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Grundlagen des Stahlbaus Formelsammlung

Jan Höffgen 2. Mai 2014

Diese Zusammenfassung wurde auf der Basis der Bachelor-Vorlesung Grundlagen des Stahlbaus und der zugehörigen Übung im WS 2012/13 erstellt.

Verweise in Schneider Bautabellen für Ingenieure beziehen sich auf die 19. Auflage.

Kein Anspruch auf Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit. Wer einen Fehler findet, melde ihn mir bitte.

INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeines

3

1.1 Stahlsorten

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3

1.2 Beanspruchungen

 

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3

1.3 Beanspruchbarkeit

 

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3

2 Einstufung von Querschnitten

 

3

2.1 Klassifizierung

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3

2.2 Grenzmomente

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3

2.2.1 Elastisches Widerstandsmoment

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3

2.2.2 Plastisches Widerstandsmoment

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4

3 Tragsicherheitsnachweise

 

4

3.1 Zugstäbe

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4

3.2 Biegebeanspruchte Bauteile ohne Stabilitätsgefährdung

 

4

3.2.1 Spannungsnachweise für Querschnitte der QK 3

4

3.2.2 Querschnittsnachweis für QK 1,2,3

 

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5

4 Schraubenverbindungen

 

5

4.1 Kategorien und Festigkeitsklassen

 

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5

4.2 Grenzwerte von Rand- und Lochabständen

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6

4.3 Beanspruchungsnachweise

 

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6

4.3.1 Schraubenkräfte beim Anschluss von Biegemomenten und Kräften

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6

4.3.2 Beanspruchung rechtwinklig zur Schraubenachse

 

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7

4.3.3 Beanspruchung in Richtung der Schraubenachse (Zug)

 

8

4.3.4 Nachweise bei (biegesteifer) Verbindung zweier I-Träger

 

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8

5 Verbindungen mit Schweißnähten

 

8

5.1 Kehlnähte

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8

5.1.1 Tragfähigkeit von Kehlnähten - vereinfachtes Verfahren

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9

5.1.2 Schnittgrößenverteilung: Anschluss I-Profi

 

9

5.2 Halskehlnähte von T- und I-Profilen

 

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9

6 Stabilitätsgefährdete stabförmige Bauteile

 

9

6.1 (Biege-) Knicken von Stäben unter zentrischer Druckbeanspruchung

 

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9

6.2 Biegedrillknicken bei reiner Momentenbelastung um y

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10

6.2.1 Vereinfachtes Nachweisverfahren im Hochbau

 

10

6.2.2 Biegedrillknicknachweis nach dem Ersatzstabverfahren

 

11

6.3 Auf Biegung und Druck beanspruchte Bauteile

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12

6.3.1 Ersatzstabverfahren

 

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12

6.3.2 Nachweis mit Schnittgrößen nach Theorie II. Ordnung

 

14

7 Bestimmung des Schubmittelpunktes M mit der Querkraftmethode

 

16

8 Biegesteife Rahmenecken (Stirnplattenverbindungen)

 

17

2

EINSTUFUNG VON QUERSCHNITTEN

1 Allgemeines

1.1 Stahlsorten

Charakteristische Festigkeitswerte für Baustähle mit t 40mm (S8.4)

 

f y [

N

mm 2 ]

f u [

N

mm 2 ]

E [

N

mm 2 ]

τ Rd =

f

y

3·γ M0

S235

235

360

210

000

135.68

 

S355

355

490

210

000

204.96

 

S450

440

550

210

000

254.03

 

S460

460

540

210

000

265.58

 

1.2 Beanspruchungen

Lastkombination: E d = j γ G,j G k,j γ P P k γ Q,1 Q k,1 i>1

γ G = 1.35, γ Q = 1.5 (ungünstige Auswirkungen) (S3.5)

γ Q,i ψ 0,i Q k,i (S3.4)

