Sie sind auf Seite 1von 34

LEABIG | DAS MAGAZIN DER HUBERTUS ALPIN LODGE & SPA | Nº 1

DAS MAGAZIN DER HUBERTUS ALPIN LODGE  & SPA | Nº 1

DORF 5
D-87538 BALDERSCHWANG

T E L E F O N + 49  ( 0 )  8 3 2 8 - 92 0 0
INFO@HOTEL-HUBERTUS.DE

WWW.HOTEL-HUBERTUS.DE

HOLIST IC
LI FE
GANZHEITLICH LEBEN.
IM EINKLANG MIT DER NATUR
EDITORIAL

DAS H UBERT US IM
JAH RESKREIS

„Leabig“ ist allgäuerisch und bedeutet „lebendig“. Und steht


somit für uns. Und unser Leben. Mit diesem Magazin möchten
wir Ihnen UNSEREN GANZHEI TLICHEN ANSATZ
näherbringen. Und Einblicke in ein Leben gewähren, das tief
verwurzelt ist. Mit den Bergen. Mit der Region.
Und mit unserer Tradition. Im Einklang mit der Natur.
Und im Rhythmus der Jahreszeiten. Erleben Sie das
HUBERTUS als Kraftquelle. Als einen Ort, an dem Sie alles
können, aber nichts müssen. Denn wie Schlüssel Räume
erschließen, öffnen wir Ihnen die Tür für eine
EINZIGARTIGE ZEIT. Für Begegnungen, Erfahrungen
und Erlebnisse, die Sie bereichern. Und erfüllen.
Und die Ihnen die Möglichkeit geben, etwas ganz Neues zu
entdecken. Sich selbst.

I H RE FA M I L I E T R A U B E L

3
I N H A LT

SEELENLANDSCHAFTEN.
MIT UNGEWÖHNLICHEN BLICKWINKELN.
INS INNEN UND AUSSEN.
FÜR EINE NEUE PERSPEKTIVE.

26 COWS ON T H E CAT WALK


Viehkult im Allgäu

32 EI N ERBE MI T ZUKUNF T
Die Geschichte der Familie Traubel

34 ACH TSAMKEI T
Der Weg zur Gelassenheit trotz Stress

38 KO CH KUNST IM H UBERT US
Streifzüge durch Wald und Wiese

42 HOLIST IC DETOX
Ganzheitlichkeit im Rhythmus der Jahreszeiten

48 SPURENSUCH E
Schneewanderung durch Bayerisch Sibirien

12
52 T RADI T ION LEBEN
Allgäuer Bräuche rund ums Jahr

54 GESCH ICH T E EI NER ENKLAVE


Die Anfänge von Balderschwang

42 56 MAGISCH E ORT E
Kraftplätze im HUBERTUS

6 S Y M B O LK R A F T D ER JA H R ES Z EI T EN
Familie Traubel führt durch den Jahreskreis 60 BAUM DES LEBENS
Die „Alte Eibe“, Deutschlands ältester Baum

10  IM ZYKLUS DES LEBENS


Der Rhythmus des Wandels 63 FASZI NAT ION FASZI EN
Gesamtkunstwerk Körper

12  NAT URPARK NAGELFLUH


Vielfalt ohne Grenzen 64 BUS:STOP

56
Ausflugstipp zu Architektur & Kunst

20 Z AUBER DER KRÄU T ER & GEWÜRZE


Kochen im Einklang mit der Natur und dem Menschen 66 IMP RESSUM

5
SYMBOLKRAFT DER JAHRESZEITEN

H O L I S T I C S P R I N G : N AT U R .
ALS Q UELLE DES LEBENS
...
„Im Frühling erwacht das Leben. Man nimmt Abschied: von Altem, Verkrustetem und Überflüssigem.
Und in freudiger Erwartung keimt und wurzelt Neues. Reinigung und Erfrischung stehen im
Mittelpunkt. Um zum Wesentlichen zurückzukommen und das Feuer der Begeisterung wieder zu
entfachen – im Spiegelbild der Natur. Die Tage werden länger. Licht dringt ins Dunkle. Noch
unsichtbar, aber spürbar ist die Zeit gekommen. Um neue Lebensenergie zu schöpfen.“ Marc Traubel

WI NTER
HOLIST ICWI NT ER: RÜCKKEH R .
I N DER ST I LLE ZUM LEBENSFEUER
...
„In den Winterzeiten wenden sich alle Energien nach innen. Es herrscht Ruhe. Jedem Aufstieg muss ein
FRÜH LI NG
Abstieg folgen. Jeder Fülle Leere. Und jedem Leben eine Zeit danach. Winter bedeutet Rückzug.
Zu den Wurzeln. Denn Langsamkeit und Stillstand bedingen gleichzeitig auch Neuordnung. Als zentraler
Bestandteil eines Wandlungsprozesses. Loslassen. Um neue Höhepunkte zu erreichen.“ Christa Traubel

6 7
SYMBOLKRAFT DER JAHRESZEITEN

H O L I S T I C A U T U M N : DA N K S AG U N G .
AN DI E KRAF T DES LEBENS
...
„Der Herbst ist die Phase des Jahres und des Lebens, in der wir die Früchte unserer Mühen ernten.
Wir danken für die unzähligen Gaben der Natur, die uns mit Energie versorgen. Und Kraft spenden für
die kommenden dunklen Wintertage. Wer dankt, erkennt an. Dass alles von allem abhängt. Dass das
Leben immer in einem vorgegebenen Zyklus abläuft. Und alles ein Akt des Ausgleichs ist.“ Karl Traubel

SOMMER
HERBST
H O L I S T I C S U M M E R : DA S L E B E N
GENI ESSEN. I N VOLLEN ZÜGEN
...
„In dieser Jahreszeit erblüht und sprießt das Leben in all seiner Schaffenskraft. Die Energie des
Wachstums entfaltet sich. Es beginnt die Zeit, Neues zu wagen. Erlerntes zu erproben
und umzusetzen. Und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Man nimmt den Reichtum und die Urkraft
der Allgäuer Bergwelt auf. Und stärkt so den Geist für den Alltag.“ Sabrina & Kilian Traubel

8 9
JAHRESKREIS

IM
ZYK LUS
DES
LEBENS

Der Wandel von Sonne und Mond. Der Wandel


der Kräfte und der Natur. Der Wandel von
Körper und Geist sind in den JAHRESKREIS eingebunden.
Alles lebt, wächst und wandelt sich.
Nach den kosmischen Gesetzen dieses Rhythmus

Der Jahreskreis ist eine mythische Entwicklungsreise, ein Vollzieht man die Rhythmen der Natur gezielt nach, dann
Lebenskreis mit allen wichtigen Stationen und existentiellen wird einem bewusst, dass lichte und dunkle Seiten einander
Themen des Lebens. Auf- und Abstieg, Annehmen und Her- immer abwechseln. Im Wechsel von Licht und Dunkelheit
geben, Gewinnen und Verlieren, Leben und Sterben. Der werden alle Erfahrungen gemacht, die man benötigt, um sein
Verlauf der Sonne und die daraus entstehenden Jahreszeiten Ziel zu erreichen. Denn in der Natur ist das Ziel Wachstum,
sind ein Spiegelbild unseres persönlichen Daseins mit all die Entfaltung all dessen, was als Keim in jedem einzelnen
seinen Chancen, Herausforderungen und Notwendigkeiten. Wesen angelegt ist. Und das bedeutet Leben.

10 11
NAT U RPA RK

Atemberaubender Blick von


Deutschland aus nach
Österreich bis in die Schweiz

VI ELFALT
OH NE GRENZEN

24.700 Hektar Umfang. 24 Kilometer Bergkette.


13 Gipfel. 2 Länder. EIN EINZIGARTIGER NATURRAUM.
Mit erlebenswerten Eigenarten. Der Naturpark Nagelfluh
N A T U R PA R K

Der Gelbe Enzian ist


eine mittlerweile sehr rar
gewordene Gebirgs-
pflanze und steht unter
Naturschutz. Seine
Wurzeln wirken verdau-
ungsanregend und
kräftigen den Kreislauf

die zwischen gerodeten Alpflächen und Bergwäldern vermit-


teln. Gerade diese Grenzlinien sind oft besonders facetten-
reich, beherbergen sie doch Arten aus beiden Lebensräumen.
Von der starken Vernetzung der kleinräumig angeordneten
Lebensräume profitieren auch sehr anspruchsvolle Tiere wie

