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MJB Mission News Volume 3 / ISSN 1999-8414

Hochwasser-Alarm in Ost-Sachsen
Fluten haben Deutschland erreicht – 3 Menschen in Deutschland getötet – weitere Menschen
in Polen und Tschechien Opfer der Fluten – Bürgertelefon eingerichtet – Hochwasser-Alarm
in der Sächsischen Schweiz und in Görlitz

Von Andreas Klamm-Sabaot

Chemnitz. 8. August 2010. In Teilen von Ost-Sachsen, Görlitz und der Sächsischen Schweiz
gilt Hochwasser-Alarm. Für Menschen die entlang des Flusses Neiße leben wurde ein
Bürgertelefon eingerichtet. Das Bürgertelefon ist bei Telefon 035 88 285941 und Telefon
03588 28 59 40 erreichbar.

Die Tagesschau und weitere Medien berichten über drei getötete Menschen in Deutschland. Drei
Rentner, ein Ehepaar im Alter von 72 und 74 Jahren und ein weiterer Bewohner im Alter von 63
Jahren versuchten offenbar im Keller eines Mehrfamlienhauses eine Waschmaschine in Sicherheit
zu bringen. Offenbar überraschten die Wassermassen der Flut die Bewohner und drückten eine Tür
im Keller des Hauses ein. Die Feuerwehr konnte die drei Menschen in Neukirchen bei Chemnitz
nur noch tot bergen. In Tschechien und in Polen starben nach Informationen der Feuerwehr drei
weitere Menschen. Insgesamt wurden möglicherweise in der Folge der Hochwasser-Flut bis zu acht
Menschen getötet. Die Hauptstadt Warschau in Polen sei nach starkem Regen zum Teil überflutet.

Innenminister Markus Ulbig (CDU, Sachsen) wollte sich ein Bild von der Lage im
Katastrophengebiet machen. In der Sendung „Tagesthemen“ sprach der Innenminister von einer
„sehr ernsten Lage“. Seine Reise konnte der Innenminister wegen der Wassermassen in der Folge
der Flut nicht fortsetzen. Die Bevölkerung solle den Weisungen der Rettungskräfte unbedingt Folge
leisten. Die Situation an der Neiße ist weiterhin angespannt, insbesondere nachdem in Polen bei
Radomjejize eine Staumauer dem Druck der Flut nicht standgehalten hat und gebrochen war.

In Görlitz wurde Katastrophen-Alarm ausgerufen. Teile von Zittau und Ostritz wurden evakuiert.
Ein Altenheim, in dem zahlreiche Menschen, Bewohner und Pflegekräfte für mehrere Stunden
eingeschlossen waren, konnte am Abend mit einem großen Aufgebot von Polizei, Feuerwehr und
Helfern des Technischen Hilfswerkes (THW) evakuiert werden.

Innenminister Markus Ulbig warnte die Menschen davor, dass diese sich möglicherweise noch „auf
Schlimmeres in der Region“ einstellen sollten. Ein Augenzeuge berichtete davon, dass er nur in

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einer Apotheke war, nach der Rückkehr von den Fluten überrascht wurde und nicht mehr zurück in
sein Haus konnte. Mit einer Pegel-Höhe von über sieben Meter könnte durch die neuen
Hochwasser-Fluten in Polen und in Deutschland ein historischer Höchstwert erreicht werden.

Teilweise ist die Strom-Versorgung ausgefallen und in einigen Orten wurde die Versorgung mit dem
Strom vorsorglich abgeschaltet. Die Häuser wurden, soweit möglich evakuiert. Zum Teil wurden
mehr als 800 Menschen mit Schlauch-Booten evakuiert. Ein Sprecher des Innenministeriums von
Sachsen riet den Menschen notfalls auch höhere Stockwerke von Häusern zu nutzen, um sich
vorläufig in Sicherheit zu bringen.

In Brandenburg bereiten sich Menschen auch auf ein drohendes Hochwasser vor. Dort gelte
zunächst die Sicherheits-Stufe 2. In Dresden soll der Pegel-Stand an der Elbe inzwischen auf vier
Meter gestiegen sein. Der Pegel könnte einen Stand von bis zu sechs Metern bereits am Abend des
kommenden Montag erreichen, warnten die Behörden. Ein neues Jahrhundert-Hochwasser werde in
der Elbe-Stadt Dresden hingegen nicht erwartet.

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