ψ 0,W ind = 0.6, ψ 0,Schnee,<1000m = 0.5, ψ 0,Nutzlast = 0.7 (S3.5)

Grenzzustand der Gebraustauglichkeit: γ i = 1.0

Außergewöhnliche Kombination: E d,A = j G kj P k A d ψ 1,1 Q k,1 i>1 ψ 2,i Q k,i

1.3 Beanspruchbarkeit

Beanspruchbarkeiten aus den Widerstandsgrößen: f y,d = f y,k

γ

Mi ,

f u,d = f u,k

γ

Mi

(S8.7)

Bemessungssituation

γ

M0

γ

M1

γ

M2

Ständige & vorübergehende Bemessungssituation

1.00

1.10

1.25

Außergewöhnliche Bemessungssituation

1.00

1.00

1.15

γ M0 : Beanspruchbarkeit von Querschnitten

γ M1 : Beanspruchbarkeit bei Stabilitätsversagen

γ M2 : Beanspruchbarkeit von Querschnitten bei Bruchversagen infolge Zugbeanspruchung

2 Einstufung von Querschnitten

2.1 Klassifizierung

Genormte Träger der Stahlsorten S235, S275, S355, S460: Ablesen der Querschnittsklasse aus Schneider S. 8.73 ff

Sonst: Berechnung über Abmessungen (S8.165 ff): Schneider S. 8.9

2.2 Grenzmomente

2.2.1 Elastisches Widerstandsmoment

1. Bestimmung des Schwerpunkts: z s = A i ·z si (einheitliche Stahlsorte)

A i

2. Bestimmung von I y

3. Bestimmung von W el = I y

z

max

4. Elastisches Grenzmoment: M y,el,Rd = f yd · W el,y

3 TRAGSICHERHEITSNACHWEISE

2.2.2 Plastisches Widerstandsmoment

Plastische Nullinie = Flächenhalbierende (eine Stahlsorte)

Bestimmung der plastischen Nulllinie (verschiedene Stahlsorten)

1. Annahme NL im Steg Koordinate x˜ ab Flanschunterkante

2. idealisierten Spannungsverlauf (Rechtecke für Druck, Zug mit Höhe h i = f yd,i ) zeichnen

3. Kräftegleichgewicht: F Zug = F Druck mit F i = A i (x) · f yd,i

Berechnung der Momente der Querschnittabschnitte in Tabelle:

i

f

yd,i

A

i

F i = A i · f yd,i

z i (Hebelarm)

M i = F i · z i

Plastisches Widerstandsmoment: M pl,y,Rd = M i

3 Tragsicherheitsnachweise

3.1 Zugstäbe

N t,Rd = min{N pl,Rd , N u,Rd }

Nachweis im Bruttoquerschnitt: N pl,Rd = A·f y

γ

M0

Nachweis im Nettoquerschnitt: N u,Rd = 0.9·A net ·f u

γ

M2

Nachweis im Nettoquerschnitt kann entfallen, wenn

A

A

net

< 0.72 f u,k

f

y,k

Winkelprofile mit einschenkligem Anschluss (S8.15)

N pl,Rd muss nicht berechnet werden

1

2 Schrauben: N u,Rd = β 2 ·A net ·f u

Schraube: N u,Rd = 2.0·(e 2 0.5d 0 )·t·f u

γ

M2

γ

M2

Schrauben: N u,Rd = β 3 ·A net ·f u

3+

γ

M2

d 0 : Lochdurchmesser, e: Abstand Lochmittelpunkt - Rand, p: Abstand Lochmittelpunkt - Lochmittelpunkt; 1: Stabachse, 2: Stabachse

 

p 1 2.5 · d 0

2.5 · d 0 < p 1 < 5.0 · d 0

p 1 5.0 · d 0

β 2

0.4

0.3

0.4 + 2.5·d 0 · (p 1 2.5 · d 0 )

0.7

β 3

0.5

0.5 +

0.2

2.5·d 0 · (p 1 2.5 · d 0 )

