, vulgär!
¢
kurzer, betonter Vokal
ungefähr, etwa
, ¿er
Plural-Formen
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die allgemeine Entwicklung der Kos-
ten in den letzten zwei Jahren ist auch
an den Verlagen nicht vorübergegan-
gen. Einen Teil dieser Mehrkosten
müssen wir an unsere Leser weiter-
geben. Der Preis von Deutsch perfekt
steigt ab sofort im Einzelverkauf und
im Abonnement um 40 Cent pro Heft,
(Preise für das Ausland und unser digi-
tales Angebot finden Sie unter www.
spotlight-verlag.de/faq/konditionen).
Für bestehende Abonnements ändert
sich erst einmal nichts. Der neue Preis
wird erst ab der nächsten Rechnung
fällig. Diese leichte Erhöhung ermög-
licht es uns, Ihnen Ihr Sprachprodukt
auch in Zukunft in der bekannten Qua-
lität zu liefern. Vielen Dank für Ihr Ver-
ständnis. Herzlich, Ihr Spotlight Verlag
(CH)7,30sfr/(A)5,30€/(D)4,80
A · B · E · F · FIN · GR · I · L · P (cont) · SK · SLO: € 9,00
Deutschland € 7,90
CH sfr 13,00
GB £ 6,50

6

ÖSTERREICH-BILD

JULI 2016

Deutsch perfekt

Foto: Ralph Larmann

Deutsch perfekt JULI 2016

ÖSTERREICH-BILD

L > LEICHT

Fitness für die Oper

Bei „Turandot“ denken viele Menschen an die ganz große Oper des weltbekann- ten italienischen Komponisten Giaco- mo Puccini. Und an die wunderbare Arie „Nessun Dorma“ (auf Deutsch: „Keiner schlafe!“). Fitness, Bürokratie, Statik und Sicherheitsnetze – an all das denken sie nicht. Aber genau diese Dinge sind im Juli und August bei den Festspielen in Bregenz elementar. „Turandot“ ist dort der Favorit des Publikums. Der heimliche Star ist aber die Seebühne im Bodensee. Die 72 Meter breite und 27 Meter hohe Bühnenskulptur ist die größte der Welt. Deshalb müssen die Sänger bei ihren Auftritten sehr viel laufen. „Man sollte topfit sein“, sagt Axel Renner von den Festspielen. An der Bühne gibt es Sicher- heitsnetze, damit niemand ins Wasser fällt. Die Form der Bühne erinnert an die Chinesische Mauer. Mehrere Monate vor den Festspielen beginnen daran die Rei- nigungsarbeiten. Außerdem kümmern sich Techniker um das Licht und natür- lich um die Akustik. Denn für „Turandot“ muss jedes Detail stimmen – auch Statik und Brandschutz.

schl a fe , Konj. I von: schlafen s¶llte , hier: es ist nötig, dass
schl a fe , Konj. I von:
schlafen
s¶llte , hier: es ist nötig,
dass …
das S“cherheitsnetz, -e
die M au er, -n , hier: ≈
, hier: Ding aus elasti-
schem Material: Es ist für
die Sicherheit der Sänger.
hohe, extrem lange Wand:
Sie formt eine Grenze.
die F¡stspiele Pl.
der Br„ndschutz
, ≈ Geräte oder Konstruk-
, ≈ Festival
hei mlich , hier: nicht
offiziell
tionen: Sie sollen helfen,
dass es kein Feuer gibt
oder dass es nicht größer
werden kann.
die S eebühne,
-n , hier:
≈ Konstruktion im See: Dort
wird eine Oper gespielt.
der
Au ftritt,
-e , von:

auftreten = hier: vor Publi- kum singen und spielen

7

8

PANORAMA

JULI 2016

Deutsch perfekt

Mit der ISS geht es ganz weit nach oben. Fotos: ESA; picture alliance/dpa (2); erfolgswelle
Mit der ISS geht es
ganz weit nach oben.
Fotos: ESA; picture alliance/dpa (2); erfolgswelle ® AG
Fotos: ESA; picture alliance/dpa (2); erfolgswelle ® AG Der Astronaut Alexander Gerst wird Kommandant der ISS.

Der Astronaut

Alexander Gerst

wird Kommandant

der ISS.

ISS

Der neue Kommandant

Im Mai 2018 geht es für Astronaut Alexander Gerst wieder ganz weit nach oben. Dann nämlich startet seine zweite Mission auf der Internationalen Raumstation (ISS). Und dieses Mal hat der Geo- physiker eine ganz spezielle Aufgabe, die noch kein Deutscher vor ihm hatte: Er wird Kommandant der ISS. „Das ist eine tolle Sache für mich“, hat der 40-Jährige direkt nach der Verkündigung gesagt. Aber toll ist das nicht nur für ihn: Gerst wird sicher wieder über Twitter (@Astro_Alex) und Facebook tolle Bilder aus dem All nach unten schicken.

und Facebook tolle Bilder aus dem All nach unten schicken. die R au mstation, -en ,

die Raumstation, -en

, ≈ Fluggerät im Univer­ sum: Dort arbeiten Astro­ nauten.

die Verk•ndigung, -en

, ≈ offizielle Erklärung:

Das wird in der nächsten Zeit passieren.

das [ll , Kosmos; Universum

wird in der nächsten Zeit passieren. das [ll , Kosmos; Universum Eine Übung zu diesen Texten

Eine Übung zu diesen Texten finden Sie auf Seite 45.

Deutsch perfekt JULI 2016

PANORAMA

9

L > LEICHT b > AUDIO das WLAN , kurz
L > LEICHT
b > AUDIO
das WLAN
, kurz

für: Wireless Local Area Network

der Betreiber, - , hier:

Person: Sie bietet einen Hotspot an und kümmert sich darum.

h„ften , hier: bezahlen müssen

der N¢tzer, - , ≈ Benutzer

die Regelung, -en

, ≈ Norm: Sie sagt, was gemacht werden soll.

“n Kr„ft treten , hier:

≈ offiziell richtig werden

Kr„ft tr e ten , hier: ≈ offiziell richtig werden unterw e gs s ei n

unterwegs sein , hier:

durch die Stadt gehen und feiern

die Gesch“chte , Historie

der F¡stumzug, ¿e

, ≈ Gehen vieler Men­ schen durch die Straßen bei einem Fest

m“ttelalterlich , wie aus einer historischen Zeit von circa 500 bis 1500 nach Christus

der R¢mmelplatz, ¿e

, ≈ großer Platz: Dort feiert man ein großes Fest.

der Autoskooter, - engl.

, kleine Elektroautos: Man fährt mit ihnen über einen speziellen Platz und gegen die anderen Autos.

¢nd Co. , hier: und andere Fahrgeschäfte

(das Fahrgeschäft, -e

, Gerät oder Konstrukti­ on: Man fährt damit zum Spaß.)

n“cht mehr viel zu tun haben m“t … , hier: weit weg sein von …

Elegant wie vor vielen Hundert Jahren – beim Tänzelfest ziehen Kinder historische Kostüme an.

INTERNET

Bald mehr Hotspots?

Kinder historische Kostüme an. INTERNET Bald mehr Hotspots? Im Café oder beim Einkaufen mit dem Handy,

Im Café oder beim Einkaufen mit dem Handy, Tablet oder Laptop ins Internet gehen – in Deutschland ist das oft nicht möglich. Es gibt weniger WLAN-Hotspots als in vielen anderen Ländern. Bis jetzt muss der Betreiber eines WLAN-Hotspots

nämlich für das haften, was die Nutzer

dieses Hotspots im Internet machen. Er bekommt also zum Beispiel bei illegalen Downloads von Filmen Ärger mit der Justiz. Das ändert das Parlament jetzt. So gibt es wahrscheinlich bald viel mehr Internet-Hotspots im Land. „Der Weg für mehr freies WLAN ist endlich frei“, schreibt Justizminister Heiko Maas auf Twitter. Nach dem Plan der Koaliti- onsparteien soll die neue Regelung im Herbst in Kraft treten.

soll die neue Regelung im Herbst in Kraft treten . erf“nden , hier: eine Idee für

erf“nden , hier: eine Idee für einen neuen Namen haben

der Fr„nken, - , Geld in der Schweiz

die Agentur, -en , Firma:

Sie bietet einen Service für Privatpersonen oder andere Firmen an.

der H“ntergrund , hier:

Familie: Woher kommt sie?

neutral , hier: objektiv; so, dass er keine negative Emotion hat

der M„rkenname, -n

, hier: Name: Nur eine Firma darf ihn benutzen.

genehmigt , Part. II von:

genehmigen = Erlaubnis geben

einzigartig , hier: anders als alle anderen

KAUFBEUREN

Historisches Kinderfest

Mehr als 1600 Kinder in historischen Kostümen sind jedes Jahr im Juli im Zentrum der Stadt Kaufbeuren unterwegs.

Zwölf Tage lang feiern sie das Tänzelfest, das älteste Kinderfest Bayerns. Sie erzählen die Geschichte der Stadt. Wichtigster Teil ist der Festumzug. Dieses Jahr findet er am 17. und 18. Juli statt. Rund um das Fest gibt es aber noch viel mehr Programm:

mittelalterliches Leben, einen Rummelplatz – und die ganze Stadt macht mit. Der Rummelplatz mit Autoskooter und Co. hat mit der historischen Idee des Tänzelfestes natürlich nicht

mehr so viel zu tun – aber auch er findet sein Publikum.

so viel zu tun – aber auch er findet sein Publikum. 3 FRAGEN Kreative Babynamen Marc
so viel zu tun – aber auch er findet sein Publikum. 3 FRAGEN Kreative Babynamen Marc

3 FRAGEN

Kreative

Babynamen

Marc Hauser hilft Eltern, die ihrem Kind einen wirklich originellen Namen geben wol- len: Der Schweizer erfindet zusammen mit seinem Team einen neuen Babynamen.

