ISOE Policy Brief Nr.

4/ 2016

Wege zu einer nachhaltigen und
exportstarken Wasserwirtschaft
Um weltweit die Wasser- und die Sanitärversorgung zu sichern,
muss zeitnah in großem Umfang in neue Trinkwasser- bzw.
Abwassersysteme investiert werden. Nicht nur die Länder des
globalen Südens stehen im Wassersektor vor erheblichen
Herausforderungen, auch die meisten Industrieländer haben
Nachholbedarf und massive Investitionserfordernisse. Ange-
sichts des globalen Investitionsbedarfes ist mit einem rasant
wachsenden Markt für Wasser- und Abwassertechnologien zu
rechnen, der auch der deutschen Industrie gute Absatzchancen
bietet. Die vorhandenen Stärken der deutschen Wasserwirt-
schaft auszubauen und deren Innovationsfähigkeit zu fördern, ist daher eine zentrale politische und
gesellschaftliche Aufgabe. Dafür muss die derzeitige Forschungs- und Entwicklungsförderung intensiviert
und neu justiert werden, wobei auf sehr guten Vorarbeiten aufgebaut werden kann.

Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
In vielen Bereichen der Wasser- gung, die Energiegewinnung Integrierte Systemlösungen blei-
technologie ist Deutschland aus Abwasser, innovative Ver- ben nicht beim Wasser stehen.
weltweit führend und zeigt fahren der Trinkwassergewin- Sie stellen Synergien her mit
hervorragende Innovationsleis- nung und Bewässerungstechno- anderen Anwendungsbereichen
tungen – exzellente Forschungs- logien entstehen nicht alleine (z. B. Energieversorgung, Abfall-
ergebnisse ebenso wie innovative durch Weiterentwicklungen der beseitigung) und verfügen damit
Produkte und Prozesse sowie Basistechnologien, sondern auch über vielversprechende
Exportleistungen bei Gütern, durch deren verfahrenstechni- Potenziale, um zu einer Lösung
Waren und Dienstleistungen. sche Kombination mit weiteren globaler Umweltprobleme bei-
Technologien (insbesondere zutragen.
Systemlösungen sind ein Be-
I&K-Technologie).
reich, in dem die deutschen Un- Um die Konkurrenzfähigkeit der
ternehmen international (auf Viele Innovationen beruhen deutschen Wissenschaft und
der Ebene einzelner Anlagen aktuell auf zentralen Schlüssel- Wirtschaft international auch
und Objekte) bereits in hohem technologien wie Mikro-, Nano- weiterhin zu gewährleisten, be-
Maße konkurrenzfähig sind. Es und Biotechnologie sowie der nötigen die ersten Anwendun-
ist anzunehmen, dass sie auch Entwicklung neuer Werkstoffe, gen auf Stadt- oder zunächst
auf umfassenderen räumlichen wo Deutschland sehr gut auf- auf Quartiersebene – zum Bei-
Skalenebenen wie Siedlungen gestellt ist. spiel in der Abwasserbehand-
oder Einzugsgebieten einen lung – eine verstärkte politische
Eine Vielzahl dieser Technik-
Vorteil im Wettbewerb darstel- Förderung. Zahlreiche Einzel-
linien wird bereits von der
len. Derartige Systemlösungen verfahren und -komponenten
»Hightech-Strategie« der
sind auf die Besonderheiten werden weiter an Chancen ge-
Bundesregierung, den Initiati-
der deutschen Unternehmen winnen, wenn sie zu Systemlö-
ven »KMU-innovativ« sowie
zugeschnitten und erlauben es sungen zusammengeführt und
»Kommune-innovativ« und vor
ihnen, weitere Wettbewerbs- gebündelt vermarktet werden.
allem im Förderschwerpunkt
vorteile zu realisieren. Allerdings bedarf es zur Umset-
»Nachhaltiges Wassermanage-
zung dessen auch innovativer
Für Systemlösungen interes- ment« des Bundesministeriums
Förderstrategien.
sante Techniklinien wie die für Bildung und Forschung
energieeffiziente Abwasserreini- (BMBF) aufgegriffen.
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Hintergrund
Die internationale Staatengemeinschaft hat sich nenten, Verfahren und den bisher vorhandenen
zum Jahrtausendwechsel dazu verpflichtet, bis kleinskaligen Systemlösungen – auf integrierte
2015 den Anteil der Weltbevölkerung ohne Zu- Systemlösungen setzen.
gang zu sauberem Wasser und vor allem zu hy-
gienischer Abwasserversorgung zu halbieren. Bis
2025 soll außerdem der dauerhafte Zugang zu
Trinkwasser und zu sanitären Einrichtungen weit-
gehend für alle Menschen gesichert sein. In den
Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen wird
ausgeführt, dass diese Ziele mit weiteren Anstren-
gungen verbunden werden müssen – etwa einer
sicheren Wasserwiederverwendung und außerdem
einer geeigneten Aus- und Fortbildung. Gleichzei-
tig besteht in der Siedlungswasserwirtschaft der
meisten Industrieländer ein hoher Investitions-
und Erneuerungsbedarf: Die bestehenden öffentli-
chen und häuslichen Wasser- und Abwasserinfra- Abbildung 2: Vakuumstation in der Jenfelder Au. Mehr
strukturen sind weitgehend erneuerungsbedürftig. als 700 Haushalte werden hier an den HAMBURG WATER
Cycle® angeschlossen, um das Abwasser als vielfältige
Ressource zu nutzen. (Quelle: HAMBURG WASSER)