0.7

ungleichschenklige Winkel: Berechnung mit Nettofläche eines entsprechenden Winkelpro- fils mit einer Schenkellänge gleich der kleineren Schenkellänge

3.2 Biegebeanspruchte Bauteile ohne Stabilitätsgefährdung

3.2.1

keine äußeren Druck-Normalkräfte vorhanden

Knicken und Biegedrillknicken sind ausgeschlossen

Spannungsnachweise für Querschnitte der QK 3

bei konservativer Berechnung auch für QK 1 und 2 anwendbar

Nachweis der maximalen Normalspannung: N + M y · z M z · y

A

I

y

I

z

f y

γ

M0

Nachweis der maximalen Schubspannung (bei einachsiger Biegung um y: τ Ed τ Rd )

Beanspruchung: τ Ed (z) = V z,Ed ·S y (z) max τ Ed = V z,Ed ·S y

I y ·t w

I y ·t w

für I- und H-Profile: max τ Ed = V z,Ed =

A

w

V z,Ed

h w ·t

w (falls

A A w 0.6), A w : Fläche des Steges

f

für Rechteckquerschnitte: max τ Ed = 1.5 · V z,Ed mit A = b · t

A

4 SCHRAUBENVERBINDUNGEN

3.2.2

Beanspruchbarkeit: τ Rd =

f y

3·γ M0

Nachweis über das Fließkriterium (wenn in einem Querschnitt Normal- und Schubkräfte vorliegen)

M0 2 +

σ

x,Ed

f

y/γ

M0 2

σ

z,Ed

f

y/γ

M0 ·

σ

x,Ed

f

y/γ

M0 + 3 ·

σ

z,Ed

f

y/γ

M0 2 1.0

τ

Ed

f

y/γ

Sonderfall: σ z,Ed = 0 Vergleichsspannung σ v,Ed = σ

2

2

x,Ed + 3 · τ

Ed

?

σ Rd

Vergleichsspannungsnachweis an der maßgebenden Stelle längs des Trägers und dort an der maß- gebenden Stelle des Trägers

Wenn nicht ermittelbar, wo die maximalen Spannungen auftreten, (konservativ) vereinfacht mit beiden Maxima rechnen

Querschnittsnachweis für QK 1,2,3

Allgemeiner Nachweis für QK 1,2,3: N Ed

N

Rd

+ M y,Ed

y,Rd

M

+ M z,Ed

z,Rd

M

1.0 (S8.14)

QK3: Elastische Randmomente, QK 1,2: plastische Randmomente (S8.73f)

Bedingungen: V Ed < 0.5 · V pl,Rd und Schubbeulen nicht maßgebend h w < 72

t

w

η

ε

ε = 235

η = 1.2 für Anwendungen des Hochbaus für Stahlgüten bis S460, η = 1.0 für Anwendungen des Brückenbaus und Stahlgüten höher als S460

f

y

4 Schraubenverbindungen

4.1 Kategorien und Festigkeitsklassen

Kategorienbeschreibung und -nachweise: S8.52

• Kategorienbeschreibung und -nachweise: S8.52   Festigkeitsklasse 4.6 5.6 8.8 10.9 a.b
 

Festigkeitsklasse

4.6

5.6

8.8

10.9

a.b

Streckgrenze f yb

240

300

640

900

a · b · 10

[

 

Zugfestigkeit f ub

400

500

800

1000

a · 100

N

mm 2 ]

4 SCHRAUBENVERBINDUNGEN

4.2 Grenzwerte von Rand- und Lochabständen

1. Bestimmung des Lochdurchmessers: d 0 = d + ∆d (S8.54)

des Lochdurchmessers: d 0 = d + ∆ d (S8.54) 2. Überprüfung der Rand- und Lochabstände

2. Überprüfung der Rand- und Lochabstände (S8.53, auch versetzte Lochanordung)

Rand- und Lochabstände (S8.53, auch versetzte Lochanordung) • Minimalwerte der Lochabstände für Schraubengrößen

