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ISLAM

und
KARMA

HARUN YAHYA
Alle Rechte vorbehalten © Harun Yahya 2004
Erste Ausgabe: Kültür Yayıncılık, Istanbul, Türkei, Januar 2002

Aus dem Englischen übersetzt von


Ralf Klein

Druck und Bindearbeiten:


SECIL OFSET
Addresse: 100 Yıl Mahallesi MAS-SIT
Matbaacilar Sitesi 4. Cadde No: 77
Bagcilar - Istanbul / Türkei

information@harunyahya.com

www.harunyahya.com/de
INHALT

EINLEITUNG

WAS BEDEUTET DAS KONZEPT DES KARMA?

REINKARNATION IN DER VORSTELLUNGSWELT DES KARMA

DAS LEBEN NACH DEM TOD ENTSPRECHEND DER VORSTELLUNG DES KARMA

DAS LEBEN IN DIESER WELT GEMÄSS DER VORSTELLUNG DES KARMA

DER BEGRIFF DES SCHICKSALS IM GLAUBENSSYSTEM DES KARMA UND IM QURAN

DIE WAHRE ZUFRIEDENHEIT

ALLAH IST DIE QUELLE WAHRER GERECHTIGKEIT

DER QURAN: ALLAHS ENDGÜLTIGE OFFENBARUNG

SCHLUSSFOLGERUNG

ANHANG 1: DIE WUNDER DES QURAN

ANHANG 2: DER EVOLUTIONSSCHWINDEL


AN DEN LESER

Der Grund, dass in all diesen Arbeiten die Widerlegung der Evolutionstheorie so stark betont wird, liegt
darin, dass diese Theorie eine Grundlage für jede gegen die Religion gerichtete Philosophie darstellt. Der
Darwinismus, der die Schöpfung und damit die Existenz Allahs ablehnt, hat seit 140 Jahren vielen Menschen
ihren Glauben genommen oder sie in Zweifel gestürzt. Aus diesem Grund ist es eine wichtige Aufgabe, die
Widerlegung der Theorie zu veröffentlichen. Der Leser muss die Möglichkeit zu dieser grundlegenden
Erkenntnis erhalten. Da manche Leser vielleicht nur die Gelegenheit haben, eines der Bücher zu lesen, wurde
beschlossen, in allen Büchern Harun Yahyas diesem Thema ein Kapitel zu widmen, wenn auch nur als kurze
Zusammenfassung.
In allen Büchern des Autors werden Fragen, die sich auf den Glauben beziehen, auf der Grundlage des
Inhalts des Qurans erklärt und die Menschen werden dazu ermutigt, Allahs Wort zu lernen und ihm
entsprechend zu leben. Alle Themen, die Allahs Offenbarung selbst betreffen, werden in einer Weise erklärt,
dass sie beim Leser keine Zweifel oder unbeantworteten Fragen hinterlassen.
Die aufrichtige, direkte und fließende Darstellung erleichtert das Verständnis der behandelten Themen
und ermöglicht, die Bücher in einem Zug zu lesen. Harun Yahyas Bücher sprechen Menschen jeden Alters und
jeder sozialen Zugehörigkeit an. Sie sind nicht auf bestimmte Sprachen, Nationalitäten oder Rassen beschränkt,
sondern tragen vielmehr zur Überwindung der Unterschiede verschiedener sozialer Gruppen bei. Selbst
Personen, die Religion und Glauben streng ablehnen, können die hier vorgebrachten Tatsachen nicht abstreiten
und deren Wahrheitsgehalt nicht leugnen.
Die Bücher von Harun Yahya können individuell oder in Gruppen gelesen werden; es wird empfohlen, sie
in Gruppen zu lesen, da dies den Gedanken- und Erfahrungsaustausch fördert.
Gleichzeitig ist es ein großer Verdienst, diese zum Wohlgefallen Allahs verfassten Bücher bekannt zu
machen und einen Beitrag zu deren Verbreitung zu leisten. In allen Büchern ist die Beweis- und
Überzeugungskraft des Verfassers zu spüren, so dass es für jemanden, der anderen die Religion erklären möchte,
die wirkungsvollste Methode ist, die Menschen zum Lesen dieser Bücher zu ermutigen.
Auf der Rückseite der Bücher sind weitere Werke des Verfassers aufgeführt. So erfährt der geneigte
Leser, dass es außer dem vorliegenden Buch, dass er, wie wir hoffen, mit Genuss gelesen hat, noch andere
Werke desselben Autors gibt, die ihm ebensolche Freude bereiten können. Der Leser kann so von einer
reichhaltigen Büchersammlung von Themen des Glaubens bis zur Politik profitieren.
In diesen Werken wird der Leser niemals – wie es mitunter in anderen Werken der Fall ist - die
persönlichen Ansichten des Verfassers vorfinden oder auf zweifelhafte Quellen gestützte Ausführungen; er wird
weder einen Schreibstil vorfinden, der Heiligtümer herabwürdigt oder missachtet, noch verfahrene Erklärungen,
die Zweifel und Hoffnungslosigkeit erwecken.
DER AUTOR

Der Autor, der das Pseudonym Harun Yahya verwendet, wurde 1956 in Ankara geboren. Er ging in
Ankara zur Schule, um anschließend an der Kunstakademie der Mimar Sinan Universität in Istanbul sowie an
der philosophischen Fakultät der Istanbul Universität zu studieren. Seit den 1980er Jahren verfasst er zahlreiche
Werke zu Themen des Glaubens, der Wissenschaft und der Politik. Darunter befinden sich Bücher, die die
dunklen Verbindungen zwischen den Fälschungen der Evolutionisten, der Ungültigkeit ihrer Behauptungen und
der blutigen Ideologie des Darwinismus darlegen.
Das Pseudonym des Autors besteht aus den Namen Harun (Aaron) und Yahya (Johannes), im geschätzten
Andenken an die beiden Propheten, die gegen den Unglauben kämpften. Das Siegel des Propheten, das auf dem
Umschlag aller Bücher des Autors abgebildet ist, symbolisiert, dass der Quran das letzte Buch und das letzte
Wort Allahs ist und dass unser Prophet der letzte der Propheten ist. Der Autor verwendete in all seinen Arbeiten
den Quran und die Sunnah (Überlieferungen) des Propheten Muhammad zu seiner Führung. Er zielt darauf ab,
alle grundlegenden Behauptungen der ungläubigen Systeme einzeln zu widerlegen, die Einwände gegen die
Religion endgültig auszuräumen und ein "letztes Wort" zu sprechen.
Das gemeinsame Ziel aller Werke des Autors ist es, die Verkündigungen des Quran in der Welt zu
verbreiten und auf diese Weise die Menschen dazu anzuleiten, über grundlegende Glaubensthemen wie die
Existenz Allahs, Seine Einheit und das Jenseits nachzudenken und das verrottete Fundament der ungläubigen
Systeme und deren heidnische Praktiken vor aller Augen darzulegen.
So werden denn auch die Werke Harun Yahyas in vielen Ländern der Welt, von Indien bis Amerika, von
England bis Indonesien, von Polen bis Bosnien, von Spanien bis Brasilien, von Malaysia bis Italien, von
Frankreich bis Bulgarien und Russland gerne gelesen. Die Bücher, die u.a. in englisch, französisch, deutsch,
italienisch, spanisch, portugiesisch, urdu, arabisch, albanisch, russisch, bosnisch, uigurisch, indonesisch,
malayalam, malaisch, bengalisch, serbisch, aserbaidschanisch, kasachisch, bulgarisch, chinesisch, suaheli,
haussa, kreolisch, dänisch und schwedisch übersetzt wurden, finden auch im Ausland eine große Leserschaft.
Die Werke, die überall auf der Welt außerordentlich gelobt werden, sind für viele Menschen Anlass zu glauben,
oder ihren Glauben zu vertiefen. Jeder, der diese Bücher liest, erfreut sich an deren weisen, auf den Punkt
gebrachten, leicht verständlichen und aufrichtigen Stil sowie an der intelligenten, wissenschaftlichen
Annäherung an das Thema. Eindringlichkeit, absolute Konsequenz, einwandfreie Darlegung und
Unwiderlegbarkeit kennzeichnen die Werke.
Für ernsthafte, nachdenkliche Leser besteht keine Möglichkeit mehr, materialistische Philosophien,
Atheismus und andere abwegige Ansichten ernsthaft zu verteidigen. Werden diese dennoch verteidigt, dann
lediglich aufgrund einer Trotzreaktion, da die Argumente widerlegt wurden. Alle leugnerischen Strömungen
unseres Zeitalters mussten sich ideell dem Gesamtwerk von Harun Yahya geschlagen geben.
Ohne Zweifel resultieren diese Eigenschaften aus der beeindruckenden Weisheit und Erzählweise des
Quran. Der Autor hat nicht die Absicht, sich mit seinen Werken zu rühmen, sondern beabsichtigt lediglich,
andere zu veranlassen, den richtigen Weg zu gehen. Er strebt mit der Veröffentlichung seiner Werke keinerlei
finanziellen Gewinn an.
Hält man sich diese Tatsachen vor Augen, dann wird klar, dass es ein großer Dienst ist, die Lektüre dieser
Werke zu fördern, die sicher stellen, dass die Menschen nie Gesehenes erkennen und Anlass für sie sind, den
rechten Weg einzuschlagen.
Gegenüber der Bekanntmachung dieser wertvollen Werke käme die Veröffentlichung von bestimmten
Büchern allgemeiner Erfahrung, die den Verstand der Menschen trüben, die gedankliche Verwirrung
hervorrufen und die bei der Auflösung von Zweifeln und bei der Rettung des Glaubens ohne starke Wirkung
sind, einer Verschwendung von Mühe und Zeit gleich. Doch mehr noch als das Ziel der Rettung des Glaubens
ist deutlich, dass bei Werken, die die literarische Kraft des Verfassers zu betonen versuchen, diese Wirkung
nicht erreicht wird. Falls diesbezüglich Zweifel aufkommen, so möge es aus der allgemeinen Überzeugung des
Autors verständlich sein, dass das einzige Ziel der Werke Harun Yahyas ist, den Atheismus zu beseitigen und
die Moral des Qurans zu verbreiten und dass Wirkung, Erfolg und Aufrichtigkeit dieses Anliegens deutlich zu
erkennen sind.
Man muss wissen, dass der Grund für die Unterdrückung und die Qualen, die Muslime erlitten haben, in
der Vorherrschaft des Unglaubens liegt. Der Ausweg besteht in einem ideellen Sieg der Religion über den
Unglauben, in der Darlegung der Glaubenswahrheiten und darin, die quranische Moral so zu erklären, dass sie
von den Menschen begriffen und gelebt werden kann. Es ist klar, dass dieser Dienst in einer Welt, die tagtäglich
immer mehr in Unterdrückung, Verderbtheit und Chaos versinkt, schnell und wirkungsvoll durchgeführt werden
muss, bevor es zu spät sein wird.
Das Gesamtwerk von Harun Yahya, das die Führungsrolle bei diesem wichtigen Dienst übernommen hat,
wird mit dem Willen Allahs Anlass sein, die Menschen im 21. Jahrhundert zu der im Quran beschriebenen
Ruhe, zu Frieden und Gerechtigkeit, Schönheit und Glück zu führen.
EINLEITUNG

Heutzutage suchen viele Menschen nach einem Weg, all der Unmenschlichkeit, dem Chaos, der
Verwirrung, den Konflikten, der Selbstsucht und der Täuschung zu entkommen, die wir auf der Welt sehen; sie
suchen nach einem Weg, ein Leben führen zu können, das ihnen Zufriedenheit, innere Ruhe und Frieden bringt.
Einige dieser Suchenden glauben, sie könnten den Seelenfrieden, nach dem sie suchen, in Religionen wie
dem Hinduismus oder dem Buddhismus finden. Viele Menschen sind durch die diese Religionen umgebende
Aura des Geheimnisvollen und Mystischen beeinflusst worden, weil diese Religionen von Techniken wie der
Meditation Gebrauch machen und wegen der ungewöhnlichen Einstellungen, Kleidung, Art zu sprechen und
religiösen Praktiken derer, die diesen Religionen folgen.
Obwohl Religionen wie Hinduismus und Buddhismus - die zu den ältesten gehören die wir kennen -
teilweise guten Rat in ethischen Dingen geben, ist nicht alles, was sie beinhalten wahr. Im Lauf der
Jahrhunderte haben diese Religionen vielerlei Elemente von Bräuchen und Traditionen jener Gesellschaften
absorbiert, die sie angenommen hatten. Als Ergebnis der diesen Religionen hinzugefügten verschiedenen
Legenden und fehlerhaften Glaubenssätze ist die Form, in der wir sie heute kennen, durchsetzt mit Aberglauben.
Daher ermutigen diese Religionen viele Überzeugungen und Praktiken, die mit Vernunft und Logik nicht zu
vereinbaren sind.
Wenn nun auf den folgenden Seiten von Buddhismus und Hinduismus die Rede ist, so muss stets daran
erinnert werden, dass wir von den heutigen, inzwischen korrumpierten und degenerierten "Versionen" dieser
Religionen reden und nicht über die ursprünglichen Religionen und deren Begründer. Allah hat uns gelehrt, dass
jedes Volk seine Botschafter und Propheten gehabt hat, die es zur Offenbarung hinleiteten. Einige Elemente des
Buddhismus, die den Werten des Qurans sehr ähnlich sind, können einen verleiten, zu glauben, Buddha könnte
einer dieser Botschafter gewesen sein, die die Religion der Wahrheit gepredigt haben. Doch diese Religion ist
uralt und wurde nach ihm unausweichlich korrumpiert und verlor ihre Authentizität durch Vermischung mit den
Kulturen und Religionen der Länder, in denen sie sich verbreitete; so verwandelte sie sich in eine Religion des
Aberglaubens.1
Der Glaube an das Karma ist ein Charakteristikum dieser Religionen, die gegenwärtig in den westlichen
Ländern Interesse erregen. Auch wenn dieser Glaube den Menschen bestimmte moralische Werte nahe legt, so
enthält die Philosophie des Karma auch etliche falsche und abergläubische Vorstellungen. Dieser Aberglaube,
der die Grundlage des Glaubens an das Karma darstellt, macht es unmöglich, dass er ein Weg zur Befreiung der
Menschheit, zu wirklicher innerer Ruhe und zum Seelenfrieden sein könnte. Im Gegenteil, er stiftet nur noch
größere Verwirrung. Er verführt die Menschen zu falschen Standpunkten und zu verwerflichen Praktiken. Diese
verwerflichen Denkweisen und Praktiken sind das Hauptthema dieses Buches.
Bevor wir uns den trügerischen Aspekten des Glaubens an das Karma zuwenden, ist es sinnvoll, uns an
folgende Wahrheit zu erinnern: Der Weg, wirkliches Glück und seinen Seelenfrieden in dieser Welt zu finden,
liegen in der Religion des Islam und seiner Quelle, dem Quran, die Allah, der einzige und wahre Herr des
Universums für die Menschheit bestimmt hat, um die Wahrheiten, die schon zuvor von den Propheten und
Botschaftern allen Völkern der Erde offenbart worden waren, aber nahezu überall vergessen und verfälscht
worden sind, wieder herzustellen. Wie Allah uns mitgeteilt hat, besteht der einzige Weg, die Menschheit aus der
Dunkelheit zu erretten und ans Licht zu führen, in der Beachtung der Regeln des Qurans und der Sunnah. Der
Quran ist das einzige Buch, mit dessen Hilfe sich die Menschheit befreien kann. Allah erklärt dies im Quran mit
den folgenden Worten, die an jeden gerichtet sind, der einer Religion folgt, die schon vor dem Islam existiert
hat:

O Volk der Schrift! Nunmehr ist Unser Gesandter zu euch gekommen, um euch vieles, was ihr von
der Schrift verbargt, zu enthüllen, und um vieles nachsichtig zu übergehen. Von Allah ist zu euch
nunmehr ein Licht und ein deutliches Buch gekommen, womit Allah zu Wegen des Heils leitet, wer Sein
Wohlgefallen anstrebt, und sie mit Seiner Erlaubnis aus den Finsternissen zum Licht und auf einen
rechten Pfad führt. (Sure 5:15, 16 – al-Ma'ida)

A.L.R. Dies ist ein Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit du die Menschen mit deines
Herrn Erlaubnis aus den Finsternissen zum Lichte führst, auf den Weg des Mächtigen, des
Preiswürdigen. (Sure 14:1 – Ibrahim)

In diesem Buch werden wir uns mit beiden Aspekten des Glaubens an das Karma befassen, sowohl mit
denen, die lobenswertes ethisches Verhalten beinhalten und mit den Lehren des Quran übereinstimmen, als auch
mit den Irrwegen, die weder mit dem Quran in Einklang zu bringen sind, noch mit menschlicher Vernunft und
dem menschlichen Gewissen.
Es sollte jedoch klar sein, dass der Glaube an das Karma in der pervertierten Form, die die Reinkarnation
(Wiedergeburt) einschließt, nicht durch den geringsten Beweis gestützt wird und dass er in keinem der heiligen
geoffenbarten Bücher auftaucht; Er ist offensichtlich eine Philosophie, die lediglich aus von Menschen
formulierten Ideen und Argumenten besteht. Jeder könnte eine Philosophie dieser Art entwickelt haben.
Tatsächlich könnte ein durchschnittlicher Mensch mehrere solcher Philosophien formulieren. Man würde noch
nicht einmal irgendwelche Kenntnisse oder viel Zeit dafür brauchen; nur wenig Zeit wäre ausreichend, ein
ganzes philosophisches System zu formulieren, dass auf einem Glauben basiert, für den es keinerlei Beweis
gibt. Der Glaube an das Karma bezieht sich auf keinerlei rationale Basis.
Ist es sinnvoll, die Regeln einer irrationalen Philosophie einführen zu wollen, der jeder Beweis, der sie
stützen würde, fehlt? In diesem Buch werden wir zeigen, wie unlogisch der Glaube an das Karma ist, oder der
Versuch, danach oder nach einer ähnlichen Philosophie zu leben.
WAS BEDEUTET DAS KONZEPT DES KARMA

Der Glaube an das Karma ist ein wichtiges Element in abergläubischen östlichen Religionen wie dem
dekadenten Hinduismus, Buddhismus und dem Jainismus. Karma ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet
"Handlung", "Aktion" oder "Bewegung". In indischen Religionen wird Karma als "Gesetz von Ursache und
Wirkung" begriffen. Für die, die an das Karma glauben gilt, dass die Menschen die Konsequenzen dessen
erfahren werden für alles, was sie in der Vergangenheit getan haben. Gutes kommt von gutem und Böses von
Bösem. Daraus folgt, dass die Situation, in der sie sich heute befinden, ihre Ursache in der Vergangenheit hat.
Nach diesem Glauben ist jedoch das, was mit "Vergangenheit" gemeint ist, das Leben eines Menschen,
das er vor seinem jetzigen Leben gelebt hat; Die "Zukunft" ist das nächste Leben auf dieser Erde, das mit dem
Tod des jetzigen Lebens beginnt; so jedenfalls wird es behauptet. Der Grund dafür ist, dass der Glaube an das
Karma auf dem Glauben an die Wiedergeburt basiert, jenem Glauben, nachdem die Menschen nach ihrem Tod
in einem anderen Körper erneut zur Welt kommen und dass der Prozess von Tod und Wiedergeburt ein
andauernder sei. Daraus folgt, dass jeglicher Erfolg im sogenannten Leben nach dem Tod, jegliche
gesellschaftliche Position und jeder mögliche Lebensstil bestimmt werden davon, wie man sich in seinem
vorherigen Leben verhalten hat und wie moralisch man es gelebt hat.
So erhält also jemand, der im jetzigen Leben erfolgreich und vermögend ist, in Form seines Reichtums
die Belohnung dafür, in seinem vorherigen Leben ein guter Mensch gewesen zu sein. Analog dazu erntet
jemand, der arm oder verkrüppelt ist oder sonstwie ein hartes Leben zu ertragen hat, die Früchte seiner
Missetaten aus seinem vorherigen Leben, jedenfalls nach dem Konzept des Karma. Tatsächlich behaupten die,
die sich dieser abergläubischen Religion verschrieben haben, dass Menschen in ihrem späteren Leben die
Gestalt von Pflanzen oder Tieren annehmen können, je nachdem, welche bösen Taten sie begangen haben. An
anderer Stelle dieses Buches werden wir detailliert nachweisen, dass der Glaube an Reinkarnation purer
Aberglaube ist.
Auf den ersten Blick könnte es scheinen, dass der Glaube an das Karma den Menschen einen großen
Anreiz liefert, nach einer guten Moral zu leben, wenn sie die bestmöglichen Bedingungen bei ihrer
Wiedergeburt in dieser Welt vorfinden wollen. Durch die Wiedergeburt ist es uns möglich, moralisch und geistig
für unsere Taten belohnt zu werden. Doch der Glaube an Reinkarnation und andere Aberglauben, die von
Religionen wie dem Hinduismus und dem dekadenten Buddhismus gepflegt werden, widersprechen der
menschlichen Logik, der menschlichen Natur und dem Gewissen des Menschen. Daher sind die Gesetze und
Bräuche dieser Religionen nicht geeignet, den Menschen gute moralische Qualitäten zu vermitteln; Sie können
dem Menschen keinen inneren Frieden bringen, kein Selbstvertrauen und Glück. Die erbärmlichen
Lebensbedingungen und die Ungerechtigkeit in den Ländern, in denen diese Religionen verbreitet oder sogar als
Staatsreligionen übernommen worden sind, zeigen dies sehr deutlich.
Einer der Gründe, warum einige der Lehren des Hinduismus und des Buddhismus Aufmerksamkeit
erregen, liegt in dem Interesse, das ihnen von bestimmten weltberühmten Filmstars und Musikern
entgegengebracht wird. Einige dieser Prominenten lassen sich mit buddhistischen Mönchsroben bekleidet in
Tibet ablichten, oder sie behaupten, ihren Seelenfrieden durch Meditation gefunden zu haben. Ein anderer
Grund, der Interesse an diesen Religionen erweckt, ist die mystische Aura, mit der sie in der Vorstellung der
Allgemeinheit in Verbindung gebracht werden.
Doch die große Mehrheit der Menschen, die durch diese mystische Aura beeinflusst werden und die den
Glauben an das Karma zur Grundlage ihres Lebens machen, befassen sich nicht genauer mit diesen
Philosophien und denken nicht genug über sie nach. Sie sind zu fixiert auf ihre positiven geistigen und
moralischen Aspekte, um zu bemerken, dass diese Religionen in ihrem dekadenten Zustand vieles beinhalten,
das widersprüchlich ist, unlogisch ist und der menschlichen Natur und dem menschlichen Gewissen
widerspricht; vielleicht ziehen sie es aber auch vor, diese Abnormitäten allesamt bewusst zu ignorieren.
Jedoch sollte jeder, der danach trachtet, seinem schweren und deprimierenden Leben zu entfliehen und
der der Menschheit ernsthaft ein Leben voll Glück und innerer Ruhe wünscht, entsprechende Anstrengungen
unternehmen, den rechten Weg zu finden. Daher sollte er gewissenhaft die Philosophien, durch die er
beeinflusst wird, untersuchen und er sollte sich völlig sicher sein, welcher Weg der beste und weiseste ist und
am besten mit seinem Gewissen vereinbart werden kann. Die Absicht dieses Buches ist es, jenen Menschen,
deren Suche nach der Wahrheit sie dazu gebracht hat, die positiven Botschaften der Philosophie des Karma
anzunehmen, zu zeigen, dass diese keineswegs der beste Weg ist, da sie hergeleitet ist aus einer Religion, die auf
Mythen basiert, auf Aberglauben und auf Bräuchen, die wider die Vernunft sind. Des Menschen einziger Weg,
glücklich zu sein und in diesem und im ewigen Leben geistigen Frieden zu finden, ist, an Allah zu glauben und
in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Qurans zu handeln. Der Quran ist das Buch der Wahrheit,
offenbart von unserem Herrn, Allah, zum Wohle denkender Menschen; er ist unser einziger Führer zur Erlösung,
indem er die Menschen aus dem Dunkel ans Licht führt. Der einzig wahre Weg ist, die Ethik des Quran
praktisch umzusetzen und Allah zu fürchten, den Schöpfer der Himmel und der Erde, der die Menschen bewahrt
vor Sündhaftigkeit, Disharmonie, Grausamkeit, Unterdrückung, Intoleranz, Verzweiflung, Pessimismus,
Unglück und jedweder tadelnswerter Handlung und im Einklang mit der Sunnah seines edlen Propheten
Muhammad zu leben, möge Allah ihn segnen und Frieden über ihm sein lassen.

Reinkarnation in der Vorstellungswelt des Karma

Reinkarnation, die Vorstellung dass die Menschen nach ihrem Tod in einem anderen Körper auf die Welt
zurückkehren, folgt aus dem Glauben an das Karma und ist das Fundament aller indischen Religionen. Die
Beziehung zwischen Karma und Reinkarnation wird in einem Buch mit dem Titel Dinler Tarihi (Die Geschichte
der Religionen) mit den folgenden Worten erklärt:
Reinkarnation ist der Glaube, dass die Seele nach dem Tod von einem Körper in einen anderen Körper
übergeht. Die Reinkarnation ist Teil der Philosophie des Karma. Nach diesem Glauben wird eine Seele je nach
ihrem Entwicklungsgrad auf einer höheren oder niedrigeren Stufe geboren. Eine Person kann als Pflanze, Tier,
Mensch oder Gott wiedergeboren werden, je nachdem, welche Taten sie während ihres Daseins begangen hat.
Demnach bestimmen die Menschen ihr Schicksal selbst. Wiedergeburt findet statt aufgrund von Ursache und
Wirkung. Die Reinkarnation bietet uns die Möglichkeit, moralische und geistige Belohnung für unsere Taten zu
erhalten. Glück in jemandes nächstem Leben hängt von seiner richtigen Handlungsweise ab. Jedes Individuum
ist selbst verantwortlich für seine eigene Situation. Es gibt keinen Grund, den Tod zu fürchten. Durch ständige
Wiedergeburt gelangen die Menschen ans Ziel ihrer Wünsche und erhalten dauerhafte Befriedigung. Sie leben
im Gott Brahma. Es wird behauptet, dieser Glaube stifte den Indern ihren großen Optimismus.2
Wie wir hier sehen können, beinhaltet der Glaube an das Karma kein Leben nach dem Tode, stattdessen
glaubt man an die Wiedergeburt in diese Welt mit derselben Seele in einem neuen Körper. Dies jedoch ist ein
falscher Glaube, ein Aberglaube, der zu dem im Widerspruch steht, was Allah uns im Quran mitteilt.
Ein weiterer irriger Aspekt dieser Philosophie, der Aufmerksamkeit verdient, ist der Glaube, dass
Menschen als Götter wiedergeboren werden können. Dies ist die abergläubischste und unrealistischste
Behauptung, die in der Geschichte der Menschheit jemals aufgestellt wurde. Es ist die offene Leugnung von
Allahs' Unteilbarkeit. Es ist offensichtlich, dass niemand ein Gott sein kann; es gibt nur einen Gott, der weder
jemals geboren hat noch selbst geboren worden ist. Allah ist der Herr, der Schöpfer, der Beschützer und der
einzige Gott des gesamten Universums und allen Lebens. Er ist einzigartig und nichts ist Ihm gleich. Unser
Herr, Allah, sagt es uns im Quran:

Sprich: "Er ist der Eine Gott, Allah, der Absolute. Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt, und es gibt
keinen, der Ihm gleicht." (Sure 112:1-4 – al-Ikhlas)

Die etwas anderes glauben, haben den rechten Weg verlassen, und im Leben nach dem Tode wird es zu
ihrem Schaden sein.

Es gibt keine Reinkarnation;


Tod und Auferstehung geschehen nur einmal
Reinkarnation ist ein Aberglaube, der nicht von einer einzigen heiligen Quelle bestätigt wird. Trotzdem
gibt es überall auf der Welt, abgesehen von den Anhängern indischer Religionen, Menschen, die an die
Reinkarnation glauben, beziehungsweise sich wünschen, die Vorstellung von der Reinkarnation möge wahr sein.
Der Grund dafür ist, dass Menschen die keine Religion haben, die die Existenz des Jenseits ablehnen und sich
entweder davor fürchten, endgültig aufzuhören zu existieren oder aber davor, nach ihrem Tod für immer in der
Hölle zu leben, Reinkarnation als einen Weg sehen, diese Angst zu überwinden. Der Glaube an Reinkarnation
macht erforderlich, dass man den Tod nicht fürchtet; er verführt dazu, zu glauben, man käme durch
Wiedergeburt ans Ziel seiner Wünsche.
Der Quran sagt uns jedoch, dass Tod und Wiederauferstehung nur einmal geschehen. Jeder von uns hat
nur ein Leben in dieser Welt. Danach sterben wir, und nach dem Tod werden wir wieder auferweckt.
Anschließend bleiben wir für alle Ewigkeit im Garten Eden oder im Feuer, je nach dem, was wir in dieser Welt
getan haben und ob wir Gott angebetet haben, ohne ihm andere Götter beizugesellen. Wir leben nur einmal in
dieser Welt, danach haben wir ein Leben nach dem Tod das für immer andauert. Der Quran sagt uns in aller
Deutlichkeit, dass es uns nicht möglich sein wird, nach dem Tod in diese Welt zurückzukehren:

Und es ist ein unverletzliches Verbot, dass keine Gemeinschaft wiederkehrt, die Wir vernichteten.
(Sure 21:95 – al-Anbiya)

Erst wenn der Tod einem von ihnen naht, wird er sagen: "O mein Herr! Sende mich zurück, damit
ich das Gute tue, das ich unterließ." Keineswegs! Das sind nur (leere) Worte, was er da spricht. Und
hinter ihnen ist eine Schranke bis zu dem Tage, an dem sie auferweckt werden. (Sure 23:99, 100 – al-
Mu'minun)

Wie wir aus diesem Vers ersehen können, machen sich manche Menschen, wenn sie dem Tod ins Auge
blicken, die Hoffnung, dass sie ins Leben zurückgeholt werden könnten. In diesem Moment jedoch wird ihnen
erklärt, dass dies nicht möglich ist. In einem anderen Vers sagt Allah folgendes über unseren Tod und das
Auferstehen von den Toten:

Wie könnt ihr Allah leugnen, wo ihr tot wart und Er euch lebendig machte? Dann wird Er euch
sterben lassen; dann wird Er euch wieder lebendig machen; dann kehrt ihr zu Ihm zurück. (Sure 2:28 –
al-Baqara)

Wie aus diesem Vers ersichtlich ist, sind wir zu Beginn tot: Wir haben keinerlei Existenz. aus diesem
Zustand heraus gibt Allah uns Leben und menschliche Gestalt. Einige Zeit danach, wenn unser Leben vorbei ist,
zerfallen unsere Körper und werden wieder eins mit der Erde. Was für uns bleibt, ist die Wiederauferstehung.
Diese geschieht in der nächsten Welt und in ihr werden wir Rechenschaft ablegen über alles, was wir hier in
dieser Welt getan haben.
In anderen Versen wird uns erklärt, dass wir, wenn wir einmal auf diese Welt gekommen sind, nur einen
einzigen Tod sterben werden:

Dort werden sie nach ihrem ersten Tod keinen Tod mehr kosten, und so bewahrt Er sie vor der
Höllenstrafe. Eine Gnade deines Herrn! Das ist die große Glückseligkeit. (Sure 44:56, 57 – ad-Dukhan)

Die obigen Verse legen klar und eindeutig dar, dass wir nur einmal sterben. Wie sehr man sich auch
wünschen mag, abergläubische Vorstellungen, wie den Glauben an Reinkarnation zu übernehmen, sich damit zu
trösten, um die Angst vor dem Tod und das Leben nach dem Tod zu verdrängen, Realität ist, dass wir nach
unserem Tod niemals mehr in diese Welt zurück kommen werden. jeder wird nur einmal sterben und nach dem
Tod werden wir unser ewiges Leben in der nächsten Welt beginnen, wenn es Allahs' Wille ist. Allah wird den
Menschen im Garten Eden belohnen oder ihn im Feuer bestrafen, je nachdem ob er sein Leben in Harmonie mit
Ihm gelebt hat oder ob er die Wahrheit während seines Lebens in dieser Welt bewusst verdrängt hat. Allah ist
die Quelle ewiger Gerechtigkeit. Er ist unendlich barmherzig und gütig, und er gibt dem Menschen den genau
abgemessenen und gerechten Lohn für seinen Glauben, Unglauben und seine Handlungen.
Trost zu suchen im Aberglauben aufgrund von Todesfurcht und Angst vor dem Feuer wird ganz sicher im
Desaster enden. Jeder intelligente und gewissenhafte Mensch, der sich vor diesen Dingen fürchtet, wird sich
Allah zuwenden, mit aufrichtigem Herzen, in der Hoffnung, in den Garten Eden einzugehen und den Qualen des
Feuers zu entkommen, und er wird dem Quran gehorchen, unserem einzigen Wegweiser zur Erlösung, und er
wird nach der Sunnah von Allahs Gesandtem leben, möge Allah ihn segnen und Friede mit ihm sein lassen.

Das Leben nach dem Tod entsprechend


der Vorstellung des Karma
Der Glaube an ein Leben nach dem Tod wird von Religionen, die das Konzept der Wiedergeburt
unterstützen, abgelehnt, außer als ein Stadium zwischen den verschiedenen Leben auf dieser Welt. Wie wir in
den vorhergehenden Kapiteln erklärt haben, hält diese falsche Vorstellung daran fest, dass die Menschen nach
ihrem Tod in diese Welt zurückkehren, und dass dies ein sich ständig wiederholender Prozess ist.
Nach dem dekadenten Hinduglauben werden die Menschen jedes Mal in eine andere Kaste
hineingeboren, je nachdem, welche guten oder schlechten Taten sie in ihren früheren Leben begangen haben. Es
ist wohlbekannt, dass das Kastensystem noch immer in der indischen Gesellschaft vorherrscht; was immer die
Menschen auf dieser Welt auch tun mögen, sie können ihre Kaste nicht wechseln. Wenn du als Unberührbarer
geboren wirst, wirst du unausweichlich als Unberührbarer sterben; Wenn du als Arbeiter geboren wirst, wirst du
als Arbeiter sterben. Man glaubt, dass das, was die Menschen in ihrem früheren Leben getan haben, darüber
bestimmt, in welche Kaste sie hineingeboren werden. Daher wird jemand, der in diesem Leben ein
Unberührbarer ist, nach der Vorstellung des Karma in eine höhere Klasse hineingeboren werden, wenn sein
Handlungen gut sind.
Nach diesem Irrglauben wird jemand mit einem "guten Karma" jedes Mal wenn er auf die Welt kommt,
in eine höhere Kaste hineingeboren, und am Ende wird er als Brahmane - als hinduistischer Priester - in die
höchste Kaste hineingeboren. Der Glaube besagt, wer in seinem Leben als Brahmane gute Taten vollbringt, wird
nicht wieder auf diese Welt zurückkehren. Für denjenigen ist das "Rad des Lebens" vollendet und er hat das
"Nirwana" erreicht.
Nach diesem Glauben heißt Erreichen des Nirwana, dass jemand alle weltlichen Wünsche abgelegt hat
und zur Seele des Brahma zurückgekehrt ist, die als die "Seele der Welt" beschrieben wird und zu der er nun
zurückgekehrt ist. In den indischen Religionen ist dies das größte Glück, das eine Seele erreichen kann. Nach
diesem Irrglauben wird also auch jemand, der jedes Mal, wenn er in diese Welt geboren wird, nur Gutes tut,
doch niemals ein Leben nach dem Tod haben; er wird zurückkehren und sich mit der Seele des Brahma
vereinigen.3
In einigen buddhistischen Quellen werden uns folgende Informationen über das Leben nach dem Tod
gegeben:
Ob man im Himmel oder in einer der verschiedenen Stufen der Hölle wiedergeboren wird, die Form der
Existenz an diesen Orten ist vorübergehend, genauso wie sie es auf Erden ist, und sie ist nicht unendlich. Wie
im Hinduismus hängt die Zeit, die ein Individuum an diesen Orten bleiben muss, davon ab, wie viele gute und
böse Taten es während seines Erdendaseins begangen hat. Wenn die Zeit der Verbannung vorbei ist, wird es
wieder auf die Erde zurückkehren. Himmel und Hölle sind nicht mehr, als vorübergehende Existenzzustände, in
denen die Taten der Menschen vergolten werden.4
So sehen wir also, dass Karma den Glauben an eine Art Himmel und Hölle umfasst, worin den Menschen
ihre Handlungen vergolten werden. Da dieser Glaube jedoch nicht von einer wahren Religion abgeleitet ist,
enthält er viele Widersprüche und Logik-Fehler. Zuallerst, es wird behauptet, dass Himmel und Hölle
vorübergehend sind, nicht ewig - das ist nicht das, was uns die wahre Religion lehrt.
Der unlogischste Aspekt dieser Vorstellung ist der Glaube, das ganze System funktioniere von selbst. Mit
anderen Worten, die Existenz eines Schöpfers, der das Leben dieser Welt erschuf, der den Garten Eden und das
Feuer der Hölle erschuf und der die Menschen für ihre Handlungen bestraft oder belohnt, wird bestritten. Dies
ist ein äußerst unlogischer und völlig unannehmbarer Standpunkt. Ohne eine schaffende Kraft, die gerecht
herrscht, eine überlegene Macht, die fähig ist, Himmel und Hölle zu erschaffen, ist jede Behauptung, die
Menschen würden in den Himmel oder in die Hölle eingehen, für unsere Intelligenz und unser Gewissen
unannehmbar.
Mehr noch, abgesehen von diesem Glauben liefert das Konzept des Karma keine wie auch immer geartete
Erklärung dafür, wie Himmel und Hölle ohne einen Schöpfer entstanden sind. Diese Behauptungen basieren
lediglich auf falschen Überzeugungen, die aus Tradition und Aberglauben aufrecht erhalten werden.

