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Benutzerhandbuch

MERCUR Mailserver Version 4.0

atrium software international


Holzhausenstraße 22
60322 Frankfurt am Main
1. MERCUR Mailserver Version 4.0.............................................................18
1.1. Lizenzvereinbarung...........................................................................18
Allgemeine Lizenzbedingungen ...................................................18
Lizenzbestimmungen ...................................................................18
Weitere Beschränkungen.............................................................18
Beschränkte Garantie ..................................................................19
Keine weitere Gewährleistung......................................................19
Keine Haftung für Folgeschäden..................................................19
1.2. Vorwort..............................................................................................20
1.3. Einführung.........................................................................................21
1.3.1. Wissenswertes über den MERCUR Mailserver..........................21
Gesicherte Echtheitsbestätigung..................................................21
Anti-Virus-Schnittstelle .................................................................21
Entfernen von Anlagen.................................................................22
Black List......................................................................................22
Sprachauswahl "On the fly"..........................................................22
Versenden und Empfangen von SMTP-Nachrichten....................22
Abfragen von Postfächern mittels POP3 oder IMAP4 ..................22
Verwaltung beliebig vieler Domänen............................................22
Verwaltung beliebig vieler Benutzer in lokalen und entfernten
Postfächern ..................................................................................23
Verwaltung von Mailing-Listen .....................................................23
Automatische Beantwortung eingehender Nachrichten ...............23
Automatisches Weiterleiten ausgehender Nachrichten................23
Automatische Abfrage von entfernten Mail-Servern.....................24
Detaillierte Protokollfunktionen.....................................................24
Unterstützung von DFÜ-Netzwerk................................................24
Konfiguration von entfernten Computern .....................................24
Befehlsausführung via E-Mail ......................................................24
Statische Routen..........................................................................25
Interne Windows NT/2000 Sicherheit...........................................25
ODBC Schnittstelle ......................................................................25
Zeitplanung ..................................................................................25
Prioritäten.....................................................................................25
Sicherheit .....................................................................................26
POP3-Authentifizierung................................................................26
SMTP-Authentifizierung ...............................................................26
Integriertes Fax-/Pager-Gateway .................................................26
Umfangreiche Statistikfunktionen mit definierten Berichten .........26
1.3.2. Online-Hilfe ................................................................................27
Über das Menü "Hilfe" in MERCUR Mailserver Version 4.0........27
Direkthilfe .....................................................................................27
1.3.3. MERCUR Benutzertypen ...........................................................28
Standard-Benutzer .......................................................................28
Benutzer mit Administrator-Berechtigung für alle Domänen ........28
Benutzer mit Administrator-Berechtigung für nur diese Domäne .28
Benutzer mit Administrator-Berechtigung für nur diesen Benutzer
.....................................................................................................28
1.3.4. Gesicherte Authentifizierung ......................................................29
Anmeldung an POP3- und IMAP4-Konten ...................................29
Authentifizierung bei SMTP..........................................................30
1.3.5. Einrichtung der Anti-Virus-Schnittstelle ......................................32
Beispiel-Einstellung für verschiedene Standard-Produkte ...........33
1.3.6. Systemvoraussetzungen............................................................34
Serveranforderungen ...................................................................34
Betriebssystem.............................................................................34
Netzwerk ......................................................................................34
1.3.7. Installation..................................................................................35
Das MERCUR Installationsprogramm..........................................35
Probleme bei der Installation........................................................36
1.3.8. Manuelle Installation der MERCUR-Dienste ..............................37
Der SMTP-Dienst .........................................................................37
Der POP3-Dienst .........................................................................37
Der IMAP4-Dienst ........................................................................38
Das Fax-/Pager-Gateway.............................................................38
Der Control-Dienst .......................................................................38
1.4. MERCUR Mailserver.............................................................................39
1.4.1. Die Benutzeroberfläche..............................................................39
Das Programmfenster ..................................................................39
Die Menüleiste .............................................................................40
Die Symbolleiste ..........................................................................41
Übernehmen ....................................................................................41
Direkthilfe .........................................................................................41
Die Funktionsleiste.......................................................................43
Die Statusleiste ............................................................................43
Schaltfläche Sprachauswahl (DE)................................................43
Hinweiszeile .................................................................................43
1.4.2. Der Dialog System ....................................................................44
1.4.2.1. Status der MERCUR-Dienste..............................................44
Installieren eines MERCUR-Dienstes ..........................................44
Deinstallieren eines MERCUR-Dienstes ......................................45
1.4.2.2. Einrichten einer Remote-Verbindung ..................................46
1.4.3. Der Dialog Domänen..................................................................47
1.4.3.1. Übersicht Domänen ............................................................47
1.4.3.2. Anlegen/Bearbeiten einer Domäne .....................................49
Domäne .......................................................................................49
Name ...........................................................................................49
Beschreibung ...............................................................................49
Administrator................................................................................49
Postfach-Name ............................................................................49
Standard-Alias..............................................................................49
Weitere Aliase..............................................................................49
Listserver .....................................................................................50
Standard-Alias..............................................................................50
Weitere Aliase..............................................................................50
Unbekannte Benutzer ..................................................................50
Nicht annehmen ...........................................................................50
Info an Administrator ....................................................................50
Weiterleiten an .............................................................................50
Mitteilung an Absender senden....................................................51
Windows NT/2000 Benutzer ........................................................51
Windows NT/2000 Benutzer verwenden ......................................51
Konto............................................................................................51
Domäne .......................................................................................51
1.4.4. Der Dialog Benutzer...................................................................52
1.4.4.1. Übersicht Benutzer..............................................................52
1.4.4.2. Anlegen/Bearbeiten von Benutzern.....................................54
Register Benutzer ........................................................................54
Alias .............................................................................................54
Domäne .......................................................................................54
Name ...........................................................................................54
Anmeldename ..............................................................................54
Kennwort......................................................................................54
Weiterleiten an .................................................................................54
Lokales Postfach..........................................................................54
Postfach-Typ................................................................................55
Postfachgröße: Unbegrenzt .........................................................55
Postfachgröße: Max. ... KBytes....................................................55
Entfernte Adresse ........................................................................55
Kopien..............................................................................................55
Empfangener Post an ..................................................................55
Gesendeter Post an .....................................................................55
1.4.4.3. Optionen der Benutzer ........................................................56
Optionen ..........................................................................................56
Erhaltene Post beantworten mit ...................................................56
Absender zur Mailing-Liste hinzufügen ........................................56
Post löschen wenn älter ist als: ... Tage.......................................57
Weiterleiten, wenn Post älter ist als: ... Tage an: ... .....................57
Info an Administrator, wenn älter als ... Tage...............................57
Nur Nachrichten an lokale Domänen zulassen ............................57
Administrator-Berechtigung..........................................................57
.... für alle Domänen.....................................................................57
.... nur für diese Domäne..............................................................57
.... nur für diesen Benutzer ...........................................................57
Externe Post-Konten ........................................................................58
Verfügbare Konten .......................................................................58
Ausgewählte Konten ....................................................................58
1.4.5. Der Dialog Mailing-Listen ...........................................................59
1.4.5.1. Übersicht 'Mailing-Listen'.....................................................59
1.4.5.2. Anlegen/Bearbeiten einer Mailing-Liste...............................61
Mailing-Liste.....................................................................................61
Alias .............................................................................................61
Domäne .......................................................................................61
Beschreibung ...............................................................................62
Eigentümer der Liste ........................................................................62
Alias .............................................................................................62
Domäne .......................................................................................62
Optionen ..........................................................................................62
Kopie an Eigentümer....................................................................62
EXPN-Befehl verweigern .............................................................62
Maximale Nachrichtengröße: ... KByte.........................................62
Mit niedriger Priorität senden .......................................................62
Maximale Anzahl Empfänger .......................................................63
'From:' enthält Eigentümer ...........................................................63
Info an Eigentümer, wenn ein Benutzer der Liste beitritt..............63
Info an Eigentümer, wenn ein Benutzer die Liste verläßt .............63
'To:'-Feld enthält...........................................................................63
'Reply-To:'-Feld enthält ................................................................63
1.4.5.3. Optionen zur Mailing-Liste...................................................64
Dateien.............................................................................................64
Mitglieder .....................................................................................64
Datei-Index...................................................................................64
Kopf für alle Nachrichten..............................................................65
Fuß für alle Nachrichten...............................................................65
Info an neue Mitglieder.................................................................65
Ereignisse protokollieren..............................................................65
Berechtigungen ................................................................................65
Nachrichten an die Liste senden ..................................................65
Neue Mitglieder hinzufügen .........................................................65
Mitglieder entfernen .....................................................................65
Mitglieder anzeigen mit REVIEW/RECIPIENTS...........................66
Datei-Index anzeigen mit INDEX..................................................66
Dateien empfangen mit GET........................................................66
Im Rahmen des LIST-Befehls anzeigen.......................................66
1.4.5.4. Hinzufügen von Mitgliedern zu einer Mailing-Liste ..............67
Register Mitglieder ...........................................................................67
Mitglieder .........................................................................................67
Importieren.......................................................................................68
1.4.5.5. Hinzufügen einer Datei-Anlage zu einer Mailing-Liste.........69
1.4.5.6. Übersicht Listserver Befehle ...............................................70
JOIN oder SUBSCRIBE ...............................................................70
LEAVE oder UNSUBSCRIBE.......................................................70
LISTS ...........................................................................................70
WHICH.........................................................................................71
RECIPIENTS oder REVIEW ........................................................71
INDEX ..........................................................................................71
GET..............................................................................................71
HELP............................................................................................71
1.4.6. Der Dialog Auto-Responder .......................................................72
1.4.6.1. Übersicht Auto-Responder..................................................72
1.4.6.2. Anlegen/Bearbeiten eines Auto-Responders ......................74
Bezeichnung ....................................................................................74
Name ...........................................................................................74
Domäne ...........................................................................................74
Global...........................................................................................74
Bestimmte Domäne......................................................................74
Beantworten mit ...............................................................................74
Textdatei ......................................................................................74
Text ..............................................................................................74
Optionen ..........................................................................................75
Ereignisse ........................................................................................75
Aufrufe protokollieren in Datei......................................................75
Gültigkeit ..........................................................................................75
Auto-Responder nach Ablauf löschen..........................................75
Auto-Responder nicht ausführen für... .............................................75
1.4.7. Der Dialog Befehlsausführung ...................................................76
1.4.7.1. Übersicht Befehlsausführungen ..........................................76
1.4.7.2. Anlegen/Bearbeiten einer Befehlsausführung.....................78
Adresse............................................................................................78
Alias .............................................................................................78
Domäne .......................................................................................78
Bezeichnung ................................................................................78
Ausführung.......................................................................................78
Programm ....................................................................................78
Argumente ...................................................................................78
Nachrichten in lokalem Postfach speichern .................................79
Schlüsselwörter................................................................................79
Ausführung unabhängig von Schlüsselwörtern ............................79
Ausführung abhängig von folgenden Definitionen im Text ...........79
Beispiel ............................................................................................79
1.4.8. Der Dialog Externe Post-Konten ................................................80
1.4.8.1. Übersicht Externe Post-Konten ...........................................80
1.4.8.2. Anlegen/Bearbeiten eines externen Post-Kontos................82
Entferntes Konto ..............................................................................82
Beschreibung ...............................................................................82
auf Server ....................................................................................82
Domäne ...........................................................................................82
Global...........................................................................................82
Bestimmte Domäne......................................................................83
Anmeldung.......................................................................................83
Name des Benutzerkontos verwenden ........................................83
Alias des Benutzerkontos verwenden ..........................................83
Spezielle Anmeldung ...................................................................83
Name ...........................................................................................83
Kennwort......................................................................................83
Zeitplanung ......................................................................................84
Schaltfläche Hinzufügen oder Bearbeiten ....................................84
Schaltfläche Ausführen ................................................................84
Wochentage.....................................................................................84
Häufigkeit .........................................................................................85
Einmalig, bei Start ........................................................................85
Einmalig, um ... ............................................................................85
Wiederholt alle... ..........................................................................85
Nachrichtengröße.............................................................................85
Optionen ..........................................................................................86
Mail-Header nach Empfängern durchsuchen (Gemeinsames
Konto) ..........................................................................................86
Nachrichten am Server löschen ...................................................86
Nur ungelesene Nachrichten empfangen.....................................86
Synchronisation mit dem Postausgang ........................................86
1.4.9. Der Dialog Statische Routen......................................................88
1.4.9.1. Übersicht Statische Routen.................................................88
1.4.9.2. Anlegen/Bearbeiten einer Statischen Route........................90
Register Statische-Route .................................................................90
Name ...........................................................................................90
Ausführung.......................................................................................90
Weiterleiten an <mail-adresse>....................................................90
Weiterleiten an <mail-domäne> ...................................................90
Weiterleiten an <entfernten mailserver> ......................................90
Weiterleiten an <original domäne als mailserver>........................91
Löschen ! .....................................................................................91
Adresse........................................................................................92
Register Filter...................................................................................92
Standard-Filter verwenden...........................................................92
Installierbaren Filter verwenden ...................................................92
1.4.9.3. Anlegen/Bearbeiten eines Standard-Filters.........................94
Operator...........................................................................................94
Bedingungen....................................................................................94
Header-Feld .................................................................................94
Von Host ......................................................................................94
Nachrichtengröße.........................................................................94
1.4.9.4. Einstellungen der Server-Optionen .....................................95
Verbindung.......................................................................................95
Warten bis der entfernte Computer die Verbindung öffnet ...........95
Warten bis der entfernte Computer eine ETRN-Anfrage sendet ..95
DFÜ-Verbindung verwenden........................................................95
Zeitplanung ......................................................................................96
Wochentage.....................................................................................96
Ausführung.......................................................................................96
Sofort, wenn die Nachricht eintrifft ...............................................96
Wenn der Postausgang mehr als ... Nachrichten enthält .............97
Einmalig um .................................................................................97
Wiederholt alle .............................................................................97
1.4.10. Fax-/Pager-Gateway ................................................................98
1.4.10.1. Übersicht Fax-/Pager-Gateway .........................................98
Fax-Gateway....................................................................................98
Versenden von Fax-Nachrichten über vordefinierte Profile..........98
Verwendung von Vorlagen...........................................................99
Unterstützung von analogen Modems und ISDN-Karten .............99
Detaillierte Protokollfunktionen.....................................................99
SMS/Pager-Gateway .......................................................................99
Versenden von SMS-Nachrichten über vordefinierte Profile ........99
Verwendung von vordefinierten Diensteanbietern .......................99
Unterstützung von analogen Modems und ISDN-Karten ...........100
Detaillierte Protokollfunktionen...................................................100
1.4.10.2. Anlegen/Bearbeiten eines Fax-/Pager Profiles................101
Bezeichnung ..................................................................................101
Name .........................................................................................101
Typ .............................................................................................101
Provider......................................................................................101
Vorlage.......................................................................................101
Filter ...............................................................................................102
Annehmen wenn... .....................................................................102
Zielnummer entnehmen aus ......................................................102
Fest Zielnummer verwenden......................................................102
Ausführung.....................................................................................103
Sofort weiterleiten ......................................................................103
Nur zwischen ... und ... Uhr weiterleiten.....................................103
1.4.10.3. Anlegen/Bearbeiten eines SMS/Pager-Anbieters............104
Anbieter..........................................................................................104
Name .........................................................................................104
Zugangsnummer ........................................................................104
Vorwahl ......................................................................................105
Protokoll .....................................................................................105
Modus ........................................................................................105
Pager-ID an Zugangsnummer anhängen...................................105
Pager-ID ohne Vorwahl übertragen............................................106
Nur numerische Zeichen zulassen .............................................106
Max. Anzahl von Nachrichten pro Sitzung .................................106
Max. Textlänge pro Nachricht ... Zeichen...................................106
Anmeldung.....................................................................................106
Keine Anmeldung erforderlich....................................................106
Pager-ID zur Anmeldung verwenden .........................................106
Folgende Anmeldung verwenden...............................................106
Anschluss.......................................................................................107
T.70-Vorspann verwenden.........................................................107
Datenbits, Parität und Stopbits...................................................107
Initialisierung ..............................................................................107
1.4.10.4. Optionen zum Fax-/Pager-Gateway................................108
SMS-/Pager-Einstellungen.............................................................108
Modem-Anbieter aktivieren ........................................................108
ISDN-Anbieter aktivieren............................................................108
Nachrichtentext abschneiden, wenn max. Länge überschritten wird
...................................................................................................108
Nicht annehmen, wenn max. Länge überschritten wird..............108
Info an Absender, wenn Nachricht gesendet wurde...................109
Aktualisierungsintervall ..............................................................109
Anzahl Zustellungsversuche ......................................................109
Fax-Gateway-Einstellungen ...........................................................109
Anlagen auch faxen, wenn konvertierbar ...................................109
Nicht annehmen, wenn Anlage nicht konvertierbar....................109
Info an Absender, wenn Fax gesendet wurde............................109
Fax-Versand aktivieren (E-Mail to Fax)......................................109
Fax-Empfang aktivieren für folgende Mail-Adresse....................109
Aktualisierungsintervall ..............................................................110
Anzahl Zustellungsversuche ......................................................110
1.4.10.5. Modem-Einstellungen zum Fax-/Pager-Gateway............111
Modem für SMS/Pager...................................................................111
Anschluss...................................................................................111
Wahlverfahren............................................................................111
Initialisierung ..............................................................................111
Vor dem Wählen auf Freizeichen warten ...................................112
Kennzahl zur Amtsholung verwenden........................................112
Modem für Fax-Gateway................................................................112
Anschluss...................................................................................112
Wahlverfahren............................................................................112
Initialisierung ..............................................................................112
Vor dem Wählen auf Freizeichen warten ...................................112
Kennzahl zur Amtsholung verwenden........................................112
1.4.10.6. Fax-Einstellungen zum Fax-Gateway .............................114
Einstellungen .................................................................................114
Geschwindigkeit .........................................................................114
Stations-Kennung.......................................................................114
Fax-Qualität ...............................................................................115
Header-Schriftart........................................................................115
Text-Schriftart.............................................................................115
Fax-Vorlagen .................................................................................115
Fax-Vorlage bearbeiten..................................................................115
Bezeichnung ..................................................................................116
Name .........................................................................................116
Stations-Kennung.......................................................................116
Kopfdaten.......................................................................................116
Links, Mitte und Rechts..............................................................116
Vorlage...........................................................................................116
Dateiname..................................................................................116
1.4.11. Der Dialog Sicherheit .............................................................117
1.4.11.1. Aktivieren von 'Spamming-Schutz'-Maßnahmen.............117
Name des sendenden Computers überprüfen ...........................117
Nicht annehmen, wenn für Absender-Domäne kein MX-Eintrag
existiert.......................................................................................118
Nicht weiterleiten, wenn Absender-Adresse nicht lokal ist .........118
Nicht weiterleiten, wenn Absender-Domäne nicht lokal ist.........118
Nicht annehmen, wenn Anzahl der externen Zieladressen größer
als ..............................................................................................118
Info an Administrator, wenn Anzahl der externen Zieladressen
größer als ..................................................................................118
1.4.11.2. Aktivieren weiterer Sicherheits-Optionen ........................119
Watchdog.......................................................................................119
Überprüfungs-Interval ................................................................119
Optionen ........................................................................................119
Verschlüsselt speichern .............................................................119
Keine Telnet-Verbindungen .......................................................119
VRFY verweigern .......................................................................119
1.4.11.3. Aktivieren der Virus-Erkennung.......................................120
Viren-Überprüfung für MIME-kodierte Anlagen aktivieren..........120
Scan-Programm .........................................................................120
Parameter ..................................................................................121
Rückgabewerte ..........................................................................121
Aktion bei Virus ..........................................................................121
1.4.11.4. Virus-Erkennung mit MacAfee Virusscan........................123
Viren-Überprüfung für MIME-kodierte Anlagen aktivieren..........123
Parameter ..................................................................................123
Rückgabewerte ..........................................................................123
Aktion bei Virus ..........................................................................123
1.4.11.5. Einrichten einer Firewall ..................................................124
Firewall-Eintrag bearbeiten ............................................................125
Berechtigung..............................................................................125
Absender-Adresse/-Domäne......................................................125
Für alle Adressen/Domänen ......................................................125
Nur für Domäne..........................................................................125
Nur für Adresse ..........................................................................126
Gültigkeits-Bereich .........................................................................126
Subnetz-Maske ..........................................................................126
SMTP-Authentifizierung erforderlich ..........................................126
POP3-Authentifizierung erforderlich...........................................126
Dienste...........................................................................................126
1.4.11.7. Berechnen einer Subnetzmaske .....................................127
1.4.11.8. Verweigern von Adressen ...............................................129
1.4.11.9. Entfernen von Anlagen....................................................130
Anlagen..........................................................................................130
Anlagen aus den Nachrichten entfernen ....................................130
Nur entfernen wenn größer als ... KBytes ..................................130
Entfernte Anlagen in Verzeichnis ablegen .................................131
Datei-Maske...............................................................................131
Auto-Responder nicht ausführen für... ...........................................131
Adressen-Maske ........................................................................131
1.4.12. Der Dialog Optionen...............................................................132
1.4.12.1. Eingabe der Serverangaben ...........................................132
Server-Einstellungen......................................................................132
Rechnername.............................................................................132
Domäne .....................................................................................132
Nameserver................................................................................132
Administrator-Alias .....................................................................133
Administrator-Postfach...............................................................133
Protokoll .........................................................................................133
ESMTP verwenden ....................................................................133
Maximale Nachrichtengröße ......................................................133
Nachrichten mit ESMTP übertragen...........................................133
Nachrichtengröße übertragen ....................................................134
Adapter ..........................................................................................134
1.4.12.2. Einrichten des Post-Austausches....................................135
Weiterleiten ....................................................................................135
DNS verwenden .........................................................................135
IP-Cache verwenden mit max ... KByte......................................136
Cache leeren..............................................................................136
Falls keine MX-Einträge vorhanden sind....................................136
Domäne als Hostname interpretieren.........................................136
Nach Unterdomänen suchen .....................................................136
Beispiel ..........................................................................................136
Weiterleiten an Austausch-Server..............................................136
Server erfordert SMTP-Authentifizierung ...................................137
Server erfordert POP3-Authentifizierung....................................137
Anmeldename ............................................................................137
Kennwort....................................................................................137
Postausgang aktualisieren .............................................................137
Schaltfläche Hinzufügen ............................................................137
Schaltfläche Bearbeiten .............................................................137
Schaltfläche Entfernen ...............................................................138
1.4.12.3. Einrichten eines Aktualisierungsauftrages für den
Postausgang ..................................................................................139
Wochentage...................................................................................139
Ausführung.....................................................................................139
Sofort, wenn die Nachricht eintrifft .............................................139
Wenn der Postausgang mehr als ... Nachrichten enthält ...........140
Einmalig um ... ...........................................................................140
Wiederholt alle... ........................................................................140
Prioritäten...................................................................................140
Nur verbinden, wenn Postausgang nicht leer.............................140
ETRN-Anfrage senden für Nodename... ....................................140
an Austauschserver ...................................................................141
an Host.......................................................................................141
1.4.12.4. Einrichten der Optionen zu Unzustellbare Nachrichten...142
Unzustellbare Nachrichten .............................................................142
Info an Absender senden ...........................................................142
Nachricht zurück an den Absender ............................................142
Info an Administrator senden .....................................................143
Originalnachricht anhängen .......................................................143
Bei Zustellungsproblemen Info an Absender nach.....................143
Nachrichten als unzustellbar behandeln nach............................143
Schlüsselwörter für Priorität ...........................................................143
Schlüsselwort.............................................................................144
1.4.12.5. Einrichten der Verbindungseinstellungen ........................145
Verbindung.....................................................................................145
Anschlüsse.....................................................................................145
1.4.12.6. Einrichten der Datenbanken............................................147
Benutzerdaten................................................................................147
MERCUR Standard-Format .......................................................147
In ODBC-Datenquelle ................................................................147
MERCUR Standard-Format .......................................................148
ODBC Fehler-Protokoll aktivieren ..............................................148
Statistik-Informationen ...................................................................149
In ODBC-Datenquelle ................................................................149
1.4.12.7. Einrichten von Voreinstellungen......................................150
Unbekannte Benutzer ....................................................................150
Alias in anderen lokalen Domänen suchen ................................150
Nicht annehmen .........................................................................150
Info an Administrator senden .....................................................150
Weiterleiten an ...........................................................................151
Mitteilung an Absender senden..................................................151
Weitere Optionen ...........................................................................151
<Reply-To:> erzeugen falls nicht vorhanden..............................151
Empfangsbestätigung senden bei Anforderung .........................151
Info an Administrator wenn freier Festplattenspeicher kleiner als ...
MByte.........................................................................................151
Vorhaltezeit bei POP3 vor SMTP Anmeldungen........................151
1.4.12.8. Einrichten von weiteren Optionen ...................................152
Sicherheitskopien...........................................................................152
Maximale Wartezeiten....................................................................152
...bei Client-Verbindungen..........................................................153
...beim Befehlsaustausch ...........................................................153
...beim Verbindungsaufbau ........................................................153
...bei Nameserver-Anfragen .......................................................153
Verzeichnisse.................................................................................153
Temporärdateien........................................................................153
Mail-Verzeichnisse .....................................................................153
HTML-Dateien............................................................................154
Ereignis-Protokolle .....................................................................154
1.4.13. Der Dialog Protokolle .............................................................155
1.4.13.1. Übersicht Protokolle ........................................................155
Optionen ........................................................................................155
Protokollebene ...........................................................................156
Löschen wenn älter als ...Tage ..................................................157
1.4.13.2. Anzeigen eines Protokolles .............................................158
Protokollfenster ..............................................................................158
ID ...............................................................................................158
Client..........................................................................................158
Uhrzeit........................................................................................158
R/S .............................................................................................158
Text ............................................................................................158
Übersicht........................................................................................158
Typ .............................................................................................158
Datum ........................................................................................159
Filter ...............................................................................................159
ID ...............................................................................................159
Client..........................................................................................159
R/S .............................................................................................159
Suchtext .....................................................................................159
Anzeige automatisch aktualisieren.............................................159
1.4.14. Der Dialog Statistik.................................................................160
1.4.14.1. Übersicht Statistik ...........................................................160
1.4.14.2. Anzeigen einer Statistik...................................................162
Zeitraum.........................................................................................162
Zeitraum.....................................................................................163
Anzeige ..........................................................................................163
Domänen ...................................................................................163
Benutzer.....................................................................................163
Absender....................................................................................163
Empfänger .................................................................................163
Alle Vorgänge.............................................................................163
Nur gesendete Nachrichten .......................................................164
Nur empfangene Nachrichten ....................................................164
Anzahl Nachrichten ....................................................................164
KBytes gesamt ...........................................................................164
1.4.14.3. Anzeigen eines Statistik-Berichtes ..................................165
Statistikfenster ...............................................................................165
Datum ........................................................................................165
Uhrzeit........................................................................................165
R/S .............................................................................................165
Absender-Adresse .....................................................................165
Empfänger-Adresse ...................................................................165
Domäne .....................................................................................165
Benutzer-Konto ..........................................................................166
Volumen (Bytes).........................................................................166
Dauer (Sek.)...............................................................................166
Anzahl Nachrichten ....................................................................166
KBytes gesamt ...........................................................................166
1.4.15. Der Dialog Lizenzen...............................................................167
1.4.15.1. Übersicht Lizenzen..........................................................167
Lizenz-Informationen......................................................................168
1.4.16. Der Dialog Support.................................................................169
1.4.16.1. Übersicht Support ...........................................................169
Erforderliche Parameter .................................................................169
E-Mail Adressen.............................................................................170
Problem-Beschreibung...............................................................170
1.4.17. Der Dialog Info .......................................................................171
1.4.17.1. Übersicht Info ..................................................................171
1.5. Mercur Tools ...............................................................................172
1.5.1. Mercur Remote Konfiguration mit Browser ..........................172
Anmeldung.....................................................................................172
.... für alle Domänen...................................................................172
.... nur für diese Domäne............................................................172
.... nur für diesen Benutzer .........................................................172
Dialoge...........................................................................................173
1.5.2. MERCUR Tool MCRSEND ..................................................174
Mit Dialog .......................................................................................174
Optionen ........................................................................................174
Weiterleiten an Austausch-Server..............................................174
DNS-Lookup verwenden ............................................................175
Port ............................................................................................175
Protokollieren .............................................................................175
Sende Nachrichtentext MIME kodiert.........................................175
Adresse..........................................................................................175
Von.............................................................................................175
An...............................................................................................175
Cc...............................................................................................175
Betreff ........................................................................................176
Text ................................................................................................176
Anlagen Hinzufügen/Löschen: ...................................................176
Hilfe............................................................................................176
Auf Kommandozeilen-Ebene .........................................................177
1.5.3. MERCUR Tool MCRPASS...................................................178
Mit Dialog .......................................................................................178
Optionen ........................................................................................178
Server ........................................................................................178
Anschluss...................................................................................178
POP3 Kennwort ändern .................................................................178
Benutzername............................................................................178
Altes Kennwort ...........................................................................179
Neues Kennwort.........................................................................179
Kennwort bestätigen ..................................................................179
Ändern/Abbruch .........................................................................179
Auf Kommandozeilen-Ebene .........................................................179
1.5.4. MERCUR Tool Holiday ........................................................181
Holiday per E-Mail aktivieren:.....................................................181
Holiday per E-Mail deaktivieren:.................................................181
Holiday an der Eingabeaufforderung..........................................181
1.5.5. MERCUR Tool MCREORG..................................................183
1.5.6. MERCUR Tool DNS-VIEW...................................................184
Das Programmfenster ....................................................................184
Kopieren.....................................................................................185
Suche.........................................................................................185
Schließen ...................................................................................185
Abfrage ..........................................................................................185
Nameserver................................................................................185
Abfrage ......................................................................................185
Typ .............................................................................................185
Alle Datensätze ..........................................................................185
Host Address (A)........................................................................185
Name Server (ns).......................................................................185
Mail Exchange (MX)...................................................................186
Ergebnisse .....................................................................................186
1.6. MERCUR Konfigurationsbeispiele ..............................................187
1.6.1. Übersicht Konfigurationsbeispiele ........................................187
1.6.2. DFÜ-Verbindung und Sammelkonto bei einem Internet-
Provider..........................................................................................188
Einstellungen für den Posteingang.............................................189
1.6.3. DFÜ-Verbindung und Mail-Zustellung via SMTP..................190
Einstellungen für den Postausgang............................................190
Einstellungen für den Posteingang.............................................191
1.6.4. Router- bzw. Festverbindung zum Internet und eigene Mail-
Domäne .........................................................................................192
Einstellungen für den Postausgang............................................192
Einstellungen für den Posteingang.............................................193
1.6.5. Router- bzw. Festverbindung zum Internet und drei eigene
Mail-Domänen................................................................................194
Einstellungen für den Postausgang am Hauptserver .................194
Einstellungen für den Posteingang am Hauptserver ..................194
Einstellungen für den Postausgang an den beiden
untergeordneten Servern ...........................................................195
Einstellungen für den Posteingang an den beiden untergeordneten
Servern ......................................................................................195
Lizenzvereinbarung Seite 18

1. MERCUR Mailserver Version 4.0

1.1. Lizenzvereinbarung
Die Software ist Eigentum von atrium software international und ist durch
Urheberrechtsgesetze und anderen nationalen sowie internationalen
Rechtsvorschriften gegen Kopieren geschützt. Sie dürfen entweder

1. eine einzige Kopie der Software ausschließlich für Sicherungs- oder


Archivierungszwecke erstellen, oder

2. die Software auf eine einzige Festplatte übertragen, sofern Sie das O-
riginal ausschließlich für Sicherungs- oder Archivierungszwecke auf-
bewahren. Sie dürfen weder das Benutzerhandbuch der Software noch
anderes schriftliches Begleitmaterial zur Software kopieren.