Integrierte Systemlösungen
Integrierte Systemlösungen gehen weit über die
herkömmliche Kombination einzelner Komponen-
ten hinaus: Mit dem Ziel einer ressourcenschonen-
den Bereitstellung von Wasser werden sie flexibel
an die jeweiligen Nutzungsbedürfnisse, sozialen
Situationen und ökonomischen sowie ökologi-
schen Bedingungen angepasst. So wird zum Bei-
spiel nicht für alle Zwecke Trinkwasser verwendet,
sondern für unterschiedliche Bedarfe werden ver-
schiedene Qualitäten aufbereiteten Wassers zur
Abbildung 1: Volumen des Welthandels in verschiedenen Verfügung gestellt. Beispiel Hotelanlagen: Hier
Bereichen der Wasserwirtschaft im Jahr 2009 in Mrd. Euro lässt sich etwa das »Grauwasser« aus den Duschen
(Sartorius /Schramm 2016: 45) für die Gartenbewässerung verwenden. Solarbe-
triebene Membranfilter können andernorts ein-
Angesichts dieses globalen Investitionsbedarfs ist wandfreies Frischwasser aus Abwasser herstellen,
mit einem rasant wachsenden Markt für Wasser- gleichzeitig können auf diese Weise landwirt-
und Abwassertechnologien und mit weiteren schaftlich gut nutzbare Düngenährstoffe zurück-
Absatzchancen auch für deutsche Produkte zu gewonnen werden. Der systemische Ansatz be-
rechnen. Die deutsche Wasserbranche, also die zieht sich explizit auch auf die Gewohnheiten,
Wasserversorgungs- und Abwasserunternehmen, Normen und Werte der Nutzenden beziehungs-
Anbieter von technologischen Komponenten (z. B. weise Betreiber von Technologien, ihr Wissen, die
Pumpen, Armaturen) und Verfahren und System- institutionellen und politischen Rahmenbedingun-
lösungen sowie Beratungsunternehmen, ist bisher gen einschließlich wirtschaftlicher Anreize sowie
strategisch nicht optimal auf die potenziellen Zu- die allgemeinen Randbedingungen.
kunftsmärkte vorbereitet. Deutsche Anbieter von
Wassertechnologien und Know-how haben lang-
fristig große Chancen auf dem Weltmarkt, wenn
sie – zusätzlich zu innovativen Einzelkompo-
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Nachhaltigkeitskriterien für Systemlösungen
Für die exemplarische Entwicklung integrierter Wasser wird mehrfach genutzt.
Systemlösungen können Nachhaltigkeitskriterien Nebenprodukte der Abwasserbehandlung wer-
formuliert werden: den vermieden oder wiedergenutzt – etwa
Das Wasser stammt aus erneuerbaren Quellen. Klärschlamm oder Phosphor-Recycling.
Wasser wird nur soweit aufbereitet, wie für die Die Verwundbarkeit ist möglichst gering, die
jeweilige Verwendung erforderlich. Sicherheit hoch.
Wasser wird möglichst effizient, das heißt Die Systeme sind flexibel und anpassungsfähig,
sparsam genutzt. etwa durch Modularität.

