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Künstliche Intelligenz

„Eine Chance es richtig zu machen“ von Sharif Elfouly

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

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Abbildungsverzeichnis

2

Vorwort

3

Definition

4

Möglichkeit einer starken KI

5

Geschichte

8

Singularität

10

Entwicklung einer sicheren KI

12

Gesellschaft

14

Ausblick

17

Quellen

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Abkürzungsverzeichnis

KI

Künstliche

Intelligenz

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Weltweite Investitionen in KI

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Abbildung 2: Situation eines autonomen Fahrzeugs

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Abbildung 3: Anzahl von LKW-Fahrer in den USA

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Abbildung 4: Vermögens Unterschied Diagramm weltweit

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Vorwort

Künstliche Intelligenz hat das Potenzial unsere heutige Welt von Grund auf zu verändern. Von der intelligenten Waschmaschine bis zur übermächtigen Super Intelligenz, wird in naher Zukunft, jeder Bereich unseres modernen Lebens von extremen Veränderungen beeinflusst werden. Viele bekannte Personen wie Elon Musk (Gründer von Tesla und SpaceX) oder Stephen Hawking warnen davor, dass die Weiterentwicklung auf dem Bereich der KI, dass Ende unserer heutigen Zivilisation bedeuten könnte. Andere hingegen feiern das Potenzial einer Super Intelligenz, da menschliche Kapazitäten enorm erweitert werden könnten und sorgen sich weniger über die potenziellen negativen Auswirkungen. Egal welcher Meinung man zustimmt, jedem ist klar das die Menschheit in naher Zukunft enorme gesellschaftliche, ethische und technische Fragen beantworten muss.

Wenn man sich vorstellt das die Erfindung einer Super Intelligenz, die letzte Erfindung der Menschheit wäre, da ab diesem Punkt jede Erfindung von der Intelligenten Maschine gemacht werden würde, wird klar, welche Implikationen dieses Ereignis auf die Menschheitsgeschichte hätte.

Deshalb ist es von enormer Wichtigkeit sich frühzeitig mit dem Thema auseinander zusetzten. Nur so kann eine sichere Zukunft für die Menschheit gewährleistet und dass Potenzial einer Super Intelligenz nach unseren Vorstellungen ausgeschöpft werden.

Definitionsprobleme

Ein großes Problem auf dem Wissenschaftlichen Fachgebiet der Künstlichen Intelligenz ist, dass es an einer einheitlichen Definition des Begriffs Intelligenz fehlt. Forscher sind sich uneinig, was alles zu der Fähigkeit gehört. Die Intelligenz umfasst nämlich nicht nur das strukturierte, analytische Denken alleine, sondern auch beispielsweise Kreativität oder soziale Intelligenz.

Es ist uns bis heute nicht klar, wie die Intelligenz im Menschen funktioniert oder wie diese durch den evolutionären Prozess entstehen konnte.

Dennoch gibt es vermehrt den Ansatz Intelligenz in zwei Bereiche zu unterteilen:

- Die fluide (flüssige) Intelligenz: Beschreibt die gesamte geistige Leistungsfähigkeit eines Menschen.

- Die kristalline (feste) Intelligenz: Darunter versteht man, wie ein Mensch die ihm gegebenen Fähigkeiten anwendet.

Im Bereich der KI ist es wichtig zwischen zwei Arten von Intelligenzen zu unterscheiden. Der schwachen und der starken KI. Die schwache KI, ist eine Intelligenz, die in einem fest beschriebenen Bereich Anwendung findet. Unter diesem fällt zum Beispiel eine Vorschlagsapplikation oder eine Suchmaschine. Die starke KI wiederum beschreibt eine Super Intelligenz, die man beispielsweise aus Science- Fiction Büchern kennt. Diese ist in der Lage, bereichsübergreifend Entscheidungen zu treffen und eigenständig Probleme zu lösen.