Herr Hauser, für 28 000 Schweizer Franken, also rund 25 000 Euro, erfin- den Sie einen Babynamen. Wer bezahlt

dafür so viel? Die Kunden unserer Agentur sind Fami- lien mit multikulturellem Hintergrund. Viele kommen aus Nordamerika und Asien. Sie möchten einen Namen, der international funktioniert und bei dem man keine negativen Assoziationen hat. Namen assoziiert man nämlich immer mit eigenen Erfahrungen. Ein Beispiel:

Jemand kennt zwei Evas und mag beide nicht. Dann ist er bei der dritten Eva nicht mehr neutral.

nicht. Dann ist er bei der dritten Eva nicht mehr neutral . Wie erfinden Sie einen
nicht. Dann ist er bei der dritten Eva nicht mehr neutral . Wie erfinden Sie einen

Wie erfinden Sie einen Namen? Wir besuchen die Familie und lernen ihren kulturellen Hintergrund kennen. Gibt es Geschwister? Das ist wichtig. Außerdem soll der Name des Kindes zum Familiennamen passen. Elementar ist: Der Name muss wirklich neu sein. Er darf in keinem Namensregister stehen. Und es darf ihn weder als Markennamen noch als Produkt- oder Firmennamen geben. In Deutschland muss ein Name vom Standesamt genehmigt werden. Es muss klar sein, ob es ein Jungen- oder ein Mädchenname ist. Wenn das Geschlecht nicht deutlich wird, braucht man einen Zweitnamen. Der ganze Pro- zess dauert sechs bis acht Wochen, wir investieren circa 100 Arbeitsstunden. Wenn die Eltern es wünschen, schreiben wir auch eine Namens-Mythologie.

es wünschen, schreiben wir auch eine Namens-Mythologie. Sagen Sie uns einen Ihrer Namen? Das geht leider

Sagen Sie uns einen Ihrer Namen? Das geht leider nicht. Unsere Agentur ist sehr diskret. Außerdem soll der neue Name ja einzigartig bleiben – und nicht vielleicht zum internationalen Trendna- men werden.

10

PANORAMA

JULI 2016

Deutsch perfekt

10 PANORAMA JULI 2016 Deutsch perfekt HAMBURG Neuer Sound im Turm Immer wieder hat Ingenieur Gernot

HAMBURG

Neuer Sound im Turm

Immer wieder hat Ingenieur Gernot Schindler die Aktion verschoben: Zu viel Wind! Noch zu kalt! Aber jetzt sind die Glocken endlich da, wo sie sein sollen: hoch oben im Turm der Hamburger Kirche Sankt Michaelis. Die heißt bei allen Einwohnern der Stadt nur Michel. Damit hat das Symbol Hamburgs nach 100 Jahren wieder ein komplettes Uhrschlagwerk mit genau zehn Glocken. Im Ersten Weltkrieg hat die Regierung nämlich Glocken des Michels konfisziert – und Kanonen daraus gemacht.

SCHLAFEN

Gute Nacht – aber nicht so lang

Sieben Stunden und 45 Minuten schlafen die Deutschen pro Nacht. Damit liegen sie kürzer im Bett als der globale Durchschnitt. Das ist das Resultat einer Untersuchung der University of Michigan. Die Forscher ha- ben mit einer App die Daten von rund 5500 Teilnehmern gesammelt. Am längsten schlafen die Niederländer mit acht Stunden und zwölf Minuten, am kürzesten Men- schen in Japan und Singapur mit sieben Stunden und 24 Minuten. Außerdem ist für die Resultate das Geschlecht relevant: Frauen schlafen durchschnittlich 30 Minuten länger als Männer.

L > LEICHT

b > AUDIO

Was heißt Gaffen? WAS HEISST der Sanitäter, - , Person: Sie hilft beruflich Verletzten. Was
Was heißt Gaffen?
WAS HEISST
der Sanitäter, -
, Person: Sie hilft beruflich
Verletzten.
Was heißt
Gaffen?
zuschauen , hier: genau
sehen, was passiert
kl“ngen , hier: machen,
dass man denkt, etwas ist …
h„rt , hier: mit schlimmer
Konsequenz
die Strafe, -n , ≈ Sankti­
on, weil man etwas Böses
gemacht hat
In einem Notfall sind sie oft schnel-
ler da als Polizei und Sanitäter: Gaf-
fer. Diese Menschen schauen zu
(gaffen), wenn zum Beispiel ein
Autounfall passiert ist. Das Wort
ist sehr negativ, genau wie das Syn-
onym Schaulustiger – auch wenn es
das Gefængnis, -se
lustig klingt. Aber die Lust, bei allem
, Haus: Dort müssen kri­
minelle Personen bleiben.
kollidieren , eine Kollisi­
on haben mit
sch•tzen vor , hier:
helfen, dass es nicht gefilmt
wird
zuzuschauen,ist kein Spaß für ande-
re.Oft blockieren die Gaffer den Weg
für die Helfer. Aber bei einem Unfall
ist jede Sekunde wichtig. Manche
filmen die Situation auch mit dem
Handy. Besonders schlimm ist das,
wenn diese Videos oder Fotos da-
nach im Internet zu sehen sind.
Deshalb soll es bald härtere Stra-
fen für das Gaffen geben. Wer die
Helfer bei einem Unfall stört, soll
bis zu ein Jahr ins Gefängnis müs-
sen. Bis jetzt gab es dafür nur eine
Geldstrafe.
Oft sind die Leute nämlich nicht
nur neugierig. Das zeigen Situa-
tionen aus den letzten Monaten.
Ein Beispiel: In Hagen (Nord-
rhein-Westfalen) kollidiert ein Auto
mit einem Mädchen. Die Polizei
muss das Kind vor Gaffern schüt-
zen. Manche von ihnen haben die
Polizisten aufgefordert: Bitte weg-
gehen! Warum das? Damit sie bes-
ser filmen können.
auffordern , hier: sagen,
dass sie weggehen sollen
Neuer Sound im Turm
die Gl¶cke, -n , Ding
aus Metall, z. B. in einem
Kirchturm
das Uhrschlagwerk, -e
, ≈ Konstruktion in einer
Uhr: Dadurch schlägt sie.
(schlagen , hier: akusti­
sche Signale machen und
dadurch die Zeit zeigen)
der Erste W¡ltkrieg
, ≈ Streit zwischen vielen
Nationen 1914 ­ 1918
die Kanone, -n , schwere,
lange Waffe: Man kann
damit weit schießen.
(die W„ffe, -n , Gerät
zum Schießen, z. B. Pistole)
VERKEHR
der Handynutzer, -
(schießen , ≈ z. B. eine
Pistole benutzen)
Ampeln für Handy-Fans
, ≈ Handybenutzer
überqueren , auf die
andere Seite gehen
Gute Nacht – aber
nicht so lang
die Bodenampel, -n
, Ampel im Boden
der D¢rchschnitt , das
Normale
(der Boden, ¿
, Ort: Dar­
auf geht und steht man.)
der F¶rscher, - , Person:
Sie arbeitet für mehr
Wissen.
Immer wieder passieren Unfälle, weil Handynutzer
vor dem Überqueren einer Straße nicht nach rechts
und links oder auf die Ampel sehen – sondern nur
Augen für ihr Mobiltelefon haben. In Augsburg
gibt es deshalb jetzt Bodenampeln: An zwei Stra-
ßenbahnhaltestellen sind im Boden Lichter. Sie
blinken rot, wenn die Bahn kommt. Aktuell sind die
Bodenampeln in der Testphase. „Wir hoffen, dass
die Lichter im Boden als optische Barriere mehr
Sicherheit für alle bringen, nicht nur für Handynut-
zer“, sagt Stephanie Lermen von den Stadtwerken
Augsburg. Die Idee zu den Bodenampeln kommt
aus Köln. Dort gibt es die Lichter im Boden seit
eineinhalb Jahren.
bl“nken , in Intervallen
Licht reflektieren
die St„dtwerke Pl.
, Firma: Sie gehört einer
Stadt und liefert Strom
und Gas.
Fotos: picture alliance/dpa (3)
Deutsch perfekt JULI 2016 PANORAMA 11 Den Text auf dieser Seite können Sie mit einem
Deutsch perfekt JULI
2016
PANORAMA
11
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Früher hat Roland
Stohr an einem Tag
15 bis 25 Kilo Fisch
gefangen. Heute
sind es oft nur zwei
bis drei Kilo.
BODENSEE
Zu sauber für
die Fische
„So ein schlechtes Jahr wie 2016 hat es noch nie gege-
ben“, sagt Roland Stohr. Er ist Fischer und Vorsitzen-
der der bayerischen Berufsfischer-Genossenschaft
am Bodensee. Und er hat ein großes Problem: Stohr
fängt kaum noch Fische. „Früher haben wir an einem
Tag 15 bis 25 Kilo Fisch im Netz gehabt. Dieses Jahr
sind es oft nur zwei bis drei Kilo, manchmal auch
weniger“, erzählt der 51-Jährige. Die Erklärung: Das
Wasser des größten deutschen Sees ist extrem sau-
ber. Die Fische finden deshalb nichts mehr zu fres-
sen. So werden sie immer kleiner. Und es gibt immer
weniger von ihnen.
Der Bodensee ist der Trinkwasserspeicher für
mehr als vier Millionen Menschen. Deshalb wird das
Wasser seit Jahren intensiv gereinigt. Ein Resultat
ist, dass im Wasser nur noch sehr wenig Phosphat ist.
In den 80er-Jahren war das anders. Zu der Zeit war
mehr Phosphat im Wasser. Durch Phosphat wachsen
Algen. Und durch Algen wächst Plankton. Und wer
frisst Plankton? Fische. Davon gab es ziemlich viele.
Aber: Der See war kurz davor, umzukippen.
„Wir wollen auch einen sauberen See“, sagt Stohr.
„Aber mit etwas mehr Phosphat.“ Die baden-würt-
tembergische Regierung ist aber gegen mehr
Phosphat im Wasser. Jetzt sprechen Politiker über
kleinere Maschen in den Netzen der Fischer. Stohr
ist nicht zufrieden. „Viele meiner Fischer-Kollegen
fahren nicht mehr auf den See, weil man kaum etwas
fängt“, sagt er. Die Konsequenz daraus sieht man am
Ufer: Die Restaurants servieren manchmal Fisch aus
anderen Seen.
der F“scher, - , Person: Sie
holt Fische aus dem Wasser
und verkauft sie.
das N¡tz, -e , hier: ≈
Material aus vielen langen,
dünnen Stücken: Darin
bleiben die Fische hängen.
¢mkippen , hier: ≈ alle
Organismen im See sterben
der Vorsitzende, -n
,
hier: ≈ Chef
fr¡ssen , essen
die Gen¶ssenschaft, -en
w„chsen , größer
die M„sche, -n , hier: ≈
stabile Verbindung aus den
langen, dünnen Stücken im
Netz: ≈ In ihrem Zentrum ist
ein kleines Loch.
,
≈ Verein
werden; mehr werden
das Ufer, -
, Land an der
f„ngen , hier: aus dem
Wasser holen
die [lge, -n , Pflanze im
Wasser
Grenze von einem Fluss,
See oder Meer.
k¢rz davor sein , wahr­
scheinlich bald tun
NAVIGATOR
DIESEN ORT GIBT ES WIRKLICH
Das Wort Als Nomen
benutzt man Klein-Klein in
der gesprochenen Sprache
für die Situation, sich zu sehr
auf unwichtige Alltagsdin-
ge zu konzentrieren: „Oh,
immer dieses Klein-Klein! Wir
müssen uns endlich einmal
um die wichtigen Dinge
kümmern!“
Der Ort
Klein-Klein liegt
im Süden von Österreich.
Es ist ein wirklich kleines
Dorf, das zu Großklein in
der Steiermark gehört.
Das Großklein von heute
hatte bis 1968 einen
anderen Namen: Klein.
Aber auch Großklein
bleibt klein: Es hat 2300
Einwohner. Die Menschen
dort sind aber weder
besonders klein noch
besonders groß. Auch
mit dem Wort Klein im
Namen ist es anders, als
man vielleicht denkt: Es
kommt wahrscheinlich
von dem slawischen Wort
für Lehm – Glina.
gehören zu , ≈ ein Teil
sein von
der Lehm , schwere,
gelbbraune Erde: Es
kommt wenig Wasser
durch.
(die Erde , ≈ Substanz:
Pflanzen brauchen sie
zum Leben).

