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Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien Der Ursprüngliche Pilgerweg

Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien

Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien Der Ursprüngliche Pilgerweg
Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien Der Ursprüngliche Pilgerweg

Der Ursprüngliche Pilgerweg

Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien Der Ursprüngliche Pilgerweg
Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien Der Ursprüngliche Pilgerweg
Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien Der Ursprüngliche Pilgerweg

Text

Fotos

Deutsche Version

Manuel Rodríguez

Archiv der Xestión do Plan Xacobeo AG

Interlingua Traduccións S.L. Franck Meyer

Koordination

Gregorio Sánchez

Ana B. Freire

Überarbeitung und Aktualisierung

Rosa García

Technische Beratung

Carraig Linguistic Services

Dokumentation:

Architektur-Abteilung der Verwaltungsgesellschaft des

Graphische Gestaltung und Layout

Herbergen und

Plan Xacobeo

Permuy Asociados

Dienstleistungen

Pilar Cuíña

Überarbeitung

Druck

Rosa Fernández

Dori Abuín

Gráficas LASA, S.L.

Ana B. Freire

Carla Fernández-Refoxo

Rosa García

Carmo Iglesias

Hinterlegung eines

Coroni Rubio

Alfonso Salgueiro

Pflichtexemplars:

Der Ursprüngliche Pilgerweg

Der Ursprüngliche Pilgerweg nach Compostela wurde von den ersten Jakobs-Wallfahrern genutzt, die vom entstehenden asturischen Königreich her kamen. Sein Name verweist darauf, dass es sich bei ihm um den ersten Pilgerweg nach Santiago handelte.

Über eben diese Route ist im ersten Drittel des 9. Jahrhunderts wahrscheinlich König Alfons II. der Keusche von Oviedo aus, der Hauptstadt des asturischen Königreichs, zum Jakobusgrab gepilgert. Dieser Monarch trug entscheidend dazu bei, dass die in Compostela entdeckten Überreste dem Apostel Jakobus zugeschrieben wurden. Er förderte den Bau der ersten Kirche der entstehenden Stadt und beteiligte sich an der Organisation des ursprünglichen Jakobuskultes. Er machte zudem Schenkungen und unterstützte die Gründung der ersten Klostergemeinschaft, die sich um die liturgischen Belange rund um den Altar des Jakobus kümmerte.

Belange rund um den Altar des Jakobus kümmerte. Vorromanisches Gitterwerk der San Salvador Kirche von

Vorromanisches Gitterwerk der San Salvador Kirche von Soutomerille

Gitterwerk der San Salvador Kirche von Soutomerille Alfonso II., genannt der Keusche. Liber Testamenctorum (12.

Alfonso II., genannt der Keusche. Liber Testamenctorum (12. Jh.). Archiv der Kathedrale von Oviedo

Zwar war Oviedo Hauptausgangspunkt des Ursprünglichen Weges, doch wurde er auch zur Referenz für Pilger aus anderen Teilen des spanischen Nordens und des restlichen Europas. Wahrscheinlich war diese Strecke besonders sicher und deswegen sehr beliebt. Erst im 10. Jahrhundert festigte sich die Vorrangstellung des jetzigen Französischen Weges von Leon aus, der neuen Hauptstadt des Königreichs. Doch selbst danach war die Route von Oviedo nach Santiago eine hervorragende Alternative, besonders wegen des spirituellen Wertes, den bestimmte Pilger der großen Reliquiensammlung der Kathedrale San Salvador von Oviedo und der Kathedrale von Lugo mit ihrer ständigen Ausstellung des Allerheiligsten, beimaßen.

Die Bedeutung dieses Weges bezeugen zahlreiche Hospitäler, die entlang seiner Strecke gegründet wurden, was vor allem für die entlegenen Orte des Hochgebirges galt. Diese Einrichtungen waren ein unverzichtbares Mittel der Pilgerbetreuung, der in der Gegend von A Fonsagrada einige ebenso landschaftlich schöne wie für den Wanderer im größten Teil des Jahres besonders schwierige Gebiete mit häufigen Schneefällen, starken Winden und einem komplizierten Streckenverlauf durchqueren musste. Auf den folgenden Seiten werden der Verlauf und die Besonderheiten dieses Pilgerweges vorgestellt.

Stadtmauer von Lugo

5 Der Ursprüngliche Pilgerweg
5 Der Ursprüngliche Pilgerweg

Höhe von Acebo

O Acebo – Hospital von Montouto

Der Ursprüngliche Weg verläßt in Bustelo del Camino das asturische Gebiet. Man betritt Galicien über den wunderbaren, aber auch schwierigen Gebirgspass von O Acebo (1030 m). Von hier aus sind es noch 172 Kilometer bis nach Santiago.

Inmitten einer spektakulären Hochgebirgslandschaft erreicht man bald die erste galicische Ortschaft am Weg. Es handelt sich um das Dorf Fonfría –ein Ortsname mittelalterlichen Ursprungs, der auf die Quelle mit frischem Wasser hinweist, die sich hier befindet–. An dieser Stelle stand einmal ein Pilgerhospital, das zur Komturei von San Juan de Portomarín gehörte. Es umfasste ein “Haus mit Gebetsstätte, Ruhelagern und Krankenstation”, das dem Laufe der Zeit widerstand und noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts von Hospitalsleitern verwaltet wurde. Hinter Barbeitos, ganz in der Nähe von Fonfría, befindet sich der Ort Paradanova, wo sich den Wanderern zwei Alternativen für die Wegfortsetzung bieten.

Eine der Strecken führt direkt nach A Fonsagrada (952), dem Hauptort der Gemeinde und des gleichnamigen ausgedehnten Bezirks. Er ist die erste größere Ortschaft auf dem Weg nach Lugo und in seinem Ortskern befindet sich die fons sacrata (heilige Quelle), die für den Ortsnamen verantwortlich ist und mit der Wallfahrt in Verbindung gebracht wird.

Wegabschnitt zwischen Paradanova und A Fonsagrada Angeblich hat der Heilige Jakobus hier ein Wunder verrichtet,

Wegabschnitt zwischen Paradanova und A Fonsagrada

Angeblich hat der Heilige Jakobus hier ein Wunder verrichtet, als er die Gastfreundschaft einer armen Witwe damit belohnte, dass er das Wasser dieser Quelle in frische Milch für ihre Kinder verwandelte.

Urkunden aus dem ausgehenden 12. Jahrhundert sprechen über die Durchreise von Jakobspilgern durch A Fonsagrada. Ein Verweilen in dieser Ortschaft ist fast obligatorisch, denn zur traditionellen Gastfreundschaft ihrer Einwohner gesellt sich das attraktive Angebot des Heimatmuseums, das den ganzen volkskundlichen Reichtum dieses Gebiets widerspiegelt. Die Austellungsstücke sind vor allem Schenkungen der Einheimischen. Auch die Gastronomie hat ihren Reiz. Die bekanntesten Delikatessen der Gegend sind der “butelo” –eine Art Saumagen, der auf der Grundlage von Schweinefleisch und Rippchen hergestellt und zusammen mit Kartoffeln und Gemüse serviert wird– sowie das “dulce von A Fonsagrada” –ein Kuchen aus Mandeln und Creme. Der traditionelle Markt, auf dem vor allem die hochwertigen gebietstypischen Produkte feilgeboten werden, findet am ersten und dritten Samstag jedes Monats statt.

Hinter A Fonsagrada gelangt man bald über San Xoán de Padrón mit seiner schlichten Kirche aus dem 18. Jahrhundert nach Montouto, wo die zwei Wegvarianten wieder aufeinander treffen.

Montouto, wo die zwei Wegvarianten wieder aufeinander treffen. Fons Sacrata. A Fonsagrada 7 Der Ursprüngliche Pilgerweg

Fons Sacrata. A Fonsagrada

Turm von Burón Die zweite Alternative von Paradanova aus führt die Pilger nach A Pobra

Turm von Burón

Die zweite Alternative von Paradanova aus führt die Pilger nach A Pobra de Burón. Der Durchgang des Pilgerweges durch dieses alte Städtchen ist seit dem 13. Jahrhundert urkundlich bekannt und der Weg wird als “Camiño d’Ovedo“ erwähnt. Von der mittelalterlichen Bausubstanz sind noch die Spuren des Hospitals A Trinidade (ursprünglich gab es drei), die Kirche Santa María Magdalena mit ihrem beeindruckenden barocken und klassizistischen Altarensemble, sowie Teile der Burg des Herzogs von Altamira, die im 15. Jahrhundert im Laufe der Unruhen der “irmandiños” (einer Art Bauernkrieg) stark beschädigt wurde, erhalten.