Möglichkeit einer starken KI

Zuerst muss die Frage geklärt werden, ob die Entwicklung einer starken KI oder Super Intelligenz, überhaupt möglich ist. Ist eine Maschine in der Lage, menschliche Intelligenz, ein biochemischer Prozess, nachzuahmen oder bedarf es einer spirituellen Komponente, wie einer Seele oder eines Bewusstseins, die in einem biologischen Körper eingebettet ist.

Um diese Frage zu beantworten, habe ich mir das Werk Thomas Hobbes zur Hilfe genommen. Hobbes war ein englischer Mathematiker, Staatstheoretiker, und Philosoph des 17. Jahrhunderts. Dieser gilt als philosophischer Großvater der KI. Dieser schrieb:

"Die Römer nannten Geldrechnungen rationes [

.], und was wir in

Rechnungen oder in der Buchführung als Posten bezeichnen, nannten sie nomina, das heißt Namen. Und von da her scheinen sie die Bedeutung des Wortes ratio auf die Fähigkeit des Rechnens in allen anderen Gebieten

ausgedehnt zu haben. Die Griechen besitzen für Sprache und Vernunft nur

das Wort

Vernunft, sondern umgekehrt kein Denken ohne Sprache. Und den Denkakt nannten sie Syllogismus, was Zusammenzählen der Folgerungen aus einer

.] Denken heißt nichts anderes

als sich eine Gesamtsumme durch Addition von Teilen oder einen Rest durch Subtraktion einer Summe von einer anderen vorstellen. Geschieht

dies durch Wörter, so ist es ein Vorstellen dessen, was sich aus den Namen aller Teile für den Namen des Ganzen, oder aus den Namen des Ganzen

und eines Teiles für den Namen des anderen Teiles ergibt. [

Addition und Subtraktion am Platze sind, da ist auch Vernunft am Platze, und wo sie nicht am Platze sind, hat Vernunft überhaupt nichts zu suchen. [ .] Denn Vernunft in diesem Sinne ist nichts anderes als Rechnen, das heißt Addieren und Subtrahieren, mit den Folgen aus den allgemeinen

Aussage mit der einer anderen bedeutet. [

den allgemeinen Aussage mit der einer anderen bedeutet. [ . Nicht, dass sie gedacht hätten, es

. Nicht, dass sie gedacht hätten, es gebe keine Sprache ohne

.] Kurz: Wo

Namen, auf die man sich zum Kennzeichnen und Anzeigen unserer Gedanken geeinigt hat". 1

Hier erklärt Hobbes, dass Denken nichts weiter als rechnen sei. Rationalität lässt sich also durch den physischen Prozess des Rechnens nachahmen. Nachdem Alan Turing bereits am Anfang des 20 Jahrhunderts zeigte, das eine einfache Maschine, jede berechenbare Funktion implementieren kann, wäre auch eine Maschine in der Lage zu denken und somit stark intelligent zu sein. Außerdem verfällt man oft dem Fehler, Intelligenz mit etwas Menschlichen zu verwechseln. Doch Intelligenz benötigt keiner menschlichen oder biologischen Komponente.

1975 formulierte Allen Newell und Simon Hall, im Turing Award Paper, erstmals die berühmte Physikalische Symbolsystem Hypothese (engl. physical symbol system hypothesis oder PSSH):

„A physical symbol system has the necessary and sufficient means for general intelligent action.“ 2

, und zeigte somit das Intelligenz reine Informationsverarbeitung ist.

So wie Darwin es ermöglichte die Entwicklung des Lebens ohne Kreationismus zu betrachten, erlaubt es Turings Erkenntnis, das Denken ohne Spiritualismus zu

1 Leviathan, Frankfurt a. M. 1984 (Erstausgabe 1651), Kap., S. 29, 5. Kap., S. 32.

2 Allen Newell and Herbert A. Simon, “Computer Science as Empirical Inquiry:

Symbols and Search,” Communications of the ACM. vol. 19, No. 3, pp. 113-126, March, 1976.

