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 IsolIeren | Dämpfen | TIlgen federlager Viskoelastische Dämpfer elastomerlager passive Tilger Aktive Tilger

IsolIeren | Dämpfen | TIlgen

 IsolIeren | Dämpfen | TIlgen federlager Viskoelastische Dämpfer elastomerlager passive Tilger Aktive Tilger

federlager

 IsolIeren | Dämpfen | TIlgen federlager Viskoelastische Dämpfer elastomerlager passive Tilger Aktive Tilger

Viskoelastische Dämpfer

elastomerlager

passive Tilger

Aktive Tilger

 IsolIeren | Dämpfen | TIlgen federlager Viskoelastische Dämpfer elastomerlager passive Tilger Aktive Tilger
 IsolIeren | Dämpfen | TIlgen federlager Viskoelastische Dämpfer elastomerlager passive Tilger Aktive Tilger

Für jedes schwingungsproblem die optimale lösung.

inhalt

Technischer Hintergrund

4

Methoden zur Schwingungsminderung

5

Isolierung

5

Dämpfung

6

Verstimmung

6

Tilgen

7

Aktive Schwingungsminderung

7

Federlager

8

Viskoelastische Dämpfer

14

Elastomerlager

20

Passive Tilger

24

Aktive Tilger

26

c S h i e n e n v s I u e o a
c
S
h
i
e
n
e
n
v
s
I
u
e
o
a
r
l
b
i
k
n
e
e
e
h
r
g
r
e
a
n
l
n
A
Federlager
Elastomerlager
Viskoelastische Dämpfer
G
e
b
ä
u
Passive und aktive Tilger
Hydraulikdämpfer
Stoßbremsen
Brückenlager
d
T
e
i
n
l
g
e
z
e
t
f
u
n
p
h
c
s
m
n
e
ä
b
B
e
D
r
b
ü
d
c
r
k
E
e
n

Vicoda-lösungen bieten:

sicherheit

für Mensch, Anlage und Umwelt

VerFügbarKeit

für Anlage, Einrichtungen und Bauwerk

lange lebensdauer

für die Amortisation von Investitionen

Umwelt VerFügbarKeit für Anlage, Einrichtungen und Bauwerk lange lebensdauer für die Amortisation von Investitionen 3

3

technischer hintergrund

Abb 1 F(t) x m k d F I = Trägheitskraft [N] F D =
Abb 1
F(t)
x
m
k d
F I
= Trägheitskraft [N]
F D
= Dämpfungskraft [N]

F E

F(t) = Erregerkraft [N]

= Elastische Federkraft [N]

x

= Auslenkung [m]

= Geschwindigkeit [m/s]

= Beschleunigung [m/s²]

m

= Masse [kg]

k

= Steifigkeit [N/m]

d

= Dämpfungsparameter [N/(m/s)]

t

= Zeit [s]

Harmonische Erregerkraft

F(t) = F 0 • sin(2πf E t)

= Kraftamplitude

F 0

Eigenkreisfrequenz [1/s]:

k ω 0 = m Eigenfrequenz [Hz]: 1 k 1 f 0 = = ω
k
ω 0 =
m
Eigenfrequenz [Hz]:
1
k
1
f 0 =
=
ω 0
m
f E
= Erregerfrequenz [Hz]
Frequenzverhältnis [1]:
ω E
f E
η =
=
ω 0
f 0

Modaler Dämpfungsgrad [1]:

D =

d

2m ω 0

Der modale Dämpfungsgrad D be- schreibt das Dämpfungsverhalten eines Systems In dem in Abb 1 dargestellten System wird im Falle der Auslenkung der Masse aus ihrer Ruhelage ohne das Wirken einer externen Kraft und

d = 0 das System unendlich lange

weiterschwingen, wie im unge-

dämpften Fall,

d 1 das System stark gedämpft, so

dass die Masse ohne Überschwingen

in ihre Ruhelage zurückkehrt,

0 < d < 1 die Masse mit einer abneh- menden Maximalauslenkung schwin- gen und schließlich zur Ruhe kommen

grundmodell Systeme mit Schwingungsproblemen können

oft sehr komplex sein Die grundlegenden physikalischen Effekte lassen sich jedoch an einem einfachen eindimensionalen System, d h einem System mit nur einem Freiheits- grad, diskutieren Komplexere Systeme lassen sich mathematisch immer in einen Satz dieser einfachen Systeme zerlegen (modale Zerle- gung)

Das physikalische Grundmodell für einen

erregten und gedämpften Einmassen-

schwinger ist in Abb 1 dargestellt

Eine externe Kraft F(t) wirkt auf eine Masse m, die mit einer Feder der Steifigkeit k verbunden

ist Die resultierende Bewegung der Masse wird durch ein Dämpfungselement gedämpft, dessen Dämpfungseigenschaft durch den Dämpfungsparameter d beschrieben wird

Ausgehend von einem Kräftegleichgewicht aller wirkenden Kräfte

F I

+

F D

+

F E

=

F(t)

ergibt sich die folgende Differentialgleichung,

die die Bewegung der Masse beschreibt

m+ d+ k x = F(t)

Für den Fall, dass keine externe Kraft wirkt, jedoch die Masse aus ihrer Ruhelage bewegt

wurde und sich dadurch eine elastische Rück- stellkraft einstellt, beschreibt die Lösung der Differentialgleichung eine freie, gedämpfte Schwingung mit einer Eigenkreisfrequenz ω 0 bzw einer Eigenfrequenz f 0

Im Falle einer sinusförmigen (harmonischen) Erregerkraft mit der Frequenz f E ergibt sich die Veränderung der Maximalauslenkung der Masse (Vergrößerungsfunktion) gemäß

1 1 V = = ( 1– ( f E ) 2 ) 2 +
1
1
V =
=
( 1– (
f E
) 2 ) 2 + ( 2D
f E
) 2
(1–η 2 ) 2 + (2Dη) 2
f 0
f 0
Für langsame Erregungen (f E
0, η
0,

f E << f 0 ) ist die Antwort des Systems quasi- statisch, d h die Bewegung der Masse folgt direkt der Erregerkraft In diesem Fall ver- größert sich die Maximalauslenkung im Ver- gleich zur statischen Auslenkung praktisch nicht (Abb 2)

Bei Erregung mit großen Frequenzen

(f E

Erregerkraft nicht mehr folgen Die Maximal- auslenkung reduziert sich deshalb und nähert sich Null an (Abb 2)

∞, η

∞, f E >> f 0 ) kann das System der

Wenn die Erregerfrequenz und die Eigenfre- quenz des Systems f E nahe beieinander liegen (η 1, f E f 0 ) verstärkt sich die Schwingungs- bewegung beträchtlich Diesen Effekt be- zeichnet man als Resonanz Die Erhöhung der Maximalauslenkung hängt dabei von der Systemdämpfung ab Dies führt deshalb abhängig vom Dämpfungsparameter d zu unterschiedlichen Vergrößerungsfunktionen (Abb 2) Im Allgemeinen kann die Funktion in zwei Bereiche unterteilt werden

Für η >

lenkung immer, auch wenn das System völlig

ungedämpft ist Dieser Bereich wird häufig als Isolierbereich bezeichnet

Dieser Bereich wird häufig als Isolierbereich bezeichnet 2 verringert sich die Maximalaus- 2,5 ohne dämpfung

2 verringert sich die Maximalaus-

2,5 ohne dämpfung Isolierung 2 1,5 1 0,5 0 0 1 √2 2 3 4
2,5
ohne dämpfung
Isolierung
2
1,5
1
0,5
0 0
1
√2
2
3
4
5
Vergrößerungsfunktion V

Abb 2

Frequenzverhältnis η

D

D

D

= 0%

= 30%

= 50%

Methoden zur schwingungsMinderung

Um die Auswirkungen unerwünschter Schwingungen in Bauwerken, Anlagen und Maschinen zu begrenzen gibt es die folgenden allgemeinen Methoden:

isolierung

Isolierung ist eine Methode zur Schwingungsmin- derung bei der vermieden wird, dass Energie von der Schwingungsquelle (Erreger) an das schwin- gungsfähige System übertragen wird Durch den reduzierten Energietransfer wird das schwingungs- fähige System mit einer geringeren Amplitude schwingen als das nicht-isolierte System

Ein einfaches Model um Isolierung zu diskutieren ist in Abb 3 dargestellt Das Modell beschreibt ei- nen gedämpften Einmassenschwinger mit einer Fußpunkterregung Der Boden, der in Abb 1 als fest angenommen wurde, bewegt sich in diesem Modell Die Differentialgleichung, die die Bewe- gung der Masse beschreibt ergibt sich zu

m

+

d

+

k x

= d

+

ks =

F(s(t))

Im Falle einer harmonischen Funkpunkterregung s(t) ergibt sich eine Lösung der Differentialglei- chung, die der Lösung des diskutierten Grundmo- dells sehr ähnlich ist Die Vergrößerungsfunktion für die Maximalauslenkung der schwingenden Masse ist gegeben durch

V=

1 + ( 2D f E ) 2 f 0 ( 1– ( f E
1 + ( 2D
f E
) 2
f 0
( 1– (
f E
) 2 ) 2 + 2D (
f E
) 2
f 0
f 0

Wie im Grundmodell verringert sich die Maximal- auslenkung deutlich für große Frequenzverhält- nisse η bzw f E >>f 0 Das System kann in diesem Fall als isoliert von der Fußpunkterregung ange- sehen werden Allerdings wird es im Fall, dass die Frequenz der Fußpunkterregung f E und die Ei- genfrequenz f 0 des schwingungsfähigen Systems nah beieinander liegen, zu Resonanz kommen

Um das schwingungsfähige System von der Fuß- punkterregung wirkungsvoll zu isolieren, muss ei- ne weiche Kopplung zwischen System und Quelle gebracht werden, vgl Abb 4 Durch diese Kopp- lung wird ein zweites, gekoppeltes System in das Modell eingeführt Das Schwingungsproblem ist