Von A Pobra de Burón wendet man sich nach Xestoso sowie zum nahegelegenen Hospital von Montouto (1050 m), wo diese Wegvariante wieder auf die andere, von A Fonsagrada her kommende

Panaramaansicht des Tals von Burón mit A Fonsagrada im Hintergrund

trifft. Dieses heute verfallene Hospital befindet sich auf dem Höhenzug gleichen Namens. Es war wahrscheinlich dasjenige von allen Jakobuswegen, das am längsten funktionierte, und sicherlich das bedeutendste auf den Strecken durch die galicischen Berge. Noch im 20. Jh. gab es einen Hospitalsleiter, und die Kapelle war Zielpunkt einer zu Ehren des Heiligen Jakobus stattfindenden Wallfahrt. Das von Peter dem Grausamen im 14. Jh. gegründete Hospital hatte laut alter Urkunden den Auftrag, “arme Pilger, die nach Santiago wandern, aufzunehmen und ihnen eine Bettstatt zur Verfügung zu stellen”. Dieselben Urkunden spielen auch auf die Kälte und den Schnee dieser Gegend an. In unmittelbarer Nähe des Hospitals steht ein gut erhaltener schöner Dolmen.

des Hospitals steht ein gut erhaltener schöner Dolmen. Traditioneller Bau in A Pobra de Burón Dolmen

Traditioneller Bau in A Pobra de Burón

Dolmen von Montouto

Hospital von Montouto – Castroverde
Hospital von Montouto – Castroverde

Von Montouto aus führt der Ursprüngliche Weg durch das Schiefergebirge bis nach Paradavella, einer herrlichen Ortschaft die einen Großteil ihres ehemaligen Aussehens bewahrt hat. Hier finden sich noch “pallozas” (alte strohgedeckte Rundbauernhäuser) und andere einzigartige Gebäude, die sehr gut die Entwicklung der für die Berge im Osten Galiciens typischen Bauweise verdeutlichen. Auf dem Abstieg in Richtung O Cádavo kommt man an einzigartigen Dörfern wie A Degolada und A Fontaneira vorbei. Letzteres befindet sich in der Nähe der gleichnamigen Höhe (930 m) und besitzt eine dem Jakobus geweihte Kirche.

O Cádavo (710 m) ist der Hauptort der Gemeinde Baleira und die zweitwichtigste Ortschaft auf dem Ursprünglichen Weg innerhalb Galiciens. Einer alten Überlieferung nach hat hier Alfons II. der Keusche auf dem nahegelegenen Campo da Matanza einem Moslemheer eine Schlacht geliefert. Es steht jedoch fest, dass der asturische Monarch auf einer Reise nach Santiago in dieser Gegend zwischen 820 und 830 vorbei kam, also in dem Zeitraum, in dem wahrscheinlich auch das Grab des Jakobus entdeckt wurde.

Die Pilgerstrecke führt weiter in Richtung Westen über die Höhe von A Vaqueriza (840 m) und gelangt schließlich nach Vilabade, wo die Pilger von einer 1457 gegründeten und inzwischen verschwundenen Franziskaner-gemeinschaft betreut wurden.

Vom Kloster San Francisco de Vilabade ist noch die unter Denkmalschutz gestellte Kirche erhalten. Das gotische Gotteshaus aus der Mitte des 15. Jh. besteht aus einem einzigen Schiff und einem mit einem Kreuzrippengewölbe überdachten Presbyterium. Es wurde im 17. Jh. im Auftrag von Diego Osorio Escobar, dem Erzbischof von Puebla

Heilige Maria Kirche von Vilabade

Es wurde im 17. Jh. im Auftrag von Diego Osorio Escobar, dem Erzbischof von Puebla Heilige
Spätmittelalterlicher Turm der Festung von Castroverde Fonte dos Nenos (Kinderbrunnen). Castroverde und Vizekönig von
Spätmittelalterlicher Turm der Festung von Castroverde Fonte dos Nenos (Kinderbrunnen). Castroverde und Vizekönig von
Spätmittelalterlicher Turm der Festung von Castroverde Fonte dos Nenos (Kinderbrunnen). Castroverde und Vizekönig von

Spätmittelalterlicher Turm der Festung von Castroverde

Fonte dos Nenos (Kinderbrunnen). Castroverde

und Vizekönig von Mexiko, umgestaltet. Der Hauptaltar von Vilabade wurde 1759 von Meistern aus Santiago hergestellt. In seiner Mitte ragt eine Skulptur des Heiligen Jakobus als Maurentöter heraus. Das Kirchenportal stammt aus einem späteren Umbau, der klassizistischen Stilvorgaben folgte. Am schönen Kirchenvorplatz steht das Herrenhaus von Abraira-Arana. Inmitten einer nur etwa einen Kilometer entfernten “carballeira” (Eichenhain) befindet sich die Kapelle A Nosa Señora do Carme.

Vilabade liegt bereits vor den Toren von Castroverde (540 m), dem Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Hier gibt es eine dem Jakobus geweihte Kirche und den noch gut erhaltenen Bergfried (14. Jh.) einer Burg derer von Lemos, die später in den Besitz der Herren von Altamira überging.

Castroverde – Lugo San Salvador Kirche von Soutomerille Von Castroverde an werden die Hinweise auf

Castroverde – Lugo

Castroverde – Lugo San Salvador Kirche von Soutomerille Von Castroverde an werden die Hinweise auf den
Castroverde – Lugo San Salvador Kirche von Soutomerille Von Castroverde an werden die Hinweise auf den

San Salvador Kirche von Soutomerille

Von Castroverde an werden die Hinweise auf den Pilgerweg immer zahlreicher, sowohl die urkundlichen (der Weg wird hier bisweilen als “Französischer” bezeichnet) als auch solche, die aus den Flur- oder Ortsnamen hervorgehen (wie bei den Dörfern Camiño, Moreira, Vilar de Cas, usw.). Hervozuheben ist auf diesem Abschnitt die Wüstung Soutomerille, die sich in unmittelbarer Nähe des Weges inmitten einer landschaftlichen Umgebung von großer Schönheit befindet. Relativ gut erhalten ist noch die örtliche vorromanische Kirche, die zuletzt 1619 umgebaut wurde.

Zwischen Anbaufeldern und Dörfern hindurch durchquert der Pilgerweg immer wieder Orte, deren Namen auf die Wallfahrt hinweisen, wie Casa do Hospital (urkundlich belegtes Hospital) oder Costa Francesa (“Französische Steigung”, die allerdings wegen eines Steinbruchs praktisch verschwunden ist). Die Dörfer Carballido, Fazai und Santiago de Castelo sind die letzten Stationen vor der Ankunft in Lugo (475 m). Diese älteste Stadt Galiciens wurde vor mehr als zweitausend Jahren von den Römern gegründet.

Der Ursprüngliche Weg betritt das alte Lucus Augusti über das Tor des Heiligen Petrus und wendet sich dann hinter der Stadtmauer zur Kathedrale Santa María.

dann hinter der Stadtmauer zur Kathedrale Santa María. Der Weg durch Soutomerille San Pedro Tor. Stadtmauer

Der Weg durch Soutomerille

dann hinter der Stadtmauer zur Kathedrale Santa María. Der Weg durch Soutomerille San Pedro Tor. Stadtmauer

San Pedro Tor. Stadtmauer von Lugo

In ihr verweilten die Pilger, um vor dem Allerheiligsten, das hier seit dem 12. Jh. ständig ausgestellt wird, und auch vor der anmutigen Madonna mit den Großen Augen (A Nosa Señora dos Ollos Grandes) zu beten.

Die historische Altstadt von Lugo weist einen großen Bestand an römischen, mittelalterlichen, barocken und klassizistischen Bauwerken auf. Die römische Stadtmauer (3.-4. Jh.), seit 2000 Weltkulturerbe, hat einen Umfang von 2140 m, zehn Tore (besonders sehenswert ist z.B. das Tor des Heiligen Jakobus) und sechsundvierzig Verteidigungstürme. Sie ist eine der besterhaltenen Stadtmauern Europas. Ein Rundgang auf der Promenade der Mauerkrone ist zweifellos ein außergewöhnliches und unvergleichliches Erlebnis.

Die Kathedrale von Lugo, eine romanische, barock und klassizistisch verkleidete Kirche, ist das bedeutendste Bauwerk der Stadt. Die ersten Arbeiten an ihr begannen 1129 unter Leitung des Meisters Raimundo de Monforte, mit einem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes und drei Kirchenschiffen. Am nördlichen Vierungsportal hat im letzten Drittel des 12. Jh. ein Bildhauer einen wunderbaren Christus auf dem Thron geschaffen, dessen Stil an eine ähnliche Figur in Carrión de los

13 Der Ursprüngliche Pilgerweg

Umfang der Stadtmauer von Lugo

Der Ursprüngliche Pilgerweg Umfang der Stadtmauer von Lugo Pantokrator im Tympanon des Nordportals. Kathedrale von Lugo

Pantokrator im Tympanon des Nordportals. Kathedrale von Lugo

Condes (Provinz Palencia, Französischer Weg) erinnert. Der Chorumgang und die sternförmig angelegten Kapellen sind gotisch (14. Jh.) und folgen dem Modell der Kathedrale von Burgos.

