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cleverbridge AG Köln Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015 Lagebericht für das

cleverbridge AG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

Überblick über das Geschäftsjahr 2015

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Obwohl sich auch in 2015 die in den Vorjahren begonnene positive Entwicklung der Weltkonjunktur weiter fortgesetzt hat, sind die weiteren Wachstumsaussichten getrübt worden durch jüngste Entwicklungen im Euro-Raum und auf geopolitischer Ebene. Auch Effekte wie die eingetretene Zinswende in den USA sowie die Ölpreisturbulenzen dämpften die internationalen Prognosen.

Das in den Vorjahren verzeichnete starke Wachstum des e-Commerce Marktes konnte auch in 2015 beobachtet werden und wie auch in den Vorjahren spielten digitales Bezahlen sowie mobile Anwendungen und Angebote hierbei eine wichtige Rolle. Aller- dings ist zu beobachten, dass die Wachstumsraten sinken, da vor allem in den westlichen Ländern langsam eine Sättigung erreicht wird.

Besonders die Region Asien-Pazifik weist nach wie vor ein rapides Wachstum von über 40 Prozent auf. Damit liegt sie deutlich vor den rd. 20 Prozent Wachstum im Mittleren Osten und Afrika. Europa und Nordamerika mit rd. 10 Prozent wachsen deutlich langsamer; dort haben auch bereits 75 Prozent der Bevölkerung einen Internetanschluss. Der e-Commerce-Umsatz in der Region Asien Pazifik liegt bereits jetzt mit fast 1.000 Milliarden US-Dollar weit über dem von Europa (600 Milliarden US-Dollar) oder von Nordamerika (550 Milliarden US-Dollar), obwohl in der bevölkerungsreichsten Region der Welt erst etwa 40 Prozent der Menschen einen Internetanschluss haben.

Innerhalb Europas liegt Deutschland beim Wachstum auf einem der vordersten Ränge; auf globaler Ebene (insbesondere im Hinblick auf den digitalen Verkauf von Software und elektronischen Dienstleistungen) nimmt die USA weiterhin eine führende Rolle ein. Außerhalb dieser beiden Märkte entwickeln sich analog zum generellen e-Commerce-Trend insbesondere Asien und Südamerika weiterhin positiv.

Beschreibung des Geschäftsmodells und der Faktoren mit Einfluss auf unser Geschäft

Cleverbridge AG ist ein e-Commerce Unternehmen, das sich auf den Vertrieb von Software und anderen digitalen Gütern über das Internet spezialisiert hat. Unsere e-Commerce Plattform ermöglicht die effiziente und kostengünstige Abwicklung von Bestel- lungen, Lieferungen, Zahlungen, Kundenservice sowie Tools zur Steuerung von Marketingkampagnen und Analysen von Konversionsraten. Die eigenentwickelte e-Commerce Plattform wird weltweit von verschiedensten Herstellern von digitalen Gütern und Dienstleistungen für den internationalen Vertrieb ihrer Produkte und Dienstleistungen eingesetzt. Den Herstellern werden dabei folgende Vertriebswege angeboten:

Reseller Modell:

Beim Reseller Modell erwirbt cleverbridge Lizenzen von den Herstellern und veräußert diese über die hauseigene e-Commerce Plattform in eigenem Namen und auf eigene Rechnung.

Business Service Provider Modell:

Beim Business Service Provider Modell stellt das Unternehmen seine technologische Infrastruktur zur Verfügung. Hersteller können die e-Commerce Plattform nutzen, um ihre Produkte im eigenen Namen und auf eigene Rechnung zu vertreiben. cleverbridge AG erhält von den Herstellern in diesem Fall eine umsatzabhängige Vergütung für die Erbringung technischer Dienstleistungen.

Beide Vertriebsmodelle werden Herstellern auf der ganzen Welt als digitale Vertriebskanäle angeboten. Bei den Kunden des Unternehmens handelt es sich um Unternehmen (B2B), öffentliche Einrichtungen (B2G) und Privatpersonen (B2C) auf der ganzen Welt. Seit der Gründung im Jahr 2005 wurden Kunden in über zweihundert Ländern beliefert.

Qualitätssicherung und Investitionsaufwendungen Die cleverbridge e-Commerce Plattform wird von der eigenen

Qualitätssicherung und Investitionsaufwendungen

Die cleverbridge e-Commerce Plattform wird von der eigenen Softwareabteilung gepflegt und ständig verbessert und erweitert. Im Jahr 2015 wurden, wie schon in den Jahren zuvor, eine Reihe von Releases vorgenommen, durch die die e-Commerce Plattform weiter verbessert und erweitert wurde. Des Weiteren wurde an der Überarbeitung der der Plattform zugrundeliegenden internen Architektur gearbeitet. Im Rahmen der Qualitätssicherung finden regelmäßig interne Kontrollen, Systemtests und ähnliche Hand- lungen zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Produktqualität statt.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden darüber hinaus wiederum zwei externe Qualitätskontrollen in Auftrag gegeben und durchgeführt. Im Rahmen eines ISAE 3402 (vormals SAS70) Audits wurden die Prozesse im Zusammenhang mit dem Einkauf und der Abrechnung von Lizenzen einem Audit durch eine der weltweit führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften unterzogen. Darüber hinaus wurde eine externe Sicherheitsüberprüfung nach dem Payment Card Industrie Data Security Standard (PCI DSS) vorge- nommen. Beide Audits durch externe Sachverständige konnten ohne Beanstandungen abgeschlossen werden.

Zur Sicherung und zum Ausbau der e-Commerce Plattform wurden auch im Geschäftsjahr 2015 Investitionen in Hard- und Software getätigt.

Das im Lagebericht des Geschäftsjahres 2014 prognostizierte Ergebnis von ca. € 3,7 Mio für das Geschäftsjahr 2015 konnte mit € -3,2 Mio nicht erreicht werden. Während sich dabei das operative Ergebnis mit € 2,6 Mio positiv darstellte, haben außerordentli- che Einflüsse einen maßgeblichen Einmal-Effekt auf das Gesamtergebnis gehabt. Dies ist im Wesentlichen auf Aufwendungen für Risikovorsorge für erwartete Steuernachzahlungen von Umsatzsteuern für vergangene Jahre für Norwegen, Schweiz und Liech- tenstein sowie im Staat New York/USA (€ 6,9 Mio.) zurückzuführen. (Der Sachverhalt ist im Anhang näher erläutert.)

