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Katholischer Akademiker/innenverband Wien

Katholischer Akademiker/innenverband Wien Sommerausgabe 2017

Sommerausgabe 2017

VERTEIDIGUNG DES CHRISTLICHEN ABENDLANDES?

DIE NEUE RECHTE UND DAS CHRISTENTUM

Hans Schelkshorn

Nur wenige Jahrzehnte nach dem Fall der Berliner Mauer steht in den Kernstaaten der westlichen Welt der demokratische Rechts- staat in Frage. Der Wahlsieg von Donald Trump hat die republi- kanische Ordnung der USA er- schüttert. In Europa sind neo-rechte Bewegungen zu einer ernsthaften Herausforderung für die etablierten Parteien und das Friedensprojekt der EU geworden.

Parteien und das Friedensprojekt der EU geworden. Trotz aller inhaltlichen Differenzen liegt neorechten

Trotz aller inhaltlichen Differenzen liegt neorechten Parteien eine gemeinsame ideologische Matrix zugrun- de, deren Elemente bereits in früher Zeit von Alain de Benoist, dem Begründer der Nouvelle Droite in Frank- reich, entwickelt worden sind. Die Neue Rechte muss sich nach de Benoit von zwei Dogmen des alten Fa- schismus befreien, nämlich der Option für eine gewalt- same Beseitigung der Demokratie und der Ideologie des biologischen Rassismus, der die Menschheit in Herren- rassen und Untermenschen unterteilt. Im Gegensatz zum Faschismus der 1930er Jahre strebt nach de Benoist die Neue Rechte eine radikale Reform der Demokratie an und ersetzt den alten Rassismus durch einen Ethnoplu- ralismus. Die Welt ist nach de Benoist ein Pluriversum raumgebundener Ethnien und Kulturkreise, die in gleichberechtigter Koexistenz zueinander stehen.

Das Ziel einer neorechten Politik ist nach de Benoist der Rückbau der menschenrechtlich fundierten, pluralen Demokratie in eine ethnische Bürgergemeinschaft nach dem Vorbild der athenischen Polis. Die Menschenrechte werden als ideologisches Produkt des Christentums und der Aufklärung zurückgewiesen. Die Staatsbürgerschaft beruht auf dem Abstammungsprinzip; der linken Beru- fung auf die Menschenrechte wird das „Recht auf Hei- mat“ entgegengehalten.

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Obwohl die neorechte Ideologie auf einer völkischen, antichristlichen Ideologie aufbaut, sind in jüngerer Zeit zahlreiche Allianzen zwischen Christ(inn)en und rechts- populistischen Parteien entstanden. In Ungarn können wir derzeit sogar das Experiment eines völkischen Um- baus des Staates beobachten. Das Christentum wird mit der Nation verschmolzen: „Von dem Augenblick an, wo wir als Ungarn auf die Welt kommen, schließen unsere sieben Stämme“ – so Viktor Orbán – „den Blutbund, gründet unser heiliger Stephan den Staat.“ Die Men- schenrechte sind nach Orbán bloß nette, aber letztlich zweitrangige Themen, der Kosmopolitismus eine libera- le Ideologie.

Die christliche Verbrämung der Ideologie der Neuen Rechten mündet in einen Selbstwiderspruch. Denn der moderne Kosmopolitismus ist im 16. Jahrhundert durch die „Schule von Salamanca“, d.h. durch eine christliche Philosophie, begründet worden. In der Mitte des 20. Jahrhunderts haben inmitten der Barbarei des Faschis- mus christliche Denker wie Jacques Maritain wichtige Grundlagen für eine plurale Demokratie und die UN- Deklaration über die Menschenrechte gelegt. Die Würde der menschlichen Person transzendiert, wie Maritain ge- genüber den völkischen Ideologien seiner Zeit betonte, alle geschichtlichen, auf Abstammung gegründeten Ge- meinschaften. Die normative Vorgängigkeit der Person stellt nach Maritain das relative Recht gewachsener For- men der Gemeinschaft keineswegs in Frage. Auch Mari- tain ist ein Kritiker eines Liberalismus im Sinne eines bindungslosen Individualismus. Wenn jedoch die ethni- sche Gemeinschaft über der Person steht, gibt es nach Maritain gegenüber dem politischen Totalitarismus kein Bollwerk mehr. Aus diesem Grund muss nach Maritain die antike „Bürgerfreundschaft“ durch „eine stärkere, umfassendere Liebe, eben die brüderliche Liebe“ er- gänzt werden.

