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(conv.in L.27/02/2004 n°46)art. 1, comma2, NE Bolzano
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Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion

41. Jahrgang • erscheint zweimonatlich • N° 1 | Februar 2017 • Bozen · Innsbruck · Kronmetz · Weyarn

Auf dich

kommt es an! Immer öfter stellen sich mögliche Festausrichter die Frage, ob sie sich die Mühen der Or- ganisation und das Risiko im wirt- schaftlichen Bereich überhaupt noch antun sollen. Immer mehr Kompa- nien trauen es sich nicht mehr zu, die für uns so wichtigen Veranstal- tungen durchzuführen. Oft fühlen sie sich auch von ihren Partnern in den Bezirken und Bataillonen allein gelassen.

Wenn wir weiter Feste als Möglich- keiten des gemeinsamen Feierns und des gemeinsamen Auftretens erleben wollen, sollten wir die Veranstalter durch unsere ganz persönliche, ver- lässliche Teilnahme unterstützen

meint euer Landeskommandant Fritz Tiefenthaler

BRIXEN: Eduard-Reut- Nicolussi-Preise vergeben

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Eduard-Reut-

Nicolussi-Preise

vergeben

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MAYRHOFEN:

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Regiments-

versammlung

der Zillertaler

Schützen

TEGERNSEE:

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Herzog Max

in Bayern

feiert runden

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Max in Bayern feiert runden Geburtstag 16 20 Die USA haben einen neuen Präsidenten. Dieser entdeckt

Die USA haben einen neuen Präsidenten. Dieser entdeckt für viele überraschend seine „Hei- mat“ und will dieser wieder zur einstigen Größe verhelfen

1917! – 2017?

von Hans Baur

Mit der Kriegserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika an Deutschland am 6. April 1917 verließen die USA die selbst gewählte Isolation und traten den Weg zur Weltmacht an. Mit ihrer großen unverbrauchten Kraft entschieden sie nicht nur den 1. Weltkrieg zugunsten der Alliierten, sondern stiegen auch zur größten Handelsmacht der Welt auf. Die Friedensinitiative von Präsident Wilson war zuvor ebenso gescheitert wie die von Papst Benedikt XV. und Kaiser Karl I. von Österreich. Hinzu kommt 1917 die Oktoberrevolution in Russland, die den Grund- stock für den anhaltenden Kampf der Systeme legte.

Die amerikanische Expansion wurde moralisch begründet durch den gefühlten Auftrag, den Menschenrechten Vorrang zu verschaffen und nicht nur „den Menschenrechten, sondern auch den Ideen von der Herrschaft des Rechts, einer repräsentativen Regierung und den wechselsei- tigen Kontrollen und Gegengewichten, die eine zu starke Machtkonzentration in einer Hand verhindern sollen“, so der Historiker Heinrich August Winkler, der diese Vorgenannten zu westlichen und nicht nur europäischen Werten erklärt. Mit diesem Sendungsbewusstsein haben die USA Gutes und Schlechtes bewirkt. Positiv ist der Aufbau des westlichen Teils von Deutschland nach 1945 zu werten. Dieser wurde erleichtert, weil es freiheitliche, rechtsstaatliche und demokratische Traditionen gab, an welche die die

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Aus den LANDESTEILEN …

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Deutschen anknüpfen, die sie wieder- beleben konnten. Völlig daneben lag die Handlungsweise der USA im Falle des Irak. Man kann ein fremdes Land nicht von außen und mit militärischen Mitteln zur Demokratie umerziehen. Dem Irak fehlten die westlichen Prägungen und Erfahrungen. Deshalb musste das Unterfangen schei- tern; ebenso wie in Afghanistan, Libyen und Syrien. Es ist offenkundig, dass hier nicht die ideellen Werte, sondern handfeste Wirtschafts- und Rohstoffinteressen sowie geopolitische Überlegungen die Triebfedern des amerikanischen Engagements waren.

Nunmehr schreibt man das Jahr 2017. Die USA haben einen neuen Präsidenten. Die- ser entdeckt für viele überraschend seine „Heimat“ und will dieser wieder zur eins- tigen Größe verhelfen. Er ist ein Präsident, der kein Programm vorgegeben hat. Er will ein Macher sein und erklärt dies so: „Ich gehe nicht raus und sage: Ich werde dies tun, ich werde das tun. Ich muss tun, was

ich tun muss.“ Entsteht nunmehr weltweit eine neue Generation von starken Männern und Frauen mit einem Übermaß an Macht, Geld und Ehrgeiz? Teilen sich künftig die USA, Russland und China die Welt? Haben sich demnach die USA von ihrer ursprüng- lich selbstgewählten Aufgabe, die westli- chen Werte zu garantieren, verabschiedet? Fest steht, dass Nord und Süd sowie Arm und Reich immer weiter auseinanderdrif- ten. Täglich erreichen uns Nachrichten über Kriege und fruchtlose Friedensbewe- gungen, Flüchtlingsströme, Verschwendung von Ressourcen durch Raubbau, Automati- sierung mit der Folge des Verlustes von Ar- beitsplätzen sowie ein undurchschaubares Treiben an den Finanzmärkten. Überlagert wird das ganze Geschehen noch vom inter- nationalen Terrorismus.

Und Europa?

Für Europa wären Handelskriege mit den USA ebenso katastrophal wie eine TTIP- Vereinbarung, bei der sich Europa bedin-

gungslos ausliefert. Der harte Brexit oder ein politischer Ruck hin zu den Populisten stellen weitere Gefahrenmomente für Euro- pa dar. Angela Merkel glaubt, „dass die EU mit wirtschaftlicher Stärke und effizienten Strukturen die Probleme meistern kann“. Zusätzlich muss es dann aber gelingen, Europa wieder in den Herzen der Bürger zu verankern. Nur so können auch die west- lichen Werte verteidigt werden. Es müssen Menschen in die politische Verantwortung gerufen werden, die von Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Mäßigung geleitet wer- den. Der Gedanke eines Europas der Regi- onen muss in die politischen Überlegungen wieder Eingang finden.

Zu diesen Regionen zählt die Alpenregion. In ihr zeigen die Schützen, dass eine Region über nationale Grenzen hinweg mit Leben erfüllt werden kann. n

nationale Grenzen hinweg mit Leben erfüllt werden kann. n Wien von Mag. phil. Andreas Raffeiner Nach

Wien

Grenzen hinweg mit Leben erfüllt werden kann. n Wien von Mag. phil. Andreas Raffeiner Nach dem

von Mag. phil. Andreas Raffeiner

Nach dem Zwetschkenkuchen gab’s einen Mord – Zur 100. Wiederkehr des Attentats auf Ministerpräsident Stürgkh

Wien, 21. Oktober 1916, nachmittags: Im traditionellen Café Meißl & Schaden raucht der österreichische Ministerpräsident Karl Graf Stürgkh eine Zigarre. Ein paar Tische weiter isst ein Fremder seinen Zwetschkenkuchen auf und zahlt. Dann geht es Schlag auf Schlag. Mit schnellen Schritten nähert sich der Fremde und streckt den Politiker mit drei Schüssen nieder.

Fremde und streckt den Politiker mit drei Schüssen nieder. Die Tat eines „Narren“? Schnell stand fest:

Die Tat eines „Narren“?

Schnell stand fest: Der sozialdemokratische Parteisekretär Fried- rich Adler hat diese „Wahnsinnstat“ begangen und Graf Stürgkh erschossen. Die „Neue Freie Presse“ beschreibt das Vorgefallene als eine Tat eines „Narren“. Die „Arbeiter-Zeitung“ sieht darin eine „der ganzen sozialistischen Ideenwelt fremde und unbegreifliche“ Gewalttat. War der Ministerpräsident Täter und Opfer zugleich? Handelte Adler aus moralischen Gründen heraus oder aus Not- wehr? Die Frage ist 100 Jahre danach nicht leicht zu beantworten.

Regierung Stürgkh ohne Reichsrat

Österreich-Ungarn und Europa befinden sich seit Juli 1914 im Krieg. Der Reichsrat, das Abgeordnetenhaus der cisleithanischen Reichshälfte der Donaumonarchie, wird nicht einberufen. Karl Graf Stürgkh, seit November 1911 in Amt und Würden, regierte mit Not- standsverordnungen. Der liberal gesinnte Jurist und Politiker Josef Redlich sah die Suspendierung des Rechts der Freiheit der Person

Bildarchiv Austria. Karl Reichsgraf Stürgkh (1859–1916) um 1909

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N° 1 | Februar 2017 Aus den LANDESTEILEN … 3

Aus den LANDESTEILEN …

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N° 1 | Februar 2017 Aus den LANDESTEILEN … 3 Der Mörder Friedrich Adler vor dem

Der Mörder Friedrich Adler vor dem Ausnahmegericht im Jahr 1917

sowie des Versammlungs- und Vereins- rechts und der Aufhebung der Rede- und Pressefreiheit als Diktaturparagrafen. Drei Jahre lang blieb das Parlament ausgeschal- tet. Erst Kaiser Karl I. berief im Mai 1917 den Reichstag wieder ein.

Gedanken von Adler

Als Adler vernommen wurde, sprach er über den Augenblick, in dem er das erste Mal über eine Bluttat nachgedacht hat- te. Als Grund gab er die Möglichkeit des Verbotes der Versammlung an. Für den 22. November 1916 war die Einberufung des Reichsrates angesetzt, doch kurze Zeit vorher hatte Adler erfahren, dass die Ver- sammlung endgültig verboten worden sei. Der Attentäter war überzeugt, dass dies nur auf Befehl des Ministerpräsidenten vonstat- tengegangen war. Somit hatte er die Absicht gefasst, ihn zu töten.

Prozessbeginn im Mai 1917

Im Mai 1917 begann das Gerichtsverfah- ren gegen Friedrich Adler. Freunde und Familienangehörige wollten vor dem Richter die Unzurechnungsfähigkeit beweisen. Nur dies konnte ihn vor dem Galgen retten. Doch Adler verfasste Druckschriften, um seine Gesundheit zu begründen. Vater Victor Adler, Gründungsvater der österreichischen Sozialdemokratie, versuchte die manisch- depressive Störung des Sohnes aufzuzeigen. Ohne Erfolg. Wie ein Besessener sah Fried- rich Adler im Prozess die Chance, reinen Tisch zu machen. Er profitierte von der

neuen Lage der Regierung, welche ihm einen fairen Prozess zustand. Auf die Frage nach der Schuld gab Friedrich Adler zu Protokoll, dass er in demselben Maße schuldig wie jeder Offizier sei, der im Kriege getötet oder Auftrag zum Töten gegeben habe, um nichts weniger, aber auch um nichts mehr.

Darstellung des Sachverhalts

Adler räumte mit den Sagen, die sich seit seiner Einkerkerung um seine Person gebildet hatten, auf. In einer langen Rede vor Gericht wetterte er gegen jenen Hang zu Anpassungsfähigkeit, Zynismus und Prinzipienlosigkeit. Es war ein Attentat gegen die österreichische Moral. Über das Mordopfer Graf Stürgkh berichtete der Beschuldigte, dass es sich dabei um einen Mann handelte, der Österreich in einen absolutistischen Staat umformen wollte und daraufhin zusteuerte. Es musste passieren, dass die Leute sich zur Wehr setzen und zu denken anfangen. Über die Bevölkerung sagte Adler, dass jedes Land den Stürgkh habe, den es sich verdiene.

Keine Reue von Friedrich Adler

Friedrich Adler bereute zu keiner Zeit den Mord. Mehr noch: Für ihn war die Tat eine nützliche Handlung. „Wenn wir wirklich noch töten müssen und getötet werden, dann kann der Mord kein Privilegium der Herrschenden sein, dann sind auch wir zu den Mitteln der Gewalt berechtigt“, sagte er in seiner Schluss- rede. Dazu verwies er auf den Kriegszustand und die anhaltenden Umstände.

er auf den Kriegszustand und die anhaltenden Umstände. Zeichnung auf der Titelseite der Illustrier- ten

Zeichnung auf der Titelseite der Illustrier- ten Kronenzeitung vom 22.10.1916

So war das Jahr 1917 eine Zeit, in der die Schlachtfelder von Hunderttausenden von Toten bedeckt waren und zehntausende Menschen in den Meeren lagen. Zusam- mengefasst: Es herrschte Krieg, und die Not habe die Tat gerechtfertigt.

Todesurteil, Haft, Amnestie und Leben danach

Es war kaum überraschend, dass der Be- schuldigte nach zwei Verhandlungstagen zum Tode verurteilt wurde. Das Gericht kam zur Gewissheit, dass die Tat von einem einzelnen Fanatiker begangen worden war. Doch das Todesurteil wurde keineswegs ausgeführt. Kaiser Karl sah davon ab und verwandelte die Strafe in 18 Jahre Haft um. Im Oktober 1917 wurde Adler in die Strafanstalt Stein überstellt. Kurz vor dem Ende der Monarchie wurde der Mörder vom Kaiser amnestiert. Im November 1918 war Adler wieder ein freier Mann und als konsequentester Kriegsgegner der popu- lärste Sozialdemokrat. Später beteiligte er sich an der Niederschlagung kommunisti- scher Putsche. In der Folge war er Sekretär der Sozialistischen Arbeiterinternationale. Ferner prägte er von 1938 bis 1945 die politische Orientierung der Exilorganisati- on der österreichischen Sozialisten. Seine deutschnationale Einstellung machte ihn nach 1945 zur politischen „persona non grata“. Im Alter von 81 Jahren starb Adler in Zürich. n

4 Eduard Reut-Nicolussi (* 22. Juni 1888 in Trient; † 18. Juli 1958 in Innsbruck)
4 Eduard Reut-Nicolussi (* 22. Juni 1888 in Trient; † 18. Juli 1958 in Innsbruck)

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Eduard Reut-Nicolussi (* 22. Juni 1888 in Trient; † 18. Juli 1958 in Innsbruck) war ein Tiroler Jurist und Politiker

Aus den LANDESTEILEN …

ein Tiroler Jurist und Politiker Aus den LANDESTEILEN … Brixen von Thomas Saurer und Efrem Oberlechner

Brixen

von Thomas Saurer und Efrem Oberlechner

6. Landesausschuss-Sitzung der Tiroler Schützen in Brixen:

„Gemeinsam für Tirol“ – Eduard-Reut-Nicolussi-Preise vergeben

„Wir verfolgen dieselben Ziele und teilen denselben Geist“ – Mit diesen Worten eröffnete Paolo Dalprà, Landeskommandant des Welschtiroler Schützenbundes, am Samstag, den 26. November, die 6. Landesausschuss-Sitzung des Verbandes „Tiroler Schützen“. Damit unterstrich er die Bemühungen aller Tiroler Schützen in der gemeinsamen Arbeit für das gemeinsame Heimatland Tirol.

I n der Nikolaus-Cusanus-Akademie in Brixen nahmen 57 Delegierte des Bundes

der Tiroler Schützenkompanien, des Südtiro- ler Schützenbundes und des Welschtiroler Schützenbundes an der turnusmäßigen Sit- zung teil. Mag. Fritz Tiefenthaler übernahm dabei die Führung als geschäftsführender Landeskommandant für das bevorstehende Jahr. Der bisherige geschäftsführende Lan- deskommandant, Paolo Dalprà, hielt einen Rückblick über ein sehr bewegtes Jahr. Unter anderem berichtete er über die Neugrün- dungen der Schützenkompanien Brandtal und St. Georgen: „Das sind eindrucksvolle Zeichen von Lebendigkeit!“ Das geplante Alpini-Treffen in Trient im Jahr 2018, just zur 100-jährigen Zerreißung Tirols, bezeich- nete er als „reine Provokation“.

Der Südtiroler LKdt. Elmar Thaler hielt einen umfassenden Rückblick über die Aktivitäten des SSB. Thaler dankte da- bei Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher, dass er auch nach dem viel diskutierten Landesüblichen Empfang für EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu den Schützen gestanden sei. Außerdem fanden Podiumsdiskussionen zur Doppelten Staatsbürgerschaft und Aufklärung zum Referendum zur Verfas- sungsreform statt. Elmar Thaler berichtete über den erfolgreichen Unabhängigkeitstag in Bruneck und kündigte weitere Aktionen bezüglich Freiheit und Unabhängigkeit an. Der nächste Unabhängigkeitstag solle 2019 stattfinden.

Fritz Tiefenthaler, Landeskommandant des BTSK, berichtete über den laufenden Reflexionsprozess „Nachdenken über uns“. Dazu fanden bereits vier Viertelbildungs- tage statt, die Entwicklung dieser Gemein- schaftsaktion sei vielversprechend: „Mit viel Einsatz, Gefühl und Ernsthaftigkeit haben sich unsere Marketenderinnen und Schüt- zen jener Themen angenommen, die uns bewegen.“ In seinem Bericht informierte Tiefenthaler über aktuelle Themen wie die Vereinsbesteuerung oder die Waffenregist- rierung. Außerdem werde das Jahr 2017 im

Zeichen Andreas Hofers stehen, schließlich feiere man den 250. Geburtstag des Frei- heitskämpfers, und ein Museumsprojekt in Mantua sei auch im Entstehen.

Rege Diskussion fand zu geplanten Maß- nahmen im Gedenkjahr 2018 statt: Die Teilung Tirols jährt sich zum 100. Mal. Der Verband der Tiroler Schützen werde sich gewissenhaft und überlegt diesem besonde- ren Thema widmen. Die breite Einbindung der Kompanien aller Schützenbünde ist

dabei ein erklärtes Ziel. Der Eduard-Reut- Nicolussi-Preis, eine Auszeichnung für hervorragenden Einsatz um das Zusam- menwachsen der Tiroler Landesteile, wurde an den Ehrenobmann des Tiroler Blasmusikverbandes Siegfried Knapp sowie an Dr. Horst Hafele, Sepp Wurzer, Josef Kühebacher und Dr. Karlheinz Bachmann verliehen. Letztere wurden für ihr Projekt Schulpartnerschaft zwischen Süd- und Osttirol ausgezeichnet. Fritz Tiefenthaler würdigte alle Geehrten. In seiner Lauda-

Fritz Tiefenthaler würdigte alle Geehrten. In seiner Lauda- Überreichung der grenzüberwindenden Auszeichnung
Fritz Tiefenthaler würdigte alle Geehrten. In seiner Lauda- Überreichung der grenzüberwindenden Auszeichnung

Überreichung der grenzüberwindenden Auszeichnung „Eduard-Reut-Nicolussi-Preis“ (v.l.): Paolo Dalprà, Josef Wurzer, Josef Kühebacher, Siegfried Knapp, Dr. Horst Hafele, Dr. Karlheinz Bachmann, Elmar Thaler und Mag. Fritz Tiefenthaler

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tio bezeichnete er den Blasmusikanten Siegfried Knapp als Partner und Freund der Tiroler Tradition: „Siggi Knapp förderte be- sonders die Zusammenarbeit zwischen dem Verband der Südtiroler Musikkapellen und dem Österreichischen Blasmusikverband, in dem Südtirol wie ein 10. Bundesland mit- arbeitet. Als Mitglied des Traditionsforums Tirol und als Verbandsobmann des österrei- chischen und Tiroler Blasmusikverbandes hat Siegfried Knapp stets den gemeinsamen Kulturraum gefördert.“ Das von Knapp ins Leben gerufenen „EUREGIO-Blasorches- ter“ sei ein weiterer Beleg dafür, welcher Brückenbauer er sei und mit welcher Selbst- verständlichkeit er Verbindungen zwischen den Landesteilen herstelle.

er Verbindungen zwischen den Landesteilen herstelle. Innsbruck von Heinz Wieser Josef Kühebacher bedankte sich

Innsbruck

von Heinz Wieser

Josef Kühebacher bedankte sich im Namen der Preisträger und berichtete über die gemeinsamen Aktivitäten zwischen den Schülern und Schülerinnen des Pustertals westlich und östlich von Winnebach über die zwei getrennten Landsteile hinweg. Siegfried Knapp erklärte in seiner Dankes- rede, dass im Österreichischen Blasmusik- verband auch die Welschtiroler Kapellen herzlich willkommen seien. Statutengemäß übernahm Fritz Tiefenthaler die Geschäftsführung des Verbandes Tiroler Schützen für das Jahr 2017. Als sein Jahres- motto erklärte er: „Unsere gemeinsame Ar- beit soll die Landesteile einen – in unserer Denkhaltung, in unseren Entscheidungen kommt deshalb Tirol zuerst“. n

in unseren Entscheidungen kommt deshalb Tirol zuerst“. n Gemeinsam für Tirol – gemeinsam stark: Paolo Dalprà

Gemeinsam für Tirol – gemeinsam stark:

Paolo Dalprà (WTSB), Mag. Fritz Tiefenthaler (BTSK und neuer geschäftsführender Lan- deskommandant) und Elmar Thaler (SSB)

Gemeißelter Brunnen ziert Innenhof der Brixner Hofburg

I vo Muser, Bischof von Bozen-Brixen, segnete am 4. November 2016 einen vom ladinischen Bildhauer Franz Kehrer gemeißelten

Brunnen im Innenhof der fürstbischöflichen Hofburg in Brixen, dem alten Tiroler Bischofssitz. Der Südtiroler Oberhirte erinnerte dabei an die Symbolkraft des Brunnens: „Wasser ist Leben“. Ein halbes Jahr lang hatte der Künstler den Rohling aus weißem Ratschingser Marmor zu Hause am heimischen Hof in Enneberg bearbeitet. Der 1948 im Weiler Costamesana geborene Franz Kehrer hatte bei seiner Arbeit stets die atemberaubende Kulisse der heimischen Bergwelt vor Augen. Und so ähnelt der neue Brunnen − als eine mögliche Interpretation −, auf den Kopf gestellt betrachtet, den Umrissen des Peitlerkofels. Jetzt bildet der moderne Brunnen eine neue Einheit mit den Arka- dengängen der Hofburg samt ihren schwarzen Renaissance-Figuren und dem barocken Kirchenportal. Damit hat die fürstbischöfliche Hofburg, die heute das Diözesanmuseum beherbergt, eine neue, faszinierende Mitte, die eine Einheit zwischen Moderne und Histo- rie bildet. n

die eine Einheit zwischen Moderne und Histo- rie bildet. n Der neue Brunnen als Mitte der

Der neue Brunnen als Mitte der Hofburg in Brixen

bildet. n Der neue Brunnen als Mitte der Hofburg in Brixen Johannes Breit „Für das Bombenentschärfen

Johannes Breit „Für das Bombenentschärfen bekam ich eine Brotscheibe extra …“ Über das Gestapo-Lager vor der Haustür der Tiroler Landeshauptstadt

Das Lager Reichenau wurde im August 1941 im gleichnamigen Stadtteil – nahe des beliebten Ausflugsgast- hofes Sandwirt – im Auftrag des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) Berlin und in Zusammenarbeit mit dem Landesarbeitsamt Innsbruck errichtet. Bis zum Sommer 1942 diente es seinem ursprünglichen Zweck als Auffanglager für italienische Zivilarbeiter. Diese sollten im Lager Reichenau gesammelt und dem Arbeitsamt als Zwangsarbeiter zugeführt werden. Zudem wurde es als Arbeitserziehungslager für einheimische Arbeits- kräfte genutzt. Gegen Ende des Krieges wurden jedoch zunehmend auch politische Häftlinge der Gestapo Innsbruck in der Reichenau gefangen gehalten. Ab 1943 diente das Lager als Zwischenstopp für Juden, die seit 1944 vielfach aus dem Durchgangslager Bozen kamen. Insgesamt waren im Lager Reichenau rund 8.500 Personen inhaftiert, von denen nachweislich 130 Menschen ermordet wurden oder durch unmenschliche Behandlung den Tod fanden.