12

PANORAMA

JULI 2016

Deutsch perfekt

L > LEICHT

b > AUDIO

JULI 2016 Deutsch perfekt L > LEICHT b > AUDIO AUGSBURG Die Campus-Katze Seit 14 Semestern

AUGSBURG

Die Campus-Katze

Seit 14 Semestern läuft die rotbraune Katze über den Campus der Universität Augsburg (Bayern).Viele machen Fotos,wenn das Tier draußen in der Sonne oder drinnen im Seminarraum auf Büchern liegt.Dazu schreiben sie dann kleine Texte.Denn die „CampusCat Augsburg“ hat eine eigene Seite bei Fa- cebook – mit mehr als 17 500 Fans.Dort trägt sie den Titel einer „Person des öffentlichen Lebens“.Keine schlechte Wer- bung:Die Universität selbst hat auf Facebook nämlich nur rund 9000 Fans.

selbst hat auf Facebook nämlich nur rund 9000 Fans. Eine Übung zu diesem Text finden Sie

Eine Übung zu diesem Text finden Sie auf Seite 54.

EINKAUFEN

Geld für Plastiktüten

Für eine Plastiktüte müssen Kunden ab Juli in vielen Ge- schäften bezahlen. Das haben der deutsche Handel und die Regierung vereinbart. Mehr als 260 Firmen machen mit. Die Tüten kosten zwischen fünf und 50 Cent. Sehr dünne Tüten, wie für Obst und Ge- müse, bleiben kostenlos. Ak- tuell benutzt jeder Deutsche circa 71 Plastiktüten im Jahr. Durch die Gebühr sollen es bald nur noch 40 sein. Mehr als 80 Prozent der Deutschen finden das gut – sagt eine Un- tersuchung von YouGov.

der H„ndel , Kauf und Verkauf

Un- tersuchung von YouGov. der H„ndel , Kauf und Verkauf der Semin a rraum, ¿e ,

der Seminarraum, ¿e

, Kursraum; Unterrichts­ raum

tragen , hier: haben

œffentlich , privat

die W¡rbung , von:

werben = versuchen, die Universität sehr bekannt zu machen

werben = versuchen, die Universität sehr bekannt zu machen die |nselgruppe, -n , ≈ mehrere Inseln

die |nselgruppe, -n

, ≈ mehrere Inseln im Meer

die |nsel, -n , Stück Land in einem Meer, See oder Fluss

die B¢ndeskanzlerin, -nen

, Chefin von der deut­ schen Regierung

der B¢ndespräsident, -en

, ≈ Chef von Deutschland

die Königin, -nen , Mo­ narchin

das Einzelbild, -er , hier:

nur ein Bild von einer Serie von Bildern

zus„mmenbauen , zu­ sammenmachen

wäre , Konj. II von: sein

hochwerfen , ≈ schnell von unten nach oben durch die Luft fliegen lassen

die Diplomarbeit, -en

, Text mit den Resultaten einer systematischen Untersuchung: Man muss ihn am Ende vom Studium schreiben.

gr•nden , starten

allein , hier: ≈ das ist wirklich viel

„nfertigen , herstellen

r¶llen , hier: ≈ ein rundes Ding fallen

die Schale, -n , ≈ tiefer Teller

das Stativ, -e , Gerät mit drei Beinen: Darauf legt man eine Kamera, damit sie beim Fotografieren stabil bleibt.

der Stab, ¿e , hier:

langes, dünnes Ding: Damit hält man ein Smartphone weiter weg von sich und kann so ein Selfie machen.

Für fantastische Panoramabilder: Der Kameraball des Start-ups Panono macht 360-Grad-Fotos. Fotos: Regina Bergmann;
Für fantastische
Panoramabilder:
Der Kameraball
des Start-ups
Panono macht
360-Grad-Fotos.
Fotos: Regina Bergmann; panono/Karl Kramer

START-UP DES MONATS

Eine Kamera für ganz oben

Die Idee Ein Ball macht

Endlich war Jonas Pfeil oben auf dem Berg der Insel. Die Landschaft dort, auf der Inselgruppe Tonga: fantastisch. Und das wollte er auch anderen zei- gen. „Ich habe ganz viele Einzelbilder gemacht und später mit einer Software zusammengebaut“, erzählt der 33-Jähri- ge. „Noch auf der In-

sel habe ich gedacht:

Wie toll wäre eine Panoramakamera, die man hochwerfen kann!“ Seine Idee hat Pfeil realisiert. Er hat seine Diplomar- beit über einen Kameraball geschrieben und mit seinen Freunden Björn Bollens- dorff und Qian Qin in Berlin die Firma Panono gegründet. „Man muss mit sehr vielen Investoren sprechen und dann die finden, die die Idee mögen“, sagt Pfeil. Auch eine Crowdfunding-Kampagne hat das Trio gestartet – und die Summe von 1,25 Millionen US-Dollar (rund 1,12 Millionen Euro) bekommen. Trotzdem hat die Produktion nicht wie geplant

Kamera gleichzeitig der Bundeskanzlerin, dem Bundespräsidenten und der Königin von England vorstellen.

Warum braucht die Welt das? Die Men- schen lieben Panora- mabilder – auch wenn sie 20 bis 30 Megabyte groß sind. Der schönste Moment Bei einem Termin an der Technischen Universität Berlin konnte das Team die

360-Grad-Fotos.

funktioniert. „Wir haben allein 21 verschiedene, speziell für uns angefertigte Plastikteile in der Kamera“, erzählt Pfeil. „Da hat es Probleme mit pünkt- lichen Lieferungen gegeben und auch mit der Qualität.“ Bis die Kamerabälle also da waren, hat es gedauert. Auch wenn es sofort Kunden gege- ben hat, die den 1499 Euro teu- ren Ball kaufen wollten. Jetzt schickt Panono sein Produkt in 24 Stunden an die Besteller. Immer, wenn ein Kameraball verkauft wird, klingelt es im Büro des Start-ups – und auto- matisch rollt ein M&M in eine Schale. Energie brauchen sie auch, bei 70 Stunden Arbeit in der Woche und neuen Ideen. „95 Prozent unserer Kunden werfen die Kamera nicht, son- dern benutzen ein Stativ oder einen Selfie-Stab“, sagt Pfeil. Den gibt es jetzt auch bei Pa- nono. Das ist nicht dumm, denn fallen lassen darf man den Kameraball nach dem Hochwerfen nicht. Dann ist er nämlich kaputt.

Deutsch perfekt JULI 2016

DIE DEUTSCHSPRACHIGE WELT IN ZAHLEN

13

Fotos: Ullstein Bild; mauritius-images/W.Filser

ZAHLEN 13 Fotos: Ullstein Bild; mauritius-images/W.Filser L > LEICHT 524 Millionen Liter Speiseeis haben die

L > LEICHT

524

Millionen Liter Speiseeis haben die industriellen Herstel- ler im Jahr 2015 in Deutschland verkauft. Im letzten Jahr hat jeder Deutsche im Durchschnitt 7,9 Liter Speiseeis gegessen.

Deutsche im Durchschnitt 7,9 Liter Speiseeis gegessen. 9000 Eisdielen gibt es in Deutschland, 3300 machen ihr

9000

Eisdielen gibt es in Deutschland, 3300 machen ihr Eis selbst – und das meistens mehrere Male am Tag.

Kalter Spaß im Sommer

Es ist Eiszeit: In keiner anderen Jahreszeit ist das kühle Süße so populär wie jetzt. Was heißt das in Zahlen?