Darstellung der Vermögens- und Finanzlage

Die Zunahme des Anlagevermögens um T€ 516 (+43 %) resultiert im Wesentlichen aus höheren Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung gegenüber den Vorjahren.

Obwohl in Verhandlungen der Verträge mit Zahlungsdienstleistern deren Auszahlungszyklen verkürzt wurden, ist der Betrag von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.504 (+31 %) gestiegen, während der Umsatz lediglich um T€ 77.816 (+21 %) gewachsen ist. Diese Entwicklung ist größtenteils auf verbesserte Margen von den Clients im sich verschlechterten Wettbewerbsumfeld zurückzuführen.

Entsprechend ist aber aufgrund der positiven Umsatzentwicklung und der verkürzten Auszahlungszyklen der Bestand an liquiden Mitteln im Vergleich zum Vorjahr um T€ 6.277 (+22 %) deutlich erhöht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen auf Grund von Steuerforderungen für vergangene Jahre (2011-2014) um T€ 1.512 auf T€ 2.796 gestiegen.

Die Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 1.403 (32 %) auf T€ 3.039 erklärt sich durch Maßnahmen im Bereich des Fremdwährungsmanagements, insbesondere durch einen verkürzten Zahlungszyklus seitens der verbunden Unternehmen.

Das operativ positive Ergebnis in Höhe von T€ 2.587 wurde vollständig aufgezehrt durch die außerordentlichen Aufwendungen (ungeplante Dotierung der sonstigen Rückstellungen) in Höhe von T€ 6.960. Infolge dessen und durch die im Geschäftsjahr 2015 ausgeschüttete Dividende in Höhe von T€ 3.997 sank die Eigenkapitalquote von 23 % auf 4 %.

Der Anstieg der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 21% erklärt sich durch den Anstieg der ungeplanten sonstigen Rückstellungen sowie einem Anstieg des Kassenbestandes/Guthaben bei Kreditinstituten.

Die sonstigen Rückstellungen sind um T€ 6.773 (+672 %) gestiegen. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen entfällt im Wesentlichen auf die Bildung von Rückstellungen für an die Länder Norwegen, Schweiz, Liechtenstein für vergangene Jahre zu zahlende Umsatzsteuer (T€ 5.550) sowie für an den Staat New York für vergangene Jahre zu zahlende Sales Tax (T€ 1.410).

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 5.907 (+21 %) korrespondiert weitestgehend mit dem gestiegenen Materialaufwand (+24%) und Änderungen von Zahlungsmodalitäten der Lieferanten.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 4.642) sind im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten für das letzte Quartal 2015 ausgewiesen. Die Erhöhung um T€ 2.851 ist im Wesentlichen bedingt durch die Umsatzsteigerung, Änderung der Umsatzsteuer- erhebung in der EU von Mehrwertsteuererhebung im Land des Dienstleistungserbringers auf Mehrwertsteuererhebung im Land des Dienstleistungs-empfängers, sowie Umsatzsteuererhebung auf Umsätze an koreanische und japanische Kunden.

Bedingt durch das Geschäftsmodell kann die cleverbridge AG Investitionen und laufende Auszahlungen weiterhin aus den laufenden Einzahlungen finanzieren. Daher bestehen keine Bank- oder Kapitalmarktverbindlichkeiten.

Entwicklung der Ertragslage

Die Gesamtleistung konnte um T€ 79.892 (+22 %) deutlich gesteigert werden. Der Anstieg des Materialaufwands um T€ 79.505 (+24 %) korrespondiert mit der Steigerung der Umsatzerlöse.

Der Anstieg der Personalaufwendungen um T€ 2.629 (+31 %) ist im Wesentlichen auf den im Geschäftsjahr 2015 durchgeführten Personalaufbau, insbesondere im Vertriebs- und im Entwicklungsbereich durch den verstärkten Einsatz von erfahrenerem Fachpersonal zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich unwesentlich um T€ 224 (+1 %) erhöht.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt für das Jahr 2015 bei T€ 2.587 bzw. 0,6 % der Umsatzerlöse (Vorjahr T€ 4.327 bzw. 1,2 % der Umsatzerlöse).

Nach Berücksichtigung der außerordentlichen Aufwendungen (Steuerrückstellungen) sowie der Ertragssteuern ergibt sich

Nach Berücksichtigung der außerordentlichen Aufwendungen (Steuerrückstellungen) sowie der Ertragssteuern ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -3.214 (Vorjahr Jahresüberschuss T€ 3.228).

Wesentliche Geschäftsvorfälle im Geschäftsjahr 2015

Im Geschäftsjahr 2015 wurde Beteiligungserträge in Höhe von T€ 1.375 (TUSD 1.500) realisiert. Die Erträge resultieren aus einer Ausschüttung der Tochtergesellschaft cleverbridge Inc., Chicago/USA.

Während sich das operative Ergebnis mit € 2,6 Mio positiv darstellte, haben außerordentliche Einflüsse einen maßgeblichen Einmal-Effekt auf das Gesamtergebnis gehabt. Dies ist im Wesentlichen auf Aufwendungen für Risikovorsorge für erwartete Steuer- nachzahlungen von Umsatzsteuern für vergangene Jahre für Norwegen, Schweiz und Liechtenstein sowie im Staat New York/USA (€ 6,9 Mio.) zurückzuführen.

