Sie sind auf Seite 1von 10
10 15 20 25 DSH 3-2008 Ww €. Mustafa Seni Nr. Name Vorname Sport und Sauerstoff Sport kostet Energie. Je mehr man sich bewegt, desto héher ist der Energiebedarf des K6rpers. In jeder Zelle léuft dann, einfach ausgedrtickt, ein kleiner Verbrennungsvorgang ab, der diese Energie liefert. Traubenzucker aus der Nahrung ist der Brennstoff und Sauerstoff beschleunigt diesen Vorgang. Bei hohem Energiebedarf — wenn man sich beim Sport also kraftig anstrengt — sorgt der Organismus automatisch durch tieferes Atmen fir eine hohere Sauerstoffzufuhr. In den Bergen kann es dabei manchmal zu Problemen kommen, denn in der Hohe nimmt der Sauerstoffgehalt kontinuierlich ab. Das spiirt der Bergsteiger mit jedem Me- ter, denn die Schritte werden schwerer, je héher er kommt. Der Organismus versucht zwar sofort, den Sauerstoffmangel auszugleichen, indem er Puls- und Atemfrequenz steigert. Aber dieser Zustand darf nicht ausgéreist werden, Ab 2.500 ichend Zeit zur Anpassung an die duianere, sauerstoffar- Hohenmetern muss dem Kérper aus mere Luft gegeben werden. Wie lange der Kérper fiir diese Akklimatisierung bendtigt, ist in- dividuell sehr unterschiedlich. Anzeichen einer gelungenen Anpassung ist unter anderem die Riickkehr des Ruhepulses auf den Wert vor der Anpassung, In dieser fortgeschrittenen Phase der Akklimatisierung vermebren sich die roten Blutkorperchen, die den Sauerstoff zu den Zellen transportieren, und der Mangel wird dadurch ausgeglichen. Wer die Anpassung aber nicht einplant, dem droht die Héhenkrankheit mit moglicherweise schweren gesundheitlichen Schtiden. Um die Hohenkrankheit zu vermeiden, sollte man pro Tag nicht mehr als 500 Meter aufsteigen, denn der Korper bendtigt Zeit, um sich an die neue Zusammensetzung der Luft zu gewohnen, Die Regel lautet, dass oberhalb von 2.500 Héhenmetem Akklimatisieren notwen- dig ist. Uber 8.000 Metern herrscht dann akute Lebensgefahr. Hier betrigt der Sauerstoffge- halt gerade mal 30 Prozent des Niveaus auf Mecreshhe. Selbst professionelle Bergteigersteigen nicht héufig auf Berge Uber 8000 Meter — Spitzensportler dagegén verlangen ihrem Koper ziemlich htufig extreme Leistungen ab. Die Konkureny ist grof, und nur mit harem und stundigem ‘Training konnen die Athleten Spit- ae bringen. Haulig entscheiden winzige Materialunterschiede der Sportgerite Uber of Sieg und Niederlage. Und auch der K6rper erreicht ingendwann seine Leistungsgrenze. Dann hilft selbst die beste Trainingsmethode nicht mehr und dic Leistung stagniert. Immer wieder 7 TU Braunsctwelg \ DsH 3201 06 w TU Braunschweig en einzelne Sportler in solchen Situationen zu D sig e i u Dopingmittein: Durch Chem emikalien versu. chen sie winzige Leistungssteigerungen zu erzielen, die sie ganz an die § i aa he Spitze bringer Besonders beim Radsport und beim Skila Pitze bringen auf finden Kontrol 7 len Kontrolleure immey Sportler, die ihre Ausdauer durch unerlaubte Mittel verbessem wollen, F reese Bins de ates Substanzen ist dabei