1877 bekommt der deutsche

Ingenieur Carl von Linde ein Patent für die erste industriell genutzte „Kältemaschine“. Kur- ze Zeit später gibt es auch eine Eisfabrik – damit beginnt die industrielle Herstellung von Eis.

– damit beginnt die industrielle Herstellung von Eis. Ein Eiswagen 1932 in Berlin 1900 kommen die

Ein Eiswagen 1932 in Berlin

1900 kommen die ersten

italienischen Eismacher nach Deutschland. Sie verkaufen ihr Eis aus kleinen Wagen. Circa 30 Jahre später beginnt der Ver- kauf aus der eigenen Wohnung heraus: Die Eismacher bringen eine Diele aus Holz am Fenster an. Ein neues Wort ist geboren:

die Eisdiele. So heißen Eiscafés bis heute.

113

Kugeln isst jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Die populärsten Sorten: Vanille und Schokolade. Das ist auch in Österreich so. Bei den Schweizern, die zu ihrem Eis Glace sagen, ist ganz klar Vanille der Favorit.

8

Jahre ist es her, dass Speiseeishersteller in Deutschland ein Ausbildungsberuf ge- worden ist. Seit zwei Jahren dauert die Lehre drei statt zwei Jahre. Die Auszubil- denden werden auch für die Gastronomie fit gemacht.

denden werden auch für die Gastronomie fit gemacht. 12 Grad unter null ist es in der

12

Grad unter null ist es in der Vitrine einer Eisdiele kalt, damit das Eis beim Verkauf weich ist.

200

Prozent sind letztes Jahr die Prei- se für Vanille nach oben gegangen. Zurzeit kostet ein Kilo circa 200 Euro. Denn die Ernte auf Madagas- kar, dem größten Vanilleproduzen- ten der Welt, war schlecht. Eis mit echter Vanille aus dem Supermarkt ist diesen Sommer wahrscheinlich trotzdem nicht teurer. In der Eis- diele kann die Kugel Vanilleeis aber bis zu 20 Cent mehr kosten.

kann die Kugel Vanilleeis aber bis zu 20 Cent mehr kosten. “m D¢rchschnitt , ≈ meistens:

“m D¢rchschnitt

, ≈ meistens: Das ist normal.

die Ei sdiele, -n , ≈ Eiscafé

das Pat¡nt, -e , Erlaubnis:

Man darf als Einziger eine neue Idee oder Konstrukti- on verkaufen.

(der/die Ei nzige , Person:

es gibt keine/-n andere/-n.)

n¢tzen , nutzen ≈ benutzen

„nbringen , hier: mit Werkzeugen auf etwas machen, sodass es stabil ist

die D ie le, -n , hier: lan- ges, dünnes Stück aus Holz

die K ugel, -n , hier: Eis in der Form von einem kleinen Ball

die S¶rte, -n , Variante

… h e r s ei n , vor … gewe- sen sein

st„tt , hier: nicht …, sondern …

der/die Au szubildende, -n

, Person: Sie macht eine Ausbildung.

die ]rnte, -n , Sammeln von z. B. Obst oder Gemüse

der Van“lleproduzent, -en

, hier: Land: Dort pflanzt man viel Vanille zum Verkauf.

¡cht , hier: original; natürlich

14 DIE SPRACHE DES SOMMERS

JULI 2016

Deutsch perfekt

Ein

deutscher

Sommer

Wenn es warm wird, ändert sich vieles:

die Menschen, die Gefühle, manchmal auch die Nation. Und immer:

die Sprache.

Von Marcel Burkhardt, Barbara Kerbel, Claudia May und Eva Pfeiffer

Foto: laif/Dietmar Dengler

Deutsch perfekt JULI 2016

Feierabend, gute Laune und ein kühles Bier in der Hand: Der Flaucher an der Isar in München wird jeden Sommer zur Grillzone.

an der Isar in München wird jeden Sommer zur Grillzone. DIE SPRACHE DES SOMMERS 15 der

DIE SPRACHE DES SOMMERS

15

wird jeden Sommer zur Grillzone. DIE SPRACHE DES SOMMERS 15 der W“tz, -e , kurze Ge-

der W“tz, -e , kurze Ge- schichte mit lustigem Ende; auch: Spaß; Humor

gehö ren z u

, ≈ ein Teil sein von

der Jahrh¢ndertsommer

, Sommer, der so schön war wie noch nie vorher in 100 Jahren; hier: besonders heißer und trockener Sommer

r“chtig , hier: typisch; wirklich

die H“tze , ≈ sehr hohe Temperaturen

¡s n“cht l ei cht h a ben

, Probleme haben; hier:

nicht ohne Kritik akzeptiert werden

ne hmen , hier: akzep- tieren

erl e ben , hier: als Erfah- rung machen

r„psgelb , gelb wie die Blüten des Raps (der R„ps , Pflanze, aus der man Öl machen kann) (die Blüte, -n , Teil der Pflanze, der eine schöne Farbe hat und meistens gut riecht)

¡ndlos , hier: sehr groß

bl ü hend , mit Blüten

das F¡ld, -er , Stück Land, auf dem z. B. Gemüse wächst

das Getr ei de

, alle Pflanzen, aus deren kleinen Früchten man Mehl machen kann

das S¶nnenblumenfeld, -er , Feld, auf dem sehr hohe, große, gelbe Blumen wachsen

der Ho chsommer, -

, heißeste Zeit im Jahr

die W ie se, -n

, großer Platz in der Natur, wo Gras wächst

sowies o , ≈ auf jeden Fall

das Fr ei bad, ¿er , öffent- liches Schwimmbad, bei dem die Pools draußen sind

t ie f d¢rchatmen

, intensiv Luft holen; auch:

ohne Sorge sein

d¢rchatmen , intensiv Luft holen; auch: ohne Sorge sein er Sommer in Deutschland? Manche machen darüber

er Sommer in Deutschland? Manche machen darüber am liebsten Witze: „Ich liebe ihn! Das ist für mich die schönste Woche im Jahr“, ist zum Beispiel einer da- von. Oder: „Es ist Sommer, der Regen wird wärmer…“ Ja, gut, Regen gehört zur warmen Jahreszeit wie die Sonne zu Sizilien oder Samos. Wer überhaupt keinen Regen sehen und fühlen will, fährt jetzt bes- ser schnell nach Italien oder Griechenland. Aber kei- ne Sorge: Auch der deutsche Sommer hat mehr im Angebot als warmes Wasser, das vom Himmel fällt. Im Gegenteil: In den letzten Jahren war es immer wieder mehrere Wochen lang heiß – ein „Jahrhun- dertsommer“ nach dem anderen. Nur gefallen die hohen Temperaturen auch nicht

jedem. Regnet es mal ein paar Tage, spielen sie im Ra- dio einen alten Hit: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ Gibt’s ideales Badewetter und italienische 35 Grad, ärgern sich die Leute über die „schreckliche Hitze“. Der deutsche Sommer hat es nicht leicht. Aber es ist doch so: Wer das Wetter nimmt, wie es kommt, kann wirklich Wunderbares erleben. Raps-

gelb fängt er jedes Jahr an: Wer die fast endlosen blü- henden Felder im Norden oder Osten Deutschlands

gesehen hat, wird diese Bilder sicher nicht mehr ver- gessen. Später kann man sich an den goldgelben Ge- treide- und Sonnenblumenfeldern freuen. Und das Beste: Auch im heißesten Hochsommer bleiben die Wiesen und Wälder grün.

Das größte Glück sind sowieso die vielen kleinen

Momente: das spontane Meeting mit den Kollegen im Freibad, am Nachmittag das dritte Eis für die Kin- der oder ein frühes Feierabendbier mit Freunden. Und dann: an einem Fluss oder vielleicht auch an ei- nem See sitzen, bis der Tag sein letztes Sonnenlicht verliert. Tief durchatmen jetzt … Das brauchen wir

Foto: Franz Marc Frei; Illustration: Larissa Bertonasco

16 DIE SPRACHE DES SOMMERS

seit ein paar Jahren mehr denn je – dieses Jahr auch ein bisschen zur Erholung von der weltpolitischen Lage. Sommer – das ist der Impe-

rativ des guten Lebens! Schön muss er werden, sehr, sehr

schön! Und so kommt mit dem Sonnenglück auch die Pa- nik: Bald ist alles vorbei! Jetzt nur nichts verpassen! Die Erwartungen sind groß, auch weil die Deutschen im- mer noch an den Sommer von vor zehn Jahren denken. Damals, Deutschland war Gastgeber der Fußballwelt-

meisterschaft,

durch die warmen Wochen mit einem neuen Wir-Gefühl, wie sie es lange nicht erlebt hatten. Der Sommer, er ist eine Zeit wie aus dem Mär- chen – ein Märchen, wie es auch im letzten Jahr wieder erzählt wurde. Zehntausen- de Flüchtlinge kamen an, die Deutschen applaudierten, als sie in München aus den Zügen stiegen. Fast wie im Märchen entdeckten sie eine neue Sei- te an sich, und das Wort vom Sommermärchen war wieder da, wie schon im Fußballsom- mer 2006. Und so ist es immer wieder: Im Sommer definiert sich die Nation neu. Wie es wohl dieses Jahr wird? Ja, die Deutschen werden anders, wenn es warm wird, auch im Alltag. Sie grüßen plötzlich fremde Menschen auf der Straße, tragen Bierkäs- ten an den nächsten Badesee; und manche trocknen ihre Unterwäsche draußen, wo es alle sehen können. Sicher, nicht jeder wird über Nacht zum lyrischen Natur- liebhaber. Aber fast alle be- kommen Lust, nach draußen zu gehen – und wenn auch nur auf den eigenen Balkon

zum entspannten Nichtstun

sie

oder in den Garten zum gemütlichen

Grillen. Bratwürste, Grillfleisch, auch das Tofu-Würstchen, sie gehören zum Stan- dardprogramm. Der Sommer

muss ein Event sein. Dabei sein ist alles. Außerdem kann man Überraschendes in fast jeder Stadt erleben: Irgendwo ist immer ein Fest. Plätze, auf denen die meiste Zeit im Jahr kein Mensch sitzt, füllen sich plötzlich mit Le- ben. Kein seltenes Bild: Klei- nere Konkurrenzkämpfe um die letzten freien Außenplätze der Lokale. Denn da reagieren viele ärgerlich: Wenn sie Spaß haben wollen, dann sofort. In diesen Wochen sind die Städte noch voller als im letzten Jahr – und auch lau- ter als sonst: Wieder ziehen

