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pflegeheute.de Pflegen Grundlagen und Interventionen Leseprobe für alle Altersstufen p Lehrbuch für Unterricht,

pflegeheute.de

Pflegen

Grundlagen und Interventionen

Leseprobe

für alle Altersstufen
für alle
Altersstufen
und Interventionen Leseprobe für alle Altersstufen p Lehrbuch für Unterricht, Prüfung und Praxis p
p Lehrbuch für Unterricht, Prüfung und Praxis p Pflegerelevante Inhalte ermöglichen mit Hilfe didaktischer
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Lehrbuch für Unterricht, Prüfung und Praxis
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Pflegerelevante Inhalte ermöglichen mit Hilfe
didaktischer Reduktion exemplarisches Lehren und Lernen
– Gesundheits- und Krankenpflege
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Schwerpunkt Handlungskompetenz und Praxisnähe
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Lernen mit zu den Lehrbüchern passenden Arbeitsbüchern, Checklis- ten und Lernkarten und machen sie fit für den Berufsalltag. Mit der angekündigten Reform der Pflegeausbildung gehen wir weiter Richtung Zukunft. Wir möchten Ihnen die Sicherheit bieten, Ihren Unterricht auch weiterhin aktuell und gesetzeskonform gestalten zu können - individuell und ganz nach Ihren Wünschen und Bedürfnis- sen. Deshalb gibt es ab Juli 2015 das neue Lehrbuch Pflegen – Grundlagen und Interventionen mit generalistischem Ansatz für die Pflege von Menschen aller Altersstufen.

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Basis der Pflegeausbildung: Anatomie Unsere beiden Anatomie-Klassiker… NEU Mit für Zusatz-Onlinematerial Lehrer und
Basis der Pflegeausbildung: Anatomie
Unsere beiden Anatomie-Klassiker…
NEU
Mit für Zusatz-Onlinematerial
Lehrer und Schüler
Mensch Körper Krankheit bietet Ihnen
medizinisches Wissen im
Detail mit über 900 Abbildungen und
Tabellen. Dieser Lehrbuch-Klassiker
enthält das gesamte Wissen zur
Anatomie des menschlichen Körpers,
eng vernetzt mit den physiologischen
Prozessen. Die jeweils häufigsten
Krankheitsbilder werden detailliert
und verständlich dargestellt sowie
die entsprechenden pathologischen
Organ- und Funktionsverände-
rungen.
Mit Biologie Anantomie Physiologie
erhalten Sie ein optimal auf die Be-
rufspraxis ausgerichtetes Lehrbuch.
Komplizierte Zusammenhänge werden
leicht verständlich dargestellt. Lernziel-
übersichten und Wiederholungsfragen
dienen der Wissensüberprüfung und
Examensvorbereitung. Hinweise zu Be-
sonderheiten bei Patienten verschiede-
ner Altersstufen runden das Angebot ab.
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7. Aufl. 2012. 416 S., 478 farb. Abb., geb.
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Mit für Zusatz-Onlinematerial
Lehrer und Schüler
Klassischer Unterricht nach den Anforderungen des Kranken- und
Altenpflegegesetzes sowie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
Seit Jahren der Standard in der Pflegeausbildung: Pflege Heute und Altenpflege Heute
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aktuellen Standardwerke in der Pflegeausbildung. Wählen
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Werke orientieren sich an den Anforderungen des aktuellen
Kranken- bzw. Altenpflegegesetzes, dennoch bieten sie ebenso
Sicherheit für die künftigen Entwicklungen in der Pflege-
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Mit für Zusatz-Onlinematerial
Lehrer und Schüler
Mit für Zusatz-Onlinematerial
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ISBN 978-3-437-28502-8
Unterricht nach den Anforderungen des Kranken- und Altenpflegegesetzes so- wie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
Unterricht nach den Anforderungen des Kranken- und Altenpflegegesetzes so- wie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
Unterricht nach den Anforderungen des Kranken- und Altenpflegegesetzes so-
wie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung mit Blick auf die zu erwartende
generalistische Ausbildung. NEU – ab Juli 2015
Ein
die Schritt
Zukunft in

Pflegen, Grundlagen und Interventionen – das Lehrbuch für die neue Generation der Pflegenden

Pflegen liefert Ihnen als erstes Buch alle grundlegenden Inhalte zur Ausbildung einer beruflichen Handlungskompetenz im Hin- blick auf eine generalistische Pflegeausbildung. Dieses Lehrbuch

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Verständlich und praxisnah: Anschauliche Abbildungsfolgen helfen den Auszubildenden zusätzlich, pflegerische Tätigkeiten zu lernen und in der Praxis umzusetzen.

