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AL C1 16 S1 CL

AL C1 16 S1 CL ALEMÁN CERTIFICADO DE NIVEL C1 SEPTIEMBRE 2016 COMPRENSIÓN DE LECTURA APELLIDOS:

ALEMÁN

AL C1 16 S1 CL ALEMÁN CERTIFICADO DE NIVEL C1 SEPTIEMBRE 2016 COMPRENSIÓN DE LECTURA APELLIDOS:

CERTIFICADO DE NIVEL C1

SEPTIEMBRE 2016

COMPRENSIÓN DE LECTURA APELLIDOS: NOMBRE: DNI: EOI: INSTRUCCIONES PARA LA REALIZACIÓN DE ESTA PARTE: DURACIÓN:
COMPRENSIÓN DE LECTURA
APELLIDOS:
NOMBRE:
DNI:
EOI:
INSTRUCCIONES PARA LA REALIZACIÓN DE ESTA PARTE:
DURACIÓN: 75 minutos.

Esta parte consta de tres tareas. Lea las instrucciones al principio de cada tarea y realícela según se indica. Las respuestas escritas a lápiz o en rojo no se calificarán. No escriba en los recuadros sombreados. No está permitido el uso del diccionario.

TAREA 1 TAREA 2 TAREA 3 PUNTOS
TAREA 1
TAREA 2
TAREA 3
PUNTOS
sombreados. No está permitido el uso del diccionario. TAREA 1 TAREA 2 TAREA 3 PUNTOS PUNTUACIÓN
sombreados. No está permitido el uso del diccionario. TAREA 1 TAREA 2 TAREA 3 PUNTOS PUNTUACIÓN

PUNTUACIÓN TOTAL:

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1. AUFGABE (8 x 1 Punkt = 8 Punkte)

Lesen Sie den folgenden Text und entscheiden Sie, welche Sätze aus der Liste in die Lücken passen. Schreiben Sie die entsprechenden Buchstaben in die Tabelle. Sie können jedes Element nur einmal verwenden. Drei Elemente passen in keine Lücke. Lücke [0] ist ein Beispiel.

AUTOMATISIERUNG:

PUNKTE
PUNKTE

NEHMEN ROBOTER DEN MENSCHEN DIE ARBEIT WEG?

(0) (1) (3) (4)
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Sowohl im Verkauf, in der Buchhaltung und Steuerberatung als auch in Banken

Die altehrwürdige britische Zentralbank hat vor kurzem den möglichen Verlust von 15 Millionen

Arbeitsplätzen in Großbritannien

Immer leistungsfähigere

Roboter und Computer bedrohten nicht nur die Jobs einfacher Arbeiter, sondern zunehmend auch die Stellen in Büros und mit mittlerem Qualifikationsniveau.

Schon vor zwei Jahren hat eine Studie zweier Wissenschaftler der Universität Oxford Aufsehen erregt. Carl Benedikt Frey und Michael Osborne hatten untersucht, welche von 700 Berufen in den kommenden zwei Jahrzehnten durch den Einsatz neuer Maschinentechnologien potentiell ersetzt

werden

Früher waren dies vor allem repetitive Routinejobs, etwa der

Fließbandarbeiter, dessen Handgriffe nun ein Roboter viel präziser erledigt.

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und Versicherungen werden in Zukunft Computer und Maschinen die Arbeit übernehmen. Und selbst in der Medizin könnten Supercomputer wie IBMs Watson vielleicht bald schon bessere Diagnosen stellen als der klassische Arzt.

Roboter würden immer leistungsfähiger, cleverer und günstiger, vermuten die MIT-Forscher Eric Brynjolfsson und Andrew McAfee, die Autoren des Buchs The Second Machine Age. Die Menschen

drohten „den Wettlauf gegen die Maschine zu verlieren″. Der Arbeitsforscher Richard Freeman von

der Harvard-Universität sagt es ganz deutlich: „

Außer, diese sind bereit, weniger

Lohn zu akzeptieren.″ In Deutschland könnten mehr als 10 Millionen bisherige Arbeitsstellen durch die digitale Revolution überflüssig werden, hat die Unternehmensberatung A.T. Kearney jüngst errechnet.

