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Georg Trakl: Georg Trakl: Gedichte - Grodek Quellenangabe

Navigation: Kapitel 82

Georg Trakl

Grodek

Am Abend tnen die herbstlichen Wlder

Von tdlichen Waffen, die goldnen Ebenen

Und blauen Seen, darber die Sonne

Dstrer hinrollt; umfngt die Nacht

Sterbende Krieger, die wilde Klage

Ihrer zerbrochenen Mnder.

Doch stille sammelt im Weidengrund

Rotes Gewlk, darin ein zrnender Gott wohnt

Das vergone Blut sich, mondne Khle;

Alle Straen mnden in schwarze Verwesung.

Unter goldnem Gezweig der Nacht und Sternen

Es schwankt der Schwester Schatten durch den schweigenden Hain,

Zu gren die Geister der Helden, die blutenden Hupter;

Und leise tnen im Rohr die dunklen Flten des Herbstes.

O stolzere Trauer! ihr ehernen Altre

Die heie Flamme des Geistes nhrt heute ein gewaltiger Schmerz,

Die ungebornen Enkel.

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