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Einfhrung in die Astronomie und Astrophysik II

Dozent: Prof. Dr. Bjrn Malte Schfer, Dr. Eduard Thommes

Obertutor: Otmar Stahl (stahl@uni-heidelberg.de)

Aufgabenblatt 1, Abgabe Do., 27.4, in der Vorlesung

1.1 Verstndnisfragen (10 Punkte)


a) Sie haben in der Vorlesung gelernt, dass wir zur Herleitung der Friedmann-Gleichungen
annehmen, das Universum sei homogen und isotrop.
i) Wie knnte ein Beispiel-Universum aussehen, das isotrop aber nicht homogen ist?
ii) Was bedeutet es fr ein Universum, wenn es zwar homogen, aber nicht isotrop ist?
Was wrde ein Beobachter auf der Erde sehen?
Welche Folgen htte dies fr unsere Beobachtungen von der Erde aus?
b) Warum drfen wir annehmen, dass das Universum expandiert, ohne dass es zu einem
Wrmestrom kommt?
c) Die Friedmann-Gleichungen stellen eine Lsung der Einsteinschen Feldgleichungen, die
die Dynamik eines Gravitationsfeldes beschreiben, dar. In der Vorlesung haben Sie die
Friedmann-Gleichungen jedoch unter der Annahme Newtonscher Mechanik hergeleitet.
Warum ist dies mglich?
Welche Annahmen haben Sie getroen, die die Newtonsche Physik berschreiten?

1.2 Ein einfaches Friedmann-Universum (10 Punkte)


Betrachten Sie ein Friedmann-Universum, in dem die Materiedichte = 0 und der Krm-
mungsparameter K = 0 sind.
a) Bestimmen Sie die allgemeine Lsung der Friedmann-Gleichung fr diesen Fall.
b) Wie lautet die spezielle Lsung, wenn zu einer Zeit t0 der Hubble-Parameter gleich H0
und der Skalenfaktor a0 = 1 sind?

1.3 Negativer Druck (10 Punkte)


Nehmen Sie eine hypothetische Materieform an, deren Druck P = wc2 ist, mit w < 0.
a) Zeigen Sie mithilfe der Energieerhaltung, dass fr w = 1 die Dichte = const. sein muss,
entsprechend einer kosmologischen Konstante.
b) Wie hngt fr w 6= 1 von a ab?