A
das Birkhuhn, das den Übergangsbereich vom Bergwald ins
offene Gelände bewohnt, und der in Rudeln lebende Ro-
thirsch. Zu den schützenswerten Bewohnern der Bergwälder
zählen Auerhuhn, Haselhuhn, Weißrückenspecht, Dreize-
lpweiden mit 290 verschiedenen Pflanzenar- henspecht und Sperlingskauz. Unter den Baumarten stechen
ten, wertvolle Hochlagenmoore, die in ganz Deutschland ih- Weißtanne und Eibe hervor. Auf den Alpweiden und alpinen
resgleichen suchen, Weißtannenwälder, die österreichweit Rasen leben Raritäten wie der weltweit geschützte Apollofal-
einmalig sind, mit über 500 Alpen die höchste Alpdichte im ter, die Rotflügelige Schnarrschrecke oder die gelb blühende
gesamten Alpenraum – der Naturpark Nagelfluhkette kann Arnika. In den Hochlagenmooren fliegen Hochmoorgelblin-
mit einer ganzen Reihe von Superlativen aufwarten. Geprägt ge und die äußerst seltene Alpen-Mosaikjungfer.
wird der erste grenzüberschreitende Naturpark zwischen Felsregionen werden von Alpenschneehühnern, Steinad-
Deutschland und Österreich von seiner landschaftlichen lern, Gämsen, Wanderfalken und seltenen Pflanzen wie der
Vielfalt, seinen unzähligen Freizeitmöglichkeiten und der Steinnelke besiedelt. Im Park blühen neben zahlreichen En-
Gastfreundschaft der Menschen. zian- und Orchideenarten auch echte Raritäten wie die BIZARRE FELSFORMATIONEN.
Große Höhenunterschiede, geologische Vielfalt, nachhal- Steinnelke oder der Allgäu-Frauenmantel. Die große Arten-
AUS GERÖLL ENTSTANDEN.
tige Alpwirtschaft – all dies hat dazu geführt, dass sich im vielfalt im Naturpark Nagelfluhkette – man spricht auch von
UND VON URZEITLICHEN FLÜSSEN
Gebiet auf verhältnismäßig kleiner Fläche eine große Anzahl einer hohen Biodiversität – hat mehrere Ursachen. Eine
unterschiedlicher Lebensräume ausbilden konnte. Beim Blick wichtige Rolle spielt der große Höhenunterschied zwischen VERFRACHTET. „HERRGOTTSBETON“
aus einem Flugzeug erinnert die Landschaft fast an ein Mo- Tälern und Berggipfeln. Viele Tier- und Pflanzenarten sind IM NATURPARK NAGELFLUH
saik: Bergwälder grenzen an Alpflächen, Hochmoore, an ganz bestimmte Höhenstufen angepasst.
Schluchtwälder an Bäche. Verbunden sind die einzelnen Le- Auch die geologische Vielfalt im Park trägt zum Arten-
bensräume durch unzählige Grenzlinien, etwa Waldränder, reichtum bei. Gerade in der alpinen Pflanzenwelt gibt es viele

14
N A T U R PA R K

EIN MOSAIK
AUS LEBENSRÄUMEN.
FÜR ANSPRUCHSVOLLE
TIERARTEN UND
SELTENE PFLANZEN

Oben: Die Birkhenne hat ein braunes mit


schwarzen und grau­-weißen Bändern
durchzogenes Tarnkleid. Unten: Kalk Helvetikum

Gewächse, die nur auf Kalk- beziehungsweise Silikatgestein


gedeihen können. Im Naturpark kommt beides vor. Und RESPEKT
schließlich ist die Art der Bewirtschaftung der Flächen durch Verhaltens-Tipps für einen achtsamen und
die Menschen von Bedeutung. Vor allem durch die extensive verantwortungsvollen Umgang mit der Natur
Alpwirtschaft sind im Lauf der Jahrhunderte viele neue, zum
1 Bleiben Sie auf den Wegen und folgen den
Teil sehr artenreiche Lebensräume entstanden. mar­kierten Routen! Wer auf den ausgewiesenen
Wegen bleibt, ist für die Wildtiere berechenbar
NATURPARK und wird deshalb in der Regel nicht als Gefahr
emp­funden. Besonders sensibel sind viele Arten
NAGELFLUHKETTE –
während der Dämmerungs- und Nachtstunden.
MENSCH UND NATUR Stirnlampen mit großer Reichweite sollten
IM EINKLANG möglichst wenig verwendet werden.
2 Respektieren Sie die Schutzgebiete!
Die Ökosystemleistungen der unterschiedlichen Lebensräu- Schutzgebiete sind in unserer Landschaft wichtige

me beschränken sich dabei nicht darauf, dass sie seltenen Tie- Rückzugsräume für störanfällige Tierarten. Gerade
während der Brutzeit und der Jungenaufzucht
ren und Pflanzen einen geeigneten Platz zum Leben bieten.
sichern diese Ruheräume den Wildtieren und ihrem
Auch die Menschen profitieren in vielfältiger Weise von der
Nachwuchs das Überleben.
intakten Natur- und Kulturlandschaft: Die klaren Bäche und
3 Führen Sie Ihren Hund an der Leine!
Flüsse des Naturparks stehen für sauberes Trinkwasser, die
Frei laufende Hunde lösen bei vielen Wildtieren
reich strukturierten Bergwälder schützen die Dörfer in den
Fluchtreaktionen aus. Das kostet Energie, erzeugt
Tälern vor alpinen Gefahren wie Lawinenabgängen, Muren Stress und bringt die flüchtenden Tiere in
oder Steinschlag. Und bunte Wiesen und Weiden bilden die Absturzgefahr.
Grundlage für hochwertige und gesunde Lebensmittel. 4 Gehen Sie respektvoll mit dem Alpvieh um!
Um Konflikte mit dem Alpvieh zu vermeiden, ist
Weitere Informationen zum Naturpark Nagelfluh finden es sinnvoll, Abstand zu halten und bei unruhigen
Sie unter www.nagelfluhkette.info Tieren einen Umweg in Kauf zu nehmen.

17
HO
MLAI RS K
TEI CT LTIEF E

Der Alpin Health & Spa ist der energetische Kern


des HUBERTUS. Er steht im Osten, begrüßt die
Sonne, frei und exponiert, in traditioneller
Stadel-Bauweise. Ein Refugium, das allein durch
seine organische Architektur und seine na­
türlichen Bau­stoffe zurückführt. Zu den Wurzeln

RUH EPOL
HÄNDE. DIE BERÜHREN. DIE ERDEN.
UND ENERGETISIEREN ZUGLEICH.
UND DABEI WAHRNEHMUNG BEEINFLUSSEN.
DENN INDIVIDUELLE BEHANDLUNGEN
SIND DIE MAXIME.
UNSERES DENKENS UND TUNS

19
KRÄUTERESSENZ

Z AUBER DER
KRÄU T ER
& GEWÜRZE
Erdend. Wärmend. Und sättigend zugleich.
Kochen im Einklang. Mit der Natur, dem Menschen und dem Ursprung.
Und dem TIEFEN BEWUSSTSEIN. Für das Leben

GENUSS IST DIE LUST, SICH WIEDER EINER


GUTEN ESSKULTUR ZU ERINNERN. DENN NUR, WENN
GESUNDE ERNÄHRUNG UND GENUSS ZUSAMMEN­
RÜCKEN, WIRD DAS GESUNDSEIN-WOLLEN AUCH ZU
EINEM GESUNDSEIN-KÖNNEN

F rische Kräuter und gesundheitsfördernde Gewürze


sind die Juwelen in der Küche. Sie setzen Akzente mit unter-
schiedlichen Geschmacksvarianten, verleihen Rezepten eine
Gaumenfreude, sondern auch eine wertvolle Heilpflanze. Es
belebt den Körper und fördert die Konzentration. Bei regel-
mäßigem Verzehr von Basilikum werden Blähungen vermie-
ganz besondere Note und können die Gesundheit fördern den, die Magentätigkeit wird angeregt. Und durch seinen
oder zurückbringen. Durch sie werden die Speisen besser ver- charismatischen Duft wirkt es stark auf das Nervensystem, so
daulich und verleihen ihnen einen jeweils ganz besonderen dass sich Nervosität, Schlafstörungen und Schwindel be-
Geschmack. Richtig dosiert verwöhnen frische Kräuter und kämpfen lassen. Kopfschmerzen werden gelindert. Und bei
Gewürze die Sinne, kurieren Leiden, fördern die Gesundheit einer Erkältung hilft das Kraut durch seine schleimlösende
und verleihen innere und äußere Schönheit. Ihre umfassende Wirkung. Die Durchblutung des gesamten Körpers wird
Wirkung ist beeindruckend. Zum Beispiel Basilikum: Ob gestärkt und die Aktivität des Nervensystems gefördert.
Selbst gepflückt und handverlesen: Pesto, Pasta oder Pizza. Es ist das aromatische Basilikum, Da es auch anregend auf die Aktivität von Nieren und Le-
In der Kräuterei werden Öle
sowohl für Speisen als auch für
welches viele der weltweit beliebtesten Gerichte zu etwas ber wirkt, hat es eine positive Wirkung auf den Fettstoff-
Massagen hergestellt ganz Besonderem macht. Doch Basilikum ist nicht nur eine wechsel und die Fettverdauung.

