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iSCOUT

expert compact
Grafikkonsole
Inhalt

Allgemeine Informationen 1
Wichtige Hinweise 2
Systembeschreibung 3
Konfigurationseinrichtung 4
Prüfung vor Inbetriebnahme 5
Wartung und Instandhaltung 6
Störungssuche 7
Anhang

Betriebsanleitung

Ausgabe 5/2007 Rev. A

Dieses Dokument ist unter Bestellnr.


50 650 19 0101e (Grove RT 530E) aufgeführt.
Betriebsanleitung iSCOUT expert compact (Grove RT 530E)

INHALTSVERZEICHNIS

1. Allgemeine Informationen ........................................................... 3

2. Wichtige Hinweise ........................................................................ 4

3. Systembeschreibung ................................................................... 5
3.1 Systemfunktion ............................................................................... 6
3.2 Bedienkonsole ................................................................................ 7
3.3 Anzeigen und bedienelemente ....................................................... 8
3.4 Beschreibung der status-symbole ................................................ 14

4. Konfigurationseinrichtung ........................................................ 16
4.1 Interaktive Einrichtung des Betriebsmodus .................................. 17
Inhalt

4.2 Schnelleinstellung der seileinscherung oder schnellauswahl


des hubwerks ............................................................................... 21
4.3 Programmierung geometrischer Begrenzungen........................... 24
4.3.1 Ausladungsbegrenzung................................................................ 25
4.3.2 Kopfhöhenbegrenzung ................................................................. 27
4.3.3 Auslegerwinkelbegrenzung .......................................................... 29
4.3.4 Drehwinkelbegrenzung / Definition der virtuellen Wand............... 31
Drehwinkelbegrenzung................................................................. 31
Arbeitsbereichsbegrenzung (virtuelle Wand)................................ 33

5. Prüfung vor Inbetriebnahme ..................................................... 36


5.1 Betrieb .......................................................................................... 39

6. Wartung und Instandhaltung..................................................... 40


6.1 Informations-/wartungsmenüs ...................................................... 41

7. Störungssuche ........................................................................... 43
7.1 Allgemeines .................................................................................. 43
7.2 Störungstabelle für das Lastmomentbegrenzungssystem
(LSQG V 1.xx) ............................................................................. 44

Anhang: Beschreibung der Struktur der Info-/Wartungsmenüs ........ 49

Anhang: Wichtige Hinweise .................................................................. 59

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50 650 19 0101e_Rev A (Grove RT 530E).doc / 2007-05-25 / Rev. A / rk.
Systembeschreibung

1. ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Das Lastmomentbegrenzungs- und Steuerungssystem iFLEX2 mit der iSCOUT expert compact-
Konsole dient dazu, dem Kranführer wichtige Informationen zur Verfügung zu stellen, die für den
Betrieb des Krans innerhalb der vom Hersteller spezifizierten Betriebsbereiche erforderlich sind. Der
Lastmomentbegrenzer überwacht mithilfe einer Vielzahl verschiedener Sensoren die verschiedenen
Kranfunktionen und übermittelt dem Kranführer kontinuierlich Informationen über die
Kranleistungsdaten. Diese Daten ändern sich ständig in Abhängigkeit von den Kranbewegungen.
Wenn der Kran sich dem Grenzwert der sicheren Belastung nähert, warnt das System den Kranführer
mit akustischen und optischen Signalen. Sobald der Kran einen unzulässigen Betriebsstatus erreicht,
werden darüber hinaus sämtliche Kranbewegungen ausgeschaltet, die das Lastmoment des Krans
erhöhen würden.
Das PAT iFLEX2-System verfügt über eine grafische Bedienerschnittstelle, deren Funktionen durch
den Kranhersteller festgelegt werden. Die Auswahl der programmierten Funktionen wird durch die
Verwendung von Symbolen wesentlich vereinfacht.
Das auf dem PAT iFLEX2 basierende Lastmomentbegrenzungs- und Steuerungssystem besteht aus
Hauptkomponenten, die über einen CAN-Bus verbunden sind.

Der Hersteller behält sich das Recht vor, den Inhalt dieser Betriebsanleitung ohne Vorankündigung zu ändern. Hirschmann
übernimmt keinerlei Gewährleistung in Bezug auf diese Veröffentlichung, einschließlich der Gewährleistung in Bezug auf die
kommerzielle Verfügbarkeit und Eignung für bestimmte Anwendungen. Hirschmann haftet nicht für in der Anleitung
enthaltene Fehler oder für Neben- oder Folgeschäden im Zusammenhang mit der Bereitstellung, Leistung oder Verwendung
dieser Anleitung. Diese Anleitung ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Ohne die vorherige schriftliche
Genehmigung von Hirschmann darf die Anleitung weder im Ganzen noch auszugsweise fotokopiert, reproduziert oder in
eine andere Sprache übersetzt werden.

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2. WICHTIGE HINWEISE
Der Lastmomentbegrenzer ist eine Hilfseinrichtung, die den Kranführer vor bevorstehenden
Überlastungszuständen oder vor dem Annähern der Hakenflasche an den Hauptauslegerkopf warnt,
um Sachschäden und Verletzungen der Mitarbeiter zu verhüten.
Das Gerät darf weder das gute Urteilsvermögen und/oder die Erfahrung des Kranführers ersetzen
noch erübrigt es die Notwendigkeit der Anwendung ausschließlich anerkannter sicherer
Kranbetriebsverfahren, und ist dafür auch nicht vorgesehen.

VORSICHT
Der Kranführer trägt weiterhin die letztendliche Verantwortung für den sicheren Kranbetrieb.
Er muss sicherstellen, dass er die angezeigten Hinweise und Anweisungen in ihrer
Gesamtheit vollkommen versteht und befolgt.
Vor der Inbetriebnahme des Krans muss der Kranführer die gesamte Anleitung eingehend
durchlesen und sich gründlich mit ihrem Inhalt vertraut machen, um sicherzustellen, dass er
den Betrieb und die Beschränkungen des Lastmomentbegrenzers und des Krans genau
kennt.
Die vorschriftsmäßige Funktion hängt von der ordnungsgemäß durchgeführten täglichen
Prüfung und der Befolgung der in dieser Anleitung aufgeführten Bedienungsanweisungen ab.

ACHTUNG
Der Lastmomentbegrenzer kann dem Kranführer nur dann als Hilfsmittel dienen, wenn er
vorschriftsmäßig eingestellt wurde und die korrekte Traglasttabelle sowie der
vorschriftsmäßige Betriebscode für die jeweilige Abspannungskonfiguration eingegeben
wurden. Vor der Aufnahme der Kranarbeiten muss gewährleistet sein, dass der
Lastmomentbegrenzer korrekt eingestellt ist, um Sachschäden und schwere oder gar
tödliche Verletzungen des Personals zu verhüten.

ACHTUNG
Dieses System ist möglicherweise mit einem externen schlüsselbetätigten Schalter
ausgerüstet, der sich in der Kabine befindet. Dieser schlüsselbetätigte Schalter übersteuert
das Abschalten der Bedienungshebelfunktion durch den Lastmomentbegrenzer oder das
Hubendschaltersystem. Dieser Schalter darf nur in Notfällen und dann auch nur von
befugten Mitarbeitern verwendet werden. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann zu
Sachschäden und zu schweren oder gar tödlichen Verletzungen des Personals führen.

ACHTUNG
Der Lastmomentbegrenzer kann nur dann korrekt funktionieren, wenn er ordnungsgemäß
eingestellt wurde. Voraussetzung dafür ist, dass die beim Einrichtverfahren eingegebenen
Einträge gewissenhaft und korrekt entsprechend der tatsächlichen Krankonfiguration
erfolgen. Vor der Aufnahme der Kranarbeiten muss die Richtigkeit der
Lastmomentbegrenzer-Einstellungen sichergestellt werden, um Sachschäden und schwere
oder gar tödliche Verletzungen des Personals zu verhüten.

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3. SYSTEMBESCHREIBUNG

Das PAT Lastmomentbegrenzungs- und Steuerungssystem besteht aus der iFLEX2-Zentraleinheit,


der iSCOUT expert compact-CAN-Konsole und verschiedenen Sensoren zur Aufzeichnung der
Messwerte.

Bedienkonsole iSCOUT expert compact

CAN-Bus

2-fach-Druckaufnehmer Längen-/Winkelgeber

Sensoren, Signale

Abb. 1: Komponenten des Lastmomentbegrenzungssystems mit iFLEX2

Das System funktioniert nach dem Prinzip des Vergleichs von Bezugswert und Istwert. Der Istwert
wird mit den berechneten Bezugswerten verglichen und vom System ausgewertet. Wenn die
Grenzwerte erreicht sind, wird ein Überlast-Warnsignal auf dem Display und auf der Bedienkonsole
ausgelöst. Alle Kranbewegungen, durch die das Lastmoment erhöht wird, werden gleichzeitig
ausgeschaltet.
Die vom Hersteller vorgegebenen kranspezifischen Daten, wie z. B. Traglasttabellen,
Auslegergewichte, Schwerpunkte und Abmessungen, sind im Zentraldatenspeicher gespeichert.
Diese Daten sind die Bezugsinformationen, die zur Berechnung der Betriebsbedingungen verwendet
werden.
Der Hauptauslegerwinkel wird mithilfe eines am Hauptausleger montierten Winkelgebers erfasst. Die
Kranlast wird indirekt mithilfe von kraft- und/oder druckaufnehmenden Vorrichtungen ermittelt.

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3.1 SYSTEMFUNKTION

START

Nach dem Einschalten beginnt das System mit einer automatischen


EIGENPRÜFUNG
Prüfung des Lastmomentbegrenzungssystems, der Leuchten und des
akustischen Alarms. Während der Prüfung wird auf dem LCD-Display der
Startbildschirm angezeigt.

System
nein
War das System mehr als zwei Stunden lang ausgeschaltet, muss nach der
Systemprüfung die Einrichtkonfiguration eingegeben werden. (!Kapitel 4.)
>2 Std. ausge-
schaltet?

ja

Interaktive Zunächst wird die Betriebsart mittels einer interaktiven, schrittweisen


EINGABE der
Betriebsart Abfrage der Abspannungszustände ermittelt.

Interaktive Als Nächstes erfolgt die interaktive Eingabe der Einscherung.


EINGABE der
Einscherungen

Jetzt zeigt das LCD-Display alle Eingaben an und wartet auf Bestätigung
nein Eingaben
OK ?
oder Abbruch.

ja Nach Bestätigung der Eingaben ist das System betriebsbereit.


betriebsbereit Im Falle einer Unterbrechung wird ein entsprechender Fehlercode „E##“
auf dem Datendisplay (1) angezeigt. (siehe Störungstabelle für das
Lastmomentbegrenzungssystem (LSQG V 1.xx)

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3.2 BEDIENKONSOLE

Die Konsole hat mehrere Funktionen:


• Eingaben des Kranführers in das Lastmomentbegrenzungs (LMB)-System (Betriebsmodus, Anzahl
der Einscherungen usw.)
• Wichtige Daten- und Informationsanzeigen während des Kranbetriebs
• Eingabe von Geometriegrenzwerten und Abschaltung bei überschrittenen Grenzwerten
• Aufruf und Anzeige von Systeminformationen für Kranführer und Kundendienstpersonal

Die Bedienkonsole befindet sich gut sichtbar für den Kranführer in der Kabine. Alle Anzeigen verfügen
zur besseren Lesbarkeit über eine Hintergrundbeleuchtung. Die Konsole verfügt über verschiedene
Bedienelemente sowie über ein Multifunktions-LCD-Display, die alle in Kapitel 3.3 ausführlich
beschrieben werden.
Die Hintergrundbeleuchtung der Bedienelemente und des LCD-Displays kann gemäß den
Umgebungslichtbedingungen manuell angepasst werden.