Fußball-

Hunderttausende

fans durch die Fanmeilen, auf denen die Spiele der Europa- meisterschaft gezeigt werden. Auch auf den vielen bekann- ten Stadtstränden in den Me- tropolen hört man statt Salsa jetzt wieder das laute „Scha-la- la-la-la-la“ der Fußballfans. Für nicht wenige von ihnen hat

dieser Sommer erst mit dem Turnier so richtig begonnen. Wer die warme Jahreszeit ohne Özil-Boateng-Müller fei- ern möchte, kann das in vielen Städten aber auf großen Wie- sen an Flüssen und Seen oder in Parks, auf denen das „Betre- ten der Rasenflächen“ erlaubt ist. Herumliegen sowieso. Das ist ja alles wunderbar. Aber was tun, wenn dann die Wetterkarte doch mal wieder Schlechtwetter über ganz Deutschland zeigt? Nun:

Gibt’s nicht genug schöne Museen in allen Teilen des Landes mit tollen Ausstellun- gen und Sammlungen? Also:

Die Sprache

des Sommers

gen und Sammlungen? Also: Die Sprache des Sommers A meise, die [ zool. Formicidae], kleines, rotbraunes

Ameise, die [zool. Formicidae], kleines, rotbraunes bis schwarzes Insekt, das in A.-Kolonien von Tausenden Tieren lebt. A. können Dinge tragen, die 100-mal so schwer sind wie sie selbst. Im Sommer planen sie ihre hoch frequen- tierten Straßen oft in Richtung Küche, um von Menschen (→ Leichtigkeit) dort gelagerte Lebensmit- tel für den Transport vorzubereiten. Blockieren kann man A.-Straßen durch Zimt. Menschen, die den A. den Tod wünschen, benutzen einen Mix aus Puder- zucker und Natron.

Aperol Spr“tz, der [von venezianisch Spritz, Spriss oder Sprisse- to], etwas bitteres Mischgetränk mit Al- kohol in der Farbe → Orange, das vor allem als Aperitif angeboten wird. Das italienische Rezept ist seit Jahren in ganz Deutschland populär: 3 cl Aperol, 6 cl Prosecco oder Weißwein und etwas Mineralwasser kommen mit ein paar Eiswürfeln und einer Orangenscheibe in ein Weißweinglas. Der A. S. wird immer in Feierabendatmo- sphäre zusammen mit Freunden getrun- ken – und schmeckt ganz besonders gut zu einem schönen Sonnenuntergang.

feierten

Einfach reinspringen in den prallen deutschen Sommer!

Einfach reinspringen in den prallen deutschen Sommer! d¡nn j e , hier: als in früheren Zeiten

d¡nn j e , hier: als in früheren Zeiten

die Erw„rtung, -en

, Hoffnung; Wunsch

der G„stgeber, - , Person, die Gäste einlädt oder ge- rade hat; hier: Land, in dem ein Turnier stattfindet

die F u ßballweltmeister- schaft, -en , Treffen von vielen Fußballnational- teams, die um den ersten Platz auf der Welt spielen.

(der Pl„tz, ¿e , hier:

Position)

der Fl•chtling, -e

Person, die aus religiösen, politischen oder ethnischen Gründen aus ihrer Heimat weggegangen ist / weggehen musste

,

aus ihrer Heimat weggegangen ist / weggehen musste , die S ei te, -n , hier:

die S ei te, -n , hier:

Aspekt eines Charakters

s“ch n eu defin ie ren , eine neue Identität finden

w o hl , hier: so, dass es eine interessante Frage ist h och frequent
w o hl , hier: so, dass es
eine interessante Frage ist
h
och frequent ie rt , hier:

der Natu rliebhaber, -

Person, die sich sehr für die Natur interessiert

,

so, dass sehr viele Ameisen

dort hin und her gehen

, so, dass sehr viele Ameisen dort hin und her gehen entsp„nnt , hier: ohne Stress

entsp„nnt , hier: ohne Stress

der Z“mt , braunes Gewürz, oft für Süßspeisen verwendet

Z“mt , braunes Gewürz, oft für Süßspeisen verwendet der Konkurr¡nzkampf, ¿e hier: Kampf von Perso- nen,

der Konkurr¡nzkampf, ¿e

hier: Kampf von Perso- nen, die das Gleiche wollen

,

z

ie hen d¢rch

,

(als Gruppe) durchgehen

der Pu derzucker , spe- zieller Zucker, der in so kleinen Stücken ist wie

Mehl

die Fanmeile, -n , breiter Weg für Fans

betr e ten , treten auf; gehen auf

die R a senfläche, -n , gro- ßer, grüner Platz mit Gras

her¢mliegen , hier: m liegen und nichts tun

das N a tron , Speisesoda

der Ei swürfel, - , Eis in kleiner geometrischer Form mit sechs gleich großen Seiten

(das Ei s, hier: Wasser, das man im Kühlschrank zu Eis gemacht hat)

hier: Wasser, das man im Kühlschrank zu Eis gemacht hat) ei nfach , hier: spontan die

ei nfach , hier: spontan

die Orangenscheibe, -n

,

dünnes Stück einer

r ei nspringen

, m hineinspringen

pr„ll , hier: ≈ interessant; voll mit Leben

Orange

der S¶nnenuntergang, ¿e

, langsames Sinken der Sonne unter den Horizont

Deutsch perfekt JULI 2016 DIE SPRACHE DES SOMMERS 17 Mit dem Kopf zuerst: Am Badesee
Deutsch perfekt JULI 2016
DIE SPRACHE DES SOMMERS
17
Mit dem Kopf zuerst:
Am Badesee versu-
chen Teenager, mit
lustiger Akrobatik das
Interesse des Publi-
kums zu bekommen.

Foto: Millenium images/LOOK-foto; Illustratioen: Larissa Bertonasco

18 DIE SPRACHE DES SOMMERS

JULI 2016

Deutsch perfekt

18 DIE SPRACHE DES SOMMERS JULI 2016 Deutsch perfekt [pfelschorle, die [ auch Apfelsaft- schorle], Misch-

[pfelschorle, die [auch Apfelsaft- schorle], Misch- getränk aus Mineralwasser und Apfelsaft, meistens 60 Prozent Saft, 40 Prozent Wasser. Nach Mineralwasser ist A. das populärste alkoholfreie Getränk der Deutschen. Wer auf seine Gesund- heit achten will, liebt die süße Alternative zum Bier (→ Wespenplage). Wer dabei auch auf sei- ne Figur achten will (→ Bikini-Diät), trinkt bes- ser nicht zu viele Gläser. Denn ein 0,2-Liter-Glas A. hat rund 60 Kilokalo- rien; die gleiche Menge Bier hat nur 20 Kilokalo- rien mehr.

Badesee, der zum Schwimmen geeigneter See und Sehnsuchtsort vieler Deutscher (→ Fernweh). Eine typische Variante des B. ist der Baggersee, ein künstlicher See, der durch den Abbau von zum Beispiel → Sand entstanden ist. An sonnigen Tagen fahren Tausende zu den B. in der Umgebung. Die meisten B. gibt es in Brandenburg: Rund um Berlin kann man in mehr als 3000 Seen schwim- men. Im B. selbst bleibt außerdem der Inhalt eines → Bierkastens angenehm kühl.

[rschbombe, die [aus Arsch, vulgäre

Bezeichnung für den Körperteil am Ende des Rückens, und Bombe], bei Jugendlichen popu- läre Art, im Freibad vom

→ Zehn-Meter-Turm

zu springen. Bei der A. macht sich der Springer klein, zieht die Knie hoch und legt die Arme um die Beine. Das Ende des Rückens hat dabei als Erstes Kontakt mit dem Wasser. Ziel der A. ist es, mit einem lauten Platsch viel Wasser aufspritzen zu lassen. Früher wollten mit der A. besonders männliche Teenager dem weibli- chen Publikum am Pool (→ X- und Y-Chromo- somen) imponieren. Heute schrecken auch

Frauen nicht davor zu- rück, sich bei der A. vom

→ Zehn-Meter-Turm

einen schmerzenden roten Popo zu holen.

Balkonien, das Wortkreation aus Balkon und dem Namen von Ländern, die auf „-ien“ enden, wie zum Beispiel Spanien oder Italien. Wer Urlaub auf B. macht, verreist nicht, sondern verbringt die

Zeit auf den eigenen zwei bis 20 Quadrat- metern am Haus (→ Urlaubsbudget). Wenn es im Mietvertrag nicht explizit verboten ist und die Nachbarn durch Rauch nicht zu sehr gestört werden, darf B. auch zur → Grillzone werden. Während Fuß- ballwelt- oder Fußball- europameisterschaften (→ Sommermärchen (1)) wird B. oft auch zur privaten → Fanmeile mit schwarz-rot-golde- nen Fahnen.

Barfußpark, der persönliches Natur- erlebnis. Besucher spa- zieren ohne Schuhe und Strümpfe (→ Hautzei- gen) über Holz, Steine, Erde und Gras und füh- len verschiedene Reize. Im schlechtesten Fall den Stich einer Wespe (→ Wespenplage). Einer der schönsten B. des Landes liegt in Egestorf (Niedersachsen).

Bauchklatscher, der extrem missglückter Sprung ins Wasser. Anders als bei der → Arschbombe hat der Körper ausgestreckt mit dem Bauch zuerst Kon- takt mit dem Wasser. Ein B. tut weh, besonders beim Sprung vom → Zehn-Meter-Turm. Das Resultat können Prel- lungen und Hautver- letzungen sein.

