Sie sind auf Seite 1von 32

NormCD - Stand 2007-03

DEUTSCHE NORM

August 2002

 

Unbefeuerte Druckbeh‰lter

EN 13445-6

EN 13445-6

Teil 6: Anforderungen an die Konstruktion und Herstellung von Druckbeh‰ltern und Druckbeh‰lterteilen aus Gusseisen mit Kugelgraphit Deutsche Fassung EN 13445-6:2002

ICS 23.020.30

Unfired pressure vessels ó Part 6: Requirements for the design and fabrication of pressure vessels and pressure parts constructed from spheriodal graphite cast iron; German version EN 13445-6:2002

 

RÈcipients sous pression non soumis ‡ la flamme ó Partie 6: Exigences pour la conception et la fabrication des rÈcipients sous pression et parties des rÈcipients moulÈs en fonte ‡ graphite sphÈroÔdal; Version allemande EN 13445-6:2002

Die Europ‰ische Norm EN 13445-6:2002 hat den Status einer Deutschen Norm.

Nationales Vorwort

 

Diese Normenreihe EN 13445 ¸ber unbefeuerte Druckbeh‰lter wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 54 des Europ‰ischen Normungskomitees CEN auf der Grundlage eines Mandates der Euro- p‰ischen Kommission und des Sekretariates der EFTA an das CEN zur Ausf¸llung der grundlegenden Sicherheitsanforderungen des Anhanges I der Druckger‰te-Richtlinie (Richtlinie 97/23/EG des Euro- p‰ischen Parlaments und des Rates vom 29. Mai 1997 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mit- gliedstaaten ¸ber Druckger‰te; verˆffentlicht im Amtsblatt der Europ‰ischen Gemeinschaft vom 9. Juli 1997) erarbeitet.

Von deutscher Seite aus waren die im Gemeinschaftsausschuss GA 54 des Normenausschusses Chemischer Apparatebau (FNCA) vertretenen Kreise hieran beteiligt.

Nach dem Ende der ‹bergangsfrist bis zum 29. Mai 2002, w‰hrend der parallel auch noch die ent- sprechenden fr¸heren nationalen Vorschriften angewendet werden durften, gilt ab dem 29. Mai 2002 die Druckger‰te-Richtlinie als die alleinige Rechtsvorschrift in den Mitgliedstaaten der EU und der EFTA f¸r das Inverkehrbringen von Druckger‰ten und Baugruppen hieraus mit einem zul‰ssigen Druck (PS) von mehr als 0,5 bar. Die grundlegenden Sicherheitsanforderungen des Anhanges I der Druckger‰te-Richtlinie werden in den einzelnen Teilen der Norm EN 13445 konkretisiert.

Dieser Teil 6 von DIN EN 13445 enth‰lt die zus‰tzlichen Anforderungen, die an Druckger‰te aus Kugel- graphit gestellt werden.

 

Fortsetzung 30 Seiten EN

Normenausschuss Chemischer Apparatebau (FNCA) im DIN Deutsches Institut f¸r Normung e.V.

© DIN Deutsches Institut f¸r Normung

Jede Art der Vervielf‰ltigung, auch auszugsweise,

nur mit Genehmigung des DIN Deutsches Institut f¸r Normung e. V., Berlin, gestattet. Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin

Ref. Nr. DIN EN 13445-6:2002-08

Preisgr. 14

Vertr.-Nr. 2314

 
 

NormCD - Stand 2007-03

ó Leerseite ó

EUROPƒISCHE NORM EUROPEAN STANDARD NORME EUROP…ENNE

EN 13445-6

Mai 2002

NormCD - Stand 2007-03

ICS 23.020.30

Deutsche Fassung

Unbefeuerte Druckbeh‰lter

Teil 6: Anforderungen an die Konstruktion und Herstellung von Druckbeh‰ltern und Druckbeh‰lterteilen aus Gusseisen mit Kugelgraphit

Unfired pressure vessels ó Part 6: Requirements for the design and fabrication of pressure vessels and pressure parts constructed from spheroidal graphite cast iron

Diese Europ‰ische Norm wurde vom CEN am 23. Mai 2002 angenommen.

RÈcipients sous pression non soumis ‡ la flamme ó Partie 6: Exigences pour la conception et la fabrication des rÈcipients sous pression et des parties sous pression moulÈs en fonte ‡ graphite sphÈroÔdal

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Gesch‰ftsordnung zu erf¸llen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europ‰ischen Norm ohne jede ƒnderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage erh‰ltlich.

Diese Europ‰ische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Franzˆsisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch ‹bersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management- Zentrum mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiz iellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, D‰nemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, ÷sterreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, der Ttschechischen Republik und dem Vereinigten Kˆnigreich.

der Ttschechischen Republik und dem Vereinigten Kˆnigreich. EUROPƒISCHES KOMITEE F‹R NORMUNG EUROPEAN COMMITTEE FOR

EUROPƒISCHES KOMITEE F‹R NORMUNG EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION COMIT… EUROP…EN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36

B-1050 Br¸ssel

© 2002 CEN

Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.

Ref. Nr. EN 13445-6:2002 D

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

Inhalt

Vorwort 3

1

Anwendungsbereich

4

2

Normative Verweisungen

4

3

Begriffe, Einheiten und Kurzzeichen

5

3.1

Begriffe 5

3.2

Einheiten

6

3.3

Symbole

7

3.4

Zusammenhang zwischen den Dickenbezeichnungen 8

4

Betriebsbedingungen

8

4.1

Zyklische Belastung

8

4.2

Begrenzungen für Temperatur und Energiegehalt

9

5

Anforderungen

9

5.1

Werkstoffe

9

5.2

Konstruktion

10

5.3

Gießen

14

6

Inspektion und Prüfung von Gussstücken

15

6.1

Fertigungsbegleitende Prüfung von Gussstücken für die Annahme

15

6.2

Fertigungsgussstücke

15

7

Prüfung und Abnahme

16

7.1

Prüfung

16

7.2

Abnahmeprüfung

19

8

Druckbehälter, die aus Teilen aus verschiedenen Werkstoffen zusammengebaut sind

20

9

Kennzeichnung und Dokumentation

20

9.1

Kennzeichnung von Gussstücken

20

9.2

Datenschild für den fertigen Druckbehälter

20

9.3

Dokumentation

21

Anhang A (normativ) Anforderungen für die Zugfestigkeit, Dehngrenze, Dehnung und Kerbschlagfestigkeit

22

A.1

Zweck

22

A.2

Anforderungen

22

A.3 Prüfverfahren

26

Anhang B (informativ) Duktilität 27

Anhang C (informativ) Bestimmung der örtlichen Mindest-Wanddicke und des erforderlichen Mindestdruckes für die Berstprüfung

28

Anhang ZA (informativ) Abschnitte in dieser Europäischen Norm, die grundlegende Anforderungen oder andere Vorgaben der Druckgeräte-Richtlinie betreffen

29

2

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

Vorwort

Dieses Dokument (EN 13445-6:2002) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 54 "Unbefeuerte Druckbehälter" erarbeitet, dessen Sekretariat vom BSI gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis November 2002, und etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen bis November 2002 zurückgezogen werden.

Dieses Dokument wurde unter einem Mandat erarbeitet, das die Europäische Kommission und die Europäische Freihandelszone dem CEN erteilt haben, und unterstützt grundlegende Anforderungen der EU-Richtlinien.

Zusammenhang mit EU-Richtlinien siehe informativen Anhang ZA, der Bestandteil dieses Dokumentes ist.

Anhang A dieser Norm ist normativ, die Anhänge B und C sind informativ.

Diese Europäische Norm umfasst folgende Teile:

Teil 1: Allgemeines

Teil 2: Werkstoffe

Teil 3: Konstruktion

Teil 4: Herstellung

Teil 5: Inspektion und Prüfung

Teil 6: Anforderungen an die Konstruktion und Herstellung von Druckbehältern und Druckbehälterteilen aus Gusseisen mit Kugelgraphit

CR 13445-7 Unbefeuerte Druckbehälter – Teil 7: Anleitung für den Gebrauch des Konformitätsbewertungsverfahrens

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen : Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich.

3

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

1 Anwendungsbereich

Diese Europäische Norm legt Anforderungen an die Konstruktion, Werkstoffe, Herstellung und Prüfung von Druckbehältern und Druckbehälterteilen aus Gusseisen mit Kugelgraphit für den Betrieb bei einem maximal zulässigen Druck, PS, gleich oder kleiner 50 bar und einer maximalen Wanddicke von 60 mm fest.

ANMERKUNG Die zulässigen Sorten von Gusseisen mit Kugelgraphit sind in den Tabellen 5.1-1 und 5.1-2 aufgeführt. Die Betriebsbedingungen sind in Abschnitt 4 angegeben.

2 Normative Verweisungen

Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder undatierte Verweisungen Festlegungen aus anderen Publikationen. Diese normativen Verweisungen sind an den jeweiligen Stellen im Text zitiert, und die Publikationen sind nachstehend aufgeführt. Bei datierten Verweisungen gehören spätere Änderungen oder Überarbeitungen nur zu dieser Europäischen Norm, falls sie durch Änderung oder Überarbeitung eingearbeitet sind. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe der in Bezug genommenen Publikation (einschließlich Änderungen).