21
KRÄUTERESSENZ

KITCHEN
COAC H
Von frühester Kindheit an reiste unser mexikanischer Koch-
Coach Gabriel Simon-Pinero durch die Welt: Lateinamerika,
Nordafrika, Spanien, Italien, Südfrankreich. Von überall
brachte er Wissen mit, von überall weiß er zu berichten –
nicht mit Worten, sondern mit Gewürzen. Schlussendlich
fand er seine Heimat in der ayurvedischen Küche. Seinen rei-
chen Erfahrungsschatz aus dem köstlichen Garten der Ayur-
veda-Küche erwarb er während seiner mehrjährigen Tätigkei- In der Kräuterei finden regelmäßig Kochworkshops
mit Kräuter­kunde statt
ten, u. a. als Küchenleitung an einem der bekanntesten
Ayurveda-Ausbildungszentren Deutschlands. Ebenso leitet
er bis heute an vielen Orten Europas Kochkurse in ayurvedi- geblich darin unterstützen, Speisen besser zu verwerten.
scher und internationaler Kochkunst und bildet Ayur- Richtig zubereitet lässt sich jede Mahlzeit auf die Konstituti-
veda-Köche aus. on des Einzelnen abstimmen, auf dessen Vorlieben und Be-
Würzen, Garen und Kochen ist für Gabriel ein äußerst dürfnisse in Verbindung mit dem, was die Erde uns bietet.
vitaler und kreativer Akt. Die Verarbeitung der Speisen sind Die Basis von Gabriels Kochkunst beruht auf den ayur-
für den Gourmet transformierende Prozesse, die uns maß- vedischen Prinzipien. Für sie haben alle Dinge im Universum
den gleichen Ursprung. Unabhängig davon, wie groß oder
klein sie sind, alles ist mit den Urelementen verbunden. So-
Koch-Coach Gabriel Simon-Pinero
wohl grob- als auch feinstofflich. Sie bilden sich, verändern
sich und trennen sich wieder. Im steten Wechsel. Unsere Sin-
ne stellen die Verbindung zwischen uns und den Elementen
dar. Sie nehmen die verschiedenen Wirkprinzipien der viel-

DIE KRAFT DER GEDANKEN


UND DIE VERBINDUNG ZWISCHEN
KÖRPER, SEELE UND GEIST
SPIELEN FÜR GABRIEL EINE
ELEMENTAR WICHTIGE ROLLE

fältigen Energien, der feinstofflichen Ebenen und der zahlrei-


chen Verbindungen in unserem Körper unmittelbar auf. Da-
bei geht alles Hand in Hand. Das Aufnehmen und Loslassen
geht immerfort ineinander über, verbindet sich mit unserem
Leben und fließt im großen Ganzen zusammen.
Entsprechend begrenzt sich für Gabriel die Wirkung der
Gewürze nicht nur auf den Körper, sondern wirkt auch in die
geistig-seelische Ebene hinein. Denn Kräuter und Gewürze
fördern unsere Konzentration und wirken sich positiv auf un-
In Pflanzen wirken die unterschied­
ser Gedächtnis aus. Sie unterstützen unser Gefühlsleben und lichsten Heilungskräfte. Sie haben
stärken unsere feinstoffliche Ebene - und das viel umfassender entweder stimulierende oder laxierende,
wärmende oder kühlende Eigenschaften.
und tiefgreifender als uns bewusst ist. Gewürze sind komple- Je nach Pflanzenart werden die Blüten,
xe Stoffverbindungen, wobei meist ein Bestandteil überwiegt. Blätter oder Wurzeln verarbeitet.

22
KRÄUTERESSENZ

CASHEW-KERN-PESTO
MIT RUCOLA
C O O K  &  TA L K für 4 Personen

In der HUBERTUS Alpin Lodge & Spa vermittelt 2 kleine Knoblauchzehen, klein geschnitten
KochCoach Gabriel Simon-Pinero auf undogmati- 250 g Cashew-Kerne
sche Art, wie man seine Kochkünste entspannt und 2 Hände voll frischer Rucola, klein gehackt
wirkungsvoll einsetzen kann, um die Gesundheit Saft von 1/2 Zitrone
mit Hilfe von frischen Kräutern und wohltuenden 200 ml kräftiges Olivenöl, beste Qualität
Gewürzen zu erhalten und zu fördern. In seinen etwas Pecorino oder Parmesan, fein geraspelt
Koch-Workshops erfährt man, wie man sowohl klei- Salz und Langer Pfeffer (Pippali)
ne Snacks wie auch vollständige Mahlzeiten der
eigenen Konstitution entsprechend kombinieren Alle Beigaben in einem Mixer kräftig mixen.
und zubereiten kann. Er erklärt, wie es jedem Eine sehr empfehlenswerte Variante: Alle Zutaten nach
Einzelnen möglich ist, mit einer Geisteshaltung zu und nach in einen Mörser geben und kräftig stößeln!
essen, die von großer Freude an sinnlicher Erfah- Das Pesto schmeckt herrlich auf knusprigem Bauernbrot,
rung und mit allen Sinnen rundum zu genießen ist. mit frischer Pasta oder als Beigabe zu einem knackigen
Mit Gabriel wird Kochen zur Lebenskunst, die uns Salat. Als Weinbegleitung eignet sich besonders ein
auf allen Ebenen nährt. Wie kein anderer vermag alter Cabernet Sauvignon, Montepulciano oder Rioja
er, uns durch seine Begeisterung und Kreativität zu
entzünden, dass wir lernen, so zu kochen, wie es
zu unseren eigenen Bedürfnissen passt. Gemein-
sam mit ihm können wir das Lustvolle und Kreative
beim Kochen erfahren, experimentieren und
ausprobieren und Freude und Spaß dabei haben.

Die Koch- und Kräuterkunde-Workshops mit


Gabriel Simon-Pinero finden mehrmals pro
Woche im Rahmen des Aktivprogrammes in der
Kräuterei statt.

Granitmörser eignen sich aufgrund ihrer Stand- und Rutschfestigkeit


besonders gut für intensives Mahlen

Sie werden deshalb nicht nur zur reinen Geschmacksverbes-


serung eingesetzt, sondern eignen sich aus ernährungsphysio-
logischer Sicht aufgrund ihrer umfassenden Wirkung auch
als Geschmackstherapie. Entsprechend liegt der Fokus ayur-
vedischer Küche neben der Bestimmung der Doshas auf einer
hohen Qualität der Nahrung, einer leichten Verwertung der
Speisen, der richtigen Kombination von Nahrungsmitteln
und der Zubereitung mit verdauungsfördernden Kräutern.
Kochen ist für Gabriel somit zwischen Himmel und Erde
aufgespannt: Es ist spirituell und machtvoll und treibt Leben
voran. Richtige und damit wertvolle und nachhaltig wirksame
Kochkunst heißt für ihn: Wir genießen beim Einkaufen,
beim Kochen und auch beim Essen selbst. Körper, Geist und
Seele werden durch eine leicht verdauliche Kost gleicherma-
ßen genährt und unsere Lust auf Leben gesteigert. Für ihn ist
diese Lust sowohl die Basis für eine kreative Küche als auch
für ein gesundes und glückliches Leben.

24
V I E H K U LT

COWS ON
T H E CATWALK
Im September herrscht Hochsaison im Allgäu – es ist
Viehscheid. 33.000 Rinder kehren aus der SOMMERFRISCHE
zurück. Und werden begeistert empfangen

Schon von weitem hört man das Tönen der riesengroßen Schellen und Glocken, die die Tiere mit stoischer Gelassenheit
an kunstvoll gezierten Lederriemen um den Hals zu Tale tragen. Voran der Alphirte mit dem festlich geschmückten Kranzrind.
Wenn während des Sommers kein Unfall am Berg passiert ist, wird das Rind mit einem bunten Kranz geschmückt.

27
V I E H K U LT

Letzte Ruhepause vor dem Showdown auf dem Viehscheid-Platz: Hirten auf dem Weg ins Tal

IN RUND 30 ORTEN ent- Seit vielen Jahren grasen nach Angaben des Alpwirtschaftli-
lang der Alpenkette zwischen Bodensee und den Königs- chen Vereins in Immenstadt rund 30.000 Stück Jungvieh und
schlössern kehren zirka 33.000 Rinder von den saftigen Berg- etwa 3.000 Milchkühe auf den Hochweiden. Die Kühe lie-
weiden der Allgäuer Alpen ins Tal zurück. Und werden von fern die Milch für den berühmten Allgäuer Bergkäse, der von
mindestens doppelt so vielen Besuchern erwartet. Das sind den Älplern in kleinen Sennereien erzeugt wird. Es sind die
zum einen die Landwirte, die ihr Jungvieh den Sommer über Alpenkräuter der Bergwiesen, die der Kuhmilch und damit
einer Alpgenossenschaft anvertraut haben und die Tiere nun dem Käse sein unverwechselbar würziges Aroma geben.
wieder in den heimischen Stall bringen. Der überwiegende Im Frühjahr wird das Weidevieh auf die Hochweiden der
Teil aber sind die Gäste, die den traditionellen Almabtrieb – Allgäuer Alpenlandschaft getrieben. Nach drei Monaten im
im Allgäu „Viehscheid“ genannt – mit den Bauern als großes Gebirge ist das Jungvieh kräftig herangewachsen. Wenn die
Volksfest feiern. Herde ohne Verluste zurück ins Tal getrieben werden kann
Bei den großen Viehscheiden treffen teils über 1.000 Tie- – also kein Unglück wie ein Steinschlag oder ein Unwetter
re ein, so in Bad Hindelang, Oberstdorf oder Obermaiselstein. zum Unfall eines Tieres geführt hat – dann wird das Leittier
Pfronten bietet zusätzlich einen „Viehscheid-Däg“ rund um der Herde mit einem geflochtenen Kranz geschmückt: die
das Fest an. Hier können Besucher erleben wie Lederhosen sogenannte Kranzkuh – beliebes Fotomotiv im Allgäu.
bestickt, Trachten geschneidert oder Schellen geschmiedet In den meisten Ortschaften wird zum großen Tag auch ein
werden. In keiner anderen Jahreszeit ist man der gelebten Festzelt aufgestellt, oft mit Verkaufsständen und Jahrmarkts-
Tradition näher als beim Viehscheid. buden. Am Scheidplatz werden die einzelnen Tiere zunächst
Im Allgäu gehört ein Großteil der Bergweiden seit alters von der Herde „geschieden“ und ihren Besitzern zurückgege-
her den bäuerlichen Genossenschaften. Die Flächen weit über ben. Danach treffen sich die Viehhirten mit den Bauern in
die Waldgrenze hinaus bis in die alpinen Hochlagen sind so den Zelten, wo sie den Abschluss des Bergsommers mit den
riesig, dass die Grundbesitzer nicht nur ihr eigenes Vieh auf- Besuchern feiern. Am Festabend beginnt der letzte „offizielle“
TERMINE 2017
treiben. Sie nehmen auch Jungtiere von Bauernhöfen im Al- Teil des Viehscheids. Nach alter Tradition nämlich werden 0 9. 0 9. PFRONTEN, 11. 0 9. BAD HINDELANG, 1 2 . 0 9. SCHÖLLANG, 13 . 0 9. OBERSTDORF, 15. 0 9. BALDERSCHWANG,
penvorland zur „Sommerfrische“ in Pension. die besten Hirten mit großen Kuhschellen ausgezeichnet. 16 . 0 9. GUNZESRIED, 16 . 0 9. IMMENSTADT, 19. 0 9. BOLSTERLANG, 2 3 . 0 9. OBERMAISELSTEIN

