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Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien Der Portugiesesche Pilgerweg

Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien

Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien Der Portugiesesche Pilgerweg
Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien Der Portugiesesche Pilgerweg

Der Portugiesesche Pilgerweg

Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien Der Portugiesesche Pilgerweg
Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien Der Portugiesesche Pilgerweg
Die Jakobus- Pilgerwege in Galicien Der Portugiesesche Pilgerweg
 

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Rosa García

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Hinterlegung eines

Coroni Rubio

Alfonso Salgueiro

Pflichtexemplars:

Der Portugiesische Pilgerweg

Die Jakobuswallfahrt von Portugal aus existierte vermutlich schon im frühen Mittelalter, doch erst mit der Unabhängigkeit des Landes in der Mitte des 12. Jahrhunderts gewinnt sie an größerer Bedeutung. Seit jener Zeit genießen dort die Jakobusverehrung und die als Identitätsmerkmal der europäischen Kultur geltende Pilgerreise nach Compostela einen hohen Stellenwert. Über Jahrhunderte hinweg haben die Portugiesen in großer Zahl ihren Beitrag zu dieser Kollektiverfahrung geleistet und wurden dabei auch immer vom Beispiel ihrer Könige, Adligen und der hohen Geistlichkeit begleitet. Vom 12. Jahrhundert bis in unsere Tage strömten Pilger aus allen Landesteilen und Städten –Lissabon, Santarem, Coimbra, Porto, Braga, Chaves, etc.– über weite Teile des portugiesischen Straßennetzes in Richtung Compostela. Die Beweggründe dafür waren religiöser Art. Dank dieses intensiven und über Jahrhunderte anhaltenden Personenverkehrs über die zwischen Portugal und Galicien angelegten Pilgerrouten entwickelte sich auch ein fruchtbarer kultureller, wirtschaftlicher und intellektueller Austausch.

Ansicht von Tui von Valença do Miño aus

Überführung der Gebeine des Apostels von Iria nach Compostela. Portugiesisches Werk aus dem 16. Jh.

Überführung der Gebeine des Apostels von Iria nach Compostela. Portugiesisches Werk aus dem 16. Jh. - Museum für Alte Kunst Lissabon

Wegekreuz von Santiaguiño do Monte. Padrón

Die Ausbildung des Portugiesischen Weges in Galicien folgt einer vielgestaltigen historischen Dynamik. Brücken, Kapellen auf dem Land, Heiligtümer, Kreuzigungsdarstellungen (cruceiros), Herrenhäuser und historische Städte wechseln sich entlang einer Strecke ab, die in der Stadt Tui am Ufer des Miño beginnt und vor dem Grab des Jakobus endet. Zwar brachte diese Pilgerroute keine einheitliche Formulierung oder Schaffung eines historischen Repertoriums aus einer bestimmten Epoche –der Romanik oder des Barock– innerhalb eines integrierten künstlerischen Raums hervor. Doch stellt der Portugiesische Weg in Galicien eine Strecke mit bedeutenden Bauwerken dar, die Ausdruck einer kulturellen Wirklichkeit sind, welche weit über das rein Architektonische oder Museale hinausweist und vielmehr einen privilegierten Raum mit einem der größten historisch- künstlerischen Potentiale Galiciens bildet. Denn im Laufe einer bewegten Geschichte hat hier jede Epoche ihr reichhaltiges Erbe hinterlassen.

Von Süd nach Nord verlaufend nutzt der Portugiesische Weg in Galicien alte Pfade, die durch Wälder führen, an Feldern vorbei, durch Dörfer, Kleinstädte und historische Stadtkerne. Die vielen Wasserläufe werden mit Hilfe von Brücken überwunden, von denen einige aus der Römerzeit stammen und viele andere aus dem Mittelalter. Die Strecke wird gesäumt von zahlreichen Kapellen, Kirchen, Klöstern, Opferstöcken (petos das ánimas) und cruceiros, bei denen nie das tröstende Bild des Heiligen Jakobus fehlt, der die Pilger begleitet und ihnen Mut für ihre Wanderung zuspricht.

Die Gastfreundschaft der Menschen ist sprichwörtlich. Die Aufnahme von Pilgern ist eines der Erkennungsmerkmale der Jakobswallfahrt. Im Mittelalter waren es Mönche und Geistliche, die den Pilgern in den von Königen und Adligen begründeten Hospitälern eine Bettstatt boten. Heute sind es die Leiter der Pilgerherbergen und die Dorfbewohner,

begründeten Hospitälern eine Bettstatt boten. Heute sind es die Leiter der Pilgerherbergen und die Dorfbewohner, 4
Der Weg in Agra dos Muíños in nächster Nähe von Caldas de Reis Wallfahrt der
Der Weg in Agra dos Muíños
in nächster Nähe von Caldas
de Reis
Wallfahrt der Heiligen
Elisabeth von
Portugal nach
Santiago. Miniaturen
der “Stammtafel der
Könige von Portugal”
(1530-1534), London,
British Library
die diese schöne und uralte Tradition fortführen. Auch die Menschen,
die entlang des Portugiesischen Weges wohnen, teilen die dem Heiligen
Jakobus entgegengebrachte Verehrung und unterstützen die
Anstrengungen derjenigen, die auf den alten Pfaden dieser Jakobsroute
gen Compostela wandern. Es sind Wege, die zum Teil direkt auf einer der
wichtigsten römischen Straßen verlaufen, der die alte Gallaecia
erschließenden und über viele Jahrhunderte hinweg benutzten Via XIX.
Diese Straße wurde unter Augustus im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung
gebaut und war in lateinischen Texten als sogenannte Strecke des
Antoninus bekannt, die zu Beginn des 3. Jahrhunderts unter Caracalla ihre
definitive Gestalt erhielt. Das Alter dieser Zeugnisse belegt die Vitalität der
Route bereits in jenen Zeiten. Seit dem Mittelalter ist es der Portugiesische
Weg, der das in der Antike mit der römischen Via begründete Erbe dieses
Austauschs zwischen Nachbarn und Verwandten fortführt.
Trotz dieser bedeutenden historischen Reminiszenzen bleibt auch der
Portugiesische Weg nicht von der Realität des modernen Straßennetzes
unberührt. So sind die Pilger gelegentlich dazu gezwungen, die ungeteerten
Feldwege zu verlassen und auf dem Randstreifen der Nationalstraße N-550
Vigo-A Coruña weiterzugehen. Die Tatsache, dass diese Fernstrecke einen
großen Teil des portugiesischen Pilgerwegs überlagert hat, stellt für die
traditionelle Wallfahrt eine gewisse Behinderung dar. Doch handelt es sich
lediglich um eine vorübergehende Einschränkung an bestimmten Punkten,
die zweifellos vom Zielort einer jeden Etappe auf dieser religiösen und
kulturgeschichtlichen Route mit ihrer beeindruckenden bauwerklichen und
ökologischen Attraktivität ausgeglichen wird.
5 Portugiesische Pilgerweg
Tui – Redondela Jahrhundertelang erreichten die von Portugal her kommenden Pilger die Stadt Tui, indem

Tui – Redondela

Tui – Redondela Jahrhundertelang erreichten die von Portugal her kommenden Pilger die Stadt Tui, indem sie

Jahrhundertelang erreichten die von Portugal her kommenden Pilger die Stadt Tui, indem sie mit Hilfe von Booten den Río Miño überquerten. Mit der 1884 fertiggestellten Internationalen Brücke entstand auch ein Fußgängerüberweg, der sich seither allgemeiner Beliebtheit erfreut. Von der Brücke aus führt die Strecke nach Lavacuncas, dem Flußhafen von Tui, wo in früheren Zeiten die Pilger an Land gingen und oberhalb dessen sich heute der Parador de Turismo befindet. Danach steigt der Weg hoch zur historischen Altstadt von Tui über den sogenannten Camiño da Barca und die Straßen Obispo Maceira, Costa do Piñeiral und Tras da Obra.

Tui ist der eigentliche Ausgangsort des Portugiesischen Pilgerwegs in Galicien. Überall in der Altstadt finden sich bemerkenswerte Beispiele der Baukunst aus vielen Jahrhunderten. Bei den gemütlichen und besinnlichen Streifzügen durch diese Stadt von noblem Charme verfehlt die imposante Praza de San Fernando, die von der zinnenbesetzten Westfassade der Kathedrale beherrscht wird, nie ihre Wirkung.

Kathedrale der Heiligen Maria in Tui

Tympanon des Westportals der Kathedrale der Heiligen Maria in Tui Die Kathedrale Santa María de

Tympanon des Westportals der Kathedrale der Heiligen Maria in Tui

Die Kathedrale Santa María de Tui ist ein romanisch-gotisches Bauwerk, dessen Kapellen und Kirchenschiffe mit zahlreichen Altären, Skulpturen und Gemälden aus dem 16. bis 18. Jh. geschmückt sind. Ihr Bau begann zwischen den Jahren 1145 und 1175 und folgte dem Muster der Kathedrale von Santiago. Nach mehreren Umbauten und Veränderungen ist die allerreinste Romanik dieser Anfänge nur noch in den dreischiffigen Seitenarmen der Vierung und am Nordportal zu erkennen. In der zweiten Bauphase von 1180 bis 1200 wurde die Errichtung von Haupt- und Seitenschiffen eingeleitet.