ein Hormon, das die Anzahl der roten Blutkbrperchen bellebtesten rperchen regulier: Erythro- oietin, kurz EPO. Dieses auf nattirliche Weise in der Niere gebildete Ho, poscin te Hormon sorgt d: dass rote Blutkérperchen entstehen. Weil die roten Blutk afi, fen Blutkdrperchen fur den Sauerstoff Sauerstoffiransport im ganzen Kérper zustindig sind, ist es gut, viele davon zu haben: Je mehr dieser kl ser Klein Zellen das Blut enthalt, desto mehr Sauerstoff kann transportiert werden und desto meln = lesto mehr Lei- stung kann der Sportler erbringen. Ein natlrlicher Weg, die Anzahl der roten Blutkérperch. lutkrperchen zu erhihen, besteht in und Mihe. em intensiven Hohentraining in den Bergen. Doch das Kostet Zeit Seit 1988 wird Erythropoietin flir medizinische Zwecke gentechnisch hergestellt, denn viele Nierenkranke kénnen nicht mehr gentigend korperei genes EPO produzieren, Sofort ent- deckten die Ausdauersportler das kinstliche Hormon als Mittel der Leistungssteigerung, nachweisen Konnte man ihnen die Verwendung aber jahrelang nicht. Erst Ende der 1990er Jahre entwickelten Professor Dr. Jaques de Ceaurriz und seine Kollegen am Laboratoire Na- tional de Dépistage du Dopage (LNDD) bei Paris einen Test fiir ktinstliches EPO. Bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney im Jahr 2000/unternahmen Dopingkontrolleurg damit erste Tests) Die Unterschiede zwischen dem natiirlichen und dem kinstlichen EPO sind nur sehr gering, dahcr ist jeder einzelne Test sehr aufwindig und dauert drei Tage Bei vielen prominenten Sportlern wurde seitdem das EPO-Doping nachgewiesen. Sie mussten ihre Medaillen zurtickgcben und wurden fiir mindestens zwei Jahre von allen Wett- ktimpfen ausgeschlossen, (4402 Zeichen mit Leerzeichen / 607 Worter) Lexik: beschleunigen einen Vorgang oder Prozess schneller machen r Bergsteiger Person, die auf hohe Berge steigt r Puls Klopfen des Blutes durch den Herzschlag e Frequenz Haufigkeit ausreizen bis an die (hier: korperlichen) Grenzen gehen rote Blutkérperehen sehr kleine Bestandteile des Blutes DSH 3.2008 - Nummer Name: Vorname: ‘TU Braunschweig Personendaten ] Wertung | ‘Kor, 2Kor. — Gesamt | | ow Leseverstehen — Fragen und Aufgaben werdon Welche beiden Stoffe benbtigen Kirperzellen, um Energie zu gewinnen? (Stichworte) a Ltyeberncider ‘Wie reagiert der Kérper bei Sauerstoffmangel? (Stichworte oder Satz) ‘Warum sollen Bergsteiger oberhalb von 2500 Héhenmetern taglich nicht mehr als 500 m aufiteigen? (Satz) DSH 3-2006 TU Braunschweig 2 ere Name — Vorname — Welche Wirkung hat die Erho shuns Ohung der Anzahl y« e1 3 welche Bedeutung hat das fr den Sportler? (Satz) on” BlUtkOnperchen und 6 a | Welche zwei Méglichkeiten werden im Text genannt, die Anzahl det roten Blutkdrperchen im Blut zu erhéhen (Stichworte) Welche drei Méglichkeiten zur sportlichen Leistungssteigerung werden im Text genannt? (Stichworte) ( fee) | fon DSH 3-2008 TU Braunschweig Nai — me Vorname: Exgiinz n Sie die folgenden Saitze entsprechend dem Textinhalt! 