EN 764-2:2002, Druckgeräte — Teil 2: Größen, Symbole und Einheiten.

prEN 764-5:1999, Druckgeräte — Teil 5: Prüfbescheinigungen für metallische Werkstoffe und Übereinstimmung mit der Werkstoffspezifikation.

EN 764-7:2002, Druckgeräte — Teil 7: Sicherheitseinrichtungen für unbefeuerte Druckbehälter.

EN 837-1:1996, Druckmessgeräte — Teil 1: Druckmessgeräte mit Rohrfedern — Maße, Messtechnik, Anforderungen und Prüfung.

EN 837-3:1996, Druckmessgeräte — Teil 3: Druckmessgeräte mit Platten- und Kapselfedern — Maße, Messtechnik, Anforderungen und Prüfung.

EN 1369:1996, Gießereiwesen — Magnetpulverprüfung.

EN 1370:1996, Gießereiwesen — Prüfung der Oberflächenrauheit mit Hilfe von Vergleichsmustern.

EN

1371-1:1997, Gießereiwesen

Niederdruckkokillengussstücke.

Eindringprüfung

Teil 1: Sand-,

Schwerkraftkokillen-

und

EN 1559-1:1997, Gießereiwesen — Technische Lieferbedingungen — Teil 1: Allgemeines.

EN 1559-3:1997, Gießereiwesen — Technische Lieferbedingungen — Teil 3: Zusätzliche Anforderungen an Eisengussstücke.

EN 1563:1997, Gießereiwesen — Gusseisen mit Kugelgraphit.

EN 10204:1991, Metallische Erzeugnisse — Arten von Prüfbescheinigungen.

prEN 12680-3:2000, Gießereiwesen — Ultraschallprüfung — Teil 3: Gussstücke aus Gusseisen mit Kugelgraphit.

prEN 12681, Gießereiwesen — Durchstrahlungsprüfung.

EN 13445-1, Unbefeuerte Druckbehälter — Teil 1: Allgemeines.

EN 13445-2, Unbefeuerte Druckbehälter — Teil 2: Werkstoffe.

EN 13445-3, Unbefeuerte Druckbehälter — Teil 3: Konstruktion.

EN 13445-5, Unbefeuerte Druckbehälter — Teil 5: Inspektion und Prüfung.

EN ISO 945:1994, Gusseisen — Bestimmung der Mikrostruktur von Grafit (ISO 945:1975).

4

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

ISO 8062:1994, Gussstücke — System für Maßtoleranzen und Bearbeitungszugaben.

3 Begriffe, Einheiten und Kurzzeichen

3.1

Begriffe

Für die Anwendung dieses Teils der Europäischen Norm gelten die folgenden Begriffe:

3.1.1

Kritischer Bereich hochbeanspruchter Bereich, in dem bei der Berstprüfung ein Bruch zu erwarten ist.

ANMERKUNG 1

Dieser kann z. B. durch folgendes verursacht werden:

plötzliche Querschnittsänderung;

scharfe Kanten;

scharf angesetzte Radien;

Höchstbeanspruchungen;

Biegespannungen;

Spannungen, außer Membranspannungen;

Rundungsänderungen.

ANMERKUNG 2 Ein kritischer Bereich wird mit Hilfe eines geeigneten Verfahrens bestimmt, z. B. durch holographische Interferometrie, Dehnungsmessverfahren, Berstprüfung, Ermüdungsprüfung, FEM-Analyse, usw.

ANMERKUNG 3 Zudem sind Temperaturunterschiede und thermische Beanspruchungen infolge von unterschiedlichen Betriebs-Wandtemperaturen bei der Bestimmung der kritischen Bereiche zu berücksichtigen.

3.1.2

Besteller Person oder Organisation, die ein Druckgerät, einschließlich der Baugruppen oder Teile, zur eigenen Verwendung oder im Namen des Anwenders und/oder Betreibers kauft

3.1.3

Hersteller Person oder Organisation, die die Verantwortung für Konstruktion, Herstellung, Prüfung sowie gegebenenfalls die Aufstellung von Druckgeräten und Baugruppen trägt.

ANMERKUNG 1 Der Hersteller darf unter Beibehaltung seiner Verantwortlichkeit eine oder mehrere der vorgenannten Aufgaben an einen Unterauftragnehmer vergeben.

ANMERKUNG 2 In den EU-Mitgliedsstaaten trägt der Hersteller die Verantwortung für die Übereinstimmung mit der Druckgeräte-Richtlinie 97/23/EU. Für Hersteller, die nicht der EU angehören, übernehmen deren in der EU niedergelassene Bevollmächtigte diese Verantwortung

5

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

3.1.4

Gussstück-Hersteller Unterauftragnehmer, der die für die Herstellung des Druckgerätes verwendeten Gussstücke anfertigt

3.1.5

Prüffaktor Abminderungsbeiwert für die zulässige Spannung zur Berücksichtigung möglicher Herstellfehler

3.1.6

Temperaturfaktor Abminderungsfaktor für die 0,2 % Dehngrenze zur Berücksichtigung des Temperatureinflusses

3.1.7

Wanddickenfaktor Abminderungsfaktor für die zulässige Spannung zur Berücksichtigung verminderter mechanischer Eigenschaften

3.2

Einheiten

Für die Anwendung dieser Europäischen Norm gelten die in EN 764-2:2002 festgelegten Einheiten.

6

NormCD - Stand 2007-03

3.3

Symbole

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

Die in dieser Europäischen Norm verwendeten Symbole sind in Tabelle 3.3-1 aufgeführt.

Tabelle 3.3-1 — Symbole

 

Symbol

 

Größe

Einheit

c

Korrosionszuschlag

mm

e

erforderliche Wanddicke

 

mm

e

a

Analysendicke (ohne Korrosionszuschlag)

 

mm

e

min

Mindest-Wanddicke

einschließlich

Korrosionszuschlag

nach

mm

 

Zeichnungsangabe

f

zulässige Spannung

MPa oder N/mm 2

P

d

Auslegungsdruck

MPa, N/mm 2

PS, P S

maximaler zulässiger Druck

 

bar, MPa, N/mm 2

R

m

Mindest-Zugfestigkeit

N/mm 2 , MPa

R

p0,2

minimale 0,2 %-Dehngrenze

 

N/mm 2 , MPa

V

Innenvolumen

l

TS, T S

maximale/minimale zulässige Temperatur

 

°C

C

e

Wanddickenfaktor

dimensionslos

C

t

Temperaturfaktor

dimensionslos

C

Q

Prüffaktor

dimensionslos

e act

tatsächliche Wanddicke

 

mm

P b, act

tatsächlicher Druck bei der Berstprüfung

 

MPa, N/mm 2

n

Faktor in Abhängigkeit von der Form des Mantels

 

dimensionslos

P

b

Druck bei der Berstprüfung

 

bar, MPa, N/mm 2

R

m(3)

durchschnittliche Zugfestigkeit von 3 Probestäben aus dem gleichen Guss

N/mm 2 , MPa

ε

zusätzliche Dicke auf Grund des Gießverfahrens

 

mm

δ

Gusstoleranz

mm

7

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

3.4 Zusammenhang zwischen den Dickenbezeichnungen

(2002-05) 3.4 Zusammenhang zwischen den Dickenbezeichnungen Legende e e e e c Korrosionszuschlag ε zusätzliche Dicke

Legende

e

e

e

e

c Korrosionszuschlag

ε zusätzliche Dicke auf Grund des Gießverfahrens

erforderliche Wanddicke Analysendicke Mindest-Wanddicke einschließlich Korrosionszuschlag nach Zeichnungsangabe tatsächliche Wanddicke

a

min

act

δ

Gusstoleranz

Bild 3.4-1 — Zusammenhang zwischen den Dickenbezeichnungen

4

Betriebsbedingungen

4.1 Zyklische Belastung

Druckbehälter und Druckbehälterteile aus Gusseisen mit Kugelgraphit können sowohl im zyklischen als auch nichtzyklischen Betrieb eingesetzt werden. Sind auf Grund der Betriebsbedingungen mehr als 200 000 vollständige Druckwechsel oder eine gleichwertige Anzahl von Lastwechseln mit geringerer Amplitude erforderlich, muss eine Analyse des Ermüdungsverhaltens durchgeführt werden (siehe ANMERKUNG).

Für Druckwechsel bei einem Druck P i , der niedriger ist als der volle Druck, ergibt sich die Anzahl der äquivalenten vollständigen Lastwechsel n eq durch die Gleichung (4.1-1):

n

eq

=

n

i

P

i

P

max

8,62

(4.1-1)

ANMERKUNG CEN/TC 54 bereitet einen Anhang vor für die Bewertung des Ermüdungsverhaltens von Druckbehältern und Druckbehälterteilen aus Gusseisen mit Kugelgraphit, der als Ergänzung zu dieser Norm veröffentlicht wird.

8

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

4.2 Begrenzungen für Temperatur und Energiegehalt

Die niedrigste und höchste zulässige Temperatur TS muss den in den Tabellen 5.1-1 und 5.1-2 angegebenen Grenzwerten entsprechen. Die maximale zulässige Temperatur TS darf höchstens 300 °C betragen.

Das Produkt aus PS V für ein einzelnes Gussstück darf 1 000 MPa l (10 000 bar l) nicht überschreiten.