Das Dokument ist hier online verfügbar (stand 02.09.17):

https://pdfs.semanticscholar.org/4436/53b1905d1ee95bfd504f66f5f3f6487fba56.pdf

verstehen. Folgt man also dieser einfachen logischen Kette, ist es mathematisch bewiesen, das maschinelle Intelligenz möglich ist.

Außerdem spricht ebenfalls etwas Anderes dafür, dass maschinelle starke KI möglich ist. Das menschliche Gehirn. Wenn es ein Verfahren, basierend auf Statistik, geschafft hat uns Mensch hervorzubringen, warum sollten wir dann nicht in der Lage sein, mit einem Intelligenten strukturierten Ansatz dieses selbst zu tun. Dieses angesprochene Verfahren nennt sich natürlich Evolution. Bereits viele Modelle in der KI Forschung versuchen den Ansatz der „Natürlichen Selektion“ zu nutzen, um mit reiner Statistik oder Chance ein neues der Maschine unbekanntes Problem zu lösen. So werden beispielsweise Video Spiele von Maschinen beherrscht, die alleine herausgefunden haben, dieses Spiel zu meistern. Das einzige was der Maschine zur Verfügung stand, war der Input und das Ergebnis. Die Maschine hat den Input solange modifiziert bis, diese gelernt hat, das Spiel zu gewinnen. 3

3 Ein Video das dieses Verfahren veranschaulicht ist unter folgenden Adresse online verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=qv6UVOQ0F44 (Stand

04.09.17)

Geschichte

Das Interessante bei der Geschichte des Fachgebiets der KI ist, wie alt die ersten Gedanken und Konzepte zur KI sind. Bereits im Jahr 1748 erschien das Buch des französischen Philosophen Julien Offray de la Metrie. In seinem zu dieser Zeit sehr kontroversen Buch L’Homme Machine, was so viel heißt wie „Mensch Maschine“, beschrieb er den Gedanken, dass Menschen nichts weiter als Maschinen seien und somit auch die Menschlichkeit in der Mechanik nachbildbar sei. Natürlich fanden wir später heraus das die Mechanik viel zu langsam ist um Intelligenz nachbilden zu können.

200 Jahre später setzte Konrad Zuse mit seiner Erfindung des elektronischen programmierbaren Computers die Fundamente für das gesamte Feld. Diese Erfindung ermöglichte es erstmals die vorher beschriebenen Konzepte und Verfahren, um Intelligenz abzubilden, anzuwenden. Der elektronische Computer war in der Lage, schneller zu rechnen, als es das menschliche Gehirn es selbst konnte.

1961 versammelten sich Pioniere ihrer Zeit zur Dartmouth Conference, die später

in die Geschichte eingehen sollte. Auf diesem Treffen, das von John McCarthy, Marvin Minsky, Nathaniel Rochester und Claude Shannon am Dartmouth College in Hannover, New Hampshire geplant und durchgeführt wurde, wurde der Begriff der Künstlichen Intelligenz festgelegt. Dieses Ereignis gilt seither als Geburtsstätte der KI als akademisches Fachgebiet.

1970 kamen die ersten erfolgreichen intelligenten Software Systeme auf dem

Markt. Die sogenannten Experten Systeme. Diese Systeme halfen Menschen dabei komplexe Probleme zu lösen und selbstständig Entscheidungen zu treffen. Sie fanden besonders Anwendung im Bereich der Medizin oder beim Analysieren von Wissenschaftlichen Daten.

1997 war es das erste Mal, das eine breite Öffentlichkeit auf Maschinen Intelligenz

aufmerksam wurde. Als Deep Blue von IBM, den damaligen Schachweltmeister Garry Kasparov im zweiten Versuch besiegte, wurde es der Allgemeinheit klar,

dass Computer nicht nur statische „dumme“ Gegenstände sind, sondern auch in der Lage sind komplexe intellektuelle Arbeit zu vollbringen.

