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Engagement gegen Atomkraft, für Klimaschutz und saubere Energien www.greenpeace.de
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Engagement gegen Atomkraft, für Klimaschutz und saubere Energien

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Impressum Greenpeace e.V., Große Elbstr. 39, 22767 Hamburg, Tel. 040/30618-0 V.i.S.d.P. Alexandra Boehlke Bildredaktion Max Seiler Titelfoto: ©Fred Dott/Greenpeace (Greenpeace veröffentlicht 2007 ein nationales Energieszenario. Es zeigt, dass ein vorgezogener Atomausstieg mit ambitionierten Klimaschutzzielen vereinbar ist. 2009 wird das Szenario bis zum Jahr 2050 erweitert – „Plan B 2020“.)

Engagement gegen Atomkraft, für Klimaschutz und saubere Energien

gegen Atomkraft, für Klimaschutz und saubere Energien Die Weichen für eine zukünftige Energieversorgung werden
gegen Atomkraft, für Klimaschutz und saubere Energien Die Weichen für eine zukünftige Energieversorgung werden

Die Weichen für eine zukünftige Energieversorgung werden heute gestellt. In den kommenden Jahren muss der deutsche Kraftwerkspark wegen altersbedingter Stilllegungen grundlegend erneuert werden. Das bietet ungeahnte Möglichkeiten:

Die Entscheidung steht an, ob Deutschland weiter auf Atom und Kohle setzt oder mit Erneuerbaren Energien den Weg für eine umweltfreundliche Zukunft ebnet. Wesentlicher Teil dieser Zukunft sind dabei gesteigerte Energieeffizienz und hochmoderne Kraftwerke, in denen nicht nur Strom erzeugt wird, sondern auch die entstehende Wärme optimal genutzt werden kann.

Von den großen Energiekonzernen ist wenig Engagement zu erwarten, denn sie verdienen gut am traditionellen System auf Basis von Kohle, Öl und Atom. Die Politik ist gefordert, die notwendigen Rahmenbedingungen für eine Energiewende zu schaffen. Die Energie der Zukunft muss effizient, sauber und atomstromfrei sein – in Deutschland und natürlich weltweit!

In diesem Fotobuch ist eine kleine Auswahl von Greenpeace-Aktionen, Erfolgen und Lösungen zu unterschiedlichen Energiethemen zusammengestellt. Die Beispiele zeigen: Kampagnenarbeit kostet viel Kraft, aber sie lohnt sich.

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©Greenpeace/Keziere
©Greenpeace/Keziere

Am Anfang. 1971 chartert eine kleine Gruppe amerikanischer und kanadischer Aktivisten ein Boot und fährt in Richtung eines Atomwaffentestgebiets bei der Insel Amchitka vor Alaska. Die Fahrt löst einen öffentlichen Aufschrei gegen die Atom-

tests aus. Innerhalb eines Jahres kündigt die USA an, weitere Tests abzusagen. Eine wesentliche Greenpeace-Grundphilosophie ist geboren: direkter und gewalt- freier Protest vor Ort gegen Umweltverbrechen.

©Greenpeace/Ann-Marie Horne
©Greenpeace/Ann-Marie Horne

Erste Erfolge. Greenpeace fährt mehrmals in die französischen Atomwaffentest- gebiete Moruroa und Fangataufa, beides Atolle im Südpazifik. Dort stürmen fran- zösische Sicherheitskräfte das Greenpeace-Schiff „Vega“. Der Angriff wird in der

öffentlichen Diskussion scharf verurteilt und ruft Proteste hervor. Mitte der 1970er Jahre gibt die französische Regierung nach, weitere Atomtests sollen unter die Erde verlegt werden.

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©Ali Paczensky/Zenit/Greenpeace
©Ali Paczensky/Zenit/Greenpeace

Einsatz für Umwelt und Demokratie. 1983 fahren Greenpeace-Aktivisten mit dem Heißluftballon „Trinity“ von West-Berlin aus in Richtung DDR. Die Aktion soll die grenzüberschreitende Gefahr atomarer Waffen verdeutlichen. Greenpeace wird

in den Jahren nach dieser Aktion von der DDR-Führung als Bedrohung wahrge- nommen – denn Greenpeace fordert Informationsrecht, Demonstrationsfreiheit und Umweltschutz.