Auf den christlichen Kirchen lastet noch heute das schwere Erbe der Allianzen mit den faschistischen Sys- temen des 20. Jahrhunderts. Die Neue Rechte stellt das Christentum erneut vor eine historische Herausforde- rung, in der nicht weniger als der universalistische Kern christlicher Moral auf dem Spiel steht. Darüber hinaus stellen die neorechten Verteidiger des „Christlichen Abendlandes“ paradoxerweise die zentralen Errungen- schaften europäischer Kultur, nämlich rechtsstaatliche Demokratie und Menschenrechte, in Frage. Die Antwort auf den politischen Islam kann jedoch nicht in einer völ- kischen Ideologie und einem christlichen Autoritarismus bestehen, die die späte Versöhnung zwischen Christen- tum und Demokratie desavouieren.

Die schonungslose Kritik an eigenen antidemokrati- schen Traditionen ist heute eine der zentralen Aufgaben in der je neu zu leistenden Selbstaufklärung des Chris- tentums. Denn unheilige Allianzen mit neorechten Be- wegungen werden – dies kann schon jetzt mit Sicherheit

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gesagt werden – die Glaubwürdigkeit des Christentums in Europa auf Jahrzehnte hin beschädigen.

In einer Rede vor den Dominikanern in Paris rief Albert Camus 1946 die Christ(inn)en auf, ihre Bündnisse mit dem Faschismus zu beenden und sich am Aufbau einer demokratischen Gesellschaft, einer „Civitas des Dia- logs“, zu beteiligen. Im Kampf gegen antidemokratische Mächte dürfe sich nach Camus das Christentum nicht länger „die Tugend der Auflehnung und der Empörung … die ihm vor langer Zeit eigen war“, entreißen lassen, um nicht noch einmal „der vervielfachten Hinopferung des Sokrates beizuwohnen“.

Durch den Aufstieg der Neuen Rechten hat Albert Camus‘ Appell an die Christ(inn)en eine neue Aktualität gewonnen. Die lateinamerikanischen Theologien der Befreiung haben bereits vor Jahrzehnten die christlichen Quellen prophetischer Kritik neu erschlossen. Vor diesem Hintergrund ist es wohl kein Zufall, sondern eher ein bemerkenswertes „Geschichtszeichen“, dass Franziskus, d.h. der erste Papst aus Lateinamerika, die europäische Christenheit an die menschenrechtlichen Grundlagen der europäischen Demokratie und an den Kerngehalt der christlichen Moral erinnern muss.

(Auszüge aus dem Vortrag anlässlich der Vollversammlung des Katholischen Akademiker/innenverbandes vom 20.6. 2017; der vollständige Text erscheint im September in: Walter Lesch (Hg.), Christentum und Populismus: Klare Fronten? Verlag Herder 2017)

Hans Schelkshorn ist designierter Vorsitzender des Fo- rums Zeit und Glaube / Katholischer Akademiker/in- nenverband Wien und lehrt am Institut für Christliche Philosophie der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Wien.

Die Vierteljahresschrift für Intellektuelle, denen Glaube und Kirche etwas bedeuten. www.quart-online.at

Die Vierteljahresschrift für Intellektuelle, denen Glaube und Kirche etwas bedeuten. www.quart-online.at

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OTTO MAUER UND DAS PARLAMENT

Wolfgang Kautek

OTTO MAUER UND DAS PARLAMENT Wolfgang Kautek Wer zu den Veranstaltungen des KAV in die Währinger

Wer zu den Veranstaltungen des KAV in die Währinger Straße 2-4 kommt, weiß vermutlich nicht, dass er einen Ort betritt, der für die Geschichte des Österreichischen Parlamentarismus von Bedeutung ist. Denn in den Räumlichkeiten des Maria Theresien Hofs, die Msgr. Otto Mauer 1962 für die Begegnung zwischen Kirche, Kunst und Wis- senschaft anmietete, hielten einst die Landtagsabge- ordneten der k.u.k. Monarchie ihre Tagungen ab.

1861 wurde hier am Glacis das provisorische Abgeord- netenhaus erbaut, während der Sitz der ersten Kammer des Reichsrates, das Herrenhaus, sich im Niederöster- reichischen Landhaus befand. Dieses Abgeordneten- haus wurde nach den Plänen des Architekten und Stadt- planers Ludwig Zettl als einfacher Holzbau entworfen. Der Volksmund bezeichnete es despektierlich auch als „Bretter-Bude“ oder „Schmerling-Theater“ (benannt nach Reichsminister Anton von Schmerling) – vermut- lich um eine gewisse Geringschätzigkeit gegenüber den Bemühungen um eine parlamentarische Regierungs- form zum Ausdruck zu bringen. 1883/1884 übersiedelte man schließlich in das neu erbaute Reichsratsgebäude, dem heutigen Parlament.