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ausreichend Arbeitsmaterial für eine optimale Unterrichts- gestaltung

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Inhalt – Kurzübersicht

I Berufsbild Pflege

1

Pflege im Wandel der Zeit

2

Berufsfelder in der Pflege

II

Situation des Patienten und der Angehörigen

3

Pflege im Kontext von Entwicklung und Alter

4

Pflegesituation – Pflegebedürftigkeit – Pflegephänomene

III

Grundlagen pflegerischen Handelns

5

Eckpfeiler des pflegerischen Handelns

6

Organsation der Pflegearbeit

7

Pflegeprozess

8

Theorien/Modelle

9

Recht

10

Hygiene

11

Anforderungen im Pflegeberuf

IV

Beobachten, Beurteilen Intervenieren

12

Grundlagen: Beobachten, Beurteilen, Intervenieren

13

Gesamtbild des Menschen

14

Atmung

15

Herz und Kreislauf

16

Körpertemperatur

17

Haut und Körper

18

Ernährung

19

Ausscheidung

20

Bewegung

21

Kommunikation

22

Schlaf

23

Bewusstsein und Verhalten

24

Schmerz

25

Palliativpflege

V

Spezielle Maßnahmen der Diagnostik und Therapie

26

Assisstenz bei der medizinischen Diagnostik

27

Arzneimittel

28

Injektionen, Infusionen, Transfusionen

29

Prä- und postoperative Pflege

30

Wundmanagement

31

Sofortmaßnahmen

LESEPROBE

2015. 600 S., 600 Abb., geb.

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ISBN 9-78-3-437-25401-7

49,99 / € (A) 51,40 / sFr 67,– ISBN 9-78-3-437-25401-7 22.4 Interventionen bei Schlafstörungen 22.4.1

22.4 Interventionen bei Schlafstörungen

22.4.1 Schlafhygiene

DEFINITION

Schlafhygiene: Verhaltensweisen, die einen gesunden Schlaf begünsti- gen.

Die Einhaltung der Verhaltensweisen der Schlafhygiene kann Schlafstörungen verhindern. Die Verhaltensweisen betreffen Berei- che der Ernährung, Schlafgewohnheiten, Tagesaktivitäten und Ein- stellung zum Schlaf. Da aber Schlafverhalten und Schlafbedürfnis von Mensch zu Mensch verschieden sind, muss jeder für sich indi- viduell herausfinden, welche Verhaltensweisen den eigenen Schlaf fördern und welche ihn behindern.

22

Verhaltensweisen, die einen gesunden Schlaf begünstigen können

Nach dem Mittagessen keine koffeinhaltigen Getränke (Kaffee, Schwarz- oder Grüntee, Cola) trinken

Alkohol weitgehend vermeiden und keinesfalls als Schlafmittel einset- zen

Regelmäßige körperliche Aktivität am Tage, nicht direkt vor dem Schla- fengehen

Keine schweren Mahlzeiten (Pizza, fleischlastige Mahlzeiten, fettige Mahlzeiten wie Grünkohl) am Abend, aber nicht hungrig zu Bett gehen

Allmähliche Verringerung geistiger und körperlicher Anstrengung vor dem Zubettgehen

Ein persönliches Einschlafritual pflegen, z. B. vor dem Schlafengehen einige Seiten lesen oder einen kleinen Spaziergang machen

Im Schlafzimmer für eine angenehme Atmosphäre sorgen: abgedunkel- ter, ruhiger Raum mit kühler Temperatur und Frischluftzufuhr

Nachts nicht auf die Uhr sehen

Kräuter-Einschlaftees, warme Milch, Baldriantropfen fördern den Schlaf

Einhaltung fester Schlafens- und Aufstehzeiten (± 30 Min.)

22.4 Interventionen bei Schlafstörungen

519

Neugeborene und Säuglinge

Neugeborene und Säuglinge schlafen (Abb. 22.7)

im eigenen Bett – Co-Sleeping oder Bedsharing erhöht Studien

zufolge das Risiko des SIDS (siehe unten,

me: Zwillinge können auch in einem Bett schlafen),

unten, me: Zwillinge können auch in einem Bett schlafen), 12, 13) (Ausnah- • in Rücken- oder

12, 13) (Ausnah-

in Rücken- oder Seitenlage, jedoch nicht in Bauchlage,

im Schlafsack, sodass auf eine Bettdecke, in der sich das Kind verfangen kann, verzichtet werden kann,

rauchfrei,

auf einer festen Matratze ohne Fell oder Kopfkissen, um das Ein- sinken des Kopfs zu verhindern; statt eines Fells kann z. B. ein Moltontuch verwendet werden,

bei einer Raumtemperatur von 16 bis 18 °C,

ohne Kuscheltiere in Kopfnähe, um das Bedecken des Kopfs zu verhindern,

mit einem altersgerechten Einschlafritual, z. B. kuscheln – zude- cken – Licht löschen – Tür schließen. Eltern sind durch häufiges Erwachen ihres Säuglings in der Nacht oft stark belastet. Aufklärung über mögliche Ursachen und Regeln zur Schlafhygiene können hilfreich sein. Im Klinikumfeld kann es auch entlastend sein, wenn Eltern das Kind für eine Nacht abgenommen wird und diese mal wieder entspannt durchschlafen können.

