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HV: Die Meere und die Meeresforschung Es ist mittlerweile allseits bekannt, dass sich auf der Erde ein Klimawandel.vollzieht. Nach Meinung vieler Wissenschaftler kommt bei det zukiinftigen Entwicklung des, Weltklimas den Ozeanen eine Schiiisselrolle zu. Wir wollen wis deshalb in diesem Vortrag mit einigen grand. satzlichen Informationeti zu dén Meeren urid Ozeanen beschaftigen, mit der Rolle der Mere beim Klimawandel sowie mit ciner effektiven Moglichkeit, diese Teile der Erdé zu erfor- schen, Unser Planet Erde.ist zu drei Vierteln von Meeren und Qzeanen bedeckt. Der Pazifi- sche Ozean istder pr6Bte und tiefste. Er kOmnte dié Wassermassen der drei anderen Ozeane in sich aufichmen. Der Pazifik hat eine durcischnittliche Tiefe von 4280 Metern ‘und eine ma- ximale Tiefe von ‘iber 10 000 Metern. Der Arktische Ozean, auch Nordpolamméer genannt, ist . der Kleinste, flachste und kélteste der Ozeane und ist maximal 5450 Meter tief Dazwischen . legen an zweiter Stelle der. Adantik und an dritter Stelle der Indische Ozean, Die maximale Tiefe des Atlantiks misst-9144 Meter, wahrend die maximale Tiefe des Indischen Ozeans 7450 Meter betriigt. Von diesen Weiten wid Tiefen der Mere ist den Forschern heute erst Wenig bekannt. Am nicisten weil die Meeresforschung tber die Kiisten und iber die Gebiete, die in der Nahe der Kistén liegen. Auch tiber die Meeresbereiche, die fiir Taucher mit einfacher Technik er- reichbar sind, gibt es relativ viele Daten. Aber von viclea Bereichen des Lebensraumes im Meer sind kauim Informationen yorhanden, wie aun Beispiel von-den Organismen in der Wasserzone, in die’ kein Licht mehr kommt und von der eigentlichen Tieféee, die unterhalb von 800 m liegt: Der allergr68té Teil. des Okosystems der Meeré. befindet sich in villiger Dunkelheit. Lange Zeit meinte man sogar, in der dunklen imnd Kalten Tiefsee kénne es iber- haupt kein Leben geben, weil der Druck der enormen Wassermassen alle Organ Ze quetschen whrde. Die Forscher wissen tber das Meér mit seinem schr komplexen Wechsel- spiel von physikalischen, chemischen und biologischen Prozéssen weniger als ‘ber die Sonne, den Mond oder die Erdatmosphiire. So sagt Stefin Rahmstorf vom Institut ftir Klimafolgen- forschung in Potsdam: ,,Die Menge an Daten, die in der Geschichte der Meeresforschuig ge- sammelt wurden, ist geringer als die Datenmenge, die es nich einigen Tagen Erforschung der Atmosphire gibt. Doch die Meere zu erforschen, wird anehmend wichtiger. Denn angesichts des immer deatlicher werdenden Klimaviandels kommit den. Gzeanén eine besondere, wenn nicht sogar entscheidende Rolle zu. Die Meete nehmen beispielsweise das Treibhausgas Kohlendioxid in gro8en Mengen auf und verlangsamen damit die Klimaerwarmung. An anderer Stelle setzen sic dagegen Stoffe frei, die den Treibhauseffekt verstirken. Um diese Wechselwirkungen ver- stehen z0-k6nnen, bendtigen Wissenschaftler verlassliche uad sichere Daten, : Vor ungeféhr zwei Jahren haben die Ozeanografen vom Leibnitz-Institut ‘fir Meeres- wissenschaften in Kiel eine neue Methode gefunden, um die Meere zu erforschen, Sie.entwik- kelten ein neues Gerat, den so gen’nnten Gleiter. Das ist ein zwei Meter langes, 50 Kilo- gramm schweres, gelbes Unterwasserfahrzeug mit Kleinen Fligeln. In seinem Inneren befin- den sich eine Reihe von speziellen Messinstrumenten, Ein Gleiter ist im Prinzip ein modemer Forschungsroboter flr den Einsatz in den Tiefen der Meere, cin Unterwasserfabrzeug, das sich selbststindig im Ozean bewegen kann. Wie arbeitet mun solch ein Meeresroboter? Am Anfang wird O1 in den Gleiter gepumpt. Er wird dadurch schwerer als Wasser und sinkt in grofe Tiefen bis ungeftihr 1000 Meter. Dabei segelt er wie cin Segelflugzeug mit seinen Klei- nen, Fliigeln vorwarts. Wenn der Gleiter am Meeresboden angekommen ist, pumpt er das Ol in eine Gummiblase nach aufen: Dadurch nimmt sein Volumen zu und er steigt wieder in die Hobe. Wahrend der Roboter zuriick an die Wasseroberfliche.steigt, nimmt er Daten auf: Er mist’ den Sauerstoffgehalt des Wassers, die Temperatur, den Salzgehalt sowie deh Druck. Wenn der Gleiter an der Oberflche angekommen ist, setzt er seine Antenne in die Luft, tet sein Handy an und rufi die W, schaftler des In ae. fie neuen Informationen ausgewertet, Ein Clarcy ann bis au dei Menon Weeden dann im Wasser sein und dadurch ine groBe Menge Daten ausammentragen 2 MteRbTOChEn Die Arbeit eines Gleiters kann sehe hilfteich sein, aber im Veep th Weiten der Mecre witd seine Titigkeit mu keinee’ umfassenden Eriole fee ae cs fir bestimmte Forschungsaufgaben not Schwarm besteht aus zehn bis zwanzig Ge arbeiten, Der Schwarm kann monatelang auf. immer wieder Daten tibermitteln, So die Ozeane sammeln, Eine Aufgabe fiir die Gleiterschwairme ist die Untersuchung dj tohalinen Zirkulation, die fr alle Ozeane, im Besonden aber fir den Atlantik wich Das Wort sthermobalin’ kommt aus dem Griechischen. Dabet Dedeuter’thermo* Tey ist und halin* Salz, Dic thermohaline Zirkulation soll hicr anhand det Stémungsbewera im Atlantischen Ozean erklirt werden, An der Mecresoberflache transportiert dic Somes wares Wasser aus den Tropen in den Norden. Wenn die ame Strémung den Nordatlantic erreicht, sinken die Wassermassen ab und flefen als Kaltes una Salzreichies Tiefenwasser in den Silden zuriick. Der Motor fiir diese Siid-Nord- oder Nord-Sid-Strémung ist der Dichter uunterschied im Wasser. Die Dichte im Ozean ist 2 haingig von der Temperatur und dem Salz- gebalt. Im Nordatlantik ist'das Wasser kalter und salzhaltiger als im Stidatlantik, Das kalte, dlichte. Wasser sinkt also im Nordatlantik ab und flit in der Tiefe wieder Richtung Stiden’ Gleichzeitig gelangt warmes: Wasser an der Ozeanobe liche nach Norden, Diese StrSmung nennt man ,Golfétrom’ und man kann sie als Europas Heizung. bezeichnen. Wenn es den Golfstrom nicht gibe, ware és in Nordeuropa fin bis zehn Grad kate, ‘Um frihzeitig tiber cine Verinderung dieser Strémungen:im, Atlantik informiert za sein, braucht man eine groBe Menge an Daten tiber Vertinderungen