1.) isolierung 2.) dämpfung 3.) Verstimmung 4.) tilgen 5.) aktive schwingungsminderung

dadurch de facto zu einem Problem mit zwei Frei- heitsgraden geworden Wenn jedoch die Steifigkeit k’ des koppelnden Systems deutlich kleiner ist als die Steifigkeit des ursprünglichen Systems k, d h k’<< k, dann können die beiden Massen als prak- tisch starr miteinander verbunden angenommen werden In diesem Fall lässt sich das Model wieder auf ein eindimensionales Modell zurückführen, vgl Abb 5 Die Eigenfrequenz f 0 dieses neuen, verein- fachten Systems ist definiert durch die Gesamt- masse m’ = m* + m und die Steifigkeit k’. Für eine effektive Isolierung müssen die Eigenschaften des koppelnden Systems so gewählt werden, dass die Eigenfrequenz des neuen Systems f 0 deutlich un- ter der Frequenz der Fußpunkterregung f E liegt Die Vergrößerungsfunktion des vereinfachten Systems hat ihr Maximum an der Stelle der neuen Eigen- frequenz f 0 (Abb 6) Im Vergleich zum ursprüng- lichen System kann die Maximalauslenkung des Systems deutlich reduziert werden

Isolierung ist eine besonders effiziente Methode, um unerwünschte Schwingungen zu vermeiden, da der Energietransfer von der Schwingungsquelle zum

schwingungsfähigen System weitgehend unter-

bunden wird Allerdings kann diese Methode häufig

nur angewendet werden, wenn sie bereits bei der grundlegenden Auslegung eines Systems, d h während der Designphase, zum Einsatz kommt, z B bei der Auslegung des Fundaments eines Gebäu- des oder einer Maschine Eine spätere Anwendung ist häufig sehr kostspielig

2,5 2 k >> k' k' 1,5 k 1 0,5 0 f 0 ' Abb
2,5
2
k >> k'
k'
1,5
k
1
0,5
0
f 0 '
Abb 6
Erregerfrequenz f E
Vergrößerungsfunktion V

Abb 3

 

x

  x m k d
m k d
m
k
d

s

s

s

=

Auslenkung des

 

Fußpunkts [m]

.

Fußpunktgeschwindig-

s

=

 

keit [m/s]

Abb 4

x m k d m* k' d' s
x
m
k
d
m*
k'
d'
s

Parameter eines gekoppelten Systems:

m*

= Masse [kg]

k'

= Steifigkeit [N/m]

d'

= Dämpfungsparameter

[N/(m/s)]

Abb 5

x' m' k' d' s
x'
m'
k'
d'
s
m' = m + m* 1 k' f 0 ' = 2π m' η' =
m'
= m + m*
1
k'
f 0 '
=
m'
η' =
f 0 '
f E

5

Abb 7 F (t) x m k d
Abb 7
F (t)
x
m
k d

x

d' > d F (t) m k d'
d' > d
F (t)
m
k d'
Abb 9 F (t) x m k d
Abb 9
F (t)
x
m
k d

x

f 0 ' > f 0 F (t) m' k' d
f 0 ' > f 0
F (t)
m'
k' d

f 0 =

f 0 ' =

1

k m
k
m
1 k' 2π m'
1
k'
m'

däMpfung

Beim Dämpfen wird einem schwingenden Sys- tem Energie durch ein Dämpfungselement ent- zogen (Abb 7) Anders als im Falle der Isolierung wurde hier allerdings zunächst Energie vom Erre-

ger an das schwingende System übertragen Ein

Teil dieser Schwingungsenergie wird im Dämp-

fungselement in eine andere Energieform, z B in

Wärme, gewandelt (Dissipation) und so wird die Schwingungsbewegung reduziert

Dämpfung ist nur im Bereich um die Resonanz- frequenz f 0 des schwingungsfähigen Systems

eine effektive Methode zur Schwingungsmin-

derung (Abb 2)

Durch eine Erhöhung des Dämpfungsparameters d kann die Maximalauslenkung des Systems deut- lich reduziert werden Die entsprechende Verände- rung in der Vergrößerungsfunktion ist in Abb 8 dargestellt Dämpfungselemente müssen deshalb so ausgelegt sein, dass in diesem Frequenzbereich besonders effizient Energiedissipation stattfindet

VerstiMMung

Ein schwingungsfähiges System ist eindeutig über seine Masse sowie seine elastischen und seine Dämpfungseigenschaften definiert Im Falle einer

Erregung im Bereich der Eigenfrequenz des Sys- tems ergibt sich eine besonders große Maximal-

auslenkung (Resonanz, Abb 2) Ändert man die

Größe der schwingenden Masse oder die elasti- schen Eigenschaften des Systems, so verändert

sich ebenfalls die Eigenfrequenz des Systems (Abb 9)

So kann erreicht werden, dass die Eigenfrequenz

des Systems und eine gegebene Erregerfrequenz

nicht mehr nah beieinander liegen und sich das System nicht mehr in Resonanz befindet Tatsäch-

lich verschiebt sich die Vergrößerungsfunktion

abhängig von der Eigenfrequenz des Systems ent- sprechend (Abb 10) Das System wird verstimmt

Verstimmung kann man durch eine Veränderung der schwingenden Masse oder – der typische An- satz – durch eine Versteifung des Systems, d h eine Erhöhung der Steifigkeit k, erreichen

Anders als bei der Schwingungskontrolle durch Isolierung kann die Dämpfung häufig auch nach- träglich, z B als Nachrüstmaßnahme zur Schwin- gungsreduzierung, angewendet werden Viskoe- lastische Dämpfer sind ein typisches Beispiel für Produkte, die leicht, z B einem Rohrleitungssys- tem, zur Schwingungsminderung hinzugefügt werden können

Vergrößerungsfunktion V

Vergrößerungsfunktion V
Vergrößerungsfunktion V
Vergrößerungsfunktion V
Vergrößerungsfunktion V
Vergrößerungsfunktion V

2,5

2

1,5

1

0,5

0

Abb 8

Abb 8

d < d' f 0
d < d'
f 0

Erregerfrequenz f E

Für eine wirkungsvolle Schwingungsminderung muss sichergestellt werden, dass die neue Eigen- frequenz nicht mit einer weiteren möglichen Erre- gerfrequenz des Systems zusammenfällt Wie im Falle der Dämpfung kann Verstimmung als Nach- rüstmaßnahme durchgeführt werden Allerdings ist dies häufig nur in einem engen Frequenzbe- reich möglich, da

f 0 ~ k 2,5 1 1 k f 0 ' = m' k' >
f 0 ~
k
2,5
1
1
k
f 0 ' =
m' k' > f 0 =
2
m
1,5
1
0,5
0
f 0
f 0 '
Abb 10
Erregerfrequenz f E
Vergrößerungsfunktion V

tilgen

Eine besondere Methode zur Minderung uner- wünschten Schwingungen ist der Einsatz von Tilgern Bei einem Tilger handelt es sich um ein zweites schwingungsfähiges System, das mit dem ursprünglichen System gekoppelt ist (Abb 11) Durch eine geschickte Wahl der Eigenschaften des Tilgers, d h seiner Masse, seines Dämpfungs- parameters und der elastischen Eigenschaften, kann vom Tilger Schwingungsenergie des ur- sprünglichen Systems übernommen werden

Als Ergebnis wird der Tilger schwingen während die Schwingung des ursprünglichen Systems deutlich reduziert wird (Abb 12)

Tilger müssen so ausgelegt sein, dass besonders im Resonanzbereich des ursprünglichen Systems effizient Energie an den Tilger übertragen wird Die Wirkung eines Tilgers hängt von der Dämp- fung des ursprünglichen Systems ab

Das Dämpfungselement eines Tilgers, z B ein vis- koelastischer Dämpfer oder ein Wirbelstromdäm- pfer, ermöglicht den Einsatz des Tilgers in einem breiten Frequenzbereich Tilger eignen sich häufig gut zur Nachrüstung, da sie ohne Widerlager auf die schwingenden Strukturen montiert werden können

6 system ohne tilger 5 system mit tilger 4 3 2 1 0 f 0
6
system ohne tilger
5
system mit tilger
4
3
2
1
0
f
0
Abb 12
Erregerfrequenz f E
Vergrößerungsfunktion V

aktiVe schwingungsMinderung

Eine unkonventionelle Methode zur Beherrschung von Schwingungen ist der Einsatz von aktiven Systemen, die an das schwingende System ge- koppelt werden (Abb 13) Diese Systeme sind mit Sensoren und Aktoren ausgestattet und können mit eigenen Schwingungen gezielt der Schwin- gung des ursprünglichen Systems entgegenwirken

Durch die Überlagerung der Schwingungen kann die ursprüngliche Schwingung deutlich reduziert werden

Anders als im Falle der Tilger können aktive Sys- teme dynamisch an sich verändernde Erregerfre- quenzen angepasst werden Aktive Systeme eig- nen sich gut zur Nachrüstung z B zur Minderung von Schwingungen in Rohrleitungssystemen, da sie in der Regel einfach auf das schwingende Sys- tem montiert werden können Dabei wird nur eine vergleichsweise kleine Schwingmasse m' im akti- ven System benötigt

Mit allen obengenannten Methoden können unerwünschte Schwingungen kontrolliert bzw deutlich gemindert werden Die Auswahl und Auslegung der am besten geeigneten Methode für ein Schwin- gungsproblem ist Aufgabe der VICODA Ingenieure Durch das umfassende VICODA Produktprogramm mit Feder- und Elastomerlagern zur Isolierung, viskoelastischen Dämpfern zur Dämpfung, Federelementen oder Stahlstreben zur Verstimmung, Tilgern und aktiven Systemen zur Schwingungsminderung sind sie nicht auf eine spezielle Methode festgelegt, sondern können für die optimale Lösung eines Problems die beste Methode und die zugehörigen Produkte wählen