Allgemeine Lizenzbedingungen
Durch Installation der Software erklären Sie sich an die Bestimmungen die-
ser Lizenzbedingungen gebunden.

Lizenzbestimmungen
Die Firma atrium software international (nachfolgend ATRIUM genannt), gibt
Ihnen die Berechtigung, eine Kopie des Softwareproduktes MERCUR Mail-
server Version 4.0 (nachfolgend SOFTWARE genannt), das mit dieser Li-
zenz erworben wurde, auf einem Computer unter der Voraussetzung zu be-
nutzen, dass die SOFTWARE zu jeder Zeit auf nur einem einzigen Compu-
ter verwendet wird. Wenn Sie Mehrfachlizenzen für die SOFTWARE erwor-
ben haben, dürfen Sie nur höchstens so viele Kopien in Benutzung haben,
wie Sie Lizenzen erworben haben. Die SOFTWARE ist auf einem Computer
in Benutzung, wenn Sie in den Zwischenspeicher (RAM) geladen oder in ei-
nem Permanentspeicher (z.B. einer Festplatte) dieses Computers gespei-
chert ist.

Weitere Beschränkungen
Sie dürfen die SOFTWARE weder vermieten noch verleihen, aber Sie dürfen
die Nutzungsrechte aus dieser Lizenzvereinbarung auf Dauer an einen Drit-
ten übertragen, vorausgesetzt, dass Sie alle Kopien der SOFTWARE und
das gesamte schriftliche Begleitmaterial übertragen und der Empfänger sich
mit den Bestimmungen dieses Vertrages einverstanden erklärt. Zurückent-
wickeln (Reverse engineering), Dekompilieren und Entassemblieren der
SOFTWARE sind nicht gestattet. Eine Übertragung muss die letzte aktuali-
sierte Version (Update, Service Packs) und alle früheren Versionen umfas-
sen und bedarf der schriftlichen Zustimmung durch atrium.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Lizenzvereinbarung Seite 19

Beschränkte Garantie
ATRIUM garantiert für einen Zeitraum von 60 Tagen ab Installationsdatum,
dass die SOFTWARE im wesentlichen gemäss dem begleitenden Benutzer-
handbuch arbeitet. Die Garantie ist bezüglich der SOFTWARE auf 3 Monate
beschränkt.

Keine weitere Gewährleistung


atrium schließt für sich jede weitere Gewährleistung bezüglich der
SOFTWARE, des zugehörigen Handbuchs und aller schriftlichen Materialien
aus. Der Umtausch oder die Rückerstattung des Kaufpreises ist ausge-
schlossen.

Keine Haftung für Folgeschäden


atrium ist nicht für irgendwelche Schäden (uneingeschränkt eingeschlossen
sind Schäden aus entgangenem Gewinn, Betriebsunterbrechung, Verlust
von geschäftlichen Informationen oder von Daten oder aus anderem finan-
ziellen Verlust) ersatzpflichtig, die aufgrund der Benutzung dieses Produktes
oder der Unfähigkeit, dieses Produkt zu verwenden, entstehen, selbst wenn
atrium von der Möglichkeit eines solchen Schadens unterrichtet worden ist.
Auf jeden Fall ist die Haftung von atrium auf den Betrag beschränkt, den Sie
tatsächlich für das Produkt bezahlt haben. Dieser Ausschluss gilt nicht für
Schäden, die durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit auf Seiten von atrium
verursacht wurden. Ebenfalls bleiben Ansprüche, die auf unabdingbaren ge-
setzlichen Vorschriften zur Produkthaftung beruhen, unberührt.

Copyright © 2001 atrium software international. Alle Rechte vorbehalten.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Vorwort Seite 20

1.2. Vorwort
Die Möglichkeit, Nachrichten im eigenen Intranet sowie im weltweiten Inter-
net zu versenden, ist nicht nur für große Unternehmen, sondern im zuneh-
menden Maße auch für den sogenannten "Small-Business-Bereich" ein
wichtiger Aspekt bei der täglichen Arbeit.

Einzelne E-Mail Accounts bei einem Internet Provider oder bei diversen kos-
tenlosen Anbietern, bieten nur selten die gewünschte Effizienz und Flexibili-
tät die Arbeitsabläufe rationeller zu gestalten. Aus diesem Grund wird der
Einsatz eines eigenen Mailservers unabdingbar.

MERCUR Mailserver 4.0 kann als Gateway zur Weiterleitung von SMTP-
Nachrichten, zur automatischen Abfrage von externen Postfächern oder als
echter Mailserver eingesetzt werden. MERCUR Mailserver 4.0 entspricht zu
100% den derzeitigen Standards für SMTP (Simple Mail Transfer Protocol
nach RFC821), POP3 (Post Office Protocol Version 3 nach RFC1939),
IMAP4 (Internet Message Access Protocol Version 4rev1 nach RFC2060)
sowie DNS (Domain Name System nach RFC882, -883) und ist kompatibel
mit dem größten Teil den am Markt verfügbaren Mail-Programmen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 21

1.3. Einführung
1.3.1. Wissenswertes über den MERCUR Mailserver
Mit MERCUR Mailserver Version 4.0 haben Sie einen Mailserver der Extra-
klasse erworben, der in Punkto Benutzerfreundlichkeit, Funktionalität sowie
Stabilität seines gleichen sucht und im Vergleich mit diversen Mitbewerber-
Produkten über ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis verfügt!

MERCUR Mailserver Version 4.0 ist einer der leistungsfähigsten Mailserver


am Markt, der bis zu 500.000 Nachrichten am Tag verarbeiten kann. Der
Einsatzbereich erstreckt sich über kleinere Firmen, die ihre Nachrichten aus
einem Sammelkonto beim ISP per DFÜ-Wählleitung abrufen, bis hin zum
multinationalen Großunternehmen mit einer Standleitung zum Internet.

Innovative Security-Unterstützung, wie gesicherte Echtheitsbestätigung für


SMTP, POP3 und IMAP4, ist ebenso vorhanden wie eine Anti-Virus Schnitt-
stelle mit der Sie handelsübliche Viren-Scanner integrieren können. Im
Rahmen der Anti-Virus-Schnittstelle definieren Sie, wie mit infizierten Nach-
richten verfahren werden soll.

Die Funktionen im Detail


Gesicherte Echtheitsbestätigung
MERCUR unterstützt die Benutzeranmeldung durch gesicherte Kennwort-
Authentifizierung für POP3 (RFC1734) und IMAP4 (RFC1731), sowie POP3-
Anmeldung über APOP. Weiterhin ist eine Subnet- bzw- Domänen-
bezogene Authentifizierung für SMTP nach RFC2554 möglich. Auch erfolg-
reich durchgeführte POP3-Anmeldungen können zeitversetzt für den SMTP-
Zugang herangezogen werden (POP3 vor SMTP). Neben den einfachen Au-
thentifizierungsverfahren PLAIN und LOGIN, unterstützt MERCUR auch den
CRAM-MD5 Mechanismus (Challenge-Response Authentication Mechanism
- Message Digest Version 5) nach RFC2195 und NTLM von Microsoft.

Anti-Virus-Schnittstelle
Im Rahmen dieser Schnittstelle, können handelsübliche Viren-Scanner die
per Befehlszeile steuerbar sind, eingebunden werden und eingehende
Nachrichten auf Viren überprüfen. Weiterhin können Sie definieren wie mit
infizierten Nachrichten verfahren werden soll. Es stehen Ihnen hier die fol-
genden Optionen zur Verfügung: E-Mail löschen, Infizierte Anlagen entfer-
nen und Infizierte Anlagen im angegebenen Verzeichnis ablegen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 22

Entfernen von Anlagen


Da bestimmte Viren und Trojaner vom Viren-Scanner nicht ermittelt werden
können, haben Sie hier die Möglichkeit Anlagen aus Nachrichten zu entfer-
nen und in ein bestimmtes Verzeichnis zu speichern. Die Definition der Da-
teiendungen wie z.B. *.VBS etc., kann frei definiert werden.

Black List
Als Erweiterung zu den Firewall Einstellungen können hier speziellen Email-
Adressen, Servernamen oder IP-Adressen das Zustellen von Nachrichten
verweigert werden. Dieses Feature ist sehr interessant in Verbindung mit
wiederkehrenden Bulk-Mails.

Sprachauswahl "On the fly"


Sie entscheiden während des laufenden Programmes, mit welcher bevor-
zugten Sprache Sie arbeiten möchten, ein Neustart des Programms ist hier-
bei nicht notwendig. Die Umschaltung auf eine andere Sprache betrifft auch
die Online-Hilfe, diese wird Ihnen dann in der ausgewählten Sprache ange-
zeigt

Versenden und Empfangen von SMTP-Nachrichten


Unter Verwendung eines handelsüblichen E-Mail Clients, z.B. MS Outlook
Express, Netscape Navigator etc., senden Sie Ihre Nachrichten an den
MERCUR Mailserver. Ob sich die Zieladresse der Nachricht im eigenen
Intranet oder im Internet befindet, spielt dabei keine Rolle, MERCUR er-
mittelt automatisch den Zielserver und leitet Ihre Nachricht dorthin weiter.
Empfangene Nachrichten werden von MERCUR in die entsprechenden
Benutzer-Postfächer abgelegt, auf Wunsch auch als Kopie für andere Be-
nutzer.

Abfragen von Postfächern mittels POP3 oder IMAP4


Das Abfragen von neuer Post, kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt durchge-
führt werden. Neue Nachrichten bleiben solange im Postfach, bis diese vom
Benutzer persönlich gelesen wurden. IMAP4 (Internet Message Access Pro-
tokoll), ermöglicht eine vollständig Server basierte Postfach-Verwaltung. Da-
durch ist es möglich Nachrichten von mehr als einem Computer zu bearbei-
ten. Das weit verbreitete Post Office Protokoll (POP) wurde nicht für diesen
Zweck entwickelt. Es dient vor allem der Bearbeitung von einem Client-
Computer aus, da sämtliche Nachrichten vollständig zu diesem übertragen
und dann auf dem Server gelöscht werden.

Verwaltung beliebig vieler Domänen


Mit jeder Basislizenz von MERCUR können Sie beliebig viele Domänen ver-
walten. Die Zieladressen eingehender Nachrichten werden von MERCUR

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 23

auf Zugehörigkeit überprüft und dementsprechend verteilt. Nachrichten, die


für Postfächer in externen Domänen bestimmt sind, werden an den zustän-
digen Server weitergeleitet.

Verwaltung beliebig vieler Benutzer in lokalen und entfernten Postfä-


chern
MERCUR verwaltet für jeden Benutzer ein separates Postfach, in dem die
eingegangenen Nachrichten bis zum Abrufen abgelegt werden. Hierbei kann
es sich um ein lokales Postfach oder um eine entfernte Adresse handeln.
Sie können mehreren Benutzern ein und das selbe lokale Postfach zuord-
nen, oder für einen Benutzer mehrere Postfächer vergeben.

Verwaltung von Mailing-Listen


Erstellen Sie sich eine Mailing-Liste, um Informationen automatisch an meh-
rere Zieladressen zu versenden. Es können einer Mailing-Liste beliebig viele
Mitglieder zugeordnet werden. Sie brauchen Ihre Nachricht nur an die Ad-
resse der Mailing-Liste senden und MERCUR übernimmt für Sie die weitere
Verteilung an die Mitglieder dieser Liste. Systemfremde Benutzer können
sich mit Hilfe der Kommandos "join" oder "subscribe" einer Liste anschließen
und mit "leave" oder "unsubscribe" auch selbst wieder entfernen, wenn diese
Berechtigung vergeben wurde.

Der Mailing-Listen Dienst von MERCUR enthält viele Optionen, um individu-


elle Einstellungen vorzunehmen. Header-Angaben, wie z.B. <Reply-To>,
<To:> und <From:> können frei definiert werden. Berechtigungen können
für Eigentümer, Mitglieder und andere Benutzer getrennt eingestellt werden.
Die Index-Verwaltung bietet die Möglichkeit, der Mailing-Liste auch Binär-
und Textdateien als Anlagen beizulegen.

Automatische Beantwortung eingehender Nachrichten


Wenn Sie einem Postfach einen Auto-Responder zuordnen, wird die einge-
hende Post automatisch mit einem von Ihnen definierten Standardprofil (Au-
to-Responder) beantwortet.

Automatisches Weiterleiten ausgehender Nachrichten


Ausgehende Post wird in einer Warteschlange gesammelt und in von Ihnen
festgelegten, regelmäßigen Zeitabständen den jeweiligen Zieladressen zu-
gestellt. Bei Verwendung eines Nameservers ermittelt MERCUR automa-
tisch den Zielserver für ausgehende Nachrichten und leitet diese anhand
von definierten Parameter weiter. Bei Verwendung eines Austausch-Servers
werden alle ausgehenden Nachrichten an diesen weitergeleitet.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 24

Automatische Abfrage von entfernten Mail-Servern


Falls Sie Ihre Nachrichten nicht automatisch von Ihrem Internet-Provider ü-
bermittelt bekommen, können Sie MERCUR damit beauftragen, die Post in
bestimmten Zeitabständen für Sie abzurufen. Mit MERCUR können Sie ex-
terne Post-Konten auf verschiedenen Mail-Server verwalten. Solche exter-
nen Post-Konten können einem Benutzer separat zugewiesen oder benutze-
runabhängig als gemeinsam benutztes Konto (Shared Mail Account) verwal-
tet werden. In diesem Fall wird MERCUR die wartenden Nachrichten abru-
fen und anhand von bestimmten Regeln auf Ihrem System in die entspre-
chenden lokalen Postfächer der jeweiligen Benutzer automatisch verteilen.

Detaillierte Protokollfunktionen
MERCUR verfügt über umfangreiche Protokollfunktionen, die es ermögli-
chen sämtliche Vorgänge zu überwachen. Sie können selbst bestimmen
welche Aktionen protokolliert werden. Das Protokoll kann Hinweise auf e-
ventuelle Fehlerquellen wiedergeben oder etwa den gesamten Datentransfer
dokumentieren.

Unterstützung von DFÜ-Netzwerk


Sollten Sie keine permanente Netzwerkverbindung, sondern einen soge-
nannten Dial-In-Zugang zu Ihrem Internet-Provider haben, der nur im Be-
darfsfall aufgebaut wird, dann kann MERCUR so konfiguriert werden, dass
die Verbindung, nach zeitlicher Vorgabe, automatisch aufgebaut und nach
Beendigung der Aktivitäten wieder geschlossen wird.

Konfiguration von entfernten Computern


Mit Hilfe eines speziellen Kontrolldienstes kann das Konfigurationsprogramm
von MERCUR auch von einem entfernten Computer ausgeführt werden. Sie
können somit sämtliche Einstellungen von Ihrem Arbeitsplatz aus vorneh-
men. Die zusätzliche HTTP kompatible Erweiterung des MERCUR Kontroll-
dienstes bietet eine sehr hilfreiche Methode für die Fernkonfiguration. Dieser
Dienst ist erreichbar mit Hilfe eines Browsers wie z.B. Microsoft Internet Ex-
plorer oder Netscape Communicator bzw. Navigator. Die HTML-Version der
Konfigurationsmasken ist voll kompatibel mit den mitgelieferten Konfigurati-
onsprogrammen.

Befehlsausführung via E-Mail


Durch das Senden von Nachrichten an die E-Mail-Adresse einer definierten
Befehlsausführung, können Sie Befehle auf Ihrem System ausführen. Im
Rahmen der automatischen Befehlsausführung (Executables) können Sie
u.a. via E-Mail, Benutzer verwalten oder Kennwörter ändern.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 25

Statische Routen
Mit Statischen Routen können eingehende Nachrichten für bestimmte Ad-
ressen an andere Mailserver bzw. Domänen weitergeleitet werden. Dies ist
speziell in größeren Netzwerkumgebungen, auf dem Mail-Benutzer von
mehreren Mailservern verwaltet werden, eine sinnvolle Funktionalität. Die
Verarbeitung von Statischen Routen ist eines der leistungsstärksten Funkti-
onen von MERCUR. Statische Routen sind enorm wichtig um ein gezieltes
Weiterleiten von Nachrichten zu ermöglichen. Es ist möglich, Mehrfach-Filter
für jedes einzelne Header-Feld festzulegen und in die Auswertung zu integ-
rieren. Über sogenannte virtuelle Postausgänge kann ein zeitgesteuertes
Weiterleiten an andere Mail-Systeme problemlos realisiert werden.

Interne Windows NT/2000 Sicherheit


Die bereits im Windows NT/2000 Benutzermanager definierten Benutzerkon-
ten können in MERCUR als Mail-Benutzer integriert werden. Damit ist es
nicht mehr notwendig, die vorhandenen Benutzer nochmals zu definieren.
Diese Funktion ist nur in der MERCUR Mailserver Version 4.0 Version
mit unbegrenzter Benutzeranzahl verfügbar.

ODBC Schnittstelle
Mit MERCUR ist es möglich Benutzerdaten, Ereignisprotokolle und Statistik-
Informationen in ODBC-Datenquellen zu speichern. Dadurch wird der Zugriff
auf bereits bestehende Datenbestände enorm erleichtert und ein sehr
schneller Zugriff auf große Datenbestände gewährleistet. Die ODBC basierte
Ereignis-Protokollierung bietet eine elegante Möglichkeit für die Erstellung
von detaillierten Statistiken und benutzerabhängigen Auswertungen.

Zeitplanung
MERCUR arbeitet mit einem Zeitplanungssystem für die Aktualisierung von
eingehenden und ausgehenden Nachrichten. Der Nachrichtenversand kann
termingerecht, unabhängig von Wochentag und Priorität, gestaltet werden.
So könnte man, z.B. den Postausgang alle 30 Minuten durchführen, jedoch
nur zwischen 8:00 und 18:00 Uhr, außerhalb dieses Zeitraumes alle 2 Stun-
den und am Wochenende nur um 12:00 mittags. Diese effiziente Erweite-
rung ist ebenfalls verfügbar für die Verwaltung von externen Post-Konten
und der zeitgesteuerten Weiterleitung mit Hilfe von Statischen Routen.

Prioritäten
Die Zustellung von Nachrichten wird in MERCUR abhängig von niedriger,
normaler und hoher Priorität durchgeführt. Benutzerdefinierte Header-Felder
dienen dazu, die eingehenden Nachrichten nach Prioritäten zu unterteilen
und in unterschiedlichen Prozessen weiter zu verarbeiten. Das ist sehr hilf-
reich wenn eine große Anzahl Nachrichten von einer Mailing-Liste ausgelöst

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 26

und dadurch Verzögerungen für normale Nachrichten auftreten könnten.

Sicherheit
Ein eingebautes Firewall-System schützt Ihr lokales Netzwerk vor uner-
wünschten Eindringlingen. Sie können speziell definierten IP-Adressen oder
Sub-Netzen den Zugriff erlauben bzw. verweigern. Absender von eingehen-
den Nachrichten können überprüft und ggfs. abgewiesen werden. Die Datei-
verwaltung von MERCUR erlaubt eine verschlüsselte Ablage von eingehen-
den und ausgehenden Nachrichten.

POP3-Authentifizierung
Wenn Ihr Provider eine Authentifizierung (POP3 vor SMTP) verlangt, so
können Sie Ihre Benutzerdaten zur POP3-Authentifizierung eingeben und
diese Funktion im Post-Austausch aktivieren. Damit wird bei einer Weiterlei-
tung von Nachrichten an einen Austauschserver erst die POP3-Anmeldung
übermittelt. Diese Option bezieht sich ausschließlich auf die Verwendung ei-
nes Austauschservers.

SMTP-Authentifizierung
Wenn Ihr Provider eine SMTP-Authentifizierung verlangt, so können Sie Ihre
Benutzerdaten zur SMTP-Authentifizierung eingeben und diese Funktion im
Post-Austausch aktivieren. Damit wird bei einer Weiterleitung von Nachrich-
ten an einen Austauschserver erst die SMTP-Anmeldung übermittelt. Diese
Option bezieht sich ausschließlich auf die Verwendung eines Austauschser-
vers.

Integriertes Fax-/Pager-Gateway
Damit ist es möglich, eingehende Nachrichten zu empfangen und dann nach
Maßgabe von speziellen Routen an Fax-Nummern oder Mobiltelefone bzw.
Pager weiterzuleiten. Zusätzlich können Faxe empfangen und diese via E-
Mail weiterverarbeitet werden.

Umfangreiche Statistikfunktionen mit definierten Berichten


Der MERCUR Mailserver Version 4.0 ermöglicht Ihnen die Anzeige detaillier-
ter Statistiken. Unabhängig von einer angezeigten Statistik können Sie sich
sehr komfortabel definierte Statistik-Berichte ausdrucken und anzeigen las-
sen. Es werden Ihnen sowohl tabellarische als auch grafische Statistik-
Berichte angeboten.

Für weitere Informationen, senden Sie Ihre Nachricht an: info@atrium-software.com

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 27

1.3.2. Online-Hilfe
In der Online-Hilfe von MERCUR Mailserver 4.0 finden Sie Informationen zu
allen Funktionen. Sie können mit zwei Methoden auf die Online-Hilfe zugrei-
fen:

Über das Menü "Hilfe" in MERCUR Mailserver Version 4.0


Mit der Funktion "MERCUR-Hilfe..." rufen Sie die Online-Hilfe von MERCUR
auf. Das Dialogfeld Hilfethemen ist der Einstieg in die Online-Hilfe. Es ent-
hält Verknüpfungen zu den Funktionsübersichten und zu den Anweisungen,
wie Sie mit dem MERCUR Mailserver 4.0 arbeiten können.

Direkthilfe
Viele Dialogfelder und das Programmfenster des MERCUR Mailserver Ver-
sion 4.0 enthalten in der rechten oberen Ecke die Direkthilfe-Schaltfläche
oder den Direkthilfe-Zeiger in der Symbolleiste, mit der/dem Sie Informatio-
nen zu den einzelnen Elementen innerhalb des Programms, wie Schaltflä-
chen und Menübefehle, anzeigen lassen können.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 28

1.3.3. MERCUR Benutzertypen


MERCUR Mailserver Version 4.0 verfügt über vier Benutzertypen, die der
Administrator zuweisen kann. Es handelt sich im wesentlichen um Standard-
Benutzer und Benutzer mit unterschiedlichen Administrator-Berechtigungen.

Standard-Benutzer
Dies sind Benutzer deren Postfach in einer lokalen Domäne verwaltet wer-
den, die aber über keinerlei Administrator-Berechtigungen verfügen.

Benutzer mit Administrator-Berechtigung für alle Domänen


Ist diese Option aktiviert, kann dieser Benutzer den kompletten MERCUR
Mailserver von einem entfernten Computer aus konfigurieren. Die Anmel-
dung hierbei muss mit der kompletten E-Mail-Adresse als Benutzer und dem
Kennwort erfolgen.

Benutzer mit Administrator-Berechtigung für nur diese Domäne


Ist dieser Schalter aktiviert, kann dieser Benutzer nur die Domäne von ei-
nem entfernten Computer aus konfigurieren, der er angehört. Die Anmel-
dung hierbei muss mit der kompletten E-Mail-Adresse als Benutzer und dem
Kennwort erfolgen.

Benutzer mit Administrator-Berechtigung für nur diesen Benutzer


Ist dieser Schalter aktiviert, kann dieser Benutzer von einem entfernten
Computer nur ausgewählte Einträge seiner eigenen Konfiguration ändern.
Es handelt sich um die Einträge Name (sein voller Name), das Kennwort und
die Angabe einer Weiterleitungsadresse. Die Anmeldung hierbei muss mit
der kompletten E-Mail-Adresse als Benutzer und dem Kennwort erfolgen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 29

1.3.4. Gesicherte Authentifizierung

Anmeldung an POP3- und IMAP4-Konten


Die beiden Standardprotokolle zur Verwaltung von E-Mail Konten, POP3
(Post Office Protocol Version 3 nach RFC1939) und IMAP4 (Internet Messa-
ge Access Protocol Version 4 nach RFC2060), erwarten grundsätzlich eine
Benutzer-Anmeldung. Diese kann auf zwei unterschiedliche Arten stattfin-
den, im Klartext oder in verschlüsselter Form.
Wenn keine speziellen Einstellungen am verwendeten E-Mail Client vorge-
nommen werden, findet die Authentifizierung immer unverschlüsselt statt.
Dieses Verfahren wird von allen Programmen unterstützt und stellt somit die
standardmäßige Form der Benutzer-Anmeldung dar. Die Tatsache, dass in
diesem Fall der Benutzername und das Kennwort ungeschützt übertragen
wird, stellt jedoch einen erheblichen Unsicherheitsfaktor dar. Mit Hilfe von
einfachen Netzwerkmonitor-Programmen lassen sich die Anmeldedaten
sichtbar machen und können somit auf einfache Weise missbraucht werden.
Ein bessere Methode der Benutzer-Anmeldung ist die gesicherte Kennwort-
Authentifizierung. Dabei wird das Kennwort des Benutzer mit einem speziel-
len Algorithmus kodiert und als verschlüsselter Datenstrom übertragen. In
der Regel werden vom Server unterschiedliche Verschlüsselungsmethoden
zur Verfügung gestellt. Die Client-Anwendung wird dann die bevorzugte Me-
thode auswählen und diese dem Server durch den Befehl AUTH (bei POP3)
bzw. AUTHENTICATE (bei IMAP4) signalisieren.
MERCUR Mailserver Version 4.0 stellt die Authentifizierungs-Algorithmen
PLAIN, LOGIN, CRAM-MD5 und NTLM zur Verfügung. Bei PLAIN und
LOGIN handelt es sich um relativ unsichere Methoden, da dort die Anmel-
dedaten zwar kodiert jedoch nicht verschlüsselt übertragen werden. Erheb-
lich sicherer ist der CRAM-M5 Mechanismus (Challenge-Response Authen-
tication Mechanism - Message Digest Version 5). Dort wird das Benutzer-
Kennwort zusammen mit einem, vom Server generierten Zeitstempel, ver-
schlüsselt. Da der Zeitstempel bei jeder Verbindung neu erzeugt wird, kann
das kodierte Kennwort nur ein einziges Mal verwendet und damit nicht von
dritten Personen missbraucht werden. Etwas Aufwendiger ist der NTLM-
Mechanismus, der als Standard-Authentifizierung bei Microsoft-Produkten
(z.B. Outlook oder Outlook Express) verwendet wird. Auch hier ist die ver-
schlüsselte Information bei jeder Verbindung unterschiedlich.
Das POP3-Protokoll stellt zusätzlich noch den APOP-Befehl (Authenticated
POP) zur Verfügung. Dabei handelt es sich neben dem Befehl AUTH um ei-
ne weitere Möglichkeit der gesicherten Authentifizierung, die auf ähnliche
Weise funktioniert wie CRAM-MD5.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 30

Da die Art der Anmeldung immer von der Client-Anwendung bestimmt wird,
muss in MERCUR diesbezüglich keine Einstellung vorgenommen werden.
Die gewünschte Art der Anmeldung kann im jeweiligen Mail-Client ausge-
wählt werden. Die oben beschriebenen Möglichkeiten stehen dem Anwender
in allen Fällen zur Verfügung. Eine Ausnahme existiert jedoch bei der Ver-
wendung von Domänen, die den Windows NT/2000- Benutzermanager ver-
wenden. In diesem Fall kann keine gesicherte Anmeldung durchgeführt wer-
den.

Authentifizierung bei SMTP


Das SMTP-Protokoll (Simple Mail Transfer Protocol nach RFC821) dient der
Übermittlung von Nachrichten und verwendet im Allgemeinen keine Art der
Authentifizierung. Dies wäre auch vollkommen unmöglich, da ansonsten ein
weltweiter Nachrichtenaustausch nicht mehr möglich wäre. Dennoch gibt es
in einigen Fällen die Notwendigkeit einer Anmeldung. Diese Anmeldung
dient in der Regel nicht der grundsätzlichen Berechtigung zur Nutzung des
Dienstes, sondern eher der Erlaubnis für bestimmte Bereiche, z.B. der Wei-
terleitung von Nachrichten an fremde Systeme.

Für diesen Zweck besteht im Rahmen von ESMTP (Extended SMTP) die
Möglichkeit der Anmeldung über den Befehl AUTH (nach RFC2554). Bei
ESMTP handelt es sich nicht etwa um eine anderes Protokoll. ESMTP stellt
lediglich eine Zahl von Erweiterungen des herkömmlichen SMTP-Protokolls
zur Verfügung.

Der AUTH-Befehl bei SMTP funktioniert analog zu AUTH (bei POP3) und
AUTHENTICATE (bei IMAP4). Auch werden die Authentifizierungs-
Mechanismen PLAIN, LOGIN, CRAM-MD5 und NTLM bereitgestellt.
Zur Verwendung der SMTP-Authentifizierung bei MERCUR muss die Option
ESMTP verwenden im Bereich Optionen aktiviert werden. Dadurch wird der
ESMTP-Modus eingeschaltet und der Server reagiert auf AUTH-Anfragen.
Die Anmeldung an SMTP ist damit möglich, jedoch nicht zwingend erforder-
lich. Wenn sich ein Client erfolgreich authentifiziert hat, entfallen für ihn die
Relaying-Optionen Nicht weiterleiten, wenn Absenderadresse-/domäne nicht
lokal im Bereich Anti-Spamming. Der Client ist damit berechtigt auch Nach-
richten an fremde Domänen zu versenden.

