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Engagement für gesunde Nahrung und Umwelt www.greenpeace.de
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Engagement für gesunde Nahrung und Umwelt

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Impressum Greenpeace e.V., Große Elbstr. 39, 22767 Hamburg, Tel. 040/30618-0 V.i.S.d.P. Alexandra Boehlke Bildredaktion Max Seiler Titelfoto: ©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace (Seit 1998 gibt es Anzeichen dafür, dass der gentechnisch veränderte Mais von Monsanto – MON 810 die Umwelt schädigt. Seit Jahren protestiert Greenpeace gegen den Anbau, mit Erfolg: Im April 2009 wird die Aussaat in Deutschland verboten.)

Engagement für gesunde Nahrung und Umwelt Greenpeace arbeitet global und mit dem Ziel, große Umweltprobleme
Engagement für gesunde Nahrung und Umwelt Greenpeace arbeitet global und mit dem Ziel, große Umweltprobleme

Engagement für gesunde Nahrung und Umwelt

Greenpeace arbeitet global und mit dem Ziel, große Umweltprobleme in die öffentliche Diskussion zu bringen. Dazu zählt die chemische Vergiftung von Mensch und Natur, die in den 80er Jahren auch in Deutschland noch extrem ist, häufig sogar sichtbar:

Viele Flüsse sind Abwasserkloaken der Industrien, saurer Regen prasselt auf die Wälder nieder. Heute lauern die Gefahren dagegen vielfach versteckt: Beispielsweise sind Böden, Grund- und Trinkwasserreservoirs wie auch Obst und Gemüse mit giftigen Pestiziden belastet.

In diesem Fotobuch sind wichtige Greenpeace-Aktionen, Erfolge und Lösungen für gesunde Nahrung und Umwelt ausgewählt. Sie zeigen, dass Kampagnen sich in dem Bereich auszahlen.

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©Wolfgang Hain/Greenpeace
©Wolfgang Hain/Greenpeace

Konfrontation der Verantwortlichen. Greenpeace-Aktivisten besetzen 1981 den Schlot der Chemiefirma Boehringer, die die Umwelt mit Giften verseucht. 1984 muss Boehringer schließen. Greenpeace setzt sich in den folgenden Jahren mit

den Großen der Chemiebranche auseinander, oft wegen Gifteinleitungen in Ge- wässer. Greenpeace gelingt es, mit Aktionen öffentlichen Druck aufzubauen, um Konzerne und Politik zum Handeln zu bewegen.

©Markusen/Greenpeace
©Markusen/Greenpeace

Wegweisend! Giftige Abwässer aus der Chlorbleiche der Papier- und Zellstoff- herstellung belasten in den 1980er Jahren die Flüsse. Greenpeace zeigt, dass es anders geht. 1989 erscheint als weltweit erste Zeitschrift das Greenpeace-Magazin

auf chlorfrei gebleichtem Papier. Wenige Jahre später veröffentlicht Greenpeace „Das Plagiat“, eine Kopie des „Spiegels“, auf einem Tiefdruckpapier für Massen- druckobjekte – heute industrieller Standard.

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©Diether Vennemann/Greenpeace
©Diether Vennemann/Greenpeace

Bessere Wasserqualität. 1985 erwirbt Greenpeace das Flussschiff Beluga und baut es zu einem schwimmenden Chemielabor um. Die Einsätze der Beluga auf Elbe, Weser und Rhein tragen wesentlich dazu bei, dass Deutschlands Flüsse

heute sauberer sind. Einleitungen von Industrieabwässern werden stärker kontrol- liert, es gibt neue, bessere Kläranlagen, und die Unterlagen der Wasserbehörden sind für jeden einsehbar – europaweit!

©Imhof/Greenpeace
©Imhof/Greenpeace

Grund zum Feiern. Anfang der 1990er Jahre organisiert und erzwingt Greenpeace immer wieder Giftmüllrücktransporte, zum Beispiel aus Ägypten nach Deutsch- land, aus Brasilien nach England, aus Bangladesh in die USA. Immer besteht die

Konstellation, dass ein reiches Land seinen Müll in ein ärmeres verschiebt. 1994 werden die Kampagnen belohnt: Die Baseler Konvention beschließt ein Verbot für Giftmüllexporte aus OECD in Nicht-OECD Länder.

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©Ex-Press/David Adair
©Ex-Press/David Adair

Experiment Gentechnik. Der Großteil der weltweit angebauten Soja landet in Futtertrögen von Schweinen und Kühen. Aber auch Speiseöle werden aus ihr her- gestellt. 1996 kommt erstmals gentechnisch manipulierte Soja nach Europa.