Biergarten, der [Plural Biergärten, die], Ort im Freien (→ Frei- schankfläche), an dem Bier verkauft wird und die Besucher an langen Holztischen unter gro- ßen Bäumen sitzen. Die ersten Biergärten gab es im früheren Isarkreis (Region von Landsberg bis Werdenfels), wo die Brauer große, kühle Keller in der Nähe der → Isar als Bierlager benutzen. Sie pflanzten Kastanien auf die Keller, damit das Bier kühl blieb, und stellten eine Theke, Tische und Bänke unter die Bäume. 1812 gab der bayerische Mon- arch Ludwig I. dafür die erste offizielle Erlaubnis. Weil die Wirte in den Städten über die neue Konkurrenz wenig enthusiastisch waren, war es den Brauern in ihren B. verboten, Essen zu verkaufen. Deshalb dürfen im traditionellen bayerischen B. Gäste noch heute eigenes Essen mitbringen. Fast immer dabei sind Radieschen, Tomaten und Eier. Gegessen wird von einer weiß-rot oder weiß-blau karierten Tischdecke, die auch mitgebracht wird.

weiß-blau karierten Tischdecke , die auch mitgebracht wird. alkoh o lfrei , ohne Alkohol der St“ch,
weiß-blau karierten Tischdecke , die auch mitgebracht wird. alkoh o lfrei , ohne Alkohol der St“ch,

alkoh o lfrei , ohne Alkohol

der St“ch, -e , ≈ Stelle in der Haut, an der man von

einem Insekt verletzt wurde

die Bezei chnung, -en

,

Name

die W¡spe, -n , Insekt mit schwarz-gelbem Körper

das Frei bad, ¿er , öffent- liches Schwimmbad, bei dem die Pools draußen sind

missgl•ckt , ohne Erfolg

 

der Spr¢ng, ¿e

der Pl„tsch, -e , kurzer Laut, wenn jemand/etwas ins Wasser fällt

,

von: springen

ausgestreckt , ≈ so, dass man sich ganz lang macht

au fspritzen , nach oben in die Luft kommen

die Pr¡llung, -en , Verlet- zung, bei der sich an einer Stelle Blut unter der Haut sammelt

impon ie ren , hier:

zeigen, dass man toll ist

n“cht zur•ckschrecken v or …

“m Frei en , draußen

,

keine Angst haben vor …

der Brau er, - , Person, die Bier macht

der Pop o, -s , m Kör- perteil, auf dem man sitzt

die Kast a nie, -n , Baum- art mit runden, braunen, harten Früchten

ge ei gnet , gut passend

der S e hnsuchtsort, -e

die Th e ke, -n , hier:

idealer Ort, von dem man träumt

,

Tisch, an dem Getränke und Speisen verkauft werden

der [bbau , von: abbau- en = hier: z. B. Sand und Steine aus der Erde holen

der W“rt, -e , Chef einer Gaststätte

die Konkurr¡nz , hier:

entste hen , hier:

Geschäft, das einen ähnli- chen Service anbietet

gemacht werden

die W¶rtkreation, -en

das Rad ie schen, -

, von: kreieren = hier: ein neues Wort machen

, Gemüsepflanze mit kleinen, runden, roten Früchten

verr ei sen , ≈ reisen

 

w

ei ß-bl au kar ie rt

die F ußballeur o pameis- terschaft, -en , Treffen von vielen Fußballnational- teams, die um den ersten Platz in Europa spielen (der Pl„tz, ¿e , hier:

mit vielen Vierecken in einer Kombination aus Blau und Weiß

,

die T“schdecke, -n

großes Stück Stoff, das man über den Tisch legt

,

Position)

die F a hne, -n , großes Stück Stoff in speziellen Farben als Symbol für eine Nation

das Natu rerlebnis, -se

≈ schöne Erfahrung in der Natur

,

der Rei z, -e , etwas, was einen Effekt auf das Fühlen, Sehen, Hören, Riechen und Schmecken hat

Deutsch perfekt JULI 2016 DIE SPRACHE DES SOMMERS 19 Jetzt wird draußen gefeiert – wer
Deutsch perfekt JULI 2016
DIE SPRACHE DES SOMMERS
19
Jetzt wird draußen
gefeiert – wer bei
schönem Wetter in
der Wohnung bleibt,
ist selbst schuld.

Bierkasten, der [Plural Bierkästen, die; in Süddeutschland auch Bierkiste, die], rechtecki- ger Behälter aus Plastik für den Transport von Bierflaschen. In einen typischen B. passen 20 Flaschen Bier. Während der Sommermonate ist der B. in vielen deutschen Städten ein oft gesehenes Accessoire. Biertrinker tragen B. durch die U-Bahn zu sich nach Hause (→ Balkonien). Weil es in Deutschland fast überall erlaubt ist, auf der Straße Alkohol zu trinken, wird beim Trans- portieren des B. oft schon die erste Flasche geöffnet (→ Weg-Bier).

Bikini-Diät, die Aktion, mit der vor allem Frauen im Frühling versuchen, Gewicht zu verlieren, um im Sommer am → Badesee, im Frei- bad oder am Meer eine gute Figur zu machen (→ Hautzeigen). Frauenzeit- schriften sind voll mit Tipps für die B. Die meis- ten B. bestehen aus einer Kombination von Ernäh- rungsregeln (viel Gemü- se, keine Kohlenhydrate) und Gymnastikübungen, welche die sogenannten Problemzonen in der Kör- permitte (Bauch, Beine, Po) trainieren sollen. Ge- lingt die B. nicht, bleiben drei Möglichkeiten: Mehr anziehen (Hautzei- gen), sich im Strandkorb verstecken oder sich so akzeptieren, wie man ist (→ Leichtigkeit).

Blasenpflaster, das medizinisches Produkt, das im Sommer in jeder Frauenhandtasche zu finden ist. B. haben eine runde Form und sind für alle wichtig, die ihre Sandalen ohne Strümpfe (→ Hautzeigen) tragen. Nicht selten wird das B. zu spät auf den wunden Punkt geklebt, nämlich dann, wenn die Blase schon offen ist.

geklebt, nämlich dann, wenn die Blase schon offen ist. r¡chteckig , in einer geo- metrischen Figur

r¡chteckig , in einer geo- metrischen Figur mit vier Seiten, von der zwei gleich lang und parallel sind

s“ch verst¡cken , hier: an einen Ort gehen, wo einen andere nicht sehen können

w¢nd , ≈ so, dass die Haut rot ist und schmerzt

der Behælter, - , z. B. Dose, Flasche, Container

der P¢nkt, -e , hier:

das K o hlenhydrat, -e

Stelle

Substanz aus chemi- schen Elementen: Sie ist in vielen Lebensmitteln, z. B. Brot, Nudeln, Reis oder Kartoffeln.

,

die Bl a se, -n , hier: kleine Stelle am Fuß, die sich mit Blut oder Wasser gefüllt hat

der Po , -s , m Körper- teil, auf dem man sitzt

der Str„ndkorb, ¿e

Art großer Stuhl mit einem Dach aus Korb, in dem man vor Wind und Sonne geschützt ist

,

(der K¶rb , hier: Material von einem Baum)

Illustrationen: Larissa Bertonasco

20 DIE SPRACHE DES SOMMERS

 

JULI 2016

Deutsch perfekt

SPRACHE DES SOMMERS   JULI 2016 Deutsch perfekt Camping, das [ von lat. campus, „ Feld
SPRACHE DES SOMMERS   JULI 2016 Deutsch perfekt Camping, das [ von lat. campus, „ Feld
SPRACHE DES SOMMERS   JULI 2016 Deutsch perfekt Camping, das [ von lat. campus, „ Feld

Camping, das [von lat. campus, „Feld“], boomende Form des Tourismus. Im letzten Jahr gab es 29 Millionen Übernachtungen auf deutschen C.-Plätzen. Populär ist das C. im eigenen Wohnwagen oder Wohnmobil (→ VW-Bulli). In diesem Kontext außerdem relevant: der Trend zu mehr Komfort, das sogenannte Glamour-C. Viele Camper fahren jedes Jahr zum gleichen Campingplatz (→ Jahresurlaub), manche bleiben gleich dort. Auf deutschen Plätzen mit Strom, Wasser und Briefkasten können Dauercamper auch ihren Hauptwohnsitz anmelden.

Chlorgeruch, der Wahrnehmung beim Luftholen durch die Nase. Typisches Phäno- men in Schwimmbä- dern, in denen Chlor zur Desinfektion des Was- sers verwendet wird. C. entsteht durch die Reaktion des im Wasser gelösten Gases mit Hautpartikeln, Schweiß und Urin. C. aktiviert positive Erinnerungen, weil er mit dem Sommer assoziiert wird (→ Frei- bad-Pommes).

er mit dem Sommer assoziiert wird (→ Frei- bad-Pommes). D“nner “n W ei ß, das kulinarischer

D“nner “n Weiß, das kulinarischer Flash- mob. Das erste D. hat im Sommer 1988 in Paris stattgefunden. Die Gäs- te kommen weiß geklei- det mit eigenem Menü, Getränken, Geschirr, Tischen und Stühlen an einen kurz vorher bekannt gegebenen Ort, wo sie dann gemeinsam essen und trinken (→ Aperol Spritz).

Einweggrill, der [Plural Einweggrills, die], mit Grillkohle gefüllte Aluminiumschale für die spontane Grillak- tion. Der E. wird fast immer an der Tankstelle gekauft; mit ihm kann nur einmal gegrillt werden (→ Grillzone). Das Fleisch schmeckt meistens intensiv nach Grillanzünder.