Droht aber wirklich eine Zukunft, in der Maschinen massenhaft den Menschen die Arbeit

wegnehmen?

Damals kam es in England zu Aufständen von „Maschinenstürmern″.

Die sogenannten „Ludditen″ waren verarmte Spinner und Handweber. Sie drangen in die neuen Textilfabriken ein und zerstörten die maschinellen Webstühle. Jede neue Welle von Innovationen hat bisherige Arbeitsplätze verdrängt. Sowohl Marx als auch Keynes sprachen von einer

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„technischen Arbeitslosigkeit″ – allerdings sah Keynes sie nur als ein Übergangsphänomen.

Statt der alten Berufe in Landwirtschaft und Handwerk, die überflüssig geworden

waren, bildeten sich neue Industrieberufe heraus. Der Einsatz moderner Maschinen verbilligte die Produktion, die Preise fielen, und damit konnte auch die Nachfrage zunehmen. Nun stehen wir an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter, das einen Großteil der klassischen Berufe der Industriezeit auflösen wird. Optimisten wie der Bonner Makroökonom und Wirtschaftshistoriker Moritz Schularick sagen, dass durch den technischen Fortschritt zwar alte Jobs wegfallen, dafür aber

andere Möglichkeiten entstehen:

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Allerdings melden sich auch Skeptiker zu Wort. Harvard-Ökonom Larry Summers meint, dass es mehr Branchen gibt, in denen Arbeitsplätze abgebaut werden, als Branchen, in denen neue

Brynjolffson und McAfee halten einen kräftigen Anstieg der

Arbeitslosigkeit zumindest als Übergangsphänomen für unvermeidlich. Brynjolffson spricht von einer kommenden „labor-light economy″, einer Wirtschaft mit nur wenig Beschäftigten.

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- 2 -

Keynes skizzierte im Jahr 1930 eine optimistische Zukunftsvision in seinem Aufsatz Economic possibilities for our grandchildren: In hundert Jahren, schrieb Keynes, würden Maschinen so viel Arbeit erledigen, dass die Menschen ihre wöchentliche Arbeitszeit auf 15 Stunden reduzieren könnten. Doch die Frage bleibt, wovon dann all jene ihren Lebensunterhalt bezahlen, die nicht Besitzer von Robotern sind. Buch-Autor Ford und andere fordern ein staatlich subventioniertes

Grundeinkommen für

in andere Länder abwandern. Harvard-Ökonom Richard Freeman wünscht sich, dass breitere Bevölkerungsschichten zu „Roboter-Besitzern″ werden, durch Aktienanteile an Technologie- Unternehmen.

(8)

Doch die Maschinenkapitalisten sind mobil und könnten

© www.faz.net, 2015 (adaptiert)

SÄTZE Dabei wird auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft vor allem eines zählen. A Das Ergebnis
SÄTZE
Dabei wird auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft vor allem eines zählen.
A
Das Ergebnis der Untersuchung: 47 Prozent könnten verschwinden.
B
Der Softwareunternehmer und Autor Martin Fort warnt sogar in seinem Buch The Rise of the Robots vor
C
unausweichlicher Massenarbeitslosigkeit.
Finanziert werden könnte das durch die Einführung einer speziellen „Maschinen-Steuer″.
D
Heutzutage sind aber auch etwas anspruchsvollere Arbeitsplätze gefährdet.
E
Noch machen sich vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen Sorgen um ihren Arbeitsplatz.
F
Sobald Roboter und Computer etwas billiger erledigen können, nehmen sie den Menschen die Jobs ab.
G
Solche Ängste gab es schon seit Beginn des industriellen Zeitalters im späten achtzehnten Jahrhundert.
H
Stattdessen werde die Arbeitswelt von morgen, Stichwort Industrie 4.0, dank der intelligenten
I
Maschinen schneller, effizienter, sauberer und sicherer.
Tatsächlich hat sich langfristig nicht bewahrheitet, dass die neue Industriewelt keine Arbeitsplätze mehr
J
zu bieten hatte – im Gegenteil:
Und in Deutschland, so behaupten einige Wissenschaftler, könnte im kommenden
K
„Maschinenzeitalter″ jeder zweite Arbeitsplatz abgeschafft werden.
Wenn z. B. Computer die bisherigen Bürotätigkeiten erledigen, werden Arbeitskräfte frei, die sich
L
kreativen oder sozialen Tätigkeiten zuwenden können.