Das Leben nach dem Tode, wie es im Quran beschrieben wird


Wie wir oben gesehen haben, umfassen Religionen, die die Vorstellung des Karma akzeptieren, nicht den
Glauben an ein Leben nach dem Tod, oder das Jenseits wird als ein Ort erwähnt, an dem man sich
vorübergehend aufhält. Allah hingegen sagt uns im Quran, dass nachdem die Menschen für eine kurze Zeit auf
der Erde gelebt haben, sie für immer in ihrem "wirklichen Zuhause", der nächsten Welt, bleiben werden. Nach
den Lehren des Quran ist es diese Welt, die vorübergehend ist. Jeder, der in dieser Welt für durchschnittlich 50
oder 60 Jahre gelebt hat, wird seine Belohnung im Himmel oder in der Hölle bekommen, für alles was er
während dieser Zeit auf Erden getan hat. Dies wird im Quran wie folgt erklärt:

Dieses irdische Leben ist ja nichts als ein Zeitvertreib und ein Spiel: Die jenseitige Wohnung aber
ist das (wahre) Leben! Wenn sie es doch nur wüssten! (Sure 29:64 – al-‘Ankabut)

Das irdische Leben ist nur ein Spiel und ein Scherz. Doch das jenseitige Haus ist für die
Gottesfürchtigen besser. Seht ihr das nicht ein? (Sure 6:32 – al-An'am)

Der Glaube an des Leben nach dem Tod ist einer der fundamentalen Glaubenssätze des Islam.
Demzufolge ist es unmöglich für einen Muslim, die Richtigkeit irgendeiner Religion anzuerkennen, die die
Existenz des Lebens nach dem Tod leugnet, oder von einem solchen Glauben geleitet zu werden. Jene, die einen
Aberglauben dieser Art auf der Basis von Hörensagen annehmen und sich dadurch täuschen lassen oder ihm wie
einer Marotte folgen, müssen dies im Gedächtnis behalten. Allah beschreibt das Schicksal derer, die die
Existenz des Jenseits ablehnen, mit den folgenden Worten:

Diejenigen, die Unsere Zeichen und das Eintreffen des Jenseits als Lüge erklären: Ihre Werke sind
umsonst gewesen. Sollten sie anders belohnt werden als nach ihren Werken? (Sure 7:147 – al-A'raf)

Wie wir in diesem Vers sehen, wird das Verhalten derjenigen, die Allahs' Worte zurückweisen und die
Existenz des Jenseits leugnen, ihnen keine angenehme Belohnung eintragen. Selbst wenn die Handlungen dieser
Menschen gut sind, werden sie nicht Allahs' Wohlwollen finden, wenn sie nicht getan werden, um Allahs Segen
und seine Gnade zu gewinnen und um in den Garten Eden einzugehen, sondern nur um ein besseres Leben nach
der nächsten Wiedergeburt zu erreichen, es sei denn, Allah wünscht, dass es so sei.

Das Leben im Garten Eden oder im Feuer wird ewig sein


Im Gegensatz zu dem, was die Karmagläubigen sagen, sind der Garten und das Feuer keine Orte, an
denen wir vorübergehend bleiben. Beide werden ewig andauern. So wie die, die in den Garten eingehen, diesen
nie wieder verlassen werden, so werden einige von denen, die ins Feuer gehen, für immer dort bleiben. Es gibt
einen Aberglauben, nicht nur unter den Karmagläubigen, sondern allgemein in der Öffentlichkeit, nachdem die
Hölle nur vorübergehend ist, und dass, wenn die Menschen die Qualen der Hölle erlitten hätten und somit
bestraft worden seien, sie in den Himmel eingingen.5 Allah erklärt dies mit den folgenden Worten:

Und sie sagen: "Das Feuer wird uns nur während abgezählter Tage berühren." Sprich: "Habt ihr
mit Allah einen Vertrag darüber gemacht? Dann wird Allah Sein Versprechen niemals brechen. Oder
sprecht ihr über Allah, was ihr nicht wisst?" Nein, wer Übles erworben hat, und wen seine Sünde
gefangen hält, die werden Bewohner des Feuers sein und ewig darin verweilen. Wer aber glaubt und das
Rechte tut, die werden Bewohner des Paradieses sein und werden ewig darin verweilen. (Sure 2:80-82 –
al-Baqara)6

Die da fürchten, der Tod werde das Ende ihrer Existenz sein,
werden nach ihrer Vernichtung rufen, wenn sie erst in der Hölle sind
Wie wir bereits ausgeführt haben, ist einer der wichtigsten Gründe, warum manche Menschen an
Reinkarnation glauben, dass sie fürchten, aufzuhören zu existieren wenn sie sterben. Da sie durch diesen
Gedanken verängstigt sind, vermeiden Ungläubige oder solche mit nur schwachem Glauben an die Religion
generell, an den Tod zu denken, oder sie versuchen, sich mit Aberglauben wie der Reinkarnation zu trösten.
Doch die Menschen hören nicht auf zu existieren, wenn sie sterben. Es sind nur unsere Körper, die
sterben. Die Seele wird ewig leben. Doch dieses neue Leben wird in der nächsten Welt sein und nicht, wie die
Reinkarnations-Idee uns glauben machen will, in dieser Welt. Jedermann wird vergolten werden, was er
während seines Erdenlebens getan hat; die Vergeltung besteht entweder in einem Leben voller Glück und
Frieden im Garten Eden, in dem es endlosen Segen und zahllose schöne Dinge gibt, oder in einem Leben in den
Feuern der Hölle, wo unerträgliche Schmerzen und Leiden herrschen. Die Vergeltung, die jene, die Allah
leugnen, erhalten werden, ist die ewige Qual des Feuers; sie werden tausendfach wünschen, zu sterben und
aufhören zu können, zu existieren. Gleichwohl werden sie die genaue und gerechte Strafe erhalten dafür, dass
sie Allah geleugnet haben während ihrer Zeit auf Erden. Allah beschreibt die Umstände derer, die im Feuer
sitzen in den folgenden Versen:

Was aber den anlangt, dem sein Buch von hinten gegeben wird, der wird nach seiner völligen
Auslöschung rufen. Doch er wird in der Flamme brennen. Er hatte sicherlich unter seinen Leuten
fröhlich gelebt. Wahrlich, er dachte nie daran, dass er (zu Allah) zurückkehren muss. (Sure 84:10-14 – al-
Inschiqaq)
Und wenn sie zusammengekettet in ihren engen Raum geworfen werden, werden sie um (ihre)
Vernichtung bitten. "Fleht heute nicht nur einmal um Vernichtung, sondern fleht immer wieder um
Vernichtung!" (Sure 25:13, 14 – al-Furqan)

Die Höllenqualen sind so gewaltig und so schmerzhaft, dass die, die den Tod und das Ende ihrer Existenz
fürchten, die ihre Gesichter von Allahs' Religion abwenden und Trost im Aberglauben suchen und jene, die die
Existenz von Allah und der nächsten Welt leugnen, stattdessen genau dieses Ende ihrer Existenz
herbeiwünschen und bevorzugen werden, anstatt den Qualen des Feuers ausgesetzt zu sein.
Jeder, der aus dem Quran die Existenz der nächsten Welt, die ewige Qual des Feuers und die
außerordentliche Schönheit des ewigen Lebens im Garten Eden gelernt hat, sollte diese Dinge sorgfältig und
ernsthaft erwägen. Nur jemand, dem es an Intelligenz fehlt und der kein Gewissen hat, würde die Möglichkeit,
dass die Höllenqualen tatsächlich existieren, zugeben und sich trotzdem weigern, über diese Implikationen
nachzudenken. Konfrontiert mit etwas so Schrecklichem, wie dem ewigen Leben im Feuer, wäre es der Gipfel
der Dummheit, diese Kenntnis beiseite zu schieben in der Entschlossenheit, "das Beste aus diesem Leben zu
ziehen" während der kurzen Zeit, die wir auf der Erde haben.
Stattdessen sollten wir eine ernsthafte Anstrengung unternehmen zu vermeiden, diese Qual über uns zu
bringen und genauestens den Lehren folgen, die uns Allah im Quran gibt, und wir sollten angesichts der Realität
des Lebens nach dem Tod den bestmöglichen Gebrauch machen von der Zeit, die uns in dieser Welt gegeben ist.
Wir werden erst in dem Moment alles vollständig verstehen, wenn der Tod zu uns kommt. Der Quran teilt uns
mit, was in diesem Moment gesagt werden wird von denen, die aufgrund ihrer Todesfurcht versucht haben, die
Gedanken an diese Dinge zu vermeiden:

Und mit dem Todeskampf kommt die Wahrheit: "Das ist es, dem du stets entrinnen wolltest!" Und
es wird in die Posaune gestoßen - das ist der angedrohte Tag! Und jede Seele wird mit einem Treiber und
einem Zeugen kommen. "Du warst dessen völlig achtlos. Wir zogen deinen Schleier jetzt weg von dir, und
heute ist dein Blick scharf." Und sein Gefährte wird sprechen: "Hier ist, was bei mir stets (an
Aufzeichnung) vorbereitet war." "Ihr beiden, werft alle trotzigen Ungläubigen in die Hölle, (den,) der
sich gegen das Gute stemmte, den Übertreter, den Zweifler, der neben Allah andere Götter setzte. Werft
ihn daher in die schrecklichste Qual." (Sure 50:19-26 – Qaf)

Das Leben in dieser Welt gemäss der Vorstellung des Karma

Wie wir schon zuvor festgestellt haben, werden nach dem Konzept des Karma die, die während ihres
Lebens auf der Erde gute Taten vollbringen, mit einem guten Leben in der Zukunft belohnt, doch die, die Böses
tun, werden mit Bösem belohnt werden. So besagt das Konzept des Karma, dass unser Erdenleben einerseits das
Ergebnis unseres vorherigen Lebens, und andererseits die Grundlage für unser nächstes Leben auf der Erde ist.
Auf den ersten Blick mag es so scheinen, dass die Erwartung eines weiteren Lebens nach dem Tode die
Karmagläubigen versuchen lässt, gute Taten zu vollbringen und sich richtig zu verhalten, um Gutes in ihrem
nächsten Leben zu verdienen und dass sie versuchen werden, das Böse zu vermeiden.
Das Karma jedoch liefert keine Motivation, die stark genug ist für jemanden, der keine ernsthafte
Entscheidung getroffen hat, moralisch geradlinig zu sein, denn Menschen, die die Idee des Karma akzeptieren,
dass das Rad von Geburt und Tod sich endlos weiterdreht und dass sie unvermeidlich nach jedem Tod
wiedergeboren werden, glauben, sie hätten eine unendliche Zahl an Versuchen. Wenn sie also Böses tun,
könnten sie denken: "Selbst wenn ich nächstes Mal ein schlechteres Leben habe, ich kann es in dem Leben
danach wieder gut machen." Daran sehen wir, dass eine Philosophie, die auf so unsicherem Grund gebaut ist,
unfähig ist, die Menschen vom Bösen fern zu halten. Die Verbundenheit mit dieser Welt ist eine Schwäche, die
die meisten Menschen haben. Diese Verbundenheit ist der Hauptgrund, warum sie zu einem Glauben wie der
Wiedergeburt kommen - sie weigern sich strikt, ihre Verbundenheit mit diesem Erdenleben aufzugeben. Nur
wenn wir die wahre Natur des Lebens auf dieser Welt vollständig verstehen, können wir eine tiefgreifende
Verhaltensänderung bewirken und nach ethischen Regeln leben.
Jeder der die wahre Natur des Lebens dieser Welt kennt, weiß, dass wir erschaffen worden sind, um
unserem Herrn, Allah, zu dienen, Ihm, der uns und das gesamte Universum geschaffen hat, der uns beschützt
und für uns sorgt. Wir wissen auch, dass wir Allah für alles was wir tun, verantwortlich sind, für alles was wir
sagen oder denken; wir wissen, dass wir Ihm nach dem Tod Rechenschaft ablegen müssen. Der Quran sagt uns
in den folgenden Versen, dass wir erschaffen wurden, um Allahs' Diener zu sein:

O ihr Menschen! Dienet euerem Herrn, Der euch und die früheren Menschen erschaffen hat;
vielleicht fürchtet ihr Ihn. (Sure 2:21 – al-Baqara)

Derart ist Allah, euer Herr! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge. So dient Ihm
alleine. Er ist der Hüter aller Dinge. (Sure 6:102 – al-An'am)

Die, die Allahs Macht anerkennen, die Gläubigen, die Allahs Zorn fürchten, die nur Ihm dienen und
Seinem Willen bedingungslos gehorchen, sie gehen dem Bösen aus dem Weg und ihre Handlungen finden
Allahs Wohlgefallen. In den folgenden Versen beschreibt der Quran, wie die Gläubigen Allah fürchten und
welch wundervolle Belohnung sie dafür erhalten werden:

O ihr Menschen! Fürchtet eueren Herrn und fürchtet den Tag, an dem der Vater nichts für den
Sohn und der Sohn nichts für den Vater leisten kann. Siehe, AlIahs Verheißung ist wahr. So lasst euch
vom irdischen Leben nicht blenden und täuscht euch nicht selbst über Allah. (Sure 31:33 – Luqman)

Sprich: "Soll ich euch besseres als dies verkünden?" Die Gottesfürchtigen finden bei ihrem Herrn
Gärten, durcheilt von Bächen, ewig darin zu verweilen, und reine Partner und Allahs Wohlgefallen. Und
Allah sieht Seine Diener wohl. (Sure 3:15 – Al-'Imran)

Die Gläubigen, die Allah fürchten, sind entschlossen, ihre Pflicht, Ihm zu dienen, ihr Leben lang zu
erfüllen, zu beten und gute Taten zu vollbringen, um die ewigen Qualen zu vermeiden. In verschiedenen
Quranversen drängt uns Allah, beständig zu sein in der Durchführung unserer Gebete, unserem Dienst Ihm
gegenüber, in der Ausführung guter Taten und in unserem guten Charakter:
Und Sein ist, was in den Himmeln und auf Erden ist, und Ihm gebührt ständiger Gehorsam. Wollt
ihr einen anderen als Allah fürchten? (Sure 16:52 – an-Nahl)

Vermögen und Kinder sind Schmuck des irdischen Lebens. Das Bleibende aber, die guten Werke,
bringen besseren Lohn bei deinem Herrn und begründen bessere Hoffnung. (Sure 18:46 – al-Kahf)
Und Allah wird die Rechtgeleiteten an Rechtleitung zunehmen lassen. Und das Bleibende, die guten
Werke, erbringen bei deinem Herrn besseren Lohn und besseren Gewinn. (Sure 19:76 – Maryam)

Die im Gebet verharren. (Sure 70:23 – al-Ma'aridsch)

Zusammenfassend kann gesagt werden, der einzige Weg, einen überlegenen moralischen Charakter zu
bekommen und dabei jeden Kompromiss zu vermeiden, auch wenn dies unseren Interessen zu widersprechen
scheint , ist der, eine große Liebe zu Allah zu empfinden, sich Ihm vollständig hinzugeben, Ihn zu fürchten und
Ihm zu dienen. Die Karmavorstellung enthält Ratschläge an die Menschen, bestimmte gute Eigenschaften
anzunehmen. Doch auch wenn jeder aus sich selbst heraus gute Eigenschaften haben mag, so sind sie doch in
ihrer Zahl begrenzt, nicht dauerhaft und sie hängen von bestimmten Gegebenheiten ab. Damit diese dauerhaft in
uns vorhanden sind, müssen wir unter allen Umständen an Allah glauben und alles was wir tun, nur deswegen
tun, um Seine Gnade zu erlangen; wir müssen Ihn erkennen, Ihn anerkennen und Ihn fürchten.

Diese Welt ist ein Ort, an dem wir geprüft werden


Der Quran sagt uns, dass wir nur ein Leben haben in dieser Welt, und dass der Sinn dieses Lebens darin
besteht, uns zu prüfen als Vorbereitung auf das ewige Leben. Das heißt, wenn wir den Tod einmal erfahren
haben, gibt es keine Chance mehr für uns, auf diese Welt zurückzukehren und die Fehler wieder gut zu machen,
die wir begangen haben. Allah nennt uns den Zweck unseres Lebens auf dieser Welt in diesem Vers:

Der Tod und Leben schuf, um zu prüfen, wer von euch am besten handelt. Und Er ist der
Erhabene, der Verzeihende. (Sure 67:2 – al-Mulk)

Für jeden von uns ist diese Welt ein Ort, an dem wir geprüft werden durch Ereignisse, die Allah uns
widerfahren lässt, um zu sehen, ob wir darauf in einer Weise reagieren, die ihm gefällt. Allah sagt uns im Quran,
dass es nicht ausreicht, wenn die Menschen sagen, "Wir glauben" - und nicht auf die Probe gestellt werden.
(Sure 29:2 – al-'Ankabut)
Nichts was uns in unserem Leben passiert, ist ein Zufall. Jedes Ereignis in unserem Leben ist bis in das
kleinste Detail unseres Schicksals von Allah geschaffen worden, um uns zu prüfen. Die Tatsache, dass jemand
reich oder berühmt ist, bedeutet nicht etwa, dass er die Belohnung für gute Taten in seinem früheren Leben
erhält, wie die Vorstellung des Karma behauptet. Allah prüft ihn vielmehr mit den Mitteln des Reichtums und
des Ruhms. Wichtig ist hierbei, ob er undankbar sein wird oder Allah danken wird. Es ist in ähnlicher Weise
falsch, zu glauben, dass jemand der arm ist und ein schweres Leben hat, die Konsequenzen böser Taten in
seinem früheren Leben ertragen muss. Allah prüft ihn durch Sorge und Armut. Ein möglicher Grund, warum er
ein solches Leben führen muss, kann sein, dass Allah sehen will, ob er Ihm im Angesicht von Schwierigkeiten
weiterhin vertrauen wird und ob er Charakterstärke zeigen wird.
Jeder der weiß, dass alles Gute dieser Welt Geschenke Allahs' sind, der Allah dafür dankt und der nach
den Regeln lebt, die Allah vorgegeben hat, der alle guten Dinge in einer Weise benutzt, die Allah gefällt, so wie
es in Quran und Sunnah gefordert wird, darf erwarten im kommenden Leben reichlich belohnt zu werden. Jeder
jedoch, der Allahs Geschenke als sein Eigentum betrachtet und vergisst, dass es Geschenke von Ihm sind, der
sich von diesen Geschenken verwöhnen lässt und stolz wird, der vom rechten Weg abweicht, um Dinge zu tun,
die verboten sind, wird seine gerechte Strafe in der nächsten Welt erleiden. Im Jenseits wird jedermann die
gerechte Vergeltung für seinen Glauben, sein Vertrauen und seine Anerkennung Allahs' und seiner Gesandten
erhalten, oder dafür, dass er Ihn und seine Gesandten zurückgewiesen hat und für die guten und schlechten
Taten, die er begangen hat. Allah sagt uns im folgenden Vers, dass alles was uns gehört und wofür wir
verantwortlich sind, nur dazu dient, uns zu prüfen:

Und wisset, dass euer Besitz und euere Kinder nur eine Versuchung sind, aber gewaltiger Lohn bei
Allah ist. (Sure 8:28 – al-Anfal)

Manche Menschen werden durch Sorgen und Schwierigkeiten in dieser Welt geprüft. Doch welcher Art
Schwierigkeiten sie ausgesetzt sind und in welcher Form diese auftauchen, liegt vollständig in Allahs Hand.
Menschen, die auf diese Weise geprüft werden, sollten unter allen Umständen an Allah glauben, denken, dass
jede Not und jede Schwierigkeit ein gutes Ende nehmen wird und geduldig und zufrieden sein mit dem, was
Allah ihnen sendet. Dies wird mit folgenden Worten im Quran erklärt:

Und wahrlich, Wir werden euch mit Furcht prüfen sowie mit Hunger und Verlust an Besitz und
Menschenleben und Früchten; doch verkünde den Standhaften Heil, ihnen, die da sprechen, wenn sie ein
Unheil trifft: "Siehe, wir gehören Allah, und zu Ihm kehren wir heim." Segnungen über sie von ihrem
Herrn und Barmherzigkeit! Sie sind die Rechtgeleiteten. (Sure 2:155-157 – al-Baqara)

Wahrlich, geprüft sollt ihr werden an euerem Vermögen und an euch selbst. Und wahrlich, ihr
werdet viel Verletzendes von denen hören, welchen die Schrift vor euch gegeben wurde und von den
Polytheisten. Wenn ihr jedoch standhaft seid und gottesfürchtig - siehe, dies ist der Dinge Ratschluss.
(Sure 3:186 – Al-'Imran)

Das irdische Leben ist nur ein Spiel und ein Scherz. Doch das jenseitige Haus ist für die
Gottesfürchtigen besser. Seht ihr das nicht ein? (Sure 6:32 – al-An'am)

Jene, die über die wahre Natur des Lebens in dieser Welt nachdenken und diese Natur verstehen und ihr
Leben entsprechend dieser Kenntnis ausrichten, werden großes Glück und Seelenfrieden in der nächsten Welt
genießen, in der ihr wirkliches Leben beginnt. Dies verspricht Allah denen, die an Ihn glauben; und unser Herr,
Allah, die Quelle endlosen Segens, dessen Güte und Gnade unendlich sind, versäumt niemals, Seine
Versprechen zu halten.
Der Begriff des Schicksals im Glaubenssystem
des Karma und im Quran

Das Konzept des Schicksals in der Karmaphilosophie ist ein völlig Falsches. Nach dem Karmaglauben
liegt das Schicksal eines Menschen in dessen eigenen Händen. Dies wird im Buch Dinler Tarihi [Die
Religionsgeschichte] mit folgenden Worten beschrieben:
Karma umfasst die Vorstellung, alles was wir getan hätten, sei aus unserem freien Willen heraus
geschehen. Ganz gleich was getan wird, es bewirkt unausweichliche Ergebnisse für den, der es tut. Jeder erbt
ein derartiges Karma. Anderes Karma folgt später. Dies bedeutet jedoch nicht Determinismus: Jeder ist in den
Grenzen seines eigenen Karmas frei, Gutes oder Böses zu tun. Das persönliche Karma zwingt niemanden, etwas
Bestimmtes zu tun. Aus buddhistischem Blickwinkel gesehen ist es unser Wille, nicht unsere Handlungen, der
neues Karma schafft. Wir werden die Ergebnisse unseres Karmas in diesem Leben sehen oder nach unserer
nächsten Inkarnation oder nach der darauf folgenden.7
Wie wir anhand dieser Beschreibung sehen können, gibt es in der Philosophie des Karma keinen Platz für
das Vertrauen auf sein Schicksal. Stattdessen gibt es den Glauben an die falsche Auffassung, die Menschen
bestimmten ihr Schicksal selbst. Zum Beispiel hängt es nach der Karmaphilosophie vollständig vom Verhalten
des Menschen in seinem früheren Leben ab, in welche Kaste er hineingeboren werden wird und was für ein
Leben er haben wird. Wir selbst also hätten in unseren früheren Leben das Schicksal bestimmt, das wir im
gegenwärtigen Leben erfahren.
Allah jedoch ist es, der bereits bevor wir geboren werden, unser Schicksal entscheidet, der alles
vorbereitet, was uns passieren wird, der bestimmt, welche Ereignisse dies sein werden und was für ein Leben
wir führen werden. Der Quran sagt uns, dass alles was uns widerfährt, der Wille Allahs ist und dass es von Ihm
entschieden wurde bevor es uns widerfährt:

Kein Unheil geschieht auf Erden oder euch selbst, das nicht in einem Buch stünde, bevor Wir es
geschehen lassen. Das ist Allah fürwahr ein leichtes. (Sure 57:22 – al-Hadid)

Das Quranische Schicksalskonzept


Die Vorstellung vom Schicksal impliziert, dass Allah in einem einzigen Moment alle Ereignisse der
Vergangenheit und Zukunft erschafft. Das heißt, von Allahs' Standpunkt aus gesehen hat alles, was seit der
Erschaffung des Universums passiert ist und alles, was bis zum jüngsten Tag noch passieren wird, bereits
stattgefunden und ist beendet. Was noch nicht geschehen ist und stattfinden wird in dem, was wir "Die Zukunft"
nennen hat tatsächlich bereits stattgefunden in einem einzigen Moment, der unserer gesamte Vergangenheit
beinhaltet hat. Allah ist abgesondert von der Zeit und in keiner Weise von ihr abhängig; wir sind es, die von der
Zeit abhängig sind. Um also Zeuge von Ereignissen werden zu können, die von Allah in einem einzigen
Augenblick geschaffen wurden, benötigen wir die Erfahrung der vergehenden Zeit.
Wir benötigen Zeit, um dieses Buch zu lesen. Wir brauchen Zeit, um jede einzelne Seite umzublättern.
Allah kannte jedoch bereits jede einzelne Seite dieses Buches schon bevor es geschrieben wurde und sogar
schon, ehe die Vorfahren derer, die dieses Buch hergestellt haben, überhaupt geboren wurden; Allah kannte
dieses Buch schon vor der Zeit. Um dies zu verdeutlichen, stellen wir uns jemanden vor, der eine Strasse
entlang geht. Dieser Mensch braucht Zeit, um zum entfernten Ende der Strasse zu laufen. Wenn wir nun aber
eine Luftaufnahme der Strasse und des Fußgängers machen würden, wie er eben beginnt, die Strasse hinunter zu
laufen, so könnten wir gleichzeitig sowohl den Fußgänger sehen, wie er sich gerade anschickt, seinen Weg zu
beginnen, als auch das weit entfernte Ende der Strasse. Wir würden den Zeitablauf, den der Fußgänger erlebt,
nicht brauchen.
Es ist ganz wesentlich, dies zu verstehen. Denn obwohl wir denken, dass es wir selbst sind, die alles in
unserem Leben aus freiem Willen tun, folgen wir nur genau dem Kurs, den Allah für uns festgelegt hat. Unser
Leben ist wie ein Videofilm. Doch wir können das Band nicht vorspulen, um zu sehen, was am Schluss passiert,
während Allah nur einen einzigen Moment braucht, um den gesamten Film zu kennen. Es ist Allah, der jede
Einzelheit dieses Films entschieden und geschaffen hat. So wie wir beide Enden eines Lineals gleichzeitig sehen
können, so kann Allah unsere Lebenszeitspanne als ganzes sehen, als wäre sie ein einziger Moment. Wir jedoch
können Ereignisse nicht wahrnehmen, bevor die Zeit dazu für uns gekommen ist; erst dann können wir das
Schicksal erfahren, dass Allah für uns bestimmt hat.
Jeder Moment im Leben eines jeden Menschen, der jemals in dieser Welt gelebt hat oder in ihr leben
wird, von der Zeit, da er noch ein Fötus im Mutterleib ist, bis zu seinem Tod, ist von Allah vorherbestimmt und
Ihm bereits bekannt. Kein Detail ist zu bedeutungslos, sei es der erste Schultag eines Kindes oder die Stunde im
mittleren Alter, in der das erste graue Haar auftaucht. Dies ist die Bedeutung des Schicksals für jedermann auf
Erden.
Alles was in der Vergangenheit geschehen ist und alles was jemals in der Zukunft passieren wird, ist für
Allah schon Realität. Die Tatsache, dass alle künftigen Ereignisse auf uns warten, um von uns erfahren zu
werden, veranschaulicht einen wichtigen Punkt: Jeder, ob er will oder nicht, hat sich schon bedingungslos dem
Schicksal gefügt, dass Allah für ihn geplant hat. So wie wir unsere Vergangenheit nicht ändern können, können
wir auch unsere Zukunft nicht ändern. Die Zukunft ist schon passiert, genau wie unsere Vergangenheit. Alles
was uns passieren wird, wann und wo wir essen werden und welche Nahrung dies sein wird, mit wem wir
sprechen werden, wie viel wir verdienen werden, welche Krankheiten wir bekommen werden und wann, wo und
wie wir später sterben werden, über all diese Dinge ist bereits entschieden worden und sie können nicht mehr
verändert werden, weil sie im Wissen Allahs' schon als abgeschlossene Ereignisse existieren. Alles was uns
übrig bleibt ist, durch unsere eigenen Erfahrungen Kenntnis über sie zu erhalten.
Unter diesen Umständen ist es völlig überflüssig, uns über Dinge die uns passieren, Sorgen zu machen
oder zu ängstigen; es wäre auch nicht vernünftig, dies zu tun. Wenn wir es Täten, so wäre dies, als würden wir
versuchen, den Verlauf eines Films zu beeinflussen, weil wir uns um die Darsteller in ihm sorgen.
Wenn jemand beispielsweise einen Unfall auf dem Weg zu einer Konferenz oder zu einem
Bewerbungsgespräch hat, von dem er denkt, es könnte seinen Lebensweg verändern und er das Treffen
deswegen verpasst, so wird er vielleicht plötzlich verzweifeln und was ihm widerfahren ist, als Unglück
ansehen. Er wird sogar vielleicht zu sich selbst sagen, "Wäre ich doch bloß eine Minute später hier gewesen,
dann wäre nichts von all dem passiert." Doch alles Klagen ist vergeblich: alles - die genaue Sekunde, in der er
an diesem Tag sein Haus verließ, die Route, die er genommen hat, welches Transportmittel er benutzt hat, um an
sein Ziel zu kommen, welches andere Fahrzeug in den Unfall verwickelt war und wer darin gesessen hat - alles
war bereits lange vor seiner Geburt von Allah entschieden worden.
Allah hat den Gang aller Ereignisse unseres Lebens so festgelegt, dass sie die bestmöglichen Ergebnisse
für uns haben werden wenn wir Allah vertrauen und Ihm unsere Dankbarkeit zeigen. Wir werden vielleicht nicht
immer den Grund für diese Ereignisse verstehen oder den sinnvollen Zweck, für den Allah sie geschaffen hat,
oder wir werden dies vielleicht nur schrittweise verstehen. Doch wenn wir Allah erkennen können, seine
unendliche Macht anerkennen und uns Seinem Willen unterwerfen, dann werden wir absolut sicher sein, dass
jedes Ereignis, dass Er für uns vorgesehen hat, das Beste und Passendste für uns ist. Es sollte kein Zweifel daran
bestehen, dass alles was passiert, von Allah in Gang gesetzt worden ist. Auch wenn wir Ereignisse in unserem
Leben als "neu" erfahren, so hatte Allah sie bereits mit all ihren weiteren Folgen bis in die kleinste Einzelheit
erschaffen. Infolgedessen kennt Er sie mit einer ungeheuer größeren Klarheit, als es uns unsere spätere
Erfahrung der Ereignisse jemals ermöglichen wird.
Daraus folgt also, dass Menschen, die Ereignisse, die ihnen widerfahren, als Unglück ansehen und
darüber verärgert, ängstlich und betrübt sind, sich nur selbst bedrücken, es sich gestatten, aufgerieben zu werden
von Dingen, über die sie nicht die Macht haben, sie zu ändern. Wenn wir hingegen erkennen, dass wir nur dem
Lauf unseres Schicksals folgen, fühlen wir uns entspannt und ruhig in dieser Erkenntnis - denn Allah erschafft
unser Schicksal, und Allah erschafft alles auf eine Weise, die für uns den bestmöglichen Erfolg bedingt, wenn
wir Ihm gegenüber wahrhaftig sind. Die Allah kennen und lieben, die auf Seine Gerechtigkeit und Gnade
vertrauen, empfinden endlose Freude in der Erkenntnis, dass nichts passieren kann, was nicht von Ihm in seiner
unendlichen Weisheit erschaffen und gewollt ist. Die Gläubigen wissen, dass von Allah nur Gutes kommen
kann, wie uns im folgenden Vers gesagt wird:

Auch zu denen, welche gottesfürchtig waren, wird gesprochen: "Was hat euer Herr hinabgesandt?"
Sie werden antworten: "Gutes!" Diejenigen, die Gutes tun, erhalten Gutes im Diesseits. Aber die
Wohnung des Jenseits ist besser. Und wahrlich, herrlich ist die Wohnung der Gottesfürchtigen. (Sure
16:30 – an-Nahl)

In den nächsten Versen wird uns die Belohnung geschildert, die diejenigen nach ihrem Erdenleben
erhalten werden, die glauben, dass alles, was Allah ihnen schickt, einer guten Bestimmung dient:

Die Gärten Edens, in die sie eintreten. Sie werden von Bächen durcheilt. Und sie erhalten dort, was
sie nur wünschen. Also belohnt Allah die Gottesfürchtigen. Zu den Rechtschaffenen sprechen die Engel,
wenn sie sie zu sich nehmen: "Frieden sei auf euch! Tretet ins Paradies ein für euere (guten) Taten."
(Sure 16:31, 32 – an-Nahl)

Unsere Vorkehrungen ändern unser Schicksal nicht


Viele Menschen behaupten, die Realität der Fügung (des Schicksals) nicht zu verstehen, reden sich ein:
"Wenn ohnehin alles bereits verfügt ist, so brauchen wir nichts mehr dabei zu tun", und so versuchen sie, sich
selbst zu beweisen, dass es unmöglich ist, an sein Schicksal zu glauben. Dies ist eine sehr oberflächliche
Denkweise. Der Grund, warum manche Menschen dies sagen, ist der, dass es Teil ihres Schicksals ist, dies zu
sagen, auch wenn sie dies nicht erkennen. Allah hat jedermann's Schicksal vorherbestimmt; Für Allah hat jeder
sein Leben schon von Anfang bis Ende erlebt.
Allah hat es als Teil der Prüfung, die Er für uns in unserem Erdendasein geschaffen hat, ermöglicht, alles
was wir tun, so zu empfinden, als täten wir es aus unserem freien Willen heraus. Wenn jemand zum Beispiel ein
Buch schreibt, so ist dieses Buch für Allah in Wahrheit schon geschrieben und fertig gestellt, bevor der Autor
geboren war und es ist bereits von allen, deren Schicksal es ist, es zu lesen, gelesen worden. Selbst wenn der
Autor gerade entscheidet, was er schreiben wird, so ist doch alles, was dieses Buch ausmacht - jede Zeile, der
Anfang jedes Absatzes, die Überschriften, die Farben und Bilder auf dem Buchdeckel, die Seitennummern, die
Position jedes Satzzeichens und jedes andere Detail - für Allah bereits gegenwärtig.
Lassen Sie uns jedoch annehmen, der Autor würde es aufgeben, an dem Buch weiterzuschreiben indem er
sich sagt, "Wenn dieses Buch schon geschrieben ist, wenn es vom Schicksal bestimmt ist, dass dies so sein soll,
dann brauche ich ohnehin nichts mehr zu tun." Dies jedoch würde keinen Sinn ergeben, denn das Wort "Wenn"
in seiner Argumentation verrät die Tatsache, dass er an diesem Punkt tatsächlich ja gar nicht weiß, ob dass
Schicksal vorgesehen hat, dieses Buch zu vollenden oder nicht. Das wäre genauso ignorant, wie jemanden an
der Tür klopfen zu hören und dann nicht aufzustehen und die Tür zu öffnen, weil man denkt "Wenn es vom
Schicksal vorgesehen ist, dass diese Person hereinkommt, so wird sie sowieso hereinkommen." Allah weiß, was
vom Schicksal vorgesehen ist, wir hingegen wissen es nicht.
Tatsache ist, dass alles was wir erfahren, von Allah als Teil unseres Schicksals verfügt worden ist. In den
folgenden Quranversen sagt uns Allah, dass Er der Handelnde ist:

Nicht ihr erschlugt sie, sondern Allah erschlug sie. Und nicht du warfst, als du warfst, sondern
Allah warf. Er wollte die Gläubigen einer schönen Prüfung durch Sich unterziehen. Siehe, Allah ist
hörend und wissend. (Sure 8:17 – al-Anfal)

"Wo doch Allah euch geschaffen hat und alles was ihr anfertigt?" (Sure 37:96 – as-Saffat)

Wenn jemand behauptet, diese Dinge, wie sie im Quran erklärt sind, nicht zu verstehen, oder wenn
jemand Unkenntnis vortäuscht, um das Schicksal zu versuchen, sich weigert, die Tür zu öffnen oder sich
weigert, das Buch zu schreiben, so erfährt er doch nur etwas, was das Schicksal für ihn vorgesehen hat, es zu
durchleben. Wenn wir die Arzneimittel nicht einnehmen, die wir einnehmen sollten wenn wir krank sind, indem
wir uns sagen "Wenn es mein Schicksal ist, gesund zu werden, dann werde ich gesund", und somit unsere
Gesundheit vernachlässigen, dann ist es unser Schicksal, so unintelligent zu handeln. Wenn wir auch wir die
Existenz des Schicksals bestreiten, dann tun wir dies, weil es eben Teil unseres Schicksals ist, es zu tun.
Andererseits wird jeder, der intelligent und gewissenhaft ist, wissen, dass das, was den Menschen
widerfährt, ein Teil von Allahs Prüfung ist und dass sie für ihre Handlungen verantwortlich sind, auch wenn die
Anstrengungen, die sie unternehmen und was am Ende dabei herauskommt, für Allah längst geschehen sind. In
diesem Zusammenhang gibt der Quran das Beispiel von Jakobs' Rat an seine Söhne:

Und er sprach: "O meine Söhne! Tretet nicht (allesamt) durch ein einziges Tor ein, sondern tretet
durch verschiedene Tore ein. Doch ich kann euch nicht gegen Allah helfen. Die Entscheidung liegt allein
bei Allah. Ihm vertraue ich, und vertrauen sollen Ihm alle Vertrauenden." (Sure 12:67 – Yusuf)

Wie wir in diesem Vers lesen, rät Jakob seinen Söhnen zu Vorsichtsmassnahmen für ihre Sicherheit, fügt
jedoch sofort hinzu, dass diese Vorkehrungen nicht das Schicksal abwenden werden, dass sich nach Allahs'
Willen erfüllen muss. Tatsächlich sind Jakobs' Worte, seine seinem Ratschlag folgenden Söhne und alles was
ihnen begegnen wird, nichts anderes als die Entfaltung des Schicksals durch Zeitablauf, etwas dass für Allah
jenseits der Zeit gegenwärtig ist.
Im nächsten Vers wird uns erklärt, dass die Vorkehrungen Allahs' Willen nicht ändern können:
Obwohl sie so eingetreten waren, wie ihr Vater es ihnen anbefohlen hatte, nützte ihnen dies nichts
gegen (den Plan von) Allah. Es erfüllte lediglich einen innigen Wunsch Jakobs (, sie zu schützen). Er aber
besaß Wissen, das Wir ihn gelehrt hatten. Jedoch wissen die meisten Menschen nicht Bescheid. (Sure
12:68 – Yusuf)

Dieser Vers sagt uns, dass wir nicht die Macht haben, etwas, das uns von Allah geschickt wird, zu
verhindern. Alles was wir tun können ist, zu Ihm zu beten und Seinen Segen zu suchen, so dass Er unsere
Vorkehrungen als Mittel einsetzen wird, Seinen Willen auszuführen und uns das bestmögliche Ergebnis zuteil
werden zu lassen.
Um zusammenzufassen: Der Unterschied zwischen jemandem, der sich Allah und dem Schicksal, das Er
für ihn verfügt hat, unterworfen hat und jemandem, der unfähig ist, die Realität der Situation zu erkennen ist,
dass ersterer sich bewusst ist, dass was immer er auch tut, nach Allahs Willen geschieht, ganz gleichgültig, wie
sehr wir dies als unsere eigene unabhängige Initiative erfahren mögen; wem dies andererseits nicht bewusst ist,
folgt der falschen Überzeugung, unsere Handlungen entsprängen unserer eigenen Weisheit und unseren eigenen
Fähigkeiten. Tatsächlich jedoch ist "Allahs Befehl ein fester Beschluss". (Sure 33:38 – al-Ahzab)

Die wahre Zufriedenheit

Wie wir bereits dargelegt haben, liegen die Gründe für das Interesse der Menschen an Philosophien wie
dem Karma in dem Wunsch, den Sorgen ihres Lebens zu entfliehen, im Fehlen von innerem Frieden und in
ihrem Unglück. Verschiedene Menschen versuchen verschiedene eigene Methoden, um dies zu erreichen. Doch
tatsächlich ist der einzige Weg, wahre Zufriedenheit und Seelenfrieden zu erreichen, sich Allah auszuliefern, die
Grenzen, die Er gesetzt hat, zu respektieren und in jedem Moment unseres Lebens seinen Segen zu suchen. Er
ist es, der die Menschheit aus dem Nichts erschaffen hat, der uns aus der Nichtexistenz geholt hat und uns das
Leben gegeben hat, der uns mit einer unendlichen Vielfalt an Nahrung versorgt hat, der unendlich gnädig und
gütig ist, der Gutes mit Gutem vergilt, der uns beschützt und für uns sorgt und der alles zu unserem Allerbesten
erschaffen hat.
Allah ist der einzige Herr über alles Lebendige und nicht lebendige im gesamten Universum. Alle Kräfte,
alle Armeen, alle Völker und alle Menschen gehören zu Allah und haben sich Ihm unterworfen, ob sie dies
anerkennen oder nicht. Allah sagt uns dies in folgendem Quranvers:

Verlangen sie etwa eine andere als Allahs Religion? Ihm ergibt sich, was in den Himmeln und auf
Erden ist, freiwillig oder widerwillig, und zu Ihm müssen sie alle zurück. (Sure 3:83 – Al-'Imran)

Jeder, der sich Allah unterwirft, dem einzigen Herrn des gesamten Universums und der Allah als seinen
einzigen Freund und Beschützer akzeptiert, der sich vor Ihm in von Herzen kommender Liebe beugt in
Gehorsamkeit und Ehrfurcht, hat den einzigen Weg zur Erlösung gefunden, denn Allah ist die allerhöchste
Macht. Im folgenden Vers wird uns von Allahs Größe und Herrlichkeit berichtet:
Allah! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen! Ihn überkommt weder
Schlummer noch Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Wer ist es, der da
Fürsprache bei Ihm einlegte ohne Seine Erlaubnis? Er weiß, was zwischen ihren Händen ist und was
hinter ihnen liegt. Doch sie begreifen nichts von Seinem Wissen, außer was Er will. Weit reicht Sein
Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, beide zu bewahren. Und Er ist der
Hohe, der Erhabene. (Sure 2:255 – al-Baqara)

Wenn wir diesem Quranvers folgen, in dem uns über Allahs' Größe und Herrlichkeit berichtet wird,
erfahren wir, dass wir, wenn wir uns von den falschen Göttern abwenden und Ihm zuwenden, einen festen Halt
an Ihm finden, der niemals gelöst werden kann, solange wir an ihm festhalten:

Kein Zwang im Glauben! Klar ist nunmehr das Rechte vom Irrtum unterschieden. Wer die
falschen Götter verwirft und an Allah glaubt, der hat den festesten Halt erfasst, der nicht reißen wird.
Und Allah ist hörend und wissend. Allah ist der Beschützer der Gläubigen. Er führt sie aus tiefer
Finsternis zum Licht. Die Ungläubigen aber, ihre Freunde sind bloße Götzen. Diese führen sie aus dem
Licht in tiefe Finsternis. Sie sind die Bewohner des Feuers und verweilen ewig darin. (Sure 2:256, 257 –
al-Baqara)

Weil viele Menschen dies nicht erkennen, suchen sie fälschlicherweise Unterstützung und Schutz bei
denen, die in Wahrheit nicht die Macht haben, irgendetwas zu erreichen und genauso kraftlos sind, wie sie
selbst. Dies bewirkt, dass solche Menschen ihr Leben in Angst und Unsicherheit verbringen. Betrachten wir den
Fall eines Menschen, der ein rechtliches Problem hat. Er wird einen Rechtsanwalt beauftragen, ihn zu
verteidigen. Er wird dem Anwalt vertrauen, weil dieser das Rechtssystem besser kennt, als er selbst. Solange er
den Fähigkeiten des Anwalts traut und er Vertrauen zu ihm hat, wird er beruhigt und zuversichtlich sein in
allem, was mit dem Prozess zusammenhängt. Doch wenn er die Angelegenheit nicht einem Rechtsanwalt
anvertraut, trotz der Tatsache, dass er selbst keine Kenntnisse in rechtlichen Dingen besitzt, und die gesamte
Verantwortung selbst übernimmt, so wird er eine Menge unnötiger Sorgen und Schwierigkeiten bekommen.
Oder betrachten wir den Fall eines Menschen, der krank ist und sich bereitwillig der Behandlung seines Arztes
anvertraut, alles tut, was dieser ihm sagt und seinem Rat folgt. Solange er Vertrauen in die beruflichen
Fähigkeiten des Arztes hat, wird er nicht nach anderen Medikamenten und anderen Behandlungen für sich
suchen.
Diese beiden Beispiele zeigen, wie wir Vertrauen in andere Menschen setzen und uns ihnen wegen ihrer
besonderen Fähigkeiten anvertrauen. Wenn wir uns auf jemanden verlassen können, dem wir trauen, gibt uns
dies ein willkommenes Gefühl des Seelenfriedens und der Zuversicht. Auf Allah zu vertrauen und uns Ihm
auszuliefern ist jedoch eine unvergleichlich größere und wichtigere Angelegenheit.
Wenn wir uns Allah ausliefern, akzeptieren wir willentlich alles, was Er uns im Leben schicken wird -
jedes Ereignis, jedes Bild, jedes Gespräch. Egal was passiert, wir fragen niemals, "Was ist los?". Wenn wir
Schwierigkeiten haben, sagen wir niemals, "Wenn nur dies oder das nicht passiert wäre", weil wir wissen, dass
alles was uns passiert, uns von unserem Herrn Allah geschickt worden ist, dem wir uns vertrauensvoll
ausgeliefert haben und an dessen Gerechtigkeit, Güte und Gnade wir absoluten Glauben haben. Es ist sehr
wichtig für uns, uns Allah zu unterwerfen, damit wir erlöst werden. Wie wichtig dies ist, wird in den folgenden
Quranversen erklärt:

Und wenn sie mit dir streiten, so sprich: "Ich habe mich völlig Allah ergeben und ebenso
diejenigen, welche mir folgen." Und sprich zu jenen, denen die Schrift gegeben wurde und zu den
Unbelehrten: "Werdet ihr Muslime?" Falls sie Muslime werden, sind sie geleitet. Kehren sie sich jedoch
ab, dann obliegt dir nur die Predigt. Und Allah sieht Seine Diener. (Sure 3:20 – Al-‘Imran)

Wer aber sein ganzes Wesen Allah hingibt und rechtschaffen handelt, der hat den festesten Halt
erfasst. Und letztendlich führen alle Dinge zu Allah. (Sure 31:22 – Luqman)

Die sich Allah nicht unterwerfen, stattdessen ihrer eigenen Weisheit vertrauen und sich als gesonderte,
unabhängige Wesen betrachten, erfahren oftmals Leid und Schmerz in ihrem Leben. Wann immer sie nicht
bekommen, was sie wollen, fühlen sie sich sofort unglücklich und verzweifelt - wenn sie aber wüssten, dass
alles was Allah uns schickt, einer guten Bestimmung unseres Schicksals dient und sie sich sagen würden, dass
Allah Dinge weiß, die sie nicht wissen, nichts würde ihnen Angst oder Sorge bereiten. Wenn jemand zu spät zu
einem Termin kommt, oder er ihn überhaupt nicht wahrnehmen kann, tut ihm dies vielleicht tagelang leid.
Unterwirft er sich jedoch Allah, wird er wissen, dass es einen guten Grund gegeben haben muss, nicht dorthin
gelangt zu sein und dass Allah dies zu seinem eigenen Besten gewollt haben muss, und er wird nicht im
geringsten besorgt sein. Es wird keine Traurigkeit und keine Furcht geben für solche Menschen, weder in dieser
Welt noch in der nächsten, wie uns diese Quranverse sagen:

Diejenigen, die sagen: "Unser Herr ist Allah" und danach (im Glauben) fest bleiben, haben nichts
zu fürchten und brauchen nicht traurig zu sein. Sie nämlich werden die Bewohner des Paradieses für
immerdar sein, als Lohn für ihr Verhalten. (Sure 46:13, 14 – al-Ahqaf)

Wisset, dass über Allahs Freunde keine Furcht kommt und dass sie nicht traurig sein werden. Diejenigen,
welche glauben und gottesfürchtig sind, ihnen gilt die frohe Botschaft im irdischen Leben und im Jenseits.
Allahs Verheißungen sind unabänderlich. Das ist die große Glückseligkeit! (Sure 10:62-64 – Yunus)
Allah schenkt denen ein gutes Leben, die Gutes tun
Abgesehen von Seinem Versprechen, dass wir Glück und Seelenfrieden finden werden, wenn wir uns Ihm
und dem Schicksal unterwerfen, das Er für uns bestimmt hat, verspricht uns Allah, dass Er denen, die glauben,
Ihm vertrauen und gute Taten vollbringen, ein Gutes Leben in dieser Welt ermöglichen wird.

Wer das Rechte tut, und gläubig ist, sei es Mann oder Frau, dem werden Wir ein gutes Leben
geben. Und Wir werden ihn nach seinen besten Werken belohnen. (Sure 16:97 – an-Nahl)

…Diejenigen, die Gutes tun, erhalten Gutes im Diesseits. Aber die Wohnung des Jenseits ist besser.
Und wahrlich, herrlich ist die Wohnung der Gottesfürchtigen. (Sure 16:30 – an-Nahl)

Es gibt viele gute Dinge in dieser Welt. Um ein gutes Leben zu haben, brauchen wir Freunde, denen wir
vertrauen können, und mit denen wir eine Beziehung gegenseitigen Vertrauens und gegenseitiger Zuneigung
pflegen können. Allah hilft denen unter seinen Dienern, die aufrichtig an Ihn glauben, indem Er ihnen Freunde
gibt, die wie sie selbst gute Muslime sind - vertrauenswürdige, ehrenhafte Menschen, die Freunde Allahs' sind.
Deswegen ist ein Muslim niemals einsam. Eines der größten Geschenke Allahs an die Gläubigen ist, dass Er
sicherstellt, dass sie immer von Freunden umgeben sind - Muslim-Gefährten, denen sie trauen können, die sie
lieben und respektieren und die sie höher achten als sich selbst.
Eines der größten Probleme für die Unwissenden - das sind jene, die anderen Ethik-Regeln folgen als
jenen, die im Quran beschrieben sind - ist, dass sie niemandem in ihrer Nähe haben, der ihnen ein Freund sein
kann; sie haben niemanden, auf dessen Klugheit und Aufrichtigkeit sie vertrauen können, der ihnen unter allen
Umständen beisteht und der sie aus ehrlicher Zuneigung unterstützt, anstatt aufgrund des Wunsches, einen
persönlichen Vorteil zu erzielen.
Freundschaft zwischen Menschen, die nicht den im Quran vorgegebenen Werten folgen, die in der
Sunnah von Allah's Gesandtem, möge Allah ihn segnen und Friede auf ihm sein lassen, exemplarisch ausgeführt
sind, enthält immer ein Element des Interessenkonflikts. Diese Menschen haben vielleicht niemanden in ihrer
Nähe, der sie unterstützt, wenn sie sich in materiellen oder emotionalen Schwierigkeiten befinden. Dies passiert
niemals in einer Freundschaft unter Muslimen. Muslime haben einen solch hohen ethischen Standard, dass die
Erfüllung der Bedürfnisse anderer Menschen immer an erster Stelle steht, auch wenn sie selbst bedürftig sind.
Allah beschreibt diese Charaktereigenschaften der Gläubigen in folgendem Vers:

Diejenigen, die vor ihnen hier (in Medina) im Glauben zu Hause waren, lieben die, welche zu ihnen
auswanderten, und fühlen in sich kein Verlangen nach dem, was ihnen gegeben wurde. Sie ziehen (die
Flüchtlinge) sich selber vor, auch wenn sie selber bedürftig sind. Wer so vor seiner eigenen Habsucht
bewahrt ist - denen ergeht es wohl. (Sure 59:9 – al-Haschr)

Ein guter Muslim genießt nicht die Gesellschaft derjenigen, die nicht den Namen Allahs anrufen, die sich
gegen das Schicksal auflehnen und die dummes Geschwätz mögen. Darum stellt Allah sicher, dass Muslime
einander unterstützen. Die Gläubigen führen ständig den Namen Allahs im Munde und sprechen begeistert von
den schönen Dingen, die Er geschaffen hat und danken Ihm für Seine Gaben. Alles was sie sagen, zeugt von
Vernunft und geschieht zu einem sinnvollen Zweck; in allem was sie sagen schwingen Freude, Weisheit und
Schönheit mit, Stärke, Wahrhaftigkeit und Würde. Ihre Worte verursachen niemals Kummer, Pessimismus oder
Verzweiflung und sie führen niemals dazu, dass Menschen die Hoffnung aufgeben, es könnte eine Lösung für
ihre Probleme gefunden werden; ihre Worte sind immer hoffnungspendend, wie das Überbringen guter
Nachrichten, sie erleuchten die Zuhörer und eröffnen ihnen neue Horizonte; ihre Worte liefern endlosen Stoff
zum Nachdenken und schaffen ein Gefühl von Größe und Entspannung beim Zuhörer. Niemand beleidigt einen
anderen, niemand sagt verletzende Dinge und niemand spricht neidvoll oder spöttisch; stattdessen gibt es
wirkliche Freundschaft, Freude und Zuneigung, denn es ist ehrenvoll, die Wahrheit zu sprechen, und wirklichen
und echten guten Rat zu geben in den Affären dieses Lebens und auf dem Weg in das nächste Leben.
Eine andere Charakteristik eines guten Lebens ist, dass es in sauberer, gesunder und angenehmer
Umgebung geführt wird. Muslime wählen immer die sauberste und gesündeste Alternative. Die Bedingungen
jedoch, unter denen die Unwissenden leben, sind generell schmutzig, unordentlich und deprimierend. Solche
Leute bevorzugen selbst zur Erholung Orte, die dunkel und verraucht sind, obwohl die Seele des Menschen so
erschaffen wurde, dass sie Vergnügen an der Reinheit und der Schönheit des Himmels empfinden kann.
Allah kann den Muslimen auch behagliche Lebensumstände und materiellen Überfluss in dieser Welt
geben. Wie uns im Quran mitgeteilt wird, waren Propheten wie Muhammad, Salomon, Joseph und Abraham,
Friede sei mit ihnen allen, Menschen, denen materieller Reichtum gegeben wurde. Allah sagt uns, dass Er
Muhammad, möge Allah ihn segnen und Frieden auf ihm sein lassen, reich machte und zu ihm sagte: "Und
fand Er dich nicht arm und machte dich reich?" (Sure 93:8 – ad-Duha). Doch unser Prophet war freigiebig
und gab immer alles an andere, so dass er oftmals ohne einen einzigen Dinar oder Dirham dastand, einfach
wegen seiner Großzügigkeit und seines Vertrauens in Allah.
Auch gab Allah Joseph die Kontrolle über den Staatsschatz Ägyptens; und als Salomon zu Allah betete,
Er möge ihm ein Königreich geben, größer als es irgendjemand sonst besitzen könnte, erfüllte Allah diese Bitte.
Im folgenden Quranvers sagt Allah den Muslimen, dass Er sie durch seine Freigiebigkeit reich machen
werde. In diesem Zusammenhang bemerkt Allah, selbst wenn die Menschen zu arm seien zu heiraten, sollten sie
sich gleichwohl verheiraten, Er werde sie anschließend reich machen:

…Wenn sie arm sind, wird Allah sie aus Seinem Überfluss reich machen; denn Allah ist großzügig
und wissend. (Sure 24:32 – an-Nur)

Allah kann einige unter den Gläubigen reich machen und wenn Er es tut, geschieht es durch Seine Gnade
und sein Wohlgefallen, doch die Gläubigen jagen niemals den materiellen Vorteilen dieser Welt um ihrer selbst
willen nach. Ihr einziger Wunsch ist es, Allahs Wohlwollen und Gnade zu erlangen, und Eingang in den Garten
Eden zu gewinnen, den Allah mit unendlich vielen schönen Dingen ausgestattet hat. So nutzen sie die
Reichtümer, die Allah ihnen gegeben hat, bestmöglich, um Seinen Segen zu bekommen. Sie sind nicht
verschwenderisch. Sie beschützen die Bedürftigen und ermöglichen ihnen, die schönen Dinge zu genießen, die
Allah zur Verfügung gestellt hat. Auch gebrauchen sie alles was ihnen gehört, in bestmöglicher Weise als Mittel
zu dem Zweck, die Lehren des Quran weiter zu verbreiten und dafür zu sorgen, dass diese befolgt werden.
Im Gegensatz zu den Gläubigen haben die, die Allah verleugnen oftmals ein Leben voller nie endender
Not und des Leidens. Selbst wenn sie reich sein sollten und alle weltlichen Dinge besitzen, die sie sich
wünschen können, so schickt Allah solchen Menschen die Schwermut des Herzens:

Und wen Allah rechtleiten will, dem weitet Er die Brust für den Islam, und wen Er irreführen will,
dem macht er die Brust so eng und bedrückt, als müsste er den Himmel erklimmen. So straft Allah die
Ungläubigen. (Sure 6:125 – al-An'am)

In einem anderen Vers sagt uns Allah, dass die, die Ihm gehorchen, glücklich sein werden, während die,
die nicht gehorchen, ein Leben voller Kummer und Sorgen haben werden.

"Wer aber Meine Ermahnung nicht annimmt, dem ist ein kümmerliches Leben beschieden. Und
am Tage der Auferstehung werden Wir ihn blind vorführen." (Sure 20:124 – Ta Ha)

Der einzige Weg für uns, ein gutes Leben sowohl in dieser als auch in der nächsten Welt zu haben, ist der,
Allah zu lieben, Ihn zu fürchten und die Regeln und Grenzen, die im Quran dargelegt sind, zu respektieren.
Aberglauben, wie die verdorbene Idee des Karma, die nicht aus dem Quran stammen, können keine wirkliche
Lösung für unser Bedürfnis nach Glück und für unseren Wunsch nach einem guten Leben liefern. Allah sagt uns
mit folgenden Worten, dass nur Er selbst es ist, der uns aus der Not errettet:

Sprich: "Allah rettet euch daraus und aus aller Trübsal; aber dann stellt ihr Ihm Gefährten zur
Seite." (Sure 6:64 – al-An'am)

Allah ist die Quelle wahrer Gerechtigkeit

In indischen Religionen glaubt man, dass Karma ein Gesetz von Ursache und Wirkung ist und dass es
dieses Gesetz ist, das die Menschen die Vergeltung für ihre Handlungen empfangen lässt. Es gibt jedoch keinen
Glauben an einen Schöpfer, der dieses Gesetz gemacht hat und es durchsetzt; es wird behauptet, das Gesetz des
Karma funktioniere von selbst. Man glaubt zum Beispiel, wenn man Nützliches vollbringt, wie Geldspenden an
wohltätige Organisationen zu leisten, erfahre man die Glückseligkeit.8 Natürlich kann es kein metaphysisches
Gesetz dieser Art geben, ohne dass es eine Kraft gäbe, die bewirkte, dass es sich so verhält.
Eines der unlogischsten Argumente im Konzept des Karma ist die Aufforderung, zu glauben, dass
moralische Werte existieren können, ohne das es einer Instanz bedarf, sie durchzusetzen. Selbst von Menschen
gemachte Gesetze bedürfen Autoritäten und Institutionen, sie durchzusetzen. So ist zum Beispiel die Strafe für
Diebstahl in den Gesetzen eines jeden Landes festgelegt. Doch diese Gesetze funktionieren nie von selbst; es
gibt immer Autoritäten, Institutionen und Beamte, sie durchzusetzen. Wenn jemand einen Diebstahl begeht,
fangen die Gesetze nicht an, von selbst den Dieb ins Gefängnis zu bringen. Damit dies geschehen kann, wird die
Maschinerie von Polizisten, Richtern, Staatsanwälten und Gerichtshöfen in Bewegung gesetzt. Richter sprechen
Recht entsprechend den Gesetzen, und der Kriminelle wird bestraft für das, was er getan hat.
Zu behaupten, Karma sei ein Gesetz das von selbst funktioniert, wäre noch unlogischer, als zu behaupten,
die Gesetze eines Staates funktionierten von selbst, ohne dass sie durchgesetzt werden müssten. Man stelle sich
vor, dass den Milliarden Menschen, die bisher auf dieser Erde gelebt haben, ein weiteres Leben gegeben werden
würde, in dem sie die gerechte Belohnung erhalten sollen für das, was sie jemals getan haben. Wer würde in
diesem Fall überwachen, wie sie sich auf der Erde benommen haben? Wer würde entscheiden, ob sie gut oder
schlecht sind? Und wer würde über ihr nächstes Leben entscheiden und darüber, wie es den Taten entsprechend,
die sie in diesem Leben getan haben, gestaltet werden soll? Wenn unser Leben nach unserer nächsten
Wiedergeburt davon abhängt, was wir im gegenwärtigen Leben tun, dann muss es eine Kraft geben, die unser
Schicksal bestimmt und plant. Doch in der Philosophie des Karma gibt es eine solche Kraft nicht. Nach diesem
verschwommenen und irrationalen Glauben geschieht alles von selbst. Mehr noch, es wird auch geglaubt, dass
dieses sogenannte Gesetz des Karma die Menschen gerecht behandelt und ihnen die genaue und angemessene
Belohnung für ihre Handlungen zuteilt, ohne irgendetwas zu überwachen oder dabei Fehler zu machen, obwohl
dieses "Gesetz" doch in Wahrheit gar nicht die Macht hat, Entscheidungen zu treffen oder zu richten. Dies sind
extrem abergläubische Behauptungen, die jeder intelligente Mensch, der nur ein wenig darüber nachdenkt,
sofort als völlig unlogisch erkennt.
Einige, die an das Karma glauben, behaupten, das Gesetz des Karma funktioniere in Übereinstimmung
mit dem Willen Gottes, es sei Gott, der entscheidet, ob wir ein gutes oder schlechtes Karma in diesem Leben
haben und der die Bedingungen festlegt, unter denen wir unser nächstes Leben führen werden. Es gibt jedoch
einen wichtigen Punkt, den diese Leute übersehen haben: Die Idee des Karma wird in der wahren Religion, die
von Allah für die Menschheit ausgewählt wurde und die uns durch den Quran überbracht wurde, nicht erwähnt.
Die Idee des Karma ist ein Aberglaube, der im Quran nicht erwähnt wird und der in vieler Hinsicht mit dem
Glauben des Islam kollidiert. Deswegen sollten die, die an Allah glauben, nicht ihre Zeit verschwenden, sie
näher zu untersuchen; sie sollten sich stattdessen an den Quran halten und an die klare Sunnah Muhammads,
möge Allah ihn segnen und Friede auf ihm sein lassen.

Allah belohnt gute Taten und ist die Quelle


unendlicher Gerechtigkeit
Jeder der an Allah glaubt und der Stimme seines Intellekts und seines Gewissens folgt, weiß, das Allah,
nicht das Karma die Quelle der Gerechtigkeit ist und dass Er uns vollständig für das zurückbezahlt, was wir
während unseres Lebens auf der Erde getan haben, dass Er alles sieht, unsere bestgehüteten Geheimnisse kennt
und dass Er der Allmächtige ist, der erhabene Herr des gesamten Universums. Allah sagt uns in mehreren
Quranversen, dass Er selbst uns die vollständige Belohnung gibt für jede gute oder schlechte Handlung:

Wer mit Gutem kommt, dem soll das Zehnfache gegeben werden. Und wer mit Bösem kommt, dem
soll nur im gleichen Maße vergolten werden. Und es soll ihnen kein Unrecht geschehen. (Sure 6:160 – al-
An'am)

Und sei standhaft in Geduld. Siehe, Allah lässt den Lohn der Rechtschaffenen nicht verloren gehen.
(Sure 11:115 – Hud)

…Siehe, wer gottesfürchtig und standhaft ist - Allah lässt den Lohn der Rechtschaffenen nicht
verloren gehen. (Sure 12:90 – Yusuf)
Sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits belohnt Allah jeden von uns auf die gerechteste Weise. Er sagt
uns zum Beispiel, dass die, die nicht glauben, die streiten mit denen, die gut sind und ihnen Schwierigkeiten
bereiten, von Ihm sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits bestraft werden. In seiner unendlichen
Gerechtigkeit bestraft Allah die ungläubigen Missetäter, zerstört die Fallen, die sie für die Guten aufstellen,
bereitet ihnen Schwierigkeiten und ein schweres, bedrückendes Leben. Doch Er beschützt die Guten, die an Ihn
glauben und Ihm vertrauen in diesem Leben, und Er verspricht ihnen ein gutes Leben. Allah sagt uns dies in
folgenden Quranversen:

Und Allah lädt zur Wohnung des Friedens ein und leitet, wen Er will, auf einen rechten Pfad.
Denen, die Gutes taten, wird Gutes und noch mehr. Ihre Gesichter werden weder Schwärze noch
Schmach bedecken. Sie sind die Bewohner des Paradieses und werden ewig darin verweilen. (Sure 10:25,
26 – Yunus)

Wer das Rechte tut, und gläubig ist, sei es Mann oder Frau, dem werden Wir ein gutes Leben
geben. Und Wir werden ihn nach seinen besten Werken belohnen. (Sure 16:97 – an-Nahl)

Was nun den anbetrifft, der gibt und (Allah) fürchtet und das Beste für wahr erklärt, dem machen
Wir den Weg zum Heil leicht. Was aber den anbetrifft, der geizig ist und auf niemand angewiesen zu sein
glaubt und das Beste für Lüge erklärt, dem machen Wir den Weg zum Unheil leicht. (Sure 92:5-10 – al-
Lail)

Allahs unendliche Gerechtigkeit


manifestiert sich am jüngsten Tag
Es ist der jüngste Tag, an dem allem was während ihres Lebens getan worden ist, sowohl von den Guten
als auch von den Schlechten, seine vollständige und genaue Belohnung gegeben werden wird.
Nach dem Konzept des Karma werden wir nach unserer nächsten Wiedergeburt die Belohnung für unsere
Handlungen erhalten. Zum Beispiel werden die, die Böses tun in ihrem nächsten Leben als Pflanze oder
vielleicht als Sklave wiedergeboren. Die, die Gutes tun und anderen helfen, werden in ihrem nächsten Leben
reich oder hochgestellt sein. Doch ist dies keine vollständige Belohnung für gute und schlechte Taten; auch
stimmt es nicht, dass wir viele Male auf die Welt kommen. Wir kommen nur einmal auf die Welt; danach
beginnt unser wirkliches Leben im Jenseits, das ewig andauert. Nachdem wir gestorben sind, werden wir wieder
auferstehen am Tag des Gerichts und wir werden zur Rechenschaft gezogen werden für unsere Taten auf der
Erde. In diesem Prozess wird uns alles was wir während unseres Lebens getan, gesagt oder gedacht haben,
vorgehalten werden, nichts wird ausgelassen werden in dem Rechenschaftsbericht, der uns in die Hand gegeben
werden wird. Im folgenden Vers wird uns über die Bestürzung berichtet, die die Ungläubigen erfassen wird an
diesem Tag:

Und das Buch wird offengelegt, und du wirst die Sünder über seinen Inhalt in Ängsten sehen. Und
sie werden rufen: "Wehe uns! Was bedeutet dieses Buch! Es ließ weder die kleinste noch die größte
(Sünde) unaufgeschrieben." Und sie werden dort ihre Taten vorfinden, und keinem wird dein Herr
Unrecht tun. (Sure 18:49 – al-Kahf)

Am Tag des Gerichts, wenn wir gerufen werden, um uns für alles, was wir während unseres Lebens auf
der Erde getan haben, zu rechtfertigen, werden wir alle unseren gerechten Lohn erhalten, und niemandem wird
das geringste Unrecht geschehen:

Und Wir werden am Tage der Auferstehung gerechte Waagen aufstellen, und niemand soll im
geringsten Unrecht erleiden. Und wäre es (auch nur) vom Gewicht eines Senfkorns, Wir brächten es
herbei. Und Wir genügen als Rechner. (Sure 21:47 – al-Anbiya)

Die Guten werden ihre Belohnung im Garten Eden erhalten,


die Bösen ihre Bestrafung im Feuer
Wenn die Menschen nach ihrem Tod wieder auferstehen und nachdem sie zur Rechtfertigung vor Allahs'
Gericht gerufen worden sind, werden sie in ihr wahres Zuhause geschickt - in den Garten oder ins Feuer, wo sie
für immer bleiben werden. Der Garten und das Feuer sind in verschiedene Stufen eingeteilt, so dass uns allen
gegeben werden kann, was uns zukommt:

Siehe, wer zu seinem Herrn kommt, beladen mit Schuld, für den ist die Hölle. Darin stirbt er nicht
und lebt er nicht. Doch wer gläubig zu Ihm kommt und Gutes getan hat - diese erreichen die höchsten
Rangstufen: Gärten der Wonne, durcheilt von Bächen; ewig sollen sie dann verweilen. Das ist der Lohn
der Geläuterten. (Sure 20:74-76 – Ta Ha)

Sie sind es, an denen sich das Urteil erfüllt, das schon über Völker von Dschinn und Menschen, die
vor ihnen dahingingen, ausgesprochen worden war: dass sie verloren sind. Und jeder wird seinen Taten
entsprechend eingestuft, damit Allah sie gebührend für ihre Taten belohnt; dabei wird ihnen kein
Unrecht geschehen. Eines Tages aber werden die Ungläubigen dem Feuer ausgesetzt werden: "Ihr habt
euer Guthaben in euerem irdischen Leben aufgezehrt und genossen. Heute werdet ihr für eueren
grundlosen Stolz auf Erden mit der Strafe der Schmach belohnt und auch dafür, dass ihr Frevler wart."
(Sure 46:18-20 – al-Ahqaf)

Nur Allah kann jedermann den angemessenen Lohn geben für das, was er getan hat, ohne ihn auch nur im
geringsten ungerecht zu behandeln. Allah sieht und weiß alles. Allah vergibt und ist gnädig, er vergisst nichts,
macht niemals Fehler und ist höchst gerecht.