©Adrian Bradshaw/Greenpeace
©Adrian Bradshaw/Greenpeace

Impulse für die Industrie. Greenpeace startet Ende der 1980er Jahre eine Kam- pagne gegen FCKW und FKW. Aber Greenpeace protestiert nicht nur, sondern entwickelt 1992 zusammen mit Wissenschaftlern und Firmen eine Lösung: Den

ersten FCKW- und FKW-freien Kühlschrank. Der Prototyp läuft 1993 vom Band, die neue Kältetechnik tritt in den Folgejahren ihren Siegeszug um die Welt an.

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©Bert Bostelmann/Greenpeace
©Bert Bostelmann/Greenpeace

Small, Intelligent, Light, Efficient. SmILE nennt sich das Konzept, herkömmliche Serienfahrzeuge mit wenig Aufwand in Sparautos zu verwandeln. Mit einem um- gebauten Renault Twingo zeigt Greenpeace 1996, wie sich so etwas konkret in die

Praxis umsetzen lässt. Im Laufe der folgenden Jahre übernimmt die Autoindustrie wesentliche Teile des Gesamtkonzepts, insbesondere die Motorentechnik.

©Gavin Newman/Greenpeace
©Gavin Newman/Greenpeace

Schleichende Verseuchung. Gegen die Wiederaufarbeitung von Atommüll pro- testiert Greenpeace seit Anfang der 1980er Jahre. Durch Bodenproben und Tauch-

einsätze – wie hier am Abflussrohr der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague – zeigt Greenpeace die permanente radioaktive Belastung der Umwelt.

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©Ulrich Baatz/Greenpeace
©Ulrich Baatz/Greenpeace

Veränderungen am Energiemarkt. 1998 wird der Strommarkt in Deutschland li- beralisiert. Die Zeiten, in denen Stromkunden dem regionalen Anbieter verpflichtet waren, sind damit vorbei. 60.000 Menschen erklären im Rahmen der Greenpeace-

Aktion „Stromwechsel“ mit ihrer Unterschrift, dass sie Ökostrom beziehen wollen. Daraufhin sucht Greenpeace einen Anbieter, der eine Stromversorgung im Sinne der Greenpeace-Kriterien garantiert.

©Sabine Vielmo
©Sabine Vielmo

Gründung eines Ökostromanbieters. Mögliche Anbieter haben mit der Umset- zung der Greenpeace-Kriterien in der Praxis Schwierigkeiten. Also stellt Green- peace 1999 kurzerhand eine eigene Einkaufsgemeinschaft für sauberen Strom auf

die Beine, die Genossenschaft Greenpeace energy eG. 2010 versorgt Greenpeace energy eG rund 95.000 Kunden mit sauberem Strom.

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©Igor Gavrilov/Greenpeace
©Igor Gavrilov/Greenpeace

Grenzübergreifende Verantwortung. Das in der Raffinerie Leuna veredelte Erdöl verursacht bei seiner Förderung in Westsibirien eine gigantische Ölpest. In der Ölförderregion gibt es tausende Pipelinebrüche, Rohöl verseucht Böden und Ge-

wässer. Greenpeace ist im Jahr 2000 mit einem internationalen Team vor Ort. In Deutschland klagt Greenpeace die Verantwortlichen an und fordert sie zum Han- deln auf.

©Martin Storz/graffiti/Greenpeace
©Martin Storz/graffiti/Greenpeace

Zeigen, dass es geht. Die Abgase von Dieselautos haben es in sich: Die kleinen Rußpartikel sind mit verantwortlich für Lungenkrebs. Dass die Nachrüstung der

Dieselautos mit Vollfiltern technisch ausgereift ist, zeigt Greenpeace 2002 mit der Nachrüstung eines gebrauchten Mercedes.

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©Jörg Gläscher/Greenpeace
©Jörg Gläscher/Greenpeace

Spontane Hilfe. Als im Sommer 2002 die Städte und Landschaften an den Ufern der Elbe im Hochwasser versinken, melden sich Festangestellte und ehrenamtliche Greenpeace-Mitarbeiter, um zu helfen. In den Katastrophengebieten arbeiten sie

eng mit den örtlichen Hilfskräften zusammen. Auch Schlauchboote, Generatoren und Pumpen von Greenpeace kommen zum Einsatz.

