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Merkblatt über die erforderlichen Unterlagen für einen Antrag auf Erteilung einer Berufserlaubnis

als Ärztin oder Arzt gemäß § 3 BÄO

als Zahnärztin oder Zahnarzt gemäß § 2 ZHG

als Psychologische Psychotherapeutin oder Psychologischer Psy-

chotherapeut, als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin oder

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut gemäß § 2 PsychThG

als Apothekerin oder Apotheker gemäß § 2 BApoO

Sie können eine Berufserlaubnis zu Zwecken der/des

Fortbildung

Auslandserfahrung

wissenschaftlichen Erfahrungsaustauschs

ärztlichen Versorgung nach erfolgter Facharztanerkennung

beantragen.

Befristung

Bitte beachten Sie, dass die Berufserlaubnis grundsätzlich nur auf ein Jahr befristet wird.

Beschränkung

Die Erlaubnis wird in der Regel auf eine nicht selbstständige, nicht leitende Tätigkeit unter Aufsicht, Anleitung und Verantwortung von approbierten Ärzten in einer be- stimmten Einrichtung des Gesundheitswesens (z.B. Krankenhaus, ärztliche Praxis, beschränkt.

Verlängerung

)

Die Berufserlaubnis kann um ein weiteres Jahr verlängert werden. Bei der Verlänge- rung der Erlaubnis müssen Sie die Beherrschung der deutschen Fachsprache nach- weisen.

Über diese Gesamtdauer von zwei Jahren wird die Erlaubnis nur im besonderen Ein- zelfall hinaus verlängert.

Gegebenenfalls kann eine Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des Berufes auf Antrag auch Personen erteilt werden, die außerhalb Deutschlands eine Ausbil- dung erworben, diese Ausbildung aber noch nicht abgeschlossen haben, wenn

1. der Antragsteller auf Grund einer das Hochschulstudium abschließenden Prü- fung außerhalb Deutschlands zur beschränkten Ausübung des Berufs berech- tigt ist und

Das ist jedoch nur für einen ganz bestimmten Personenkreis gesetzlich vorgesehen.

Übergangszeit für bereits erteilte Berufserlaubnisse

Alle bereits erteilten Berufserlaubnisse behalten bis zum entsprechend festgesetzten Befristungsende ihre Gültigkeit.

Um Versorgungslücken bzw. Tätigkeitsausfälle möglichst zu vermeiden, hat der Ge- setzgeber eine Übergangszeit (01.04.2012 - 01.04.2014) vorgesehen.

In diesem Zeitraum besteht die Möglichkeit, die laufenden Berufserlaubnisse weiter nach der alten Rechtslage über das Befristungsende hinaus zu verlängern, jedoch längstens bis zum 01.04.2014.

Diese Ausnahmeregelung ist allerdings nur auf den Personenkreis anwendbar, der bis zum 01.07.2012 einen Antrag auf Erteilung der Approbation gestellt hat.

( Ärztinnen und Ärzte aus Entwicklungsländern, die vor dem 01.04.2012 eine Be- rufserlaubnis zum Zwecke der Weiterbildung erhalten haben, dürfen diese Weiter- bildung - ohne einen Antrag auf Approbation stellen zu müssen – beenden. Entspre- chende Berufserlaubnisse werden auf Antrag verlängert.)

Wenn Sie eine Ausbildung außerhalb der Europäischen Staaten (sog. Drittstaat) ab- solviert haben, reichen Sie bitte folgende Unterlagen ein:

1. Schriftlicher formloser Antrag in deutscher Sprache (bitte geben Sie in Ihrem Antrag eine zustellungsfähige Anschrift an, Adressänderungen bitte ich mir umgehend mitzuteilen)

2. Kopie des in dem betreffenden Staat erteilten Ausbildungsnachweises und der sonstigen Befähigungsnachweise, die von den zuständigen Stellen des Aus- bildungslandes für den Abschluss einer erfolgreich absolvierten Ausbildung ausgestellt worden sind (Diplom oder staatliches Prüfungszeugnis in der Ori- ginalsprache und Übersetzung)

3. Aufstellung über Fächer, Inhalte und Stundenanzahl der Ausbildung, z. B. Stundenaufstellung, Zeugnisregister Studienbuch (in der Originalsprache und deutscher Übersetzung

4. Bescheinigung der zuständigen Behörde des Ausbildungsstaates, dass sie zur uneingeschränkten Ausübung des Berufes in diesem Land berechtigt sind

5. Ggfls. qualifizierte Arbeitszeugnisse

6. Identitätsnachweis, i.d.R. Nachweis durch Vorlage eines gültigen amtlichen Personaldokuments (Pass oder Personalausweis). Der Nachweis soll mindes- tens den Namen, das Geburtsdatum, den Geburtsort und ein Lichtbild enthal- ten. Bitte beachten Sie, dass Daten, die nicht zur Identifizierung benötigt wer- den, von Ihnen auf der Kopie geschwärzt werden. Dies gilt insbesondere für die auf dem Ausweis aufgedruckte Zugangs- und Seriennummer.