Allah weiß, sieht und hört alles


Allah wird all dessen was auf der Erde passiert gewahr - ob es ein Blatt ist, das hinunter fällt oder die
privatesten Gedanken der Menschen. Allah sagt dies in einem Quranvers:
Und bei Ihm sind die Schlüssel des Verborgenen; Er allein kennt es. Er weiß, was zu Land und im
Meer ist, und kein Blatt fällt nieder, ohne dass Er es weiß. Und kein Körnchen gibt es in den
Finsternissen der Erde und nichts Grünes und nichts Dürres, das nicht in einem deutlichen Buch stünde.
(Sure 6:59 – al-An'am)

Zwei Menschen, die ein geheimes Gespräch führen, könnten zum Beispiel denken, nur sie wüssten
davon. Doch Allah ist bei ihnen, wenn sie sprechen. Allah hört und kennt ihr geheimes Gespräch und alles was
sie sich zuflüstern. Die, die Allahs Anwesenheit nicht bedenken, glauben, das diese geheimen Gespräche, in
denen sie böse Taten planen, geheim bleiben und nicht herausgefunden werden, so dass sie nicht bestraft werden
können. Doch Allah sieht und hört sie immer:

Wissen sie denn nicht, dass Allah über ihre Geheimnisse und ihre geheimen Gespräche Bescheid
weiß und dass Allah das Unsichtbare kennt? (Sure 9:78 – at-Tauba)

Wenn Allah, der alles kennt und sieht, den Menschen am Tag des Gerichts ihre Belohnung gibt, Wird Er
alle Handlungen und Gedanken offenbaren, von denen sie dachten, sie blieben geheim. Allah weiß alles, selbst
das allergeheimste, wie Er uns im Quran mit folgenden Worten mitteilt:

Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf Erden und was zwischen ihnen beiden und was unter
dem Erdreich ist. Und ob du deine Stimme erhebst (oder nicht,) Er kennt fürwahr das Geheime und das
noch Verborgenere. (Sure 20:6, 7 – Ta Ha)

Am Tag des Gerichts wird alles offenbart werden; nichts kann vor Allah geheim gehalten werden, und
Allah wird jedem die gerechte Belohnung seiner Handlungen geben, wie uns in folgendem Vers mitgeteilt wird:

Der über alle Rangstufen Erhabene, der Herr des Thrones! Auf Sein Geheiß lässt Er von Seinem
Geist kommen, auf wen von Seinen Dienern Er will, um vor dem Tage der Begegnung zu warnen, dem
Tag, an dem sie hervortreten und Allah von ihnen nichts verborgen sein wird. Wem gehört die Herrschaft
an diesem Tage? Allah, dem Einen, dem Allmächtigen. An diesem Tage wird jeder nach Verdienst
belohnt. Keinerlei Ungerechtigkeit an diesem Tag! Allah ist gewiss schnell im Abrechnen. (Sure 40:15-17
– Ghafir)

Um zu einem gerechten Urteil über jemanden oder über eine Sache zu kommen, muss jedes sichtbare und
unsichtbare Detail bekannt sein. Zum Beispiel müssen die Absichten hinter unserem Tun bekannt sein, und was
wir an Orten und zu Zeiten taten, in denen uns niemand sehen konnte, muss ebenfalls bekannt sein; Das Urteil
wird anhand dieser Informationen gefällt. Nur Allah weiß alles und sieht das Unsichtbare. Deswegen kann nur
Allah mit absoluter Gerechtigkeit ein Urteil über die Menschen fällen. Im folgenden Vers wird uns gesagt, dass
Allah der Allwissende ist, der das innere Wesen aller Dinge kennt und um alle versteckten Aspekte aller
Angelegenheiten weiß:

O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah! Und eine jede Seele habe auf das acht, was sie für morgen
vorausschickt. Und fürchtet Allah! Allah weiß sehr wohl, was ihr tut. (Sure 59:18 – al-Haschr)
Es ist offensichtlich, dass das Konzept des Karma ein simpler Gedanke ist, eine menschliche Erfindung,
bar jeder Kraft und Intelligenz, ohne jedes Bewusstsein und dass es keine der Attribute besitzt, die zu Allah
allein gehören, wie die Kenntnis aller Geheimnisse und des Verborgenen oder das Hören aller privaten
Gespräche. Wir können nicht erwarten, dass ein solches Konzept irgendeine Kraft oder irgendeinen Willen aus
sich selbst heraus besitzt. Es wäre extrem unlogisch, zu verneinen dass dies so ist. Es wäre so als würde man
sagen, jemand könnte ein Konzept erfinden und dann behaupten, dass dieses Konzept Gerechtigkeit unter den
Menschen praktizieren würde und alle Kriege dieser Welt beenden würde; es wäre, wie zu behaupten, dass
jeder, der sich dies ständig wiederholt, eines Tages reich werden würde. Eine solche Behauptung wäre nichts als
Aberglaube, vollständig substanzlos. Wenn es irgendwo Gerechtigkeit geben soll, dann muss es einen Willen
geben, der Gerechtigkeit erzwingt. Karma ist nur ein Wort, ein Gedanke. Wenn wir nur ein wenig darüber
nachdenken, werden wir sehen, wie irrational und unlogisch das Konzept des Karma ist.

Allah vergisst nichts und irrt niemals


Wenn Allah richtet unter den Menschen, bewertet Er alles, was geschehen ist und alles, was gesagt
wurde. Das Urteil, das Er fällt, ist das denkbar Korrekteste und das Vorteilhafteste. Schließlich ist Er es, der
Alles erschaffen hat. Manche Menschen mit eher seichtem Urteilsvermögen können jedoch nicht begreifen, wie
Er alles kennen und sich an alles erinnern kann.
Ein Beispiel solcher Menschen, das uns der Quran gibt, ist das des Pharao, der zur Zeit Moses' lebte. Als
Moses, Friede sei mit ihm, sagte, dass Allah jedem den rechten Weg weist, fragte Pharao, was denn in diesem
Fall mit den Menschen geschähe, die in frühesten Zeiten auf der Erde gelebt hätten, und bewies so seine große
Ignoranz.

Er antwortete: "Unser Herr ist Der, Welcher jedem Ding sein Dasein und Wesen gegeben hat und
es leitet." Er fragte: "Und wie steht es mit den früheren Geschlechtern?" Er antwortete: "Das Wissen
darum ist bei meinem Herrn in einem Buch. Mein Herr irrt Sich nie, und Er vergisst niemals." (Sure
20:50-52 – Ta Ha)

Genau wie seine unendliche Gerechtigkeit, sind auch Allahs' Freiheit von aller Verwirrung und die
Tatsache, dass Er nichts vergisst, Attribute seiner göttlichen Wesenheit. Zum Beispiel, weil die Menschen
schwache und vergessliche Kreaturen sind, können sie das Gute oder Böse, das ein Freund ihnen angetan hat,
vergessen, oder sie können sich an Details vielleicht nur falsch oder unvollständig erinnern. Dies hat
normalerweise einen negativen Effekt auf ihre Fähigkeit, korrekt zu denken und richtige Entscheidungen zu
treffen. Allah jedoch ist der alles Bewahrende (Al-Hafieth). Er bewahrt alles bis ins Detail. Er ist es, dessen
Weisheit alles umfasst, was Er ins Dasein gerufen hat. Zum Beispiel, alles was an jemandes erstem Schultag
passiert - was er sagt, wie er geht und jedes Charakteristikum seines Benehmens - all diese Dinge sind in Allahs'
Kenntnis gegenwärtig in all ihrer Frische, genau wie sie an diesem Tag passiert sind. Und alles über einen
Bauern, der zu Abrahams' Zeiten lebte, Friede sei mit ihm, am Tag, als er seine erste Saat auf seinen Acker
sähte, ist ebenfalls präsent im Wissen Allahs. Am Tag des Gerichts werden alle diese Details sichtbar werden, in
all der Unmittelbarkeit die sie an dem Tag hatten, als sie tatsächlich passierten, so als würden sie in der
Gegenwart geschehen. Kurz, Allah vergisst nichts; alles ist permanent gegenwärtig im Bewusstsein unseres
Herrn Allah. Deswegen kann Allah jedem von uns die exakte Belohnung für seine Handlungen zuteilen. Es ist
purer Aberglaube, zu erwarten, ein imaginäres Konzept wie das Karma könne den Menschen Gerechtigkeit
bringen; es ist irrational und unlogisch.

Allah ist der Gnädigste und Vergebende


In mehreren Quranversen wird uns erzählt, dass Allah gnädig, gütig und vergebend gegenüber seinen
Dienern ist:

Siehst du denn nicht, dass Allah euch (alles) dienstbar gemacht hat, was auf Erden ist, so wie die
Schiffe, die das Meer auf Sein Geheiß durcheilen? Und Er hält den Himmel, damit er nicht auf die Erde
fällt, außer mit Seiner Erlaubnis. Allah ist wahrlich gegen die Menschen mitfühlend und barmherzig.
(Sure 22:65 – al-Hadsch)

Und dein Herr ist wahrlich der Mächtige, der Barmherzige. (Sure 26:9 – asch-Schu'ara')

Und wer eine Missetat begeht oder gegen sich sündigt und Allah dann um Verzeihung bittet, wird
Allah verzeihend und barmherzig finden. (Sure 4:110 – an-Nisa)

Allah, der unendlich gnadenvoll ist, vergibt seinen Dienern ihr Fehlverhalten, wenn sie bereuen und ihren
Weg korrigieren. Er verwandelt ihre bösen Handlungen in gute Taten; während ihres Lebens auf der Erde gibt
Er ihnen Gelegenheit, sich zu wandeln. Er sagt uns im Quran, wenn Er uns für alle unsere falschen Handlungen
sofort bestrafen würde, dann gäbe es nichts Lebendes mehr auf der Erde. Doch Er prüft seine Diener in der Zeit,
die Er ihnen gewährt und gibt ihnen zahllose Gelegenheiten, sein Wohlwollen und seine Gnade zu erlangen und
in den Garten Eden zu gelangen. In diesem Vers beschreibt Er, wie Er uns eine Zeitspanne setzt, dies zu
erreichen:

Wenn Allah die Menschen für alle ihre Sünden strafen würde, würde Er nichts, was sich regt, auf
Erden belassen. Jedoch Er gewährt ihnen bis zu einem bestimmten Termin Aufschub. Doch wenn ihr
Termin gekommen ist, können sie ihn weder um eine Stunde verschieben noch beschleunigen. (Sure 16:61
– an-Nahl)

Die an Allah glauben und Ihm vertrauen, die wissen, dass Allah unendlich gerecht und gnädig ist und sich
Ihm unterordnen, erfahren Seelenfrieden und innere Sicherheit im Jenseits, sicher in dem Wissen, dass sie die
genau abgemessene Belohnung für ihre Handlungen auf der Erde erhalten werden und dass ihnen nicht das
geringste Unrecht angetan werden wird.
Diejenigen jedoch, die ein Gesetz, eine Regel oder einen Mythos wie das Karma, das keinen Platz hat in
der wahren Religion, zu ihrer Leitlinie machen, begehen einen schwerwiegenden Fehler. Sie übersehen die
Tatsache, dass kein imaginäres Gesetz, das irgendein machtloses Wesen oder eine machtlose Person, die
erschaffen worden sind und unfähig sind, selbst etwas zu erschaffen, erfunden hat, ihnen auch nur von
allergeringstem Nutzen sein kann, weder in dieser Welt, noch in der nächsten. Solche Menschen ignorieren die
Tatsache, dass alle diese Konzepte falsche Götter sind, dass sie den Menschen keine Gerechtigkeit bringen
können und dass sie keine Macht haben, Menschen nach ihrem Tod auferstehen zu lassen oder zuerst einmal
überhaupt zu bestimmen, was für ein Leben sie führen werden. Solche Menschen sollten wissen, dass Allah der
alleinige Schöpfer der Menschheit ist und dass nur Er die Macht hat, zu richten und die versteckten Gründe der
Dinge zu kennen. Dies ist es, was Allah im Quran sagt:

Soll ich einen anderen Richter als Allah suchen, wo Er es doch ist, Der das deutliche Buch zu euch
hinabgesandt hat? Und diejenigen, denen Wir das Buch gaben, wissen, dass es in Wahrheit von deinem
Herrn hinabgesandt wurde. So sei keiner der Zweifler. (Sure 6:114 – al-An'am)

Der Quran: Allahs endgültige Offenbarung

Wie wir bereits dargelegt haben, suchen viele Menschen Liebe, Frieden, innere Gewissheit,
Barmherzigkeit und Güte - etwas, das ihnen nur Allah geben kann - in anderen Dingen, wie der Idee vom
Karma. Diese basieren jedoch auf Aberglauben und Irrtümern. Es ist ausschließlich Allah, unser Schöpfer, Der
unser inneres Wesen versteht und der weiß, wie wir glücklich und zufrieden gemacht werden können. Darum ist
es das Beste und Richtigste für uns, dem Weg zu folgen, den Allah uns selbst gezeigt hat. Allah sagt dieses über
den Quran:

Dies Buch, daran ist kein Zweifel, ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen. (Sure 2:2 – al-
Baqara)

Allah offenbarte den Quran dem Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden
schenken, um sich uns bekannt zu machen, uns zu sagen, wozu die Menschheit, Leben und Tod erschaffen
worden sind, uns zu erzählen von der Existenz des Lebens nach dem Tod und vom Tag des Gerichts und um uns
eine Reihe wesentlicher Kenntnisse zu vermitteln, beispielsweise welche gute Charaktereigenschaften Ihm
wohlgefallen. Allah offenbarte sich bereits anderen Propheten, bevor Er den Quran herabsandte, doch alle zuvor
offenbarten göttlichen Bücher sind im Lauf der Zeit teilweise verfälscht worden. Der Quran jedoch ist die letzte
göttliche Offenbarung ist niemals verfälscht worden. Allah sagt uns im folgenden Vers, dass der Quran
geschützt wird und keine Verfälschung erleiden kann:

Wahrlich, Wir sandten die Ermahnung herab, und Wir wollen fürwahr ihr Bewahrer sein. (Sure
15:9 – al-Hidschr)

Die Gläubigen haben absolutes Vertrauen in die Erkenntnis, dass der Quran das ursprüngliche Wort
Allahs ist und der einzige Führer für die Menschheit. Dafür gibt es Beweise in großer Menge. Zum Beispiel
sind der unnachahmliche Stil, in dem er geschrieben ist, und die versteckten Bedeutungen, die er enthält, klare
Beweise, dass er von Allah kommt. Es gibt außerdem zahlreiche Wunder im Quran. Zum Beispiel teilt uns der
Quran einige wissenschaftliche Fakten mit, die zu der Zeit als er offenbart wurde, vor rund 1400 Jahren, nicht
bekannt gewesen sind, sondern erst im 20. Jahrhundert entdeckt worden sind. (Für weitere Details hierzu siehe
den Anhang "Die Wunder des Quran".)
Abgesehen von diesen wissenschaftlichen Fakten enthält der Quran auch Informationen über zukünftige
Ereignisse. Noch mehr Wunder des Quran fanden statt, als diese Ereignisse dann im Verlauf der Geschichte
tatsächlich eintraten. (Für weitere Details hierzu siehe den Anhang "Die Wunder des Quran".)
Eine weitere den Quran auszeichnende Eigenschaft ist die Tatsache, dass er vollständig frei ist von
Widersprüchen. Im Lauf der Geschichte haben sich viele Feinde des Islam dem Quran mit voreingenommenen
Gedanken genähert, und sie haben große Anstrengungen verschwendet, um etwas zu finden, dass nach ihrer
eigenen seichten Logik widersprüchlich sein sollte. Doch der Quran, als das Wort Allahs, enthält überhaupt
keine Widersprüche. Allah teilt uns diese Eigenschaft des Qurans im folgenden Vers mit:

Studieren sie den Quran denn nicht? Wenn er von einem anderen als Allah stammte, fänden sie in
ihm gewiß viele Widersprüche. (Sure 4:82 – an-Nisa)

Der Quran ist ein Wegweiser um Wahrheit


von Falschheit zu unterscheiden
Es gibt viele Vorstellungen, Philosophien und Glauben in der Welt. Mehrere von ihnen basieren auf
Aberglauben, gefährlichen Vorstellungen und Praktiken, auch wenn sie einige positive Eigenschaften haben.
Das Konzept des Karma enthält mehrere fehlerhafte und abergläubische Elemente. Es ist wahr, dass es einige
Dinge darin gibt, die die Menschen dazu ermutigen könnten, ein moralisch gutes Leben zu führen. Doch der
einzige Weg, wahres Gute von wahrem Bösen zu unterscheiden, ist der, den Quran zu konsultieren und die
Sunnah des Gesandten, den Allah uns als den einzigen Führer gesandt hat, möge Allah ihn segnen und Frieden
auf ihm sein lassen. Im Verlauf dieses Buches haben wir einige Charakteristika der Vorstellung des Karma
beschrieben, und wir haben erklärt, warum manche Aspekte dieser Vorstellung wahr oder falsch sind. Dabei
waren unser einziges Kriterium und die einzige Referenz die Verse des Quran. Zum Beispiel ließen wir uns von
den Versen des Quran leiten, wenn wir den Glauben an die Reinkarnation kritisiert haben, die Teil der
Philosophie des Karma ist. Der Grund hierfür ist, dass alle Quellen, außer dem Buch Allahs' und der Sunnah
von Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken, Produkte menschlichen Denkens sind und
deshalb nicht absolut vertrauenswürdig sein können. Die einzigen absolut vertrauenswürdigen Quellen sind
Allahs eigenes Buch und die Sunnah Seines Gesandten. Die sich selbst etwas vormachen, indem sie glauben, sie
könnten ihr Leben nach einem anderen Buch oder nach einer anderen Quelle ausrichten, können es nicht
vermeiden, Fehler zu machen.
Allah sagt uns über die Fähigkeit des Qurans, Wahrheit von Falschheit zu unterscheiden, in folgendem
Vers:

…und Er sandte ihnen (den Maßstab zur) Unterscheidung. Diejenigen, welche Allahs offenbarte
Botschaft verleugnen, erwartet strenge Strafe. Und Allah ist der Erhabene, der Herr der Vergeltung.
(Sure 3:4 – Al-‘Imran)
Der Quran ist das einzige Buch, dass der Menschheit den Weg zur Befreiung zeigt, das uns über unser
ewiges Leben nach dem Tod informiert, uns den rechten Weg weist, und dass einen Führer darstellen kann für
die, die Allahs Wohlgefallen und Gnade finden und in den Garten Eden eingehen wollen. Die Religion des Islam
ist die einzige Religion für die Menschheit, erwählt von Allah. In folgendem Vers teilt Allah uns dies mit:

Wer eine andere Religion als den Islam will, sie soll von ihm nicht angenommen werden, und im
Jenseits wird er verloren sein. (Sure 3:85 – Al-‘Imran)

Schlussfolgerung

In den verschiedenen östlichen Religionen gibt es offensichtlich einige Merkmale, die aus den wahren
Religionen sehr früher Völker übernommen worden sind. Doch im Lauf der Zeit sind diese Religionen
verfälscht worden durch abergläubische Elemente und durch Mythen, die von Generation zu Generation weiter
gegeben wurden. Obwohl sie den Menschen Anreize bieten, moralische Qualitäten zu entwickeln und in Frieden
miteinander zu leben, enthalten sie doch viele irrationale Elemente, wie die Anbetung von Kühen, die gegrüßt
werden als ob sie Menschen seien und die Auffassung, Mäuse und Affen seien heilig. Deshalb sollte jeder, der
Frieden, Liebe, Freundschaft und innere Zufriedenheit in sein Leben bringen will und der ernsthaft wünscht,
dass diese Qualitäten generell weitere Verbreitung unter der Menschheit finden, auf Allah und den Quran
schauen, das Buch, das Allah uns offenbart und als unseren Wegweiser ausgewählt hat. Nur im Quran werden
wir eine Lösung finden für jedes Problem, das uns bedrückt und das wir aus der Welt schaffen wollen. Allah hat
jeden einzelnen von uns so erschaffen, dass wir Glück und Seelenfrieden finden werden, wenn wir der Religion
folgen, der Er selbst für uns ausgewählt hat:

So richte dein ganzes Wesen aufrichtig auf den wahren Glauben, gemäß der natürlichen
Veranlagung, mit der Allah die Menschen erschaffen hat. Es gibt keine Veränderung in der Schöpfung
Allahs. Dies ist die richtige Religion. Jedoch, die meisten Menschen wissen es nicht. (Sure 30:30 – ar-
Rum)
Anhang 1: Die Wunder des Quran

Der unvergleichliche Stil des Quran und die überlegene Weisheit in ihm sind der definitive Beweis, dass
er das Wort Allahs' ist. Außerdem hat der Quran viele wunderbare Eigenschaften, die beweisen, dass er eine
Offenbarung Allahs' ist. Eine dieser Eigenschaften ist die Tatsache, dass eine ganze Reihe wissenschaftlicher
Tatsachen, die wir erst mit Hilfe der Technik des 20. Jahrhunderts entdecken konnten, bereits 1400 Jahre zuvor
im Quran dargelegt wurden.
Dieses Kapitel enthält einige der Wunder des Quran. (Für nähere Details siehe Harun Yahya, Die Wunder
des Quran, Okusan Verlag, ISBN 975-6522-15-1)
1 - DIE SCHÖPFUNG DES UNIVERSUMS
Die bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts vorherrschende Meinung war, dass das Universum endlos sei,
dass es schon immer existiert habe und auf ewig existieren werde. Nach diesem statischen Modell hat das
Universum weder einen Anfang noch ein Ende.
Während diese grundlegende Anschauung der materialistischen Philosophie das Universum als eine
unbewegliche, unveränderliche Ansammlung der Materie erklärte, bestritt sie die Existenz eines Schöpfers.
Doch Wissenschaft und Technologie, die sich im 20. Jahrhundert entwickelten, widerlegten Konzepte wie das
statische Modell des Universums, auf das sich die Materialisten stützten.
Heute, zur Jahrtausendwende hat die moderne Physik durch zahlreiche Experimente, Beobachtungen und
Berechnungen bewiesen, dass das Universum einen Anfang gehabt hat, dass es mit dem Urknall aus dem Nichts
entstanden ist.
Außerdem ist festgestellt worden, dass das Universum nicht unbeweglich und unveränderlich ist, sondern
dass es sich ständig verändert und sich ausdehnt.
Im Quran wird die Entstehung des Universums folgendermaßen erklärt:

Der Schöpfer der Himmel und der Erde aus dem Nichts... (Sure 6:101 – al-An'am)

Diese Erklärung befindet sich in völliger Harmonie mit den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft.
Vor dem Urknall existierte die Materie nicht. In einem Milieu des Nicht-Vorhandenseins, entstanden Materie,
Energie und Zeit. Diese Erkenntnis, deren Richtigkeit die moderne Physik erst am Ende des vergangenen
Jahrhunderts beweisen konnte, ist im Quran bereits vor 14 Jahrhunderten beschrieben worden.

2 - DIE EXPANSION DES UNIVERSUMS


Vor 14 Jahrhunderten, als die Wissenschaft der Astronomie noch primitiv war, wurde die Expansion des
Universums im Quran wie folgt beschrieben:

Den Himmel erbauten Wir mit (Unserer) Kraft und seht, wie Wir ihn (ständig) ausdehnen! (Sure
51:47 – adh-Dhariyat)

Das Wort "Himmel", das in diesem Vers erwähnt wird, wird an verschiedenen Stellen des Qurans mit der
Bedeutung "Weltraum" und "Universum" verwendet. Das heißt, der Quran berichtet uns, dass das Universum
sich ausdehnt. Das Wort "musi'une" in dem arabischen Ausdruck "inna le musiune", was auf Deutsch als "Wir
dehnen ihn (ständig) aus" übersetzt wird, leitet sich vom Verb "evsea" ab, das "ausdehnen" bedeutet. Auch die
Vorsilbe "le" fügt dem Namen oder Adjektiv eine besondere Betonung hinzu und gibt ihm die allgemeine
Bedeutung von "sehr viel". Deswegen bedeutet dieser Satz "Wir dehnen den Himmel und das Universum sehr
weit aus". Die Erkenntnisse, die die Wissenschaft heutzutage erreicht hat, sind identisch mit dem, was uns im
Quran mitgeteilt worden ist.9
Der russische Physiker Alexander Friedmann und der belgische Astrophysiker George Lemaitre haben zu
Beginn des 20. Jahrhunderts berechnet, dass das Universum sich ständig bewegt und ausdehnt.
1929 wurde diese Tatsache auch durch Beobachtungen nachgewiesen. Der amerikanische Astronom
Edwin Hubble machte am Mount Wilson Observatorium in Kalifornien eine der größten Entdeckungen der
Astrophysik. Als Hubble mit einem riesigen Teleskop den Himmel untersuchte, stellte er fest, dass jeder Stern in
Abhängigkeit von seiner Entfernung und der Geschwindigkeit, mit der er sich durchs All bewegt, Licht
ausstrahlt, das im roten Bereich des Farbspektrums angesiedelt ist. Diese Entdeckung rief in der
wissenschaftlichen Welt große Aufregung hervor. Die von Hubble entdeckte Erscheinung besagt, dass die
Spektrallinien der Galaxien umso stärker nach dem roten Ende des Spektrums verschoben sind, je weiter sie
entfernt sind. Da man dies mit dem Doppler-Effekt erklärt, bedeutet der inzwischen nach ihm benannte Hubble-
Effekt, dass sich alle Sternsysteme vom Zentrum der Milchstraße entfernen. Diese Fluchtbewegung ist umso
größer, je weiter die Objekte von diesem Zentrum entfernt sind.
Demzufolge, bewegen sich die Sterne ständig von uns fort. Hubble hat etwas später noch etwas Wichtiges
entdeckt: Die Sterne und die Galaxien entfernen sich nicht nur von uns, sondern auch voneinander weg. Wenn
aber alles im Universum sich voneinander weg bewegt, bedeutet dies, dass das gesamte Universum sich ständig
ausdehnt. In den folgenden Jahren wurde dies durch weitere Beobachtungen verifiziert.
Man kann sich das Universum als einen Luftballon vorstellen, auf den man mit einem Filzschreiber
zahlreiche schwarze Punkte gemalt hat. Während das Universum sich ausdehnt, entfernen sich alle Objekte in
ihm voneinander, wie die Punkte auf der Ballonoberfläche, wenn der Ballon aufgeblasen wird. Diese Tatsache
war schon früher theoretisch entdeckt worden. Albert Einstein, der als der größte Wissenschaftler des 20.
Jahrhunderts angesehen wird, hatte durch seine Berechnungen festgestellt, dass das Universum nicht statisch
sein konnte. Er hat diese Entdeckung jedoch nicht veröffentlicht, um zum statischen Modell des Universums,
das generell akzeptiert wurde, nicht im Widerspruch zu stehen. Einstein sollte dieses Verhalten später als "den
größten Fehler seiner Karriere" bezeichnen.10
Der Quran erklärte diese Zusammenhänge bereits vor Jahrhunderten, als all dies noch vollkommen
unbekannt war. Doch der Quran ist das Wort Allahs, des Schöpfers und Herrschers des Universums.

3 - DIE TRENNUNG VON "HIMMEL UND ERDE"


Ein anderer Quranvers über die Erschaffung der Himmel ist der folgende:

Sehen die Ungläubigen denn nicht, dass die Himmel und die Erde eine einzige dichte Masse waren,
die Wir spalteten und dass Wir dann aus dem Wasser alles Lebendige entstehen ließen? Wollen sie denn
nicht glauben? (Sure 21:30 – al-Anbiya)

Das arabische Wort "ratq" in dem Vers wird mit "...eine einzige dichte Masse..." übersetzt und bedeutet so
viel wie "genäht", "zusammengefügt", "ineinander befindlich". Es wird verwendet, um zwei unterschiedliche
Substanzen zu bezeichnen, die ein Ganzes bilden. Der Ausdruck "spalten" ist auf arabisch das Verb "fatq" und
deutet an, dass etwas ins Sein kommt, indem es "eine ineinander befindliche Struktur" auseinander reißt oder
zerstört. Das Keimen eines Samens und sein Wachsen aus der Erde ist einer der Vorgänge, bei denen dieses Verb
verwendet wird.
Der Vers spricht von einem Zustand, in dem Himmel und Erde zunächst abhängig sind von dem Status
von "ratq". Danach gehen sie mit der Handlung "fatq" auseinander. Wenn wir uns an die ersten Momente des
Urknalls erinnern, sehen wir, dass ein einzelner Punkt alle Materie des Universums enthielt. Das heißt, alles,
einschließlich "des Himmels und der Erde", die noch nicht erschaffen worden waren, wurde in diesem Punkt im
Zustand von "ratq" umfasst. Danach ist dieser Punkt explodiert und so kam die Materie in den Zustand des
"fatq".

4 - DIE UMLAUFBAHNEN UND


DAS ROTIERENDE UNIVERSUM
Einer der wichtigsten Gründe des großen Gleichgewichts im Universum ist, dass die Himmelskörper
bestimmten Umlaufbahnen folgen. Die Sterne, die Planeten und die Satelliten rotieren sowohl um ihre eigene
Achse, als auch mit den Systemen, denen sie angehören; das Universum arbeitet in einer subtilen
Regelmäßigkeit wie die Zahnräder einer Maschine.
Im Universum gibt es ungefähr 200 Milliarden Galaxien und in jeder Galaxie befinden sich
durchschnittlich 200 Milliarden Sterne. Viele von diesen Sternen haben Planeten und diese Planeten haben
Satelliten. All diese Himmelskörper haben Bahnen, die durch genaue Berechnungen bestimmt worden sind. Seit
Millionen Jahren folgt jeder Himmelskörper seiner eigenen Bahn in vollkommener Harmonie und Ordnung mit
allen anderen. Auch viele Kometen bewegen sich entlang der Bahnen, die für sie bestimmt sind.
Die Umlaufbahnen im Universum sind nicht auf die Bewegungen bestimmter Himmelskörper begrenzt.
Unser Sonnensystem, sogar die Galaxien bewegen sich darüber hinaus um die anderen Zentren. Jedes Jahr
befinden sich die Erde und das Sonnensystem 500 Millionen Kilometer entfernt von ihrer Position des
vorangegangenen Jahres. Es ist berechnet worden, dass sogar eine kleine Abweichung der Himmelskörper von
ihren Umlaufbahnen fatale Folgen haben kann, die das System durcheinander bringen würden. Betrachten wir
zum Beispiel, was eine 3-Millimeter-Abweichung mehr oder weniger in der Umlaufbahn der Erde verursachen
würde:
Während die Erde sich um die Sonne dreht, folgt sie solch einer Umlaufbahn, dass sie alle 18 Meilen nur
um 2,8 mm von einem direkten Kurs abweicht. Diese Abweichung der Umlaufbahn, der die Erde folgt, ist
peinlich genau, weil bereits eine Abweichung von nur 3 Millimetern von der Umlaufbahn große Katastrophen
verursachen würde. Wenn die Abweichung 2,5 Millimeter anstelle von 2,8 Millimetern wäre, dann würde die
Umlaufbahn sehr groß sein und wir alle würden erfrieren. Wenn die Abweichung 3,1 mm wäre, dann würden
wir sterben, indem wir verbrennen.11
Eine andere Eigenschaft der Himmelskörper ist, dass sie sich außer auf ihren Bahnen auch um sich selbst
drehen. Im Quran weist der Vers "Bei dem (Sternen-) Himmel und seiner Wiederkehr" (Sure 86:11 – at-
Tariq) genau auf diese Tatsache hin. Mit Gewissheit besaß die Menschheit in der Zeit, zu der der Quran
hinabgesandt wurde, keine Teleskope, mit denen der Weltraum um Millionen Kilometer - wie heutzutage -
beobachtet werden konnte und sie hatte auch keine hoch entwickelten Beobachtungstechnologien und kein
Wissen über moderne Physik und Astronomie. Folglich war es zu dieser Zeit nicht möglich, wissenschaftlich
festzustellen, dass der Weltraum voll von Bahnen ist; wie es im Vers "Beim Himmel mit seinen
Sternpfaden!" (Sure 51:7 – adh-Dhariyat) gesagt wird. Im Quran wurde dies jedoch ganz offen erklärt, denn er
ist Allahs Wort.
5 - DIE RUNDUNG DER ERDE

Er hat Himmel und Erde wirklich (und wahrhaftig) geschaffen. Er deckt die Nacht über den Tag
und (umgekehrt) den Tag über die Nacht… (Sure 39:5 – az-Zumar)

Die Wörter des Qurans, die für die Beschreibung des Universums verwendet werden, sind
bemerkenswert. Das arabische Wort, das im oben genannten Vers mit "decken" übersetzt wird, heißt auf
arabisch "tekvir". Auf Deutsch bedeutet es soviel wie "etwas rundes mit etwas einwickeln" (Im arabischen wird
dieses Wort für das Umwickeln runder Objekte wie zum Beispiel den Kopf mit einem Turban verwendet.) Die
Informationen, die in den Versen über das Übereinander-Decken von Tag und Nacht gegeben werden, sind
genaue Informationen über die Gestalt der Welt. Dies kann jedoch nur dann zutreffen, wenn die Erde rund ist.
Dies heißt, dass im Quran, der im 7. Jahrhundert offenbart wurde, die Kugelgestalt der Erde angedeutet wurde.
Es muss daran erinnert werden, dass das Verständnis von Astronomie zu damaliger Zeit ein anderes war.
Man nahm an, dass die Welt eine Scheibe ist. Darum basierten alle wissenschaftliche Berechnungen und
Erklärungen auf diesem Glauben. Die Quranverse jedoch enthalten Informationen, die wir erst im vergangenen
Jahrhundert erlernt haben. Da der Quran das Wort Allahs ist, wurden bei der Beschreibung des Universums die
korrektesten Wörter verwendet. In den Quranversen werden Informationen, die wir erst im vergangenen
Jahrhundert gelernt haben, schon vor 1400 Jahren gegeben.

6 - DIE SCHICHTEN DER ATMOSPHÄRE


Eine der Informationen, die im Quran gegeben werden ist, dass das Firmament aus sieben Himmeln
besteht:

Er ist es, der für euch alles auf Erden erschuf. Dann wandte Er sich dem Himmel zu und bildete ihn
zu sieben Himmeln; und Er hat Macht über alle Dinge. (Sure 2:29 – al-Baqara)

Dann wandte Er sich dem Himmel zu, welcher noch Rauch war. So vollendete Er sie in zwei Tagen
als sieben Himmel und teilte jedem Himmel seine Aufgabe zu... (Sure 41:11, 12 – Fussilat)

Das Wort "Himmel", das in vielen Versen des Quran verwendet wird, um das ganze Universum
auszudrücken, meint auch den Himmel der Erde. Wenn wir an diese Bedeutung des Wortes denken, kommen
wir zu dem Schluss, dass der Himmel der Erde, die Atmosphäre, aus 7 Schichten besteht.
Tatsächlich wissen wir heute, dass die Atmosphäre der Erde aus unterschiedlichen Schichten besteht.12
Entsprechend dem Atmosphärenmodell, das "Limited Fine Mesh Model" (LFMII) genannt wird und heute noch
für die 48-stündigen Wettervorhersagen benutzt wird, hat die Atmosphäre 7 Schichten. 13 Gemäß den modernen
meteorologischen Definitionen sind die sieben Schichten der Atmosphäre folgendermaßen angeordnet:
1- Troposphäre
2- Stratosphäre
3- Mesosphäre
4- Thermosphäre
5- Exosphäre
6- Ionosphäre
7- Magnetosphäre
Ein anderes Wunder befindet sich in der Aussage "Er teilte jedem Himmel seine Aufgabe zu" der Sure
41:12 – Fussilat. Der Vers informiert, dass Allah jede Schicht mit bestimmten Aufgaben betraut hat. Jede dieser
Schichten der Erdatmosphäre ist von lebenswichtiger Bedeutung für alle Lebewesen auf der Erde. Jede Schicht
hat ihre eigene Aufgabe – von der Entstehung des Regens bis zur Verhinderung schädlicher Strahlung, von der
Reflexion der Radiowellen bis zur Zerstörung von Meteoriten.
Die untenerwähnten Verse geben uns Informationen bezüglich der 7 Schichten:

Seht ihr denn nicht, wie Allah einen über dem anderen sieben Himmel erschaffen hat? (Sure 71:15
– Nuh)

Der sieben Himmel im Einklang erschaffen hat... (Sure 67:3 – al-Mulk)

Das arabische Wort "tibakan", das in diesen Versen im Deutschen als "Einklang" übersetzt wurde, hat
gleichzeitig die Bedeutungen von "Schicht, Decke oder Deckel von etwas" und betont auch die
Übereinstimmung der oberen Schicht mit der unteren. Die Pluralform des Wortes hat die Bedeutung von
"schichtweise" (einem über dem anderen). Der Himmel in der schichtbaren Weise, der im Vers beschrieben
wird, drückt zweifellos die Atmosphäre in bester Weise aus.
Dass diese Kenntnisse, die ohne die Technologie des 20. Jahrhunderts nie bestimmt werden könnten, im
Quran ganz offenbar mitgeteilt werden, der vor 1400 Jahren hinabgesandt worden ist, ist ein weiteres großes
Wunder.