Maßnahmen, die Säuglingen das Einschlafen erleichtern

Warmes Bad, z. B. mit Lavendelöl

Sanfte Babymassage bei gedämpftem Licht

Beruhigende Musik

Pucken (Wickeltechnik, bei der das Kind eng in eine Babydecke oder ei- nen Pucksack gewickelt wird. Die Enge ruft ein Gefühl der Geborgen- heit hervor und weckt vermutlich Erinnerungen an den Mutterleib)

Feste Schlafenszeiten einhalten

Schlaflieder singen

Entspannungsübungen (

22.4.3) für die Eltern, da sich deren An-

spannungen auf das Kind übertragen

Abb. 22.7 Säuglinge schlafen am sichersten in Rücken- oder Seitenlage im eigenen Bett auf einer festen Matratze ohne Kopfkissen, Bettdecke, Fellunterlage und Ku- scheltier

oder Seitenlage im eigenen Bett auf einer festen Matratze ohne Kopfkissen, Bettdecke, Fellunterlage und Ku- scheltier

Tab. 22.3 Prä- und postnatale Risikofaktoren für den plötzlichen Säuglingstod

Pränatale Risikofaktoren

Postnatale Risikofaktoren

Rauchen

Bauchlage

Junge Mutter (< 21 Jahre)

Zu weiche Unterlage

Multiparität (Mehrlingsschwanger- schaft)

Kopfkissen

Frühgeburt/pränatale Dystrophie (vorgeburtliche Entwicklungsstörun- gen)

Zu großes Federbett

Ungünstige soziale Verhältnisse

Frühzeitiges Abstillen/Nicht-Stillen

Geschwister eines SIDS-Opfers

Ungünstige soziale Verhältnisse

 

Niedriges Geburtsgewicht, unter

3. Perzentile (

18.2.3)

Plötzlicher Säuglingstod

Der plötzliche Säuglingstod (Sudden Infant Death Syndrome; plötzlicher Kindstod, SIDS) ist der plötzliche und unerwartete Tod eines zuvor normal und gesund erscheinenden Säuglings. Er ist die häufigste Ursache der Säuglingssterblichkeit und tritt vor allem zwischen dem 2. und 4. Lebensmonat ein, hier gehäuft in den Win- termonaten. Die Diagnose SIDS ist nur durch eine Obduktion mög- lich. Der Tod tritt im Schlaf ein, oft begleitet von banalen Atem- wegsinfekten. Der plötzliche Säuglingstod ist weltweit verbreitet und kommt in allen sozialen Schichten vor. Die Ursachen sind noch immer nicht bekannt, doch es wird angenommenen, dass bestimm- te Faktoren den SIDS zu begünstigen (Tab. 22.3) Mehr als die Hälfte der betroffenen Kinder werden nachts in ei- ner Position gefunden, in der

Mund und Nase durch das Bettzeug bedeckt sind,

sie auf einer sehr weichen Unterlage in Bauchlage liegen. Auch wenn ein längerer Zeitraum zwischen Todeszeitpunkt und Auffinden liegt, ist die Haut der betroffenen Säuglinge häufig noch schweißig. Die primären Präventivmaßnahmen zum SIDS entsprechen den Regeln der Schlafhygiene für Säuglinge und Kleinkinder. Sekundäre Präventivmaßnahmen betreffen die Identifizierung von Risikofak- toren (Tab. 22.3) sowie die Betreuung und Beratung von Risiko- gruppen.

Kleinkinder

Kleinkinder schlafen

im eigenen Bett – Bedsharing erhöht Studien zufolge das Risiko

für SIDS (siehe oben,

erhöht Studien zufolge das Risiko für SIDS (siehe oben, 12), • bei einer Raumtemperatur von ca.

12),

bei einer Raumtemperatur von ca. 18 °C,

ohne störende Licht- und Lärmquelle,

rauchfrei,

nach einer Ruhephase,

mit einem altersgerechten Einschlafritual, z. B. vorlesen – kuscheln – zudecken – Licht löschen – Tür schließen,

22 Schlaf

520

zu festen Schlafenszeiten und werden nicht im Rahmen einer Strafmaßnahme ins Bett geschickt.

Ältere Menschen

Ältere Menschen schlafen durchschnittlich nicht mehr als 7 Std. Dennoch ist in den meisten Alten- und Pflegeheimen das Tagespro- gramm bereits am späten Nachmittag beendet, das Abendessen wird früh serviert. Dies führt zu frühen Schlafenszeiten, oft auch zu Langeweile in den Abendstunden. Abhilfe kann ein sogenanntes Nachtcafé schaffen. Hier haben abend- und nachtaktive Menschen die Möglichkeit, sich auszutauschen, Kontakt zu anderen Klienten aufzunehmen, Spiele zu spielen, Musik zu hören oder auch gemein- sam einen Film anzuschauen.