Eine Authentifizierung kann jedoch auch für bestimmte Adressen bzw. Do-
mänen erzwungen werden, indem die entsprechende Adresse bzw. Domäne
in Verbindung mit dem dazugehörigen Subnetz in der Firewall-Liste einge-
tragen wird. Dadurch ist es möglich bestimmte Adresse bzw. Domänen an
einen festen IP-Adressen Bereich zu binden oder eine entsprechende An-
meldung anzufordern.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 31

Eine andere Möglichkeit der SMTP-Anmeldung ist die Anmeldung über


POP3 (POP3-vor-SMTP). Dabei muss der Mail-Client vor dem Nachrichten-
versand eine Authentifizierung am POP3-Dienst durchführen. Der POP3-
Dienst speichert diese Anmeldung für einen bestimmten Zeitraum in eine
Liste, die wiederum vom SMTP-Dienst zur Authentifizierung herangezogen
wird. Dieses Verfahren dient jedoch eher als eine Art Notlösung, da die eine
SMTP-Authentifizierung im Rahmen von AUTH nicht von allen System un-
terstützt wird. Die POP3-Anmeldung und die eigentliche Nachrichtenüber-
mittlung muss unmittelbar hintereinander stattfinden, da Anmeldedaten nur
für einen kurzen Zeitraum zwischengespeichert wird.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 32

1.3.5. Einrichtung der Anti-Virus-Schnittstelle


Die Anti-Virus Schnittstelle in der Version 4.0 von MERCUR Mailserver dient
zur Ansteuerung von handelsüblichen Anti-Virus Produkten. Dabei wird jede
empfangene Nachricht durch die Anti-Virus Software nach Viren untersucht
und danach entsprechend weiter verarbeitet. Infizierte Anlagen in empfan-
genen Nachrichten können dadurch noch vor der eigentlichen Zustellung er-
kannt und in einem Quarantäne-Verzeichnis abgelegt bzw. gelöscht werden.
Grundsätzlich funktioniert die Anti-Virus Schnittstelle mit jedem Kommando-
zeilen-Scanner, der einen verwertbaren Return-Code liefert. Es ist beson-
ders wichtig, dass hier eine Konsolen-Anwendung (z.B. SCAN.EXE von Mc-
Afee) verwendet wird, die erst nach abgeschlossenem Scan-Vorgang einen
Wert zurückliefert.
Sogenannte On-Demand-Scanner (z.B. SCAN32.EXE von McAfee) sind für
diesen Zweck ungeeignet, da diese Programme sofort nach dem Start zur
aufrufenden Anwendung zurückkehren. Zum Einen steht zu diesem Zeit-
punkt noch nicht fest, ob die Nachricht mit Viren infiziert ist oder nicht. Wei-
terhin entsteht ein Dateizugriffs-Problem, was zum Absturz des SMTP-
Dienstes führen kann.
Weiterhin sind die verwendeten Argumente im Aufruf der Scanner-
Anwendung von höchster Wichtigkeit. Es muss gewährleistet sein, dass der
Scanner im SILENT-Modus läuft und während der Ausführung keinerlei Be-
nutzereingaben anfordert. Auch die Angabe von falschen Argumenten kann
den SMTP-Dienst bzw. das ganze System blockieren.
Der ermittelte Status des Scan-Vorganges wird durch den Rückgabewert
(z.B. 13 bei McAfee) der Scanner-Anwendung festgestellt. Dieser Rückga-
bewert signalisiert dem SMTP-Dienst, ob ein Virus gefunden wurde. Die An-
gabe des falschen Wertes an dieser Stelle hat zur Folge, dass der SMTP-
Dienst keine korrekt Information erhält und somit die infizierte Nachricht pas-
sieren lässt.
Die Tatsache, dass mache Anti-Virus Packages nicht auf Server-Versionen
von Windows NT/2000 zu installieren sind, hat keinerlei funktionellen Hinter-
grund. Es handelt sich hierbei um ein Lizenz-Problem. Die Hersteller von An-
ti-Virus Software bieten für diesen Zweck spezielle Server-Produkte an, die
ebenfalls über entsprechende Kommandozeilen-Tools verfügen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 33

Beispiel-Einstellung für verschiedene Standard-Produkte

McAfee VirusScan (Version 5)


Anwendung SCAN.EXE
Argumente <%%filename%%> /NOBEEP /FAM /NOMEM /SILENT
/UNZIP
Return-Wert 13

F-Secure Anti-Virus (Version 5)


Anwendung FSAV.EXE
Argumente /ARCHIVE /NOBOOT /NOMEM <%%filename%%>

Return-Wert 23

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 34

1.3.6. Systemvoraussetzungen
Bevor Sie MERCUR Mailserver Version 4.0 installieren, sollten Sie sich ver-
gewissern, dass Ihr Computer den Anforderungen bezüglich Hardware, Be-
triebssystem und Festplattenspeicher entspricht.

Serveranforderungen
Für den Einsatz von MERCUR Mailserver Version 4.0 unter Microsoft Win-
dows NT und Windows 2000, benötigen Sie die im folgenden aufgeführte
Ausstattung.

Die Betriebssysteme Microsoft Windows 95, Windows 98 und Windows


ME werden nicht unterstützt.

Betriebssystem
• Microsoft Windows NT Workstation oder Server Version 4.0, mit Service-
pack 4, für INTEL basierende Systeme oder höher
• Microsoft Database Access Components (MDAC 2.5 RTM oder höher)

• Microsoft Windows Professional oder Microsoft Windows 2000 Server


• Microsoft Database Access Components (MDAC 2.5 RTM oder höher)

Netzwerk
Ein installiertes und ordnungsgemäß konfiguriertes TCP/IP-Protokoll

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 35

1.3.7. Installation

Das MERCUR Installationsprogramm


Legen Sie die MERCUR CD in Ihr CD-ROM Laufwerk. Das MERCUR Instal-
lationsprogramm wird automatisch gestartet. Bei nicht automatischem Start,
führen Sie das Programm autostart.exe aus und folgen Sie den Bildschirm-
anweisungen. Das Installationsprogramm unterstützt Sie bei der Installation
der MERCUR Systemdienste auf Ihrem System.

Nachdem MERCUR vollständig auf Ihrem System installiert wurde, ist dieser
sofort einsatzbereit. Die MERCUR-Dienste sind gestartet und alle Angaben
des Setups wurden übernommen. Zusätzlich zur Domäne wurde der Benut-
zer postmaster, mit der Administrator-Berechtigung für alle Domänen, be-
reits angelegt. Das Kennwort dieses Benutzers postmaster entspricht sei-
nem Alias. Im weiteren wurden eine Demo-Mailing-Liste, ein Auto-
Responder für die Demo-Mailing-Liste und zwei Befehlsausführungen ange-
legt.

Zuerst sollten Sie die vom Setup übernommenen Angaben überprüfen. Star-
ten Sie hierzu die MERCUR Konfiguration durch einen Doppelklick auf das
Symbol in der Windows Systemsteuerung oder über den Eintrag im Start-
menü. Wechseln Sie in den Dialog Optionen in das Register Server. Bitte
überprüfen Sie hier die Einträge unter Server-Einstellungen. Wechseln Sie
in das Register Post-Austausch und überprüfen hier die Option DNS ver-
wenden, diese sollte aktiviert sein wenn Sie im Setup einen Nameserver
angegeben haben. Die Option Weiterleiten an Austausch-Server sollte ak-
tiviert sein und einen Eintrag vorweisen, wenn Sie dies im Setup angegeben
haben. Im weiteren muss unter Postausgang aktualisieren mindestens ein
Eintrag vorhanden sein. Sind alle Einträge vorhanden und korrekt, so steht
dem Versand von Nachrichten nichts mehr im Wege. Der Empfang von ex-
ternen Nachrichten hängt im wesentlichen von den im Setup gemachten An-
gaben bzw. von der Einrichtung eines Externen Post-Kontos ab. Es kann al-
so u.U. notwendig sein diese externen Post-Konten erst noch einzurichten.

Mit dem angelegten Benutzer postmaster können Sie also bereits Nachrich-
ten versenden und auch empfangen. Sie können jetzt weitere Benutzer an-
legen oder Windows NT/2000 Benutzerkonten importieren. Beachten Sie bit-
te, dass Sie Windows NT/2000 Benutzer nur in der Basislizenz mit unbe-
grenzter Benutzer-Postfachlizenz importieren können.

Sollten Sie bereits eine frühere MERCUR Version verwenden, so wird das
Installationsprogramm die aktuellen Einstellungen automatisch übernehmen
und die vorhandenen Benutzerdaten in das aktuelle MERCUR Format kon-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 36

vertieren. Die alten Dateien werden aus Sicherheitsgründen in einem Back-


up-Verzeichnis abgelegt. Wir empfehlen Ihnen aber trotzdem vor der In-
stallation eine Sicherung der alten Konfigurationsdateien vorzuneh-
men.

Hierzu genügt die Sicherung des Ordners CONFIG aus dem MERCUR Ver-
zeichnis.

Probleme bei der Installation


Falls Sie eine Testversion besitzen, sind die MERCUR Dienste 30 Tage ab
dem Zeitpunkt der Installation voll funktionsfähig. Danach lässt sich die
Software nicht mehr starten, sie kann jedoch durch Lizensierung wieder ak-
tiviert werden. Innerhalb dieser 30 Tage steht Ihnen der volle Funktionsum-
fang mit unbegrenzten Benutzerkonten sowie unbegrenzten Domänen zur
Verfügung.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 37

1.3.8. Manuelle Installation der MERCUR-Dienste


MERCUR besteht aus insgesamt fünf verschiedenen Systemdiensten. Es
handelt sich hierbei um den SMTP-, den POP3-, den IMAP4-Dienst und um
das Fax-/Pager-Gateway, sowie um einen speziellen Konfigurationsdienst
für die Remote-Administration. Die Dienste können folgendermaßen von der
Eingabeaufforderung im System angemeldet, angehalten, gestartet oder
entfernt werden:

Der SMTP-Dienst
Befehl Funktion

mcrsmtp -install Anmelden des SMTP-Dienstes im System


mcrsmtp -autoinst Anmelden des SMTP-Dienstes im System. Der
Dienst wird dann bei Systemstart automatisch
gestartet.
mcrsmtp -remove Entfernen des SMTP-Dienstes
mcrsmtp -start Starten des SMTP-Dienstes
mcrsmtp -stop Anhalten des SMTP-Dienstes

Der POP3-Dienst
Befehl Funktion

mcrpop3 -install Anmelden des POP3-Dienstes im System


mcrpop3 -autoinst Anmelden des POP3-Dienstes im System. Der
Dienst wird dann bei Systemstart automatisch
gestartet.
mcrpop3 -remove Entfernen des POP3-Dienstes
mcrpop3 -start Starten des POP3-Dienstes
mcrpop3 -stop Anhalten des POP3-Dienstes

MERCUR Mailserver Version 4.0


Einführung Seite 38

Der IMAP4-Dienst
Befehl Funktion

mcrimap4 –install Anmelden des IMAP4-Dienstes im System


mcrimap4 –autoinst Anmelden des IMAP4-Dienstes im System. Der
Dienst wird dann bei Systemstart automatisch
gestartet.
mcrimap4 –remove Entfernen des IMAP4-Dienstes
mcrimap4 –start Starten des IMAP4-Dienstes
mcrimap4 –stop Anhalten des IMAP4-Dienstes

Das Fax-/Pager-Gateway
Befehl Funktion

mcfpgate –install Anmelden des Fax-/Pager Dienstes im System


mcfpgate –autoinst Anmelden des Fax-/Pager Dienstes im System.
Der Dienst wird dann bei Systemstart automa-
tisch gestartet.
mcfpgate –remove Entfernen des Fax-/Pager Dienstes
mcfpgate –start Starten des Fax-/Pager Dienstes
mcfpgate –stop Anhalten des Fax-/Pager Dienstes

Der Control-Dienst
Befehl Funktion

mcrctrl –install Anmelden des Control-Dienstes im System


mcrctrl –autoinst Anmelden des Control-Dienstes im System. Der
Dienst wird dann bei Systemstart automatisch
gestartet.
mcrctrl –remove Entfernen des Control-Dienstes
mcrctrl –start Starten des Control-Dienstes
mcrctrl –stop Anhalten des Control-Dienstes

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die Benutzeroberfläche Seite 39

1.4. MERCUR Mailserver


1.4.1. Die Benutzeroberfläche

Das Programmfenster
Im oberen Bereich des Programmfensters befindet sich wie gewohnt die Ti-
telleiste mit dem Programm Icon, dem Programmnamen und den Windows-
Systemschaltflächen. Im Anschluss daran finden Sie wie gewohnt die Menü-
leiste, mit deren Befehlen Sie alle dialogabhängigen Funktionen erreichen
können. Je nach ausgewähltem Dialog erscheinen hier unterschiedliche
Menüs. Unterhalb der Menüleiste erscheint die Symbolleiste mit den ge-
bräuchlichsten Befehlen als Schaltflächen. Die angebotenen Schaltflächen
sind wiederum von dem ausgewählten Dialog abhängig. Direkt unterhalb der
Symbolleiste befindet sich die Dialogtitelzeile, sie zeigt Ihnen den aktuell
ausgewählten Dialog an. Am linken Fensterrand befindet sich die Funkti-
onsleiste, sie enthält alle vorhandenen Dialoge. Zur Auswahl eines Dialogs
wählen Sie ihn hier einfach aus. Im Anzeigebereich wird der ausgewählte
Dialog dargestellt. Im unteren Bereich des Programmfensters wird die Sta-
tusleiste mit der Hinweiszeile und der Schaltfläche Sprachauswahl "DE"
eingeblendet.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die Benutzeroberfläche Seite 40

Die Menüleiste
In der Menüleiste sind unter den einzelnen Menüs Befehle abgelegt. Die
weiter unten beschriebenen Menüs stehen Ihnen in allen Dialogen zur Ver-
fügung. Alle weiteren angebotenen Menüs richten sich nach dem ausge-
wählten Dialog. Sie finden alle Befehle, die Sie innerhalb eines Dialoges be-
nötigen, in dieser Menüleiste.

Menü Inhalt

Datei Dieses Menü enthält Befehle zum Speichern und laden der
Konfigurationseinstellungen. Weiterhin finden Sie hier Be-
fehle für die Remote-Konfiguration

Dialoge Enthält die wichtigsten Dialoge aus der Funktionsleiste

System Hier finden Sie alle Funktionen zum Arbeiten mit den
MERCUR Diensten. Sie können die Dienste installieren,
deinstallieren, starten und beenden

Ansicht Enthält Befehle zur Gestaltung der Ansicht der Programm-


oberfläche. Sie finden hier Funktionen zur Änderung der
Darstellung der Symbolleiste und können hier die Status-
leiste aus- bzw. einblenden

Extras Ermöglicht Ihnen einen schnellen Wechsel zu den Dialo-


gen Sicherheit, Optionen und Support

Hilfe Die hier enthaltenen Befehle liefern Ihnen Hilfestellungen


und Informationen zu dieser Anwendung

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die Benutzeroberfläche Seite 41

Die Symbolleiste
Sie können die Darstellung der Symbolleiste Ihren Wünschen entsprechend
anpassen. Verwenden Sie hierzu die Befehle aus dem Popup Menü, zur
Symbolleiste unter dem Menü Ansicht. Zu der Symbolleiste steht Ihnen
auch ein Kontextmenü zur Verfügung, Sie erreichen dies, indem Sie den
Cursor über die Symbolleiste positionieren und dann die rechte Maustaste
betätigen.

Im folgenden die Schaltflächen, die Ihnen in jedem Dialog zur Verfü-


gung stehen:

Übernehmen
Speichert die von Ihnen vorgenommenen Änderungen bzw. die Neuanlagen
und übergibt diese an das Programm.

Direkthilfe
Zeigt Ihnen die kontextsensitive Hilfe zu den Komponenten an.

Die Darstellung der Symbolleiste verändern

1. Führen Sie den Mauszeiger über die Symbolleiste und betätigen Sie
die rechte Maustaste.

2. Wählen Sie eine Darstellungsart aus.

Folgende Darstellungen stehen Ihnen zur Auswahl:

Symbole und Text


Die Schaltflächen werden mit großen Symbolen und Text dargestellt.

Nur Symbole
Die Schaltflächen werden durch große Symbole dargestellt.

Nur Text
Die Schaltflächen werden durch Text dargestellt.

Kleine Symbole
Die Schaltflächen werden mit kleinen Symbolen dargestellt.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die Benutzeroberfläche Seite 42

Unsichtbar
Die entsprechende Schaltflächenleiste wird ausgeblendet.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die Benutzeroberfläche Seite 43

Die Funktionsleiste
Die Funktionsleiste befindet sich am linken Fensterrand, sie enthält alle zur
Verfügung stehenden Dialoge. Zur Auswahl eines Dialogs klicken Sie diesen
einfach in der Funktionsleiste an. Werden auf Grund der grafischen Auflö-
sung oder der Fenstergröße nicht alle Dialoge dargestellt, so erscheinen
entsprechende Scroll-Buttons am oberen und unteren Ende der Funktions-
leiste. Die am häufigsten benötigten Dialoge stehen Ihnen auch im Menü
Dialoge zur Verfügung. Der aktuell ausgewählte Dialog wird Ihnen in der Di-
alogtitelzeile angezeigt, zusätzlich ist der Dialogtitel in der Funktionsleiste
farblich hinterlegt.

Die Statusleiste
Die Statusleiste, diese befindet sich am unteren Rand des Programmfens-
ters, zeigt Ihnen Informationen zu den Menübefehlen und zu den Schaltflä-
chen an. Der Befehl "Statusleiste" (Menü Ansicht) schaltet die Anzeige der
Leiste ein bzw. aus. Um die Anzeige der Statusleiste auszuschalten steht
Ihnen ebenfalls ein Kontextmenü zur Verfügung. Im folgenden werden die
beiden aktiven Bereiche der Statusleiste näher erläutert.

Schaltfläche Sprachauswahl (DE)


Diese Schaltfläche ermöglicht Ihnen während des laufenden Programms die
Umschaltung auf eine andere Sprache, die vom Programm verwendet wird.
Ein Neustart des Programms ist nicht notwendig. Die Umschaltung auf eine
andere Sprache betrifft auch die Online-Hilfe, diese wird Ihnen dann in der
ausgewählten Sprache angezeigt.

Hinweiszeile
Diese Hinweiszeile ist Bestandteil der Statusleiste und zeigt Ihnen kurze In-
formation zu den Funktionen der Befehle die ausgewählt sind, oder zu den
Schaltflächen auf dem der Mauszeiger gerade positioniert ist, an.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der System Dialog Seite 44

1.4.2. Der Dialog System

1.4.2.1. Status der MERCUR-Dienste


Der Dialog System zeigt Ihnen, durch die optischen Anzeigen und den Klar-
text-Meldungen, den aktuellen Status aller MERCUR-Dienste an. Es handelt
sich um den SMTP-Dienst, den POP3-Dienst, den IMAP4-Dienst, den Fax-
/Pager-Gateway und um den Control-Dienst. Für jeden Dienst wird der aktu-
elle Status separat angezeigt. Über die zugeordneten Schaltflächen Starten
und Beenden können Sie jeden MERCUR-Dienst separat bedienen. Zur Ak-
tualisierung der Statusanzeige betätigen Sie die Schaltfläche Aktualisieren
in der Symbolleiste. Weitere Befehle, wie z.B. Installieren und Deinstallie-
ren, finden Sie im Menü System in dem Popup-Menü zu dem jeweiligen
MERCUR-Dienst.

Installieren eines MERCUR-Dienstes


Zur Installation eines MERCUR-Dienstes wählen Sie den betreffenden
MERCUR-Dienst aus dem Menü System und wählen im Popup-Menü die
Funktion Installieren. Sie werden daraufhin gefragt, ob der MERCUR-Dienst
bei jedem Hochfahren des Systems automatisch gestartet werden soll. Bes-
tätigen Sie diese Abfrage mit Ja so wird der entsprechende MERCUR-
Dienst bei jedem Hochfahren des Systems automatisch gestartet, andern-
falls müssen Sie den entsprechenden MERCUR-Dienst dann manuell star-
ten.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der System Dialog Seite 45

Deinstallieren eines MERCUR-Dienstes


Zur Deinstallation eines MERCUR-Dienstes wählen Sie den betreffenden
MERCUR-Dienst aus dem Menü System und wählen im Popup-Menü die
Funktion Deinstallieren. Sie werden daraufhin gefragt, ob Sie sich sicher
sind, dass Sie den entsprechenden MERCUR-Dienst deinstallieren wollen.
Bestätigen Sie diese Abfrage mit Ja so wird der entsprechende MERCUR-
Dienst deinstalliert, andernfalls wird dieser Vorgang abgebrochen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der System Dialog Seite 46

1.4.2.2. Einrichten einer Remote-Verbindung


MERCUR Mailserver Version 4.0 kann von jedem Computer innerhalb eines
Netzwerkes konfiguriert werden. Dies kann ein lokaler Computer sein, d.h.
ein Rechner oder jede andere Workstation innerhalb einer TCP/IP Netz-
werkumgebung, auf dem der MERCUR Mailserver ausgeführt wird. Bitte be-
achten Sie, dass der entfernte MERCUR Mailserver die gleiche Produktver-
sion aufweisen muss, wie der von dem aus Sie ihn administrieren wollen.

Der MERCUR Konfigurationsdienst enthält eine HTTP Schnittstelle. Da-


durch ist es möglich den MERCUR Mailserver mit einem handelsüblichen
Browser, wie z.B. MS Internet Explorer oder Netscape Communicator bzw.
Navigator, zu konfigurieren. Falls Ihr Konfigurationsdienst auf den stan-
dardmäßigen HTTP-Anschluß (80) eingestellt ist, muss der Anschluss nicht
angegeben werden, da Ihr Browser diesen im Normalfall immer verwendet.

Bitte beachten Sie, dass nur Benutzer MERCUR konfigurieren können, die
über entsprechende Administrator-Berechtigungen verfügen (Dialog Benut-
zer).

Betätigen Sie die Schaltfläche Verbinden, wenn Sie MERCUR auf einem
entfernten Rechner konfigurieren möchten. Es wird Ihnen daraufhin der Dia-
log Verbinden... angezeigt. in dem Sie den Namen oder die IP-Adresse des
entsprechenden Rechners, sowie Ihren Anmeldenamen und das Kennwort
eingeben müssen. Die Anmeldung hierbei muss mit der kompletten E-Mail-
Adresse als Anmeldenamen und dem Kennwort erfolgen.

Durch Betätigung der Schaltfläche "Trennen" wird die Verbindung zum ent-
fernten Computer wieder getrennt und Sie sind wieder mit Ihrem lokalen
System verbunden.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Domänen Dialog Seite 47

1.4.3. Der Dialog Domänen

1.4.3.1. Übersicht Domänen


Mit jeder Basislizenz von MERCUR Mailserver Version 4.0 können Sie be-
liebig viele Domänen verwalten. Die Zieladressen eingehender Nachrichten
werden von MERCUR auf Zugehörigkeit überprüft und dementsprechend
verteilt. Nachrichten, die für Postfächer in externen Domänen bestimmt sind,
werden an den zuständigen Server weitergeleitet.

Der Dialog Domänen zeigt Ihnen in erster Linie eine Auflistung der vorhan-
denen Domänen mit dem Namen (z.B. domain.com) und einer evtl. vorhan-
denen Beschreibung an. Sie haben hier jetzt die Möglichkeit durch einen
Klick auf ein Feld der Spaltenbeschriftung, einen Wechsel von alphabeti-
scher Aufwärts-Sortierung zur alphabetischen Abwärts-Sortierung vorzu-
nehmen. Die aktuelle alphabetische Sortierrichtung wird Ihnen in dem Feld
der Spaltenbeschriftung durch einen entsprechenden Dreieckspfeil ange-
zeigt.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Domänen Dialog Seite 48

Mit Hilfe der Schaltflächen Hinzufügen, Bearbeiten und Entfernen in der


Symbolleiste, bearbeiten und verwalten Sie Ihre Domänen. Diese Funktio-
nen stehen Ihnen auch in dem Kontextmenü zur Übersicht der Domänen zur
Verfügung. Zur Bearbeitung einer vorhandenen Domäne doppelklicken Sie
auf den Eintrag und erhalten sofort den Dialog Domäne bearbeiten ange-
zeigt.

Sie nehmen hier grundsätzliche Einstellungen zu dem Domänen-


Administrator, dem Domänen-Listserver, und zur Bearbeitung von Nachrich-
ten an Unbekannte Benutzer vor. Die Mitglieder eines Windows NT/2000
Benutzerkontos können nur im MERCUR Mailserver 4.0 mit unbegrenzter
Benutzer-Postfach-Lizenz als lokale Benutzer der jeweiligen Domäne hinzu-
gefügt werden.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Domänen Dialog Seite 49

1.4.3.2. Anlegen/Bearbeiten einer Domäne


In dem Dialog Domäne bearbeiten nehmen Sie grundsätzliche Einstellungen
zu dem Domänen-Administrator, dem Domänen-Listserver, zur Bearbeitung
von Nachrichten an Unbekannte Benutzer vor und können die Mitglieder ei-
nes Windows NT/2000 Benutzerkontos als lokale Benutzer der jeweiligen
Domäne hinzufügen.

Domäne
Sie tragen hier den Namen und eine Bezeichnung zu der Internet-Domäne
ein, die auf diesem MERCUR Mailserver verwaltet werden soll.

Name
Der Name der Mail-Domäne, wie er innerhalb der Mail-Adressen verwendet
wird (z.B. domain.com).

Beschreibung
Diese Angabe ist optional und wird ausschließlich zur internen Verwaltung
benutzt.

Administrator
Sie definieren hier den Alias sowie weitere Aliase und das Postfach für den
Administrator dieser Domäne.

Postfach-Name
Das entsprechende Postfach, dies ist gleichzeitig der Anmeldename, in das
die Nachrichten für den Domänen-Administrator abgelegt werden. Standard-
vorgabe ist admin. Verwalten Sie mehr als eine Domäne auf Ihrem Mailser-
ver, so muss auch diese Angabe eindeutig gegenüber den anderen Admi-
nistrator-Postfächern sein (z.B. admin/domain.com). Sie können hier auch
den Anmeldenamen Ihres Benutzerkontos angeben, damit Sie nicht zusätz-
lich das Administratorkonto abrufen müssen.

Standard-Alias
Der Alias Name des Administrators, der standardmäßig für diese Domäne
verwendet werden soll (z.B. postmaster). Diese Angabe kommt vor allem bei
der Generierung von Administrator-Nachrichten zur Verwendung.

Weitere Aliase
Die Einträge in der Liste stellen weitere Aliase für das Administrator-Konto
zur Verfügung. Die hier aufgeführten Namen dienen ausschließlich zur Iden-
tifizierung bei eintreffenden Nachrichten. Sie können hier mit der Schaltflä-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Domänen Dialog Seite 50

che Hinzufügen eigene Administrator-Aliase hinzufügen, oder mit der Schalt-


fläche Entfernen vorhandene Aliase entfernen. Enthält eine Nachricht an
diese Domäne einen der hier aufgeführten Aliase, so geht diese Nachricht
an das angegebene Postfach des Administrators.

Listserver
Sie definieren hier die Aliase für den Listserver dieser Domäne. Der Listser-
ver wird für die Abarbeitung von Mailing-Listen eingesetzt. Um Listserver-
Befehle (z.B. subscribe, lists, oder get) an den Listserver zu senden, geben
Sie hier bitte den/die Aliase der E-Mail-Adresse des Listservers an.

Standard-Alias
Der Alias Name der Listserver-Adresse, der auf diesem System verwendet
werden soll (z.B. listserv).

Weitere Aliase
Die Namen in der Liste stellen weitere Aliase für die Listserver-Adresse zur
Verfügung. Die hier aufgeführten Namen dienen ausschließlich zur Identifi-
zierung bei eintreffenden Nachrichten. Sie können hier mit der Schaltfläche
Hinzufügen eigene Listserver-Aliase hinzufügen, oder mit der Schaltfläche
Entfernen vorhandene Aliase entfernen. Enthält eine Nachricht an diese
Domäne einen der hier aufgeführten Aliase, so geht diese Nachricht an den
Listserver.

Unbekannte Benutzer
Diese Einstellungen geben vor, wie mit empfangenen Nachrichten an Be-
nutzer deren Mail-Adressen dieser Domäne nicht bekannt sind, verfahren
werden soll.

Nicht annehmen
Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie eingehende Nachrichten an unbe-
kannte Adressen innerhalb dieser Domäne grundsätzlich nicht annehmen
möchte. Die Nachrichten werden abgewiesen.

Info an Administrator
Wählen Sie diese Option, um eine entsprechende Mitteilung an den Domä-
nen-Administrator zu senden, wenn eine Nachricht abgewiesen wurde.

Weiterleiten an
Mit dieser Option können Sie Nachrichten an unbekannte Benutzer-
Adressen trotzdem empfangen. Sie haben hier die Möglichkeit derartige

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Domänen Dialog Seite 51

Nachrichten an eine andere Adresse, Domäne oder an einen anderen Mail-


server weiterzuleiten. Mit der Option original domäne als mailserver wird
der Domänenname der ursprünglichen Adresse als Rechnername interpre-
tiert und versucht die Nachricht an diesen weiterzuleiten.

Mitteilung an Absender senden


Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie automatisch eine Mitteilung an den
Absender senden möchten, dass die Nachricht an eine andere Mail-
Adresse/-Domäne oder einen anderen Mailserver weitergeleitet wurde.

Windows NT/2000 Benutzer


MERCUR kann die integrierte Sicherheit von Windows NT/2000 in die Ver-
waltung von Benutzern mit einbeziehen. So können die Mitglieder eines
Windows NT/2000 Benutzerkontos als lokale Benutzer der jeweiligen Do-
mäne mit hinzugezogen werden. Für Alias und Kennwort gelten in diesem
Fall die Anmeldedaten aus dem Windows NT/2000 Benutzermanager. Diese
Funktion ist NUR in der MERCUR mit unbegrenzter Benutzer Postfach Li-
zenz verfügbar.

Windows NT/2000 Benutzer verwenden


Aktivieren Sie diese Option, wenn der Windows NT/2000 Benutzermanager
mit einbezogen werden soll. Die Windows NT/2000-Benutzer werden im Dia-
log Benutzer unter den Benutzern nicht angezeigt, sind aber mit den ange-
zeigten Benutzern gleichgestellt. Sollen für die Windows NT/2000-Benutzer
Optionen aus den MERCUR-Benutzer-Einstellungen genutzt werden, so
sind diese Benutzer neu anzulegen.

Konto
Wählen Sie hier das Windows NT/2000 Benutzerkonto aus, deren Mitglieder
für die Verwendung von Mail innerhalb dieser Domäne berechtigt sind.

Domäne
Geben Sie hier den Namen des Windows NT/2000 Domänenkontrollers oder
der Windows NT/2000 Domäne an, die für die Anmeldung der Mail-Benutzer
verwendet werden soll. Falls in Ihrem lokalen Netzwerk nur ein Domänen-
kontroller existiert, reicht hier die Angabe eines einzelnen Punktes aus.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Benutzer Dialog Seite 52

1.4.4. Der Dialog Benutzer

1.4.4.1. Übersicht Benutzer


MERCUR verwaltet für jeden Benutzer ein separates Postfach, in dem die
eingegangenen Nachrichten bis zum Abrufen abgelegt werden. Hierbei kann
es sich um ein lokales oder um ein entferntes Postfach handeln. Sie können
mehreren Benutzern ein gemeinsames Postfach zuordnen in dem Sie allen
das gleiche lokale Postfach zuweisen. Wollen Sie einem Benutzer mehrere
Postfächer zuweisen, so legen Sie diesen Benutzer mit unterschiedlichen
Anmeldenamen mehrmals an und weisen jeweils ein anderes Postfach zu.

Der Dialog Benutzer zeigt Ihnen in erster Linie eine Auflistung der in einer
Domäne angelegten Benutzer, mit der E-Mail Adresse, der dem Anmelde-
namen und dem vollen Namen an. Sie haben hier jetzt ebenfalls die Mög-
lichkeit durch einen Klick auf ein Feld der Spaltenbeschriftungen, einen
Wechsel von alphabetischer Aufwärts-Sortierung zur alphabetischen Ab-
wärts-Sortierung vorzunehmen. Die aktuelle alphabetische Sortierrichtung
wird Ihnen in dem Feld der Spaltenbeschriftung durch einen entsprechenden
Dreieckspfeil angezeigt. Die Listbox Domäne ermöglicht Ihnen die Anzeige
aller Benutzer aus allen Domänen oder nur die einer ausgewählten Domäne.
Zur Auswahl stehen Ihnen alle vorhandenen Domänen. Haben Sie die Aus-
wahl Alle Domänen gewählt, so findet die alphabetische Sortierung unab-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Benutzer Dialog Seite 53

hängig von den Domänen statt. Mit dem Eingabefeld Filter wird die Anzeige
der Benutzer auf den hier eingegebenen Text beschränkt.

Diese Funktion ermöglicht Ihnen so ein schnelles Auffinden von bestimmten


Benutzern.

Mit Hilfe der Schaltflächen Hinzufügen, Bearbeiten, Entfernen und Importie-


ren in der Symbolleiste, bearbeiten und verwalten Sie Ihre Benutzer. Diese
Funktionen stehen Ihnen auch in dem Kontextmenü zur Übersicht der Be-
nutzer zur Verfügung. Zur Bearbeitung eines vorhandenen Benutzer doppel-
klicken Sie auf den Eintrag und erhalten sofort den Dialog Benutzer bearbei-
ten angezeigt.