5

Anforderungen

5.1 Werkstoffe

Alle Werkstoffe aus Gusseisen mit Kugelgraphit, die einen inneren oder äußeren Druck ausgesetzt sind, müssen mit EN 1563:1997 übereinstimmen.

Für Anwendungsfälle mit einer zulässigen Mindesttemperatur – 10 °C sind nur die in Tabelle 5.1-1 aufgeführten Werkstoffsorten und für Anwendungsfälle mit einer zulässigen Mindesttemperatur unter – 10 °C die in Tabelle 5.1-2 angegebenen Sorten zu verwenden.

Werkstoffeigenschaften sind in Anhang A festgelegt.

Auslegungstemperaturen bis – 60 °C sind zulässig, wenn ein Kerbschlagbiegeversuch bei der zulässigen Mindesttemperatur durchgeführt wird und die Ergebnisse den in Anhang A festgelegten Anforderungen für EN-GJS-350-22-LT bzw. EN-GJS-350-22U-LT entsprechen.

Die geltenden Anforderungen für die Lieferbedingungen sind in EN 1559-1:1997 und EN 1559-3:1997 enthalten.

ANMERKUNG Die Werkstoffe EN-JS 1020, EN-JS 1024, EN-JS 1025, EN-JS 1049, EN-JS 1059 und EN-JS 1062 können als Rohguss oder mit Wärmebehandlung hergestellt werden. Für die Werkstoffe EN-JS 1010, EN-JS 1014, EN-JS 1015, EN- JS 1019, EN-JS 1029 und EN-JS 1032 ist eine Ferritisierung durchzuführen.

Tabelle 5.1-1 — Zulässige Werkstoffsorten für übliche Auslegungstemperaturen

 

Symbol

Nummer

Grenzwerte für die Auslegungstemperatur °C

EN-GJS-350-22

EN-JS 1010

– 10 T S 300

EN-GJS-350-22-RT

EN-JS 1014

– 10 T S 300

EN-GJS-350-22 U a

EN-JS 1032

– 10 T S 300

EN-GJS-350-22U-RT a

EN-JS 1029

– 10 T S 300

EN-GJS-400-18

EN-JS 1020

– 10 T S 300

EN-GJS-400-18-RT

EN-JS 1024

– 10 T S 300

EN-GJS-400-18U a

EN-JS 1062

– 10 T S 300

EN-GJS-400-18U-RT a

EN-JS 1059

– 10 T S 300

a

Mechanische Eigenschaften, die an Proben aus angegossenen Probestücken geprüft wurden. Diese Sorten sollten gegenüber den Werkstoffsorten mit getrennt gegossenen Probestücken vorgezogen werden, wenn die Masse des Einzelgussstückes gleich oder größer als 2 000 kg ist oder wenn die jeweilige Wanddicke zwischen 30 und 200 mm variiert.

9

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

Tabelle 5.1-2 — Zulässige Werkstoffsorten für Auslegungsbedingungen bei Tieftemperatur (LT)

 

Symbol

Nummer

Grenzwerte für die Auslegungstemperatur °C

EN-GJS-350-22-LT

EN-JS 1015

– 40 T S 300

EN-GJS-350-22U-LT a

EN-JS 1019

– 40 T S 300

EN-GJS-400-18-LT

EN-JS 1025

– 20 T S 300

EN-GJS-400-18U-LT a

EN-JS 1049

– 20 T S 300

a

Mechanische Eigenschaften, die an Proben aus angegossenen Probestücken geprüft wurden. Diese Sorten sollten gegenüber den Werkstoffsorten mit getrennt gegossenen Probestücken vorgezogen werden, wenn die Masse des Einzelgussstückes gleich oder größer als 2 000 kg ist oder wenn die jeweilige Wanddicke zwischen 30 und 200 mm variiert.

ANMERKUNG Sind die in diesen Tabellen festgelegten Werkstoffe nicht verfügbar, dürfen andere geeignete Werkstoffe verwendet werden, wenn die technische Dokumentation mit den Angaben über die Werkstoffeigenschaften entsprechend den Anforderungen für die Europäische Werkstoffzulassung (EAM) oder für Werkstoff-Einzelgutachten (PMA) anerkannt wurde.

5.2

Konstruktion

5.2.1 Technische Dokumentation

Der Hersteller muss vor Beginn der Fertigung die in EN 13445-5:2002, Abschnitt 5, festgelegte Dokumentation erstellen.

Der Hersteller muss angeben, welche Druckbehälter durch die gleichen Konstruktionsunterlagen erfasst sind.

5.2.2

Auslegungsmethoden

5.2.2.1

Allgemeines

Die zu berücksichtigenden Belastungen müssen EN 13445-3:2002, Abschnitt 5, entsprechen.

Die Auslegungsmethoden müssen EN 13445-3 entsprechen, die Auslegung nach Formeln entsprechend den jeweiligen Abschnitten bzw. die Auslegung nach Analyseverfahren nach Anhang C. Die Auslegung nach dem experimentellen Verfahren muss in Übereinstimmung mit 5.2.3 der vorliegenden Norm erfolgen. Jedoch müssen die zulässigen Spannungen für die nach diesem Teil der Norm verwendeten Werkstoffe für drucktragende Teile, mit Ausnahme von Schrauben, nach Tabelle 5.2-1 errechnet werden.

Im allgemeinen muss der Hersteller dem Gussstück-Hersteller die für die Auslegung und Bemessungslasten kritischen Bereiche angeben. Der Gussstück-Hersteller kann weitere kritische Bereiche in Zusammenhang mit dem Gießverfahren angeben, die vom Hersteller berücksichtigt werden sollten.

Dem Hersteller ist freigestellt, einen Prüffaktor C Q = 0,8 nur für die Sichtprüfung zu wählen oder C Q = 0,9 in Verbindung mit einer zusätzlichen zerstörungsfreien Prüfung. Dies kann zu kleineren erforderlichen Wanddicken führen als dies für die Sichtprüfung allein erforderlich ist. Diese Möglichkeit muss ab dem Beginn der Konstruktion festgelegt werden.

10

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

ANMERKUNG 1

wie im Einzelnen in 5.2.3 beschrieben, angewendet werden.

Bei Behältern mit P d V < 600 MPa l (6 000 bar l) darf ersatzweise nur ein experimentelles Verfahren,

ANMERKUNG 2 Bei Behältern mit P d V 600 MPa l kann das experimentelle Verfahren zusätzlich für die detaillierte Auslegung angewendet werden.

ANMERKUNG 3 Die Prüffaktoren 0,8 und 0,9 sind insoweit mit den Schweißnahtfaktoren 0,7 und 0,85 für Schweißkonstruktionen vergleichbar, dass sie die zulässige Spannung unter Berücksichtigung des Umfanges der zerstörungsfreien Prüfung verringern. Dividiert durch den Sicherheitsbeiwert 3 für R p 0,2 T (siehe nachstehende Tabelle 5.2-1) ergeben sich insgesamt niedrigere Werte für die zulässige Spannung als für Stahl mit einer vergleichbaren Streckgrenze.

ANMERKUNG 4

Druckbehälterteilen aus Gusseisen mit Kugelgraphit, der als Ergänzung zu dieser Norm veröffentlicht wird.

CEN/TC 54 bereitet einen Anhang vor für die Bewertung des Ermüdungsverhaltens von Druckbehältern und

5.2.2.2

Auslegungsbedingungen

Auslegungsbedingungen

f

=

R

p0,2/T

C

Q

C

e

3

Dabei ist

0,2 % Dehngrenze bei Berechnungstemperatur:

R

p0,2/ T

= C

T

R

p0,2

und Temperatur-Abminderungsfaktor [2]:

C

C

C

T

T

T

=

1

= 1 0,001 (

=

0,82

T

c

20)

Prüffaktoren nach 7.1:

C

C

Q

Q

=

=

0,8,

0,9,

siehe 7.1.2

siehe 7.1.3

für

T

c

20 °C

für 20 <

T

c

200 °C

für 200 <

T

c

300 °C

Wanddicken-Abminderungsfaktor:

C

C

e

e

=

=

1

0,8

für

e

min

für 60

< e

60 mm

min

200 mm

(5.2-1

(5.2-2)

(5.2-3)

(5.2-4)

(5.2-5)

(5.2-6)

(5.2-7)

(5.2-8)

(5.2-9)

ANMERKUNG Diese Anforderungen stellen einen Sicherheitsfaktor unter Auslegungsbedingungen von 3,3 bis 3,75 bezogen auf die 0,2 % Dehngrenze bei Auslegungstemperatur dar, unter Berücksichtigung mangelnder Gleichmäßigkeit, Rest- spannungen und Auswirkungen der Wanddicke auf die Eigenschaften von Gusseisen mit Kugelgraphit. Der Wanddicken- Abminderungsfaktor C e = 0,8 ist hauptsächlich bei Teilen, die nur einer Sichtprüfung unterzogen wurden und, ausgenommen Mantelwanddicken (z. B. dicke Gussflansche) bei Teilen mit Querschnittsdicken über 60 mm (ausgenommen der Hauptmantel) auf Grund der niedrigeren Werte der 0,2 % Dehngrenze für dicke Querschnitte anzuwenden.