Im Krankenhaus oder in Pflegeeinrichtungen

Im Krankenhaus oder Pflegeeinrichtungen können Menschen ge- rade in der ersten Zeit nach der Aufnahme aufgrund der unge- wohnten Umgebung ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Unge- wohnte Geräusche, ein veränderter Tag-Nacht-Rhythmus, andere Lichtverhältnisse und nächtliche pflegerische Tätigkeiten beein- trächtigen das Ein- und Durchschlafverhalten. Hier ist es Aufgabe der Pflegenden, Voraussetzungen für einen erholsamen Schlaf des Betroffenen zu schaffen. Das kann in Form von Schlafmedikamen- ten nach ärztlicher Anordnung geschehen, aber auch mit einfachen pflegerischen Maßnahmen:

Anbieten eines zusätzlichen Kissens oder einer zusätzlichen De- cke

Schaffen eines geeigneten Raumklimas (Lüften, Heiztemperatur individuell regeln)

Abfragen und Berücksichtigen individueller Einschlafrituale

Änderung der Möbelanordnung, z. B. das Bett ans Fenster oder vom Fenster wegschieben

Vermeiden von störenden Geräuschen und Lichteinfällen

Schließen der Zimmertür, um Geräusche nächtlicher Tätigkeiten auf dem Flur auszuschalten

Anbieten und durchführen von physikalischen Maßnahmen (22.4.2)

22.4.2 Physikalische Maßnahmen

Neben den Regeln der Schlafhygiene gibt es schlaffördernde Maß- nahmen, die auch im Krankenhaus, in Pflegeeinrichtungen oder im häuslichen Umfeld umgesetzt werden können ( 3):

Warme Vollbäder bei einer Temperatur von ca. 37–38 °C un- mittelbar vor dem Schlafengehen entspannen. Unterstützend wirken Badezusätze wie Kamille, Lavendel, Lindenblüte, Bal- drian oder Melisse. Das Vollbad sollte nicht länger als 20 Min. dauern.

wie Kamille, Lavendel, Lindenblüte, Bal- drian oder Melisse. Das Vollbad sollte nicht länger als 20 Min.

22

wie Kamille, Lavendel, Lindenblüte, Bal- drian oder Melisse. Das Vollbad sollte nicht länger als 20 Min.

22

521

22.4 Interventionen bei Schlafstörungen

22 521 22.4 Interventionen bei Schlafstörungen Abb. 22.8 Ein kurzes Bad der Unterarme in kaltem Wasser

Abb. 22.8 Ein kurzes Bad der Unterarme in kaltem Wasser wirkt schlaffördernd

Kalte Armbäder über kurze Zeit (bis 30 Sek.) beruhigen Herz

und Kreislauf (

Abb. 22.8).

Kaltes Abwaschen der Beine: Dabei wird mit einem kühlen Waschlappen mit ca. 22 °C vom Außenknöchel des Fußes lang-

sam bis zur Hüfte gestrichen und an der Beininnenseite wieder abwärts.

Atemstimulierende Einreibung (

Basale Stimulation : Eine Körperwaschung nach den Prinzi-

14.5.5).

pien der Basalen Stimulation (

kung auf Herz, Kreislauf und Psyche.

23.4.4) hat beruhigende Wir-

Wechselfußbäder (

Tab. 17.12)

VORSICHT!

Kontraindikation Durchblutungsstörungen

Kälteanwendungen und Wechselfußbäder nicht bei Durchblutungsstö- rungen der Beine anwenden, da die Kälte die Blutgefäße verengt.

Aufgabe zur Selbsterfahrung

Probieren Sie die genannten physikalischen Maßnahmen einmal selbst aus. Welche Veränderungen stellen Sie fest?

22.4.3 Entspannungstechniken

Entspannungstechniken können in fast jedem Alter erlernt wer- den. Bereits früh erlernte Entspannungsmethoden stellen u. U. eine wichtige Ressource im Alter dar. Einige Entspannungsübungen wie autogenes Training oder Yo- ga sind zeitintensiv und müssen über einen gewissen Zeitraum praktiziert werden, um ihre Wirkung zu entfalten, sodass sie sich in den Stationsalltag nur schwer integrieren lassen. Besser eignen sich dafür z. B. Fantasiereisen, beruhigende Musiktherapie oder Vorlesen, die weniger Zeit benötigen und von Pflegenden einfach durchzuführen sind ( Abb. 22.9). Für Fantasiereisen eignen sich kurze, entspannende Texte, das Vorlesen kann bei Zeitmangel der Pflegenden auch durch beruhigende Hörbücher ersetzt wer-

Pflegenden auch durch beruhigende Hörbücher ersetzt wer- Abb. 22.9 Entspannungsübungen helfen beim Einschlafen, vor

Abb. 22.9 Entspannungsübungen helfen beim Einschlafen, vor allem in unge- wohnter Umgebung

den. Zur Musiktherapie eignen sich besonders klassische ruhige Werke, spezielle Entspannungs- und Meditationsmusik.

