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Infoblatt für die EBM- Gruppenmitglieder EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de +++ Ausgabe
Infoblatt für die EBM- Gruppenmitglieder EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de +++ Ausgabe

Infoblatt für die EBM- Gruppenmitglieder

EBM-Report

(vormals HÜTTENREPORT)

www.einheit-berlin-mitte.de+++

Ausgabe 3/2017

(Nr. 71)

für die EBM- Gruppenmitglieder EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de +++ Ausgabe 3/2017 (Nr. 71)

Inhalt

Editorial

Seite 3

Neues von der Hütte

4

EBM-intern

7

Ostern unterwegs

9

Elbsandsteinsplitter

13

Es regnet …

16

Unten ohne

18

ÖPNV

19

Das Mittelseitenbild

20

Radtouren bilden

22

Wisch und weg

24

Es wird voller

26

Was es sonst noch so gab

28

Bunte Bänder im Ferkeltaxi

29

Leute

31

Zahlen

33

Für Euch gelesen

35

Schneller, höher, kälter, …

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Termine; EBM-Event zum Hüttenjubiläum

38

EBM-Kompakt

39

Glückwünsche/Rätsel

40

Titelbild Morgenstimmung am Türkenkopf; Foto Harald Wiemann

Impressum: Fotos S. 4 -6 H. Wiemann, S. 7 und 8 P. Hentschel; Texte, soweit nicht anders gekennzeichnet sowie Layout, Druck und Versand: H. Wiemann; alle anderen Fotos internet

Editorial

Unsere EBM-Gruppe ist ja nicht gerade die jüngste, und da unterläuft mir im letzten Heft auf der letzten Seite doch die Peinlichkeit, ein wichtiges U60-Mitglied in die Kategorie Ü60 einzusortieren. Dies möchte ich hiermit ausdrücklich korrigieren und um Nachsicht bitten. Andererseits ist es nicht von der Hand zu weisen, dass gerade die Ü60er diejenigen sind, die mit jugendlichem U60-Elan das Leben der Gruppe am Leben erhalten, von den Arbeiten zum Erhalt der Hütte ganz zu schweigen. Bestes Beispiel ist der vergangene Hüttenputz mit einem Ü70-Altersdurchschnitt. In einem Beitrag wird zu diesem wichtigen und erfolgreichen Einsatz berichtet. Bereits im letzten Heftwurde an das 5-jährige Hüttenjubiläum erinnert. Ob das nach einer großen Fete verlangt, werdet ihr entscheiden, vorgesehen aber ist auf jeden Fall ein Kletterspektakel, nämlich die Besteigung des Weberschluchtturmes mittels ausgiebiger Baustelle (siehe auch die Bilder auf Seite 38). Die Anregung stammt von Peter Beyer und einige unserer U60-Leute haben ihre Beteiligung auch schon zugesagt. Alle, die noch nicht völlig alterssteif sind, werden gebraucht.

Also haltet Euch den Anfang September dafür frei. Der genaue Termin wird wetterabhängig festgelegt. Bis dahin haltet Euch frisch und gesund. Harald

Neues von der Hütte … Neues von der Hütte … Neues

Hüttenputz.- Nach dem Anstellen des Wassers ist jedes Jahr der

Hüttenputz angesagt. Das Anstellen des Wassers war diesmal ohne Überschwemmung über die Bühne gegangen, man lernt ja schließlich aus Vorangegangenem. Einige Standardarbeiten, wie das Fensterputzen,

Einige Standardarbeiten, wie das Fensterputzen, der Lakenwechsel und der Kissenbezugstausch sowie die

der Lakenwechsel und der Kissenbezugstausch sowie die Inspektion unseres Geschirrs und sonstigen Vorrates wurden planmäßig erledigt. Dazu kamen dann noch einige Arbeiten, die regelmäßig erfolgen müssen. Die Reinigung der Dachrinnen und auch die Reinigung des Vordaches wurden erledigt, die Konifere vor dem Schuppen beseitigt und der Schaden am Schuppendach, der von ihr herrührte, erst einmal provisorisch ausgebessert. Die Lage der Dachrinne am Schuppen wurde so korrigiert, dass sie auch das abfließende Wasser aufnimmt und in die Tonne leitet. Die Dusche wurde nach einer gründlichen Reinigung und dem Abbau der Wintertoilette wieder in Betrieb genommen. Der Waschplatz wurde demontiert und als Stellplatz für die Stühle hergerichtet. >>>

Ein Außenwaschbecken wird noch hinter der Rückseite der Hütte installiert und steht bei Erscheinen dieses Heft bestimmt schon unter Wasserdruck.

bei Erscheinen dieses Heft bestimmt schon unter Wasserdruck. Natürlich wurde auch wieder viel Gartenarbeit erledigt, vor
bei Erscheinen dieses Heft bestimmt schon unter Wasserdruck. Natürlich wurde auch wieder viel Gartenarbeit erledigt, vor

Natürlich wurde auch wieder viel Gartenarbeit erledigt, vor allem mengen- weise Laub verfeuert. Die seitlich eingestürzte Scheitelfeihe ist wieder aufge- richtet und stabilisiert worden. Daneben gab es noch etliche kleinere Dinge, die gemacht werden mussten, zum Beispiel die Säuberung der Lampenschir- me, das Entfernen der Spinnweben in den vielen Ecken oder die Entstaubung der Fenstervorhänge.

Gut bekocht wie immer von Bärbel und gut versorgt für das Kaffeetrin- ken mit einer ausgezeichnet schme- ckenden Kuchencreation von Christi- ane gingen uns die Arbeiten flott von der Hand, zumal uns auch das Wet- ter wohl gesonnen war und wir uns an der auferstehenden Frühlingsna- tur erfreuen konnten. Mit von der Partie waren: Christiane, Bärbel, Jochen, Ulf, Puchi und Harald.

Frühlingsna- tur erfreuen konnten. Mit von der Partie waren: Christiane, Bärbel, Jochen, Ulf, Puchi und Harald.

Methamorphose

Auch wenn man beim Hüttenputz vor lauter Arbeiten kaum mal zum Innehalten kommt, so hat uns doch eine Tulpe zum mehrfachen Hinschauen verleitet. Zunächst als rote Tulpe ihrer geschlossenen Blüte nach zu urteilen, verwandelte sie sich unerwartet mit zunehmender Öffnung in einen hell leuchtenden gelben Stern. Ein echtes Wunder der Natur. Am Abend verkroch sich die Blüte dann wieder in ihr morgendliches Rot. Schön zu beobachten und ein Highlight des diesjährigen Hüttenputzes

die Blüte dann wieder in ihr morgendliches Rot. Schön zu beobachten und ein Highlight des diesjährigen
die Blüte dann wieder in ihr morgendliches Rot. Schön zu beobachten und ein Highlight des diesjährigen
die Blüte dann wieder in ihr morgendliches Rot. Schön zu beobachten und ein Highlight des diesjährigen
die Blüte dann wieder in ihr morgendliches Rot. Schön zu beobachten und ein Highlight des diesjährigen

EBM-intern … EBM-intern … EBM-intern … EBM-intern … EBM-intern …

Vor der Gruppenversammlung noch schnell eine Übungseinheit absolvieren

Sportlich ambitionierte Mitglieder unserer Gruppe nutzen jede Möglichkeit, für das Klettern oder auch noch gleich für den Klettersteig zu üben. Das ist löblich, denn man sollte nicht ohne ständiges Training unsere anspruchsvolle Sportart ausüben. So halten es auch die EBM-Mitglieder auf den nachstehenden Bildern. Diese beweisen nämlich eindrücklich, wozu sie noch fähig sind. Dank Hannelore wird jede Gelegenheit genutzt, das Können unter Beweis zu stellen bzw. es noch zu verbessern. So wird auch der Anmarsch zu unserer Gruppenversammlung immer zu einem zusätzlichen Erlebnis. Selbst Gipfelerfahrungen sind drin. Und das alles ohne Sicherungsseil oder Kletterschuhe!