11

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

5.2.2.3 Prüfbedingungen

Der Prüfdruck darf den in der Gleichung 7.2-1 angegebenen Wert entweder beabsichtigterweise oder gelegentlich

überschreiten. Jedoch darf die zulässige Spannung für die Prüfbedingungen f test die 0,2 % Dehngrenze

,

korrigiert mit dem Faktor C e bei Prüftemperatur und dividiert durch den Sicherheitsfaktor 1,33, nicht überschreiten.

R p0,2/ T

test

f test

=

R

p

0,2/

T

test

C

e

133

,

(5.2-10)

5.2.2.4 Verstärkungen an Ausschnitten bei Zylindern, ebenen Böden, gewölbten Böden, Kegeln, usw.

Verstärkungen an Ausschnitten bei Zylindern, ebenen Böden, gewölbten Böden, Kegeln, usw. sind nach EN 13445-3 festzulegen. Wird die Verstärkung nach dem Flächenersatzverfahren errechnet, muss die Verstärkungslänge über die betreffende Behälterwand zur Berechnung der zusätzlichen Verstärkungsfläche 2 e min betragen.

5.2.2.5 Auslegung für äußeren Druck

Die Auslegung für äußeren Druck muss nach EN 13445-3:2002, Abschnitt 8, erfolgen.

Dabei ist:

S = R

p

0,2/

T

C

Q

C

e

(5.2-11)

Der Mindest-Sicherheitsfaktor für diesen gesamten Abschnitt ergibt sich wie folgt:

k = 3,5

(5.2-12)

5.2.3 Auslegung nach dem experimentellen Verfahren: Hydraulische Berstprüfung

Wenn die Auslegung nach Formeln nach EN 13445-3 auf Grund einer komplexen Form als nicht verlässlich gilt, muss zur Bestimmung der Analysendicke e a und der Mindestdicke e min eine hydraulische Berstprüfung nach dem folgenden Verfahren durchgeführt werden. Diese Berstprüfung ist Teil der technischen Dokumentation.

Ein Probestück ist nach dem Zufallsprinzip aus der Fertigung des Behälters oder Behälterteiles entweder für die Berstprüfung oder zur Bestimmung der maximal zulässigen Arbeitsbedingungen zu entnehmen. Das Verfahren ist wie folgt durchzuführen:

a)

Es muss sichergestellt werden, dass das zu prüfende Teil oder der Behälter in Übereinstimmung mit den Festlegungen in der Zeichnung und allen zugehörigen Änderungen gegossen ist. Der verwendete Werkstoff muss der gleichen Art und Sorte wie bei der Herstellung entsprechen;

b)

Es muss sichergestellt werden, dass Behälter oder Behälterteil mit den gleichen Maßen gefertigt werden wie das bei der Produktion hergestellte Teil;

c)

Es muss sichergestellt werden, dass die Werkstoffeigenschaften die Anforderungen in 5.1 erfüllen. Für jedes Gussstück für die Berstprüfung müssen 3 Proben für den Zugversuch und, falls zutreffend, für den Kerbschlagbiegeversuch gegossen und geprüft werden. Die Ergebnisse und die errechnete durchschnittliche Zugfestigkeit müssen nach EN 10204:1991, Abnahmeprüfzeugnis 3.1, bescheinigt werden;

d)

die Wanddicken des gesamten Gussstückes sind zu messen (mindestens eine Messung je 100 × 100 mm). Die Ergebnisse müssen dauerhaft auf dem Gussstück an der Messstelle oder auf der Zeichnung markiert werden;

e)

es muss sichergestellt werden, dass eine kalibriertes Druckmessgerät verwendet wird; maximale Abweichungen müssen mindestens der Klasse 1 nach EN 837-1:1996 und EN 837-3:1996 entsprechen oder

12

NormCD - Stand 2007-03

darüber

liegen;

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

f) die Skale des Druckmessgerätes muss etwa 4 / 3 des zu erwartenden Berstdruckes umfassen;

g) der hydraulische Druck muss erhöht werden, bis der folgende Mindest-Berstdruck erreicht ist:

P

b

3

P

S

R

m(3)

e

act

n

R

p0,2

C

Q

C

T

C

e

(

e

act

c

)

n

(5.2-13)

Der zu prüfende Behälterteil darf bei Erreichen des Mindest-Berstdruckes P b keine Anzeichen von Rissen, übermäßiger örtlicher Verformung oder Undichtheit der drucktragenden Behälterwände aufweisen;

h) der Druck muss solange weiter erhöht werden, bis ein Bruch eintritt. Dieser Druck muss zusammen mit den Daten der Berstprüfung, genauen Angaben über den Werkstoff, der Bauteil-Nummer, Werkstoffspezifikation und der an der Bruchstelle gemessenen Wanddicke e act aufgezeichnet werden zur Ermittlung der Analysen- dicke e a und der Mindestdicke e min nach den Gleichungen 5.2-8 und 5.2-9;

i) Kommt es bei einem höheren Druck als dem erforderlichen Mindestdruck P b nicht zu einem Bruch oder wird der maximale Druck für die Pumpe (der ebenfalls höher sein muss als der erforderliche Druck P b ) erreicht, kann die Berstprüfung abgebrochen werden. Die kleinsten für jeden Abschnitt des Behälters oder Behälter- teiles gemessenen Werte (siehe d) gelten als e act zur Bestimmung der Analysendicke e a und der Mindest- dicke e min nach den Gleichungen 5.2-14 und 5.2-15. Die Bezugsfläche für die Dickenmessung kann auch an einem identischen Teil bestimmt werden, das nach einem der folgenden Verfahren geprüft wird:

1)

2)

Dehnungsmessung; holographische Interferometrie;

e

e

a

=

min

e

act

e

a

dabei ist

3

P

S

R

m(3)

P

b,

act

R

p0,2

C

Q

C

t

C

e

+ c

1/ n

(5.2-14)

(5.2-15)

R

p0,2

in Übereinstimmung mit Anhang A;

P b, act

der tatsächlich erreichte Wert des Berstdruckes während der Prüfung;

n = 1

für gekrümmte Flächen (Zylinder, Kugeln) oder Kegel mit Winkeln α 60°, verankerte Flächen und beanspruchte Teile, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Biegespannung weniger als 2 / 3 der Gesamtspannung beträgt;

n = 2

für alle anderen Flächen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Biegespannung weniger als 2 / 3 der Gesamtspannung beträgt;

j) auf Anfrage wird eine Werkstoffprobe an der schwächsten Stelle des Gussteiles entnommen mit anschließender chemischer Analyse, Dickenmessung, Mikrogefüge- und Härtebestimmung;

k) ein Behälterteil ist annehmbar, wenn alle vorgenannten Anforderungen erfüllt sind;

13

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

l) erfüllt ein Behälterteil eine dieser Anforderungen nicht, kann ein zweites identisches Bauteil aus der Fertigung den gleichen Prüfverfahren unterzogen werden. Erfüllt dieses zweite Teil die Prüfanforderungen, kann dieses Teil nach Untersuchung der Versagensursachen des ersten Teiles angenommen werden. Erfüllt dieses zweite identische Teil die Prüfanforderungen nicht, gilt die Konstruktion des Teiles als nicht den Festlegungen entsprechend;

m) während der Berstprüfung sind Leckagen und mangelnde Dichtheit zwischen Teilen mit Flansch- oder Schraubverbindung oder Teilen mit dazwischenliegenden Dichtungen zulässig, solange der Druck P b während der Prüfung erreicht werden kann. Dichtungen dürfen während der Berstprüfung brechen und Dichtungseigenschaften so abgeändert werden, dass die Flanschbelastungsmerkmale nicht wesentlich verändert werden, so lange sie nach den Konstruktionsrichtlinien in EN 13445-3 für den zu erwartenden maximal zulässigen Druck P S zufriedenstellend ausgelegt werden können;

n) ausschließlich für die Prüfung ist es zulässig, für die Verschraubung eine höhere Klasse zu wählen als in den zu verwendenden Konstruktionsunterlagen verlangt wird;

o) werden Flanschverbindungen, bezogen auf die erforderliche Mindestdicke, den erforderlichen Mindest- Schraubenquerschnitt und die Form nach den Anforderungen in EN 13445-3 ausgelegt, ist es zur Erreichung des Berstprüfdruckes zulässig, zusätzlich zu der für die Fertigung festgelegten Anzahl Schrauben weitere Schrauben einzusetzen;

p) die Berstprüfung oder eine hydraulische Prüfung dürfen nicht mit einer Klemmvorrichtung auf einer hydrau- lischen Presse durchgeführt werden, die der Biegespannung des Mantels entgegenwirken kann und somit die Spielfreiheit der unter Druck stehenden Behälterwand aufhebt.

5.2.4 Kehlnahtradius

Bei Wänden, die einem inneren oder äußeren Druck ausgesetzt sind, muss der größtmögliche Kehlnahtradius nach guter Gusspraxis verwendet werden.

Sind plötzliche Querschnittsänderungen nicht zu vermeiden und ist die drucktragende Wand zyklischen Belastungen ausgesetzt, muss eine Neigung von maximal 1 : 3 von der dünneren zur dicken Wand einberechnet werden.

Alle Radien in einem Behälterteil, einschließlich außen angegossener Stutzen, Stützfüßen, usw. müssen mindestens das 1,5fache der Dicke der dünnsten angrenzenden Wand betragen.