Risiken und Chancen

Vorbemerkung

Die cleverbridge AG ist seit ihrer Gründung im Jahr 2005 auf Märkten tätig, die sich seit dieser Zeit durch stetiges Wachstum ausgezeichnet haben. Den außergewöhnlichen Chancen auf diesen Märkten stehen jedoch - wie in jeder Branche - auch Risiken gegenüber.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Durch Veränderungen auf Beschaffungs- und Absatzmärkten könnten Risiken entstehen. Ein Großteil des Umsatzes der cleverbridge AG wird im Ausland erzielt. Es könnten daher Risiken entstehen, die sich daraus ergeben, dass wirtschaftliche und geopoliti- sche Risiken Auswirkungen auf ausländische Märkte haben und die Ausübung unternehmerischer Tätigkeiten eingrenzen. Substanzielle Veränderungen in dem jeweiligen Umfeld könnten negative Auswirkungen auf unser Geschäft haben. Die breite Diversifi- kation unserer Produktpalette und Umsatzaktivitäten in zahlreichen Staaten sind jedoch ein wirksames Mittel gegen die Auswirkungen dieser Risiken.

Branchen- und unternehmensspezifische Risiken

Beim Vertrieb von digitalen Gütern handelt es sich nach wie vor um eine vergleichsweise junge Branche, die in der Vergangenheit deutliche Wachstumsraten aufweisen konnte. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass sich das Wachstum in der Zukunft abschwächt oder gar zum Erliegen kommt. Außerdem ist nicht auszuschließen, dass angesichts des steigenden Marktvolumens neue Anbieter und Wettbewerber in den Markt eintreten wollen. Diese Entwicklung könnte zu verstärkter Wettbewerbsintensität und Preisdruck führen.

Das Geschäftsmodell eines e-Commerce Unternehmens basiert auf dem Einkauf wettbewerbsfähiger Verkaufsartikel, einer leistungsfähigen IT-Struktur und einer breiten Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten, die Kunden zur Auswahl gestellt werden. Wir stehen deshalb nach wie vor in ständigem und regem Kontakt und Informationsaustausch mit wichtigen Lieferanten und Dienstanbietern, um auf veränderte Wünsche und Vorgaben schnell reagieren zu können, die maximale Sicherheit unserer Technologieplattform zu gewährleisten, und das Leistungsangebot konstant zu erweitern.

e-Commerce Unternehmen weisen generell eine nicht unerhebliche Abhängigkeit von den zur Verfügung gestellten Zahlungsmöglichkeiten auf, die sich von Kunden für den Kauf über das Internet einsetzen lassen. Die cleverbridge AG adressiert Risiken im Zusammenhang mit den in die e-Commerce Plattform eingebundenen Zahlungsmöglichkeiten durch den Dialog mit den jeweiligen Anbietern dieser Zahlungsmöglichkeiten und die kontinuierliche Diversifikation und Schaffung von möglichen Redundanzen in diesem Bereich.

IT Risiken

Das Geschäftsmodell eines e-Commerce Unternehmens basiert im Kern auf der Erbringung technischer Dienstleistungen. Demzufolge nimmt die technische Verfügbarkeit eine herausgehobene Position im Rahmen des Risikomanagements ein. Möglichen Risiken im IT-Bereich begegnen wir mit moderner Hard- und Software, die wir kontinuierlich auf dem aktuellen Stand der Technik halten.

Um unsere Daten vor dem Zugriff Dritter und Datenverlust zu schützen, verfügen wir über umfangreiche Sicherungs- und Backup-Systeme, Vorkehrungen zum Viren- und Zugangsschutz usw. Durch mehrere redundante Rechenzentren, sowie Szenarien für mögliche Betriebsstörungen und Notfallpläne, wird das Ausfallrisiko auf ein unvermeidbares Restrisiko reduziert.

Rechtliche Risiken

Wie auch bei anderen Unternehmen ist nicht auszuschließen, dass behauptet wird, das Unternehmen habe gewerbliche Schutzrechte verletzt, fehlerhafte Produkte geliefert oder andere gesetzliche Pflichten verletzt. Ungeachtet der Erfolgsaussichten derartiger Ansprüche könnten dem Unternehmen im Zusammenhang mit der Abwehr derartiger Ansprüche erhebliche Kosten entstehen. Cleverbridge wehrt sich in solchen Angelegenheiten energisch mit Unterstützung externer Fachleute.

Es ist nicht auszuschließen, dass länderspezifische Gesetze und Regelungen den Investitionsrahmen und die Möglichkeiten, freien Handel zu betreiben, beeinflussen und unterschiedliche Praktiken bei der Auslegung von steuerlichen, juristischen oder administ- rativen Regeln den Umfang unserer Aktivitäten beeinträchtigen. Das Unternehmen versucht mögliche Risiken durch eigene Beobachtungen und intensive Zusammenarbeit mit externen Beratern so weit als möglich zu reduzieren.

Darüber hinaus schützt sich die cleverbridge AG mit Versicherungen bestmöglich gegen Auswirkungen von Haftungsrisiken

Darüber hinaus schützt sich die cleverbridge AG mit Versicherungen bestmöglich gegen Auswirkungen von Haftungsrisiken oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Steuerliche und wettbewerbsrechtliche Regelungen können eben- falls Unternehmensrisiken beinhalten. Die Gesellschaft lässt sich deshalb regelmäßig umfassend von externen Fachleuten beraten.

Personalrisiken

Die Mitarbeiter tragen durch ihr Know-how und ihr Engagement in entscheidendem Maße zum Unternehmenserfolg bei. Es besteht das Risiko, dass wichtige, hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte abgeworben werden oder das Unternehmen aus anderen Gründen verlassen. Diesem Risiko begegnen wir mit verschiedenen Personalbindungsmaßnahmen sowohl in materieller als auch immaterieller Form. Einem latent bestehenden Ausfallrisiko beugen wir durch Stellvertreterregelungen vor.

Fremdwährungsmanagement

Umsätze als auch Wareneinkäufe werden zum Teil in Fremdwährung -insbesondere in US-Dollar abgerechnet. US-Dollar-Guthaben werden zum Ausgleich von US-Dollar-Lieferanten-verbindlichkeiten verwendet. Die Entwicklung wichtiger Leitwährungen wird aufmerksam verfolgt. Es findet ein ständiger Dialog mit Währungsexperten statt, und das Unternehmen behält sich weiterhin den Einsatz von Kurssicherungsgeschäften zur Reduzierung etwaiger verbleibender Restrisiken vor. Im Jahr 2015 hat die cleverbridge AG die weitergehende Analyse der relevanten Abhängigkeiten und Auswirkungen von Fremdwährungs-schwankungen mit hoher Priorität betrieben, um die bestehenden Prozesse in diesem Bereich weiter zu optimieren.