Der Autor: Johannes Breit, Filmemacher aus Leidenschaft und angehender Historiker, veröffentlichte bereits mehrere filmische Arbei- ten zu den Themen Migration sowie Arbeitserziehungslager im Dritten Reich. 2008 erschien sein Film über das Lager Reichenau mit dem Titel: „Es ist besser, nicht zu viel um sich zu schauen. Das Arbeitserziehungslager Innsbruck-Reichenau 1941–1945“.

6 Aus den LANDESTEILEN … Wien/Bozen von Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt N° 1

6 Aus den LANDESTEILEN …

6 Aus den LANDESTEILEN … Wien/Bozen von Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt N° 1 |

Wien/Bozen

von Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt

N° 1 | Februar 2017

von Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt N° 1 | Februar 2017 Licht auf ein düsteres
von Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt N° 1 | Februar 2017 Licht auf ein düsteres

Licht auf ein düsteres Kapitel der Zeitgeschichte Jüngste Forschungen legen offen, wie Italien während der „Bombenjahre“ in Südtirol manipulierte und täuschte

Geschichte bedarf bisweilen der Revision. Revision heißt, sie aufs Neue in den Blick zu nehmen. Eine „revisionistische“ Umschreibung zeitgeschichtlicher Gewissheiten ist aufgrund der neuerlichen Inaugenscheinnahme des an Spannungen reichsten Kapitels der jüngeren österreichisch-italienischen Beziehungen zwingend geboten. Es ist vom Südtirol-Konflikt sowie vom Freiheitskampf mutiger Idealisten geprägt gewesen. Ein österreichischer Militärhistoriker, der sich wie nie jemand zuvor intensiv mit den brisantesten Akten seines Landes über die Geschehnissen der 1960er Jahre befasste, legte dazu soeben eine beeindruckende, großformatige Publikation von nahezu 800 Seiten vor, worin er manches zuvor für sicher, weil „wahr“ Gehaltene ins rechte Licht rückt und damit vom Kopf auf die Füße stellt.

dieser bis heute offiziellen Darstellung her- vor, was Italien bis zur Stunde ignoriert. Für die
dieser bis heute offiziellen Darstellung her-
vor, was Italien bis zur Stunde ignoriert. Für
die Experten gilt es als gesichert, dass sich
dort mindestens drei Explosionen ereignet
haben müssen. Und es zeigt(e) sich mit
einiger Deutlichkeit, dass Angehörige der
italienischen „Stay behind“-Organisation
„Gladio“ im Zuge der von staatsstreich-
beseelten Militärgeheimdienstoffizieren
verfolgten „Strategie der Spannungen“ als
wahre Verursacher der Geschehnisse gelten
müssen, deren Machenschaften in Italien
erst zu Beginn der 1990er Jahre publik
werden sollten. Was für die 1971 in Florenz
zu Unrecht – weil für eine nicht began-
gene Tat – und darüber hinaus wider die
Europäische Menschenrechtskonvention –
weil in Abwesenheit – zu lebenslanger Haft
verurteilten drei Österreicher, von denen
noch zwei am Leben sind, bis zur Stunde
folgenlos geblieben ist.
Aus dem, was der an der Landesvertei-
digungsakademie zu Wien tätige Oberst
Speckner, ein promovierter Historiker,
sorgsam zusammengetragen, gründlich
Der Amtssachverständige, PolObstl. Ing.
Massak beim Freilegen der von der angeb-
lichen Mine am Karrenweg wegführenden
Zwillingsleitung.

H ubert Speckners Buch ist Ergebnis und Ertrag disziplinierter langjähri-

ger, umfassender Studien im Österreichi- schen Staatsarchiv/Archiv der Republik. Darüber hinaus erstrecken sie sich auf die – der Öffentlichkeit nicht zugänglichen – Bestände der Staatspolizei (StaPo) und der Justiz sowie auf einschlägige Doku- mentationen des Entschärfungsdienstes des Innenministeriums und erfassen schließlich auch „streng geheime“ Bestände des Ver- teidigungsministeriums über den Einsatz des österreichischen Bundesheeres an der Grenze zu Italien anno 1967. Daraus ergab sich für den promovierten, an der Landes- verteidigungsakademie in Wien tätigen Of- fizier der Befund, dass der Truppeneinsatz sozusagen den Höhepunkt der „verstärkten Grenzüberwachung“ der Sicherheitskräfte der Republik Österreich nach der „Feu- ernacht“ (11./12. Juni 1961) in Südtirol bildete. Damals hatten Aktivisten des „Be- freiungsauschusses Südtirol“ (BAS) in einer konzertierten Aktion mittels Sprengung von ungefähr 40 Hochspannungsmasten die Energieversorgung im Bozner Becken zeit-

weise lahmgelegt und damit der Industrie Norditaliens partiell Schaden zugefügt. Von 1961 bis zum Sommer 1967, dem absoluten „Höhepunkt“ der Südtirol- Problematik nach dem Zweiten Weltkrieg, geriet Österreich unter wachsenden Druck durch Italien.

Der spektakulärste und für die damaligen österreichisch-italienischen Beziehun- gen folgenschwerste Vorfall trug sich am 25./26. Juni 1967 auf der Porzescharte, am Grenzverlauf zwischen Osttirol und der italienischen Provinz Belluno, zu. Die vor- liegenden österreichischen Akten beweisen zweifelsfrei, dass die offizielle italienische Version, wonach die angeblich von drei „Terroristi“ aus Österreich begangene Tat – Sprengung eines Strommastes und Verlegen einer Sprengfalle, bei deren Detonation vier Soldaten getötet und einer schwer verletzt worden sein sollen, so nicht stimmen kann. Darüber hinaus ging aus mehreren Gelän- debegehungen und Feldstudien sowie aus der Expertise ausgewiesener Sachverstän- diger die sprengtechnische Unmöglichkeit

debegehungen und Feldstudien sowie aus der Expertise ausgewiesener Sachverstän- diger die sprengtechnische Unmöglichkeit
debegehungen und Feldstudien sowie aus der Expertise ausgewiesener Sachverstän- diger die sprengtechnische Unmöglichkeit

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ausgewertet und im Zusammenwirken mit Sachverständigen aufbereitet sowie durch schlüssige Analysen untermauert hat, lassen sich wichtige Erkenntnisse gewinnen und resümierend einige „revisionistische“ Schlüsse ziehen. Der BAS-Grundsatz, wo- nach „bei Anschlägen keine Menschen zu Schaden kommen dürfen“, wurde trotz Es- kalation der Gewalt zwischen 1961 („Feuer- nacht“) und 1969 (mehrheitliche Annahme des Südtirol-„Pakets“ durch die Südtiroler Volkspartei) weitestgehend eingehalten. Der Tod nahezu aller während dieser Jahre gewaltsam ums Leben gekommenen Perso- nen ist nicht dem BAS als solchem anzu- lasten, wie dies fälschlicherweise von der italienischen Justiz und diversen Medien wahrheitswidrig festgestellt sowie verbreitet wurde und noch heute behauptet wird.

Stattdessen handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Unfälle

– so im Falle des Todes von Bruno Bologne-

si in der Pfitscherjoch-Hütte am 23.06.1966 sowie von Herbert Volgger, Martino Cossu und Franco Petrucci am 09.09.1966 auf der Steinalm-Hütte. Oder um einen Unfall in Verbindung mit einer Geheimdienstaktion

– so im Falle des Todes von Olivo Dordi,

Francesco Gentile, Mario Di Lecce und Armando Piva auf der Porzescharte am 25./26.06.1967. Oder um reine Geheim- dienstaktivitäten wie im Falle des Todes von Filippo Foti und Edoardo Martini im „Alpenexpress“ zu Trient am 30.09.1967. In den Fällen des Todes von Vittorio Tiralongo (03.09.1964) sowie des Palmero Ariu und des Luigi De Gennaro (26.08.1965), schließ- lich auch des Salvatore Gabitta und Giusep- pe D’Ignoti (24.08.1966) sind die allfälligen Strafverfahren ohne Anklageerhebung infolge nicht ausreichender Erkenntnisse ohnedies eingestellt worden.

Für einige im Zusammenhang mit der Südtirol-Frage zwischen 1961 und 1963 in Österreich geplante und/oder ausgeführte Anschläge ist dem BAS ursprünglich fälsch- licherweise die Täterschaft zugeschrieben worden. Es waren dies die Explosion einer am Denkmal der Republik in Wien ange- brachten Sprengladung (30.04.1961); die Sprengung des Andreas-Hofer-Denkmals in Innsbruck (01.10.1961); Schüsse auf die

Wippschalter-Zündvorrichtung aufgefunden auf der Zwickauer Hütte

italienische Botschaft in Wien (08.10.1961), Anschlagsversuche am Wiener Helden- platz (27.12.1961) und auf das sowjetische Ehrenmal („Russendenkmal“) in Wien (18.08.1962) sowie der für den Gendarmen Kurt Gruber todbringende Sprengstoffan- schlag in Ebensee (23.09.1963), bei dem es zudem zwei Schwer- und neun Leicht- verletzte gab. Diese Taten waren indes von italienischen Neofaschisten bzw. von österreichischen Rechtsextremisten, die nicht dem BAS angehörten oder mit ihm in

Verbindung standen, begangen worden. Ein Zusammenhang zwischen den Anschlägen und dem BAS wurde wahrheitswidrig von ideologisierten Personen sowie von (be- wusst) falsch informierten/informierenden Medien in Österreich und nicht zuletzt von italienischen Stellen zur Gänze behauptet, um den BAS zu diskreditieren.

Der Südtiroler Freiheitskampf der 1960er Jahre war letztendlich erfolgreich und hat entscheidend zur politischen Lösung des

Südtiroler Freiheitskampf der 1960er Jahre war letztendlich erfolgreich und hat entscheidend zur politischen Lösung des
Südtiroler Freiheitskampf der 1960er Jahre war letztendlich erfolgreich und hat entscheidend zur politischen Lösung des
Südtiroler Freiheitskampf der 1960er Jahre war letztendlich erfolgreich und hat entscheidend zur politischen Lösung des
Südtiroler Freiheitskampf der 1960er Jahre war letztendlich erfolgreich und hat entscheidend zur politischen Lösung des
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Konflikts („Paket“) beigetragen. Speckner legt dar, dass zum „Höhepunkt“ des Auf- begehrens der BAS-Aktivisten etwa 15.000 Angehörige italienischer Sicherheitskräfte zusätzlich in Südtirol stationiert wurden und somit dort das italienische Militär auf insgesamt etwa 40.000 Mann aufgestockt worden war. Dennoch war deren Einsatz letztlich praktisch wirkungslos. Aufgrund dieses Umstands hatte der Ruf der italie- nischen Militärs stark gelitten. Und wegen dieses Gesichtsverlusts und der enorm hohen zusätzlichen Kosten hätten in Rom letztendlich die „Tauben“ über die „Falken“ die Oberhand gewonnen, worauf es zu- rückzuführen gewesen sei, dass unter Aldo Moro eine politische Lösung, das „Südtirol- Paket“, erreicht werden konnte. Damit dürf- te durch Speckners Studie auch die von dem Innsbrucker Zeitgeschichtler Rolf Steinin- ger aufgestellte und – wider alle Einwände von Zeitzeugen – vertretene These, dass der Südtiroler Freiheitskampf kontraproduk- tiv gewesen sei – „Trotz und nicht wegen der Attentate wurde die 19er Kommission eingesetzt“ – als widerlegt gelten.

Auf italienischen Druck hin und aus angeb- licher Staatsräson hatte Wien damals wider besseres Wissen in vielen die Südtirol- Frage bestimmenden Angelegenheiten den römischen Forderungen nachgegeben. Und zum Nachteil von Südtirol-Aktivisten war seinerzeit von beteiligten österreichischen Stellen sozusagen aus vorauseilendem Gehorsam, mitunter aber auch aus be- stimmten Interessenlagen Recht gebeugt worden. Es wäre daher nur recht und billig, dass Österreich alles unternähme, um auf die völlige Rehabilitation der in Italien zu

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Unrecht Verurteilten und in aller Öffent- lichkeit Stigmatisierten hinzuwirken. Wien sollte zudem offensiv gegenüber Rom auftreten, damit Italien seine diese Zeit betreffenden Archivalien freigibt und seiner moralischen Verpflichtung nachkommt, der Forschung die Möglichkeit zur Revision dieses unsäglich geklitterten Kapitels auch seiner eigenen politischen Geschichte zu gewähren. Schuldig wäre es dies sowohl den fremden wie den eigenen Opfern. n

1 Zeitzünder mit Batterie, der auf dem

Sockel des gesprengten Hochspannungs-

mastes gefunden wurde

2 Die auf dem Sockel des gesprengten Hochspannungsmastes gefundene Uhr

Die Abbildungen sind dem Buch entnommen.

gefundene Uhr Die Abbildungen sind dem Buch entnommen. Von der „Feuernacht“ zur „Porzescharte“. Das

Von der „Feuernacht“ zur „Porzescharte“. Das „Südtirolproblem“ der 1960er Jahre in den österreichischen sicherheitsdienstlichen Akten, Wien (Verlag Gra&Wis) 2016; ISBN 978-3-902455-23-9; 768 S.; zahlreiche Abb., 49 Euro

9 Mit acht Mitstreitern gründete Sepp Kerschbaumer Mitte der 1950er Jahre den BAS Aus den
9 Mit acht Mitstreitern gründete Sepp Kerschbaumer Mitte der 1950er Jahre den BAS Aus den

9

Mit acht Mitstreitern gründete Sepp Kerschbaumer Mitte der 1950er Jahre den BAS

Aus den LANDESTEILEN …

Mitte der 1950er Jahre den BAS Aus den LANDESTEILEN … St. Pauls von Efrem Oberlechner

St. Pauls

von Efrem Oberlechner

Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier: Für Freiheit und Gerechtigkeit – auch für die Pusterer Buabm

„Wie alle Jahre stehen wir auch heuer wieder hier am Friedhof von St. Pauls, um eines der Besten zu gedenken, der das ver- gangene Jahrhundert unseres Landes in markanter Weise mitgeprägt hat. Mit dem Namen von Sepp Kerschbaumer ist die jüngere Geschichte unseres Landes verwoben, mit ihm und seinen Mitstreitern, die eingetreten sind für Freiheit und Gerech- tigkeit in unserem Lande“, so der Gedenkredner Oskar Niedermair bei der heurigen Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier.

Niedermair bei der heurigen Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier. Der „Dom auf dem Lande“ in St. Pauls war wiederum bis

Der „Dom auf dem Lande“ in St. Pauls war wiederum bis auf den letzten Platz gefüllt.

52 Jahre ist es her, dass Sepp Kerschbaumer im Kerker von Verona mit nur 51 Jahren gestorben ist. Schon mit 23 brachte ihm sein Widerstand gegen die Italianisierung eine Verbannung nach Süditalien ein. In den 1950er und 1960er Jahren war er der Mitbegründer und nachher der Chef des Be- freiungsausschusses Südtirol, als es um den Kampf für die Freiheit Süd-Tirols ging. Niedermair erklärte den Anwesenden, wofür Sepp Kerschbaumer eintrat: „Sepp ging den Weg des Widerstandes gegen das Unrecht, unter dem unser Land litt. Zuerst in einer Form, die mich an den passiven Widerstand und die Sturheit eines Mahatma Gandhi erinnert. Und später, als all das Rufen nach Gerechtigkeit, nach Einhaltung der Verspre- chen und Vereinbarungen nichts nützte, verlor er die Geduld, scharte Gleichgesinnte um sich und beschritt den Weg des akti- ven Widerstandes.“ Niedermair meinte, Kerschbaumer würde die Süd-Tiroler heute auffordern, etwas zu unternehmen, um die Rückkehr der Pusterer Buam als freie Men- schen in ihre Heimat zu erwirken. „Es ist an der Zeit, dass Rom endlich Einsicht zeigt und einen Schlussstrich zieht. Politiker, ganz egal welcher Partei oder Strömung, sind auf- gefordert, sich für die Rückkehr einzusetzen“, bekräftigte Oskar Niedermair seine Worte.

Begrüßt wurden die 2000 Teilnehmer vom Obmann des Südtiroler Heimatbundes Roland Lang. Dieser ging auf die aktuelle politische Situation ein und verurteilte den Staat Italien, der bis heute versuche, aus Süd- Tirol eine italienische Provinz zu machen. „Die leidvolle Erfahrung der Süd-Tiroler mahnt zur Vorsicht vor Gefälligkeitsgesten gegenüber dem italienischen Staat“, so Lang.

Gedacht wurde neben Sepp Kerschbaumer auch seiner Mitstreiter Kurt Welser, dessen Tod sich heuer zum 50. Mal jährt, sowie Jörg Klotz, Toni Gostner, Franz Höfler und Luis Amplatz. „Nehmen wir die Worte des Ge- denkredners mit nach Hause. Sie sollen uns in der Arbeit für unsere Heimat begleiten, denn das Werk und Ansinnen, das die Frei- heitskämpfer von damals begonnen haben, ist nie zu Ende. Es heißt immer wachsam zu sein und für die Heimat einzustehen“, schloss Elmar Thaler, der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes die Gedenkfeier, bevor die Landeshymne und die österreichi- sche Nationalhymne erklangen.

Vorausgegangen war dem Gedenken an die Freiheitskämpfer ein Gottesdienst, welcher von Pater Reinald Romaner zelebriert wurde. In seiner Predigt blickte er zurück auf Sepp

Kerschbaumer. „Von ihm wissen wir, dass er ein tiefgläubiger Mensch gewesen ist. Ohne Wenn und Aber. Er ist es auch im Kerker geblieben. Sein Herz hat für das Land und den Glauben geschlagen.“ Heimatliebe und Glaubensliebe seien für Sepp Kerschbau- mer unbedingt eins gewesen. Dies solle ein Denkanstoß für die Anwesenden sein. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Musikkapelle Girlan. Eine Ehrensalve feuerte die Schützenkompanie „Sepp Kersch- baumer“ Eppan ab. n

die Schützenkompanie „Sepp Kersch- baumer“ Eppan ab. n Der Rittner Oskar Niedermair war der jüngste politische

Der Rittner Oskar Niedermair war der jüngste politische Häftling. Er wurde damals mit 17 Jahren für drei Jahre einge- sperrt und lernte Kerschbaumer nach der Feuernacht von 1961 im Gefängnis kennen.

1 0 Aus den LANDESTEILEN … Bozen von Lukas Wegscheider Das Internet und seine Tücken
1 0 Aus den LANDESTEILEN … Bozen von Lukas Wegscheider Das Internet und seine Tücken

10 Aus den LANDESTEILEN …

1 0 Aus den LANDESTEILEN … Bozen von Lukas Wegscheider Das Internet und seine Tücken Eine

Bozen

von Lukas Wegscheider

Das Internet und seine Tücken Eine Posse mit vier Akteuren und offenem Ausgang

Zum einen haben wir da mal den Herrn Roland Lang. Seines Zei- chens Obmann des Südtiroler Heimatbundes. Jemand, dem Tirol so richtig ans Herz gewachsen ist. Seit jeher. Besagter Herr Roland verteilte daher Plakate mit der Aufschrift „Südtirol ist nicht Italien“. Neuerdings beglückt der Obmann auch das Herz Italiens, nämlich Rom mit dieser Bekanntmachung. In der italienischen Version versteht sich. Der Spruch an sich, ist durchaus vertretbar. Inhaltlich nicht unkorrekt. Die Aktion an sich, lädt zum Debattieren und Diskutieren ein. Ebenso erwünscht. Manchmal ziehen gepfefferte, provokante Aussagen fruchtbare Debatten hinter sich.