7. Darstellung des beruflichen Werdeganges in deutscher Sprache (tabellarische Aufstellung der absolvierten Ausbildung und der ausgeübten Erwerbstätigkei- ten)

8. Erklärung über Zweck und Ziel der beabsichtigten heilkundlichen Tätigkeit in der Bundesrepublik Deutschland

9. Bescheinigungen der zuständigen Behörden des Herkunftsstaates, aus denen sich die Zuverlässigkeit und Würdigkeit ergibt, z.B. einen Strafregisterauszug oder andere gleichwertige Unterlagen, z.B. Unbedenklichkeitsbescheinigung, die nicht älter als drei Monate alt sein dürfen

10. Erklärung über Straffreiheit (steht auch zum Download bereit):

Hiermit erkläre ich, dass ein gerichtliches Strafverfahren, ein staatsan- waltschaftliches Ermittlungsverfahren gegen mich nicht anhängig ist, und keine berufs- bzw. disziplinarrechtlichen Maßnahmen getroffen oder eingeleitet geworden sind

11. Ärztliche Bescheinigung, die nicht älter als drei Monate sein darf (steht auch zum Download bereit):

Nach eingehender Untersuchung liegen keine Anhaltspunkte dafür vor,

in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Be-

dass Herr/Frau::

rufes als ::::::(Berufsbezeichnung) ungeeignet ist.

12. Wenn Sie noch keinen Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen haben, müssen Sie durch geeignete Unterlagen und Bescheinigungen (z.B. Einstellungszusage, durch sonstige Schreiben über eine Kontaktaufnahme mit möglichen Arbeits- stellen oder durch den Nachweis der Beantragung eines Einreisevisums zur Erwerbstätigkeit) darlegen, dass Sie im Regierungsbezirk Arnsberg Ihren Be- ruf ausüben wollen, Dasselbe gilt für Personen mit einem Wohnsitz in Nord- rhein-Westfalen, wenn besondere Gründe gegen eine entsprechende Absicht sprechen

13. Nachweis der allgemeinen deutschen Sprachkenntnisse, nachgewiesen durch Prüfungszeugnisse, die zumindest den Anforderungen der Stufe B2 des „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen“ GER) oder ei- nem gleichwertigen Sprachniveau entsprechen, Teilnahmebestätigungen rei- chen nicht aus

Bei Beantragung einer Berufserlaubnis zu Zwecken der ärztlichen Versorgung nach erfolgter Facharztanerkennung zusätzlich

amtlich beglaubigte Ablichtung einer in der Bundesrepublik Deutschland erteilten Weiterbildungsbezeichnung.

Bestätigung der Einrichtung, an der der Heilberuf ausgeübt werden soll (z.B. An- stellungsbestätigung eines Krankenhauses), aus der hervorgehen muss, dass dort eine ärztliche Unterversorgung vorliegt.

Bei Beantragung einer Berufserlaubnis zum Abschluss der Ausbildung zusätz- lich:

Bescheinigung der zuständigen Stelle des Ausbildungsstaates, die eine Dar- stellung der weiteren Ausbildungsabschnitte (zeitlich), einschließlich der Aus- bildungsstätten sowie Nachweise über die Erforderlichkeit der Tätigkeiten nach ausländischen Ausbildungsrecht enthält

Anstelle des Ausbildungsnachweises Zeugnis über den Abschluss des Hoch- schulstudiums

Wichtige Hinweise:

Die Approbation darf nur erteilt werden, wenn die Gleichwertigkeit des Ausbil- dungsstandes gegeben ist. Der Nachweis der Gleichwertigkeit erfolgt in einem Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren (in der Regel Einschaltung eines Gut- achters und Eignungsprüfung oder Kenntnisprüfung). Die Kosten des Gutach- tens sind von den Antragsstellern zu tragen. Zur Höhe der Kosten sind keine genauen Angaben möglich. Eine Erklärung über die Übernahme der Gutach- terkosten ist dem Antrag beizufügen.

Sofern Gleichwertigkeit des Ausbildungsstandes gegeben ist, müssen Sie zu- sätzlich zu diesen schriftlichen Unterlagen nachweisen, dass Sie die einschlä- gige Fachsprache beherrschen. Dieser mündliche Sprachtest wird bei der Be- zirksregierung Arnsberg durchgeführt. Hierzu wird ein Termin mit Ihnen ver- einbart, wenn die Antragsunterlagen vollständig vorliegen.