©Heiko Meyer/Greenpeace
©Heiko Meyer/Greenpeace

Export einer Atomanlage verhindert. Im Jahr 1995 gibt Siemens die Investiti- onsruine der Hanauer Plutoniumfabrik auf, die nie in Betrieb gegangen war. Knapp ein Jahrzehnt später will Siemens die Anlage nach China verkaufen. Greenpeace

protestiert gegen den geplanten Export, mobilisiert die Öffentlichkeit und lässt ein Rechtsgutachten erstellen. 2004 werden die Pläne ad acta gelegt.

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©Sabine Vielmo/Greenpeace
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Ende der Atomtransporte aus Deutschland in die Wiederaufarbeitung. Die Atomenergie ist eine Katastrophe für Mensch und Natur, vom Uranabbau bis zur ungelösten Endlagerfrage. Ein Etappenziel der Deutschen Anti-Atomarbeit ist 2005

erreicht. Wie im Atomkonsens von 2001 vereinbart, werden die Transporte in die Wiederaufarbeitungsanlagen beendet. Abgebrannte Brennelemente werden an den Kraftwerksstandorten gelagert, gefährliche Transporte quer durch Europa entfallen.

©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace
©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace

Deutschlands Energiezukunft. 2007 veröffentlicht Greenpeace ein nationales Energieszenario „Plan B 2020“, erstellt vom Aachener Ingenieur- und Beratungs- unternehmen EUtech im Auftrag der Umweltorganisation. Es zeigt, dass ein vor-

gezogener Atomausstieg mit ambitionierten Klimaschutzzielen vereinbar ist. 2009 wird das Szenario bis zum Jahr 2050 erweitert, der Weg in eine klimafreundliche, atomstromfreie Zukunft ist möglich.

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©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace
©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace

Kampagnen bewegen Politik. Bei der Internationalen Klimakonferenz auf Bali Ende 2007 sagt die deutsche Bundesregierung eine Verringerung der nationalen Treibhausgasemissionen zu: 40 Prozent weniger Kohlendioxidausstoß bis 2020 im

Vergleich zu 1990. Mit starker Öffentlichkeitsarbeit in den Monaten zuvor trug auch Greenpeace zu diesem politischen Bekenntnis bei.

©Thomas Einberger/argum/Greenpeace
©Thomas Einberger/argum/Greenpeace

Solarenergie rettet Leben. Tausende Menschen in armen Ländern sterben, weil für sie lebensnotwendige Medikamente und Impfstoffe nicht ausreichend gekühlt werden können und verderben. Der„SolarChill“ kann daran etwas ändern. Er ist ein

von Greenpeace maßgeblich mit entwickeltes Kühlgerät, das die Sonnenenergie nutzt, unabhängig vom Stromnetz ist und keine Batterien benötigt. Der„SolarChill“ ist von der Weltgesundheitsorganisation für den Einsatz weltweit zugelassen.

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©Bente Stachowske/Greenpeace
©Bente Stachowske/Greenpeace

Keine neuen Kohlekraftwerke. Obwohl die klima- und umweltschädlichen Aus- wirkungen der Kohlekraft bekannt sind, halten Politik und Energiewirtschaft an dem fossilen Energieträger fest. Allein in Deutschland sind über 20 neue Koh-

lekraftwerke projektiert oder befinden sich im Bau. Ehrenamtliche Greenpeace- Gruppen unterstützen regionale Proteste und helfen so immer wieder mit, Neubau- projekte zu verhindern.

©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace
©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace

Für eine lebenswerte Zukunft! Greenpeace unterstützt die Anti-Atombewegung nach Kräften, gute Gründe dafür gibt es reichlich. Die weltweit ungelöste Frage der Entsorgung des Atommülls und die permanenten Sicherheitsprobleme in

Atomanlagen sind nur zwei Beispiele. Die Atomkraft ist eine die Umwelt zerstören- de, zukunftsfeindliche Form der Energieerzeugung!

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©Paul Langrock/Zenit/Greenpeace
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Energie (R)evolution. 2010 legen Greenpeace und der European Renewable Energy Council ein globales Energieszenario vor, ein Masterplan zur Rettung des Klimas. Das Szenario zeigt, dass – und wie – es möglich ist, die energiebedingten

Emissionen von Kohlendioxid bis Mitte des Jahrhunderts um weltweit mehr als 80 Prozent zu senken.