(14. Jh.) und folgen dem Modell der Kathedrale von Burgos. Aus der Renaissance stammt der von

Aus der Renaissance stammt der von Cornielles de Holanda 1538 gefertigte Hauptaltar (befindet sich heute am Ende der Vierung), während sich der barocke Stil im Chorgestühl des bedeutenden galicischen Bildhauers Francisco de Moure (1625) in der Sakristei des nicht weniger hervorragenden, aus Santiago gebürtigen Architekten Domingo de Andrade (1680) zeigt. Der Kreuzgang (1714) und die Kapelle der Madonna mit den Großen Augen (1734) sind das Werk des berühmten Fernando de Casas, der auch für die Gestaltung der Obradoiro-Fassade der Kathedrale von Santiago verantwortlich zeichnete. Die alte romanische Hauptfassade hat Sánchez Bort 1778 durch eine klassizistische ersetzt.

Die Klosterkirche des Heiligen Franziskus ist ein weiteres herausragendes Bauwerk dieser Stadt. Die Nebengebäude des früheren Klosters inklusive seines gotischen Kreuzgangs (14. Jh.) sind heute Sitz des Provinzmuseums mit einer umfangreichen Sammlung, die ein klarer Bezugspunkt für Archäologie, Volkskunde, Brauchtum und galicische Kunst von der Frühgeschichte bis ins 20. Jh. ist. Lugo verfügt auch über zahlreiche Bauwerke barocker Architektur: Das Kloster des Heiligen Dominikus (17. Jh.), die Kirche des San Froilán (18. Jh.), die

San Froilán. San Froilán Kapelle der Kathedrale von Lugo

Jh.), die San Froilán. San Froilán Kapelle der Kathedrale von Lugo Campo Platz. Lugo Fassade der

Campo Platz. Lugo

Jh.), die San Froilán. San Froilán Kapelle der Kathedrale von Lugo Campo Platz. Lugo Fassade der

Fassade der Kathedrale von Lugo

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Kreuzgang des Provinzialmuseums von Lugo Stadtpalais wie der Bischofspalast (1743), das Rathaus (1738) und der

Kreuzgang des Provinzialmuseums von Lugo

Stadtpalais wie der Bischofspalast (1743), das Rathaus (1738) und der Brunnen an der Praza do Campo (1750).

Neben ihrem Kulturreichtum bietet Lugo eine traditionsreiche und anerkannte Küche, die vor allem auf den traditionellen Produkten der Umgebung basiert. Sehr beliebt und belebt sind auch die Kneipen der Altstadt mit ihren kleinen Häppchen (tapas) und ihrem Landwein. Und nicht weniger interessant ist ein Spaziergang am Ufer des Miño, an dem sich auch das Heilbad der Stadt befindet, dessen Anfänge bis in die römische Zeit zurückreichen (von den Thermen sind Reste erhalten). Der Park Rosalía de Castro (1925), die zahlreichen Jahrmärkte und das Fest zu Ehren des Schutzpatrons San Froilán im Oktober sind weitere unumgängliche Bezugspunkte Lugos.

im Oktober sind weitere unumgängliche Bezugspunkte Lugos. Krake “á feira” (nach Jahrmarktsart) Rathaus (18. Jh.).

Krake “á feira” (nach Jahrmarktsart)

Bezugspunkte Lugos. Krake “á feira” (nach Jahrmarktsart) Rathaus (18. Jh.). Lugo 15 Der Ursprüngliche Pilgerweg

Rathaus (18. Jh.). Lugo

Lugo – Melide San Lázaro Viertel. Lugo Man verlässt Lugo über das Porta Miñá oder
Lugo – Melide San Lázaro Viertel. Lugo Man verlässt Lugo über das Porta Miñá oder

Lugo – Melide

Lugo – Melide San Lázaro Viertel. Lugo Man verlässt Lugo über das Porta Miñá oder Porta

San Lázaro Viertel. Lugo

Man verlässt Lugo über das Porta Miñá oder Porta do Carme genannte Stadttor (das älteste der Mauer) und folgt dem Ursprünglichen Weg, der die alte Brücke römischen Ursprungs sowie den Stadtteil San Lázaro ansteuert. Jenseits der Stadt sind das kleine Dorf San Vicente do Burgo bemerkenswert, in dem es einmal ein Pilgerhospital gab und das eine interessante barocke Kirche besitzt, sowie vor allem das geheimnisvolle Gotteshaus von Santalla de Bóveda (denkmalgeschütztes Gebäude), das etwa drei Kilometer abseits des Pilgerwegs steht. Es handelt sich um ein paläochristliches religiöses Gebäude mit einem überwölbten Raum im Innern, in dem noch spätantike und frühmittelalterliche Wandmalereien erhalten sind, die zu den interessantesten der Iberischen Halbinsel gehören.

Zurück auf der eigentlichen Pilgerstrecke erreicht man bald Bacurín, wo man die San Miguel geweihte, romanische Kirche (2. Hälfte des 12. Jh.) besichtigen kann. Sie hat ein einziges Schiff und eine halbrunde Apsis. Hervorzuheben ist insbesondere ihr Portal mit torischen Archivolten, einem zweilappigen Tympanon und Säulen mit korinthisch inspirierten Kapitellen.

Hier befindet sich ebenfalls ein Herrenhaus mit einem interessanten Zugangsbogen.

Hinter dem Dorf O Francés (auch unter dem Namen “Hospital” bekannt) erreicht man die Gemeinde Guntín. Zu Füßen der Kirche San Romao da Retorta (romanisch, 12. Jh., mit späteren Umbauten) befindet sich ein römischer Meilenstein, der darauf hinzuweisen scheint, dass sich die heutige Pilgerstrecke am Verlauf einer alten Römerstraße orientierte. Ein Stück weiter erreicht man die ebenfalls romanische Kirche Santa Cruz da Retorta (12. Jh.) wo man ein Christusmonogramm der sogenannten „Trinitariermöche“ bewundern kann, das typisch für die vom Jakobsweg beeinflussten Gebiete ist. Es ist in das Tympanon des Nordportals eingearbeitet. Das Hauptportal zeigt ein Relief mit einem segnenden Christus zwischen Sonne und Mond.

Von hier ab verläuft der Weg über alte und fast immer sehr belebte Pfade, die eine Vielzahl von kleinen ländlichen Orten miteinander verbinden: Seixalbos, Xende, Ferreira, Augas Santas oder Merlán (Kirche mit romanischen Elementen). Schließlich gelangt er über die Gemeinde Toques nach Überquerung der Höhe von Careón und an den Orten Vilouriz und Vilamor vorbei in die Provinz A Coruña mit Richtung auf Melide, einer alten, von der Jakobstradition geprägten Kleinstadt.

Kirche von San Romao da Retorta

geprägten Kleinstadt. Kirche von San Romao da Retorta Römische Thermen. Kurhaus von Lugo Detail der Wandmalereien

Römische Thermen. Kurhaus von Lugo

von San Romao da Retorta Römische Thermen. Kurhaus von Lugo Detail der Wandmalereien der Kirche von

Detail der Wandmalereien der Kirche von Santalla de Bóveda

Melide – Arzúa Wegekreuz von Melide Detail des Kapellenportals von San Roque. Melide Portal der
Melide – Arzúa Wegekreuz von Melide Detail des Kapellenportals von San Roque. Melide Portal der

Melide – Arzúa

Wegekreuz von Melide

Detail des Kapellenportals von San Roque. Melide

Portal der Heiligen Maria Kirche von Leboreiro. Melide

Portal der Heiligen Maria Kirche von Leboreiro. Melide Der Ursprüngliche Weg endet in Melide, mündet dort

Der Ursprüngliche Weg endet in Melide, mündet dort in den Französischen Weg und führt über diesen weiter bis zur 53 Kilometer entfernten Kathedrale von Santiago.

Melide (450 m) gilt als geographische Mitte Galiciens. Seine historische Identität ist eng mit der Jakobuswallfahrt verbunden. Die Gründung der Kleinstadt geht auf eine auf Geheiß von Alfons IX. im 13. Jahrhundert durchgeführte mittelalterliche Neubesiedelung zurück. Aus dieser Zeit hat sich das Portal der romanischen Kirche des Heiligen Petrus erhalten, das heute in die Kapelle San Roque integriert ist.

Direkt daneben erhebt sich eines der ältesten Wegekreuze (cruceiro) Galiciens, ein gotisches Werk aus dem 14. Jh., das das lange Weiterleben des Stils von Meister Mateo im Einflussbereich des Französischen Weges belegt.