Der EBM-Report sagt: Meine Damen, weiter so!

drin. Und das alles ohne Sicherungsseil oder Kletterschuhe! Der EBM-Report sagt: Meine Damen, weiter so! >>>

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EBM-intern EBM-intern EBM-intern EBM-intern EBM-intern

Nach jeder Trainingseinheit erst einmal eine Stärkung 8
Nach jeder Trainingseinheit erst einmal eine Stärkung
8
EBM-intern EBM-intern EBM-intern EBM-intern Nach jeder Trainingseinheit erst einmal eine Stärkung 8 8
EBM-intern EBM-intern EBM-intern EBM-intern Nach jeder Trainingseinheit erst einmal eine Stärkung 8 8

Ostern unterwegs

Ostern ist trotz der Weihnachtsfeiertage für die arbeitende Bevölkerung das längste zusammenhängende Wochenende des Jahres. Und von daher bot es sich immer für Unternehmungen an, wenngleich die Wetterlage meist nicht gerade stabil, höchstens stabil unbeständig war. So auch in diesem Jahr. Von Sonne bis Schnee war alles dabei. Unsere Hütte war nicht ausgelastet, aber vom Teenager bis zum Oldie war alles vertreten. Evi Sievers, Steffi und ich beteiligten sich am Sonnabend noch an der traditionellen Jochen-Reich-Osterwanderung, die mehr oder weniger in eine Trainingsstrecke für feuchtes Wetter in der Nähe des Kleinköriser Sees ausartete. Dennoch musste auch in diesem Jahr das wieder unter der Regie von Beatrice aufgeführte Theaterstück (Aschenputtel) nicht ins Wasser fallen. Lustig war es allemal.

nicht ins Wasser fallen. Lustig war es allemal. Von dort aus ging es dann auf direktem

Von dort aus ging es dann auf direktem Wege auf unsere, von den bereits früher angereisten Gästen bereits schön vorgeheizte Hütte, wo wir sogleich mit der obligaten Frage konfrontiert wurden: „Was habt ihr denn morgen so vor?“. >>>

.Eine Gruppe bot dann am Ostersonntag dem Teenager Felix ein paar Klettermeter, eine andere machte sich zu Fuß nach Königstein auf und ich begab mich mit Micha Fincke auf die Suche nach dem Kuckuckstein und dem berühmten Langen-hennersdorfer Wasserfall mit der sich gleich nebenan befindlichen Zwergenhöhle. Bärbel achtete gewohnt zuverlässig darauf, dass die Heimkehrenden nicht vom Fleische fallen. Daneben war noch Zeit, um auf dem Hüttengelände nach dem Rechten zu sehen und einige notwendige Arbeiten zu erledigen. Dabei entdeckten wir auch auf der großen Holzleiter an der Rückseite der Hütte ein Amselnest. Dank Jochen Söhlers Forschungsdrang und dessen feinfühligen Fingern wissen wir auch, dass das Gelege aus genau drei Eiern besteht. Die Leiter war für einige Wochen blockiert.

Eiern besteht. Die Leiter war für einige Wochen blockiert. Wegen des regnerischen Wetters brach der Großteil
Eiern besteht. Die Leiter war für einige Wochen blockiert. Wegen des regnerischen Wetters brach der Großteil
Eiern besteht. Die Leiter war für einige Wochen blockiert. Wegen des regnerischen Wetters brach der Großteil

Wegen des regnerischen Wetters brach der Großteil der Osterfahrtteilnehmer seinen Hüttenaufenthalt am Ostermontag ab. Meine Autobesatzung hielt aber durch, und wir nutzten das regensichere Innere der Wagen der Nationalparkbahn U 28 nach Rumburk. >>>

Leider war die berühmte Loreto-Kapelle geschlossen (Montag!), aber wir trösteten uns in einem Cafe über
Leider war die berühmte Loreto-Kapelle geschlossen (Montag!), aber wir trösteten uns in einem Cafe über

Leider war die berühmte Loreto-Kapelle geschlossen (Montag!), aber wir trösteten uns in einem Cafe über unsere Enttäuschung hinweg. Rumburk ist durchaus eine Besichtigung wert. Neckische Details gibt es zu entdecken. Unsere Heimfahrt nach Berlin war erst für den Folgetag angesetzt, und ich ließ es mir nicht nehmen, zu Beginn der dienstäglichen Rückfahrt den in meinem Wagen mitfahrenden Damen noch den Wasserfall und den Kuckuckstein zu zeigen. Der Wasserfall ist tatsächlich sehenswert, und ich grübele schon, ob man ihn nicht in eine Winterwanderung integrieren kann. Bei stärkerem Frost müsste der Wasserfall und das in Kaskaden abfließende Wassr ein grandioses Bild liefern. Der Kuckuckstein (Nr. 11, Erzgebirgsgrenzgebiet) hat neben dem AW (I) sogar eine Sternchendrei. Dort will ich nochmals hin. Da er ziemlich grün ist, sollte es aber trocken sein, was er bei unserem Besuch nicht war, und so blieb das auf Verdacht mitgeführte Seil im Rucksack. Ostern auf der Hütte war wieder eine schöne Zeit, und dank der illustren Teilnehmerpersönlichkeiten voller Düfte in und wegen der erwachenden Natur auch außerhalb der Hütte. (sh. auch S29).

Harald

Natur auch außerhalb der Hütte. (sh. auch S29). Harald PS. Auf der Hohen Straße zwischen Langenhennersdorf/OT
Natur auch außerhalb der Hütte. (sh. auch S29). Harald PS. Auf der Hohen Straße zwischen Langenhennersdorf/OT

PS. Auf der Hohen Straße zwischen Langenhennersdorf/OT Kirchberg und Abzweig Labyrinth wird der Belag erneuert. Der Parkplatz am Labyrinth ist deshalb zur Zeit nicht anfahrbar (Stand April 2017).

Elbsandstein-Splitter

Der markante rote Turm auf dem Tanzplan (Tanečnice) ist im Gegensatz zur Gaststätte ganzjährig an jedem Tag von 9 bis 18 Uhr geöffnet, die Gaststätte zur Zeit (Ende April) nur am Wochenende von Freitag bis Sonntag. Sicher wird sich die Öffnungszeit mit steigenden Temperaturen noch erweitern. Der Preis für den Aufstieg wurde ein wenig „angepasst“, sprich erhöht, nämlich auf jetzt 25 Kronen. Das ist aber nur knapp ein Euro, also verkraftbar. Karten gibt es im Gasthaus.

ein Euro, also verkraftbar. Karten gibt es im Gasthaus. Rund 750 000 Touristen besuchen schätzungsweise jährlich

Rund 750 000 Touristen besuchen schätzungsweise jährlich die Böhmische Schweiz. Besonders das Prebischtor und die Kamnitzklammen sind beliebt. Ähnlich wie in der Sächsischen Schweiz wird auch dort der Vogelschutz groß geschrieben. Wie erfolgreich der Schutz ist, zeigte sich kürzlich bei einer Filmdokumentation aus Schwaben. Die Tierfilmer hatten dort zufällig den Schwarzstorch mit der Ringnummer 6151 vor die Linse bekommen, der in der Böhmischen Schweiz einst beringt worden war. Zuvor schon hatte es bereits Sichtungen in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz gegeben. Dieser Storch hat sich um die Erhaltung seiner Population sehr verdient gemacht, denn insgesamt 27 Junge hat der Vogel bisher aufgezogen.

denn insgesamt 27 Junge hat der Vogel bisher aufgezogen. Von Problemfüchsen ist schon mancher Boofende gebissen

Von Problemfüchsen ist schon mancher Boofende gebissen worden. Nun nimmt der Wolf die Sächsische Schweiz in die Zange. Bei Altenberg lief ein Wolf in eine Fotofalle und zwischen Bischofswerda und dem Waldgebiet Massenei wurde einer überfahren. Dort waren schon vorher Wölfe vereinzelt aufgetaucht. In 17 Territorien vorwiegend Ostsachsens halten sich derzeit 15 Rudel, zwei Paare und ein Einzelwolf auf.

Neumannmühle und Zeughaus ist im vergangenen Herbst ein Felssturz niedergegangen. Die großen Felsblöcke, die vom Lößnitzturm abgebrochen sind, sind noch im seitlichen Graben zu besichtigen. Einige größere Brocken sind noch an Fichten am Hang verkeilt. Schätzungen zufolge waren es etwa 10 bis 15 Kubikmeter. Der beliebte Wanderweg musste aber nicht gesperrt werden. Die Brocken liegen etwa auf der Hälfte des Weges zwischen Neumannmühle und Zeughaus.

Felssturz im Großen Zschand.- Auf die Forststraße zwischen

im Großen Zschand.- Auf die Forststraße zwischen diesem Jahr wird der Kurt-Schlosser-Chor 90 Jahre alt.

diesem Jahr wird der Kurt-Schlosser-Chor 90 Jahre alt. Jährlich veranstaltet er ein großes Jahreskonzert. Im letzten Jahr hieß das Motto „Ich brauche keine Therapie, ich muss nur in die Berge“. Die etwa 125 Sänger haben ihr Programm mehr hin zur Unterhaltung gegenüber früher verändert, denn sie fühlen sich nach eigenem Bekunden „auf allen Gipfeln zu Hause“. 2800 Zuhörer gab es an zwei Terminen im Dresdener Kongresszentrum. In diesem Jahr soll das Konzert wieder im renovierten Kulturpalast stattfinden. Termin: Totensonntag 2017.

Auf

allen

Gipfeln

zu

Hause.-

In

Termin: Totensonntag 2017. Auf allen Gipfeln zu Hause.- In Rathen ist Schlusslicht.- Die kleinste unter den

Rathen ist Schlusslicht.- Die kleinste unter den 423 sächsischen Gemeinden ist der schöne Kurort Rathen. Die nur 341 Einwohner leben auf einer Fläche von 356 Hektar.