1, Die ersten EPO-Tests wurden _¢ DSH 1-2006 TU Braunschweig Personendaten aca | Wertung ‘Nummer: | —____ 1. Kor | 2 Kort, Gesamt \ ames ws 45 gm) ee = Vorname: Erstkorrektur, ee - | Wissenschaftssprachliche Strukturen Jn manchen Satzen sind die Satztcile, die umgeformt werden sollen, unterstreh en, Nominalisieren Sie den Nebensatz! 1. Der Organismus versueht den Sauerstofiman gel auszugleichen, inde er P, Atemfrequenz steigert. ee Bluch Der Organismus versucht den Sauerstoffmange] =" tuls und 2, Ab 2500 Hohenmeterm muss dem Kérper ausreichend Zeit zur Anpassung an die sauerstoffiirmere Luft gegeben werden, Ab 2500 Héhenmetern muss dem Korper ausreichend Zeit gegeben werden, en Sie! 3. Die roten Blutkdrperchen vermehren sich. Dadurch erhdht sich die Anzahl an Sauerstoffiragern Durch_ Ge Veréhya g 10 DSH 1.2006 TU Braunschweld ee Name Vorname Bilden Sic einen Aktivsatz! 4. Dem Kérper muss ausreichend Z iss rend Zeit zur Anpassung gege Ag Begeben werden, Bilden Sie einen Nebensatz mi Wird die Anpassung nicht eingeplant, drohen gesundheitliche Sch = |is 3 Wandeln Sie das Partizipialattribut in einen Relativsatz um! 6. Dieses auf natiirliche Weise in der Niere gebildete Hormon sorgt dafiir, dass rote Blutkérperchen entstehen, ~ a — 3 - ~ —_ ~ Z sorgt daftir, dass rote Blutkérperchen entstehen, Bilden Sie einen Passivsatz! 7 st Ende der 1990er Jahre entwickelte Dr. de Ceaurriz. einen Test fir kiinstliches EPO. Ende der 1990er Jahre _\o/ - sri fr UO ae ute ; pe | 1 DSH 1-206 west TU Braunschweig ~ Name Vorname: Verbalisieren Sie, indem Sie einen Nebeusatz bila, netwicbedart sorgt der Org 8. Bei steigendem E; Seieenerein ASTUS Automatisch ft eine hdhere Bilden Si jen Passivsate! 9. 1999 lieB sich ktinstliches EPO noch nicht nachweisen, Formen Sie in die indirekte Rede um! 10. Bei vielen Sportier ist das EPO-Doping nachgewiesen worden. Sie mussten deshalb ihre Medaillen zuriickgeben. Es wird berichtet, bei vielen Sportlem _-das EPO-Doping © deshalb ihre Medaillen | nachgewiesen worden, Sie__ 12 F,-2008 | WiSt | Korrekturbogen Name: a Nr. Punkte: | _-Sp L-<] Tsung : eas Kore | &-Kerr | wogrinaing | versucht den durch Steigenung ] 2 id Atemfrequenz | 1 | | dureh Steiger | | it Atemffequenz aus | evil | “Ab 3500 Hoheumeter mass dem Korper um/otne Koni. 1 2 I ausreichend Zeit gegeben werden, um sich ei | an die sauersioffirmere Luft L || ; 3. | Durch die Vermebrt die Vermebrung | 2 der roten Blutkdrperehen 1 | Rbrperchen er { Sauerstoftrager | | E ‘Man muss dem Korper ausreiebend Zeit [man muss 2 eben 1 eur Aupassung geben. le _ 2 |e ee - Wenn die Anpassung aicht eingeplant — | wean 15 43 | esundhetliche Seiden - onl | pieses Hormon, das aut natrliehe Weise 13 i 1 in der Niere gebildet wird, sorgt ass rte Blutktrperchen entsteben, | | 15 von Dr. de Cet » fas | \ Test (1) | | 15 | _ |derEnergicbedar sige 15 7 > - — _ | 15 | |nsetgewiesen werden 13 | = 1 o 2 | T ~ ———1 ( , |] : a ben VerstOBen we site verges Bei DSH 3.2006 / LV/ Korrekturbogen Name;