Abb 11 F (t) m x k d
Abb 11
F (t)
m
x
k d
m' k' d' F (t) m x k d
m'
k'
d'
F (t)
m
x
k d
Abb 13 F (t) m k d
Abb 13
F
(t)
m
k d

x

m'  x' b k' d'  c F (t) c m x d k
m'
x'
b
k'
d'
c
F (t)
c
m
x
d
k
Aktor
b
Kontroll-Einheit
c
Sensor
k d x m'  x' b k' d'  c F (t) c m x

7

federlager isolierung Federlager sind die typischen Produkte, um ein schwingungsfähiges System von einer Schwin-

federlager

isolierung

Federlager sind die typischen Produkte, um ein schwingungsfähiges System von einer Schwin- gungsquelle zu entkoppeln und so zu isolieren Sie werden zwischen die Quelle und das System gebracht und erlauben es so, den Energietransfer von der Quelle an das System zu minimieren Die Eigenfrequenz des schwingungsfähigen Systems f 0 , welches durch die Steifigkeit der Federlager und der unterstützten Masse definiert ist, muss so ausgelegt werden, dass sie sich deutlich von der Erregerfrequenz der Schwingungsquelle f E unterscheidet

Federlager können ebenfalls verwendet werden, um ein schwingungsfähiges System gegen uner- wünschte Schwingungen aus der Umgebung zu isolieren (Empfängerisolierung) Beispiele hierfür sind z B die Isolierung von Präzisionsmaschinen oder auch Gebäuden gegen unerwünschte Er- schütterungen z B durch Verkehr

In jedem Fall können durch eine Isolierung mit Federlagern die Auswirkungen unerwünschter Schwingungen deutlich reduziert werden und deshalb bieten Federlager

anwendungsgebiete

Mit Federlagern können viele verschiedene Schwingungsprobleme effizient gelöst werden Eine typische industrielle Anwendung ist die Fun- damentisolierung von Schwermaschinen wie Pressen oder Schmiedehämmern In Kraftwerken kommen Federlager zum Einsatz um Kohlemüh- len, Dieselaggregate, Turbinen, Pumpen oder Kondensatoren schwingungstechnisch zu isolie- ren Kompressoren oder große Ventilatoren sind weitere Beispiele, bei denen durch die Isolierung mit Federlagern wirkungsvoll vermieden wird, dass durch die genannten Apparate verursach- te Schwingungen an die Umgebung übertragen werden (Quellenisolierung)

wirksamen Schutz für Menschen, Maschinen, Anlagen und Gebäude bei Stoßbeanspru- chung oder gleichförmiger Erregung,

die Möglichkeit, betriebsbedingte Schwin- gungen in den zulässigen Grenzen zu halten,

die Fähigkeit, den Verschleiß von Maschinen, Ausrüstung und Anlagen zu reduzieren

Im Ergebnis kann mit einer guten Fundament- isolierung, z B für eine große Hydraulikpresse, das Fundament selbst erheblich leichter aus- geführt werden (Abb 14) Mit entsprechender Isolierung kann deshalb schwingendes Gerät in praktisch jeder Umgebung installiert und durch die Isolierung können die Kosten für die Funda- mente deutlich reduziert werden

die Kosten für die Funda- mente deutlich reduziert werden Abb 14 - Verschiedene Fundamentkonzepte für eine

Abb 14 - Verschiedene Fundamentkonzepte für eine Hydraulikpresse

Die genannten Beispiele zeigen, dass der Anwendungsbereich von Federlagern sehr groß ist Entsprechend groß ist auch das zugehörige Produktportfolio

design

Im Basisdesign besteht ein Federlager aus einem Satz Spiralfedern aus Stahl, die mit einer Kopf und einer Bodenplatte verbunden sind (Abb 15) Die Federlager werden zwischen das schwingungs- fähige System und den Erreger gebracht, wobei die Platten durch verschiedene Befestigungsvarianten mit der Umgebung verbunden werden können Bei Verwendung einer schraubenlosenBefestigung können die Federlager auch mit selbsthaftenden Kissen geliefert werden, die eine zusätzliche Iso- lierung von Körperschall ermöglichen

Federn

Die Federn sind die Kernelemente eines VICODA Federlagers Als Tochtergesellschaft von LISEGA, dem Weltmarktführer für Rohrhalterungssysteme, profitiert VICODA von der mehr als 50-jährigen Erfahrung im Design und in der Herstellung feder- basierter Konstant- und Federhänger Für die VICODA steht das gesamte Programm hochwer- tiger LISEGA-Standardfedern zur Verfügung Um den vielfältigen Isolierungs-Anforderungen zu genügen, wurden dem Programm allerdings wei- tere Standardfedern hinzugefügt

Die Steifigkeit von konventionellen Spiralfedern lässt im Laufe der Zeit nach, insbesondere unter großer Last und bei hohen Temperaturen (Feder- relaxation) Um negative Auswirkungen aus diesem typischen Verhalten zu vermeiden, werden bei VICODA vorrelaxierte Federn eingesetzt, die eine gleichbleibende Funktionalität während der Lebensdauer eines Lagers sicherstellt

VICODA Federn werden mit einer speziellen Ober- flächenbehandlung, einer KTL (Kathodischer Tauchlack)-Beschichtung, geliefert, die aus der Automobilindustrie adaptiert wurde Dabei wer- den die Federn auf gezogener oder geschälter Oberfläche kugelgestrahlt und zinkphosphatiert Anschließend wird eine 2-Komponenten-Epoxid- harz-Beschichtung durch ein Elektrotauchverfahren aufgebracht und bei ~200°C eingebrannt

Um dem breiten Anwendungsspektrum von Federlagern gerecht zu werden, hat VICODA ein modulares Federlager-Design entwickelt, das auf einem Programm standardisierter Fe- dern aufbaut

Wie im Kapitel Technischer Hintergrund be- schrieben gilt für die Eigenfrequenz f 0 eines schwingungsfähigen Systems

f 0 =

1 k 2π m
1
k
m

Daraus folgt für ein System, das aus Federlagern und der von den Lagern unterstützten System- masse besteht, dass seine Eigenfrequenz direkt von der Federkompression (Federweg) abhängt, die durch das Gewicht der Systemmasse (Ruhe- last) hervorgerufen wird:

f 0 =

1

k
k

m

 

1

g m · x m
g
m ·
x
m
 

1

1

=

2

x
x
m   1 1 2π = 2π ≈ 2 x a b c Abb 15 
a b c Abb 15  Kopfplatte b Spiralfeder c Bodenplatte
a
b
c
Abb 15
Kopfplatte
b
Spiralfeder
c
Bodenplatte

Es ist also möglich, allein durch Überprüfung des Federwegs unter Ruhelast die Eigenfrequenz des Systems zu bestimmen (Abb 16) Für eine wirkungs- volle Isolierung sollte die Eigenfrequenz deutlich niedriger liegen als alle wesentlichen Erregerfre- quenzen der Schwingungsquelle

1x10 3 100 10 1 0 1 0 10 20 30 40 50 x[mm]
1x10 3
100
10
1
0 1
0
10
20
30
40
50
x[mm]

f [Hz]

Abb 16 - Federweg eines Federlagers unter Ruhelast und resultierende Eigenfrequenz

0 10 20 30 40 50 x[mm] f [Hz] Abb 16 - Federweg eines Federlagers unter

9

Abb 17 - Federlager Typ SL Abb 18 - Federlager Typ SM Abb 19 -
Abb 17 - Federlager Typ SL Abb 18 - Federlager Typ SM Abb 19 -
Abb 17 - Federlager Typ SL Abb 18 - Federlager Typ SM Abb 19 -

Abb 17 - Federlager Typ SL

Abb 17 - Federlager Typ SL Abb 18 - Federlager Typ SM Abb 19 - Federlager
Abb 17 - Federlager Typ SL Abb 18 - Federlager Typ SM Abb 19 - Federlager

Abb 18 - Federlager Typ SM

Abb 17 - Federlager Typ SL Abb 18 - Federlager Typ SM Abb 19 - Federlager
Abb 17 - Federlager Typ SL Abb 18 - Federlager Typ SM Abb 19 - Federlager

Abb 19 - Federlager Typ SH

dämpfungselemente

Im Allgemeinen haben Federelemente nur geringe Dämpfungseigenschaften, die auf der niedrigen natürlichen Dämpfung von Stahl beruhen Wenn eine höhere Dämpfung benötigt wird, können viskoelastische Dämpfungselemente in die Feder- lager integriert werden

Typische Beispiele für die Notwendigkeit einer höheren Dämpfung sind stoßartige Belastungen wie z B im Fall von Schmiedehämmern Bei die- sen Anwendungsfällen sind Dämpfungselemente nötig, die die Bewegungsenergie des Hammers schnell in Wärmeenergie wandeln und so die Be- wegung des Hammers zügig stoppen

Auch wenn bei der Schwingungsquelle verschie- dene Betriebszustände mit unterschiedlichen Erregerfrequenzen f E auftreten, z B beim Anfah- ren einer Turbine, sind Dämpfungselemente zur Schwingungskontrolle nötig Ausgehend von ih- rem Ruhezustand (0Hz) wird die Turbine bis zu ihrer Betriebsfrequenz hochgefahren Da eine wirkungsvolle Isolierung mit Federlagern so aus- gelegt wird, dass das schwingungsfähige System eine Eigenfrequenz f 0 besitzt die deutlich unter der dauerhaften Erregerfrequenz f E , der Betriebs- frequenz, liegt, wird beim Anfahren der Turbine zwangsläufig dieser Resonanzbereich passiert Um hier eine besondere Verstärkung der Schwin- gung zu vermeiden, müssen dem System Sicher- heits-Dämpfungselemente hinzugefügt werden Die Energie, die in diesen Dämpfungselementen in Wärme gewandelt wird, ist deutlich geringer als im Fall der Schmiedehämmer