Sie nehmen hier grundsätzliche Einstellungen zu dem Benutzer selbst, dem


Postfach des Benutzers, zu den Kopien von Nachrichten dieses Benutzers,
den Benutzer-Optionen und den externen Postkonten des Benutzers vor.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Benutzer Dialog Seite 54

1.4.4.2. Anlegen/Bearbeiten von Benutzern


Dieser Abschnitt behandelt ausschließlich die Einstellungen im Register Be-
nutzer des Dialogfeldes Benutzer bearbeiten. Die Einstellungen im Register
Optionen werden unter dem Abschnitt Optionen der Benutzer, der sich hier-
an anschließt beschrieben.

Register Benutzer
In dem Register Benutzer nehmen Sie grundsätzliche Einstellungen zu dem
Benutzer selbst, dem Postfach und zu den Kopien der Nachrichten dieses
Benutzers vor.

Benutzer
Alias
Der offizielle Alias Name des Benutzers innerhalb der E-Mail Adresse (z.B.
info@domain.com).

Domäne
Der Name der Domäne innerhalb der E-Mail-Adresse, an die die Nachrich-
ten adressiert werden (z.B. info@domain.com).

Name
Der volle Name des Benutzers. Diese Angabe dient nur als Kommentar und
kann frei gewählt werden.

Anmeldename
Der Name des Postkontos. Dieser Name wird in Verbindung mit dem Kenn-
wort für die POP3- bzw. IMAP4 Anmeldung verwendet. In den meisten Fäl-
len ist der Kontoname mit dem Alias identisch. Bei der Verwaltung von meh-
reren Domänen mit gleichen Aliasen ist es jedoch erforderlich, dass eindeu-
tige Bezeichnungen gewählt werden (z.B. info/domain.com).

Kennwort
Das POP3- bzw. IMAP4 Kennwort des Benutzers, dass beim Abrufen der
eingegangenen Nachrichten angegeben werden muss. Das Kennwort wird
unsichtbar dargestellt und muss aus Sicherheitsgründen zweimal eingege-
ben werden.

Weiterleiten an
Lokales Postfach
Die eingehenden Nachrichten werden in einem Postfach auf dem Server

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Benutzer Dialog Seite 55

abgelegt. Das Postfach wird durch ein Unterverzeichnis innerhalb des Post-
Verzeichnisses repräsentiert. Ein Postfach kann von mehreren Benutzern
gemeinsam verwendet werden.

Postfach-Typ
MERCUR unterstützt zwei Arten von Postfächer - POP3 und IMAP4. Hier
können Sie den Typ bestimmen, der für dieses Postfach verwendet werden
soll.

Postfachgröße: Unbegrenzt
Mit dieser Option weisen Sie einem Benutzer eine uneingeschränkte Größe
seines Postfaches zu. Wird diese Option für eine Mehrzahl von Benutzern
gewählt, so muss ausreichend Festplattenspeicher zur Verfügung gestellt
werden.

Postfachgröße: Max. ... KBytes


Hier können Sie dem Postfach eine maximale Größe in KByte zuordnen.
Dadurch wird die größtmögliche Datenmenge bestimmt, die ein Postfach
beinhalten darf. Ist diese erreicht, werden keine weiteren Nachrichten für
dieses Postfach angenommen.

Entfernte Adresse
Falls der Benutzer kein Postfach auf dem lokalen System besitzt, kann hier
eine entfernte E-Mail Adresse angegeben werden. Der Benutzer wird dann
als entfernter Benutzer geführt. Eingehende Post wird trotzdem angenom-
men und an die angegebene Adresse weitergeleitet. Die Adresse muss dem
Internet-Standard entsprechen (z.B. username@domain.com).

Kopien
Empfangener Post an
Jede Nachricht die für diese Adresse bestimmt ist, wird als Kopie an die hier
angegebene Mail-Adresse gesendet. Falls Sie hier mehrere Adressen ange-
ben, müssen diese durch Semikolon getrennt werden.

Gesendeter Post an
Alle verschickten Nachrichten dieser Adresse, können als Kopie an die hier
angegebene Adresse gesendet werden. Auch hier sind mehrere Adressen
möglich.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Benutzer Dialog Seite 56

1.4.4.3. Optionen der Benutzer


Dieser Abschnitt behandelt ausschließlich die Einstellungen im Register Op-
tionen des Dialogfeldes Benutzer bearbeiten. Die Einstellungen im Register
Benutzer werden unter dem Abschnitt Anlegen/Bearbeiten von Benutzern,
der diesem Abschnitt voraus geht beschrieben.

Register Optionen
In dem Register Optionen nehmen Sie Einstellungen zu den Benutzer-
Optionen und den Externen Post-Konten des Benutzers vor.

Optionen
Erhaltene Post beantworten mit
Hier können Sie einen Auto-Responder auswählen, der für die automatische
Beantwortung aller Posteingänge unter dieser Adresse verwendet werden
soll. Wenn eine Nachricht eintrifft, wird diese zuerst im Postfach des Benut-
zers eingeordnet und dann umgehend mit dem angegebenen Auto-
Responder beantwortet. Wählen Sie im zugehörigen Listenfeld einen bereits
eingerichteten Auto-Responder aus.

Absender zur Mailing-Liste hinzufügen


Die Absender aller eingehenden Nachrichten an diese Adresse können au-
tomatisch einer Mailing-Liste zugeordnet werden. Sie sehen alle E-Mail Ad-
ressen, die eine Nachricht an diese Adresse gesendet haben auf einen Blick
und können somit mehreren Adressen gezielte Informationen zuführen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Benutzer Dialog Seite 57

Wählen Sie im zugehörigen Listenfeld eine bereits eingerichtete Mailing-


Liste aus, zu der die Absender-Adresse hinzugefügt werden soll.

Post löschen wenn älter ist als: ... Tage


Sie können mit dieser Option eine maximale Verweildauer von Nachrichten
angeben. Wenn ein Benutzer seine Nachrichten innerhalb dieses Zeitrau-
mes nicht abholt, werden diese gelöscht.

Weiterleiten, wenn Post älter ist als: ... Tage an: ...
Wie oben, können Sie auch hier eine maximale Verweildauer angeben. In
diesem Fall werden diese Nachrichten allerdings nicht gelöscht, sondern an
die von Ihnen angegebene Adresse weitergeleitet.

Info an Administrator, wenn älter als ... Tage


Durch diese Option erhält der Administrator eine Nachricht, wenn innerhalb
des festgelegten Zeitraumes keine Nachrichten aus diesem Postfach abge-
rufen wurden.

Nur Nachrichten an lokale Domänen zulassen


Mit dieser Option können Sie den Versand von Nachrichten für den aktuellen
Benutzer auf das lokale System beschränken. Die Zieladressen sämtlicher
gesendeten Nachrichten werden dann überprüft und wenn diese nicht auf
dem lokalen System vorhanden sind, wird eine weitere Zustellung abge-
lehnt.

Administrator-Berechtigung
Mit diesem Schaltern können Sie dem jeweiligen Benutzer die folgenden
Administrator-Rechte zuweisen.

.... für alle Domänen


Ist dieser Schalter aktiviert, kann dieser Benutzer den kompletten MERCUR
von einem entfernten Computer aus konfigurieren. Die Anmeldung hierbei
muss mit der kompletten E-Mail-Adresse als Benutzer und dem Kennwort er-
folgen.

.... nur für diese Domäne


Ist dieser Schalter aktiviert, kann dieser Benutzer nur die Domäne von ei-
nem entfernten Computer aus konfigurieren, der er angehört. Die Anmel-
dung hierbei muss mit der kompletten E-Mail-Adresse als Benutzer und dem
Kennwort erfolgen.

.... nur für diesen Benutzer


Ist dieser Schalter aktiviert, kann dieser Benutzer von einem entfernten

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Benutzer Dialog Seite 58

Computer aus nur ausgewählte Einträge seiner eigenen Konfiguration än-


dern. Es handelt sich um die Einträge Name (sein voller Name), das Kenn-
wort und die Angabe einer Weiterleitungsadresse. Die Anmeldung hierbei
muss mit der kompletten E-Mail-Adresse als Benutzer und dem Kennwort er-
folgen.

Externe Post-Konten
Sie können hier ein oder mehrere externe Post-Konten (POP3 oder IMAP4)
angeben, die für diesen Benutzer auf wartende Nachrichten überprüft wer-
den sollen. Diese Konten müssen zuvor als externe Post-Konten definiert
werden, dies nehmen Sie im Dialog Externe Post-Konten vor. Damit ist es
auf einfache Weise möglich, Konten auf entfernten Mailservern in die lokale
Konto-Verwaltung zu integrieren.

Verfügbare Konten
Zeigt Ihnen eine Auflistung der für diese Domäne verfügbaren externen
Postkonten an. Gemeinsame Konten (sogenannte Sammelkonten), dies sind
im MERCUR Externe Post-Konten bei denen die Option „Mail-Header nach
Empfängern durchsuchen“ aktiviert ist, werden hier nicht angeboten. Ver-
wenden Sie die Schaltfläche Hinzufügen um ein verfügbares Konto der Auf-
listung der ausgewählten Konten hinzuzufügen.

Ausgewählte Konten
Zeigt Ihnen eine Auflistung der zu diesem Benutzer zugeordneten externen
Postkonten an. Verwenden Sie die Schaltfläche "Entfernen" um ein ausge-
wähltes Konto aus der Auflistung zu entfernen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Mailing-Listen Dialog Seite 59

1.4.5. Der Dialog Mailing-Listen

1.4.5.1. Übersicht 'Mailing-Listen'


Der integrierte Listserver ermöglicht es Ihnen eigene Mailing-Listen zu
erstellen, um Informationen automatisch an mehrere Zieladressen zu
versenden. Es können einer Mailing-Liste beliebig viele Mitglieder zugeord-
net werden. Sie brauchen Ihre Nachricht nur an die Adresse der Mailing-
Liste senden und MERCUR übernimmt für Sie die weitere Verteilung an die
Mitglieder dieser Liste. Systemfremde Benutzer können sich mit Hilfe der
Kommandos join oder subscribe einer Liste anschließen und mit leave o-
der unsubscribe auch selbst wieder entfernen, wenn Sie diese Berechti-
gung vergeben. Der Mailing-Listen Dienst von MERCUR enthält viele Optio-
nen, um individuelle Einstellungen vorzunehmen. Header-Angaben, wie z.B.
Reply-To, To: und From: können frei definiert werden. Berechtigungen kön-
nen für Eigentümer, Mitglieder und andere Benutzer getrennt eingestellt
werden. Die Index-Verwaltung bietet die Möglichkeit, der Mailing-Liste auch
Binär- und Textdateien als Anlagen beizulegen.

Der Dialog Mailing-Listen zeigt Ihnen eine Auflistung der vorhandenen Mai-
ling-Listen mit der E-Mail Adresse und einer Beschreibung an. Sie haben
hier natürlich auch die Möglichkeit der alphabetischen Sortierung, die Sie
durch einen Klick auf ein Feld der Spaltenbeschriftung aktivieren. Die aktuel-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Mailing-Listen Dialog Seite 60

le alphabetische Sortierrichtung wird Ihnen in dem Feld der Spaltenbeschrif-


tung durch einen entsprechenden Dreieckspfeil angezeigt. Die Listbox Do-
mäne ermöglicht Ihnen die Anzeige aller Mailing-Listen (-Alle Domänen-),
oder nur die einer ausgewählten Domäne. Zur Auswahl stehen Ihnen alle
vorhandenen Domänen. Haben Sie die Auswahl -Alle Domänen- gewählt, so
findet die alphabetische Sortierung unabhängig von den Domänen statt. Mit
dem Eingabefeld Filter wird die Anzeige der Mailing-Listen auf den hier ein-
gegebenen Text beschränkt. Diese Funktion ermöglicht Ihnen so ein schnel-
les Auffinden von bestimmten Mailing-Listen.

Es stehen Ihnen hier gleichwohl die Schaltflächen "Hinzufügen", "Bearbei-


ten" und "Entfernen" in der Symbolleiste zur Verfügung, mit denen Sie Ihre
Mailing-Listen bearbeiten und verwalten. Diese Funktionen stehen Ihnen
auch in dem Kontextmenü zur Übersicht der Mailing-Listen zur Verfügung.
Zur Bearbeitung einer vorhandenen Mailing-Liste doppelklicken Sie auf den
Eintrag und erhalten sofort den Dialog Mailing-Liste bearbeiten angezeigt.
Sie nehmen hier Einstellungen zu der Mailing-Liste, den Optionen, den Mit-
gliedern und zu dem Datei-Index vor.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Mailing-Listen Dialog Seite 61

1.4.5.2. Anlegen/Bearbeiten einer Mailing-Liste


Dieser Abschnitt behandelt ausschließlich die Einstellungen im Register Mai-
ling-Liste des Dialogfeldes Mailing-Liste bearbeiten. Die Einstellungen in
dem Register Optionen werden unter dem Abschnitt Optionen zur Mailing-
Liste, der sich hieran anschließt, beschrieben. Die Einstellungen in dem Re-
gister Mitglieder werden unter dem Abschnitt Hinzufügen von Mitgliedern zu
einer Mailing-Liste und die Einstellungen im Register Datei-Index in dem Ab-
schnitt Hinzufügen einer Datei-Anlage zu einer Mailing-Liste beschrieben.

Register Mailing-Liste
Sie nehmen hier Einstellungen zu der Adresse, dem Eigentümer und den
grundsätzlichen Einstellungen der Mailing-Liste vor.

Mailing-Liste
Alias
Der offizielle Aliasname der Mailing-Liste innerhalb der E-Mail Adresse (z.B.
demolist@domain.com).

Domäne
Der Name der Domäne, an die die Nachrichten adressiert werden (z.B.
demolist@domain.com).

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Mailing-Listen Dialog Seite 62

Beschreibung
Eine Beschreibung für die Mailing-Liste. Dieser Wert dient nur als Kommen-
tar und kann frei gewählt werden.

Eigentümer der Liste


Hier wird der Eigentümer der Liste angegeben. Sämtliche Vorgänge inner-
halb der Liste werden beim Eigentümer dokumentiert. Bei nicht öffentlichen
Listen kann der Eigentümer entscheiden, wer Mitglied werden darf.

Alias
Geben Sie hier den offiziellen Alias des Eigentümers der Mailing-Liste ein.

Domäne
Wählen Sie aus der Listbox die Domäne des Mailing-Listen Eigentümers
aus.

Optionen
Sie können hier grundsätzliche Optionen für die Mailing-Liste definieren.
Weitere Einstellungen zu den Dateien und den Berechtigungen können Sie
in dem Register Optionen vornehmen.

Kopie an Eigentümer
Hier können Sie festlegen, dass alle Nachrichten an eine Liste auch an den
Eigentümer gesendet werden. Auf diese Weise hat der Eigentümer immer
einen Überblick über die Aktivitäten innerhalb der Liste ohne das er als Mit-
glied geführt wird.

EXPN-Befehl verweigern
Aktivieren Sie diese Option, wenn die Ausführung des EXPN-Befehls für
diese Mailing-Liste unerwünscht ist. Der EXPN-Befehl dient zur Anzeige
sämtlicher Listenmitglieder.

Maximale Nachrichtengröße: ... KByte


Nachrichten an die Mailing-Liste können in Ihrer Größe beschränkt werden.
Dadurch wird vermieden, dass große Datenmengen an eine große Anzahl
von Listen-Mitgliedern verteilt werden. Geben Sie hier die maximale Größe
(in KByte) an, die eine Nachricht nicht überschreiten darf.

Mit niedriger Priorität senden


Die Aktivierung einer Mailing-Liste verursacht häufig ein sehr hohes Nach-
richtenaufkommen. Damit der normale Nachrichtenversand dadurch nicht
verzögert wird, ist es sinnvoll der Mailing-Liste eine niedrige Priorität zuzu-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Mailing-Listen Dialog Seite 63

weisen. Reguläre Nachrichten werden in diesem Fall bevorzugt behandelt.

Maximale Anzahl Empfänger


Hier können Sie der Mailing-Liste eine maximale Anzahl von Mitgliedern zu-
weisen. Auch dies dient zur Verhinderung von übergroßen Datenmengen.

'From:' enthält Eigentümer


Wenn diese Option aktiviert ist, wird MERCUR das From:-Feld innerhalb des
Nachrichten-Headers grundsätzlich durch die Adresse des Eigentümers er-
setzen.

Info an Eigentümer, wenn ein Benutzer der Liste beitritt


Hier können Sie eine Kurzinfo aktivieren, die der Eigentümer der Liste erhält,
wenn ein neues Mitglied der Liste beitritt.

Info an Eigentümer, wenn ein Benutzer die Liste verläßt


Hier können Sie eine Kurzinfo aktivieren, die der Eigentümer der Liste erhält,
wenn ein Mitglied die Liste verläßt.

'To:'-Feld enthält
Je nach Einsatz der jeweiligen Mailing-Liste können die Felder des Nach-
richten-Headers unterschiedliche Bedeutungen haben. In diesem Listenfeld
können Sie wählen, welche Angabe das To:-Feld aller Nachrichten dieser
Liste enthalten soll. Eine Auflistung aller Empfänger ist nur dann zu empfeh-
len, wenn die Mailing-Liste nicht allzu viele Mitglieder enthält.

'Reply-To:'-Feld enthält
Das Reply-To:-Feld im Nachrichten-Header ist sehr wichtig für die Beantwor-
tung von Nachrichten. Im Falle von Nachrichten, die durch eine Mailing-Liste
verteilt wurden, ist die Adressierung von Antwortnachrichten nicht immer klar
definiert. Steht in diesem Feld die Adresse der Liste selbst, dann würde eine
Beantwortung ebenfalls wieder an alle Mitglieder verteilt werden. Dies ist
zwar sehr nützlich zum Aufbau von Diskussionsrunden, allerdings eher hin-
derlich bei der normalen Informationsverteilung.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Mailing-Listen Dialog Seite 64

1.4.5.3. Optionen zur Mailing-Liste


Dieser Abschnitt behandelt ausschließlich die Einstellungen im Register Op-
tionen des Dialogfeldes Mailing-Liste bearbeiten. Die Einstellungen in dem
Register Mailing-Liste werden unter dem Abschnitt Anlegen/Bearbeiten ei-
ner Mailing-Liste beschrieben. Die Einstellungen in dem Register Mitglieder
werden unter dem Abschnitt Hinzufügen von Mitgliedern zu einer Mailing-
Liste und die Einstellungen im Register Datei-Index in dem Abschnitt Hinzu-
fügen einer Datei-Anlage zu einer Mailing-Liste beschrieben.

Register Optionen
Hier können Sie Einstellungen zu Dateien und den Berechtigungen vorneh-
men.

Dateien
Mitglieder
Geben Sie hier einen Verzeichnispfad und den Namen der Datei an, in der
die Mitglieder der Mailing-Liste gespeichert werden sollen. Sie können auch
eine bestehende Datei auswählen und in die Liste übernehmen.

Datei-Index
Hier können Sie den Namen der Datei angeben, in der die Datei-Anlagen
der Mailing-Liste gespeichert werden sollen. Sie können auch eine beste-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Mailing-Listen Dialog Seite 65

hende Datei auswählen und in die Liste übernehmen. Durch Datei-Anlagen


an der Mailing-Liste können Sie den Mitgliedern Dateien zur Verfügung stel-
len, die mit dem Listserver-Befehl GET (siehe Listserver-Befehle) abgerufen
werden können.

Kopf für alle Nachrichten


Sie können allen von der Mailing-Liste generierten Nachrichten an die Mit-
glieder, mit standardmäßigen Kopfinformationen ausstatten. Geben Sie hier
den Namen einer Textdatei an, die am Anfang jeder Nachricht eingefügt
werden soll.

Fuß für alle Nachrichten


Geben Sie hier den Namen einer Textdatei an, die am Ende jeder Nachricht
angefügt werden soll.

Info an neue Mitglieder


Wählen Sie hier eine Textdatei aus, die als Begrüßung von neuen Mitglie-
dern verwendet werden soll. Diese Datei wird immer dann automatisch ver-
schickt, wenn ein neues Mitglied der Liste beitritt.

Ereignisse protokollieren
Sie haben hier die Möglichkeit eine Datei anzugeben, in der sämtliche Aktivi-
täten der Mailing-Liste unabhängig vom standardmäßigen SMTP-Protokoll
aufgezeichnet werden sollen.

Berechtigungen
MERCUR erlaubt eine exakte Einstellung sämtlicher Zugriffsberechtigungen
für eine Liste. Diese unterteilen sich in die drei Kategorien, Eigentümer, Mit-
glieder und Andere. Die allgemeine Bezeichnung Andere beschreibt prinzi-
piell alle Internet-Teilnehmer dieser Welt, die nicht Mitglied der Liste bzw.
der Eigentümer sind.

Nachrichten an die Liste senden


Aktivieren Sie diese Option, wenn Benutzer der aktuell ausgewählten Kate-
gorie Nachrichten an diese Liste senden dürfen.

Neue Mitglieder hinzufügen


Diese Option erlaubt Benutzern der ausgewählten Kategorie neue Mitglieder
mit Hilfe von SUBSCRIBE oder JOIN (siehe Listserver Befehle) der Liste
hinzuzufügen.

Mitglieder entfernen
Durch diese Option erteilen Sie Benutzern der ausgewählten Kategorie die

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Mailing-Listen Dialog Seite 66

Erlaubnis sich selbst, oder andere Mitglieder wieder von der Liste zu entfer-
nen. Dies erfolgt meist mit dem Befehl UNSUBSCRIBE LISTENNAME an
den Listserver (siehe Listserver-Befehle).

Mitglieder anzeigen mit REVIEW/RECIPIENTS


Mit REVIEW oder RECIPIENTS (siehe Listserver-Befehle) können Sie eine
Auflistung aller Mitglieder einer Liste abrufen. Wählen Sie hier, welche Be-
nutzer eine Mitgliederliste anfordern dürfen.

Datei-Index anzeigen mit INDEX


Der Datei-Index stellt eine Liste aller verfügbaren Dateien zur Verfügung. Mit
Hilfe des Listserver-Befehls INDEX (siehe Listserver-Befehle) kann dieser
Datei-Index angefordert werden. Hier können Sie bestimmen, welche Benut-
zer diese Abfrage ausführen dürfen.

Dateien empfangen mit GET


Der Befehl GET dient zum Empfangen von Datei-Anlagen (siehe Listserver-
Befehle). Mit dieser Option können Sie der jeweiligen Benutzer-Kategorie
die Erlaubnis zum Empfang von Dateien erteilen bzw. entziehen.

Im Rahmen des LIST-Befehls anzeigen


Durch den Befehl LIST wird eine Liste mit allen verfügbaren Mailing-Listen
generiert (siehe Listserver-Befehle). Hier können Sie definieren, ob diese
Mailing-Liste bei einer LIST-Abfrage mit aufgeführt werden soll.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Mailing-Listen Dialog Seite 67

1.4.5.4. Hinzufügen von Mitgliedern zu einer Mailing-Liste


Dieser Abschnitt behandelt ausschließlich die Einstellungen im Register Mit-
glieder des Dialogfeldes Mailing-Liste bearbeiten. Die Einstellungen in dem
Register Mailing-Liste werden unter dem Abschnitt Anlegen/Bearbeiten ei-
ner Mailing-Liste beschrieben. Die Einstellungen in dem Register Optionen
werden unter dem Abschnitt Optionen zur Mailing-Liste und die Einstellun-
gen im Register Datei-Index in dem Abschnitt Hinzufügen einer Datei-
Anlage zu einer Mailing-Liste beschrieben.

Register Mitglieder
Es werden Ihnen hier alle vorhandenen Mitglieder der aktuellen Mailing-Liste
angezeigt. Mit der Schaltfläche Hinzufügen können Sie lokale Benutzer o-
der Benutzer mit einer entfernten Adresse der Mailing-Liste als Mitglieder
hinzufügen und weitere Mitglieder aus einer Textdatei importieren.

Mitglieder
Sie sehen hier sämtliche Mitglieder einer Mailing-Liste, mit ihrer E-Mail Ad-
resse und dem vollen Namen, auf einen Blick. Über die Schaltflächen Hinzu-
fügen oder Entfernen können Sie neue Mitglieder manuell hinzufügen bzw.
Mitglieder wieder entfernen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Mailing-Listen Dialog Seite 68

Importieren
Über diese Schaltfläche können Sie Mitglieder aus einer Textdatei importie-
ren. Im folgenden Dialogfenster geben Sie den Dateinamen an, aus der die
Mitglieder importiert werden sollen. Zusätzlich müssen Sie noch die Reihen-
folge angeben, aus der sich die Einträge zusammensetzen (z.B. Name, E-
Mail-Adresse oder umgekehrt). Weiterhin müssen Sie das Trennzeichen an-
geben, dass den Namen von der E-Mail-Adresse trennt und das Begren-
zungszeichen, dass die einzelnen Einträge voneinander trennt.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Mailing-Listen Dialog Seite 69

1.4.5.5. Hinzufügen einer Datei-Anlage zu einer Mailing-Liste


Dieser Abschnitt behandelt ausschließlich die Einstellungen im Register Da-
tei-Index des Dialogfeldes Mailing-Liste bearbeiten. Die Einstellungen in
dem Register Mailing-Liste werden unter dem Abschnitt Anle-
gen/Bearbeiten einer Mailing-Liste beschrieben. Die Einstellungen in dem
Register Optionen werden unter dem Abschnitt Optionen zur Mailing-Liste
und die Einstellungen im Register Mitglieder in dem Abschnitt Hinzufügen
von Mitgliedern zu einer Mailing-Liste beschrieben.

Hier werden alle verfügbaren Datei-Anlagen der aktuellen Mailing-Liste an-


gezeigt. Wählen Sie Hinzufügen, um eine neue Anlage hinzuzufügen. Sie
erhalten einen Dialog, wo Sie die Bezeichnung, den Dateinamen und den
Dateityp angeben können. Beim Dateityp handelt es sich zum einen um rei-
ne Textdateien (ASCII) und zum anderen um Binärdateien. Wenn Sie der
Liste eine Binärdatei als Anlage beifügen, dann müssen Sie in jedem Fall die
Option MIME-Kodiert senden auswählen. Anderenfalls ist eine Versendung
mittels SMTP nicht möglich.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Mailing-Listen Dialog Seite 70

1.4.5.6. Übersicht Listserver Befehle


Die Funktion des Listservers ist eine der wichtigsten Komponenten für das
Arbeiten mit Mailing-Listen. Der Listserver ist für die Ausführung von Listser-
ver-Befehlen zuständig. In MERCUR besitzt jede Domäne eine eigene List-
server-Adresse (z.B. listserv@domain.com). Alle Nachrichten, die für diese
Adresse eintreffen, werden mit einem speziellen Parser nach Befehlen
durchsucht und dann ausgeführt, falls die entsprechende Berechtigung vor-
handen ist. Auf diese Weise kann z.B. ein neues Mitglied durch eine einfa-
che Nachricht, die den Befehl SUBSCRIBE beinhaltet, einer Mailing-Liste
beitreten. Die Listserver-Funktion von MERCUR stellt folgende Befehle zur
Verfügung:

JOIN oder SUBSCRIBE


Die Kommandos join bzw. subscribe ermöglichen es Benutzern automa-
tisch einer Mailing-Liste beizutreten. Die Befehle werden nur akzeptiert,
wenn die Option Mitglieder hinzufügen in der Mailing-Liste aktiviert ist. An-
sonsten erhält der Eigentümer eine Nachricht mit der Anforderung.

Syntax:
join Listen-Name, [Mail-Adresse], [Name]
oder
subscribe Listen-Name, [Mail-Adresse], [Name]

Die Angaben in Klammern sind nicht zwingend erforderlich. Falls keine Mail-
Adresse und kein Name angegeben ist, werden die bekannten Werte ver-
wendet.

LEAVE oder UNSUBSCRIBE


Mit leave bzw. unsubscribe können Mitglieder der Mailing-Liste sich von
dieser abmelden.

Syntax:
leave Listen-Name, [Mail-Adresse]
oder
unsubscribe Listen-Name, [Mail-Adresse]

Die Angaben in Klammern sind nicht zwingend erforderlich. Falls keine Mail-
Adresse angegeben ist, wird der Eintrag des From:- Feldes aus dem Header
der Nachricht verwendet.

LISTS
Verwenden Sie diesen Befehl um eine Liste aller lokalen Mailing-Listen zu
erhalten, die auf diesem Server verwaltet werden.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Mailing-Listen Dialog Seite 71

Syntax:
lists

Dieser Befehl hat keine Argumente.

WHICH
Dieser Befehl zeigt Ihnen eine Auflistung aller lokalen Mailing-Listen, in de-
nen Sie als Mitglied registriert sind.

Syntax:
which [Mail-Adresse]

Die Angaben in Klammern sind nicht zwingend erforderlich. Falls keine Mail-
Adresse angegeben ist, wird der Eintrag des From:- Feldes aus dem Header
der Nachricht verwendet.

RECIPIENTS oder REVIEW


Die Befehle recipients und review erzeugen eine Liste aller Mitglieder der
Mailing-Liste, wenn dies erlaubt ist.

Syntax:
recipients Listen-Name
oder
review Listen-Name

INDEX
Mit dem Befehl index erhalten Sie eine Auflistung aller verfügbaren Datei-
Anlagen der angegebenen Mailing-Liste.

Syntax:
index Listen-Name

GET
Der Befehl get ermöglicht den Empfang von Dateien via E-Mail. Sie müssen
hier nur den Namen der Mailing-Liste und die gewünschte Datei angeben.

Syntax:
get Listen-Name Dateiname

HELP
Der HELP-Befehl liefert eine Beschreibung aller verfügbaren Befehle. Für
diesen Befehl gibt es keine weiteren Parameter.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Auto-Responder Dialog Seite 72

1.4.6. Der Dialog Auto-Responder

1.4.6.1. Übersicht Auto-Responder


Wenn Sie einem Benutzer einen Auto-Responder zuordnen, wird die einge-
hende Post für diesen Benutzer automatisch mit einem von Ihnen definierten
Standardprofil (Auto-Responder) beantwortet.

Der Dialog Auto-Responder zeigt Ihnen eine Auflistung der vorhandenen Au-
to-Responder mit dem Namen und der zugeordneten Domäne an. Sie haben
hier natürlich auch die Möglichkeit der alphabetischen Sortierung, die Sie
durch einen Klick auf ein Feld der Spaltenbeschriftung aktivieren. Die aktuel-
le alphabetische Sortierrichtung wird Ihnen in dem Feld der Spaltenbeschrif-
tung durch einen entsprechenden Dreieckspfeil angezeigt. Die Listbox Do-
mäne ermöglicht Ihnen die Anzeige aller Auto-Responder (-Alle Domänen-),
oder nur die einer ausgewählten Domäne. Zur Auswahl stehen Ihnen alle
vorhandenen Domänen. Haben Sie die Auswahl -Alle Domänen- gewählt, so
findet die alphabetische Sortierung unabhängig von den Domänen statt. Mit
dem Eingabefeld Filter wird die Anzeige der Auto-Responder auf den hier
eingegebenen Text beschränkt. Diese Funktion ermöglicht Ihnen so ein
schnelles Auffinden von bestimmten Auto-Respondern.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Auto-Responder Dialog Seite 73

Es stehen Ihnen hier gleichwohl die Schaltflächen Hinzufügen, Bearbeiten


und Entfernen in der Symbolleiste zur Verfügung, mit denen Sie Ihre Auto-
Responder bearbeiten und verwalten. Diese Funktionen stehen Ihnen auch
in dem Kontextmenü zur Übersicht der Auto-Responder zur Verfügung. Zur
Bearbeitung eines vorhandenen Auto-Responders doppelklicken Sie auf den
Eintrag und erhalten sofort den Dialog Auto-Responder bearbeiten ange-
zeigt. Sie nehmen hier Einstellungen zu dem Auto-Responder, dem Antwort-
text, dem Gültigkeitszeitraum und zu den Adressen, zu denen keine Auto-
Responder-Nachricht generiert werden soll, vor.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Auto-Responder Dialog Seite 74

1.4.6.2. Anlegen/Bearbeiten eines Auto-Responders


Auto-Responder dienen dazu, Antworten für bestimmte Aktionen automa-
tisch zu generieren und abzusenden. Sie können hier definieren, welcher
Standardtext bzw. welche Textdatei für die Beantwortung verwendet werden
soll, wo die Aufrufe protokolliert werden und für welche Adressen keine au-
tomatische Beantwortung durchgeführt werden soll.