Wegen der unbekannten Auswirkungen auf Mensch und Umwelt wendet sich Greenpeace von Anfang an gegen den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen und setzt sich für eine entsprechende Kennzeichnung auf Produkten ein.

©Ralf Brunner/laif/Greenpeace
©Ralf Brunner/laif/Greenpeace

Gift in Babymündern! Von Greenpeace in Auftrag gegebene Laboranalysen wei- sen 1997 hohe Mengen Weichmacher in PVC-Babyspielzeug nach. Diese stehen in Verdacht, auf Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane schädigend zu wirken.

Staatliche Analysen bestätigen die Befunde. Nach Greenpeace-Protesten sind zum Weihnachtsgeschäft 1998 in Deutschland erstmals keine Spielwaren aus Weich-PVC für Kinder unter drei Jahren erhältlich.

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©Bert Bostelmann/Greenpeace
©Bert Bostelmann/Greenpeace

Sauberes Grundwasser. Nach Greenpeace-Protesten wird 1997 das Pflanzengift Diuron verboten. Die Bahn hatte es als Unkrautvernichtungsmittel auf Bahngleisen eingesetzt. Ehrenamtliche Greenpeace-Gruppen bearbeiten mit Nachdruck weitere

Diuron-Kunden, durchforsten Bau- und Gartencenter nach diuronhaltigen Mitteln. Immer mehr Händler nehmen die Gifte aus ihren Regalen, darunter ganze Kauf- haus- und Baumarktketten.

©Roman Schramm/Greenpeace
©Roman Schramm/Greenpeace

Jugendprotest. Im „genetiXproject“ wehren sich Jugendliche gegen Genfood. Sie bringen ihren Protest in ihrer jeweiligen Landessprache zum Ausdruck. Der Lebens-

mittelkonzern Nestlé produziert den Schokoriegel „Butterfinger“ mit gentechnisch veränderten Zutaten. 10.000 Beschwerdebriefe gehen bei dem Konzern ein.

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©Christian Kaiser/Greenpeace
©Christian Kaiser/Greenpeace

Gelungene Marktarbeit. Die Jugendlichen fahnden in Supermärkten, Kaufhäu- sern und Tankstellen nach dem „Butterfinger“ und mobilisieren die Öffentlichkeit. Nestlé nimmt den „Butterfinger”, in dem gentechnisch veränderte Zutaten sind,

schließlich vom Markt. Der Greenpeace-Protest und die Reaktion von Nestlé wa- ren wichtige Signale für die gesamte Lebensmittelbranche.

©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace
©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace

Gift in Windeln. Dauergifte sind extrem gefährlich. Die schwer abbaubaren Sub- stanzen reichern sich im Organismus an und schädigen massiv die Umwelt. Greenpeace setzt sich weltweit gegen die Verwendung dieser Chemikalien ein.

Im Jahr 2000 zeigt Greenpeace, dass in Windeln das Dauergift Tributylzinn, TBT, steckt. Die Empörung ist groß, die Hersteller reagieren sofort: Innerhalb weniger Monate entfernen sie es aus den Produkten.

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©Chandra Shekhar Karki/Greenpeace
©Chandra Shekhar Karki/Greenpeace

Zurück an Absender. Greenpeace-Aktivisten sichern hochgiftige Altpestizide aus Deutschland in einem Lager in Nepal. Nahe der Hauptstadt Kathmandu packen sie mehrere Tonnen abgelaufener Agrarchemikalien in neue Überfässer. Ungefähr ein

Drittel des Giftmülls sind Bayer- und Shell-Produkte. Greenpeace fordert von den verantwortlichen Firmen den Rücktransport und die fachgerechte Entsorgung der gefährlichen Pestizide.

©Holde Schneider/Greenpeace
©Holde Schneider/Greenpeace

Gekennzeichnet. Seit 2003 sind in der EU Regeln für die Kennzeichnung von Gentechnik in Lebensmitteln und Tierfutter in Kraft. Sie müssen seit 2004 von Herstellern und Handel angewendet werden. Seit 2008 können Hersteller tierische

Produkte wie Milch, Eier und Fleisch in Deutschland auch mit der neuen Aufschrift ohne Gentechnik kennzeichnen, wenn sie auf Gen-Pflanzen in der Tierfütterung verzichten – das alles schafft mehr Transparenz für den Verbraucher.