Der historische Ortskern Melides birgt noch zwei weitere Kunstschätze: Die Heiliggeist-Kirche, eine franziskanische Gründung von 1375 mit Adelsgräbern aus dem 15. Jh., sowie das romanische

Heiliggeist-Kirche, eine franziskanische Gründung von 1375 mit Adelsgräbern aus dem 15. Jh., sowie das romanische 18
Heiliggeist-Kirche, eine franziskanische Gründung von 1375 mit Adelsgräbern aus dem 15. Jh., sowie das romanische 18

Pilger auf dem Weg durch Ferreira. Palas de Rei

Brücke von Furelos. Melide Gotteshaus der Santa María de Melide, das aus einem Schiff besteht

Brücke von Furelos. Melide

Gotteshaus der Santa María de Melide, das aus einem Schiff besteht und über eine halbrunde Apsis verfügt und dessen Äußeres reich mit Sparrenköpfen und zwei Portalen geschmückt ist. Im Inneren haben sich ein romanischer Altartisch und einige Fresken aus dem 16. Jh. erhalten, die das Mysterium der Dreifaltigkeit als Gnadenthron darstellen.

Ein weiteres wichtiges Kapitel im mittelalterlichen Leben von Melide war die Gastfreundschaft. Man weiß, dass sein Hospital bei seiner Gründung im Jahre 1375 24 Schlafstätten besaß, von denen jede einzelne Platz für zwei Personen bot. Im Mittelalter war es durchaus üblich, dass die Betten von mehreren Personen geteilt wurden. In Melide gab es auch ein Lazarett, das von Mönchsrittern des Lazarus-Ordens betreut wurde. Einen Einblick in diese Vergangenheit und die Bräuche der Kleinstadt samt ihrer Umgebung vermittelt ein Besuch im Museum Terra de Melide (Volkskunde, Archäologie, Studienzentrum, usw.).

In der Folge verlässt man Melide und gelangt zu den kleinen vom Jakobsweg geprägten Ortschaften Boente mit seiner Jakobskirche und Castañeda, wo die für den Bau der Kathedrale von Santiago wichtigen Kalköfen standen.

Die kleinen Steine, die die mittelalterlichen Pilger von den Kalksteinbrüchen von Triacastela hierher brachten, waren mehr als nur ein Symbol für ihre Beteiligung am Kirchenbau.

Anschließend überqueren die Pilger den Fluss Iso über eine kleine mittelalterliche Brücke, die zu einem weiteren bedeutenden Betreuungszentrum führt, nämlich dem Hospital von Ribadiso. Es handelt sich historisch um diejenige Einrichtung auf der galicischen Strecke des Französischen Weges, die den Pilgern am längsten zur Verfügung stand.

Das direkt am Fluss gelegene Gebäude wurde 1993 wieder als Pilgerherberge inmitten einer außergewöhnlich harmonischen

Das direkt am Fluss gelegene Gebäude wurde 1993 wieder als Pilgerherberge inmitten einer außergewöhnlich harmonischen Umgebung hergerichtet.

In der für ihren großen Reichtum an Landkäse berühmten Kleinstadt Arzúa (388 m) finden sich verschiedene Hinweise auf den Pilgerweg, wie die Rúa do Camiño, die Jakobskirche und die gotische Kapelle A Magdalena, die zu einem inzwischen verschwundenen Hospital gehörte.

Ab Arzúa verliert die allgegen-wärtige bodenständige Vegetation Galiciens an Bedeutung. Doch gibt es auch hier abwechslungsreiche Angebote für Ferien auf dem Land, insbesondere rund um den Stausee von Portodemouros (zahlreiche Unterkünfte, ein Honigmuseum, Wanderwege, Wassersportanlagen, usw.).

Der Weg in Richtung des Bachs von Ladrón. Arzúa

Pilgerherberge von Ribadiso. Arzúa

21 Der Ursprüngliche Pilgerweg
21 Der Ursprüngliche Pilgerweg
Arzúa – Santiago de Compostela Kapelle von Santa Irene Pilger auf dem Weg durch Arca
Arzúa – Santiago de Compostela Kapelle von Santa Irene Pilger auf dem Weg durch Arca

Arzúa – Santiago de Compostela

Arzúa – Santiago de Compostela Kapelle von Santa Irene Pilger auf dem Weg durch Arca Auf

Kapelle von Santa Irene

Pilger auf dem Weg durch Arca

Auf diesem Abschnitt des Pilgerwegs betritt man erneut eine Landschaft voller Wiesen sowie Eichen- und Eukalyptuswälder zwischen kleinen Dörfern, von denen einige Namen auf die Jakobswallfahrt Bezug nehmen: Calzada, Calle, Ferreiros, A Salceda, A Brea, Santa Irene (mit sehenswerter Kirche und einem Brunnen) und A Rúa kurz vor O Pedrouzo, dem Hauptort der Gemeinde O Pino und letzten Ort vor Santiago.

Danach betritt man schon das Stadtgebiet von Santiago und kommt zunächst nach A Lavacolla, wo sich auch der Flughafen der Stadt befindet. Früher war es traditioneller und hygienischer Brauch, dass sich die Pilger hier an einem Bach, der durch den Ort fließt, wuschen. Diese Praxis der vollständigen Waschung war auch in anderen Hospitälern entlang des Weges üblich, wie zum Beispiel schon am Streckenanfang in Roncesvalles und Navarra.

in anderen Hospitälern entlang des Weges üblich, wie zum Beispiel schon am Streckenanfang in Roncesvalles und
Nach Lavacolla gelangt man rasch zum Monte do Gozo (380 m), einer kleinen Anhöhe, von

Nach Lavacolla gelangt man rasch zum Monte do Gozo (380 m), einer kleinen Anhöhe, von der aus die Pilger zum ersten Mal die Türme der Kathedrale von Santiago erblicken können (daher auch der Name, “Berg der Freude”). Im Heiligen Jahr 1993 wurde hier eine Wohnanlage für Pilger und Besucher errichtet.

Kapelle von San Roque. A Lavacolla

An diesem Ort der Erholung und Begegnung können sich die Pilger auf den letzten Abschnitt des Weges im eigentlichen Stadtgebiet und auf die Ankunft an den Pforten der Kathedrale von Santiago einstimmen.

Früher verweilten hier die Pilger in Freude über das Erreichen ihres Ziels und erklärten diejenige Person unter ihnen, die als erste am Gipfel des Monte do Gozo ankam, zum “König der Wallfahrt”.

Pilgerdenkmal auf dem Monte do Gozo (Berg der Freude)

am Gipfel des Monte do Gozo ankam, zum “König der Wallfahrt”. Pilgerdenkmal auf dem Monte do

In Santiago

In Santiago Der Französische Weg ist für die Pilger des Ursprünglichen Weges sozusagen der natürliche Zugang
In Santiago Der Französische Weg ist für die Pilger des Ursprünglichen Weges sozusagen der natürliche Zugang
In Santiago Der Französische Weg ist für die Pilger des Ursprünglichen Weges sozusagen der natürliche Zugang

Der Französische Weg ist für die Pilger des Ursprünglichen Weges sozusagen der natürliche Zugang zu Santiago (258 m). Man betritt das eigentliche Stadtgebiet über das in eine Dienstleistungszone verwandelte Viertel San Lázaro, in dem sich das Kongress– und Ausstellungszentrum, das Mehrzweckstadion, verschiedene Verwaltungsstellen der galicischen Regionalregierung und der Galicien-Pavillon mit einer permanenten Ausstellung zur Autonomen Region und den verschiedenen Jakobswegen befinden. Die beiden historisch bedeutendsten Gebäude (relativ neueren Datums) in diesem Stadtbereich sind das alte Lazarett (19. Jh.) und die Lazaruskapelle (Mitte 20. Jh.).

Nach Zurücklassen des Wohngebietes von Fontiñas, wo sich auch eines der wichtigsten Einkaufszentren Santiagos befindet, gelangt man zum alten Stadtviertel Os Concheiros mit der gleichnamigen Straße. Hier befanden sich die Läden, die den kurz zuvor angekommenen Pilgern die Jakobsmuscheln verkauften. Dieser Brauch führte dazu dass, die Wallfahrer im Volksmund auch “concheiros” (etwa: die mit den Muscheln) genannt wurden.

Das historische Santiago öffnet sich den Pilgern vom kleinen Platz des San Pedro aus, auf dem ein sagenumwobenener cruceiro steht. Man geht die Rúa de San Pedro hinunter und gelangt an die Kreuzung der Porta do Camiño (der vielsagende Name bedeutet soviel wie Tor des Pilgerwegs). Rechter Hand erkennt man zwei der charakteristischsten Gebäude der Stadt. Das erste ist das ehemalige Kloster San Domingos de Bonaval –Sitz des galicischen Volkskundemuseums–, das die einzige gotische Kirche Santiagos beherbergt –in ihr befindet sich das “Pantheon Erlauchter Galicier”.

San Domingos de Bonaval Quintana Platz

Das zweite ist ein Werk des portugiesischen Architekten Álvaro Siza:

Das Galicische Zentrum für Zeitgenössische Kunst (CGAC), das sich inzwischen als eines der herausragenden Foren für zeitgenössische Kunst in Spanien etabliert hat.