7 - DAS WOHLGESCHÜTZTE DACH DER ERDE


Allah lenkt unsere Aufmerksamkeit im Quran auf eine sehr interessante Eigenschaft des Himmels:

Und Wir machten den Himmel zu einem wohlbehüteten Dach. Und doch kehren sie sich von Seinen
Zeichen ab. (Sure 21:32 – al-Anbiya)

Diese Eigenschaft des Himmels wurde durch die wissenschaftlichen Forschungen, die im 20. Jahrhundert
durchgeführt wurden, nachgewiesen.
Die Atmosphäre, die die Erde umgibt, dient entscheidenden Funktionen für den Ablauf des Lebens. Sie
hält viele große und kleine Meteoriten auf, die sich der Erde nähern, indem sie sie zerstört. Die Atmosphäre
verhindert, dass die Meteore auf die Erdoberfläche fallen und lebende Existenzen schädigen.
Zusätzlich filtert die Atmosphäre die gefährlichen Strahlen, die aus dem Weltraum kommen. Es ist
interessant, dass die Atmosphäre nur harmlose Strahlen durchlässt, das sichtbare Licht, die ultravioletten
Strahlen und die Radiowellen. All diese Strahlungen sind lebenswichtig. Zum Beispiel sind die ultravioletten
Strahlen, die nur teilweise durch die Atmosphäre gelassen werden, für die Photosynthese der Pflanzen und für
das Überleben allen Lebens sehr wichtig. Der Großteil der intensiven ultravioletten Strahlen, die von der Sonne
ausgestrahlt werden, wird durch die Ozon-Schicht der Atmosphäre herausgefiltert und nur der kleine, tatsächlich
benötigte Teil erreicht die Erdoberfläche.
Die schützende Funktion der Atmosphäre endet hier nicht. Die Atmosphäre schützt auch die Erde vor der
Kälte des Weltraums, die minus 273 Grad Celsius beträgt.
Es ist nicht nur die Atmosphäre, die die Erde vor schädlichen Effekten schützt. Zusätzlich zur
Atmosphäre dient der Van-Allen-Gürtel als eine Schutzschicht, die durch das magnetische Feld der Erde als
Schild gegen die unseren Planeten bedrohende schädliche Strahlung verursacht wird. Diese Strahlung, die
ständig durch die Sonne und andere Sterne ausgestrahlt wird, ist für Menschen tödlich. Wenn der Van-Allen-
Gürtel nicht existieren würde, würde durch die Energieexplosionen, die häufig auf der Sonne auftreten, alles
Leben auf der Erde zerstört.
Dr. Hugh Ross erklärt die Funktion des Van-Allen-Gürtels für unser Leben:
In der Tat hat die Erde die höchste Dichte unter den Planeten in unserem Sonnensystem. Der Nickel
Eisen-Kern der Erde ist für ein großes magnetisches Feld verantwortlich. Dieses magnetische Feld produziert
den Strahlungsschild in Form des Van-Allen-Gürtels, der die Erde vor hoher Strahlungsintensität schützt. Wenn
dieser Schild nicht wäre, würde das Leben auf der Erde nicht möglich sein. Der einzige andere Planet, der über
ein magnetisches Feld verfügt und aus Fels besteht, ist der Merkur... Doch die Feldstärke seines Magnetfeldes
ist 100 mal kleiner als die Feldstärke des Magnetfeldes der Erde.14
Es wurde berechnet, dass die Energie, die in den letzten Jahren bei Sonnenwinden freigesetzt wurde, der
Energie von 100 Milliarden Atombomben des Typs entspricht, der Hiroschima abgeworfen wurde. Noch 58
Stunden nach einem Sonnenwind wurde beobachtet, dass die Nadeln von Kompassen ungewöhnliche
Bewegungen anzeigten und 250 Kilometer über der Atmosphäre die Temperatur sich plötzlich auf 2500 °C
erhöhte.
Es gibt ein vollkommenes System über der Erde, das uns umgibt und gegen externe Bedrohungen schützt.
Die Information, dass der Himmel der Erde als ein schützender Schild dient, wurde uns vor Jahrhunderten im
Quran übermittelt.

8 - DEN HIMMEL ZUM DACH MACHEN

Der die Erde gemacht hat zu einem Bette für euch, und den Himmel zu einem Dach, und Wasser
hat niederregnen lassen von den Wolken und damit Früchte für euren Unterhalt hervorgebracht hat.
Stellt Allah daher keine Götter zur Seite, denn ihr wisst es doch. (Sure 2:22 – al-Baqara)

Im obigen Vers wird für den Himmel das arabische Wort "essemae binaen" verwendet. Dieses Wort hat
die Bedeutungen von "Gewölbe, Decke". Außerdem beschreibt dieses Wort eine Bedeckung, die den Zelten der
Wüstenaraber ähnelt.15 Was mit dieser zeltähnlichen Struktur betont wird, ist der Schutz vor äußeren
Einflüssen.
Obwohl wir es meist nicht bemerken, fallen auch viele Meteoriten auf die Erde. Der Grund, warum diese
Meteoriten die Erde nicht schädigen, ist der Widerstand, den die Atmosphäre, die die Erde umgibt, auf die
Meteoriten ausübt. Der Meteor kann diesen Widerstand nicht lange aushalten, und er verliert den Großteil seiner
Masse, weil er durch die Reibung an den Molekülen der Erdatmosphäre verbrennt. Außer den Versen über die
Schutzeigenschaft der Atmosphäre weist Allah auch im folgenden Vers auf diese spezielle Schöpfung hin:

Siehst du denn nicht, dass Allah euch (alles) dienstbar gemacht hat, was auf Erden ist, so wie die
Schiffe, die das Meer auf Sein Geheiß durcheilen? Und Er hält den Himmel, damit er nicht auf die Erde
fällt, außer mit Seiner Erlaubnis. Allah ist wahrlich gegen die Menschen mitfühlend und barmherzig.
(Sure 22:65 – al-Hadsch)

Die Erdatmosphäre schützt uns vor den äußeren Gefahren aus dem Universum. Mit dem Wort "Dach",
das in den Versen für den Himmel verwendet wird, wird auf diese Eigenschaft des Himmels hingewiesen,
welche zu Zeiten unseres Propheten nicht bekannt war.

9 - DER WIEDERKEHRENDE HIMMEL


In einem Vers des Quran wird eine wichtige Funktion des Himmels erwähnt:

Bei dem (Sternen-) Himmel und seiner Wiederkehr. (Sure 86:11 – at-Tariq)

Das Wort, das in den Quraninterpretationen als "Wiederkehr" übersetzt wird, hat die Bedeutung
"zurückkehren" oder "zurückdrehen".
Wie bekannt ist, besteht die Atmosphäre, die die Erde umgibt, aus mehreren Schichten. Jede Schicht dient
einem wichtigen Zweck zugunsten des Lebens. Jetzt überprüfen wir mit einigen Beispielen diese Funktion der
Schichten, die um die Erde herum angeordnet sind.
Die Troposphäre, 13 bis 15 Kilometer über der Erde, bewirkt, dass der Wasserdampf, der von der
Erdoberfläche aufsteigt, sich verdichtet und als Regen auf die Erde zurückfällt. Die untere Schicht der
Stratosphäre, die Ozon-Schicht, reflektiert in einer Höhe von 25 Kilometern die schädlichen UV-Strahlen, die
aus dem Weltraum kommen. Die Ionosphäre reflektiert Kurzwellen zurück zu den unterschiedlichen Teilen der
Welt, und verhält sich damit wie ein passiver Nachrichtensatellit und ermöglicht auf diese Weise drahtlose
Kommunikation, Radio und das Fernsehen. Die Magnetosphäre reflektiert die schädlichen radioaktiven Partikel,
die durch die Sonne und andere Fixsterne ausgestrahlt werden, zurück in den Weltraum.
Diese Eigenschaft, die erst kürzlich entdeckt wurde, wurde vor Jahrhunderten im Quran verkündet und
dies zeigt wieder, dass er das Wort von Allah ist.

10 - DIE AUFGABE DER BERGE


Im Quran wird auf eine sehr bedeutende geologische Funktion der Berge aufmerksam gemacht:

Und Wir setzten festgegründete Berge auf die Erde, damit sie nicht mit ihnen wanke... (Sure 21:31
– al-Anbiya)

Die Berge haben die Funktion, Erschütterungen auf der Erde zu verhindern. Diese Tatsache, die zu der
Zeit, als der Quran offenbart wurde, niemandem bekannt war hat sich erst aus den Entdeckungen der modernen
Geologie ergeben.
Früher wurde angenommen, die Berge seien nur Anhöhen der Erdoberfläche. Wissenschaftler stellten
jedoch inzwischen fest, dass die Berge nicht nur Anhöhen auf der Erde sind, sondern dass sie sich mitunter 10-
15 mal mehr als ihre Höhe unter dem Erdboden ausdehnen. Mit diesen Eigenschaften haben die Berge die
Funktion von Nägeln oder Pflöcken, die z.B. ein Zelt am Boden befestigen. Der Mount Everest, dessen Gipfel
8848 m hoch ist, dehnt sich unterirdisch mehr als 125 km nach unten aus.16
Berge entstehen durch den Zusammenstoss und die Auffaltung der massiven tektonischen Platten, die die
Erdkruste bilden. Wenn zwei solcher Platten zusammenstoßen, schiebt sich die eine unter die andere Platte,
wodurch diese nach oben gedrückt wird und Höhen und Berge bildet. Die untere Platte bewegt sich weiter und
bildet unter der Erdoberfläche eine tiefe Verlängerung des Bergrückens. In einem wissenschaftlichen Text wird
die Struktur der Berge wie folgt beschrieben:
In den Gebirgsmassiven, dort wo die Kontinente dicker sind, dringt die Erdrinde zum Mantel hin ein.17
Einer der weltbekannten Unterseegeologen Prof. Siaveda gab den folgenden Kommentar ab, als er davon
sprach, dass die Berge in der Erde "verwurzelt" sind:
Der fundamentale Unterschied zwischen kontinentalen und ozeanischen Gebirgen besteht in ihrem
Material. Kontinental-Berge bestehen im wesentlichen aus Sedimenten, während ozeanische Berge aus
vulkanischem Gestein bestehen. Kontinentale Berge entstanden durch starke Kompressionskräfte, ozeanische
Berge dagegen durch starke expansive Kräfte. Was beide gemeinsam haben, sind Fundamente, Wurzeln
gewissermaßen, weit nach unten hin fortsetzen und durch die sie in ihrer Position gehalten werden. Im Falle
kontinentaler Gebirgsmassive bestehen diese "Wurzeln" aus sehr leichtem Material geringer Dichte, bei
ozeanischen Gebirgen bestehen sie aus dichterem, schwererem Material, doch dieses ist sehr heiß und deswegen
dehnt es sich aus. Beide erfüllen aber dieselbe Aufgabe, die darin besteht, die Bergmassive zu fixieren, was in
diesem Fall auf dem Prinzip des Archimedes beruht, einem grundlegenden Satz der Hydrostatik, nachdem ein in
eine Flüssigkeit eingetauchter Körper scheinbar so viel von seiner Gewichtskraft verliert, wie die von ihm
verdrängte Flüssigkeit wiegt. Dadurch entsteht ein Auftrieb, der die Gebirge auf dem heißen, flüssigen Magma
schwimmen lässt.18
Im Buch Earth [Die Erde] von Frank Press, der derzeit der Vorsitzende der Amerikanischen
Wissenschaftsakademie ist und dessen Buch in vielen Universitäten der Welt als Standardwerk gelesen wird,
wird beschrieben, dass die Berge die Form von Pflöcken haben und dass sie in der Erde verankert sind.19
Im Quran wird die Rolle der Berge durch einen Vergleich mit dem Pflock unterstrichen:

Machten Wir nicht die Erde zu einem Bett. Und die Berge zu Pflöcken! (Sure 78:6, 7 – an-Naba')

Und in einem weiteren Vers teilt Allah uns mit, dass "Er die Berge festigte" (Sure 79:32 – an-Nazi'at).
Das Wort "ersayha" hat in diesem Vers die Bedeutung von "verankern, fixieren, vernageln, angewurzelt sein".
Gebirge fixieren also die tektonischen Platten der Erdkruste, indem sie sich an den Berührungslinien
dieser Platten befinden, wo sie sich nach oben und weiter noch nach unten hin ausdehnen. Auf diese Weise
verhindern sie, dass die Erdkruste unkontrolliert auf der Magmaschicht treibt. Kurz, wir können die Berge mit
Nägeln vergleichen, die Holzbretter zusammenhalten.
Dieser Fixierungseffekt der Berge wird in der wissenschaftlichen Literatur als Isostasie bezeichnet.
Isostasie ist eine Theorie, nach der die Massemenge zwischen Erdmittelpunkt und Erdkruste an jedem Punkt
gleich ist.
Wir wissen heute, das unsere Erdkruste aus verschiedenen Platten, besteht, die auf der flüssigen Magma
des Erdmantels schwimmen. Wenn es die Fixierungsfunktion der Berge nicht gäbe, würden die Platten wegen
der hohen Rotationsgeschwindigkeit der Erde zum Äquator hin gedrückt, was große Verschiebungen auf der
Erdoberfläche hervorrufen würde. In solch einer Lage würde sich kein Mutterboden auf der Erdoberfläche
halten können, kein Wasser, es könnten keine Pflanzen wachsen, man könnte keine Strassen oder Häuser bauen,
das Leben auf der Erde, so wie wir es kennen, würde kaum möglich sein.
Wie ersichtlich ist, wurde die lebenswichtige Rolle der Gebirge, die durch die moderne Geologie und
durch seismische Messungen entdeckt wurde, im Quran als Beispiel der absoluten Weisheit von Allahs
Schöpfung aufgedeckt. In einem anderen Vers sagt Allah folgendes:

...Und Er stellte festgegründete Berge auf die Erde, damit sie nicht mit euch wanke... (Sure 31:10 –
Luqman)

11 - DIE BEWEGUNG DER BERGE


In einem Vers informiert Allah uns, dass die Berge nicht statisch, sondern ständig in Bewegung sind.

Und die Berge, die du für so fest hältst, wirst du wie Wolken vorbeiziehen sehen... (Sure 27:88 – an-
Naml)

Diese Bewegung wird durch die Plattentektonik der Erdkruste verursacht. Anfang des 20. Jahrhunderts
schlug ein deutscher Wissenschaftler namens Alfred Wegener vor, die heutigen Kontinente könnten in den
frühen Zeiten der Erdgeschichte zusammengehangen und so einen einzigen riesigen Urkontinent gebildet haben,
seien aber dann in unterschiedliche Richtungen gedriftet.
Die Geologen aber verstanden erst in den achtzigen Jahren, 50 Jahre nach Wegeners Tod, dass er recht
gehabt hatte. Wie er in seinem Artikel von 1915 geschrieben hat, waren die Landmassen der Erde vor ca. 500
Millionen Jahren miteinander verbunden. Dieser große Landblock "Pangäa" befand sich auf dem Südpol. Vor
ungefähr 180 Millionen Jahren teilte sich Pangäa in zwei Teile, die in unterschiedliche Richtungen trieben.
Einer dieser riesigen Kontinente war Gondwana, das Afrika, Australien, die Antarktis und Indien einschloss.
Der zweite war Laurasia, das Europa, Nordamerika und Asien außer Indien umfasste. In den folgenden 150
Millionen Jahren nach dieser Spaltung teilten sich Gondwana und Laurasia in kleinere Teile.
Diese Kontinente, die entstanden, nachdem Pangäa sich geteilt hatte, verschieben sich auf der
Erdoberfläche mit einer Geschwindigkeit von einigen Zentimetern pro Jahr und ändern damit beständig die See-
und Landverhältnisse der Erde.
Die Erdkruste, die aus dem obersten Erdmantel entstanden ist und eine Dicke von 100 Kilometern hat,
besteht aus verschiedenen Schichten. Es gibt sechs Hauptschichten und zahlreiche kleinere Schichten, die die
Erdoberfläche bilden. Entsprechend der Theorie der Schichtentektonik verschieben sich diese Schichten auf der
Erde, indem sie die Kontinente und Ozeanböden mit sich tragen. Es ist gemessen worden, dass die
Kontinentalverschiebung etwa 1 - 5 Zentimeter pro Jahr beträgt. Solange die Schichten sich in dieser Weise
bewegen, erfolgt eine langsame Änderung in der Geographie der Erde. Der Atlantik wird zum Beispiel jedes
Jahr etwas breiter.20
Es muss dabei ein sehr wichtiger Punkt in Betracht gezogen werden: Allah hat die Bewegung der Berge
in den Versen als treibende Tätigkeit beschrieben. Heute verwenden Wissenschaftler ebenfalls die Bezeichnung
continental drift (Kontinentaldrift) für diese Bewegung.21
Die Kontinentaldrift ist eine Information, die zu der Zeit, als der Quran hinabgesandt wurde, nicht
beobachtet werden konnte und Allah hat uns mit dem Vers "die Berge, die du für so fest hältst" im voraus
mitgeteilt, wie die Menschen dieses Thema einschätzen werden. Doch danach informiert Er uns, dass die Berge
wie Wolken vorbeiziehen. Wie ersichtlich ist, wurde im Vers ganz offenbar auf die Beweglichkeit der Schicht,
auf der sich die Berge befinden, hingewiesen.
Es ist ein weiteres Wunder, dass diese wissenschaftliche Tatsache, die vor kurzem erst entdeckt worden
ist, schon im Quran verkündet wurde.

12 - DAS WUNDER IM EISEN


Eisen ist eines der Elemente, die im Quran genannt werden. In der Sure al-Hadid, was "das Eisen"
bedeutet, werden wir wie folgt informiert:

...Und Wir sandten darüber das Eisen herab, in welchem furchteinflössende Kraft, aber auch
Nutzen für die Menschen ist... (Sure 57:25 – al-Hadid)

Man könnte denken, dass das Wort "herabsenden" in einer metaphorischen Bedeutung für "den Nutzen
der Menschen dienlich gesandt werden" verwendet wird. Aber, wenn wir die wörtliche Bedeutung "physisch
herabsenden" des Wortes annehmen, stellen wir fest, dass dieser Vers auf ein sehr bedeutendes
wissenschaftliches Wunder hindeutet. Denn moderne astronomische Entdeckungen haben gezeigt, dass das
Eisen von riesigen Sternen im Weltraum auf unsere Erde gekommen ist.22
Erst kürzlich wurde bewiesen, dass alles Eisen nicht nur unseres Planeten, sondern im gesamten
Sonnensystem aus dem äußeren Weltraum stammt. Dies ist so, weil die Sonne kein Eisen erzeugen kann. Die
Sonne hat eine Oberflächentemperatur von 6000 Grad Celsius und eine Kerntemperatur von etwa 20 Millionen
Grad. Es gibt jedoch viel heißere Sterne, die wir als Nova oder Supernova kennen, in denen die Temperaturen
mehrere hundert Milliarden Grad Celsius erreichen, und in diesen Sternen entsteht Eisen. Wenn der Prozentsatz
an Eisen in einem solchen Stern eine bestimmte Größe überschreitet, explodiert dieser Stern, und seine
Bruchstücke fliegen durchs All, bis sie vom Gravitationsfeld eines anderen Himmelskörpers eingefangen
werden. Auf diese Weise gelangte Eisen in unser Sonnensystem und auf unseren Planeten. Dies ist heute eine
gesicherte Erkenntnis.23
In einer wissenschaftlichen Quelle gibt es folgende Informationen zu diesem Thema:
Es gibt auch Hinweise, die auf ältere Supernova Ereignisse deuten: Eisen-60, das im Meeresboden
angesammelt ist, wird als Beweis einer Supernova-Explosion interpretiert, die vor 5 Millionen Jahren, 90
Lichtjahre von der Sonne entfernt stattfand. Eisen-60... ist ein radioaktives Isotop, das eine Halbwertszeit von
1.5 Millionen Jahren hat. Das Eisen-60-Isotop, das sich in den tiefliegenden Schichten der Erde befindet,
entstand nach einer Nukleosynthese der Elemente im nahen Weltraum, erreichte später die
Erdatmosphäre und blieb in den Erdschichten stecken.24
Wie hieraus zu ersehen ist, entstand Eisen nicht auf unserer Erde. Es stammt von Supernovas und wurde
z.B. durch Meteoriten zur Erde getragen. Wie im Quranvers angegeben, wurde das Eisen zur Erde
‘hinuntergebracht'. Es ist klar, dass diese Tatsache im 7. Jahrhundert nicht wissenschaftlich bekannt sein konnte,
als der Quran offenbart wurde.
Die moderne Astrophysik hat nachgewiesen, dass alle bekannten chemischen Elemente außerhalb des
Planeten Erde entstanden sind. Die Formulierung "darüber" im Vers "...Wir sandten darüber das Eisen herab..."
könnte auf diese Tatsache hindeuten. Wenn aber besonders die Kenntnisse in Betracht gezogen werden, die erst
gegen Ende des 20. Jahrhunderts erlangt worden sind, ist es bemerkenswert, dass in diesem Vers besonders auf
das Eisen hingewiesen wird. Der bekannte Mikrobiologe Michael Denton hebt die besondere Bedeutung des
Eisens für alles Leben in seinem Buch Nature's Destiny [Das Schicksal der Natur] folgendermaßen hervor:
Von allen Metallen ist für das Leben keines wichtiger als das Eisen. Die Anhäufung von Eisen um
den Mittelpunkt eines Sterns ist es, die eine Supernova auslöst, jene gigantische Explosion, durch die die
Atome im Kosmos verteilt werden, die Voraussetzung für alles Leben sind. Es war die Gravitation der
Eisenatome im Mittelpunkt der urzeitlichen Erde, die die für ihren ursprünglichen chemischen Zustand
notwendige Hitze erzeugte, das Verdampfen der frühen Atmosphäre bewirkte und schließlich die Hydrosphäre
bildete. Es ist das geschmolzene Eisen im Erdzentrum, dass wie ein gigantischer Dynamo das Magnetfeld der
Erde generiert, welches seinerseits verantwortlich ist für die Existenz des Van Allen Strahlungsgürtels, der die
Erdoberfläche vor der zerstörerischen, energiereichen kosmischen Strahlung schützt und die lebenswichtige
Ozonschicht bewahrt...
Ohne das Eisenatom gäbe es kein auf Kohlenstoff basierendes Leben im Kosmos; keine Supernova,
keine Erwärmung der frühen Erde, keine Atmosphäre, keine Hydrosphäre. Es gäbe kein schützendes
Magnetfeld, keinen Van Allen Gürtel, keine Ozonschicht, kein Metall um Hämoglobin zu bilden, kein Metall
um die extreme chemische Reaktionsfähigkeit des Sauerstoffs zu bremsen und keinen auf Oxidation
basierenden Stoffwechsel.
Die faszinierende, enge Beziehung zwischen Leben und Eisen, zwischen der roten Farbe des Blutes und
dem Sterben eines unendlich weit entfernten Sterns, zeigt nicht nur die Bedeutung von Metallen für die
Biologie, sondern vielmehr die Biozentrizität des gesamten Kosmos...25
Aus diesen Erklärungen ist die Bedeutung von Eisen leicht zu ersehen. Dass im Quran besonders auf das
Eisen hingewiesen wird, unterstreicht die Wichtigkeit dieses Elements. Des Weiteren ist interessant, dass der 25.
Vers der Sure al-Hadid zwei mathematische Chiffren enthält. Al-Hadid (das Eisen) ist die 57. Sure des Quran.
Und der numerische Wert des Wortes al-Hadid auf Arabisch ist wiederum 57. (Für mehr Informationen über die
arabischen Abjad Berechnungen siehe das Kapitel Die Abjad Berechnung im Quran)
Der numerische Wert des Wortes "hadid" allein ist 26, und 26 ist auch die Ordnungszahl des Eisens im
Periodensystem der chemischen Elemente.
13 - DIE RELATIVITÄT DER ZEIT
Heute ist die Relativität der Zeit eine nachgewiesene wissenschaftliche Tatsache. Sie wurde durch die
Relativitätstheorie von Albert Einstein in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckt. Bis zu diesem
Zeitpunkt wussten die Menschen nicht, dass die Zeit eine relative Größe ist und abhängig von Position und
Geschwindigkeit des Beobachters.
Mit einer Ausnahme: der Quran umfasste Informationen über die Relativität der Zeit. Einige Verse dazu
sind die folgenden:

Und siehe, ein Tag bei deinem Herrn ist wie tausend Jahre von denen, mit denen ihr rechnet. (Sure
22:47 – al-Hadsch)

Er lenkt alle Dinge - vom Himmel bis zur Erde. Zu guter Letzt steigt alles zu Ihm empor an einem
Tage, dessen Maß tausend Jahre von denen sind, die ihr zählt. (Sure 32:5 – al-Sadschda)

Die Engel und der Geist steigen zu Ihm empor während eines Tages, der fünfzigtausend Jahre
dauert. (Sure 70:4 – al-Ma'aridsch)

Die Tatsache, dass die Relativität der Zeit so offensichtlich im Quran erwähnt wird, der ab dem Jahr 610
n. Chr. offenbart wurde, ist ein weiterer Beweis, dass der Quran ein heiliges Buch ist.

14 - DIE PAARWEISE ERSCHAFFUNG

Preis sei Ihm, der alle Arten paarweise erschaffen hat, von dem, was die Erde wachsen lässt, und
von ihnen selber und von dem, das sie nicht kennen. (Sure 36:36 – Ya Sin)

Obgleich das Konzept "die Paare" für Mann und Frau verwendet wird, hat die Aussage "von dem, das sie
nicht kennen" die im Quran angegeben ist, breitere Implikationen. Heute ist eine der Implikationen des Verses
aufgedeckt worden. Dem englischen Wissenschaftler Paul Dirac, der vorschlug, dass die Materie paarweise
erschaffen wird, wurde 1933 der Nobelpreis für Physik zugesprochen. Diese Entdeckung besagt, dass alle
Materie mit einem Gegenstück zusammengesetzt ist, mit Antimaterie. Antimaterie trägt die
korrespondierenden symmetrischen Eigenschaften zur Materie. Jedes Teilchen korrespondiert mit einem
Antiteilchen; somit wird angenommen, dass ein völlig identisches, sozusagen spiegelbildliches Universum zu
unserem eigenen, das aus Antimaterie besteht, existiert. Im Vergleich mit der Materie wird das Elektron der
Antimaterie positiv aufgeladen und seine Protone werden negativ aufgeladen. Diese Tatsache wird in einer
wissenschaftlichen Quelle auf folgende Art beschrieben:
...Jedes Partikel hat seine entgegengesetzt geladenen Anti-Partikeln. Die Unschärferelation erklärt uns,
dass die Existenz und die Vernichtung dieser Partikel-Paare überall und immer gleichzeitig geschehen.26
Ein anderes Beispiel für die Symmetrie in der Schöpfung sind die Pflanzen. Botaniker haben erst vor 100
Jahren entdeckt, dass die Pflanzen auch ein Geschlecht haben.27 Es wurde jedoch vor 1400 Jahren im Quran
darüber informiert, dass auch die Pflanzen paarweise hervorgebracht worden sind.
Erschaffen hat Er die Himmel ohne sichtbare Säulen. Und Er stellte festgegründete Berge auf die
Erde, damit sie nicht mit euch wanke. Und Er verteilte allerlei Getier über sie. Und von Himmel senden
Wir Regen herab und lassen jede herrliche Gattung auf ihr sprießen. (Sure 31:10 – Luqman)

(Er) Der euch die Erde zu einem Lager gemacht hat und euch auf ihren Wegen ziehen lässt und
vom Himmel Wasser herabsendet, durch das Wir paarweise verschiedene Pflanzen hervorbringen. (Sure
20:53 – Ta Ha)

15 - DER REGEN FÄLLT IN BESTIMMTEN MASSEN


Allah teilt uns im Quran mit, dass der Regen nur in Maßen auf die Erde fällt. Diese Tatsache wird in der
Sure az-Zukhruf folgendermaßen erwähnt:

(Der), Der euch vom Himmel Wasser hinabsendet, in (gebührendem) Maße, wodurch Wir totes
Land wiederbeleben. So sollt auch ihr wiedererweckt werden. (Sure 43:11 – az-Zukhruf)

Diese gemessene Quantität des Regens ist wiederum durch die moderne Forschung entdeckt worden. Es
wurde berechnet, dass in einer Sekunde von der Erdoberfläche 16 Millionen Tonnen Wasser verdampfen. Genau
so viel Regen fällt in einer Sekunde auf die Erde. In einem Jahr erreicht diese Menge 505 Billionen (10 12)
Tonnen. Dies bedeutet, dass das Wasser sich in einem ausgeglichenen Kreislauf, also "in Maßen" bewegt. Das
Leben auf der Erdoberfläche hängt von diesem Kreislauf ab. Selbst wenn die Menschen alle vorhandene
Technologie der Erde verwendeten, würden sie es nicht vermögen, diesen Kreislauf künstlich zu reproduzieren.
Nur eine geringe Abweichung von diesem Gleichgewicht würde bald ein ökologisches Ungleichgewicht
verursachen, das das Ende allen Lebens auf der Erdoberfläche bewirken würde. Jedoch geschieht dies nie und
der Regen fällt jedes Jahr in der gleichen Quantität zur Erde, genauso wie es im Quran beschrieben ist. Das
Regenmaß besteht nicht nur aus seiner Quantität, auch die Geschwindigkeit der Regentropfen beim Herabfallen
hat ein Maß.
Egal wie groß die Regentropfen sind, ihre durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt nur 8 m pro
Sekunde, wenn sie die Erde ereichen.28
Wie ersichtlich ist, wurde im Quran auf ein genaues Maß bezüglich des Regens hingewiesen, das die
Menschen vor 1400 Jahren nicht wissen konnten.

16 - DIE ENTSTEHUNG DES REGENS


Es war ein großes Geheimnis für die Menschen, wie der Regen entsteht. Nach der Erfindung des
Wetterradars wurde bekannt, durch welche Stadien der Regen gebildet wird. Regen entsteht in drei Stadien.
Zuerst verdunstet Wasser von der Erdoberfläche und steigt mit Hilfe des Windes nach oben. Später bilden sich
daraus Wolken und schließlich entstehen Regentropfen, die zur Erde zurückfallen.
Die Informationen im Quran über die Entstehung des Regens verweist genau auf diesen Prozess. In einem
Vers wird diese Entstehung auf diese Art beschrieben:
Allah ist es, Der die Winde entsendet und die Wolken aufziehen lässt; und Er breitet sie am Himmel
aus; wie Er will, und zerreißt sie in Fetzen. Dann siehst du den Regen mitten aus ihnen hervorbrechen.
Und wenn Er ihn auf den von Seinen Dienern fallen lässt, den Er will, dann sind sie froh. (Sure 30:48 –
ar-Rum)

Überprüfen wir diese drei Stadien, die in den Versen umschrieben werden, in einer technischen Weise:
DIE ERSTE PHASE: "Allah ist es, Der die Winde entsendet..."
Durch das Schäumen der Wellen in den Ozeanen entstehen zahllose kleinste Wassertropfen, die Salz
enthalten und dadurch ein Aerosol bilden. Dieses nebelförmige Aerosol steigt in der Atmosphäre empor und
bindet dabei mehr und mehr Wasser an sich.
DIE ZWEITE PHASE: "...und die Wolken aufziehen lässt; und Er breitet sie am Himmel aus wie
Er will und zerreißt sie in Fetzen..."
Durch den Wasserdampf, der an den Salzkristallen oder den Staubkörnchen in der Luft kondensiert,
bilden sich die Wolken. Da die Wassertropfen in den Wolken mit ihrem Durchmesser von 0.01 bis 0.02 mm sehr
klein sind, schweben sie in der Luft und breiten sich am Himmel aus. So bedeckt sich der Himmel mit Wolken.
DIE DRITTE PHASE: "...Dann siehst du den Regen mitten aus ihnen hervorbrechen..."
Die Wasserpartikel, die sich an den Salzkristallen oder den Staubkörnchen ansammeln, kondensieren und
bilden Regentropfen. Auf diese Weise sondern sich die Tropfen, die schwerer als die Luft werden, von der
Wolke ab und fallen in Form vom Regen auf die Erde zurück.
Wie wir gesehen haben, wird jedes Stadium der Entstehung des Regens in den Versen des Quran erwähnt.
Außerdem werden diese Stadien genau in der richtigen Reihenfolge erklärt. Geradeso wie bei vielen anderen
natürlichen Phänomenen auf der Erde gibt Allah die korrekteste Erklärung für dieses Phänomen, und Er machte
diese Tatsache schon vor Jahrhunderten bekannt, bevor die Menschen sie entdecken konnten.
In einem anderen Vers werden die folgenden Informationen über die Entstehung des Regens gegeben:

Siehst du denn nicht, dass Allah die Wolken bläst, sie einmal zusammenballt und einmal
übereinander schichtet? Und du siehst den Regen mitten herausströmen. Und Er sendet vom Himmel
Berge von Wolken nieder, gefüllt mit Hagel, und Er trifft damit, wen Er will, und wendet ihn ab, von wem
Er will. Der Glanz Seines Blitzes raubt fast die Blicke! (Sure 24:43 – an-Nur)

Meteorologen, die die Wolkenarten studieren, kamen zu überraschenden Resultaten, über die Entstehung
der Regenwolken. Sie bilden sich entsprechend definitiver Systeme und Phasen. Die Entstehungsstadien der
Gewitterwolke Kumulonimbus sind folgende:
1. Phase, "blasen": Die Wolken werden entlang getragen, d.h. sie werden durch den Wind
getrieben.
2. Phase, "zusammenballen": Die kleinen Wolken (Kumulonimbus) ballen sich zusammen und
bilden die größeren Wolken.29
3. Phase, "übereinander schichten": Wenn die kleinen Wolken sich zusammen verbinden, erhöht
sich aufwärts die Anziehungskraft. Diese Anziehungskraft in der Mitte der Wolke ist stärker als jene nahe der
Ränder. Diese Anziehungen veranlassen den Wolkenkörper, vertikal zu wachsen, also werden die Wolken
übereinander geschichtet.
Dies bewirkt, dass der senkrecht gewachsene Körper der Wolke sich in die kühleren Regionen der
Atmosphäre ausdehnt. Genau an diesem Punkt beginnen in den kühleren Regionen der Atmosphäre innerhalb
der Wolken die Wasser- und Hageltropfen größer zu werden. Wenn diese zu schwer werden, fallen sie aus der
Wolke als Regen bzw. Hagel auf die Erde.30
Wir müssen uns daran erinnern, dass die Meteorologen erst vor kurzem darauf gekommen sind, diese
Details bezüglich der Wolkenentstehung, der Struktur und der Funktion der Wolken zu erlernen, indem sie hoch
entwickelte Ausrüstungen wie Flugzeuge, Satelliten und Computer verwendeten. Wie aus diesen Erklärungen
ersichtlich ist, hat Allah uns eine Information gegeben, die vor 1400 Jahren nicht bekannt sein konnte.

17 - DER REGEN, DER EINE TOTE GEGEND NEU AUFLEBEN LÄSST


Der Quran macht uns auf die belebende Wirkung von Regen in vielen Versen aufmerksam:

...Denn dann senden Wir vom Himmel reines Wasser herab, damit Wir totes Land damit lebendig
machen und Unseren Geschöpfen zu trinken geben, dem Vieh und den Menschen, in großer Menge. (Sure
25:48, 49 – al-Furqan)

Neben der Tatsache, dass der Regen das lebenswichtige Wasser auf die Erde herablässt, hat er eine andere
wichtige Funktion, und zwar die Eigenschaft, zu düngen. Das Kondenswasser aus den Ozeanen, das als Regen
aus den Wolken fällt, beinhaltet Stoffe, die den toten Boden wieder beleben. Diese belebenden Regentropfen
bezeichnet man als Oberflächenspannungs-Tropfen. Sie entstehen in der von Biologen als Mikroschicht
bezeichneten oberen Schicht der Wasseroberfläche. In dieser Oberflächenmembran, die dünner ist als 1/10 mm,
befinden sich organische Reste die durch Absterben von mikroskopischen Algen und Plankton entstehen. Diese
Reste enthalten viele wichtige Elemente, die im Wasser nicht existieren, wie Phosphor, Magnesium, Kalium und
Schwermetalle wie Zink, Kupfer, Kobalt und Blei. Sie filtern diese Stoffe heraus und binden sie. Die Samen und
Pflanzen auf der Erde finden die notwendigen Mineralsalze und Elemente in den Regentropfen. Der Quran
erklärt diesen Vorgang in einem anderen Vers so:

Und Wir senden vom Himmel segenreiches Wasser herab und bringen damit Gärten und Korn zum
Ernten hervor. (Sure 50:9 – Qaf)

Die Salze die im Regen herabfallen, sind ein Auszug der traditionellen Düngemittel Kalzium, Magnesium
und Kalium, die den Boden fruchtbar machen. Die Schwermetalle, die sich in solchen Aerosolen befinden, sind
von großer Bedeutung beim Herstellen von Elementen, die das Gedeihen und Vermehren von Pflanzen
leistungsfähiger machen. Kurz und gut: Regen ist ein hervorragender Dünger. Ein mineralarmer Boden kann
sogar nur mit den Düngemitteln, die er aus dem Regen bezieht, in einem Jahrhundertabschnitt alle für die
Pflanzen notwendige Elemente gewinnen. Die Wälder entwickeln und ernähren sich ebenfalls durch die im
Meer entstandenen Aerosole.
Auf diesem Wege fallen auf jeden der Kontinente 150 Millionen Tonnen Dünger pro Jahr. Wenn es diese
natürliche Düngung nicht gäbe, würden viel weniger Pflanzen auf der Erde gedeihen. Diese Eigenschaft des
Regens, die im Quran erwähnt wird, ist nur eines der zahlreichen Wunder des Quran.
18 - BEFRUCHTENDE WINDE
In einem Quranvers werden die befruchtenden Winde erwähnt und es wird gesagt, dass infolgedessen der
Regen entsteht.