Vorspannung und blockierung von Federlagern

Ein wichtiges Funktionsmerkmal von Federlagern ist die Möglichkeit, sie bei einer beliebigen Feder- kompression zu blockieren (Vorspannung) Vor- gespannte Federlager können blockiert installiert werden und wirken so zunächst wie feste Lager Am Ende der Installationsarbeiten – dies kann z B die Aufstellung einer schweren Werkzeugmaschine oder auch der Bau eines kompletten Gebäudes sein – werden die Federlager aktiviert d h die Blockierung wird entfernt Ab diesem Moment wirken die Lager dann schwingungsisolierend

Vorspannung und Blockierung erlauben eine ein- fache Anpassung oder Instandhaltung von Feder- lagern, da es nicht notwendig ist, die von den La- gern unterstützte Masse – Maschine, Anlage oder Gebäude – anzuheben

Für jede Anpassung, Instandhaltung oder den Ersatz von Federlagern ohne dieses Funktions- merkmal muss immer zunächst die unterstützte Maschine oder Struktur angehoben werden, was zu erheblichen Kosten führen kann

basistypen von Federlagern

VICODA Federlager folgen einem modularen Konstruktionsprinzip, durch das die Nutzung kostengünstiger Fertigungsverfahren und kurze Lieferzeiten möglich werden Die wesentlichen Typen von VICODA Federlagern sind:

Federlager ohne dämpfungselement

– typ sl

Die Basiskonstruktion eines Federlagers vom Typ SL besteht aus einem Satz Spiralfedern, die mit einer Kopf- und einer Bodenplatte verbunden sind (Abb 17) Durch die Kombi- nation von verschiedenen VICODA Standard- federn, können die Federlager so ausgelegt werden, dass die Eigenfrequenz des isolierten Systems optimal eingestellt und so eine wir- kungsvolle Isolierung für eine gegebene Erregerfrequenz realisiert wird

Federlager mit sicherheitsdämpfung

– typ sm

Im Gegensatz zu den Federlagern des Typs SL, befinden sich die Federn des Federlager- typs SM in einem hochviskosen Medium (Abb 18) Dadurch erhält dieser Lagertyp eine Sicherheitsdämpfungs-Charakteristik

Federlager mit viskoelastischen dämpfern – typ sh Diese Federlager verfügen zusätzlich über ein Dämpfungselement (Abb 19) vergleich- bar den typischen VICODA viskoelastischen Dämpfern Mit diesen Elementen kann eine deutlich höhere Dämpfung erreicht werden als im Fall der Sicherheitsdämpfung

VICODA Federlager sind grundsätzlich mit oder ohne Vorspannung und Blockierung lieferbar

Alle Federlager werden mit einem hochwertigen Korrosionsschutz entsprechend den Vorgaben in- ternationaler Standards geliefert Für extreme Be- triebsbedingungen bietet VICODA entsprechen- de Oberflächenschichtungen an, die im eigenen Fertigungsbereich aufgebracht werden

auswahl Von Federlagern

Die grundlegenden Parameter, die für die Defini- tion einer Isolierungslösung mit Federlagern nö- tig sind, sind:

die Last [kN], die durch das Gewicht der zu unterstützenden Maschine, Anlage oder des zu unterstützenden Gebäudes gegeben ist, sowie die Lastverteilung,

die wesentlichen Erregerfrequenzen [Hz] der Schwingungsquelle,

die Betriebstemperatur [°C] im Falle von Dämpfungselementen,

Einbaumaße [mm] und geometrische Begrenzungen

Auch wenn die Definition einer allgemeinen Iso- lierungslösung mit Federlagern simpel erscheint, so machen es die vielen möglichen Kombinationen von Standardfedern und Dämpfungselementen nicht einfach, die optimale Lösung zu bestimmen

Deshalb stehen VICODA Ingenieure zur Verfügung, um Ihnen zu helfen, die optimale Lösung aus dem VICODA Baukasten zu identifizieren

Ob und in welchem Umfang unerwünschte Schwingungen ein schwingungsfähiges System beeinträchtigen können, kann häufig schon zu Beginn eines Neubauprojekts abgesehen werden Da eine gute Isolierung die Beanspruchung einer Struktur deutlich reduzieren kann, kann diese oft erheblich leichter ausgelegt werden als ohne Iso- lierung Eine frühzeitige Einbindung von VICODA Ingenieuren kann Ihnen deshalb helfen, die kos- tengünstigste Gesamtlösung zu identifizieren

die kos- tengünstigste Gesamtlösung zu identifizieren prüFung, montage und instandhaltung Alle VICODA Federlager

prüFung, montage und instandhaltung

Alle VICODA Federlager werden vor dem Versand endgeprüft LISEGA, die Muttergesellschaft von VICODA, erfahrener Konstrukteur und Hersteller von dynamischen und statischen Prüfständen, hat die dafür notwendigen Prüfausrüstungen und Prozesse geliefert

Für die Montage und die Montageüberwachung von Federlagern steht erfahrenes VICODA Service- personal zur Verfügung

Aufgrund der verwendeten hochwertigen Materialien können die Federlager bei normalen Betriebstemperaturen im Rahmen der typischen Lebensdauern der unterstützten Strukturen als wartungsfrei angesehen werden Allerdings soll- te bei Verwendung von Dämpfungslementen alle 10 Jahre eine Sichtkontrolle erfolgen Auch diese Instandhaltungsinspektionen, der Aus- tausch von Federlagern und auch jede Störungs- behebung können von VICODA Fachpersonal er- ledigt werden

und auch jede Störungs- behebung können von VICODA Fachpersonal er- ledigt werden Montage eines Federlagers -

Montage eines Federlagers - Typ SM

und auch jede Störungs- behebung können von VICODA Fachpersonal er- ledigt werden Montage eines Federlagers -

11

federlager – typ sl, sM, sh standardFedern Mit dem Baukasten der VICODA Standardfedern können die

federlager – typ sl, sM, sh

standardFedern

Mit dem Baukasten der VICODA Standardfedern können die typischen Isolierungs-Anwendungs- fälle abgedeckt werden Die typischen Eigenfre- quenzen des Systems, das aus den Federlagern und der von ihnen unterstützten Masse – Maschi- ne, Anlage oder Gebäude – besteht, liegen im Be- reich bis zu 8Hz Durch Kombination von verschie- denen Standardfedern in einem Federlager kann für eine gegebene Anwendung das optimale La- ger konfiguriert werden

Ausgehend von der Ruhelast des Systems muss der Satz von Standardfedern so gewählt werden, dass sich durch die Gesamt-Steifigkeit des Lagers, die gewünschte Systemeigenfrequenz ergibt Wie oben gezeigt, sind die Steifigkeit des Lagers, sein Federweg unter Ruhelast und die Eigenfrequenz des Systems abhängig voneinander Die standar- disierten Federlager von VICODA decken alle ty- pischen Anwendungsfälle ab, vgl Abb 20 Zum Beispiel wird beim Einsatz eines Federlagers des Typs SL 102 121-2, bestehend aus 12 Standard- federn mit einer Gesamtfedersteifigkeit von 47,76kN/mm, das mit einer Ruhelast von 955kN belastete System eine Eigenfrequenz von 3,5Hz haben und der Federweg unter Ruhelast wird 20mm betragen

Eine andere Möglichkeit bei gleicher Last ist der Einsatz eines Federlagers vom Typ 107 161-12 In diesem Fall ergibt sich eine Eigenfrequenz von 2,8Hz (Abb 21) Für eine noch wirkungsvollere Isolierung kann auch ein Federlager vom Typ SL 108 101-3 verwendet werden, was zu einer Eigenfrequenz von 2,46Hz führt

In den meisten Fällen wird die Lagerung nicht durch ein einzelnes sondern durch mehrere Fe- derlager erfolgen In diesem Fall ergibt sich die Eigenfrequenz des Systems aus der Gesamtheit aller eingesetzten Lager Um die beste Lösung für ein gegebenes Schwingungsisolierungs-Pro- blem zu definieren, muss abgewogen werden zwischen der Anzahl an Lagern und der Anzahl an Standardfedern pro Lager, um die gewünschte Gesamtsteifigkeit zu erreichen

Da die Anzahl der möglichen Kombinationen sehr groß ist, stehen VICODA Ingenieure zur Verfügung, um Ihnen bei der Bestimmung der optimalen Lö- sung behilflich zu sein Ausgehend von den Aus- wahlparametern auf S 11, werden sie mit Hilfe des VICODA Baukastens die beste Lösung konfi- gurieren

Eigenfrequenz [Hz]

8 0 5 0 3 5 2 9 2 5 2 2 2 0 1
8 0
5 0
3 5
2 9
2 5
2 2
2 0
1 9
1 8
2500
3 5
2 9
2000
1028
SL 102 121-6
955
SL 102 121-2
765
SL 102 101-0
1500
20
30
1000
SL 102 121-2
SL 107 161-12
SL 108 101-4
500
0
10
20
30
40
50
60
70
80
Kraft [kN]

Abb 20 - Auswahl des Federlagers SL 101 121-2 aus dem Standard VICODA Federlager Baukasten

Federweg [mm]

Das modulare VICODA Federlagerdesign ist mit Blick auf die Herstellung der Lager optimiert Nur so können kurze Lieferzeiten und eine kosten- günstige Fertigung sichergestellt werden Als Voraussetzung hierfür ist die vollständige tech- nische Dokumentation inklusive Konstruktions- und Fertigungszeichnungen, Stücklisten sowie

speziellen Produktzulassungen oder besonderen Kundendokumentationen im VICODA IT-System verfügbar

Beispielhaft sind in Abb 21 die technischen Daten- blätter für die Federlager der Typen SL 102, SL 107 und SL 108 dargestellt

in Abb 21 die technischen Daten- blätter für die Federlager der Typen SL 102, SL 107
in Abb 21 die technischen Daten- blätter für die Federlager der Typen SL 102, SL 107