Nun, zu den nächsten zwei Zutaten der Geschichte: zum einen das Internet (und seine Tücken) und zum zweiten die sogenannten Tastaturhelden. Schnell und direkt bringt das Web Nachrichten, Berichte und Meldungen in jeden Winkel dieser Welt. Diese wiede- rum, können ihrerseits von jedem, der Zugang zum WWW verfügt, kommentiert werden. Die meisten der Schreibtischtiger haben selten die Absicht, wirklich sinnvoll mitzudiskutieren, sondern drängen mitunter eigene Meinungen in ihrer meist rechthaberi- schen Art und Weise auf. Dabei wägen sie sich dank Tarnung und vermeintlicher Anonymität des Internets recht sicher. Das Netz

bezeichnet diese Menschen dann als „Trolle“. Die Geschichte jeden- falls, der röm'schen Manifeste von Herrn Lang ist vom Nachrich- tenportal „Südtirol News“ besonders schnell in all unsere Landes- teile verfrachtet worden. Die Reaktion der werten Leser schwankte zwischen Zuspruch und Ablehnung. Alles, wie gehabt.

Aufgefallen ist dabei nur der Kommentar einer Person auf diesem

Nachrichtenportal. K.S., nennen wir ihn mal „Kein Schützen- freund“, ist sicher netter als „Troll“, kommentierte diese Nachricht mit folgendem flapsigen Satz: „Casapound und Schützen ab nach Afrika“. Na toll. Einen unmöglich möglichen Zusammenhang

der beiden Sachverhalte erkannte dabei scheinbar nur K.S

die Aktion von Herrn Lang mit dem SSB und mit den „Schützen“ nichts zu tun hat, hat K.S. dabei wohl nicht verstanden oder geflis-

sentlich ignoriert.

Dass

Deshalb klinkte sich die vierte Komponente der Geschichte ein, die Tiroler Schützenzeitung. In der Hoffnung etwas Licht in die finstere Sache zu bringen, sowie K.S. eventuell nochmals die Gelegenheit zu geben, sich etwas glücklicher auszudrücken.

Gelegenheit zu geben, sich etwas glücklicher auszudrücken. Das Telefonat mit „K.S.“ und der damit verbundene

Das Telefonat mit „K.S.“ und der damit verbundene Versuch, ihm zu erklären, dass die Schützen bei besagter Plakataktion nichts mit Herrn Lang zu tun haben.

TSZ:

Guten Morgen Herr K.S., hätten Sie an Sprung Zeit, a kurzes Interview mit mier zu führen?

K.S.:

Um wos geaht's denn?

TSZ:

Internet-affine Schützen sein zu ins kemmen und hobm ins gsog, dass Sie jo neulich in dem „Südtirol-News- Chat“ einen Post geschriebm hobm. Und nor hobm mier amol frogn gwellt wisou des jemand

K.S.:

Ohhhhhh Maria Vergine

!

Jo. Des hon i getun. Wisou

des jemand schreibt? Soll i Ihnen des eahrlich sogn?!

TSZ:

Jo logisch

K.S.:

Weil des wos, wos Sie innischreibm, mier auf die Socken geaht.

TSZ:

Ok.

K.S.:

Des hot, des isch, des isch eh jenseits fa jeder Realität. Gell. Hon weder gegen di oan nou die ondern nicht. Ober des, wos di oan oder ondern auffiehrn, passt mier net. Und deswegn hon is auf eine Ebene. Ober, ober nit weil i sie gesinnungsmässig oder so, sondern ihre Art und Weise zu leben, des geaht mi zwor nicht un, a jeder mog leben wie er will

TSZ:

Jo

K.S.:

Aber mi geaht des

mi…mi…ärgert des. Des isch für

mi a Hetzerei. Dei hobm nichts onders zu tian oder si hobm nichts im Kopf. Kennen Sie a sou schreibm. Do hon i koan Problem. Hinter den steah i!

TSZ:

Jo, dankeschön. Und do moanen sie iatz olle Schützen.

K.S.:

Olla

I moan, pa di oan a net olla. Pa di oan gibs holt

a sellinga. Wos holt dabei sein. Und, und – und holt gemäßigt sein. I kenn si do net olle. Ober, oder es sein olm die gleichn Spinner, wos auf guat daitsch spinnen. In meine Augen.

TSZ:

„Olm die gleichn“, ok. Und do moanen Sie iatz lai die Führung, oder generell olle Schützen?

K.S.:

Des isch mier jo wurscht. Kennen Sie schreibm, wos Sie wellen.

TSZ:

A die Jungschützen fa Matan?

K.S.:

Ha??

TSZ:

Moanen sie do auch die Jungschützen von Montan?

K.S.:

Na-na! Iberhaupt nitte. Ollgemein!! I woaß nettemol isch des oaner fa dei gewesen? Tua nettamol wissn

TSZ:

Na

K.S.:

I les des und, und moch mier an Jux draus und ontwort. Ober net, weil i den net, oder weil i dei net mog.

N° 1 | Februar 2017

N° 1 | Februar 2017 Aus den LANDESTEILEN … 1 1

Aus den LANDESTEILEN …

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TSZ:

Ok. Ober, Sie wissn schun dass des, worauf Sie do geontwortet hobm, mit die Schützen jo on-und-für-sich überhaupt nichts zu tian hot. Des wissn Sie schun?

K.S.:

Ober,

ear hot sich jo als Schütze

ear, ear hot sich als

 

Schütze ausgebm.

TSZ:

Der Roland Lang?

K.S.:

Ah

in dear Mitteilung schun.

TSZ:

Der Roland Lang isch jo eigentlich

 

K.S.:

Eh

wissn Sie wos?! I will mit Ihnen über des gor net

diskutieren. Schreiben Sie, wos Sie welln.

TSZ:

Ma na, i tat Ihnen jo die Gelegenheit geben

K.S.:

I pin iatz pa der Orbat. Und hon net derweil für sette Tummheiten. Entschuldige!!

TSZ:

Isch des a Tummheit, wenn jemand

K.S.:

Des isch a Tummheit! Jo! des isch a Tumm Zeitdiebstohl. Sell sog i Ihnen.

des isch

TSZ:

Jo, nor hearmr ins besser später amol vielleicht?!

K.S.:

Isch in Ourdnung. Auf Wiederhören.

TSZ:

Jo, danke, auf Wiederhören.

Auf Wiederhören. TSZ: Jo, danke, auf Wiederhören. Soweit der heitere Teil der Geschichte. Der Anregung von

Soweit der heitere Teil der Geschichte. Der Anregung von K.S. sind wir nicht nach- gekommen und haben nicht geschrieben, „wos mier welln“, sondern haben das Ge- spräch im Wortlaut wiedergegeben. Freilich hätten wir uns gerne mit K.S. noch länger unterhalten, hätten uns gerne den Kern seiner Aussage „Casapound und Schützen ab nach Afrika“ von ihm erklären lassen. Hätten gerne gefragt, ob vielleicht gewich- tigere Argumente außer „af di Socken gian“ oder die „Hetzerei“ aus seiner Sicht gegen den SSB sprechen. Wir hätten uns auch lie- bend gerne seine Auffassung von „Realität“ erörtern lassen sowie den Begriff „Spinner“.

Abgesehen davon, dass wohl kein ver- nünftiger Mensch auf die verrufene Idee kommen kann, die selbsternannten „Faschisten des dritten Jahrtausends“ mit einem Traditionsverein wie dem Schüt- zenbund gleichzustellen, kann dieser Satz unweigerlich die Frage aufwerfen, was K.S. mit diesem wunderschönen, von immen- ser kultureller und geographischer Vielfalt geprägten Kontinent Afrika in Verbindung bringt, dass er Casapound und Schützen dorthin wünscht. Afrika, ein Ort, an den man Menschen verfrachtet, welche eine andere Weltanschauung haben?

K.S. hat dennoch in einem Punkt seiner Aussage recht: Der schwarze Kontinent hat leider seine Probleme. Viele Menschen dort sind auf der Flucht vor Bürgerkrieg, Terror und Gewalt. Auf der Suche nach einem besseren Leben, oder vielleicht besser ausgedrückt, auf der Suche nach Leben. Wird dieses Szenario den Schützen gewünscht? K.S. wird sich der Tragweite und des Interpretationsspielraums seines „Juxes“ „Casapound und Schützen ab nach Afrika“ wohl nicht bewusst gewesen sein. Die Schützen werden ihn auch nicht

dafür richten. Es geht hier nicht darum, einzelne Personen aus der Internet-Masse herauszufischen, um diese dann anzu- schwärzen. Im Grunde genommen geht es nicht einmal um diese gewisse Person, von der hier geschrieben wird. Es geht um uns selbst. Es geht darum, an diesem realen Beispiel aufzuzeigen, dass wir selbst, im Kommentieren von Nachrichten, Berichten und Meldungen bedacht, sorgfältig und vorsichtig sein sollten. Wörter, gesprochen wie geschrieben, können beleidigen, verlet- zen, demütigen. Auch unabhängig davon, was man ursprünglich eigentlich damit

ausdrücken wollte. Worte und Botschaften entfalten ihre Wirkung erst in den Ohren des Empfängers. Folglich sollte mit Bedacht damit umgegangen werden.

Um diese nette Geschichte nun abzurun- den: „die Schützen“ verzeihen, vergessen schnell. Das Internet nicht. Auch nicht ein saloppes, flapsiges „Casapound und Schützen ab nach Afrika“. Das wird für immer schwarz auf weiß zu lesen sein. Auch bleibt der Autor dieses Spruches für immer einsehbar. Verbunden mit dieser Zeile, Gefangen im eigenen Internet. n

Verbunden mit dieser Zeile, Gefangen im eigenen Internet. n Italienische Truppen in den 1930er Jahren in
Verbunden mit dieser Zeile, Gefangen im eigenen Internet. n Italienische Truppen in den 1930er Jahren in
Verbunden mit dieser Zeile, Gefangen im eigenen Internet. n Italienische Truppen in den 1930er Jahren in

Italienische Truppen in den 1930er Jahren in Afrika. In einem schauderhaften Eroberungs- krieg haben italienische Truppen, vor allem auch Alpini in Abessinien gewütet. Viele Südti- roler waren damals zwangsverpflichtet worden. So manche gedankenlose Aussage im Netz möchte scheinbar heute noch an diese unselige Zeit anschließen.

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Aus den LANDESTEILEN …

N° 1 | Februar 2017

1 2 Aus den LANDESTEILEN … N° 1 | Februar 2017 Franzensfeste von Heinz Wieser Franzensfeste

Franzensfeste

von Heinz Wieser

Franzensfeste wird 10. Südtiroler Landesmuseum

Wieser Franzensfeste wird 10. Südtiroler Landesmuseum Blick in den Innenbereich der Franzensfeste Potential der

Blick in den Innenbereich der Franzensfeste

Potential der Festung ganz auszuschöpfen. Die bestehenden Dauerausstellungen zur Geschichte der Festung und ihrem Umfeld werden somit um neue Inhalte ergänzt. Landeshauptmann Dr. Arno Kompatscher sagte dazu wörtlich: „Die Franzensfeste soll dem Frieden dienen, es ist unser Beitrag für Europa. Südtirol ist immer schon ein Grenzland und ein Durchzugsland gewe- sen. Nun soll diese Festung ein wichtiger Ort der Begegnung werden und mehr das Verbindende als das Trennende darstellen. Denn jegliche Grenze oder Barriere kann eben auch überwunden werden. Sie soll nun auch ein Platz der Bewusstseinsbildung

in Bezug auf unsere Autonomie und Zeit- geschichte werden.“ Die von der Südtiroler Landesregierung eingesetzte Arbeitsgruppe hat ein Rahmenkonzept erarbeitet, das fest- legt, welche Themen das Museum vermit- teln soll, nämlich: 1. Grenze/Grenzräume, Begegnungsraum, Südtiroler Geschichte der Migrationen, Transit; 2. Autonomie, Umgang und Bewältigung von Vielfalt, Di- versität; 3. Die Festung selbst als Bauwerk, inklusive der neuen Architektureingriffe. n

als Bauwerk, inklusive der neuen Architektureingriffe. n D ie Südtiroler Landesregierung hat am 6. Dezember dem

D ie Südtiroler Landesregierung hat am 6. Dezember dem Vorschlag von

Landesrat Florian Mussner zugestimmt, die Franzensfeste als 10. Landesmuseum ab dem 1. Jänner 2017 dem Betrieb Landes- museen zu unterstellen. Zeitgenössische Kunst, Grenzraum und Autonomie: Als Landesmuseum wird die Franzensfeste mehrere Bereiche abdecken. Nördlich der Brixner Klause war die kleine Ortschaft Unterau, wo um 1830 drei Bauernhöfe standen. Hier wurde 1833 bis 1838 ein mächtiges Sperrfort aus Pfalzner Granit, das nach Kaiser Franz I. benannt wurde, mit 20 Millionen Ziegelsteinen und 250.000 Ku- bikmeter Granit erbaut. Die Franzensfeste hat nie dem Krieg gedient. Die im Jahr 1838 fertiggestellte Festung bei Aicha ist gewiss eines der absurdesten, nichtsdestotrotz architektonisch interessantesten Bauwer- ke des 19. Jahrhunderts: In keinem der folgenden Kriege hat die Franzensfeste eine strategisch wichtige Rolle gespielt. Rund um die Festung fiel nicht ein einziger Schuss.

Die Festung Franzensfeste hat sich seit den ersten großen Ausstellungen, der „Mani- festa“ (2008) und der Landesausstellung „Labyrinth: Freiheit“ (2009), zu einem erfolgreichen Ort für kulturelle Veranstal- tungen etabliert. Das Land Südtirol, das seit 2013 Eigentümer der Festung ist, voll- zieht nun einen Qualitätssprung, um das

Pfui

…zur Diskriminierung deutschsprachiger Kinder

Im Bozner Spital bietet eine Krankenhaus- schule den Kindern und Jugendlichen auch während des stationären Aufenthaltes die Möglichkeit, den schulischen Aktivitäten nachzugehen. Ebenso ist ein Kindergarten in der Bozner Pädiatrie untergebracht, in dem Kleinkinder spielen und sich die Zeit vertreiben können. An und für sich ist diese Einrichtung ja eine gute Sache. Die Kinder können dort von der Krankheit und dem Krankenhausstress abschalten. Das Pro- blem ist nur: Die Frau, die die Kinder in diesem Kindergarten betreut, spricht KEIN Wort Deutsch! Wie sollen sich Kleinkin- der in einem Umfeld wohlfühlen, wo sie weder die Betreuerin verstehen noch von

dieser verstanden werden? Zumal es sich beim Bozner Krankenhaus um eine öffentliche Einrichtung handelt, in der nicht nur italienische, sondern auch deutschsprachige Kinder aus sämtlichen Landesteilen behandelt werden, wäre es wohl mehr als angebracht, dass eine Erzieherin, die dort die Kinder betreut, beide Landessprachen beherrscht,

meint euer Raffl

Deutsch? Fehlanzeige! Auch das Türschild des Kindergartens im Bozner Spital ist nur in italienischer Sprache.

euer Raffl Deutsch? Fehlanzeige! Auch das Türschild des Kindergartens im Bozner Spital ist nur in italienischer

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N° 1 | Februar 2017 Aus den LANDESTEILEN … 1 3

Aus den LANDESTEILEN …

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N° 1 | Februar 2017 Aus den LANDESTEILEN … 1 3 Buchholz von Martin Schweiggl Tolomeis

Buchholz

von Martin Schweiggl

Tolomeis „Cereseto Superiore“ aus Buchholz?

I m Weinmarketing wird zunehmend altes Sprachgut bedenkenlos dem Götzen

Kommerz geopfert: Aus ehrwürdigen Tiroler Schlössern und Ansitzen wird auf Weinetiketten ein „Castel“, althergebrachten Flurnamen wird eine „Vigna“ vorgestellt. Sogar vor einem Griff in Tolomeis Fälscher- werkstatt scheut man sich nicht: Die Trami- ner Kellerei Hofstätter des Martin Foradori vermarktet die Weine des Oberkersch- baum-Hofs in Buchholz einsprachig unter der Lagenbezeichnung „Cereseto Superio- re“. Dieser von Ettore Tolomei erfundene Kunstname wird nicht einmal von den italienischen Salurnern benützt: Für sie ist es der „Maso Chersbam“. Oberkerschbaum ist ein Symbol: Es gehörte einst der Familie

von Dr. Josef Noldin, der sich für die Erhaltung der deutschen Sprache geopfert hat. Zur Erinnerung an das denkwürdige 60-jährige Krönungsjubiläum von Kaiser Franz Josef I. hatte schon Josef Noldins Vater Karl 1908 am Hof einen Kirschbaum gepflanzt, wie aus dem Verzeichnis der Kaiser-Jubiläums-Bäume hervorgeht.

Wenn nun sogar der Traminer SVP-Vize- bürgermeister auf seinen Weinetiketten den historischen Hofnamen Noldins eliminiert, kann Tolomei noch im Grabe über seinen couragierten Widersacher Josef Noldin tri- umphieren. Aus einer solcherart etikettier- ten Flasche stößt auch ein „guter Tropfen“ sauer auf. n

Flasche stößt auch ein „guter Tropfen“ sauer auf. n Innsbruck von Heinz Wieser Tolomeis Namenserfindung wird

Innsbruck

von Heinz Wieser

„guter Tropfen“ sauer auf. n Innsbruck von Heinz Wieser Tolomeis Namenserfindung wird jetzt am Oberkerschbaum-Hof

Tolomeis Namenserfindung wird jetzt am Oberkerschbaum-Hof sogar mit einer großen Stahlskulptur gewürdigt.

Tiroler Geschichtsverein in Tirols alter Bischofsstadt Brixen

Ü ber 60 Mitglieder des Tiroler Ge- schichtsvereines der Sektion Inns-

bruck mit Obmann Landesarchivdirektor i.R. Hofrat Dr. Wilfried Beimrohr und der Sektion Bozen mit Obmann Dr. Gustav Pfeifer MAS mit dessen Stellvertreter Os- wald Mederle trafen sich am 5. November bei regnerischem und kaltem Wetter im Ei- sacktaler Städtchen Brixen zur Besichtigung von Tirols alter Bischofskirche, dem hohen Dom zu Brixen. Dort begrüßte der Direktor von Schloss Tirol, PD Dr. Leo Andergassen, der mit seiner Stellvertreterin Dr. Paula Mair gekommen war, die Gäste vor dem bedeutendsten Sakralbau im Alpenbogen. Johanneskapelle, Kreuzgang, Dom und der Dachboden des Domes waren die Ziele dieser Exkursion.

Die Gäste aus Nord- und Südtirol staun- ten bei dieser Führung über das profunde Wissen von Dr. Andergassen, der es ver- stand, die vielen historischen, kirchlichen, kulturellen und künstlerischen Zusammen- hänge dieses bedeutenden Gotteshauses als Paradebeispiel einer hochmittelalterlichen Domanlage leicht verständlich zu erklären. Der aus Kaltern stammende Kunsthisto- riker und Denkmalpfleger, der auch zehn Jahre als Direktor des Diözesanmuseums in unmittelbarer Nachbarschaft des Domes ar- beitete und in mehreren Publikationen die

Kunstwerke des Brixner Dombezirkes wie auch in seinem 2009 erschienenen Werk „Der Dom zu Brixen“ unter die Lupe nahm, überraschte seine Zuhörer auch mit Anek- doten aus der Geschichte: So zogen es die Kanoniker des Brixner Domkapitels im 15. Jahrhundert vor, ihre gemeinsame Behau- sung zu verlassen und in der Runggadgasse mit ihren Häuserinnen jeweils in privaten Wohnungen ihr Dasein zu verbringen.

Oder: das von Michelangelo Unterberger geschaffene Hochaltarblatt „Dormitio Ma- riae“ („Der Tod Mariens“) entstand in Un- terbergers Werkstatt in Wien und kam 1750 auf dem Wasserweg von Wien nach Hall und dann mit einer Kutsche nach Brixen.

Am Guggerhof oberhalb von Brixen wurde beim Törggelen noch lange über diese erst- klassige Domführung gesprochen. n

logisch! Und des, obwohl Jo laut walschem Gsetz die Verherrlichung von Faschismus eigentlich verbotn war!
logisch!
Und
des,
obwohl
Jo laut
walschem
Gsetz
die
Verherrlichung
von
Faschismus
eigentlich
verbotn
war!
Du,
hosch
gsegn?
Is Casapound-
Biabl
isch
Gemeinderots-
sitzung
mitn
zu a „Charlemagne“-
Jangger
kemmen.

Das Trachtenbüchlein „Burggräfler Frauentrachten“ wurde vom Marketenderinnenbeirat des Bezirks Burggrafenamt-Passeier herausgegeben.

vom Marketenderinnenbeirat des Bezirks Burggrafenamt-Passeier herausgegeben. 1 4 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN
vom Marketenderinnenbeirat des Bezirks Burggrafenamt-Passeier herausgegeben. 1 4 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

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Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

Dorf Tirol

Dorf Tirol

von Angelika Haller

In Tracht für den guten Zweck - Spendenübergabe bei Familie Vieider

Am Freitag, den 11. November 2016 besuchte der Marketenderinnenbeirat des Schützenbezirks Burggrafenamt-Passeier die Familie Vieider zur Übergabe einer Spende, welche sich aus dem Reinerlös der Einnahmen für das Trachtenbüchlein „Burg- gräfler Frauentrachten“ ergab. Bereits im November letzten Jahres wurden die Arbeiten zum Trachtenbüchlein „Burggräfler Frauentrachten“ abgeschlossen, welches vom Beirat der Marketenderinnen des Bezirks zusammengestellt wurde.