28 29
HOLISTICLIFE MARKETTE

Die Natur spiegelt sich im Innen. Lichtdurchflutete Räume öffnen den Blick. Regionale Hölzer
und traditionelle Materialien unterstreichen die Linie. Und Accessoires wie Wurzeln oder Stein geben
jedem Raum seine ganz eigene Note. Allgäuer Basics. In neuer Komposition

TR AU MTANZ
PURISTISCH. REDUZIERT. UND DENNOCH
DETAILVERLIEBT. FLIESSEND.
UND VERBINDEND. ABER IMMER MIT DEM BLICK
AUF DAS WESENTLICHE.
TRÄUME LEBEN. TAG UND NACHT

30
FA M I LI EN B A NDE

EI N ERBE MI T „IN DER WELT DA

ZUKUNF T
UNTEN HERRSCHT
RASENDER STILLSTAND.
IN DER WELT HIER
OBEN BERUHIGENDER
WANDEL. UND
Die Geschichte beginnt mit dem Vater. Und seinem Entschluss, DAS SCHON IMMER.“
mit seiner Familie von München weg über Oberstdorf
nach Balderschwang zu ziehen. Um dort SEINEN TRAUM,
eine eigene Gastronomie zu führen, umzusetzen

Leicht macht er es sich nicht. Denn seine Wahl fällt auf eine
Enklave. Balderschwang. 1.044 Meter über dem Meer. Ein-
sam und abgeschnitten. Und 1950 unendlich weit weg von
der Welt. Ein Strafposten - für Lehrer und Pfarrer. Kein Pass,
keine Straße, keine bequeme Verbindung ins Tal. Außen he-
rum nur Berge. Darüber der Himmel.
Karl Traubel senior visioniert auf Zeit. Nur fünf Jahre
hier oben, verspricht er seiner Frau. Doch es kommt anders.
Denn das HUBERTUS fesselt. Von Anfang an. Gäste wie
auch Gastgeber. Die Traubels investieren. Jede Mark, jede
Minute, jeden Atemzug. Herzblut nicht zu vergessen. Aus
den fünf Jahren wird ein Leben. Und die Mühe lohnt. Win-
tergäste, die nur auf ihren eigenen Skiern zum HUBERTUS
gelangen, tun dies immer wieder. Dann kommen immer
mehr. Denn die neue Passstraße lockt Tagesausflügler. Und
die Fremdenzimmer Sommerfrischler. Das HUBERTUS
wächst. Und das Leben blüht.
Karl junior ist 26, Walter vier Jahre jünger, als der Vater
stirbt. Beide sind gelernte Köche und Metzger, wie der Vater.
Die Entscheidung fällt. Karl gibt seine Stellung im 5-Ster-
ne-Hotel in Arosa auf und kehrt viel früher als geplant in die
Heimat zurück. Die zweite Generation beginnt. Und damit
eine neue Ausrichtung. Busreisen werden zum Business-Brin-
ger. Und dann, Ende des 20. Jahrhunderts: Wellness. Als
Wegbereiter in die Zukunft. Zunächst fehlt jedes Wohlge-
fühl. Vor allem bei den Bankberatern. Kein Verständnis, keine
Kredite. Doch dann: aus einer wackligen Vision, aus einer
Idee wird ein Konzept. Und konkrete Zahlen liefern den Oben: Walli Traubel
Schlüssel zum Erfolg. Seit über 15 Jahren ist das HUBER- Oben links: Karl Traubel junior (links)
und Bruder Walter in der Stube
TUS nunmehr für seine hochwertigen Wohlfühl- und Be- Rechts: Karl Traubel senior in der
handlungsmethoden bekannt. Und das nicht nur im Allgäu. hauseigenen Metzgerei

32
BEWUSSTSEIN

A
WIE ACH TSAMKEIT
Wie Sie trotz Stress im Jetzt
ankommen und zu wahrer Gelassenheit f inden

DER STRESS – wer kennt ihn nicht... Zeit, etwas mit Achtsamkeit und Muße zu erledigen. Wie
„Stress“ ist heutzutage in aller Munde und so allgegenwärtig aber kann es uns gelingen, nicht permanent das Gefühl zu
im Bewusstsein der ganzen Gesellschaft wie nie zuvor. Egal haben, unter Stress zu stehen und um – im übertragenen Sin­
ob Schüler, Student, Mutter, Geschäftsführer – oder Rentner. ne – unser Leben kämpfen zu müssen? Wie können wir dem
GESAMT- Alle leiden gleichermaßen darunter. Unser aller Stress ent­ immer größer werdenden Druck der gesellschaftlichen An­
KUNSTWERK steht durch eine permanente Informationsüberflutung, stän­ forderungen entgegenwirken, wenn der innere und äußere
DER NATUR. digen Zeitmangel und durch eine immer schneller werdende Stress außer Kontrolle gerät, wenn die Belastungen unerträg­
FÜR ACHTSAME Veränderung in sämtlichen Bereichen des Lebens, wobei der lich werden, weil heute ein Mensch die Arbeit erledigen
Beruf eine dominierende Stellung einnimmt. Bei dem Ver­ muss, für die es früher fünf Angestellte gab? Wie können wir
AUGEN
such, mit den zunehmenden Ansprüchen im Beruf klar zu lernen, mit diesen existenziellen Ängsten umzugehen, Blo­
kommen, sind die meisten von uns vollkommen überfordert. ckaden zu durchbrechen, neue Strategien zu entwickeln und
Durch den Stress verlieren wir immer mehr den Kontakt zu neue Wege zu finden, um das Leben trotzdem noch mit Freu­
uns selbst und zu den Inhalten der Arbeit. Keiner hat mehr de zu erleben? Wie kann es uns gelingen, trotz der täglichen

35
BEWUSSTSEIN

ACHTSAMKEIT ALS LEBENSPRINZIP Auf diese Weise können wir schneller wahrnehmen, ob wir
Wie sehr es sich lohnt, Achtsamkeit auch im Beruf zu integ­ zum Beispiel vor einem wichtigen Termin besser eine kleine
rieren, wurde in den letzten Jahren intensiv von Seiten der Pause einlegen sollten, weil wir uns nicht mehr wirklich kon­
Wissenschaft erforscht und nachgewiesen. Sowohl die regel­ zentrieren können. Praktizieren wir Achtsamkeit, werden wir
mäßige Meditation als auch die vielen kleinen Achtsamkeits­ die wertvolle Erfahrung machen, uns immer besser und
übungen im Alltag helfen uns dabei, so bewusst und wach wie schneller entspannen und auf das Wesentliche besinnen zu
möglich Stresssymptome zu erkennen und ihnen rechtzeitig können. Ein Ziel der Achtsamkeit besteht auch darin, für das
entgegenzuwirken, um nicht in die Stressspirale abzugleiten. eigene Handeln und Denken Position zu beziehen – und ent­
Achtsamkeit hilft uns, uns zu fragen: „Was sagt mir mein sprechende Konsequenzen zu vollziehen. Auch lernen wir
Körper gerade?“ oder „Wie fühle ich mich?“ oder „Wo bin ich durch eine erhöhte Achtsamkeit unsere eigenen Bedürfnisse
gerade mit meinen Gedanken?“. kennen – und dafür einzustehen.

LESENSWERT: KR AFTORTE IM ALLGÄ U


In diesem Buch beschreiben Karl Traubel und Doris Iding ihre schönsten Wanderungen
Gesteinsformationen. Als Reminiszenz an ein langes Leben in die atemberaubende Allgäuer Natur hin zu magischen Plätzen, die
immer wieder aufs Neue Kraft und Inspiration schenken. Berg Verlag / € 14,99

Horrornachrichten, die wir hören, lesen und sehen, unsere ACHTSAM SEIN HEISST, DA ZU SEIN
Energie und Kreativität, unsere Begabungen und unsere Indi­ Normalerweise leben wir aber gerade so, als hätten wir einen
vidualität zu nutzen, das Leben neu zu entfalten, positiv zu Autopiloten eingeschaltet und realisieren die Gegenwart
gestalten, eigene Wünsche zu leben, Ziele zu realisieren und nicht. Ständig sind wir mit unseren Gedanken in der Vergan­
den ganz persönlichen Weg mit mehr Freude und weniger genheit, grübeln darüber nach, was wir hätten anders machen
Stress zu gehen? Das Zauberwort lautet: Achtsamkeit! Acht­ können. Oder wir projizieren all unsere Hoffnungen und
samkeit ist die gesteigerte Form von der Aufmerksamkeit, die Träume in das Morgen und stellen uns gedanklich heute
wir für alle möglichen alltäglichen Verrichtungen benötigen. schon vor, was uns nächste Woche oder in fünf Jahren erwar­
Wenn wir achtsam sind, sind wir mit allen Sinnen ganz ge­ ten wird. Der rasante heutige Lebensstil tut seinen Teil zur
genwärtig bei dem, was wir gerade empfinden, denken oder gedanklichen Zerstreuung dazu, weil wir durch die vielen
tun. Wenn wir achtsam sind, fühlen wir uns klar, lebendig und Anforderungen zum Multitasking verleitet werden.
wach – und sind mit uns selbst und in Folge auch mit anderen Diese unnatürliche Lebensform hinterlässt aber immer
Menschen und dem Leben selbst wieder in Kontakt. offensichtlichere Spuren. Wir fühlen uns gestresst, agieren
und reagieren hektisch und unachtsam, sind in vieler Hin­
sicht unzufrieden und werden krank.
Dies ist kein Wunder, denn je länger und je größer der
Stress ist, dem wir ausgesetzt sind, desto länger muss logi­
TIPP scherweise die Erholungsphase sein, in der sich der Organis­
Achtsamkeits-Coaching mit Ethnologin mus vollständig erholen kann. Erst danach sind wir körper­
DORIS IDING im Weitblick lich und geistig wieder vollkommen leistungsfähig.