Management des Zinsrisikos

Unsere Zinsrisikopositionen resultieren hauptsächlich aus kurzfristigen Überziehungen von Girokonten. Aufgrund der Geringfügigkeit dieser Positionen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden in der Vergangenheit bislang keine Zinssicherungsin- strumente wie Derivate etc. eingesetzt. Sollte die Bedeutung dieser Positionen aber zunehmen, behält sich die Gesellschaft den Einsatz entsprechender geeigneter Instrumente vor.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der Besonderheiten der e-Commerce-Branche ist das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen äußerst limitiert, erfolgt die Belieferung von Kunden in der Regel doch erst nach Zahlungsversprechen durch eine Kreditkartenor- ganisation, Lastschrifterteilung oder Kundenvorauszahlung.

Durch ein Cash-Managementsystem, das in 2015 abermals verbessert wurde, sind laufender Überblick über den Stand der liquiden Mittel sowie die fristgemäße Begleichung von Lieferantenverbindlichkeiten gewährleistet.

Sonstige Risiken

Das Unternehmen verfügt über keine Produktion im originären Sinne und damit verbunden weder über einen umfangreichen Maschinenpark noch Vorratspositionen. Gleichzeitig ist das Gefährdungsrisiko der vertriebenen Produkte beschränkt.

Die Gesellschaft ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich stark gewachsen. Damit besteht immer das implizite Risiko, dass der Aufbau der für einen solchen Geschäftsbetrieb dieser Größenordnung notwendigen Strukturen und Prozesse nicht einhergeht mit dem Wachstum der Unternehmensaktivitäten. Das Unternehmen versucht, das Risiko durch eine effiziente Aufbau- und Ablauforganisation und die Standardisierung von internen Arbeitsabläufen zu reduzieren. Sofern das notwendige Know-how intern nicht zur Verfügung steht, wird dabei auch auf externe Unterstützung zurückgegriffen.

Risikomanagementsystem

Zur Erfassung von Risiken nutzt das Unternehmen verschiedene Steuerungs- und Kontrollsysteme. Diese beinhalten die Anwendung standardisierter Verfahren, den Einsatz zuverlässiger Software, Auswahl und Training der Mitarbeiter sowie laufende Kontrol- le und Überwachung. Durch die Gesamtheit der Maßnahmen ist der Vorstand in der Lage, eventuelle Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Risikomanagement ist ein wesentlicher Teil unserer Geschäftsentscheidungen. Das Risikofrüherkennungs- und Risikomanagementsystem besteht aus vielen Komponenten, die systematisch in unsere Aufbau- und Ablauforganisation integriert sind; Risikoma- nagement wird als originäre Aufgabe des Vorstands, der Führungskräfte und aller Mitarbeiter verstanden und umgesetzt.

Internes Kontrollsystem

Als junges Unternehmen verfügt die cleverbridge AG über eine relativ flache Hierarchie und Aufbauorganisation. Die Entscheidung über größere Investitionen und Freigabe finanzieller Mittel erfolgt durch die Mitglieder des Vorstands der cleverbridge AG. Soweit mit der Aufbau- und Ablauforganisation eines mittelgroßen Unternehmens vereinbar, kommen interne Kontrollen zum Einsatz. So wird dem Prinzip der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip in Einkauf und im Finanzbereich hohe Bedeutung zugemessen.

Gesamtrisiko

Bei der cleverbridge AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine bestands-gefährdenden Risiken identifiziert.

Prognosebericht

Der Vorstand der cleverbridge AG geht für das Jahr 2016 von einem weiteren Wachstum des

Der Vorstand der cleverbridge AG geht für das Jahr 2016 von einem weiteren Wachstum des Umsatzes und operativen Ergebnisses aus. Wir rechnen insgesamt mit einer guten Geschäftsentwicklung, die im Geschäftsjahr 2016 voraussichtlich wiederum zu einem zweistelligen Umsatzwachstum führen wird, wobei konjunkturelle Veränderungen und singuläre Effekte in einzelnen Ländern und Regionen, sowie die unterschiedliche Marktentwicklung und Nachfrage der vertriebenen Produkte und Dienstleistungen (innerhalb der bedienten Sparten B2B und B2C), einen gegenläufigen Einfluss auf den Umsatz und das operative Ergebnis haben können. Die Entwicklung vom Jahresanfang 2016 bis einschließlich April lag in etwa in dem erwarteten Rahmen.

Bei einem zum Umsatzwachstum entsprechenden Kostenanstieg, insbesondere im Personalbereich, wird das EBIT-Wachstum demnach ebenfalls im zweistelligen Bereich liegen. Das Jahresergebnis 2016 prognostizieren wir mit über € 3 Mio. Dabei gehen wir davon aus, dass darin enthalten auch erneut Beteiligungserträge in Höhe von rd. € 0,75 Mio. geplant sind.

Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr im Umsatzbereich erwarten wir im Wesentlichen aufgrund der neu eingeführten Lösungen und Produkterweiterungen im Bereich Subscription zu erzielen.

Köln, 23. Mai 2016

Christian Blume, Vorstand Dieter Dehlke, Vorstand Martin Trzaskalik, Vorstand Craig Vodnik, Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

 

31.12.2015.

31.12.2014.

A.

Anlagevermögen

I.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

381.183,01

248.374,00

 

II. Sachanlagen

1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

1.118.350,24

838.170,91

2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

103.500,00

0,00

III.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

120.598,20

120.598,20

 

1.723.631,45

1.207.143,11

B.

Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

 

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

6.313.016,15

4.809.413,74

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

3.039.294,17

4.442.199,04

  31.12.2015 . 31.12.2014 . € € 3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.795.806,84
 

31.12.2015.

31.12.2014.

3.

Sonstige Vermögensgegenstände

2.795.806,84

1.284.055,73

 

12.148.117,16

10.535.668,51

II.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

34.401.311,30

28.123.963,28

 

46.549.428,46

38.659.631,79

C.