Bei einem Vorstellungsabend im Pfarrheim von Tscherms, welcher in Zusammenar- beit mit der ARGE „Lebendige Tracht“ abgehalten wurde, konnte das Büchlein um eine freiwillige Spende erworben werden. Für den Marketenderinnenbeirat war von Anfang an klar, dass er mit den Einnahmen eine Frau in einer Notsituation unterstützen möchte. Die Wahl war schnell getroffen. Im Sommer 2015 erlitt die Familie Viei- der einen schweren Schicksalsschlag. Lisi Vieider, ehemalige Marketenderin und Frau eines Mitgliedes der Schützenkompanie Dorf Tirol, zog sich bei einem Bergunfall erhebliche Verletzungen zu, wodurch sie seither an einen Rollstuhl gefesselt und auf ständige Hilfe angewiesen ist. Für die Fami- lie begann folglich ein neues Leben, welches mit großen Umstellungen und Belastungen, auch finanzieller Natur, einhergeht. Nachdem das letzte Trachtenbüchlein ausgegeben war, verabredete sich der Mar- ketenderinnenbeirat mit der Familie. Die Spendenübergabe erfolgte im gemütlichen Beisammensein in der Stube bei Lisi zu

im gemütlichen Beisammensein in der Stube bei Lisi zu Übergabe des Symbolschecks über 1000 Euro bei

Übergabe des Symbolschecks über 1000 Euro bei Familie Vieider (v. l. Beirätin Melanie Pöder, Bez. Mark. Stellvertreterin Magdalena Gaidaldi-Prantl, Bez. Mark. Angelika Haller, Lisi Vieider, Beirätin Maria Paris-Pichler, Heinrich Vieider)

Hause in Dorf Tirol. Bei heißem Tee und frisch gebackenem Kuchen – ein neues Talent, welches Mann und Sohn erst für sich entdecken mussten, da die häusliche Arbeit wie auch das Backen nun in ihren Aufgabenbereich fällt – unterhielten sich die Marketenderinnen mit der Familie

über den beschwerlichen Weg in ein neues Leben, über gute und schlechte Tage, über Steine, welche auf der Strecke liegen, über neue Ziele und über die kleinen Dinge, welche dem Alltag etwas Farbe geben. n

Sand in Taufers

Sand in Taufers

von Rudi Oberhuber

Ehrenvolles Gedenken - Gefallenengedenkfeier in Taufers

Am Sonntag, den 6. November wurde in Taufers die tradi- tionelle Gefallenengedenkfeier abgehalten. Geladen hat die Schützenkompanie Taufers im Pustertal. Auf Grund der widrigen Wetterverhältnisse konnte der Bittgang zur Schloss- Kreuz-Kapelle und die anschließende Messfeier unter der im- posanten Kulisse von Schloss Taufers nicht begangen werden.

Deshalb versammelten sich die Kompanie Taufers sowie 11 Fahnen- abordnungen des Schützenbezirkes Pustertal in der Pfarrkirche von Taufers, um dort das heilige Messopfer und die Gedenkfeier durch- zuführen. Der Kapuzinerpater Adalbert aus Bruneck unterstützte die Schützen und zelebrierte die heilige Messe. In seiner Predigt und den eindringlichen Worten regte er zum Nachdenken und zum Festhalten am Gedenken an die Gefallenen und ihre Opfer für die Gemeinschaft an. n

die Gefallenen und ihre Opfer für die Gemeinschaft an. n Nach dem Absingen des Andreas-Hofer-Liedes durch

Nach dem Absingen des Andreas-Hofer-Liedes durch den Männer- chor Taufers und dem Abspielen des Liedes vom Guten Kameraden durch die Bürgerkapelle Sand, zogen die Schützen hinaus zur Gedenkstätte, wo nach dem Abfeuern der Ehrensalve durch die Schützenkompanie Taufers und der anschließenden Kranznieder- legung den Gefallenen die Ehre erwiesen wurde. Bei einer gemein- samen Stärkung im Bürgersaal von Sand wurde die Feierlichkeit abgeschlossen.

N° 1 | Februar 2017
N° 1 | Februar 2017

Die Puschtra Buibm gehörten in den 60er Jahren zu den Freiheits- kämpfern, die mit Sprengstoffanschlägen gegen die Diskriminie- rung der deutschsprachigen Bevölkerung ankämpften.

rung der deutschsprachigen Bevölkerung ankämpften. 1 5 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN In der

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Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

In der anschließenden Gedenkrede ging der Bundesgeschäftsführer des Südtiroler Schützenbundes, Mjr. Dr. Florian von Ach in sehr treffenden Worten auf das Schicksal der Gefallenen der Kriege, aber auch der Opfer des Freiheitskampfes in der Tiroler Geschichte ein. Er rief ins Gedächtnis, dass nur derjenige etwas ändern könne, der selbst bereit sei, sich einzubringen und sich für etwas einzusetzen. Auf das Zitat „Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht

hin“ ging er näher ein. Von Ach meinte, dass dieses Zitat nur allzu gerne von denen gebraucht werde, die mit den Opfern der Soldaten und Gefallen nichts mehr anfangen wollen. Er zitierte und stellte diese Aussage – welche fälschlicherweise oft Berthold Brecht zugeordnet werde – dahin- gehend richtig, dass Brecht einmal schrieb:

„Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt und lässt andere kämpfen für seine Sache, der muss sich vorsehen; denn wer

Taufers im Pustertal

Taufers im Pustertal

von Harald Laner

den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage.“ Von Ach appellierte daran, die Vorfahren und Vorgänger nicht zu vergessen und ihr Ansehen nicht zu schmälern, es solle uns Beispiel und Ziel sein, sich auch nach Niederlagen und Rückschlägen wieder auf- zurichten und den gewählten Weg unbeirrt weiterzugehen. n

10. Todestag des Südtiroler Freiheitskämpfers Heinrich Oberlechner

Im Dezember 2016 jährte sich zum 10. Mal der Todestag des Süd-Tirol-Aktivisten Heinrich Oberlechner. Aus diesem Anlass nahm die SK Taufers an seinem Gedenkgottesdienst teil und veranstaltet ein Gedächtnisschießen im Schießstand von Tau- fers. Außerdem wurde eine Presseaussendung verfasst.

Heinrich Oberlechner war einer der „Puschtra Buibm“, die in den 60er Jahren, durch verschiedene Sprengstoffanschläge gegen die Unterdrückungspolitik des itali- enischen Staates kämpften. Da sie im Mai- länder Prozess zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt wurden, war eine Rückkehr in die Heimat nicht mehr möglich. Für Heinrich Oberlechner war es schwer, im bürgerlichen Leben wieder Fuß zu fassen. Aufgrund einer schweren Krankheit musste er die letzten 20 Jahre in einem betreuten Wohnheim in Starnberg verbringen. Er litt sehr unter Heimweh. Als er spürte, dass er nicht mehr lange zu leben hatte, äußerte er den Wunsch, in seiner Heimat begraben zu werden. Am 15. Dezember 2006 verstarb er in Innsbruck und wurde dann in seiner Hei- matgemeinde Sand in Taufers unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen. Erst als Toter konnte er in seine geliebte Heimat zurückkehren. Den Grabspruch: „Von der Heimat musste ich fliehen – zur Heimat- erde kehre ich zurück“ hat er sich selber ausgesucht.

Vor 20 Jahren, im November 1996, hat die SK Taufers die drei aus der Gemeinde stammenden „Puschtra Buibm“ Siegfried Steger, Josef Forer und Heinrich Oberlech- ner als Ehrenmitglieder aufgenommen. In den folgenden Jahren setzte sich die Kompanie immer wieder für eine Heim- kehr ihrer Ehrenmitglieder ein. Es wurde eine Plakataktion gestartet, um die Bevöl- kerung zu sensibilisieren. Ebenso fand eine Unterschriftensammlung statt, wo eine Amnestie gefordert wurde. Alle politischen

Parteien in Süd-Tirol wurden gebeten, in dieser Sache aktiv zu werden und sich für eine menschliche Lösung einzusetzen. An den italienischen Staats- und Ministerprä- sidenten sowie an den österreichischen Bundespräsidenten und Bundeskanzler wurden Briefe geschrieben. Bis heute aber ohne Erfolg.

So fordert die SK Taufers nochmals alle zuständigen Politiker eindringlich auf, sich endlich mit aller Kraft für eine Amnes- tie der restlichen drei „Puschtra Buibm“ Siegfried Steger, Josef Forer und Heinrich Oberleiter einzusetzen! Der italienische Staat möge doch ein Zeichen der Mensch- lichkeit setzen und ihnen, nach über 55 Jahren, die Heimkehr in die geliebte Heimat ermöglichen. n

Jahren, die Heimkehr in die geliebte Heimat ermöglichen. n Heinrich Oberlechner *24. April 1940 † 15.

Heinrich Oberlechner *24. April 1940 † 15. Dezember 2006

n Heinrich Oberlechner *24. April 1940 † 15. Dezember 2006 Leben nach wie vor in Exil:

Leben nach wie vor in Exil: die 3 noch lebenden „Puschtra Buibm“ Heinrich Oberleiter aus Luttach sowie Sepp Forer und Siegfried Steger aus Mühlen.

1 6 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN N° 1 | Februar 2017

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Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

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Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN N° 1 | Februar 2017 Mayrhofen von Gerhard Hauser 57. Regimentsversammlung

Mayrhofen

von Gerhard Hauser

57. Regimentsversammlung der Zillertaler Schützen

Wie jedes Jahr traf sich das Schützenregiment Zillertal mit seinen drei Bataillonen und den fünfzehn Schützenkompanien zur Regi- mentsversammlung − heuer aufgrund der Bundespräsidentenwahl Ende November. Ein herzlicher Dank geht an die Marktgemeinde Mayrhofen, besonders an Frau Bürgermeister MMag. Monika Wechselberger, die freundlicherweise die Kosten des Mittagessens übernommen hat, sowie an die SK Mayrhofen unter Hauptmann Gerhard Biller und Obmann Willi Rauch für die Ausrichtung der Regimentsversammlung. Traditionellerweise ließ man die Ver- sammlung mit einem feierlichen Kirchgang beginnen. Der Ein- marsch in die Kirche erfolgte mit der Bundesmusikkapelle (BMK) Mayrhofen unter Kapellmeister Christian Saurwein. An dieser Stelle sei der BMK Mayrhofen unter der Führung von Roman Eberharter für das Ausrücken und die feierliche Umrahmung des Festgottes- dienstes Dank ausgesprochen. Hochw. Mag. Jürgen Gradwohl zeleb- rierte den Gottesdienst würdevoll und mit einer treffenden und einprägsamen Predigt. Die Regimentsversammlung fand anschlie- ßend im Hotel Neuwirt statt, zu der Regimentskdt. Herbert Empl zahlreiche Ehrengäste begrüßen konnte. In seinem Rückblick auf das abgelaufene Schützenjahr ließ er die wichtigsten Ereignisse, von denen es einige gab, nochmals Revue passieren. Besonders die zwei Großveranstaltungen wurden hervorgehoben.

Gauderfestumzug – Zell

Zum zweiten Mal wirkte ein Bataillon, namentlich das Schützen- bataillon Mittleres Zillertal, beim Festumzug des größten Trach- tenfestes Österreichs mit. Auch hinkünftig soll jeweils ein anderes Bataillon des Regimentes an diesem UNESCO-Kulturerbe teilneh- men. Nächstes Jahr ist das Obere Bataillon dafür vorgesehen. Den Abschluss des Festumzuges bildete traditionell die SK Zell am Ziller.

Ein Tal trägt Tracht – Ramsau

Am Sonntag, den 14. August, fand statt, was es bis dahin noch nie gegeben hat. Nach dem Motto „Ein Tal trägt Tracht“ trafen sich in Ramsau alle Schützenkompanien des Regimentes Zillertal mit den Bundesmusikkapellen des Bezirks. Neben hochrangigen Politikern,

des Bezirks. Neben hochrangigen Politikern, Kössen von Christian Fuchs Nach Finkenberg war 2016

Kössen

von Christian Fuchs

Neben hochrangigen Politikern, Kössen von Christian Fuchs Nach Finkenberg war 2016 Mayrhofen der Versammlungsort der

Nach Finkenberg war 2016 Mayrhofen der Versammlungsort der Zillertaler Schützen.

allen voran Landeshauptmann Günther Platter, waren alle Landes- kommandanten der Schützenbünde aus Bayern, Nordtirol, Südtirol und dem Trentino dort vertreten. Sie konnten ein wunderschönes Fest der Gemeinsamkeit und ein beeindruckendes Zeugnis für gelebte Tiroler Tradition miterleben. Ohne sein tief verwurzeltes Brauchtum und die Traditionsvereine würde das Zillertal nicht so markant und authentisch sein. Das Regimentstreffen, das alle drei Jahre stattfindet, hat aber auch wieder gezeigt, wie stark das Tradi- tionsbewusstsein im Zillertal unter den Menschen, insbesondere auch den Jungen, verankert ist.

Was gab es noch Berichtenswertes 2016?

Der Regimentskommandant informierte auch über zahlreiche Sitzungen und Veranstaltungen, welche im Laufe des Jahres besucht wurden. Nach dem Kassabericht sowie den Grußworten der Ehren- gäste bedankte sich Reg.Kdt. Mjr. Herbert Empl abschließend bei den Bataillonskommandanten, Haupt- und Obleuten, Offizieren und bei allen Marketenderinnen und Schützen des Regimentes für die gute Zusammenarbeit. n

Bildungstag 2016 des Rupert-Wintersteller-Bataillons in Kössen mit hochinteressantem Vortrag

Am Christkönigsonntag luden Baon-Kdt. Mjr. Hans Hinterholzer und Baon-Bildungsreferent Lt. DI Christian Hopfensperger zum Bataillonsbildungstag nach Kössen. Die Veranstaltung war vor Ort von der Michael Hölzlsauer SK Kössen unter Hptm. Michael Straif vorbildlich organisiert worden. Pfarrer Rupert Toferer nahm beim Gottesdienst eigens Bezug auf die Schützen und wünschte einen gu- ten Verlauf des Bildungstages. Die Kössener Ministranten strichen in einem kurzen gespielten Dialog sehr schön den „Dienst“ der Schützen in der Gesellschaft, die geistige und kulturelle Verteidi- gung des Landes und die Bewahrung der Traditionen heraus. Nach der heiligen Messe marschierten die Schützen zum Veranstaltungs- zentrum Kaiserwinkl. Dort hielt die Historikerin Mag. Dr. Gertraud Zeindl vom Tiroler Landesarchiv einen sehr interessanten Vortrag zum Thema „100. Todestag von Kaiser Franz Josef und das Verhält-

nis der Habsburger zu Tirol“. Sie verstand es mit ihrer mit vielen historischen Bildern angereicherten Präsentation von Anfang an die Zuhörer anzusprechen. Neben den diversen persönlichen Besuchen des Kaisers in Tirol waren zusätzlich viele in Wien getroffene oder eben nicht getroffenen Entscheidungen für die Entwicklung von Tirol von großem Einfluss. Am Ende des Vortrags hatte sicher jeder Zuhörer ein besseres Verständnis für die − besonders in seinen letzten Lebensjahren − manchmal schwierige Situation von Kaiser Franz Josef. Der noch in die Zeit des Absolutismus hineingebore- ne Kaiser musste mit einem extrem schnellen gesellschaftlichen, politischen und technischen Wandel zurechtkommen. Nach ihrem Vortrag stand Mag. Dr. Zeindl noch für eine rege Diskussion zur Verfügung, an der sich viele Zuhörer beteiligten.n

N° 1 | Februar 2017 Gmund von Robert Stumbaum Bundesgeneralversammlung 2017 in Gmund Die GSK

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N° 1 | Februar 2017 Gmund von Robert Stumbaum Bundesgeneralversammlung 2017 in Gmund Die GSK Gmund
N° 1 | Februar 2017 Gmund von Robert Stumbaum Bundesgeneralversammlung 2017 in Gmund Die GSK Gmund
N° 1 | Februar 2017 Gmund von Robert Stumbaum Bundesgeneralversammlung 2017 in Gmund Die GSK Gmund

Gmund

von Robert Stumbaum

Bundesgeneralversammlung 2017 in Gmund

Die GSK Gmund heißt die Teilnehmer der Bundesgeneralversammlung am 2. April 2017 im Saal der Schützenwirtschaft „Gasthof am Gasteig“ in Gmund herzlich willkommen.

„Gasthof am Gasteig“ in Gmund herzlich willkommen. Gebirgsschützen-Kompagnie Gmund 2010 Heute hat Gmund knapp

Gebirgsschützen-Kompagnie Gmund 2010

Heute hat Gmund knapp über 6.000 Einwohner, ist Sitz der Verwaltungsbe- hörde und von Landwirtschaft, Handwerk und Fremdenverkehr gekennzeichnet. Der Ort ist ein wesentliches Zentrum für die Büttenpapierherstellung in Deutsch- land. Seit 1829 gibt es an der Mangfall eine Papiermühle, aus der sich die heutige Büttenpapierfabrik Gmund entwickelte. Nur wenige hundert Meter flussabwärts liegt die 1879 aufgebaute Papierfabrik Louisenthal GmbH, heute ein Tochterun-

ternehmen von Giesecke & Devrient, das Wert- und Banknoten-Papiere herstellt. Die Gmunder Gebirgsschützen-Kompagnie hat ihre Anfänge in der Zeit des 30-jäh- rigen Krieges – und wird 1623 erstmals genannt. Schwedische Soldaten werden von den „Birgschütz’n“ – wie sie sich damals nannten − dreimal zurückgeschlagen. 1705 während der kaiserlich-österreichischen Be- satzung im Spanischen Erbfolgekrieg lassen aus der Kompagnie Gmund 28 Männer in der Sendlinger Mordweihnacht ihr Leben. Als Bayern 1805 an der Seite Napoleons gegen Österreich kämpft, wird die Grenze nach Tirol zur Front, an der auch wieder Gmunder Gebirgsschützen beteiligt sind. 1812 werden Gmunder Schützen zum bayerischen Corps in Napoleons „Grande Armee“ verpflichtet. Nachdem 1848 die Gebirgsschützenordnung die Kompanien – auch die Gmunder – zur Reorganisation aufruft und 1870 die Gebirgsschützen ihren militärischen Charakter verlieren, löst sich die Kompagnie Gmund nicht auf und bleibt als eine der fünf bayerischen Kompani- en ununterbrochen bis heute bestehen. 1880, beim 700-jährigen Jubiläum des

„Gmund, das Tor zum Tegernseer Tal“ liest man mitunter in werbewirksamen Schriften. Das bezieht sich, geographisch gesehen, auf die Nord-Süd-Richtung. Geht man jedoch in die Zeit zurück, in der das Gebiet entstand, auf dem heute die Gemeinde Gmund liegt, so muss es heißen „Gmund, das Tor vom Tegernseer Tal“. Damals, nach der letzten Eiszeit, suchte das Schmelzwasser des Tegernsee-Gletschers seinen Abfluss von Süden nach Norden und fraß sich immer tiefer in die Moränenabla- gerungen, der „Gletscherstirn“. Erste menschliche Spuren stellen die Funde aus der Bronzezeit dar. Geschichtlich ist das Gebiet eng mit dem 746 gegründeten Bene- diktinerkloster Tegernsee verbunden und findet seine erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1017. Im Jahr 1075 wird erstmals schriftlich ein Pfarrer Gerwig aus Gmund genannt, obschon feststeht, dass die Pfarrei wohl erheblich älter und die eigentliche Urpfarrei des Tegernseer Tals gewesen ist. 1532 zählte der Ort Gmund rund 1200 Ein- wohner, die bis auf wenige Überlebende von der Pest im 30-jährigen Krieg dahingerafft wurden, während schwedische Reiterhorden bis in den Ort vordrangen und 1632 die Kirche anzündeten. 1688 wurde von dem ita- lienischen Baumeister Lorenzo Sciascia der heutige Kirchenbau errichtet. Bis 1803, dem Jahr der Säkularisation, stand Gmund unter der Verwaltung des Klosters Tegernsee.

Kirchenbau errichtet. Bis 1803, dem Jahr der Säkularisation, stand Gmund unter der Verwaltung des Klosters Tegernsee.