LÜCKE

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2. AUFGABE (8 x 1 Punkt = 8 Punkte)

Lesen Sie den folgenden Text. Schreiben Sie in das weiße Kästchen, welche der drei Aussagen (a, b oder c), dem Inhalt des Textes entspricht und geben Sie auch die Zeilen an, in denen Sie diese Information gefunden haben. Aussage [0] ist ein Beispiel.

PUNKTE
PUNKTE

PHONO SAPIENS

Ist der Mensch gerade dabei, durch die fantastische Weiterentwicklung des Telefons die Evolution zu überholen?

Weiterentwicklung des Telefons die Evolution zu überholen? Das Smartphone kombiniert Computer und

Das Smartphone kombiniert Computer und Multikommunikationsgerät zu einem Werkzeug, das keinen Vorläufer in der Geschichte hat. Bald zwei Milliarden Menschen nutzen inzwischen ein solches Gerät, das man vor 30 Jahren wohl noch als Supercomputer bezeichnet hätte. Wir wissen aber, dass der Phono sapiens die Symbiose aus Homo sapiens und Smartphone auch einige

Schwachpunkte hat. Er wirkt oft abwesend und oberflächlich. Er stolpert, weil er fortwährend auf einen Bildschirm guckt. Er hört schlecht, weil er Musik im Ohr hat. Es ist also nicht sicher, ob diese Spezies evolutionsgeschichtlich ein Erfolgsmodell ist.

Mit dem Smartphone hat man in Sekundenschnelle Zugriff auf das gesamte Weltwissen. Das

Smartphone scheint zu vollenden, was mit dem Computer begann: eine Erweiterung des menschlichen Gedächtnisses, die das Fassungsvermögen der grauen Zellen in atemberaubender Weise ergänzt. Doch wird der Mensch damit auch klüger? Wäre Klugheit oder Intelligenz nur das rasche Abrufen von Fakten und Informationen, wäre der Phono sapiens zweifelsohne eine Intelligenzbestie. Aber das ist eben nicht alles. Psychologen

stellen sich den menschlichen Denkapparat gerne als Kombination aus zwei Systemen vor, dem analytischen und dem intuitiven Denken: Das langsame, analytische Denken bewertet sorgfältig Zahlen, Argumente und andere zur Verfügung stehende Daten; das schnelle, intuitive Denken nutzt einfache Schlussfolgerungen und mentale Abkürzungen. Keine der beiden Denkarten ist von vornherein schlechter oder besser, allerdings führt das intuitive Denken häufiger zu Fehlschlüssen

und Denkfehlern. Auf diesem Modell menschlicher Kognition beruhen die Experimente, mit denen der Forscher Jonathan Fugelsang den Einfluss des Smartphone-Gebrauchs auf das Denken untersucht hat. Sein Forschungsteam stellte insgesamt 660 Freiwilligen Denkaufgaben. Diejenigen, die Smartphones täglich viel nutzen, schnitten in diesen Tests schlechter ab sie neigten eher zu den mentalen

Abkürzungen des schnellen Denkens. Außerdem stellten die Forscher fest, dass es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen exzessivem Smartphone-Gebrauch und niedrigerer Intelligenz gibt. Britische Forscher untersuchten auch die Schulleistungen von mehr als 100.000 Schülern in vier Großstädten und stellten fest: An Schulen mit Smartphone-Verbot schnitten die Schüler in Tests im

mit Smartphone-Verbot schnitten die Schüler in Tests im Durchschnitt sechs Prozent besser ab als an Schulen

Durchschnitt sechs Prozent besser ab als an Schulen ohne Verbot, schlechte Schüler sogar 14 Prozent. Machen Smartphones also nicht klüger, sondern sogar dümmer? „Ob Smartphones die Intelligenz tatsächlich verringern, ist noch eine offene Frage″, sagt der Forscher Gordon, „dafür sind weitere Studien nötig.″ Vielleicht greift die Frage nach der individuellen Intelligenz einfach zu kurz. Denn

der Phono sapiens ist ein Gruppenwesen, das sein Wissen womöglich aus der Weisheit der Gemeinschaft entnimmt. Dazu muss er mehr kommunizieren. Tut er das?