Es wäre also gar nicht so abwegig, die Währinger Straße 2-4 als „Wiege“ des Österreichischen Parlamentaris- mus zu bezeichnen. Dies sollte auch innerhalb der Erz- diözese bedacht werden, ehe wieder Überlegungen um eine Standortverlegung des Otto-Mauer-Zentrums ange- stellt werden.

des Otto-Mauer-Zentrums ange- stellt werden. Das provisorische Abgeordnetenhaus 1861 (Quelle: k. k. Hof-

Das provisorische Abgeordnetenhaus 1861 (Quelle: k. k. Hof- und Staatsdruckerei Wien / Copyright: Wien Museum)

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„AUS DER NOT HERAUS“ - 70 JAHRE KATHOLISCHER AKADEMIKER/INNENVERBAND

Die Entstehung des Katholischen Akademikerverbandes ist auf den starken Leidensdruck zurückzuführen, dem die Kirche bis 1945 ausgesetzt war: Katholische Vereine waren aufgelöst, die Hochschulseelsorge befand sich im Untergrund und Geistliche wurden aufgrund ihrer Predigten denunziert. Daher galt es nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs einen religiösen Neustart zu wagen. 1946 legte Msgr. Otto Mauer mit der Herausgabe der Zeitschrift „Wort und Wahrheit“ ein erstes neues geisti- ges Fundament. Auf sein Betreiben bildeten die Redak- teure und Autoren ein Jahr später den Katholischen Akademikerverband - unter ihnen der Pastoraltheologe Ferdinand Klostermann, der Publizist Otto Schulmeis- ter, die Historikerin Erika Weinzierl und der Erwach- senenbildner Markus Bittner.

1947 gilt als Gründungsjahr des KAV in Wien. Den Grün- dern verband der Glaube an den Kairós, den rechten Au- genblick und an die Erneu- erung. Nach einer Ära der Lüge sollte nun der Wahrheit eine Bresche geschlagen wer- den, und dem Illiteratentum im österreichischen Katholizis- mus wurde der Kampf angesagt. Fortan initiierte Mauer zahlreiche Kongresse und Fachtagungen für den KAV, mit dem Ziel, Kunst, Religion und Wissenschaft ins Ge- spräch zu bringen (Aschermittwoch der Künstler, Stu- dientagung in Maria Zell, das Internationale Kunstge- spräch). 1962 übersiedelt der KAV von der Grünanger- gasse 1, Wien (fortan Galerie nebst St. Stephan) in die Währinger Straße 2-4, um die Nähe zur Universität für einen kontinuierlichen Austausch mit der Wissenschaft zu nutzen.

kontinuierlichen Austausch mit der Wissenschaft zu nutzen. Diese - seit 2001 als Otto-Mauer-Zentrum bekannten -

Diese - seit 2001 als Otto-Mauer-Zentrum bekannten - Räumlichkeiten wurden persönlich von Mauer und dem Judaisten Kurt Schubert für den KAV Wien angemietet, und gelten innerhalb und außerhalb der kirchlichen Öffentlichkeit als Begegnungsort zwischen Kirche, Kunst und Wissenschaft. 70 Jahre nach seiner Gründung setzt der Katholische Akademiker/innenverband Wien alles daran, diesem Anspruch weiterhin - auf der Grund- lage des Glaubens an den Kairós, den rechten Augen- blick und an die Erneuerung - gerecht zu werden.

Wolfgang Kautek war von 2011 bis 2017 Vorsitzender des Forums Zeit und Glaube / Katholischer Akademi- ker/innenverband Wien und ist Vorstand am Institut für Physikalische Chemie der Universität Wien.

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FRANZ SCHUBERT – ERINNERUNGSORTE UND EINE KLEINE „SCHUBERTIADE“

Kurzbericht zum Musikausflug vom 18. Juni 2017

Annemarie Weinzettl

Sonntagswetter empfing uns, als sich ein Großteil der Ausflugsteilnehmerinnen und -teilnehmer bereits um 9 Uhr mit der Gemeinde vor der „Schubertkirche“ in Li- chtental zur Messfeier traf. In dieser Kirche wurde Schubert getauft, sang im Kirchenchor, komponierte etliche Messen, die auch dort uraufgeführt wurden.

etliche Messen, die auch dort uraufgeführt wurden. Dann ging es zum Geburtshaus des Komponisten. Das
etliche Messen, die auch dort uraufgeführt wurden. Dann ging es zum Geburtshaus des Komponisten. Das