Rechnungsabgrenzungsposten

191.245,42

254.759,44

 

48.464.305,33

40.121.534,34

 

Passiva

 

31.12.2015.

31.12.2014.

A.

Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital

1.107.168,00

1.107.168,00

 

(Bedingtes Kapital)

(48.659,00)

(48.659,00)

II.

Kapitalrücklage

384.548,17

384.548,17

III. Gewinnrücklagen

 

Gesetzliche Rücklage

110.716,80

110.716,80

IV.

Bilanzgewinn

265.021,12

7.475.769,68

 

1.867.454,09

9.078.202,65

B.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

7.780.559,38

1.008.000,00

C. Verbindlichkeiten

 

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

34.102.460,05

28.195.161,34

2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

71.846,57

49.624,45

3. Sonstige Verbindlichkeiten

4.641.985,24

1.790.545,90

(davon aus Steuern € 4.641.985,24; Vorjahr € 1.701.128,99)

 

(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 111.943,53; Vorjahr € 83.846,85)

 
 

38.816.291,86

30.035.331,69

 

48.464.305,33

40.121.534,34

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015   2015

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

 

2015.

2014.

 

1. Umsatzerlöse

446.481.741,04

368.665.467,56

2. Sonstige betriebliche Erträge

4.761.982,88

2.686.172,44

 

3. Gesamtleistung

451.243.723,92

371.351.640,00

 

4. Materialaufwand

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren

-405.212.185,32

-325.707.557,78

5.

Rohertrag

46.031.538,60

45.644.082,22

6.

Personalaufwand

a)

Löhne und Gehälter

-9.483.288,61

-7.161.758,75

b)

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

-1.533.535,40

-1.225.786,90

 

-11.016.824,01

-8.387.545,65

7.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

-416.047,58

-494.495,44

8.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-33.482.486,39

-33.258.301,95

9.

Erträge aus Beteiligungen

1.375.389,69

822.720,24

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

95.174,64

552,00

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

0,00

-7,14

12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

2.586.744,95

4.327.004,28

13. Außerordentliche Aufwendungen = außerordentliches Ergebnis

-6.959.559,38

0,00

14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

1.158.942,35

-1.098.618,74

15. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss

-3.213.872,08

3.228.385,54

 

16. Gewinnvortrag

7.475.769,68

4.247.384,14

17. Vorgenommene Ausschüttungen

-3.996.876,48

0,00

 

18. Bilanzgewinn

265.021,12

7.475.769,68

Anhang ZUM 31. DEZEMBER 2015

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 der cleverbridge AG, Köln, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Bilanz

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert ist.

Das Wirtschaftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bewegliche Anlagegüter werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Die dabei zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern basieren auf einer betriebsindividuellen Einschätzung, die sowohl technische als auch wirtschaftliche Entwertungsfakto- ren berücksichtigt.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter werden bis zu einem Wert von 150 € bereits im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände mit einem Wert zwischen 150 € und 1.000 € werden Sammelposten gebildet. Diese werden linear über fünf Jahre abgeschrieben. Das steuerliche Sammelpostenverfahren wird aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewendet.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden darüber hinaus vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Verkauf oder sonstigem Abgang mit ihren jeweiligen Buchwerten (Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen) ausgebucht. In Höhe des Unterschieds zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert wird ein Gewinn oder Verlust aus Anlageabgängen berücksichtigt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern erforderlich, werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Soweit die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung entfallen sind, erfolgt eine Zuschreibung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um künftige Zahlungsverpflichtun- gen abzudecken.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Transaktionstags des Geschäftsvorfalls erfasst.

Auf fremde Währung lautende Bilanzpositionen werden mit den zum Jahresultimo festgestellten Referenzkursen der Europäischen Zentralbank (Devisenkassamittel-kurse) umgerechnet und unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) und unter Beachtung des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) bewertet.

Kurzfristige Positionen mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Erträge aus der Währungsumrechnung werden unter dem Posten „Sonstige betriebliche Erträge“ und Aufwendungen aus Währungsumrechnung unter dem Posten „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ erfasst.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz berechnet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

II. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr allesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (cleverbridge Inc., Chicago/USA) wurden wie im Vorjahr aufgrund gegebener Voraussetzungen (identische Schuldner und Gläubiger, Gleichartigkeit der Leistungen und identische Laufzeiten) saldiert ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus dem Liefer- und Finanzverkehr.

Eigen kapital

Das Grundkapital der cleverbridge AG beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 1.107.168 € eingeteilt in 1.107.168 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien und war voll eingezahlt.

Von den Bezugsrechten wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht. Sonstiges bedingtes Kapital besteht nicht.

Das Grundkapital ist um bis zu 11.096 € (Bedingtes Kapital I/2008), 23.560 € (Bedingtes Kapital II/2008) und 14.003 € (Bedingtes Kapital III/2010) bedingt erhöht. Bezugsberechtigt sind Arbeitnehmer und ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft und Mitarbeiter verbundener Unternehmen. Von den Bezugsrechten wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht. Sonstiges bedingtes Kapital besteht nicht.

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt (in €):

Bilanzgewinn/-verlust 2014

7.475.769,68

Dividendenzahlung

-3.996.876,48

Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2015

-3.213.872,08

Bilanzgewinn/-verlust 2015

265.021,12

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Steuer-, Prozessrisiken, Urlaubsansprüche, Jahresabschlusskosten und

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Steuer-, Prozessrisiken, Urlaubsansprüche, Jahresabschlusskosten und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten erfasst.

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden dann realisiert, wenn die Preisgefahr auf den Käufer übergegangen ist. Dies ist in der Regel bei Auslieferung der Ware der Fall.

Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt ohne Umsatzsteuer.

 

2015.

2014.

Umsatzerlöse

T€

T€

Drittland

304.743

240.272

EU

100.745

86.361

Deutschland

40.994

42.032

 

446.482

368.665

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 4.663 T€ (Vorjahr: 2.678 T€).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position beinhaltet insbesondere Vermittlungsprovisionen, Währungs-kursverluste, Kreditkarten- und Bankgebühren, den Aufwendungsersatz für das Tochterunternehmen cleverbridge Inc., Chicago/USA, Rechts- und Beratungskosten, Werbeausgaben, Reisekosten sowie Miete.