In ihrem Seminar erklärt Doris Iding die Prinzipien von


IM HIER UND JETZT ANKOMMEN Raum und Zeit.
Achtsamkeit, Meditation und Yoga. Sie vermittelt
Leider können nur wir selbst uns aus der Stressspirale retten. Für ein bewusstes und
neueste Forschungsergebnisse über die wohltuende achtsames Leben
und heilsame Wirksamkeit von Achtsamkeit auf
Und dies ist nur mit einem hohen Maß an Achtsamkeit mög­
Körper, Geist und Seele. In diversen Übungseinheiten lich. Denn nur mit Achtsamkeit können wir unserem Alltag
zeigt sie auf, wie wir unseren Stress reduzieren mehr Tiefe geben, dem Leben mit mehr Zuversicht begegnen
und zu neuer Gelassenheit finden können. Doris Iding und es wieder in eine Richtung lenken, nach der wir uns seh­
ist ausgebildete Achtsamkeits-, Meditations- und nen: ein Leben in Balance, mit persönlichen Gestaltungs­
Yogalehrerin. Sie lebt und arbeitet in München. möglichkeiten und weniger innerem und äußerem Stress.
www.doris-iding.de Und sind somit ganz präsent im Hier und Jetzt.

36 37
KOCHKUNST

„STREI FZÜGE
D U R C H WA L D
UND WI ESE.
I M M ER AUF DER
S UCH E: NACH
DEM NEUEN“

KOCHEN BEDEUTET FÜR KRISTIAN KNÖLKE LEBENSESSENZ.


Und die Kunst, Bodenständiges meisterlich zu verknüpfen.
Frische Produkte der Region. Kreativ inszeniert.
Und ergänzt mit Qualitätserzeugnissen aus der ganzen Welt

Nach seiner Lehrzeit in Hannover kam Küchenchef Kristian thentizität. Für eine extravagante Kombination von frischen,
Knölke über Kitzbühl nach Sylt zu Sternekoch Alexandro aromatischen Köstlichkeiten aus der Region. Neu inszeniert
Pape, um im Nor­den die Welt der Haute Cuisine zu entde- und à la minute serviert. Ob bei der Alpenüberquerung am
cken. Danach lernte er bei Euro-Toques Sternekoch Matthi- Dienstag, beim Wälder-Menü am Donnerstag oder dem
as Rödiger am Tegernsee die hohe Kunst, traditionelle baye- Lebens­ESSENz-Gourmet-Menü am Sonntag. Denn seine
rische Küche ungezwungen und frech neu zu interpretieren. Leidenschaft für gute Küche basiert auf der Neugier und der
Um sie dann im HUBERTUS in eigener Regie auf den Sehnsucht, Neues zu kreieren. Und dabei grenzenlos frei zu
Punkt zu bringen. Kristian Knölke hat ein Gespür für Au- sein. Um seine Gäste glücklich zu machen.

38 39
HOLISTICLIFE

Ein Tête-à-Tête. Von regionalen Zutaten.


Und hoher Kochkunst. Frisch, lebendig. Und doch
ganz beruhigt. Denn ehrlicher Einkauf.
Und fairer Verkauf. Erlauben einen Genuss.
Mit gutem Gewissen

GABENREICH
TIEF VERWURZELT. MIT DER REGION UND
SEINEN GABEN. VON MILD BIS WILD.
VON BEERENSTARK BIS KRÄUTERFEIN. ECHTER
GESCHMACK UND GUTES GEWISSEN.
AUS TRADITION STARK

41
GANZHEITLICHKEIT

DIE REINHEIT DES KÖPERS BESTIMMT GESUNDHEIT,


SCHÖNHEIT, VITALITÄT UND MENTALE STÄRKE.
GESUNDHEITSBEWUSSTSEIN UND SELBSTACHTSAM-
KEIT WIRD ZUM RÜSTZEUG IM UMGANG MIT
ROUTINE UND TÄGLICHEN HERAUSFORDERUNGEN

HOLIST IC

DETOX
Leben. Im RHYTHMUS der Jahreszeiten. Und im Einklang mit der Natur.
Ein ganzheitlicher Ansatz. Für die Gesundheit

42
GANZHEITLICHKEIT

M it HolisticDetox entwickelte Gastgeberin


Christa Traubel ein ganzheitliches Wohlfühl- und Gesund-
heitskonzept mit der Intention, Körper, Geist und Seele in
gebogens definiert und der körperliche und seelische Status
erfasst. Ein maßgeschneiderter Behandlungsplan aus Massa-
getherapie mit unterschiedlichen Techniken, SaunaDetox-Ri-
Einklang zu bringen und neue Lebensenergie zu wecken. Es tualen, Bewegungs- und Entspannungsmethodik und Ernäh-
verbindet Naturheilverfahren wie TCM und ayurvedische rung ermöglicht eine ganzheitliche Regeneration. Das
Medizin mit sanfter Entgiftung. Von Anwendungen, Bewe- Immunsystem und die Selbstheilungskräfte werden durch die
gungs-, Entspannungs- und Coaching-Einheiten bis hin zur sanfte Entgiftung aktiviert und organische, muskuläre und
Ernährung orientiert sich das Programm am Kreislauf der mentale Dysbalancen ausgeglichen. Tägliche Leberwickel
Natur und somit auch am menschlichen Biorhythmus. Mit und den Stoffwechsel unterstützende Kräutertees auf dem
der Unterscheidung des HolisticDetox-Programms in vier Zimmer fördern den Prozess. Die ermittelten Ergebnisse aus
Jahreszeiten wird man den verschiedenen Bedürfnissen des dem Einführungsgespräch werden auch in der Küche mit
Gastes gerecht und nutzt dabei die Natur als Energiequelle dem speziellen Detox­Energy-Food umgesetzt: Jeder Holistic­
für Regeneration. Detox-Gast erhält basische Gerichte, die seine Bedürfnisse

„DIE REINHEIT DES KÖRPERS BESTIMMT GESUNDHEIT, SCHÖNHEIT,


VITALITÄT UND MENTALE STÄRKE. SIE ENTDECKEN
EINEN GANZ BESONDEREN MENSCHEN. SICH SELBST.“ Christa Traubel

HolisticDetox ist die konsequente Weiterentwicklung des und Unverträglichkeiten berücksichtigen. Die Menüs entste-
Wohlfühlgedankens hin zu einem ganzheitlichen Gesund- hen in der Zusammenarbeit von Chefkoch Kristian Knölke
heitskonzept. Empathie, Authentizität und Nähe sind ele- und Ayurveda-Experte Simon Gabriel. In Gesprächen mit
mentare Bestandteile des Konzepts. Und Balderschwang als dem jeweiligen Therapeuten oder Ernährungsexperten wird
Selbst angefertigte Öle und individuelle Massagen machen das Regenerationsort, umgeben von ursprünglicher Natur, lässt über die Wirkung basischer Ernährung aufgeklärt. Die neue
HolisticDetox-Programm einzigartig. Regenerativer Kern neue Kraft und Energie schöpfen. Das holistische Programm Kräuterei im Hotel bietet zudem die perfekte Örtlichkeit, um
ist der Alpin Health & Spa mit seinen verschiedenen Saunen,
Ruhe- und Behandlungsräumen und Kraftplätzen orientiert sich am Jahreskreis und dessen Einfluss auf den bei Workshops, Vorträgen und Lesungen mehr über Kräuter,
menschlichen Körper und die Psyche. Saisonale Heilkräuter, Gewürze und ihre Heilwirkung für den Körper zu lernen.
Gewürze und spezifische Entspannungs- und Bewegungsein-
heiten in der Natur sorgen dafür, dass der Stoffwechsel erhöht
und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Im Winter
beispielsweise ist es wichtig, den Körper auf Rückzug einzu-
stellen und ihn in seinem Energiesparmodus mit Meditati-
onstechniken, leicht verdaulicher Nahrung und Achtsam­
keitstraining zu unterstützen. Spezielle Massagebehandlungen
und -techniken mit Wacholder- oder Johanniskrautöl unter-
stützen den Stoffwechsel in der dunklen Jahreszeit. Mit ei-
nem dynamischen Bewegungsprogramm wie Tai Chi und Qi
Gong und anregenden SaunaDetox-Ritualen werden die At-
mung und der Körper gezielt vitalisiert. Die diagnostische
Grundlage von HolisticDetox beruht auf einer individuellen
Analyse der kompletten Struktur und Funktion des Men-
schen und die Einflüsse von innen und außen durch geschulte
Spa-Therapeuten. Während des Einführungsgespräches wird
die persönliche Zielvorstellung des Gastes in Form eines Fra-

44 45
HO
MLAI RS K
TEI CT LTIEF E MARKETTE

Authentizität. Auf ganzer Linie. Architektur inspiriert, Kulinarik stimuliert. Spürbar.