Dann ging es zum Geburtshaus des Komponisten. Das Vielparteienhaus in der Nußdorfer Straße 54 mit seinem luftigen Innenhof und den dazugehörigen Wohnungen gaben einen authentischen Einblick in die Lebenssitua- tion der ehemaligen Mieter. Die eloquente Führerin wusste viel Allgemeines wie Besonderes darüber, vor allem über Franz Schubert und seine Familie. Einzelne Ausstellungsobjekte ergänzten ihre Ausführungen. Ein Bus brachte uns dann zum Mittagessen im schattigen Garten des Schlossbräus von Atzenbrugg. Danach ging es zur Schlossbesichtigung oder eigentlich die der 10 Ausstellungsräume, wo wir Auskunft über das Leben und Schaffen der Schubertianer erhielten. Was staunten wir über die Geschichte und Geschichten, die uns die charmante Schlossführerin erzählte! Bilder, Gegenstän- de, Briefe und Dokumente aller Art geben Zeugnis vom Leben und Schaffen Franz Schuberts und seiner Freun- de. Wir erfuhren auch, wie es 1986 zur Gründung dieser Schubert-Gedenkstätte kam und was sich dort vor allem während der Sommermonate tut. Überrascht waren wir von der besonders kleinen, aber kunstvoll ausgestalteten Schlosskapelle im Erdgeschoß des Schlosstraktes.

Schlosskapelle im Erdgeschoß des Schlosstraktes. Der intime Park mit dem versteckten „Komponier-
Schlosskapelle im Erdgeschoß des Schlosstraktes. Der intime Park mit dem versteckten „Komponier-

Der intime Park mit dem versteckten „Komponier- häuschen“, in das sich der Gast aus Wien gerne zurück- zog, lud zum Verweilen ein, bevor wir ins Schloss zu- rückkehrten, wo eine „Kleine Schubertiade“ zur Auf- führung kam. Das Programm umfasste alle 4 Sätze der A-Dur Sonate für Klavier und Violine, 2 Sätze aus der a-Moll Sonate und drei der schönsten Schubert-Lieder mit Klavierbegleitung.

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NACHRUF AUF Dr. ELISABETH POMBERGER

(1931-2017)

Theo Quendler

Die Nachricht über den unerwarteten Tod von Frau Dr. Elisabeth Pomberger am 13. Mai hat alle, die sie kann- ten, tief getroffen. Sie war nicht nur ein treues KAV- Wien-Mitglied seit 1957, die viele unserer Veranstal- tungen und Gemeinschaftsmessen gerne besuchte, son- dern auch unser Programm mit interessanten Vorschlä- gen zu Themenabenden und Referenten bereicherte.

Vorschlä- gen zu Themenabenden und Referenten bereicherte. Von 1973 bis 1977 war sie ordentliches Mitglied im

Von 1973 bis 1977 war sie ordentliches Mitglied im Vorstand des KAV-Wien und von 1990 bis 1994 sogar Vizepräsidentin des KAVÖ. 27 Jahre lang vertrat sie den Akademikerverband auf internationaler Ebene, im weltweiten Dachverband Pax Romana ICMICA und als NGO-Delegierte an der UNO in Wien. Für ihr ehren- amtliches Engagement auf verschiedenen kirchlichen Ebenen wurde ihr der Päpstliche Silvesterorden ver- liehen.

Gemeinsam mit der Familie begleiteten am 3. Juni etliche Freundinnen und Freunde aus dem KAV Frau Dr. Elisabeth Pomberger auf ihrem letzten irdischen Weg zur Beisetzung im Familiengrab. Bei der KAV Monatsmesse am 8. Juni gedachte die versammelte Ge- meinde ihrer in besonderer Weise. Kondolenzschreiben trafen vom Pax Romana Präsidenten und von Vizeprä- sidenten aus mehreren Regionen ein. Auch bei Sitzun- gen einzelner NGO-Komitees an der UNO in Wien gab es Schweigeminuten im Gedenken an Dr. Elisabeth Pomberger. – Sie bleibt in unserer Erinnerung!