Singularität

Wie bereits erläutert, ist starke KI möglich. Es ist somit ein unausweichliches Ereignis, da Intelligenz die wichtigste und wertvollste menschliche Ressource ist. Außerdem gibt es Probleme die wir verzweifelt lösen müssen. Wir wollen Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs heilen und unseren Klimaschutz verbessern. Deshalb werden wir alles daran setzten unsere Maschinen immer intelligenter zu machen. Aus diesem Grund ist es keine Überraschung das Investitionen weltweit in das erforschen und entwickeln intelligenter Maschinen rapide steigt.

und entwickeln intelligenter Maschinen rapide steigt. Weltweite Investitionen in KI Quelle:

Weltweite Investitionen in KI

Quelle: https://www.cbinsights.com/research/artificial-intelligence-startup- funding/ (Stand 03.09.2017)

Der Fortschritt ist unausweichlich. Informationsverarbeitung wird immer besser. Wir verfügen heute über eine Rechenkraft die Jahrzehnte zuvor unvorstellbar war und können immer komplexere Algorithmen berechnen die besonders im Bereich des

Machine Learning effektiv sind. Außerdem stehen heute gigantische Mengen von qualitativ hochwertigen Daten zur Verfügung, mit denen Intelligente Maschinen trainiert werden können.

Dieser Fortschritt wird zu einem Ereignis führen, der sogenannten Singularität. Die Singularität ist das Ereignis oder Zeitpunkt an dem sich Maschinen rasant selbst verbessern und damit den technischen Fortschritt derart beschleunigen, das die Zukunft nach diesem Ereignis nicht mehr kalkulierbar ist.

Da Wissenschaftler heute nicht wissen ob der Ressource Intelligenz eine Grenze gesetzt ist, könnte eine KI eine Intelligenz erreichen, die unvorstellbar sein könnte. Außerdem ist einer Maschine keiner biologischen Grenze ausgesetzt. Wir Menschen sind an den Grenzen unseres eigenen Körpers gefesselt. Eine Maschine jedoch hat die Möglichkeit Informationen in Lichtgeschwindigkeit zu verarbeiten. Hätte eine Maschine auch „nur“ die Intelligenz eines normalen Menschen könnte diese Maschine mehr an einem Tag verarbeiten als ein Mensch in seinem gesamten Leben.

Das Problem der Singularität ist, dass es nach diesem Ereignis kein Zurück mehr gibt. Würde es ein Unternehmen schaffen eine starke KI zu entwickeln, würden uns keine Mittel zur Verfügung stehen dies KI zu verändern oder gar abzuschalten. Deshalb ist es von enormer Wichtigkeit Richtlinien oder Methoden zur sicheren Entwicklung von starker KI zu entwickeln.

Entwicklung einer sicheren KI

Ein Ansatz eine sicher KI zu entwickeln, wäre die KI in einer abgeschotteten Software „Box“ zu entwickeln. Die KI wird so lange modifiziert, bis man sicher davon ausgehen kann, dass diese sicher ist. Das Problem bei diesem Verfahren ist, dass jede Software fehlerhaft ist. Warum sollte eine KI nicht in der Lage sein diese Fehler zu finden und diese zum Ausbruch zu benutzen. Ein anderes Szenario wäre beispielsweise das Ausbrechen der KI durch Social Engineering. Die KI manipuliert die Entwickler so, dass Sie es schafft andere Computer zu infiltrieren, um so in die Außenwelt zu gelangen.