Im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts wurde gotisch weitergebaut:

Bündelpfeiler, viergeteilte Kreuzrippengewölbe, Triforien mit Spitzbögen in den Hauptschiffen des Transeptes und am Längsschiff. Die Fassade gilt als Auftakt gotischer Bildhauerkunst in Spanien. 1225 fingen Handwerker aus den Werkstätten der Kathedralen von Laon und Chartres (zwei gotische Kathedralen in Frankreich) mit ihrer Arbeit am Hauptportal an. Die Streben, die die spitzbögigen Archivolten tragen, sind Skulptursäulen. So finden sich links Moses, Petrus, Jesaja sowie Johannes der Täufer und rechts Salomon mit der Königin von Saba, die von den Propheten Daniel und Jeremia begleitet werden. Das von letzterem gehaltene Kruzifix –Höhepunkt und Synthese der Passionsgeschichte Christi– ist das erste der spanischen Gotik.

Das Tympanon unterteilt sich in drei Felder. In den unteren erscheinen folgende Szenen: Mariä Verkündigung, Geburt Jesu, Verkündigung vor den Hirten, Begegnung der Heiligen Drei Könige mit Herodes und die Epiphanie.

Ein erster Teil der Ikonographie des Portals ist der Marienverehrung gewidmet, mit der Krönung der Jungfrau durch Engel in den Kindheitsepisoden Jesu: Geburt (zentraler Türsturzbereich) und Epiphanie (mittleres Feld). Im oberen Bogenfeld symbolisieren die städtischen Bauwerke das Himmlische Jerusalem, vermutlich als Ankündigung des Jüngsten Gerichtes. Die verbindende Idee des Werkes, die Hauptbotschaft dieser in Stein gehauenen Erzählung, ist die von der Erlösung aus gedachte Verbindung zwischen Christus und seiner Kirche.

7 Portugiesische Pilgerweg

Kreuzgang der Kathedrale der Heiligen Maria in Tui Die Kathedrale verfügt über einen Kreuzgang aus

Kreuzgang der Kathedrale der Heiligen Maria in Tui

Die Kathedrale verfügt über einen Kreuzgang aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, dessen Stil von der Zisterzienserarchitektur des Klosters Oia (Pontevedra) beeinflusst ist. Es handelt sich um den einzigen vollständig erhaltenen Kreuzgang einer galicischen Kathedrale. Darüber hinaus umfaßt er auch Teile eines romanischen Kapitelsaals aus dem 12. Jahrhundert.

Im Kircheninneren sind die verschiedenen Kapellen aus dem 15. Jahrhundert hervorzuheben: Die Hauptkapelle sowie die dem Heiligen Petrus und dem Heiligen Jakobus gewidmeten Seitenkapellen, die Kapelle des Heiligen Andreas und die Museumskapelle der Heiligen Katharina. Die Jakobskapelle enthält ein Altarbild von 1696 mit Santiago Matamouros (Jakobus als Maurentöter), ein Werk des Bildhauers José Domínguez Bugarín aus Tui, in das ein Relief eines von Meister Alonso Martínez Ende des 16. Jahrhunderts angefertigten reitenden Jakobus integriert ist. Barocken Stils sind auch die Kapelle des San Telmo mit seinem Reliquiar-Altarbild, das Chorgestühl, ein Werk des Bildhauers Castro Canseco aus dem beginnenden 18. Jahrhundert, sowie das 1714 von Domingo de Fornelos geschnitzte Orgelgehäuse mit den Darstellungen von San Telmo und Jakobus als Reiter.

Am Rathausplatz, der an die Kathedrale grenzt, befindet sich das Diözesanmuseum von Tui-Vigo. Es ist im früheren Pilgerhospital untergebracht, das in der Mitte des 18. Jahrhunderts von Bischof Castañón gestiftet wurde. Ein Besuch lohnt sich wegen der herrlichen

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Die galicisch-portugiesische Grenze von den Dächern der Kathedrale von Tui aus gesehen

lohnt sich wegen der herrlichen 8 Die galicisch-portugiesische Grenze von den Dächern der Kathedrale von Tui
Hochaltar des Klarissenkosters von Tui Hauptapsis der Kirche des Heiligen Bartolomäus in Rebordáns Sammlung religiöser

Hochaltar des Klarissenkosters von Tui

Hochaltar des Klarissenkosters von Tui Hauptapsis der Kirche des Heiligen Bartolomäus in Rebordáns Sammlung religiöser

Hauptapsis der Kirche des Heiligen Bartolomäus in Rebordáns

Sammlung religiöser Plastik und liturgischer Goldschmiedearbeiten aus dem 13. bis 18. Jahrhundert.

Der Portugiesische Pilgerweg führt weiter über die Rúa das Monxas im Schatten der Mauern des Klarissinnenklosters der “Eingeschlossenen Nonnen”, das über eine sehr schöne einschiffige, Ende des 17. Jahrhunderts erbaute Kirche verfügt. Das Bild des Hauptaltars ist ein Werk des Bildhauers Domingo de Fornelos aus dem beginnenden 18. Jahrhundert.

Die Strecke führt danach durch den Túnel das Monxas, steigt über einige Stufen hinab bis zum Punkt, wo einmal die Porta Bergana stand, eines der Zufahrtstore der mittelalterlichen Stadt. Hinter dieser imaginären Pforte geht es weiter über die Straßen Bispo Lago und Antero Rubín bis zur Kirche San Domingos de Tui (15. Jh.) mit ihren für die Bettelorden typischen gotischen Merkmalen: Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes, Vierung mit Risalit und Chor mit drei poligonalen Kapellen, die von Kreuzrippengewölben bedeckt und von hohen Doppelöffnungen beleuchtet werden. Hervorzuheben ist das Altarbild der Virgen del Rosario von 1741, auch Altarbild “mit der Schlacht von Lepanto” genannt wegen der überraschenden Darstellung dieses kriegerischen Ereignisses, das die gesamte Attika füllt.

Über die Straßen Antonio Valiño und San Bartolomé gelangt man zur romanischen Kirche San Bartolomé de Rebordáns. Das Gebäude mit drei Schiffen und drei Apsiden wurde Ende des 11. Jahrhunderts als Klosterkirche erbaut. In der Hauptkapelle sind Wandmalereien zur Leidensgeschichte Jesu aus dem späten 16. Jahrhundert erhalten. In diesem ehemaligen Kloster wurde Ende des 12. Jahrhunderts der Prälat Diego Xelmírez aus Santiago aufgenommen, als er Reliquien von Braga zur Kathedrale von Compostela brachte.

Der portugiesische Weg bis zur Ponte das Febres (Fieberbrücke) Der Portugiesische Weg verläßt danach das

Der portugiesische Weg bis zur Ponte das Febres (Fieberbrücke)

Der Portugiesische Weg verläßt danach das sehenswerte Tui und führt weiter an der Nationalstraße N-550 entlang bis zur Kapelle der Virxe do Camiño. Von dort gelangt man über eine Gemeindestraße bei Paredes de Abaixo zur geschichtsträchtigen Brücke von San Telmo, auch Fieberbrücke (Ponte das Febres) genannt. Hier bieten sich zwei Möglichkeiten:

Entweder auf dem im Winter schwer zu bewältigenden Weg gegenüber der Brücke weiterzugehen oder aber den linken Pfad zu wählen und dafür einen kleinen Umweg zu akzeptieren. Beide Optionen führen zum Ort A Madalena.

Nachdem man in der Nähe der Kirche von Santa Columba de Ribadelouro vorbeikommt, überquert man die Brücke von Orbenlle. Man läßt die Gándaras de Budiño westlich liegen und durchquert ein Gewerbegebiet über einen alten Weg, der auf nur geringer Höhe verläuft.

Ponte das Febres (Fieberbrücke). Tui

Die Kapelle der Virxe da Guía zeigt die Nähe der Kleinstadt O Porriño an. Über die Praza de San Sebastián und die Praza do Concello erreicht man bald die Kapelle das Angustias. Zwei Kilometer weiter nördlich kreuzt man

und die Praza do Concello erreicht man bald die Kapelle das Angustias. Zwei Kilometer weiter nördlich
die N-550 und den Fluss Louro, die den Weg in Richtung der Kirche der Heiligen

die N-550 und den Fluss Louro, die den Weg in Richtung der Kirche der Heiligen Eulalia und des Pazos der Marquis von Mos lenken. Hinter dem Pazo von Mos geht es aufwärts über die Rúa dos Cabaleiros.

Mit dem Tal im Osten gelangt man über Inxertado zur Kapelle des Santiaguiño de Antas, ein friedlicher und für eine Rast idealer Ort. Danach führt der Weg am römischen Meilenstein von Vilar de Enfesta oder Saxamonde vorbei und überquert die Hochfläche von Chan das Pipas.

Turmhaus. Herberge von Redondela

Der alten römischen Via folgend erreicht man erneut die N-550 und betritt auf der Höhe des Klosters von Vilavella das Stadtgebiet von Redondela. Hier verläuft die Route über die Straße Padre Crespo, den Platz von Ribadavia und die Straße Isidoro Queimaliños bis zur Jakobskirche. Das Gebäude, dessen Ursprünge bis in die Zeiten des Gelmírez reichen, wurde im 16. Jahrhundert neu gestaltet; aus dieser Zeit stammen die einschiffige Struktur mit Kreuzrippengewölbe und der polygonale Chor mit seinem schönen Sterngewölbe. Die örtliche Herberge, eine der größten auf dem Portugiesischen Pilgerweg, befindet sich in einem historischen Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, das Casa da Torre genannt wird.