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Wittelsbacher Herrscherhauses in München, treffen die Gmunder Gebirgsschützen auf den Hofrestaurator Carl Josef Zwerschina, dem Mitbegründer der Armbrust-Schützengilde „Winzerer Fahndl“, der der Kompanie noch im selben Jahr eine Standarte fertigt, die bis 1973 als Kompaniestandarte getragen wird. Während der Nazidik- tatur gerät die Kompanie, wie alle Vereine, unter zunehmenden Druck und muss, um der drohenden zwangsweisen Auflösung zu entgehen, dem „Deutschen Schützenbund im NS-Reichsbund für Leibesübungen“ beitreten. Bevor nach Kriegsende wieder Norma- lität einkehrt, nimmt die Kompanie trotzdem an den Prozessionen zu Fronleichnam und am Scapulierfest teil. Als 1951 der Bund der bayerischen Gebirgsschützenkompanien gegründet wird, sind die Gmunder als eine der seinerzeit 13 Kompanien dabei. 1965 richtet Gmund den Patronatstag, das große Ehrenfest des BBGK aus. 1973 begeht die Kompanie das 350-jährige Jubiläum mit der Weihe einer neuen Standarte. 1975 sind die Schützen aus Gmund mit von der

Standarte. 1975 sind die Schützen aus Gmund mit von der Tegernsee von Hans Baur Partie, als

Tegernsee

von Hans Baur

Partie, als in Innsbruck die Alpenregion der Schützen proklamiert wurde. 1992 kommen mehr als 6.000 Schützen aus Tirol, Südtirol, Welschtirol und Bayern zum Alpenregionsfest nach Gmund. 1998, im Jubiläumsjahr zum 375. Geburtstag, bestehen die Gmunder Ge- birgsschützen aus 173 aktiven und 146 passiven Männern sowie 4 Marktenderinnen. 2002 baut die Kompanie einen Leonhardiwagen und greift die Tradition des Leonhardifahrens früherer Jahre wieder auf. 2013 richtet die Kompagnie Gmund erneut den Patronatstag aus; 4.500 Schützen aus allen 47 Kompanien nehmen teil. 2013 geht die Kompagnie Gmund eine Partnerschaft mit der Südtiroler SK „Sepp Kerschbaumer“ Eppan ein, nachdem bereits seit knapp 30 Jahren Kontakt über die aufgelöste SK Girlan besteht. 2014 folgt die Partnerschaft mit der Rettenberger SK Fritzens in Tirol, die eben- falls Partnerkompanie von Eppan ist. Heute zählt die GSK Gmund 300 Mitglieder, Schützen und Spielleute und 7 Marketenderinnen. Im Mangfall-Leitzach-Gau ist sie eine der größeren Kompanien. n

Kiem-Pauli-Medaille für die Riedler Musikanten

Der BBGK gründete am 12. Sept. 1953 die Kiem-Pauli-Stiftung der Bayerischen Gebirgsschützen. Mit der Verleihung einer Medaille sollen Sänger, Musikanten und Förderer ausgezeichnet und herausgehoben werden, die sich in außergewöhnlichem Maß für die Pflege des alpenländischen Volksliedes eingesetzt haben. Über die Verleihung entscheidet ein Kuratorium, dem derzeit LH Karl Steininger, Ehrengau- hauptmann des Isargaues Thomas Simon und Beni Eisenburg angehören. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der GSK Tegernsee überreichte LH Karl Steininger die Kiem-Pauli-Medaille an die Riedler Musikanten aus Kreuth, die sich bereits seit 1989 um die traditionelle Volks- musik verdient gemacht haben. n

um die traditionelle Volks- musik verdient gemacht haben. n v.l.n.r. LH Karl Steininger, Wolfgang Eigenherr, Johann

v.l.n.r. LH Karl Steininger, Wolfgang Eigenherr, Johann Brandl, Florian Oberlechner, Hptm. Florian Baier, Beni Eisenburg und Michael Riecke

Rottach-Egern

Rottach-Egern

von Hans Baur

Adventsingen in Rottach-Egern

Die bayerischen Gebirgsschützen trafen sich in der Egerer Pfarrkir- che St. Laurentius zum jährlichen Adventsingen am 8. Dezember 2016. Die Organisation lag in den Händen der GSK Tegernsee. Hptm. Florian Baier begrüßte die Gäste und Mitwirkenden: die Bläsergruppe der Musikkapelle Kompanie Tegernsee, den Haus- hamer Bergwachtgsang, Familienmusik Wackersberger, Perlseer Dirndl, Christine Horter. Die verbindenden Worte sprach Beni Eisenburg. Mit einem Gebet und dem Segen beschloss Monsignore Walter Waldschütz die Einstimmung in die vorweihnachtliche Zeit. Anschließend traf man sich in der Inge & Otto-Beisheim-Hütte der Kompanie Tegernsee zum gemütlichen Beisammensein. n

Die Mitwirkenden im Altarraum der Pfarrkirche von Rottach-Egern

der Kompanie Tegernsee zum gemütlichen Beisammensein. n Die Mitwirkenden im Altarraum der Pfarrkirche von Rottach-Egern

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N° 1 | Februar 2017 Berichte aus Bayern 19 19 München von Hans Baur 70 Jahre

München

von Hans Baur

70 Jahre Bayerische Verfassung

Am 1. Dezember 1946 wurde die Bayerische Verfassung vom Volk mit 70,6% bei einer Wahlbeteiligung von 75,7% angenommen. Damit konnte Ministerpräsident Wilhelm Hoegner die Verfassungsurkunde am 2. De- zember ausfertigen, und die Verfassung des Freistaates Bayern trat am 8. Dezember 1946 mit ihrer Veröffentlichung im Bayer. Gesetz- und Verordnungsblatt in Kraft. 70 Jahre später feierte der Freistaat Bayern die Verfassung mit einem Festakt im Nati- onaltheater in München. Von den Festred-

nern gab es viel Lob, denn die Verfassung legt noch immer die Grundlagen für einen freiheitlichen und sozialen Rechtsstaat. Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof aus Heidelberg schwärmte: „Die Bayerische Verfassung trotzt der Zeit, aber sie lebt in der Zeit.“ Die brillante Bayeri- sche Verfassung, so Festredner Kirchhof, garantiere nicht nur Freiheit, sondern formt und schützt auch die Freiheitsvoraussetzun- gen. „Ehe und Familie, Kinder, Schule und Hochschule, Religion und Religionsgemein-

schaften – wir erleben also, dass sich die Freiheit nicht ereignen kann, wenn wir die Freiheitsvoraussetzungen nicht hegen und pflegen.“ Kirchhofs Rat: „Jeder Bayer sollte diese Verfassung einmal lesen, Nichtbayern am besten zweimal.“

Quelle: Bericht von Rudolf Erhard, BR-Landtagskorrespondent, über die Rede von Prof. Dr. Dres. H.C. Paul Kirchhof. n

über die Rede von Prof. Dr. Dres. H.C. Paul Kirchhof. n Waakirchen von Hans Baur Gedenken

Waakirchen

von Hans Baur

Gedenken in Waakirchen

Kirchhof. n Waakirchen von Hans Baur Gedenken in Waakirchen Pfarrer Stefan Fischbacher zelebriert die Hl. Messe

Pfarrer Stefan Fischbacher zelebriert die Hl. Messe

Pfarrer Stefan Fischbacher zelebriert die Hl. Messe Staasminister Dr. Marcel Huber bei seiner Ansprache vor dem

Staasminister Dr. Marcel Huber bei seiner Ansprache vor dem Denkmal.

Die Gemeinde Waakirchen veranstaltet jedes Jahr am Heiligen Abend ein Totengedenken für die Gefallenen der Sendlinger Mordweihnacht am Oberländerdenkmal in Waakirchen. Die GSK Waakirchen richtet die Feier aus. So trafen sich am 24. Dezember 2016 achthundert Ge- birgsschützen, die in einem Kirchenzug zum Gotteshaus St. Martin marschierten. Erstmals wurde die hl. Messe vom neuen Pfarrherrn Stefan Fischbacher gehalten. Prälat Josef Obermaier widmete seine Predigt dem Wirken des hl. Josef. Traditionell bildete das Lied

„Weiß-Blau“, gesungen von den Waakirchner Sängern, den Abschluss. Anschließend legte der 1. Bürgermeister Josef Hartl am Denkmal einen Kranz nieder. Die Musikkapelle Waakirchen intonierte das Lied vom „Guten Kameraden“, der Salutzug schoss eine dreifache Ehren- salve. Staatsminister Dr. Marcel Huber, der erstmals den Bayerischen Ministerpräsidenten bei dieser Veranstaltung vertrat, zeigte sich beeindruckt von der Würde der Veranstaltung. Mit der Bayernhymne wurde die Gedenkfeier beendet. n

Mit der Bayernhymne wurde die Gedenkfeier beendet. n Ellbach von Hans Baur Kommandowechsel in Ellbach/Tölz Josef

Ellbach

von Hans Baur

Kommandowechsel in Ellbach/Tölz

Josef Anian Sappl ist der neue Hauptmann der Kompanie Ellbach/Tölz. Der 50-jährige Landmaschinenmechaniker-Meister ist seit 1979 Mitglied der Kompanie, diente ihr als Schriftführer und Vorstand und

wurde 2016 zum Hauptmann gewählt. Sein Großvater war Wiedergründungshaupt- mann und führte von 1950 bis 1980 die Kompanie. Wir wünschen viel Erfolg im neuen Amt. n

war Wiedergründungshaupt- mann und führte von 1950 bis 1980 die Kompanie. Wir wünschen viel Erfolg im

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Berichte aus Bayern 20 N° 1 | Februar 2017 Kochel von Hans Baur Kompanie Kochel unter

Kochel

von Hans Baur

Kompanie Kochel unter neuer Führung

Bei der letzten Generalversammlung wählten die Kochler Schützen Herbert Bernhauer (65) zum Hauptmann. Bisher hat der Bauleiter (Hochbau) bereits als Stv. Hauptmann in der Führungsriege der Kompanie mitgearbeitet. In der Nachfolge von Georg Schwaiger wurde Josef Seemüller zum Obmann gewählt. Wir wünschen der neuen Führung Glück und Erfolg. n

Wir wünschen der neuen Führung Glück und Erfolg. n Wolfratshausen von Ewald Brückl Stolzes Ergebnis 10.000
Wolfratshausen

Wolfratshausen

von Ewald Brückl

Stolzes Ergebnis

10.000 Euro konnte die GSK Wolfratshausen der „Benefizaktion Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks spenden, um Kindern und Jugendlichen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, die krank, behindert oder notleidend sind, gezielt helfen zu können. Kurz vor Weihnachten überreichten Hptm. Ewald Brückl (links) und sein Stellvertreter Rainer Lorz den symbolischen Scheck an Christine Eberle von Sternstunden e.V Mit der Spendenaktion zugunsten von „Sternstunden“ knüpft die Wolfratshauser Kompanie an ihr Benefizkonzert von 1999 an, das damals einen Erlös von 10.000 DM zugunsten der „Aktion Kno- chenmarkspende Bayern“ erbracht hatte. n

„Aktion Kno- chenmarkspende Bayern“ erbracht hatte. n Tegernsee von Hans Baur Herzog Max in Bayern 80
„Aktion Kno- chenmarkspende Bayern“ erbracht hatte. n Tegernsee von Hans Baur Herzog Max in Bayern 80

Tegernsee

von Hans Baur

Herzog Max in Bayern 80

Am 21. Januar 2017 feierte S.K.H. Herzog Max in Bayern seinen 80. Geburtstag. Das stellvertretende Familienoberhaupt im Hause Wittelsbach ist den Bayerischen Gebirgsschützen eng verbunden. In einem Interview mit dem Münchner Merkur nennt er den Patro- natstag des BBGK als Pflichttermin, den er regelmäßig mit seiner Gattin Herzogin Elisabeth besucht. Sein umfassendes ehrenamtli- ches Engagement kommt vielen Bevölkerungsgruppen zugute. Der volksnahe Wittelsbacher ist ein Garant für die enge Verbundenheit seiner Familie mit den Bayerischen Gebirgsschützen. Diese wün- schen zum runden Geburtstag Gesundheit und Wohlergeben! n

schen zum runden Geburtstag Gesundheit und Wohlergeben! n Samerberg von Markus Wörndl Ludwig Staber 70 Die
schen zum runden Geburtstag Gesundheit und Wohlergeben! n Samerberg von Markus Wörndl Ludwig Staber 70 Die

Samerberg

von Markus Wörndl

Ludwig Staber 70

Die GSK Samerberg gratulierte ihrem Ehrenhauptmann Ludwig Staber zu seinem 70. Geburtstag. Seit Wiedergründung der Kom- panie 1977 ist er aktives Mitglied. 1996 wurde er zum Hauptmann gewählt. Dieses Amt übte er bis 2014 mit großer Hingabe zum Wohle der Kompanie aus. Hptm. Fritz Dräxl zeichnete Staber mit der Verdienstmedaille der GSK Samerberg in Gold aus. n

Wohle der Kompanie aus. Hptm. Fritz Dräxl zeichnete Staber mit der Verdienstmedaille der GSK Samerberg in

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N° 1 | Februar 2017 Wir gratulieren … 2 1

Wir gratulieren …

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N° 1 | Februar 2017 Wir gratulieren … 2 1 Schwoich Lt. Sebastian Pfisterer – 70

Schwoich

Lt. Sebastian Pfisterer – 70 Jahre EHptm. Alois Prosch – 70 Jahre

Die SK Schwoich konnte gleich zwei Mal zu ihren Ehrenmitglie- dern ausrücken. Am 21. Sep. wurde Lt. Sebastian Pfisterer 70 Jahre alt. Die Kompanie konnte ihn mit einer gelungenen Ehrensalve überraschen und aufgrund seiner Verdienste für die Kompanie zum Ehrenleutnant ernennen. Am 24. Oktober wurde EHptm Alois Prosch 70 Jahre alt. Auch hier überbrachte die Kompanie die Glück- wünsche mit einer sehr guten Ehrensalve. Die SK Schwoich bedankt sich bei beiden Jubilaren für die jeweils im Anschluss stattgefundenen schönen Feiern. n

die jeweils im Anschluss stattgefundenen schönen Feiern. n Weer Hptm. Peter Unterlechner – 60 Jahre Am
die jeweils im Anschluss stattgefundenen schönen Feiern. n Weer Hptm. Peter Unterlechner – 60 Jahre Am

Weer

Hptm. Peter Unterlechner – 60 Jahre

Am 19. November 2016 feierte der vor kurzem für seine dritte Funktionsperiode einstimmig wiedergewählte Weerer Schützen- hauptmann Peter Unterlechner seinen 60. Geburtstag. Unter dem Kommando von Olt. Rudolf Wechselberger schossen die vor dem Schützengasthof Steixner fast vollzählig angetretenen Weerer Schützenkameraden ihrem Hauptmann bei strömendem Regen eine grandiose Ehrensalve. Für Peter Unterlechner gab es doppelten Grund zum Feiern, hatte er doch am gleichen Tag seine Partnerin Andrea vor den Traualtar geführt. Bürgermeister Mag. Markus Zijerveld gratulierte namens der Gemeinde und der Weerer Bevöl- kerung. n

namens der Gemeinde und der Weerer Bevöl- kerung. n Hptm. Peter und Andrea Unterlechner mit Obm.

Hptm. Peter und Andrea Unterlechner mit Obm. Reinhard Votter, Olt. Rudolf Wechselberger, Marketenderinnen und Bürgermeister Markus Zijerveld

Marketenderinnen und Bürgermeister Markus Zijerveld Innsbruck Dr. Michael Forcher – 75 Jahre Sein Leben gilt

Innsbruck

Dr. Michael Forcher – 75 Jahre

Sein Leben gilt der Geschichte unseres Landes, der Kultur Tirols in seiner Gesamt- heit in Nord, Süd und Ost. Die historischen Belange des Landes an Inn, Etsch und Drau sind Bestandteil seiner Person und seines erfolgreichen literarischen Wirkens. Der profilierte Tiroler Historiker, Verleger, Autor, Journalist und Publizist Dr. Michael Forcher, ein gebürtiger Lienzer, feierte am 3. November 2016 die Vollendung seines 75. Lebensjahres. Der Jubilar ist als Verfasser vieler Bücher, vor allem zahlreicher Tyrolensien, bekannt und wurde bald zu einem Begriff in Tirols Kulturleben. Er trug dazu bei, das Ansehen des Landes Tirol zu stärken. Das profunde Wissen über die Geschichte, das schwere Schicksal unseres Landes, seiner Bevölke- rung, seiner Bräuche, sowie seiner aus- geprägten Kulturlandschaft ließen ihn zu einer vielgefragten Persönlichkeit werden, die man vor allem immer wieder auch in Südtirol einlädt, Vorträge zu landesge-

schichtlichen Themen zu halten. Michael Forcher kam als jüngstes von sechs Kindern einer Lienzer Familie zur Welt. Nach der Matura studierte er Geschichte und Altphi- lologie in Wien und in Innsbruck. Schon am Gymnasium wurde sein Rednertalent bewundert; mehrmals hat er erfolgreich an Redewettbewerben teilgenommen. Ab 1962 hielt er tirolweit, so vor allem beim Katho- lischen Bildungswerk, Vorträge. Ab 1964 arbeitete er bei der Wochenzeitung „Volks- bote“ und dem Nachfolgeblatt „präsent“. Es folgten fünf Jahre Aufbau des Pressere- ferates der Diözese Innsbruck. Drei Jahre arbeitete er bei der Tageszeitung „Kurier“. 1982 gründete er den „Haymon Verlag“, den er 2006 an den Studienverlag übergab. Durch eine Fülle von Büchern, Aufsätzen und Abhandlungen zu historischen und allgemein landeskundlichen Themen leistet Dr. Michael Forcher schon seit Jahrzehnten Hervorragendes für die geistige Darstellung des Landes im Gebirge. n

leistet Dr. Michael Forcher schon seit Jahrzehnten Hervorragendes für die geistige Darstellung des Landes im Gebirge.
2 2 Aus den KOMPANIEN … N° 1 | Februar 2017

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Aus den KOMPANIEN …

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2 2 Aus den KOMPANIEN … N° 1 | Februar 2017 Schenna Hias Dosser – 70

Schenna

Hias Dosser – 70 & Hansjörg Ainhauser – 50

Der ehem. Hauptmann der SK „Erzherzog Johann“ Schenna Hias Dosser feierte im Sommer seinen 70. Geburtstag. Dazu lud er all seine Kameraden der Kompanie zu einer Grillfeier im Heimathaus ein. Hauptmann Thomas Egger würdigte seinen Einsatz für die Heimat und übergab ihm als Geschenk eine neue Tiroler Fahne. Auch Hansjörg Ainhauser hatte einen runden Geburtstag zu feiern. Anlässlich seines 50. war die

gesamte Kompanie mit Anhang zu einem Abendessen in seinem Hotel eingeladen. Als Anerkennung wurde ihm ein alter Stich überreicht, der das österreichische Kaiserpaar beim Besuch eines großen Festschießens in Meran im Jahre 1871 zeigt. Schützen und Marketenderinnen wünsch- ten den Jubilaren noch viele schöne und gesunde Jahre. n

ten den Jubilaren noch viele schöne und gesunde Jahre. n Anras Robert Gasser – 80 Jahre
ten den Jubilaren noch viele schöne und gesunde Jahre. n Anras Robert Gasser – 80 Jahre

Anras

Robert Gasser – 80 Jahre

Am 18. Oktober 2016 gratulierte die Schüt- zenführung der SK Anras dem Gründungs- mitglied Robert Gasser zu seinem 80. Ge- burtstag. Gasser ist seit der Neugründung 1955 bei der Kompanie aktiv dabei − also 61 Jahre Mitglied der SK Anras! n

aktiv dabei − also 61 Jahre Mitglied der SK Anras! n Gründungsmitglied der SK Anras Robert

Gründungsmitglied der SK Anras Robert Gasser zum 80. Geburtstag

der SK Anras Robert Gasser zum 80. Geburtstag Oberndorf von Sabine Trabi Josef-Hager-Schützen Oberndorf

Oberndorf

von Sabine Trabi

Josef-Hager-Schützen Oberndorf

Zur Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen luden die Josef-Hager- Schützen und die Sportschützengilde Oberndorf am Heldensonntag. Gemeinsam mit der Kameradschaft Oberndorf, der Freiwilligen Feuerwehr und der Knappschaft Rerobichl-Oberndorf besuchte man zuerst die Kirche und begab sich anschließend zur Kranzniederle- gung beim Kriegerdenkmal.

Bei der folgenden Jahreshauptversammlung im Gasthof Dorfwirt begrüßte Obmann Hans Brandstätter die anwesenden Ehrengäste Bürgermeister Hans Schweigkofler, BOSM Anni Dietmann und Baon-Kommandant Hans Hinterholzer sowie die anwesenden Ver- treter der Vereine und die unterstützenden Mitglieder.

Geehrt wurden heuer Marketenderin Kerstin Fischer für ihre Dienste in der Kompanie mit der Katharina-Lanz-Medaille sowie Fähnrich Hans-Peter Angerlechner für seine 25-jährige Mitgliedschaft mit der Silbernen Speckbacher-Medaille. Weiters wurde für besondere Verdienste für die Kompanie das Bronzene Wappen mit Tiroler Adler an Meinhard Tönig und Horst Wagner übergeben, und Oberschüt- zenmeister Jochen Brunner erhielt das Bronzene Meisterschützen- abzeichen des ÖSB für die erbrachte Schießleistung bei der Tiroler Meisterschaft. Danach folgte in geheimer Wahl die Neuwahl des Vorstandes. Bis auf die heuer neu geschaffene Position des Obmann- Stellvertreters gab es keine Änderungen im Vorstand. Alle bisherigen

gab es keine Änderungen im Vorstand. Alle bisherigen Marketenderin Kerstin Fischer wurde für ihre Verdienste mit

Marketenderin Kerstin Fischer wurde für ihre Verdienste mit der Katharina-Lanz-Medaille ausgezeichnet.

Vorstandsmitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt. Lukas Strobl wird künftig der Stellvertreter für Obmann Hans Brandstätter sein. Nach den kurz gehaltenen Grußworten der anwesenden Ehrengäste, die durchwegs die gute Zusammenarbeit lobten, wurde die Versamm- lung traditionell mit der Tiroler Landeshymne beendet. n

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N° 1 | Februar 2017 Aus den KOMPANIEN … 2 3 Amras von Werner Erhart Christbaumschießen

Amras

von Werner Erhart

Christbaumschießen

Am Sonntag, den 27. November 2016 fand im Rahmen des Pfarrba- zars im Schützenheim das Christbaumschießen der SK Amras statt, wo mehrere Christbäume, Christbaumschmuck, ein Adventkranz, Gutscheine aller Art sowie andere Sachpreise zur Verfügung stan- den. 54 Teilnehmer haben sich gemeldet. Es wurde auf die 10er- Serie, Erwachsene stehend frei, Kinder stehend aufgelegt, sowie auf die Lottoscheibe geschossen. Allen, die sich in den Dienst der guten Sache gestellt haben, sei herzlich gedankt. Der Erlös wurde, gemeinsam mit dem Erlös des Bazars, der Pfarre für soziale Zwecke übergeben. n

Zum Christbaumschießen standen Christbäume, Christbaumschmuck, ein Adventkranz u.v.m. zur Verfügung. Den Erlös erhielt die Pfarre für soziale Zwecke.