Telefonieren ist nur noch eine App unter vielen und das „Phone″ im Smartphone ist nur noch ein Relikt. Was sich schon auf Handys mit dem unerwarteten Siegeszug der SMS angedeutet hatte,

setzt sich mit WhatsApp und Facebook-Messenger fort: Textnachrichten dominieren die Kommunikation auf mittlerweile 1,3 Milliarden Geräten. Jemanden immer und überall sofort erreichen zu können, ist praktisch solange man nicht der Erreichte ist. Während wir am Telefon sofort reagieren müssen, können wir uns mit einer Nachricht eine Weile Zeit lassen. Außerdem

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können sie noch mal überarbeitet werden. Hinter der Vorliebe für diese asynchrone

Kommunikation steckt der Wunsch nach Kontrolle, sagt die amerikanische Soziologin Sherry Turkle. „Generationenübergreifend sehe ich Leute, die nicht genug voneinander bekommen können aber nur, wenn sie den anderen auf Distanz bekommen, in einem Maß, das sie kontrollieren können″, sagt Turkle. Für junge Menschen ist laut einer Umfrage unter 25.000 Amerikanern Texting von der Bedeutung her gleichrangig mit Telefonieren. Konversation werde

auf Connection reduziert, meint Turkle. Man verlernt, echte Unterhaltungen zu führen, die auch unangenehm und fordernd sein können. Und wer nicht lernt, mit anderen eine Konversation zu führen, der kann das auch nicht mehr mit sich selbst. In einer Studie kam die Forscherin Patti Valkenburg, die das Verhalten von 812 niederländischen Jugendlichen untersucht hat, jedoch zu dem Ergebnis, dass „Texting″ für junge Menschen auch

nützlich sein kann. Per Messenger offenbarten sie mehr intime Details als von Angesicht zu Angesicht. Und am Ende festigte diese Smartphone-erleichterte Offenbarung die Freundschaft, was sich dann auch bei echten Treffen bewies. Eine weitere Stärke der asynchronen Kommunikation per Text-Messenger ist, dass sie Hemmungen abbaut. Es kostet uns nämlich viel weniger Überwindung, jemandem, den wir nicht

nämlich viel weniger Überwindung, jemandem, den wir nicht gut kennen, eine Textnachricht zu senden, als ihn

gut kennen, eine Textnachricht zu senden, als ihn anzurufen. Michael Chan von der Chinese University of Hongkong hat in einer Befragung untersucht, wie sich Kommunikation per Sprache und per Text auf unsere sozialen Kontakte auswirkt. Er stellte dabei fest, dass die gesprochene synchrone Kommunikation enge Kontakte zu Familie und Freunden stärkt. Asynchrone Kommunikation über Soziale Netzwerke und Messenger begünstigt dagegen vor allem schwache

Kontakte. Der Phono sapiens wäre ein friedlicher Mensch, der im Einklang mit seiner Gemeinschaft lebte, wenn es da nicht diese andere Seite gäbe: die Obsession, permanent online zu sein. Die hatte sich schon mit dem PC ausgebreitet, das Smartphone aber transportiert die Internetabhängigkeit nun an jeden beliebigen Ort. Dabei neigen schüchterne Menschen stärker dazu, sich über ihr Gerät von

der Umwelt abzukapseln, wie verschiedene Untersuchungen zeigen. Die Forscher betonen jedoch, dass es nicht ein exzessiver Smartphone-Gebrauch sei, der einsam macht. Vielmehr finden diejenigen, die sich schon einsam fühlen, im Smartphone eine Zuflucht und eine Möglichkeit, über Netzwerke jenes „soziale Kapital″ zu schaffen, das sie im Alltag nicht finden. Während die digitalen Alleskönner dabei helfen, virtuelle, aber dennoch emotionale Beziehungen