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DIÖZESANVERSAMMLUNG am 20. Juni 2017

Wolfgang Kautek

Arbeitsbericht über die zwei akademischen Arbeitsjahre 2015/2016 und 2016/2017

Otto Mauer Zentrum im Maria Theresien Hof (Währinger Straße 2-4) Wiederholte Verhandlungen mit dem Ordinariat über das Otto Mauer Zentrum im Maria Theresien Hof fan- den seit 2013 statt. Die traditionellen Räumlichkeiten wurden von Msgr. Otto Mauer und o.Univ.-Prof. Kurt Schubert bereits 1961 angemietet. Die Mitglieder haben damals eine erhebliche Summe für die Kaution aufge- bracht. Am 8. Juni 2016 hat schließlich das Präsidium des KAV Wien ein eingehendes klärendes Gespräch mit dem Herrn Generalvikar Dr. Krasa und dem Dienststel- lenleiter des Amtes für Rechts- und Liegenschaftsan- gelegenheiten, Herrn Dr. Ehn geführt. Daraufhin wurde der weitere Verbleib im Maria Theresien Hof durch die Genehmigung von Renovierungsarbeiten an den sanitä- ren Einrichtungen im April 2017 unterstützt.

Programm-Aktivitäten Derzeit zählt der KAV Wien 425 zahlende Mitglieder und 1442 Freunde. Insgesamt fanden 190 Veranstaltungen mit insgesamt ca. 6000 Teilnehmern statt. Das ergibt 10,5 Veranstal- tungen pro Monat mit durchschnittlich 32 Besuchern.

Gesellschaft und Politik, Wirtschaft, Zeitgeschichte, Kirche (33)

Christliche Ökumene, Theologie & Philosophie (19)

Interreligiöser Dialog (18)

Naturwissenschaft, Medizin (10)

Kunst, Musik (9)

Ausstellungen, Kirchenführungen (7)

Ganztags-Ausflüge/Exkursion (6)

Mechaje Hametim - Der die Toten auferweckt (4)

500 Jahre Reformation (3)

Filmmontag (2)

Spirituelle Praxis

17 KAV-Gottesdienste (Monatsmessen, Gedenkgottesdienste)

KAV-Einkehrtag im Kardinal König Haus, 2015.

KAV-Einkehrtag im OMZ, 2016.

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Kommunikation & Service Das gedruckte Veranstaltungsprogramm erscheint in be- währter Form 4x im Jahr und wird per Post an 1.867 Adressen verschickt. Zusätzlich werden diese Folder in einigen Kirchen, an Universitätsinstituten und in Stu- dentenheimen aufgelegt.

An Freitagen ergeht eine Aussendung an 859 E-mail- Adressen, die auf Veranstaltungen der folgenden Woche aufmerksam macht. Hier besteht die Möglichkeit, kurz- fristige Änderungen bekannt zu geben. Zusätzlich läuft die Bewerbung einzelner Veranstaltungen über soziale Medien, wie facebook, um ein jüngeres Publikum errei- chen zu können. Eine weitere Werbemaßnahme besteht in der Nutzung diverser Online-Veranstaltungskalender wie wissenschaftskompass.at, falter.at oder events.at. Auf Anfrage werden einzelne Vorträge auch mitge- schnitten und sind als audio-file auf www.kav-wien.at verfügbar.

Kooperationen Mit der Katholisch-Theologische Fakultät wurde 2016 ein Kooperationsvertrag geschlossen, der dem KAV- Wien es ermöglicht, Lehrende dieser Fakultät unent- geltlich für Vorträge anzufragen. Im Gegenzug können diese die Räume des OMZ für deren Lehrveranstaltung nutzen. Mit dem Phonogrammarchiv der Akademie der Wissenschaften wurde vereinbart, dass die Audiomit- schnitte der Vorträge für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung gestellt werden.

Bei einzelnen Veranstaltungen fanden Kooperationen mit der Kirchlich-Pädagog. Hochschule Wien/Krems (Oskar Dangl), mit Pro Scientia (Franz Kerschbaum, Lisa Simmel) und mit dem Weltgebetstag der Frauen (Annemarie Weinzettl) oder der Stiftung Pro Oriente statt. Gegenseitige Bewerbungen von Veranstaltungen sind mit der Katholischen Hochschuljugend Wien, mit der Evangelischen Akademie Wien und mit dem Netzwerk zeitgemäß-glauben (Hans Peter Hurka) vereinbart.

Initiativen & Arbeitskreise International Catholic Movement for Intellectual and Cultural Affairs (ICMICA - Pax Romana) Fraueninitiative, Transdisciplinary Think Tank Aktive Unterstützung von: Otto Mauer Fond, Forum St. Stephan, Pro Scientia, Netz initiativer Christen

Nähere Informationen:

www.kav-wien.at

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KAV-INITIATIVE 3. WELT

Wolfgang Spitaler

Laufende Bildungsprojekte:

„Missionsschule der Comboni Fathers in Kenya“ (1) Der begabte Schüler Samuel Asartich wurde wieder unterstützt. Dies soll bis zum Abschluss der Ausbildung fortgesetzt werden. Die Verbindung zu den Comboni Fathers erfolgt durch Sr. Rosa Kainz, die jetzt durch Frau Helene Hofbauer unterstützt wird. Die Zuwendun- gen werden über den Entwicklungshilfe-Klub abge- wickelt.