Bezeichnung
Name
Geben Sie hier den Namen des Auto-Responders an. Diese Angabe kann
frei gewählt werden, da der Name ausschließlich für die Zuordnung verwen-
det wird.

Domäne
Global
Die Domäne bestimmt den Gültigkeitsbereich des Auto-Responders. Wählen
Sie Global, wenn der Auto-Responder für alle Benutzer auf dem lokalen
System zur Verfügung stehen soll. Die Angabe einer Domäne hat für die
Ausführung keine Bedeutung.

Bestimmte Domäne
Sie können den Auto-Responder einer bestimmten Domäne zuordnen. In
diesem Fall ist der Gültigkeitsbereich des Auto-Responders ausschließlich
auf diese Domäne beschränkt. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn für un-
terschiedliche Domänen Auto-Responder mit gleichem Namen existieren.

Beantworten mit
Textdatei
Wählen Sie hier die Textdatei aus, die den Nachrichtentext enthält. Sie kön-
nen diesen Text durch einfachen Klick auf die Schaltfläche Bearbeiten,
rechts vom Eingabefeld, öffnen und bearbeiten. Die Datei muss dem ASCII-
Standard entsprechen. Falls der Text Sonderzeichen enthält, muss eine ent-
sprechende MIME-Kodierung durchgeführt werden. Der Text kann außer-
dem Variablen (z.B. Subject aus Original-Nachricht) enthalten, die erst wäh-
rend der Ausführung vom System eingesetzt werden.

Text
Falls der Auto-Responder nur einen Kurztext verwenden soll (max. 260 Zei-
chen), können Sie diesen hier direkt eingeben. Eine Textdatei wird in diesem
Fall nicht benötigt. Auch hier können Variablen eingesetzt werden, die Ihnen
unter der Schaltfläche Felder zur Verfügung stehen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Auto-Responder Dialog Seite 75

Optionen
Hier legen Sie die Optionen für den Auto-Responder fest. Sie können
bestimmen, ob die Aufrufe des Auto-Responders protokolliert werden sollen,
und in welcher Textdatei dies geschehen soll. Im weiteren legen Sie den
Zeitraum fest, für den der Auto-Responder bestehen soll. Bestimmen Sie
auch die E-Mail-Adressen zu denen keine Auto-Responder-Nachrichten ver-
schickt werden sollen.

Ereignisse
Aufrufe protokollieren in Datei
Wenn diese Option aktiviert ist, werden sämtliche Aufrufe des Auto-
Reponders in der angegebenen Datei protokolliert. Betätigen Sie die dafür
vorgesehene Schaltfläche um eine existierende Datei auszuwählen.

Gültigkeit
Hier kann ein Zeitraum definiert werden, für den der Auto-Responder gültig
sein soll. Der Auto-Responder wird in diesem Fall nur dann ausgeführt wenn
sich der Ausführungszeitpunkt in diesem Bereich befindet.

Auto-Responder nach Ablauf löschen


Wenn diese Option aktiviert ist, wird der Auto-Responder nach Ablauf des
Gültigkeits-Zeitraumes automatisch gelöscht.

Auto-Responder nicht ausführen für...


Hier definieren Sie Adressen-Masken, die für diesen Responder ausge-
schlossen werden sollen. Wählen Sie die Schaltfläche Hinzufügen, um ei-
nen neuen Eintrag in die Liste aufzunehmen. Mit Entfernen kann ein nicht
mehr benötigter Eintrag aus der Liste entfernt werden. Sie können für die
Eingabe Platzhalterzeichen verwenden.

Beispiel: mailer-daemon*
Alle Adressen, die mit der Zeichenfolge mailer-daemon beginnen werden
ausgeschlossen (z.B. mailer-daemon@domain.com).

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Befehlsausführungen Dialog Seite 76

1.4.7. Der Dialog Befehlsausführung

1.4.7.1. Übersicht Befehlsausführungen


Durch das Senden von Nachrichten an die E-Mail-Adresse einer definierten
Befehlsausführung, können Sie Befehle auf Ihrem System ausführen. Im
Rahmen der automatischen Befehlsausführung (Executables) können Sie
u.a. via E-Mail, Benutzer verwalten oder Kennwörter ändern.

Der Dialog Befehlsausführungen zeigt Ihnen eine Auflistung der vorhande-


nen Befehlsausführungen mit der E-Mail Adresse und einer evtl. vorhande-
nen Beschreibung an. Sie haben hier natürlich die Möglichkeit der alphabeti-
schen Sortierung, die Sie durch einen Klick auf ein Feld der Spaltenbeschrif-
tung aktivieren. Die aktuelle alphabetische Sortierrichtung wird Ihnen in dem
Feld der Spaltenbeschriftung durch einen entsprechenden Dreieckspfeil an-
gezeigt. Die Listbox Domäne ermöglicht Ihnen die Anzeige aller Befehlsaus-
führungen (-Alle Domänen-), oder nur die einer ausgewählten Domäne.

Zur Auswahl stehen Ihnen alle vorhandenen Domänen. Haben Sie die
Auswahl -Alle Domänen- gewählt, so findet die alphabetische Sortierung un-
abhängig von den Domänen statt. Mit dem Eingabefeld Filter wird die An-
zeige der Befehlsausführungen auf den hier eingegebenen Text beschränkt.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Befehlsausführungen Dialog Seite 77

Diese Funktion ermöglicht Ihnen so ein schnelles Auffinden von bestimmten


Befehlsausführungen.

Es stehen Ihnen hier gleichwohl die Schaltflächen Hinzufügen, Bearbeiten


und Entfernen in der Symbolleiste zur Verfügung, mit denen Sie Ihre Be-
fehlsausführungen bearbeiten und verwalten. Diese Funktionen stehen Ih-
nen auch in dem Kontextmenü zur Übersicht der Befehlsausführungen zur
Verfügung. Zur Bearbeitung einer vorhandenen Befehlsausführung doppel-
klicken Sie auf den Eintrag und erhalten sofort den Dialog Befehlsausfüh-
rung bearbeiten angezeigt. Sie nehmen hier Einstellungen zu der Be-
fehlsausführungen, dem Programm das ausgeführt werden soll und zu den
Schlüsselwörtern vor.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Befehlsausführungen Dialog Seite 78

1.4.7.2. Anlegen/Bearbeiten einer Befehlsausführung


Befehlsausführungen werden verwendet um Befehle bzw. Programme auf
dem lokalen System auszuführen. Mit Hilfe von Schlüsselwörtern kann eine
gezielte Parameterübergabe an das entsprechende Programm erfolgen.
Dadurch ist es möglich, Vorgänge, wie z.B. ändern eines Kennwortes, per E-
Mail durchzuführen.

Adresse
Alias
Der offizielle Alias Name der Befehlsausführung innerhalb der E-Mail Adres-
se (z.B. changepass@domain.com).

Domäne
Der Name der Domäne innerhalb der E-Mail-Adresse, an die die Nachrich-
ten adressiert werden (z.B. changepass@domain.com).

Bezeichnung
Der Name der Befehlsausführung. Dieser Wert dient nur als Kommentar und
kann frei gewählt werden.

Ausführung
Programm
Geben Sie hier das Programm an, das beim Aufruf dieses Profils ausgeführt
werden soll. Es sind alle ausführbaren Dateien zulässig.

Argumente
Geben Sie hier die Argumente ein, die für die Ausführung des oben angege-
benen Programms verwendet werden sollen. Sie können hier feste Werte
einsetzen oder Variablen verwenden. Variablen beginnen und enden mit je-
weils zwei Prozentzeichen (z.B. %%subject%%). Sie können eigene Variab-
len definieren, die dann innerhalb des Nachrichtentextes als Schlüsselwort
gesucht werden. Folgende vordefinierte Variablen sind verfügbar:

%%From:%%
%%To:%%
%%Subject:%%
%%Date:%%
%%Message-Id:%%
%%Reply-To:%%
%%MIME-Version:%%
%%Contend-Type:%%

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Befehlsausführungen Dialog Seite 79

%%Contend-Transfer-Encoding:%%
%%X-Mailer:%%
%%Messagefile-Name:%%

Werden mehrere Argumente eingegeben, so sind diese durch ein Leerzei-


chen zu trennen.

Bei den oben genannten Variablen handelt es sich um Angaben aus den
Nachrichten-Header. Die Variable %%Messagefile-Name:%% spezifiziert die
Datei, in der die gesamte Nachricht gespeichert ist.

Nachrichten in lokalem Postfach speichern


Normalerweise werden Nachrichten an Befehlsausführungen nicht in lokale
Postfächer abgelegt. Wählen Sie diese Option, um den Nachrichtentext
trotzdem in einem Postfach zu speichern. Dies ist sinnvoll, wenn für die Pro-
grammausführung der Inhalt der jeweiligen Nachricht benötigt wird.

Schlüsselwörter
Ausführung unabhängig von Schlüsselwörtern
Wenn Sie diese Option wählen, wird der Nachrichtentext nicht nach eventu-
ell definierten Variablen durchsucht. Die Anwendung kann nur mit festen Ar-
gumenten oder vordefinierten Variablen ausgeführt werden.

Ausführung abhängig von folgenden Definitionen im Text


Mit dieser Option wird der Nachrichtentext nach selbst definierten Variablen
durchsucht. Die Variablen müssen in der gleichen Reihenfolge erscheinen,
wie sie in der Argumentenzeile definiert wurde.

Beispiel
Name: %%username%%
Altes Kennwort: %%oldpass%%
Neues Kennwort: %%newpass%%

Diese Definition kann für die Änderung von Kennwörtern via E-Mail verwen-
det werden. Die Bezeichnung zu %%username%%, %%oldpass%% und
%%newpass%% ist für die Ausführung unerheblich.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Externe Post-Konten Dialog Seite 80

1.4.8. Der Dialog Externe Post-Konten

1.4.8.1. Übersicht Externe Post-Konten


Falls Sie Ihre Nachrichten nicht automatisch von Ihrem Internet-Provider ü-
bermittelt bekommen, können Sie den MERCUR Mailserver damit beauftra-
gen, die Post in bestimmten Zeitabständen für Sie abzurufen. Mit MERCUR
können Sie externe Post-Konten auf verschiedenen Mail-Server verwalten.
Solche externen Post-Konten können jedem Benutzer separat zugewiesen
oder benutzerunabhängig als gemeinsam benutztes Konto (Sammelkonto)
verwaltet werden. In diesem Fall wird MERCUR die wartenden Nachrichten
abrufen und auf Ihrem System in die entsprechenden lokalen Postfächer der
jeweiligen Benutzer automatisch verteilen. Wenn Sie mehreren Benutzern
ein externes Postkonto auf ein und dem selben Mailserver zugewiesen ha-
ben, so reicht es zum abholen der Nachrichten völlig aus, wenn Sie einem
Benutzer ein externes Postfach zuweisen und zur Anmeldung den Namen
des Benutzerkontos angeben. Es werden dann alle externen Postkonten auf
diesem Mailserver mit einem Vorgang abgerufen.

Der Dialog Externe Post-Konten zeigt Ihnen eine Auflistung der vorhande-
nen externen Post-Konten mit dem Namen, der zugeordneten Domäne und
dem Server auf dem sich das zugehörige Post-Konto befindet, an. Sie ha-
ben hier natürlich auch die Möglichkeit der alphabetischen Sortierung, die

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Externe Post-Konten Dialog Seite 81

Sie durch einen Klick auf ein Feld der Spaltenbeschriftung aktivieren. Die ak-
tuelle alphabetische Sortierrichtung wird Ihnen in dem Feld der Spaltenbe-
schriftung durch einen entsprechenden Dreieckspfeil angezeigt. Die Listbox
Domäne ermöglicht Ihnen die Anzeige aller externer Post-Konten (-Alle Do-
mänen-), oder nur die einer ausgewählten Domäne. Zur Auswahl stehen Ih-
nen alle vorhandenen Domänen. Haben Sie die Auswahl -Alle Domänen-
gewählt, so findet die alphabetische Sortierung unabhängig von den Domä-
nen statt. Mit dem Eingabefeld Filter wird die Anzeige der externen Post-
Konten auf den hier eingegebenen Text beschränkt. Diese Funktion ermög-
licht Ihnen so ein schnelles Auffinden von bestimmten externen Post-
Konten.

Es stehen Ihnen hier gleichwohl die Schaltflächen Hinzufügen, Bearbeiten


und Entfernen in der Symbolleiste zur Verfügung, mit denen Sie Ihre exter-
nen Post-Konten bearbeiten und verwalten. Diese Funktionen stehen Ihnen
auch in dem Kontextmenü zur Übersicht der externen Post-Konten zur Ver-
fügung. Zur Bearbeitung eines vorhandenen externen Post-Kontos doppel-
klicken Sie auf den Eintrag und erhalten sofort den Dialog Externes Postkon-
to bearbeiten angezeigt. Sie nehmen hier Einstellungen zu dem externen
Post-Konten, der Anmeldung, der Zeitplanung und zu den Optionen vor.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Externe Post-Konten Dialog Seite 82

1.4.8.2. Anlegen/Bearbeiten eines externen Post-Kontos


Externe Post-Konten sind Benutzerkonten auf externen POP3- bzw. IMAP4
Servern. Sie können MERCUR damit beauftragen, in regelmäßigen Abstän-
den auf dem entsprechenden Server nachzuprüfen, ob Post für einen be-
stimmten Benutzer eingetroffen ist. Weiterhin können gemeinsam benutzte
Postfächer (Sammelkonto) abgefragt und die erhaltenen Nachrichten in die
verschiedenen Benutzer-Postfächer auf dem lokalen System verteilt werden.

Entferntes Konto
Beschreibung
Geben Sie hier einen Namen für diese Konto an. Diese Angabe kann frei
gewählt werden, da der Name ausschließlich für die Zuordnung verwendet
wird.

auf Server
Geben Sie hier den Namen oder die IP-Adresse des Mailservers an, auf
dem das externe Post-Konto verwaltet wird.

Domäne
Global
Die Domäne bestimmt den Gültigkeitsbereich des externen Post-Kontos.
Wählen Sie Global, wenn das externe Post-Konto für alle Benutzer auf dem
lokalen System zur Verfügung stehen soll. Die Angabe einer Domäne hat für
die Ausführung keine Bedeutung.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Externe Post-Konten Dialog Seite 83

Bestimmte Domäne
Sie können dem externen Post-Konto eine bestimmte Domäne zuordnen. In
diesem Fall ist der Gültigkeitsbereich des jeweiligen externen Post-Kontos
ausschließlich auf diese Domäne beschränkt. Dies ist vor allem dann sinn-
voll, wenn für unterschiedliche Domänen externe Post-Konten mit gleichem
Namen existieren.

Anmeldung
Name des Benutzerkontos verwenden
Wenn diese Option aktiviert ist, wird bei einer benutzerspezifischen POP3-
bzw. IMAP4-Abfrage der Anmeldename des lokalen Benutzer-Kontos ver-
wendet. Diese Option ist nur verfügbar, wenn es sich NICHT um ein ge-
meinsam benutztes Konto handelt.

Alias des Benutzerkontos verwenden


Wenn diese Option aktiviert ist, wird bei einer benutzerspezifischen POP3-
bzw. IMAP4-Abfrage der Alias des lokalen Benutzer-Kontos verwendet. Die-
se Option ist nur verfügbar, wenn es sich NICHT um ein gemeinsam benutz-
tes Konto handelt.

Spezielle Anmeldung
Diese spezielle Anmeldung ermöglicht den Zugriff auf ein gemeinsam be-
nutztes POP3- bzw. IMAP4-Postkonto.

Name
Geben Sie hier den Namen an, der für die Anmeldung auf dem externen
POP3- bzw. IMAP4 Server verwendet werden soll.

Kennwort
Geben Sie hier das Kennwort an, das für die Anmeldung auf dem externen
POP3- bzw. IMAP4 Server verwendet werden soll.

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Der Externe Post-Konten Dialog Seite 84

Zeitplanung
Bestimmen Sie hier, wann und in welchen Zeitabständen das externe Post-
Konto abgefragt werden soll. Durch die integrierte Zeitplanfunktion von
MERCUR kann die Aktualisierung des externen Post-Kontos sehr detailliert
eingestellt werden. Es ist somit problemlos möglich eine Aktualisierung z.B.
tagsüber zwischen 8:00 und 18:00 alle 15 Minuten, nachts alle 2 Stunden
und am Wochenende nur zweimal am Tag durchzuführen.

Schaltfläche Hinzufügen oder Bearbeiten


Wählen Sie die Schaltfläche Hinzufügen, um einen neuen Aktualisierungs-
auftrag zu erstellen, oder die Schaltfläche Bearbeiten um einen bestehen-
den ausgewählten Auftrag zu ändern.

Schaltfläche Ausführen
Durch die Betätigung dieser Schaltfläche wird das Abrufen der Nachrichten
des aktuellen externen Post-Kontos sofort ausgeführt. Bei der Verwendung
einer DFÜ-Verbindung wird diese sofort aufgebaut.

Wochentage
Der Aktualisierungsauftrag kann hier den entsprechenden Wochentagen zu-
geordnet werden. Wenn kein Tag ausgewählt ist, wird der Auftrag niemals
ausgeführt.

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Der Externe Post-Konten Dialog Seite 85

Häufigkeit
Einmalig, bei Start
Wählen Sie diese Option, um die Aktualisierung bei Programmstart des
Mailservers durchzuführen. Diese Einstellung ist nur dann sinnvoll, wenn der
Server jeden Tag neu hochgefahren wird. Falls Sie eine DFÜ-Verbindung
verwenden wird diese sofort aktiviert.

Einmalig, um ...
Diese Option erlaubt es eine genaue Uhrzeit für die Abfrage des externen
Post-Kontos zu bestimmen. Die Angabe der Uhrzeit erfolgt hier im 24-
Stunden Format. Falls Sie eine DFÜ-Verbindung verwenden, wird diese zu
diesem Zeitpunkt aktiviert.

Wiederholt alle...
Hier können Sie den Zeitintervall festlegen, in dem die Aktualisierung wie-
derholt werden soll. Die Angabe kann in Minuten oder Stunden erfolgen. In
einer weiteren Option können Sie bestimmen, ob die Aktualisierung den
ganzen Tag über erfolgen soll, oder nur innerhalb eines fest definierten Zeit-
raumes. Die Angaben für die Uhrzeit erfolgen auch hier im 24-Stunden For-
mat. Falls Sie eine DFÜ-Verbindung verwenden wird diese zu diesen Zeit-
punkten aktiviert.

Nachrichtengröße
Diese Option dient zur Begrenzung der maximalen Nachrichtengröße, die
bei dieser Aktualisierung berücksichtigt werden soll. Geben Sie hier einen
Wert in KByte vor. Falls hier ein Maximalwert gewählt wurde, dann werden
größere Nachrichten auf dem Server zurückgelassen.

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Der Externe Post-Konten Dialog Seite 86

Optionen
Mail-Header nach Empfängern durchsuchen (Gemeinsames Konto)
Wenn diese Option aktiviert ist, wird das hier definierte POP3- bzw. IMAP4
Konto als gemeinsam benutztes Konto (Sammelkonto) interpretiert. Die so-
mit erhaltenen Nachrichten werden aufgrund von Angaben im Nachrichten-
Header in die jeweiligen Postfächer auf dem lokalen System verteilt. Sie
können hier die Header-Felder auswählen, die nach Empfänger-Adressen
durchsucht werden sollen.

Nachrichten am Server löschen


Wählen Sie diese Option, wenn die Nachrichten nach erfolgreichem Emp-
fang auf dem externen Server gelöscht werden sollen. Bei Verwendung von
POP3 ist diese Option in den meisten Fällen aktiviert. Falls Sie diese Option
nicht verwenden, dann sollten Sie in jedem Fall die Option Nur ungelesene
Nachrichten empfangen aktivieren.

Nur ungelesene Nachrichten empfangen


Wählen Sie diese Option, um die Überprüfung der Nachrichten-ID einzu-
schalten. Dadurch wird der Empfang von doppelten Nachrichten verhindert.
Diese Option ist nur dann sinnvoll, wenn Nachrichten am Server löschen
NICHT eingeschaltet ist.

Synchronisation mit dem Postausgang


Wenn diese Option aktiviert ist, wird die Abfrage für das externe Post-Konto
immer dann ausgeführt, wenn auch der Postausgang aktualisiert wird. Da-
durch kann erreicht werden, dass die unterschiedlichen Dienste die gleiche
DFÜ-Verbindung verwenden. Diese Option ist bei Netzwerkverbindungen

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Externe Post-Konten Dialog Seite 87

eher nicht zu empfehlen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statische Routen Dialog Seite 88

1.4.9. Der Dialog Statische Routen

1.4.9.1. Übersicht Statische Routen


Mit Statischen Routen können eingehende Nachrichten für bestimmte Ad-
ressen an andere Mail-Server bzw. Domänen weitergeleitet werden. Dies ist
speziell in größeren Netzwerkumgebungen, auf dem Mail-Benutzer von
mehreren Mail-Servern verwaltet werden, eine sinnvolle Funktionalität. Stati-
sche Routen sind enorm wichtig um ein gezieltes Weiterleiten von Nachrich-
ten zu ermöglichen. Es ist möglich, Mehrfach-Filter für jedes einzelne Hea-
der-Feld festzulegen und in die Auswertung zu integrieren. Über sogenannte
virtuelle Postausgänge kann ein zeitgesteuertes Weiterleiten an andere
Mail-Systeme problemlos realisiert werden. Für die Definition der Filter-
Eigenschaften stehen hier sämtliche Header-Felder, sowie der sendende
Host, die Nachrichtengröße, die Absenderadresse und die Zieladresse zur
Verfügung. Statische Routen werden grundsätzlich zuerst verarbeitet, d.h.
nach erfolgreicher Auswertung durch eine statische Route ist eine Weiter-
verarbeitung auf dem lokalen System u.U. nicht mehr nötig.

Die Abarbeitung der statischen Routen erfolgt in der alphabetischen Reihen-


folge der Routennamen. Hieraus folgt, dass Routen mit sehr speziellen Fil-
tern die obersten Positionen in der alphabetischen Reihenfolge beinhalten

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statische Routen Dialog Seite 89

sollten. Dies stellt sicher, dass Routen mit globalen Filtern nicht die Nach-
richten herausfiltern, die eigentlich von einer speziellen Route herausgefiltert
werden sollen.
Der Dialog Statische Routen zeigt Ihnen eine Auflistung der vorhandenen
Statische Routen mit dem Namen, der Weiterleitungs-Adresse und dem Typ
an. Sie haben hier natürlich auch die Möglichkeit der alphabetischen Sortie-
rung, die Sie durch einen Klick auf ein Feld der Spaltenbeschriftung aktivie-
ren. Die aktuelle alphabetische Sortierrichtung wird Ihnen in dem Feld der
Spaltenbeschriftung durch einen entsprechenden Dreieckspfeil angezeigt.

Es stehen Ihnen hier gleichwohl die Schaltflächen Hinzufügen, Bearbeiten


und Entfernen in der Symbolleiste zur Verfügung, mit denen Sie Ihre stati-
schen Routen bearbeiten und verwalten. Diese Funktionen stehen Ihnen
auch in dem Kontextmenü zur Übersicht der statischen Routen zur Verfü-
gung. Zur Bearbeitung einer vorhandenen statischen Route doppelklicken
Sie auf den Eintrag und erhalten sofort den Dialog Statische Route bearbei-
ten angezeigt. Sie nehmen hier Einstellungen zu der statischen Route, den
verwendeten Filtern und zu den Server-Optionen vor.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statische Routen Dialog Seite 90

1.4.9.2. Anlegen/Bearbeiten einer Statischen Route


Register Statische-Route
Name
Geben Sie hier einen Namen für diese Route ein. Diese Angabe kann frei
gewählt werden, legt jedoch die Position innerhalb der vorhandene Routen
fest. Die Abarbeitung der statischen Routen erfolgt in der alphabetischen
Reihenfolge der Routennamen

Ausführung
Hier können Sie bestimmen welche Aktion bei Übereinstimmung aller Filter-
kriterien durchgeführt werden soll. Folgende Auswahlmöglichkeiten stehen
Ihnen hierbei zur Verfügung:

Weiterleiten an <mail-adresse>
Sämtliche eingehenden Nachrichten, bei denen die Filterkriterien zutreffen,
werden an die angegebene Mail-Adresse weitergeleitet. Es ändert sich die
gesamte Mail-Adresse.

Weiterleiten an <mail-domäne>
Sämtliche eingehenden Nachrichten, bei denen die Filterkriterien zutreffen,
werden an die angegebene Domäne weitergeleitet. Hier ändert sich nur der
Domänenname, der Alias bleibt unverändert.

Weiterleiten an <entfernten mailserver>


Wählen Sie diese Option, um sämtliche eingehenden Nachrichten, bei de-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statische Routen Dialog Seite 91

nen die Filterkriterien zutreffen, an einen anderen Mailserver weiterzuleiten.


Die Originaladresse bleibt in diesem Fall komplett erhalten. Für den Zeit-
punkt und den Weg der Weiterverarbeitung stehen unter der Rubrik Host-
Optionen weitere Einstellungen zur Verfügung.

Weiterleiten an <original domäne als mailserver>


Diese Option funktioniert grundsätzlich wie oben beschrieben. Hier wird al-
lerdings kein bestimmter Mailserver angegeben. Der Domänenname der
Zieladresse wird hier als Name des Zielservers interpretiert.

Löschen !
Wenn diese Option aktiviert ist, findet keine weitere Verarbeitung statt. Ein-
gehende Nachrichten, die den angegebenen Filterkriterien entsprechen,
werden gelöscht.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statische Routen Dialog Seite 92

Adresse
Geben Sie hier die benötigte Mail Adresse, die Mail-Domäne oder den ent-
fernten Mailserver an. Haben Sie die Option original domäne als mailserver
ausgewählt, so ist hier keine Angabe erforderlich.

Register Filter
Sie geben hier die Filterkriterien vor die überprüft werden und bei deren zu-
treffen die Nachricht an die angegebene Adresse weitergeleitet wird. Sie
können zwischen von Ihnen definierten Standard-Filtern und installierbaren
Filtern wählen.

Standard-Filter verwenden
Hier wird festgelegt nach welchen Kriterien eingehenden Nachrichten über-
prüft werden. Die Route wird nur dann aktiv, wenn sämtliche Kriterien erfüllt
sind. Für die Definition der Filter-Eigenschaften stehen sämtliche Header-
Felder, sowie der sendende Host, die Nachrichtengröße, die Absenderad-
resse und die Zieladresse zur Verfügung. Wählen Sie die Schaltfläche Hin-
zufügen um einen neuen Filter zu generieren. Der Dialog Filter bearbeiten
dient zur Definition von Filtereinträgen.

Installierbaren Filter verwenden


MERCUR bietet Ihnen die Möglichkeit benutzerspezifische Filter zu verwen-
den. Es handelt sich hierbei um Programmbibliotheken (DLL), die einen be-
stimmten Einsprungspunkt enthalten. MERCUR wird dann bei Bedarf die

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statische Routen Dialog Seite 93

Weiterverarbeitung von Nachrichten an diese DLL übergeben. Es ist somit


möglich eigene Funktionen in die Kette der standardmäßigen Nachrichten-
verarbeitung zu integrieren. Die Realisierung von eigenen Gateways dürfte
damit auf relativ einfache Weise realisierbar sein.

Eine derartige DLL muss die folgende Einsprungprozedur enthalten:

BOOL WINAPI MCRFilterProc(MCR_FILTER_DATA FAR *data)

Die Definition der Struktur <MCR_FILTER_DATA> setzt sich fol-


gendermaßen zusammen:

typedef struct
{
char szOrigAddress[255]; // Absenderadresse
char szRecipAddress[255]; // Empfängeradresse(n)
char szFileName[260]; // Temporäre Datei, die die
aktuelle Mail enthält

HANDLE hTempFile; // Handle der bereits geöffne-


ten Temporärdatei

} MCR_FILTER_DATA;

Die Funktion MCRFilterProc hat die Möglicheit die Absender- und Empfän-
geradresse, sowie den Inhalt der Nachricht zu modifizieren. Der Rückgabe-
wert ist vom Typ BOOL und hat folgende Bedeutung:

FALSE Es ist keine Weiterverarbeitung von MERCUR mehr erforderlich.


TRUE MERCUR muss die Weiterverarbeitung dieser Nachricht mit den
Daten aus der MCR_FILTER_DATA Struktur fortsetzen.

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Der Statische Routen Dialog Seite 94

1.4.9.3. Anlegen/Bearbeiten eines Standard-Filters


Hier wird festgelegt nach welchen Kriterien die eingehenden Nachrichten
überprüft werden. Die Route wird nur dann aktiv, wenn sämtliche Kriterien
erfüllt sind. Für die Definition der Filter-Eigenschaften stehen sämtliche Hea-
der-Felder, sowie der sendende Host, die Nachrichtengröße, die Absender-
adresse und die Zieladresse zur Verfügung. Wählen Sie die Schaltfläche
Hinzufügen um einen neuen Filter zu generieren.

Operator
Mit den beiden Schaltflächen UND sowie ODER werden in erster Linie zwei
Filtereinträge miteinander verknüpft. Diese Schaltflächen können erst ab
dem zweiten Filtereintrag aktiviert werden. Sie legen hiermit fest, wie die un-
terschiedlichen Filtereinträge zusammenwirken. Ist UND ausgewählt müssen
beide verknüpften Bedingungen erfüllt sein, damit die Route aktiv wird. Im
Falle von ODER reicht die Erfüllung eines der Kriterien aus.

Bedingungen
Header-Feld
Zur Auswertung stehen sämtliche Felder des Mail-Headers, sowie die Emp-
fänger- und Zieladresse zur Verfügung. Sie können hier festlegen, ob eines
dieser Felder ganz oder teilweise mit den angegebenen Werten überein-
stimmen soll, damit die Bedingung erfüllt ist.

Von Host
Geben Sie hier den Namen oder die Adresse des Computers an, von dem
die Nachricht zugestellt wird. Stimmt diese Adresse mit der Adresse des
sendenden Computers überein, dann ist die Bedingung erfüllt.

Nachrichtengröße
Hier kann die Größe der eingehenden Nachricht zur Bedingung gemacht
werden. Wenn die Nachrichtengröße im Rahmen des angegebenen Wertes
liegt, ist die Bedingung erfüllt. Geben Sie ein Kriterium und einen Wert in
KByte ein.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statische Routen Dialog Seite 95

1.4.9.4. Einstellungen der Server-Optionen


Diese Optionen sind nur dann verfügbar, wenn Sie die Optionen weiterleiten
an entfernten mailserver oder an original domäne als mailserver ausge-
wählt haben.