Ein meines Erachtens besserer Weg ist, die KI von Anfang an so zu entwickeln, dass deren Ziel es ist Menschliche Werte und Ziele zu erlernen. Erst wenn die Maschine die menschlichen Werte ihrer Entwickler verstanden hat, kann diese auch als sicher gelten. Natürlich stellt sich hier das Problem, das Menschen ein unterschiedliches Verständnis von Moral haben und somit es keinen eindeutigen deterministischen Weg für die KI gibt. Man könnte nicht sicher sein, das die Maschine auch wirklich alle richtigen Werte verinnerlicht hat. Es fehlt an einem moralischen Werk, an dem sich eine KI orientieren kann. Die Problematik ist, dass es uns heute an einem standardisierten Verständnis von Moral und Ethik fehlt. Diese sind nicht nur von Region zu Region unterschiedlich, sondern auch von Mensch zu Mensch. Es muss versucht werden ein standardisiertes Verständnis von Werten zu finden, um dieses Verständnis auf eine potenzielle Super Intelligenz zu übertragen. Ein interessantes Projekt auf das ich während meiner Recherche getroffen bin ist ein Projekt der MIT in den Vereinigten Staaten. Hier wird versucht das große Entscheidungsproblem bei autonomen Autos zu lösen. Dem Nutzer werden verschiedene Szenarios gezeigt, beispielsweise dieses:

Q uelle: http://moralmachine.mit.edu/ (Stand 03.09.17) Der Nutzer hat nun die Aufgabe, für das autonome Auto

Quelle: http://moralmachine.mit.edu/ (Stand 03.09.17)

Der Nutzer hat nun die Aufgabe, für das autonome Auto zu entscheiden. Somit werden wichtige Moralische und Ethische Fragen versucht zu beantworten um so ein besseres Verständnis für diese Probleme zu bekommen.

Nur mit Projekten wie diesen, können wir den Rahmen setzten, an dem sich bei der Entwicklung von KI Entwickler orientieren können.

Gesellschaft

Ein gewaltiges Problem, der KI Entwicklungsfortschritte, sind die Gesellschaftlichen Implikationen. Wie sieht eine Gesellschaft aus, in der es keinen Grund mehr für Arbeit gibt. Um diese Auswirkungen zu erkennen braucht man nicht sehr weit in die Zukunft sehen. Wenn man heute den Arbeitsmarkt analysiert, erkennt man beispielsweise das LKW-Fahrer in den USA über 1,5 Millionen Menschen des Arbeitsmarktes ausmachen.

über 1,5 Millionen Menschen des Arbeitsmarktes ausmachen. Weltweite Investitionen in KI Quelle:

Weltweite Investitionen in KI

Quelle: https://www.bls.gov/ooh/transportation-and-material-moving/heavy-and- tractor-trailer-truck-drivers.htm (Stand 03.09.2017)

Bei unserer heutigen Entwicklung von autonomen Fahrzeugen, kann man sich leicht vorstellen, das in näherer Zukunft schnell über 1,5 Millionen Arbeitsplätze wegfallen könnten. Natürlich stellen Regulationen und Gesetzte heute große Steine auf dem Weg um diese Zukunft zu verhindern. Trotzdem wird die technische Innovation auch diese Arbeitsplätze obsolete machen. Früher oder später, so hat es uns die Geschichte gelehrt, setzt sich die Technische Innovation, aufgrund großer Vorteile, durch. Wir wissen heute nicht welche Implikationen, diese Veränderungen auf die Gesellschaft haben könnte.

Die Schere zwischen Arm und Reich ist heute bereits so groß wie nie.

zwischen Arm und Reich ist heute bereits so groß wie nie. Vermögensungleichheit weltweit Quelle:

Vermögensungleichheit weltweit

Quelle: https://www.onetz.de/deutschland-und-die-welt-r/politik-de-welt/oben-sind- nur-noch-85-superreiche-d1106671.html (Stand 03.08.17)

Dieser Unterschied könnte jedoch explodieren. Viele „einfache“ eindimensionale Berufe fallen heute schon rapide weg. Berufe werden immer technischer und erfordern oft Technische Kenntnisse, die die breite Bevölkerung einfach nicht mitbringen kann. Ideen wie das uneingeschränkte Grundeinkommen, bei dem jeder Bürger, bedingungslos ein staatliches „Gehalt“ bekommt, müssen ernsthaft diskutiert und analysiert werden. Denn das Potenzielle Monopol auf Arbeit wird immer realer.