Redondela – Pontevedra Hinter Redondela, wo sich die Kapelle das Angustias (auch Santa Mariña Kapelle

Redondela – Pontevedra

Hinter Redondela, wo sich die Kapelle das Angustias (auch Santa Mariña Kapelle genannt) befindet, überquert man eine Eisenbahnbrücke und betritt schließlich einen Wald. Die Wegekennzeichnung führt zu den Ruinen einer der Posthaltereien (Casa da Mina genannt), die früher die Route säumten. In der Nähe befindet sich Sotoxusto. Inmitten von Pinien geht es danach bergab über den Ort Setefontes bis nach Arcade, das man über die charakteristischen Straßen Portas, Lavandeira, Cimadevila, Velero, Barroncas und Coutadas durchquert. Am Ende erreicht man das geschichtsträchtige Ponte Sampaio: An der Brücke über den Fluss Verdugo fügte die bewaffnete Bevölkerung während des Spanischen Unabhängigkeitskrieges dem napoleonischen Heer eine seiner empfindlichsten Niederlagen in Galicien zu.

Hinter der Brücke führt eine schmale, gepflasterte Gasse, die linker Hand erscheint, durch die Ortschaft Ponte Sampaio. Über dieselbe Gasse verläßt man den Ortskern und macht nach einem Umweg von 300 Metern an der Kirche Santa María de Ponte Sampaio halt, einem sehr schönen Beispiel der ländlichen Romanik. Von dem Gebäude aus dem 13. Jahrhundert sind die Mauern des Schiffes erhalten, die Seitenportale mit rundbogigen Archivolten und Tympanon, sowie das rechteckige Presbyterium mit spitzem Tonnengewölbe.

Ponte Sampaio

Die Ría von Vigo und die Insel San Simón von Cesantes aus gesehen Nach dem

Die Ría von Vigo und die Insel San Simón von Cesantes aus gesehen

Nach dem Überqueren der Straße steigt man auf einem Pfad zur alten Brücke von A Ponte Nova hinab, die über den Fluss Ulló geht. Sie führt zur Brea Vella da Canicouva, einem uralten gepflasterten Weg.

Bei der Kreuzung, über die einmal der cruceiro von Cacheiro wachte, findet man die Ruinen einer anderen alten Posthalterei. Hinter den Ortschaften Bergonde, Boullosa, Alcouce und Bértola nähert sich der Weg Santa Marta de Gandarón. Über eine geteerte Strecke von drei Kilometern durchläuft man die Ortschaften von O Pobo, Casal do Río, Lusquiños und Cruce de Marco, um schließlich Pontevedra zu erreichen. Man betritt und Virxe do Camiño.

Man betritt die Stadt über den Camiño de Gorgullón, Virxe do Camiño und Sagasta vorbei an der Rotonde von Compostela, bis man das Sanktuarium der Virxe Peregrina (18. Jh.), einen wesentlichen Bezugspunkt für religiöse Pilger, erreicht. Die kuriose Kirche wurde 1778 vom Architekten Arturo Souto mit einem Grundriss entworfen, der die Form einer Jakobsmuschel hat. Es handelt sich um ein Bauwerk aus der Zeit der Aufklärung mit dekorativen Barockelementen. Das majestätische Altarbild der Jungfrau wurde 1789 vom Architekten und Akademiemitglied Melchor de Prado geschaffen.

Nicht weit davon –am Ende der Straße Michelena– befinden sich die historischen Ruinen des Klosters von San Domingos (14.-15. Jh.). Seine Kirche war einmal die größte aller galicischen Dominikanerkirchen. Sie besaß ein einziges Schiff mit einem Giebeldach aus Holz, einer Vierung mit Risalit und Holzdecke, sowie drei polygonalen Apsiden mit Kreuzrippengewölben und spitzbogigen lichten Stabwerkfenstern. Glücklicherweise haben sich die fünf überwölbten Apsiden von Chor, Transept und Teile des Kapitelsaales erhalten. Sie sind heute Teil des Museums von Pontevedra.

erhalten. Sie sind heute Teil des Museums von Pontevedra. Heiligtum der Pilgerjungfrau. Pontevedra 13 Portugiesische

Heiligtum der Pilgerjungfrau. Pontevedra

Klosterkirche des Heiligen Franziskus. Pontevedra

Klosterkirche des Heiligen Franziskus. Pontevedra Der Weg führt von der Peregrina zur benachbarten Ferrería, einem

Der Weg führt von der Peregrina zur benachbarten Ferrería, einem Platz, der mit den Gärten von Casto Sampedro, der anmutigen Fonte da Ferrería (16. Jh.) und der von der Architektur der gotischen Bettelorden inspirierten Klosterkirche von San Francisco (14. Jh.) ein harmonisches Ensemble bildet. In der Hauptkapelle von San Francisco finden sich einige spätmittelalterliche Gräber örtlicher Adliger. Hervorzuheben ist insbesondere dasjenige von Payo Gómez Chariño, Admiral von Kastilien und bedeutender Dichter des 13. Jahrhunderts. In einem seiner Liebeslieder (cantiga de amor) wird auf außergewöhnliche Art der Apostol Jakobus angesprochen:

Ai, Sant’Iago, padrom sabido / vós mi-adugades o meu amigo! / sobre mar vem quem frores d’amor tem: / mirarei, madre, as torres de Geen / Ai Sant’Iago, padrom provado, / vós mi-adugades o meu amado! / sobre mar vem quem frores dámor tem: / mirarei, madre, as torres de Geen.

Der Portugiesische Weg führt in Pontevedra weiter über die Rúa Soportales, die noble Plaza de Teucro und schließlich die Rúa Real, der Hauptachse der Pilgerroute innerhalb des Stadtgebietes.

Man sollte auf jeden Fall auch einen Besuch des Museums von Pontevedra einplanen. Seine Bestände sind auf mehrere historische Gebäude in der Altstadt verteilt. Glanzlichter sind die Sammlung vorrömischen Schmucks, die Säle mit Gemälden und Stichen, sowie eine Auswahl zahlreicher Gagat- Objekte aus compostelanischen Werkstätten, die eine der besten Zusammenstellungen in ganz Spanien bietet.

Innere der Basilika Santa María a Grande. Pontevedra

die eine der besten Zusammenstellungen in ganz Spanien bietet. Innere der Basilika Santa María a Grande.
Leña Platz. Pontevedra Im nordwestlichen Teil der Altstadt befindet sich die Basilika Santa María A

Leña Platz. Pontevedra

Im nordwestlichen Teil der Altstadt befindet sich die Basilika Santa María A Grande, ein im 16. Jahrhundert von der Seefahrergilde aus Pontevedra gestiftetes Gotteshaus, das in seiner schönen Architektur Elemente der ausklingenden Gotik mit Renaissance- Tendenzen vereint. Verantwortlich zeichneten die Baumeister Juan de los Cuetos und Diego Gil. Über dem typischen Basilika-Grundriss erheben sich drei von gotischen Pfeilern getrennte Kirchenschiffe. Der Raum diente sowohl für liturgische Zwecke als auch für Versammlungen der Gilde. Die Sterngewölbe der Schiffe wurden 1559 fertiggestellt.

Die Fassade wirkt wie ein steinernes Altarbild. Sie wurde Mitte des 16. Jahrhunderts von dem flämischen Bildhauer Cornielles de Holanda und dem Portugiesen João Nobre angefertigt. Ihr ikonographisches Programm ist der Verehrung der Jungfrau und der Kirche gewidmet. Die Hauptepisoden sind das Ableben Marias und oberhalb der Fensterrose Himmelfahrt und Krönung der Jungfrau, begleitet von der Dreifaltigkeit. Am Ende befindet sich mit dem Kalvarienberg die Schlüsselszene des Leidens Jesu, durch das das Menschengeschlecht die Erlösung findet. Zu beiden Seiten des Hauptportals wachen Petrus und Paulus, Ecksteine der Kirche. Wenn die Gläubigen unter diesem Triumphbogen durchgehen, wird die Union mit Christus mittels seiner Kirche vollzogen.

Heiliger Hieronymus. Detail der Fassade der Basilika Santa María a Grande. Pontevedra

Heiliger Hieronymus. Detail der Fassade der Basilika Santa María a Grande. Pontevedra 15 Portugiesische Pilgerweg
Pontevedra – Padrón Wassermühlen am Fluss Barosa. Barro Rektoratskomplex von Santa María de Alba. Pontevedra
Pontevedra – Padrón Wassermühlen am Fluss Barosa. Barro Rektoratskomplex von Santa María de Alba. Pontevedra

Pontevedra – Padrón

Pontevedra – Padrón Wassermühlen am Fluss Barosa. Barro Rektoratskomplex von Santa María de Alba. Pontevedra Der

Wassermühlen am Fluss Barosa. Barro

Rektoratskomplex von Santa María de Alba. Pontevedra

Der Pilgerweg verläßt Pontevedra über die Rúa da Santiña und im Anschluss über die Straßen A Gándara und Ferreira. Rechts von der Strecke erscheint ein geruhsamer Kastanienhain, danach verläuft die Route parallel zur Bahnlinie bis zur Ortschaft Pontecabras, ab der es weiter Richtung Norden geht, bis man zwischen Pinien und Eukalyptusbäumen auf die Kirche Santa María de Alba und ihr Pfarrhaus stößt. Von hier aus setzt man den Weg bis nach Goxilde fort, wo vor Jahrhunderten Diego Gelmírez bei seiner Reise von Braga nach Compostela Rast einlegte. Hinter der Kapelle von San Caetano warten die mächtigen Wälder von Reirís und Lombo da Maceira. Nach dem Passieren von San Mauro führt die Route über die Orte San Mamede da Portela und Ponte Balbón, in dem zwei cruceiros stehen, einer neben der Casa de Amonisa und am Säulenschaft des anderen zeigt der pilgernde Jakobus seinen Getreuen die Richtung an.