Verbindung
Warten bis der entfernte Computer die Verbindung öffnet
Wenn diese Option ausgewählt ist werden sämtliche Nachrichten, für die die
Route zuständig ist, zwischengespeichert und genau dann weitergeleitet,
wenn der Zielserver gerade eine Verbindung zum lokalen System aufbaut.

Warten bis der entfernte Computer eine ETRN-Anfrage sendet


Wenn diese Option ausgewählt werden soll, so muss in jedem Fall das
ESMTP-Protokoll zur Verwendung aktiviert sein. Aktivieren Sie diese Option,
wenn die Weiterleitung der zwischengespeicherten Nachrichten durch eine
ETRN-Anfrage des Zielservers gestartet werden soll. Hierfür muss der Name
der Warteschleife (Nodename) unbedingt angegeben werden.

Achtung: Da der Nodename in Verbindung mit ETRN unverschlüsselt ü-


bermittelt wird, ist bei diesem Verfahren keine 100%-tige Sicherheit gege-
ben.

DFÜ-Verbindung verwenden
Wählen Sie hier das entsprechende DFÜ-Profil aus, das für den Verbin-
dungsaufbau zu dem entfernten Server verwendet werden soll. Die Angaben

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Der Statische Routen Dialog Seite 96

für Anmeldename und Kennwort beziehen sich in diesem Fall auf die Netz-
werkanmeldung.

Zeitplanung
Bestimmen Sie hier, wann und in welchen Zeitabständen ausgehende Nach-
richten für diese Route versendet werden sollen. Durch die integrierte Zeit-
planfunktion in MERCUR kann die Weiterleitung detailliert eingestellt wer-
den. Es ist somit problemlos möglich die statische Route z.B. tagsüber zwi-
schen 8:00 und 18:00 alle 15 Minuten, nachts alle 2 Stunden und am Wo-
chenende nur zweimal am Tag zu aktualisieren. Außerdem ist eine Aktuali-
sierung mittels Trigger möglich, d.h. die Weiterleitung findet dann statt wenn
der Zielserver gerade eine Verbindung zum lokalen System aufbaut.

Wählen Sie die Schaltfläche Hinzufügen, um einen neuen Aktualisierungs-


auftrag hinzuzufügen. Der Dialog Auftrag bearbeiten..., dient zur Definition
von Zeitplanaufträgen. Die hier verfügbaren Optionen haben folgende Be-
deutung:

Wochentage
Der Aktualisierungsauftrag kann hier den entsprechenden Wochentagen zu-
geordnet werden. Wenn kein Tag ausgewählt ist, wird der Auftrag niemals
ausgeführt.

Ausführung
Sofort, wenn die Nachricht eintrifft
Wählen Sie diese Option, um eintreffende Nachrichten sofort weiterzuleiten.
Falls Sie eine DFÜ-Verbindung verwenden wird diese sofort aktiviert.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statische Routen Dialog Seite 97

Wenn der Postausgang mehr als ... Nachrichten enthält


Mit dieser Option können Sie festlegen dass der Postausgang aktualisiert
werden soll, wenn eine bestimmte Anzahl von Nachrichten auf die Zustel-
lung wartet.

Einmalig um
Diese Option erlaubt es eine genaue Uhrzeit für die Aktualisierung vor-
zugeben. Die Angabe der Uhrzeit erfolgt im 24-Stunden Format.

Wiederholt alle
Hier können Sie das Zeitintervall festlegen, in dem die Aktualisierung wie-
derholt werden soll. Die Angabe kann in Minuten oder Stunden erfolgen. In
einer weiteren Option können Sie definieren, ob die Aktualisierung den gan-
zen Tag über erfolgen soll, oder nur innerhalb eines fest definierten Zeitrau-
mes. Die Angaben für die Uhrzeit erfolgen im 24-Stunden Format.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 98

1.4.10. Fax-/Pager-Gateway

1.4.10.1. Übersicht Fax-/Pager-Gateway

Fax-Gateway
Das integrierte MERCUR Fax-Gateway ist eine Schnittstelle zwischen E-Mail
und standardmäßigen Fax-Geräten. Damit ist es möglich, eingehende Nach-
richten zu empfangen und nach Maßgabe von speziellen Routen an Fax-
Nummern weiterzuleiten. Außerdem können auf dem umgekehrten Weg Fa-
xe empfangen und diese via E-Mail weiterverarbeitet werden. Das MERCUR
Fax-Gateway ist kompatibel mit allen handelsüblichen Modems die die Fax-
klasse 2 und ISDN-Karten, die das T.30-Protokoll unterstützen. Die Fax-
Übertragung erfolgt gemäß dem Gruppe 4 Standard.

Versenden von Fax-Nachrichten über vordefinierte Profile


Über vordefinierte Profile kann detailliert definiert werden, welche Nachrich-
ten vom Fax-Gateway angenommen und per Fax versendet werden. Durch
spezielle Filter können eingehende Nachrichten ausgewählt und dann an
vordefinierte bzw. automatisch ermittelte Fax-Nummern versendet werden.

Fax-Empfang und Weiterverarbeitung via E-Mail


Im Empfangsmodus werden Fax-Nachrichten von herkömmlichen Faxgerä-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 99

ten entgegengenommen. Diese werden dann als E-Mail (MIME Format) um-
gewandelt und an zuvor definierte Mail-Adressen weitergeleitet.

Verwendung von Vorlagen


Die einzelnen Fax-Profile arbeiten beim Versenden von Fax-Nachrichten mit
vordefinierten Vorlagen. Bei diesen Vorlagen handelt es sich um Textdatei-
en, die bereits bestimmte Textelemente bzw. Formatierungen enthalten.
Durch Variablen können bestimmte Felder (z.B. Absender-Adresse) in das
Fax-Dokument integriert werden.

Unterstützung von analogen Modems und ISDN-Karten


Der Versand von Fax-Nachrichten kann über ein analoges Modem (Faxklas-
se 2), sowie über eine ISDN-Karte durchgeführt werden. Bei Verwendung
einer ISDN-Karte ist darauf zu achten, dass Ihre Karte das T.30-Protokoll
unterstützt.

Detaillierte Protokollfunktionen
Das MERCUR Fax-Gateway verfügt über umfangreiche Protokollfunktionen,
die es ermöglichen, sämtliche Vorgänge zu überwachen. Das Protokoll kann
Hinweise auf eventuelle Fehlerquellen wiedergeben oder etwa den gesam-
ten Datentransfer dokumentieren.

SMS/Pager-Gateway
Das MERCUR SMS/Pager-Gateway dient als Schnittstelle zwischen E-Mail
und SMS-fähigen Geräten sowie Pagern. Damit ist es möglich, eingehende
Nachrichten zu empfangen und nach Maßgabe von speziellen Routen an
Mobiltelefone bzw. Pager weiterzuleiten.

Das MERCUR SMS/Pager-Gateway ist kompatibel mit allen handelsüblichen


analogen Modems sowie ISDN-Karten. Die Nachrichtenübertragung erfolgt
gemäß den Protokollen TAP (Telocator Alpha-Paging Protocol) und UCP
(Universal Computer Protocol).

Versenden von SMS-Nachrichten über vordefinierte Profile


Über vordefinierte Profile kann detailliert definiert werden, welche Nachrich-
ten vom SMS/Pager-Gateway angenommen und per SMS versendet wer-
den. Durch spezielle Filter können eingehende Nachrichten ausgewählt und
an vordefinierte bzw. automatisch ermittelte Mobiltelefon- bzw. Pager-
Nummern versendet werden.

Verwendung von vordefinierten Diensteanbietern


Die jeweiligen Dienstanbieter verwenden unterschiedliche Einstellungen und
Geräteparameter zum Versenden von SMS-Nachrichten. Diese können in

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 100

entsprechenden Vorlagen definiert und beim Nachrichtenversand zur auto-


matischen Ermittlung des Anbieters verwendet werden.

Unterstützung von analogen Modems und ISDN-Karten


Der Versand von SMS-Nachrichten kann über ein analoges Modem aber
auch über eine ISDN-Karte erfolgen. Bei Verwendung einer ISDN-Karte ist
darauf zu achten, dass der Dienstanbieter den Nachrichtenversand über das
X.75 Übertragungsprotokoll unterstützt.

Detaillierte Protokollfunktionen
Das MERCUR SMS/Pager-Gateway verfügt über umfangreiche Protokoll-
funktionen, die es ermöglichen, sämtliche Vorgänge zu überwachen. Das
Protokoll kann Hinweise auf eventuelle Fehlerquellen wiedergeben oder et-
wa den gesamten Datentransfer dokumentieren.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 101

1.4.10.2. Anlegen/Bearbeiten eines Fax-/Pager Profiles


Die Weiterleitung von E-Mail an Fax- und SMS/Pager-Adressen erfolgt über
definierte Routing-Profile. Mit diesen Profilen wird exakt festgelegt, ob es
sich um eine Fax-Route oder um eine SMS-/Pager-Route handelt.

Bei einer Fax-Route wird festgelegt welche Nachrichten als Fax versendet
werden sollen und welche Fax-Nummer dafür verwendet wird. So können
Sie z.B. feste Fax-Zielnummern definieren oder die Zielnummer automatisch
aus der eingehenden Nachricht ermitteln lassen. Für den Sendebetrieb (E-
Mail to Fax) ist mindestens ein Fax-Profil erforderlich.

Bei einer SMS/Pager-Route wird festgelegt, welche Nachrichten als SMS-


Pager Nachricht versendet werden sollen und welche Rufnummer dafür
verwendet wird. So können Sie z.B. feste Zielnummern definieren oder die
Zielnummer automatisch aus der eingehenden Nachricht ermitteln lassen.
Für den Sendebetrieb ist mindestens ein Profil erforderlich.

Mit den Schaltflächen Hinzufügen, Bearbeiten und Entfernen können Pro-


file hinzugefügt, bearbeitet und gelöscht werden.

Bezeichnung
Name
Dieses Feld enthält den Namen des Profils. Dieser dient ausschließlich zur
Identifikation des jeweiligen Profils und ist frei wählbar.

Typ
Wählen Sie hier den Routen-Typ aus. Ist der Routen-Typ SMS/Pager-Route
ausgewählt, so erscheint als nächste Option Provider. Wird der Routen-Typ
Fax-Route ausgewählt, so wechselt die Option Provider zur Option Vorlage.

Provider
Hier können Sie eine Provider-Definition auswählen, die in Verbindung mit
einer SMS/Pager-Route Profil verwendet werden soll. Alle ausgehenden
SMS-Nachrichten werden dann entsprechend den Einstellungen aus diesem
Profil behandelt. Falls hier die Option Automatisch ermitteln ausgewählt
ist, wird der zuständige Provider aufgrund der Vorwahl innerhalb der Ziel-
nummer automatisch ermittelt.

Vorlage
Hier können Sie eine Fax-Vorlage auswählen, die in Verbindung mit einer
Fax-Route verwendet werden soll. Mit Hilfe dieser Vorlage erhält das Fax-
Dokument ein zuvor festgelegtes Erscheinungsbild. Wenn keine Vorlage

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 102

ausgewählt ist, wird der Nachrichtentext ohne besondere Formatierung ver-


sendet.

Filter
Annehmen wenn...
Durch den hier eingestellten Filter wird festgelegt welche Nachrichten für
das SMS/Pager- bzw. dem Fax-Gateway bestimmt sind. Die Filterfunktion
überprüft in erster Linie die Adressierung der eingehenden Nachrichten.
Wenn z.B. alle eingehenden Nachrichten, die an die fiktive Domäne pa-
ger.domain.com gerichtet sind, als SMS-Nachricht versendet werden sol-
len, dann müsste der eingestellte Filter folgendermaßen aussehen:

Annehmen wenn Empfänger-Adresse endet mit Suchtext:


pager.domain.com

Wenn z.B. alle eingehenden Nachrichten, die an die fiktive Domäne


fax.domain.com gerichtet sind, als Fax weiterverarbeitet werden sollen,
dann müsste der eingestellte Filter folgendermaßen aussehen:

Annehmen wenn Empfänger-Adresse: endet mit Suchtext: fax.domain.com

Zielnummer entnehmen aus


Hier können Sie auswählen, aus welchen Teil der Original-Nachricht die Ziel-
Nummer für die Weiterleitung entnommen werden soll. Wenn hier z.B. die
Einstellung Alias aus Empfänger-Adresse ausgewählt ist, dann würde die
Versendung via SMS folgendermaßen stattfinden:

Nachricht an 01717654321@pager.domain.com wird an D1 Mobiltelefon-


Nummer 01717654321 weitergeleitet.

Wenn hier z.B. die Einstellung Alias aus Empfänger-Adresse ausgewählt


ist, dann würde die Weiterverarbeitung per Fax folgendermaßen stattfinden:

Nachricht an 06991398363@fax.domain.com wird an Fax-Nummer


06991398363 weitergeleitet.

Fest Zielnummer verwenden


Wählen Sie diese Option um dem Profil eine feste Ziel-Nummer für die Wei-
terleitung zuzuweisen. Die SMS-bzw. Fax-Nachricht wird in diesem Fall im-
mer an die hier angegebene Nummer gesendet. Eine Auswertung des Mail-
Headers findet dann nicht statt.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 103

Ausführung
Sofort weiterleiten
Wenn die Option Sofort weiterleiten aktiviert ist, werden sämtliche SMS-
bzw. Fax-Nachrichten sofort weitergeleitet, d.h. während des nächsten Ak-
tualisierungsintervalles.

Nur zwischen ... und ... Uhr weiterleiten


Hier können Sie einen Zeitraum angeben, in dem die SMS- bzw. Fax-
Nachrichten gesendet werden sollen. Diese Option ist besonders nützlich,
um den Nachrichten-Versand in preisgünstigen Zeiten durchzuführen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 104

1.4.10.3. Anlegen/Bearbeiten eines SMS/Pager-Anbieters


Für den Versand von SMS/Pager-Nachrichten sind bestimmte Einstellungen
für die unterschiedlichen Dienste-Anbieter erforderlich. Diese können hier für
jeden Anbieter separat definiert werden. Mit den Schaltflächen Hinzufügen,
Bearbeiten und Entfernen können Provider-Definitionen bearbeitet bzw. ge-
löscht werden.

Anbieter
Name
Dieses Feld enthält den Namen des Dienste-Anbieters. Dieser dient aus-
schließlich als Beschreibung und ist frei wählbar.

Zugangsnummer
Tragen Sie hier die erforderliche Zugangsnummer für diesen Provider ein.
Es handelt sich hierbei um die Nummer, die zum Versenden von SMS-
Nachrichten angewählt werden muss. In der Regel wird hier eine Sammel-
nummer verwendet, die unabhängig der gewünschten Ziel-Nummer verwen-
det wird. In einigen Fällen setzt sich die Zugangsnummer aus der hier ange-
gebenen Nummer und der eigentlichen Zielnummer (Pager-ID) zusammen.
In diesem Fall muss zusätzlich die Option Pager-ID an Zugangsnummer an-
hängen berücksichtigt werden.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 105

Vorwahl
Geben Sie hier die Vorwahl Ihres Anbieters ein. Diese Angabe wird in erster
Linie für die automatische Ermittlung des zuständigen Dienste-Anbieters be-
nötigt. Sie können hier mehrere Vorwahl-Nummern, getrennt durch Semiko-
lon, vorgeben.

Protokoll
Für die Übertragung von SMS/Pager-Nachrichten werden im allgemeinen
zwei unterschiedliche Protokolle verwendet. Sie können hier wählen zwi-
schen den Protokollen TAP (Telocator Alpha-Paging Protocol) und UCP (U-
niversal Computer Protocol).

Modus
Durch diese Option kann zusätzlich zum eigentlichen Protokoll noch ein
spezieller Protokoll-Modus eingestellt werden. Mögliche Werte sind hierbei
Normal, Scall und Skyper.

Pager-ID an Zugangsnummer anhängen


Wie bereits im Punkt Zugangsnummer beschrieben, muss in einigen Fällen

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 106

zum Versenden von SMS-Nachrichten eine Nummer angewählt werden, die


sich aus der Zugangsnummer und der eigentlichen Zeilnummer (Pager-ID)
zusammensetzt. Wenn das der Fall ist muss diese Option aktiviert werden.

Pager-ID ohne Vorwahl übertragen


Wenn diese Option aktiviert ist, wird beim Nachrichtenversand die Zielnum-
mer (Pager-ID) ohne die vorangestellte Vorwahl übertragen.

Nur numerische Zeichen zulassen


Manche Anbieter für Pager-Dienste erlauben nur den Versand von numeri-
schen Nachrichten wie z.B. Telefonnummern. Aktivieren Sie diese Option,
wenn dies für die aktuelle Definition zutrifft.

Max. Anzahl von Nachrichten pro Sitzung


In vielen Fällen (gerade bei Verwendung von Sammel-Zugangsnummern) ist
es möglich, mehrere Nachrichten innerhalb einer Sitzung zu übertragen.
Geben Sie hier die maximale Anzahl von Nachrichten ein, die innerhalb ei-
ner einzigen Verbindung übertragen werden sollen.

Max. Textlänge pro Nachricht ... Zeichen


Hier wird die maximal zulässige Länge für Textnachrichten angegeben. Die-
se Angaben wird in ersten Linie für die Vorprüfung der zu versendenden
Nachricht benötigt.

Anmeldung
In einigen Fällen ist für den Versand von SMS-Nachrichten eine Anmeldung
beim Dienste-Anbieter erforderlich. Diese Anmeldung kann durch ein spe-
zielles Kennwort oder aber durch die Pager-ID erfolgen.

Keine Anmeldung erforderlich


Aktivieren Sie diese Option wenn für dieses Profil keine bestimmte Anmel-
dung benötigt wird.

Pager-ID zur Anmeldung verwenden


Verwenden Sie diese Einstellung um die Pager-ID für die Anmeldung zu
verwenden.

Folgende Anmeldung verwenden


Hier können Sie ein Kennwort angeben, daß zur Anmeldung an diesen
Dienste-Anbieter verwendet werden soll.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 107

Anschluss
Hier können Sie den Anschluss auswählen, der für diesen Anbieter verwen-
det werden soll. Hier steht der, unter Optionen definierte, serielle Modem-
Anschluss und ISDN zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen CAPI
2.0 Treiber für eine ISDN-Karte.

T.70-Vorspann verwenden
Hier können Sie den T.70-Vorspann aktivieren. Diese Einstellung ist z.B. für
das D1-Netz der deutschen Telekom erforderlich. Bei den meisten Anbietern
wird jedoch die Standardeinstellungen für X.75 verwendet.

Datenbits, Parität und Stopbits


An dieser Stelle kann genau festgelegt werden welche Einstellungen für Da-
tenbits, Parität und Stopbits beim Verbindungsaufbau zu diesem Anbieter
verwendet werden sollen. In den meisten Fällen werden 8 Datenbits, 1
Stopbit und keine Parität verwendet.

Initialisierung
Für einige Modem-Typen ist zur Initialisierung ein spezieller AT-Befehl erfor-
derlich. In diesem Feld können Sie eine entsprechende Befehlsfolge einge-
ben, die für die Modem-Initialisierung verwendet wird.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 108

1.4.10.4. Optionen zum Fax-/Pager-Gateway


Sie nehmen hier optionale Einstellungen zu dem SMS/Pager- und dem Fax-
Gateway vor.

SMS-/Pager-Einstellungen
Modem-Anbieter aktivieren
Wenn diese Option aktiviert ist, können sämtliche Nachrichten an Modem-
Anbieter versendet werden.

ISDN-Anbieter aktivieren
Wenn diese Option aktiviert ist, können sämtliche Nachrichten an ISDN-
Anbieter versendet werden.

Nachrichtentext abschneiden, wenn max. Länge überschritten wird


Wenn diese Option aktiviert ist, werden sämtliche Nachrichtentexte mit Über-
länge vor dem Versenden abgeschnitten. Die maximal zulässige Textlänge
wird in den Einstellungen der einzelnen Anbieter festgelegt.

Nicht annehmen, wenn max. Länge überschritten wird


Aktivieren Sie diese Option, wenn das Gateway keine Nachrichten anneh-
men soll, die länger ist als die vorgegebene Maximallänge aus der dazuge-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 109

hörigen Provider-Definition.

Info an Absender, wenn Nachricht gesendet wurde


Hier können Sie einstellen, dass bei erfolgreicher Zustellung eine Bestäti-
gung an den Absender der Nachricht gesendet wird.

Aktualisierungsintervall
Der Aktualisierungsintervall gibt an, in welchen Zeitabständen die zu
versendenden SMS-Nachrichten bearbeitet werden sollen.

Anzahl Zustellungsversuche
Hier wird festgelegt wie oft versucht werden soll, eine SMS-Nachricht zu
versenden. Konnte eine Nachricht nicht innerhalb des hier festgelegten Zeit-
rahmens zugestellt werden, wird die Bearbeitung abgebrochen und der Ab-
sender erhält einen entsprechenden Hinweis via E-Mail.

Fax-Gateway-Einstellungen
Anlagen auch faxen, wenn konvertierbar
Wählen Sie diese Option, wenn konvertierbare Anlagen als weitere Seiten
an das Fax angehängt werden sollen. Konvertierbare Anlagen sind Text-
und Bitmapdateien vom Typ BMP, PCX, TIF, GIF, JPG oder WMF.

Nicht annehmen, wenn Anlage nicht konvertierbar


Wenn diese Option aktiviert ist, werden Nachrichten mit nicht konvertierba-
ren Anlagen grundsätzlich zurück gewiesen. Wird diese Option nicht ver-
wendet, findet die Konvertierung nur im Rahmen der konvertierbaren Anla-
gen statt, d.h. nicht konvertierbare Anlagen würden in diesem Fall ignoriert
werden.

Info an Absender, wenn Fax gesendet wurde


Hier können Sie einstellen, dass bei erfolgreicher Zustellung eine Bestäti-
gung an den Absender der Nachricht gesendet wird.

Fax-Versand aktivieren (E-Mail to Fax)


Ist diese Option ausgewählt, so sind an dieser Stelle keine weiteren Anga-
ben erforderlich, da diese aus dem vordefinierten Fax-Profilen entnommen
werden.

Fax-Empfang aktivieren für folgende Mail-Adresse


Wenn diese Option aktiviert ist, müssen Sie noch angegeben an welche E-
Mail Adressen ein empfangenes Fax weitergeleitet werden soll. Mehrere Ad-
ressen können durch ein Semikolon getrennt werden (z.B. ali-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 110

as1@domain.com; alias2@domain.com).

Aktualisierungsintervall
Der Aktualisierungsintervall gibt an, in welchen Zeitabständen der Fax-
Ausgang bearbeitet werden soll.

Anzahl Zustellungsversuche
Hier wird festgelegt wie oft versucht werden soll, ein im Fax-Ausgang befind-
liches Dokument zuzustellen. Konnte ein Fax nicht innerhalb des hier festge-
legten Zeitrahmens zugestellt werden, wird die Bearbeitung abgebrochen
und der Absender erhält einen entsprechenden Hinweis via E-Mail.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 111

1.4.10.5. Modem-Einstellungen zum Fax-/Pager-Gateway


In diesem Register können verschiedene Anpassungen an das verwendete
Kommunikationsgerät vorgenommen werden. Die Korrektheit dieser Einstel-
lungen ist absolut wichtig für die fehlerfreie Funktion des SMS/Pager- und
des Fax-Gateway's.

Modem für SMS/Pager


Anschluss
Hier können Sie die Standard-Einstellung für den analogen Anschluss fest-
legen. Hier stehen die seriellen Anschlüsse COM1 bis COM4 zur Auswahl.
Die hier eingestellten Werte dienen lediglich als Vorgabe. In den Eigenschaf-
ten der einzelnen Anbieter können diese Parameter noch weiter spezifiziert
werden.

Wahlverfahren
Diese Option ist nur bei analogen Modems verfügbar. Hier wird festgelegt,
welches Wahlverfahren vom Modem verwendet werden soll.

Initialisierung
Für einige Modem-Typen ist zur Initialisierung ein spezieller AT-Befehl erfor-
derlich. In diesem Feld können Sie eine entsprechende Befehlsfolge einge-

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Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 112

ben, die für die Modem-Initialisierung verwendet wird.

Vor dem Wählen auf Freizeichen warten


Wenn dieser Schalter aktiviert ist, wird vor dem Wählvorgang auf ein Frei-
zeichen gewartet. Falls Ihr Modem an einer Telefonanlage angeschlossen
ist, entspricht das erzeugte Freizeichen nicht immer dem erwarteten Zei-
chen. In solchen Fällen ist es notwendig diese Option zu deaktivieren, da
der Wählvorgang ansonsten nicht gestartet wird.

Kennzahl zur Amtsholung verwenden


In vielen Fällen ist das Modem bzw. die ISDN-Karte an einer Telefonanlage
angeschlossen, so dass eine bestimmte Kennzahl gewählt werden muss um
eine Amtsleitung zur erhalten. Falls dies bei Ihnen der Fall ist, dann können
Sie hier diese Zahl angeben.

Modem für Fax-Gateway


Anschluss
Hier können Sie den Anschluss auswählen, an den Ihr Kommunikationsgerät
angeschlossen ist. Neben den anlogen Anschlüssen COM1 bis COM4, steht
hier auch der Anschluss CAPI zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ei-
nen CAPI 2.0 Treiber für eine ISDN-Karte. Bitte beachten Sie dass nur
ISDN-Karten unterstützt werden, die das T.30-Protokoll erfüllen.

Wahlverfahren
Diese Option ist nur bei analogen Modems verfügbar. Hier wird festgelegt,
welches Wahlverfahren vom Modem verwendet werden soll.

Initialisierung
Für einige Modem-Typen ist zur Aktivierung der Fax-Funktionen ein speziel-
ler AT-Befehl erforderlich. In diesem Feld können Sie eine entsprechende
Befehlsfolge eingeben, die für die Modem-Initialisierung verwendet wird.

Vor dem Wählen auf Freizeichen warten


Wenn dieser Schalter aktiviert ist, wird vor dem Wählvorgang auf ein Frei-
zeichen gewartet. Falls Ihr Modem an einer Telefonanlage angeschlossen
ist, entspricht das erzeugte Freizeichen nicht immer dem erwarteten Zei-
chen. In solchen Fällen ist es notwendig diese Option zu deaktivieren, da
der Wählvorgang ansonsten nicht gestartet wird.

Kennzahl zur Amtsholung verwenden


In vielen Fällen ist das Modem bzw. die ISDN-Karte an einer Telefonanlage
angeschlossen, so dass eine bestimmte Kennzahl gewählt werden muss um

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 113

eine Amtsleitung zur erhalten. Falls dies bei Ihnen der Fall ist, dann können
Sie hier diese Zahl angeben.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 114

1.4.10.6. Fax-Einstellungen zum Fax-Gateway


Dieses Register beinhaltet verschiedene Einstellungen für die Fax-
Übertragung.

Einstellungen
Geschwindigkeit
Hier legen Sie die Geschwindigkeit fest, die für die Fax-Übertragung ver-
wendet werden soll. Es handelt sich hierbei nicht um die Geschwindigkeit
mit der das Modem angesteuert wird, sondern um die tatsächliche Ge-
schwindigkeit während der Fax-Übertragung. Bitte beachten Sie, dass diese
u.a. auch von der unterstützten Geschwindigkeit der Gegenstelle abhängig
ist.

Stations-Kennung
Die angegebene Fax-Nummer dient zur Identifikation Ihres Kommunikati-
onsgerätes gegenüber der Gegenstelle. Die hier angegebene Nummer wird
in erster Linie beim Fax-Empfang oder als Standardeinstellung für Sende-
profile verwendet. Wenn beim Senden mit Vorlagen gearbeitet wird, dann
wird die Fax-Nummer aus der Vorlage zur Identifikation verwendet.

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Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 115

Fax-Qualität
Das MERCUR Fax-Gateway unterstützt die Auflösungen 200 x 100 dpi
(Normal) und 200 x 200 dpi (Fein). Bei hoher Auflösung werden etwa dop-
pelt soviel Daten übertragen als bei normaler Auflösung, das empfangene
Fax-Bild ist dadurch jedoch entsprechend schärfer.

Header-Schriftart
Zeigt Ihnen die aktuell eingestellte Schriftart für die Dokumentenkopfzeile
an. Zur Auswahl einer anderen Schriftart wählen Sie die zugehörige Schalt-
fläche Auswählen.

Text-Schriftart
Zeigt Ihnen die aktuell eingestellte Schriftart für den Dokumententext an. Zur
Auswahl einer anderen Schriftart wählen Sie die zugehörige Schaltfläche
Auswählen.

Fax-Vorlagen
Zeigt Ihnen eine Auflistung der definierten Fax-Vorlagen mit dem Namen,
der Stations-Kennung und dem Dateinamen. Mit den Schaltflächen Hinzu-
fügen, Bearbeiten und Entfernen können Fax-Vorlagen bearbeitet bzw. ge-
löscht werden.

Fax-Vorlage bearbeiten
Die einzelnen Fax-Profile arbeiten beim Versenden von Fax-Nachrichten mit
vordefinierten Vorlagen. Bei diesen Vorlagen handelt es sich um Textdatei-
en, die bereits bestimmte Textelemente bzw. Formatierungen enthalten.
Durch Variablen können bestimmte Felder (z.B. Absender-Adresse) in das
Fax-Dokument integriert werden.

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Das Fax-/ Pager- Gateway Seite 116

Bezeichnung
Name
Dieses Feld enthält den Namen der Fax-Vorlage. Dieser dient ausschließlich
zur Identifikation der jeweiligen Fax-Vorlage und ist frei wählbar.

Stations-Kennung
Die hier angegebene Fax-Nummer wird für alle Fax-Nachrichten, die über
dieses Profil versendet werden, zur Identifikation gegenüber der Gegenstelle
verwendet.

Kopfdaten
Links, Mitte und Rechts
Jede Fax-Seite enthält eine Kopfzeile, die sich aus drei Bereichen zusam-
mensetzt. In den Feldern Links, Mitte und Rechts können Sie den Text an-
geben, der innerhalb dieser Kopfzeile erscheinen soll. Neben normalen
Texteinträgen, können hier Variablen aus dem aktuellen Profil verwendet
werden. Mit Hilfe der Schaltfläche Feld einfügen können Sie solche Variab-
len einfügen. Folgende Einträge stehen zur Verfügung:

%%recipnumber%% Fax-Nummer des Empfängers


%%orignumber%% Fax-Nummer des Absenders
%%origname%% Name des Absenders
%%origaddress%% Mail-Adresse des Absenders
%%subject%% Betreff
%%date%% Datum
%%time%% Uhrzeit
%%currentpage%% Aktuelle Seitennummer
%%numberofpages%% Anzahl Seiten

Vorlage
Dateiname
Die hier angegebene Datei enthält die eigentliche Vorlage innerhalb der Fax-
Seiten. Es handelt sich hierbei um einfache Textdateien. Neben normalen
Texteinträgen können auch innerhalb dieser Datei die unter Kopf-Daten be-
schriebenen Variablen verwendet werden.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Sicherheit Dialog Seite 117

1.4.11. Der Dialog Sicherheit

1.4.11.1. Aktivieren von 'Spamming-Schutz'-Maßnahmen


Es kann vorkommen, dass sogenannte Spammer den Mailserver von ande-
ren für die Verteilung von Nachrichten an eine große Anzahl von Zieladres-
sen verwenden. Eine eingehende Nachricht enthält in solchen Fällen eine
hohe Anzahl von Zieladressen. Dies bedeutet, dass der Mailserver für jede
dieser Adressen eine ausgehende Nachricht erzeugen muss. Um diesen
Fall zu verhindern, können Sie hier wirkungsvolle Schutzmechanismen ge-
gen diese Spam-Attacken installieren und dadurch einen Missbrauch Ihres
Mailservers vermeiden. Damit diese Einstellung sofort wirksam wird, müssen
Sie noch die Schaltfläche Übernehmen in der Symbolleiste betätigen.