Nach der Porta do Camiño betritt man auf dem letzten Streckenabschnitt verschiedene Plätze und Fußgängerstraßen, beginnend mit Casas Reais. In dieser Straße stehen mehrere wichtige Gebäude; früher befand sich hier auch die Zunft der Geldwechsler. Zur linken Hand steht die kleine, aber sehr schöne klassizistische Pfarrkirche A Nosa Señora do Camiño und nur ein paar Meter weiter oben erhebt sich die einzigartige Fassade der Seelenkapelle (As Ánimas). Beide stammen aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert und verfügen über interessante, öffentlich zugängliche Sammlungen.

Vorletzte Station vor Erreichen der Kathedrale ist die Praza de Cervantes, älteste historische Begegnungsstätte und erster Handelsplatz der Stadt, an dem sich bis Ende des 18. Jahrhunderts das Rathaus befand. Die ebenfalls klassizistische Pfarrkirche San Bieito do Campo (18. Jh.) ist eines der ältesten erhaltenen Bauwerke an diesem Platz.

Von dort führt der Französische Weg traditionell die Straße A Acibechería hinunter. Rechter Hand erhebt sich die beeindruckende Fassade des ehemaligen Klosters San Martiño Pinario (17.-18.Jh.), hinter der sich einer der bemerkenswertesten Kreuzgänge Galiciens verbirgt. Schließlich betritt man die Kathedrale über das Portal, das in seiner romanischen Version als Paradiespforte bekannt war. Es wurde im 18. Jahrhundert durch eine Konstruktion aus der Übergangszeit zwischen Barock und Klassizismus ersetzt und wird seither Portal (oder Fassade) von A Acibechería genannt.

Der Zutritt über die am Platz von A Quintana gelegene Heilige Pforte ist nur während eines Heiligen Jahres möglich – das nächste ist 2010 –, da sie auschließlich bei diesem Anlass geöffnet wird.

ist 2010 –, da sie auschließlich bei diesem Anlass geöffnet wird. Obradoiro Platz Heilige Pforte der
ist 2010 –, da sie auschließlich bei diesem Anlass geöffnet wird. Obradoiro Platz Heilige Pforte der

Obradoiro Platz Heilige Pforte der Kathedrale

Die historische Altsradt

Die historische Altsradt Herrenhaus von Raxoi Weihrauchfass Nach dem Besuch der Kathedrale –für alle Pilger Ort
Die historische Altsradt Herrenhaus von Raxoi Weihrauchfass Nach dem Besuch der Kathedrale –für alle Pilger Ort
Die historische Altsradt Herrenhaus von Raxoi Weihrauchfass Nach dem Besuch der Kathedrale –für alle Pilger Ort

Herrenhaus

von Raxoi

Weihrauchfass

Nach dem Besuch der Kathedrale –für alle Pilger Ort der Ankunft und der Begegnung– wird man von der Stadt Santiago mit all ihrer historischen Pracht, ihrer Mannigfaltigkeit und gegenwärtigen Dynamik erwartet.

Die heutige Stadt Santiago de Compostela hat ihren Ursprung in der Ansiedlung einer kleinen Gruppe von Mönchen, die nach der Entdeckung des Apostelgrabs um das Jahr 820 als Hüter der heiligen Stätten fungierten. Dank des Aufschwungs der Wallfahrten in Europa entwickelte sich die Stadt im Mittelalter auf spektakuläre Weise, der sie neben Jerusalem und Rom in eines der drei großen Zentren der Christenheit verwandelte.

Im Rhythmus der galicischen, spanischen und europäischen Geschichte durchlebt die Stadt zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert abwechselnd Phasen des Aufschwungs und solche des Niedergangs. Die Wallfahrten verlieren an Bedeutung, doch behauptet sich Santiago nach der Gründung der Universität weiterhin als kulturelles Zentrum und bewahrt seinen religiösen Einfluss. Diese Tatsache spiegelt sich in der Erneuerung des Stadtbildes während der Renaissance und des Barocks wieder, zwei Stilepochen, die auf faszinierende Weise in den bedeutendsten historischen Gebäuden der Stadt gegenwärtig sind.

In der Kathedrale

Die Kathedrale von Santiago, mit deren Bau im Jahre 1075 begonnen wurde, ist sowohl wegen ihres künstlerischen als auch symbolischen Wertes eines der großen Baudenkmäler Europas. Von ihrem romanischen Ursprung aus entwickelte sie sich über die verschiedensten Stile fort. Bedeutsam ist hier insbesondere der Barock, der in der Fassade des Obradoiro (1738 bis 1750) zu höchster Vollendung gelangt. Der Gang durch die Kirchenschiffe und das Museum erschließt den Besuchern ein sowohl einzigartiges als auch in Inhalten und Bedeutungen vielfältiges Kulturerbe.

Der Besuch des Kathedralenkomplexes schließt für die Pilger üblicherweise ein Ritual ein, das aus zwei Teilen besteht: Die traditionelle Umarmung des Apostels Jakobus im Schrein über dem Hauptaltar –die Skulptur ist romanischen Ursprungs– und der anschließende Gang zur Krypta, in dem seine

sterblichen Überreste aufbewahrt werden. Eine Besichtigung des Pórtico da Gloria gehört ebenfalls zu diesem Brauch, genauso wie die Teilnahme an der Pilgermesse um 12 Uhr. Während dieser wird häufig der ‘botafumeiro’ eingesetzt, ein großes, im oberen Teil der Vierung aufgehängtes Weihrauchfass, das mit seiner mächtigen Schwingbewegung alle Besucher in Staunen versetzt.

Pilger, die ihre Wallfahrt zu Fuß, zu Pferd oder per Fahrrad mit den entsprechenden Bescheinigungen belegen, können nach dem Besuch der Kathedrale im Pilgerbüro die ‘compostela’ beantragen. So nennt sich die vom Domkapitel ausgestellte offizielle Urkunde zur erfolgreichen Realisierung der Pilgerfahrt. Danach eröffnet sich die Möglichkeit, die Stadt Santiago de Compostela in ihrer ganzen Fülle zu entdecken.

26

Die moderne Stadt

Die moderne Stadt Stadt der Kultur Galicisches Zentrum für zeitgenössische Kunst Seit der zweiten Hälfte des
Die moderne Stadt Stadt der Kultur Galicisches Zentrum für zeitgenössische Kunst Seit der zweiten Hälfte des

Stadt der Kultur Galicisches Zentrum für zeitgenössische Kunst

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebt Santiago eine Phase der permanenten Expansion. Zum allmählichen Wiederaufleben der Pilgertradition, die ihre traditionelle spirituelle Bedeutung bewahrt hat, gesellt sich der unverwechselbare und unwiderstehliche touristisch-kulturelle Reiz des Jakobswegs.

Santiago, Hauptstadt der Autonomen Region Galicien, hat in den letzten Jahren seine Infrastruktur in den Bereichen Kultur und Fremdenverkehr zügig ausgebaut und seine Position als kulturhistorisches und mit der europäischen Idee verbundenes Zentrum mit internationaler Ausstrahlung weiter gefestigt. Das belegen Tag für Tag die Tausenden von Pilgern und Touristen, die zu allen Jahreszeiten hierher kommen.

Von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, will diese Stadt auch im neuen Jahrhundert vermittels der historischen Bedeutung des Jakobswegs ihren seit mehr als tausend Jahren lebendigen Appell an den Geist, die Eintracht und den Fortschritt aufrechterhalten.

1

Kathedrale, Heilige Pforte, Palast des Xelmírez

2

Palais Raxoi

3

Hostal dos Reis Católicos

4

Colexio de San Xerome

5

Kirche San Fructuoso

6

Colexio de Fonseca

7

Kapitelhaus

8

Casa da Conga

9

Casa da Parra

10

Kloster San Paio de Antealtares

11

Kloster San Martiño Pinario

12

Kirche San Martiño Pinario

13

Haus des Dechanten, Pilgerbüro

14

Pazo de Vaamonde

15

Pazo de Bendaña

16

Kirche Santa María Salomé

17

Franziskanerkloster

18

Karmeliterkloster

19

Kloster der Heiligen Klara

20

Kirche und früheres Hospital des San Roque

21

Gotisches Haus. Pilgermuseum

22

Kirche San Domingos de Bonaval und Galicisches Volkskundemuseum

23

Galicisches Zentrum für Zeitgenössische Kunst

24

Fakultät für Geographie und Geschichte

25

Universitätskirche

26

Kirche San Fiz de Solovio

27

Kloster und Kirche der Barmherzigen Schwestern

28

Ehemalige Waisenschule

29

Kirche San Miguel dos Agros

30

Kirche Santa María do Camiño

31

Kirche San Bieito do Campo

32

Augustinerkloster

33

Schule San Clemente

34

Seelenkapelle

35

Jakobskapelle

36

Kirche der Virxe do Pilar

37

Stiftskirche Santa María a Real am Sar

do Pilar 37 Stiftskirche Santa María a Real am Sar Ursprüngliche Pilgerweg Französische Pilgerweg RÚA DAS