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3.3 ANZEIGEN UND BEDIENELEMENTE

Abbildung 1 stellt die Anzeigen und Bedienelemente der iSCOUT expert compact-Konsole dar. Die
Zahlen in dieser Abbildung entsprechen den Zahlen der folgenden Funktionsmerkmale der einzelnen
Elemente:

Abb. 2:

1 Datendisplay 7 Warnleuchte „Hubendübersteuerung“


2 Verwendungsanzeigefeld (Balkendiagramm) 8 Drucktaste „ESC“ (zum Hauptmenü)
3 Vorwarnleuchte (Lastmoment) 9 Drucktaste „Einstellungen > Helligkeit“
4 Überlast-Warnleuchte (Lastmoment) 10 Drucktaste „Alarm aus“
5 Warnleuchte „Hubende“ (Hubendabschaltung) 11 Drucktaste „TARA“
6 Warnleuchte „Lastmomentbegrenzungs-Über- 12 Drehwahlrad mit Drucktaste
steuerung“

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(1) Datendisplay

Bei dem Datendisplay (1) handelt es sich um ein 6.5-in-LCD-Farbgrafikdisplay mit


Hintergrundbeleuchtung, auf dem abhängig vom jeweiligen Betriebsstatus erforderliche Daten, wie
z. B. Lastwerte, Geometrie- und Krandaten, Symbole usw., angezeigt werden.

Normale LMB-Anzeige: (Abbildung in schwarz-weiß)

Lastmoment-Verwendungs-
anzeige (Balkendiagramm) Normalbe- Vorwarnbe- Überlast-
reich reich bereich

Betriebsart-Nr. Kopfhöhe

Bereich für Funkti- Bereich für Funkti-


onstasten-Symbole onstasten-Symbole

Hauptaus-
legerlänge Einscherung

Kransymbol
Zulässige Last

Hauptaus-
legerwinkel
Istlast
Hauptausle-
gerausladung

Weitere Anzeigebeispiele:

Einrichtungsmenü (Betriebsart) Standard-LMB-Bildschirm Grenzwertmenü

iNFO-Menü (CAN-Netzknoten 2) Wartungsmenü (Businformationen) Helligkeitseinstellungsmenü

Eine ausführliche Beschreibung der Symbole und Anzeigen ist in den einzelnen Kapiteln und im
Anhang dieser Betriebsanleitung zu finden.

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(2) Verwendungsanzeige (Balkendiagramm)

Die Verwendungsanzeige (Balkendiagramm) zeigt an, welcher Anteil


des zulässigen Drehmoments (Nennmoment) gegenwärtig verwendet
wird. Die Drehmomentanzeige ändert sich außerdem ständig, da sich
das Nennmoment während des Kranbetriebs laufend ändert.
Das Balkendiagramm ist mit verschiedenen Farben gefüllt:
grün: „sicherer“ Bereich (0...90 % des Nennmoments)
gelb: „Vorwarnbereich“ (90...100 % des Nennmoments)
rot: „Überlastbereich“ (>100 % des Nennmoments)

(3) Lastmoment-Vorwarnleuchte

Diese gelbe Vorwarnleuchte leuchtet auf, wenn die Last am Kran


mehr als 90 % der jeweiligen Nenntraglast erreicht und weist somit
auf einen unmittelbar bevorstehenden Überlastzustand hin.

VORSICHT

Dies bedeutet für den Kranführer, dass er den Kranbetrieb nur


mit äußerster Vorsicht fortsetzen sollte.

(4) Überlast-Warnleuchte

Diese rote Überlast-Warnleuchte zeigt dem Kranführer an, dass ein


Überlastzustand aufgetreten ist. Sie leuchtet auf, wenn die Kranlast
100 % der für den gegenwärtigen Betriebsstatus maximal zulässigen
Traglast erreicht hat. Der akustische Alarm ertönt. Kranbewegungen,
die das Lastmoment erhöhen, werden gleichzeitig ausgeschaltet.

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(5) Warnleuchte „Hubende“

Diese rote Warnleuchte leuchtet auf, wenn die Kontakte des


Hubendabschalters sich öffnen, d. h. wenn ein Hubende-Zustand
aufgetreten ist. Der akustische Alarm ertönt und Kranbewegungen,
die das Lastmoment erhöhen, werden gleichzeitig ausgeschaltet.

HINWEIS

Ein Hubende-Zustand tritt auf, wenn die Hakenflasche mit


dem Hauptauslegerkopf in Berührung kommt. In solchen
Situationen besteht die Gefahr, dass das Hubseil reißt und die
Last herabfällt. Ein Hubende-Zustand kann dadurch
entstehen, dass die Last gegen den Hauptauslegerkopf
gezogen wird oder dass der Hauptausleger ausgefahren bzw.
abgesenkt wird, ohne dass zuvor ein Entspannen des Hubseils
ermöglicht wurde.

(6) Warnleuchte „Übersteuerung der Lastmomentbegrenzung (LMB)“

Diese rote Warnleuchte leuchtet auf, wenn die Abschaltfunktion des


LMB-Systems manuell übersteuert wurde.

(7) Warnleuchte „Übersteuerung des Hubendabschalters (HES)“

Diese rote Warnleuchte leuchtet auf, wenn die Abschaltfunktion des


Hubendabschalters manuell übersteuert wurde.

(8) Taste „ESC (Escape)“

Drucktaste für die Rückkehr zur normalen LMB-Anzeige

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(9) Drucktaste „Helligkeitseinstellung“

Mit dieser Drucktaste kann die Helligkeit und damit die Lesbarkeit des
Datendisplays und der Tasten jederzeit eingestellt werden.

(10) Taste „Summer aus“

Der akustische Alarm kann durch Drücken dieser Taste


stummgeschaltet werden; der Alarm muss jedoch zuvor mindestens
5 s lang ertönen. Der Alarm ertönt nach ungefähr 10 s erneut, wenn
die Ursache für seine Auslösung weiterhin vorhanden ist.
Der akustische Alarm ertönt in den folgenden Situationen:
Systemprüfung, Überlastzustand, unmittelbar bevorstehender
Hubende-Zustand (wenn die Hubendabschalter-Funktion vom
LMB-System erfasst wird), Unterbrechung des LMB-Systems oder
Vorhandensein von Betriebsfehlern, die durch das System erfasst
werden.

(11) Taste „TARA“ (Nullstellung)

Die Taste „TARA“ dient zur Ausgabe der Nettolast auf der Istlast-
Anzeige (Act). Bei der Nettolast handelt es sich um die gegenwärtige
Last ohne Hebezeug und Hakenflasche. Die Drucktaste „TARA“ muss
gedrückt werden, bevor mit dem Hebevorgang begonnen wird.
Nach Aktivierung der Taste wird die Anzeige der gegenwärtigen Last
auf Null gestellt (tariert). Nach dem Anheben der Last wird in der
Anzeige der gegenwärtigen Last dann die Nettolast (Nutzlast)
angezeigt. Sobald die Betriebsausladung geändert wird
(durch Änderung von Winkel oder Ausladung), wird auf dem Display
wieder die gegenwärtige Last angezeigt und die Tarier-Funktion ist
abgeschlossen.
Hinweis: Zur gegenwärtigen Last gehören die Hakenflasche, das
Hubseil und sämtliches Lasthebezeug. Bei der Nettolast handelt es
sich um die gegenwärtige Last am Haken ohne Lasthebezeug.
Anzeigefehler können durch Umwelteinflüsse, wie z. B. die
Auswirkung von Wind auf den Hauptausleger oder die Last,
verursacht werden.

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(12) Drehwahlrad mit Drucktaste

Dieses in der Mitte angeordnete Drehwahlrad dient zur Navigation


innerhalb der Menüstruktur.
Zunächst muss das gewünschte Softkey-Symbol ausgewählt
werden.
Durch Drücken der Taste des Drehrads wird die markierte Funktion
ausgeführt.

Auswahl-
symbol

LMB-Hauptbildschirm (1. Ebene der Funktionstasten)

< Info-Bildschirme anzeigen

< Einrichtung des Betriebsmodus


starten
< Geometrische Begrenzungen ein-
stellen

< TARA-Funktion starten

< Zur 2. Ebene der Funktionstasten


wechseln

LMB-Hauptbildschirm (2. Ebene der Funktionstasten)

< Zurück zum vorherigen Menü

< Bildschirm LMB-Werte anzeigen

< Wartungsmenü anzeigen

< CAN-Bus-Menü anzeigen

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3.4 BESCHREIBUNG DER STATUS-SYMBOLE

„LMB“ übersteuert

LMB-Fehler (in Zusammenhang mit Fehlercode)

Baggerbetrieb, LMB übersteuert

Baggerbetrieb, Sicherheitswarnsymbol

Bus-Fehler

Anzahl der Einscherungen

Hubendabschalter ist aktiviert (Hubendabschaltung)

Dreiecksrahmen-Druck zu hoch (wenn vorhanden)

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Systembeschreibung

Auf Anforderung können weitere Symbole auf dem Display angezeigt werden:

Symbol Hubendabschalt-Alarm:
• Wird angezeigt, wenn sich die Kontakte des Hubendabschalters öff-
nen und damit auf eine Annäherung an das Hubende hinweisen.

Symbol Ausladungsbegrenzung:
• ständig angezeigt:
Ausladungsbegrenzung aktiv
• blinkend:
Bereichsgrenzwerte überschritten
(siehe Kapitel 4.3.1)

Symbol Höhenbegrenzung:
• ständig angezeigt:
Höhenbegrenzung aktiv
• blinkend:
Höhenbegrenzwert überschritten
(siehe Kapitel 4.3.2)

Symbol Auslegerwinkelbegrenzung:
• ständig angezeigt:
Auslegerwinkelbegrenzung aktiv
• blinkend:
Winkelgrenzwerte überschritten
(siehe Kapitel 4.3.3)

Symbol Drehwinkelbegrenzung:
• ständig angezeigt:
Drehwinkelbegrenzung aktiv
• blinkend:
Drehwinkelgrenzwerte überschritten
(siehe Kapitel 4.3.4.1)

Symbol Arbeitsbereichsdefinition:
• ständig angezeigt:
Arbeitsbereichsdefinition aktiv
• blinkend:
Arbeitsbereichsgrenzwerte überschritten
(siehe Kapitel 4.3.4.2)

Fehlercode Nr. ##
(siehe Kapitel 7 „STÖRUNGSSUCHE“)

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Programmierung

4. KONFIGURATIONSEINRICHTUNG

Das Einrichtverfahren des Lastmomentbegrenzers ermöglicht dem Kranführer die Eingabe


der Krankonfiguration mit Hilfe interaktiver Anzeigen. Das Einrichtverfahren für das
Lastmomentbegrenzungssystem muss vom Kranführer durchgeführt werden, wenn das System
mehr als zwei Stunden lang ausgeschaltet war oder wenn sich die Konfiguration des Kranbetriebs
geändert hat.

ACHTUNG

Der Lastmomentbegrenzer kann nur dann korrekt funktionieren, wenn er ordnungsgemäß


eingestellt wurde. Voraussetzung dafür ist, dass die beim Einrichtverfahren vorgenommenen
Eingaben gewissenhaft und korrekt entsprechend der tatsächlichen Krankonfiguration
erfolgen. Vor der Aufnahme der Kranarbeiten muss die Richtigkeit der
Lastmomentbegrenzer-Einstellungen sichergestellt werden, um Sachschäden und schwere
oder gar tödliche Verletzungen des Personals zu verhüten.