Den Erlös erhielt die Pfarre für soziale Zwecke. Reschen von Daniel Stecher Grauner Schützen im Bunker

Reschen

von Daniel Stecher

die Pfarre für soziale Zwecke. Reschen von Daniel Stecher Grauner Schützen im Bunker – beeindruckende Führung

Grauner Schützen im Bunker – beeindruckende Führung durch unbekannte Geschichte

Zu einer besonderen Veranstaltung hat kürzlich die SK Graun eingeladen. Unter der fachkundigen Führung von Florian Eller wurde ein Teil der selbst vielen Einheimischen unbekannten Bunkeranlage in Reschen besichtigt. Der Hauptmann der SK Graun, Daniel Stecher, der unter den Teilnehmern auch den Landeskommandanten des Südtiroler Schützenbundes Elmar Thaler begrüßen konnte, zeigte sich beeindruckt von der bisher unbekannten Dimension dieser Bauwerke.

Es ist der Bunker mit der Nummer 20, der vor einigen Jahren auf Initiative von Florian Eller und Albrecht Plangger der Öffentlich- keit zugänglich gemacht worden ist. Das italienische Militär war schon Anfang der 1990 Jahre abgezogen und hatte Anlagen zurückgelassen. Heute erzählen die unter- irdischen und gut getarnten Bauwerke auf dem Gemeindegebiet von Graun einen Teil der Süd-Tiroler Geschichte. Entlang der Re- schengrenze war in den Jahren 1936 bis 1942 vom faschistischen Italien eine umfangreiche Verteidigungslinie zum Schutz vor einer In- vasion des verbündeten Hitler-Deutschland angelegt. Der Etschquelle-Bunker Nr. 20 war damals im Quellbereich der Etsch errichtet und in den Fels gegraben worden. Die Bauarbeiten waren im Jahr 1939 begonnen, im Jahr 1942 eingestellt und erst in den 1950er Jahren wieder aufgenommen worden. Damals hatte man aufgrund der politischen Umstände beschlossen, bestimmte Verteidigungsanla- gen wieder in Betrieb zu nehmen und mit Kanonen und Maschinengewehren sowie technischen Einrichtungen in den Schieß- kammern auszustatten. Die Bunkeranlage wurde auch mit den für die Truppen nötigen Einrichtungsgegenständen (Feldbetten, Tische, Wasser usw.) ausgestattet und war

(Feldbetten, Tische, Wasser usw.) ausgestattet und war Florian Eller konnte mit anschaulichen Beispielen und viel

Florian Eller konnte mit anschaulichen Beispielen und viel Fachwissen den zahlreichen Teilnehmern der Exkursion das Leben in diesen militärischen Einrichtungen nachzeichnen und die Entstehungsgeschichte in einen größeren Zusammenhang bringen.

bis 1992 operativ. Im Inneren des Bunkers befindet sich bergseitig die Quellstube der Etsch und dürfte, geographisch gesehen, die richtige Etschquelle (weil bergseitig gelegen) sein.

Im Anschluss an die Führung fanden sich die Mitglieder der SK Graun im Gasthof Schwarzer Adler ein, wo der LKdt. des SSB Elmar Thaler in einem kurzweiligen Vortrag

auf die Ziele und Arbeiten des Südtiroler Schützenbundes einging. Anhand von Filmbeiträgen wurde die Aufbauarbeit der letzten Jahre im Schützenbund nachgezeich- net. In einer an die Vorträge anschließenden Diskussion konnten die Anwesenden die Gelegenheit nutzen, gemeinsam mit dem Landeskommandanten wichtige Fragen zum Schützenwesen zu erörtern. n

Franz Höfler * 26. September 1933 in Lana, † 22. November 1961 in Bozen 2

Franz Höfler * 26. September 1933 in Lana, † 22. November 1961 in Bozen

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22. November 1961 in Bozen 2 4 Aus den KOMPANIEN … Lana von Andreas Pixner Schützen

Lana

von Andreas Pixner

Schützen gedenken des Freiheitskämpfers Franz Höfler

Rund 250 Schützen gedachten am Sonntag, den 20. November 2016 des 55. Todestags von Franz Höfler in der Pfarrkirche von Niederlana. Dazu geladen hatte die SK Lana, deren Oberjäger Franz Höfler nach der Wiedergründung im Jahre 1958 war. Franz Höfler verstarb in der Nacht auf den 23. November 1961 in italienischer Untersuchungshaft aufgrund der erlittenen Folterun- gen. Die Familie Höfler, Schützen aus ganz Tirol und Bayern sowie zahlreiche Zivilpersonen nahmen an der Feier teil.

Nach dem Einmarsch in die Pfarrkirche von Niederlana zelebrierte Pater Basilius Schlögl OT die Heilige Messe. Der Pfarrchor Lana hielt dabei seine Cäcilienfeier ab und gestal- tete die Messfeier feierlich mit.

Nach der hl. Messe versammelten sich Schützen und Marketenderinnen am Grabe Franz Höflers, wo Andreas Pixner, Hauptmann der SK Lana, die Anwesenden willkommen hieß. Namentlich begrüßt wurden die Landtagsabgeordneten Myriam Atz Tammerle und Bernhard Zimmerhofer, der stellvertretende Parteiobmann der SVP Zeno Christanell sowie der Obmann des Südtiroler Heimatbundes Roland Lang. Ne- ben den Abordnungen der Kompanien des Schützenbezirkes Burggrafenamt/Passeier mit Bezirksmajor Andreas Leiter-Reber und des Südtiroler Schützenbundes begrüßte er auch die Abordnungen der Partner- kompanie aus Rinn in Nord-Tirol und die befreundete GSK Aschau aus Bayern. Pater Basilius Schlögl OT hielt anschlie- ßend am Grabe der Familie Höfler das Totengedenken für die Verstorbenen der Familie Höfler, aller verstorbenen Schützen der Kompanie Lana sowie auch im Geden- ken an Schütze Christian Viertl von der SK Rinn, der am Vorabend vorbereitet, aber doch unerwartet mit nur 46 Jahren aus dem Leben geschieden war.

Dann ergriff der stellvertretende Landes- kommandant des SSB, Mjr. Heinrich Seyr,

Landes- kommandant des SSB, Mjr. Heinrich Seyr, Die Gedenkansprache von LKdt.-Stv. Mjr. Heinrich Seyr kann

Die Gedenkansprache von LKdt.-Stv. Mjr. Heinrich Seyr kann unter www.schuetzen.com in voller Länge nachgelesen werden. (Foto: Karl Dandler)

das Wort. In treffenden Worten zeichnete er das Leben von Franz Höfler nach. Mit den Worten des Philosophen Immanuel Kant „Der Ziellose erleidet sein Schicksal – der Zielbewusste gestaltet es“ schloss Seyr seine patriotische Rede.

Hptm. Andreas Pixner bedankte sich bei Mjr. Heinrich Seyr für die Gedenkrede. Ebenso fügte er hinzu, dass eine Gedenkfei- er nicht zu einer Gewohnheit verkommen solle, sondern sie solle jeden Anwesenden

dazu motivieren, mit positiven Gedanken und Taten an unserer Gemeinschaft in der Familie, im Dorf und im Land mitzuarbei- ten. Bläser des Musikvereins Lana umrahm- ten die Gedenkfeier in würdiger Weise, und nach dem Abfeuern einer Ehrensalve durch die SK Lana und der Weise vom „Guten Kameraden“ klang die Gedenkfeier mit einer Kranzniederlegung und der Tiroler Landes- hymne aus. n

Kranzniederlegung und der Tiroler Landes- hymne aus. n Innsbruck von Erich Staudinger Gedenkmesse für Ehrenober-

Innsbruck

von Erich Staudinger

Gedenkmesse für Ehrenober- leutnant Werner Margreiter

Am 13. November 2016 fand zum 1. Todestag von Ehrenoberleutnant Werner Margreiter in der Stiftskirche Wilten eine Gedenkmesse statt. Der vor einem Jahr verstobene Wiltener war langjähriger Träger der Bundesstandarte. n

Werner Margreiter war langjähriger Träger der Bundesstandarte.

war langjähriger Träger der Bundesstandarte. n Werner Margreiter war langjähriger Träger der Bundesstandarte.

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N° 1 | Februar 2017 Aus den KOMPANIEN … 2 5 Scharnitz von Thomas Strasser Der

Scharnitz

von Thomas Strasser

Der November in der Kompanie Scharnitz

Auch im November waren die Schützen in Scharnitz sehr aktiv. Bei der Heldenehrung am 6. November 2016 wurde Leutnant Chris- tian Achleitner für seine 15-jährige Tätigkeit mit der Haspinger- Medaille ausgezeichnet. Der langjährige Kassier Christian Strasser wurde zum Oberjäger und Obmann Peter Hartmann zum Zugfüh- rer befördert. Die Verleihung der Auszeichnung und der Ehrungen wurden von Bürgermeisterin Isabella Blaha, Hptm. Roland Holz- mann und Obm. Peter Hartmann durchgeführt. Die SK Scharnitz bedankt sich für die hervorragende Bewirtung bei Ritschi Wagner und seinem Team in der „Alten Mühle“ in Scharnitz. Beim Dorfschießen der Schützengilde Scharnitz konnte eine Mann- schaft der Kompanie den hervorragenden zweiten Platz erringen. Eine Woche später waren die Schützen wieder gefordert, und zwar beim Watterturnier. Hptm. Roland Holzmann konnte nach einigen interessanten Spielen dem Siegerpaar Rina und Walter Lechthaler zum Sieg gratulieren. Den zweiten Platz konnten sich sein Sohn Klaus und Stefan Taxauer sichern, vor den Alt-Meistern Walter Draxl und Josef Neuner. Das nächste Watterturnier findet am Pfingstsonntag, den 4. Juni 2017 in Scharnitz statt. n

am Pfingstsonntag, den 4. Juni 2017 in Scharnitz statt. n Mieders von Franziska Jenewein Spende: Tiroler

Mieders

von Franziska Jenewein

Spende: Tiroler Schützen- zeitung für alle Mitglieder der SK Mieders

Die SK Mieders möchte sich beim Ehrenkranzträger Gotthard Jene- wein mit einem großen Vergelt’s Gott für seine großzügige Spende bedanken. Der Ehrenkranzträger teilte bei der Jahreshauptversamm- lung am 7. Dezember 2016 der SK Mieders mit, dass er mit seiner Spende für ein Jahr lang allen Mitgliedern der Kompanie die Tiroler Schützenzeitung zukommen lassen möchte. Mit seiner Spende wird hier Tradition und ein Stück unserer Heimat unterstützt. n

Danke!
Danke!
und ein Stück unserer Heimat unterstützt. n Danke! Im Monat November fanden viele Veranstaltungen in und

Im Monat November fanden viele Veranstaltungen in und rund um die SK Scharnitz statt, und Ausgewählte wurden für ihre Ver- dienste ausgezeichnet und geehrt.

wurden für ihre Ver- dienste ausgezeichnet und geehrt. Umhausen von Markus Lutz Schützenkrippe in Umhausen Die

Umhausen

von Markus Lutz

Schützenkrippe in Umhausen

Die Krippe der SK Umhausen wird heuer bereits zum 12. Mal aufgebaut. Da die Krippe während des Jahres teilweise zerlegt gelagert wird, erfordert der Zusammenbau und Aufbau jedes Mal die Arbeit von ca. 10 Schützenkameraden, welche mit den Arbeiten ca. einen halben Tag lang beschäftigt sind. Die Krippe steht auf der sogenannten „Mure“ auf halbem Weg zwischen der Kirche und dem neuen Friedhof. Da der Weg zum Kurhotel in Umhausen ebenfalls an der Krippe vorbei führt, wird sie gleichermaßen von Kurgästen und Einheimischen betrachtet. Die Krippe wurde vor 12 Jahren nach einer Idee des damaligen Hptm. Erwin Pixner in der Tisch- lerei von Olt. Michael Dittberner gebaut. Die Figuren stammen ebenfalls aus der Hand von EHptm. Erwin Pixner. Hptm. Alois Köfler achtet darauf, dass die Krippe nach Tiroler Brauch spätestens zu Mariä Lichtmess wieder abgebaut wird. n

Die Krippe wird im November aufgebaut und spätestens zu Mariä Lichtmess abgebaut.

Lichtmess wieder abgebaut wird. n Die Krippe wird im November aufgebaut und spätestens zu Mariä Lichtmess
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2 6 Aus den KOMPANIEN … N° 1 | Februar 2017 Sistrans von Thomas Saurer Sonnenburger

Sistrans

von Thomas Saurer

Sonnenburger SK Sistrans: Renovierung der Krieger- kapelle – „Ein Geschenk an die Gemeinschaft“

Aus Anlass des 60-jährigen Bestehens hat die Sonnenburger SK Sistrans die Kriegerkapelle wieder instand gesetzt − und das in einer beachtlichen Gemeinschaftsaktion. 2016 konnte die Sonnenburger SK Sistrans ihr 60-jähriges Bestehen seit der Wiedergründung im Jahre 1956 feiern. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums wurde – neben vielen weiteren Aktivitäten – die Kapelle am alten Friedhof aufwändig saniert. Dabei wurden u.a. die Platten der Eingangsstu- fen repariert und die Gitter abmontiert, sandgestrahlt und wieder neu beschichtet. Hauptmann Hans Kirchmair berichtet über die weiteren Schritte: „Die Gitteraufhängungen wurden neu verankert, da bereits rundherum der Putz ausgebrochen war. Der Putz an der Vorderfront wurde bis zur Höhe der Friedhofsmauer erneuert sowie innen und außen komplett neu gestrichen. Für alle Arbeiten haben wir nur hochwertige Materialien verwendet, um das Bauwerk noch lange erhalten zu können.“ Die Kriegerkapelle erstrahlt nun wieder in neuem Glanz. Der Sistranser Kompaniekommandant freut sich über das Ergebnis und dankt allen, die mitgewirkt haben: „Es war eine tolle Gemein- schaftsaktion! Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die mitgeholfen haben, dieses Sistranser Kulturgut zu erhalten.“ Am Gefallenen- gedenk- und Schützenjahrtag, dem 6. November 2016, konnte die Kapelle von Pfarrer Adrian Gstrein gesegnet werden. n

die Kapelle von Pfarrer Adrian Gstrein gesegnet werden. n See von Ludwig Juen Die Kriegerkapelle wurde

See

von Ludwig Juen

Adrian Gstrein gesegnet werden. n See von Ludwig Juen Die Kriegerkapelle wurde im Jahre 1714 als

Die Kriegerkapelle wurde im Jahre 1714 als Totenkapelle erbaut. Die malerische Umgestaltung zur Kriegerkapelle erfolgte 1959 durch Franz Seelos. 1987 wurde eine erste Restaurierung durch die SK Sist- rans vorgenommen; dabei wurde besonders auf die Trockenlegung Wert gelegt.

60 Jahre Wiedergründung Schützenkompanie See

Im Jahr 2016 jährt sich die Wiedergründung der SK See zum 60. Mal. Dieses Jubiläum war Anlass, langjährige Mitglieder zu ehren. Am 10. Juli 2016 war die Gemeinde Austragungsort für das Paznauner Talschützenfest anlässlich des 60-Jahr-Jubiläums der „Albert Waibl“ SK See. Dieses Jubiläum wurde mit einem feier- lichen Einmarsch der Paznauner Schützen, der Ehrenkompanie Spiss, der Musikkapelle See sowie zahlreicher Abordnungen und Ehrengäste begangen. Der Festgottesdienst wurde vom Talschüt- zenkurat Pater Bernard Speringer, dem Herz-Jesu-Missionar Pater Hans Schmid und Diakon Herber Scharler zelebriert und von der MK See musikalisch umrahmt. In seiner Festrede zum Thema „Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft“ ging Olt. Bernhard Pircher auf Aspekte wie Respekt, Dankbarkeit, Wertschätzung, Gemeinschaft, Freiheit, Heimat und Frieden ein. Anschließend wurden im Beisein von Landtagsvize- präs. Anton Mattle, Alt-LA Heinrich Juen, Bgm.-Stv. Michael Zan- gerl, Regiments- und Viertelkdt. Fritz Gastl, BKdt. Martin Schön- herr und Talschaftskdt.-Stv. Norbert Reich das Gründungsmitglied Ehrenleutnant Serafin Ladner für 60 Jahre und Leutnant Anton Gstrein für 50 Jahre treue Mitgliedschaft bei der Albert Waibl SK See geehrt. Menschen wie der Serafin und der Anton sind für die ganze Kompanie ein leuchtendes Vorbild für Pflichtbewusstsein und Kameradschaft! n

Anni Zangerl beim Verteilen der Erinnerungsbänder „60 Jahre Albert Waibl SK See“.

und Kameradschaft! n Anni Zangerl beim Verteilen der Erinnerungsbänder „60 Jahre Albert Waibl SK See“.

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N° 1 | Februar 2017 Aus den KOMPANIEN … 2 7 Innsbruck von Bernhard Huter Jahrtag

Innsbruck

von Bernhard Huter

Jahrtag der Speckbacher Schützenkompanie Innsbruck-Arzl

Am ersten Sonntag im Oktober hielt die Speckbacher SK Inns- bruck-Arzl ihren Schützenjahrtag mit einer Messe, dem Gedenken an die verstorbenen Kompaniemitglieder und die Gefallenen der vergangenen Kriege sowie einer Ehrung verdienter Kompaniemit- glieder ab. Durch das durchwachsene Wetter konnte die Feldmesse nicht wie üblich am Kalvarienberg abgehalten werden. Die Messe wurde in der Pfarrkirche Arzl durch den Altpfarrer von Arzl, Pater Dr.v MCC Franz Weber zelebriert. Nach der Messe wurde am Eh- renmal vor dem Anwesen zum „Höggele“ in der Johannesgasse der Hauptleute der Speckbacher SK Innsbruck Arzl gedacht, ein Kranz niedergelegt und eine Ehrensalve abgefeuert. Die Stadtmusikka- pelle Innsbruck-Arzl hat die Feierlichkeit zum Schützenjahrtag in gewohnter Weise mit festlicher Musik umrahmt. Ein herzliches Vergelt’s Gott an die Kameraden von der Stadtmu- sikkapelle Innsbruck-Arzl. Witterungsbedingt wurde der Abschluss des Schützenjahrtages mit den Ehrungen und dem geselligen Ausklang in der Feuerwehr Arzl abgehalten. Neben dem Landes- kommandanten-Stellvertretern, konnten auch der Hauptmann der Standschützenkompanie Pradl Thomas Krautschneider, Ehren- kranzträger der SK und Gönner begrüßt werden. n

Neustift/Afing

Neustift/Afing

von Florian von Ach

begrüßt werden. n Neustift/Afing von Florian von Ach Mit der Abhaltung des traditionellen Schützenjahrtages an

Mit der Abhaltung des traditionellen Schützenjahrtages an einem traditionellen Tag wurde ein Beitrag zur Wahrung unserer Traditio- nen und Pflege der Bräuche geleistet.

Großer Erfolg der „Tiroler Liederabende“

Die Schützenkompanien von Afing und Neustift haben, in Zusammenarbeit mit dem SBB, mit großem Erfolg das Projekt „Ti- roler Liederabende“ gestartet. Ziel dieses Projektes ist es, das deutsche Liedgut im südlichen Tirol zu verbreiten und vor allem der Jugend vermehrt zugänglich zu machen. Der Schwerpunkt dabei liegt auf leicht eingängliche, melodische Heimat-, Schüt- zen-, Soldaten- und Wanderlieder, die in lockerer Atmosphäre zu Gitarrenklang eingeübt werden, um bei Anlässen wie dem Herz-Jesu-Feuern, bei geselligen Zusammenkünften aber auch spontan bei Wanderungen und nach Ausrückungen gesungen werden zu können.

So fand zunächst in Neustift der erste „Tiroler Liederabend“ statt. Hptm. Stefan Vonklausner konnte dabei über 60 Teilnehmer begrüßen, die unter Leitung des Sprechers der Universitätssängerschaft Skalden, Max Kurz, den Liederabend sichtlich genossen und aus voller Brust mitsangen. Der SSB war durch Bundesgeschäftsführer Mjr. Dr Florian von Ach vertreten, der in seiner Begrüßung der Hoffnung Ausdruck verlieh, dass diese Liederabende möglichst weite Verbreitung finden, denn unser Liedgut droht, immer mehr in der Hintergrund zu rücken und in Vergessenheit zu geraten. Mjr. von Ach betonte, dass es eine wesentliche Aufgabe der Schützen sei, das deutsche Liedgut als Aus- druck der Tiroler Kultur an kommende Generationen weiterzugeben und dass sich hierfür die Vermittlung durch geschulte Fachkräfte wie die Sängerschaft Skalden bestens anbiete. So erklangen dann noch bis in die späten Nachtstunden viele Schützen- und Heimatlieder in froher Runde.

In Afing fand wenige Wochen darauf ein weiterer „Tiroler Lieder- abend“ statt, wobei Hptm. Helmut Gostner über 90 Teilnehmer begrüßen konnte. Der SSB war durch Bundeskulturreferentin Dr. Margareth Lun vertreten, die in ihrer Begrüßung den hohen kultu- rellen Wert des deutschen Liedgutes für eine ethnische Minderheit betonte. Die Sängerschaft Skalden verstand es bestens, durch die fachkundige, doch immer gesellig-lockere Führung der Veranstal-

doch immer gesellig-lockere Führung der Veranstal- Im gemütlichem Rahmen wurde in Neustift, Afing und Auer

Im gemütlichem Rahmen wurde in Neustift, Afing und Auer Tiroler Liedgut gepflegt.

tung den Anwesenden einen fröhlichen, interessanten und kulturell ansprechenden Abend zu bereiten. Weitere „Tiroler Liederabende“ in anderen Schützenbezirken sind bereits fest geplant. Der Schüt- zenbund ist sich sicher, damit einen Beitrag zur Erhaltung Tiroler Kulturgutes zu liefern, der nicht nur wichtig ist, sondern auch Freude bereitet. Denn ein altes Sprichwort sagt: „Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder.“ n

2 8 Aus den KOMPANIEN … N° 1 | Februar 2017

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2 8 Aus den KOMPANIEN … N° 1 | Februar 2017 See von Ludwig Juen Verleihung

See

von Ludwig Juen

Verleihung der Bronzenen Verdienstmedaille an Helmut Dobler

Helmut Dobler stammt aus einer Schützenfamilie und ist seit über drei Jahrzehnten Mitglied der „Albert Waibl“ SK See. Er ist seit 2011 im Kompanieausschuss und hat dort die Funktion als Zeug- wart inne. Helmut Dobler zeichnet sich besonders durch seine Verlässlichkeit bei den Ausrückungen aus, und er ist immer dann zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Seine kameradschaftliche und ruhige sowie besonnene Art in seinem Wirken wird allseits sehr geschätzt.