5.3

Gießen

5.3.1 Allgemeines

Die Gussstücke dürfen keine Oberflächenfehler und inneren Fehler aufweisen, die ihre Gebrauchstauglichkeit beeinträchtigen könnten. Es dürfen keine übermäßigen Restspannungen im Gussstück entstehen, die das Bruchverhalten oder die Lebensdauer des Gussstückes beeinträchtigen könnten. Dies kann durch ausreichend lange Abkühlung des Gussstückes in der Form und anschließende Kühlung in stillstehender Luft erreicht werden. Der Gussstück-Hersteller muss das Abkühlverfahren (erforderliche Abkühlzeit) in einer Fertigungs- oder Arbeitsanleitung dokumentieren. Kann ein solches Verfahren zur Vermeidung von übermäßigen Restspannungen nicht eingehalten werden, muss ein Spannungsarmglühen nach Vereinbarung zwischen den beteiligten Partien durchgeführt werden.

5.3.2 Schweißen

An Teilen aus Gusseisen mit Kugelgraphit dürfen keine Fertigungs- oder Reparaturschweißungen durchgeführt werden.

14

NormCD - Stand 2007-03

6 Inspektion und Prüfung von Gussstücken

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

6.1 Fertigungsbegleitende Prüfung von Gussstücken für die Annahme

Fertigungsbegleitende Prüfungen müssen an mindestens einem Gussstück und einer entsprechenden Probe aus der laufenden Fertigung durchgeführt werden.

Der Gussstück-Hersteller muss für jedes für die fertigungsbegleitenden Prüfungen gewählte Gussstück die folgenden Angaben bereithalten:

a) chemische Analyse der Schmelzenproben, bezogen auf die Elemente: C, Si, Mn, P, S und Mg;

b) falls zutreffend, Einzelheiten über die Wärmebehandlung;

c) anzuwendende Werkstoffspezifikation.

Die Maße von getrennt gegossenen Proben, die Maße der Prüfkörper, die mechanischen Prüfverfahren sowie Werte/Kriterien für die Zulassung müssen den Anforderungen in Anhang A entsprechen.

Die folgenden Prüfungen sind durchzuführen:

1)

Zugversuch (0,2 % Dehngrenze, Zugfestigkeit und Bruchdehnung bei Raumtemperatur);

2)

Härteprüfung;

3)

Kerbschlagbiegeversuche (falls in der Werkstoffspezifikation verlangt, siehe Anhang A);

4)

Mikroaufnahme (100fach), geätzt.

Die folgenden Prüfungen und Untersuchungen müssen an jedem Gussstück, das für die fertigungsbegleitenden Prüfungen eingereicht wird, durchgeführt werden:

I) es ist eine Sichtprüfung im geputzten und gegebenenfalls im bearbeiteten Zustand nach 7.1.4, Ultraschallprüfung und/oder Zerlegung in Abschnitte nach 7.1.6 durchzuführen;

II) an den Gussstücken sind an verschiedenen Stellen Härteprüfungen durchzuführen, der Härtewert muss den Grenzwerten nach Anhang A entsprechen;

III) gegebenenfalls ist eine Wasserdruckprüfung nach 7.2.2 durchzuführen;

IV) eine umfassende Maßprüfung.

6.2 Fertigungsgussstücke

6.2.1

Allgemeines

Alle Werkstoffprüfungen sind nach Anhang A durchzuführen.

15

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

6.2.2 Häufigkeit und Anzahl der Werkstoff-Abnahmeprüfungen

Je Los muss der Prüfumfang für jede für die Kugelgraphiterzeugung zu behandelnde Schmelze folgendes beinhalten:

chemische Analyse durch ein spektrometrisches oder chemisches Verfahren nach Vereinbarung zwischen Gussstück-Hersteller und Hersteller;

einen Zugversuch;

eine Härteprüfung;

Kerbschlagbiegeversuch, falls in der Werkstoffspezifikation verlangt (besteht aus 3 Proben).

Wird die Behandlung zur Kugelgraphiterzeugung in der Gussform durchgeführt, so wird für jeweils 2 500 kg Gussgewicht von am gleichen Tag hergestellten identischen Teilen die Prüfung im gleichen Umfang durchgeführt.

Der Umfang der Kerbschlagbiegeversuche kann in der Serienfertigung bei Verwendung der Sorten RT nach Tabelle 5.1-1 auf einen Versuch pro Tag an der Schmelze mit dem höchsten Siliziumgehalt reduziert werden.

Die getrennt gegossenen oder angegossenen Proben müssen EN 1563:1997 entsprechen. Die Größe des Probestückes ist abhängig von der Wanddicke des Teiles (Größenbestimmung siehe EN 1563:1997).

ANMERKUNG Angegossene Proben sind für die Gussstücke, an denen sie angegossen sind, repräsentativ und ihre Größe ist abhängig von der jeweiligen Wanddicke des Gussstückes.

6.2.3 Graphitstruktur

Es ist ein Werkstoff mit einer Graphitform V oder VI nach EN ISO 945:1994 bereitzustellen. Der Nachweis der Kugelausbildung muss vorzugsweise durch eine mikroskopische Untersuchung oder durch eine Ultraschallprüfung erfolgen. Sowohl manuelle als auch rechnergestützte und/oder automatisierte Verfahren sind zulässig.

Wird die Ultraschallprüfung durchgeführt, muss die Ultraschallgeschwindigkeit nach einem geeichten Messgerät mindestens 5 460 m/s betragen. Liegt die Geschwindigkeit unter 5 460 m/s, kann die Kugelausbildung auch mit dem mikroskopischen Verfahren am schlechtesten Prüfkörper geprüft und zugelassen werden. Gilt die Kugel- graphiterzeugung als annehmbar, dann wird der Werkstoff zugelassen. Wird die Ultraschallprüfung durchgeführt, muss die Prüfung am letzten Metallguss aus jeder Schmelze erfolgen.

6.2.4 Dokumentation

Die Dokumentation muss EN 764-5 entsprechen.

7 Prüfung und Abnahme

7.1

Prüfung

7.1.1 Allgemeines

Die Prüfung von Behältern und Behälterteilen aus Gusseisen, die nach diesem Teil der Norm hergestellt wurden, muss nach Tabelle 7.1-1 und, wo zutreffend, EN 13445-5 erfolgen.

7.1.2 Prüfanforderungen für C Q = 0,8

Die Prüfung muss in Übereinstimmung mit den Anforderungen und Annahmekriterien in Tabelle 7.1-1 durchgeführt werden.

16

NormCD - Stand 2007-03

7.1.3 Prüfanforderungen für C Q = 0,9

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

In nichtkritischen Bereichen: Prüfung wie für C Q = 0,8 nach 7.1.2;

In kritischen Bereichen: an allen Gussstücken muss eine Magnetpulverprüfung aller kritischen Bereiche nach den Angaben in der Zeichnung erfolgen, ohne dass unzulässige Mängel sichtbar werden.

Das letzte Gussstück aus einem Los Gussstücke, hergestellt aus der gleichen Schmelze oder am gleichen Tag, muss einer Durchstrahlungsprüfung oder einer gleichwertigen Prüfung (siehe Fußnote b in Tabelle 7.1-1) an einem in der Zeichnung angegebenen Bereich unterzogen werden, ohne dass unzulässige Mängel sichtbar werden.

Zusammenstellung siehe Tabelle 7.1-1

Tabelle 7.1-1 — Zusammenstellung der Prüfanforderungen für verschiedene Prüffaktoren

   

Prüffaktor

C Q = 0,8

C Q = 0,9

Lage

 

nichtkritischer Bereich

kritischer Bereich

 

Oberflächenfehler

 

Anforderung

Siehe 7.1.4

Risse, Schweißgutüberläufe, Kaltschweißung und ungenügend durchgeschweißte Kernstützen sind nicht zulässig.

Siehe 7.1.5

Prüfverfahren

Sichtprüfung

Prüfhäufigkeit

100 %

 

Fehler nahe der Oberfläche

 

Anforderung

Keine Anforderung

Siehe 7.1.7

Prüfverfahren

Magnetpulverprüfung

Prüfhäufigkeit

100 %

 

Innere Fehler (Makro- und Mikroporen)

 

Anforderung

Siehe 7.1.6

Siehe 7.1.9

(EN 12680-3, Zulässigkeitsgrenze 3)

Prüfverfahren

Ultraschallprüfung/Zerlegung in Abschnitte

Durchstrahlungsprüfung b

Prüfhäufigkeit

Erste Probestücke

Erste Probestücke

Stichprobenentnahme aus der Fertigungsreihe a

Letztes Gussstück aus jedem Los

a Nach Vereinbarung zwischen den beteiligten Partien.

 

b Die Durchstrahlungsprüfung kann nach Vereinbarung zwischen den beteiligten Parteien durch eine Ultraschallprüfung der Gussstücke ersetzt werden.

17

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

7.1.4 Oberflächenfehler

Für Sandeinschlüsse, Schlackeneinschlüsse und Lunker gelten die folgenden Einschränkungen.