Abb 21

in Abb 21 die technischen Daten- blätter für die Federlager der Typen SL 102, SL 107
in Abb 21 die technischen Daten- blätter für die Federlager der Typen SL 102, SL 107
in Abb 21 die technischen Daten- blätter für die Federlager der Typen SL 102, SL 107

13

Viskoelastische däMpfer dämpFung – dissipation Viskoelastische Dämpfer mindern Schwingungen, indem sie kinetische

Viskoelastische däMpfer

dämpFung – dissipation

Viskoelastische Dämpfer mindern Schwingungen, indem sie kinetische Schwingungsenergie in Wärme umwandeln und so die Bewegung des Systems dämpfen Dämpfung als Methode zur Schwingungsminderung ist nur wirkungsvoll, wenn das schwingungsfähige System mit einer Frequenz erregt wird, die nahe bei seiner Eigen- frequenz liegt Aufgrund ihres Konstruktionsprin- zips sind viskoelastische Dämpfer von VICODA über einen breiten Frequenzbereich einsetzbar

anwendungsgebiete

Viskoelastische Dämpfer können zur Lösung viel- fältiger Schwingungsprobleme verwendet werden Ein typisches Beispiel ist die Dämpfung betriebs- bedingter Schwingungen in industriellen Rohrlei- tungssystemen z B in einem Kraftwerk Immer dann, wenn das Rohrleitungssystem nicht von der Schwingungsquelle isoliert werden kann, ist Dämpfung eine Option, die Bewegung der Rohr- leitung auf ein zulässiges Maß zu begrenzen

Ein weiteres Beispiel ist die Dämpfung von Stoß- lasten, wie sie z B bei großen Schmiedehämmern auftreten In diesem Fall muss der Dämpfer eine beträchtliche Energiemenge in sehr kurzer Zeit aufnehmen, so dass das System schnellstmöglich zur Ruhe kommt und nach minimaler Totzeit der nächste Arbeitsgang des Hammers beginnen kann

Viskoelastische Dämpfer kommen auch zusammen mit Federlagern zum Einsatz, z B für die Schwin- gungsisolierung eines Dieselaggregats in einem Kraftwerk (Abb 22)

Während des Hochlaufens des Aggregats erhöht sich seine Drehzahl zügig bis auf die Betriebsfre- quenz Die Federlager sind dabei so auszulegen, dass bei Betriebsfrequenz die Umgebung schwin- gungstechnisch gut isoliert wird Die Eigenfrequenz des schwingungsfähigen Systems bestehend aus Dieselaggregat, Fundament und Federlagern liegt dann deutlich unter der Betriebsfrequenz, und deshalb muss beim Hochfahren der Resonanzbe- reich des Systems passiert werden In dieser Phase sind die Dämpfungselemente nötig, um die Bewe- gung des System zu dämpfen und Resonanzeffekte möglichst gering zu halten

Leider werden Dämpfer zuweilen als Alternative zu Stoßbremsen vorgeschlagen Die Funktion von Stoßbremsen ist der Schutz von mechanischen Verbindungen bei Stoßbeanspruchungen Deshalb werden sie parallel zu der zu schützenden Verbin- dung montiert und bieten im Falle der Beanspru- chung einen feste Parallelverbindung, die die auf- tretenden Kräfte aufnehmen kann Ein Beispiel hierfür ist z B die Verbindung des Dampferzeugers in einem Nuklearkraftwerk an das Rohrleitungs- system, die gegen Erdbeben geschützt werden soll Für diesen Anwendungsfall sind viskoelasti- sche Dämpfer ungeeignet, da sie in der kurzen Reaktionszeit nicht die notwendige Festigkeit liefern

kurzen Reaktionszeit nicht die notwendige Festigkeit liefern Abb 22 - Ein auf Federlagern und viskoelastischen Dämpfern

Abb 22 - Ein auf Federlagern und viskoelastischen Dämpfern gelagertes Dieselaggregat

F D

F D design Viskoelastische Dämpfer von VICODA bestehen aus einem Metallgehäuse, das mit einem hochvis- kosen

design

Viskoelastische Dämpfer von VICODA bestehen aus einem Metallgehäuse, das mit einem hochvis- kosen Medium gefüllt ist (Abb 23) Ein mit der oberen Anschlussplatte verbundener Stempel kann sich innerhalb des Mediums in alle Richtungen bewegen (Abb 24)

Entweder die obere oder die untere Anschluss- platte des Dämpfers können mit dem schwingen- den System verbunden werden Die jeweils andere Platte muss auf ein festes Widerlager montiert werden Deshalb wirken viskoelastische Dämpfer nicht als statische Unterstützung, allerdings erlau- ben sie durch die Bewegung des Stempels im viskosen Medium, dass Energie dissipiert d h in Wärme umgewandelt wird Durch die freie Bewe- gungsmöglichkeit von Stempel und oberer An- schlussplatte gegenüber dem Gehäuse mit der unteren Anschlussplatte kann der Dämpfer kleine- ren thermischen Verschiebungen des Systems folgen Außerdem wirken die Dämpfer in allen sechs Schwingungsfreiheitsgraden und dämpfen so lineare und Torsionsschwingungen

Das Modell des idealen Dämpfers ist ein einfaches, aber vielfach hinreichend genaues Modell zur Be- schreibung von viskoelastischen Dämpfern Dabei wird die Dämpfungskraft F D , die im Dämpfer ent- wickelt wird und die der Stempelbewegung entge- genwirkt, als direkt proportional zu Stempelge- schwindigkeit angenommen

F D

=

dx .

Typischerweise ist der Dämpfungsparameter d abhängig von der Frequenz, mit der das System schwingt, d h d = d(f)

von der Frequenz, mit der das System schwingt, d h d = d(f) Die Frequenzabhängigkeit des

Die Frequenzabhängigkeit des Dämpfungspara- meters eines Dämpfers wird mit Hilfe von Versuchen bestimmt (Abb 25) Aufgrund ihrer Konstruktion sind die vertikalen und horizontalen Dämpfungsparameter von VICODA Dämpfern unterschiedlich

Das Modell impliziert, dass langsame Stempel- bewegungen nur zu kleinen Dämpfungskräften führen Deshalb sind die Dämpfungskräfte auf- grund von langsamen thermischen Verschiebungen vernachlässigbar Dauerhafte Betriebsschwingun- gen, die in jedem Schwingungszyklus eine Ver- schiebung ∆ x des Stempels verursachen, führen jedoch zu einer stetigen Energiedissipation (Abb 26)

VD 160 441

zu einer stetigen Energiedissipation (Abb 26) VD 160 441 ∆ x Eingebauter viskoelastischer Dämpfer im Kernkraftwerk

∆ x

Eingebauter viskoelastischer Dämpfer im Kernkraftwerk

a c d e b Abb 23
a
c
d
e
b
Abb 23
a g e f b Abb 24
a
g
e
f
b
Abb 24

Obere Anschlussplatte

b

Untere Anschlussplatte

c

Typenschild mit Seriennummer

d

Positionsanzeige

e

Gehäuse

f

Hochviskoses Medium

g

Stempel

1000 Vd 340 441 100 Vd 160 441 Vd 085 441 Vd 045 441 10
1000
Vd 340 441
100
Vd 160 441
Vd 085 441
Vd 045 441
10
Vd 025 441
Vd 015 441
Vd 005 441
1
0
5
10
15
20
25
30
35
min. vertikaler Dämpfungs-
parameter d [kNs/m]

Frequenz [Hz]

Abb 25 - Minimaler Dämpfungsparameter als Funktion der Betriebsfrequenz für ausgewählte viskoelastische Dämpfer

Abb 26 - Hysterese eines viskoelastischen Dämpfers

der Betriebsfrequenz für ausgewählte viskoelastische Dämpfer Abb 26 - Hysterese eines viskoelastischen Dämpfers 15

15

Abb 27 - Viskoelastischer Dämpfer mit Transportsicherung (rot) in Neutralstellung (oben) und in Offset-Stellung (unten)
Abb 27 - Viskoelastischer Dämpfer mit Transportsicherung (rot) in Neutralstellung (oben) und in Offset-Stellung (unten)
Abb 27 - Viskoelastischer Dämpfer mit Transportsicherung (rot) in Neutralstellung (oben) und in Offset-Stellung (unten)

Abb 27 - Viskoelastischer Dämpfer mit Transportsicherung (rot) in Neutralstellung (oben) und in Offset-Stellung (unten)

Viskose medien

Neben der konstruktiven Form des Stempels ist die Wahl des viskosen Mediums das wichtigste Element, um die Dämpfungseigenschaften eines viskoelastischen Dämpfers festzulegen Im Allge- meinen ist die Viskosität von Flüssigkeiten tempe- raturabhängig Deshalb muss für die optimale Auslegung eines viskoelastischen Dämpfers die Betriebstemperatur berücksichtigt werden Die Betriebstemperatur ergibt sich dabei immer aus den Umgebungstemperaturen und der Wärme, die im Dämpfer während des Betriebs erzeugt wird

In VICODA viskoelastischen Dämpfern werden drei Typen von viskosen Medien eingesetzt, deren Eigenschaften sich abhängig von Temperatur und Frequenz unterscheiden:

Viskoelastische dämpfer – typ Vd mit auf Bitumen basierenden Medien, die große Dämpfungsparameter erlauben (bis zu d = 554kNs/m bei 5Hz), für Betriebstem- peraturen von +20 bis +80°C in einem Arbeitsbereich von ∆T = 10°C

Viskoelastische dämpfer – typ Vm mit auf Polybuten basierenden Medien, die mittlere Dämpfungsparameter erlauben (bis zu d = 438kNs/m bei 5Hz), für Betriebstem- peraturen von –10 bis +40°C