Einrichtverfahren für den Lastmomentbegrenzer

Start: • Automatisch, wenn das System mehr als zwei Stunden lang
ausgeschaltet war;
• Muss bei jeder Änderung der Krankonfiguration durch Auswahl des
Softkeys und Drücken des Drehrads (12) manuell gestartet
werden.

Durchführung: • Beantwortung der einzelnen in Bildform gestellten Fragen mit Hilfe der
Funktionstasten entsprechend der tatsächlichen Krankonfiguration.

Abbruch: • Jederzeit durch erneutes Drücken der Taste (8) „ESC“. Das System ist
jedoch nur dann betriebsbereit, wenn das Verfahren abgeschlossen
wurde und die Eingaben bestätigt wurden.

Wird das System (beispielsweise während kurzer Pausen von unter zwei Stunden) ausgeschaltet,
bleiben alle Einstellungen gespeichert. Diese Einstellungen können beim erneuten Einschalten des
Systems durch das Drücken einer einzelnen Taste bestätigt werden (vorausgesetzt, die
Krankonfiguration wurde nicht geändert).
Während der Programmierung leuchten die Lastmoment-Vorwarnleuchte (3) und die Leuchte
„Lastmomentgrenze“ (4) auf und die zur Verschlechterung des Kranzustands führenden
Kranbewegungen werden unterbrochen.

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Programmierung

Das Programmierungsverfahren für den Lastmomentbegrenzer besteht aus folgenden


Schritten (interaktiver Vorgang):

• Einstellen der Auslegerartkonfiguration


• Angabe des Hilfsauslegers / Auswahl des Aufnahmepunkts / Betrieb mit verstautem Hilfsausleger
• Einstellen der Abstützpratzen-Konfiguration
• Einstellen des Hubwerks
• Einstellen der Einscherungen
• Bestätigung des Programmierungsverfahrens

Der Kranführer wird vom Computer im mühelosen, schrittweisen Verfahren durch die Programmierung
geleitet.
4.1 Interaktive Einrichtung des Betriebsmodus

Nach jeder Änderung der Kranstruktur muss das System durch Eingabe des jeweiligen
Betriebsmodus eingerichtet werden.
Während des Programmierungsverfahrens unterbricht das System vorübergehend die Kranbewegungen.

ACHTUNG

Die korrekte Einstellung ist von äußerster Wichtigkeit für die vorschriftsmäßige Funktion
des Systems und des Krans. Daher darf die Einstellung des Systems gemäß der
Betriebskonfiguration des Krans nur von Kranführern durchgeführt werden, die mit
dem Kran und der Bedienung des Systems gründlich vertraut sind.

Aufruf der Funktion:

Automatisch beim System-Neustart (System mehr als 2 Stunden lang ausgeschaltet)


oder durch Auswahl des Softkeys und Betätigung der Drehrad-Taste (vom LMB-Bildschirm aus)

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Programmierung

< Einrichtung des Betriebsmodus


starten

Start des Konfigurationseinrichtungs-Menüs:

< Eingaben LÖSCHEN, Einrichtung


neu eingeben

Schnelländerung der Einscherungen

Schnelländerung der
Hubwerksauswahl

OK, alle Eingaben sind korrekt

Einstellen der Auslegerartkonfiguration:

Die Auslegerart mit dem Drehrad


auswählen (ausgewählt = gelb
markiert)

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Programmierung

Auswahl des Hilfsauslegerwinkels:

Den Hilfsauslegerwinkel mit dem


Drehrad auswählen (ausgewählt =
gelb markiert)

Auswahl des Aufnahmepunkts:

Den Aufnahmepunkt mit dem


Drehrad auswählen (ausgewählt =
gelb markiert)

Auswahl der Abstützpratzenkonfiguration:

Den Hilfsauslegerwinkel mit dem


Drehrad auswählen (ausgewählt =
gelb markiert)

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Programmierung

Auswahl des Hubwerks:

Das Hubwerk mit dem Drehrad


auswählen (ausgewählt = gelb
markiert)

Eingabe der Einscherung:

Mithilfe des Drehrads die Anzahl der


Einscherungen eingeben

Bestätigungsbildschirm:
Auf diesem Menübildschirm wird der Kranführer aufgefordert, die Eingaben nochmals zu bestätigen.
Die angezeigten Werte prüfen, bevor sie bestätigt werden!
< OK, wenn alle Eingaben korrekt
sind
Die Eingabe des Betriebsartcodes ist nach
dieser Bestätigung abgeschlossen, und das
Kranmenü wird angezeigt.
< Eingaben LÖSCHEN, Einrichtung
neu eingeben

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Programmierung

4.2 Schnelleinstellung der Seileinscherung oder Schnellauswahl des Hubwerks

Nach jeder Änderung der Seileinscherungsanordnung muss das System durch Eingabe der
entsprechenden Anzahl von Einscherungen programmiert werden.
Während des Programmierungsverfahrens unterbricht das System vorübergehend die Kranbewegungen.

Aufruf der Funktion:

Durch Auswahl des Softkeys und Betätigung der Drehrad-Taste (vom LMB-Bildschirm aus)

Start des Konfigurationseinrichtungs-Menüs:

< Einrichtung des Betriebsmodus


starten

Start des Einscherungsmenüs:

Eingaben LÖSCHEN, Einrichtung


neu eingeben
< Schnelländerung der
Einscherungen
< Schnelländerung der
Hubwerksauswahl

OK, wenn alle Eingaben korrekt sind

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Programmierung

Eingabe der Einscherung:

Mithilfe des Drehrads die Anzahl der


Einscherungen eingeben:

oder das Hubwerk auswählen:

Das Hubwerk mit dem Drehrad


auswählen (ausgewählt = gelb
markiert)

Das Übersichtsmenü wird wieder


angezeigt:

Eingaben LÖSCHEN, Einrichtung


neu eingeben

< OK, wenn alle Eingaben korrekt


sind

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Programmierung

Bestätigungsbildschirm:
Auf diesem Menübildschirm wird der Kranführer aufgefordert, die Eingaben nochmals zu bestätigen.
Die angezeigten Werte prüfen, bevor sie bestätigt werden!
< OK, wenn alle Eingaben korrekt
sind
Die Eingabe des Betriebsartcodes ist nach
dieser Bestätigung abgeschlossen, und das
Kranmenü wird angezeigt.
< Eingaben LÖSCHEN, Einrichtung
neu eingeben

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Programmierung

4.3 Programmierung geometrischer Begrenzungen

Das Lastmomentbegrenzungssystem umfasst programmierte Grenzwerteingaben für den


Betriebsbereich des Krans. Die Programmierung erfolgt mühelos durch die interaktive, schrittweise
Benutzerführung.
• Die Funktionen können einzeln oder in Kombinationen angewendet werden. Die Symbole
markieren aktive Begrenzungen.
• Wird ein programmierter Grenzwert überschritten, so schaltet das System die Kranbewegung aus
und löst eine Sichtanzeige (blinkendes Symbol) und ein akustisches Signal aus.

Aufruf der Funktion:

Start des Konfigurationseinrichtungs-Menüs:

< Start des Grenzwertmenüs

Start des Konfigurationseinrichtungs-Menüs:

Zurück zum normalen LMB-


Arbeitsbildschirm
Kapitel
Ausladungs-Grenzwert
> 4.3.1
bearbeiten
Höhen-Grenzwert
> 4.3.2
bearbeiten
Hauptauslegerwinkel-
> 4.3.3
Grenzwert bearbeiten
Drehwinkel-Grenzwert/
> 4.3.4
virtuelle Wand bearbeiten

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Programmierung

4.3.1 Ausladungsbegrenzung

Programmierbare Funktion zur Begrenzung der Mindest- bzw. der Höchstauslegerausladung

Aufruf der Funktion:

Zurück zum normalen LMB-


Arbeitsbildschirm

Ausladungs-Grenzwert bearbeiten

Kopfhöhen-Grenzwert bearbeiten

Hauptauslegerwinkel-Grenzwert
bearbeiten
Drehwinkel-Grenzwert/virtuelle Wand
bearbeiten

Beispiel: Programmierung des Grenzwerts der Mindestausladung. Die Programmierung des


Grenzwerts der Höchstausladung ist ähnlich.

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Tatsächliche Auslegerstellung als


Mindestausladungs-Grenzwert
speichern
Mindestausladungs-Grenzwert ein-/
ausschalten
Tatsächliche Auslegerstellung als
Höchstausladungs-Grenzwert
speichern
Höchstausladungs-Grenzwert ein-/
ausschalten

>>

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Programmierung

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Tatsächliche Auslegerstellung als


Mindestausladungs-Grenzwert
speichern
Mindestausladungs-Grenzwert ein-/
ausschalten
Tatsächliche Auslegerstellung als
Höchstausladungs-Grenzwert
speichern
Höchstausladungs-Grenzwert ein-/
ausschalten

Nachdem die Begrenzung eingeschaltet ist, werden der Grenzwert und das entsprechende
Statussymbol eingeblendet. Das Symbol blinkt, wenn ein Grenzwert erreicht oder überschritten wird:

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Tatsächliche Auslegerstellung als


Mindestausladungs-Grenzwert
speichern
Mindestausladungs-Grenzwert ein-/
ausschalten
Tatsächliche Auslegerstellung als
Höchstausladungs-Grenzwert
speichern
Höchstausladungs-Grenzwert ein-/
ausschalten

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Programmierung

4.3.2 Kopfhöhenbegrenzung

Programmierbare Funktion zur Begrenzung der Kopfhöhe

Aufruf der Funktion:

Zurück zum normalen LMB-


Arbeitsbildschirm

Ausladungs-Grenzwert bearbeiten

Kopfhöhen-Grenzwert bearbeiten

Hauptauslegerwinkel-Grenzwert
bearbeiten
Drehwinkel-Grenzwert/virtuelle Wand
bearbeiten

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Linken Grenzwert ein-/ausschalten

Tatsächliche Auslegerkopfhöhe als


maximalen Höhen-Grenzwert
speichern

>>

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Programmierung

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Höhen-Grenzwert ein-/ausschalten

Tatsächliche Auslegerkopfhöhe als


maximalen Höhen-Grenzwert
speichern

Nachdem die Begrenzung eingeschaltet ist, werden der Grenzwert und das entsprechende
Statussymbol eingeblendet. Das Symbol blinkt, wenn ein Grenzwert erreicht oder überschritten wird:

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Höhen-Grenzwert ein-/ausschalten

Tatsächliche Auslegerkopfhöhe als


maximalen Höhen-Grenzwert
speichern

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Programmierung

4.3.3 Auslegerwinkelbegrenzung

Programmierbare Funktion zur Begrenzung des Mindest- bzw. des Höchstauslegerwinkels.

Aufruf der Funktion:

Zurück zum normalen LMB-


Arbeitsbildschirm

Ausladungs-Grenzwert bearbeiten

Kopfhöhen-Grenzwert bearbeiten

Hauptauslegerwinkel-Grenzwert
bearbeiten
Drehwinkel-Grenzwert/virtuelle Wand
bearbeiten

Beispiel: Programmierung des Grenzwerts für den minimalen Auslegerwinkel. Die Programmierung
des Grenzwerts für den maximalen Auslegerwinkel ist ähnlich.