Minimalwerte der Lochabstände für Schraubengrößen bei paralleler Anordnung

für Schraubengrößen bei paralleler Anordnung 4.3 Beanspruchungsnachweise 4.3.1 Schraubenkräfte beim

4.3 Beanspruchungsnachweise

4.3.1 Schraubenkräfte beim Anschluss von Biegemomenten und Kräften

Schraubenkräfte sind in den äußeren Schrauben am größten

Beanspruchung in x-Richtung: F ix = N +

z

i

n

r

2

i

·

M s

Beanspruchung in z-Richtung: F iz = V +

n

x i

r

2

i

· M s

n Schrauben, r i : Abstand der Schraube i vom Schwerpunkt der

i 2 ), x i , z i : Abstand der Schraube i

Schraubengruppe (r

in x/z-Richtung vom SP

=

2

i

x

2

i

+ z

Schraubenkraft in der Schraube i: F i = F ix + F

2

2

iz

vom SP = 2 i x 2 i + z • Schraubenkraft in der Schraube i:

4 SCHRAUBENVERBINDUNGEN

4.3.2 Beanspruchung rechtwinklig zur Schraubenachse

Versagen durch Abscheren

Beanspruchbarkeit je Scherfuge: F v,Rd = α v ·f ub ·A (s)

γ

M2

Schaft der Schraube in Scherfuge: Schaftquerschnittsfläche A, α v = 0.6

Gewinde der Schraube in Scherfuge: Spannungsquerschnittsfläche A s , α v = 0.6 für SFK 4.6, 5.6, 8.8, α v = 0.5 für SFK 10.9

Nachweis: n·m·F v,Rd 1 (n Schrauben, m Scherfugen)

einfacher: S8.54, Tafel 8.54c

Lange Anschlüsse

F

v,Ed

Für L j > 15 · d: Abminderung der Abschertragfähigkeit aller Verbindungsmittel mit Faktor

β Lf

= 1 L j 15·d

200·d

,

0.75 β Lf 1.0

− 15 · d 200 · d , 0 . 75 ≤ β L f ≤

Versagen durch Lochleibung

Beanspruchbarkeit F b,Rd = k 1 ·α b ·f u ·d·t

γ

M2

k 1 · α b · f u · d · t γ M 2 ∗

Sonderfall: einschnittig, ungestützte Verbindung: F b,Rd 1.5·f u ·d·t

γ

M2

Nachweis:

bei schräg angreifenden Schraubenkräften: Nachweis für Kraftkomponenten parallel und senkrecht zum Rand

besser: Ablesen aus S8.57 (normales Lochspiel), S8.58 (Passschrauben) Anwendbarkeit nachwei- sen, je nach Stahlsorte und Dicke anpassen (Tabellenwert für 10mm Bauteildicke, S 235) (S8.56)

F v,Ed

i>1

F b,Rd,i

1

Nachweis der verschraubten Bauteile bei reiner Zugbeanspruchung: siehe Abschnitt 3.1

Blockversagen einer Schraubengruppe (S8.60)

Symmetrisch angeordnete Schraubengruppe unter zentrischer Belastung:

V ef f 1,Rd = f u ·A nt

γ

M2

+

f y ·A nv

3·γ

M0

Schraubengruppe unter exzentrischer Belastung: V ef f 2,Rd = 0.5 f u ·A nt +

γ

M2

f y ·A nv

3·γ M0

A nt : zugbeanspruchte Nettoquerschnittsfläche

A nv : schubbeanspruchte Nettoquerschnittsfläche

5

VERBINDUNGEN MIT SCHWEI NÄHTEN

4.3.3

Beanspruchung in Richtung der Schraubenachse (Zug)

