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RAW Logo: © RAW Munich RAW Munich – erster Erfahrungsbericht: Dienstagabend, 21.00: Zeit für etwas

RAW Logo: © RAW Munich

RAW Munich erster Erfahrungsbericht:

Dienstagabend, 21.00:

Zeit für etwas Neues, so kommt es gelegen, dass Michel mir von einer neuen „Metal-Bar“
Zeit für etwas Neues, so kommt es gelegen, dass Michel mir von einer
neuen „Metal-Bar“ im sonst so (mittlerweile) abwechslungslosen München
erzählt. Gute Idee, um 21.00 geht es los. Wer es einfacher mag, sollte
besser auf die Öffentlichen umsteigen, die Parkplatzsuche in der
Maxvorstadt gestaltet entpuppt sich zuweilen als wahre
Nervenzerreisprobe.
Erste Eindrücke:
Geraucht wird vor der Tür. Untypisch für die
Szene, aber eine willkommene Abwechslung.
Abgesehen davon ist ein Raucherclub auf Zeit
(nur noch Zwei Wochen möglich) nur bedingt
sinnvoll. Begrüßt werden wir standesgemäß von
Prong – Snap your fingers, snap your neck.
Hinter dem leuchtenden Totenkopf an der Tür
erwartet man einiges, aber nicht das, was sich
dahinter verbirgt. Erfrischenderweise tut sich
hier eben kein dunkler, verrauchter Raum voller
Skulls, Bones und Kerzen (gefolgt von der
pinken Hello Kitty-Figur in der Ecke) auf.

Das RAW kommt also überraschend clean daher, was jedoch nicht weiter an der häufig gewünschten Gemütlichkeit nagt. Wer auf roten Schmusesofas kuscheln will ist wohl ohnehin im X-Club in der Clemensstraße besser aufgehoben.

Sound & Drinks:

Wer also lieber ein paar Bier oder gute Drinks zu erstaunlich gutem Sound aus den Bereichen Metal und Rock genießen will, ist im RAW besser aufgehoben. Von den ewigen Metal-Klassikern zum Mitschunkeln aus dem Münchner Nachtleben bleibt man hier zum Glück verschont. Die Lautstärke ist ausreichend und noch angenehm. Somit ist man in der Lage, sich normal zu unterhalten und auf die Halstabletten am nächsten Morgen zu verzichten.

Die Getränkepreise sind im Großen und Ganzen Münchner Durschnitt. Bier und Cocktails sind sogar günstiger. Die Getränkeauswahl ist - wie immer Geschmackssache, auf Billigspirituosen verzichtet Marvin Ullmann (Chef und Bartender des RAW) bewusst.

Lokalpatriotismus wird groß geschrieben, so finden sich hinter der Bar ein sehr interessanter Münchner Gin (The Duke), sowie der einzige deutsche Whisky (Slyrs). Nur vom Genuss eines äußerst speziellen, wenn auch hoch prämierten schottischen Blends möchte ich an dieser Stelle abraten: Big Peat. Ich kann nicht behaupten, nicht gewarnt worden zu sein, aber die Neugier siegt bekanntlich gerne.

Die Biersorten finden mit Tegernseer vom Fass, Schneider Weisse und Pilsner Urquell großen Anklang, selbst die Saftauswahl kann sich sehen lassen. Auf der Cocktailkarte finden sich die wichtigsten Klassiker, Sonderwünsche sind kein Problem.

Besonders hervorzuheben ist die Option, sich einen alkoholfreien Cocktail nach gewünschter Geschmacksrichtung mixen zu lassen. Kein Bug, sondern ein Feature.

Kaffeeliebhaber kommen durch die Doppelsiebträger-Espresso-Maschine sicher auf ihre Kosten.

Lediglich die Speziauswahl wurde kritisiert (Michel). Spezielle Wünsche seien aber mit Voranmeldung möglich.

Fazit:

Das RAW ist eine Bar für Erwachsene, die sich auch gelegentlich ohne

Nietengürtel und Band-T-Shirt vor die Tür trauen. Ob als Warm-Up, After-Hour oder als Solo-Programm, ob sich diese Bar im Nachtleben etablieren kann, bleibt abzuwarten, ist aber mehr als wahrscheinlich.

als Solo-Programm, ob sich diese Bar im Nachtleben etablieren kann, bleibt abzuwarten, ist aber mehr als

Denn wie immer: Die Location kann nur 50% vorlegen, der Rest definiert sich über das Publikum.

Ich jedenfalls freue mich schon auf die Kaffee-Verkostung.

Das RAW Munich in einem Satz:

Stilvolle Metal-Bar - unter charismatischem Management - mit echten Ambitionen zum Klassiker, bei dem die olle Pommesgabel sogar mal zu Hause bleiben darf.

 

Greez!

elm

- mit echten Ambitionen zum Klassiker, bei dem die olle Pommesgabel sogar mal zu Hause bleiben