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Schönste Aussicht.- Der Neffe von Caspar David Friedrich, Hein- rich Friedrich, war mit seinem Onkel auch in der Sächsi- schen Schweiz un- terwegs. In seinem Reisetagebuch schwärmt er von der Winter- bergaussicht als einer „umfassen- den und sehr schönen Aussicht“. Damals bot der höchste Punkt der Sächsischen Schweiz noch eine geöffnete Gaststätte und einen rundum freien Blick. Die Hasses-Stiftung beherbergt dazu ein schönes Bild.

Die Hasses-Stiftung beherbergt dazu ein schönes Bild. Doch noch Aussicht für die Basteiaussicht?- Die letzten

Doch noch Aussicht für die Basteiaussicht?- Die letzten zehn Meter bis zur vorderen Kante der Aussichtsplattform auf dem Basteifelsen muss eventuell doch nicht auf Dauer gesperrt bleiben. Laut Aussage des Sprechers des Sächsischen Finanzmi- nisteriums, das für das Grundstück zuständig ist, wird zunächst bis zum Sommer 2017 weiter er- gebnisoffen untersucht und nach Lösungsmöglichkeiten für den Erhalt der touristi- schen Attraktion gesucht, die schon seit Mai 2016 gesperrt werden musste. Bei den bisherigen Untersuchungen waren die Experten erstaunt, wie in- stabil der Felsen ist. Der gesamte Felsen sei porös und das gesamte Innere mit Wasser vollgesogen, so die Experten. Ungefähr 1,5 Millionen Besucher jährlich ließen sich bisher diese Aussicht auf das Elbtal nicht entgehen.

Experten. Ungefähr 1,5 Millionen Besucher jährlich ließen sich bisher diese Aussicht auf das Elbtal nicht entgehen.

Versöhnungskapelle.- Eine interkonfessionelle Versöhnungskirche soll im Liebethaler Grund entstehen. Beteiligt sind Protestanten, Katholiken, Baptisten und die russisch-orthodoxe Kirche. Mit dem Projekt soll die Sanierung der historischen Lochmühle erfolgen. Die Kapelle soll nach Angabe des (privaten) Investors im Torbogen entstehen. In der Lochmühle soll Richard Wagner sich zu seiner Oper Lohengrin inspiriert haben lassen.

Wismut-Neubau.- Für über neun Millionen Euro will der Wismutnachfolger ein neues Gebäude am Standort Königstein bauen, um für die anstehenden Aufgaben gewappnet zu sein. Zum Beispiel muss noch geschätzt bis zum Jahr 2045 das Wasser aus den gefluteten Stollen gereinigt werden. Der Neubau enthält unter anderem die Steuerzentrale für die Aufbereitungsanlage für das Flutungswasser und die Grubenwehr. Jedes Jahr werden noch etliche Tonnen von minderwertigerem Uran aus dem Wasser gefiltert und an einen US-Konzern verkauft. 2016 waren es 44 Tonnen strahlendes Material.

Hohe Kontrolldichte.- Gleich dreimal lief ein kriminelles Duo aus Tschechien den deutschen Grenzern über den Weg. Zunächst wurden die beiden in einem Supermarkt in Bad Schandau beim Klauen erwischt, dann in einem Zug nach Pirna ohne Fahrkarten und schließlich einen Tag später mit offensichtlich geklauten Fahrrädern und mehreren Packungen Zigarillos und Schokolade.

und mehreren Packungen Zigarillos und Schokolade.

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Unberechenbare Hohe Tatra

Bei einer Rettungsaktion im Velka Studena Dolina in der Hohen Tatra ist ein freiwilliger Retter ums Leben gekommen, als er versuchte, einem abgestürzten 22-Jährigen zu Hilfe zu kommen. Da kein Handyempfang war, alarmierten Zeugen zunächst den Wirt einer nahe gelegenen Berghütte. Die Bergrettung konnte den Abgestürzten und den Helfer aber nur noch tot bergen.

Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.

Karl Valentin

Es regnet ….

und dann heißt es, was tun? Wenn man auf Spaß aus ist, könnte man indoor klettern oder in die Therme Bad Schandau gehen. Man kann aber auch etwas für seine Bildung und für die Kultur tun. Dafür böte sich zum Beispiel das Robert-Sterl-Haus in Wehlen-Naundorf an, in dem gerade eine neue Ausstellung des „Malers der Steinbrucharbeiter“ kuratiert wurde, oder man nimmt sich mal den Besuch der einen oder anderen Barockkirche vor, mit denen die Böhmisch-Sächsische Schweiz wahrlich gesegnet ist. Zum Beispiel die Dorfkirche in Reinhardtsdorf-Schöna. Sie ist eine der ältesten und schönsten Bauernbarockkirchen Deutschlands. Der gotische Flügelaltar

Bauernbarockkirchen Deutschlands. Der gotische Flügelaltar wurde erst 1945 aus den Dresdener Kunstsammlungen wieder am

wurde erst 1945 aus den Dresdener Kunstsammlungen wieder am Ursprungsort aufgestellt. Eine regelrechte Bilderflut biblischer Szenen schmückt Empore und Decke. Die St. Johanniskirche in Bad Schandau mit der barocken Sandsteinkanzel wurde im 17. Jahrhundert aus Postelwitzer Sandstein erbaut, enthält aber auch aus späteren Zeiten Kostbarkeiten, zum Beispiel einen wunderschönen Renaissance-Altar.

Sehenswert auch die Garnisonskirche auf dem Königstein. Auch auf der böhmischen Seite sind etliche Kostbarkeiten vorhanden, so die Loreto-Kapelle in Rumburk. Leicht durch die neue Zugverbindung erreichbar, präsentiert sich die Kapelle mit angeschlossenem Kloster ganzjährig dem Besucher. Seit kurzem ist sie eine Station auf dem internationalen Pilgerweg Via Sacra. In dem Bau findet man unter anderem die 1694 von Papst Innozenz XII geweihte Kopie der „Wunderbaren Schwarzen Madonna“. Sie beherbergt einige der aufwendigsten Stuck- und Bildhauerarbeiten ganz Tschechiens. Auch die Kapelle zur Geburt der Jungfrau Maria in Böhmisch Kamnitz (Ceska Kamenice) ist unbedingt sehenswert. Auf dem dortigen Rokoko-Hochaltar findet man eine vergoldete, als wundertätig geltende Wallfahrtsstatue der Jungfrau Maria mit dem Kinde aus dem Jahr 1680. Und wer vom Barock noch nicht genug hat, der kann ab 16. Juli 2017 wieder im alten Dresdener Gasometer das Asisi-Panorama des barocken Dresdens zu Zeiten von August dem Starken bewundern.

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Missgeschick

Bergsteigen ist bekanntlich nicht ungefährlich. Wenn man aber bequemerweise eine Materialseilbahn benutzt, kann es hoch gefährlich werden. Das erfuhren vier österreichische Bergfreunde, die dieses Fortbewegungsmittel am Großvenediger nutzten. Die Kabine sprang aus dem Tragseil und stürzte aus etwa 30 Meter Höhe ab. Zwei der Passagiere konnten ca. vier Meter über dem Boden noch abspringen, bevor die Gondel wieder nach oben schnippte, einer verletzte sich dabei schwer. Die Gondel blieb anschließend in einem Baumwipfel hängen. Mit Pickel und Steigeisen arbeitete sich ein Retter nach oben. Das ganze dauerte mehrere Stunden. Ein Rettungshubschrauber konnte in dem steilen Gelände nicht eingesetzt werden.

Unten ohne

Barfuß auf die Zugspitze? Doch das ist möglich. Von Bernd Arnold weiß man, dass er gern barfuß klettert. Dazu muss der Fuß aber erst abgerichtet werden. Einfach raus aus der Komfortzone des Schuhs und ran an den Fels, das wird nichts. Zwei Jahre hat zum Beispiel der Düsseldorfer Barfußläufer Christian Schwarze gebraucht, bis der Übergang zum ständigen Barfußlaufen gelungen ist. Er läuft auch bei Schnee und Regen barfuß. Der 46-Jährige arbeitet in einem konservativen Unternehmen. Wenn er Kundenkontakt hat oder auf Konferenzen, trägt er speziell für ihn von einem Schuhmacher gefertigte Schuhattrappen, die keine Sohlen haben. Für ihn gilt: Statt Schuhe putzen Füße waschen.

Eine Ausnahme macht er aber doch. Er ist nämlich Bergsteiger. Wenn er in einer Seilschaft klettert, hat er Schuhe an, wenn er alleine geht nicht. Sogar Steigeisen benutzt er dann barfuß, falls er auf Gletschern unterwegs ist.

er dann barfuß, falls er auf Gletschern unterwegs ist. Wenn er im Dunkeln unterwegs ist, nimmt

Wenn er im Dunkeln unterwegs ist, nimmt er immer Feuchttücher und Seife mit, denn es ist ihm mehr als einmal passiert, dass er in Hundekot getreten ist. Auf Grund seiner lederigen Sohlen, bleibe aber erstaunlich wenig an ihnen hängen, so der Barfußverfechter. Sein großes Vorbild ist Abebe Bikila, der 1960 in Rom im Marathon barfuß siegte.