Der Streckenabschnitt zwischen Ponte Balbón bis zur Kapelle der Heiligen Luzia in Ameal gestaltet sich sehr angenehm, wenngleich man bei den zahlreichen Kreuzungen und Windungen auf die Hinweisschilder achten sollte. Unterwegs lohnt sich als Abstecher ein Besuch der kleinen, aus dem frühen 13. Jahrhundert stammenden Kirche des Heiligen Martin von Agudelo in Barro. Das Gotteshaus belegt den großen Einfluss der Werkstatt des Meisters Mateo bis in den ländlichen Raum hinein. Den Nachklang seiner Kunst findet man in den rundbogigen Archivolten des Portals mit seiner vom Pórtico da Gloria übernommenen Pflanzenornamentik. In das Bogenfeld ist das Bild einer den Segen erteilenden Person mit Bischofsstab gemeißelt (möglicherweise der Heilige Martin als Bischof).

Nach dem schmucken Ort Tibo mit seinem Brunnen, Cruceiro und Waschplatz erreicht man Caldas de Reis, das Aquae Celenis der Strecke des Antoninus, das von Flüssen Umia und Bermaña durchflossen wird. Bemerkenswert ist die Kirche der Santa María de Caldas, die Anfang des 13. Jahrhunderts aus soliden Quadersteinen errichtet wurde. Auch hier erkennt man am Portal den Einfluss der Werkstatt des Meisters Mateo: Das Agnus Dei des Bogenfelds wird von rundbogigen Archivolten eingefasst, die mit kleinen Bögen und büchertragenden Engeln geschmückt sind.

Im historischen Ortskern steht die Kirche des Heiligen Thomas Becket, die einzige in Galicien, die dem Erzbischof von Canterbury und Lordkanzler von England (1118-1170) geweiht ist, der in seiner Kathedrale am Fuße eines Altars von Höflingen des Königs Heinrich II. von England ermordet wurde. Becket hatte auf seiner 1167 durchgeführten Wallfahrt nach Santiago Halt in Caldas gemacht. Die ihm geweihte Kirche wurde zwischen 1890 und 1894 mit den Steinen des mittelalterlichen Turms der Königin Urraca erbaut, in dem König Alfons VII. von Kastilien und León geboren worden war.

Die Brücke über den Umia bringt die Wanderer zu den Thermalquellen, die seit der Römerzeit der Stadt ihren Namen geben. Man folgt der Rúa Real, überquert die Bermaña-Brücke, ein faszinierendes Bauwerk aus dem Mittelalter, und gelangt schließlich zum Tal des Río Bermaña mit seinen uralten Wäldern. Vor den Toren Caldas’ kann man die interessante romanische Kirche der Santa María de Bemil besichtigen.

romanische Kirche der Santa María de Bemil besichtigen. Wegekreuzplatz von Tibo. Caldas de Reis Kirche der
romanische Kirche der Santa María de Bemil besichtigen. Wegekreuzplatz von Tibo. Caldas de Reis Kirche der
romanische Kirche der Santa María de Bemil besichtigen. Wegekreuzplatz von Tibo. Caldas de Reis Kirche der

Wegekreuzplatz von Tibo. Caldas de Reis

Kirche der Heiligen Maria in Caldas

Burgas Brunnen. Caldas de Reis

Ansicht des Weges in O Pino. Valga Panoramaansicht der Kirche des Heiligen Michael in Valga

Ansicht des Weges in O Pino. Valga

Ansicht des Weges in O Pino. Valga Panoramaansicht der Kirche des Heiligen Michael in Valga Pontecesures

Panoramaansicht der Kirche des Heiligen Michael in Valga

Pontecesures

Der Weg steigt nun leicht an bis zum Ensemble von Santa Mariña de Carracedo, das aus der Kirche, dem Pfarrhaus und einem Maisspeicher (hórreo) besteht. Später betritt man nach Durchquerung der Orte Casal de Eirixio und

O Pino über den Berg Albor einen üppigen

Wald, in dessen Nähe alte Mühlen (San Gago,

A

Insua, Nabal

)

an rauschenden Wasserläufen

zu

finden sind. Auf der Höhe der Mühle von

Solleiros führt der Weg in einer sanften Kurve bis nach San Miguel de Valga.Mit den Orten Pedreira und Cimadevila im Osten lässt man Valga hinter sich und durchquert das Dorf Cedelo, nachdem man eine Brücke über den Fluss Fontenlo überquert hat, um zwischen

zahllosen Pinien hindurch schließlich Condide

zu erreichen. Danach geht es weiter nach Couto

und Carreiras, wo man zu einem schönen cruceiro abbiegt, in den die Jahreszahl 1797 eingraviert ist.

Kurz darauf folgt Infesta in der Gemeinde Pontecesures. An der Rúa dos Coengos zeigt die romanische Kirche von San Xulián de Requeixo an, dass man sich in der Nähe der Brücke von Cesures Caesarobriga oder Caesarobrixbefindet. Das Bauwerk ist römischen Ursprungs, umfasst Reste aus dem 12. Jahrhundert und wurde in den zweitausend Jahren seines Bestehens oft neu errichtet und restauriert.

Hinter der Brücke verläuft der Weg entlang der Nationalstraße N-550 bis nach Padrón. Auf der anderen Flussseite erreicht erreicht der

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Portugiesische Weg also endlich den berühmten Ort, an dem dasjenige Schiff anlegte, das die Reste von Jakobus dem Älteren von Jaffa in Palästina nach Galicien brachte.

Der strenge Klassizismus von Santiago de Padrón birgt Zeugnisse der Vorgängerkirchen: Eine Inschrift aus den Zeiten des Gelmírez, Stifter der romanischen Kirche, und eine gotische Kanzel mit dem Bild des Jakobus als Pilger, die zum Gotteshaus des 15. Jahrhunderts gehörte, das 1456 auf Geheiß des Erzbischofs Rodrigo de Luna erbaut worden war. Bereits diese im Laufe der Zeit verschwundenen mittelalterlichen Kirchen bewahrten in ihrem Presbyterium das wertvollste Stück der Jakobustradition in der Stadt auf: Den Pedrón. Man geht davon aus, dass es sich bei ihm um einen dem Neptun geweihten römischen Altar handelt. Der Überlieferung nach wurde an ihm das Steinschiff festgebunden, das den Leichnam des Apostels samt seinen Jüngern Theodorus und Atanasius transportiert hatte. Im frühen Mittelalter wurde der Pedrón als Altarfuß für die ursprüngliche, von Bischof Teodomiro im 9. Jahrhundert gegründete Jakobskirche genutzt.

Auf seinem Verlauf führt der Pilgerweg durch einige der wichtigsten Straßen von Padrón wie den Paseo do Espolón und vermittelt so den Wanderern einen Eindruck seines historischen Kulturgutes. Eines der bemerkenswertesten Gebäude ist das zwischen 1717 und 1757 auf einer Anhöhe jenseits des Flusses unter der Leitung des barfüßigen Karmeliters Bruder Pedro de la Madre de Dios erbaute Karmeliterkloster.

Bruder Pedro de la Madre de Dios erbaute Karmeliterkloster. O Pedrón. Jakobskirche von Padrón Zu seinen

O Pedrón. Jakobskirche von Padrón

Zu seinen Füßen befindet sich der Carmen-Brunnen, an dessen Stirnseite die Szene der Überführung des Apostels von Jaffa nach Iria Flavia eingemeißelt ist. In der Nische wird die Taufe der Königin Lupa durch Jakobus den Älteren dargestellt, eine Szene, die die Evangelisierung des Landes durch den Apostel symbolisiert.

Kloster Carmen. Padrón

die Evangelisierung des Landes durch den Apostel symbolisiert. Kloster Carmen. Padrón Detail des Carmen-Brunnens. Padrón

Detail des Carmen-Brunnens. Padrón

die Evangelisierung des Landes durch den Apostel symbolisiert. Kloster Carmen. Padrón Detail des Carmen-Brunnens. Padrón
Fassade des Bischofspalastes Quito. Padrón Nach etwa einem Kilometer Fußweg kann man eine Pause machen

Fassade des Bischofspalastes Quito. Padrón

Nach etwa einem Kilometer Fußweg kann man eine Pause machen und in Santiaguiño do Monte ausruhen. Dieser Ort verfügt über einen wunderbaren Aussichtspunkt, eine dem Jakobus geweihte Kapelle und einen Altar mit dem Bild des Apostels auf einem Felsen, an dem frommer Überlieferung nach der Sohn von Zebedäus und Salome gepredigt hatte.

Unterwegs in Richtung Iria Flavia verlässt die die Route die Altstadt von Padrón. Eines seiner bedeutendsten profanen Gebäude ist der Palast des Bischofs von Quito in der Rúa Dolores. Das barocke Bauwerk wurde 1666 von Alonso de la Peña y Montenegro, Bischof von Quito und Vizekönig von Peru, bei dem Architekten Melchor de Velasco in Auftrag gegeben.