Greifbar. Schmeckbar. Kompositionen mit Blickwinkeln. Die Lebendigkeit und Offenheit demonstrieren.
Für die Region. Und die aufregende Welt. Der Sinne

GENUSSRÄUME
KUHSCHELLEN. ALS REMINISZENZ AN
DIE ÄLPLERGESCHICHTE. KRISTALLINE FARBEN.
ALS TRIBUT AN KÜHLE GLETSCHERWASSER.
UND STILLE BEOBACHTER. AUS ALTEN STAMMTISCH­
ZEITEN. EINE REISE. DURCH RAUM UND ZEIT

46
MARKETTE BERGEWE
MIAS R
E KGEITPTF EE L G L Ü C K

SPURENSUCHE
Auf dem Weg. Durch unberührte Schneefelder. Vorbei an
tiefverschneiten Bäumen und Wäldern. HINAUF. ZUM GIPFELGLÜCK.
Mit unvergesslichem Blick. In die wilde Schönheit. Der Berge
BERGEWEISE GIPFELGLÜCK MARKETTE

S tille. Nichts als Stille. Glitzernde Schneekristalle,


majestätische Berge, tiefverschneite Bäume, glasklare Luft.
Dazu: ein Blick, der Seinesgleichen sucht. In die unglaubli-
den Menschen, die hoch oben auf dem Berg ihr Leben ge-
stalten. Meist von schwerer Arbeit gebeutelt. Aber frei. Ge-
schichten, die nachdenklich stimmen. Seltsam fern und unre-
chen Weiten der Allgäuer Bergwelten bis weit hinein nach alistisch klingen im Vergleich zu dem Leben, das man sonst
Österreich und die Schweiz. Er weitet die Sicht. Und lässt führt. In der Stadt. Dennoch übt es eine Faszination aus.
uns realisieren, wie klein man ist. In Anbetracht der Schön- Denn man erkennt, dass das Leben auch eine ganz andere
heit dieser Natur. Bedeutung haben kann: Mensch und Natur. In enger Verbin-
Während andernorts der Trubel beginnt, die Warte- dung. Mit jedem Schritt weicht der Alltag. Probleme rücken
schlangen an den Skiliften länger werden. Und eine Schnee- in weite Ferne, geraten in Vergessenheit. Die Gedanken wer-
bar die nächste versucht, sich im Après-Ski-Zirkus zu über- den auf einmal frei. Und mit dem Gespür für Schnee breitet
trumpfen, wird es hier oben ruhig. Nur das Knirschen der sich ein Gefühl der Freiheit und Leichtigkeit aus. Glücks­
eigenen Schritte im Schnee durchbricht die Stille. Stille, die gefühle durchströmen den Körper. Und man erkennt: Das
berührt. Wie die Schneekristalle die Sonne reflektieren, kon- Leben ist einfach schön.
trastiert die Ruhe das Leben. Momente der Achtsamkeit, der
Reflektion beginnen. Und begleiten die Rückkehr. Zu den Auf Schneeschuh-Tour mit Anton Heinle, dem Naturführer
Wurzeln. Schritt für Schritt. Der Fokus liegt nicht auf der
Anzahl von Pistenkilometern. Sondern vielmehr auf dem be-
wussten Erleben. Von Winterwelten, die sprachlos machen.
Die faszinieren. Und die die Sinne beleben. Mit den Schnee- TO U R E N -T I P P
schuhen begibt man sich auf eine Reise. Weit weg vom All- Schneeschuhwanderung ins „wilde Herz“
tag. Hin zum Leben. des Naturparks zum Hochschelpen und über
Anton Heinle, der Naturführer, beginnt zu erzählen. Von das Sättele hin zur Burgl-Hütte
den Ursprüngen „Bayerisch Sibiriens“. Früher, als Balder-
Der Einstieg in diese traumhaft schöne Wintertour
schwang nur mit Skiern zu erreichen war. Und für viele nur
gestaltet sich am Anfang einfach. Es geht mit der
einen Strafposten bedeutete. Denn es war abgeschnitten von Schelpenbahn hinauf auf den Gelbhansekopf. Von
der restlichen Welt. Zehn Meter hohe Schneewälle waren hier führt die Schneeschuhroute am Grat entlang
keine Seltenheit. Und das Leben entsprechend hart. Die Ver- bis hinauf auf den Hochschelpen. Vom Gipfel aus
sorgung war beschwerlich. Ohne Straße. Ohne Weg. Keiner genießt man einen sensationellen Ausblick in die
wollte in diese Abgeschiedenheit. Weder Lehrer noch Pfarrer. wilde Ursprünglichkeit des Naturpark Nagelfluhs.
Trotz christlicher Mission. Zumindest der Zugang heutzu­ Die großen Felswände im Süden gehören zum
tage ist erleichtert. Über den Pass. Aber die Einsamkeit hat Hohen Ifen (2.229m) mit den Gottesackerwänden.
sich erhalten. Die Tour führt gemächlich weiter Richtung Sättle.
Ab der Mitte des Abstieges folgt man dann den
Skitouren-Spuren zur Güntlealpe. Ab dort emp-
NUR DAS KNIRSCHEN DER fiehlt es sich, den Winterwanderweg zur Burgl-Hütte
EIGENEN SCHRITTE IM SCHNEE zu nehmen. Nach einer deftigen Brotzeit erfolgt
DURCHBRICHT DIE STILLE. der weitere Abstieg gen Norden über die Burstalpe
Richtung Lappachalpe. Zurück zum Hotel geht es
dann entlang der Bolgenach, einem ungezähmten „DIE STILLE.
Anton erklärt die Spuren. Im Schnee. Ein Birkhuhn, das nur
Gebirgsfluss, der Richtung Bodensee fließt. Ein
in den Morgen- und Abendstunden auf Nahrungssuche geht.
EIN SCHATZ, DER IMMER
Naturerlebnis, das die Tour zu einem unvergessli-
Um Energien zu sparen. Ein Fuchs, der sein Revier absteckt. SELTENER WIRD“
chen Erlebnis werden lässt.
Oder er erzählt vom Leben der Schneehühner, Schneehasen Julien Green (1900–1998)

oder Berggämsen im harten Winter. Auf den Schnee- Gehzeit ca. 4 bis 5 Stunden; geeignet für er­
schuh-Touren überliefert er auch Anekdoten zu den einsa- fahrenere Touren-Geher; Tour-Details und Wander­
men Bergbauernhöfen, die man passiert. Und berichtet von karte sind an der Rezeption erhältlich.

50 51
G E L E BM
TEAS
R KB ER TA TU EC H T U M MARKETTE

TR ADI T ION FUNKENFEUER


F E B R U A R  /  M Ä R Z
KRÄUTERBOSCHE
1 5 .  A U G U S T

LEBEN
Feuer als Zeichen des Lebens begleiten das Allgäu durch die Die Kräuterbosche zum 15. August, Mariä Himmelfahrt,
erste Jahreshälfte. Pünktlich zum Beginn der Fastenzeit, am werden von Frauen gebunden. Ein Brauch, der bis in graue
Sonntag nach Faschingsende, erleuchten Funkenfeuer an vie- Vorzeit hineinreicht und vorchristliche Wurzeln hat. Zu al-
len exponierten Stellen des Oberallgäus den Nachthimmel. len Zeiten verspürten die Menschen das Bedürfnis, dafür zu
Wilde Masken. Wilde Tänze. Wilde Kerle. Der alemannische Brauch aus grauer Vorzeit vertrieb den danken, dass mit den Kräutern der Felder, Wiesen und Wäl-
Winter, symbolisiert durch eine Strohhexe, und sollte böse der Mittel gegen die vielen bedrohlichen Krankheiten gege-
Sagenumwoben. Mystisch. Und geheimnisvoll. EINE SPURENSUCHE
Geister abwehren. ben waren. Mit den geweihten Kräutern verband der Volks-
zu den Kelten und Alemannen. Im Allgäu Andere Überlieferungen schreiben ihm Fruchtbarkeitsri- glaube eine erstaunliche Heil- und Segenskraft. Denn sie
ten und keltische Brandopfer zu. Heute ist das Funkenfeuer wurden zum Schutz in Haus und Stall angebracht. Der
ein geselliger und optisch reizvoller Anlass. Obendrein be- Brauch ist bis heute fest im Oberallgäu verwurzelt. Seine
schert es Gaumenfreuden in Form von süßen „Funke-Kiech- Symbolik hat sich wohl geändert. Der heimischen Natur ver-
la“, die zum Funkenfeuer einfach dazugehören. Den besten bunden weiß man hier um deren Wichtigkeit und trägt be-
Blick auf den Balderschwanger Funken hat man von der sonders Sorge um sie. Und man ist stolz, alle Nutz- und Heil-
HUBERTUS-Terrasse aus. pflanzen zum Binden eines typischen Kräuterbosche nach
wie vor in der Allgäuer Natur zu finden.

