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Exkursion nach Wien

Referenten: Norman Basse, Kim Witting, Alexandra Kaplun


Dozent: Jan-Phillip Kramer

Kreativwirtschaft und Creative Cities in der Europäischen Union

Ökonomische Bedeutung der Kreativwirtschaft innerhalb der Europäischen Union:

• Schlüsselfunktion in der Stadt- und Regionalentwicklung


• einer der dynamischsten Wirtschaftszweige seit Ende der 80er
Jahre
• schreibt gegen den Trend positive Wachstumszahlen

• rund 5,8 mio Beschäftigte in der EU


• 2003: ca. 654 mrd Euro Umsatz
• entspricht ca. 2,6% des BIP der EU
• vgl. Ernährungsbranche 1,9% Chemieindustrie 2,6%

• Deutschland:
132 mrd. Euro Umsatz
238000 Unternehmen
1mio Erwerbstätige
davon 763000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
28% Selbstständige

Überblick über empirische Befunde zur Kreativwirtschaft und zu Creative Cities


Fritsch und Boschma beschäftigten sich 2007 mir empirischen Befunden über die Verteilung der Creative Class in Anlehnung an Richard Floridas „The Rise
of the Creative Class“. Untersucht wurde, inwiefern, dessen Thesen auf Europa übertragbar sind. Als Beispiel wurden Holland und Deutschland untersucht
durch Regressionsanalysen. Die Ergebsnisse waren beide signifikant. Somit war in beiden Ländern positiver Einflüsse nachzuweisen,aber in Deutschland:
weniger signifikante Ergebnisse - Holland: hochsignifikante Ergebnisse
→ Florida nicht auf jedes Europäische Land übertragbar
Verteilung der Creative Class in Eurpa:
•Untersuchung: Dänemark, Deutschland, England+Wales, Finnland, Niederlande, Norwegen, Schweden (Andere Lländer konnten aufgrund
Informationsmangel nicht untersucht werden)
•NUTS 3-level: 503 Europäische Regionen
→ Die Untersuchungen ergaben, dass die Creative Class in Europa überwiegend in Städten konzentriert ist. Nur Wales und England weichte ab: hier leben
die Kreativen auch auf den ländlichen Raum.

EU-Förderprogramme zur Stärkung der Kreativwirtschaft/Creative Cities


• Manuel Barroso gab am 10. Mai 2007 erste europäische Kulturstrategie bekannt: „Beitrag zu Wirtschaftswachstum und interkulturellem
Verständnis“

• 2. Ziel europäischen Kulturagende:

– EU aufgefordert, Potential Kultur im Rahmen Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung als Katalysator für Kreativität und
Innovation zu nutzen

– Berücksichtigung Subsidiaritätsprinzip

Bestehende Programme:

– „Kultur 2007-2013“ (400 Millionen)

– „Media“ (755 Millionen)

– Förderung mittels bestehender Programme: EFRE, ELER, LEADER etc. (308 Milliarden)

„Kultur 2007-2013“

• 3 Ziele:

– die Unterstützung der grenzüberschreitenden Mobilität von Menschen, die im Kultursektor arbeiten

– Unterstützung der transnationalen Verbreitung von kulturellen und künstlerischen Werken und Erzeugnissen

Förderung des interkulturellen Dialogs

„MEDIA“

• Seit 1991, aktuell „MEDIA 2007“

• Laufzeit: 2007-13; Budget: 755 Mio. Euro

• 50% (max.60%) Investitionssumme durch EU (max. 50.000 Euro)

• Ziel: Stärkung der Sektoren Film und Audiovisuelles

→ Ausschöpfung wirtschaftlichen und kulturellen Potentiale des europäischen Binnenmarktes durch Sektor

Förderung durch bestehende Programme welche nicht explizit KKI-Förderung vorsehen („Wettbewerbsfähigkeit und Innovation“)