Lieber Helmut, mit dieser Ehrung dürfen wir dir unseren Dank und Anerkennung für deine Mitarbeit und deinen persönlichen Einsatz um das Schützenwesen in unserem Dorf ausdrücken. n

Obm. Ludwig Juen, Helmut Dobler und Hauptmann Josef Juen (Foto: Konrad M.)

Helmut Dobler und Hauptmann Josef Juen (Foto: Konrad M.) Rietz von Matthias Pfurtscheller 1. Tiroler Kanonentreffen
Helmut Dobler und Hauptmann Josef Juen (Foto: Konrad M.) Rietz von Matthias Pfurtscheller 1. Tiroler Kanonentreffen

Rietz

von Matthias Pfurtscheller

1. Tiroler Kanonentreffen in Rietz

Matthias Pfurtscheller 1. Tiroler Kanonentreffen in Rietz Definition von Tradition und Heimat: Kreuz, Tiroler Adler,

Definition von Tradition und Heimat: Kreuz, Tiroler Adler, Musikkapelle, Schützen mit Fahnen und Kanonen; im Hintergrund das Haus „’s Hoamatl“.

Vor 20 Jahren wurde die Kanone der SK Rietz gebaut. Die feierliche Segnung erfolgte beim Bataillonsfest 1996, und der damalige LH Wendelin Weingartner hatte die Kanone der SK Rietz zu diesem Anlass erstbeschos- sen. Seitdem ist die Kanone bei fast jedem Ausrücken der Kompanie mit dabei.

Am 4. September 2016 wurde zum 20-Jahr- Jubiläum ein Kanonenfest organisiert. Die Idee für das 1. Tiroler Kanonentreffen kam vom Leutnant und Kanonier Heinz

Hacksteiner, der damals auch maßgeblich am Kanonenbau beteiligt war. Über 30 Ka- nonen waren beim Fest vor Ort: Kanoniere, Hauptmänner, großteils auch Fahnenabord- nungen und Jungschützen kamen aus ganz Tirol: von Galtür bis Langkampfen, von Ried-Kaltenbach bis Lechaschau! Sogar eine Abordnung aus Wolkenstein war zu diesem Fest angereist. Eine besondere Attraktion waren selbstverständlich die beeindrucken- den Kanonen von Tösens und Zirl, die von Pferdegespannen gezogen wurden.

Nach der Feldmesse am Gemeindeplatz folgte der Einzug zum Festgelände beim Sportplatz, wo das Fest nach einigen Kanonenschüssen gemütlich ausklang. Dabei wurden bereits Pläne für das nächste Kanonentreffen geschmiedet.

Die SK Rietz möchte sich noch einmal bei den zahlreichen Teilnehmern bedanken, die die weite Anreise nicht gescheut haben und bei diesem Fest dabei waren. n

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N° 1 | Februar 2017 Aus den KOMPANIEN … 2 9 Rovereto von Pio Gazzini Mercatino

Rovereto

von Pio Gazzini

Mercatino di Natale

Auch in diesem Jahr hat die SK Destra Ades auf dem Weihnachtsmarkt in Rovereto (Rofreit) am Wochenende vom 16. und 17. Dezember einen Glühweinstand betrieben.

Als Standort wurde ein alter Hauseingang im historischen Zentrum der Via Mazzini gewählt, welcher sehr gemütlich und weih- nachtlich geschmückt war.

Der Glühwein wurde in einem großen Kessel, der an einem Dreifuß aufgehängt war, über offenem Feuer warmgehalten und den Besuchern mit einer Kelle in die Gläser gefüllt. Dazu wurden hausgemachte Süßigkeiten wie Kekse und der traditionelle Zelten angeboten.

Musikkapellen, die durch den Christ- kindlmarkt zogen, hielten am Stand der Schützen und schufen mit ihrer Musik eine bewegende Weihnachtsstimmung. Viele Besucher und Touristen haben hier gerne

Viele Besucher und Touristen haben hier gerne eine Pause eingelegt, um sich aufzuwärmen und die schöne

eine Pause eingelegt, um sich aufzuwärmen und die schöne Atmosphäre zu genießen. Die eingenommenen Gelder wurden der

Organisation „Vivere in Hospice“ gespen- det, welche im Altersheim von Mori durch ehrenamtliche Helfer tätig ist. n

von Mori durch ehrenamtliche Helfer tätig ist. n Villa Lagarina von Pio Gazzini Hl. Messe für

Villa Lagarina

von Pio Gazzini

Hl. Messe für Franz Joseph I.

Lagarina von Pio Gazzini Hl. Messe für Franz Joseph I. Am Sonntag, dem 20. November wurde

Am Sonntag, dem 20. November wurde in der Kirche „Santa Maria Assunta“ in Villa Lagarina als Erinnerung an den Tod von Kaiser Franz Joseph I. eine heilige Messe gefeiert. Sie wurde von Don Ernesto Villa zelebriert und vom Organisten Ernesto Frapporti musikalisch mitgestaltet.

Sehr bewegend war der Moment, als von der Orgel die würdevollen Melodien der Kaiserhymne und der Tiroler Landeshymne erklangen. Anwesend waren die Schützenkompanien Destra Ades, Rofreit-

Rovereto, Arch-Arco, Brandtal/Trumelays-Vallarsa/Trambileno, die Kaiserschützen Trient und einige Ehrengäste, unter ihnen auch der Bildungsreferent des Bezirks Brixen, Mjr. Josef Kaser. Ebenso waren viele Anwohner anwesend, die die Schützen am Ausgang mit einem kräftigen Applaus bedachten.

Nach der Messe begaben sich Schützen und Gäste zu einer gemein- samen Mahlzeit in das Restaurant des Wohltätigkeitsvereins „La Ruota“, welcher auch von der SK Destra Ades unterstützt wird. n

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Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

2017 3 0 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN Amras von Werner Erhart Weihnachtsfeier der Jungschützen

Amras

von Werner Erhart

Weihnachtsfeier der Jungschützen

Die Weihnachtsfeier der Amraser Jungschützen, welche am 10. Dezember 2016 im Schützenheim stattfand, war von Jungschützen- betreuer Mario Raas, Carin Asmink und Simon Krisotakis sehr gut vorbereitet. Unter dem schön geschmückten Christbaum standen viele kleine, aus Holzwäschekluppen gefertigte Krippen, welche die Kinder mit Hilfe von Tina und Hannes Schiener selbst gebastelt hatten.

Mit den Jungschützen waren auch einige Eltern gekommen. Als Gäste konnte Hptm. Alexander Stampfer den Schützenkuraten Nikolaus Albrecht, den EHptm. Mjr. Josef Haidegger, den ersten JS-Betreuer von Amras Sebastian Thurner mit Gattin, Alt-Obmann ELt. Hannes Fraisl und EOlt. Werner Erhart mit Gattin begrüßen. Schützenkurat Albrecht, Hptm. Stampfer und EHptm. Haidegger hielten kurze Ansprachen, wobei letzterer besonders auf das Motto der Tiroler Schützen „Auf jeden kommt es an“ einging. Es folgte eine Bescherung, bei der alle Jungschützen und Jungmar- ketenderinnen kleine Geschenke bekamen. Für das leibliche Wohl war mit Keksen, Kuchen, von Jungschützenmüttern gebacken, und Kaffee gesorgt. Wer wollte, bekam auch eine gute Suppe. n

Das Flötenspiel und das Singen von weihnachtlichen Liedern ergänzte die Feier.

das Singen von weihnachtlichen Liedern ergänzte die Feier. Amras von Werner Erhart Waldweihnacht der Innsbrucker
das Singen von weihnachtlichen Liedern ergänzte die Feier. Amras von Werner Erhart Waldweihnacht der Innsbrucker

Amras

von Werner Erhart

Waldweihnacht der Innsbrucker Jungschützen

Die Waldweihnacht am Tummelplatz am Samstag, den 17. Dezember 2016 war wie- der eine ausgesprochen nette und stimmige Feier. Die Jungschützen und Jungmarke- tenderinnen, die mit ihren Betreuern und teilweise mit ihren Eltern und Geschwistern gekommen waren, waren davon begeistert. Der Tummelplatzverein hat vor der Kreuzkapelle einen Christbaum aufgestellt, und ein Quartett von Jungmusikanten der Musikkapelle Amras spielte weihnachtliche Weisen.

Auch heuer kam der Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa zur Feier und hielt eine kurze Ansprache. Mag. Stephan Obholzer stimmte mit seinen besinnlichen Worten auf die Weihnacht ein. Nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ zogen die Teilnehmer mit brennenden Fackeln vom Tummelplatz nach Amras, wo alle im Gemeindesaal verköstigt wurden.

An dieser Stelle ist besonders dem Trach- tenverein „Die Amraser“ zu danken, der am Nachmittag hier seine eigene Weihnachts-

zu danken, der am Nachmittag hier seine eigene Weihnachts- Mit brennenden Fackeln in der Hand wurde

Mit brennenden Fackeln in der Hand wurde der Ansprache von DDr. Herwig von Staa gelauscht und im Anschluss wurde gemeinsam ein Weihnachtslied gesungen.

feier hatte und nachher noch für das leibli- che Wohl der Teilnehmer der Jungschützen- Waldweihnacht sorgte. Auch die Amraser Marketenderinnen Julia Mayr und Raphaela

Sailer haben fleißig mitgeholfen. Allen, die zum Gelingen dieser schönen Feier beige- tragen haben, sei herzlich gedankt. n

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N° 1 | Februar 2017 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 3 1

Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

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2017 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 3 1 Igls-Vill von Thomas Saurer Treffsicherer

Igls-Vill

von Thomas Saurer

Treffsicherer Schützen-Nachwuchs

Das nun zum 2. Mal veranstaltete Jung- schützenschießen des Viertels Tirol Mitte fand heuer am Schießstand in Igls-Vill statt. In der Luftgewehr-Disziplin „stehend aufgelegt“, und für die besonders geübten sogar „stehend frei“, ließen die Jungmar- ketenderinnen und Jungschützen nichts unversucht, ihr Bestes zu geben. Es galt die Treffsicherheit unter Beweis zu stel- len: Sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung, und hier wiederum kommen nur die besten Vier der jeweiligen Bataillone in die Wertung Für Spannung war also gesorgt! Unter strengsten Wettkampfbedingungen konnte sich der Schützenbezirk Hall-Ret- tenberg mit 395,8 Ringen überlegen gegen die Verfolger das Baon Sonnenburg mit 388,8 Ringen, dicht gefolgt vom Baon Hör- tenberg mit 387,6 Ringen, durchsetzen. Die Tatsache, dass die Sieger auch den diesjäh- rigen Schützenkönig Samuel Isser mit der unglaublichen Ringzahl von 100,7 stellen, untermauerte nur die starke Leistung der Mannschaft von Hall-Rettenberg. Bei den Einzelwertungen ging es zur Freude aller bunt gemischt zu, nahezu jedes Bataillon konnte in den vorderen Rängen mitmischen. Bei der Teilerwertung, also dem schönsten Zehner, konnte Christoph Felderer, ebenso vom Bezirk Hall-Rettenberg, mit 12,0 Teilern überzeugen und sich den 1. Rang

mit 12,0 Teilern überzeugen und sich den 1. Rang Jungschützenkönig Samuel Isser knackte die 100 Ringe!

Jungschützenkönig Samuel Isser knackte die 100 Ringe!

sichern. Die Preisverteilung nahmen der Viertelkdt. Mjr. Rupert Usel, der Viertel- Schießreferent Olt. Ernst Markt, Innsbrucks Bataillonskdt. Mjr. Helmuth Paolazzi, die Baon-JS-Betreuerin Maria Luise Feichtner und Innsbrucks Amtsführender Stadtrat Franz Xaver Gruber unter der Moderation des Viertel-JS-Betreuers Lt. DI Thomas Zangerl vor. Der Organisator für das Viertel Tirol Mitte, DI Thomas Zangerl, zeigte sich begeistert von der vorbildlichen Disziplin und den hervorragenden Ergebnissen: „Es freut

mich immer wieder zu sehen, wie trotz eines laufenden Wettkampfs die Mädels und Jungs aufeinander achten und kame- radschaftlich miteinander umgehen. Eine sportlich faire Plattform, die man in ande- ren Sportarten und Vereinen oft vermisst.“ Auch an dieser Stelle gebührt den Vertre- tern der SK Igls-Vill und der Schützengilde Igls-Vill ein herzlicher Dank für die Vorbe- reitung und die hervorragende Durchfüh- rung des Viertelschießens. Das war wieder einmal ein positives Zeichen für die Jugend- arbeit im Schützenwesen. n

Zeichen für die Jugend- arbeit im Schützenwesen. n St. Lorenzen von Verena Geier Nähkurs für

St. Lorenzen

von Verena Geier

Nähkurs für Marketenderinnen

Die Landesleitung der „Marketenderinnen im SSB“ organisiert immer wieder Kurse für die weiblichen Mitglieder des Schüt- zenbundes. Dazu zählen auch Kurse, welche die Tracht betreffen, wie ein Näh- und Flickkurs im Pustertal.

Am Vormittag des 29. Oktober kamen interessierte Marketende- rinnen nach St. Lorenzen, wo die Schneidermeisterin Elisabeth Mooswalder in ihrem Atelier wichtige Tipps zum schnellen Flicken der Tracht und zum Annähen von Knöpfen oder Hafteln gab. Die Frauen brachten auch Trachtenschürzen mit, um zu erlernen, wie ein Saum in kurzer Zeit wieder festgenäht werden kann. Auch nicht geübte Handarbeiterinnen und Anfängerinnen konnten sich viele kleine Handgriffe aneignen. Zudem zeigte Frau Mooswalder anhand verschiedener Trachten die Besonderheiten dieses wunder- baren Kleidungsstücks auf und brachte den Teilnehmerinnen so näher, wie viel Arbeit und Zeit in einer Tracht stecken. n

In geduldiger Art und Weise konnte die Schneidermeisterin den Marketenderinnen wichtige Feinheiten des Nähens mit der Hand beibringen und sicher bei einigen Teilnehmerinnen die Freude am Nähen auch für zuhause wecken.

des Nähens mit der Hand beibringen und sicher bei einigen Teilnehmerinnen die Freude am Nähen auch
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Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

2017 3 2 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN Marling von Werner Oberhollenzer

Marling

von Werner Oberhollenzer

Jungschützenbetreuer-Seminar: Spielen will gelernt sein

Alljährlich findet für die Jungschützen- betreuer/innen ein Fortbildungsseminar statt. In diesem Jahr ging es ums Thema „Spielen will gelernt sein“. 14 Betreuer kamen in die Aula der Schule von Mar- ling, um von Hannes Waldner vom Ju- genddienst Meran über den aktuellsten Stand der Spielpädagogik aufgeklärt zu werden. Immer wieder stehen die Betreu- er vor der Aufgabe, die Jungschützen und Jungmarketenderinnen bei Zeltlagern, Ausflügen, Kompaniefesten und vielen anderen Veranstaltungen gekonnt zu unterhalten.

Waldner gab nützliche Tipps und Tricks und zeigte auf, mit wie wenig Aufwand ein Spiel aufgebaut und durchgeführt werden kann, so dass es den Kindern und Jugendli- chen viel Spaß macht. Die Betreuer konnten selbst die Spiele ausprobieren und am eigenen Leib feststellen, wie die verschie- denen Spiele auf die jungen Mitglieder im Schützenbund wirken. Alle konnten davon überzeugt werden, dass durch die Spiele das

konnten davon überzeugt werden, dass durch die Spiele das Organisiert wurde das Seminar vom

Organisiert wurde das Seminar vom Bundesjungschützenbetreuer des SSB Mjr. Werner Oberhollenzer in Zusammenarbeit mit Bezirksmajor Andreas Leiter-Reber vom Schützen- bezirk Burggrafenamt-Passeier.

Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt und ihre Kreativität gefördert wird. Die Betreuer waren begeistert von den zahlreichen Spielemöglichkeiten, welche ih- nen Waldner nahe brachte. Es gilt nun, das neu Erlernte bei den Veranstaltungen des

Bundes, der Bezirke und der Kompanien in die Praxis umzusetzen. Alle Teilnehmer wünschten sich auch für die Zukunft eine Wiederholung des Seminars. n

auch für die Zukunft eine Wiederholung des Seminars. n Mieders von Franziska Jenewein „Wir tragen es

Mieders

von Franziska Jenewein

„Wir tragen es von Haus zu Haus, das Friedenslicht“

Alle Jahre wieder wird vor Weihnachten das Friedenslicht in der Geburtsgrotte von Bethlehem entzündet. Am Heiligen Abend wird es an alle Menschen in ganz Tirol verteilt. Verschiedene Organisati- onen nehmen sich dieser Aufgabe an.

In der Gemeinde Mieders haben sich, zum 1. Mal am 24. Dezember 2016, die beiden Jungschützen und die Ministranten zusammenge- schlossen, um das Friedenslicht von Haus zu Haus zu tragen. Das Licht soll daran erinnern, sich für den Frieden einzusetzen. Es sind somit alle Menschen aufgefordert, in ihren Lebensumfeldern Frieden zu schaffen, so wie das kleine Licht von Kerze zu Kerze und von Hand zu Hand weitergegeben wird. Das Brauchtum entstand 1986 in Oberösterreich.

All die großzügigen Spenden aus der Gemeinde kommen nun der Pfarre Mieders für verschiedene Projekte zugute. Den Jungschützen, Ministranten und Begleiterinnen und Begleitern wurde im Schützenlokal Mieders mit einer warmen Nudelsuppe und Würstel gedankt. Vielen Dank an die Gönner und Spender! n

Das Team aus Jungschützen, Jungmarketenderinnen und Ministranten mit ihren Begleiterinnen und Begleitern, die das Licht von Haus zu Haus getragen haben.

und Ministranten mit ihren Begleiterinnen und Begleitern, die das Licht von Haus zu Haus getragen haben.

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N° 1 | Februar 2017 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 3 3

Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

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2017 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 3 3 Eppan von Miriam Schwarzer Jungschützen des Bezirks Bozen

Eppan

von Miriam Schwarzer

Jungschützen des Bezirks Bozen aktiv: 4.578 Euro für guten Zweck

Etwas Gutes getan haben 35 Jungschützen des Schützenbezir- kes Bozen in der Weihnachtszeit. Gemeinsam mit ihrer Bun- desjugendreferentin Miriam Schwarzer haben sie für einen guten Zweck Kekse gebacken und diese in den Dörfern des Schützenbezirkes mit Hilfe der örtlichen Schützenkompanien verkauft. Der Erlös kam nun jenen zugute, denen es nicht so gut geht. Kürzlich wurde die stolze Summe von 4.578 Euro im Zigglkeller der Konditorei Peter Paul in Eppan an Renate Tscha- ger von der Kinderkrebshilfe Peter Pan übergeben. Erfreut über die großzügige Spende der Jungschützen erklärte sie den Anwesenden, wie die Spende sinnvoll eingesetzt werde, und wie wichtig es sei, die eigene Gesundheit zu schätzen.

und wie wichtig es sei, die eigene Gesundheit zu schätzen. Der Spendenscheck wurde an die Kinderkrebshilfe

Der Spendenscheck wurde an die Kinderkrebshilfe Peter Pan übergeben.

gebacken worden sind. Anschließend wurden zukünftige Projekte besprochen, durch die in Not geratenen Kindern geholfen werden kann. n

Sichtlich stolz und berührt lobte LKdt. Elmar Thaler die Spenden- aktion seiner Jungschützen und deren Jungschützenbetreuer. Auch zeigte er sich erfreut darüber, dass mit der lokalen Wirtschaft gut zusammengearbeitet wurde. In Vertretung der Gemeinde Eppan dankte Jugendreferentin Monika Hofer Larcher den Jungschützen. Sie fand es beachtlich, was die jungen Menschen unternommen ha- ben, und betonte, dass die Schützen eine wichtige Institution in der Gemeinde seien. Es freue sie, dass auch die Jungen aktiv werden, Initiative zeigen und Gutes für andere tun. Ein Dank wurde an Rudi Pertoll von der Konditorei Peter Paul ge- richtet, in dessen Backstube die Kekse mit fachkundigem Personal

in dessen Backstube die Kekse mit fachkundigem Personal Rodeneck von Judith Valentin Treffsicher: Marketenderinnen

Rodeneck

von Judith Valentin

Treffsicher: Marketenderinnen am Schießstand

Am Samstag, den 12. November 2016 luden die Bezirksmarketenderinnen Viktoria Stampfl und Judith Valentin zum Freund- schaftsschießen der Marketenderinnen der Bezirke Brixen und Pustertal ein. Nach kurzer Begrüßung mit Ablauferklärung ging es am Schießstand von Rodeneck los. Rund 20 Marketenderinnen der beiden Bezirke bewiesen ihr Können am Schieß- stand. Geschossen wurden eine 15er-Serie und ein Tiefschuss stehend aufliegend. Bei gemütlichem Beisammensein lernten sich die Marketenderinnen kennen und tauschten Ideen aus.