Für die, die die Soft-Variante des Barfußlaufens praktizieren wollen, gibt es inzwischen so genannte Barfußschuhe, die noch über eine, allerdings sehr flexible Sohle verfügen. VIBRAM bietet sogar einen extra für Berggeher entwickelten Schuh an.

Warum nicht mal mit dem ÖPNV?

Nach dem Nationalparkbahnhof Bad Schandau gibt es jetzt einen zweiten, nämlich den in Sebnitz, der bereits Anfang Februar 2017 neu eröffnet worden ist. Anlässlich dieser Eröffnung trafen sich dort die Verantwortlichen der regionalen VerkehrsanbieterAnbieter. Mittlerweile gibt es für die kletternde und wandernde Kundschaft einige durchaus brauchbare Angebote. Mitfinanziert werden sie auch von der Nationalparkverwaltung und vom SBB. Letzterer sponsert zum Beispiel die letzte Verbindung aus dem Bielatal bis nach Dresden. Diese geht ab Schweizermühle erst 18.33 Uhr ab, und das ist ja durchaus eine akzeptable Uhrzeit. Von Bad Schandau kann man mit der „Steine“-Linie 244 bis nach Kleingießhübel fahren. Die erste Fahrt ab Bad Schandau geht 9.21 Uhr los, die letzte Rückfahrt ab Kleingießhübel 18.14 Uhr. Das müsste doch zum Beispiel für die Zschirnsteine reichen. An allen Wochenenden und an Feiertagen fährt auch eine Linie nach Tisá und zum Schneeberg (von Pirna aus; Tisá-Linie 217 und Linie 242/245). Der CZ-Wanderbus 435 bringt euch von Schmilka (Parkplatz) über Labska stran bis nach C. Kamenice und wieder zurück. Zum Teil fahren die Busse mit Fahrradanhänger. Der reguläre Linienverkehr bietet weitere Möglichkeiten beispielsweise durch das Kirnitzschtal. Daneben bieten Züge auch noch günstige Verbindungen an. Die Nationalparkbahn fährt aller zwei Stunden von Bad Schandau nach Rumburk und weiter nach Decin. An den Wochenenden besteht mit der U27 zusätzlich Anschluss nach Krasna Lipa. Also warum mal nicht sich in eines der Vehikel setzen, besonders bei Regenwetter, und mal Orte besuchen, die man bei Kletterwetter immer links liegen lassen muss.

setzen, besonders bei Regenwetter, und mal Orte besuchen, die man bei Kletterwetter immer links liegen lassen
setzen, besonders bei Regenwetter, und mal Orte besuchen, die man bei Kletterwetter immer links liegen lassen
Dolomiten-Impressionen (Farbdruck Harald Reibke, Berlin ) 20 21
Dolomiten-Impressionen (Farbdruck Harald Reibke, Berlin ) 20 21

Dolomiten-Impressionen (Farbdruck Harald Reibke, Berlin)

Dolomiten-Impressionen (Farbdruck Harald Reibke, Berlin ) 20 21
Dolomiten-Impressionen (Farbdruck Harald Reibke, Berlin ) 20 21

dem

großen Oberkiefer

Bis zu acht Jahre braucht die Larve, bis sie - ständig im Dunkeln lebend - dem Oberkiefer des entstehenden vollständigen Insektes den nötigen Schub verliehen hat. Daraus wird dann im letzten Stadium ein „fliegender“ Hirsch, ein Hirschkäfer. Nicht nur wegen seines „Geweihes“, das in Wirklichkeit nur eine überdimensionale Auswucherung des Oberkiefers ist und auch nur bei den Männchen auftritt, sondern auch wegen der speziellen Lebensvoraussetzungen ist diese Käferart ein Wunder der Natur. Die männliche Larve schafft sich nämlich für die Verpuppung eine so große Höhle, dass später auch das „Geweih“ mit darin Platz hat. Die weibliche verzichtet darauf. Nach bis zu acht Jahren Entwicklung der Raupe und der Verpuppung unter der Erde dauert das Tageslicht- Dasein nur wenige Wochen, in dem der Käfer für Nachkommen sorgen muss. Das ist höchst kompliziert, denn für die Reifung der Keimzellen braucht es einen Baumsaft, der zudem mit bestimmten Pilzen kontaminiert sein muss. Den liefern vorwiegend abgestorbene Eichen, aus deren Wunden durch Frostriss, Windbruch oder Blitzeinwirkung dieser Saft fließt. Die Weibchen haben so starke Kiefern, dass sie solche Wunden selbst erzeugen können, die Männchen haben ihr „Geweih“ nur zum Festhalten der Weibchen bei der Paarung und für Kämpfe mit Rivalen, die auch mal für einen der Kämpfer tödlich enden können. Im Herbst schlüpfen die fertigen Käfer, bleiben aber noch den Winter über im Boden und kommen dann erst im Folgejahr an einem möglichst warmen Sommertag an die Oberfläche, die Weibchen etwas später. Für sie beginnen dann arbeitsreiche Tage, denn sie legen nach der Begattung über ein, zwei Wochen hin 50 bis 100 Eier in etwa bis zu 50 cm Tiefe in faulendes Holz von Eichenstümpfen. >>>>

Radtouren

bilden

oder

Der

Käfer

mit

bis zu 50 cm Tiefe in faulendes Holz von Eichenstümpfen. >>>> Radtouren bilden oder Der Käfer

Danach ist Beider kurzes Leben zu Ende, während die entstehende Larve weiter in die Tiefe wandert und sich dort eine Erdhöhle baut. Da die Erhaltung der Art bei diesen Käfern so kompliziert ist, haben die Männchen ein Verhalten entwickelt, das man als ritterlich bezeichnen muss. Falls nämlich bei der Begattung oder im Anschluss daran ein Angriff eines Eichelhähers oder eines Spechtes erfolgt, stellt sich das Männchen schützend über das Weibchen. Während das Männchen diese Ritterlichkeit meist mit dem Gefressenwerden bezahlt, lässt sich das Weibchen einfach fallen und hat eine bessere Chance zu überleben. Die Verbreitung dieses schönen Käfers ist leider stark zurück gegangen, da es nur noch wenige Orte in Deutschland gibt, an denen abgestorbene Eichen stehen bleiben dürfen. Umso mehr war ich erfreut, als ich einen solchen schönen Geweihträger einmal bei einer von Peter Schrumpf organisierten EBM-Radtour nach Rheinsberg leibhaftig beobachten konnte. Danke Peter! Vielleicht erlebe ich ja im September bei unserer nächsten EBM-Radtour mit Peter wieder einmal ein besonderes Naturerlebnis.

Harald

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Ein neues Heft aus der Reihe „Sächsische Bergsteigergeschichte“ ist erschienen

Themenschwerpunkt der Nr. 24 dieser Reihe sind die legendären, aber auch die weniger bekannten Kletterseilschaften. Betreuer dieser Reihe sind Albrecht Kittler und Hans Pankotsch, Joachim Schindler von Anfang an der Organisator und Sprecher. 1993 war das Gründungsjahr, etwa 30 Leute haben sich dort versammelt. Seit 1995 wird jährlich ein Berichtsband heraus gegeben. Leider fehlt es auch in dieser Interessengemeinschaft an jungem Nachwuchs.

Wisch, wisch und weg.

Neulich saß ich in der S-Bahn und hatte es mir in einem Viererblock mit ei- nem Büchlein bequem gemacht. Da passierte etwas in der heutigen Zeit völlig Unerwartetes. Auf die noch übrigen drei freien Plätze setzten sich weitere Fahrgäste und fingen wirklich an, papierenen Lesestoff aus den Ta- schen zu fischen und sogar darin zu schmökern. Währenddessen starrten in den anderen Viererblöcken die Gesichter angestrengt auf ihre Smartpho- nes und schützten sich zudem meist mit Kopfhörern vor unliebsamer Kon- servation. Wir Vier waren gewissermaßen zum Lesezirkel geworden, und mir kam die S-Bahnpostille in den Sinn, in deren Ausgaben jedes Mal ein Fahrgast danach befragt wird, mit welchem Lesestoff er oder sie gerade die Reisezeit überbrückt. Manchmal habe ich in den öffentlichen Verkehrsmit- teln ja das Gefühl, ich müsse mich dafür rechtfertigen, warum ich nicht auch auf so einem kleinen Brettchen hin und her wische. Auch beim Klettern halten diese kleinen, von Steve Jobbs erfundenen Teena- ger- und Erwachsenen- spielzeuge mehr und mehr Einzug. Zumindest beim Finden der Felsen. Topos und Wegbeschreibungen stellt das Netz auch schon zur Verfügung. Das alther- gebrachte Kartenlesen befindet sich auf dem Rückzug und auch der papie- rene Kletterführer wird bald als unnützer Ballast von der Bildfläche ver- schwinden. Die neue Sprachlosigkeit des Sächsischen Bergrettungsdienstes bezüglich der Auflistung ihrer Einsätze ist bestimmt nicht, wie behauptet, dem Datenschutz geschuldet, sondern sicher steckt die Smartephone-Lobby dahinter, die versucht, die Unfallursache „Smartphone“ (im Klartext „Stol- pern“) unter der Decke zu halten. >>>

versucht, die Unfallursache „Smartphone“ (im Klartext „Stol- pern“) unter der Decke zu halten. >>> 24