Exportstärke durch Systemlösungen
Der Aufwand, Märkte zu entwickeln und zu er- ten, wenn sich die Randbedingungen rasch
schließen, kann bei Systemlösungen zunächst wandeln. Sie erlauben beispielsweise auch die
höher sein, als wenn weiterhin konventionelle Wasser- und Sanitärversorgung in Städten mit
Strategien verfolgt würden. Aufgrund ihrer Syner- massivem Bevölkerungswachstum. Auch sind
giepotenziale können Systemlösungen jedoch auf Lösungen denkbar, die sektorübergreifend sind
Dauer volkswirtschaftlich überlegen sein: Mittel- (z. B. Ko-Vergärung von Bioabfällen zur Ener-
bis langfristig setzen sie sich womöglich nicht nur gieerzeugung).
flächendeckend auf Zielmärkten wie China und Integrierte Systemlösungen beruhen meist auf
Indien durch, sondern greifen von dort auch auf der Zusammenarbeit der Komponentenlieferan-
andere, benachbarte Märkte über, ohne dass über- ten und der Verfahrenstechnikbranche mit den
proportionale Markterschließungskosten anfallen. Wasserversorgungs- und Abwasserunternehmen.
Integrierte Systemlösungen werden aus folgenden Aufbauend auf solidem Anwendungswissen wird
Gründen stärker in den Mittelpunkt der Innovati- es in einem sicheren organisatorisch-institutio-
ons- und Wirtschaftsaktivitäten rücken: nellen Rahmen unter Rückgriff auf die Nach-
In der Produktion von Einzelkomponenten wird haltigkeitsforschung darauf ankommen, verfah-
Deutschland möglicherweise künftig nur noch renstechnisches und organisatorisches Wissen
in Nischen wettbewerbsfähig sein. Der Export intelligent und robust zu kombinieren.
deutscher Wassertechnologie wird
sich in den nächsten Jahrzehnten
zunehmend von Investitionsgütern
hin zu verfahrenstechnischem und
organisatorischem Know-how und
integrierten Lösungen verschieben.
Die eher lokale Struktur der deut-
schen Wasserwirtschaft, ihre Ko-
operationsfähigkeit und ihre gute
umweltpolitische Einbettung sind
gute Ausgangsbedingungen für ein
verstärktes Engagement in inte-
grierten Systemlösungen, auch auf
den Heimatmärkten.
Eine nachhaltige Ausrichtung der
Wasserinfrastruktur erfordert eine
verbesserte Anpassungsfähigkeit.
Netz- und Anlagenkonfigurationen, Abbildung 3: Integrierte Systemlösungen: Mehrere Stellschrauben
die Flexibilität ermöglichen, gestat- beeinflussen zugleich die optimalen Vermarktungsideen
ten auch dann ein gutes Wirtschaf- (Kluge/Schramm 2016: 13)
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Politische Flankierung unerlässlich
Um in infrastrukturdominierten Bereichen wie dem möglichst auf der Nachfrageseite ansetzen. Twin-
Wassersektor technologische Entwicklungssprünge ningprojekte und andere Maßnahmen des Erfah-
zu forcieren und Pfadabhängigkeiten zu überwin- rungsaustauschs erlauben, dass die Umwelt- und
den, ist eine politische Flankierung unerlässlich. Wasserpolitik in den Zielländern aus den deut-
Um globale Wasserprobleme zu adressieren, müs- schen Projekten lernt. Da die gestalterischen
sen politische Strategien und Interventionen nicht Kompetenzen im Bereich der Wasserpolitik in
nur mehrdimensional, sondern auch langfristig Deutschland überwiegend auf Ebene der Bundes-
ausgerichtet werden. Damit stehen Akteure in länder liegen, wird es notwendig sein, dass der
Wirtschaft und Politik vor dem Dilemma, Investi- Bund hierzu eng mit den Bundesländern zusam-
tionen und Subventionen zu tätigen, deren – mög- menarbeitet.
licherweise hohe – Kosten in der Gegenwart an- Insbesondere, wenn die Probleme nicht sekto-
fallen, deren Nutzen aber erst in »ferner Zukunft« ral, sondern im Ganzen angegangen werden, kann
sichtbar wird und darüber hinaus ungewiss ist. nicht ein umweltpolitisches Instrument alleine die
Wegen solcher Unsicherheiten und Risiken Impulse und Anreize für die Entwicklung, Diffu-
sollte die Politik ein möglichst breites Portfolio sion und Durchsetzung von innovativen Wasserlö-
von Technologien fördern. Das mindert einerseits sungen in bestimmten Ländern geben. Vielmehr ist
das Risiko, in später womöglich erfolglose Tech- eine Kombination von unterschiedlichen Instru-
nologien zu investieren. Andererseits bleiben so menten und Maßnahmen sowie deren Koordina-
Optionen und Alternativen offen, deren Potenziale tion im Rahmen eines integrierten Ansatzes oder
heute noch nicht absehbar sind und die unter an- einer Strategie (Policy Mix) anzustreben, um so
deren, veränderten Bedingungen durchaus an- Synergien systematisch zu nutzen und unbeab-
schlussfähig sein können. Gleichzeitig müssen Po- sichtigte Folgeprobleme zu vermeiden. Neben dem
litik und Planung durch kalkulierbare politische klassischen Ordnungsrecht gewinnen dabei Instru-
und rechtliche Rahmenbedingungen Erwartbarkeit mente der Steuerpolitik, Markteinführungspro-
und Planungssicherheit garantieren, und sie müs- gramme, Forschungsförderung und Technologie-
sen rechtzeitig Standards definieren. politik an Gewicht. In der Regel werden diese von
Maßnahmen und Instrumente zur politischen weiteren unterstützenden Instrumenten flankiert,
Flankierung integrierter Systemlösungen sollten etwa der Bereitstellung von Informationen.