Angeleitete Entspannungsübung

Die folgende Entspannungsübung eignet sich sowohl für Erwachsene als auch – sprachlich angepasst – für Kinder. Bevor die Pflegekraft mit der Anleitung beginnt, sorgt sie für eine entspannte, ruhige Atmosphäre (Raum evtl. etwas abdunkeln) und stellt sicher, dass der Patient bequem liegt oder sitzt. Dieser wird mit ruhiger Stimme angeleitet, zwischen den einzelnen Anweisungen erfolgt jeweils eine kurze Pause. Fünf-Minuten-Entspannung

„Halten Sie Ihre Hände vors Gesicht und schließen Sie die Augen.“

„Atmen Sie durch die Nase tief in den Bauch ein, bis sich Ihr Bauch wölbt.“

„Halten Sie die Luft an und zählen Sie langsam bis fünf. Atmen Sie dann langsam durch den Mund aus.“

Atemübung 5 × wiederholen.

„Ziehen Sie nun hinter Ihren Händen Grimassen.“ Dadurch werden ver- spannte Gesichtsmuskelpartien gelockert, was einen positiven Effekt auf den gesamten Körper hat.

„Atmen Sie noch einmal tief ein und aus.“

„Nehmen Sie langsam die Hände vom Gesicht. Räkeln und strecken Sie sich.“

„Atmen Sie noch einmal tief ein und aus.“

„Öffnen Sie langsam wieder die Augen.“

Aufgabe zur Selbsterfahrung

Führen Sie mit einem unruhigen Kind oder Menschen eine Fantasiereise durch. Reflektieren Sie anschließend, welche Veränderungen Sie bei dem unruhigen Geist und bei sich selbst beobachten konnten.

Weiter mit Kapitel 22.5 Schlafumgebung

Abb. 22.14 Das korrekte Falten der Bettdecke Durchführung des Bettwäschewechsels bei einem bettlägerigen Patienten Der

Abb. 22.14 Das korrekte Falten der Bettdecke

Durchführung des Bettwäschewechsels bei einem bettlägerigen Patienten

Der Bettwäschewechsel bei einem bettlägerigen Patienten wird grundsätzlich zu zweit durchgeführt. Dies dient sowohl der Redu- zierung der körperlichen Belastung der Pflegenden als auch der Si- cherheit und dem Wohlbefinden des Patienten.

Händedesinfektion.

Patienten über das Vorhaben informieren, jede Handlung vor Durchführung mitteilen.

Kopfteil flach stellen.

Bettdecke und Positionierungshilfsmittel entfernen.

Drehen des Patienten in Seitenlage unter Berücksichtigung der Richtlinien der Kinaesthetics (20.3.1): Bein des Patienten auf der Seite, die später keinen Bettkontakt hat, aufstellen. Kopf in Drehrichtung wenden. Die Pflegekraft, die auf der Seite steht, auf der der Patient liegen soll, unterstützt die Drehung durch sanften Druck auf Oberschenkel und Schulterblatt (Abb. 22.15a).

Warten, bis sich der Patient in einer für ihn angenehmen und si- cheren Seitenposition befindet.

Sicherung des Patienten in Seitenlage durch die Pflegekraft (Achtung: Nie den Patienten alleine liegen lassen! Sturzgefahr!).

Die Pflegekraft, der der Patient nun den Rücken zuwendet, löst das Laken auf ihrer Seite von unten nach oben und rollt es lo- cker zum Patienten hin ein.

Dieselbe Pflegekraft schlägt danach das frische Laken am Kopf- ende ein, zieht es nach unten glatt, steckt es am Fußende fest und schlägt es an der Seite ein. Die Mittellinie des Lakens liegt auf der Bettmitte, das frische Laken wird dabei so eingerollt, dass es zwischen Matratze und gebrauchtem Laken zu liegen kommt. Dabei darauf achten, dass ausreichend Laken für die zweite Seite zur Verfügung steht (Abb. 22.15b).

Bei Verwendung einer zusätzlichen Unterlage oder von Inkonti- nenzmaterial wird dieses in Höhe des Gesäßes des Patienten auf dem sauberen Laken positioniert und ebenfalls bis zur Mitte aufgerollt.