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 3.964 T€ (Vorjahr: 2.589 T€).

Außerordentliche Aufwendungen

Rückstellung für Umsatzsteuer Norwegen/Schweiz/Lichtenstein

Zu Beginn des Jahres 2016 wurden im Rahmen der Anpassung an geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen in den Ländern Schweiz/Liechtenstein und Norwegen entsprechende Gespräche zur umsatzsteuerlichen Registrierung der Gesellschaft in diesen Ländern sowohl mit steuerlichen Beratern und Fiskalbehörden geführt.

Als Folge dessen und vollständig konform mit den jeweiligen Steuergesetzen erhebt die Gesellschaft dort seit dem 01.05.2016 die entsprechenden Umsatzsteuern und führt diese ab. Zur Regelung der möglichen und wahrscheinlichen Steuerverpflichtungen der Vergangenheit führt die Gesellschaft konstruktive Gespräche mit den Fiskalbehörden und hat entsprechende Rückstellungen im Abschluss zum 31.12.2015 bereits berücksichtigt.

Rückstellung für Sales Tax New York

Im Rahmen der weiteren Überprüfung der internationalen tax compliance im Zusammenhang mit den geänderten steuerlichen Rahmenbedingungen, ist bezüglich der Eingebundenheit in den Geschäftsablauf von sogenannten Affiliates (Werbepartner) im Staat New York der USA ein Risiko aufgetreten. Rückstellungen waren bislang nicht gebildet worden angesichts einer im April 2015 erfolgten dortigen offiziellen Registrierung im Bereich von Sales and Use Tax Zwecken.

Für die Zeit seit Einführung des entsprechenden Steuergesetzes bis zum Zeitpunkt der Registrierung bestand bisher

Für die Zeit seit Einführung des entsprechenden Steuergesetzes bis zum Zeitpunkt der Registrierung bestand bisher keine verbindliche Abstimmung mit der lokalen Fiskalbehörde hinsichtlich eventueller Steuerverbindlichkeiten. Entsprechend führt die Gesell- schaft jetzt konstruktive Gespräche mit den Fiskalbehörden und hat nunmehr auch entsprechende Rückstellungen im Abschluss zum 31.12.2015 berücksichtigt.

IV. Sonstige Angaben

Ermessenspielräume

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses muss die Gesellschaft Einschätzungen vornehmen und Annahmen treffen, welche die Ansätze der Vermögensgegenstände und Schulden, die Angaben von Risiken und Unsicherheiten bezüglich der angesetzten Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge für den Berichtszeitraum beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Einschätzungen abweichen.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Angabe pflichtigen Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus abgeschlossenen Mietverträgen und technischen Dienstleistungsverträgen, die sich bis zum Jahr 2020 auf insgesamt 3.246 T€ (davon keine an verbundene Unternehmen) belaufen.

Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer

Das für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 als Aufwand erfasste Gesamthonorar in Höhe von 29 T€ umfasst ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Beteiligungen

Die Gesellschaft ist seit dem 15. Dezember 2007 an der cleverbridge, Inc. mit Sitz in Chicago/USA, beteiligt. Die Beteiligung beträgt 10.000 USD. Das entspricht einer Beteiligungsquote von 100 %. Die aktivierten Anschaffungskosten der Beteiligung betragen 6.808 €.

Die cleverbridge, Inc. weist zum 31. Dezember 2015 ein Eigenkapital von 70 TUSD nach Einbuchung einer Ausschüttungsverpflichtung gegenüber der cleverbridge AG in Höhe von 1.500 TUSD aus. Das Jahresergebnis betrug 1.348 TUSD im Geschäftsjahr 2015. Die cleverbridge, Inc. ist gem. § 296 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung.

Die Gesellschaft ist seit dem 5. April 2013 an der cleverbridge KK mit Sitz in Tokio/Japan, beteiligt. Die Beteiligungshöhe beträgt 100 %. Die aktivierten Anschaffungskosten der Beteiligung betragen 113.790 €.

Die cleverbridge KK weist zum 31. Dezember 2015 ein Eigenkapital von 23.693 TJPY und ein Jahresergebnis von 3.061 TJPY auf (beide Angaben auf Grundlage des vorläufigen Jahresabschlusses). Die cleverbridge KK ist gem. § 296 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung.

Incentive Units an Dr. Oliver Breme

Am 27. August 2015 beschloss der Aufsichtsrat der „Cleverbridge AG“ die Umsetzung eines „2015 Incentive Unit Plan“. Zusagen daraus sollen einen Anreiz und eine zusätzliche Vergütung für ausgewählte Mitarbeiter schaffen. Die Vergütung wird im Falle eines Börsengangs oder einer Übernahme der cleverbridge AG, bei der mind. 50% der Aktien veräußert werden, gewährt.

Die Vergütung erfolgt über sog. „Incentive Units“. Über die Ausgabe dieser Incentive Units entscheidet der Aufsichtsrat oder ein ihn vertretendes Komitee im Rahmen der Zusagerahmenbedingungen nach eigenem Ermessen bezüglich Zeitpunkt und Höhe.

Bislang hat erst ein ehemaliges Mitglied des Vorstandes eine Zusage über 14.003 Incentive Units erhalten.

Aufgrund dieses geringen Ausgabevolumens, was nur 1,21% Anteil am Eigenkapital entspricht und äußerst geringen Eintrittswahrscheinlichkeit des Exit-Ereignisses bzw. der aktuellen Unwesentlichkeit dieser latenten Verpflichtung, ist diesbezüglich im Abschluss zum 31.12.2015 keine entsprechende Rückstellung enthalten.

Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der Gesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt zusammen:

–Christian Blume, Köln, CEO, Volkswirt,

–Dr. Oliver Kurt Breme, Chicago/USA, CFO, Rechtsanwalt (bis zum 23. Februar 2016) –Martin Trzaskalik, Köln,

–Dr. Oliver Kurt Breme, Chicago/USA, CFO, Rechtsanwalt

(bis zum 23. Februar 2016)

–Martin Trzaskalik, Köln, CTO, Informatiker,

–Craig Vodnik, Chicago/USA, COO, Ingenieur.