Abbildung 4: Von der Innovation zum Massenmarkt

Capacity Building in den Zielländern
Die besten Systemlösungen versagen ohne eine Betrieb. Hierfür reicht kein Training on the job.
tiefgefächerte Aus- und Fortbildung. Capacity De- Vielmehr ist ein systemares Verständnis der Pro-
velopment in den Zielländern ist daher unerläss- zesse notwendig, um den laufenden Betrieb stö-
lich. Herzstück der Funktionstüchtigkeit systemi- rungsfrei aufrechtzuerhalten. Auch für die War-
scher Anlagen und Netze sind deren Wartung und tung braucht es eine tägliche Routine.
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Letztlich sind zwei unterschiedliche Ebenen der
Aus- und Fortbildung zu unterscheiden – eine gute
Ausbildung des Arbeitspersonals als Fachkräfte
und die Entwicklung eines systemischen Ver-
ständnisses bei den Werkmeistern und Ingenieu-
ren. Ohne ernsthafte Ausbildungsanstrengungen
und -gewährleistungen sollte man nicht in ent-
sprechende Anlagen und Netze investieren. Aus-
und Fortbildung sind Schlüsselfunktionen für
einen nachhaltigen Betrieb der Systemlösungen.

Abbildung 5: Die Wasseraufbereitungsanlage in
Outapi/Namibia wird von ausgebildeten Fachkräften
betreut (Quelle: CuveWaters)

Das Forschungsprojekt Wasser 2050
Die Systeme der Trinkwasser-, Abwasser-, Abfall- tersucht. Dabei haben die WissenschaftlerInnen
und Energietechnologien sind bislang zumeist innovative Methoden der Zukunftsforschung ver-
sektororientiert und voneinander unabhängig. In wendet. Am Forschungsverbund beteiligt waren
Zukunft müssen sie aufeinander bezogen werden. das ISOE – Institut für sozial-ökologische For-
Die Exportmöglichkeiten, die derartige Systemlö- schung, das Fraunhofer-Institut für System- und
sungen für die deutsche Wasserwirtschaft bieten, Innovationsforschung (ISI) und das Helmholtz-
wurden im Forschungsprojekt »Wasser 2050« un- Zentrum für Umweltforschung (UfZ).

Referenzen Zitiervorschlag
Kluge, Thomas /Engelbert Schramm (2016): Wasser 2050 – Schramm, Engelbert/Thomas Kluge (2016): Wege zu einer
Mehr Nachhaltigkeit durch Systemlösungen. München nachhaltigen und exportstarken Wasserwirtschaft. ISOE Policy
Brief Nr. 4. ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung.
Darin insbesondere: Frankfurt am Main
Beck, Silke /Engelbert Schramm (2016): Wasserwirtschaftliche
Systemlösungen: Industriepolitik, Governance und techni- Schlagworte
sche Optionen. S. 17–40 Integrierte Systemlösungen, Neuartige Sanitärsysteme,
Sartorius, Christian/Engelbert Schramm (2016): Innovationen: Wasser 4.0, Außenwirtschaftspolitik, Technologieförderung,
Vorbereiten auf eine nachhaltigere Zukunft. S. 41–65 Nachhaltigkeitsziele, CuveWaters, Green Economy
Thomas Kluge /Silke Beck /Bernd Hansjürgens /Harald Hiessl /
Christian Sartorius /Engelbert Schramm (2016): Auf in die
Zukunft! Wege zu einer nachhaltigen und exportstarken
Wasserwirtschaft. S. 263–285

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Forschungsthemen gehören Wasser, Energie, Klimaschutz, Hamburger Allee 45, 60486 Frankfurt am Main
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entwicklung und Versorgung. E-Mail: info@isoe.de
Mit den Policy Briefs möchte das ISOE Expertinnen und Ex- http://www.isoe.de
perten für nachhaltige Entwicklung auf neue und praxisori- https://twitter.com/isoewikom
entierte Forschungsansätze aufmerksam zu machen.
Die ISOE Policy Briefs sind kostenfrei online verfügbar unter
http://www.isoe.de/publikationen/isoe-policy-briefs/ ISSN: 2365-1148

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