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Tatsächliche Auslegerstellung als


Grenzwert für den maximalen
Auslegerwinkel speichern
Grenzwert für den maximalen Winkel
ein-/ausschalten
Tatsächliche Auslegerstellung als
Grenzwert für den minimalen
Auslegerwinkel speichern
Grenzwert für den minimalen Winkel
ein-/ausschalten

>>

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Programmierung

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Tatsächliche Auslegerstellung als


Grenzwert für den maximalen
Auslegerwinkel speichern
Grenzwert für den maximalen Winkel
ein-/ausschalten
Tatsächliche Auslegerstellung als
Grenzwert für den minimalen
Auslegerwinkel speichern
Grenzwert für den minimalen
Winkel ein-/ausschalten

Nachdem die Begrenzung eingeschaltet ist, werden der Grenzwert und das entsprechende
Statussymbol eingeblendet. Das Symbol blinkt, wenn ein Grenzwert erreicht oder überschritten wird.

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Tatsächliche Auslegerstellung als


Grenzwert für den maximalen
Auslegerwinkel speichern
Grenzwert für den maximalen Winkel
ein-/ausschalten
Tatsächliche Auslegerstellung als
Grenzwert für den minimalen
Auslegerwinkel speichern
Grenzwert für den minimalen Winkel
ein-/ausschalten

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Programmierung

4.3.4 Drehwinkelbegrenzung / Definition der virtuellen Wand

4.3.4.1 Drehwinkelbegrenzung

Programmierbare Funktion zur Begrenzung des linken bzw. rechten Drehwinkels.

Aufruf der Funktion:

Zurück zum normalen LMB-


Arbeitsbildschirm

Ausladungs-Grenzwert bearbeiten

Kopfhöhen-Grenzwert bearbeiten

Hauptauslegerwinkel-Grenzwert
bearbeiten
Drehwinkel-Grenzwert/virtuelle
Wand bearbeiten

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Drehwinkel-Grenzwert bearbeiten

Virtuelle Wände bearbeiten

>>

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Programmierung

Beispiel: Programmierung des Grenzwerts für den linken Drehwinkel.


Die Programmierung des Grenzwerts für den rechten Drehwinkel ist ähnlich.

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Ist-Auslegerstellung als Grenzwert


für den linken Drehwinkel
speichern

Linken Grenzwert ein-/ausschalten

Ist-Auslegerstellung als Grenzwert für


den rechten Drehwinkel speichern

Rechten Grenzwert ein-/ausschalten

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Ist-Auslegerstellung als Grenzwert für


den linken Drehwinkel speichern

Linken Grenzwert ein-/ausschalten

Ist-Auslegerstellung als Grenzwert für


den rechten Drehwinkel speichern

Rechten Grenzwert ein-/ausschalten

Nachdem die Begrenzung eingeschaltet ist, werden der Grenzwert und das entsprechende
Statussymbol eingeblendet. Das Symbol blinkt, wenn ein Grenzwert erreicht oder überschritten wird.

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Ist-Auslegerstellung als Grenzwert für


den linken Drehwinkel speichern

Linken Grenzwert ein-/ausschalten

Ist-Auslegerstellung als Grenzwert für


den rechten Drehwinkel speichern

Rechten Grenzwert ein-/ausschalten

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Programmierung

4.3.4.2 Arbeitsbereichsbegrenzung (virtuelle Wand)

Programmierbare Funktion zur Begrenzung des Arbeitsbereichs durch Erstellung von bis zu 5
virtuellen Wänden.

Das Arbeitsbereichsdefinitionssystem hilft dem Kranführer bei der Definition des Kranarbeitsbereichs.
Sie erfolgt durch die Erstellung virtueller Wände, die Hindernisse (z. B. Gebäude, Masten, Pfähle
usw.) im Arbeitsbereich des Krans repräsentieren. Die Wände werden durch die Definition von Punk-
ten festgelegt, wobei der Auslegerkopf entlang den äußeren Begrenzungen des Kranführer-Arbeitsbe-
reichs bewegt wird. Siehe das nachstehende Einrichtverfahren. Da diese Wände vom Kranführer
definiert werden und keine „wirklichen“ Wände sind, werden sie als „virtuelle“ Wände bezeichnet.
Beim Definieren der Wände muss immer ein sicherer Abstand zu Hindernissen eingehalten werden.
Niemals außerhalb des sicheren Arbeitsbereichs, der durch branchenübliche Verfahren, Normen und
Handbücher vorgegeben ist, arbeiten. Eine virtuelle Wand wird durch die Definition von zwei Punkten
festgelegt.

Um Ungenauigkeiten bei der Definition der beiden Punkte für die virtuelle Wand zu vermeiden, die
beiden folgenden Regeln befolgen:
1. Die beiden Punkte müssen die gleiche Entfernung vom Hindernis aufweisen.
2. Die beiden Punkte in der maximalen Entfernung voneinander festlegen, die vom Auslegerkopf
sicher erreicht werden kann.

Der Kranführer kann bis zu 5 virtuelle Wände einrichten, wobei die erste Wand durch eine gerade
Linie zwischen zwei festgelegten Punkten definiert ist. Die zweite bis fünfte Wand wird durch einen
neuen Punkt und dem zuvor gewählten Punkt erstellt. Nach Einstellen der Wände zeigt das System
dem Kranführer die Annäherung des Auslegers an die Wände an. Dies erfolgt sowohl auf visuelle als
auch akustische Weise. Gleichzeitig blinkt das Symbol „virtuelle Wand“ auf dem Hauptbildschirm.

Aufruf der Funktion:

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Programmierung

Zurück zum normalen LMB-


Arbeitsbildschirm

Ausladungs-Grenzwert bearbeiten

Kopfhöhen-Grenzwert bearbeiten

Hauptauslegerwinkel-Grenzwert
bearbeiten
Drehwinkel-Grenzwert/virtuelle
Wand bearbeiten

>>

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Drehwinkel-Grenzwert bearbeiten

Virtuelle Wände bearbeiten

Zurück zum vorherigen Menü

Einen Punkt im Arbeitsbereich


festlegen, um mit der Erstellung
einer Wand zu beginnen.
Nachdem SET (einstellen) gedrückt wurde,
wird der Punkt durch ein „X“ markiert

Bestehende Wände löschen

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Programmierung

Zurück zum vorherigen Menü

Den Auslegerkopf an einen anderen Punkt


bewegen
Den zweiten Punkt im
Arbeitsbereich festlegen, um eine
Wand zu erstellen

Bestehende Wände löschen

Wenn der zweite Punkt der virtuellen Wand eingestellt ist, wird die Wand angezeigt und das
entsprechende Statussymbol wird eingeblendet. Das Symbol blinkt, wenn die virtuelle Wand erreicht
oder überschritten wird.

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Ermöglicht das Hinzufügen


weiterer Wände (bis zu 5 virtuelle
Wände)

Alle bestehenden Wände löschen

Beispiel mit 4 virtuellen Wänden:

Zurück zum Grenzwert-Hauptmenü

Ermöglicht das Hinzufügen


weiterer Wände (bis zu 5 virtuelle
Wände)

Alle bestehenden Wände löschen

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Kontrollprüfungen vor der Inbetriebnahme

5. PRÜFUNG VOR INBETRIEBNAHME

Vor der Inbetriebnahme des Krans sind die folgenden elektrischen Anschlüsse zu prüfen, um zu
gewährleisten, dass das Lastmomentbegrenzungssystem korrekt angeschlossen ist.
• Krane mit nur einem Haupthubwerk
Wird der Kran nur mit dem Hauptausleger und ohne Hauptausleger- oder Gitterspitzenverlängerung
betrieben, sind keine zusätzlichen Anschlüsse erforderlich. Es muss jedoch gewährleistet sein, dass
das Hubendabschaltergewicht vorschriftsmäßig am Hauptausleger-Hubseil montiert ist. Bei einer
geraden Anzahl an Seilsträngen ist das Gewicht des Hubendabschalters am Abspannungsende des
Hubseils anzubringen. Bei einer ungeraden Anzahl an Seilsträngen ist das Gewicht des
Hubendabschalters am Seilstrang mit der niedrigsten Betriebsgeschwindigkeit anzubringen.
Wird der Kran mit Hauptauslegerverlängerung oder Kopfabschnitt betrieben, so ist das
Verbindungskabel zwischen der Verteilerdose der Gitterspitzenverlängerung und der Verteilerdose
am Hauptausleger anzubringen. Das Gewicht des Hauptausleger-Hubendabschalters muss
abgenommen und am Hubendabschalter der Verlängerung oder des Auslegeransatzes angebracht
werden.

ACHTUNG

Wenn das Gewicht des Hubendabschalters nicht umgesetzt wird, funktioniert das
Hubendabschaltersystem nicht vorschriftsmäßig. Bei Betrieb mit der Verlängerung/dem
Kopfabschnitt darf kein Gewicht am Hubendabschalter des Hauptauslegers angebracht sein.

• Maschinen mit Haupt- und Zusatzhubwerken


Wird die Hauptauslegerverlängerung oder der Kopfabschnitt nicht verwendet, so muss der
Überbrückungsstecker an der Verteilerdose des Hauptauslegers angeschlossen werden und das
Gewicht des Hubendabschalters am Hauptausleger angebracht werden.
Wird der Kran mit Hauptauslegerverlängerung und/oder Gitterspitzenverlängerung betrieben, so ist
das Verbindungskabel zwischen der Verteilerdose der Verlängerung oder des Kopfabschnitts und der
Verteilerdose am Hauptausleger anzubringen. Außerdem müssen Gewichte sowohl am
Hubendabschalter des Hauptauslegers als auch an der Verlängerung oder am Kopfabschnitt
angebracht sein.
Befindet sich die Hauptausleger- oder die Gitterspitzenverlängerung in der Betriebsstellung und der
Hauptausleger ist nicht mit einem Hubseil ausgerüstet, so muss das Gewicht des Hubendabschalters
am Hauptausleger entfernt werden, um eine Gefährdung der Mitarbeiter oder Sachschäden zu
verhüten.

Nachdem alle elektrischen Anschlüsse geprüft wurden, um sicherzustellen, dass das System für die
jeweilige Krankonfiguration vorschriftsmäßig angeschlossen ist, sind die folgenden Prüfungen durch-
zuführen:
1. Die elektrischen Drähte, die die verschiedenen Systemteile verbinden, auf physische Schäden
prüfen.

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Kontrollprüfungen vor der Inbetriebnahme

2. Die Hubendabschalter und Hubendgewichte auf ungehinderte Bewegung prüfen.


3. Die federbelastete Seiltrommel auf gleichmäßigen Lauf, anfängliche Trommelspannung und
korrekte Aufwicklung des Seils prüfen.
4. Die mechanische und elektrische Installation der Kraftmessdose an den
Gitterspitzenverlängerungen (falls vorhanden) prüfen.

ACHTUNG

Die folgenden Prüfungen mit besonderer Sorgfalt durchführen, um Beschädigungen des


Krans und Verletzungen der Mitarbeiter zu verhüten. Vor Beginn der Arbeit müssen diese
Prüfungen erfolgreich abgeschlossen werden, um die vorschriftsmäßige Funktion des
Lastmomentbegrenzungssystems zu gewährleisten. Kann der Kranführer nicht sehen, wie
die Hakenflasche sich dem Riemenscheibenkopf nähert, muss er diese Aufgabe an einen
Helfer (Anschläger/Signalgeber) übertragen. Der Kranführer muss bereit sein, die Maschine
umgehend anzuhalten, wenn das Lastmomentbegrenzungssystems nicht vorschriftsmäßig
funktioniert, d. h. wenn die roten Warnleuchten nicht aufleuchten, der akustische Alarm nicht
ertönt und Kranbewegungen wie Anheben, Ausfahren und Wippen nicht abgeschaltet
werden.