Von dort sind es nur zwei Kilometer bis zur Stiftskirche von Iria, die von dem anrührenden Friedhof von Adina umgeben ist, den Rosalía de Castro, die große galicische Dichterin, in einigen Strophen besungen hat. Sie selbst wurde 1885 in seiner feuchten Erde beigesetzt, bevor ihre sterblichen Reste schließlich nach Santiago überführt wurden und die letzte Ruhe im “Pantheon Erlauchter Galicier” der Kirche San Domingos de Bonaval fanden.

Die Stiftskirche der Santa María de Iria ist ein weiterer Beleg für die Marienverehrung am Portugiesischen Weg. Ihre Ursprünge reichen ins Frühmittelalter zurück –noch immer sind in unmittelbarer Nähe Sarkophage aus dem 6. Jahrhundert zu sehen–, und der erste Bau war der Heiligen Eulalia geweiht.

Almanzor verwüstete diese erste Kirche im Jahr 997. Im 11. Jahrhundert wurde sie einige Male von den Bischöfen Cresconio –der sie der Jungfrau Maria weihte– und Diego Peláez, der auch Initiator des Baus der romanischen Kathedrale von Santiago war, neu errichtet. Im 12. Jahrhundert stellte Gelmírez wieder ihre alte Pracht her, verlieh ihr den Rang einer Stiftskirche (Colegiata) und setzte ein Kapitel mit zwölf Kanonikern und einem Prior ein. Im 13. Jahrhundert wurde ein neuer Bau auf Basilika-Grundriss mit drei Schiffen und drei Apsiden errichtet. Auch das Westportal ist mittelalterlich, es wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts geschaffen. Im Tympanon findet sich eine Darstellung der Epiphanie.

Die große Umformung vollzieht sich im Barock. 1666 beauftragte der Bischof von Quito den Architekten Melchor de Velasco mit dem Bau der Kapelle des San Ildefonso. Bemerkenswert an dieser Grabkapelle dorischen Stils sind die Kuppel und das Grabbild des Stifters, der in betender Haltung zum Altar hin orientiert ist, beides Werke des Mateo de Prado. Auf der anderen Seite der Vierung wurde, ebenfalls mit Kuppel und als Zentralbau, die Tabernakel-Kapelle errichtet, die der Jungfrau von Bethlehem geweiht ist. Zwischen 1708 und 1714 ordnete Erzbischof Monroy die Neuerrichtung der Stiftskirche unter Beibehaltung der beiden genannten Kapellen an. Der Meister Pedro García übernahm die Leitung des Projekts. Er behielt den Basilika-Grundriss mit drei von Pfeilern getrennten Schiffen bei, die Vierung mit Risalit sowie die rechteckige Hauptkapelle, die von dem 1714 von Miguel de Romay geschaffenen Altarbild beherrscht wird. Beim Äußeren ragen die Türme mit ihren pyramidalen Helmen heraus.

ragen die Türme mit ihren pyramidalen Helmen heraus. Hochaltar der Stiftskirche der Heiligen Maria in Iria.

Hochaltar der Stiftskirche der Heiligen Maria in Iria. Padrón

Gegenüber der Stiftskirchenfassade befinden befinden sich die Häuser der Kapitelherren, die heute größtenteils von der Stiftung Camilo José Celas belegt werden, des berühmten Schriftstellers und Nobelpreisträgers aus Padrón.

Stiftskirche der Heiligen Maria in Iria. Padrón

a u s P a d r ó n . Stiftskirche der Heiligen Maria in Iria.
Padrón – Santiago de Compostela
Padrón – Santiago de Compostela

Die Wanderung geht drei Kilometer weiter in Richtung A Escravitude. Man durchquert die Dörfer Pousa, Souto, Rueiro, Cambelas, Anteportas, Tarrío und Vilar im Tal des Sar und nähert sich schließlich dem prunkvollen barocken Marienheiligtum von A Escravitude, das zwischen 1732 und 1743 über einer Quelle errichtet wurde, bei der im Jahr 1732 ein Wunder geschah, das den Bau der Kirche motivierte. Schenkungen ermöglichten den Bau eines großen barocken Sanktuariums mit dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes, einem einzigen Kirchenschiff, Vierung mit Risalit, Kuppel mit auf Hängezwickel ruhender welscher Haube und einer rechteckigen Hauptkapelle. Im Inneren sind die mit kühnem barocken Schwung gestalteten Altarbilder hervorzuheben, mit ihrem Massen- und Volumen-Spiel und einem üppigen dekorativen Reichtum rund um die Skulpturen des Agustín Álvarez. Die Fassade wird von zwei Türmen flankiert, vor denen ein Atrium liegt, zu dem man direkt vom Jakobsweg (heutzutage Nationalstraße N-550) kommend über eine Treppe hochsteigt. Abgeschlossen war der wesentliche Teil des Bauprojekts im Jahre 1750.

Nach dem Besuch des Sanktuariums führt der Pilgerweg vor der Kirche Santa María de Cruces vorbei, betritt ein Waldgebiet und überquert im malerischen Dorf Angueira de Suso schließlich die Eisenbahnlinie. Man geht weiter bis Areal und O Faramello und erreicht dann das geschichtsträchtige Örtchen Rúa de Francos. Im nahen Wald finden sich Reste einer römischen Straße

22

Marienheiligtum von A Escravitude. Padrón

Rúa de Francos. Im nahen Wald finden sich Reste einer römischen Straße 22 Marienheiligtum von A

und eine Brücke über den Fluss Tinto. Auf einer Anhöhe zur Linken liegen die geheimnisvollen, verlassenen Ruinen des Castro Lupario. Ein schönes gotisches Wegekreuz –eines der ältesten in Galicien– und der Marktplatz markieren den Abschied von der Rúa de Francos. Das nächste Stück führt nach kurzer Wanderung zur Ortschaft Castañal, wobei man den Ort Osebe links liegen lässt, und nach einem von der Flurbereinigung verursachten Zickzack-Kurs erreicht man schließlich Pontepedreira.

In Arieira bildet ein bezauberndes Bild des Heiligen Antonius, das sich in der Fassade eines Hauses befindet –dem früheren Gasthaus für Reisende und Pilger–, den Bezugspunkt für die Fortsetzung des Pilgerwegs. Dieser steigt durch ein Unterholzgelände hoch nach A Grela. Nach einer weiteren sanften Steigung läßt man Milladoiro hinter sich. Ein kleines Stück weiter kann man bereits die Türme der Kathedrale erahnen, wenn man Agro dos Monteiros erreicht, denn von hier aus erblickt man endlich die Ausläufer der Apostelstadt.

Der alte mittelalterliche Weg umgeht die Ruinen der erzbischöflichen, A Rocha Vella genannten Burg, um sich Santomil und Amañecida anzunähern und die Brücke über den Sar zu überqueren. Man erreicht nun das Stadtviertel A Choupana in der Nähe der Kapelle Santa Marta.

23 Portugiesische Pilgerweg

Mittelalterliche Brücke der Francos Straße

Straße
Straße

Gotisches

Wegekreuz

der Francos

In Santiago

In Santiago Auf der Straße Rosalía de Castro, bereits im eigentlichen Stadtgebiet von Santiago, geht es
In Santiago Auf der Straße Rosalía de Castro, bereits im eigentlichen Stadtgebiet von Santiago, geht es
In Santiago Auf der Straße Rosalía de Castro, bereits im eigentlichen Stadtgebiet von Santiago, geht es

Auf der Straße Rosalía de Castro, bereits im eigentlichen Stadtgebiet von Santiago, geht es weiter bis zur Kirche der Jungfrau Pilar, einem schönen Barockgebäude direkt am Stadtpark. Danach führen die Straßen Carreira do Conde oder Xoán Carlos I zur Porta Faxeira, über das der Portugiesische Weg seit alters her die Altstadt von Compostela betritt. Die Rúa do Franco geleitet zum Colexio de Santiago Alfeo, einem Universitätsgebäude aus dem 16. Jahrhundert. Es trägt den Namen Jakobs des Jüngeren, dessen Kopf im Reliquiar der Kathedrale aufbewahrt wird. In derselben Straße, direkt gegenüber dieses eleganten Gebäudes, befindet sich die Jakobskapelle. An diesem Ort soll der Überlieferung nach der Karren mit den Überresten des Apostels bei seiner Fahrt von Iria nach Compostela haltgemacht haben. Wenige Meter weiter gelangt man an die Eckmauer des Kathedralenkreuzgangs, eines bemerkenswerten Renaissance-Baus.

Unmittelbar darauf betritt man die Praza do Obradoiro, die von der Hauptfassade der Jakobsbasilika beherrscht wird. Man steigt die Treppen hoch und steht

Pappelalle Colegio de Fonseca

schließlich vor dem Pórtico da Gloria. Man kann auch den im Mittelalter von den Pilgern bevorzugten Weg ins Kircheninnere wählen. Dazu folgt man der Rúa Fonseca, die am südlichen Rand des Kreuzgangs verläuft, bis zur Praza das Praterías, wo sich das Südportal der Kathedrale befindet, der älteste erhaltene Eingang in das ehrwürdige Gebäude.