Ursprüngliche Pilgerweg Französische Pilgerweg

RÚA DAS HORTAS OSTELA E COMP AVDA. D TRAVESA DE FONSECA TRAV. DO CAMPIÑO DA
RÚA DAS HORTAS
OSTELA
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TRAVESA DE FONSECA
TRAV. DO
CAMPIÑO
DA
FERRADURA
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5
R
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CARBALLEIRA DE
NC
SANTA SUSANA
O
2
EN
ENTRERÚAS
CANTÓN
DO
TOURAL
BAUTIZADOS
PASEOCENTRAL
DAALAMEDA
4
ENTREMURALLAS
6
RÚADASENRA
AVDA. XOÁN CARLOS I
PASEO DE
SANTA SUSANA
REIRA DO CONDE
33
M
CORREOS
35
36
ORFAS
RÚA DE MONTERO RIOS
14
FONTE DE SANTO ANTONIO
RÚA DE PITELOS
PRAZA
15
DOTOURAL
CLE
16
DAS
RÚA DE GARCIA BLANCO
28
RÚA
PORTADA
TRÁNSITO
MAMOA
PORTA DE
MAZARELOS
CRUCEIRO DO GALO
27
PRACIÑA
DE
GÓMEZ
FONSECA
ULLA
RÚA DO FRANCO
RÚADE SAN
AVDA. DE RODRIGOD
R
37
RÚA DO DOUTOR TEIXEIRO
RÚA NOVA
RÚADOVILA
RÚA DA TRINIDADE
RÚADOHÓRREO
RÚA DA RAIÑA
E PADRÓN
ENTRECERCAS
POLICÍA
FONTERRABIA
NACIONAL
PRAZA DE GALICIA
DO PESO
AVDA. DE FIGUEROA
RÚADOPOMBAL
PASEODOS LEÓNS
PRAZADE
MAZAREL
RÚADE CONCEPCIÓNARENAL
RÚA DO PATIO DE MADRES
ALEUR
Plan der historischen Altstadt Santiagos DE S. FRA COSTA NCISCO 17 FACULTADE DE MEDICINA COSTA
Plan der historischen Altstadt Santiagos
DE
S. FRA
COSTA
NCISCO
17
FACULTADE
DE MEDICINA
COSTA VELLA
18
3
AVDA. DE XOÁNXXIII
RÚA DE VALLE INCLÁN
RÚADESTA.
RÚA DOS LOUREIROS
12
19
PRAZA DO
OBRADOIRO
11
PRACIÑA
DE SAN ROQUE
20
PRAZA DA
RÚA DO HOSPITALIÑO
1
INMACULADA
RÚADAATALAIA
RÚADASCASASREAIS
29
SAN MIGUEL
RÚADE BONAVAL
21
CRISTINA
RUELA DA CARMONIÑA
TRUQUES
9
RÚA DAS CARRETAS
RÚADOMEDIO
ASANLÁZARO
RÚA DE SAN FRANCISCO
PRAZA DAS
BELVÍS
7
PRATERÍAS
RÚA DE SAN PEDRO
10
OLIVEIRA
8
RÚA DA ACIBECHERÍA
PRAZA
RÚA DAS RODAS
13
PRAZA DE
DA QUINTANA
34
RÚADE VAL DE DEUS
CERVANTES
RÚA DE SAN ROQUE
RÚA DOS CASTIÑEIROS
PESCADERÍA
VELLA
PARQUE DE
E FONTIÑAS
SAN DOMINGOS
RÚA DE SAN BENITO
DE BONAVAL
31
SORUMERTNEEDAÚR
RUELA
R
30
RÚA DOS XASMÍNS
CANTÓN DE
SAN BIEITO
PORTA
23
DO
CAMIÑO
22
FONSECA
DE ARRIBA
PRAZA DE
SANTO
AGOSTIÑO
DATAFONA
PRAZA
FEIXOO
32
DE ABAIXO
RUELA DAS FONTIÑAS
FONTE
CEQUELO
SECA
RÚADAALGALIA
A DA CALDEIRERIA
24
RÚADACONGA
PRAZA DE
SAN FIZ
PRAZADA
PRAZA DE ABASTOS
UNIVERSIDADE
26
VÍA SACRA
25
RÚA DE XELMIREZ
S. MIGUEL
XERUSALÉN
DOS
AGROS
TRAVESA DA UNIVERSIDADE
RÚA TRAVESA
RECANTO
SANTO AGOSTIÑO
DE
S. PRAZA
MARTIÑO
CINCO RÚAS
RÚA DE ALTAMIRA
DE ARTES
ESCOLA
E OFICIOS
RÚA DAS TROMPAS
AMEAS
DA MERCE
OS
RÚA DE SAN PAIO
ENSINANZA
P. DE
SAN PEDRO
Valgada de Belvís
RÚA DA VIRXE DA CERCA
RÚADOC
FONTE
RÚADO
RÚA DA ALGALIA
PREGUNTOIRO
ASTRO
RÚA DA TROIA
RUELADE
DE ANTEALTARES
COSTANOVA
Herbergsnetz Von links nach rechts, Herbergen von O Cádavo, Melide, Santa Irene und Lugo Ab
Herbergsnetz Von links nach rechts, Herbergen von O Cádavo, Melide, Santa Irene und Lugo Ab

Herbergsnetz

Von links nach rechts, Herbergen von O Cádavo, Melide, Santa Irene und Lugo

Ab dem 1. Januar 2008 müssen die Pilger in jeder Herberge einen Gutschein (3 ) kaufen, um Zugang zu haben. Dieser Gutschein gilt nur in der Unterkunft wo es gekauft wurde und während dem Datum, das auf der Vorderseite steht. Deshalb hat es in irgendeiner anderen Herberge oder an einem anderen Datum keine Gültigkeit. Man kann nur eine Nacht in jeder Herberge verbringen, aussert in den Herbergen von Monte do Gozo oder San Lázaro (beide in Santiago de Compostela gelegen). Die Anzahl der täglich beherbergten Pilger ist beschränkt, da es auf die Bette, die jede Unterkunft verfügt, ankommt. Vortritt haben wie immer: Pilger die zu Fuß gehen oder mit einem Pferd, Fahrrad oder Begleitfahrzeug reisen.

Nachdem man den Gutschein gekauft hat, ist es sehr wichtig, dass man ihn behält, bis man die Herberge bezaht. Andernfalls, können die Gastwirte dem Pilger verlangen, dass sie die Unterkunft verlassen. Die Herberge muß am Morgen vor 8 Uhr frei sein, damit sie geputzt werden kann. Die Öffnungszeit ist von 13 bis 22 Uhr.

Die Herberge muß am Morgen vor 8 Uhr frei sein, damit sie geputzt werden kann. Die
Die Herberge muß am Morgen vor 8 Uhr frei sein, damit sie geputzt werden kann. Die
Falls irgendein Pilger mit eingeschränkter Mobilität ankommt und die Herberge voll besetzt ist, wird denjenigen
Falls irgendein Pilger mit eingeschränkter Mobilität ankommt und die Herberge voll besetzt ist, wird denjenigen

Falls irgendein Pilger mit eingeschränkter Mobilität ankommt und die Herberge voll besetzt ist, wird denjenigen die schon beherbergt sind um ihre Mitarbeit gebeten, damit diese Person untergebracht werden kann.

Daneben verfügen Pilger und sonstige am Jakobsweg interessierte Personen natürlich über weitere Alternativen für ihre Erholung. Auch diverse religiöse Zentren und bestimmte Gemeinden kümmern sich um die Pilger, insbesondere zu Zeiten hohen Andrangs. Außerdem ist in den letzten Jahren entlang der verschiedenen Routen ein modernes Netz von sehr unterschiedlichen Hotels und ländlichen Unterkünften (casas de turismo rural) entstanden, das den Pilgerweg um weitere attraktive Möglichkeiten bereichert.

Unterkünften (casas de turismo rural) entstanden, das den Pilgerweg um weitere attraktive Möglichkeiten bereichert.
Unterkünften (casas de turismo rural) entstanden, das den Pilgerweg um weitere attraktive Möglichkeiten bereichert.
1. San Xoán de Padrón (A Fonsagrada) 6. Arzúa 7. Santa Irene 2. O Cádavo
1. San Xoán de Padrón
(A Fonsagrada)
6. Arzúa
7. Santa Irene
2. O Cádavo
8. O Pino
3. Lugo
9. Monte do Gozo
4. Melide
10. San Lázaro
5. Ribadiso
Pilgerherberge
Informationspunkt des Pislgerweges
Ribadiso Pilgerherberge Informationspunkt des Pislgerweges Herberge von Arzúa San Xoán de Padrón (A Fonsagrada)

Herberge von Arzúa

San Xoán de Padrón (A Fonsagrada)

Restaurierter Altbau San Xoán de Padrón. A Fonsagrada

24 Plätze

Nächste Herberge: nach 23 km.