Diese Entwicklung ist wohl nicht mehr aufzuhalten. Ich stelle mir jetzt vor, wie ich zukünftig auf dem Gipfel die Namen und den Weg mittels Touchscreen eingebe, der online mit dem Archiv auf dem SBB- Server verbunden ist. Das Datum und der Gipfelname sind bereits voreingestellt, darum muss ich mich nicht kümmern. Lediglich mein Passwort muss ich parat haben. Hätte auch ihr Gutes, denn nach der anstrengenden Kletterei habe ich immer große Mühe, den Stummelbleistift mit zittriger Hand zu führen, ganz zu schweigen von der Angst, ihn fallen zu lassen. Ich weiß nicht, ob das gegenwärtige Bestreben der Stadt Bad Schandau, überall freies W-LAN anzubieten, schon ein Vorgriff auf diese Entwicklung ist. Die Stadt behauptet, die Urlauber erwarteten dies. Ich aber denke, der SBB steckt dahinter. Gipfelbücher werden geklaut, smarte „Gipfelbücher“ lassen sich besser diebstahlsicher verankern. Kombiniert mit Solarzellen müssten sie nur alle Jubeljahre getauscht werden. Klauen würde ja auch keinen Sinn mehr haben. Was will man mit einem Paneel ohne Daten? Die sind ja dann schon im Gipfelbucharchiv des SBB. Welch ein Fortschritt! Das Blättern und Nachschauen müsste ich dann eben nach zuhause mit Hilfe der eigenen Aufzeichnungen verlegen. Und für einen Jahresersten-Spruch hätte ich dann auch schon mal einen Vorschlag: „Wisch und weg.“

Harald

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Schon gewusst?

Dass unser Sport gesund ist, weil er vor allem an der frischen Luft stattfindet, ist ja bekannt. Gefährlich wird es eigentlich nur, wenn man sich dabei in den so genannten Messner’schen Gefahrenraum oder in die, mit Magnesiastaub angereicherte, Kletterhallenluft begibt. Weniger bekannt, aber statistisch belegt ist der Fakt, dass sich an der frischen Luft die innere Bio-Uhr wieder auf das Körperoptimum einstellt. In einer Studie wurde belegt, dass die Studienteilnehmer, die ohne Mobiltelefon sich in der Natur mehrere Tage bewegt hatten, im Schnitt 2,5 Stunden früher einschliefen und sich der übliche Wochenendrhythmus, nämlich spät zu Bett zu gehen und morgens nicht aus den Federn zu kommen, nicht einstellte. Offensichtlich hilft die Zeit im Freien der inneren Uhr, sich wieder richtig einzupendeln.

Es wird voller

Die Straßen werden von Jahr zu Jahr voller, die Regale in den Supermärkten, die gut abgesicherten Plaisir-Routen an unseren Felsen und die Skihänge in den noch verbliebenen schneesicheren Gebieten auch. Und nun wird es auch auf manchem Alpengipfel voller, zumindest auf der Zugspitze, wenn die dort im Bau befindliche Seilbahn auf den höchsten deutschen Berg fertig sein wird. 600 Menschen können dann mit dieser Seilbahn pro Stunde nach oben befördert werden. Mit der alten Seilbahn waren es „nur“ 240. Ob dann Platzkarten mit beschränkter Aufenthaltsdauer für das Plateau ausgegeben werden, bleibt offen. Die Seilbahn ist ein technisches Meisterwerk, denn keine Seilbahn der Welt überwindet einen Abstand von der einzigen Stütze bis in die Bergstation von 3213 Metern am Stück. Und auch die Höhe der Stütze ist mit 127 Metern die größte der Welt. Zum Vergleich: Die Türme der Münchener Frauenkirche sind rund 100 Meter hoch. Insgesamt bewältigen die beiden Gondeln auf ihrem 4500 Meter langen Weg einen Höhenunterschied von knapp 2000 Metern. 50 Millionen Euro kostet das Ganze. Die alte, 1963 eröffnete Seilbahn wurde am 2. April ausgemustert, gleich danach mit dem Bau der Stütze begonnen. Die etwa 150 Tonnen schweren Tragseile werden jetzt montiert. Im Oktober sollen dann die Glaskabinen (je 120 Personen Fassungsvermögen) eingehängt werden und der Probebetrieb beginnen.

sollen dann die Glaskabinen (je 120 Personen Fassungsvermögen) eingehängt werden und der Probebetrieb beginnen. 26

Die alte Bergstation hatte etwa 10 Meter Überhang, stand aber noch von allein auf dem Grat verankert. Bei der neuen Bergstation sind es 30 Meter. Die Konstruktion ist entsprechend anspruchsvoll. Wie in einem Aufzugsschacht werden die vom Tal kommenden Drahtseile der Bahn an der Spitze der neuen Türme befestigt. Die Tragseiltürme auf der Nordseite stehen auf einer Grundfläche von gerade einmal 6 × 3,80 Meter. Damit die Bergstation auf dem schmalen Grat nicht nach Norden kippt, müssen auf der Südseite des Gipfels im „Rückspannbauwerk“ die notwendigen überspannenden Seile verankert werden. Zentrales Element dafür sind die „A-Träger“, die einerseits das neue verglaste Treppenhaus der Bergstation stützen, andererseits die Seile für die Zugkraft zur Südseite führen. Die Türme der alten Bahn benötigten eine derart komplizierte Konstruktion nicht. Die Eröffnung der neuen Bahn soll am 21. Dezember 2017 erfolgen. Die inzwischen fast 100 Jahre alte Zahnradbahn und die Seilbahn von Ehrwald in Österreich hinauf bleiben aber weiter in Betrieb. Die technische Erschließung der Zugspitze begann mit dem Bau der elektrisch betriebenen Adhäsionsbahn von Garmisch-Partenkirchen in das das Zugspitzdorf Grainau. Von dort geht es mit der Zahnradbahn (Spurweite ein Meter) weiter durch eine 4,5 Kilometer langen Tunnel auf das „Platt“. Von da dann weiter mit einer Seilbahn bis zum Gipfel. Noch auf dem 1774 erschienenen berühmten „Atlas Thyrolia“ war von der Zugspitze nichts zu sehen. Allerdings gab es schon Karten von der Umgebung. Die erste verbürgte Besteigung der Zugspitze gelang Joseph Naus, einem Leutnant der bayerischen Armee, am 27. August 1820 mit seinem Messgehilfen Maier und dem Partenkirchner Führer Johann Georg Tauschl. Das erste Kreuz entstand auf dem Westgipfel 1851. Es musste dem Willen der Alpenvereinssektion München weichen, das auf dem höchsten Punkt des Deutschen Reiches unbedingt ein Vereinshaus bauen wollte. Das wurde 1897 eingeweiht, also vor jetzt 120 Jahren. Der Turm daneben wurde 1900 errichtet. In den Wintermonaten mussten die Wetterwarte dort oben ausharren und die Wetterdaten per 21 Kilometer langer Leitung ins Tal melden. Erst ab 1926, als die Ehrwalder Seilbahn entstand, änderte sich das. Im Jahr 2020 wird das Jubiläum der Erstersteigung, dann vor 200 Jahren sicher auf dem Gipfel groß gefeiert werden. Rechtzeitige Reservierung sichert einen Stehplatz auf dem Gipfelplateau. Rund 500 000 Menschen betreten jährlich mit Hilfe der technischen Unterstützer den Gipfel

Was es sonst noch so gibt Formatiert: Schriftart: 18 Pt.

Was es sonst noch so gibt

Was es sonst noch so gibt Formatiert: Schriftart: 18 Pt.

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Stollenbiken.- Wem das Hinunterstürzen auf steilen Pisten mit dem Bike nicht reicht, dem haben findige Marketingexperten jetzt eine andere Möglichkeit eröffnet: Mit dem Bike durchs Bergwerk. Möglich ist das zum Beispiel in der Nähe des Klopeiner Sees in Kärnten. Dort kann man durch einen aufgelassenen Bergwerksstollen radeln, natürlich mit Helm und Grubenlampe. Ob man allerdings viel mitkriegt von dem recht engen Stollen, ist ungewiss, denn die Aufmerksamkeit muss man doch auf den Fahrweg des etwa sieben Kilometer langen Fahrwegs richten. Es gibt dort aber auch unterirdische Hallen und einen See, an denen man verschnaufen kann. Dabei unterquert man übrigens auch die österreichisch/slowenische Grenze. Mehr Infos: www.stollenbiken.at.