Das zu Beginn des 12. Jahrhunderts entstandene romanische Portal von As Praterías stellt mit seiner großen Zahl an Skulpturen und Reliefs einen kulturellen Höhepunkt des mittelalterlichen Compostela und der Kunst des Jakobswegs dar. Am Zielpunkt des Portugiesischen Weges angelangt, erreichen die Pilger sowohl über die Schwelle dieser Türen als auch über den an der Westseite gelegenen berühmten Pórtico von Meister Mateo das Apostelgrab. Damit endet eine vom unsterblichen Geist der Wallfahrt inspirierte Wanderung. Sie verlief über eine Route, die kulturhistorische Kleinodien einschließt, naturräumliche Schätze und stets auch die Verehrung der Jungfrau Maria und des Apostels Jakobus des Älteren.

die Verehrung der Jungfrau Maria und des Apostels Jakobus des Älteren. Praterías Platz Heilige Pforte der
die Verehrung der Jungfrau Maria und des Apostels Jakobus des Älteren. Praterías Platz Heilige Pforte der

Praterías Platz Heilige Pforte der Kathedrale

Die historische Altsradt

Die historische Altsradt Herrenhaus von Raxoi Weihrauchfass Nach dem Besuch der Kathedrale –für alle Pilger Ort
Die historische Altsradt Herrenhaus von Raxoi Weihrauchfass Nach dem Besuch der Kathedrale –für alle Pilger Ort
Die historische Altsradt Herrenhaus von Raxoi Weihrauchfass Nach dem Besuch der Kathedrale –für alle Pilger Ort

Herrenhaus von Raxoi Weihrauchfass

Nach dem Besuch der Kathedrale –für alle Pilger Ort der Ankunft und der Begegnung– wird man von der Stadt Santiago mit all ihrer historischen Pracht, ihrer Mannigfaltigkeit und gegenwärtigen Dynamik erwartet.

Die heutige Stadt Santiago de Compostela hat ihren Ursprung in der Ansiedlung einer kleinen Gruppe von Mönchen, die nach der Entdeckung des Apostelgrabs um das Jahr 820 als Hüter der heiligen Stätten fungierten. Dank des Aufschwungs der Wallfahrten in Europa entwickelte sich die Stadt im Mittelalter auf spektakuläre Weise, der sie neben Jerusalem und Rom in eines der drei großen Zentren der Christenheit verwandelte.

Im Rhythmus der galicischen, spanischen und europäischen Geschichte durchlebt die Stadt zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert abwechselnd Phasen des Aufschwungs und solche des Niedergangs. Die Wallfahrten verlieren an Bedeutung, doch behauptet sich Santiago nach der Gründung der Universität weiterhin als kulturelles Zentrum und bewahrt seinen religiösen Einfluss. Diese Tatsache spiegelt sich in der Erneuerung des Stadtbildes während der Renaissance und des Barocks wieder, zwei Stilepochen, die auf faszinierende Weise in den bedeutendsten historischen Gebäuden der Stadt gegenwärtig sind.

In der Kathedrale

Die Kathedrale von Santiago, mit deren Bau im Jahre 1075 begonnen wurde, ist sowohl wegen ihres künstlerischen als auch symbolischen Wertes eines der großen Baudenkmäler Europas. Von ihrem romanischen Ursprung aus entwickelte sie sich über die verschiedensten Stile fort. Bedeutsam ist hier insbesondere der Barock, der in der Fassade des Obradoiro (1738 bis 1750) zu höchster Vollendung gelangt. Der Gang durch die Kirchenschiffe und das Museum erschließt den Besuchern ein sowohl einzigartiges als auch in Inhalten und Bedeutungen vielfältiges Kulturerbe.

Der Besuch des Kathedralenkomplexes schließt für die Pilger üblicherweise ein Ritual ein, das aus zwei Teilen besteht: Die traditionelle Umarmung des Apostels Jakobus im Schrein über dem Hauptaltar –die Skulptur ist romanischen Ursprungs– und der anschließende Gang zur Krypta, in dem seine

sterblichen Überreste aufbewahrt werden. Eine Besichtigung des Pórtico da Gloria gehört ebenfalls zu diesem Brauch, genauso wie die Teilnahme an der Pilgermesse um 12 Uhr. Während dieser wird häufig der ‘botafumeiro’ eingesetzt, ein großes, im oberen Teil der Vierung aufgehängtes Weihrauchfass, das mit seiner mächtigen Schwingbewegung alle Besucher in Staunen versetzt.

Pilger, die ihre Wallfahrt zu Fuß, zu Pferd oder per Fahrrad mit den entsprechenden Bescheinigungen belegen, können nach dem Besuch der Kathedrale im Pilgerbüro die ‘compostela’ beantragen. So nennt sich die vom Domkapitel ausgestellte offizielle Urkunde zur erfolgreichen Realisierung der Pilgerfahrt. Danach eröffnet sich die Möglichkeit, die Stadt Santiago de Compostela in ihrer ganzen Fülle zu entdecken.

Die moderne Stadt

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebt Santiago eine Phase der permanenten Expansion. Zum allmählichen Wiederaufleben der Pilgertradition, die ihre traditionelle spirituelle Bedeutung bewahrt hat, gesellt sich der unverwechselbare und unwiderstehliche touristisch-kulturelle Reiz des Jakobswegs.

Santiago, Hauptstadt der Autonomen Region Galicien, hat in den letzten Jahren seine Infrastruktur in den Bereichen Kultur und Fremdenverkehr zügig ausgebaut und seine Position als kulturhistorisches und mit der europäischen Idee verbundenes Zentrum mit internationaler Ausstrahlung weiter gefestigt. Das belegen Tag für Tag die Tausenden von Pilgern und Touristen, die zu allen Jahreszeiten hierher kommen.

Von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, will diese Stadt auch im neuen Jahrhundert vermittels der historischen Bedeutung des Jakobswegs ihren seit mehr als tausend Jahren lebendigen Appell an den Geist, die Eintracht und den Fortschritt aufrechterhalten.

Geist, die Eintracht und den Fortschritt aufrechterhalten. Stadt der Kultur Galicisches Zentrum für zeitgenössische
Geist, die Eintracht und den Fortschritt aufrechterhalten. Stadt der Kultur Galicisches Zentrum für zeitgenössische

Stadt der Kultur Galicisches Zentrum für zeitgenössische Kunst

1

Kathedrale, Heilige Pforte, Palast des Xelmírez

2

Palais Raxoi

3

Hostal dos Reis Católicos

4

Colexio de San Xerome

5

Kirche San Fructuoso

6

Colexio de Fonseca

7

Kapitelhaus

8

Casa da Conga

9

Casa da Parra

10

Kloster San Paio de Antealtares

11

Kloster San Martiño Pinario

12

Kirche San Martiño Pinario

13

Haus des Dechanten, Pilgerbüro

14

Pazo de Vaamonde

15

Pazo de Bendaña

16

Kirche Santa María Salomé

17

Franziskanerkloster

18

Karmeliterkloster

19

Kloster der Heiligen Klara

20

Kirche und früheres Hospital des San Roque

21

Gotisches Haus. Pilgermuseum

22

Kirche San Domingos de Bonaval und Galicisches Volkskundemuseum

23

Galicisches Zentrum für Zeitgenössische Kunst

24

Fakultät für Geographie und Geschichte

25

Universitätskirche

26

Kirche San Fiz de Solovio

27

Kloster und Kirche der Barmherzigen Schwestern

28

Ehemalige Waisenschule

29

Kirche San Miguel dos Agros

30

Kirche Santa María do Camiño

31

Kirche San Bieito do Campo

32

Augustinerkloster

33

Schule San Clemente

34

Seelenkapelle

35

Jakobskapelle

36

Kirche der Virxe do Pilar

37

Stiftskirche Santa María a Real am Sar

36 Kirche der Virxe do Pilar 37 Stiftskirche Santa María a Real am Sar Portugiesische Pilgerweg

Portugiesische Pilgerweg

36 Kirche der Virxe do Pilar 37 Stiftskirche Santa María a Real am Sar Portugiesische Pilgerweg
Plan der historischen Altstadt Santiagos 29 Portugiesische Pilgerweg
Plan der historischen Altstadt Santiagos 29 Portugiesische Pilgerweg
Plan der historischen Altstadt Santiagos 29 Portugiesische Pilgerweg
Plan der historischen Altstadt Santiagos 29 Portugiesische Pilgerweg
Plan der historischen Altstadt Santiagos 29 Portugiesische Pilgerweg
Plan der historischen Altstadt Santiagos 29 Portugiesische Pilgerweg
Plan der historischen Altstadt Santiagos 29 Portugiesische Pilgerweg
Plan der historischen Altstadt Santiagos 29 Portugiesische Pilgerweg
Plan der historischen Altstadt Santiagos 29 Portugiesische Pilgerweg
Plan der historischen Altstadt Santiagos 29 Portugiesische Pilgerweg

Plan der historischen Altstadt Santiagos

Plan der historischen Altstadt Santiagos 29 Portugiesische Pilgerweg
Das Netz der Herbergen Ab dem 1. Januar 2008 müssen die Pilger in jeder Herberge
Das Netz der Herbergen Ab dem 1. Januar 2008 müssen die Pilger in jeder Herberge

Das Netz der Herbergen

Ab dem 1. Januar 2008 müssen die Pilger in jeder Herberge einen Gutschein (3 ) kaufen, um Zugang zu haben. Dieser Gutschein gilt nur in der Unterkunft wo es gekauft wurde und während dem Datum, das auf der Vorderseite steht. Deshalb hat es in irgendeiner anderen Herberge oder an einem anderen Datum keine Gültigkeit. Man kann nur eine Nacht in jeder Herberge verbringen, aussert in den Herbergen von Monte do Gozo oder San Lázaro (beide in Santiago de Compostela gelegen). Die Anzahl der täglich beherbergten Pilger ist beschränkt, da es auf die Bette, die jede Unterkunft verfügt, ankommt. Vortritt haben wie immer: Pilger die zu Fuß gehen oder mit einem Pferd, Fahrrad oder Begleitfahrzeug reisen.