zu knüpfen, können sie im echten Leben zum Eindringling werden. Mit dem Smartphone schleicht sich der Job in die Freizeit ein. Es ist immer schon an und verlangt eine Reaktion, ganz gleich, ob gerade das Abendessen auf den Tisch kommt oder die Kinder von der Schule erzählen. Dieses konstante Hin- und Herschalten zwischen sozialen Rollen, zwischen Beruf und Familie, verstärkt die „Work-home interference″ und kann sich zum „Technostress″ auswachsen, wenn der Benutzer

sich dadurch überlastet fühlt. Doch selbst wenn das Gerät nicht angerührt wird und keinen Laut von sich gibt: Die bloße Präsenz eines Smartphones verändert uns bereits. In verschiedenen Studien stellten Wissenschaftler fest, dass die Aufmerksamkeit für einen anderen in einem Gespräch abnimmt, wenn in der Nähe ein Smartphone für alle sichtbar herumliegt.

in der Nähe ein Smartphone für alle sichtbar herumliegt. Stellt man Menschen diese Frage direkt, so

Stellt man Menschen diese Frage direkt, so wird sie meist bejaht. 77 Prozent der Umfrageteilnehmer sagten, ihr Smartphone mache sie glücklich wenigstens einmal im Laufe einer Woche, in der die Forscher sie befragten. Aber wo viel Licht ist, da ist auch Schatten: 57 Prozent bestätigten, der Alleskönner in der Tasche lenke sie ab, und 36 Prozent sagten sogar, sie seien von ihrem Smartphone frustriert.

Interessant ist, dass das Smartphone bei Jungen und Alten unterschiedliche Gefühle hervorruft. Nicht etwa die überforderten Rentner sind es, die auf das komplizierte Stück Technik schimpfen, sondern die Jüngeren. Aber sie sind es auch, die ihrem Gerät mehr Glücksgefühle abgewinnen, wie die Pew-Forscher schreiben. Die Begründung: Ältere Menschen sähen im Smartphone eher ein Werkzeug, ein Mittel zum Zweck. Und hat es den erfüllt, sind sie zufrieden. Jüngere hingegen

integrierten das Gerät in viel mehr Facetten ihres Lebens. Und erlebten mit ihm dann auch mehr Auf und Ab.

© www.zeit.de, 2015 (adaptiert)

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AUSSAGEN

0

a. Als Phono sapienswird im Text der Mensch bezeichnet, der eine

besonders enge Verbindung zu seinem Smartphone eingegangen ist.

b. Der Phono sapiensist, evolutionsgeschichtlich betrachtet, eine verbesserte Weiterentwicklung des Homo sapiens.

c. Vor nur 30 Jahen nannten Milliarden von Menschen Multikommunikationsgeräte „Supercomputer″.