Projekte im Rahmen des „Assistant Service “:

(Derzeit kein Projekt.)

PC-Schule in Nigeria (2) Die Landwirtschaftliche Fachschule Tulln hat für eine PC-Schule in Nigeria eine Solarstromversorgung gelie- fert. Der Projektleiter ist Fachlehrer Walter Wiesmüller, der in Tulln unterrichtet. Die Kontakte wurden durch einen in Österreich tätigen nigerianischen Priester her- gestellt. Als Unterrichtsbehelf wurde ein „Solarkoffer“ entwickelt und 10 Stück geliefert. Es ist geplant, diesen auch außerhalb der Schule durch begabte Schüler ein- zusetzen.

Informationen: africhill@gmx.at.

Wir haben im vergangenen Jahr die Kosten für 2 Solar- koffer überwiesen.

Schulprojekt Burkina Faso (3) Frau Mag. Rotraud Erhard, Mitglied des KAV, betreibt in Burkina Faso auf eigene Initiative ein Schulprojekt. Der KAV schlägt vor, ein begabtes Mädchen mittelloser Eltern bis zur Matura zu unterstützen. Wir haben in diesem Jahr die zweite Zuwendung überwiesen.

Nähere Informationen: r.erhard@aon.at

Abendschule für Kinder in Ägypten (4) Der Entwicklungshilfeklub unterstützt ein Miserior Projekt in Gizeh, bei dem arbeitende Kinder in einer Abendschule eine Grundschulbildung erhalten.

Nähere Informationen:

office@eh-klub.at, Projekt 279 „Zeit der Blüte“.

Wir haben die Kosten für 2 Kinder überwiesen.

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Wirtschaftsstudium für Student in Tansania (5) Wir wurden von einem Priester, der in Tansania tätig ist

und jedes Jahr in Klosterneuburg während seines Ur- laubs Pfarren betreut (er hat in Wien studiert), ersucht, für zwei Jahre ein Kurzstudium eines Studenten (Wirt- schaftsausbildung) zu finanzieren, da er dann gute Chancen für eine Anstellung hätte. Wir haben ihm dieses Jahr die restlichen Studienkosten überwiesen. Es ist geplant, in den kommenden Jahren Euro 1000.- für die Ausbildung von weiteren Studenten

vorzusehen.

Hinweis:

Die Projekte 1) und 4) laufen über den Entwick- lungshilfe-Klub; diese Spenden können von der Steu- er abgesetzt werden. In diesem Fall bitten wir um Rückfrage bei einer der untenstehenden E-mail- Adressen.

Wir danken für die im vergangenen Jahr eingegangenen Spenden und bitten auch dieses Jahr wieder um Ihre Unterstützung.

Bankkonto:

Katholischer Akademikerverband, Bankhaus Schellhammer&Schattera, BLZ 19190

Konto 267393, Erzdiözese Wien, Finanzkammer, Kundendaten: 3746104091

.

Bitte „AK 3.Welt“ und nach Wunsch die Nummer des Projektes angeben.

Achtung: Die Projektnummern wurden geändert!

Für den Arbeitskreis 3.Welt Dipl. Ing. Wolfgang Spitaler e.h., hwspitaler@gmx.at Dkfm. Dr. Ernst Rieser e.h., erieser@gmx.at

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DIE NEUWAHL DES VORSTANDS

Die Diözesanversammlung des Forums Zeit und Glaube / Kath. Akademiker/innenverband Wien wählte am 20. Juni 2017 einen neuen Vorstand. 38 stimmberechtigte Mitglieder nahmen an der Wahl teil. Gemäß der Geschäftsordnung wurden in einem ers- ten Durchgang der Vorsitzende, in einem zweiten seine Stellvertreter und der Finanzreferent und in einem drit- ten Wahlgang acht weitere ordentliche Vorstandsmit- glieder gewählt. Für einen ordnungsmäßigen Ablauf sorgte Wolfgang Spitaler als Wahlleiter. In seiner konstituierenden Sitzung am 24. Juni koop- tierte der neue Vorstand 5 weitere Mitglieder in sein Gremium. Mit dem Geistlichen Assistenten und dem Sekretär besteht der vollständige Vorstand somit aus 19 Personen.