Haben Sie bereits in der BRD erfolgreich an einer Gleichwertigkeitsprü- fung/Kenntnisprüfung teilgenommen, können Sie einen formlosen schriftlichen Antrag auf Erteilung einer Approbation stellen. Dem Antrag ist beizufügen, ei- ne Erklärung über Straffreiheit, Erklärung, dass Sie bei keiner anderen Behör- de einen entsprechenden Antrag gestellt haben, Erklärung über Prüfung und eine ärztliche Bescheinigung (Vordrucke stehen zum Download bereit). Dar- über hinaus ist ein Führungszeugnis der Beleg-Art "O" erforderlich. Das Füh- rungszeugnis ist beim zuständigen Rathaus unter Angabe des Verwendungs- zweckes „Approbation als “ und des Aktenzeichens 24.01.01.02 zu beantra- gen. Als Empfänger ist die Bezirksregierung Arnsberg, Dezernat 24, 59817 Arnsberg anzugeben. Die Zuständigkeit der Einwohnermeldeämter richtet sich hier nach Ihrem derzeitigen Hauptwohnsitz. Bitte beachten Sie, dass das Füh- rungszeugnis nicht früher als ein Monat vor der Vorlage ausgestellt sein darf.

Haben Sie in der BRD bereits Berufserlaubnisse erhalten, können Sie einen formlosen schriftlichen Antrag auf Erteilung einer Berufserlaubnis stellen, fü- gen Sie Ihrem Antrag bitte einen aktuellen Lebenslauf und die Angabe, wo be- reits Anträge von Ihnen gestellt wurden oder Kopien der erhaltenen Berufser- laubnisse dazu. Die Akten der betreffenden Erlaubnisbehörden werden dann von mir angefordert. Darüber hinaus ist dem Antrag eine Erklärung über Straf- freiheit, Erklärung, dass Sie bei keiner anderen Behörde einen entsprechen- den Antrag gestellt haben, Erklärung über Prüfung und eine ärztliche Be- scheinigung (Vordrucke stehen zum Download bereit) beizufügen. Des Weite- ren wird ein Führungszeugnis der Beleg-Art "O" benötigt. Das Führungszeug- nis ist beim zuständigen Rathaus unter Angabe des Verwendungszweckes „Approbation als “ und des Aktenzeichens 24.01.01.02 zu beantragen. Als

Empfänger ist die Bezirksregierung Arnsberg, Dezernat 24, 59817 Arnsberg anzugeben. Die Zuständigkeit der Einwohnermeldeämter richtet sich hier nach Ihrem derzeitigen Hauptwohnsitz. Bitte beachten Sie, dass das Führungs- zeugnis nicht früher als ein Monat vor der Vorlage ausgestellt sein darf.

Bitte beachten Sie, dass auf Grund der Gebührenordnung das Landes NRW zusätzliche Verwaltungsarbeit, wie mehrfache Beratung – auch telefonisch -, Nachforderung fehlender Unterlagen, Kopien, Gutachten und Stellungnah- men, berechnet werden muss. Damit verteuert sich die bei Erteilung der Ap- probation anfallende Gebühr. Es ist daher zu empfehlen, die Unterlagen voll- ständig vorzulegen.

Sämtliche Nachweise sind in amtlich beglaubigter Ablichtung vorzulegen. Bei Drittstaatenausbildung sind alle wesentlichen Dokumente (zur staatlichen Ausbildung, zum Personenstand, zur Straffreiheit) mit Echtheitsvermerk vorzu- legen. Echtheitsvermerke sind die Legalisation und die Apostille. Hiervon kann in besonderen Einzelfällen ausnahmsweise abgesehen werden, wenn die inhaltliche Übereinstimmung der Übersetzung mit dem Original von einem in der Bundesrepublik Deutschland öffentlich bestellten Dolmet- scher/Übersetzer bestätigt ist. Bitte beachten Sie, dass alle fremdsprachigen Unterlagen (im Original oder in amtlich beglaubigter Kopie) an die jeweilige Übersetzung ange- heftet sein müssen.

Fotokopierte Unterlagen ohne Beglaubigung erhalten Sie mit der Bitte zurück, sie amtlich beglaubigen zu lassen und erneut vorzulegen. Sofern sie Original- unterlagen einreichen, sind diesen einfachen Kopien beizulegen. Versenden Sie bitte keine Originalurkunden aus dem Ausland.

Beglaubigungen durch Einrichtungen der Kirche, durch Schulen, Hochschulen, Studentenwerke und Verbände gelten nicht als amtliche Beglaubigungen.