a 4
a 4
9 a. Durch das Smartphone ist das menschliche Gedächtnis aufnahmefähiger geworden. b. Ein Vorteil des
9
a.
Durch das Smartphone ist das menschliche Gedächtnis aufnahmefähiger geworden.
b.
Ein Vorteil des analytischen Denkens ist, dass Informationen genauer bewertet
werden.
c.
Gerade durch die Kombination seiner zwei Denkmodelle ist der Mensch zu
einfachen Schlussfolgerungen und mentalen Abkürzungen fähig.
10
a.
Der sehr häufige Gebrauch des Smartphones hat zur Folge, dass die Intelligenz des
Nutzers im Laufe der Zeit abnimmt.
b.
Die Ergebnisse der Schüler an Schulen mit Zugang zu Smartphones liegen
durchschnittlich unter denen von Schülern, die das Gerät nicht benutzen dürfen.
c.
Man hat herausgefunden, dass der tägliche und häufige Gebrauch des
Smartphones zur vermehrten Nutzung des analytischen Denkens führt.
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a.
Das Verschicken von SMS wurde deshalb so erfolgreich, weil man damit mit den
meisten Geräten kommunizieren konnte.
b.
Der von Anfang an vorhergesagte Nutzen der SMS-Technik führte zu einer rapiden
Weiterentwicklung im Bereich der Textnachrichten.
c.
Nicht sofort antworten zu müssen wird als einer der wesentlichen Vorteile von
Textnachrichten angesehen.
12
a.
Die Umfrage unter den jungen Amerikanern ergab, dass Texting ihren
kommunikativen Bedürfnissen eher entspricht als Telefonieren.
b.
Eine zunehmend asynchrone Kommunikation bewirkt, dass Menschen nicht mehr in
der Lage sind, anspruchsvolle Gespräche miteinander zu führen.
c.
Vor allem junge Menschen benutzen die asynchrone Kommunikation, um andere
damit kontrollieren zu können.
13
a.
Es fällt uns schwer, Menschen, zu denen wir wenig Vertrauen haben,
Textnachrichten zu senden.
b.
Mehr Einzelheiten aus ihrer Intimsphäre über das Handy zu bekennen, hat positive
Auswirkungen auf die Beziehung der Jugendlichen.
c.
Schwache Kontakte werden besonders durch die unmittelbare Kommunikation
gefördert.
14
a.
Die meisten Menschen, die unter einer Internetsucht leiden, ziehen sich von der
Außenwelt zurück.
b.
Durch die übermäßige Nutzung von Smartphones verstärkt sich die Einsamkeit von
Menschen.
c.
Einsame Menschen versuchen, das ihnen fehlende soziale Netz über das Internet
aufzubauen.

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15 Die ständige Anwesenheit von Smartphones in unserem Alltag erhöht den Arbeitsaufwand im Berufsleben. a.
15 Die ständige Anwesenheit von Smartphones in unserem Alltag erhöht den
Arbeitsaufwand im Berufsleben.
a.
b.
Die technischen Geräte bringen eine ständige Erreichbarkeit mit sich, die zu
Überforderung führen kann.
c.
Ist ein Smartphone auch nur in Sichtweite, fällt es den Anwesenden schwer, es
nicht zu benutzen.

16 Jüngere Menschen macht das Smartphone unzufrieden, weil sie es in zu vielen verschiedenen Lebensbereichen einsetzen.

a.

b.

c.

Obwohl die meisten Menschen ihrem Smartphone vor allem Gutes abgewinnen können, sehen viele auch dessen
Obwohl die meisten Menschen ihrem Smartphone vor allem Gutes abgewinnen
können, sehen viele auch dessen negative Aspekte.
Smartphones wecken bei älteren Menschen vor allem aufgrund der komplizierten
Technik negative Gefühle.
PUNKTE
ÜBER MAGISCHE GEGENSTÄNDE
Der Journalist und Buchautor Harald Martenstein über das
Leben in den Dingen, die uns umgeben
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fast leer. Ich habe diese Salbe am Londoner Flughafen gekauft, auf dem
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ich Gegenstände mit mir herum, von Wohnung zu Wohnung, aus

3. AUFGABE (9 x 1 Punkt = 9 Punkte) Lesen Sie den folgenden Text und entscheiden Sie, welche der zur Auswahl stehenden Wörter (a, b, c oder d) in die Lücken passen. Schreiben Sie die entsprechenden Buchstaben in die Tabelle. Für jede Lücke gibt es nur eine passende Lösung. Lücke [0] ist ein Beispiel.

es nur eine passende Lösung. Lücke [0] ist ein Beispiel. Seit Jahren steht in meinem Bad

Seit Jahren steht in meinem Bad ein kleines grünes Töpfchen mit Hautsalbe. Es ist

Rückweg aus Südafrika, als ich meinen Vater zum letzten Mal besucht

hatte ich ein Hautproblem damals, ich weiß aber nicht mehr, was es genau war. Ich benutze die Salbe von Zeit zu Zeit, weil sie mich an meinen Vater erinnert. Er lebte noch, als ich sie kaufte, und für mich ist die Salbe ein Bindeglied zu der Zeit, in der er atmete und ich mich mit ihm unterhalten konnte. Nicht, dass wir uns viel zu sagen gehabt hätten. Aber das spielt keine Rolle. Ich liebte ihn trotzdem.