Mit Wirkung zum 23. Februar 2016 wurde zum Vorstand bestellt:

–Dieter Dehlke, Mülheim an der Ruhr, CFO, Volkswirt.

Die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands (§ 285 Nr. 9a HGB) ist unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterblieben, da nur zwei Vorstandsmitglieder Bezüge von der Gesellschaft beziehen.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt zusammen:

–Dr. Michael Inhester, Landshut, Rechtsanwalt, (Vorsitzender),

–Marc Samwer, Ammerland, Kaufmann,

–Jason Camissa, Pittsburgh/USA, Kaufmann.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Zahlungen an den Aufsichtsrat geleistet.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2015 wurden im Durchschnitt 174 Angestellte, 19 Aushilfen und 2 Auszubildende (Vorjahr: 145 Angestellte,

17 Aushilfen und 1 Auszubildende) als Mitarbeiter(innen) beschäftigt.

Köln, den 23. Mai 2016

Christian Blume, Vorstand Dieter Dehlke, Vorstand Martin Trzaskalik, Vorstand Craig Vodnik, Vorstand

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2015

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

Abschreibungen

Restbuchwerte

01.01.201

31.12.201

01.01.201

31.12.201

31.12.201

31.12.201

5.

Zugänge.

Abgänge.

5.

5.

Zugänge.

Abgänge.

5.

5.

4.

I. Imma-

terielle

Vermö-

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten   Abschreibungen   Restbuchwerte   01.01.201
 

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

 

Abschreibungen

 

Restbuchwerte

 

01.01.201

31.12.201

01.01.201

31.12.201

31.12.201

31.12.201

5.

Zugänge.

Abgänge.

5.

5.

Zugänge.

Abgänge.

5.

5.

4.

gensge-

 

genstände

Entgelt-

534.914,0

247.163,7

85.960,94

696.116,8

286.540,0

113.535,7

85.141,94

314.933,8

381.183,0

248.374,0

lich er-

3

9

8

3

8

7

1

0

worbene

 

gewerbli-

 

che

Schutz-

 

rechte

und ähnli-

che Rech-

te und

Werte so-

wie Li-

zenzen an

solchen

Rechten

und Wer-

ten

II. Sach-

 

anlagen

1.

Andere

2.995.075

597.180,1

197.036,2

3.395.219

2.156.904

302.511,8

182.547,2

2.276.868

1.118.350

838.170,9

Anlagen,

,31

3

5

,19

,40

0

5

,95

,24

1

Betriebs-

 

und Ge-

schäft-

sausstat-

tung

2.

geleis-

0,00

103.500,0

0,00

103.500,0

0,00

0,00

0,00

0,00

103.500,0

0,00

tete An-

0

0

0

zahlun-

 

gen und

Anlagen

im Bau

Finanzan-

 

lagen

III. Antei- le an ver- bundenen

120.598,2

28.638,00

28.638,00

120.598,2

0,00

0,00

0,00

0,00

120.598,2

120.598,2

0

0

0

0

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten   Abschreibungen   Restbuchwerte   01.01.201
 

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

 

Abschreibungen

 

Restbuchwerte

 

01.01.201

31.12.201

01.01.201

31.12.201

31.12.201

31.12.201

5.

Zugänge.

Abgänge.

5.

5.

Zugänge.

Abgänge.

5.

5.

4.

Unterneh-

men

 

3.650.587

976.481,9

311.635,1

4.315.434

2.443.444

416.047,5

267.689,1

2.591.802

1.723.631

1.207.143

,54

2

9

,27

,43

8

9

,82

,45

,11

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der cleverbridge AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lagebe- richts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, den 23. Mai 2016

PricewaterhouseCoopers.

Aktiengesellschaft.

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jens Pollmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Theres Schäfer, Wirtschaftsprüferin

Auszug aus dem Protokoll zur Hauptversammlung vom 23.06.2016

der cleverbridge AG mit dem Sitz in Köln Amtsgericht Köln, HRB 58900

TOP 2 : Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns der cleverbridge AG (Ergebnisverwendungsvorschlag) Der

TOP 2 : Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns der cleverbridge AG (Ergebnisverwendungsvorschlag)

Der Vorsitzende erläuterte nochmals, dass das abgeschlossene Geschäftsjahr 2015 nach Maßgabe des mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

mit einem Bilanzgewinn in Höhe von Euro 265.021,12 schließt, der sich wie folgt zusammensetzt:

Jahresfehlbetrag

-3.213.872,08

+ Gewinnvortrag

7.475.769,68

- Vorgenommene Ausschüttungen

3.996.876,48

Bilanzgewinn

265.021,12

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von

Euro 265.021,12

auf neue Rechnung vorzutragen.

Das Wort wurde nicht gewünscht.

Es wurde über TOP 2 abgestimmt.

Der Vorsitzende teilte mit, dass der Vorschlag der Verwaltung

mit

1.107.168

Ja-Stimmen (entspre- chend 100 %)

mit

0

Nein-Stimmen (entspre- chend 0 %)

mit

0

Enthaltungen (entspre- chend 0 %)

einstimmig angenommen ist.

Der Vorsitzende stellte den gefassten Beschluss fest und verkündete ihn.

Der Vorsitzende stellte weiter fest, dass sich gegen die Beschlüsse kein Widerspruch seitens der Aktionäre und Aktionärsvertreter erhob.

Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2015

der cleverbridge AG mit dem Sitz in Köln bis 31. Dezember 2015

Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 Abs. 2, 3, § 172 S. 2 AktG in Verbindung mit § 16 der Satzung der cleverbridge AG den Jahresabschluss, den Lagebericht (soweit dieser aufzustellen ist) und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns zu prüfen.