C Q = 0,8 und C Q = 0,9 nichtkritischer Bereich:

Es sind höchstens 5 Fehler auf einer Fläche von 100 mm × 100 mm nach innen oder nach außen zulässig. Kein

Fehler darf eine Fläche von mehr als 100 mm 2 umfassen und die Gesamtfläche der Fehler darf 200 mm überschreiten.

nicht

2

Die maximal zulässige Tiefe eines Fehler ist die, bei der die Mindestwanddicke eingehalten wird. Das Abschleifen solcher Oberflächenfehler ist bis zu der in der Zeichnung angegebenen Mindestwanddicke zulässig.

C Q = 0,9 kritischer Bereich:

Innerhalb des kritischen Bereiches sind keine Fehler zulässig. Das Abschleifen von Oberflächenfehlern ist bis zu den in der Zeichnung angegebenen Mindestmaßen zulässig, sofern keine Spannungskonzentrationen auftreten.

7.1.5 Risse und ungenügend durchgeschweißte Kernstützen

Risse oder ungenügend durchgeschweißte Kernstützen sind nicht zulässig.

Um solche Fehler nachzuweisen, können Eindringprüfungen nach EN 1371-1:1997 erforderlich sein.

7.1.6 Ultraschallprüfung und/oder Zerlegung in Abschnitte

Die Ultraschall-Prüfung ist nach EN 12680-3 durchzuführen.

Falls eine Ultraschall-Prüfung nicht möglich ist, muss eine Zerlegung in Abschnitte durchgeführt werden, um innere Fehler durch Sichtprüfung nachzuweisen.

An den wichtigsten drucktragenden Teilen (Gussstückabschnitt mit der in der Zeichnung festgelegten erforder- lichen Mindestwanddicke) sind keine Fehler zulässig. Mikrolunker (Mittellinienporosität) sind jedoch zulässig, sofern alle mechanischen Eigenschaften der Werkstoffnorm erfüllt sind.

ANMERKUNG

Als Mikrolunker werden Poren mit einem Durchmesser von 0,2 mm bis 0,5 mm bezeichnet.

Bei anderen Teilen des Gussstücks sind Fehler zulässig, die in der Mitte liegen und weniger als eine Fläche von 300 mm 2 umfassen, sofern der Mindestabstand des Fehlers von der Oberfläche mindestens 1 / 3 der Wanddicke oder mindestens 3 mm beträgt. Fehler sind nicht zulässig an Bohrungen oder an Stellen, an denen Bohrungen vorzunehmen sind, innerhalb eines Bereiches mit dem 2fachen Bohrungsdurchmesser und konzentrisch mit der Bohrung. Nur Mikrolunker auf der Mittellinie sind zulässig (definiert als Poren mit einem Durchmesser von 0,2 mm bis 0,5 mm), sofern die erforderlichen mechanischen Eigenschaften der Werkstoffnorm erfüllt sind.

7.1.7 Magnetpulverprüfung

Die Prüfung ist nach der Norm EN 1369:1996 durchzuführen. Die maximale Gütestufe muss gleich oder besser als SM 3 in Tabelle 2 in EN 1369:1996 und LM4/AM4 in Tabelle 4 in EN 1369:1996 sein.

7.1.8 Eindringprüfung

Die Prüfung ist nach EN 1371-1:1997 durchzuführen. Die maximale Gütestufe muss gleich oder besser als SP 02/CP 02 in Tabelle 2 in EN 1371-1:1997 und LP 2/AP 2 in Tabelle 3 in EN 1371-1:1997 sein.

18

NormCD - Stand 2007-03

7.1.9 Durchstrahlungsprüfung

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

Die Prüfung ist nach EN 12681 mit einem Film der Größe von mindestens 100 mm × 240 mm durchzuführen.

Folgendes ist bei keiner Filmgröße zulässig:

a) Fleckigkeit, Einschübe, Risse, Warmrisse

b) Poren

> Typ A, Sorte 5;

c) Sandeinschlüsse

> Typ B, Sorte 5;

d) Lunker

> Typ C, Sorte 5.

7.1.10 Oberflächenrauheit

Die Oberflächenrauheit oder Oberflächenbeschaffenheit des Gussstücks muss vom Kunden anhand eines Probegussstückes anerkannt werden. Fertigungsgussstücke müssen eine mit dem anerkannten Probestück vergleichbare Oberflächenrauheit aufweisen.

Falls gefordert, muss die Oberflächenrauheit des Gussstücks nach EN 1370:1996 mit Hilfe von Vergleichsmustern oder nach den Festlegungen des Herstellers geprüft und festgelegt werden.

7.1.11 Mindestwanddicke

Die Gussstücke müssen an festgelegten Stellen gemessen werden, um nachzuweisen, dass die geforderte Mindestwanddicke erreicht wurde.

Die Ergebnisse sind in einem Anhang zur Werkstoffbescheinigung aufzuzeichnen.

Die Messung kann mit Hilfe von Ultraschall- oder mechanischen Messgeräten unter Einhaltung der vorgegebenen Auslegungstoleranzen durchgeführt werden.

7.1.12 Wanddickentoleranzen

Der Gussstück-Hersteller muss die Wanddickentoleranz in regelmäßigen Abständen bestimmen, prüfen und untersuchen.

Die Wanddickentoleranz muss nach ISO 8062:1994 angegeben werden.

Der für die Gussstücke anzuwendende Toleranzgrad ist abhängig vom Gießverfahren. Der Gussstück-Hersteller muss seine Befähigung, die vereinbarten Toleranzen einzuhalten, nachweisen.

7.1.13 Weitere Maße

Der Gussstück-Hersteller muss alle weiteren Maße in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Der für die Gussstücke anzuwendende Toleranzgrad ist abhängig vom Gießverfahren. Falls nichts anderes vereinbart wurde, müssen die Toleranzen mit ISO 8062:1994 übereinstimmen.

7.1.14 Qualifikation des Prüfpersonals

Das Personal für die Durchführung der Prüfungen muss nach den Festlegungen in 13445-5 qualifiziert sein.

7.2

Abnahmeprüfung

19

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

7.2.1 Allgemeines

Die Abnahmeprüfung muss nach EN 13445-5:2002, Abschnitt 10, erfolgen. Ausgenommen ist die standardmäßige Wasserdruckprüfung.

7.2.2 Wasserdruckprüfung

Alle drucktragenden Teile müssen einer Wasserdruckprüfung unterzogen werden, mit einem der Temperatur angepassten Prüfdruck größer oder gleich:

P

t

= 1,43 P

d

C

t

C

Q

(7.2-1)

8 Druckbehälter, die aus Teilen aus verschiedenen Werkstoffen zusammengebaut sind

Werden Teile aus Gusseisen mit Kugelgraphit in Verbindung mit anderen metallischen Teilen verwendet, die durch Schweißen, Schmieden usw. hergestellt wurden, um einen Druckbehälter zusammenzubauen, müssen die nach verschiedenen Fertigungstechniken hergestellten Bauteile die Anforderungen an die Konstruktion, Inspektion und Prüfung nach den entsprechenden Abschnitten in EN 13445-5 erfüllen.

Der zusammengebaute Behälter muss die Anforderungen für die Wasserdruckprüfung bei dem Druck erfüllen, der dem höchsten Prüfdruck der einzelnen Bauteile der Baugruppe entspricht. Es muss überprüft werden, ob bei dem hydraulischen Prüfdruck in keinem Bauteil die für dieses Bauteil festgelegte zulässige Spannung überschritten wird.

9 Kennzeichnung und Dokumentation

9.1 Kennzeichnung von Gussstücken

Gussstücke für Druckbehälter und gegossene Behälterteile müssen, ohne Berücksichtigung des Prüffaktors, mindestens mit folgenden Angaben gekennzeichnet werden, vorzugsweise durch gegossene Zeichen mit einer Mindesthöhe von 6 mm:

Logo oder Kennzeichen des Gussstück-Herstellers;

Typ oder Bezeichnung;

Werkstoffsorte nach EN 1563:1997;

Datum des Gusses, Chargen- oder Los-Nummer;

Prüffaktor, wenn C Q = 0,9.

Gegossene Zeichen, die hervorstehen, erhaben oder eingelassen sind, dürfen keine nachteilige Auswirkung auf die Festigkeit, statische und dynamische Stabilität haben oder örtliche Spannungskonzentrationen des Druckbehälters oder der Druckbehälterteile bewirken. Die hier beschriebene Kennzeichnung durch Guss kann durch ein zwischen den beteiligten Parteien vereinbartes Code-System ersetzt werden und kann auch durch Hartstempeln erfolgen. Die vollständige Rückverfolgbarkeit des Teiles bis zu Werkstoff- und Prüfbescheinigungen muss sichergestellt sein.

9.2 Datenschild für den fertigen Druckbehälter

Die Kennzeichnung des Behälters muss nach EN 13445-5:2002, Abschnitt 11, erfolgen.

20

NormCD - Stand 2007-03

9.3

Dokumentation

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

Die schriftliche Erklärung der Übereinstimmung mit der Norm, mit Aufzeichnungen und anderen zugehörigen Dokumenten muss EN 13445-5 entsprechen.

21

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

Anhang A

(normativ)

Anforderungen für die Zugfestigkeit, Dehngrenze, Dehnung und Kerbschlagfestigkeit

A.1 Zweck

Dieser Anhang enthält für die zulässigen Sorten Gusseisen mit Kugelgraphit für Druckbehälter und Druckbehälterteile die Anforderungen für die Zugfestigkeit, Dehngrenze, Dehnung und Kerbschlagfestigkeit. Die Werkstoffbezeichnung und die jeweiligen Anforderungen entsprechen EN 1563:1997.