Die Hubendabschalter-Warnleuchte und den akustischen Alarm wie folgt prüfen:


1. Das am Hubendabschalter angebrachte Gewicht von Hand anheben. Sobald das Gewicht ange-
hoben wird, muss der akustische Alarm ertönen und die Hubendabschalter-Warnleuchte muss
aufleuchten.
2. Die Hakenflasche mithilfe des Haupthubwerks langsam gegen das Gewicht des
Hubendabschalters ziehen. Sobald das Gewicht durch die Hakenflasche angehoben wird, muss
der akustische Alarm ertönen, die Hubendabschalter-Warnleuchte muss aufleuchten, und das
Haupthubwerk muss ausgeschaltet werden. Die Hakenflasche etwas absenken, um diesen
Zustand zu beheben.
3. Den Hauptausleger langsam absenken, um einen potenziellen Zustand zu schaffen, bei dem das
Hubende erreicht wird. Sobald das Gewicht durch die Hakenflasche angehoben wird, muss der
akustische Alarm ertönen, die Hubendabschalter-Warnleuchte muss aufleuchten, und das
Wippwerk muss ausgeschaltet werden. Die Hakenflasche etwas absenken, um diesen Zustand zu
beheben.
4. Den Hauptausleger langsam ausfahren (Teleskopfunktion), um einen potenziellen Zustand zu
schaffen, bei dem das Hubende erreicht wird. Sobald das Gewicht durch die Hakenflasche
angehoben wird, muss der akustische Alarm ertönen, die Hubendabschalter-Warnleuchte muss
aufleuchten, und die Teleskopfunktion muss ausgeschaltet werden. Die Hakenflasche etwas
absenken, um diesen Zustand zu beheben.

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Kontrollprüfungen vor der Inbetriebnahme

ACHTUNG

Funktionieren die Warnleuchten und der akustische Alarm nicht wie beschrieben und werden
die Kranbewegungen nicht ausgeschaltet, so funktioniert das System nicht
vorschriftsmäßig. Die Störung muss behoben werden, bevor die Arbeit aufgenommen wird.

5. Wenn der Kran mit einer Hauptausleger- oder Gitterspitzenverlängerung ausgerüstet ist, muss
das Prüfverfahren für den Hubendabschalter der Verlängerung/des Kopfabschnitts wiederholt
werden.
6. Prüfen, ob die Anzeige der Hauptauslegerlänge mit der tatsächlichen Auslegerlänge
übereinstimmt.
7. Prüfen, ob die Anzeige des Hauptauslegerwinkels mit den tatsächlichen Auslegerwinkeln
übereinstimmt.
8. Prüfen, ob die Anzeige der Betriebsausladung des Krans mit der tatsächlichen Ausladung
übereinstimmt.
9. Die Lastanzeige prüfen, indem eine Last mit einem bekannten Gewicht angehoben wird. Die
Genauigkeit der Lastanzeige muss innerhalb des Toleranzbereichs liegen.

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Kontrollprüfungen vor der Inbetriebnahme

5.1 BETRIEB

Der Lastmomentbegrenzer ist betriebsbereit, nachdem er ordnungsgemäß eingestellt wurde. Aus


diesem Grund muss der Kranführer mit allen Bedienelementen des Lastmomentbegrenzers vertraut
sein und die korrekten Eingaben vornehmen, bevor der Kran in Betrieb genommen wird. Die
vorschriftsmäßige Systemfunktion muss durch Anheben einer Last mit bekanntem Gewicht und
Vergleich dieser Last mit den auf dem Lastmomentbegrenzer angezeigten Daten geprüft werden.
Die Nennlast umfasst das Gewicht der Hakenflasche, der Schlingen und der zusätzlichen
Lasthandhabungsvorrichtungen. Durch Abziehen des Gesamtgewichts dieser einzelnen Gewichte von
den in der Traglasttabelle angegebenen Werten wird das zu hebende Nettogewicht ermittelt.

ACHTUNG

Weist eine der Anzeigen eine Abweichung zwischen angezeigten und Ist-Werten auf, so
muss der zuständige PAT-Kundendienstvertreter zur Reparatur des Systems oder
Nachprüfung der Lastmomentbegrenzer-Kalibrierung des Krans herangezogen werden.

Kontaktaufnahme: www.hirschmann-ac.de

ACHTUNG

Bei baulichen Veränderungen oder anderen Änderungen am Kran muss die


Lastmomentbegrenzer-Kalibrierung des Krans erneut nachgeprüft werden.

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Wartung und Instandhaltung

6. WARTUNG UND INSTANDHALTUNG

Die tägliche Instandhaltung des Lastmomentbegrenzungssystems besteht aus der Prüfung folgender
Komponenten:

1. Elektrische Drähte, die die verschiedenen Systemteile verbinden. Ist ein Kabel beschädigt, so
muss es umgehend ersetzt werden.
2. Isolierung des Längenanzeigeseils und/oder des Hubendabschalterkabels sowie der
Kabelführungen. Bei Beschädigung der Isolierung oder der Kabelführungen müssen diese Teile
umgehend ersetzt werden.
3. Prüfung der Hubendabschalter auf ungehinderte Bewegung.
4. Prüfung der Seiltrommeln auf ausreichende Vorspannung.
5. Prüfung der Druckaufnehmer an den Hubzylindern und der Verbindungsschläuche auf Öllecks.

ACHTUNG

Für Mitarbeiter ohne entsprechende Schulung ist nur die Behebung solcher Störungen
zulässig, in der Störungstabelle aufgeführt sind; sie dürfen jedoch keine schadhaften
mechanischen Teile oder Kabel ersetzen.

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Wartung und Instandhaltung

6.1 Informations-/Wartungsmenüs

Das System verfügt über verschiedene Menüs, in denen Systeminformationen angezeigt werden
können.
Darüber hinaus können in mehreren Wartungsmenüs Einstellungen vorgenommen werden, die
Auswirkungen auf das Systemverhalten haben. Der Zugriff auf diese Menüs ist durch einen
Zugriffscode geschützt.
Während des Aufrufverfahrens unterbricht das System vorübergehend die Kranbewegungen. Außerdem leuchten die
Warnleuchten (3), (4) und (5) auf.

Aufruf der Funktion:

Informationssensor-Werte:

Zurück zum vorherigen Menü

zu den Kalibrierungsmenüs
(Wartung)
(Zugriff ist codegeschützt)
Zu Info-Netzknoten 1 /
Netzknoten 2

Info-Netzknoten 1 (expert compact):

Zurück zum vorherigen Menü

Bildlauf nach unten

Bildlauf nach oben

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Wartung und Instandhaltung

Info-Netzknoten 2 (iFLEX2):

Zurück zum vorherigen Menü

Bildlauf nach unten

Bildlauf nach oben

Die Navigation durch den Sektor der Informations- und Wartungsmenüs ist im Anhang zu finden.

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Störungssuche

7. STÖRUNGSSUCHE

7.1 Allgemeines

Falls das System eine Störung oder einen Betriebsfehler erfasst, werden im Statusfeld der
Datendisplay (1) Codes angezeigt, die die Ursache für die Störung angeben:

Fehler im Lastmomentbegrenzungssystem:

Fehler im Steuerungssystem: oder

Die in der nachstehenden Störungstabelle aufgeführten Fehlercodes geben verschiedene Störungen


an, die bei diesem System auftreten können. Störungen im Lastmomentbegrenzungssystem, die
durch Überschreiten der vorgeschriebenen Bereiche oder durch Bedienungsfehler seitens des
Kranführers verursacht werden, können normalerweise vom Kranführer selbst behoben werden.
Fehler im Mikroprozessorsystem dürfen nur von werksseitig geschultem Kundendienstpersonal
behoben werden.
In einem solchen Fall mit dem Hirschmann-Kundendienst Kontakt aufnehmen.
> www.hirschmann-ac.com > ELECTRONIC CONTROL SYSTEMS > Service & Support

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Störungssuche

7.2 Störungstabelle für das Lastmomentbegrenzungssystem (LSQG V 1.xx)

Fehlercode Fehler Ursache Abhilfe


• Werte sind aufgrund übermäßigen • Ausleger auf eine Ausladung bzw.
Anhebens des Auslegers unter die einen Winkel absenken, die/der in
Unter Ausladungsbereich Mindestausladung abgefallen bzw. der Traglasttabelle angegeben ist.
E01 abgefallen oder haben den Höchstwinkel
Winkelbereich überschritten überschritten, die/der in der
entsprechenden Traglasttabelle
spezifiziert ist.
• Werte haben aufgrund • Ausleger auf eine Ausladung bzw.
übermäßigen Absenkens des einen Winkel anheben, die/der in
Ausladungsbereich Auslegers die Höchstausladung der Traglasttabelle angegeben ist.
E02 überschritten oder unter überschritten bzw. sind unter den
Winkelbereich abgefallen Mindestwinkel abgefallen, die/der
in der entsprechenden
Traglasttabelle spezifiziert ist.
Nicht zulässige Drehzone • In dieser Drehzone keine Last • In den zulässigen Bereich drehen
E03
(Bereich ohne Last) zulässig
• Nicht existierende Betriebsart • Korrekte Betriebsart für den
Betriebsart nicht bestätigt wurde ausgewählt betreffenden Betriebszustand
E04 oder nicht zulässige einstellen
Drehzone • Hauptausleger befindet sich in • Ausleger in einen zulässigen
einer nicht zulässigen Drehzone Bereich drehen
• Hauptausleger wurde zu weit oder • Hauptausleger auf die korrekte
nicht weit genug ausgefahren, z. B. Länge ausfahren/einfahren
wenn bei nicht zulässigem
Überschreiten einer bestimmten
maximalen Auslegerlänge oder bei
Lastkurven für Hilfsausleger, wobei
der Hauptausleger auf eine
bestimmte Länge ausgefahren
werden muss
• Einstellung des Längengebers • Hauptausleger einfahren
Unzulässiger verändert, z. B. ist das Seil von der Vorspannung der Seiltrommel
E05
Längenbereich Längengebertrommel abgeglitten. prüfen (Seil muss straff sein).
Längengeber öffnen und
Längengeber-Potentiometer
vorsichtig mit einem
Schraubendreher gegen den
Uhrzeigersinn bis zur Raste
drehen.
• Kupplung zwischen Längengeber- • Gesamte Kupplung einschließlich
Potentiometer und Antrieb ist Antriebsrad ersetzen und
defekt Längengeber-Potentiometer wie
oben beschrieben einstellen.
• Durch übermäßiges Absenken des • Hilfsausleger auf eine Ausladung
Ausladungsbereich bei
wippenden Hilfsauslegers in der bzw. einen Winkel bringen, die/der
Betrieb mit wippendem
Traglasttabelle angegebene in der Traglasttabelle angegeben
E06 Hilfsausleger überschritten
Höchstausladung überschritten ist.
oder unter Winkelbereich
oder Wert unter Mindestwinkel
abgefallen
abgefallen.