Viskoelastische dämpfer – typ Vl mit auf Silikonöl basierenden Medien, die geringere Dämpfungsparameter erlauben für Betriebstemperaturen von –30 bis +110°C

Alle viskoelastischen Dämpfer von VICODA wer- den entsprechend internationaler Standards mit einem hochwertigen Korrosionsschutz geliefert Für extreme Betriebsbedingungen bietet VICODA entsprechende Oberflächenschichtungen an, die in der betriebseigenen Oberflächentechnik aufge- bracht werden

auswahl Von VisKoelastischen dämpFern

Die wesentlichen Parameter, die für die Definition einer Dämpfungslösung mit viskoelastischen Dämpfern nötig sind, sind:

die Betriebstemperaturen [°C], d h die niedrigste und höchste zu erwartende Betriebstemperatur,

die wesentlichen Frequenzen [Hz] des schwingenden Systems,

die notwendigen Dämpfungsparameter d [kNs/m],

thermische Verschiebungen [mm] zwischen Einbau- und Betriebsposition,

Einbaumaße [mm] und geometrische Begrenzungen

Mit diesen Parametern können viskoelastische Dämpfer aus dem VICODA Standardprogramm mit Hilfe der Auswahltabellen auf den folgenden Seiten ausgewählt werden VICODA Ingenieure helfen Ihnen gerne, um die beste Auswahl für ein gegebenes Dämpfungsproblem zu treffen

prüFung, montage und instandhaltung

Alle viskoelastischen Dämpfer von VICODA wurden während ihrer Entwicklung umfas- send geprüft Auf Wunsch sind spezielle Endprüfungen vor dem Versand in den VICODA Prüflaboratorien möglich

Alle viskoelastischen Dämpfer von VICODA werden mit einer Transportsicherung gelie- fert, die während der Montage und vor Inbe- triebnahme entfernt werden muss (Abb 27)

Wenn größere thermische Verschiebungen zwi- schen Einbauposition und Betriebsposition zu er- warten sind, können die Dämpfer in einer„Offset“- Stellung geliefert werden So kann erreicht werden, dass die Stempel während des Betriebs immer eine zentrische Position im Dämpfer haben (Abb 28) Um ein Austreten des viskosen Mediums zu vermeiden, ist darauf zu achten, dass die Dämpfer grundsätzlich in einer aufrechten Position gehal- ten werden Für die Montage in der Anlage oder die Montageüberwachung steht VICODA Fach- personal zur Verfügung

Insbesondere das viskose Medium Bitumen ist stark temperaturabhängig und deshalb kann seine Viskosität bei Einbautemperatur deutlich höher sein als bei Betriebstemperatur Um eine mögliche thermische Verschiebung nicht zu behindern können Dämpfern mit diesem Medium Heizele- mente hinzugefügt werden, die das Medium vor- heizen und so seine Viskosität reduzieren

Auch wenn viskoelastischen Dämpfer keine sta- tischen Lasten abtragen, benötigen sie ein festes Widerlager Es gibt viele verschiedene Möglich- keiten, die Dämpfer zu installieren und dabei ent- weder die obere oder die untere Verbindungs- platte mit dem schwingenden System zu verbinden (Abb 29)

Die Verbindungselemente um viskoelastische Dämpfer z B mit einem Rohrleitungssystem zu verbinden, können so konstruiert und geliefert werden, wie es die Situation erfordert (Abb 30)

Die hochwertigen viskoelastischen Dämpfer von VICODA können für eine Betriebslebensdauer von 40 Jahren als wartungsfrei angenommen werden Während dieser Zeit können die viskosen Medien bei den vorgesehenen Betriebsbedingungen als nicht-alternd angenommen werden Trotzdem sollte eine jährliche Sichtkontrolle durchgeführt werden Dies gilt auch für den Fall, dass außerge- wöhnliche Betriebsbedingungen – z B höhere Betriebstemperaturen über einen längeren Zeit- raum – aufgetreten sind

Für diese Sichtkontrollen, für den Austausch von Dämpfern oder jede Art von Störungsbeseitigung stehen VICODA-Experten zur Verfügung

Abb 29 - Einbaubeispiele

VICODA-Experten zur Verfügung Abb 29 - Einbaubeispiele Dämpfung einer waage- rechten Rohrleitung Dämpfung einer

Dämpfung einer waage- rechten Rohrleitung

- Einbaubeispiele Dämpfung einer waage- rechten Rohrleitung Dämpfung einer waage- rechten Rohrleitung Dämpfung einer

Dämpfung einer waage- rechten Rohrleitung

Rohrleitung Dämpfung einer waage- rechten Rohrleitung Dämpfung einer senk- rechten Rohrleitung Abb 28 -

Dämpfung einer senk- rechten Rohrleitung

Rohrleitung Dämpfung einer senk- rechten Rohrleitung Abb 28 - Viskoelastischer Dämpfer in Neutral- und
Rohrleitung Dämpfung einer senk- rechten Rohrleitung Abb 28 - Viskoelastischer Dämpfer in Neutral- und
Rohrleitung Dämpfung einer senk- rechten Rohrleitung Abb 28 - Viskoelastischer Dämpfer in Neutral- und

Abb 28 - Viskoelastischer Dämpfer in Neutral- und Offset-Stellung

Rohrleitung Abb 28 - Viskoelastischer Dämpfer in Neutral- und Offset-Stellung Abb 30 - Spezial- Verbindungselement 17

Abb 30 - Spezial- Verbindungselement

Rohrleitung Abb 28 - Viskoelastischer Dämpfer in Neutral- und Offset-Stellung Abb 30 - Spezial- Verbindungselement 17

17

Viskoelastische däMpfer – typ Vd Alle Dämpfungsparameter wurden entsprechend den hohen Anforderungen der deutschen

Viskoelastische däMpfer – typ Vd

Alle Dämpfungsparameter wurden entsprechend den hohen Anforderungen der deutschen Norm für Nuklearanlagen (KTA 3205 3) bestimmt

der deutschen Norm für Nuklearanlagen (KTA 3205 3) bestimmt  M = Transportgewinde Nennlast = maximale
der deutschen Norm für Nuklearanlagen (KTA 3205 3) bestimmt  M = Transportgewinde Nennlast = maximale

M = Transportgewinde

Nennlast = maximale Kraft, die der Dämpfer bei Betriebstemperatur übertragen kann

Dämpfer mit größerem Offset sind auf Wunsch lieferbar

nennlast, abmessungen, gewicht

 

Nennlast

E

B

C

s

a

b

Gewicht

Typ

[kN]

[mm]

[mm]

[mm]

[mm]

[mm]

[mm]

M

[kg]

Vd 005 441

0,3

240

225

200

8

34

14

-

12

Vd 015 441

2,5

240

270

215

8

34

14

-

16

Vd 045 441

10

240

340

270

10

38

18

M16

31

Vd 140 441

30

320

440

350

15

46

26

M16

84

Vd 185 441

60

350

510

410

20

53

33

M16

149

Vd 340 441

100

405

580

460

30

59

39

M16

246

Die maximale Verschiebung (Offset) zur Neutralstellung beträgt 40mm für alle viskoelastischen Dämpfer des Typs VD

 

Vertikale dämpfungsparameter [kns/m]

 
 

Nennlast

5

10

15

20

25

30

35

Typ

[kN]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

Vd 005 441

0,3

6,2

4,7

4,0

3,6

3,3

3,0

2,9

Vd 015 441

2,5

15,7

12,0

10,2

9,1

8,3

7,7

7,3

Vd 045 441

10

47,3

36,0

30,7

27,4

25,0

23,3

21,9

Vd 140 441

30

143,9

109,4

93,2

83,2

76,2

70,9

66,7

Vd 185 441

60

189,4

144,0

122,7

109,5

100,3

93,3

87,8

Vd 340 441

100

340,2

258,7

220,4

196,7

180,1

167,6

157,7

horizontale dämpfungsparameter [kns/m]

 
 

Nennlast

5

10

15

20

25

30

35

Typ

[kN]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

Vd 005 441

0,3

5,9

4,5

3,6

3,0

2,5

2,2

2,1

Vd 015 441

2,5

14,0

10,8

8,6

7,0

6,0

5,4

5,1

Vd 045 441

10

37,4

28,8

22,9

18,9

16,1

14,4

13,6

Vd 140 441

30

148,7

114,5

91,3

75,1

64,2

57,4

54,1

Vd 185 441

60

293,0

225,8

180,0

148,1

126,5

113,1

106,6

Vd 340 441

100

554,1

427,0

340,4

280,0

239,2

214,0

201,7

Viskoelastische däMpfer – typ VM

Alle Dämpfungsparameter wurden entsprechend den hohen Anforderungen der deutschen Norm für Nuklearanlagen (KTA 3205 3) bestimmt

nennlast, abmessungen, gewicht

 

Nennlast

E

B

C

s

a

b

Gewicht

Typ

[kN]

[mm]

[mm]

[mm]

[mm]

[mm]

[mm]

M

[kg]

VM 010 331

5

270

260

195

10

38

18

M16

21

VM 020 331

10

270

295

230

10

38

18

M16

30

VM 055 331

25

290

425

340

20

46

26

M16

106

VM 175 331

50

380

590

480

30

59

39

M16

288

Die maximale Verschiebung (Offset) zur Neutralstellung beträgt 30mm für alle hier genannten viskoelastischen Dämpfer des Typs VM…331

 

nennlast, abmessungen, gewicht

 
 

Nennlast

E

B

C

s

a

b

Gewicht

Typ

[kN]

[mm]

[mm]

[mm]

[mm]

[mm]

[mm]

M

[kg]

VM 010 551

5

390

325

260

10

38

18

M16

39

VM 020 551

10

390

360

290

10

42

22

M16

49

VM 055 551

25

410

525

420

20

46

26

M16

158

VM 175 551

50

500

730

590

30

59

39

M16

489

Die maximale Verschiebung (Offset) zur Neutralstellung beträgt 50mm für alle hier genannten viskoelastischen Dämpfer des Typs VM…551