A.2 Anforderungen

A.2.1 Proben, die aus getrennt gegossenen Probestücken durch mechanische Bearbeitung hergestellt wurden

A.2.1.1

Allgemeines

Die mechanischen Eigenschaften müssen den Angaben in den Tabellen A.2.1-1 und A.2.1-2 entsprechen sowie, wo zutreffend, den Anforderungen in A.2.1.2.

A.2.1.2

Kerbschlagfestigkeit

Die in Tabelle A.2.1-2 für Anwendungsfälle bei Raumtemperatur und tiefer Temperatur enthaltenen Werte für die Kerbschlagarbeit müssen nur bestimmt werden, wenn sie für die gewählte Werkstoffsorte erforderlich sind.

Tabelle A.2.1-1 — Mechanische Eigenschaften, gemessen an Proben, die aus getrennt gegossenen Probestücken durch mechanische Bearbeitung hergestellt wurden

 

Zugfestigkeit

0,2 % Dehngrenze

Dehnung

Werkstoffbezeichnung

R

M

R

p0,2

A

N/mm 2

N/mm 2

%

Symbol

Nummer

min.

min.

min.

EN-GJS-350-22-LT a

EN-JS1015

350

220

22

EN-GJS-350-22-RT b

EN-JS1014

350

220

22

EN-GJS-350-22

EN-JS1010

350

220

22

EN-GJS-400-18-LT a

EN-JS1025

400

240

18

EN-GJS-400-18-RT b

EN-JS1024

400

250

18

EN-GJS-400-18

EN-JS1020

400

250

18

a LT für tiefe Temperaturen

b RT für Raumtemperatur

22

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

Tabelle A.2.1-2 — Mindestwerte für die Kerbschlagarbeit, gemessen an Proben mit V-Kerb, die aus getrennt gegossenen Probestücken durch mechanische Bearbeitung hergestellt wurden

   

Mindestwerte für die Kerbschlagarbeit (in J)

 

Werkstoffbezeichnung

Bei Raumtemperatur (23 ± 5) °C

Bei (– 20 ± 2) °C

Bei (– 40 ± 2) °C

Symbol

Nummer

Mittelwert

 

Mittelwert

 

Mittelwert

 

aus

Einzelwert

aus

Einzelwert

aus

Einzelwert

3 Versuchen

3 Versuchen

3 Versuchen

EN-GJS-350-22-LT a

EN-JS1015

12 9

 

EN-GJS-350-22-RT b

EN-JS1014

17

14

— —

 

EN-GJS-400-18-LT a

EN-JS1025

12

9

— —

 

EN-GJS-400-18-RT b

EN-JS1024

14

11

— —

 

a LT für tiefe Temperaturen

 

b RT für Raumtemperatur

A.2.2 Proben, die aus angegossenen Probestücken durch mechanische Bearbeitung hergestellt wurden

A.2.2.1

Allgemeines

Die mechanischen Eigenschaften müssen den Angaben in den Tabellen A.2.2-1 und A.2.2-2 entsprechen sowie, wo zutreffend, den Anforderungen in A.2.2.2.

A.2.2.2

Schlagfestigkeit

Die in Tabelle A.2.2-2 für Anwendungsfälle bei Raumtemperatur und tiefer Temperatur enthaltenen Werte für die Kerbschlagarbeit müssen nur bestimmt werden, wenn sie für die gewählte Werkstoffsorte erforderlich sind.

23

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

Tabelle A.2.2-1 — Mechanische Eigenschaften, gemessen an Proben, die aus angegossenen Probestücken durch mechanische Bearbeitung hergestellt wurden

 

Maßgebende

Zugfestigkeit

0,2 % Dehn- grenze

Dehnung

Werkstoffbezeichnung

Wanddicke

 

t

R

M

R

p0,2

A

 

mm

N/mm 2

N/mm 2

%

Symbol

Nummer

 

min.

min.

min.

EN-GJS-350-22U-LT a

EN-JS1015

t

30

350

220

22

30

< t 60

330

210

18

60

< t 200

320

200

15

EN-GJS-350-22U-RT b

EN-JS1014

t

30

350

220

22

30

< t 60

330

210

18

60

< t 200

320

200

15

EN-GJS-350-22U

EN-JS1010

t

30

350

220

22

30

< t 60

330

210

18

60

< t 200

320

200

15

EN-GJS-400-18U-LT a

EN-JS1025

t

30

400

240

18

30

< t 60

390

230

15

60

< t 200

370

220

12

EN-GJS-400-18U-RT b

EN-JS1024

t

30

400

250

18

30

< t 60

390

250

15

60

< t 200

370

240

12

EN-GJS-400-18U

EN-JS1020

t

30

400

250

18

30

< t 60

390

250

15

60

< t 200

370

240

12

a LT für tiefe Temperaturen

b RT für Raumtemperatur

24

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

Tabelle A.2.2-2 — Mindestwerte für die Kerbschlagarbeit, gemessen an Proben mit V-Kerb, die aus angegossenen Probestücken durch mechanische Bearbeitung hergestellt wurden

   

Maß-

 

Mindestwerte für die Kerbschlagarbeit (in J)

 

gebende

     

Werkstoffbezeichnung

Wand-

 

dicke

Bei Raumtemperatur (23 ± 5) °C

Bei (– 20 ± 2) °C

Bei (– 40 ± 2) °C

t

   

mm

Mittelwert

 

Mittelwert

 

Mittelwert

 
 

aus

aus

aus

Symbol

Nummer

3 Ver-

Einzelwert

3 Ver-

Einzelwert

3 Ver-

Einzelwert

suchen

suchen

suchen

EN-GJS-350-22U-LT a

EN-JS1015

t

60

12

9

60

< t 200

10

7

EN-GJS-350-22U-RT b

EN-JS1014

t

60

17

14

60

< t 200

15

12

EN-GJS-400-18U-LT a

EN-JS1025

t

60

12

9

60

< t 200

10

7

EN-GJS-400-18U-RT b

EN-JS1024

t

60

14

11

60

< t 200

12

9

a für tiefe Temperaturen

b für Raumtemperatur

A.2.3

Härte

Die Härteprüfung muss an einem Gussstück an den zwischen Gussstück-Hersteller und Hersteller vereinbarten Stellen durchgeführt werden. Falls die Messpunkte nicht vereinbart wurden, ist die Prüfung an den vom Gussstück- Hersteller gewählten repräsentativen Stellen durchzuführen.

Die zu erwartenden Härtewerte sind Tabelle A 2.3-1 zu entnehmen.

Tabelle A.2.3-1 — Brinell-Härtebereich (nur zur Information)

Werkstoffbezeichnung

Brinell-Härtebereich (nur zur Information)

Symbol

Nummer

 

HB

EN-GJS-350-22-LT

EN-JS1015

HB 160

EN-GJS-350-22-RT

EN-JS1014

HB 160

EN-GJS-350-22

EN-JS1010

HB 160

EN-GJS-400-18U-LT

EN-JS1025

130

HB 175

EN-GJS-400-18U-RT

EN-JS1024

135

HB 180

EN-GJS-400-18U

EN-JS1020

135

HB 180

25

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

A.3 Prüfverfahren

A.3.1 Zugversuch

Die Zugprüfung ist nach EN 1563:1997 durchzuführen. Der bevorzugte Probendurchmesser beträgt 14 mm, jedoch darf aus technischen Gründen eine Probe mit einem anderen Durchmesser verwendet werden. In diesem Fall muss die Anfangsmesslänge der Probe folgender Gleichung entsprechen:

L 0

= 5,65

Dabei ist

S 0

= 5 D

entsprechen: L 0 = 5,65 ⋅ Dabei ist S 0 = 5 ⋅ D L 0

L 0

S 0

die Anfangsmesslänge;

der Anfangsquerschnitt der Probe;

D der Durchmesser der Probe in der Versuchslänge.

A.3.2 Kerbschlagbiegeversuch

(C.3.1-1)

Der Kerbschlagbiegeversuch ist an drei Charpy-Kerbschlagbiegeproben nach EN 1563:1997 durchzuführen, wobei eine Versuchseinrichtung verwendet wird, deren verfügbare Energie den Eigenschaften des Gusseisens mit Kugel- graphit in der Prüfung genügt.

A.3.3 Härteprüfung

Die Härte muss als Brinellhärte nach EN 1563:1997 bestimmt werden. Andere Härteprüfungen dürfen ebenfalls vereinbart werden.

26

NormCD - Stand 2007-03

Anhang B

(informativ)

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

Duktilität

Die Verwendung eines duktilen Werkstoffes, z. B. ferritisches Gusseisen mit Kugelgraphit, für den Einsatz unter Zugbeanspruchung erfordert eine lastabhängige Bewertung der Festigkeits- und Zähigkeitseigenschaften im Verhältnis zur Betriebstemperatur und Belastungsgeschwindigkeit mit dem Ziel, unter allen Betriebsbedingungen die Beständigkeit gegen Sprödbruch sicherzustellen.