der Temperatur, des Drucks, des Salz~ und Sauerstofigehalts des Wassets. Diese Daten kénnen mithilfe.von Gleitern erho- ben werden, die iiber die notwendigen Mess- und Beobachtungsinstrumente verftigen, 0 Tiesigen Helg fahren. Deswegen ic chwarm losaaschicken, Kin in einem Tei eines (6563 Zeichen) Modelltest iv TU Braunschweig Personendat ire ten Wertung | Nummer: - _ 1. Kor. 2.Kom —-Gesamt Names HV Vorname: Erstkowrektur: Hérverstehen — Fragen und Aufgaben 1 Nummerieren Sie die Ozeane der Gr68e nach. Notieren Sie bei zwei Ozeanen jeweils die maximale Tiefe. QO © Indischer Ozean 7450 m 0%) Arktischer Ozean QO Pazifischer Ozean OQ Atlantischer Ozean 9144:m Uber welche Bereiche der Mere hat man zurzeit die meisten Informationen? Nennen Sie zwei Stichpunkte. 3. Warum glaubte man fiither, dass in der Tiel konnten? (Satz) dolltest HV Beschreiben Sic dic Arbeitsw [6 28) Te] Modelitest HV TU Braunschweig 6. Erkléren Sie die Bedeutung des Wortes ‘hermohalin. (Sticbpunkte) 7. Vervollstindigen Sie den Ltickentext. Die thermohaline Zirkulation soll hier anhand der Stromungsbewegungen im Atlantischen Ozean erklart werden. An der Meeresobey tflliche transportiert die Stroming _ inden _ den Nordatlantik erreicht, St Sliefen als Kaltes und _ Stiden zuriick 8. _In welchem Znsammenhang stehen der Golfstrom und die ‘Temperaturen in Nordeuropa? (Satz) Modelltest HV Tu Braunschweig Wortschatzvorentlastung zum Hértext verquetschen’- vollig zusammendrticken Herons Stefan Rahmstorf Institut fir Klimafolgenforschung, Potsdam we Leibniz-Institut fir Meereswissenschaften, Kiel die Ozeanographen - Meereswissenschafiler der Gleiter - hier: ein Fabr2eug, das unter Wasser fart der Gleiterschwarm - eine gréflere Anzahl der Gleiter die Gleiterschwarme Pumpen - Flssigkeiten oder Luft mit einer Pumpe itgendwohin Jeiten, 2B. Das Herz pumpt das Blut durch den Kérper. die Gummiblase - eine Art Kugel aus Gummi thermohaline Zirkulation die Dichte - die Konzentration, das Verhalnis zwischen Masse und Volumen der Golfstrom - Meeressiréming im Atlantik Geng) ielomepion) °g spor cy myoraduay arp pun wonsyeD| | Pt) sap uayars Bueguamswnesn wag € puD OF 195 59 nm wonssIoN wap aay | “PUNE eee | soqotaues eae) Smunpag “ wapion. “846 souEEA | igre eS = poy ‘awsadeuay = ony - Ap USPS RET ] ] 1 assoyy soe S58 “¢“SUOH sip 8 | | sa pon ne ura woumyo, séeando? woe yoo | se auto pala CsasD “7 “PUMUBSOLDOD | s]z usp jn Puls Pun ase se salou | wepue up | sp pug os wad ‘Sop ae1ansiloqay aip aig daqieayose RSA A Gans) a | | les) 1 1 agZ0}S aYHPEYDS YorE | fof uozias sage ie rRoxbua|yory uous a93}4 | | | I | € ‘wesamogay "€ | ponpiog uossemuoste jt 9p mq Joc | TaD aayundyang fan aig woman | | | sce surgany, seyoeguo er soye 1p quauoreuagy oI € ‘sargen ‘artgen autaysy ‘usispy ie Uon Z| unWL Ey 129} JOP aYotel9g z T T 7 Sa eK ‘oe wenY “7 $8 990 O1 94 SIUEZR “T uouTszo Jom 19g 215 wale | € € URIZO ‘DEV “b {ueaZO JOYSSIDUT “¢ aggUD Jap ateaZ aIp aig Uas9LI9N T - Taro Z| LOM T —— { [Pla3st) PId-351| By | sa) Ha) | uapoMgTy waseag | “IN eT IN