Von links nach rechts, Herbergen von Tui, Pontevedra, Teo und Redondela

Nachdem man den Gutschein gekauft hat, ist es sehr wichtig, dass man ihn behält, bis man die Herberge bezaht. Andernfalls, können die Gastwirte dem Pilger verlangen, dass sie die Unterkunft verlassen. Die Herberge muß am Morgen vor 8 Uhr frei sein, damit sie geputzt werden kann. Die Öffnungszeit ist von 13 bis 22 Uhr.

Die Herberge muß am Morgen vor 8 Uhr frei sein, damit sie geputzt werden kann. Die
Die Herberge muß am Morgen vor 8 Uhr frei sein, damit sie geputzt werden kann. Die
Falls irgendein Pilger mit eingeschränkter Mobilität ankommt und die Herberge voll besetzt ist, wird denjenigen
Falls irgendein Pilger mit eingeschränkter Mobilität ankommt und die Herberge voll besetzt ist, wird denjenigen

Falls irgendein Pilger mit eingeschränkter Mobilität ankommt und die Herberge voll besetzt ist, wird denjenigen die schon beherbergt sind um ihre Mitarbeit gebeten, damit diese Person untergebracht werden kann.

Daneben verfügen Pilger und sonstige am Jakobsweg interessierte Personen natürlich über weitere Alternativen für ihre Erholung. Auch diverse religiöse Zentren und bestimmte Gemeinden kümmern sich um die Pilger, insbesondere zu Zeiten hohen Andrangs. Außerdem ist in den letzten Jahren entlang der verschiedenen Routen ein modernes Netz von sehr unterschiedlichen Hotels und ländlichen Unterkünften (casas de turismo rural) entstanden, das den Pilgerweg um weitere attraktive Möglichkeiten bereichert.

Unterkünften (casas de turismo rural) entstanden, das den Pilgerweg um weitere attraktive Möglichkeiten bereichert.
Unterkünften (casas de turismo rural) entstanden, das den Pilgerweg um weitere attraktive Möglichkeiten bereichert.
Unterkünften (casas de turismo rural) entstanden, das den Pilgerweg um weitere attraktive Möglichkeiten bereichert.

1.

Tui

2. O Porriño

3. Mos

4. Redondela

5. Pontevedra

6. Briallos

7. Padrón

8. Teo

9. Monte do Gozo

10. San Lázaro

Briallos 7. Padrón 8. Teo 9. Monte do Gozo 10. San Lázaro Pilgerherberge Informationspunkt des Pislgerweges
Briallos 7. Padrón 8. Teo 9. Monte do Gozo 10. San Lázaro Pilgerherberge Informationspunkt des Pislgerweges

Pilgerherberge

8. Teo 9. Monte do Gozo 10. San Lázaro Pilgerherberge Informationspunkt des Pislgerweges Ausstellungsraum der

Informationspunkt des Pislgerweges

Lázaro Pilgerherberge Informationspunkt des Pislgerweges Ausstellungsraum der Herberge von Redondela Tui Mos

Ausstellungsraum der Herberge von Redondela

Tui

Mos

Renoviertes ehemaliges

Restaurierter Bau

Pfarrhaus* Rúa Párroco Rodríguez Vázquez,

Pazo dos Marqueses. Santa Eulalia. Mos

s/n. Tui

16

Plätze

40 Plätze

Fahrradstellplätze Nächste Herberge nach 16 km (O Porriño)

O Porriño

Neubau* Avda. de Buenos Aires, s/n. O Porriño

52 Plätze

Fahrradstellplätze Nächste Herberge nach 7 km (Mos)

Nächste Herberge: nach 9 km

(Redondela)

Redondela

Herrenhaus in Renaissance-Stil aus dem 16. Jh.* Casa da Torre.

Pza. de Rivadavia, s/n. Redondela

44 Plätze

5 Fahrradstellplätze Nächste Herberge nach 18,5 km (Pontevedra)

Pontevedra

Neubau*

Rúa Otero Pedrayo, s/n. Pontevedra

56 Plätze

Fahrradstellplätze Nächste Herberge nach 16 km (Briallos, Portas)

Briallos

Neubau* Lugar de Castro e San Roque. Briallos. Portas.

27 Plätze

Fahrradstellplätze Nächste Herberge nach 24 km

(Padrón)

Herberge von Padrón Padrón Monte do Gozo Restauriertes Stadthaus* Neu erbaute Anlage* Costiña do Carme,
Herberge von Padrón Padrón Monte do Gozo Restauriertes Stadthaus* Neu erbaute Anlage* Costiña do Carme,

Herberge von Padrón

Padrón

Monte do Gozo

Restauriertes Stadthaus*

Neu erbaute Anlage*

Costiña do Carme, s/n. Padrón

Monte do Gozo.

44 Plätze

Fahrradstellplätze Nächste Herberge nach 10,1 km (Teo)

Teo

Neubau* Vilares de Rúa de Francos, s/n (frühere Nationalstraße N- 550). Teo

28 Plätze

Fahrradstellplätze Nächste Herberge nach 12,9 km

(Monte do Gozo, Santiago de Compostela)

San Lázaro

(Pilgerunterkunft) Neubau* San Lázaro Straße, s/n.

Santiago de Compostela 80 Plätze sonderregelung Fahrradstellplätze

* Behindertengerecht

ausgebaut

Fahrradstellplätze * Behindertengerecht ausgebaut Santiago de Compostela 400 Pl ätze 1.968 Pl ätze
Fahrradstellplätze * Behindertengerecht ausgebaut Santiago de Compostela 400 Pl ätze 1.968 Pl ätze

Santiago de Compostela

400 Plätze

1.968 Plätze sonderregelung

100 Fahrradstellplätze

Serviceangebote Städte und Gemeinden Tui Pontevedra Teo Pza. do Concello, 1 Pza. España, s/n Ramallosa,

Serviceangebote

Städte und Gemeinden

Tui

Pontevedra

Teo

Pza. do Concello, 1

Pza. España, s/n

Ramallosa, s/n

Tel.: 986-603625

Tel.: 986-804300

Tel.: 981-815700

Fax: 986-600570

Fax: 986-860102

Fax: 981-809401

concellotui@concellotui.org

alcaldia@concellopontevedra.es

correo@teo.dicoruna.es

www.concellotui.org

www.concellopontevedra.es

www.concellodeteo.com

O Porriño

Barro

Ames

Antonio Palacios, 1 Tel.: 986-335000 Fax: 986-337598 prensa@concellodoporrino.net www.concellodoporrino.net

San Antoniño, 8. Perdecanai Tel.: 986-711002 Fax: 986-711001 barro@concellosdepontevedra.es www.concellodebarro.com

Pza. do Concello, 2 Bertamiráns Tel.: 981-883002 Fax: 981-883925 alcaldia@concelloames.org www.concellodeames.org

Mos

Portas

Rexenxo-Petelos, 1

A Rapeira, 1

Santiago de Compostela

Tel.: 986-331200

Tel.: 986-536161

Pza. do Obradoiro, s/n

Fax: 986-336618

Fax: 986-536348

Pazo de Raxoi

mossecretaria@terra.es

portas@concellos.depontevedra.es

Tel.: 981-542300

Redondela

www.concelloportas.fegamp.es

Fax: 981-563864

Alfonso XII, 2

Caldas de Reis

alcalde@aytocompostela.es

Tel.: 986-400300

Ferrería, 1

www.santiagodecompostela.org

Fax: 986-403894

Tel.: 986-540002

redondela@cidadesdixitais.org

Fax: 986-530393

www.concelloredondela.es

caldasdereis@concellos.depontevedra.es

Soutomaior

www.caldasdereis.com

Alexandre Bóveda, 8

Vilaboa

Valga

Tel.: 986-705106 Fax: 986-705333 oficinas@soutomaior.com www.soutomaior.com

Avda. da Coruña, 14 Tel.: 986-559456 Fax: 986-559455 concello.valga@eidolocal.es www.valga.org

Toural, 1

Pontecesures

Tel.: 986-708215

Avda. Cidade de Vigo, 2

Fax: 986-708387

Tel.: 986-557125

info@vilaboa.org

Fax: 986-557554

www.vilaboa.org

pontecesures@concellosdepontevedra.es

Padrón

Xeneral Franco, 27 Tel.: 981-810451 Fax: 981-811550 correo@padron.dicoruna.es www.ayuntamientodepadron.com

Notfälle

Medizinischer Notdienst

061

Notfälle aller Art

(gratis und international)

112

Informationen zum Jakobsweg

Informationsbüro, Santiago

Tel.: 902-332010 Rúa do Vilar, 30-32, erdgeschoss informacion.xacobeo@xunta.es

Páxina Web

www.xacobeo.es

Reservierungszentrale Urlaub auf dem Land

Tel.: 902-200432

webrural@xunta.es

Fremdenverkehrsbüros

Tui

Pza. da Inmaculada, s/n (nur von Juni bis September) Tel.: 986-603625

Edificio Área Panorámica Colón, s/n Tel.: 986-601789

Pontevedra

Gutiérrez Mellado, 1 Tel.: 986-850814

Santiago de Compostela

Rúa do Vilar, 30-32, erdgeschoss Tel.: 981-584081

Turgalicia

Tel.: 902-200432

Fax: 981-542510

www.turgalicia.es

Die Wege des Jakobus

Die Entdeckung der Grabstätte des Apostels Jakobus des Älteren zu Beginn des 9. Jh. zog sehr bald einen Strom von Wallfahrten en gros zu jenem Standort nach sich, an dem sich heute die galicische Stadt Santiago de Compostela befindet. Dieser Andrang formierte alsbald ein dichtes Streckennetz, ausgehend von den unterschiedlichsten Punkten Europas, das in seiner Gesamtheit als der Jakobus- Pilgerweg oder Jakobsweg bekannt ist.