SOMMERSONNWENDFEUER B Ä R B E L E -  /  K L A U S E N T R E I B E N
2 1 .  J U N I 4 .  /  6 .  D E Z E M B E R

Am 21. Juni, dem längsten Tag und der kürzesten Nacht des Wenn es im Dezember dunkel wird, liegt eine geheimnisvol-
Jahres, leuchten riesige Feuer in der Frühsommernacht. Ent- le Atmosphäre über dem Oberallgäu. Denn an diesen Tagen
standen aus Hoffnungen, Ängsten und Sehnsüchten der ziehen Frauen und Männer durch die Straßen, um einen der
Menschen, sollte das Sonnwendfeuer Mensch, Tier und Saat ältesten Kulturbrauch der heidnischen Zeit zu zelebrieren:
magische Kräfte verleihen. Als Sicherheit, die kommende Das Bärbelespringen- und das Klausentreiben. Damals, in
Kälte und Dunkelheit der Wintermonate zu überstehen. dunklen Winternächten, wenn sich die Zeit der kürzesten
In den Tagen vor St. Johannes sammelten die Burschen Tage und der längsten Nächte gekommen war, wurde die
des Dorfes Brennbares und brachten es auf weithin sichtbare Furcht der Menschen vor bösen Geistern übermächtig. Mu-
Erhebungen. Alles überragend lodert das Sonnwendfeuer bis tige Frauen und Männer kleideten sich in angsteinflößende
heute z.B. in Hirschegg im Kleinwalsertal – mit einer Höhe Fell- und Ledergewänder. Auf die Köpfe setzten sie den
von fast 30 Metern. Besonders reizvoll: Man kann den Holz- „Klöüsegrind“ - Tierköpfe mit Hirschgeweihen oder Och-
stapel, natürlich nur vor dem Anzünden, von innen über eine senhörnern. Und trugen Ruten in der Hand. Johlend zogen
Wendeltreppe begehen. sie mit Schellen- und Kettengerassel durch die engen Gassen,
Die Feuer sind immer willkommener Anlass zu gemütli- um die bösen Wintergeister aus dem Dorf zu vertreiben. Und
chen Abenden mit Musik und Tanz. Lebenssegen zu verbreiten.

52 53
MARKETTE HISTORIE

GESCH ICHTE
EI NER ENKLAVE
„DIE PFARREI BALDERSCHWANG IST WIEDER ERLEDIGT! WER
WIRD DER NÄCHSTE UNGLÜCKLICHE [PFARRER] SEYN UND ETLICHE
JAHRE IN BAYERISCH SIBIRIEN ZU LEBEN GENÖTIGT SEYN?“
Drei Stunden entfernt. Von jeglicher Zivilisation.
Nur über einen beschwerlichen Weg von Hittisau erreichbar.
DIE ANFÄNGE EINES DORFES. Balderschwang

Das Balderschwanger Hochtal war bis in das 13. Jahrhundert re 1569 soll bereits die erste hölzerne Kapelle für die Hirten,
hinein Wildnis. Erst als Hittisauer Bauern einen Platz für das die den Sommer auf der Alpe verbrachten, errichtet worden
Galtvieh in der Sommerzeit suchten, begann man, das Tal zu sein. Erst im 17. Jahrhundert wurde es gebräuchlich, dass
roden, die gewaltigen Waldungen niederzuhauen und das auch Fremde Weiderechte kaufen und damit Alp-Anteile er-
Holz auf der Ach Richtung Bregenz zu flößen. So wurde das werben konnten.
Tal leichter, heller und fruchtbarer und konnte im Sommer Das Kloster Weingarten machte davon als Erstes Ge-
von den Hirten für ihr Jungvieh genutzt werden. Die gerode- brauch und erwarb im Jahre 1679 die Alpe Riedberg bzw. den
ten Flächen wurden in Rinds- und Weiderechte aufgeteilt sogenannten Schwabenhof. Der Weingartner Schaffner be-
und gemeinsam dem Viehstand der einzelnen Berechtigten gann, die klostereigenen Weideflächen zu Wiesen zu verbes-
entsprechend genutzt. Die vermutlich von einem Mann na- sern und schuf so die Möglichkeit, Heuvorräte einzulagern.
mens Balthasar Balder zuerst gerodete Alpe gab dem ganzen So konnte man im Jahre 1684 erstmals auf der Klosteralpe
Tal den Namen: Balders Wang. überwintern. Erst ab dieser Zeit wurde das Tal kultiviert. Die
Zeitzeugen der Geschichte: ganz oben: Schwabenhof Die Geschichte Balderschwangs ist zunächst identisch ersten Talbewohner kamen. Und auch solche, die das ganze
(urspr. Alpe Riedberg) um 1900
oben: Ignaz Schmid (1877 – 1963) mit einer Jagdtrophäe;
mit der Geschichte des vorderen Bregenzerwaldes. Gebiets- Jahr über in der Einöde blieben. Und legten damit den
links: Margarete Berkmann (1897 – 1983) herren waren die Grafen von Montford zu Feldkirch. Im Jah- Grundstein für eine eigenständige Gemeinde: Balderschwang.

54 55
KRAFTPLÄTZE

MAGISCH E
ORT E
Geomanten interpretieren den Namen Allgäu oftmals
auch als „Gäu des Alls“, um den vielen NATÜRLICHEN
KRAFTORTEN DIESER REGION, die in
Resonanz mit den Planeten des Himmels stehen, und deren
kosmischen Gesetzmäßigkeiten gerecht zu werden

57
MARKETTE KRAFTPLÄTZE

Das Verweilen an einem der Kraft­orte


wirkt auf ganz besondere Weise
meditativen Zustand und ein ruhiges, friedliches Gefühl brei-
auf die körperliche und seelische Wider­- tet sich aus. Ein weiterer Kraftplatz befindet sich im Warte-
standskraft eines Menschen
bereich des Spas. Es handelt sich um eine Mandorla-Installa-

W
tion: ein geometrischer Strich-Code basierend auf alten
ägyptischen Mustern. Das Mandorla wirkt auf allen vier
Energie-Ebenen: auf das Körperliche, das Seelische, das
Mentale und das Spirituelle. Lässt man sich auf das Mandor-
eltweit gibt es Orte in der Natur, die über eine la ein, erfolgt eine Energetisierung des Körpers. Stressver-
besonders heilsame Energie verfügen. Eine Energie, die seit spannungen werden in kürzester Zeit gelöst, man fühlt sich
Jahrtausenden von den Menschen, die dort gelebt haben, ver- ausgeglichen und harmonisiert.
ehrt wurde. Von diesen Plätzen geht bis heute eine heilende Das Besondere an all diesen Plätzen ist: man muss nichts
Kraft aus. Eine Kraft, die die Menschen, die davon wissen, tun. Außer die Augen zu schließen und sich den Kräften der
unterstützt, ihre Mitte wieder zu finden. Natur zu öffnen.
Orte der Kraft wurden und werden in allen Kulturen der
Welt zum Heilen verwendet. Es sind spezielle Orte, an denen
Kraftfelder mit erhöhter Energieladung und speziellen Infor-
mationen vorhanden sind. Solche Felder wirken heilsam und M A RT I N BOSS
förderlich für das Leben. Sie sind körperlich, geistig und see- Martin Boss ist Heilpraktiker, Fastenleiter, Seminarleiter für
lisch fühlbar. So, wie die Natur verschiedene Heilpflanzen Geomantie und Bewusstseinsentwicklung. Er betreibt
hervorbringt, so können Energieplätze ganz spezifische Kräf- eigene Forschung und Entwicklungen auf dem Gebiet der
te mit entsprechend differenzierter Wirkung entfalten. Die Raumharmonisierung und Energieplatzgestaltung.
Eintrittspforten dieser kosmischen Naturkräfte in das
menschliche System sind in der ayurvedischen Tradition als
Chakren bekannt.
Den Kelten nach reinigt die Swastika
Deutschland und besonders das Allgäu verfügen über
das Herzchakra von alten Verletzungen
eine Reihe solcher Plätze. Und Balderschwang ist ein solch und seelischen Schmerzen
besonderer Ort. Der ortsansässige Heilpraktiker und Geo-
mant Martin Boss, der sich seit vielen Jahrzehnten mit der
heilenden Kraft der Erde beschäftigt, hat im HUBERTUS
drei lebensenergetische Felder mit unterschiedlichen Wir-
kungsweisen geschaffen.
Auf der Dachterrasse befindet sich ein nach keltischem
Muster konzipierter Steinkreis. Er ist so konstruiert, dass er
auf das Herzchakra im Seelenkörper wirkt. Dieser Kreis ist
ein Seelenwohlfühlplatz, der Geborgenheit, Erdung und
Ruhe zugleich vermittelt.
Ein weiterer Kraftplatz befindet sich inmitten eines klei-
nen Zen-Gartens. Es ist ein Stein aus dem Nagelfluh-Gebiet,
der eine Swastika trägt. Die Swastika ist das wahrscheinlich
älteste spirituelle Symbol der Menschheit. Den meisten ist
dieses Zeichen aus der buddhistischen Religion bekannt und
steht als Glückssymbol. Für die Mönche stand es stellvertre-
tend für die Eintrittspforte ins Paradies. Aber auch im Allgäu
hat die Swastika eine uralte keltische Tradition und steht für
ein energiewirksames, spirituelles Symbol. Die Swastika im
HUBERTUS ist eine 24-Karat-Vergoldung, denn Gold wird
traditionell als das Metall mit der höchsten energetischen
Schwingung gesehen. Die Swastika wirkt auf das Geistige im
Menschen, man begibt sich bei längerer Betrachtung in einen

59
LEBENSWEISHEITEN

BAUM
DES
LEBENS

Der Weltenbaum in Form einer Eibe


ist zweifellos eines der ältesten Symbole
der EINHEIT VON MENSCH
U N D N AT U R . In ihm vereinen sich
alle Ströme des Lebens. Und des Seins