Und Wir senden die befruchtenden Winde, dann senden Wir Wasser nieder von den Wolken, dann
geben Wir es euch zu trinken... (Sure 15:22 – Al-Hidschr)

In diesem Vers wird unterstrichen, dass das erste Stadium der Entstehung des Regens Winde sind. Bis
zum Anfang des 20. Jahrhunderts war die einzige bekannte Beziehung zwischen Wind und dem Regen, dass der
Wind die Wolken antrieb. Jedoch haben die modernen meteorologischen Entdeckungen gezeigt, dass der Wind
eine Rolle bei der Entstehung des Regens spielt.
Diese Funktion des Windes arbeitet folgendermaßen: Auf der Oberfläche von Ozeanen bilden sich
unzählige Luftblasen wegen des schäumenden Wassers. Wenn diese Luftblasen platzen, werden tausende kleiner
Partikel, mit einem Durchmesser von gerade einem Hundertstel eines Millimeters, nach oben in die Luft
geworfen. Diese Partikel mischen sich mit dem Staub, der im Wind enthalten ist und gelangen zu den oberen
Schichten der Atmosphäre. Diese Partikeln, die durch Winde in große Höhen getragen werden, kommen dort in
Kontakt mit Wasserdampf. Der Wasserdampf kondensiert an diesen Partikeln und macht sie so zu
Wassertröpfchen. Diese Wassertröpfchen kommen zusammen, bilden die Wolken und fallen dann zur Erde in
Form von Regen. Wie gesehen, "befruchten" die Winde den Wasserdampf mit den Partikeln, die sie vom Meer
tragen und helfen somit schließlich der Anordnung der Regenwolken.
Wenn die Winde diese Eigenschaft nicht besäßen, würden die Wassertröpfchen in der oberen Atmosphäre
sich nicht bilden können und es würde keinen Regen geben.
Der wichtigste Punkt hier ist, dass diese kritische Rolle des Windes bei der Entstehung des Regens vor
Jahrhunderten im Quran angegeben wurde, zu einer Zeit, als die Menschen sehr wenig über natürliche
Phänomene wussten.
Die Rolle des Windes bei der Befruchtung der Pflanzen ist eine andere Kenntnis, die in dem Vers
bezüglich der befruchtenden Eigenschaft des Windes mitgeteilt wird. Viele Pflanzen auf der Erde stellen den
Fortbestand ihrer Spezies dadurch sicher, dass sie ihre Pollen durch den Wind verteilen lassen. Viele Samen-
Pflanzen, Nadelbäume, Palmen, auch alle blühenden Pflanzen, wiesenartige Gräser werden durch den Wind
befruchtet. Die Befruchtung erfolgt, in dem der Wind den Blütenstaub von den Pflanzen nimmt und ihn auf
gleichartige Pflanzen weht.
Bis vor kurzer Zeit war es dem Menschen unbekannt, wie der Wind die Pflanzen befruchtet. Nachdem
entdeckt worden war, dass auch die Pflanzen Geschlechter haben, wurde verstanden, dass der Wind eine
befruchtende Wirkung hat. Auf diese Tatsache wird im Quran mit dem Vers "Und von Himmel senden Wir
Regen herab und lassen jede herrliche Gattung auf ihr sprießen." (Sure 31:10 – Luqman) hingewiesen.

19 - DIE MEERE VERMISCHEN SICH NICHT MITEINANDER


Eine der Eigenschaften der Meere, die erst vor kurzem entdeckt worden ist, wird in einem Vers des
Qurans wie folgt erklärt:
Den beiden Wassern, die sich begegnen, hat Er freien Lauf gelassen. Zwischen beiden ist eine
Schranke, die sie nicht überschreiten. (Sure 55:19, 20 – ar-Rahman)

Diese Eigenschaft der Meere, die aneinandergrenzen, sich aber nicht vermischen, wurde erst vor kurzem
von Ozeanographen entdeckt. Wegen der Oberflächenspannung (Kohäsionskraft) des Wassers vermischen sich
benachbarte Meere nicht. Die Oberflächenspannung verhindert durch den Unterschied in der Dichte des
Wassers, dass die Meere sich miteinander vermischen, gerade als ob eine dünne Wand zwischen ihnen wäre.31
Es ist interessant, dass diese Tatsache im Quran zu einer Zeit aufgedeckt wurde, als die Menschen kein
Wissen von Physik, Oberflächenspannung oder von Ozeanographie hatten.

20 - DIE FINSTERNIS IN DEN MEEREN UND INTERNE WELLEN

Oder wie Finsternisse in einem tiefen Meer: eine Woge überdeckt die andere, und darüber befinden
sich Wolken - Finsternisse, die einen über den anderen. Wenn einer seine Hand ausstreckt, sieht er sie
kaum. Und wem Allah kein Licht gibt, der hat kein Licht! (Sure 24:40 – an-Nur)

Das allgemeine Klima in den tiefen Meeren wird im Buch Oceans wie folgt beschrieben:
Heute wissen wir, dass die Finsternis in den Ozeanen in einer Tiefe von 200 Metern beginnt. Ab dieser
Tiefe gibt es fast kein Licht mehr. Unterhalb einer Tiefe von 1000 Metern ist es völlig dunkel.32
Heute ist es möglich, die geographische Struktur eines Meeres, die Eigenschaften der lebenden
Existenzen im Meer, seine Salzhaltigkeit, die Menge des Wassers, seine Fläche und Tiefe zu bestimmen.
Ohne spezielle Ausrüstung können Menschen nicht tiefer als 70 Meter tauchen. Menschen können auch
in den tiefen, dunklen Teilen der Ozeane nicht überleben. Aus diesen Gründen haben Wissenschaftler es erst vor
kurzem geschafft, ausführliche Informationen über die Meere zu entdecken. Jedoch wurde die Beschreibung
über die "Finsternis in tiefen Meeren" in der Sure an-Nur vor 1400 Jahren aufgezeigt. Es ist zweifelsohne eines
der Wunder des Quran, dass solche Informationen gegeben wurden, als man keine Ausrüstung hatte, tief zu
tauchen.
Zusätzlich lenkt die Beschreibung im 40. Vers der Sure an-Nur: "...wie Finsternisse in einem tiefen
Meer: eine Woge überdeckt die andere, und darüber befinden sich Wolken..." unsere Aufmerksamkeit auf
ein anderes Wunder des Quran.
Dieses wissenschaftliche Wunder wird in dem Buch Oceanography, a View of Earth so erklärt:
Die Wissenschaftler haben vor kurzem entdeckt, dass es zwischen unterschiedlichen Schichten interne
Wellen gibt. Diese internen Wellen bedecken das tiefe Wasser von Meeren und Ozeanen, weil tiefes Wasser eine
höhere Dichte als das Wasser über ihm hat. Interne Wellen fungieren wie Oberflächenwellen. Sie können gerade
wie Oberflächenwellen brechen. Interne Wellen können nicht durch das menschliche Auge gesehen werden,
aber sie können ermittelt werden, indem die Temperatur- und Salzhaltigkeitsänderungen in einer bestimmten
Region genau untersucht werden.33
Die Beschreibungen im Quran sind absolut konform mit der oben genannten Erklärung. Ohne Forschung
kann man nur die Wellen auf der Oberfläche des Meeres sehen. Es ist unmöglich, die internen Wellen im Meer
zu erkennen. Jedoch in der 24. Sure an-Nur lenkt Allah unsere Aufmerksamkeit auf eine andere Art Welle, die in
den Tiefen der Ozeane auftritt. Zweifellos zeigt diese Tatsache, die die Wissenschaftler erst neulich entdeckt
haben, dass der Quran Allahs Wort ist.

21 - DIE REGION, DIE UNSERE BEWEGUNGEN STEUERT

Wenn er nicht ablässt, werden Wir ihn gewiss am Schopf ergreifen. Dem verlogenen, rebellischen
Schopf! (Sure 96:15, 16 – al-'Alaq)

Der Ausdruck "der verlogene, rebellische Schopf" im oben genannten Vers ist sehr interessant. Denn die
Forschung in den letzten Jahren hat gezeigt, dass in der Frontpartie des Schädels sich ein bestimmter Teil des
Gehirns befindet, der spezielle Funktionen ausführt. Die Wissenschaftler entdeckten die Funktionen dieses
Bereiches, die der Quran vor 1400 Jahren anführte, in den letzten 60 Jahren. Wenn wir innerhalb des Schädels,
auf die Frontseite des Kopfes schauen, finden wir die vorderen Stirnlappen der Großhirnrinde. Die Resultate der
neuesten Forschung über die Funktionen dieses Bereiches werden in einem Buch Namens Essentials of
Anatomy and Physiology [Grundlagen der Anatomie und Physiologie] so erklärt:
Motivation, Planungs- und Handlungsfähigkeit werden vom vorderen Bereich der Stirnlappen der
Großhirnrinde gesteuert...34
und weiter heißt es:
Im Zusammenhang mit der Motivationsbildung wird angenommen, dass dieser Bereich auch das
funktionale Zentrum für Aggressionen ist...35
Dieser Bereich des Großhirns ist somit verantwortlich für Planung, Entschluss und das Auslösen guten
oder schlechten Verhaltens und ist verantwortlich dafür, ob wir lügen oder die Wahrheit sagen.
Es ist offenbar, dass die Androhung in der Sure al-Alaq "der verlogene, rebellische Schopf" vollständig
den oben genannten Erklärungen entspricht. Diese wissenschaftlichen Tatsachen, die die Wissenschaftler erst in
den letzten 60 Jahren entdeckt haben, wurden von Allah im Quran vor vielen Jahren angegeben.

22 - DIE GEBURT DES MENSCHEN


Viele verschiedene Themenbereiche werden im Quran erwähnt, während die Menschen zum Glauben
eingeladen werden. Allah zeigt den Menschen manchmal die Himmel, manchmal die Erde oder die Tiere und
die Pflanzen als Beweis für Seine Existenz. In vielen Versen wird den Menschen geraten, ihre Aufmerksamkeit
auf ihre eigene Erschaffung zu richten. Sie werden häufig daran erinnert, wie man in die Welt kam, welche
Stadien man durchschritten hat, und was das Wesentliche am Leben ist. Zum Beispiel wird dies in einem Vers
wie folgt erwähnt:
Wir erschufen euch. Warum wollt ihr dann die Wahrheit nicht annehmen? Was meint ihr? Was bei
euch an Samen austritt: Habt ihr es erschaffen oder sind Wir die Schöpfer? (Sure 56:57-59 – al-Waqi'a)

Die Erschaffung des Menschen und das wunderbare daran wird in vielen Versen betont. Einige
Einzelheiten der Informationen innerhalb dieser Verse sind aber so kompliziert, dass es für niemanden der im 7.
Jahrhundert lebte möglich war, sie gekannt zu haben. Einige von diesen sind die folgenden:
1) Der Mensch entsteht nicht aus dem gesamten Samen, sondern nur aus einem sehr kleinen Teil der
Samenzellen
2) Es ist der Mann, der das Geschlecht des Babys bestimmt.
3) Der menschliche Embryo haftet an der Gebärmutter wie ein Blutegel.
4) Der Embryo entwickelt sich in drei dunklen Regionen der Gebärmutter.
Die Informationen, die oben genannt sind, gingen über das Niveau der Lernfähigkeit der Menschen die zu
dieser Zeit lebten, weit hinaus. Sie wurden erst durch die Wissenschaft des 20. Jahrhundert verstanden.

23 - EIN TROPFEN FLIESSENDEN SAMENS


Die Samenzellen nehmen eine beschwerliche Reise im Körper der Mutter in Kauf, bis sie das Ovarium
erreichen. Nur Tausende aus 250 Millionen Samenzellen schaffen es, das Ovarium zu erreichen. Am Ende
dieses Rennens, welches nach fünf Minuten beendet ist, lässt das Ovarium von der Größe eines halben
Salzkorns, nur eine einzige der Samenzellen hinein. Das heißt, dass das Wesentliche des Mannes nicht der
vollständige Samen, sondern nur ein geringer Teil von ihm ist. Dies wird im Quran so erklärt:

Glaubt der Mensch etwa, unbeachtet gelassen zu werden? War er denn nicht ein Tropfen
ausfließenden Samens? (Sure 75:36, 37 – al-Qiyama)

Der Quran informiert uns, dass der Mensch nicht vom gesamten Samen, sondern nur aus einem kleinen
Teil von ihm gebildet wird. Dass der Hauptteil dieser Aussage eine Tatsache verkündet, die ausschließlich durch
die moderne Wissenschaft entdeckt werden konnte, ist ein Beweis, dass dieser Hinweis aus göttlichem Ursprung
stammt.

24 - DIE MISCHUNG IM SAMEN


Die Flüssigkeit, die die Samenzellen enthält, besteht nicht aus Samenzellen allein. Ganz im Gegenteil
besteht sie aus einer Mischung der unterschiedlichsten Flüssigkeiten. Diese Flüssigkeiten haben
unterschiedliche Funktionen, wie die eines Zuckerreservoirs, das die Energie liefert, die die Samenzellen
brauchen. Eine weitere Funktion ist die Neutralisierung der Säuren am Eingang der Gebärmutter, eine andere
das Herstellen einer Umgebung, die für die einfache Bewegung der Samenzellen notwendig ist.
Indem die Samen im Quran erwähnt werden, wird auf die Tatsache aufmerksam gemacht, das sie in
einem Gemisch aus Flüssigkeiten schwimmen.

Wir haben den Menschen aus einem Tropfen, einem Gemisch geschaffen, um ihn auf die Probe zu
stellen. Und Wir gaben ihm Gehör und Augen. (Sure 76:2 – al-Insan)

In einem anderen Vers wird wieder beschrieben, dass die Samenflüssigkeit eine Mischung ist, und es wird
betont, dass der Mensch aus dieser Mischung hergestellt wird:

(Er) Der alles, was Er geschaffen, gut gemacht hat, und (Der) den Menschen zuerst aus Lehm
geschaffen - und hierauf Seine Nachkommenschaft aus einer Portion verächtlichen Wassers gemacht.
(Sure 32:7, 8 – al-Sadschda)
Das arabische Wort "sulale", das hier als "Tropfen, Portion" übersetzt ist, ist das "Wesentliche" oder der
"beste Teil" von etwas. Dies impliziert die Bedeutung "Teil eines Ganzen" und zeigt erneut, dass der Quran
Allahs Wort ist, der die Schöpfung des Menschen bis in sein letztes Detail kennt.

25 - DAS GESCHLECHT DES BABYS


Bis vor kurzem nahm man an, dass das Geschlecht des Babys durch die weiblichen Zellen bestimmt wird.
Doch der Quran zeigt uns auf, dass die Männlichkeit und die Weiblichkeit aus "einem Samentropfen" erstellt
werden:

Und dass Er die beiden Geschlechter erschuf, das männliche und das weibliche, aus einem
Samentropfen, wenn er ergossen wird. (Sure 53:45, 46 – an-Nadschm)

War er denn nicht ein Tropfen ausfließenden Samens? Dann war er (als Embryo) ein sich
Anklammerndes, und so schuf Er ihn und formte ihn. Und machte aus ihm Mann und Frau als Paar.
(Sure 75:37-39 – al-Qiyama)

Die Genetik und Molekularbiologie haben die Genauigkeit dieser Informationen des Qurans bestätigt.
Heute weiß man, dass das Geschlecht durch die Samenzellen des Mannes festgestellt wird und dass die Frau
keine Rolle in diesem Prozess spielt.
Die Hauptelemente, die das Geschlecht bestimmen, sind die Chromosomen. Zwei der 46 Chromosomen,
die die Struktur eines menschlichen Wesens festlegen, werden als die Geschlechts-Chromosomen bezeichnet.
Diese zwei Chromosomen werden bei den Männern "XY" und bei den Frauen "XX" genannt, weil die Formen
der Chromosomen diesen Zeichen ähneln. Das Y-Chromosom trägt die Gene der Männlichkeit und das X-
Chromosom trägt die Gene der Weiblichkeit.
Die Entstehung eines neuen menschlichen Wesens beginnt mit der Kreuzkombination eines dieser
Chromosomen, die in männlichen und weiblichen Zellen paarweise existieren. Die beiden Geschlechtszellen der
Frauen, die sich während der Ovulation in zwei Teile teilen, tragen X-Chromosomen. Die Geschlechtszelle
eines Mannes produziert andererseits zwei unterschiedliche Arten von Samenzellen, eine die X-Chromosomen
und eine andere, die Y-Chromosomen enthält. Wenn ein X-Chromosom von der Frau sich mit der Samenzelle
eines Mannes vereinigt, die ein X-Chromosom enthält, dann wird das Baby weiblich. Wenn sich ein X-
Chromosom mit einer Samenzelle, die ein Y-Chromosom enthält vermischt, dann wird das Baby männlich.
Das heißt, das Geschlecht eines Babys ist davon abhängig, welches Chromosom des Mannes sich mit
dem Ovarium der Frau vereinigt.
Bis zur Entdeckung der Genetik im 20. Jahrhundert war davon nichts bekannt. Im Gegenteil glaubte man
in vielen Kulturen, dass das Geschlecht vom Körper der Frau bestimmt wird. Deswegen wurden Frauen
getadelt, wenn sie Mädchen gebaren.
Vor 14 Jahrhunderten, bevor die Gene entdeckt wurden, wurde den Menschen im Quran die Information
gegeben, die diesen Aberglauben widerlegt und die Bestimmung des Geschlechts nicht den Frauen zusprach,
sondern sie mit dem Samen beschreibt, der von den Männern kommt.
26 - DER KLUMPEN, DER DER GEBÄRMUTTER ANHAFTET
Wenn wir die Informationen über die organische Beschaffenheit des Menschen, die im Quran gegeben
wurden, untersuchen, treffen wir wiederum auf eine Anzahl wissenschaftlicher Wunder.
Wenn die Samenzellen des Mannes sich mit dem Ovarium der Frau vereinigen, wird die biologische
Grundlage des späteren Menschen gebildet. Diese Einzelzelle, die Zygote, beginnt sofort, sich zu reproduzieren
und wird dadurch zu fleischlichem Gewebe.
Die Zygote haftet an der Gebärmutter wie verwurzelt. Durch diese Verbindung bekommt die Zygote die
Substanzen, die für ihre Entwicklung wesentlich sind, aus dem Körper der Mutter.36
Hier ist ein bedeutendes Wunder des Quran zu sehen. Bei der Beschreibung des Embryos, der sich in der
Gebärmutter entwickelt, verwendet Allah das Wort "alaq":

"Lies! Im Namen deines Herrn, Der erschuf. Er erschuf den Menschen aus ‘Alaq (einem sich
Anklammernden). Lies! Denn dein Herr ist gütig." (Sure 96:1-3 – al-'Alaq)

Die Bedeutung des Wortes "alaq" ist "eine Sache, die einem Platz anhaftet (ein sich Anklammerndes)".
Das Wort wird verwendet, um die Blutegel zu beschreiben, die sich an einen Körper heften, um Blut zu saugen.
Zweifellos beweist der Gebrauch eines so passenden Wortes für den Embryo, der sich in der Gebärmutter
entwickelt, noch einmal, dass der Quran eine direkte Offenbarung von Allah ist, dem Herrscher aller Welten.

27 - DIE VERPACKUNG DER MUSKELN ÜBER DEN KNOCHEN


Ein anderer wichtiger Aspekt der Informationen, die in den Versen des Qurans gegeben werden, sind die
Entwicklungsstadien eines menschlichen Wesens in der Gebärmutter. Es wird in den Versen angegeben, dass
sich in der Gebärmutter zuerst die Knochen entwickeln und danach die Muskulatur, die die Knochen umgibt.

Dann machen Wir den Tropfen zu etwas, das sich einnistet und das sich Einnistende zu einer
Leibesfrucht und formen das Fleisch zu Gebein und bekleiden das Gebein mit Fleisch. Dann bringen Wir
dies als eine weitere Schöpfung hervor. Gesegnet sei Allah, der beste der Schöpfer. (Sure 23:14 – al-
Mu'minun)
Die Embryologie ist der Zweig der Biologie, der die Entwicklung des Embryos in der Gebärmutter
studiert. Bis vor kurzem noch nahmen die Embryologen an, dass die Knochen und die Muskeln des Embryos
sich gleichzeitig entwickeln. Jedoch haben mikroskopische Untersuchungen, die aufgrund neuer
technologischer Entwicklungen ermöglicht wurden, bewiesen, dass dieser Quranvers mit wissenschaftlichen
Erkenntnissen vollständig übereinstimmt.
Diese Beobachtungen zeigten, dass die Entwicklung innerhalb der Gebärmutter genau in der Weise
stattfindet, wie in den Versen beschrieben wird. Zuerst wandelt sich das Knorpelgewebe des Embryos in
Knochen um. Dann bilden sich Muskelzellen unter dem Gewebe um die Knochen herum.
Dies wird in einer wissenschaftlichen Publikation mit dem Titel Developing Human (Der sich
Entwickelnde Mensch) beschrieben:
In der 6. Woche beginnt das Schlüsselbein zu ossifizieren. Am Ende der 7. Woche beginnt die
Ossifikation auch bei anderem Knorpelgewebe. Während die Knochen entstehen, bringen die Muskelzellen die
Muskelmasse hervor, die sich um die Knochen herum anordnet. Das Muskelgewebe besteht aus den Vor- und
Hintermuskelgruppen um die Knochen.37
Die Entwicklungsstadien des Menschen stimmen also vollkommen mit den Entdeckungen der modernen
Embryologie überein, genau wie es im Quran beschrieben ist.

28 - DIE DREI STADIEN DES BABYS IN DER GEBÄRMUTTER


Im Quran wird beschrieben, wie der Mensch seine Entwicklung in der Gebärmutter in drei Stadien
durchläuft.

...Er erschafft euch in den Schössen euerer Mütter, Schöpfung nach Schöpfung, durch drei
Finsternisse. So ist Allah, euer Herr. Sein ist das Reich. Keinen Gott gibt es außer Ihm. Wie könnt ihr
euch dann abwenden? (Sure 39:6 – az-Zumar)

Der arabische Ausdruck "fi zulumatin selasin", der im obenerwähnten Vers mit "durch drei Finsternisse"
übersetzt wurde, deutet auf die drei finsteren Bereiche hin, in denen der Embryo sich während seiner
Entwicklung befindet. Diese Bereiche sind folgende:
a) Die Finsternis des Unterleibs
b) Die Finsternis der Gebärmutter
c) Die Finsternis des Mutterschosses
Wie zu verstehen ist, wird in diesem Vers unterstrichen, dass ein menschliches Wesen in der Gebärmutter
in drei eindeutigen Stadien entsteht. Außerdem haben die Entwicklungen im Bereich der Embryologie gezeigt,
dass auch diese Bereiche aus drei Schichten bestehen.
Die Unterleibwand besteht aus drei Schichten: Äußere Muskelschichten, innere Muskelschichten, quer
verlaufende Muskeln.38
Auf ähnliche Weise besteht auch die Gebärmutterwand aus drei Schichten: Perimetrium, Myometrium
und Endometrium.39
Auch die Fruchtblase, die den Embryo umgibt, besteht aus drei Schichten: Das Amnion (die innere
Embryonalhülle in der Gebärmutter), das Chorion (äußere Embryonalhülle mit den Amnioten), die Decidua
(obere Schleimhautschicht der Gebärmutter).40
In der Tat hat die moderne Biologie aufgedeckt, dass die embryologische Entwicklung des Babys in drei
Regionen der Gebärmutter stattfindet. Dies zählt heute zum Grundlagenwissen, dass in allen
Embryologielehrbüchern, die an medizinischen Fakultäten verwendet werden, zu finden ist. Zum Beispiel wird
dies in Basic Human Embryology (Grundlagen der menschlichen Embryologie) wie folgt beschrieben:
Die Lebensphase in der Gebärmutter hat 3 STADIEN; Keimzellenstadium (die ersten zweieinhalb
Wochen), embryonal (bis zum Ende der 8. Woche) und fötal (von der 8. Woche an bis zur Geburt).41
Diese Phasen beschreiben die unterschiedlichen Entwicklungsstadien eines Babys. Die
Haupteigenschaften dieser Entwicklungsstadien sind die folgenden:
- Keimzellenstadium:
In dieser ersten Phase wächst die Zygote durch Abtrennung; wenn sie zum Zellgewebe wird, gräbt sie
sich in die Wand der Gebärmutter. Während die Zellen fortfahren zu wachsen, organisieren sie sich in drei
Schichten.
- Embryonales Stadium:
Das embryonale Stadium ist die zweite Phase, die fünfeinhalb Wochen dauert. In diesem Stadium
beginnen sich die grundlegenden Organe, die Systeme des Körpers, zu bilden.
- Fötales Stadium:
Von diesem Stadium an wird der Embryo als "Fötus" bezeichnet. Diese Phase beginnt in der achten
Woche der Schwangerschaft und dauert bis zur Geburt an. Die unterscheidende Eigenschaft dieses Stadiums ist,
dass das Fötus mit seinem Gesicht, Händen und Füssen bereits wie ein menschliches Wesen aussieht. Obgleich
es nur 3 cm lang ist, sind all seine Organe zu erkennen. Diese Phase dauert bis zur Geburt an.
Die Informationen über die embryonale Entwicklung in der Gebärmutter sind erst durch Beobachtungen
mit Hilfe moderner Technologie möglich geworden. Doch wie viele andere wissenschaftliche Tatsachen wird
diese Information durch die Verse des Qurans in wunderbarer Weise mitgeteilt. Dies ist der Beweis, dass der
Quran nicht das Wort des Menschen ist, sondern das Wort Allahs.

29 - DIE MUTTERMILCH

Wir legten dem Menschen Güte gegen seine Eltern an das Herz. Seine Mutter trug ihn von
Schwäche zu Schwäche, und seine Entwöhnung dauert zwei Jahre. (Allah sagt) "Sei Mir und deinen
Eltern dankbar. Zu Mir ist der Heimgang". (Sure 31:14 – Luqman)

Die Muttermilch ist eine unvergleichliche Mischung, die von Allah als ausgezeichnete Nahrung für das
neugeborene Baby hergestellt wird und eine Substanz, die seine Abwehrkräfte gegenüber Krankheiten erhöht.
Die Zusammensetzung der Nährstoffe der Muttermilch ist ideal für die noch nicht reifen Körpersysteme des
Babys. Gleichzeitig ist die Muttermilch eine reiche Quelle der Nahrungsbestandteile, die das Wachstum der
Gehirnzellen und die Entwicklung des Nervensystems beschleunigen.42 Künstliche Babynahrung, die heute
produziert wird, kann für diese wunderbare Nahrung keinen Ersatz bilden.
Mit Muttermilch gestillte Babys sind besonders vor Infektionen der Atmungs- und Verdauungsorgane
geschützt. Denn die Antikörper in der Muttermilch gewähren direkten Schutz gegen Infektionen. Während die
anderen anti-infektiösen Eigenschaften der Muttermilch für nützliche Bakterien eine freundliche Umgebung
bereitstellen, die normale Flora genannt wird, verhindern sie gleichzeitig, dass schädliche Bakterien, Viren und
Parasiten überleben können. Außerdem wurde festgestellt, dass es in der Muttermilch Faktoren gibt, die das
Immunsystem zur Resistenz gegen ansteckende Krankheiten befähigen und generell dafür sorgen, dass es
optimal funktioniert.43
Die Muttermilch ist reich an Nährstoffen, und sie ist den empfindlichen Systemen der Babys optimal
angepasst und sehr leicht verdaulich. So nutzt das Baby seine Energie optimal für sein Wachstum und die
Entwicklung seiner Organe, weil es für die Verdauung seiner Nahrung wenig Energie verbraucht.
Die Milch der Mütter, die eine Frühgeburt haben, enthält entsprechend dem Bedarf des Babys mehr Fett,
Proteine, Natrium, Chloride und Eisen. Es wurde festgestellt, dass bei früh geborenen Babys, die mit
Muttermilch ernährt werden, die Funktionen der Augen besser entwickelt sind und dass diese Babys bei
Intelligenztests erfolgreicher abschneiden.
Eine der Tatsachen, die die Wissenschaft über die Muttermilch entdeckt hat ist, dass das Säugen bis zu
zwei Jahren nach der Geburt sehr gesund ist.44 Allah hat uns diese wichtigen Informationen, die erst vor
kurzem entdeckt wurden, mit dem Vers "...seine Entwöhnung dauert zwei Jahre..." schon vor 14
Jahrhunderten gegeben.

30 - DIE IDENTITÄT IM FINGERABDRUCK


Wo der Quran beschreibt, dass es einfach für Allah ist, den Menschen nach dem Tod ins Leben
zurückzuholen, werden die Fingerabdrücke der Menschen besonders hervorgehoben:

"Ja, fürwahr, Wir sind imstande, (sogar) seine Fingerspitzen wieder herzustellen." (Sure 75:4 – al-
Qiyama)

Die besondere Erwähnung der Fingerspitzen hat eine ganz spezifische Bedeutung, weil der Fingerabdruck
jedes Menschen einmalig ist. Jeder Mensch hat ein Set eindeutiger Fingerabdrücke. Selbst eineiige Zwillinge,
deren Zellen die gleiche DNS-Anordnung haben, weisen unterschiedliche Fingerabdrücke auf.45
Vor der Geburt nimmt der Fingerabdruck des Fötus seine endgültige Gestalt an und bleibt das ganze
Leben lang gleich. Aus diesem Grund ist der Fingerabdruck des Menschen ein unverwechselbarer
"Personalausweis", und die Daktyloskopie (die Wissenschaft vom Hautrelief der Finger) ist eine unfehlbare
Methode zur Feststellung der Identität.
Diese Eigenschaft der Fingerabdrücke wurde erst im späten 19. Jahrhundert entdeckt. Davor betrachteten
die Leute Fingerabdrücke als gewöhnliche Kurven ohne spezifische Bedeutung. Der Quran betont jedoch die
Fingerspitzen, die zu dieser Zeit nicht besonders beachtet wurden, und die Verse lenken unsere Aufmerksamkeit
auf ihre Einzigartigkeit, die schließlich in unseren Tagen verstanden wurde.
31 - DER SIEG ÜBER BYZANZ
Eine der Enthüllungen, die im Quran über die Zukunft gegeben werden, steht in den ersten Versen der
Sure ar-Rum. In diesen Versen wird angegeben, dass das byzantinische Reich eine große Niederlage erleiden
wird, dass es danach aber erneut siegen wird.

Alif-lam-mim. Besiegt sind die Byzantiner. Am unteren Teil des Landes. Aber nach ihrer Niederlage
werden sie siegen. In wenigen Jahren. Allah steht die Entscheidung zu, vorher wie nachher. Und an jenem
Tage werden die Gläubigen frohlocken. (Sure 30:1-4 – ar-Rum)

Diese Verse wurden um 620 n. Chr. offenbart, sieben Jahre nach der schweren Niederlage der christlichen
Byzantiner gegen die heidnischen Perser. Dennoch machen die Verse die Voraussage, dass Byzanz wieder
siegreich sein werde. Tatsächlich hatte Byzanz solche schwere Verluste erlitten, dass es unmöglich schien, zu
überleben, geschweige denn wieder einen Sieg zu erringen. Nicht nur die heidnischen Perser, sondern auch die
Awaren, die Slawen und die Langobarden waren eine ernsthafte Bedrohung für das byzantinische Reich. Die
Awaren waren bis an die Mauern von Istanbul gekommen. Heraklius, der Kaiser des byzantinischen Reiches
hatte befohlen, das Gold und das Silber der Kirchen einzuschmelzen und Geld daraus herzustellen, um die Kosten
der Armee zu tilgen. Sogar die Bronzestatuen wurden geschmolzen, um daraus Geld zu machen. Viele
Gouverneure hatten sich gegen Kaiser Heraklius aufgelehnt und das Reich war am Punkt des Zusammenbruchs.
Mesopotamien, Kilikien, Syrien, Palästina, Ägypten und Armenien, die früher zu Byzanz gehört hatten, wurden
von den Persern eingenommen.46
Jeder erwartete, dass das Reich der Byzantiner zerstört werden würde. Doch in diesem Moment wurden
die ersten Verse der Sure ar-Rum offenbart und verkündeten, dass Byzanz in wenigen Jahren erneut siegreich
sein würde. Dieser Sieg schien so unmöglich, dass arabische Polytheisten soweit gingen, sich über diese Verse
lustig zu machen. Sie nahmen an, dass der Sieg, den der Quran verkündet hatte, niemals eintreten könnte.
Jedoch sieben Jahre nach der Offenbarung der ersten Verse der Sure ar-Rum, im Dezember 627 n. Chr.,
hat zwischen Byzanz und dem persischen Reich bei Nineveh eine Schlacht stattgefunden und dieses Mal
besiegte die byzantinische Armee die Perser. Einige Monate später mussten die Perser einen Vertrag mit Byzanz
schließen, der besagte, dass alle besetzten Gebiete den Byzantinern zurückgegeben werden müssen.47
Derart wurde der Sieg, den Allah im Quran beschrieben hat, in wunderbarer Weise Wirklichkeit.
Ein anderes Wunder, das in diesen Versen aufgedeckt wird, ist der Verweis auf eine geographische
Gegebenheit, die zu dieser Zeit niemandem bekannt war.
Im dritten Vers der Sure ar-Rum werden wir informiert, dass die Oströmer in der niedrigsten Region der
Erde besiegt werden würden. Dieser Ausdruck, auf arabisch "edna al-ard" wird in vielen Übersetzungen als
"Am unteren Teil des Landes" oder "im Land nahebei" oder auch "in dem nahegelegenen Land" gedeutet.
Doch dies ist nicht die wörtliche Bedeutung des ursprünglichen Begriffs, sondern eher eine bildliche Deutung
davon. Das Wort "edna" wird von dem Wort "dan" abgeleitet, welches "niedrig" bedeutet, und das arabische
Wort "ard" bedeutet "das Erdboden, die Erde". Folglich bedeutet der Satzteil "edna al-ard" soviel wie "der
niedrigste Platz auf der Erde".
Einige Kommentatoren ziehen es vor, die andere Bedeutung des Wortes "ganz nahe" anzunehmen, indem
sie auf die Nähe des in Frage stehenden Gebietes zu den Arabern verweisen. Der tatsächliche Sinn des Wortes
deutet jedoch auf eine sehr wichtige geologische Gegebenheit hin, die zu der Zeit, als der Quran hinabgesandt
wurde, nicht bekannt war. Denn wenn wir den niedrigsten Punkt der Erde betrachten, sehen wir, dass dieser
Punkt genau das Einzugsgebiet des Toten Meers ist, der Ort an dem die Byzantiner gesiegt haben.48
Es ist interessant, dass der Kampf zwischen den Byzantinern und den Persern wirklich am niedrigsten
Punkt der Erde stattgefunden hat. Diese Region ist das tote Seebassin, das im Dreiländereck Syrien, Palästina
und Jordanien liegt. Das "Tote Meer", das 395 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, ist wirklich die niedrigste
Region der Erde. Dies heißt, dass die Perser am niedrigsten Teil der Welt besiegt wurden, genau wie es im Vers
beschrieben ist.
Der interessanteste Punkt liegt in der Tatsache, dass die Höhe des Toten Meeres nur mit moderner
Messtechnik bestimmt werden konnte. Vorher war es unmöglich zu wissen, dass dies die niedrigste Region der
Erdoberfläche ist. Doch wurde diese Region im Quran als "der niedrigste Punkt auf der Erde" beschrieben, und
wir haben hier einen anderen Beweis, dass der Quran eine Offenbarung von Allah ist.