Name des sendenden Computers überprüfen


Mit dieser Option werden die übermittelten Namen aller Computer die eine
Verbindung zum Server aufnehmen überprüft. Dadurch kann fremden Sys-
temen der Zugriff verweigert werden. Wenn Sie diese Option verwenden
muss gewährleistet sein, dass für alle lokalen Arbeitstationen ein A-Eintrag
in Ihrem zugeordneten Nameserver existiert. Andernfalls werden auch diese
vom MERCUR abgewiesen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Sicherheit Dialog Seite 118

Ziel dieser Option ist, dass Computer die Ihrem zugeordneten Nameserver
nicht bekannt sind, der Zugriff auf Ihren Mailserver verweigert wird.

Nicht annehmen, wenn für Absender-Domäne kein MX-Eintrag existiert


Wenn dieser Schalter aktiviert ist, wird MERCUR für jede Nachricht die Do-
mäne des Absenders überprüfen. Falls in diesem Fall kein MX-Eintrag ver-
fügbar ist, wird diese Nachricht zurückgewiesen.

Ziel dieser Option ist, dass Absender-Domänen die keinen MX-Eintrag ha-
ben, der Zugriff auf Ihren Mailserver verweigert wird.

Nicht weiterleiten, wenn Absender-Adresse nicht lokal ist


Diese Option verweigert das Weiterleiten von Nachrichten, deren Absender-
adresse nicht auf einer lokalen Domäne verwaltet wird. Mit dieser Einstel-
lung werden externe Nachrichten nur an lokale Benutzer zugestellt.

Ziel dieser Option ist, dass Absender-Adressen die nicht lokal verwaltet wer-
den, der Zugriff auf Ihren Mailserver verweigert wird.

Nicht weiterleiten, wenn Absender-Domäne nicht lokal ist


Diese Option verweigert das Weiterleiten von Nachrichten, wenn die Domä-
ne der Absender-Adresse nicht auf dem lokalen System verwaltet wird. Mit
dieser Einstellung werden externe Nachrichten nur an Adressen in lokalen
Domänen zugestellt.

Ziel dieser Option ist, dass Absender-Domänen die nicht lokal verwaltet
werden, der Zugriff auf Ihren Mailserver verweigert wird.

Nicht annehmen, wenn Anzahl der externen Zieladressen größer als


Es kommt häufig vor, dass sogenannte 'Spammer' den Mailserver von ande-
ren, für die Verteilung von Nachrichten an eine große Anzahl von Zieladres-
sen, verwenden. Eine eingehende Nachricht enthält in solchen Fällen hun-
derte von Zieladressen. Dies bedeutet, dass der Mailserver für jede dieser
Adressen eine ausgehende Nachricht erzeugen muss. Um diesen Fall zu
verhindern, können Sie hier eine maximale Anzahl von externen Zieladres-
sen vergeben. Wird diese überschritten, wird die Nachricht abgewiesen.

Info an Administrator, wenn Anzahl der externen Zieladressen größer


als ...
Mit dieser Option legen Sie fest, ab welcher Anzahl von externen Zieladres-
sen eine Mitteilung an den Administrator erstellt wird. Diese Einstellung er-
möglicht dem Administrator evtl. „Spam-Attacken„ rechtzeitig zu erkennen
und weitere Schritte zu unternehmen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Sicherheit Dialog Seite 119

1.4.11.2. Aktivieren weiterer Sicherheits-Optionen

Watchdog
Der sogenannte Watchdog ist eine Funktion, der in vorgegebenen Zeitinter-
vallen die MERCUR-Dienste überprüft. Sollte aus irgendeinem Grund ein
Dienst nicht mehr reagieren, weil dieser zu sehr beschäftigt oder gar abge-
stürzt ist, dann bekommt der Watchdog ein Signal und wird den jeweiligen
Dienst zurücksetzen bzw. neu starten. Diese Funktion kann für den SMTP-,
POP3- und IMAP4-Dienst aktiviert werden. Damit diese Einstellung sofort
wirksam wird, müssen Sie noch die Schaltfläche Übernehmen in der Sym-
bolleiste betätigen.

Überprüfungs-Interval
Hier definieren Sie das Minuten-Intervall, mit dem der Watchdog arbeiten
soll.

Optionen
Mit diesen Optionen können Sie Telnet-Verbindungen verweigern, Nachrich-
ten verschlüsselt speichern und den Verify-Befehl unterbinden.

Verschlüsselt speichern
Alle Nachrichten werden in den Postfächern verschlüsselt gespeichert, so
dass diese nicht mehr mit einem Editor gelesen werden können. Diese
Nachrichten können dann nur noch mit dem verwendeten Mail-Client gele-
sen werden.

Keine Telnet-Verbindungen
Ist diese Funktion aktiviert, so werden Telnet-Verbindungen zu dem Mailser-
ver unterbunden. Diese Option kann natürlich nur mit Zeichen-orientierten
Telnet-Clients funktionieren. Programme die blockweise arbeiten werden
nicht unterdrückt, da diese von E-Mail Programmen nicht zu unterscheiden
sind.

VRFY verweigern
Verweigert den SMTP-Befehl VRFY. Damit wird die Übergabe der E-Mail-
Adresse eines Benutzers nicht durchgeführt. Dies verhindert den Miss-
brauch einer E-Mail-Adresse, die durch die Verwendung von VRFY erlangt
werden könnte.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Sicherheit Dialog Seite 120

1.4.11.3. Aktivieren der Virus-Erkennung


Sie haben hier die Möglichkeit ein Antivirenprogramm einzubinden, das die
MIME-kodierten Anlagen einer E-Mail Nachricht auf Viren hin überprüft. Es
können handelsübliche Viren-Scanner die per Befehlszeile steuerbar sind,
eingebunden werden. Ganz entscheidend ist die korrekte Angabe des vom
Programm zurückgegebenen Rückgabewertes, da dieser über die Weiter-
verarbeitung der Nachricht entscheidet. Damit diese Einstellung sofort wirk-
sam wird, müssen Sie noch die Schaltfläche Übernehmen in der Symbol-
leiste betätigen.

Viren-Überprüfung für MIME-kodierte Anlagen aktivieren


Mit dieser Option schalten Sie die Viren-Erkennung ein. Dies erfordert die
Angabe eines handelsüblichen Viren-Scanners der per Befehlszeile steuer-
bar ist und evtl. spezieller Programmparameter.

Scan-Programm
Sie geben hier den kompletten Verzeichnispfad und den Dateinamen des
ausführbaren Anti-Viren-Programmes ein. Zur Auswahl eines Programms
steht Ihnen auch die Schaltfläche Auswählen zur Verfügung. Die Anti-Virus
Schnittstelle funktioniert grundsätzlich mit jedem Kommandozeilen-Scanner,

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Sicherheit Dialog Seite 121

der einen Verwertbaren Return-Code liefert. Dabei sind die verwendeten Ar-
gumente im Aufruf von höchster Wichtigkeit.

Parameter
Dient Ihnen zur Eingabe spezieller Programm-Parameter die möglicherweise
an das Scan-Programm übergeben werden müssen. Dies sollten Parameter
sein, die z.B. eine akustische Meldung deaktivieren oder die Einblendung
einer optischen Meldung unterdrücken. Es muss gewährleistet sein, dass
der Scanner im SILENT-Modus läuft und während der Ausführung keinerlei
Benutzereingaben anfordert. Die Angabe von falschen Argumenten kann
den SMTP-Dienst blockieren oder sogar zum Absturz bringen.

Rückgabewerte
Dient Ihnen zur Eingabe des von der Anwendung zurückgegebenen Wertes,
bei einer positiven Virenerkennung. Es können hier auch mehrere Rückga-
bewerte, getrennt durch Semikolon, eingetragen werden.

Aktion bei Virus


Wählen Sie hier die Aktion aus, die bei einem Virenbefall einer Anlage aus-
geführt werden soll.

• E-Mail löschen
Mit dieser Option geben Sie vor das jede E-Mail, die eine infizierte
Anlage enthält, unmittelbar gelöscht wird.

• Infizierte Anlagen entfernen


Mit dieser Option geben Sie vor das nur die infizierten Anlagen ei-
ner E-Mail entfernt werden.

• Infizierte Anlagen in folgendem Verzeichnis ablegen


Ist diese Option aktiviert, so wird die infizierte Anlage aus der E-
Mail entfernt und in dem angegebenen Verzeichnis abgelegt.

• Info an Administrator
Erzeugt eine Nachricht an den Administrator wenn eine Virus-
Erkennung positiv ist.

• Info an Empfänger
Erzeugt eine Nachricht an den Empfänger wenn eine Virus-
Erkennung positiv ist.

• Info an Absender
Erzeugt eine Nachricht an den Absender wenn eine Virus-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Sicherheit Dialog Seite 122

Erkennung positiv ist.

• Info nur an lokale Empfänger


Schränkt die Benachrichtigung bei positiver Virus-Erkennung auf
lokale Empfänger ein.

• Anmerkung in Empfänger-Nachricht
Fügt den eingegebenen Text bei positiver Viren-Erkennung in die
E-Mail ein, so das der Empfänger über die positive Virus-
Erkennung und der Entfernung der befallenden Anlage informiert
wird.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Sicherheit Dialog Seite 123

1.4.11.4. Virus-Erkennung mit MacAfee Virusscan


In diesem Beispiel wird die Konfiguration des Anti-Viren Programmes
SCAN.EXE von McAfee beschrieben. Verwenden Sie an dieser Stelle nicht
die SCAN32.EXE, da dies der On-Demand Scanner ist.

Viren-Überprüfung für MIME-kodierte Anlagen aktivieren


Aktivieren Sie diese Option.

Scan-Programm
Geben Sie hier den kompletten Pfad und das Kommandozeilentool von
McAfee ein (z.B. c:\Programme\MacAfee\scan.exe).

Parameter
Tragen Sie hier die folgenden Parameter ein: /NOBEEP; /SILENT; /UNZIP

/NOBEEP Deaktiviert den akustischen Alarm bei positiver Viren-


Erkennung.

/SILENT Deaktiviert alle Bildschirmmeldungen bei positiver Viren-


Erkennung.

/UNZIP Schaltet das Scannen von Dateien in gepackten Analgen ein.

Rückgabewerte
Tragen Sie hier den Rückgabewert 13 ein. Dies ist der Rückgabewert, den
scan.exe zurückliefert, wenn ein oder mehrere Viren gefunden wurden.

Aktion bei Virus


Wählen Sie hier die Aktion aus, die bei einem Virenbefall einer Anlage aus-
geführt werden soll. Damit diese Einstellung sofort wirksam wird, müssen
Sie noch die Schaltfläche Übernehmen in der Symbolleiste betätigen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Sicherheit Dialog Seite 124

1.4.11.5. Einrichten einer Firewall


Das Register Firewall zeigt Ihnen eine Auflistung der vorhandenen Firewall-
Einträge mit der IP-Adresse, der Subnetz-Maske und der Domäne an. Zur
Anzeige der Firewall-Einträge wählen Sie zuerst den entsprechenden
MERCUR-Dienst aus. Sie haben hier natürlich auch die Möglichkeit der al-
phabetischen Sortierung, die Sie durch einen Klick auf ein Feld der Spalten-
beschriftung aktivieren. Die aktuelle alphabetische Sortierrichtung wird Ihnen
in dem Feld der Spaltenbeschriftung durch einen entsprechenden Dreiecks-
pfeil angezeigt.

Es stehen Ihnen hier die Schaltflächen Hinzufügen, Bearbeiten und Ent-


fernen zur Verfügung, mit denen Sie Ihre Firewall-Einträge bearbeiten und
verwalten. Zur Bearbeitung eines vorhandenen Firewall-Eintrages doppelkli-
cken Sie auf den Eintrag und erhalten sofort den Dialog Firewall-Eintrag
bearbeiten angezeigt. Sie nehmen hier Einstellungen zu der Berechtigung,
den Adressen, dem Gültigkeitsbereich und den Diensten vor. Damit diese
Einstellung sofort wirksam wird, müssen Sie noch die Schaltfläche Über-
nehmen in der Symbolleiste betätigen.

SMTP, POP3, IMAP4, Konfiguration


Durch die Auswahl dieser MERCUR-Dienste werden Ihnen die jeweils zuge-
hörigen Firewall-Einträge in der Auflistung angezeigt. Ein Schlüssel vor der

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Sicherheit Dialog Seite 125

IP-Adresse zeigt an das der Zugriff erlaubt ist. Ein Schloss vor der IP-
Adresse zeigt an das der Zugriff verweigert ist.

Firewall-Eintrag bearbeiten
Berechtigung
Im Rahmen der Berechtigung legen Sie fest, ob für die folgenden Einstellun-
gen der Zugriff erlaubt oder verweigert wird.

Absender-Adresse/-Domäne
Hier legen Sie fest, für welche Mail-Adresse, für welche Domäne oder ob die
zuvor eingestellte Berechtigung für alle Benutzer des Systems gilt. Bezieht
sich die Berechtigung nur auf eine Mail-Adresse oder auf eine Domäne, so
müssen Sie die Adresse/Domäne angeben.

Für alle Adressen/Domänen


Die eingestellte Berechtigung gilt für alle Mail-Adressen und für alle Domä-
nen.

Nur für Domäne


Die eingestellte Berechtigung gilt nur für die angegebene Domäne. Geben
Sie in das Eingabefeld einen gültigen Domänennamen ein.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Sicherheit Dialog Seite 126

Nur für Adresse


Die eingestellte Berechtigung gilt nur für die angegebene Mail-Adresse. Ge-
ben Sie in das Eingabefeld eine gültige Mail-Adresse ein.

Gültigkeits-Bereich
Hier können Sie angeben für welche IP-Adresse bzw. für welchen Adres-
senbereich der Firewall-Eintrag gelten soll. Sie können hier einzelne Adres-
sen oder bestimmte Adressbereiche festlegen, für die der Zugriff erlaubt
bzw. verweigert werden soll.

Subnetz-Maske
Mit den Eingaben in der Subnetzmaske beschränken Sie den IP-
Adressenbereich, der in dem Eingabefeld IP-Adresse beginnt.

SMTP-Authentifizierung erforderlich
Wählen Sie diese Option, wenn Sie zu der erteilten Berechtigung eine
SMTP-Authentifizierung verlangen. Beachten Sie bitte, dass für Benutzer ei-
nes WIN NT/2000 Benutzerkontos keine Authentifizierung möglich ist. Sie
umgehen dieses Problem, in dem Sie die Benutzer zusätzlich in MERCUR
anlegen.

POP3-Authentifizierung erforderlich
Wählen Sie diese Option, wenn Sie zu der erteilten Berechtigung für die
Nachrichten-Übermittlung durch SMTP eine POP3-Authentifizierung verlan-
gen. Damit wird erst die POP3-Anmeldung zur Authentifizierung verlangt,
bevor Nachrichten angenommen werden..

Dienste
Hier definieren Sie, für welche Dienste diese Firewall-Definition Gültigkeit
haben soll.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Sicherheit Dialog Seite 127

1.4.11.7. Berechnen einer Subnetzmaske


Im folgenden ein einfaches Beispiel zur Berechnung einer Subnetzmaske.
Grundsätzlich ist festzustellen, daß nur IP-Adressbereiche durch eine Sub-
netzmaske definiert werden können, die auf dem binären Zahlensystem zur
Basis 2 basieren, also z.B. 2 Adressen,4 Adressen, 8 Adressen, 16 Adres-
sen etc. Zur Ermittlung einer Subnetzmaske gehen Sie wie folgt vor:

Beispiel:
Annahme 8 IP-Adressen:

Verwenden Sie einen Rechner mit binären Funktionen.

Geben Sie zuerst dezimal <255> ein und schalten jetzt zur binären Darstel-
lung: entspricht <11111111>
Betätigen Sie jetzt die "AND" Taste des Rechners und geben den binären
Wert für 8 ein: entspricht <1000>
Betätigen Sie jetzt die "=" Taste und schalten dann auf die dezimale Darstel-
lung um. Der angezeigte Wert entspricht dem letzten Eintrag für die Sub-
netzmaske.In diesem Beispiel also <248>.

Für den IP-Adressenbereich von <192.168.129.0> bis <192.168.129.7>, al-


so 8 IP-Adressen, lautet die Subnetzmaske <255.255.255.248>.

Für den IP-Adressenbereich von <192.168.129.32> bis <192.168.129.39>,


wiederum 8 IP-Adressen, lautet die Subnetzmaske ebenfalls
<255.255.255.248>.

Für den IP-Adressenbereich von <192.168.129.0> bis <192.168.129.31>,


also 32 IP-Adressen, lautet die Subnetzmaske <255.255.255.224>.

Es kann folgende Prüfung mit dem Rechner durchgeführt werden:

Die erste und letzte Zahl des IP-Adressbereiches wird mit der ermittelten
Endzahl der Subnetzmaske "AND"-Verknüpft und liefert dann die Anzahl der
IP-Adressen.

z.B. 32 IP-Adressen im Bereich von <192.168.129.32> bis


<192.168.129.63>. Die Endzahl vom Subnetz ist hier <224>.

mit dem Rechner im Dezimalmode: 1. 32 AND 224 = 32 OK


2. 63 AND 224 = 32 OK
als Beispiel 3. 64 AND 224 = 64 FALSCH

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Der Sicherheit Dialog Seite 128

Weiterhin müssen Sie beachten, daß der Startwert eines IP-


Adressbereiches "0" beginnen lassen z.B. 192.168.129.0

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1.4.11.8. Verweigern von Adressen


Als Erweiterung zu den Firewall Einstellungen können hier speziellen Email-
Adressen, Servernamen oder IP-Adressen das Zustellen von Nachrichten
verweigert werden. Dieses Feature ist sehr interessant in Verbindung mit
wiederkehrenden Bulk-Mails.

Das Register Ausnahmen zeigt Ihnen zwei verschiedene Auflistungen mit


definierten Adressen die grundsätzlich vom MERCUR Mailserver verweigert
werden. Sie haben hier die Möglichkeit eine Vielzahl von E-Mail Adressen
und/oder Servernamen bzw. deren IP-Adresse festzulegen, die von
MERCUR grundsätzlich abgelehnt werden sollen. Zum Hinzufügen von Ad-
ressen tragen Sie diese in dem entsprechenden Eingabefeld ein und betäti-
gen dann die Schaltfläche Hinzufügen. Die neu definierte Adresse wird der
Auflistung hinzugefügt. Um eine vorhandene Adresse wieder zu entfernen,
markieren Sie diese und betätigen anschließend die Schaltfläche Entfernen.
Damit diese Einstellung sofort wirksam wird, müssen Sie noch die Schaltflä-
che Übernehmen in der Symbolleiste betätigen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Sicherheit Dialog Seite 130

1.4.11.9. Entfernen von Anlagen


Da bestimmte Viren und Trojaner vom Viren-Scanner nicht ermittelt werden
können, haben Sie hier die Möglichkeit Anlagen aus Nachrichten zu entfer-
nen und in ein bestimmtes Verzeichnis zu speichern. Die Definition der Da-
teiendungen wie z.B. *.VBS etc., kann frei definiert werden. Im weiteren le-
gen Sie hier die Voreinstellung für die Auto-Responder fest, die neu ange-
legt werden. Damit diese Einstellung sofort wirksam wird, müssen Sie noch
die Schaltfläche Übernehmen in der Symbolleiste betätigen.

Anlagen
Anlagen aus den Nachrichten entfernen
Mit dieser Option legen Sie fest, daß die im Feld Datei-Masken aufgeführten
Anlagen aus allen Nachrichten entfernt werden. Dies betrifft auch Nachrich-
ten die lokal versendet werden. Diese Option gilt nicht für Anlagen die im
Feld Datei-Masken NICHT definiert sind.

Nur entfernen wenn größer als ... KBytes


Definiert die max. Größe einer im Feld Datei-Masken aufgeführten Anlage,
die nicht entfernt wird. Diese Beschränkung gilt nicht für Anlagen die im Feld
Datei-Masken NICHT definiert sind.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Sicherheit Dialog Seite 131

Entfernte Anlagen in Verzeichnis ablegen


Mit dieser Option legen Sie fest, dass die entfernten Anlagen in dem hier
angegebenen Verzeichnis abgelegt werden. Anlagen, die aus Nachrichten
korrekter Weise entfernt wurden, jedoch nachträglich noch benötigt werden
stehen somit noch zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass die hier abgeleg-
ten Anlagen nicht automatisch von MERCUR gelöscht werden. Das zugehö-
rige Eingabefeld dient Ihnen zur Eingabe des kompletten Verzeichnispfades
in dem die Anlagen abgelegt werden sollen. Zur Auswahl eines Verzeichnis-
ses steht Ihnen hier die Schaltfläche Verzeichnis wählen zur Verfügung.

Datei-Maske
Dient Ihnen zur Eingabe einer Datei-Maske, die Sie dann mit der Schaltflä-
che Hinzufügen der Auflistung der Datei-Masken hinzugefügt wird (z.B.
*.zip).

Auto-Responder nicht ausführen für...


Hier definieren Sie Adressen-Masken, die bei jedem Auto-Responder aus-
geschlossen werden sollen. Es handelt sich hier um Voreinstellungen die je-
der neu angelegte Auto-Responder erhält. Zusätzlich können Sie bei jedem
Auto-Responder diese Einstellungen explizit anpassen (siehe Dialog Auto-
Responder). Sie definieren somit Adressen an die keine Auto-Responder-
Nachrichten versendet werden.

Beispiel mailer-daemon*
Alle Adressen, die mit der Zeichenfolge mailer-daemon beginnen werden
ausgeschlossen (z.B. mailer-daemon@domain.com).

Adressen-Maske
Dient Ihnen zur Eingabe einer Adressen-Maske, die Sie dann mit der Schalt-
fläche Hinzufügen der Auflistung der Masken hinzugefügt wird (z.B. mailer-
daemon*).

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 132

1.4.12. Der Dialog Optionen

1.4.12.1. Eingabe der Serverangaben


Das Register Server dient Ihnen zur Eingabe der Serverangaben, zur Akti-
vierung des ESMTP-Protokolles und der Auswahl der verwendeten Adapter.

Server-Einstellungen
Rechnername
Geben Sie hier den Namen ein, den der Mailserver zur eigenen Identifikation
gegenüber anderen Servern im Internet verwenden soll, z.B.
mail.domäne.com.

Domäne
Der Name der Internet Domäne, die primär auf diesem Server verwaltet
werden soll. Der Domänenname wird zusammen mit weiteren lokalen Do-
mänen zur Identifizierung des eigenen Zuständigkeitsbereiches verwendet.
Bemerkung: Mit Domänenname ist NICHT der Domänenname Ihrer Win-
dows NT/2000 Domäne gemeint, sondern der Internet Domänenname.

Nameserver
Der Name des Servers, der für die DNS-Namensauswertung verwendet

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 133

werden soll. Diese Angabe ist erforderlich, wenn die Option DNS verwenden
aktiviert ist. Sie können hier auch mehrere Namen, durch Semikolon ge-
trennt, angeben.

Bemerkung Wenn Sie keinen eigenen Nameserver betreiben und über ei-
ne DFÜ-Wählverbindung den Zugang ins Internet aufbauen, sollten Sie die
Angabe des Nameservers freilassen und im Register Post-Austausch die
Option DNS verwenden deaktivieren, weiterhin sollten Sie in das Feld Wei-
terleiten an Austauschserver die TCP/IP Adresse des Servers eintragen,
auf dem der Mailserver Ihres Providers läuft.

Administrator-Alias
Der Alias des Administrators, der standardmäßig auf diesem System ver-
wendet werden soll (z.B. postmaster). Es handelt sich hier um den Administ-
rator der den MERCUR Mailserver verwaltet. Diese Angaben werden in ers-
ter Linie für die automatische Generierung von domänenunabhängigen Ad-
ministratornachrichten verwendet (z.B. für unzustellbare Post).

Administrator-Postfach
Das entsprechende Postfach, in das die Nachrichten für den MERCUR Ad-
ministrator abgelegt werden.

Protokoll
Im Rahmen dieser Angaben definieren Sie welches Protokoll der SMTP-
Dienst verwenden soll. Wird die Option ESMTP verwenden aktiviert, so ver-
wendet der SMTP-Dienst für ein- und ausgehende Nachrichten das ESMTP-
Protokoll. Wenn Sie nur bei ausgehenden Nachrichten ESMTP einsetzen
wollen, so aktivieren Sie die Option Nachrichten mit ESMTP übertragen.

ESMTP verwenden
Wählen Sie diese Option um als Protokoll für ein- und ausgehende Nach-
richten ESMTP einzusetzen.

Maximale Nachrichtengröße
Hier geben Sie vor, bis zu welcher Maximalgröße ausgehende Nachrichten
weitergeleitet werden. Nachrichten die diesen Wert überschreiten, werden
abgewiesen und nicht weitergeleitet. Diese Option kann nur verwendet wer-
den, wenn die Option ESMTP verwenden aktiviert ist.

Nachrichten mit ESMTP übertragen


Wählen Sie diese Option, um NUR ausgehende Nachrichten per ESMTP zu
übertragen. Mit der Aktivierung dieser Option haben Sie weiterhin die Mög-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 134

lichkeit zu entscheiden, ob die Nachrichtengröße mit übertragen werden soll.

Nachrichtengröße übertragen
Verwenden Sie diese Option, wenn Sie beim Versand von Nachrichten per
ESMTP die Nachrichtengröße an den Empfänger-Mailserver mit übertragen
möchten.

Adapter
Hier können Sie definieren, welche Adapter (IP-Adressen) von MERCUR
verwendet werden sollen. Diese Option ist nur verfügbar, wenn für den
Computer mehrere IP-Adressen definiert worden sind. Wenn die Option Alle
verwenden ausgewählt ist, werden alle verfügbaren Adapter verwendet.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 135

1.4.12.2. Einrichten des Post-Austausches


Im Rahmen des Post-Austausches definieren Sie, wie und in welcher Form
ausgehende Nachrichten weitergeleitet werden. Damit Nachrichten an ex-
terne E-Mail Adressen weitergeleitet werden, muss entweder die Option
DNS verwenden oder die Option Weiterleiten an Austausch-Server mit An-
gabe des Austausch-Servers, aktiviert sein. Zusätzlich ist das Vorhanden-
sein mindestens eines Eintrages im Feld Postausgang aktualisieren erfor-
derlich.

Weiterleiten
DNS verwenden
Aktivieren Sie diese Option, wenn der MERCUR SMTP-Dienst die Adresse
des Zielcomputers selbständig ermitteln soll. In diesem Fall ist die Angabe
des Nameservers in dem Register Server des Dialogs Optionen zwingend
erforderlich. Für alle ausgehenden Nachrichten wird der für die Zieldomäne
zuständige Mailserver mittels einer DNS-Abfrage (Domain-Name-System)
beim Nameserver ermittelt. Ausgehende Nachrichten gelangen somit auf di-
rektem Weg zu der entsprechenden Zieladresse. Falls diese Option nicht ak-
tiviert ist, muss ein Austausch-Server angegeben werden, da ansonsten
kann keine Weiterleitung von externen Nachrichten erfolgen kann. In diesem
Fall benötigen Sie auch keine Angabe eines Nameservers.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 136

IP-Cache verwenden mit max ... KByte


Die IP-Cache Funktion speichert die, über den Nameserver ermittelten, IP-
Adressen auf dem lokalen System. Häufig benötigte Adressen stehen somit
ohne erneutes Abfragen zur Verfügung. Beim Einsatz von DFÜ-
Verbindungen kann dadurch ein enormer Geschwindigkeitsvorteil erreicht
werden, insbesondere wenn sich der Nameserver nicht auf dem lokalen
System befindet und für DNS-Abfragen die Verbindung aufgebaut werden
muss. Ist diese Option nicht aktiviert, so erfolgt jedes mal eine Nameserver-
abfrage.

Cache leeren
Mit dieser Schaltfläche können Sie den Cachespeicher manuell leeren.

Falls keine MX-Einträge vorhanden sind


Bei der Abfrage nach DNS-Informationen kann es vorkommen, dass die für
die Zustellung benötigten MX-Einträge nicht verfügbar sind. Sie können mit
den folgenden Optionen festlegen, in welchem Rahmen zusätzliche DNS-
Überprüfungen durchgeführt werden sollen.

Domäne als Hostname interpretieren


In vielen Fällen ist der Rechnername identisch mit dem Namen der Domäne.
Für diesen Fall kann der Name der Domäne als Rechnername herangezo-
gen werden. MERCUR wird versuchen, auf diese Weise die Nachricht zu
übermitteln.

Nach Unterdomänen suchen


In größeren Unternehmen bzw. Netzwerken werden Mail-Domänen oftmals
von übergeordneten Servern verwaltet und sind unter ihrem eigentlichen
Namen unbekannt. Wählen Sie diese Option, um innerhalb des Domänen-
namens nach Unterdomänen zu suchen. Auf diese Weise können Mailserver
für übergeordnete Domänen ermittelt werden.

Beispiel
Wenn für die Domäne subdomain1.subdomain2.domain.com kein MX-
Eintrag ermittelt wurde, dann werden die Domänen subdo-
main2.domain.com und domain.com nacheinander überprüft.

Weiterleiten an Austausch-Server
Sie können hier den Namen oder die IP-Adresse eines Austausch-Servers
hinterlegen, der prinzipiell für die Weiterleitung ausgehender Post zuständig
ist. Diese Option ist von besonderem Interesse, wenn kein Nameserver vor-
handen oder die Verteilung der Nachrichten von einer zentralen Stelle ab-
gewickelt wird. Wenn zusätzlich die Option DNS verwenden aktiviert ist und

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 137

die Post nicht an die mit dieser Funktion ermittelten Mailserver weitergeleitet
werden kann, wird der Austausch-Server als weitere Alternative hinzugezo-
gen.

Server erfordert SMTP-Authentifizierung


Wenn Ihr Provider eine SMTP-Authentifizierung verlangt, so können Sie hier
Ihre Anmeldedaten zur SMTP-Authentifizierung eingeben und diese Funkti-
on aktivieren. Damit wird bei einer Weiterleitung von Nachrichten an einen
Austauschserver erst die Anmeldung zur SMTP-Authentifizierung übermit-
telt. Diese Option bezieht sich ausschließlich auf die Verwendung eines Aus-
tauschservers. Als Port gilt der externe SMTP-Port aus den Anschlussdefini-
tionen.

Server erfordert POP3-Authentifizierung


Wenn Ihr Provider eine Authentifizierung (POP3 vor SMTP) verlangt, so
können Sie hier Ihre Anmeldedaten zur POP3-Authentifizierung eingeben
und diese Funktion aktivieren. Damit wird bei einer Weiterleitung von Nach-
richten an einen Austauschserver erst die POP3-Anmeldung zur Authentifi-
zierung übermittelt. Diese Option bezieht sich ausschließlich auf die Ver-
wendung eines Austauschservers. Als Port gilt der externe POP3 Port aus
den Anschlussdefinitionen.

Anmeldename
Tragen Sie hier den Anmeldenamen zur SMTP-/POP3-Authentifizierung ein.

Kennwort
Tragen Sie hier das Kennwort ein, das zur SMTP-/POP3-Authentifizierung
verwendet werden soll.

Postausgang aktualisieren
Es werden Ihnen alle vorhandenen Aktualisierungsaufträge, mit dem Inter-
vall, dem Zeitraum, den Wochentagen und der Priorität, angezeigt.