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Störungssuche

Fehlercode Fehler Ursache Abhilfe


• Längenpotentiometer defekt • Längenpotentiometer ersetzen
Unter unteren Grenzwert • PDB-Variable für Analogwert nicht • Korrekte PDB-Variable für
E11 für Messkanal „Länge unterstützt Analogwert in DGA6.i.3 einrichten
Hauptausleger“ abgefallen • Elektronische Komponente im • Gebereinheit ersetzen
Messkanal defekt
• Druckaufnehmer defekt • Druckaufnehmer ersetzen
Unter unteren Grenzwert im • PDB-Variable für Analogwert nicht • Korrekte PDB-Variable für
Messkanal
E12 unterstützt Analogwert in DGA6.i.3 einrichten
„Druckkolbenseite“
• Elektronische Komponente im • Gebereinheit ersetzen
abgefallen
Messkanal defekt
Unter unteren Grenzwert im • siehe E12 • siehe E12
Messkanal
E13
„Druckstangenseite“
abgefallen
Unter unteren Grenzwert im • Kraftaufnehmer defekt • Kraftaufnehmer ersetzen
E14 Messkanal „Kraft“ • Elektronische Komponente im • Gebereinheit ersetzen
abgefallen Messkanal defekt
• Winkelpotentiometer defekt • Winkelgeber ersetzen
Unter unteren Grenzwert im • PDB-Variable für Analogwert nicht • Korrekte PDB-Variable für
E15 Messkanal „Winkel unterstützt Analogwert in DGA6.i.3 einrichten
Hauptausleger“ abgefallen • Elektronische Komponente im • Gebereinheit ersetzen
Messkanal defekt
Unter unteren Grenzwert im • Winkelpotentiometer defekt • Winkelgeber ersetzen
E16 Messkanal „Winkel 2“ • Elektronische Komponente im • Gebereinheit ersetzen
abgefallen Messkanal defekt
Unter unteren Grenzwert im • Längenpotentiometer defekt • Längengeber ersetzen
E17
Messkanal • Elektronische Komponente im • Gebereinheit ersetzen
„Teleskopierlänge I (+II)“ Messkanal defekt
abgefallen
Vordere Abstützpratze • Vordere Abstützpratze überlastet
E18
überlastet
• Kabel zwischen Zentraleinheit und • Kabel und Stecker prüfen, bei
Drehwinkelgeber defekt oder lose. Bedarf ersetzen
Unter unteren Grenzwert im Wasser im Stecker des • In den zulässigen Bereich
Messkanal „Drehwinkel 1“ Winkelgebers bewegen
abgefallen • 1-Kanal-Drehgeber-
E1A
Mindestwert DGA 11.5.7 <> 0
Drehen unterhalb des
• Drehwinkelpotentiometer defekt • Drehwinkelgeber ersetzen
zulässigen Bereichs
• Elektronische Komponente im • Gebereinheit ersetzen
Messkanal defekt
Unter unteren Grenzwert im • siehe E1A • siehe E1A
E1B Messkanal „Drehwinkel 2“
abgefallen
Unter unteren Grenzwert im • Winkelpotentiometer defekt • Winkelgeber ersetzen
E1C
Messkanal „Winkel des • Elektronische Komponente im • Gebereinheit ersetzen
wippenden Hilfsauslegers“ Messkanal defekt
abgefallen
Oberer Grenzwert im • siehe E11 • siehe E11
Messkanal
E21
„Hauptauslegerlänge“
überschritten

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Störungssuche

Fehlercode Fehler Ursache Abhilfe


Oberer Grenzwert im • siehe E12 • siehe E12
Messkanal
E22
„Druckkolbenseite“
überschritten
Oberer Grenzwert im • siehe E12 • siehe E12
Messkanal
E23
„Druckstangenseite“
überschritten
Oberer Grenzwert im • siehe E14 • siehe E14
E24 Messkanal „Kraft“
überschritten
Oberer Grenzwert im • siehe E15 • siehe E15
Messkanal
E25
„Hauptauslegerwinkel“
überschritten
Oberer Grenzwert im • siehe E16 • siehe E16
E26 Messkanal „Winkel 2“
überschritten
Oberer Grenzwert im • siehe E17 • siehe E17
Messkanal
E27
„Teleskopierlänge I (+II)“
überschritten
Oberer Grenzwert im • siehe E1A • siehe E1A
Messkanal „Drehwinkel 1“ • 1-Kanal-Drehgeber- • In den zulässigen Bereich
E2A überschritten Höchstwert DGA 11.5.8 <> 0 bewegen
Drehen oberhalb des
zulässigen Bereichs
Oberer Grenzwert im • siehe E1A • siehe E1A
E2B Messkanal „Drehwinkel 2“
überschritten
Oberer Grenzwert im • Winkelpotentiometer defekt • Winkelgeber ersetzen
E2C
Messkanal „Winkel des • Elektronische Komponente im • Gebereinheit ersetzen
wippenden Hilfsauslegers“ Messkanal defekt
überschritten
• Systemprogrammdatei ist • Gültige System-Software
E31 Fehler im Systemprogramm beschädigt hochladen
• Flash-EPROM beschädigt • Zentraleinheit ersetzen
• +UB-System bei Systemstart nicht • +UB-System und +UB-
vorhanden Stromversorgung müssen separat
• +UB-System bei Systemende nicht verdrahtet werden: +UB -System
Fehler in der vorhanden direkt an Kranbatterie
E32
Stromversorgung • Kontaktprobleme am +UB-Ein/Aus- angeschlossen. +UB-
Schalter Stromversorgung für Ein/Aus-
Schalter
• +UB wieder aus-/einschalten
• Systemprogrammdatei ist • Gültige System-Software
Fehler im logischen
E37 beschädigt Flash-EPROM hochladen Zentraleinheit ersetzen
Programmablauf
beschädigt
Systemprogramm- und • Systemprogramm im LMB stimmt • Gültige Systemprogrammdatei
E38 Krandatendatei stimmen nicht mit Programmierung in bzw. gültige Krandatendatei
nicht überein Krandatendatei überein hochladen

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Fehlercode Fehler Ursache Abhilfe


Systemprogramm- und • Systemprogramm im LMB stimmt • Gültige Systemprogrammdatei
E39 Traglasttabellen-Datei nicht mit Programmierung in bzw. gültige Traglasttabellen-Datei
stimmen nicht überein Traglasttabellen-Datei überein hochladen
Fehler im Schreib-/Lese- • Schreib-/Lese-Speicher (RAM) • Zentraleinheit ersetzen
E43
Speicher (RAM) oder Zentraleinheit defekt
Fehler im überwachten • CRC-Zeichen des überwachten • LMB neu starten
Schreib-/Lese-Speicher Schreib-/Lese-Speichers ist falsch • Pufferbatterie an Zentraleinheit
(RAM) • Pufferbatterie entladen (< 2 V bei 1 ersetzen
Zyklische Blockprüfung kOhm) • Zentraleinheit ersetzen
E47
(CRC) des überwachten • Zentraleinheit defekt
Schreib-/Lese-Speichers
ergibt zusammenhangloses
Ergebnis
• Keine gültigen Daten in • Gültige Krandatendatei hochladen
E51 Fehler in Krandatendatei Krandatendatei • Zentraleinheit ersetzen
• Flash-EPROM beschädigt
• Keine gültigen Daten in • Gültige Traglasttabellen-Datei
Fehler in Traglasttabellen-
E52 Traglasttabellen-Datei hochladen
Datei
• Flash-EPROM beschädigt • Zentraleinheit ersetzen
Falsche Einrichtung der • Analogeingabe nicht unterstützt • Korrekten Merker in DGA 6.i.2
E53 min. Analogeingaben einrichten
Länge1, Winkel1, Druck1
• Während Kalibrierung keine • Wiederherstellen oder gültige
E56 Fehler in Krandatendatei gültigen Daten in Krandatendatei Krandatendatei hochladen
• Flash-EPROM beschädigt • Zentraleinheit ersetzen
• Gepufferte Datendatei enthält • System zurücksetzen
Fehler in gepufferter
E57 keine gültigen Daten • Zentraleinheit ersetzen
Datendatei
• Flash-EPROM beschädigt
• CAN-Busleitung zwischen • Verbindung zwischen
Zentraleinheit und Gebereinheit Zentraleinheit und Gebereinheiten
Fehler in CAN-Bus- defekt oder nicht angeschlossen prüfen
E61 Datenübertragung für alle
• Can-Bus-Anschluss in • Zentraleinheit ersetzen
CAN-Einheiten
Zentraleinheit defekt
• Kurzschluss in CAN-Busleitung • CAN-Busleitung ersetzen
• Kabel zwischen Zentraleinheit und • Kabel zur Gebereinheit prüfen
Gebereinheit defekt
Fehler in CAN-Bus-
• Can-Bus-Anschluss in • Zentraleinheit ersetzen
Datenübertragung der Zentraleinheit defekt
E62
Druckaufnehmer-
Gebereinheit • Can-Bus-Anschluss in • Gebereinheit ersetzen
Gebereinheit defekt
• Gebereinheit defekt • Gebereinheit ersetzen
Fehler in der CAN-Bus- • Analogwerte der Gebereinheit sind • Gebereinheit ersetzen
E63 Druckaufnehmer- ungültig
Gebereinheit
Fehler in der CAN-Bus- • Siehe E62 • Siehe E62
Datenübertragung der
E64
Längen-/
Winkelgebereinheit
Fehler in der CAN-Bus- • Siehe E63 • Siehe E63
E65 Längen-/
Winkelgebereinheit

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Fehlercode Fehler Ursache Abhilfe


Fehler in den Daten des • PDB-Variable ungültig • System-Software ändern MENTOR
E66
digitalen E/A-MENTOR ändern
Fehler in der CAN-Bus- • PDB-Variable ungültig • Digitales externes E/A-CAN-Modul
Datenübertragung des anschließen
E67
digitalen externen E/A-
Moduls
• Gewählter Abspannungszustand • Anderen Abspannungszustand
Falscher
E84 nicht in der Krandatendatei wählen Programmierung in
Abspannungszustand
enthalten Krandatendatei prüfen
Fehler in der • Die berechnete Ausladung ist zu • Programmierung in Krandatendatei
E85
Ausladungsfestlegung klein (negativer Ausschlag) prüfen
• Betriebsart wurde an Konsole • Betriebsart wählen, wenn keine
Betriebsart-Änderung mit geändert, während am Last am Hauptausleger angebracht
E89
Last Hauptausleger eine Last ist
angebracht war
• LMB-Verarbeitungszeitgrenze • System zurücksetzen
E98 LMB-Watchdog aktiviert überschritten • PC-Terminal anschließen und
Fehlermeldungen ablesen
Kurzschluss im • Kurzschluss im Hubendabschalter • Hubendabschalter ersetzen
Hubendabschalterkreis • Kurzschluss im Kabel zum • Kabel zum Hubendabschalter
EAB
(nicht bei Funk- Hubendabschalter ersetzen
Hubendabschaltung)
• Gelöstes Kabel • Kabel im Hubendabschalter
Hubendabschalterkreis
im Hubendabschalter anschließen oder ersetzen
EAC unterbrochen (nicht bei
• Gelöstes Kabel • Kabel zum Hubendabschalter
Funk-Hubendabschaltung)
zum Hubendabschalter anschließen oder ersetzen
• Falsche Funktion des Sensors • Hubendabschalter ersetzen
• CAN-Bus-Verzögerung • Kabel zum Hubendabschalter
• Funktelegramm- ersetzen
Kein gültiger
EAD Verzögerungsmodul (Funk- • Batterie des Funkmoduls ersetzen
Hubendabschalter-Status
Hubendabschaltung) (Funk-Hubendabschaltung)
• Funktelegramm-Kennnummer • Kennnummer in DGA12.9
ungültig einrichten
• Einrichtung des Datenloggers ist • Daten übertragen und Datenlogger
Datenlogger-
EDB gelöscht (ser. Krandatendatei oder wieder einrichten
Einrichtungsfehler
batteriegepufferter RAM)
• Datenlogger- • System zurücksetzen
Datenlogger-Watchdog
EDC Verarbeitungszeitgrenze • PC-Terminal anschließen und
aktiviert
überschritten Fehlermeldungen ablesen
• Niedrige Batteriespannung bei • Batterie nach dieser Einrichtung
EDD Batterie entladen
Batterieprüfung erfasst der Echtzeituhr wechseln
• Datenspeicherung nicht möglich, • Meldung wird nach einigen
EDE Datensatz verloren da andere Aufgabe gleichzeitig Sekunden ausgeblendet
Daten speichert
• Speicherung von mehr Daten nicht • Meldung wird nach einigen
EDF Flash-Block voll
möglich Sekunden ausgeblendet
• Eine Funktion benötigt mehr als • Meldung wird nach einigen
EFD LMB-Watchdog extra Zeit
0,5 s, z. B. Flash PROM-Schreiben Sekunden ausgeblendet

Hinweis:
Falls eine Fehlermeldung angezeigt wird, die nicht in der vorliegenden Liste enthalten ist, bitte mit
dem Hirschmann-Kundendienst vor Ort Kontakt aufnehmen. > www.hirschmann-ac.de <

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Anhang: Überblick über die Menüstruktur (Info- und Wartungsmenüs)

Startbildschirm

SYSTEMSTART-BILDSCHIRM

Keine Funktionstasten verfügbar.