URSPRUNG – In vielen Kulturen wurde


der Baum als Symbol des Lebens, der Gesetze und der
Schöpfung gewählt. Der Baum des Lebens ist der Ursprung
aller Dinge. Jede Lebensform stammt von ihm, seine Samen
enthalten alle Informationen. Archäologie und Mythologie
bestätigen, dass unter den germanischen und keltischen
Stämmen der Weltenbaum vorwiegend in Form einer Eibe
gefeiert wurde. Denn sie galt als der Baum der Wiedergeburt
und der Ewigkeit.
Jeder Baum hat seine eigene energetische und unsere See-
le ansprechende Wesensart. Die Birke zum Beispiel vermit-
telt Jugendfrische und Leichtigkeit, die Eberesche inspiriert
mit ihren leuchtenden Farben. Und die Eibe strahlt eine er-
habene Ruhe aus. Unfern vom HUBERTUS steht Deutsch-
lands ältester Baum. Die „Alte Eibe“. Geschätzte 2.000 Jahre
alt, auf ca. 1.150 m Höhe nordöstlich vom Balderschwanger
Ortskern. Es handelt sich um eine weibliche Doppel-Eibe

60 61
LEBENSWEISHEITEN KÖ R P E R W E LT

„DU KANNST VON EINEM BAUM LERNEN,


IN EKSTASE AUFRECHT ZU STEHEN.“
Yogi Bhajan
FA S Z I N AT I O N F A S Z I E N
1  Faszien sind feine, milchig-weiße binde­ge­ 6  Verklebte und verfilzte Faszien engen den
webige Häute aus Kollagen- und Elastinfasern, Bewegungsspielraum der Muskeln und Gelenke
die sich wie ein Netz um unseren gesamten Körper enorm ein, weswegen es zu Schmerzen, wie z. B.
ziehen. Auch in anderen Lebensformen wie z. B. chronischen Rückenschmerzen, kommen kann.
in der Pflanzenwelt, bei Grapefruits oder Orangen,
beobachten wir Ähnliches. Denn: Formgebende 7  Auch die meisten aller Sportverletzungen
und gleichzeitig trennende Gewebe und treten in faszialen Strukturen des Körpers auf, also
Häute bilden die Grundmatrix des Lebendigen. in Sehnen, Bändern und Gelenkkapseln. Ein ge­
zieltes, regelmäßig durchgeführtes Training kann
2  Faszien durchziehen ausnahmslos jeden die Ver­klebungen lösen, die Beweglichkeit und
Muskel, jeden Knochen, unsere Organe und Ganzkörperkoordination verbessern und Schmer-
selbst die Nerven. Diese Bindegewebe haben zen vorbeugen.
im Körper keinen Anfang und kein Ende.
8  Faszien spielen aber
3  Die dünnen, bis zu einem auch bei der Krafterzeugung
Milli­meter starken Häute, halten eine Rolle. Sie produzieren
den Körper wie ein Netz durch Dehnung Kräfte und
zusammen und schützen leiten diese weiter, der Muskel
die Knochen vor Stößen. verstärkt die Kraft. Je mehr die
Außerdem sind sie mit Faszien ge­dehnt werden, des-
Nervenenden durch- to mehr Kraft wird im Körper
setzt, weswegen sie als erzeugt und transportiert. Das
Sinnesorgan gelten. Immunsystem und die Psyche
werden gestärkt und angeregt.
4  Auch die Lymphe
wird zwischen den Faszien 9  Regelmäßiges Training un­
abgeleitet. Sie transportiert terstützt die Beweg­lichkeit. Beim
sowohl Abbauprodukte aus den Faszien-Yoga geht es beispiels­weise um
Zellen, als auch wichtige Aufbaustof- Dehnen, Schwingen und Federn. Durch das
fe zu den Zellen. Jede Muskelbewegung unter- dauerhafte Dehnen werden Verklebungen in tiefe-
stützt den Transport der Lymphe. Faszien können ren Gewebeschichten auf sanfte Weise gelöst.
verkleben, wenn es aufgrund von Verspannungen Außerdem wird durch Schüttelübungen die Durch-
oder Stress zu einem Stau der Lymphe kommt.  blutung angeregt und das Bindegewebe und
die Muskeln so mit mehr Sauerstoff und Nährstof-
aus dem kalkhaltigen Nagelfluhboden des Tertiärs. Eiben Baum-Yoga verbindet die Energie der Bäume im Einklang 5  Für die Beweglichkeit sind Faszien von fen versorgt.
wachsen äußerst langsam, was ihnen eine sehr hohe Langle- mit der Natur. So tanken Sie neue Kraft, finden Entspan- entscheidender Bedeutung. Durch Bewegungs-
bigkeit verleiht. Und sie haben eine einzigartige Regenera­ nung und innere Ruhe. Die Wirkung der Atmung und sanf- mangel, dauerhaft falsches Sitzen oder Stehen, 10  Mit Faszien-Yoga wird das Bindegewebe
tionskraft. Sie können zu jedem Zeitpunkt unter der Rinde ten Yoga-Übungen kann gesteigert werden, wenn die Asanas Stress oder schlechte Ernährung verhärten sich die geschmeidig und die Beweglichkeit gefördert.
neu austreiben. Oder ihre Äste wachsen zum Boden und ver- im Wald unter oder in der Nähe von Bäumen ausgeführt Faszien. Die flexiblen Elastinanteile in der Faszie Man leistet einen aktiven Beitrag zu einem ganz-
wurzeln sich dort. So kann sich ein einzelner Baum in einen werden, so dass deren Aura einen unterstützenden Einfluss nehmen ab und werden durch das weniger dehn- heitlich gesteigerten Wohlbefinden. Man lernt,
ganzen Kreis oder Hain verwandeln. Entsprechend wurde die haben. bare Kollagen ersetzt. So werden die Häute fest in seinen Körper zu hören und ihn vor Verletzun-
Eibe zum Sinnbild für Selbsterneuerung und Wiedergeburt und unbeweglich, gleiten nicht mehr geschmeidig. gen zu schützen.
– und für die Ewigkeit. Denn ohne äußere Einwirkung kön- TI P P
nen Eiben Jahrtausende überdauern. Yoga-Retreat mit Aquila Camenzind. Im August 2017

62 63
ARCHITEKTUR & KUNST

BUS:STOP

WO BUSHALTESTELLEN KU NSTWERKE SIND


Weltklasse-Architektur trifft regionales Handwerk: In Krumbach haben sieben

B
internationale Architekturbüros sieben ausgefallene Bushaltestellen gebaut

Bränden – Unterkrumbach Süd und Nord –


Zwing – Oberkrumbach – Kressbad – Glatzegg:
So heißen die Stationen, an denen nicht nur Busse
und Fahrgäste, sondern auch Architekturinteres-
sierte verweilen. In Kooperation mit dem Archi-
tekturzentrum Wien und dem Vorarlberger Ar-
chitektur Institut wurden sieben Architekturbüros
aus Russland, Spanien, Belgien, Norwegen, Japan,
China und Chile eingeladen, sieben Bushaltestel-
len zu gestalten. Und das für ein unübliches Ho-
norar: eine Woche Urlaub im Bregenzerwald. In
enger Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern
und regionalen Partnerarchitekten wurden 2014
die „Buswartehüsle“ gebaut – als Reminiszenz an
den Einsatz traditioneller Materialien, gekonnte
Fertigungstechniken und die Landschaft. Und da-
mit das, was bis heute die Region prägt: Ein Mit-
einander von Mensch und Natur, von Tradition
und Moderne, von Handwerk und Baukultur. Ak-
zente in Form von Skulpturen. In einer sanft ge-
wellten Landschaft. In Vorarlberg.

B U S TOUR
Regelmäßige Exkursionen zum „BUS:STOP“
sind in unserem Aktivprogramm verankert.
Gerne informiert Sie unsere REZEPTION über die
aktuellen Termine und Abfahrtszeiten

64 65
IMPRESSUM

Herausgegeben von der HUBERTUS Alpin Lodge & SPA

Inhaltliches Konzept: Isabel Hirt – The Blue Q TourismusConsulting


Art Direction und Gestaltung: Schmid / Widmaier, München | Ines Leidel Kommunikationsdesign
Texte: Isabel Hirt, Doris Iding
Fotos: Uli Wiesmeier (S. 3, 4, 6, 7, 8, 9, 14, 17, 34, 36, 37, 39, 60, 62, 66); Enno Kapitza (S. 4, 18, 19, 20,
22, 23, 24, 31, 38, 40, 41, 43, 44, 46, 47, 56, 58, 59); Andreas Stephany (S. 12, 14, 15, 17); Christian Schaulin
(S. 26, 27, 28, 29); Jessica Alice Hath (S. 48, 51); Günter Standl (S. 30, 45); Roland Hank (S. 52); Axel
Wohlbold (S. 16); Fotolia / © dieter 76 (S. 17); istock / Luisa Puccini (S. 25); StockFood (S. 41); Archiv
Familie Karl Traubel (S. 32, 33); Archiv Familie Andreas Holzmann (S. 54, 55); Adolf Bereuter (S. 64, 65)
Illustrationen: Lina Ekstrand (Umschlag und Innenseiten)

Quellennachweise: Naturwerte entdecken – Lebenswerte schaffen, Informationsbroschüre des


Naturpark Nagelfluh, Rolf Eberhardt | Balderschwang in historischen Aufnahmen, Andreas Holzmann |
Balderschwang gestern und heute, Thilo Ludewig | Der Jahreskreis, Martina Kaiser

Änderungen, Irrtümer, Satz- und Druckfehler vorbehalten.


Stand März 2017

66