Aber das spielt keine Rolle. Ich liebte ihn trotzdem. Seit Jahren dem einzigen Grund, weil sie

Seit Jahren

dem einzigen Grund, weil sie mich an einen Menschen erinnern, der mir wichtig war, oder an eine

will. Existenzialistischer Nippes,

Treibgut. Es darf nicht zu viel werden, in einem Museum will ich nicht leben. Aber ich wundere

Phase meines Lebens, die ich in Erinnerung

mich immer, wenn ich eine gestylte Wohnung betrete, in der alles geschmacklich aufeinander abgestimmt ist, alles ist neu, schön und ohne Brüche. Haben diese Menschen keine Geschichte, keine Erinnerungen, leben die wirklich ganz im Heute?

Ich verurteile das nicht, ich bin nur anders. Ich habe etliche Dinge um mich, die ich nicht

besonders schön finde und die erst recht kein anderer schön finden dürfte, die aber für mich mit Erinnerungen und mit Geschichte aufgeladen sind, ein Nierentischchen, ein altes Buffet, ein

Dosenöffner. Wenn ich diese Dinge

wegwerfen würde, käme es mir vor, als würde ich ein Stück meines Lebens wegwerfen. Nicht, dass es da nicht manches gäbe, was ich mir oder anderen gerne erspart hätte. Aber das ändert

nichts an ihrem

Kuscheltier, ein kaputtes Spielzeugauto, ein

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sind sie lebendig. Einer meiner

magischsten Gegenstände ist eine uralte Pralinenschachtel, bezogen mit rotem Samt, in der meine

Großeltern ihre Fotos aufzuheben pflegten. Fotos von Betriebsfesten und von Freunden, die meisten kenne ich nicht. Wenn ich den Karton öffne, alle paar Jahre, schlägt mir der

entgegen, der in ihrer Wohnung hing, und ich bin wieder zehn Jahre alt, alle

Auch Sachen haben ein Leben für mich

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Freuden und alle Ängste sind wieder da, genau wie bei Marcel Proust in seinem großen Roman. Manchmal frage ich mich, ob es in 30 Jahren wohl jemanden gibt, der etwas von mir

, Zeiten, und diesen Gegenstand ab und zu mit ähnlichen Gefühlen in die Hand nimmt. Dann hätte

nicht einen Text, sondern etwas wie eine Pappschachtel aus vergangenen

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ich nicht alles falsch gemacht.

(25) Objekte erobert hat. Eine Art Tagebuch, das nur wir selbst lesen können. 0. A
(25)
Objekte erobert hat. Eine Art Tagebuch, das nur wir selbst lesen können.
0.
A
heutzutage
B
inzwischen
C
neuerdings
D
zurzeit
17. A
früher
B
möglich
C
offenbar
D
vielmehr
18. A
bringe
B
hole
C
nehme
D
schleppe
19. A
aufhalten
B
behalten
C
einhalten
D
enthalten
20. A
abgerissener
B
schädlicher
C
verbrauchter
D
verrosteter
21. A
Ansehen
B
Erinnerungswert
C
Gedächtnis
D
Zustand
22. A
allerdings
B
mindestens
C
schließlich
D
zumindest
23. A
Anblick
B
Charakter
C
Eindruck
D
Geruch
24. A
anhäuft
B
aufbewahrt
C
erhält
D
speichert
25. A
Aufstieg
B
Fortgang
C
Kurs
D
Lauf
LÜCKE
0
17
18
19
20
21
22
23
24
25
BUCHSTABE
B

Es ist, glaube ich, ziemlich egal, was man schenkt. Ein Geschenk kann noch so hässlich und noch so geschmacklos sein, sein Wert hängt ganz allein vom Schenkenden ab. Er kann zwar im

der Jahre fallen oder steigen, aber entscheidend ist das Stück Leben, das in

einem Gegenstand steckt und aufgrund dessen er sich einen Platz in unserer Sammlung magischer

© www.zeit.de/zeit-magazin, 2016 (adaptiert)

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