Anhang: Beschreibung der Struktur der Info-/Wartungsmenüs

Bildschirm wechselt automatisch


nach Abschluss des Systemtests.
Anhang

LMB-Hauptbildschirm (1. Ebene der Funktionstasten)

Info-Bildschirm anzeigen

Auswahl des Betriebsmodus starten

GRENZWERT-Menü anzeigen

TARA-Funktion starten

Zur 2. Ebene der Funktionstasten


wechseln

LMB-Hauptbildschirm (2. Ebene der Funktionstasten)

Zurück zum vorherigen Menü

Bildschirm LMB-Werte anzeigen

Wartungsmenü anzeigen

CAN-Bus-Menü anzeigen

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Anhang: Überblick über die Menüstruktur (Info- und Wartungsmenüs)

INFO-Bildschirm starten (Überblick über Konfiguration)

Zurück zum vorherigen Menü

Geberwerte anzeigen

Systeminfo anzeigen
(Netzknoten 1 / 2)
Wartungscode-Eingabe
(für den Zugriff auf die
Kalibrierungsmenüs)

Geberwerte

Zurück zum vorherigen Menü

Wartungscode-Eingabe
(für den Zugriff auf die
Kalibrierungsmenüs)
Systeminfo anzeigen
(Netzknoten 1 / 2)

Systeminfo-Bildschirme (Netzknoten 1: expert compact)

Zurück zum vorherigen Menü

Bildlauf nach unten

Bildlauf nach oben

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Anhang: Überblick über die Menüstruktur (Info- und Wartungsmenüs)

Systeminfo-Bildschirme (Netzknoten 2: iFLEX2)

Zurück zum vorherigen Menü

Bildlauf nach unten

Bildlauf nach oben

Bildschirm LMB-Werte

Zurück zum vorherigen Menü

Aufruf Wartungsmenü

Zurück zum vorherigen Menü

E/A von iFLEX2 anzeigen

Wartungscode-Eingabe
(für den Zugriff auf die
Kalibrierungsmenüs)

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Anhang: Überblick über die Menüstruktur (Info- und Wartungsmenüs)

Aufruf E/A von iFLEX2: digitale Eingänge

Zurück zum vorherigen Menü

Digitale Ausgänge anzeigen

Analoge Eingänge anzeigen

E/A von iFLEX2: digitale Ausgänge

Zurück zum vorherigen Menü

Digitale Eingänge anzeigen

Analoge Eingänge anzeigen

E/A von iFLEX2: analoge Eingänge

Zurück zum vorherigen Menü

Digitale Eingänge anzeigen

Digitale Ausgänge anzeigen

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Anhang: Überblick über die Menüstruktur (Info- und Wartungsmenüs)

Wartungscode-Eingabe (für den Zugriff auf die Kalibrierungsmenüs)

Für den Zugriff auf die


Kalibrierungsmenüs muss ein
entsprechender 5-stelliger Code
eingegeben werden.

Mithilfe des Drehwahlrads eine Ziffer


eingeben, dann die Radtaste
drücken, um die nächste Ziffer zu
wählen.

Nachdem die Eingabe abgeschlos-


sen ist, wird der Bestätigungsbild-
schirm angezeigt:

Wartungscode-Eingabe (Bestätigungsbildschirm)

OK, gewählten Code bestätigen

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

>>

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Anhang: Überblick über die Menüstruktur (Info- und Wartungsmenüs)

Kalibrierungsbildschirm (Druckaufnehmer-Kolbenseite)

Kalibrierungsschritt überspringen

Autom. Kalibrierung (auf Null stellen)

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

Kalibrierungsbildschirm (Druckaufnehmer-Stangenseite)

Kalibrierungsschritt überspringen

Autom. Kalibrierung (auf Null stellen)

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

Kalibrierungsbildschirm (Drehwinkel)

Kalibrierungsschritt überspringen

Autom. Kalibrierung (auf Null stellen)

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

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Anhang: Überblick über die Menüstruktur (Info- und Wartungsmenüs)

Kalibrierungsbildschirm (Hauptauslegerlänge)

Kalibrierungsschritt überspringen

Längenkalibrierung starten

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

Kalibrierung der Mindestlänge starten

Kalibrierungsschritt überspringen

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

Kalibrierungsbildschirm Mindestlänge

Kalibrierungsschritt überspringen

Mindestlänge einstellen

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

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Anhang: Überblick über die Menüstruktur (Info- und Wartungsmenüs)

Kalibrierung der Höchstlänge starten

Kalibrierungsschritt überspringen

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

Kalibrierungsbildschirm Höchstlänge

Kalibrierungsschritt überspringen

Höchstlänge einstellen

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

Kalibrierungsbildschirm (Hauptauslegerwinkel)

Kalibrierungsschritt überspringen

Winkelkalibrierung starten

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

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Anhang: Überblick über die Menüstruktur (Info- und Wartungsmenüs)

Kalibrierung des Null-Grad-Winkels starten

Kalibrierungsschritt überspringen

Nächsten Winkel kalibrieren

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

Hauptausleger auf nächsten Winkel anheben

Kalibrierungsschritt überspringen

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

Winkel kalibrieren

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

Winkel kalibrieren

Gegenwärtigen Winkel als


definierten Winkel einstellen

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Anhang: Überblick über die Menüstruktur (Info- und Wartungsmenüs)

Winkel verstellen

Abbrechen und zum LMB-Bildschirm


zurückkehren

Winkelwert um 0,1° erhöhen

Winkelwert um 0,1° verringern

Winkel bestätigen

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Anhang: Wichtige Hinweise für Kranführer und Kranbetreiber

ANWEISUNGEN 1 Abschaltwerte für Auslegerkrane mit variablen Nenntraglasten in


Abhängigkeit von variablen Betriebsausladungen

Die Abschaltwerte für den Kran werden von uns auf der Grundlage der vom Kranhersteller
angegebenen Traglasttabellen und Konstruktionszeichnungen ermittelt.
Diese theoretischen Abschaltwerte müssen am Kran in allen Betriebsarten durch Tests mit
gewogenen Prüflasten und mindestens bei den nachfolgend beschriebenen
Abspannungskonfigurationen entsprechend der jeweiligen Kranausführung geprüft werden.
• Krane mit fester Hauptauslegerlänge im Betrieb:
Kleinste, mittlere und größte Ausladung für kürzeste, mittlere und längste Hauptauslegerlänge,
sowie kürzeste, mittlere und längste Ansatzhilfsausleger für diese Hauptauslegerlängen.
• Krane mit variabler Hauptauslegerlänge im Betrieb:
Kleinste, mittlere und größte Ausladung für jede Längenstufe sowie für alle Ansatzhilfsausleger.

ANWEISUNGEN 2 Wichtige Hinweise für den Kranführer

Der Lastmomentbegrenzer ist eine Hilfseinrichtung, die den Kranführer vor bevorstehenden
Überlastungszuständen oder vor dem Annähern der Hakenflasche an den Hauptauslegerkopf warnt,
um Sachschäden und Verletzungen zu verhüten.
Dieses System kann das gute Urteilsvermögen und die Erfahrung des Kranführers sowie die
Anwendung anerkannter sicherer Kranbetriebsverfahren in keinem Fall ersetzen und ist dafür auch
nicht vorgesehen. Der Kranführer ist nicht seiner Verpflichtung enthoben, den Kran sicher zu
bedienen. Er muss sicherstellen, dass er die angezeigten Anmerkungen und Anweisungen
vollkommen versteht und befolgt. Vor der Inbetriebnahme des Krans muss der Kranführer die
gesamte Anleitung eingehend durchlesen und sich gründlich mit ihrem Inhalt vertraut machen, um
sicherzustellen, dass er den Betrieb des Lastmomentbegrenzers und des Krans genau kennt. Die
vorschriftsmäßige Funktion hängt von der täglichen Prüfung des Systems und der Befolgung der in
dieser Anleitung aufgeführten Bedienungsanweisungen ab.
Das System kann dem Kranführer nur dann als Hilfsmittel dienen, wenn der Lastmomentbegrenzer
vorschriftsmäßig eingestellt wurde und die korrekte Traglasttabelle sowie der richtige Betriebscode für
die jeweilige Abspannungskonfiguration eingegeben wurden. Um Sachschäden und schwere oder gar
tödliche Verletzungen von Personen zu verhüten, muss vor der Aufnahme der Kranarbeiten
sichergestellt sein, dass der Lastmomentbegrenzer korrekt eingestellt ist.

ACHTUNG
Anhang: Wichtige Hinweise

Dieses System ist möglicherweise mit einem schlüsselbetätigten Schalter ausgerüstet, der
sich in der Zentraleinheit des Mikroprozessors befindet. Mit diesem schlüsselbetätigten
Schalter wird die Abschaltfunktion des Lastmomentbegrenzers übersteuert. Der Schalter
darf nur in Notfällen von befugten Mitarbeitern betätigt werden. Die Nichtbefolgung dieser
Anweisungen kann zu Sachschäden und zu schweren oder gar tödlichen Verletzungen von
Personen führen.