 

Die vertikalen und horizontalen Dämpfungsparameter für die Dämpfer der Typen VM…331 und VM…551 sind gleich

Vertikale dämpfungsparameter [kns/m]

 
 

Nennlast

5

10

15

20

25

30

35

Typ

[kN]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

VM 010

1

5

10,2

7,7

6,6

5,9

5,4

5,0

4,7

VM 020

1

10

19,5

14,9

12,7

11,4

10,4

9,7

9,1

VM 055

1

25

54,9

41,9

35,8

32,0

29,3

27,3

25,7

VM 175

1

50

174,8

133,4

113,8

101,8

93,3

86,9

81,8

horizontale dämpfungsparameter [kns/m]

 
 

Nennlast

5

10

15

20

25

30

35

Typ

[kN]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

[Hz]

VM 010

1

5

11,6

8,7

7,3

6,5

5,9

5,5

5,2

VM 020

1

10

24,0

18,1

15,3

13,6

12,4

11,5

10,8

VM 055

1

25

100,0

75,3

63,7

56,6

51,7

47,9

45,0

VM 175

1

50

438,3

329,9

279,4

248,3

226,6

210,2

197,4

438,3 329,9 279,4 248,3 226,6 210,2 197,4 Verschiebungen (Offset) sind prinzipiell in vertikaler und
438,3 329,9 279,4 248,3 226,6 210,2 197,4 Verschiebungen (Offset) sind prinzipiell in vertikaler und
438,3 329,9 279,4 248,3 226,6 210,2 197,4 Verschiebungen (Offset) sind prinzipiell in vertikaler und

Verschiebungen (Offset) sind prinzipiell in vertikaler und horizontaler Richtung

möglich

226,6 210,2 197,4 Verschiebungen (Offset) sind prinzipiell in vertikaler und horizontaler Richtung möglich 19

19

a b c Abb 31  Kopfplatte b Mittlerer Elastomerblock c Bodenplatte elastoMerlager isolierung Wie
a b c Abb 31  Kopfplatte b Mittlerer Elastomerblock c Bodenplatte elastoMerlager isolierung Wie

a

b

c

Abb 31

Kopfplatte

b

Mittlerer Elastomerblock

c

Bodenplatte

b Mittlerer Elastomerblock c Bodenplatte elastoMerlager isolierung Wie Federlager sind auch
b Mittlerer Elastomerblock c Bodenplatte elastoMerlager isolierung Wie Federlager sind auch

elastoMerlager

isolierung

Wie Federlager sind auch Elastomerlager Produkte, die zur Isolierung eines schwingungsfähigen Sys- tems von einer Schwingungsquelle eingesetzt werden können Anders als Federlager besitzen Elastomerlager immer eine minimale innere Dämp- fung Zur Isolierung müssen auch diese Lager zwi- schen das schwingungsfähige System und die Schwingungsquelle gebracht werden Für eine wirkungsvolle Isolierung muss die Eigenfrequenz des schwingungsfähigen Systems bestehend aus

den Elastomerlagern und der von ihnen unter- stützten Masse deutlich unter den wesentlichen Erregerfrequenzen der Schwingungsquelle liegen

anwendungsgebiete

In vielen Anwendungsfällen stellen Elastomer- lager die kostengünstigste Methode zur Lösung eines Schwingungsproblems dar

Eine typische Anwendung ist zum Beispiel die Iso- lierung des Notstromaggregats eines Kranken- hauses, das auf dem Dach des Krankenhauses un-

Das Aggregat

wird im Falle eines Stromausfalls sofort Anlaufen, um eine unterbrechungsfreie Stromversorgung zu garantieren Dabei muss sichergestellt werden, das die entstehenden Schwingungen nicht auf das Gebäude übertragen werden und die Funktion von empfindlichen medizinischen Instrumenten oder Laborgeräten beeinträchtigt wird

tergebracht ist (Quellenisolierung)

Elastomerlager werden auch häufig verwendet um einzelne Räume oder komplette Gebäude gegen Erschütterungen von außen zu isolieren (Empfängerisolierung) Das Anwendungsspektrum reicht hier von der Isolierung kleiner Räume mit besonders empfindlichen Produktions- oder Mess- geräten bis zur Isolierung eines Konzerthauses gegen Erschütterungen die z B durch nahen Schie- nenverkehr entstehen

Ein weiteres großes Anwendungsgebiet ist die Isolierung von Werkzeugmaschinen Hier kann häufig mit kleinen Standard-Elastomerlagern eine einfache und kostengünstige Schwingungs- isolierung realisiert werden

Der Schutz von kompletten Gebäudestrukturen gegen Erdbeben ist ebenfalls mit entsprechend ausgelegten Elastomerlagern möglich

Die Auslegung dieser speziellen Lager erfordert vorab allerdings eine detaillierte schwingungs- technische Analyse

Aufgrund der von VICODA eingesetzten Elastomer- Materialien liegen die typischen Eigenfrequenzen der schwingungsfähigen Systeme, die aus den Lagern und den von ihnen unterstützten Massen bestehen, im Bereich zwischen 6 und 20Hz und damit über dem typischen Einsatzbereich von Federlagern Dieser Unterschied bei den erziel- baren Eigenfrequenzen ist häufig entscheidend bei der Auswahl des optimalen Produkts für eine Isolierungs-Lösung

design

Wie alle VICODA-Produkte, sind auch die Elasto- merlager von VICODA basierend auf einem mo- dularen Konstruktionsprinzip entwickelt worden Prinzipiell besteht ein Elastomerlager aus einem vulkanisierten Elastomerblock, der mit einer obe- ren und unteren Verbindungsplatte aus Stahl fest verbunden ist Für die Verankerung der Lager kön- nen diese Platten mit Gewindebohrungen oder Schrauben versehen werden (Abb 31)

elastomer-materialien

Die vertikale Steifigkeit eines Elastomerlagers und seine Dämpfungseigenschaften sind vom verwen- deten Gummi und seiner Dicke abhängig Das typische von VICODA in den Standard-Elastomer- lagern des Typs RR eingesetzte Material hat eine Shore A Härte von 55 und ein Dämpfungsverhält- nis D von 4-5%

Um jedoch das breite Spektrum möglicher Anfor- derungen an die elastischen und Dämpfungs- Eigenschaften von Elastomerlagern abzudecken sind auch andere Kautschuk basierte oder syn- thetische Materialen verfügbar Chloropren-Kaut- schuk ist ein Material, das besonders resistent gegen aggressive Umweltbedingungen ist Akryl- nitril-Butadien-Kautschuk wird eingesetzt, wenn Widerstandsfähigkeit gegen Öle oder Fette gefor- dert ist

anordnung von elastomerlagern

Mit Elastomerlagern von VICODA können sehr unterschiedliche elastische Eigenschaften realisiert werden Wie bei Federlagern ergibt sich auch bei Elastomerlagern in einer parallelen Anordnung der Lager die Gesamtsteifigkeit des Systems als Summe der Einzelsteifigkeiten aller Lager (Abb 32) Stapelt man die Lager (serielle Anordnung), so erhöht sich die wirksame Dicke des Systems und deshalb reduziert sich die Gesamtsteifigkeit der Anordnung (Abb 33)

reduziert sich die Gesamtsteifigkeit der Anordnung (Abb 33) auswahl Von elastomer- lagern Für die Auswahl von

auswahl Von elastomer- lagern

Für die Auswahl von Elastomerlagern zur Schwin- gungsisolierung basierend auf den standardisier- ten VICODA-Lagern ist die Angabe der folgenden Parameter nötig:

die Last [kN], die durch das Gewicht der zu unterstützenden Maschine, Anlage oder des zu unterstützenden Gebäudes gege- ben ist, sowie die Lastverteilung,

die wesentlichen Erregerfrequenzen [Hz] der Schwingungsquelle,

Einbaumaße [mm] und geometrische Begrenzungen,

besondere Umweltbedingungen wie das Ausgesetzsein gegenüber Sonnenstrah- lung, Ozon, Ölen oder Fetten,

Betriebstemperaturen in [°C],

besondere dynamische Anforderungen

Mit diesen Parametern lassen sich Elastomerlager aus dem VICODA-Baukasten konfigurieren Aller- dings gibt es wie bei den Federlagern eine Viel- zahl von Möglichkeiten Elastomerlager mit ver- schiedenen elastischen Eigenschaften, zulässigen Lasten etc zu kombinieren Deshalb ist es auch diesem Fall für einen Nicht-Fachmann schwierig die optimale Lösung für eine gegebenes Problem zu identifizieren

Deshalb stehen VICODA Experten zur Verfügung, um Ihnen bei der Auswahl der besten Lösung zu helfen Ein typisches Beispiel für die Auswahl von Elastomerlagern des Typs RR ist auf Seite 23 be- schrieben

montage und instand- haltung

Wenn alle relevanten Anforderungen bei der Aus- wahl der VICODA-Elastomerlager berücksichtigt wurden, sind die Lager während ihrer typischen Betriebslebensdauer prinzipiell wartungsfrei Da jedoch die Elastomer-Materialien Alterungspro- zessen unterliegen, wird eine regelmäßige Sicht- kontrolle empfohlen Die Kontrollintervalle sind abhängig vom Material und den Umweltbedin- gungen, denen die Lager ausgesetzt sind

Für die Montage der Elastomerlager, für Inspek- tionen oder die Beseitigung von Störungen jeder Art steht VICODA Fachpersonal zur Verfügung

jeder Art steht VICODA Fachpersonal zur Verfügung parallele anordnung von elastomerlagern: Gesamtsteifigkeit

parallele anordnung von elastomerlagern:

Gesamtsteifigkeit k tot :

k tot = k 1 + k 2 + k 3 + k 4

Auslenkung / Pressung: F F x = = k 1 + k 2 + k
Auslenkung / Pressung:
F
F
x =
=
k 1 + k 2 + k 3 + k 4
k tot
F
k
k
k
k
1
2
3
4