32 - HAMAN UND ALTE ÄGYPTISCHE INSCHRIFTEN


Die Informationen, die im Quran über das alte Ägypten gegeben werden, decken viele historische
Tatsachen auf, die bis in die Neuzeit unbekannt geblieben waren. Diese Tatsachen zeigen uns auch auf, dass
jedes Wort des Quran durch sicheres Wissen offenbart worden ist.
Einer der Menschen, der im Quran zusammen mit Pharao erwähnt wird, ist Haman. Er wird an sechs
unterschiedlichen Stellen als einer von Pharao's Vertrauten genannt.
Überraschenderweise wird der Name von Haman in jenen Kapiteln der Thora, die die Lebensdauer von Moses
erwähnen, nie genannt. Jedoch findet sich die Erwähnung von Haman in den letzten Kapiteln des alten Testaments als
der Helfer eines babylonischen Königs, der ungefähr 1.100 Jahre nach Moses den Juden viele Grausamkeiten zugefügt
hat.
Einige Nicht-Muslime, die behaupten, dass der Prophet Muhammad den Quran selber schrieb, indem er von der
Thora und von der Bibel kopierte, erklären auch, dass er einige Themen falsch übertrug. Die Absurdität dieser
Annahme wurde erst verstanden, nachdem die ägyptischen Hieroglyphen vor etwa 200 Jahren entziffert und in alten
Texten der Name "Haman" gefunden wurde. Vor diesen Entdeckungen konnten die Schrift und die Beschreibungen
des alten Ägypten nicht verstanden werden. Die Schrift der alten Ägypter bestand aus Hieroglyphen. Doch mit der
Verbreitung des Christentums und anderer kultureller Einflüsse im 2. und 3. Jahrhundert hat Ägypten seinen alten
Glauben sowie die Hieroglyphenschrift vergessen. Das letzte bekannte Beispiel der Benutzung der
Hieroglyphenschrift ist eine Beschreibung, welche auf das Jahr 394 n. Chr datierbar ist. Danach wurde diese Sprache
vergessen und bis vor ca. 200 Jahren gab es niemanden, der sie lesen und verstehen konnte.
Das Geheimnis der ägyptischen Hieroglyphen wurde 1799 durch die Entdeckung des nach der
ägyptischen Hafenstadt Rosette benannten Rosette-Steins gelöst (Stein der Rosette). Der Text auf dem Stein war
in drei verschiedenen Sprachen abgefasst, was es ermöglichte, die Hieroglyphen zu entziffern. Die Sprachen
waren ägyptisch, demotisch (eine simplifizierte Form der Hieroglyphenschrift, die von einfach gebildeten
Leuten benutzt wurde) und griechisch. Die Verwendung der griechischen Sprache war es, die die Entzifferung
der alt-ägyptischen Schrift ermöglichte. Der Franzose Jean-François Champollion übersetzte die Schriftzeichen,
und so kam eine tote Sprache ans Licht, zusammen mit einem Abschnitt der Geschichte, der bis dahin verborgen
geblieben war. Nun war es möglich, dass die Zivilisation des alten Ägypten mit ihrer vollständig andersartigen
Religion und sozialen Struktur vor unseren Augen wieder aufleben konnte.
Dank der Entzifferung der Hieroglyphenschrift erhalten wir auch zu unserem Thema eine wesentliche
Information: Haman wurde tatsächlich in den alten ägyptischen Texten erwähnt. Der Name ist Teil einer
Inschrift auf einem Monument, das heute im Hof-Museum in Wien ausgestellt ist. Auch diese Inschrift betont,
dass Haman Pharao sehr nahe gestanden haben muss.49
In dem Nachschlagewerk "Die Ägyptischen Personennamen, Verzeichnis der Namen", das auf der
Auswertung aller vorhandenen Schriftrollen beruht, ist Haman als "oberster Herr über die Arbeiter in den
Steinbrüchen" beschrieben.50
Im Gegensatz zu anders lautenden Behauptungen hat Haman tatsächlich zu Moses' Zeiten in Ägypten
gelebt, exakt den Angaben im Quran entsprechend. Der Quran bezeichnet ihn als einen Mann aus Pharaos'
nächster Umgebung, der für Bauprojekte verantwortlich war.
In ganz ähnlicher Weise stimmt der Vers, der uns überliefert, wie Pharao Haman anweist, einen Turm zu
bauen, mit diesen Feststellungen der Archäologie überein:

Und Pharao sprach: "O ihr Anführer! Ich kenne keinen anderen Gott für euch als mich. So brenne
mir Tonziegel, o Haman, und mache mir einen Turm, damit ich zum Gott Moses' emporsteige. Ich halte
ihn allerdings für einen Lügner." (Sure 28:38 – al-Qasas)

Die Schlussfolgerung daraus ist: Die Existenz des Namens "Haman" in den alten ägyptischen
Schriftrollen untermauert die Tatsache, dass der Quran das unfehlbare Wort Gottes ist. Der Quran gibt uns hier
auf wunderbare Weise ein Stück historischer Information, das man zu Zeiten des Propheten Muhammad
(s.a.w.s) niemals hätte auffinden oder erschließen können.

33 - DIE WORTWIEDERHOLUNGEN IM QURAN


Außer den Wundern, die wir bisher gesehen haben, gibt es auch mathematische Wunder im Quran. Ein
Beispiel für diese mathematischen Wunder ist die immer wiederkehrende Zahl, die sich aus der Wiederholung
bestimmter Wörter im Quran ergibt. Manche Wörter, die miteinander in Verbindung stehen, werden in einer
ganz erstaunlichen Weise wiederholt.
Das Wort "salawat" wird im ganzen Quran 5 mal wiederholt und Allah hat den Menschen befohlen, an
jedem Tag 5 mal zu beten.
Während die Worte "das Land" im Quran 13 mal erwähnt werden, wird das Wort "Meer" 32 mal
wiederholt. Wenn wir dies addieren, erhalten wir die Zahl 45. Wenn wir die Zahl der Wiederholungen des
Wortes "Land", nämlich 13, durch 45 dividieren, erhalten wir 0,2888889 (28,88889 %). Wenn wir auch die Zahl
der Wiederholung des Wortes "Meer", nämlich 32, durch 45 dividieren, erhalten wir die Zahl 0,7111111
(71,11111 %). Diese beiden Zahlen beschreiben das tatsächliche Verhältnis von Landmasse und Wassermasse
auf unserem Planeten.51
34 - DIE ABJAD-BERECHNUNG IM QURAN
Alle Buchstaben haben einen Zahlenwert im Alphabet. Das heißt, jeder Buchstabe entspricht einer Zahl.
Mit Hilfe dieses Wissens werden einige Berechnungen durchgeführt. Diese Berechnung heißt "die Abjad-
Berechnung" oder "hisab-i cumel".52
Die Muslime verwenden die Abjad-Rechnung in vielen Bereichen. Das Cifr - Wissen ist eine dieser
Methoden.
Cifr ist ein Wissen, das über Ereignisse, die in der Zukunft geschehen werden, Auskunft gibt. Menschen,
die sich mit diesem Bereich beschäftigen, befassen sich mit der Symbolik und der Auslegung der Abjad-Werte
der Buchstaben. Der wichtigste Unterschied zwischen der Abjad-Berechnung und dem Cifr-Wissen ist: Abjad
ist das Wissen, was geschehen ist und das Cifr ist das Wissen darüber, was wahrscheinlich geschehen wird.53
Diese Rechnung ist eine Niederschrift, die in der alten Zeit, als der Quran noch nicht offenbart war,
verwendet wurde. Alle Geschehnisse, die in der arabischen Geschichte stattgefunden haben, wurden
geschrieben, indem den Buchstaben ihre Zahlenwerte gegeben wurden; derart wurden die Daten der
Geschehnisse registriert. Diese Daten wurden errechnet, indem jeder Zahlenwert der Buchstaben addiert wurde.
Wenn einige Verse des Quran mit dieser Abjad-Methode genau untersucht werden, sehen wir, dass diese
Verse entsprechend ihrer Aussage zu bestimmten Daten passen. Wenn wir sehen, dass die Daten der
Geschehnisse, die in diesen Versen erwähnt werden, zu ihren Abjad-Werten passen, verstehen wir, dass sich in
den Versen ein geheimes Zeichen befindet. (Allah weiß am besten.)
Im Quran wird auf die Mondlandung des Jahres 1969 aufmerksam gemacht.

Genaht ist die Stunde und gespalten wird der Mond (Sure 54:1 – al-Qamar)

Außer in der Bedeutung "Zerreißung", "Ausscheidung" wird das Wort "schakka" im arabischen auch für
"gezogen werden", "auflockern", "die Erde aufgehen", "in die Erde eingraben" verwendet.

Siehe, Wir gossen das Wasser in Strömen aus. Dann spalteten Wir die Erde vielfach. Und ließen auf
ihr Korn wachsen. Und Reben und Pflanzen. Und Ölbäume und Palmen und dicht bepflanzte Gärten und
Früchte und Gras. (Sure 80:25-31 – ‘Abasa)

Wie zu ersehen ist, wird in diesem Vers das Wort "schakka" nicht mit der Meinung "Zerreißung" oder
"Ausscheidung", sondern mit der Bedeutung von "Zerreißung der Erde", "Heranwachsen der Saat" verwendet.
Wenn das Wort "schakka" in dieser Bedeutung betrachtet wird, könnte man annehmen, dass im ersten Vers der
Sure al-Qamar neben der Bedeutung "gespalten wird der Mond" auch die Ereignisse von 1969 mit dem
Mondstaub (auf der Mondoberfläche) gemeint sein könnten. (Allah weiß am besten.) Es gibt noch einen
anderen Hinweis zu diesem Punkt; Die Abjad-Werte einiger Wörter dieses Verses gibt uns die Zahl 1969.
Ein anderer wichtiger Punkt, der in dieser Berechnungsmethode betont werden soll, ist, dass in diesen
Berechnungen sich sehr große oder ganz unerhebliche Zahlen ergeben können. Trotz der sehr schwachen
Wahrscheinlichkeit, den exakten Wert zu erhalten, ist es bemerkenswert, dass sich aus den Berechnungen eine
solch klare Zahl ergibt.
Genaht ist die Stunde und gespalten wird der Mond
Nach der Hidschra: 1390
Christliche Zeitrechnung: 1969

Die amerikanischen Astronauten haben auf dem Mond Experimente durchgeführt und Mondgesteinsproben zur
Erde gebracht. (Für nähere Details siehe Harun Yahya, Die Wunder des Quran, Okusan Verlag, ISBN 975-6522-15-1
oder http://www.wunderdesquran.com/)
Anhang 2: Der Evolutionsschwindel

Der Darwinismus, auch Evolutionstheorie genannt, wurde vorgestellt mit dem Ziel, die Realität der
Schöpfung zu verneinen, doch in Wahrheit ist er nichts als wirrer, unwissenschaftlicher Unsinn. Die Theorie, die
behauptet, Leben sei zufällig aus unbelebter Materie entstanden, wurde durch den wissenschaftlichen Beweis
des klar erkennbaren intelligenten Designs im Universum und aller Lebewesen widerlegt. Die Wissenschaft hat
die Tatsache bestätigt, dass Gott das Universum mit allen Lebewesen darin erschaffen hat. Die heutige
Propaganda, die die Evolutionstheorie am Leben erhalten soll, basiert einzig und allein auf der Verdrehung
wissenschaftlicher Fakten, voreingenommenen Interpretationen, Lügen und auf als unter dem Deckmantel der
Wissenschaft daherkommende Fälschungen.
Doch alle Propaganda kann die Wahrheit nicht verdrängen. Die Tatsache, dass die Evolutionstheorie die
größte Wissenschaftsfälschung der Geschichte ist, wurde von der wissenschaftlichen Welt in den vergangenen
30 Jahren immer wieder belegt. Besonders die nach 1980 durchgeführten Forschungen haben die Behauptungen
der Darwinisten als völlig unbegründet erwiesen, was von einer großen Zahl von Wissenschaftlern auch
ausgesprochen wurde. Insbesondere in den Vereinigten Staaten erkannten Wissenschaftler aus so verschiedenen
Feldern wie der Biologie, der Biochemie und der Paläontologie die Ungültigkeit der Evolutionstheorie und
folgen nunmehr dem Konzept des intelligenten Designs, um den Ursprung des Lebens zu erklären.
"Intelligentes Design" ist der wissenschaftliche Ausdruck für die Tatsache, dass Gott alles Leben erschaffen hat.
In vielen unserer Werke haben wir den Zusammenbruch der Evolutionstheorie und die Beweise der
Schöpfung wissenschaftlich detailliert untersucht, und wir arbeiten weiterhin daran. Da dieses Thema von so
immenser Bedeutung ist, soll es auch hier noch einmal zusammengefasst werden.

Der Niedergang des Darwinismus


Obwohl die Evolutionstheorie eine Lehre ist, die schon im alten Griechenland bekannt war, wurde sie
zum ersten Mal im 19. Jahrhundert "wissenschaftlich" formuliert. Das Ereignis, das die Theorie auf die
Tagesordnung der wissenschaftlichen Welt brachte, war das Buch, "Der Ursprung der Arten" von Charles
Darwin, das 1859 erschien. In diesem Buch bestritt Darwin, dass die unterschiedlichen Lebewesen auf der Erde
alle von Allah einzeln erschaffen worden sind. Nach Darwins Meinung stammten alle Lebewesen von einem
gemeinsamen Vorfahren ab. Durch schrittweise Veränderungen, über einen langen Zeitraum hinweg, sollen sich
die Unterschiede zwischen den Lebewesen entwickelt haben.
Darwin war sich bewusst, dass seine Theorie erhebliche Probleme aufwies. Er gestand dies in seinem
Buch in dem Kapitel "Probleme der Theorie" auch ein. Diese Schwierigkeiten lagen hauptsächlich in der
Existenz komplexer Organe der Lebewesen, die unmöglich durch Zufall erklärbar sind (z.B. das Auge) und in
den Instinkten lebendiger Kreaturen. Darwin hoffte, dass diese Komplikationen durch neue Entdeckungen
verschwinden würden, doch dies hielt ihn nicht davon ab, mangelhafte Erklärungen für eine beträchtliche
Anzahl von Ungereimtheiten zu geben. Die forschende Wissenschaft hat seine Hoffnungen nicht erfüllt und im
Gegenteil den grundlegenden Behauptungen seiner Theorie jede Basis entzogen.
Die Niederlage des Darwinismus gegenüber der Wissenschaft kann man in drei grundlegenden Punkten
zusammenfassen:
1) Die Theorie kann nicht erklären, wie das Leben auf der Erde entstanden ist.
2) Es gibt keine wissenschaftliche Entdeckung, die bestätigen würde, dass die sogenannten evolutionären
Mechanismen, von deren Existenz die Theorie spricht, tatsächlich eine evolutionäre Wirkung hätten.
3) Durch Fossilien werden die Behauptungen der Evolutionstheorie nicht bestätigt, sondern widerlegt.
Im folgenden Teil werden wir diese drei grundlegenden Themen untersuchen.

Die erste unüberwindbare Stufe: Der Ursprung des Lebens


Die Evolutionstheorie behauptet, dass alle Arten von Lebewesen von einer einzigen lebendigen Zelle
abstammen, die vor ungefähr 3.8 Milliarden Jahren auf der Erde entstanden sein soll. Wie eine einzige Zelle
Millionen komplizierter Arten von Lebewesen geschaffen haben soll, und warum sich ihre Spur nicht in
Fossilien findet, wenn tatsächlich eine Evolution stattgefunden hat, sind Fragen, die die Theorie nicht zu
beantworten vermag. Aber zunächst sollte man sich mit der ersten Stufe der sogenannten Evolution
beschäftigen: Wie ist diese "Urzelle" ins Dasein gekommen?
Da die Evolutionstheorie die Schöpfung bestreitet und kein Eingreifen einer übernatürlichen Kraft
anerkennt, behauptet sie, diese "Urzelle" sei ohne eine Konstruktion, einen Plan und eine Ordnung im Rahmen
der Naturgesetze zufällig entstanden. Das hieße, unbelebte Materie habe durch eine Abfolge von Zufällen eine
lebendige Zelle hervorgebracht. Dies ist jedoch eine Behauptung, die den elementaren Gesetzen der Biologie
widerspricht.

Nur Leben bringt Leben hervor


In seinem Buch geht Darwin auf den Ursprung des Lebens nicht ein. Denn zu seiner Zeit war man der
Ansicht, dass das Leben ganz einfach strukturiert sei. Seit dem Mittelalter hatte sich die Vorstellung etabliert,
Leben könne auf einfachste Weise aus toter Materie entstehen. Diese Theorie war unter dem Namen "spontane
Entstehung" bekannt. Zur damaligen Zeit war der Glaube weit verbreitet, Frösche entstünden aus Schlamm und
Insekten aus Nahrungsresten. Um dies zu beweisen, wurden die kuriosesten Experimente durchgeführt. Man
versuchte zum Beispiel, indem man ein paar Körner Weizen auf einen schmutzigen Lumpen legte, Mäuse
hervorzubringen.
Auch das Auftreten von Würmern im Fleisch galt als ein Beweis dafür, dass Leben aus lebloser Materie
entstehen kann. Später stellte man fest, dass die Würmer im Fleisch nicht von selbst entstehen, sondern aus
Eiern schlüpfen, die von Fliegen gelegt werden, die jedoch mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind.
Zu der Zeit, als Darwin die Evolutionstheorie entwickelte, war die Vorstellung, dass Mikroben aus
unbelebter Materie entstehen könnten, eine weithin akzeptierte Ansicht.
Bereits fünf Jahre nach der Veröffentlichung von Darwins Buch "Der Ursprung der Arten", hat der
berühmte französische Biologe Louis Pasteur diese grundlegende Vorstellung der Evolution zunichte gemacht.
Pasteur fasste das Ergebnis seiner jahrelangen Arbeiten und Untersuchungen mit den Worten zusammen: "Die
Behauptung, dass Leben aus unbelebter Materie entstehen kann, gehört unwiderruflich ins Reich der Fabeln."
54
Die Anhänger der Evolutionstheorie leisteten lange Zeit den Erkenntnissen Pasteurs Widerstand.
Spätestens jedoch, als die forschende Wissenschaft die komplizierte Struktur der Zelle eines Lebewesens
entdeckte, wurde die Ungültigkeit der Behauptung, das Leben könne selbständig entstehen, deutlich.
Ergebnislose Bemühungen im 20. Jahrhundert
Der erste Evolutionist, der im 20. Jahrhundert das Thema über den Ursprung des Lebens behandelte, war
der bekannte russische Biologe Alexander I. Oparin. Er versuchte, mit einigen Thesen, die er 1930 formuliert
hatte, zu beweisen, dass die Zelle eines Lebewesens zufällig entstanden ist. Auch diese Arbeiten endeten
erfolglos und Oparin war gezwungen, einzugestehen: "Leider bleibt der Ursprung der Zelle weiterhin eine
unbeantwortete Frage, die in der Tat der dunkelste Punkt in der gesamten Evolutionstheorie ist." 55
Die Evolutionisten, die Oparin folgten, versuchten Experimente durchzuführen, durch die das Problem
des Ursprungs des Lebens gelöst werden könnte. Die Studie über den Ursprung des Lebens, die die größte
Anerkennung fand, ist ein Versuch, der unter dem Namen "Miller Experiment" in die Annalen der
Wissenschaft einging, das von dem amerikanischen Forscher Stanley Miller im Jahr 1953 durchgeführt wurde.
Miller synthetisierte einige organische Moleküle (Aminosäuren), die in den Strukturen der Proteine vorhanden
sind, indem er die Gase, von denen er vermutete, sie seien in der ursprünglichen Atmosphäre vorhanden
gewesen, in einem Experiment vereinigte und dieser Mischung Energie zuführte.
In den folgenden Jahren sollte klar werden, dass dieses Experiment, das in jenen Jahren als ein wichtiger
Schritt angesehen wurde, keinerlei Relevanz besitzt und dass die Atmosphäre, die im Experiment verwendet
wurde, sich von den tatsächlichen Bedingungen auf der Erde vollständig unterscheidet.56
Nach einer langen Zeit des Schweigens hat auch Miller selbst eingestanden, dass die Atmosphäre, die er
im Experiment verwendet hat, nicht realistisch war.57
Alle evolutionistischen Bemühungen, die im 20. Jahrhundert durchgeführt wurden, um das Problem über
den Ursprung des Lebens zu erklären, endeten erfolglos. Die folgende Aussage des Geochemikers Jeffrey Bada
vom Scripps Institute in San Diego macht die Hilflosigkeit der Evolutionisten bezüglich dieses Engpasses
deutlich:
Heutzutage, am Ende des 20 Jh. stehen wir immer noch demselben größten ungelösten Problem
gegenüber, das uns zu Beginn des 20 Jh. konfrontierte: Wie begann das Leben auf der Erde? 58

Die komplizierte Struktur des Lebens


Der Grund, warum sich die Evolutionstheorie beim Ursprung des Lebens in einer Sackgasse befindet, ist,
dass bereits die einfachsten lebendigen Organismen unglaublich komplizierte Strukturen besitzen. Die Zelle
eines Lebewesens ist komplizierter als alle technologischen Produkte, die die Menschheit je hervorgebracht hat.
Auch heute kann selbst in den bestausgerüsteten Laboratorien des 21. Jahrhunderts keine einzige Zelle
synthetisch hergestellt werden.
Die Anzahl der Bedingungen, die für die Entstehung einer Zelle erfüllt sein müssen, ist so groß, dass ihre
Entstehung mit Zufällen nicht erklärt werden kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass die 500 Aminosäuren, aus
denen ein durchschnittliches Proteinmolekül besteht, in der richtigen Anzahl und Reihenfolge aneinandergefügt
sind, plus die Wahrscheinlichkeit, dass all die enthaltenen Aminosäuren ausschließlich linksdrehend sind und
durch Peptidbindungen verbunden sind, ist 10950 zu 1. In der Mathematik gelten Wahrscheinlichkeiten, die
kleiner als 1 zu 1050 sind, als "Nullwahrscheinlichkeit".
Das DNS Molekül jedoch, das im Zellkern jeder der 100 Trillionen Zellen in unserem Körper verborgen
liegt und die genetischen Daten aufbewahrt, ist eine unglaublich große Datenbank. Wollten wir die Information,
die in der DNS verschlüsselt ist, niederschreiben, so müssten wir eine umfangreiche Bibliothek mit 900 Bänden
anlegen, deren jeder 500 Seiten umfasste.
An dieser Stelle ergibt sich ein interessantes Dilemma: Während sich die DNS nur mit Hilfe einiger
Enzyme vervielfältigen kann, die im Grunde genommen Proteine sind, kann die Synthese dieser Enzyme sich
nur durch bestimmte Information realisieren, die im DNS Code enthalten ist: Da diese nun gegenseitig
aufeinander angewiesen sind, müssen sie zum Zweck der Vervielfältigung entweder gleichzeitig koexistieren,
oder das eine muss vor dem anderen "geschaffen" worden sein. Dadurch gerät das Szenario, das Leben sei
selbständig entstanden, in eine Sackgasse.
In einem Artikel unter dem Titel "Der Ursprung des Lebens", der im Oktober 1994 in der Zeitschrift
American Scientist veröffentlicht wurde, beschreibt Prof. Leslie Orgel diese Wirklichkeit so:
Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass Proteine und Nukleinsäuren, die beide komplexe Strukturen
darstellen, zufällig zur gleichen Zeit und am gleichen Ort entstanden sind, und dennoch erscheint es unmöglich,
dass die einen ohne die anderen vorhanden sein können. Und somit mag man auf den ersten Blick gezwungen
sein zu folgern, dass das Leben in der Tat niemals durch chemische Mittel entstanden sein konnte.59
Wenn es nun unmöglich ist, dass das Leben durch Zusammenwirken "natürlicher" Einflüsse entstanden
ist, dann muss man ohne Zweifel anerkennen, dass es auf "übernatürliche" Weise erschaffen worden ist. Diese
Tatsache erklärt die Evolutionstheorie, deren primäres Ziel es ist, die Schöpfung zu widerlegen, ganz klar für
nichtig.

Die fingierten Mechanismen der Evolution


Der zweite wichtige Punkt, der die Theorie von Darwin widerlegt, ist, dass die zwei als "evolutionäre
Mechanismen" bezeichneten Begriffe tatsächlich keine evolutive Kraft besitzen.
Darwin war der Erste, der behauptete, dass der Mechanismus der natürlichen Auslese evolutive Kräfte
beinhalte, und auf der Grundlage dieser Behauptung baute er dann seine gesamte Theorie auf. Der Titel, den er
seinem Buch gab, Der Ursprung der Arten durch natürliche Auslese, deutet darauf hin, dass natürliche Auslese
die Grundlage der Theorie Darwins war.
Sie sagt aus, dass diejenigen Lebewesen, die den natürlichen Verhältnissen ihrer Umgebung besser
angepasst sind, erfolgreich sein werden, indem sie überlebensfähige Nachkommen haben, während diejenigen
die anpassungsunfähig sind, aussterben. Zum Beispiel werden in einem Rudel von Rehen, das der Gefahr von
wilden Raubtieren ausgesetzt ist, diejenigen überleben, die schneller laufen können. Das ist wahr. Dieser
Prozess wird jedoch niemals – unabhängig davon wie lange er fortdauert – die Rehe in eine andere Art
verwandeln. Rehe werden immer Rehe bleiben.
Natürliche Auslese sondert lediglich die verkümmerten, schwachen und lebensunfähigen Individuen einer
Spezies aus. Sie kann keine neue Art, neue genetische Information oder neue Organe herstellen, sie kann ergo
keine evolutive Weiterentwicklung verursachen. Darwin akzeptierte diese Realität, indem er äußerte:
"Natürliche Auslese vermag nichts zu tun, solange sich keine vorteilhaften Änderungen begeben." 60

Die Wirkung von Lamarck


Wie könnten diese "nützlichen Veränderungen" entstehen? Darwin versuchte, diese Frage mit der damals
vorherrschenden Wissenschaftsmentalität seiner Zeit zu beantworten, indem er sich auf den französischen
Biologen Lamarck stützte. Laut Lamarck gaben Lebewesen die Charakterzüge, die sie sich während ihres
Lebens angeeignet hatten, von einer Generation an die nächste weiter, und entwickelten sich auf diese Weise
fort. Zum Beispiel sollen sich Giraffen aus antilopenähnlichen Tieren entwickelt haben, indem sie ihre Hälse
von Generation zu Generation mehr streckten, um höher und höher stehende Zweige als Nahrung zu erreichen.
Darwin bediente sich somit der von Lamarck vorgelegten These der "Weitergabe von Charakterzügen" um den
Umstand zu erklären, der die Lebewesen zur Evolution bewegt.
Darwin hat sich ein noch phantastischeres Beispiel ausgedacht. In Der Ursprung der Arten behauptete
Darwin, dass sich Wale evolutiv aus Bären entwickelt haben sollen, die Schwimmversuche gemacht hätten!61
Die Wissenschaft des 20. Jahrhunderts hat gezeigt, dass dieses Szenario reine Phantasie ist.
Die Vererbungsgesetze des österreichischen Botanikers Gregor Mendel haben die Behauptungen von
Lamarck und Darwin eindeutig widerlegt. Der zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandene Wissenschaftszweig
der Genetik hat bewiesen, dass nicht erworbene Fähigkeiten, sondern nur die Gene von einer Generation auf die
Nächste übertragen werden. Auf diese Weise bleibt die natürliche Selektion völlig isoliert und als ein
unwirksamer Mechanismus im Raum stehen.

Neo-Darwinismus und Mutationen


Die Darwinisten haben zum Ende der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts die "moderne synthetische
Evolutionstheorie", oder den "Neo-Darwinismus" aufgeworfen, um dieses Problem lösen zu können. Der Neo-
Darwinismus fügte neben der natürlichen Selektion die Mutationen als "Grund der nützlichen Änderungen" ein.
Gemeint sind die Beschädigungen, die im genetischen Material von Lebewesen durch äußere Einwirkungen wie
radioaktive Strahlung entstehen.
Das heute noch aktuelle Modell ist der Neo-Darwinismus. Diese Theorie behauptet, dass Millionen Arten
von Lebewesen auf der Erde und ihre zahllosen komplizierten Organe wie das Ohr, das Auge, die Lunge und der
Flügel als Folge eines Prozesses entstanden seien, der auf Mutationen, also auf genetischen Störungen beruht.
Doch es gibt eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache, die diese Theorie hilflos erscheinen lässt: Mutationen
lassen die Lebewesen sich nicht entwickeln. Im Gegenteil: Sie schädigen immer das Lebewesen.
Der Grund dafür ist sehr einleuchtend: Die DNS hat eine sehr komplexe Struktur, und planlose Einflüsse
können dieser Struktur nur Schaden zufügen. B. G. Ranganathan erklärte:
Mutationen sind geringfügig, ungeplant und schädlich. Sie treten sehr selten auf, und die beste
Möglichkeit ist, dass sie wirkungslos bleiben. Diese vier Eigenschaften der Mutationen deuten darauf hin, dass
sie nicht zu evolutiver Fortentwicklung führen können. Eine planlose Änderung in einem hoch spezialisierten
Organismus ist entweder wirkungslos oder schädlich. Eine planlose Veränderung in einer Uhr kann die Uhr
nicht verbessern. Sie wird sie aller Voraussicht nach beschädigen, oder hat bestenfalls keine Auswirkung. Ein
Erdbeben bringt einer Stadt keine Verbesserungen, es bringt Zerstörung.62
Letztlich wurde bis heute kein einziges Beispiel einer Mutation beobachtet, welche das Erbgut
weiterentwickelt hätte. Es wurde beobachtet, dass alle Mutationen schädigend sind. Wie man verstanden hat, ist
eine Mutation, die die Evolutionstheorie als "Evolutionsmechanismus" bezeichnet, ein genetischer Vorgang, der
in Wirklichkeit die Lebewesen beschädigt oder zerstört. (Die am häufigsten vorkommende Mutation beim
Menschen ist der Krebs.) Natürlich kann ein schädlicher Mechanismus kein "evolutionärer Mechanismus" sein.
Die natürliche Selektion jedoch kann selbst nichts erschaffen, was auch Darwin zugegeben hat. Da es keinen
evolutionären Mechanismus gibt, kann ein utopischer Prozess wie die Evolution nie stattfinden.
Fossilienfunde widerlegen die Evolution
Der deutlichste Beweis, dass das von der Evolutionstheorie beschriebene Szenario nie stattgefunden hat,
sind die Fossilienfunde.
Die Evolutionstheorie besagt, dass jede lebende Spezies von einem Vorgänger abstammt. Eine vorher
vorhandene Spezies verwandelte sich im Lauf der Zeit in etwas Anderes, und auf diese Weise seien alle ins
Dasein gekommen. Laut der Theorie erstreckt sich dieser allmähliche Wandlungsprozess über Millionen Jahre.
Wenn dem so wäre, hätten zahlreiche Übergangsarten in diesem langen Wandlungszeitraum leben
müssen.
Es müsste z.B. einige Halb-Fisch-Halb-Reptilien-Wesen in der Vergangenheit gegeben haben, die,
zusätzlich zu dem ihnen bereits eigenen Fischcharakter, einige reptilienhafte Eigenschaften angenommen hatten.
Oder es hätte Reptilienvögel geben müssen, die zusätzlich zu den ihnen innewohnenden Reptilieneigenschaften
Vogelmerkmale entwickelt hatten. Evolutionisten nennen diese Phantasiegeschöpfe, von welchen sie glauben,
dass es sie in der Vergangenheit gab, "Übergangsformen".
Hätten solche Tiere tatsächlich existiert, müsste es Millionen, selbst Milliarden von ihnen in Anzahl und
Sorten gegeben haben. Und wichtiger noch, die versteinerten Überreste solcher wunderlichen Wesen müssten
vorhanden sein. Die Anzahl dieser Übergangsformen hätte größer sein müssen als die der gegenwärtig
vorhandenen Tierarten, und ihre Überreste müssten über die ganze Erde verstreut auffindbar sein. In Der
Ursprung der Arten erklärt Darwin:
Falls meine Theorie richtig ist, haben sicherlich zahllose Übergangsarten existiert, welche alle Arten der
gleichen Gattung eng miteinander verbanden... Folglich könnte der Nachweis ihrer vergangenen Existenz nur
in Versteinerungen gefunden werden.63

Die vergeblichen Hoffnungen von Darwin


Im Glauben an Darwins Prophezeiung haben die Evolutionisten auf ihrer Suche nach Versteinerungen seit
Mitte des 19. Jahrhunderts überall auf der ganzen Welt nach den fehlenden Gliedern gegraben. Trotz ihrer
besten Anstrengungen kamen bisher noch keine Übergangsformen ans Licht. Alle durch Ausgrabungen
erhaltenen Fossilien zeigen dass ganz im Gegensatz zu den Überzeugungen der Evolutionisten das Leben auf
der Erde unmittelbar und voll entwickelt erschien.
Ein berühmter britischer Paläontologe, Derek V. Ager gesteht diese Tatsache ein, obwohl er ein
Evolutionist ist:
Wenn wir den Fossilnachweis im Einzelnen untersuchen, ob auf der Ordnungs- oder Arten-Ebene, tritt
ein Punkt hervor: Was wir immer und immer wieder finden ist nicht eine allmähliche Evolution, sondern eine
plötzliche Explosion einer Gruppe auf Kosten einer anderen.64
Wie nun wohl erkenntlich ist, deutet der Fossilnachweis darauf hin, dass Lebewesen sich nicht aus
niedrigen in höhere Lebensformen entwickelt haben, sondern dass sie stattdessen unmittelbar in einem
vollkommenen Zustand auftauchten. Das widerspricht den Erwartungen Darwins. Darüberhinaus ist dies ein
Beweis, der uns zeigt, dass die verschiedenen Arten von Lebewesen erschaffen wurden. Lebewesen kamen nicht
durch Evolution ins Dasein – sie wurden erschaffen. Douglas Futuyma, ein bekannter evolutionistischer
Biologe, gesteht diese Tatsache ein, indem er äußert:
Organismen sind entweder vollkommen entwickelt auf der Erde aufgetreten, oder sie sind es nicht. Falls
sie das nicht taten, müssen sie sich aus einer zuvor bestehenden Spezies durch einen Wandlungsprozess
entwickelt haben. Falls sie in einem vollkommen entwickelten Zustand erschienen sind, müssen sie in der Tat
durch eine allmächtige Intelligenz erschaffen worden sein.65
Die Fossilien zeigen, dass die Lebewesen auf der Erde vollständig und in einer ausgezeichneten Weise
entstanden sind. Das heißt; der Ursprung der Arten ist im Gegensatz zur Meinung Darwins nicht die Evolution,
sondern die Schöpfung.