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Anhang: Wichtige Hinweise für Kranführer und Kranbetreiber

ANWEISUNGEN 3 Wichtige Hinweise für den Kranbetreiber

In der Bundesrepublik Deutschland unterliegt die Konstruktion von Überlastungssicherungen für


Krane den Richtlinien der VDI-Norm 3570 (VDI = Verein Deutscher Ingenieure). In dieser Richtlinie
werden auch die Bedeutung und die Beschränkungen von Überlastungssicherungen erläutert.
„Überlastungssicherungen beim Kranbetrieb sind dazu vorgesehen, Unfälle, Personen- und
Sachschäden sowie eine Gefährdung von Last und Kran als Folge von Überlastungen so weit wie
möglich zu verhüten. Kranbetreiber und Kranführer sollten sich bewusst sein, dass eine
Überlastungssicherung nicht alle Gefahren rechtzeitig erkennen kann, und dass Störungen durch
nicht offensichtliche Einflüsse möglich sind. Aus diesem Grund sind Sie nicht ihrer Verpflichtung
enthoben, mit der gebotenen Vorsicht vorzugehen und müssen Ihrer Verantwortung nachkommen,
die Betriebsregeln zu befolgen und die Belastungsgrenzen des Krans einzuhalten.
Überlastungssicherungen dürfen nicht für den standardmäßigen Betrieb eingesetzt werden. Sie
sollten nur in Notfällen ausgelöst werden. Die Nenntraglast des Hebezeugs darf durch eine
Überlastungssicherung nicht reduziert werden.“

VDMA-Anweisungsblatt für Überlastungssicherungen (automatische Überlastanzeiger)


für Auslegerkrane

Gemäß § 24 der UVV (Unfallverhütungsvorschriften) „Auslegerkrane“ ist der gelieferte Kran mit einer Überlastungssicherung
(automatische Überlastanzeige) ausgerüstet, die das Kranhubwerk und das Auslegereinziehwerk ausschaltet, wenn das
zulässige Lastmoment überschritten wird. Um ein Abladen nach Auslösen der Überlastungssicherung zu ermöglichen, muss
es weiterhin möglich sein, eine umgekehrte Bewegung auszuführen. Das bedeutet beispielsweise, dass es noch möglich
sein muss, die Last abzusenken, nachdem das Hubwerk ausgeschaltet wurde.
Eine Überlastungssicherung (automatische Überlastanzeige) wird eingebaut, um die Verwendung des Krans zum Heben von
Lasten, die seine Stabilität gefährden, zu verhindern. Bei der Überlastungssicherung (automatischen Überlastanzeige)
handelt es sich also um einen Not-Aus-Schalter, der bei Überlastungen des Krans alle Bewegungen ausschaltet, die das
Lastmoment erhöhen könnten, und somit mögliche Schäden oder Unfälle verhütet. Die folgenden Anweisungen sind zu
beachten, damit die Überlastungssicherung ihre Funktion als Sicherheitsvorrichtung ausführen kann:
1. Überlastungssicherungen (automatische Überlastanzeigen) dürfen nicht zum Ausschalten des Hubwerks oder des
Auslegereinziehwerks während des normalen Betriebs verwendet werden. Der Kranführer muss vor solchen Arbeiten
in allen Fällen sicherstellen, dass die Traglast nicht von der anzuhebenden Last überschritten wird. Lasten, die die
Traglast des Krans überschreiten, dürfen nicht angehoben werden, auch dann nicht, wenn eine Überlastungssicherung
eingebaut ist. Diese Sicherung darf nicht zu Wiegezwecken verwendet werden, und der Kran darf keine Lasten heben,
die die einzelne zulässige Höchstlast überschreiten.
2. Das Losreißen festsitzender Lasten ist nur im Einvernehmen mit dem Kranhersteller zulässig, und nur mit Kranen, die
speziell für diesen Zweck ausgerüstet sind. Während solcher Arbeiten darf die Überlastungssicherung (automatische
Überlastanzeige) nicht als Lastmesseinrichtung für den Normalbetrieb verwendet werden.
3. Die im Kran eingebaute Überlastungssicherung muss in regelmäßigen Intervallen vor der Aufnahme von Kranarbeiten
gewartet und auf sicheren Betrieb geprüft werden. Gemäß § 35 der UVV (Unfallverhütungsvorschriften)
„Auslegerkrane“ umfassen Kranwartungsarbeiten auch die regelmäßige Prüfung der Überlastungssicherung.
4. Die Überlastungssicherung ist im Allgemeinen nicht automatisch an die verschiedenen Betriebsarten des Krans
angepasst. Der Kranführer ist daher verpflichtet, die Überlastungssicherung auf einen anderen Traglast- bzw.
Lastmomentbereich einzustellen, wenn die Kranbetriebsart geändert wird. Hierzu müssen die Bedienungsanweisungen
des Herstellers der eingebauten Überlastungssicherung befolgt werden. Ein sicherer Kranbetrieb und unfallfreie
Kranarbeiten hängen in einem hohen Maß von der sorgfältigen Befolgung dieser Anweisungen ab. Eine falsch
eingestellte Überlastungssicherung , z. B. eine Sicherung, die auf ein hohes Lastmoment eingestellt ist, wenn die
Abstützpratzen eingezogen werden, ist erheblich gefährlicher als ein Kran ohne Überlastungssicherung, da sie dem
Kranführer ein Gefühl der Sicherheit vermittelt, das nicht gerechtfertigt ist und zu schweren Unfällen führen kann.

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Anhang: Wichtige Hinweise für Kranführer und Kranbetreiber

5. Die eingebaute Überlastungssicherung (automatische Überlastanzeige) muss vom Kranführer auf die entsprechenden
anderen Traglast- bzw. Lastmomentbereiche geändert werden, wenn der Kran auf andere Betriebsarten eingestellt
wird, z. B.:
a. wenn die Abstützpratzen aus- oder eingefahren werden (Wechsel zu hohem oder niedrigem Lastmoment)
b) wenn die Hauptauslegerlänge durch Folgendes geändert wird:
- manuelles Aus- und Einfahren (Teleskopieren)
- Ein- oder Ausbau von Zwischenelementen
c) wenn der Kran in den Bereich eines höheren oder niedrigeren Stabilitätsmoments geschwenkt oder gedreht wird
(Wechsel zu hohem oder niedrigem Lastmoment)
d) wenn sich der Traglastbereich durch die Ausstattung des Hubwerks oder das Auslegereinziehwerks mit mehreren
Seileinscherungen ändert.
6. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Überlastungssicherung nicht wirksam werden kann, d. h. die
Antriebseinheit nicht schnell genug ausgeschaltet werden kann, wenn der Kran nicht vorschriftsmäßig betrieben wird. In
solchen Fällen können Unfälle nicht völlig ausgeschlossen werden, obwohl eine Überlastungssicherung eingebaut ist.
Dies gilt insbesondere für die folgenden Fälle:
- der Haken bzw. die Lasthebevorrichtung ist unter der Last befestigt; dadurch kommt es zu übermäßigen
Zeitverzögerungen;
- Lasten werden in das Seil fallen gelassen;
- die Last wird diagonal gezogen;
- der Kran wird in einen Bereich mit beträchtlicher Geländeneigung gebracht;
- absackender Unterboden;
- Windbelastung.
7. Falls eine Vorrichtung zum Ausschalten bzw. Übersteuern der Überlastungssicherung (automatischen Überlastanzeige)
eingebaut ist, darf diese nur unter Anwendung besonderer Vorsichtsmaßnahmen und in der Gegenwart von
Aufsichtspersonen für den Kran, z. B. während Kranprüfungen, sowie während der vom Kranhersteller vorgesehenen
Arbeiten verwendet werden.

Eine sorgfältige Befolgung der Vorschriften in diesem Anweisungsblatt und im Betriebshandbuch des
Kranherstellers sind Voraussetzung für den sicheren Betrieb der Überlastungssicherung
(Überlastabschaltvorrichtung).
In Zweifelsfällen bitte das Betriebshandbuch des Herstellers zu Rate ziehen. Sollte dieses keine
ausreichenden Informationen enthalten, muss die betreffende Firma kontaktiert werden.
Unbefugte Änderungen an den mechanischen Komponenten der Überlastungssicherung setzen
sämtliche Garantieansprüche außer Kraft.

Herausgegeben von: VDMA Fachgemeinschaft für Hebezeuge und Fördermittel im Verein


Deutscher Maschinenbau-Anstalten e.V.
Düsseldorf-Oberkassel

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Anhang: Wichtige Hinweise für Kranführer und Kranbetreiber

ANWEISUNGEN 4 Hinweise zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) von


elektronischen Systemen unter Berücksichtigung der
Auswirkungen elektromagnetischer Felder

Elektromagnetische Felder wirken sich zunehmend auf elektronische Systeme aus und können zu
Störungen führen. Um diese zu verhindern, werden im Folgenden Vorbeugungsmaßnahmen
aufgeführt, die dem neuesten Stand der Technologie entsprechen:
1. Die Vorbeugungsmaßnahmen gehen hauptsächlich von der Grundidee aus, dass elektronische
Schaltkreise durch eine geschlossene, niederohmige Schutzhaut gegen Hochfrequenzstörungen
vor eingestrahlten Hochfrequenzen abgeschirmt werden sollten.
- Alle Komponenten sind mit Metallaußengehäusen mit Erdungsoption ausgestattet.
- Es werden nur Kabel mit geflochtener Abschirmung verwendet. Die Abschirmung muss alle
Steckverbinder großzügig bedecken und hochleitfähig sein.
- Kopplung der Kran-Erde und der Elektronik-Erde erfolgt nur an einem einzelnen Punkt des
Systems.
2. Die unter Abschnitt 1 aufgeführten allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen können jedoch nicht in
jedem Fall einen vollständigen Schutz gegen elektromagnetische Felder gewährleisten, da die
Größe und die Art der Auswirkungen von den örtlichen Bedingungen abhängen.
Beispiele solcher Einflussfaktoren sind:
- besonders ungünstige Anordnung der Antennen im Verhältnis zum System,
- sehr hohe Sendeleistung,
- konsequente Einhaltung der Maßnahmen von Abschnitt 1 aufgrund örtlicher Gegebenhei-
ten nicht möglich, lange Kabel,
- Kopplung von Störungen in die Speiseleitungen.

Unter ungünstigen Bedingungen bleibt nichts anderes übrig, als vor Ort zusätzlich zu den
Vorbeugungsmaßnahmen versuchsweise noch weitere Maßnahmen zu ergreifen, wobei die
in Abschnitt 1 genannten Grundsätze zu berücksichtigen sind, z. B.:

• Anbringung von Filtern oder Kurzschließen der Störfrequenzen mithilfe von Kondensatoren;
• Herstellung oder Trennung von Erdungsverbindungen;
• Verwendung eines geschützten Abschirmungssystems.

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ANWEISUNGEN 5 Hinweise zur Betriebssicherheit bei der Reparatur von Display- und
Steuerkonsolen

Vorsicht: Flüssigkristall-Displays enthalten flüssige chemische Substanzen. Deshalb sind bei den
folgenden Vorgängen besondere Vorsicht und Sorgfalt erforderlich:

• beim Betrieb von Geräten mit Flüssigkristall-Displays


• während der Lagerung und des Transports (Gefahr des Zerbrechens)
• bei der Entsorgung nicht verwendbarer bzw. überflüssiger Flüssigkristall-Displays

Mögliche Gefahrenquellen sind die Auswirkungen der chemischen Substanzen bei Kontakt
der Haut mit zerbrochenen Flüssigkristall-Displays. Bei einem Kontakt die betroffenen
Hautbereiche gründlich mit Seife waschen. Bei offenen Wunden besonders vorsichtig sein!

ANWEISUNGEN 6 Einbauanweisungen für Display- und Steuerkonsolen ohne


geschlossene Metallgehäuse

Um Funkstörungen zu vermeiden, müssen Hochfrequenzvorrichtungen und -geräte, die unter die


Zulassungsanforderungen fallen, die vom US-Post- und Telekommunikationsminister im Gesetzblatt
Nr. 163/1984 als Verordnungen Nr. 1045/1984 und Nr.1046/1984 herausgegeben wurden, den hierin
genannten Grenzwerten und Bedingungen entsprechen.
Für Display- und Steuerkonsolen ohne geschlossene Metallgehäuse (Armaturenbrett-
Einbauausführung) muss die Leiterschirmung daher mithilfe einer blanken Leitungsklemme direkt vor
der Konsole am Armaturenbrett montiert werden.

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Überarbeitungen

Version Datum Änderungen Name


Rev. A 2007-05-25 Erste Ausgabe für Lastmomentbegrenzer mit iFLEX2- Konopka
System für Grove RT 530

Grove RT 530 expert compact


V 1.04 / 20070511 - © HAC GmbH - 34230104

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