Reine Zugbeanspruchung

Beanspruchbarkeit (Grenzzugkraft je Schraube): F t,Rd = k 2 ·f ub ·A s

γ

M2

k 2 = 0.63 für Senkschrauben, k 2 = 0.9 sonst

besser: S8.55

Nachweis: F t,Ed 1

F

t,Rd

Interaktionsnachweis bei Beanspruchung durch Zug und Abscheren: F v,Ed +

F

v,Rd

1.4·F t,Rd 1

F

t,Ed

Durchstanzen

Beanspruchbarkeit (Grenzdurchstanzkraft

je Schraube): B p,Rd = 0.6·π·d m ·t p ·f u

γ

M2

besser: S8.55, an Blechdicke anpassen

d m : Mittelwert aus Eckmaß min e und Schlüsselweite s des Schraubenkopfes oder der Mutter

t p : Blechdicke unter dem Schraubenkopf oder der Mutter

Nachweis: F t,Ed 1

B p,Rd

4.3.4

1.

2.

3.

Nachweise bei (biegesteifer) Verbindung zweier I-Träger

Schwerpunkt der Schraubengruppe (Symmetrieachsen oder Schwerpunktberechnung mit Fläche "1" pro Schraube)

Einwirkungen: N d , M d über Flanschlaschen aufgenommen, V d , M s (aus Querkraft infolge Exzentrizität e), über Steglaschen aufgenommen

Meistbeanspruchte Schraube in der Steglasche: Ecke des Randes mit Spannung aus Moment in Richtung der angreifenden Querkraft

Schraubenkraft: siehe Abschnitt 4.3.1

4. Normalkraft im Flansch: N res,d = N d ±

2

M

d

ht f

5. Abscheren

6.

7.

8.

Lochleibung (Steg: in Komponenten aufgeteilt)

Blockversagen im Steg

Nachweis der Steglaschen: Bestimmung von I y , W y , A net (jeweils beide Bleche zusammen), Span- nungsnachweise wie in 3.2.1

maximale Normalspannung mit M S

Schubspannung mit V d

Vergleichsspannungsnachweis

9.

Nachweis der Flanschlaschen

5 Verbindungen mit Schweißnähten

5.1 Kehlnähte

Schweißnahtdicke a w max{3mm; max t 0.5}

Schweißnahtlänge l w max{30mm; 6 · a w }

bei Überlappungsstößen: l w 150 · a w

wirksame Nahtlänge: l ef f = l w , falls Nahtenden voll ausgeführt, sonst l ef f = l w 2a

wirksame Kehlnahtfläche A w = a w · l ef f (konzentriert in Wurzellinie angenommen)

6

STABILITÄTSGEFÄHRDETE STABFÖRMIGE BAUTEILE

5.1.1

Tragfähigkeit von Kehlnähten - vereinfachtes Verfahren

Beanspruchung: N ,Ed = F 1,Ed

l

w

± M Ed ·6 , V ,Ed = F 2,Ed

l

2

eff

l w

F w,Ed = N

,Ed 2 + V 2 , Ed

2 ,Ed + V

N ⊥ , E d 2 + V 2 , Ed 2 ⊥ ,Ed + V

,

V ,Ed = F ,Ed

l

w

Widerstand F w,Rd = f vw,d · a =

f

3·β w

u

·γ M2 · a (F w,Rd bzw. aus S8.68 bzw. β w , f u aus S8.67)

Nachweis: F w,Ed F w,Rd

spannungsbasiertes Verfahren durch Division des kräftebasierten Verfahrens durch a w