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©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace
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Entscheidungshelfer. Seit 2004 produziert Greenpeace Einkaufsratgeber zu ver- schiedenen Themen. Diese helfen Verbrauchern, umweltfreundliche Produktent-

scheidungen zu treffen und Lebensmittelketten ausfindig zu machen, die sich für eine Verbesserung ihres Angebots einsetzen.

©Erich Malter/tandem/Greenpeace
©Erich Malter/tandem/Greenpeace

Kinderspielzeug ist sicherer geworden! Das Europäische Parlament hat 2005 beschlossen, sechs giftige Chemikalien, die PVC-Spielzeug weicher machen, zu verbieten. Seit Ende der 1990er Jahre setzt sich Greenpeace für ein Verbot der ge-

fährlichen Weichmacher ein. Sie finden sich unter anderem in Kinderspielzeug, das die Kleinen oft in den Mund stecken. Aber: Insgesamt gibt es noch über 100.000 Chemikalien, die bis dato kaum auf ihre Giftigkeit untersucht wurden.

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©Greenpeace/Pierre Gleizes
©Greenpeace/Pierre Gleizes

Rückruf. Der mit Asbest verseuchte Flugzeugträger Clemenceau soll in Indien unter primitiven Bedingungen verschrottet werden. Während der letzten Fahrt des Trägers protestiert Greenpeace gegen diese Pläne. Greenpeace und andere

Umweltschutzorganisationen klagen, mit Erfolg: Frankreichs höchstes Verwal- tungsgericht erklärt Anfang 2006 die Verschrottung der Clemenceau in Indien für unzulässig.

©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace
©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace

Abgelehnt. Die Beschwerdekammer des Europäischen Patentamts in München weist 2007 ein umstrittenes Patent auf menschliche embryonale Stammzellen end- gültig ab. Das Patent der englischen Universität Edinburgh umfasst menschliche

Embryonen, die gentechnisch manipuliert und zur Stammzellengewinnung gezüch- tet werden. Greenpeace hatte es im Jahr 2000 aufgedeckt und Beschwerde einge- legt. Ein Präzedenzfall für ähnliche Patentanträge auf menschliches Leben.

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Thomas Einberger/argum/Greenpeace
Thomas Einberger/argum/Greenpeace

Verbraucherkraft. Gegen den Einsatz von Gentechnik regt sich öffentlicher Wider- stand. Greenpeace deckt auf, welche Firmen gentechnisch veränderte Futterpflan- zen verwenden und fordert Molkereien auf, ihre Milchprodukte gentechnikfrei zu

produzieren. Mit Erfolg: Campina, eine der größten Molkereien in Deutschland, stellt seit 2008 unter ihrer bekannten Marke „Landliebe“ Milchprodukte ohne Gentechnik im Futter her. Andere Molkereien sind noch nicht soweit.

©Ángel Garcia/Greenpeace
©Ángel Garcia/Greenpeace

Ausgezeichnet. Greenpeace findet 2005 in einem Teil der Paprikaernte aus dem spanischen Hauptanbaugebiet Almeria hohe Pestizidwerte – Grenzwerte werden überschritten, illegale Gifte nachgewiesen. Deutsche Supermärkte kündigen Ab-

nahmeverträge, das ist der Beginn einer Veränderung. 2008 bekommt Greenpeace von der Provinz den „Preis von Almeria“ verliehen – für die Schlüsselrolle bei der Umstellung der Region auf biologischen Pflanzenschutz.

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©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace, ©Heiko Meyer/Greenpeace
©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace, ©Heiko Meyer/Greenpeace

Aus für gentechnisch veränderten Mais. Seit 1998 gibt es Anzeichen dafür, dass der gentechnisch veränderte Mais von Monsanto, MON810, die Umwelt schädigt. Er produziert ein Gift gegen den Maiszünsler – doch was den Schädling tötet,

gefährdet unter anderem auch Honigbienen. Seit Jahren protestiert Greenpeace gegen den Anbau, mit Erfolg: 2009 wird die Aussaat in Deutschland verboten.

©Bente Stachowske/Greenpeace
©Bente Stachowske/Greenpeace

Seit 2010 ist die besonders stärkehaltige Gen-Kartoffel Amflora des Chemieriesen BASF von der EU zugelassen worden. Sie wird auch in Deutschland auf 15 Hektar angebaut. Die Gen-Kartoffel ist gegen Antibiotika resistent, was dazu führen kann,

dass für den Menschen gefährliche Bakterien nicht mehr mit diesen Antibiotika bekämpft werden können.

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