Nun wird der Patient angeleitet bzw. unterstützt, sich über die Laken hinweg – unter Berücksichtigung der Kinaesthetics (Bein aufstellen, Kopf zur Drehseite bewegen, Oberschenkel- und

22.5 Schlafumgebung

525

Drehseite bewegen, Oberschenkel- und 22.5 Schlafumgebung 525 Abb. 22.15 Bei bettlägerigen Patienten wird die

Abb. 22.15 Bei bettlägerigen Patienten wird die Bettwäsche gewechselt, indem der Patient (a) auf die Seite gedreht wird, (b) das vorhandene Laken in seinem Rücken eingerollt und ein neues Laken eingespannt, zur Hälfte ausgebreitet und zur Hälfte ebenfalls zur Bettmitte aufgerollt wird. Nun wird der Patient (c) über die Laken hinweg auf die andere Seite gedreht, das alte Laken wird entfernt, das neue Laken ausgebreitet und festgesteckt [K115]

Schulterblattunterstützung,

und dann auf die andere Seite zu drehen (

20.3.1) – erst auf den Rücken

Abb. 22.15c).

Die Pflegekraft, der der Patient nun den Rücken zuwendet, ent- fernt das gebrauchte Laken und wirft es in den Wäschesack ab.

Anschließend entrollt sie das saubere Laken und schlägt es am Kopfende ein, streicht es glatt und steckt es am Fußende fest.

22

entrollt sie das saubere Laken und schlägt es am Kopfende ein, streicht es glatt und steckt

526 22 Schlaf

Seitenanteile unter die Matratze schlagen. Unterlage oder In-

kontinenzmaterial werden ebenso entrollt und geglättet

Abschließend wird der Patient in eine für ihn angenehme Positi-

on gebracht (

22.5.3).

Patienten zudecken, Kopfteil auf die gewünschte Höhe bringen.

Bett auf Patientenniveau absenken.

Händedesinfektion.

Lakenwechsel von oben nach unten

Kann bzw. darf der Pflegebedürftige nicht auf die Seite gedreht werden, ist auch ein Beziehen des Betts von oben nach unten möglich. Das verschmutz- te Laken wird so weit wie möglich vom Kopfende aus Richtung Gesäß gerollt und ein neues Laken wird vom Kopfende aus eingespannt. Der Patient wird gebeten, das Gesäß anzuheben. Das verschmutzte Laken wird in Richtung Fußende entfernt und das frische ausgerollt und festgesteckt.

Nachbereitung

Nachttisch und Rufanlage in Reichweite bringen.

Benutzte Wäsche bzw. Wäscheabwurf entsorgen.

Händedesinfektion.

Gegebenenfalls Wäschewagen desinfizieren und auffüllen.

Bei Bedarf Zimmer lüften.

Den Patienten fragen, ob er bequem liegt und alles an seinem richtigen Platz ist oder ob er noch etwas benötigt.

Dokumentation, gegebenenfalls Positionierungsplan abzeich- nen. In das Betten lassen sich gut weitere pflegerische Maßnahmen integ- rieren. Besonders bei nicht belastbaren Patienten sollten gleichzeitig weitere Tätigkeiten wie die Ganz- oder Teilkörperwäsche (17.1.4), die Inkontinenzversorgung (19.3.4) und Prophylaxen durchge- führt werden. Diese Tätigkeiten müssen in die Planung und Koordi- nation einbezogen werden, um überflüssige Wege zu vermeiden. Be- sonders das Positionieren des Patienten (22.5.3) sollte beim Bet- ten stattfinden, um ein unnötiges Hin- und Herdrehen zu vermeiden.

22.5.3 Positionieren

Können Patienten sich nicht selbstständig bewegen und ihre Position im Bett verändern oder sind sie dekubitus-, kontraktur- oder pneu- moniegefährdet, müssen sie regelmäßig umpositioniert werden. Die-

22 ses Selbstpflegedefizit kann durch verschiedene Erkrankungen wie z. B. Morbus Parkinson, einen Schlaganfall, aber auch Frakturen oder postoperative Schmerzen entstehen. Die Positionierung soll dabei den Patienten nicht einschränken, sondern unterstützen. Dazu kann der Patient mit verschiedenen Positionierungshilfsmitteln in unter- schiedliche Positionen gebracht werden (Tab. 22.4).

Positionierungshilfsmittel

Welche Positionierungshilfsmittel verwendet werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Tab. 22.4 Verschiedene Positionierungsarten, deren Indikationen und

Besonderheiten (

Besonderheiten (

6, S. 502)

 

Positionierungsart

 

Indikation

Besonderheiten

Flachpositionierung auf dem Rücken

 

Schädel-Hirn-Trauma, Rückenoperation, Wir- belsäulen- oder Be- ckenfrakturen

Hohe Druckentlastung durch große Aufliege- fläche

Hohe Druckentlastung durch große Aufliege- fläche Oberkörperhochpo-   Herz- und Lungener- Hohe

Oberkörperhochpo-

 

Herz- und Lungener-

Hohe Akzeptanz, nicht bei Kopfverletzungen

sitionierung

 
krankungen, Essen und Trinken, Zähneputzen  

krankungen, Essen und Trinken, Zähneputzen

 