5.1.2

Schnittgrößenverteilung: Anschluss I-Profi

Nähte am Zugflansch: F ,Ed = N Ed

2

+ M y,Ed

ht f

N pl,f,Rd = A f ·f y

γ

M0

Nähte am Druckflansch: F ,Ed = N Ed

2

Nähte am Steg: F ,Ed = V z,Ed

+ M y,Ed

ht f

N pl,f,Rd = A f ·f y

γ

M0

Über Spannungen besser: σ ,Ed,max = M y,Ed

I

w,y

· z max f vwd = σ w,Rd mit I w,y =

a·l 3

eff

12

5.2 Halskehlnähte von T- und I-Profilen

1. Bestimmung von S = A · Hebelarm der angeschlossenen Gurtfläche (eine)

2. Bestimmung von I des Gesamtquerschnitts

3. σ w,Ed = τ =

V ·S

I·

a σ w,Rd

6 Stabilitätsgefährdete stabförmige Bauteile

6.1 (Biege-) Knicken von Stäben unter zentrischer Druckbeanspruchung

1. Bestimmung der Querschnittsklasse

2. Bestimmung der maßgebenden Hauptrichtung

Ausweichen rechtwinklig zu beiden Achsen

Ermittlung der Knicklängen L cr = β y · L mit Knicklängenbeiwert β

beiden Achsen • Ermittlung der Knicklängen L c r = β y · L mit Knicklängenbeiwert

6

STABILITÄTSGEFÄHRDETE STABFÖRMIGE BAUTEILE

Ermittlung des bezogenen Schlankheitsgrades λ =

N

N

pl,Rd

=

L

1 mit Trägheitsbeiwert i =

cr

I

A

cr,Rd

i·λ

(für Walzprofile: λ aus S 8.26, i aus S 8.73)

Stahlgüte

S235

S275

S355

S420

S460

Materialbeiwert λ 1

93.9

86.8

76.4

70.2

67.1

Zuordnung des Querschnitts zu einer Knicklinie (S 8.25)

Ermittlung des Abminderungsfaktors χ

¯ – für λ ≤ 0.2 : χ = 1.0 ¯ 1 – λ >
¯
– für
λ ≤ 0.2 : χ = 1.0
¯
1
– λ > 0.2 : χ =
für
Φ+ √ Φ 2 −λ 2

1, 0 mit Φ =

0.5 · 1 + α · (λ 0.2) + λ 2 oder aus S 8.26

1 + α · ( λ − 0 . 2) + λ 2 oder aus S

Maßgebende Hauptrichtung: Knicken um Achse mit kleinerem Abminderungsfaktor

3. Nachweis gegen Biegeknicken:

N

b,Rd 1, 0

Ed

N

N b,Rd = χ · N pl,Rd = χ · A·f y

γ

M1

oder: ablesen von N b,Rd aus S 8.27

6.2 Biegedrillknicken bei reiner Momentenbelastung um y

Keine BDK-Gefährdung bei Hohlrohrprofilen und ausgesteiften I-Profilen

6.2.1 Vereinfachtes Nachweisverfahren im Hochbau

¯

¯

1. Ermittlung des Schlankheitsgrads λ f des druckbeanspruchten Flansches: λ f =

k c ·L c

i f,z ·λ 1

Flansches: λ f = k c · L c i f,z · λ 1 • L

L c : Abstand der seitlichen Abstützungen am Obergurt

 

Stahlgüte

S235

S275

S355

S420

S460

Materialbeiwert λ 1

93.9

86.8

76.4

70.2

67.1

i f,z =

I f,z 1
I
f,z
1

A f +

3

·A w,c (gewalzte QS: S 8.73ff)

I f,z : Trägheitsmoment des Flansches um die schwache Achse des Gesamtquerschnitts

A f : Querschnittsfläche des druckbeanspruchten Flansches

A w,c : Querschnittsfläche des druckbeanspruchten Teil des Steges

¯

2. Keine BDK-Gefährdung, wenn λ f

¯

λ c0 · M c,Rd

y,Ed

¯

M

Grenzschlankheitsgrad λ c0 = 0.5

6

STABILITÄTSGEFÄHRDETE STABFÖRMIGE BAUTEILE

3.

6.2.2

1.

2.

3.

M c,Rd = W y ·f y

γ

M1

(W y,el oder W y,pl in Abhängigkeit der QK)

¯

vereinfachter Nachweis des Druckgurtes auf Knicken mit λ f anstatt

¯

λ LT : M y,Ed