 

Gähnender

Abgrund.-

Nach den

Aussichtsplattformen, den so genannten Skywalks, , den so genannten Skywalks, werden nun auch die Biwakhütten

Aussichtsplattformen, den so genannten Skywalks,, den so genannten Skywalks, werden nun auch die Biwakhütten über dem gähnenden Abgrund Mode. Am Gipfel des Kanin in den Julischen Alpen in Slowenien zum Beispiel ist diese eigenartige Biwakschachtel errichtet worden, bei der man über dem Abgrund schläft. So man denn zur Ruhe kommt, denn Stürme mit Windgeschwindigkeiten über 150 km/h rütteln gegebenenfalls an dem „Gebäude“. Im Winter bis zu 10 Meter Schneehöhe und im Sommer bis zu 400 Liter Niederschlag pro Quadratmeter erschweren den Zugang. Aber eine grandiose 360 Grad-Rundumsicht belohnen die Besucher auf dem 2587 Meter hohen Kanin, so man sie denn überhaupt hat. Bis zu neun Personen finden in der 4,9 Meter langen und 2,4 Meter breiten Schachtel Unterschlupf. Man Man schläft in drei Etagen quer vor dem Fenster. Für das Erreichen der oberen Bettetagen hat man sinnigerweise Griffe geschraubt. Gut auch für den Zeitvertreib, wenn man mal länger in der Schachtel

festsitzen sollte. >>>Erreichen der oberen Etagen sind sinnigerweise Griffe

geschraubt.

Auch gut

zum Zeitvertreib, wenn man mal

länger

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der

Schachtel festsitzen sollte.

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Hauptstadt der Seilbahnen.- Die katastrophale Verkehrssituation in der durchschnittlich 4000 Meter hoch gelegenen bolivianischen Hauptstadt La Paz wird in Zukunft ein Netz von Seilbahnen auflösen, die stündlich bis zu 27 000 Passagiere befördern können. Drei Linien sind bereits in Betrieb, fünf sollen noch folgen. Nebeneffekt der Enge in den verhältnismäßig kleinen Kabinen: Man kommt sich näher, achtet auf Sauberkeit (keiner würde es wagen, in den Kabinen zu essen), und natürlich kein Stau, keinen Staub, keine Abgase.

Ungewöhnlich.- In unserer Weinberghütte werden ab und zu auch Spinnen gesichtet, was bei dem einen oder anderen Gast zu Ekel bis Panik führt. Das ist bei der Lage im Grünen nicht ungewöhnlich. Ungewöhnlich und überraschend ist aber die Masse der Spinnentiere und zwar aller, die auf unserem Planeten beheimatet sind. Wissenschaftler haben berechnet, dass weltweit die Spinnen jährlich 800 000 000 Tonnen Beutetiere vertilgen. Die Biomasse der Achtfüßler beträgt 400 Millionen Tonnen. Da ist vermutlich noch nicht einmal die letzte Neuentdeckung der ungiftigen Höhlenspinne Califorctenus Cacachilensis mit eingerechnet worden, die es immerhin auf einen Durchmesser von 23 cm bringt (mit Beinen). Zum Vergleich: Die Menschheit vertilgt jährlich „nur“ 400 Millionen Tonnen Fleisch und Fisch.

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Bunte Bänder im Ferkeltaxi

Zu Ostern zog es uns in die Weinberghütte. Die Berge und Flüsse waren sehr wohl vom Eise befreit. Das Hoffnungsglück auf Einzug des Frühlings erfüllte sich. Im Garten war er tatsächlich schon zu sehen, denn die Pflanzen zeigten sich bereits im Frühlingskleid. Die Hoffnung auf eine Klettertour zerschlug sich jedoch, insbesondere am Ostermontag, denn uns wurden heftige Regen- und Hagelschauer gesendet. >>>

sich jedoch, insbesondere am Ostermontag, denn uns wurden heftige Regen- und Hagelschauer gesendet. >>> 29

So unternahmen wir kurzerhand eine grenzüberschreitende Zugfahrt mit der Sebnitztalbahn von Bad Schandau nach Rumburk. Schon seit der Wiedereröffnung der Strecke im Jahre 2014 stand eine solche Zugfahrt auf unserer Agenda. Und es wurde ein Erlebnis. Im Zug entpuppte sich der Schaffner als Touristenführer. In perfektem Deutsch wurde uns jede Sehenswürdigkeit entlang der Strecke erklärt. So wurden wir auch auf das hier abgebildete so genannte Ferkeltaxi aufmerksam gemacht. Wir fragten uns, wie diese Züge wohl zu ihrem Namen gekommen sein könnten. Das konnten wir aber erst zu Hause googlen. Das Ergebnis: Es sind Nebenbahntriebwagen der deutschen Reichsbahn. Gebaut im Waggonbau Görlitz mit Motoren aus Berlin-Johannisthal. Die Triebwagen wurden außer als Ferkeltaxe auch als Blutblase oder Eule bezeichnet. Rumburk zeigte sich uns von der sonnigen Seite. Eine sehr schöne alte besichtigungswürdige Innenstadt. Ein buntes Gewimmel war in der Innenstadt zu sehen. Viele Menschen zogen mit bunten Bändern durch die Stadt. Leider war die Loretokapelle am Ostermontag für eine Besichtigung geschlossen. Den Aussichtsturm auf dem Dymník (Rauchberg, 516 m) konnten wir aus Zeitgründen leider auch nicht erreichen. Aber in unsere Rückfahrt wurde spontan eine Fahrt mit diesem Ferkeltaxi eingebaut. Und, da waren Sie wieder die bunten Bänder an den Weidenzweigen (pomlázka genannt), getragen von einem Jungen in feierlicher Kleidung. Von jungen, frischen Weidenzweigen glaubt man, dass sie Gesundheit und Jugend denen bringen, die damit geschlagen werden. Ein pomlázka (von pomladit oder "verjüngen") - eine geflochtene Peitsche aus Weidenzweigen- wird deshalb seit Jahrhunderten von Knaben benutzt, die am Ostermontag singend umherziehen und symbolisch den Mädchen mit den Peitschen auf die Beine schlagen. Wir in unserem hohen Alter blieben (leider) davon verschont, obwohl wir ja Gesundheit und Jugend auch gut gebrauchen könnten. Die Fahrt mit der Ferkeltaxe wurde in jeder Hinsicht eine ganz besondere Ostermontagsfahrt.

Steffi Göricke

könnten. Die Fahrt mit der Ferkeltaxe wurde in jeder Hinsicht eine ganz besondere Ostermontagsfahrt. Steffi Göricke
könnten. Die Fahrt mit der Ferkeltaxe wurde in jeder Hinsicht eine ganz besondere Ostermontagsfahrt. Steffi Göricke
könnten. Die Fahrt mit der Ferkeltaxe wurde in jeder Hinsicht eine ganz besondere Ostermontagsfahrt. Steffi Göricke

Leute .… Leute .… Leute

Leute .… Leute …

Ueli Steck ist am 26. April bei einer Akklimatisationstour am Nuptse im Himalaya etwa 1000 Meter tief abgestürzt. Er ist damit das erste Kletteropfer der diesjährigen Saison am Everest. Der Schweizer Ausnahmebergsteiger, der bei Insidern nur unter dem Spitznamen „Swiss Machine“ lief, hatte vor, sowohl den Everest als auch dessen Nachbarn, den Lhotse, in einem Ritt innerhalb von 48 Stunden ohne zusätzlichen Sauerstoff zu besteigen oder sogar zu überschreiten. Das hatte zuvor nur eine Seilschaft geschafft, die allerdings mit künstlichem Sauerstoff. Nach der Schlägerei am Normalaufstieg auf den Everest vor Jahren hatte Steck allerdings geschworen, dass er nie wieder zum Everest zurückkehren wolle. Dem Schweizer „Tagesanzeiger“ hatte er vor dem Start zu seinem neuesten Unterfangen in einem Interview gesagt: „Irgendwann riskierst du so viel, dass es knallt.“ Und „Scheitern heißt für mich: Wenn ich sterbe und nicht mehr heimkomme.“ Steck ist 40 Jahre und sechs Monate alt geworden. In einem früheren Beitrag hatte er darüber philosophiert, weshalb so viele Kletterprofis im Alter zwischen 40 und 45 Jahren verunglücken. Sein Fazit: Der Körper wird schwächer, das Risiko aber bleibt. Mehrfach hatte er erzählt, dass er erschrocken sei, wie viele nach dem 40. Geburtstag verunglückt seien. Nun hat es ihn selber getroffen. Damit lag auch Reinhold Messner mit seiner Prognose falsch, als er für das Ausnahmetalent, für das er ihn hielt, nicht davon ausging, dass „der bei dessen Erfahrung nicht mehr am Berg umkommt.“ Messner: „Mehr an Erfahrung und körperlicher Fitness wie bei Steck geht nicht.“ Steck war für seine „Hochgeschwindigkeitsaufstiege“ bekannt. Am Eiger schraubte er beispielsweise den Rekord in der Heckmair-Route auf zwei Stunden und 22 Minuten, wobei er seinen eigenen vorherigen Rekord um etliche Minuten unterbot. Auch der alte Rekord hätte heute noch Bestand. >>>

eigenen vorherigen Rekord um etliche Minuten unterbot. Auch der alte Rekord hätte heute noch Bestand. >>>

>>> Zum Vergleich: Auch Messner hielt den Rekord einmal, brauchte damals aber ein Mehrfaches an Zeit. Steck machte auch mit anderen spektakulären Unternehmungen von sich reden. So bestieg er innerhalb von 62 Tagen alle 82 Viertausender der Alpen. Am Annapurna durchstieg er in 28 Stunden nach eigener Aussage allein die steile Südwand. Aber auch andere Schlagzeilen lieferte er. Denn für diese Südwand-Leistung erhielt er den Piolet d’Or, obwohl er dies nicht belegen konnte. Er habe seinen Fotoapparat verloren, sagte er damals. Oder anlässlich einer Besteigung des Everest, bei dem es 2013 eine Schlägerei mit Sherpas gab, die sich durch Eisschlag, ausgelöst von Steck und seinen beiden Begleitern, hochgradig gefährdet sahen.