Die Bewertungskriterien für eine Konstruktion basieren unter anderem auf der Festigkeitsberechnung und Festlegung der zulässigen Spannung. Es sollte nicht nur bei dynamisch belasteten Bauteilen sichergestellt sein, dass es nicht zu einem Versagen auf Grund von Sprödbruch kommt. Unter Bedingungen, bei denen eine Sprödbruchanfälligkeit gegeben ist, kann bei einer Beanspruchung eines Bauteils, die niedriger ist als die Streckgrenze, ein Bruch eingeleitet werden, der dann durch ungleichmäßige Rissausbreitung zu einem Bruch führt. Nur bei einer ausreichenden und bekannten Bruchzähigkeit oder Duktilität kann für einen Werkstoff sichergestellt werden, dass die Anforderung an das „Leck-vor-Bruchverhalten“ eines Bauteiles erfüllt wird.

Der Kerbschlagbiegeversuch an einem Kerbstab aus Gusseisen mit Kugelgraphit ist das übliche Verfahren zur Bestimmung der Beständigkeit gegen Sprödbruch. Die Kerbschlagarbeit bzw. Kerbschlagzähigkeit oder Kerbschlagbiegearbeit werden meist als Größe zur Bestimmung der Zähigkeit oder Versprödungsfreiheit eingesetzt. Da die einzelnen Komponenten der Schlagarbeit z. B. plastische Verformung, Risseinleitung und Rissausbreitung nicht voneinander zu trennen sind, werden der instrumentierte Kerbschlagbiegeversuch oder die verschiedenen bruchmechanischen Verfahren angewendet. Letztere sind insbesondere für größere Bauteile geeignet.

Bei dem Vorgehen nach dem bruchmechanischen Verfahren sind Rissgröße und Bauteil-Beanspruchung quanti- tativ mit einer Werkstoffeigenschaft verbunden, die dann eine Messgröße für die Beständigkeit gegen Rissausbreitung ist. Das Ziel ist, die kritische Rissgröße zu bestimmen oder die Spannung, die zu einem ungleichmäßigen Rissverlauf und plötzlichen Versagen des Bauteiles führt.

Mit der linear-elastischen Bruchmechanik kann das Versagen angerissener Bauteile auf Grund einer ungleich- mäßigen Rissausbreitung bei statischer Belastung oder gleichmäßiger Rissausbreitung bei zyklischer Belastung quantitativ erfasst werden. Durch diese ermittelte Bruchzähigkeit wird die Beständigkeit des Werkstoffes gegen ungleichmäßige Rissausbreitung, die zu Sprödbruch führt, bestimmt. Bei duktilen Werkstoffen ist dieses Verfahren nur bei tiefen Temperaturen oder auftretenden Versprödungserscheinungen anwendbar, z. B. über das Mikro- gefüge oder große Wanddicken.

Bruchmechanik-Verfahren mit vollplastischem Fließen werden dann angewendet, wenn vor der Rissspitze eine längliche plastische Verformung auftritt, i. e. elastoplastisches Werkstoffverhalten. Die Bestimmung kann zuerst mit dem Verfahren der Rissspitzenöffnungsverschiebung (CTOD) erfolgen, bei dem der Schadensmechanismus durch die kritische Verformung an der Rissspitze gesteuert wird.

Mit dem J-Integral-Konzept wird um die Rissspitze ein Linien-Integral festgelegt. Wie bei dem zuvor genannten Verfahren erhält man eine Werkstoffeigenschaft, die die Beständigkeit gegen die Risseinleitung festlegt.

Aus den vorstehenden Anmerkungen wird deutlich, dass die Bestimmung der Kerbschlagarbeit in ferritischem Gusseisen mit Kugelgraphit für sich genommen keinesfalls eine geeignete Größe für den Vergleich seiner Zähigkeit oder Duktilität gegenüber der von Stahl darstellt. Aus diesem Grunde ist es nicht möglich, eine genaue Aussage über die plastische Verformbarkeit und das Rissverhalten des Werkstoffes zu machen.

Im Gegensatz dazu haben ferritische Gusseisen mit Kugelgraphit mit einer Kerbschlagarbeit zwischen 12 J und 20 J ein Risseinleitungsverhalten, das unlegiertem bis niedriglegiertem Stahl mit einer weit höheren Kerbschlagarbeit von etwa 50 J in der oberen Lage entspricht. Die Werte für die Bruchzähigkeit von ferritischem Gusseisen mit Kugelgraphit führen zu einem elasto-plastischen Bruchverhalten auch bis – 60 °C, d. h. eine Zähbruchcharakteristik, so dass die KIC-Werte (Risszähigkeitswerte) im gleichen Bereich wie bei unlegiertem und niedriglegiertem Stahl liegen.

27

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

Anhang C

(informativ)

Bestimmung der örtlichen Mindest-Wanddicke und des erforderlichen Mindestdruckes für die Berstprüfung

Verwendete Gleichungen:

 

=

3

PS

 

R

m

3

e

e

a

min

e

act

e

a

P

bact

+ c

 

R

p

0,2

C

Q

C

t

C

e

R

p

0,2 / 20

=

1

 

R

p

0,2/

t

C

t

C

t

= 1 0,001 (

t

c

20)

 

P

 

3

PS

R

m

3

e

act

n

b

 

R

p

0,2

C

Q

C

t

C

e

(

e

act

c

)

n

1/ n

Tabelle C.1

(C.1)

(C.2)

(C.3)

(C.4)

(C.5)

 

Konstruktionsdaten

Berechnungsdaten

 

Messdaten

PS = 0,8 MPa Maximaler Arbeitsdruck = Auslegungsdruck

P b = 6,86 MPa Erforderlicher Mindestdruck für die Berstprüfung

P

bact = 13 MPa

Tatsächlicher Berstdruck

e min = 7 mm Mindestwanddicke in der Zeichnung

e a = 3,7 mm Analysendicke

e

act = 8 mm

c

= 1 mm

 

n

= 1 (gekrümmte Fläche)

t c = 120 °C

C t = 0,9

 
   

Gemessene Werkstoffdaten

C

Q = 0,8

 

R

m(3) = 450 N/mm 2

c

= 1 mm

 

R

p0,2 = 280 N/mm 2

Anhang A Werkstoffdaten

   

R

m = 400 N/mm 2 minimum

   

R

p0,2 = 250 N/mm 2 minimum

   

Schlussfolgerung

P bact = 13 MPa > P b (erforderlich)

zufriedenstellend.

=

Auslegungsbedingungen.

e act

=

8,0 mm

>

e min

7,0 mm

>

e a

+

c

=

28

3,7

+

1

= 4,7 mm; die erwartete Wanddicke entspricht

den

NormCD - Stand 2007-03

Anhang ZA

(informativ)

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

Abschnitte in dieser Europäischen Norm, die grundlegende Anforderungen oder andere Vorgaben der Druckgeräte-Richtlinie betreffen

Diese Europäische Norm wurde im Rahmen eines Mandates, das dem CEN von der Europäischen Kommission erteilt wurde, erarbeitet und unterstützt grundlegende Anforderungen der Druckgeräte-Richtlinie 97/23/EU.

WARNHINWEIS: Für Produkte, die in den Anwendungsbereich dieser Norm fallen, können weitere Anforderungen und weitere EU-Richtlinien anwendbar sein.

Die Übereinstimmung mit den Abschnitten dieser Norm ist eine Möglichkeit, die relevanten grundlegenden Anforderungen der betreffenden Richtlinie und der zugehörigen EFTA-Vorschriften zu erfüllen.

Tabelle ZA.1 — Abschnitte dieser Europäischen Norm, die der Druckgeräte-Richtlinie 97/23/EU entsprechen

Abschnitte in dieser Europäischen Norm

Inhalt

Wesentliche Anforderungen der Richtlinie 97/23/EC, Anhang I

4.1, 4.2, 5.2

Berechnungsverfahren

2.2.3

5.2.3

Experimentelles Auslegungsverfahren

2.2.4

5.3, 6, 7.1

Herstellungsverfahren

3.1

9.1

Rückverfolgbarkeit

3.1.5

7.2

Abnahmeprüfung

3.2

7.1

Prüfung

3.2.1

7.2.2

Bauteilprüfung

3.2.2

9

Kennzeichnung

3.3

5.1 , Annex A

Werkstoffe für druckbeanspruchte Teile

4.1

5.2.3 , Annex A

Zulässige Spannungen

7.1

5.1, Annex A

Werkstoffeigenschaften

7.5

29

NormCD - Stand 2007-03

EN 13445-6:2002 (D) Ausgabe 1 (2002-05)

[1]

[2]

[3]

[4]

[5]

Literaturhinweise

Gorsitzke, B.: Berechnung der Ermüdungslebensdauer wechselbeanspruchter Druckbehälter aus Guss- eisen mit Kugelgrafit.

Kikkert, J.: Bepaling van de elasticiteitsgrens van verschillende nodulaire gietijzersoorten op verhoogde temperatuur.

ISO/CD 1083, Spheroidal graphite cast irons 2001-01-18.

EN 13068-1:1999, Zerstörungsfreie Prüfung — Radioskopische Prüfung — Teil 1: Quantitative Messung der bildgebenden Eigenschaften.

EN 13068-2:1999, Zerstörungsfreie Prüfung — Radioskopische Prüfung — Teil 2: Prüfung der Langzeitstabilität von bildgebenden Systemen.

30