DIES VORAUSGESCHICKT, erstattet der Aufsichtsrat zur Vorlage an die Hauptversammlung über das Ergebnis der Prüfung

DIES VORAUSGESCHICKT, erstattet der Aufsichtsrat zur Vorlage an die Hauptversammlung über das Ergebnis der Prüfung hiermit nachfolgenden Bericht:

1. Cleverbridge bietet quasi weltweit den Vertrieb von Software und anderen digitalen Gütern über das Internet an und ist insoweit auch von der Entwicklung der globalen Märkte abhängig. Wie in den Vorjahren auch hat sich der e-commerce Markt überdurch-

schnittlich gut entwickelt. Die Gesellschaft konzentriert sich insoweit derzeit auf zwei Vertriebswege:

(i) Beim sog. Reseller Modell erwirbt die Gesellschaft Softwarelizenzen von den Softwareherstellern und veräußert diese über die hauseigene eCommerce-Platform in eigenem Namen und auf eigene Rechnung.

(ii) Beim sog. Service Provider Modell stellt das Unternehmen seine technologische Infrastruktur zur Verfügung. Softwarehersteller können die eCommerce Plattform nutzen, um ihre Produkte im eigenen Namen und auf eigene Rechnung zu vertreiben. Die Gesellschaft erhält in diesem Fall eine umsatzabhängige Vergütung für die Erbringung von Dienstleistungen.

Beide Vertriebsmodelle werden Herstellern auf der ganzen Welt als digitale Vertriebskanäle angeboten. Bei den Kunden des Unternehmens handelt es sich um Unternehmen (B2B), öffentliche Einrichtungen (B2G) und Privatpersonen (B2C) auf der ganzen Welt. Seit der Gründung im Jahr 2005 wurden Kunden in über zweihundert Ländern beliefert.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss bezieht sich auf das Geschäftsjahr bis zum 31. Dezember 2015.

2.

Während der Berichtszeit hat uns der Vorstand über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorgänge regelmäßig unterrichtet. Die Entwicklung des Unternehmens wurde hierbei gemeinsam mit dem Vorstand laufend erörtert.

2.

Folgende wesentliche Geschäftsvorfälle sind für das Geschäftsjahr 2015 herauszustellen:

Im Rahmen einer Überprüfung des Finanzwesens hat sich herausgestellt, dass im Geschäftsjahr mit erheblichen Steuernachzahlungen von Umsatzsteuern für vergangene Jahre für Norwegen, Schweiz und Liechtenstein sowie Staat New York/USA zu rechnen ist. Im Hinblick auf diesen Sachverhalt wurden im Geschäftsjahr 2015 Rückstellungen in Höhe von ca. 6,9 Mio Euro gebucht, die zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von – 3,2 Mio. geführt haben.

3. Im Zusammenhang mit dem unter Ziff. 2 dargestellten Sachverhalt hat der Aufsichtsrat im Frührjahr 2016 den Beschluss gefasst, die Kanzlei Oppenhoff/Köln mit einer Untersuchung der Vorfälle zu beauftragen. Aufgrund eine vorläufigen Zwischenberichts

ist es nicht ausgeschlossen, dass Pflichtverletzungen seitens des ehemaligen Finanzvorstandes Dr. Breme vorliegen, die weiter geprüft werden.

4. Aufgrund Hauptversammlungsbeschluss vom 21. August 2015 wurde auf Vorschlag des Aufsichtsrates die

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln

zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 bestellt und hat den Auftrag erhalten, den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Januar 2015 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für dieses Geschäftsjahr zu prüfen.

4. Im Geschäftsjahr 2015 konnte die Gesellschaft Investitionen und laufende Auszahlungen aus den laufenden Erträgen finanzieren und auch den Jahresfehlbetrag ausgleichen.

Die Gesamtleistung konnte um T€ 79.892 (+22,0 %) gesteigert werden. Der Anstieg des Materialaufwands um T€ 79.505 (+22,0 %) korrespondiert mit der Steigerung der Umsatzerlöse. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 224 (+1,0 %) ist unwesentlich. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt für das Jahr 2015 bei T€ 2.587 bzw. 0,6 % der Umsatzerlöse.

Die Gesellschaft konnte per Saldo im Geschäftsjahr 2015 (nach Berücksichtigung der außerordentlichen Aufwendungen aufgrund Steuerrückstellungen und der in 2015 vorgenommenen Dividendenausschüttung) einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR

265.021,12

erwirtschaften.

5. Der durch den Abschlussprüfer geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 wird diesem Bericht in der Anlage beigefügt.

Die cleverbridge AG ist als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB gemäß § 264 HGB verpflichtet, einen Jahresabschluss sowie einen Lagebericht aufzustellen, nach §§ 316 ff. HGB prüfen zu lassen. Jahresabschluss und Lagebericht sind nach § 325 HGB beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen.

Die Gesellschaft ist gemäß § 290 HGB grundsätzlich verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht zu erstellen und diesen nach §§ 316 ff. HGB prüfen zu lassen. Da die Tochtergesellschaften in den USA und Japan für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jedoch von untergeordneter Bedeutung ist, wurde das Wahlrecht des § 296 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen und kein Konzernabschluss aufgestellt.

Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang (unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gesellschaft) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer umfasste insbesondere die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Die Prüfung durch den Abschlussprüfer hat zu keinen Einwendungen geführt, so dass der Jahresabschluss 2015

Die Prüfung durch den Abschlussprüfer hat zu keinen Einwendungen geführt, so dass der Jahresabschluss 2015 am 23. Mai 2016 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehen wurde. Vor diesem Hintergrund hatte der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Aufstellung des Jahresabschlusses 2015 zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt daher den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015. Dieser ist damit festgestellt.

6. Gemäß § 16 Abs. 2 der Satzung der cleverbridge AG hat der Aufsichtsrat auch den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns zu prüfen.

Der Vorstand hat vorgeschlagen, den ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 265.021,12 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat stimmt dieser Verwendung des Bilanzgewinns zu.

Der Bericht des Aufsichtsrates wurde im schriftlichen Umlaufverfahren aufgenommen und einstimmig beschlossen.

Hierüber Niederschrift.

München, den 30. Juni 2016

Dr. Michael Inhester, Vorsitzender des Aufsichtsrates