Eisbach-Surfer, die Gruppe von Sportlern und Sehenswürdigkeit für Touristen in Mün- chen. Bei einer Welle im Englischen Garten zu besichtigen, wo der Eisbach (→ Isar) auf eine Steinmauer trifft. Wegen der vielen Steine können sich die E. blaue Flecken holen. Auch bei eisigen Wintertempe- raturen sind die E. auf ihrer Flusswelle zu se- hen, im Sommer haben sie aber besonders viel Publikum.

se- hen, im Sommer haben sie aber besonders viel Publikum. Fanmeile, die Ort, an dem sich

Fanmeile, die Ort, an dem sich Menschen treffen, um gemeinsam ein Fuß- ballspiel im Fernsehen anzusehen. Das Wort F. gibt es seit der Fußball- weltmeisterschaft 2006 (→ Sommermärchen (1)), als an allen Spiel- orten Fanzonen ein- gerichtet wurden. Auf der größten F. in Berlin treffen sich seitdem bei jedem internationalen Turnier, wie aktuell bei der Fußballeuropa- meisterschaft, Hun- derttausende zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule zum „Public Viewing“. Dieses Jahr wird es anders als beim → Sommermärchen (1) mehr Polizei bei dem Fußballfest geben. Grund ist das Risiko möglicher Terroran- schläge.

F¡rnweh, das Sehnsucht nach einer Reise in Länder, die sehr weit weg sind (Balko- nien). Viele Deutsche haben F. chronisch.

Freibad-P¶mmes, die typisches Essen im Freibad und deutsche Sommerliebe. Besucher essen die F. aus einer Pappschale oder einer Papiertüte. Typische Va- rianten sind „Schranke“ und „rot-weiß“ (F. mit Ketchup und Mayonnai- se). Eine typische Porti- on F. wird mit den Hän- den oder einer kleinen Plastikgabel gegessen und hat 350 Kilokalorien (Bikini-Diät).

Freilichtbühne, die [auch Freilichttheater, Freilufttheater und Open-Air-Theater], Theaterbühne im Freien für Theater- und Musikaufführungen (→ Open-Air-Kino). Seit einigen Jahren beson- ders oft im Programm:

Improvisationstheater, bei dem eine Interaktion zwischen Schauspieler und Publikum stattfin- det. Schlimmster Feind der F. ist Regen.

Freischankfläche, die bürokratische Bezeich- nung für vor Lokalen und auf öffentlichen Plätzen aufgestellte Tische und Stühle (→ Aperol Spritz; → Inge) – gern auch an Straßen mit viel Verkehr und hoher Smog-Konzentra- tion. Aus der Perspektive von Spaziergängern und Fahrradfahrern stehen die Möbel der Gastrono- men immer im Weg.

das F¡ld, -er , Stück Land, auf dem z. B. Gemüse wächst

 

der bl aue Fl¡ck, -en

Sammlung von Blut unter der Haut, z. B. nach

,

 

einem Stoß

der W o hnwagen, -

Wagen ohne eigenen Motor, der hinten an ein Transportmittel gehängt wird und in dem Betten und eine kleine Küche sind

,

die F u ßballweltmeister- schaft, -en , Treffen von vielen Fußballnational- teams, die um den ersten Platz auf der Welt spielen

(der Pl„tz, ¿e , hier:

Position)

das W ohnmobil, -e

großes Auto mit Betten und einer kleinen Küche

,

 

ei nrichten , hier: neu machen

der D auercamper, -

Camper, der für längere Zeit am gleichen Ort bleibt

,

die S ie gessäule, -n , lan- ges, vertikales Monument mit einer Skulptur

der Hau ptwohnsitz, -e

Ort, an dem man meistens lebt

,

das Public Viewing engl. , öffentliche Veran- staltung, bei der auf großen Plätzen Sport live gezeigt

die W a hrnehmung, -en

hier: Effekt, den man in Nase und Mund fühlt

,

wird (Das Wort gibt es auf Englisch nicht.)

entst e hen , hier:

der T¡rroranschlag, ¿e

gemacht werden

krimineller Versuch von Terroristen, etwas Wich- tiges kaputt zu machen oder jemanden totzuma- chen (oft aus politischen Gründen)

,

gelœst “n , hier: ≈ so, dass es in Molekülform mit dem Wasser gemischt ist

das/die Hau tpartikel, -n

,

sehr kleines Stück Haut

die Sehnsucht , starker Wunsch

der Schwei ß , ≈ Wasser, das aus dem Körper kommt, wenn es sehr heiß ist

 
 

das Frei bad, ¿er , öffent- liches Schwimmbad, bei dem die Pools draußen sind

der Uri n , ≈ gelbes Wasser, das man aus dem Körper lässt

 
 

die P„ppschale, -n

≈ Teller aus dickem Papier

,

bek„nnt g eben , öffent- lich mitteilen

 
 

die Schr„nke, -n , hier:

 

Barriere vor Gleisen mit rot-weißen Linien

die Gr“llkohle, -n

schwarzes Material für ein Grillfeuer

,

 
 

“m Frei en , draußen

die Alum i niumschale, -n

≈ sehr flache Schüssel aus Aluminium

,

die Mus i kaufführung, -en

Spielen eines Konzerts vor Publikum

,

der Gr“llanzünder, -

der F ei nd, -e , Freund

hier: chemische Substanz, um ein Grillfeuer anzuzünden

,

 
 

die Bezei chnung, -en , Wort

die W¡lle, -n , Bewegung des Wassers (z. B. bei Wind)

aufstellen , an einen speziellen Platz stellen

der B„ch, ¿e , kleiner Fluss

tr¡ffen auf , direkt kommen auf

Deutsch perfekt JULI 2016

DIE SPRACHE DES SOMMERS

21

der St u benhocker, - die M„rke, -n , hier: m d Person, die am
der St u benhocker, -
die M„rke, -n , hier:
m d Person, die am
liebsten zu Hause bleibt
,
Name, den nur eine einzige
Firma benutzen darf
s“ch au sgeschlossen f ü h-
len , das Gefühl haben,
nicht dabei sein zu dürfen
der |ngwer , asiatische
Pflanze, von der ein Teil als
scharfes Gewürz verwen-
det wird
effizi¡nt , hier: mit
starkem Effekt
der Str ohhalm, -e , hier:
produz ie ren , hier:
abgeben
langer, runder Gegenstand
aus Plastik, durch den man
ein Getränk in den Mund
zieht
Gew“ssen, schl¡chte, das
negatives Gefühl. G.,
schlechtes, hat, wer bei
hohen Temperaturen zu
Hause bleibt und keine
zum schönen Wetter
passenden Aktivitäten
unternimmt. Stuben-
hocker fühlen sich dann
sozial isoliert und von
den vielen Sommer-Freu-
den ausgeschlossen
(↔ Leichtigkeit).
Hautzeigen, das
Tragen von wenig Klei-
dung an heißen Tagen
(→ schulterfrei). Eine
britische Untersuchung
zeigt, dass sich beim H.
wenigstens Frauen besser
am bekannten Prinzip
„weniger ist mehr“ ori-
entieren: Männer finden
eine Frau dann am attrak-
tivsten, wenn sie (nur) zu
40 Prozent nackt ist.
|nge, die
Firma und registrierte
Marke. Sirup aus Ingwer
[botan. Zingiber officina-
le], Zitronen und Oran-
gen. Auf ihre Gesund-
heit achtende Hipster
mischen I. mit Mineral-
wasser. Sie lässt sich aber
auch mit Prosecco oder
Weißwein zu I.-Spritz
kombinieren. Wird gerne
mit Strohhalm in Marme-
ladengläsern serviert.
der K ä fer, - , sehr kleines
Tier mit sechs Beinen
verz au bern , hier:
fl ie ßen , sich immer
weiter in einer Richtung
bewegen
machen, dass man enthusi-
astisch wird
h ei lig , (im christlichen
Glauben) besonders
l
eu chten , Licht reflektie-
ren; hier auch: eine schöne
Farbe haben
wichtig
die N¢tzung , von:
nutzen ≈ benutzen
„nlocken , hier: Lust
machen, in Kontakt zu
kommen
die Renatur ie rung , von:
der F eind, -e , ↔ Freund
renaturieren ≈ ein kultivier-
tes Areal in einen natürli-
chen Zustand zurückbauen
der Gl„nz , Licht, das
reflektiert wird; hier auch:
das N„cktbaden , Baden
ohne Kleidung
Glühwürmchen, das
[zool. Lampyridae], bis zu
zehn Millimeter großes
Insekt, das selbst sehr
effizient Licht produzie-
ren kann. Am Tag ist das
G. ein normal aussehen-
der Käfer, in Juni- und
Julinächten verzaubert es
die Menschen mit seinem
hellgrünen Leuchten.
Alle Arten locken mit
dem Licht Sexualpartner
an, manche stoppen so
auch Feinde. Lyrik wurde
über G. geschrieben, und
auch der Zoologe Alfred
Brehm schrieb in seinem
Lexikon poetisch vom
„wunderbaren Glanz“
H“tzefrei, das
Ausfall oder Verkürzung
von Schulstunden oder
Arbeitszeit an heißen
Tagen. Ab welcher
Temperatur Unterricht
ausfällt, entscheidet
jede Schule selbst. Als es
noch Quecksilberther-
mometer gab, haben
Schüler mit Feuerzeugen
gern die Temperatur
steigen lassen. In Firmen
müssen Arbeitgeber ab
einer Raumtemperatur
von 30 Grad Celsius die
Kleiderregeln lockern (→
schulterfrei) und kosten-
los Getränke anbieten.
Isar, die
Fluss in Südbayern (→
Biergarten). Die I. fließt
durch München und ist
dort eines der populärs-
ten Ausflugsziele (→
Eisbach-Surfer). Heiliger
Ort für jeden Münche-
ner. Die Nutzung und
Renaturierung der I. sind
dauernder Gegenstand
von politischen Debatten
in der Metropole. Die
bekannteste Bade- und →
Grillzone ist der Flaucher,
an dem auch Nacktbaden
offiziell erlaubt ist.
Magie
das B¢ndes u rlaubsgesetz
die Gr“llkohle, -n
,
≈ schriftliche Regel über
schwarzes Material für
ein Grillfeuer
,
Urlaub für Arbeitnehmer in
Deutschland
attrakt i v , schön
der kleinen Tiere. Anders
als die → Ameise oder
Zecke ein gern gesehener
Gast in romantischen
Sommernächten.
n„ckt , ohne Kleidung
der Au sfall, ¿e , von:
ausfallen = hier: nicht
stattfinden
die Verk•rzung, -en
,
von: verkürzen = hier:
kürzer dauern lassen
das Qu¡cksilberthermo-
meter, - , Thermometer,
das mit dem silberfarbenen
chemischen Element Hg
funktioniert
Gr“llzone, die
Areal an einem → Bade-
see, Fluss (→ Isar) oder
in einem Park, in dem das
Grillen offiziell erlaubt
ist (→ Einweggrill; →
Kühltasche). Grillen
ist in Deutschland sehr
populär; pro Jahr werden
mehr als 200 000 Tonnen
Grillkohle verwendet. In
der Nähe von besonders
vollen G. ist es eine
gute Idee, die Fenster
geschlossen zu lassen.
H¶llywoodschaukel, die
Sitzbank mit Dach, die an
einer Konstruktion aus
Metall befestigt ist und
sich hin- und herbewe-
gen lässt. Die H. wurde
wahrscheinlich vor rund
100 Jahren in England
erfunden. In Deutschland
wurde das Gartenmöbel
in den 50er-Jahren durch
Filme aus Hollywood
populär, als Symbol für ei-
nen eleganten Lebensstil
(→ Schrebergarten). Ein
Beispiel ist das Drama
Baby Doll von 1956. In
den USA ist das Wort H.
unbekannt, dort heißt
sie porch swing (Veran-
da-Schaukel).
Jahresurlaub, der
maximale Zahl der Ur-
laubstage. Das Bundes-
urlaubsgesetz garantiert
Angestellten mit einer
Fünf-Tage-Woche min-
destens 20 bezahlte freie
Tage pro Jahr.
l¶ckern , freier machen
bef¡stigen , stabil
machen an
erf“nden , neue Ideen ha-
ben und Neues konstruieren
22 DIE SPRACHE DES SOMMERS JULI 2016 Deutsch perfekt Die Mitte muss frei bleiben: Auch
22 DIE SPRACHE DES SOMMERS
JULI 2016
Deutsch perfekt
Die Mitte muss frei
bleiben: Auch beim
Open-Air-Kino in Ess-
lingen (Baden-Würt-
temberg) hat alles
seine Ordnung.