Lugo Neubau* Rúa Nóreas, 1. Lugo 44 Plätze Fahrradstellplätze

Nächste Herberge nach 52 km (Melide)

Ribadiso

Sehr schön gelegenes Ensemble:

Restauriertes historisches Pilger- hospital, angrenzendes Grundstück, Maisspeicher, mittelalterliche Brücke und Furt am Fluss Iso* Ribadiso de Abaixo. Arzúa

(O Cádavo, Baleira)

 

70

Plätze

O Cádavo

Melide Neubau*

Fahrradstellplätze Nächste Herberge nach 2 km. (Arzúa)

Neubau* Campo da Feira, s/n. O Cádavo. Baleira

R/ San Antón, s/n. Melide 130 Plätze Fahrradstellplätze

Arzúa

Restauriertes historisches Stadthaus*

22

Plätze

Nächste Herberge nach 12 km

Cima do Lugar, 6. Arzúa

Fahrradstellplätze

(Ribadiso, Arzúa)

48

Plätze

Nächste Herberge nach 30 km

10

Fahrradstellplätze

(Lugo)

Nächste Herberge nach 17 km

(Santa Irene, O Pino)

Monte do Gozo. Empfangsbereich für Pilger Santa Irene Renoviertes Landhaus* Santa Irene. Arca. O Pino
Monte do Gozo. Empfangsbereich für Pilger Santa Irene Renoviertes Landhaus* Santa Irene. Arca. O Pino

Monte do Gozo. Empfangsbereich für Pilger

Santa Irene Renoviertes Landhaus* Santa Irene. Arca. O Pino 36 Plätze 5 Fahrradstellplätze Nächste Herberge nach 4 km (Arca, O Pino)

O Pino Neubau* Pedrouzo. Arca. O Pino 126 Plätze Nächste Herberge nach 15 km (Monte do Gozo, Santiago de Compostela)

Monte do Gozo Neu erbaute Anlage*

Monte do Gozo. Santiago de Compostela

400 Plätze

1.968 Plätze sonderregelung

100 Fahrradstellplätze

San Lázaro (pilgerunterkunft) Neubau* San Lázaro Straße, s/n Santiago de Compostela 80 Plätze sonderregelung Fahrradstellplätze

* Behindertengerecht ausgebaut

Serviceangebote

Serviceangebote Städte und Gemeinden A Fonsagrada Melide Rúa Burón, 12 Tf.: 982-340000 Fax: 982-340001

Städte und Gemeinden

A Fonsagrada

Melide

Rúa Burón, 12 Tf.: 982-340000 Fax: 982-340001 concellofonsagrada@yahoo.es www.fonsagrada.org

Pza. do Convento, 5 Tf.: 981-505003 Fax: 981-506203 correo@melide.dicoruna.es www.melide.org

Baleira

Arzúa

Avda. Doutor Escobar, s/n O Cádavo-Baleira Tf.: 982-354059 Fax: 982-354039 concello.baleira@eidolocal.es

Rúa Santiago, 2 Tf.: 981-500000 Fax: 981-500914 alcaldia@arzua.dicoruna.es www.concellodearzua.org

www.concellodebaleira.com

O Pino

Castroverde

Pedrouzo, s/n. Arca

Santiago de Compostela

Pza. do Concello, 2 Tf.: 982-312080 Fax: 982-313011 concellodecastroverde@dunid.com www.concellodecastroverde.com

Tf.: 981-511002 Fax: 981-511123 correo@opino.dicoruna.es www.concellodeopino.com

Lugo

Pza. do Obradoiro, s/n

Pza. Maior, 1 Tf.: 982-297100 Fax: 982-297101

Pazo de Raxoi Tf.: 981-542300 Fax: 981-563864

010@concellodelugo.org

alcalde@aytocompostela.es

www.lugo.es

www.santiagodecompostela.org

Guntín

Ctra. de Santiago, 12 Tf.: 982-320001 Fax: 982-320088 concellodeguntin@gmail.com www.concellodeguntin.com

Palas de Rei

Avda. Compostela, 28 Tf.: 982-380001 Fax: 982-374015 concellopalas@terra.es

Toques

Souto, s/n

Tf.: 981-505826

Fax: 981-506255

toques@dicoruna.es

Notfälle

Medizinischer Notdienst

061

Notfälle aller Art

(gratis und international)

112

Informationen zum Jakobsweg

Informationsbüro, Santiago

Tf: 902-332010 Rúa do Vilar, 30-32, Erdgeschoss informacion.xacobeo@xunta.es

Webpage

www.xacobeo.es

Reservierungszentrale Urlaub auf dem Land

Tf: 902-200432

webrural@xunta.es

Fremdenverkehrsbüros

Lugo

Pza. Maior, 27-29 Tf: 982-231361

A Coruña

Dársena da Mariña, s/n Tf: 981-221822

Santiago de Compostela

Rúa do Vilar, 30-32, Erdgeschoss Tf: 981-584081

Turgalicia

Tf: 902-200432

Fax: 981-542510

www.turgalicia.es

Die Wege des Jakobus

Die Entdeckung der Grabstätte des Apostels Jakobus des Älteren zu Beginn des 9. Jh. zog sehr bald einen Strom von Wallfahrten en gros zu jenem Standort nach sich, an dem sich heute die galicische Stadt Santiago de Compostela befindet. Dieser Andrang formierte alsbald ein dichtes Streckennetz, ausgehend von den unterschiedlichsten Punkten Europas, das in seiner Gesamtheit als der Jakobus- Pilgerweg oder Jakobsweg bekannt ist.

Die Hochzeiten der Pilgerfahrten waren das 11., 12. und 13. Jahrhundert, nicht zuletzt wegen der Gewährung bestimmter kirchlicher Ablässe. Jedoch wurde dieser Strom mit größerer oder geringerer Intensität über die restlichen Jahrhunderte hinweg aufrecht gehalten. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jh. erwacht der Jakobus- Pilgerweg auf Grund des Zusammen-spiels von überliefertem geistigen und soziokulturellem Erbe mit seiner touristisch attraktiven Anziehungskraft international zu neuem Leben und steht als Ort der Begegnung jedwedem Typ von Mensch und Kultur offen.

Regelmäßig gehen die Zeiten des größten Andrangs auf dem Jakobusweg seitens der Pilger und Besucher mit den Heiligen Jakobusjahren einher, die man alle 6, 5, 6 und 11 Jahre feiert – das nächste wird 2010 sein –, aber jedes Jahr und jeder Zeitpunkt ist geeignet, ein Stück des Weges auf dieser Route zu gehen und den Zielort Santiago de Compostela zu besuchen.

Bergen Helsinki Oslo Stockholm Riga Dublin Odense Lund Bremen Bristol Amsterdam Hamburg London Plymouth
Bergen
Helsinki
Oslo
Stockholm
Riga
Dublin
Odense
Lund
Bremen
Bristol
Amsterdam
Hamburg
London
Plymouth
Utrecht
Dover
Hannover
Berlin
Bruxelles
Dunkerque
Köln
Boulogne
Dresden
Bonn
Leipzig
Caen
Luxembourg
Reims
Paris
Praha
Nantes
Stuttgart
Strasbourg
Angers
Orléans
München
Lausanne
Muxía
ACoruña
Limoges
Liechtenstein
Lyon
Santiago de
Budapest
Lugo
Genéve
Compostela
Oviedo
Santander
Milano
Pontevedra
Verona
Venèzia
Ourense
León
Zagreb
Roncesvalles
Braga
Porto
Montpellier
Gènova
Avignon
Bologna
Burgos
Somport
Puente la Reina
Marseille
Salamanca
Beograd
Coimbra
Zaragoza
Barcelona
Madrid
Toledo
Adrianopel
Roma
Faro
Sevilla
Nàpoli
Atenas

Lisboa

Lagos

Istanbul

Coimbra Zaragoza Barcelona Madrid Toledo Adrianopel Roma Faro Sevilla Nàpoli Atenas Lisboa Lagos Istanbul
Coimbra Zaragoza Barcelona Madrid Toledo Adrianopel Roma Faro Sevilla Nàpoli Atenas Lisboa Lagos Istanbul

Der Pilgerweg Europas

Der Jakobusweg brachte im Laufe der zwölf Jahrhunderte seines Bestehens eine ungeheuere geistige, kulturelle und gesellschaftliche Vitalität hervor. Seinetwegen wurden das erste große Betreuungs-Netzwerk Europas geschaffen und Klöster, Kathedralen sowie neue Ansiedlungen errichtet.

Auf Grund des Zusammentreffens von Menschen unterschiedlichster Herkunft, das dieser Weg begünstigt hat, entstand eine Kultur, die auf dem freien Austausch von Ideen und dem Aufeinandertreffen von künstlerischen wie gesellschaftlichen Strömungen basiert sowie eine sozioökonomische Dynamik, die vor allem während des Mittelalters der Entwicklung diverser europäischer Gebiete Vorschub leistete.