30°-Positionierung

 

Dekubitusprophylaxe, Entlastung nach OPs im lateralen Gesäßbe- reich

Bei korrekter Durchfüh- rung kann Kopfteil hochgestellt werden; auch als Mikropositio- nierung in der schiefen Ebene durch Unter- schieben eines Kissens unter die Matratze möglich

(

17.1.8)

eines Kissens unter die Matratze möglich ( › 17.1.8) 90°-Seitenpositio-   Hemiplegie, Lungen- Zur

90°-Seitenpositio-

 

Hemiplegie, Lungen-

Zur Dekubitusprophyla- xe durch starken Druck auf die Trochanter nicht geeignet

nierung

 

operationen

die Trochanter nicht geeignet nierung   operationen 135°-Positionierung   Lungenerkrankungen,

135°-Positionierung

 

Lungenerkrankungen,

Sichere Positionierung bei Verbandwechsel im Rücken- und Sakralbe- reich

(

17.1.8)

Dekubitusprophylaxe

und Sakralbe- reich ( › 17.1.8) Dekubitusprophylaxe Beintiefpositionie-   Arterielle Durchblu- Kann

Beintiefpositionie-

 

Arterielle Durchblu-

Kann bei längerer An- wendung durch Versa- cken des Bluts in den Beinen zu Schwindel führen

rung

 

tungsstörungen

Beinen zu Schwindel führen rung   tungsstörungen Beinhochpositionie-   Venöse Durchblutungs- Kopf

Beinhochpositionie-

 

Venöse Durchblutungs-

Kopf liegt auf Rumpf- und Beckenebene

rung

 

störungen, Venenent-

zündungen, Knöchel-  

zündungen, Knöchel-

 

ödeme

Trendelenburgposi-

 

Schock, akute Blutun- gen, Kreislaufversagen

Kopf liegt tiefer als Rumpf und Becken

tionierung (Schock-

positionierung,

   

Abb. 31.9 )

Kopf liegt tiefer als Rumpf und Becken tionierung (Schock- positionierung,     › Abb. 31.9 )

Warum soll der Patient positioniert werden? Weichpositionie-

rung zur Dekubitusprophylaxe (

einer Operation oder Fraktur etc.

17.1.8), Ruhigstellung nach

Welche Wünsche und Bedürfnisse hat der Patient (Nackenrolle, Beinhochpositionierung, Kopfhochpositionierung etc.)?

Wie verhält sich das Material beim Kontakt mit Feuchtigkeit z. B. bei Inkontinenz? Wie verhält es sich bei der Desinfektion?

verhält sich das Material beim Kontakt mit Feuchtigkeit z. B. bei Inkontinenz? Wie verhält es sich

22.5 Schlafumgebung

527

22.5 Schlafumgebung 527 Abb. 22.16 Verschiedene Lagerungsschienen • Welche unerwünschten Wirkungen hat das Material?

Abb. 22.16 Verschiedene Lagerungsschienen

527 Abb. 22.16 Verschiedene Lagerungsschienen • Welche unerwünschten Wirkungen hat das Material?

Welche unerwünschten Wirkungen hat das Material? Kunst- stoffkissen begünstigen beispielsweise das Schwitzen. Zu den Positionierungshilfsmitteln zählen u. a.:

Kissen und Decken

Lagerungsschienen zur Ruhigstellung (

Bettauflagen wie Schaumstoffmatratzen, Gel- und Polymeraufla- gen, z. B. Gelkissen zur Kopfpositionierung auf dem OP-Tisch

Ersatzmatratzen wie Wechseldrucksysteme oder Spezialbetten, die mit Luft, Wasser oder Glaskügelchen gefüllt sind

Abb. 22.16)

Rotationsbetten (

Abb. 22.12)

 

Transferaufgabe

Sie sind während Ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der Infektionsstation der Kinderklinik eingesetzt und betreuen die siebenjährige Frieda. Das Mädchen ist aufgrund einer viralen Infektion schon mehrere Tage im Krankenhaus. In der Nacht liegt sie häufig wach und ist tags- über entsprechend schläfrig. Dies fällt auch den Eltern auf, die- se suchen das Gespräch mit Ihnen.

Welche Fragen stellen Sie den Eltern zur Erhebung einer Schlafanamnese von Frieda?

Welche Maßnahmen können Sie gemeinsam mit den Eltern besprechen und planen, damit Frieda in der Nacht besser schlafen kann?

Die Eltern sorgen sich sehr wegen der Durchschlafstörungen ihrer Tochter und fragen Sie, ob diese dauerhafte negative Konsequenzen haben. Was antworten Sie? Denken Sie an Ihr erworbenes Hintergrundwissen zum Schlafzyklus und zu den Schlafphasen!