Klaus Kundt, langjähriger Vorsitzender der DAV-Sektion (West)Berlin und als gelernter Journalist auch 20 Jahre lang Chefredakteur der Vereinszeitschrift „Der Berliner Bergsteiger“ ist Ende des vergangene Jahres im Alter von 86 Jahren gestorben. Kundt war zum Beginn seiner Kletterlaufbahn 1946 unter anderem mit Karlheinz Gonda geklettert und auch an einer Erstbegehung mit ihm beteiligt (Kesselturm, Ostkante, VIIIa).

Am 2. Juni 2017 jährt sich der Todestag von Oscar Schuster zum 100. Mal. Die Grabstätte des einstigen Kletterpioniers auf einem Dresdener Friedhof wurde inzwischen wieder hergerichtet und hat am 2. Juni auch eine Gedenktafel erhalten. Am Falkenstein, im Verlauf des Alten Weges weist ein Bildnis auf diesen Erschließer, nicht nur der Sächsischen Schweiz hin.

im Verlauf des Alten Weges weist ein Bildnis auf diesen Erschließer, nicht nur der Sächsischen Schweiz
im Verlauf des Alten Weges weist ein Bildnis auf diesen Erschließer, nicht nur der Sächsischen Schweiz

Zahlen … Zahlen

Zahlen

Zahlen

Zahl

Bis zu rund 1000 Euro kostet eine vom Säcklermeister handgearbeitete Lederhose aus sämisch gegerbtem Hirschleder. Wer jetzt eine solche maßgeschneiderte Hose bestellt, muss mindestens bis Weihnachten 2018 warten, eher sogar bis Ostern 2019. Bei so wertvollen Kleidungsstücken kann es deshalb nicht verwundern, dass die österreichische Bundespost ganz offiziell eine Briefmarke zu 630 Cent in Form einer Lederhose herausgegeben hat, und die ist sogar aus echtem Alcantara-Leder. Die klebt nicht nur auf der Haut wie das echte Beinkleid für Männer, sondern tatsächlich auch auf einem Brief, und der wird dann auch beförderet.

auch auf einem Brief, und der wird dann auch beförderet. Nur eine einzige Pflanzenart fand ein

Nur eine einzige Pflanzenart fand ein Botaniker 1835 auf dem 3410 Meter hohen Piz Linard. Infolge des Klimawandels haben es jetzt weitere 15 Pflanzenarten bis nach oben geschafft. Die Schneesaison beginnt heutzutage im Vergleich zu 1970 erst 12 Tage später als damals und endet im Schnitt rund 25 Tage früher. Das kommt empfindlicheren Pflanzenarten entgegen, die ihrerseits auf Dauer die schnee- und eisfesten Pioniere verdrängen werden.

Schweiz. Das sind 211 weniger als 2015, und das, obwohl im Bielatal etliche neue Gipfel hinzu gekommen sind. Würde man diese aus der Zählung herausnehmen, verblieben noch ganze 115 neue Wege. Den schwersten Weg bewältigte wieder einmal Thomas Willenberg am

Einsiedlerstein mit „Radikaler Konstruktivismus“, eine RP XIIc. Auch gab es wieder zwei Sprünge im 6. Grad. Aufgrund der neu hinzu gekommenen Gipfel lag das Bielatal diesmal mit 69 Erstbegehungen deutlich vor dem Gebiet der Steine mit 33 und dem Rathener Gebiet mit 32 neuen Wegen. >>>>

176 gemeldete Erstbegehungen gab es 2016 in der Sächsischen

>>> Wohl aus gleichem Grund gab es wieder zwei neue Wege

Schwierigkeit I. Wege mit der Schwierigkeit VIIa wurden am häufigsten eröffnet.

mit der

Das 300. Mitglied im Klub der Alle-Gipfel-Bezwinger (jetzt 1135 Gipfel) wird erwartet. Platz 297 wurde an Jens Lauke (SBB) ergeben. Er kletterte alle Gipfel im Vorstieg und erreichte bei dieser Wertung den Platz

61.

Rund 4500 Gipfelbücher lagern gegenwärtig im entsprechenden Archiv des SBB. Leider fehlen etliche Exemplare, die bei der Trocknungsaktion nach dem Hochwasser von 2002 leider nicht wieder den Rückweg ins Archiv fanden.

von 2002 leider nicht wieder den Rückweg ins Archiv fanden. 78 Unfälle wurden 2016 von der

78 Unfälle wurden 2016 von der Bergwacht Sachsen betreut. Darunter war ein tödlicher Kletterunfall. 19 weitere Kletterunfälle gab es noch. Den Großteil der Rettungseinsätze (52) entfielen auf Wanderer, Biker, Boofer usw. Leider können zu dieser Thematik aus Datenschutzgründen keine näheren Informationen wie zum Beispiel der Ort des Unfalls oder dem Hergang mehr angegeben werden.

Im oberen Glasergrund sind wieder rund 1000 Weißtannen gepflanzt worden. Unter anderem war das ein Dankeschön des SBB für das Entgegenkommen und die Unterstützung des Forstbetriebes bei den Freischneideaktionen an zugewachsenen Felsen.

Rund 100 so genannte „Bergsteiger“ haben im Basislager am Everest die „höchste Party der Welt“ gefeiert. Manche Teilnehmer, wie der US-Kletterer Ben Jones, fanden es „ganz schön cool“ in schweren Stiefeln und dicken Daunenjacken auf die Klimaerwärmung aufmerksam zu machen.

Für Euch gelesen …„

Schwindelfrei“ und „Alleingang“

gelesen …„ „ Schwindelfrei“ und „Alleingang“ Zwei Bücher sind seit einiger Zeit auf dem Markt, in
gelesen …„ „ Schwindelfrei“ und „Alleingang“ Zwei Bücher sind seit einiger Zeit auf dem Markt, in

Zwei Bücher sind seit einiger Zeit auf dem Markt, in denen zwei Autoren uns ihre Klettererlebnisse ausbreiten. Erlebnisse, die wir selber so ähnlich hatten oder die wir hätten haben können, sie aber mangels literarischer Fähigkeiten nicht zu Papier bringen können oder wollen. Das eine Werk ist bereits 2012 entstanden, das andere 2016. Beim ersten mit dem Titel „Schwindelfrei“ haben sich die beiden Autoren Matthias Jäger und Joachim (Jo) Finzel in die Texte geteilt, beim anderen mit dem Titel Alleingang ist Joachim Finzel der Alleingänger. Für alle, die aus dem Metier stammen, lesen sich die beiden Bücher flott und amüsant. Leider bemüht sich besonders Joachim Finzel eines gewöhnungsbedürftigen Schreibstils. Viele (überflüssige) Einschübe, oft auch in einer fremden Sprache, führen zu vielen Stolperstellen. Teilweise können sich die Autoren auch nicht auf die neue beziehungsweise die alte Rechtschreibung einigen. Die als Hardcover aufgelegten Bücher verwenden hochqualitatives >>>

Papier, was das Gewicht hoch schraubt, aber andererseits den Farbfotos zu Gute kommt. Leider sind vor allem im „Schwindelfrei“ die Fotos manchmal etwas sehr klein geraten. Beim „Alleingang“ ist das besser. Auch wurde bei diesem Buch eine größere Schrift verwendet. Auch wenn man den Werken anmerkt, dass keine Profis á la Messner oder Brunnert am Werke waren, bereiten sie dem Leser doch einige vergnügliche Stunden. Beide Bücher sind über http://schwindelfrei.info beziehbar.