Das Szenario der Menschlichen Evolution


Das Thema, welches die Anhänger der Evolutionstheorie am häufigsten ansprechen, ist der Ursprung des
Menschen. Die darwinistischen Postulate sagen aus, dass der heutige Mensch sich evolutiv aus einer Art
affenähnlichem Geschöpf entwickelt habe. Im Lauf dieses angeblich evolutiven Prozesses, dessen
angenommener Beginn etwa 4 – 5 Millionen Jahre zurückliegen soll, soll es Übergangsformen zwischen dem
neuzeitlichen Menschen und seinen Vorfahren gegeben haben. Entsprechend dieses Szenarios werden vier
grundsätzliche Kategorien aufgeführt:
1. Australopithecine
2. Homo habilis
3. Homo erectus
4. Homo sapiens
Die Evolutionisten nennen den sogenannten ersten gemeinsamen Vorfahren des Menschen und Affen
"Australopithecus", was soviel wie "südafrikanischer Affe" bedeutet. Australopithecus, die nichts anderes als
eine vorzeitliche, nun ausgestorbene Affengattung war, hatte verschiedene Arten. Lord Solly Zuckerman und
Prof. Charles Oxnard, zwei weltbekannte Anatomen aus England und den USA führten weitreichende
Forschungsarbeiten an verschiedenen Australopithecus-Exemplaren durch, welche zeigten, dass diese
Geschöpfe mit den Menschen keine Ähnlichkeit haben.66
Die nächste Stufe der menschlichen Evolution wird von den Evolutionisten als "homo", "Mensch"
klassifiziert. Entsprechend der evolutionistischen Behauptung sind die Lebewesen der Homo-Reihe höher
entwickelt, als Australopithecus, und nicht sehr unterschiedlich vom heutigen Menschen. Der neuzeitliche
Mensch, Homo sapiens hat sich angeblich im letzten Stadium der Evolution dieser Spezies herausgebildet. Die
Evolutionisten bilden ein imaginäres Evolutionsschema, indem sie die Fossilien, die zu unterschiedlichen
Lebewesen gehören, hintereinander aufstellen. Dieses Schema ist imaginär, weil nie bewiesen wurde, dass es
zwischen diesen unterschiedlichen Arten einen evolutionären Zusammenhang gibt. Ernst Mayr, einer der
wichtigsten Anhänger der Evolutionstheorie des 20. Jahrhunderts, erkennt diese Tatsache an, indem er sagt, dass
"die Kette bis zum Homo sapiens tatsächlich fehlt".67
Indem die Evolutionisten die Evolutionskette in dieser Weise als "Australopithecine > Homo habilis >
Homo erectus > Homo sapiens" auslegen, sagen sie damit, dass jede dieser Spezies der Vorläufer der darauf
folgenden war. Neueste Entdeckungen einiger Paläo-Anthropologen haben jedoch enthüllt, dass
Australopithecus, Homo habilis und Homo erectus in verschiedenen Teilen der Welt zur gleichen Zeit
existierten.68
Überdies hat ein bestimmter Teil der als Homo erectus eingegliederten Menschen bis in neuzeitliche
Epochen gelebt. Auch lebten Homo sapiens neandertalensis und Homo sapiens sapiens (der Mensch der
Moderne) im selben geographischen Gebiet nebeneinander.69
Diese Situation macht die Behauptung, dass einer des anderen Nachkommen war, offensichtlich zunichte.
Stephen Jay Gould, Paläontologe an der Harvard Universität, selbst Evolutionist, erklärt diese Sackgasse der
Evolution folgendermaßen:
Was wurde aus unserer Stufenleiter, wenn es drei nebeneinander bestehende Stämme von
Hominiden (A. africanus, die robusten Australopithecine, und H. habilis) gibt, keiner deutlich von dem anderen
abstammend? Darüber hinaus zeigt keiner von ihnen irgendeine evolutive Neigung während seines
Daseins auf der Erde.70
Das Szenario der menschlichen Evolution, deren Fortbestehen in den Medien oder in den Lehrbüchern
mit erdachten Konstruktionen von Lebewesen, halb Affe, halb Mensch, durch Propaganda also, gesichert wird,
ist ein Märchen, welches jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt.
Einer der bekanntesten und angesehensten Wissenschaftler, Lord Solly Zuckermann, der dieses Thema
über lange Jahre erforscht und insbesondere über die Australopithecus-Funde 15 Jahre lang Untersuchungen
angestellt hat, kam zuletzt zu dem Schluss, dass es keinen tatsächlichen Stammbaum gibt, der von den
affenartigen Lebewesen bis zum Menschen reicht.
Zuckermann stellte auch ein sehr interessantes "Wissenschafts-Spektrum" auf. Er ordnete sein Spektrum
der Wissenschaften in einer Stufenleiter an, angefangen bei denen, die er für wissenschaftlich hielt bis zu denen,
die er als unwissenschaftlich erachtete. Entsprechend Zuckermanns Spektrum sind die "wissenschaftlichsten",
d.h. auf konkreten Daten beruhenden, wissenschaftlichen Gebiete die Chemie und Physik. Ihnen folgen die
biologischen und dann die sozialen Wissenschaften. Am Ende des Spektrums, welches den als
"unwissenschaftlich" betrachteten Sektor ausmacht, stehen "übersinnliche Wahrnehmung" – Konzepte wie
Telepathie und Sechster Sinn – und "menschliche Evolution". Zuckermann erklärt diese Gedankenführung:
Wir bewegen uns dann von dem Bestand objektiver Wahrheit in jene Bereiche angeblicher biologischer
Wissenschaft, wie übersinnliche Wahrnehmung oder die Interpretation der Fossilgeschichte des Menschen, wo
für den der glaubt, alles möglich ist – und wo der Tiefgläubige manchmal sogar in der Lage ist, gleichzeitig
verschiedene widersprüchliche Dinge zu glauben.71

Die Technologie im Auge und im Ohr


Ein weiteres Thema, das die Evolutionstheorie ungeklärt lässt, ist die hervorragende Aufnahmequalität
des Auges und des Ohrs.
Bevor wir uns dem Thema Auge zuwenden, sei kurz auf die Frage, wie wir sehen, eingegangen.
Lichtstrahlen, die von einem Objekt ausgehen, fallen seitenverkehrt auf die Netzhaut des Auges. Hier werden
diese Lichtstrahlen von speziellen Zellen in elektrische Impulse umgewandelt und an einen winzig kleinen
Punkt im hinteren Teil des Gehirns weitergeleitet, an das Sehzentrum. Die elektrischen Impulse werden in
jenem Hirnareal nach einer Reihe von weiteren elektrochemischen Prozessen als Bild wahrgenommen.
Das Gehirn ist isoliert von jeglichem Licht. Das bedeutet, dass innerhalb des Gehirns absolute Dunkelheit
herrscht, und dass das Licht keinen Zugang zu dem Ort hat, an dem das Gehirn sitzt. Das Sehzentrum ist total
finster und kein Licht gelangt jemals dorthin. Dennoch erleben wir eine helle, leuchtende Welt inmitten dieser
pechschwarzen Finsternis.
Das Bild, das im Auge und im Sehzentrum geformt wird, ist von einer Schärfe und Deutlichkeit, die
selbst die Technologie des 21. Jahrhunderts nicht hervorbringen kann. Betrachten Sie beispielsweise nur das
Buch das Sie gerade lesen, Ihre Hände mit denen Sie es halten, und dann heben Sie Ihren Blick und schauen
sich in Ihrer Umgebung um. Können Sie durch irgend ein anderes Medium solch ein klares und deutliches Bild
erhalten? Selbst die bestentwickelten Fernsehbildschirme der größten Fernsehgeräte-Hersteller können Ihnen
solch ein klares Bild nicht geben. Es ist ein 3-dimensionales, farbiges und äußerst scharfes Bild. Tausende von
Ingenieuren sind seit über 100 Jahren darum bemüht, diese Schärfe hervorzubringen. Fabriken mit ungeheurem
Arbeitsraum wurden errichtet, eine Unmenge von Forschung wurde unternommen, Pläne und Designs wurden
zu diesem Zweck angefertigt. Werfen Sie nochmals einen Blick auf den Bildschirm und auf das Buch in Ihrer
Hand, und beachten Sie den Unterschied in der Bildqualität. Abgesehen davon zeigt sich auf dem Bildschirm
ein 2-dimensionales Bild, wobei die Augen eine räumliche Perspektive mit wirklicher Tiefe geben. Wenn man
genau hinsieht, wird man erkennen, dass das Fernsehbild zu einem gewissen Grad verschwommen ist, was
sicherlich nicht auf die Sicht gesunder Augen zutrifft.
Viele Jahre hindurch haben sich Zehntausende von Ingenieuren bemüht, 3-dimensionales Fernsehen zu
entwickeln und die Bildqualität des natürlichen Sehens zu erreichen. Sie haben zwar ein 3-dimensionales
Fernsehsystem entwickelt, doch die erwünschte Wirkung kann nur mit Hilfe von speziellen Brillen erzielt
werden, und fernerhin handelt es sich hierbei nur um eine künstliche Räumlichkeit. Der Hintergrund ist
verschwommen und der Vordergrund erscheint wie Papierschablonen. Es war bisher nicht möglich, ein scharfes
und deutlich abgegrenztes Bild, wie das der natürlichen Sicht, hervorzubringen. Sowohl in der Kamera als auch
auf dem Bildschirm vollzieht sich eine Einbuße an Bildqualität.
Die Evolutionisten behaupten, dass sich der Mechanismus, der dieses scharfe und deutlich abgegrenzte
Bild hervorbringt, durch Zufall entwickelt hat. Was würden Sie nun denken, wenn jemand sagte, dass der
Fernseher in Ihrem Wohnzimmer sich als Ergebnis eines Zufalls bildete, dass alle Atome aus denen er besteht,
sich aufs Geratewohl zusammenfanden und dieses Gerät aufbauten, das ein Bild hervorbringt? Wie können
Atome das zustande bringen, was Tausende von Menschen nicht können?
Wenn ein Apparat, der ein primitiveres Bild erzeugt als das Auge, sich nicht durch Zufall gebildet haben
kann, kann sich offensichtlich das Auge samt des Bildes, das es wahrnimmt, um so weniger durch Zufall
gebildet haben.
Die gleiche Situation herrscht beim Ohr vor. Das äußere Ohr fängt die vorhandenen Töne durch die
Ohrmuschel auf und leitet sie zum Mittelohr weiter. Das Mittelohr übermittelt die Tonschwingungen indem es
sie verstärkt. Das Innenohr übersetzt diese Schwingungen in elektrische Impulse und leitet sie zum Gehirn.
Analog zum Auge vollzieht sich die Höraktion im Hörzentrum des Gehirns.
Die gleiche Situation wie die des Auges trifft auch auf das Ohr zu, das Gehirn ist gegen Töne genauso
isoliert wie gegen Licht, es lässt keinen Ton eindringen. Daher herrscht innerhalb des Gehirns absolute Stille,
unabhängig davon wie laut es Außen auch sein mag. Nichtsdestoweniger vernimmt man Töne im Gehirn. Im
Gehirn hört man die Symphonien eines Orchesters und den Lärm einer belebten Straße. Falls die Lautstärke
innerhalb des Gehirns jedoch zu dem entsprechenden Zeitpunkt mit einem hochempfindlichen Gerät gemessen
würde, würde sich zeigen, dass dort vollständige Stille vorherrscht.
Wir wollen wiederum einen Vergleich zwischen der hohen Qualität und der überragenden Technologie,
mit denen das Gehör ausgestattet ist, und der vom Menschen entwickelten Technologie anstellen. Wie im Falle
der Bildtechnik werden seit Jahrzehnten Anstrengungen unternommen, eine originalgetreue Qualität in der
Tonwiedergabe zu erzeugen. Die Ergebnisse dieser Bemühungen sind Tonaufzeichnungsgeräte, Hi-Fi Systeme
und tonempfindliche Systeme. Trotz all dieser Technologie und der Bemühungen von Tausenden von
Ingenieuren ist bisher noch keine Tonwiedergabe gelungen, die die gleiche Schärfe und Klarheit hätte, wie die
akustische Wahrnehmung des Ohrs. Man wähle ein Hi-Fi System der höchsten Qualität, das vom größten
Hersteller in der Akustik-Industrie hergestellt wird – selbst in diesen Geräten geht ein Teil der Tonqualität bei
der Aufzeichnung verloren, und wenn das System angeschaltet wird, ist immer ein leises Nebengeräusch
vorhanden, bevor die Tonwiedergabe beginnt. Die akustische Wahrnehmung dagegen, die durch die Technologie
des menschlichen Körpers erzeugt wird, ist äußerst scharf und klar. Ein gesundes menschliches Ohr vernimmt
Töne, die niemals begleitet sind von Rauschen oder atmosphärischen Nebengeräuschen, wie ein Hi-Fi Gerät sie
hervorbringt; es nimmt den Ton genau so wahr wie er ist, klar und deutlich. Dies ist immer so gewesen seit der
Erschaffung des Menschen.
Es ist offensichtlich, dass das Auge, das Ohr und alle anderen Teile des menschlichen Körpers die
Erzeugnisse einer Schöpfung höherer Ordnung sind. Dies sind augenscheinliche Hinweise auf Allahs
einzigartige und unvergleichliche Schöpfung, Sein zeitloses Wissen und Seine unbegrenzte Macht.

Ein materialistischer Glaube


Was wir bis hierher untersucht haben, zeigt uns, dass die Evolutionstheorie eine Behauptung ist, die zu
wissenschaftlichen Tatsachen im Widerspruch steht. Die Behauptung der Theorie über den Ursprung des Lebens
widerspricht der Wissenschaft vollkommen, die von der Theorie vorgebrachten evolutionären Mechanismen
haben keine evolutionäre Wirkung, und die Fossilien zeigen, dass die Übergangsformen nie existiert haben. Die
Evolutionstheorie sollte also als eine unwissenschaftliche Idee angesehen werden, genauso wie man viele
andere Ideen aus der Vergangenheit, wie das Modell des Universums, in dem die Erde das Zentrum bildet, heute
nicht mehr ernsthaft zur Debatte stellt.
Aber die Evolutionstheorie wird mit Beharrlichkeit verteidigt. Einige Menschen versuchen sogar, den
Eindruck zu erwecken, dass es ein Angriff auf die Wissenschaft sei, diese Theorie kritisch zu beurteilen.
Der Grund dafür ist, dass die Evolutionstheorie für manche Menschen ein dogmatischer Glaube ist, der
nicht aufgegeben werden kann. Diese Menschen haben eine blinde Verbundenheit mit der materialistischen
Philosophie, und sie nehmen den Darwinismus an, weil er für sie die einzige Erklärung der Natur ist.
Interessanterweise gestehen die entsprechenden Wissenschaftler diese Tatsache von Zeit zu Zeit. Richard
C. Lewontin, ein bekannter Genetiker der Harvard Universität und ein überzeugter Evolutionist, gibt in den
folgenden Worten zu, dass er "an erster Stelle Materialist, und dann erst Wissenschaftler" ist:
Nicht dass uns die Methoden und Institutionen der Wissenschaft irgendwie zwängen, eine materielle
Erklärung des gestalteten Universums zu akzeptieren, sondern im Gegenteil sind wir durch unser eigenes a
priori Festhalten an materiellen Ursachen gezwungen, einen Untersuchungsmechanismus und eine Auswahl
von Konzepten zu schaffen, die materielle Erklärungen hervorbringen, ungeachtet dessen, wie
intuitionsfeindlich, wie verwirrend für den Uneingeweihten sie sein mögen. Überdies ist der Materialismus
absolut, daher können wir keinen göttlichen Fuß in der Türe erlauben.72
Diese Worte sind eine deutliche Aussage dazu, dass der Darwinismus ein Dogma ist. Dieses Dogma
nimmt an, dass ausser Materie nichts existiert. Aus diesem Grund wird geglaubt, dass die unbelebte, unbewusste
Materie das Leben erschaffen hat. Es wird angenommen, dass Millionen Arten von Lebewesen, Vögel, Fische,
Giraffen, Tiger, Insekten, Bäume, Blumen, Wale und Menschen durch Reaktionen von Materie mit sich selbst,
durch Regen und Blitz aus der unbelebten Materie entstanden sind! Dies jedoch ist eine Annahme, die sowohl
dem Verstand als auch der Wissenschaft widerspricht. Darwinisten beharren darauf, diese Annahme zu
verteidigen, damit eine göttliche Erklärung keinen Platz findet.
Jeder, der den Ursprung der Lebewesen nicht mit materialistischem Vorurteil erforscht, wird diese klare
Tatsache erkennen: Alle Lebewesen sind die Werke eines Schöpfers, der überlegene Macht und Verstand besitzt.
Dieser Schöpfer ist Allah, der das ganze Universum aus einem Nichts erschaffen, es in einer ausgezeichneten
Weise geordnet und auch alle Lebewesen geformt hat.

Die Evolutionstheorie ist der größte Fluch der Welt


Jeder, der frei ist von Vorurteilen und von dem Einfluss von Ideologien, jeder, der Verstand und Logik
gebraucht, wird problemlos einsehen, dass die Evolutionstheorie, die den Aberglauben von Gesellschaften ohne
Kenntnis von Wissenschaft und Zivilisation wieder in Erinnerung ruft, ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Diejenigen, die die Evolutionstheorie propagieren, glauben, dass ein paar in einen großen Bottich
geworfene Atome und Moleküle denkende Professoren und Universitätsstudenten entstehen lassen können,
Wissenschaftler wie Einstein und Galilei, Künstler wie Humphrey Bogart, Frank Sinatra und Luciano Pavarotti,
auch Antilopen, Zitronenbäume und Nelken. Da aber die Wissenschaftler, die diesen Unsinn glauben,
hervorragend ausgebildete Menschen sind, kann man mit Fug und Recht von dieser Theorie als dem
machtvollsten Fluch der Geschichte sprechen. Niemals zuvor hat eine andere Idee den Verstand der Menschen
derart vernebelt, ihnen die Fähigkeit des vernünftigen Urteils und des intelligenten, logischen Denkens
genommen, geradezu, als würden sie Scheuklappen tragen. Es handelt sich hier um eine schlimmere,
unglaublichere Blindheit als die der Ägypter, die den "Sonnengott" Ra anbeteten, als die mancher Afrikaner, die
Totems anbeten, als die des Volkes von Saba, das zur Sonne betete, als die des Volkes Abrahams, das zu seinen
selbstgemachten Götzen betete und als die des Volkes Moses', das das goldene Kalb anbetete.
Tatsächlich weist Allah im Quran auf diesen Realitätsverlust hin. In vielen Versen offenbart Er, dass der
Verstand mancher Menschen blockiert ist und dass sie nicht die Kraft haben, die Wahrheit zu erkennen:

Siehe, den Ungläubigen ist es gleich, ob du warnst oder nicht warnst: Sie glauben nicht. Versiegelt
hat Allah ihre Herzen und Ohren, und über ihren Augen liegt eine Hülle, und für sie ist schwere Strafe
bestimmt. (Sure 2:6,7 – al-Baqara)

… Herzen haben sie, mit denen sie nicht verstehen. Augen haben sie, mit denen sie nicht sehen. Und
Ohren haben sie, mit denen sie nicht hören. Sie sind wie das Vieh, ja verirren sich noch mehr. Sie sind die
Achtlosen. (Sure 7:179 – al-A'raf)

Selbst wenn Wir ihnen ein Tor des Himmels öffnen würden, beim Hinaufsteigen, würden sie doch
sagen: "Unsere Blicke sind (nur) berauscht! Ja, wir sind bestimmt verzauberte Leute!" (Sure 15:14, 15 –
al-Hijr)
Es ist kaum mit Worten zu beschreiben, wie es möglich ist, dass dieser Fluch eine solch große
Gemeinschaft in seinen Bann schlägt, den Menschen die Wahrheit vorenthält und seit 150 Jahren nicht
fortgenommen werden konnte. Es ist nachvollziehbar, wenn einige wenige Menschen unmöglichen Szenarien
nachhängen und Behauptungen voller Dummheit aufstellen. Doch wenn viele Menschen aus aller Welt allen
Ernstes glauben, dass leblose Atome, die über keinerlei Bewusstsein verfügen, sich plötzlich entschlossen
haben, sich zusammenzufinden und ein perfekt organisiertes Universum zu formen, in dem Disziplin, Vernunft
und Bewusstsein vorhanden sind und einen Planeten namens Erde entstehen zu lassen, dessen Eigenschaften für
die Existenz von Leben maßgeschneidert sind und der infolgedessen von zahllosen Lebensformen wimmelt,
dann ist "Magie" die einzig mögliche Erklärung.
In der Tat enthüllt der Quran in der Geschichte vom Propheten Moses und dem Pharao, dass bestimmte
Menschen, die atheistischen Philosophien anhängen, andere Menschen tatsächlich durch Magie beeinflussen.
Als Pharao von der wahren Religion berichtet wurde, verlangte er von Moses, er solle sich mit den Magiern
seines Hofes treffen. Als das Treffen stattfand, forderte Moses sie auf, zunächst ihre Fähigkeiten zu
demonstrieren. Der Vers fährt fort:

Er sagte: "Werft!" Und als sie geworfen hatten, bezauberten sie die Augen der Menschen und
jagten ihnen Angst ein und entfalteten einen gewaltigen Zauber. (Sure 7:116 – al-A'raf)

Pharao's Magier konnten jeden täuschen, außer Moses und jene, die an ihn glaubten. Doch dieses Ereignis
brach ihren Zauber und "…verschlang er ihren Trug", wie es der Vers formuliert:

Und Wir gaben Moses ein: "Wirf deinen Stab!" Und da verschlang er ihren Trug. So erwies sich
die Wahrheit, und ihr Werk erwies sich als nichtig. (Sure 7:117-118 – al-A'raf)

Als die Menschen sahen, dass sie mit einem Zauber belegt gewesen waren, dass das, was sie gesehen
hatten, nur eine Illusion gewesen war, verloren die Magier des Pharao jede Glaubwürdigkeit. Auch heute gibt es
einen ähnlichen Zauber, der manche Menschen an die lächerlichen Behauptungen der als Wissenschaft
verkleideten Evolutionstheorie glauben lässt und sie ihr Leben damit zubringen lässt, diese zu verteidigen; doch
auch sie werden ihre abergläubischen Überzeugungen aufgeben müssen, auch sie werden beschämt werden,
wenn die volle Wahrheit ans Licht kommt und der Bann gebrochen werden wird. Der weltbekannte britische
Autor und Philosoph Malcolm Muggeridge stellt dazu folgendes fest:
Ich selbst bin vollständig davon überzeugt, dass die Evolutionstheorie, insbesondere das Ausmaß der
Bereiche, auf die sie angewendet wird, einer der größten Witze in den Geschichtsbüchern der Zukunft sein wird.
Unsere Nachkommen werden staunen über die kaum zu fassende Leichtgläubigkeit, mit der eine so wackelige,
dubiose Hypothese allseits akzeptiert werden konnte.73
Diese Zukunft liegt in nicht allzu weiter Ferne. Die Menschen werden bald sehen, dass Zufall keine
Gottheit ist, und sie werden zurückblicken auf die Evolutionstheorie als den schlimmsten Betrug und den
schrecklichsten Fluch der Welt. Dieser Fluch wird den Menschen bereits jetzt überall auf der Welt von den
Schultern genommen, und viele Menschen, die sein wahres Gesicht erkennen, denken voller Staunen darüber
nach, wie sie sich jemals dermaßen haben täuschen lassen.
Preis Dir, wir haben nur Wissen
von dem, was Du uns lehrst;
Du bist der Wissende, der Weise.
(Sure 2:32 – al-Baqara)
ENDNOTEN

1 Anmerkung der Redaktion: Trotzdem teilt uns Allah mit: "Und schmäht nicht diejenigen, die sie
neben Allah anrufen, damit sie nicht ihrerseits aus Feindschaft und Unwissenheit Allah schmähen…"
(Sure 6:108 – al-An'am) Selbst dann also, wenn Menschen extrem abergläubisch sind, so sind wir gehalten,
höflich zu ihnen zu sprechen, damit sie nicht aufgrund unseres Benehmens zu Feinden des Islam werden. Dies
ist die Anweisung des Qurans.
2 Prof. Dr. Gunay Tumer, Prof. Dr. Abdurrahman Kücük, Dinler Tarihi (Die Geschichte der Religionen),
Ocak Publishing, Ankara 1993, S. 91-92
3 Büyük Dinler ve Mezhepler Ansiklopedisi (Große Enzyklopädie der Religionen und Sekten), 1964,
Istanbul, S. 52
4 Dr. Ali Ihsan Yitik, Hint Kokenli Dinlerde Karma Inancinin Tenasuh Inanciyla Iliskisi (Der
Zusammenhang vom Glauben an das Karma mit der Vorstellung von Wiedergeburt), S. 130-131
5 Anmerkung der Redaktion: Dies trifft jedoch, nur für solche Gläubige zu, die Allah für schweres
Fehlverhalten, das noch unterhalb der Schwelle des Beigesellens von Partnern zu Allah liegen muss, mit dem
Feuer bestraft. Die Ungläubigen, die Allah, seine Zeichen und seine Gesandten ablehnen, werden wegen dieser
Handlungen für immer im Feuer verbleiben.
6 Anmerkung der Redaktion: Dieser Vers wurde offenbart über manche Juden, die behaupteten, das Feuer
würde sie nur eine begrenzte Zahl von Tagen verzehren, doch in ihrem Fall war dies falsch, denn die
Handlungen, von denen sie glaubten, sie würden ihnen vergeben werden, waren die Zurückweisung von Allahs'
Zeichen und seiner Gesandten einschließlich der Ermordung einiger Gesandten und Propheten und schließlich
die Zurückweisung von Jesus, Friede sei mit ihm, und Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden
gewähren. Für einen derart offen zur Schau getragenen Unglauben gibt es kein Entkommen aus dem Feuer, es
sei denn der Betroffene wendet sich vor seinem Tod Allah zu.
7 Prof. Dr. Günay Tümer, Prof. Dr. Abdurrahman Kücük, Dinler Tarihi (Die Geschichte der Religionen),
Ocak Publishing, Ankara 1993, S. 163
8 http://hellfire.dusers.drexel.edu/~buddha/Buddhism/Concepts/Karma.htm
9 S. Waqar Ahmed Husaini, The Quran for Astronomy and Earth Exploration from Space, Goodword
Press, 3. Auflage, New Delhi, 1999, S. 103-108
10 http://www.time.com/time/time100/ scientist/profile/hubble.html
11 Bilim ve Teknik, Juli 1983
12 http://royal.okanagan.bc.ca/mpidwirn/atmosphereandclimate/atmsla yers.html; Michael Pidwirny,
Atmospheric Layers, 1996
13 http://www.tpub.com/weather3/4- 27.htm; Numerical Prediction Models used by NWS.
14 http://www.godandscience.org/apolo getics/designss.html
15 http://webhome.idirect.com/~alila/ Writings/Physics.htm
16 http://www.wamy.co.uk/announce ments3.html; aus dem Vortrag von Prof. Zighloul Raghib El-Naggar
17 Carolyn Sheets, Robert Gardner, Samuel F. Howe, General Science, Allyn and Bacon Inc. Newton,
Massachusetts, 1985, S. 305.
18 http://www.beconvinced.com/scien ce/QURANMOUNTAIN.htm
19 Frank Press, Raymond Siever, Earth, 3. Ausgabe, W. H. Freeman and Company, San Francisco, 1982
20 Carolyn Sheets, Robert Gardner, Samuel F. Howe, General Science, Allyn and Bacon Inc. Newton,
Massachusetts, 1985, S. 305
21 Powers of Nature, National Geographic Society, Washington D.C., 1978, S.12-13
22 Dr. Mazhar, U. Kazi, 130 Evident Miracles in the Qur'an, Crescent Publishing House, New York, 1997,
S. 110-111; http://www.wamy.co.uk/announce ments3.html; aus dem Vortrag von Prof. Zighloul Raghib El-
Naggar
23 Dr. Mazhar, U. Kazi, 130 Evident Miracles in the Qur'an, Crescent Publishing House, New York, 1997,
S. 110-111; http://www.wamy.co.uk/announce ments3.html
24 http://www.istanbul.edu.tr/fen/astronomy/populer/cevre/cevresi.htm; Yard. Doç. Dr. Yüksel Karataş,
Istanbul Üniversitesi Fen Fakültesi Astronomi ve Uzay Bilimleri Bölümü, Popüler Bilim (Die Zeitschrift:
Populärwissenschaft), Nr. 92, 2001, S. 38-43, [American Scientist, Bd. 88, 1]
25 Michael J. Denton, Nature's Destiny, The Free Press, 1998, S. 198
26 http://www.2think.org/nothingness.htm l; Nothingness: The Science of Empty Space, Henning Genz, S.
205.
27 http://www.therevival.co.uk/Revival_ issue/vol5_iss2_quran_miracle.htm
28 http://www.islandnet.com/~see/wea ther/history/lenard.htm
29 Richard A. Anthes, John J. Cahir, Alistair B. Fraser, Hans A. Panofsky, The Atmosphere, 3. Auflage,
Columbus, Charles E. Merrill Publishing Company, 1981, S. 268-269; Albert Millers, Jack C. Thompson,
Elements of Meteorology, 2. Auflage, Columbus, Charles E. Merrill Publishing Company, 1975, S. 141
30 Richard A. Anthes, John J. Cahir, Alistair B. Fraser, Hans A. Panofsky, The Atmosphere, 1981, S. 269;
Albert Millers, Jack C. Thompson, Elements of Meteorology, 1975, S. 141-142
31 Richard A. Davis, Principles of Oceanography, Addison-Wesley Publishing Company, Don Mills,
Ontario, S. 92-93
32 Danny Elder, John Pernetta, Oceans, Mitchell Beazley Publishers, London, 1991, S. 27
33 M. Grant Gross, Oceanography, A View of Earth, 6. Auflage, Englewood Cliffs, Prentice-Hall Inc.,
1993, S. 205
34 Rod R. Seeley, Trent D. Stephens, Philip Tate, Essentials of Anatomy & Physiology, 2. Auflage, Mosby-
Year Book Inc., St. Louis, 1996, S. 211; Charles R. Noback, N. L. Strominger, R. J. Demarest, The Human
Nervous System, Introduction and Review, 4. Auflage, Lea & Febiger, Philadelphia, 1991, S. 410-411
35 Rod R. Seeley, Trent D. Stephens, Philip Tate, Essentials of Anatomy & Physiology, 2. Auflage, Mosby-
Year Book Inc., St. Louis, 1996, S. 211
36 Keith L. Moore, E. Marshall Johnson, T. V. N. Persaud, Gerald C. Goeringer, Abdul-Majeed A. Zindani,
Mustafa A. Ahmed, Human Development as Described in the Qur'an and Sunnah, Commission on Scientific
Signs of the Qur'an and Sunnah, Makkah, 1992, S. 36
37 Keith L. Moore, Developing Human, 6. Auflage, 1998
38 http://anatomy.med.unsw.edu.au/cbl/ embryo/Notes/git4.htm
39 http://virtual.yosemite.cc.ca.us/uyes hiros/AP50/Repro.htm
40 Dr. Mazhar U. Kazi, 130 Evident Miracles in the Qur'an, Crescent Publishing House, New York, USA,
1998, S. 84
41 Williams P., Basic Human Embryology, 3. Auflage, 1984, S. 64
42 http://www.uuhsc.utah.edu/healthinfo/ pediatric/Hrnewborn/bhrnb.htm
43 http://www.uuhsc.utah.edu/healthinfo/ pediatric/Hrnewborn/bhrnb.htm
44 http://www.icr.org/pubs/imp-259.htm; Rex D. Russell, Design in Infant Nutrition
45 http://www.ridgesandfurrows.home stead.com/fingerprint.html
46 Warren Treadgold, A History of the Byzantine State and Society, Stanford University Press, 1997, S.
287-299
47 Warren Treadgold, A History of the Byzantine State and Society, Stanford University Press, 1997, S.
287-299
48 http://www.beconvinced.com/science/QURANLOWEST.htm;
http://www.tasabeeh.com/english/html/print.php?sid=71
49 Walter Wreszinski, Ägyptische Inschriften aus dem K.K. Hof Museum in Wien, 1906, J C Hinrichs' sche
Buchhandlung
50 Hermann Ranke, Die Ägyptischen Personennamen, Verzeichnis der Namen, Verlag Von J J Augustin in
Glückstadt, Band I,1935, Band II, 1952
51 http://monak2.tripod.com/Peaceonline/ id1.html
52 İsmail Yakıt, Türk-İslam Kültüründe Ebced Hesabı ve Tarih Düşürme (Abjad und Datum Berechnungen
in der türkisch-islamischen Kultur), S. 36
53 İsmail Yakıt, Türk-İslam Kültüründe Ebced Hesabı ve Tarih Düşürme (Abjad und Datum Berechnungen
in der türkisch-islamischen Kultur), S. 56
54 Sidney Fox, Klaus Dose, Molecular Evolution and The Origin of Life, New York: Marcel Dekker, 1977.
S. 2
55 Alexander I. Oparin, Origin of Life, (1936) New York, Dover Publications, 1953 (Reprint), S. 196
56 "New Evidence on Evolution of Early Atmosphere and Life", Bulletin of the American Meteorological
Society, Bd. 63, November 1982, S. 1328-1330
57 Stanley Miller, Molecular Evolution of Life: Current Status of the Prebiotic Synthesis of Small
Molecules, 1986, S. 7
58 Jeffrey Bada, Earth, Februar 1998, S. 40
59 Leslie E. Orgel, "The Origin of Life on Earth", Scientific American, Bd. 271, Oktober 1994, S. 78
60 Charles Darwin, The Origin of Species: A Facsimile of the First Edition, Harvard University Press,
1964, S. 189
61 Charles Darwin, The Origin of Species: A Facsimile of the First Edition, Harvard University Press,
1964, S. 184
62 B. G. Ranganathan, Origins?, Pennsylvania: The Banner Of Truth Trust, 1988
63 Charles Darwin, The Origin of Species: A Facsimile of the First Edition, Harvard University Press,
1964, S. 179
64 Derek A. Ager, "The Nature of the Fossil Record", Proceedings of the British Geological Association,
Bd 87, 1976, S. 133
65 Douglas J. Futuyma, Science on Trial, New York: Pantheon Books, 1983. S. 197
66 Solly Zuckerman, Beyond The Ivory Tower, New York: Toplinger Publications, 1970, S. 75-94; Charles
E. Oxnard, "The Place of Australopithecines in Human Evolution: Grounds for Doubt", Nature, Bd 258, S. 389
67 J. Rennie, "Darwin's Current Bulldog: Ernst Mayr", Scientific American, Dezember 1992
68 Alan Walker, Science, Bd. 207, 1980, S. 1103; A. J. Kelso, Physical Antropology, 1. Auflage, New
York: J. B. Lipincott Co., 1970, S. 221; M. D. Leakey, Olduvai Gorge, Bd. 3, Cambridge: Cambridge University
Press, 1971, S. 272
69 Time, November 1996
70 S. J. Gould, Natural History, Bd. 85, 1976, S. 30
71 Solly Zuckerman, Beyond The Ivory Tower, New York: Toplinger Publications, 1970, S. 19
72 Richard Lewontin, "The Demon-Haunted World", The New York Review of Books, 9 January, 1997, S.
28
73 Malcolm Muggeridge, The End of Christendom, Grand Rapids: Eerdmans, 1980, S. 43
Heutzutage suchen viele Menschen nach einem Weg, all der
Unmenschlichkeit, dem Chaos, der Verwirrung, den Konflikten, der Selbstsucht
und der Täuschung zu entkommen, die wir auf der Welt sehen; sie suchen nach
einem Weg, ein Leben führen zu können, das ihnen Zufriedenheit, innere Ruhe
und Frieden bringt. Einige dieser Suchenden glauben, sie könnten den
Seelenfrieden, nach dem sie suchen, in Religionen wie dem Hinduismus oder dem
Buddhismus finden. Viele Menschen sind durch die diese Religionen umgebende
Aura des Geheimnisvollen und Mystischen beeinflusst worden, weil diese
Religionen von Techniken wie der Meditation Gebrauch machen und wegen der
ungewöhnlichen Einstellungen, Kleidung, Art zu sprechen und religiösen Praktiken
derer, die diesen Religionen folgen.
Der Glaube an das Karma ist ein Charakteristikum dieser Religionen, die gegenwärtig in unseren
(westlichen) Ländern Interesse erregen. Auch wenn dieser Glaube den Menschen bestimmte moralische Werte
nahe legt, so enthält die Philosophie des Karma auch etliche falsche und abergläubische Vorstellungen. Dieser
Aberglaube, der die Grundlage des Glaubens an das Karma darstellt, macht es unmöglich, dass er ein Weg zur
Befreiung der Menschheit, zu wirklicher innerer Ruhe und zum Seelenfrieden sein könnte. Im Gegenteil, er
stiftet nur noch größere Verwirrung.
Der Weg, wirkliches Glück und seinen Seelenfrieden in dieser Welt zu finden, liegen in der Religion des
Islam und seiner Quelle, dem Quran, die Allah, der einzige und wahre Herr des Universums für die Menschheit
bestimmt hat, um die Wahrheiten, die schon zuvor von den Propheten und Botschaftern allen Völkern der Erde
offenbart worden waren, aber nahezu überall vergessen und verfälscht worden sind, wieder herzustellen.
In diesem Buch werden wir uns mit beiden Aspekten des Glaubens an das Karma befassen,
sowohl mit denen, die lobenswertes ethisches Verhalten beinhalten und mit den Lehren des Quran
übereinstimmen, als auch mit den Irrwegen, die weder mit dem Quran in Einklang zu bringen sind,
noch mit menschlicher Vernunft und dem menschlichen Gewissen.
DER AUTOR

Der Autor, der das Pseudonym Harun Yahya verwendet, wurde 1956 in Ankara
geboren. Er ging in Ankara zur Schule, um anschließend an der Kunstakademie der
Mimar Sinan Universität in Istanbul sowie an der Philosophischen Fakultät der Istanbul
Universität zu studieren. Seit den 1980er Jahren verfasst er zahlreiche Werke zu Themen
des Glaubens, der Wissenschaft und der Politik. Die Bücher, die u.a. in englisch,
französisch, deutsch, italienisch, spanisch, portugiesisch, urdu, arabisch, persisch,
albanisch, russisch, bosnisch, uigurisch, indonesisch, malayalam, malaisch, bengalisch,
serbisch, aserbaidschanisch, kasachisch, bulgarisch, finnisch, niederländisch, chinesisch,
suaheli, haussa, kreolisch, dänisch und schwedisch übersetzt wurden, finden auch im
Ausland eine große Leserschaft. Harun Yahyas Bücher sprechen Menschen jeden Alters
und jeder sozialen Zugehörigkeit an. Sie sind nicht auf bestimmte Sprachen,
Nationalitäten oder Rassen abgestimmt, sondern tragen vielmehr zur Überwindung der
Unterschiede verschiedener sozialer Gruppen bei. Das gemeinsame Ziel aller Werke des
Autors ist es, die Verkündigungen des Quran in der Welt zu verbreiten und auf diese
Weise die Menschen dazu anzuleiten, über grundlegende Glaubensthemen wie die
Existenz Allahs, Seine Einheit und das Jenseits nachzudenken und das verrottete
Fundament der ungläubigen Systeme und deren heidnische Praktiken vor aller Augen
darzulegen.