Abb 32

serielle anordnung (stapelung) von elastomerlagern:

Gesamtsteifigkeit k tot :

1 1 1 1 1 = + + + k tot k 1 k 2
1 1
1
1
1
=
+
+
+
k tot
k 1
k 2
k 3
k 4
Auslenkung / Pressung:
F
F
F
F
x
=
=
+
+
+
k
k
k 2
k
tot
1
3
F

F

k

4

k 1

k 2

k 3

k 4

/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2
/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2
/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2
/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2
/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2
/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2
/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2
/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2
/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2
/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2
/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2
/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2
/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2
/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2

Abb 33

/ Pressung: F F F F x = = + + + k k k 2

21

w t h elastoMerlager – typ rr VICODA bietet ein umfassendes Spektrum an Elastomerlagern an
w t h
w
t h

elastoMerlager – typ rr

VICODA bietet ein umfassendes Spektrum an Elastomerlagern an mit einer Vielzahl unter- schiedlicher Größen und Eigenschaften

Beispielhaft ist nachfolgend die Auslegungstabelle der Standardlager vom Typ RR aufgeführt

elastomerlager typ rr

Für die VICODA-Elastomerlager des Typs RR wird ein Standard-Gummigemisch mit einer Shore A Härte von 55 eingesetzt Die Standardlager sind in 6 verschiedenen Breiten von 40 bis 200mm verfügbar Die Länge der Lager wird der zu unterstützenden Last angepasst

   

Werte sind jeweils gültig für 10mm Schienenlänge

 
 

Eigenfre-

 

Einbaumaße

   

Steifigkeit

 

Max. Last

quenz bei F z

Festigkeit

 

Vicoda

w

h

l

t

k

x.y

k

z

F

x.y

F

z

f

0

Ref.

[mm]

[mm]

[mm]

[mm]

[N/mm]

[N/mm]

[N]

[N]

[Hz]

[Shore a]

rr .08 041

40

20

 

5

27

452

100

350

18,0

55

rr .08 071

40

35

Werden jeweils auf berechnete Länge zugeschnitten; Wichtig: Angaben zur Steifigkeit, Max Last, Eigenfrequenz bezieht sich jeweils auf 10mm Länge

10

21

209

100

300

13,2

55

rr .08 081

40

40

10

18

115

100

220

11,4

55

rr .08 091

40

45

10

12

79

100

200

9,9

55

rr .08 101

40

50

10

11

63

100

200

8,8

55

rr .10 071

50

35

10

24

275

125

400

13,0

55

rr .10 091

50

45

10

14

121

125

320

9,7

55

rr .10 111

50

55

10

10

67

120

250

8,1

55

rr .10 141

50

70

10

6

38

100

250

6,2

55

rr .14 061

70

30

10

56

1263

180

650

21,9

55

rr .14 091

70

45

10

24

260

180

520

11,2

55

rr .14 101

70

50

10

20

157

180

400

9,8

55

rr .14 111

70

55

10

17

124

175

350

9,4

55

rr .14 131

70

65

10

13

75

175

350

7,3

55

rr .14 161

70

80

10

8

53

144

350

6,2

55

rr .20 091

100

45

15

53

1376

240

800

20,7

55

rr .20 121

100

60

15

26

372

225

730

11,3

55

rr .20 141

100

70

15

19

195

225

600

9,0

55

rr .20 151

100

75

15

16

141

215

550

8,0

55

rr .20 161

100

80

15

14

122

210

500

7,8

55

rr .20 181

100

90

15

12

84

200

500

6,5

55

rr .30 121

150

60

15

40

809

380

920

14,8

55

rr .30 161

150

80

15

28

310

380

840

9,6

55

rr .30 201

150

100

15

19

142

380

760

6,8

55

rr .40 141

200

70

15

48

902

560

1600

11,8

55

rr .40 181

200

90

15

31

350

560

1480

7,7

55

rr .40 201

200

100

15

27

218

560

1360

6,3

55

rr .40 221

200

110

 

15

23

191

550

1240

6,2

55

w

= Breite

k x,y = Steifigkeit in horizontaler Richtung

h

= Höhe

k z

= Steifigkeit in vertikaler Richtung

 

l

= Länge

t

= Breite der oberen Schienen

 

auswahlbeispiel:

Eine 2 000kg schwere Rotationsmaschine, die mit einer Drehzahl von 3000U/min (50Hz) läuft, soll auf vier Elastomerlagern des Typs RR gela- gert werden, so dass die Umgebung von den Schwingungen der Maschine isoliert wird Es wird von einer gleichmäßigen Lastverteilung auf die Lager ausgegangen Aufgrund der be- sonderen Einbausituation soll die Höhe der Lager weniger als 50mm betragen

Die zu erwartenden Last auf jedes der Lager ist gegeben durch:

F =

2,000

4

kg · 9,81

m

s

2

= 4,9kN

Aufgrund der Einbausituation sind für diesen speziellen Anwendungsfall nur Lager mit einer maximalen Einbauhöhe von 45mm einsetzbar

Wählt man z B ein Lager des Typs RR 20091 mit einer zulässigen Gesamtlast von 800N pro 10mm Lagerlänge, ergibt sich als notwendige Gesamtlänge des Lagers

I =

4.9kN

800N / 10mm

= 61,25mm

mit einer zugehörigen Federsteifigkeit von

k =

61,25

10

· 1.376

N

mm = 8.428

N

mm

und einer Pressung des Lagers von

x =

F

k

= 0,58mm

Die resultierende Eigenfrequenz des gelager- ten Systems wäre dann

f 0 =

1

k m
k
m

= 20,7Hz

gelager- ten Systems wäre dann f 0 = 1 2π k m = 20,7Hz Wie gewünscht
gelager- ten Systems wäre dann f 0 = 1 2π k m = 20,7Hz Wie gewünscht

Wie gewünscht liegt die Eigenfrequenz des Systems deutlich unterhalb der Erregerfre- quenz der rotierenden Maschine von 50Hz

Prüfstand auf Elastomerlagern

Wählt man ein Lager des Typs RR 14091 mit ei- ner zulässigen Gesamtlast von 520N pro 10mm Lagerlänge, ergeben sich die folgenden Daten:

l

=

94mm

k

=

2,45kN / mm

x

=

2mm

f 0 =

11,2Hz

In diesem zweiten Fall ist die Eigenfrequenz des Systems noch geringer als bei Verwendung des Lages vom Typ RR 20091 Je weicher die Maschine gelagert wird, desto wirkungsvoller

ist die Isolierung Die endgültige Wahl eines

Lagers hängt von den erreichbaren Eigenfre- quenzen und den geometrischen Randbedin- gungen ab

endgültige Wahl eines Lagers hängt von den erreichbaren Eigenfre- quenzen und den geometrischen Randbedin- gungen ab

23

a b Abb 34 - Passiver Tilger  Schwingungseinheit b Standard-Verbindungs- elemente passiVe tilger

a

a b Abb 34 - Passiver Tilger  Schwingungseinheit b Standard-Verbindungs- elemente passiVe tilger
a b Abb 34 - Passiver Tilger  Schwingungseinheit b Standard-Verbindungs- elemente passiVe tilger

b

Abb 34 - Passiver Tilger

Schwingungseinheit

b

Standard-Verbindungs-

elemente

passiVe tilger

schwingungstilgung

Tilger sind Systeme, die an schwingende Systeme gekoppelt werden können und wirkungsvoll Ener- gie aus dem schwingenden System absorbieren Dadurch wird die Amplitude des schwingenden Systems deutlich reduziert Tilger werden so aus- gelegt, dass die Energieabsorption besonders wirkungsvoll im Bereich der Eigenfrequenz des schwingenden Systems ist Passive Tilger sind passive Produkte zur Schwingungsminderung, da sie nur der Bewegung des schwingenden Systems folgen

anwendungsgebiete

Das Anwendungsspektrum für Tilger ist groß und reicht vom Anlagenbau bis zum Hoch- oder Brückenbau

und reicht vom Anlagenbau bis zum Hoch- oder Brückenbau Abb 35 - Schwingungseinheit Abb 36 -

Abb 35 - Schwingungseinheit

bis zum Hoch- oder Brückenbau Abb 35 - Schwingungseinheit Abb 36 - Wirbelstrom- dämpfungselement Ein typisches

Abb 36 - Wirbelstrom- dämpfungselement

Ein typisches Beispiel aus dem Anlagenbau ist die Minderung von Rohrleitungsschwingungen in Kraftwerken oder anderen Industrieanlagen, die z B durch Rotationspumpen angeregt werden

Ein Beispiel aus dem Hochbau ist die Kontrolle von Schwingungen bei Hochhäusern oder Türmen, die durch Wind angeregt werden Eine ähnliche Anwendung ist die Minderung von Schwingun- gen in Windenergieanlagen, die durch die Bewegung der Rotorblätter entstehen

Diese sehr unterschiedlichen Schwingungspro- bleme können mit Tilgern wirkungsvoll gelöst werden Allerdings sind dafür in der Regel auch sehr unterschiedliche Konstruktionen nötig

design

Ein Tilger ist selbst ein schwingungsfähiges System bestehend aus einer Masse, einem elastischen und einem Dämpfungselement, das an das ursprüng- liche, schwingende System gekoppelt wird Der Prozess zur Auslegung eines Tilgers folgt prinzipiell immer der gleichen Systematik Allerdings unter- scheiden sich die Anwendungsfälle und damit können die Masse, sowie die elastischen und die Dämpfungselemente von Tilgern in großem Maße variieren

VICODA liefert Tilger für alle typischen Anwen- dungsfälle Abhängig vom speziellen Schwin- gungsproblem kommen dabei unterschiedliche Designs wie z B Pendeltilger oder Wagentilger zum Einsatz

tilger Vom typ tp