Spannend wurde es, als jede Marketenderin die Möglichkeit nutzte, am „Finaleschie- ßen“ teilzunehmen. Der Preis: ein Dirndl- Gutschein im Wert von 150,- Euro. Vier Vierergruppen schossen unter Zeitdruck von 10 Sekunden jeweils einen Schuss, wo- bei nach jedem Schuss ausgewertet wurde. Der schlechteste Schuss schied durch ein K.-o.-System aus. Manche Gruppen hatten nach 3 Sekunden, andere erst nach 10 Sekunden fertig geschossen.

Anschließend fand die Preisverteilung statt. Die beste Serie schoss Viktoria Stampfl mit 149,5 Ringen, gefolgt von Monika Überwas- serer mit 147,9 Ringen und Judith Valentin mit 142,9 Ringen. Der beste Tiefschuss ging an Monika Überwasserer. Die beste Bezirksmannschaft − bestehend aus den

Die beste Bezirksmannschaft − bestehend aus den Einen Dank richten die beiden Bezirksmarketenderinnen an die

Einen Dank richten die beiden Bezirksmarketenderinnen an die Schützenbezirke Brixen und Pustertal für die finanzielle Unterstützung und an die SK Rodeneck für die gute Be- treuung am Schießstand.

drei besten Serien der jeweiligen Bezirke − war der austragende Bezirk Brixen. Beim

„Finaleschießen“ konnte sich Julia Oberho- fer über den Dirndl-Gutschein freuen. n

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Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

2017 3 4 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN Umhausen von Oswald Arnold Weerer Jung- schützenausflug ins

Umhausen

von Oswald Arnold

Weerer Jung- schützenausflug ins Ötztal

Ihren letzten Jahresausflug machten die Weerer Jungschützen ins Ötztal. Gemein- sam mit ihren engagierten Jungschützen- betreuern Olt. Rudolf Wechselberger und Reinhard Votter besuchten sie bei traum- haft schönem Herbstwetter den Stuibenfall und den Greifvogelpark Umhausen. Die Kameradschaft und die Freude, Tiroler Jungschütze zu sein, wurden gestärkt. n

Wir gedenken …

Jungschütze zu sein, wurden gestärkt. n Wir gedenken … Besucht wurden der Stuibenfall und der Greifvogelpark

Besucht wurden der Stuibenfall und der Greifvogelpark Umhausen.

ELt. Senatsrat Univ. Prof. Franz-Heinz von Hye-Kerkdal

† 30. NOVEMBER 2016 - AMRAS

Viele kannten Franz-Heinz von Hye-Kerkdal als geschätz- ten Universitätslehrer, wo er seine Spezialgebiete Landesge- schichte sowie Heraldik und Sphragistik unterrichtete. Als unermüdlicher Volkserzieher erlangte er im ganzen Land Bekanntheit. Es ist erstaunlich, wenn man die Anzahl seiner Veröffentlichungen und die Themen seiner Werke betrach- tet, welche seinen internationa- len Ruf als Wissenschaftler fes- tigten. Als Tiroler Patriot hat ihn auch stets die Zerreißung Tirols beschäftigt. Ihm lagen die geistig-kulturelle Einheit unserer Heimat Tirol sowie das Tiroler Schützenwesen stets am Herzen. Das schlägt sich in seinen vielen Vorträgen, Aufsätzen und Büchern nieder. Viele Vorträge bei Südtiroler Schützenkompanien und meh- rere Publikationen über das Schützenwesen im Süden Tirols machten ihn auch dort bekannt und angesehen. Im Jahr 1990 wurde Dr. Hye der Ehrenkranz des BTSK verliehen, dem 1996

die Auszeichnung mit dem Maximiliankreuz, folgte. Die Südtiroler Schützen haben ihm mit dem Ehrenkranz des SSB gedankt. Die SK Markt Mühl- bach ernannte ihn zum Ehren- leutnant. Der Schützenbezirk Brixen verlieh ihm die Goldene Ehrennadel. Franz-Heinz von Hye-Kerkdal hat aber auch für seine Heimatgemeinde Amras viel geleistet. U.a. machte er sich die Restaurierung der zerschlissenen Fahne der SK Amras aus dem Jahr 1855 zur Aufgabe und übernahm zum überwiegenden Teil die beträchtlichen Kosten dafür. Die SK Amras verlieh ihm 1994 die Ehrenmitgliedschaft und ernannte ihn 1998 zum Ehrenleutnant. Wir danken ihm für alles, was er für seine Heimatgemeinde Amras und

ihm für alles, was er für seine Heimatgemeinde Amras und für ganz Tirol geleistet hat und

für ganz Tirol geleistet hat und das reiche Werk, das er uns hinterlassen hat. Der Herrgott möge es ihm lohnen!

er uns hinterlassen hat. Der Herrgott möge es ihm lohnen! Oskar Trenner † 8. DEZEMBER 2016
er uns hinterlassen hat. Der Herrgott möge es ihm lohnen! Oskar Trenner † 8. DEZEMBER 2016
er uns hinterlassen hat. Der Herrgott möge es ihm lohnen! Oskar Trenner † 8. DEZEMBER 2016
er uns hinterlassen hat. Der Herrgott möge es ihm lohnen! Oskar Trenner † 8. DEZEMBER 2016

Oskar Trenner

† 8. DEZEMBER 2016 - BOZEN

Oskar Trenner, der seit 1961 Mitglied der SK Bozen war, ist am 8. Dezember 2016 nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Von 1970 bis 1976 diente er als Oberjäger und anschließend übernahm er für 20 Jahre das Amt des Ober- leutnants und Kassiers. Nach seinem Rücktritt wurde er zum Ehrenoberleutnant ernannt. Auch wurde Oskar Trenner die Verdienstmedaille des SSB in Bronze sowie die Verdienst- medaille des Landes Tirol für seinen großen Einsatz für das

des Landes Tirol für seinen großen Einsatz für das Schützenwesen, insbesondere für die SK Bozen verliehen.

Schützenwesen, insbesondere für die SK Bozen verliehen. Die Bozner Schützen haben in ihm ein Vorbild verloren und wer- den ihn immer in ehrendem Gedenken halten.

verloren und wer- den ihn immer in ehrendem Gedenken halten. Norbert Mair † 28. DEZEMBER 2016
verloren und wer- den ihn immer in ehrendem Gedenken halten. Norbert Mair † 28. DEZEMBER 2016
verloren und wer- den ihn immer in ehrendem Gedenken halten. Norbert Mair † 28. DEZEMBER 2016
verloren und wer- den ihn immer in ehrendem Gedenken halten. Norbert Mair † 28. DEZEMBER 2016

Norbert Mair

† 28. DEZEMBER 2016  LANA

Die SK Franz Höfler Lana trau- ert um ihren geschätzten und allseits beliebten Ehrenober- leutnant Norbert Mair. Völlig unerwartet und plötzlich ist Norbert einem Herzinfarkt erlegen. Er war seit 1976 Mitglied der Kompanie, davon 12 Jahre Fähnrich, 12 Jahre Oberleutnant und seit 2011 Ehrenoberleutnant. Besonders als die Kompanie 1999 in gro- ßen Schwierigkeiten steckte, war Norbert an vorderster Stelle dabei, um Verantwor- tung zu übernehmen und die Kompanie mit der Zeit wieder zu alter Stärke aufzubauen. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung begleitete die Kompanie Norbert auf seinem letzten Weg und verabschie- dete sich mit einer Ehrensalve sowie dem Fahnengruß von ihm. Mit dem Fahnengruß verabschiedeten sich auch die

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N° 1 | Februar 2017 Wir gedenken … 3 5

Wir gedenken …

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Abordnungen der Partnerkom- panie Rinn aus Nord-Tirol, der GSK Tegernsee aus Bayern und eine starke Abordnung des Schützenbezirks von ihm.

und eine starke Abordnung des Schützenbezirks von ihm. Kurt Mader † 23. NOVEMBER 2016 - INNSBRUCK
und eine starke Abordnung des Schützenbezirks von ihm. Kurt Mader † 23. NOVEMBER 2016 - INNSBRUCK
und eine starke Abordnung des Schützenbezirks von ihm. Kurt Mader † 23. NOVEMBER 2016 - INNSBRUCK
und eine starke Abordnung des Schützenbezirks von ihm. Kurt Mader † 23. NOVEMBER 2016 - INNSBRUCK
und eine starke Abordnung des Schützenbezirks von ihm. Kurt Mader † 23. NOVEMBER 2016 - INNSBRUCK

Kurt Mader

† 23. NOVEMBER 2016 - INNSBRUCK

Die SK Pradl trauert um ihren treuen Kameraden Kurt Mader, der im 75. Lebensjahr plötzlich verstorben ist. Kurt war seit 1967 Mitglied der Kompanie. Seine Kameraden begleiteten ihn auf seinem letzten Weg und erwiesen ihm mit einer Ehrensalve, drei Salutschüssen sowie dem Fahnengruß die letzte Ehre. Ein aufrichtiges Dankeschön an Kurt für alles! Schützen Heil!

aufrichtiges Dankeschön an Kurt für alles! Schützen Heil! EMgl. Johann Schmid † 16. DEZEMBER 2016 -
aufrichtiges Dankeschön an Kurt für alles! Schützen Heil! EMgl. Johann Schmid † 16. DEZEMBER 2016 -
aufrichtiges Dankeschön an Kurt für alles! Schützen Heil! EMgl. Johann Schmid † 16. DEZEMBER 2016 -
aufrichtiges Dankeschön an Kurt für alles! Schützen Heil! EMgl. Johann Schmid † 16. DEZEMBER 2016 -
aufrichtiges Dankeschön an Kurt für alles! Schützen Heil! EMgl. Johann Schmid † 16. DEZEMBER 2016 -

EMgl. Johann Schmid

† 16. DEZEMBER 2016 - KAPPL

Am 16.12.2016 ist Zgf. Johann Schmid, Ehrenmitglied der SK Kappl, nach längerer Krank- heit, aber dennoch unerwartet verstorben. Er ist 1975 der SK Kappl beigetreten und wur- de 2015 zum Ehrenmitglied ernannt. Aus gesundheitlichen

Gründen konnte er in den letz- ten Jahren nicht mehr mit der Kompanie ausrücken, aber bei allen Gelegenheiten, zu denen es sein Gesundheitszustand zuließ, war Johann selbst- verständlich dabei. Johann Schmid wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zu Grabe getragen, und die Kompanie verabschiedete sich mit einer Ehrensalve. Die SK Kappl wird ihm stets ein eh- rendes Andenken bewahren.

SK Kappl wird ihm stets ein eh- rendes Andenken bewahren. Oj. Dipl.Ing. FH Otto Schlaipfer †
SK Kappl wird ihm stets ein eh- rendes Andenken bewahren. Oj. Dipl.Ing. FH Otto Schlaipfer †
SK Kappl wird ihm stets ein eh- rendes Andenken bewahren. Oj. Dipl.Ing. FH Otto Schlaipfer †
SK Kappl wird ihm stets ein eh- rendes Andenken bewahren. Oj. Dipl.Ing. FH Otto Schlaipfer †
SK Kappl wird ihm stets ein eh- rendes Andenken bewahren. Oj. Dipl.Ing. FH Otto Schlaipfer †

Oj. Dipl.Ing. FH Otto Schlaipfer

† 28. SEPTEMBER 2016  ST. JOHANN

Otto Schlaipfer wurde 1938 in Bad Endorf in Bayern gebo-

ren. Er absolvierte zuerst eine Tischlerlehre und beendete

1962 ein Holztechnikstudium

an der FH in Rosenheim. Seine internationale Karriere führte ihn schließlich nach St. Johann

in Tirol. Hier wurde er im Jahr

2000 aktives Mitglied bei der

Fellerschützenkompanie. Da Otto schon für einige Jahre bei der GSK Bad Endorf aktiv

gewesen war, brachte er gleich das richtige Rüstzeug mit. Er engagierte sich tatkräftig in der Kompanie und brachte sich sehr aktiv im Ausschuss ein. Seine lebensgroßen Schützen- figuren aus Holz, welche als Werbung für das Bataillonsfest

2003 in St. Johann in Tirol ent-

standen waren, tun noch heute gute Dienste. Für sein Engage- ment wurde ihm im Jahr 2004 die Bronzene Feller-Verdienst- medaille verliehen. Otto rückte fleißig aus und war auch jedes

Jahr bei den Schützenmärschen zur Partnerkompanie nach St. Johann in Ahrn mit dabei. Die Fellerschützenkompanie St. Johann in Tirol verlor mit Otto Schlaipfer einen allseits geschätzten Kameraden und verabschiedete sich am 4. Oktober 2016 mit dem letzten Fahnengruß und einer würdi- gen Generaldecharge von ihm.

Fahnengruß und einer würdi- gen Generaldecharge von ihm. Siegfried Graf † 9. AUGUST 2016 - ST.
Fahnengruß und einer würdi- gen Generaldecharge von ihm. Siegfried Graf † 9. AUGUST 2016 - ST.
Fahnengruß und einer würdi- gen Generaldecharge von ihm. Siegfried Graf † 9. AUGUST 2016 - ST.
Fahnengruß und einer würdi- gen Generaldecharge von ihm. Siegfried Graf † 9. AUGUST 2016 - ST.
Fahnengruß und einer würdi- gen Generaldecharge von ihm. Siegfried Graf † 9. AUGUST 2016 - ST.

Siegfried Graf

† 9. AUGUST 2016 - ST. LEONHARD I.P.

Siegfried Graf trat 1977 der SK Andreas Hofer St. Leonhard bei. In den 1980er Jahren war er Offizier. Er war stets ein zuverlässiger Kamerad, der bei Jung und Alt sehr beliebt war. Seine Liebe zur Heimat und zu den Bergen brachte Siegfried durch seine Liebe zum Schüt- zenwesen und durch die Jagd zum Ausdruck. Mit einem Ehrensalut und einem letzten Fahnengruß verabschiedeten sich die Schüt- zenkameraden am Friedhof in St. Leonhard von Siegfried.

zenkameraden am Friedhof in St. Leonhard von Siegfried. Sepp Gföll + 29. SEPTEMBER 2016 - ST.
zenkameraden am Friedhof in St. Leonhard von Siegfried. Sepp Gföll + 29. SEPTEMBER 2016 - ST.
zenkameraden am Friedhof in St. Leonhard von Siegfried. Sepp Gföll + 29. SEPTEMBER 2016 - ST.
zenkameraden am Friedhof in St. Leonhard von Siegfried. Sepp Gföll + 29. SEPTEMBER 2016 - ST.
zenkameraden am Friedhof in St. Leonhard von Siegfried. Sepp Gföll + 29. SEPTEMBER 2016 - ST.

Sepp Gföll

+ 29. SEPTEMBER 2016 - ST. WALBURG

Schützenkamerad Sepp Gföll, der im September 2016 im 92. Lebensjahr von uns gegangen ist, wurde in jungen Jahren in den Zweiten Weltkrieg einberufen, wo er den harten Alltag an der Front miterle- ben musste. Diese ergreifende Geschichte erzählte er bis zu seinem Lebensende. Sepp war Gründungsmitglied der SK St. Walburg im Jahre 1959. Erst- mals wurde er 1967 als Ober- leutnant in die Kommandant- schaft gewählt. Dieses Amt hatte er 11 Jahre inne. Später war er mehrere Jahre als Fah- nenleutnant und Kassier tätig. Als Dank und Anerkennung für seinen Einsatz rund um das Tiroler Schützenwesen und in der Kompanie wurde Sepp zum Ehrenleutnant ernannt. Solange es sein Gesundheits- zustand erlaubte, war er immer mit großem Einsatz dabei. Mit einer Ehrensalve verabschiede- te sich die Talschaft Ulten von ihrem Kameraden.

er immer mit großem Einsatz dabei. Mit einer Ehrensalve verabschiede- te sich die Talschaft Ulten von
er immer mit großem Einsatz dabei. Mit einer Ehrensalve verabschiede- te sich die Talschaft Ulten von
er immer mit großem Einsatz dabei. Mit einer Ehrensalve verabschiede- te sich die Talschaft Ulten von
er immer mit großem Einsatz dabei. Mit einer Ehrensalve verabschiede- te sich die Talschaft Ulten von
er immer mit großem Einsatz dabei. Mit einer Ehrensalve verabschiede- te sich die Talschaft Ulten von
N° 1 | Februar 2017 36 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT

N° 1 | Februar 2017

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Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT

| Februar 2017 36 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT 10 Jahre Jasmin Tscholl (Laas); Johanna Schwarz
| Februar 2017 36 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT 10 Jahre Jasmin Tscholl (Laas); Johanna Schwarz

10 Jahre

Jasmin Tscholl (Laas); Johanna Schwarz (Meran); Kathrin Nieder- kofler (St. Johann in Ahrn); Petra Renner (St. Pankraz)

15 Jahre

Patrick Sachsalber und Markus Fleischmann (Goldrain); Flo- rian Lassenberger (Innsbruck-Arzl); Michael Angerer, Patrick Angerer, Wolfgang Luggin, Karlheinz Reisinger, Sonja Stieger und Andreas Tröger (Laas); Michael Weger (Steinhaus); Stephan Vigl und Renato des Dorides (Meran); Thomas Mörtenschlag, Sebastian Saxer und Gottfried Groder (Mieders)

Termine 2017

Februar

19. Andreas-Hofer-Landesfeier in Meran

20. Andreas-Hofer-Gedenkfeier in Mantua

4. März

19.

Februar

März

März

Bundesversammlung des WTSB in Trient

Landesweite Josefifeiern 17. Schimeisterschaften der Tiroler Schützen in Fiss-Ladis

Ordentliche Bundesausschuss-Sitzung in Mils/Reschenhof

Baon-Schützenjahrtag des Baon Kufstein in Vord. Thiersee Bundesgeneralversammlung in Gmund

25.

2. April

April

29. Bundesversammlung SSB in Bozen

25 Jahre

Christian Ratschiller (Goldrain); Christoph Appler (Innsbruck- Arzl); Andreas Leiter (Steinhaus)

30. Bundesversammlung BTSK in Innsbruck

6. Mai

7. Mai

April

Landesschießen in Mieming

Bezirksfest Pustertal in Gais Gauderfest in Zell am Ziller Patronatstag des BBGK in Gaißach 17. Alpenregionsschießen der Schützen in Meran Landesjungschützenschießen in Pfunds/Nauders Wiedergründungsfeier der SK Königsberg in St. Michael an der Etsch 40-jähriges Wiedergründungsjubiläum der SK Montan Parade Bayerischer Gebirgsschützen- kapellen in Benediktbeuern 2. Tiroler Marketenderinnentreffen in Pfalzen „Erlebniswelt Tirol 1809 – Leben und Freiheitskampf Andreas Hofer und Napoleon“ in Schabs

13. Mai

30 Jahre

Lt. Christian Juen (Kappl)

20.

Mai

21.

Mai

40

Jahre

Alois Prieth, Adelbert Ratschiller, Martin Ratschiller und Egon Wellenzohn (Goldrain); Karl Seewald und Robert Hofer (Mie- ders); Uj. Johann Hölbling (Rum), Andreas Geisler und Ernst Winderl (Kolsassberg)

27.

Mai

50 Jahre

Mjr. Siegfried Juen (Kappl); Georg Ruech und Johann Ranalter (Mieders)

55 Jahre

Oj. Alois Ladner und Zgf. Franz Zangerle (Kappl)

65 Jahre

EMgl. Helmut Rudigier und ELt. Johann Stark (Kappl)

70 Jahre

ELt. Robert Müssiggang (Innsbruck-Arzl)

9.–11. Juni

ELt. Robert Müssiggang (Innsbruck-Arzl) 9.–11. Juni Impressum Anschriften der Schriftleitungen: Bayern:

Impressum

Anschriften der Schriftleitungen:

Bayern: Hptm. Hans Baur, Schöttlkarstr. 7, D-82499 Wallgau, Tel. 08825/9219560, Fax 08825/9219561 E-Mail: Baur-Hans@t-online.de Nord-/Osttirol: Franziska Jenewein, Brenner-Straße 56, A-6143 Matrei, Tel. 0664/88265867, E-Mail: zeitung@tiroler-schuetzen.at Süd-Tirol: SSB, Schlernstr. 1, I-39100 Bozen, Tel. 0471/974078, E-Mail: presse@schuetzen.com Welsch-Tirol: Romina Tomasini, P.zza d. Chiesa, 27, I-38016 Mezzocorona, E-Mail: info@wtsb.org Redaktionsschluss ist der jeweils letzte Tag der Monate Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember. In der TSZ abgedruckte Bilder und Texte unterliegen dem Urheber- recht und dürfen nur mit Zustimmung der Schriftleiter reproduziert werden.

Die Beiträge müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Eigentümer und Herausgeber:

Bund der Tiroler Schützenkompanien, Brixner Str. 2, Innsbruck, und Südtiroler Schützenbund, Schlernstr. 1, Bozen Eingetragen beim Landesgericht Bozen, Nr. 6/77. Verantwortlicher Schriftleiter im Sinne des Pressegesetzes Hartmuth Staffler. Die Tiroler Schützenzeitung versteht sich als Mitteilungsblatt des Südtiroler Schützenbundes, des Welschtiroler Schützenbundes, des Bundes der Tiroler Schützenkompanien und des Bundes der Bayerischen Gebirgs- schützenkompanien. Schriftleiter SSB: Mjr. Günther Mairhofer; BGSK:

Hptm. Hans Baur; BTSK: Franziska Jennewein, WTSB: Romina Tomasini Druck: Karodruck, Frangart