Die Spur des Weges und die Fährte der Pilger nach Compostela ist erkennbar an der unendlichen Zahl von öffentlichen und privaten Zeugnissen, künstlerischen Offenbarungen oder beispielsweise an den mehr als tausend Büchern, die sich in den letzten Jahrzehnten auf der ganzen Welt mit diesem Pfad, Werk und Erbe aller Europäer beschäftigt haben.

Die Hauptstrecken des Jakobus-Pilgerweges wurden vom Europarat zum Ersten Europäischen Kulturweg (1987) und sein Trassenverlauf durch Spanien und Frankreich von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt (jeweils 1993 und 1998) und mit dem Prinz-von-Asturien-Preis für Eintracht 2004, der von der Prinz-von- Asturien-Stiftung verliehen wurde, ausgezeichnet.

Galicien, das Land des Santiago

Die Iberische Halbinsel gehörte gemäß bestimmter altertümlicher Schriften zu den Ländern, in denen der Apostel Jakobus den christlichen Glauben gepredigt hat. Nach seiner Enthauptung in Palästina, die auf das Jahr 44 n. Chr. zurückgeht, überführten, so ist es überliefert, seine Jünger seinen Körper per Schiff nach Galicien, eines der hispanischen Lande, in denen er seine Predigten gehalten hatte.

Die schweren Zeiten der ersten Jahre des Christentums und die geringe Bevölkerungsdichte eines großen Teils des Nordens der Halbinsel haben dazu geführt, dass die Stätte des Begräbnisses in Vergessenheit geriet. Im Jahre 820 entdeckt man jedoch sterbliche Überreste, die die angesehenen kirchlichen und zivilen Persönlichkeiten für diejenigen des Jakobus d. Ä. hielten. So geschehen in einem verlassenen Waldstück in Galicien und so bestimmte die Begebenheit den Ort des Entstehens der heutigen Stadt Santiago de Compostela.

Die Grabstätte des einzigen Apostels Christi, der je europäischen Boden betreten hat, verwandelte sie zum anstrebenswürdigen Ziel einer Wallfahrt, wie es etwa auch der Petersdom in Rom ist. Im Laufe der Jahrtausende kamen Pilger jedweder Herkunft und über die unterschiedlichsten Routen nach Santiago.

Barreiros Ferrol Xubia Neda Ribadeo Fene Lourenzá Arante A Coruña Cabanas Mondoñedo Pontedeume Trabada
Barreiros
Ferrol
Xubia
Neda
Ribadeo
Fene
Lourenzá
Arante
A Coruña
Cabanas
Mondoñedo
Pontedeume
Trabada Santiago de Abres
Miño
Abadín
Vilalba
O Burgo
Viñas
Cambre
Carral
Betanzos
Abegondo
Baamonde
Muxía
Dumbría
A Fonsagrada
Bruma
Ordes
Porto do
Hospital
Miraz
Vilabade
Acebo
Sobrado
Lugo
Paradavella
Olveiroa
Boimorto
Cee
A Igrexa
O Cádavo
Castroverde
Negreira
Corcubión
Sigüeiro
O Pino
Ponte Maceira
Melide
Fisterra
Arzúa
Santiago de Compostela
A Lavacolla
San
Marcos
Rúa de Francos
Padrón
Lestedo
Palas de Rei
Monterroso
Portomarín
Sarria
Triacastela
Ponte Ulla
Silleda
Valga
O Cebreiro
Boiro
Catoira
Samos
Lalín
Pobra do Caramiñal
Rianxo
Vilagarcía
Ribeira
Illa de
Vilanova
Caldas de Reis
Portas
Castro
Aguiño
Arousa
de Arousa
Oseira
O Grove
Cambados
Piñor de Cea
Barro
Pontevedra
San Cristovo de Cea
Vilamarín
Vilaboa
Cambeo
Arcade
Ourense
Redondela
San Cibrao das Viñas
Mos
Augas Santas
Vigo
Taboadela
O Porriño
Xunqueira de Ambía
Vilar de Barrio
Allariz
Sandiás
Tui
A Gudiña
Vilavella
Laza
Xinzo de Limia
Campobecerros
Porto da Canda
Cualedro
Monterrei
As Vendas da Barreira
Verín
Oímbra
Chaves

Französischer WegMonterrei As Vendas da Barreira Verín Oímbra Chaves Weg vom Südosten– Via de la Plata Portugiesischer

Weg vom Südosten– Via de la Platada Barreira Verín Oímbra Chaves Französischer Weg Portugiesischer Weg Route vom Meer von Arousa und dem

Portugiesischer WegFranzösischer Weg Weg vom Südosten– Via de la Plata Route vom Meer von Arousa und dem

Route vom Meer von Arousa und dem Fluss UllaWeg Weg vom Südosten– Via de la Plata Portugiesischer Weg Weg von Fisterra-Muxía Englischer Weg Weg

Weg von Fisterra-MuxíaWeg Route vom Meer von Arousa und dem Fluss Ulla Englischer Weg Weg vom Norden Einfacher

Englischer WegMeer von Arousa und dem Fluss Ulla Weg von Fisterra-Muxía Weg vom Norden Einfacher Weg Die

Weg vom Nordenund dem Fluss Ulla Weg von Fisterra-Muxía Englischer Weg Einfacher Weg Die Jakobus-Pilgerwege in Galicien In

Einfacher WegUlla Weg von Fisterra-Muxía Englischer Weg Weg vom Norden Die Jakobus-Pilgerwege in Galicien In Anbetracht der

Fisterra-Muxía Englischer Weg Weg vom Norden Einfacher Weg Die Jakobus-Pilgerwege in Galicien In Anbetracht der

Die Jakobus-Pilgerwege in Galicien

In Anbetracht der überaus unterschiedlichen Herkünfte der Pilger sollten sich für die Ankunft aus ganz Europa auf galicischem Boden sechs Wege heraus kristallisieren.

Der Weg mit dem stärksten Zulauf und von größter sozioökonomischer, künstlerischer und kultureller Bedeutung ist der sogenannte Französische Weg, über den man von Frankreich über die Berge der Pyrenäen nach Spanien und über die mythische höchste Stelle von O Cebreiro nach Galicien gelangt.

Aber ebenso ist es fünf weiteren Routen gelungen, sich ihren Platz in der Geschichte der Jakobus-Pilgerfahrten zu erobern.

O Cebreiro. Französischer Weg Oseira. Südöstlicher Weg-Silberstraße Die “Compostela” und Pilgerurkunde Dies sind
O Cebreiro. Französischer Weg Oseira. Südöstlicher Weg-Silberstraße Die “Compostela” und Pilgerurkunde Dies sind
O Cebreiro. Französischer Weg Oseira. Südöstlicher Weg-Silberstraße Die “Compostela” und Pilgerurkunde Dies sind

O Cebreiro. Französischer Weg Oseira. Südöstlicher Weg-Silberstraße Die “Compostela” und Pilgerurkunde

Dies sind der Ursprüngliche und der Nördliche Weg, die in den Zeiten der Anfänge der Wallfahrten über zwei Hauptstrecken Bedeutung erlangten, die Galicien über Asturien, aus dem Baskenland und Kantabrien kommend erreichen; der Englische Weg, der vor allem von den Pilgern genommen wurde, die aus dem Norden Europas und von den Britischen Inseln in Häfen wie A Coruña und Ferrol ankamen; der Portugiesische Weg vom Südwesten Galiciens her, den die aus Portugal hinzustoßenden Pilger benutzten; und der Südöstliche Weg, über den sich diejenigen Pilger nach Santiago begaben, die aus dem Süden oder dem Zentrum der Halbinsel kommend der bekannten Silberstraße zwischen Mérida und Astorga folgten, um von der Gegend um Orense nach Compostela zu gelangen.

A Coruña. Englischer Weg

Es werden noch zwei andere wegen ihrer historischen Symbolik als Jakobus-Pilgerwege angesehen. Es ist dies

Es werden noch zwei andere wegen ihrer historischen Symbolik als Jakobus-Pilgerwege angesehen. Es ist dies zum einen der Weg von Fisterra-Muxía, der von bestimmten mittelalterlichen Pilgern benutzt wurde, die sich, nachdem sie dem Apostelgrab die Ehre erwiesen hatten, von der Reise zum Kap von Finisterre, dem westlichsten Punkt der zu

jener Zeit bekannten Welt, angezogen fühlten. Zum anderen der sogenannte Weg des Meeres von Arousa und des Flusses Ulla,

der einem die Strecke in Erinnerung bringt, über die, entsprechend der Überlieferung, per Schiff die sterblichen Überreste des Apostels nach Galicien kamen (1. Jh.).

Kap Fisterra. Weg von Fisterra-Muxía

S.A. de Xestión do Plan Xacobeo

S.A. de Xestión do Plan Xacobeo

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