Gerald Krug Leben in den kleinen Felsen

beziehbar. Gerald Krug Leben in den kleinen Felsen Beim Lesen dieses Buches voim Geoquest-Verlag zu beziehen)

Beim Lesen dieses Buches voim Geoquest-Verlag zu beziehen) hatte ich viel Spaß, hatte man das Meiste selber erlebt. Dazu kam, dass einige der Akteure mir persönlich bekannt sind, ja sogar Mitglied in unserer damaligen BSG Einheit Berlin Mitte waren. Gewissermaßen eine ganze Epoche lief mir vor dem geistigen Auge ab. Und mir wurde auch mal wieder bewusst, dass zumindest im zwischenmenschlichen Bereich damals nicht alles schlecht war. Fazit: Sehr empfehlenswert!

Harald

Schneller, höher, kälter, heißer

Im April wollten die beiden Südtiroler Tamara Lunger (30) und Simone Moro (49) die gesamte Kangchendzönga-Kette überschreiten. Der Hauptgipfel ist der fünfthöchste Achttausender (8586 m) und noch weitere vier Nebengipfel liegen über 8400 Meter hoch. Sie wären dann mehrere Tage in der so genannten Todeszone ohne zusätzlichen Sauerstoff und ohne Sherpahilfe unterwegs. Bergsichtenchef Frank Meutzner fand das „höchst ambitioniert“ und hoffte natürlich, dass beide wieder heil herunter kommen, damit sie mit einem Bericht beim Bergsichtenfestival auftreten können.

„Ambitioniert“, also sensationell muss es heutzutage schon sein, womit man Schlagzeilen machen und womit man die Sponsoren hinter dem Ofen hervor locken kann. Aber auch für den Massenbetrieb werden Angebote gemacht, die zwar meist auf Ausdauer angelegt sind, wenngleich bei widrigen Witterungsbedingungen sogar tödliche Gefahren drohen. So zum Beispiel beim Zugspitzlauf, bei dem 2009 zwei Teilnehmer den Erschöpfungstod starben. Gern wird die Marathonentfernung als Basisstrecke genommen. So beim Treppenhausmarathon in Hannover, bei dem 194 Mal die 13 Stockwerke hoch und runter gelaufen werden müssen. Beim Helgolandmarathon ist der böige Wind an der Kante der Steilküste der ärgste Feind, beim Lakeland Mountain Marathon sind es die typischen britischen Wetterunbilden, meist peitschender Regen. Auch hier gibt es regelmäßig diverse Einlieferungen in die örtlichen Krankenhäuser. Auch die Antarktis bietet bei erheblichen Minusgraden einen Marathon über Eis, Schnee und Schotter. Ein Muss für alle, die den merkwürdigen Drang verspüren, auf allen Kontinenten gelaufen zu sein. Dagegen ist es beim Sahara-Marathon über 230 Kilometer Sand wohl eher zu heiß. Allerdings wird die Strecke nicht am Stück, sondern in sieben Etappen gelaufen. Noch, es ist aber sicher nur eine Frage der Zeit, wann der Erste die Strecke in einem Hieb absolvieren wird. Vergleichsweise harmlos nimmt sich der Treppenlauf Radebeul aus, bei dem lediglich die Höhe des Mount Everest geschafft werden muss. Der Rekord liegt dort seit 2014 bei 13 Stunden, 26 Minuten und 53 Sekunden.

Harald

Termine und anderes

23.

Juni 2017

19.00 Uhr Abendsingen mit dem Bergsteigerchor Sebnitz und dem Männerchor Sächsische Schweiz Freilichtbühne Papstdorf

23.

-25. Juni 2017

Sommersonnenwendfahrt;

Zeltplatz

1.– 2.September 2017

Jetrichovice Sommer-Bergsichten;

Aktivhof

September

Porschdorf EBM am Weberschluchtturm

ΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩ

Die ausgiebige Baustelle von EBM, nämlich dessen Weinberg- Hütte, ist mehr oder weniger erledigt. Zeit also, nach fünf Jahren mal eine andere ausgiebige Baustelle anzugehen. Auf Vorschlag unseres ehemalige Mitglieds Peter Beyer wollen wir dem Weberschluchtturm zu Leibe rücken. Der Weg ist eine VI mit ausgiebiger Baustelle am Einstieg. Dazu werden vor allem Baumänner und –frauen gebraucht. Dazu Sicherungsleute und Fotografen. Das Ganze ist auch für uns in die Jahre gekommenen EBMler zu machen. Jüngere, auch aus anderen Sektionen werden uns unterstützen. Zusagen liegen bereits vor. Da das Wetter mitspielen muss, haben wir die ersten drei Septemberwochenenden ins Auge gefasst. Der endgültige Termin wird dann kurzfristig festgelegt. Nachstehend einige Bilder, die die Sache illustrieren.

Der endgültige Termin wird dann kurzfristig festgelegt. Nachstehend einige Bilder, die die Sache illustrieren. 38
Der endgültige Termin wird dann kurzfristig festgelegt. Nachstehend einige Bilder, die die Sache illustrieren. 38
Der endgültige Termin wird dann kurzfristig festgelegt. Nachstehend einige Bilder, die die Sache illustrieren. 38
Der endgültige Termin wird dann kurzfristig festgelegt. Nachstehend einige Bilder, die die Sache illustrieren. 38

EBM-Kompakt:

Gruppenabende monatlich, jeweils am 3. Dienstag 18 Uhr (im Dezember am 2. Dienstag). im Begegnungszentrum LIBEZEM, Rhinstraße 9, 10315 Berlin- Friedrichsfelde Tel.: 5229200

Gruppenmitgliedschaft 10,– Euro Beitrag/Jahr unabhängig von einer Mitgliedschaft im Deutschen Alpenverein (DAV). Eine Mitgliedschaft im DAV ist nicht Bedingung.

Unsere Hütte in Prossen steht allen Gruppenmitgliedern zur Nutzung offen, genauso deren Freunden und Bekannten, vorausgesetzt, es ist jemand von der Gruppe mit auf der Hütte.

Übernachtungsgebühr 6.- Euro pP, Schüler ab 10 Jahren 3.- Euro und unter 10 Jahren 1 Euro.

Hüttenmitgliedschaft 30 Euro/Jahr, dann Übernachtungsgebühr nur 2,50 Euro, Schüler ab 10 Jahre 1 Euro, darunter frei. Abrechnung bei Willy Göricke (siehe unten).

Die Hütte befindet sich in 01814 Prossen, in der Ferienanlage Weinberg, Bungalow-Nummer 20 und 21; Anfahrt über Bergstraße

Hüttenschlüssel gegen Pfand bei Thomas Klenz.

Anmeldung bei Thomas Klenz (im Verhinderungsfall auch bei Ulf Knoll).

Kontakte:

Ulf Knoll 0160/98 15 98 77, Alfred-Randt-Str. 16, 12559 Berlin

Thomas Klenz 67820278, Walchenseestr. 12, 12527 Berlin

Harald Wiemann 80 90 89 70, Tirschenreuther Ring 20, 12279 Berlin

Jochen Söhler 564 87 73, Cecilienstr. 172, 12683 Berlin

EBM-Finanzen: Willy Göricke, wgo99@t-online.de IBAN: DE51160500001100334366, BIC: WELADED1PMB

Ausführliche Infos über: www.einheit-berlin-mitte.de (Dort gibt es auch eine Belegungsübersicht für die Hütte.)

Der EBM-Report gratuliert mit dieser Aus- gabe nachträglich zu den ‚Runden‘ bzw. ,Halbrunden‘ seit dem letzten Heft:

den ‚Runden‘ bzw. ,Halbrunden‘ seit dem letzten Heft: Sigurd Pfeiffer zum 75. Geburtstag am 30.April 2017

Sigurd Pfeiffer

zum 75. Geburtstag am 30.April 2017

Andrea Drießen

zu 10 Jahre EBM am 27. Mai 2017

Hiltrud Hammer

zu 40 Jahre EBM am 4. Juni 2017

Peter Hentschel

zu 40 Jahre EBM am 1. Mai 2017

Reinhard Link

zu 45 Jahre EBM am 1. Mai 2017

Inge Sachse

zu 55 Jahre EBM am 1. Juni 2017

Lösung Fotorätsel aus dem Heft 2/2017:

EBM am 1. Juni 2017 Lösung Fotorätsel aus dem Heft 2/2017: Etliche hatten es erkannt: Es

Etliche hatten es erkannt: Es handelt sich um die (illegale) Stiege auf den Fritzschenstein

gegenüber

der

Brandaussicht.

Familie

Leuner

betreibt

die

Einkehr“

in

jetzt

einen

zur

Klammer

Einkehr“ in jetzt einen zur Klammer Gaststätte „Zur Porschdorf. Wer Zusammenhang herstellt,

Gaststätte „Zur Porschdorf. Wer Zusammenhang

herstellt, liegt wohl ziemlich richtig.

im

Da

eigentlich

Nationalpark

strenges Wegegebot.

der

Fritzschenstein

liegt,

gilt

Und nebenstehend nun das neue Foto-Rätsel:

Es geht diesmal um einen sehr bekannten und gern aufgesuchten Kletterfelsen. Besonders für Anfänger und Kinder gut geeignet.

Lösungen wie immer an die Redaktion:

harald.wiemann@t-online.de