Wir müssen uns also Gedanken über eine gesamte Gesellschaftsumstrukturierung machen. Denn nicht nur der finanzielle Faktor spielt eine Rolle, sondern auch der Psychische. Besonders nach der Industriellen Revolution, hängt der ausübende Beruf stark mit der eigenen Identität zusammen. Doch die Arbeit oder der Beruf hat auch andere Vorteile. Voltaire traf den Punkt genau, als er schrieb:

„Die Arbeit hält drei große Übel fern: die Langweile, das Laster und die Not“. 4

Im Falle einer Super Intelligenz, würde jede Arbeit wegfallen. Nicht jeder ist in der Lage, sein gesamtes Leben damit zu verbringen, kreative Arbeit auszuüben. Falls die Arbeit wegfallen würde, benötigt es der Entwicklung eines komplett neuem Werte Systems. Ein System, in dem Menschen einen künstlichen Sinn finden können, um so eine gesunde Mentale Psyche aufrecht zu erhalten. Ohne diesem neuen Werte System, könnte eine Utopie, ohne Arbeit, schnell in eine Dystopie verfallen.

4 Voltaire, Kandid oder die beste Welt (Candide ou l'optimisme), 1759 (unter dem Pseudonym Docteur Ralph). Erste deutsche Übersetzung von J. A. Philippi, Riga/Leipzig 1776, hier übersetzt von A. Ellissen, Wigand, Leipzig 1844

Ausblick

Die Entwicklung einer starken KI ist ein „Gewinner nimmt alles“ Szenario. Wem es geling zuerst eine Super Intelligenz zu entwickeln, hat einen unvorstellbaren großen Vorsprung über alle anderen. Was würde beispielsweise China davon halten, wenn ein Unternehmen im Silicon Valley, erfolgreich eine Super Intelligenz entwickelt hätte. Wäre diese KI nicht in der Lage, Krieg zu führen?

Aussagen wie „Fearing a rise of killer robots is like worrying about overpopulation on Mars“, was soviel heißt wie „Sich vor Killer Robotern zu fürchten, ist wie sich vor der über Bevölkerung auf dem Mars zu sorgen“ vom KI Experten Andrew Ng sind schwerwiegend gefährlich. Denn diese Zweifel beziehen sich im Grunde auf die Zeitskala. Egal mit welcher Geschwindigkeit wir uns auf eine Super Intelligenz zu bewegen, die Richtung und das Ziel ist eindeutig. Jetzt und nur jetzt haben wir die Möglichkeit für eine sichere Entwicklung einer starken KI zu sorgen und somit eine sichere Zukunft für alle Menschen zu gewährleisten. Sam Harris Analogie passt hier perfekt. Dieser formulierte, in einem 2016 gedrehten TED Talk, folgenden Vergleich: „Wenn wir wüssten das uns Außerirdische in 50 Jahren besuchen, würden wir uns nicht jetzt schon auf dieses Ereignis vorbereiten?“. Die Entwicklung einer Super Intelligenz, wäre wie ein Besuch, ultra-intelligenter Außerirdischer.

Quellen

Intelligenz Definition:

https://www.neuronation.de/intelligenz/definition-der-intelligenz-was-ist-das-

eigentlich (Stand 03.09.17)

Thomas Hobbes:

http://www.kalteis.de/Digitaltechnik/Geschichte_der_Rechenmaschinen/KI/KI%200

2.htm (Stand 03.09.17)

Sam Harris TED Talk

https://www.youtube.com/watch?v=8nt3edWLgIg&t=248s (Stand 03.09.17)