Die Hochzeiten der Pilgerfahrten waren das 11., 12. und 13. Jahrhundert, nicht zuletzt wegen der Gewährung bestimmter kirchlicher Ablässe. Jedoch wurde dieser Strom mit größerer oder geringerer Intensität über die restlichen Jahrhunderte hinweg aufrecht gehalten. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jh. erwacht der Jakobus-Pilgerweg auf Grund des Zusammen- spiels von überliefertem geistigen und soziokulturellem Erbe mit seiner touristisch attraktiven Anziehungskraft international zu neuem Leben und steht als Ort der Begegnung jedwedem Typ von Mensch und Kultur offen.

Regelmäßig gehen die Zeiten des größten Andrangs auf dem Jakobusweg seitens der Pilger und Besucher mit den Heiligen Jakobusjahren einher, die man alle 6, 5, 6 und 11 Jahre feiert – das nächste wird 2010 sein –, aber jedes Jahr und jeder Zeitpunkt ist geeignet, ein Stück des Weges auf dieser Route zu gehen und den Zielort Santiago de Compostela zu besuchen.

Der Pilgerweg Europas

Der Jakobusweg brachte im Laufe der zwölf Jahrhunderte seines Bestehens eine ungeheuere geistige, kulturelle und gesellschaftliche Vitalität hervor. Seinetwegen wurden das erste große Betreuungs-Netzwerk Europas geschaffen und Klöster, Kathedralen sowie neue Ansiedlungen errichtet.

Auf Grund des Zusammentreffens von Menschen unterschiedlichster Herkunft, das dieser Weg begünstigt hat, entstand eine Kultur, die auf dem freien Austausch von Ideen und dem Aufeinandertreffen von künstlerischen wie gesellschaftlichen Strömungen basiert sowie eine sozioökonomische Dynamik, die vor allem während des Mittelalters der Entwicklung diverser europäischer Gebiete Vorschub leistete.

Die Spur des Weges und die Fährte der Pilger nach Compostela ist erkennbar an der unendlichen Zahl von öffentlichen und privaten Zeugnissen, künstlerischen Offenbarungen oder beispielsweise an den mehr als tausend Büchern, die sich in den letzten Jahrzehnten auf der ganzen Welt mit diesem Pfad, Werk und Erbe aller Europäer beschäftigt haben.

Die Hauptstrecken des Jakobus-Pilgerweges wurden vom Europarat zum Ersten Europäischen Kulturweg (1987) und sein Trassenverlauf durch Spanien und Frankreich von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt (jeweils 1993 und 1998) und mit dem Prinz-von-Asturien-Preis für Eintracht 2004, der von der Prinz-von-Asturien-Stiftung verliehen wurde, ausgezeichnet.

dem Prinz-von-Asturien-Preis für Eintracht 2004, der von der Prinz-von-Asturien-Stiftung verliehen wurde, ausgezeichnet.
dem Prinz-von-Asturien-Preis für Eintracht 2004, der von der Prinz-von-Asturien-Stiftung verliehen wurde, ausgezeichnet.

Galicien, das Land des Santiago

Die Iberische Halbinsel gehörte gemäß bestimmter altertümlicher Schriften zu den Ländern, in denen der Apostel Jakobus den christlichen Glauben gepredigt hat. Nach seiner Enthauptung in Palästina, die auf das Jahr 44 n. Chr. zurückgeht, überführten, so ist es überliefert, seine Jünger seinen Körper per Schiff nach Galicien, eines der hispanischen Lande, in denen er seine Predigten gehalten hatte.

Die schweren Zeiten der ersten Jahre des Christentums und die geringe Bevölkerungsdichte eines großen Teils des Nordens der Halbinsel haben dazu geführt, dass die Stätte des Begräbnisses in Vergessenheit geriet. Im Jahre 820 entdeckt man jedoch sterbliche Überreste, die die angesehenen kirchlichen und zivilen Persönlichkeiten für diejenigen des Jakobus d. Ä. hielten. So geschehen in einem verlassenen Waldstück in Galicien und so bestimmte die Begebenheit den Ort des Entstehens der heutigen Stadt Santiago de Compostela.

Die Grabstätte des einzigen Apostels Christi, der je europäischen Boden betreten hat, verwandelte sie zum anstrebenswürdigen Ziel einer Wallfahrt, wie es etwa auch der Petersdom in Rom ist. Im Laufe der Jahrtausende kamen Pilger jedweder Herkunft und über die unterschiedlichsten Routen nach Santiago.

Französischer Weg Weg vom Südosten– Via de la Plata Portugiesischer Weg Route vom Meer von
Französischer Weg Weg vom Südosten– Via de la Plata Portugiesischer Weg Route vom Meer von

Französischer WegWeg vom Südosten– Via de la Plata Portugiesischer Weg Route vom Meer von Arousa und

Weg vom Südosten– Via de la PlataFranzösischer Weg Portugiesischer Weg Route vom Meer von Arousa und dem Fluss Ulla Weg von Fisterra-Muxía

Portugiesischer WegFranzösischer Weg Weg vom Südosten– Via de la Plata Route vom Meer von Arousa und dem

Route vom Meer von Arousa und dem Fluss UllaWeg Weg vom Südosten– Via de la Plata Portugiesischer Weg Weg von Fisterra-Muxía Englischer Weg Weg

Weg von Fisterra-MuxíaWeg Route vom Meer von Arousa und dem Fluss Ulla Englischer Weg Weg vom Norden Einfacher

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Einfacher WegUlla Weg von Fisterra-Muxía Englischer Weg Weg vom Norden Die Jakobus-Pilgerwege in Galicien In Anbetracht der

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Die Jakobus-Pilgerwege in Galicien

In Anbetracht der überaus unterschiedlichen Herkünfte der Pilger sollten sich für die Ankunft aus ganz Europa auf galicischem Boden sechs Wege heraus kristallisieren.

Der Weg mit dem stärksten Zulauf und von größter sozioökonomischer, künstlerischer und kultureller Bedeutung ist der sogenannte Französische Weg, über den man von Frankreich über die Berge der Pyrenäen nach Spanien und über die mythische höchste Stelle von O Cebreiro nach Galicien gelangt.

Aber ebenso ist es fünf weiteren Routen gelungen, sich ihren Platz in der Geschichte der Jakobus-Pilgerfahrten zu erobern.

O Cebreiro. Französischer Weg Oseira. Südöstlicher Weg-Silberstraße Die “Compostela” und Pilgerurkunde Dies sind
O Cebreiro. Französischer Weg Oseira. Südöstlicher Weg-Silberstraße Die “Compostela” und Pilgerurkunde Dies sind
O Cebreiro. Französischer Weg Oseira. Südöstlicher Weg-Silberstraße Die “Compostela” und Pilgerurkunde Dies sind

O Cebreiro. Französischer Weg Oseira. Südöstlicher Weg-Silberstraße Die “Compostela” und Pilgerurkunde

Dies sind der Ursprüngliche und der Nördliche Weg, die in den Zeiten der Anfänge der Wallfahrten über zwei Hauptstrecken Bedeutung erlangten, die Galicien über Asturien, aus dem Baskenland und Kantabrien kommend erreichen; der Englische Weg, der vor allem von den Pilgern genommen wurde, die aus dem Norden Europas und von den Britischen Inseln in Häfen wie A Coruña und Ferrol ankamen; der Portugiesische Weg vom Südwesten Galiciens her, den die aus Portugal hinzustoßenden Pilger benutzten; und der Südöstliche Weg, über den sich diejenigen Pilger nach Santiago begaben, die aus dem Süden oder dem Zentrum der Halbinsel kommend der bekannten Silberstraße zwischen Mérida und Astorga folgten, um von der Gegend um Orense nach Compostela zu gelangen.

Es werden noch zwei andere wegen ihrer historischen Symbolik als Jakobus-Pilgerwege angesehen. Es ist dies

Es werden noch zwei andere wegen ihrer historischen Symbolik als Jakobus-Pilgerwege angesehen. Es ist dies zum einen der Weg von Fisterra-Muxía, der von bestimmten mittelalterlichen Pilgern benutzt wurde, die sich, nachdem sie dem Apostelgrab die Ehre erwiesen hatten, von der Reise zum Kap von Finisterre, dem westlichsten Punkt der zu jener Zeit bekannten Welt, angezogen fühlten. Zum anderen der sogenannte Weg des Meeres von Arousa und des Flusses Ulla, der einem die Strecke in Erinnerung bringt, über die, entsprechend der Überlieferung, per Schiff die sterblichen Überreste des Apostels nach Galicien kamen (1. Jh.).

Kap Fisterra. Weg von Fisterra-Muxía

A Coruña. Englischer Weg

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