besteht der vollständige Vorstand somit aus 19 Personen. Präsidium Ao. Univ.-Prof. DDr. Hans Schelkshorn

Präsidium Ao. Univ.-Prof. DDr. Hans Schelkshorn Vorsitzender

Ao. Univ.-Prof. Dr. Franz Kerschbaum Stellvertretender Vorsitzender

Monika Slouk Stellvertretende Vorsitzende

MMag. Rudolf Kaisler Finanzreferent

Mag. Helmut Schüller Geistlicher Assistent

Weitere Vorstandsmitglieder MMag a . Elisabeth Fónyad-Kropf Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kautek Mag. Hans Kouba Mag a . Barbara Mayrhofer Mag. Dr. Walter Reichel Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schreiner DI Theo Quendler Mag a . Annemarie Weinzettl

Kooptierte Vorstandsmitglieder OStR Prof. DDr. Oskar Dangl em. Univ.-Doz. Dr. Brigitte Gutknecht Mag a . Susanne Just MMag a . Lisa Simmel Dr. Ruth Panka

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NEU im Vorstand:

Mag. Dr. Walter Reichel studierte Geschichte, Slawistik und Politikwissenschaft an den Universitäten Wien, Prag und Krakau. Nach einer Anstellung am Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), sowie dem Ludwig Boltzmann-Institut für gegenwartsbezogene Mittel- europaforschung und einem Forschungsaufenthalt in Prag seit 2005 im Bundeskanzler-amt/Bundespresse- dienst.

in Prag seit 2005 im Bundeskanzler-amt/Bundespresse- dienst. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schreiner lehrt Biosimulation und

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schreiner lehrt Biosimulation und Bioinfor- matik an der Medizinischen Uni- versität Wien. Seine Forschungs- schwerpunkte liegen im Bereich der Immunologie und betreffen unter anderem die Entwicklung von Modellen und von Simula- tionen der Erkennung von Anti- gen-Strukturen.

AVISO

KAVÖ-Herbsttagung Demokratie in Gefahr. Neue Techniken der Macht

Freitag, 24. November/Samstag, 25. November

u.a. mit:

Heiner Flassbeck Wirtschaftswissenschafter an der Univ. Hamburg

Wilfried Altzinger stvtr. Leiter des Instituts für Makroökonomie an der WU Wien

Othmar Karas MEP (ÖVP-Delegationsleiter)

Rudolf Striedinger Leiter des Abwehramtes des Österreichischen Bundesheeres

Ruth Wodak em. Professorin für angewandte Sprachwissenschaft der Universität Wien

Orte:

Freitag: Haus der Europäischen Union Samstag: Otto-Mauer-Zentrum

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Veranstaltungsempfehlung im Sommer

Studienreise des Katholischen Akademiker/innenverbandes (KAVÖ) Tschechien:

Gesellschaft und Religionspolitik im Focus

Montag, 18. bis Samstag 23. September 2017

Tschechien, altes Kulturland im Zentrum Europas, war jahrhundertelang politisch, wirtschaftlich und kulturell auf das Engste mit Österreich verbunden. Trotzdem ist die Tschechische Republik weitgehend unbekanntes Terrain mit vielen verborgenen Schätzen, die es zu entdecken gilt. Unsere Reise führt uns durch weite Teile des Landes. Wir erleben Telč, Prag, Hradec Králové, Olomouc, Zlín und Brno, lernen die katholische akademische Szene kennen und begegnen interessanten Persönlichkei- ten. Die Busreise startet in Wien. Wir übernachten in Prag und Olomouc in Mittelklasse-Hotels.

Höhepunkte:

Führung durch die Goldene Stadt Prag und das jü- dische Viertel

Fahrt nach Hradec Králové (Schauplatz der Schlacht von Königgrätz) und in die Universitätsstadt Olom- ouc/Olmütz

legen-

Besichtigung

dären Baťa-Schuhfabrik), dem Wallfahrtsort Vele-

der

Städte

Zlín

(Heimat

der

hrad und Brünn (Gregor Mendel Museum)

Begegnungen mit Kulturminister der Tschechischen Republik, einem Vertreter der sogenannten Gehei- men Kirche (Untergrundkirche), der Direktorin der ökumenischen Akademie Prag und der Tschechi- schen Christlichen Akademie in Prag

Organisation und Leitung:

Dr. Petr Slouk und Mag. Magda Krön

Nähere Informationen zu Kosten, dem Reiseablauf und zu den Anmeldemodalitäten unter www.kavoe.at oder

bei:

Dr. Petr Slouk, Otto-Mauer-Zentrum Währinger Straße 2-4, 1090 Wien Tel.: +43 1 51552-5102 Mobil: +43 650 4401536 p.slouk@edw.or.at

Anmeldungen bis spätestens 1. August 2017

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Veranstaltungsempfehlung im Sommer

KAVÖ-Sommertagung im Bildungshaus Sodalitas in Tainach/Tinje Friede in bedrohten Zeiten

Samstag 12. bis Freitag, 18. August 2017

Friede als Gabe und Aufgabe. Dies bedeutet, eine umfassende Strategie für den Frieden zu entwickeln und sich die Frage zu stellen, was jeder zum Prozess der Friedensentwicklung beitragen kann. Wie ein zen- traler christlicher Beitrag zum Frieden aussehen kann, sollen Texte der Bibel, der Literatur und der christli- chen Tradition zeigen.

Mit Vorträgen von:

Dipl.-Phys. Werner Elsel, Erlangen Der Heilige Berg Athos - eine Friedensoase

Pf. Mag. Johannes Staudacher Das Herz ist die Quelle, aus der Leben und Tod hervorgehen. Zentrale christliche Beiträge zum Frieden

Dr. Franz Vock, Wien „Frieden stiften angesichts von Angst und Hass“ Praktische Beispiele zeigen, jede/r kann es tun.

Univ.- Prof. Dr. Leopold Neuhold, Graz Friede als Gabe und Aufgabe

Dr. Rotraut Erhard, Wien Ist Friede eine Utopie? - Entstehung von Konflikten und Methoden zur Deeskalation

Oberstleutnant MSD Stefan Lekas, Klagenfurt Brandherd Naher und Mittlerer Osten

Dr. Renate Riedler-Singer, Wien Mit Polaritäten leben können - Zur Spiritualität der Konfliktfähigkeit.

Kursplanung:

DI Georg Radosavljevič, DI Theo Quendler, Rektor Josef Kopeinig Sodalitas

Moderation: Dr. Franz Vock

Nähere Informationen und Anmeldung:

Kath. Bildungshaus/Kat. dom prosvete SODALITAS Propsteiweg/Proštijska pot 1, 9121 Tainach/Tinje Tel: 0043(0)4239-2642 E-Mail: office@sodalitas.at

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Ausblick auf den Herbst

EXKURSIONEN UND AUSFLÜGE

Freitag, 29. September, 15 Uhr „Eine antike Metropole mit hoher Lebensqualität“ Führung durch das Ephesos-Museum mit Georg Plattner, Direktor der Antikensammlung im Kunsthistorischen Museum Wien

Treffpunkt: Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien Eintritt: 15,00 Anmeldung bis 22. September e-mail: ka.forumzeitundglaube@edw.or.at

Samstag, 7. Oktober 2015, 8.00-20.00 Uhr KAV-Herbstausflug: Vom südlichen Waldviertel ins südböhmische Lourdes Besuch der Nö-Landesausstellung in Pöggstall, des Rokokoschlosses (UNESCO-Weltkulturerbe) in No- vé Hrady/Gratzen und Dobra Voda/Maria Trost.

Reiseleitung: Hans Kouba Kosten: 35,00 Anmeldung bis 28. September e-mail: ka.forumzeitundglaube@edw.or.at

FILMMONTAGE

Am 2. Oktober / 13. November / 11. Dezember je 19 Uhr zeigen Christian Rathner und Otto Friedrich Filme mit hohem künstlerischen Wert. Sie analysieren deren Inhalte, Hintergründe und Stilmittel und la- den zur Stellungnahme ein: eine Schule des Film- schauens, die Lust auf Kino machen

MONATSMESSEN AM DONNERSTAG

12. Oktober / 16. November / 14. Dezember (Gaudete) Helmut Schüller lädt zum Mitfeiern in die Deutschordenskirche, Singerstr. 7, 1010 Wien ein und bietet der Gemeinde Predigtgespräche an.

EINKEHRTAG MIT ANNA STEINER

Samstag, 16. Dezember 9 bis 16 Uhr Otto-Mauer-Zentrum / Währinger Str. 2-4 / 1090 Wien

AUSFÜHRLICHE HINWEISE IM HERBSTFOLDER

Impressum Medieninhaber u. Herausgeber: Katholischer Akademiker/innenverband der Erzdiözese Wien, 1090 Wien, Währinger Str. 2-4. Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt 1090 Wien. Redaktion: Hans Schelkshorn, Franz Kerschbaum, Monika Slouk

„KAV-aktuell“: P.b.b. 02/2017

GZ 02Z031408 M

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