Literatur und Kontaktadressen

und zu den Schlafphasen! Literatur und Kontaktadressen LITERATURNACHWEIS 1. Statistisches Bundesamt. Dimension 3:

LITERATURNACHWEIS 1. Statistisches Bundesamt. Dimension 3: Arbeitszeit, Ausgleich von Beruf und Privatleben. Aus: www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Indikatoren/

QualitaetArbeit/QualitaetDerArbeit.html?cms_gtp=318944_slot%253D3

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22

gen, schlafbezogene Bewegungs- und Atmungsstörungen, Schnarchen. Heidelberg: Springer, 2009. S. 111–174. 22

Geleitwort von Carsten Drude

Pflegen – ein interessanter Titel für ein neues Standardlehrwerk für Schülerinnen und Schüler in der Pflegeausbildung. Besteht denn überhaupt Bedarf an noch einem Grundlagenwerk?

Ja – mehr denn je! Wir befinden uns zurzeit in einem Wandel in der Ausbildung der Pflegeberufe. Die Trennung in die drei Bereiche „Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und Altenpflege“ ist durchbro- chen. Zum Erscheinungszeitpunkt dieses Buches ist das neue Pflegeberufegesetz zwar noch nicht in Kraft getreten, die intensiven Aktivitäten zur Ausgestaltung des Gesetzes laufen aber auf Hochtouren. Sehr früh hat sich der Elsevier-Verlag auf den Weg gemacht, um dieser neuen Ausrichtung auch in Form eines aktuellen Lehrbuches zu entsprechen, ohne die bestehenden Standardwerke obsolet werden zu lassen. Natürlich existieren bereits Bücher mit einer generalistischen Intention, diese wurden jedoch allesamt unter den alten gesetzlichen Rahmenbedingungen verfasst. Was ist also das wirklich neue an Pflegen?

Die traditionelle und, gemessen an den Anforderungen im Pflegealltag nicht mehr aktuell erscheinende einzige Ausrich- tung am Lebensalter des Pflegeempfängers wurde aufgelöst. In jeder Hinsicht wurde Wert darauf gelegt, Menschen aller Altersgruppen als Pflegeempfänger in ihrem jeweiligen Setting zu betrachten.

Und – was noch wichtiger ist: Pflegen ist ein Buch für Schülerinnen und Schüler! Die theoretischen und auch berufs/ politischen Hintergründe dieser gesetzlichen Entwicklung bilden daher nicht den Schwerpunkt des Buches – das ist für die Zielgruppe von enormer Bedeutung. Im Fokus steht die Handlungskompetenz. Die Kapitelüberschriften erinnern teilweise an fachsystematische Strukturen, dennoch ist den Autoren der Spagat gelungen: ein gutes Mittelmaß zwischen konkreten Handlungsabläufen und dem dazugehörigen theoretischen Hintergrund. Besonders erwähnenswert erscheinen dabei die Transferaufgaben am Ende eines jeden Kapitels. Sie regen dazu an, das Erlernte in kreativer Form zu vertiefen, ohne dabei starre, einseitige Lösungsmuster zu erzwingen.

Der Abstraktionsgrad der einzelnen Kapitel wird in der Gesamtschau immer konkreter. Zu Beginn finden sich zunächst einmal Grundlagen und allgemeine Prinzipien – diese lassen sich auf sehr viele Pflegesituationen übertragen. Im weiteren Verlauf werden aber immer konkretere Abläufe beschrieben, so dass der Schüler/ die Schülerin auch einen greifbaren Plan an die Hand bekommt, anhand dessen er/ sie eine Pflegesituation richtig einschätzen, bearbeiten und evaluieren kann. Als Vorsitzender des Bundesverbandes Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS) freue ich mich, dass der Elsevier Verlag diesen neuen Weg sehr früh gegangen ist. Für unsere Lehrenden und Lernenden bedeutet dies, dass trotz der aktuell anstehenden Umwälzungen auf Seiten des Gesetzgebers sehr zeitnah ein neues Grundlagenwerk für die Ausbildung in den Pflegeberufen existiert, das direkt einsetzbar ist. Pflegen kann den Schülerinnen und Schülern und den Lehrenden an den beruflichen Schulen und den Hochschulen daher uneingeschränkt für die Verwendung im Rahmen der Pflegeausbildung empfohlen werden.

Verwendung im Rahmen der Pflegeausbildung empfohlen werden. Berlin, März 2015 Carsten Drude M.A. Vorsitzender

Berlin, März 2015 Carsten Drude M.A. Vorsitzender Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe (BLGS) e.V.

Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe (BLGS) e.V. 752 S., 630 Abb. € [D] 49,99 / € [A]

752 S., 630 Abb. € [D] 49,99 / € [A] 51,40 / sFr 67,– Erscheint Juli 2015

ISBN 978-3-437-25401-7

www.elsevier.de

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€ [D] 49,99 / € [A] 51,40 / sFr 67,– Erscheint Juli 2015 ISBN 978-3-437-25401-7 www.elsevier.de