Deutsch perfekt JULI 2016

DIE SPRACHE DES SOMMERS

23

Foto: laif/Tobias Gerber; Illustration: Larissa Bertonasco

die W„ssermelone, -n

das Surfbrett, -er , Sport-

sehr große, runde, grüne Frucht, die innen rot ist

,

gerät, auf das man sich beim Surfen stellt

der Amateur, -e franz. , Professioneller

das P„ddel, - , ≈ langes Holzteil mit einem breiten, flachen Ende

der K ü hlakku, -s

Gegenstand aus Plastik, damit, z. B. wenn man unterwegs ist, Getränke in einer Tasche kalt bleiben

,

¢nter „nderem , hier:

neben anderen Flüssen und Seen

 

h„rmlos , nicht gefährlich

das B¢ndesland, ¿er

Teil einer föderalisti- schen Republik

,

das/der Tent a kel, -

einer von vielen langen Armen eines Meerestiers

,

die Bl ü te, -n , Teil der Pflanze, der eine schöne Farbe hat und gut riecht

bestreu en , geben auf

 

„bschaben , durch kräf- tiges Hin- und Herbewegen

das K¶rnfeld, -er

Stück Land, auf dem Getreide wächst (das Getreide , alle Pflanzen, aus deren Früchten man Mehl machen kann)

,

mit einem harten oder scharfen Gegenstand Ma- terial von einer Oberfläche wegmachen

(die O berfläche, -n

 

,

Außenseite einer Sache)

die |naktivität

,

Aktivität

der K ü hlakku, -s , Ge- genstand aus Plastik, damit, z. B. wenn man unterwegs ist, Getränke in einer Tasche kalt bleiben

die Entsp„nnungsstrate- gie, -n , ≈ Methoden, um sich zu erholen

s

ü ß , hier: angenehm

der S¶nnenbrand, ¿e

 

Verletzung der Haut, die rot ist, weil man zu lange in der Sonne gelegen hat

,

der Gen¢ss , von:

genießen = Freude haben an; auch: gern gut essen und trinken

“m Fr ei en , draußen

die P“cknickdecke, -n

großes Stück Stoff, das man auf den Boden legen kann

,

z

ie hen , hier: umziehen

die S ei te, -n

, hier: Gruppe

die Erfr“schung, -en

, hier: etwas, das einen wach und frisch macht; auch kurz für: Erfri- schungsgetränk = kühles Getränk

auch kurz für: Erfri- schungsgetränk = kühles Getränk K ü hltasche, die [ auch Kühlbox, die],

Kühltasche, die [auch Kühlbox, die], isolierte Tasche zum Transport von Speisen und Getränken (→ Ba- desee). In einer typisch deutschen K. sind Brat- würste (→ Grillzone), Nudel- und Kartoffelsa- lat und Wassermelone. Geübte haben eine K. mit Kompressor (Funk- tionsprinzip wie beim Kühlschrank) oder eine mit 12-Volt-Anschluss

für ihr Auto oder Motor- rad. Amateure benutzen Kühlakkus in der Größe 15 x 8 x 2 Zentimeter und mit einem Gewicht von 200 Gramm.

15 x 8 x 2 Zentimeter und mit einem Gewicht von 200 Gramm. L ei chtigkeit,

Leichtigkeit, die Gefühl von Glück und Zufriedenheit, das durch von der Sonne stimulierte Glücks- hormone stärker wir d (→ Nichtstun; → X- und Y-Chromosomen). Auch ohne Sonne ist die

Lebenszufriedenheit in Deutschland in den letzten Jahren gestiegen. Im Glücksatlas 2015 der Deutschen Post steht, dass die zufriedensten Menschen im Bundes- land Schleswig-Holstein leben; am wenigsten zufrieden sind die Bür- ger von Mecklenburg- Vorpommern.

zufrieden sind die Bür- ger von Mecklenburg- Vorpommern. M o hnblume, die [ botan. Papaver rhoeas;

Mohnblume, die [botan. Papaver rhoeas; auch Klatschmohn], Blume mit Blüten in einer intensiven roten Farbe. M. sind oft auf Kornfel- dern zu finden, wo sie mit den blauen Blüten der Kornblumen einen schönen Kontrast herstel- len (→ Leichtigkeit). M. sind giftig. Anders als der Schlafmohn ist in M. aber kein Morphin zu finden.

N“chtstun, das Zustand der Inaktivität und Entspannungsstra- tegie für Workaholics. Oft verwendet im Aus- druck „süßes Nichtstun“ [Synonym Dolcefarni- ente, das] für einen Zustand des Genusses und der → Leichtigkeit. N. ist nicht das Gleiche wie Langeweile.

→ Leichtigkeit. N. ist nicht das Gleiche wie Langeweile. Open-Air-K i no, das in vielen Städten

Open-Air-Kino, das in vielen Städten popu- läre Veranstaltungsart. Im O. werden Filme im Freien gezeigt, zum Bei- spiel in Parks. Die Besu- cher sitzen auf Stühlen oder einer mitgebrach- ten Picknickdecke. Gezeigt werden aktuelle Blockbuster, aber immer gern auch Klassiker wie Pulp Fiction (1994), Titanic (1997) und American Beauty (1999).

Orange, S¶mmer “n Film von Markus H. Rosenmüller. Inhalt der Komödie ist die Ge- schichte von Hippies, die in ein sehr traditionelles bayerisches Dorf ziehen. Das Resultat: Ein Kultur- schock für beide Seiten. Orange ist außerdem seit vielen Jahren Trendfarbe des Sommers. Denn Orange ist ein Symbol für Jugend, Fröhlichkeit und Erfrischung (→ Aperol Spritz).

Paddling, Stand Up, das [Abk. SUP; auch Stehpad- deln], aus Polynesien kommende und seit wenigen Jahren auch in Deutschland populäre Sportart. Dabei steht der Paddler auf einer Art Surfbrett und bewegt sich mit einem Paddel vorwärts. Der Sport ist unter anderem auf der Spree in Berlin und auf vielen → Badeseen zum Trend geworden (→ Yoga im Park). Dort können Paddler nach einem kurzen Training viele Sehenswürdig- keiten vom Wasser aus besichtigen.

viele Sehenswürdig- keiten vom Wasser aus besichtigen. Qu„lle, die [ Synonym Meduse oder Medusa], im Meer

Qu„lle, die [Synonym Meduse oder Medusa], im Meer leben- des weiches Tier, das an Stränden oft Grund für Panik ist. Die meisten Q. in der deutschen Nord- und Ostsee sind harmlose Ohrenq. Für Gesunde ungefährlich ist der Kontakt mit der gelben bis dunkelroten Feuerq. Aber er tut weh (→ Wespenplage). Das raten Experten für den Notfall: 1) raus aus dem Wasser, wenig bewegen; 2) etwas Salzwasser auf Tentakel geben, die noch auf der Haut kleben, mit → Sand bestreuen, trocknen lassen und abschaben, zum Beispiel mit einer Kreditkarte (→ Urlaubsbudget); 3) kühlen, zum Beispiel mit Kühlakkus aus der → Kühltasche.

Qu„rk, der [auch Weißkäse], Milch- produkt, das man zum Beispiel für das Backen von Käsekuchen (→ Bikini-Diät) braucht. Populäres Mittel gegen Sonnenbrand.

das man zum Beispiel für das Backen von Käsekuchen (→ Bikini-Diät) braucht. Populäres Mittel gegen Sonnenbrand

Foto: Franz Marc Frei; Illustrationen: Larissa Bertonasco