Schaltfläche Hinzufügen
Wählen Sie diese Schaltfläche um einen neuen Aktualisierungsauftrag hin-
zuzufügen. Es wird Ihnen der Dialog Auftrag bearbeiten angezeigt, in dem
Sie die Einstellungen vornehmen können.

Schaltfläche Bearbeiten
Wählen Sie diese Schaltfläche um einen ausgewählten Aktualisierungsauf-
trag zu ändern. Es wird Ihnen der Dialog Auftrag bearbeiten mit den Ein-
stellungen zu dem ausgewählten Auftrag angezeigt. Zur Übergabe dieser

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 138

Änderung an den Mailserver betätigen Sie anschließend die Schaltfläche


Übernehmen.

Schaltfläche Entfernen
Wählen Sie diese Schaltfläche um einen ausgewählten Aktualisierungsauf-
trag zu löschen. Der gewählte Aktualisierungsauftrag wird ohne Sicherheits-
abfrage gelöscht. Zur Übergabe dieser Änderung an den Mailserver betäti-
gen Sie anschließend die Schaltfläche Übernehmen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 139

1.4.12.3. Einrichten eines Aktualisierungsauftrages für den Postaus-


gang
Definieren Sie hier, wann und in welchen Zeitabständen ausgehende Nach-
richten verschickt werden sollen. Durch die Zeitplanfunktion von MERCUR
kann die Aktualisierung des Postausganges detailliert und für jede Prioritäts-
stufe separat eingestellt werden. Es ist somit problemlos möglich den
Postausgang, z.B. tagsüber zwischen 8:00 und 18:00 alle 15 Minuten,
nachts alle 2 Stunden und am Wochenende nur zweimal am Tag zu aktuali-
sieren.

Wochentage
Der Aktualisierungsauftrag kann hier den entsprechenden Wochentagen zu-
geordnet werden. Wenn kein Tag ausgewählt ist, wird der Auftrag nicht aus-
geführt werden.

Ausführung
Sofort, wenn die Nachricht eintrifft
Wählen Sie diese Option, um eintreffende Nachrichten sofort zu versenden.
Falls Sie eine DFÜ-Verbindung verwenden wird diese sofort aktiviert.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 140

Wenn der Postausgang mehr als ... Nachrichten enthält


Mit dieser Option können Sie festlegen, dass der Postausgang aktualisiert
werden soll, wenn eine bestimmte Anzahl von Nachrichten dort auf die Zu-
stellung wartet.

Einmalig um ...
Diese Option erlaubt es eine genaue Uhrzeit für die einmalige Aktualisierung
zu bestimmen. Die Angabe der Uhrzeit erfolgt hier im 24-Stunden Format.

Wiederholt alle...
Hier können Sie den Zeitintervall festlegen, in dem die Aktualisierung wie-
derholt werden soll. Die Angabe kann in Minuten oder Stunden erfolgen. In
einer weiteren Option können Sie festlegen, ob die Aktualisierung den gan-
zen Tag über erfolgen soll, oder nur innerhalb eines fest definierten Zeitrau-
mes. Die Angaben für die Uhrzeit erfolgen auch hier im 24-Stunden Format.

Prioritäten
Legen Sie hier die Nachrichten-Prioritäten fest, die von dem aktuellen Aktua-
lisierungsauftrag berücksichtigt werden sollen. Verfügt eine Nachricht über
eine Priorität die hier nicht aktiviert ist, so wird diese Nachricht nicht mit der
Ausführung dieses Aktualisierungsauftrages versendet. Zur eindeutigen Zu-
ordnung einer Nachrichten-Priorität sind die definierten Schlüsselwörter für
die Prioritäten ganz entscheidend.

Nur verbinden, wenn Postausgang nicht leer


Wenn Sie diese Option auswählen wird die Verbindung nur dann aufgebaut,
wenn im Postausgang auch Nachrichten zur Weiterleitung vorliegen.
Achtung: Im Normalfall sollte diese Option IMMER aktiviert sein. Eine Nicht-
Aktivierung ist nur dann sinnvoll wenn Ihr Internet Provider auf einen Verbin-
dungsaufbau von Ihrer Seite aus wartet, um Ihnen dann eingehende Nach-
richten mittels SMTP zustellen zu können.

ETRN-Anfrage senden für Nodename...


Wenn diese Option ausgewählt werden soll, so muss in jedem Fall das
ESMTP-Protokoll zur Verwendung aktiviert sein. Aktivieren Sie diese Option
um mit Hilfe des ETRN-Befehls eine Warteschleife auf dem SMTP-Server Ih-
res Internet-Providers zu aktualisieren. Dieses Verfahren wird verwendet,
um dem Mailserver auf der Gegenseite mitzuteilen, dass er alle neuen Nach-
richten jetzt via SMTP übermitteln soll. Hierfür muss der Name der Warte-
schleife (Nodename) unbedingt angegeben werden.

Achtung: Da der Nodename in Verbindung mit ETRN unverschlüsselt ü-


bermittelt wird, ist bei diesem Verfahren keine 100%-tige Sicherheit gege-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 141

ben.

an Austauschserver
Sendet die ETRN-Anfrage an den im Register Post-Austausch angegebe-
nen Austauschserver.

an Host
Sendet die ETRN-Anfrage an den von Ihnen hier angegebenen Host.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 142

1.4.12.4. Einrichten der Optionen zu Unzustellbare Nachrichten


Sie definieren hier, nach welchem Zeitraum ausgehende Nachrichten als
unzustellbar behandelt werden. Im weiteren geben Sie vor nach welchem
Zeitraum der Absender eine Information darüber erhält, dass Probleme bei
der Zustellung aufgetreten sind. Mit weiteren Optionen legen Sie die Be-
nachrichtigung des Absenders und des Administrators fest und wählen aus,
was mit der Nachricht passieren soll.

Unzustellbare Nachrichten
Info an Absender senden
Wählen Sie diese Option, wenn MERCUR eine automatische Info an den
Absender schicken soll, dass die Nachricht nicht zugestellt werden konnte.
Diese Info wird erst nach Ablauf des Zeitraumes erstellt, der in der Option
Nachrichten als unzustellbar behandeln nach angegeben ist.

Nachricht zurück an den Absender


Wählen Sie diese Option, wenn Sie unzustellbare Nachrichten nicht weiter
verarbeiten möchten, sondern die Nachricht automatisch von MERCUR an
den Absender zurückgeschickt werden soll. Dies geschieht ebenfalls erst
nach Ablauf des Zeitraumes, der in der Option Nachrichten als unzustellbar
behandeln nach angegeben ist.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 143

Info an Administrator senden


Aktivieren Sie diese Option, um eine entsprechende Mitteilung an den Ad-
ministrator zu senden, wenn eine Nachricht nicht zugestellt werden konnte.
Diese Info wird erst nach Ablauf des Zeitraumes erstellt, der in der Option
Nachrichten als unzustellbar behandeln nach angegeben ist.

Originalnachricht anhängen
Mit dieser Option wird die Original-Nachricht als Anlage zur Info-Nachricht
zum Administrator geschickt.

Bei Zustellungsproblemen Info an Absender nach


Sollte es zu Problemen bei der Zustellung kommen, können Sie hier den
Zeitintervall definieren, nachdem der Absender eine Benachrichtigung erhält.
Diese Information teilt dem Absender mit, dass eine Nachricht innerhalb ei-
nes bestimmten Zeitraumes noch nicht erfolgreich zugestellt werden konnte,
allerdings nicht dass die Nachricht unzustellbar ist. Diese Zeitvorgabe sollte
immer kleiner gewählt werden als der Zeitraum nach dem Nachrichten als
unzustellbar behandelt werden.

Nachrichten als unzustellbar behandeln nach


Hier können Sie hinterlegen nach welchem Zeitraum Nachrichten als unzu-
stellbar behandelt werden sollen.

Schlüsselwörter für Priorität


Hier definieren Sie die Schlüsselwörter Ihrer eingesetzten Mail-Clients, die
zur Identifikation und Zuordnung zu den Prioritäten der Nachrichten verwen-
det werden, mit denen die Nachrichten versendet werden sollen. Sie können
die Schlüsselwörter für niedrige und hohe Priorität festlegen. Je nach Aus-
wahl der Priorität bekommen Sie die hinterlegten Schlüsselwörter angezeigt.
Die vorhandenen Einträge sind Vorgaben von MERCUR.

Die Mail Clients setzen einen Header Eintrag der die Priorität der Mail fest-
legt. Diese Einträge sind bei jedem Mail-Client unterschiedlich. Senden Sie
sich selbst eine Nachricht und lassen sich anschließend den Header der
Nachricht anzeigen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 144

Hier ist ein Beispiel Header von Outlook 2000:


---------------------------------------------------------------------------
Reply-To: <test@domain.com>
From: "test" <test@domain.com>
To: <test@domain.com>
Subject:
Date: Tue, 8 Aug 2000 14:49:33 +0200
Message-ID: <000101c00137$640bae10$108d1bd4@domain.com>
MIME-Version: 1.0
Content-Type: text/plain;
charset="iso-8859-1"
Content-Transfer-Encoding: 7bit
X-Priority: 1 (Highest)
X-MSMail-Priority: High
X-Mailer: Microsoft Outlook CWS, Build 9.0.2416 (9.0.2910.0)
Importance: High
X-MimeOLE: Produced By Microsoft MimeOLE V5.00.2314.1300
--------------------------------------------------------------------------------------------

In diesem Header finden Sie die zwei Einträge X-Priority: 1 (Highest) und X-
MSMail-Priority: High. Fügen Sie nur diese Einträge den Schlüsselwörtern
unter der zugehörigen Priorität hinzu. MERCUR kann diese jetzt unterschei-
den.

Schlüsselwort
Dieses Feld dient Ihnen zur Eingabe eines neuen Schlüsselwortes. Durch
das Kontextmenü steht Ihnen hier auch die Funktion Einfügen zur Verfü-
gung.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 145

1.4.12.5. Einrichten der Verbindungseinstellungen


Verbindung
Mit MERCUR kann die Verbindung zum Internet auf zwei Arten erfolgen. Es
kann die normale Netzwerkumgebung verwendet werden oder auch eine
speziell dafür vorgesehene DFÜ-Verbindung (DFÜ-Netzwerk). Die Netz-
werkverbindung erfordert eine permanente oder eine automatisch aufbau-
ende Verbindung (z.B. über einen Router). Die DFÜ-Verbindung verwenden
Sie, wenn Sie über keine automatische Verbindung verfügen. Aktivieren Sie
in der Liste das entsprechende DFÜ-Profil, dass für den Verbindungsaufbau
zu Ihrem Internet-Provider verwendet werden soll. MERCUR wird die Ver-
bindung im Bedarfsfall automatisch aktivieren und nach Abschluss seiner
Aktivitäten wieder schließen. Geben Sie auch den maximalen Leerlauf-
Zeitraum an, nachdem die DFÜ-Verbindung wieder geschlossen werden
soll.

Anschlüsse
Hier können Sie die Anschluss-Nummern angeben, die von den MERCUR-
Diensten für die Verarbeitung verwendet werden sollen. Die Anschlüsse für
den internen und externen Betrieb können hier separat angegeben werden.
Dies ist dann sehr nützlich, wenn ein Proxy Server zum Einsatz kommt. Im
Normalfall ist keine Änderung der Standardwerte erforderlich, die Anschlüs-
se vor allem für SMTP (Port 25), POP3 (Port 110), IMAP4 (Port 143) und

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 146

DNS (Port 53) sind klar definiert.

Die Option Max. Anzahl von Threads bei externen SMTP-Verbindungen legt
fest, wie viele Verbindungen der SMTP-Dienst beim Weiterleiten zur glei-
chen Zeit verwenden soll.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 147

1.4.12.6. Einrichten der Datenbanken


Die Verwaltung von Benutzerdaten, Ereignisprotokollen und Statistik-
Informationen in einer Datenbank bietet dem Administrator ein offenes Sys-
tem und die Möglichkeit gezielter Auswertungen von Nutzung und Kosten.
Durch den Einsatz leistungsfähiger Datenbanksysteme ist zusätzlich ein
schneller Zugriff auf eine große Anzahl von Benutzerdaten gewährleistet.

Benutzerdaten
Hier geben Sie an, wie und wo MERCUR die Daten der Benutzer speichern
soll.

MERCUR Standard-Format
Wählen Sie diese Option wenn die Benutzerdaten in Form von Dateien in
einem Verzeichnis auf der Festplatte gespeichert werden sollen. Diese Da-
teien werden standardmäßig im Verzeichnis MERCUR\Config angelegt.

In ODBC-Datenquelle
Hier hinterlegen Sie eine ODBC-Datenquelle, die MERCUR zum Speichern
der Benutzerdaten verwendet. Klicken Sie auf die Schaltfläche neben dem
Eingabefeld um eine Liste mit allen verfügbaren Systemdatenquellen zu er-
halten. Sie haben dort ebenfalls die Möglichkeit die Struktur der Datenquelle

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 148

zu überprüfen bzw. einzurichten. In diesem Fall werden die Tabellen inner-


halb der Datenquelle an das MERCUR Datenformat angepasst bzw. ent-
sprechend neu erzeugt. Außerdem können Sie hier den Anmeldenamen und
das Kennwort angeben, welches MERCUR für die Datenbankanmeldung
verwendet.

Achtung: Bitte beachten Sie, dass hier ausschließlich System-Datenquellen


verwendet werden können. Benutzerabhängige ODBC-Datenquellen sind für
diese Funktion NICHT geeignet und stehen im Rahmen der Auswahlliste
auch nicht zur Verfügung.

Ereignis-Protokolle
Hier geben Sie an, wie und wo die Protokollierung der Ereignisse stattfinden
soll.

MERCUR Standard-Format
Wenn Sie diese Option wählen, wird MERCUR sämtliche SMTP-, POP3-,
IMAP4-, SMS-Pager- und die Fax-Ereignisse in Form von Textdateien in ei-
nem Verzeichnis auf der Festplatte speichern. Diese Dateien werden stan-
dardmäßig im Verzeichnis MERCUR\Log angelegt.
In ODBC-Datenquelle
Geben Sie hier den Namen einer ODBC-Datenquelle an, die MERCUR für
die Ereignisprotokollierung verwenden soll. Klicken Sie auf die Schaltfläche
neben dem Eingabefeld um eine Liste mit allen verfügbaren Systemdaten-
quellen zu erhalten. Sie haben dort ebenfalls die Möglichkeit die Struktur der
Datenquelle zu überprüfen bzw. einzurichten. In diesem Fall werden die Ta-
bellen innerhalb der Datenquelle an das MERCUR Datenformat angepasst
bzw. entsprechend neu erstellt. Weiterhin ist hier die Angabe von Anmelde-
namen und Kennwort notwendig. MERCUR wird in dieser Tabelle alle Er-
eignisse aus SMTP, POP3, IMAP4, SMS/Pager und dem Fax-Gateway
speichern.

Achtung: Bitte beachten Sie, dass hier ausschließlich System-Datenquellen


verwendet werden können. Benutzerabhängige ODBC-Datenquellen sind für
diese Funktion NICHT geeignet und stehen im Rahmen der Auswahlliste
auch nicht zur Verfügung.

ODBC Fehler-Protokoll aktivieren


Wenn Sie diese Option aktivieren, wird in dem Log-Verzeichnis ein ODBC
Fehler-Protokoll erstellt. Es wird eine Datei mit dem Namen MCRODBC.TXT
angelegt. Diese Datei enthält ausschließlich ODBC-Fehler, d.h. erfolgreich
ausgeführte ODBC-Befehle werden nicht protokolliert. Es handelt sich hier-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 149

bei um eine einzelne Datei und nicht um täglich neu generierte Dateinamen.

Statistik-Informationen
Hier geben Sie an, welche ODBC-Datenquelle zur Speicherung der Statistik-
Informationen verwendet werden soll. Damit Ihnen im Dialog Statistik Infor-
mationen angeboten werden können, müssen Sie vorher diese Option akti-
viert haben.

In ODBC-Datenquelle
Wählen Sie diese Option damit die Statistik-Informationen in der angegebe-
nen ODBC-Datenquelle gespeichert werden. Klicken Sie auf die Schaltflä-
che neben dem Eingabefeld um eine Liste mit allen verfügbaren Systemda-
tenquellen zu erhalten. Sie haben dort ebenfalls die Möglichkeit die Struktur
der Datenquelle zu überprüfen bzw. einzurichten. In diesem Fall werden die
Tabellen innerhalb der Datenquelle an das MERCUR Datenformat ange-
passt bzw. entsprechend neu erstellt. Weiterhin ist hier die Angabe von An-
meldenamen und Kennwort notwendig.

Achtung: Bitte beachten Sie, dass hier ausschließlich System-Datenquellen


verwendet werden können. Benutzerabhängige ODBC-Datenquellen sind für
diese Funktion NICHT geeignet und stehen im Rahmen der Auswahlliste
auch nicht zur Verfügung.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 150

1.4.12.7. Einrichten von Voreinstellungen


Sie legen hier Voreinstellungen zur Behandlung von Nachrichten an unbe-
kannte Benutzer fest, die bei der Erstellung neuer Domänen bereits aktiviert
sind. Im weiteren nehmen Sie Einstellungen zu zusätzlichen Optionen vor.

Unbekannte Benutzer
Alias in anderen lokalen Domänen suchen
Durch Aktivierung dieses Kontrollfeldes, ermittelt MERCUR die unbekannte
Zieladresse in allen lokal definierten Domänen. Wenn z.B. eine Nachricht für
die Adresse user@domain1.com eintrifft, die korrekte Adresse aber
user@domain2.com heißt, dann würde mit dieser Suchfunktion die korrekte
Adresse gefunden werden.

Nicht annehmen
Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie eingehende Nachrichten an unbe-
kannte Benutzer grundsätzlich nicht annehmen möchten. Die Nachricht wird
abgewiesen.

Info an Administrator senden


Wählen Sie diese Option, um eine entsprechende Mitteilung an den Admi-
nistrator zu senden, wenn eine Nachricht abgewiesen wurde.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 151

Weiterleiten an
Mit dieser Option können Sie Nachrichten an unbekannte Benutzer an eine
andere Adresse, z.B. an den Administrator, an eine andere Domäne oder an
einen anderen Mailserver weiterleiten. Mit der Option original domäne als
mailserver wird der Domänenname der ursprünglichen Adresse als Rech-
nername interpretiert.

Mitteilung an Absender senden


Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie eine Mitteilung an den Absender sen-
den möchten, dass die Nachricht an eine andere Mail-Adresse/-Domäne o-
der einen anderen Mailserver weitergeleitet wurde.

Weitere Optionen
<Reply-To:> erzeugen falls nicht vorhanden
Wenn diese Option aktiviert ist wird MERCUR das Reply-To:-Feld im Header
der Nachrichten überprüfen und hinzufügen, wenn es nicht vorhanden ist.

Empfangsbestätigung senden bei Anforderung


Aktivieren Sie diesen Schalter, wenn MERCUR das Header-Feld Return-
Receipt-To: auswerten soll. Dieses Feld enthält eine Mail-Adresse, an die
eine Empfangsbestätigung gesendet werden soll. Der MERCUR SMTP-
Dienst generiert eine Bestätigung wenn eine eingehende Nachricht eine
derartige Anforderung enthält und die Nachricht an einen LOKALEN Benut-
zer ausgeliefert werden konnte.

Info an Administrator wenn freier Festplattenspeicher kleiner als ...


MByte
Hinterlegen Sie hier einen Wert in MByte, wann der Administrator eine Nach-
richt erhalten soll, dass der Festplattenspeicher einen gewissen Mindestwert
erreicht hat. Diese Option dient zur Überwachung des verfügbaren Festplat-
tenspeichers, um dadurch ein Fehlverhalten der Software zu verhindern.

Vorhaltezeit bei POP3 vor SMTP Anmeldungen


Der hier angegebene Zeitraum gibt an, wie lange der MERCUR eine erfolgte
POP3 Authentifizierung speichert, so das innerhalb dieses Zeitraumes keine
erneute Authentifizierung erfolgen muss. Innerhalb dieses Zeitraumes wird
der MERCUR die via SMTP eingehenden Nachrichten annehmen und
weiterbearbeiten. Hinterlegen Sie hier einen Wert in Minuten. Als Standard-
vorgabe ist hier der Wert von 10 Minuten eingetragen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 152

1.4.12.8. Einrichten von weiteren Optionen


Sie nehmen hier Einstellungen zu den Sicherheitskopien, den max. Warte-
zeiten der MERCUR-Dienste und zu den Verzeichnissen, in denen Temp-
Dateien, die Mail-Verzeichnisse, die HTML-Dateien und die Protokoll-
Dateien abgelegt werden, vor.

Sicherheitskopien
Mit diesen Einstellungen können Sie jeweils ein Verzeichnis auswählen, in
dem Kopien aller eingehenden oder ausgehenden Nachrichten gespeichert
werden sollen. Die Dateiablage in dem gewählten Verzeichnis wird automa-
tisch durch hinzufügen entsprechender Unterverzeichnisse nach Domänen
untergliedert. In den Domänen-Verzeichnissen werden alle Kopien der
Nachrichten dieser Domäne angelegt, so wie sie eintreffen.

Achtung: Bei dieser Option ist zu beachten, dass die angelegten Kopien
nicht automatisch gelöscht werden.

Maximale Wartezeiten
Sämtliche Netzwerkaktivitäten in Verbindung mit den Arbeitsstationen und
entfernten Servern unterliegen bestimmten Zeiten. Eine Überschreitung die-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 153

ser Zeiten bedeutet, dass eine Anforderung nicht ausgeführt werden konnte
weil z.B. ein Fehler aufgetreten ist. Die Werte für die Zeitüberschreitungen
können im folgenden frei gewählt werden.

...bei Client-Verbindungen
Dieser Wert gibt die maximale Wartezeit bei Client-Verbindungen an. Wenn
ein Benutzer eine Verbindung zum Server aufbaut und diese abgebrochen
wird, dann wird nach diesem Zeitwert die Verbindung als ungültig erklärt.

...beim Befehlsaustausch
Wenn eine Verbindung zu einem entfernten System hergestellt wurde und
Befehle ausgetauscht werden, müssen diese innerhalb eines bestimmten
Zeitraumes von der Gegenstelle bestätigt werden. Dieser Zeitraum ist erheb-
lich kürzer als beim Verbindungsaufbau.

...beim Verbindungsaufbau
Die benötigte Zeitspanne, die benötigt wird um eine Verbindung zu einem
entfernten System aufzubauen, ist erheblich größer als bei bestehenden
Verbindungen. Dieser Wert sollte deshalb groß genug sein, dass die Verbin-
dung vollständig aufgebaut werden kann. Gerade bei langsamen Internet-
verbindungen (z.B. bei DFÜ-Netzwerk) können sehr schnell Zeitüberschrei-
tungen auftreten.

...bei Nameserver-Anfragen
Bei Nameserver-Anfragen werden keine Verbindungen über längere Zeit-
räume aufgebaut. Einzelne Abfrage-Pakete werden an den DNS-Server ge-
sendet. Dieser Wert gibt an, wie lange gewartet werden soll bis der Name-
server antwortet.

Verzeichnisse
Sie können hier festlegen, in welches Verzeichnis MERCUR die benötigten
Dateien auf Ihrem System ablegt. Sie können den jeweiligen Verzeichnis-
namen über die Tastatur eingeben oder durch Betätigen der entsprechen-
den Schaltfläche auswählen.

Temporärdateien
Geben Sie hier das Verzeichnis an, dass MERCUR für Temporärdateien
verwenden soll. Standardmäßig werden diese im MERCUR eigenen Temp-
Verzeichnis (z.B. C:\Programme\Atrium Software\Mercur\temp) abgelegt.

Mail-Verzeichnisse
In diesem Verzeichnis wird MERCUR die Unterverzeichnisse zur Verwaltung

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Optionen Dialog Seite 154

der Benutzer-Postfächer und dem Postausgang verwalten. Standardmäßig


werden diese im MERCUR eigenen Mail-Verzeichnis (z.B.
C:\Programme\Atrium Software\Mercur\Mail) abgelegt.

HTML-Dateien
Dieses Verzeichnis enthält die für die Remote-Konfiguration mittels Browser
benötigten HTML-Dateien. Standardmäßig werden diese im MERCUR eige-
nen HTML-Verzeichnis (z.B. C:\Programme\Atrium Software\Mercur\Html)
abgelegt. Weitere Informationen bzgl. der HTML-Konfiguration erhalten Sie
unter Konfiguration mit einem Browser.

Ereignis-Protokolle
In diesem Verzeichnis wird MERCUR sämtliche Protokoll-Dateien speichern.
Standardmäßig werden diese im MERCUR eigenen Log-Verzeichnis (z.B.
C:\Programme\Atrium Software\Mercur\Log) abgelegt.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Protokolle Dialog Seite 155

1.4.13. Der Dialog Protokolle

1.4.13.1. Übersicht Protokolle


Der MERCUR Mailserver legt während des Betriebes umfangreiche Ereig-
nis-Protokolle an. Sie können selbst bestimmen welche Aktionen protokol-
liert werden. Das Protokoll kann Hinweise auf eventuelle Fehlerquellen wie-
dergeben oder etwa den gesamten Datentransfer dokumentieren. Alle Pro-
tokolle werden standardmäßig in dem MERCUR eigenen Log-Verzeichnis
abgelegt. Zur Anzeige eines Protokolles wählen Sie in erster Linie das Pro-
tokoll und das Datum aus. Das ausgewählte Protokoll wird Ihnen im Proto-
kollfenster angezeigt. Sie haben jetzt die Möglichkeit das gesamte Protokoll,
oder einen ausgewählten Bereich als Textdatei zu speichern oder zu kopie-
ren. Zur Einsichtnahme bestimmter Bereiche eines Protokolles stehen Ihnen
die umfangreichen Filterfunktionen zur Verfügung. Mit der Betätigung der
Schaltfläche Öffnen wird der Texteditor geöffnet der Ihnen das ausgewählte
Protokoll anzeigt.

Optionen
Hier legen Sie fest, mit welcher Protokollebene die Ereignis-Protokolle ge-
führt werden und nach welchem Zeitraum die Protokolle automatisch ge-
löscht werden sollen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Protokolle Dialog Seite 156

Protokollebene
Hier werden die Rahmenbedingungen für die Protokollebene festgelegt. Fol-
gende Einstellungen sind vorgesehen:

• Kein Protokoll
Es werden keine Aufzeichnungen vorgenommen.

• Nur Fehler
Es werden nur eventuell auftretende Fehler protokolliert.

• Warnungen
Es werden zusätzlich zu den Fehlermeldungen noch Warnungen
dokumentiert.

• Informationen
Es werden zusätzlich allgemeine Hinweise aufgezeichnet, wie
z.B. An- und Abmelden von Benutzern, Weiterleiten von Nach-
richten, Aktualisierung der Post.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Protokolle Dialog Seite 157

• Detailliert
Aufzeichnung sämtlicher SMTP, POP3, IMAP4 Befehlsfolgen
und Modembefehle ohne die eigentliche Nachricht. Diese Ein-
stellung ist zu empfehlen, da Sie bei eventuellen Supportanfra-
gen sehr aussagekräftig ist und eine detaillierte Analyse verein-
facht.

• Detailliert mit Daten


Aufzeichnung sämtlicher SMTP, POP3, IMAP4 Befehlsfolgen und
Modembefehle inklusive des Nachrichtentextes.

Löschen wenn älter als ...Tage


Hier können Sie angeben, nach welchem Zeitraum ältere Protokolldateien
automatisch gelöscht werden sollen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Protokolle Dialog Seite 158

1.4.13.2. Anzeigen eines Protokolles


Der Dialog Protokolle ermöglicht Ihnen die Einsichtnahme der vorhandenen
Protokolle in dem Protokollfenster. Wählen Sie in der Listbox Typ ein Proto-
koll und in der Listbox Datum den entsprechenden Tag aus.

Protokollfenster
Das Protokollfenster zeigt Ihnen das ausgewählte Protokoll an und liefert Ih-
nen so Informationen zu den ID's, dem Client, der Uhrzeit, der Spalte R/S
und einem Text.

ID
Zeigt eine, vom ausgewählten Protokoll abhängige, eindeutige Vorgangs-
kennung. Die Vorgangskennung 00000 kennzeichnet eine Systemmeldung
von MERCUR.

Client
Zeigt die zu einem Vorgang zugehörige IP-Adresse, oder eine Fax- bzw. Te-
lefonnummer an.

Uhrzeit
Zeigt die zu einem Vorgang aktuelle Uhrzeit an (z.B. 09:27:07).

R/S
Kennzeichnet die Richtung des Befehlsaustausches (z.B. --> oder <--). Bei
dem Eintrag *** handelt es sich um eine MERCUR eigene Systemmeldung.
Der Eintrag Data kennzeichnet die Übertragung von Daten. Dieser Eintrag
erscheint nur wenn die Protokollebene Detailliert mit Daten ausgewählt ist.

Text
Enthält eine nähere Beschreibung zu dem aktuellen Protokoll-Eintrag.

Übersicht
Sie wählen hier eines der vorhandenen Ereignis-Protokolle aus, welches Ih-
nen dann in dem Protokollfenster angezeigt wird.

Typ
Ermöglicht Ihnen die Auswahl des Protokolles welches Sie sich anzeigen
lassen möchten. Es werden Ihnen hier alle Protokolltypen zur Auswahl an-
geboten.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Protokolle Dialog Seite 159

Datum
Wählen Sie hier das Datum des Tages aus, von dem Sie das ausgewählte
Protokoll einsehen wollen.

Filter
Zur Eingrenzung der Protokollanzeige stehen Ihnen hier umfangreiche Funk-
tionen zur Verfügung. Sie können die Anzeige auf ID's, Clients, auf Einträge
in der Spalte R/S und auf einen Suchtext eingrenzen.

ID
Begrenzt die Anzeige des Protokolls auf die hier ausgewählte Vorgangsken-
nung. Es werden Ihnen hier alle vorhandenen ID's zum ausgewählten Proto-
koll angeboten. Die Auswahl des Eintrages Alles anzeigen zeigt Ihnen die
Protokoll-Einträge zu allen ID's eines ausgewählten Protokolls an.

Client
Begrenzt die Anzeige des Protokolls auf einen hier ausgewählten Clientein-
trag. Es werden Ihnen hier alle vorhandenen Clienteinträge zum ausgewähl-
ten Protokoll angeboten. Die Auswahl des Eintrages Alles anzeigen zeigt Ih-
nen die Protokoll-Einträge zu allen Clienteinträgen eines ausgewählten Pro-
tokolls an.

R/S
Begrenzt die Anzeige des Protokolls auf einen hier ausgewählten Eintrag.
Es werden Ihnen hier alle vorhandenen Einträge aus der Spalte R/S, zum
ausgewählten Protokoll angeboten. Die Auswahl des Eintrages Alles anzei-
gen zeigt Ihnen die Protokoll-Einträge zu allen Einträgen eines ausgewähl-
ten Protokolls an.

Suchtext
Ermöglicht Ihnen einen Suchtext einzugeben auf den die Protokoll-Anzeige,
nach der Betätigung der Schaltfläche Suche starten begrenzt wird. Es wer-
den Ihnen alle Einträge die den Suchtext enthalten angezeigt.

Anzeige automatisch aktualisieren


Aktivieren Sie diese Option damit die Protokoll-Anzeige automatisch aktuali-
siert wird.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statistik Dialog Seite 160

1.4.14. Der Dialog Statistik

1.4.14.1. Übersicht Statistik


MERCUR ermöglicht Ihnen die Anzeige detaillierter Statistiken. Damit Ihnen
Statistiken angezeigt werden können, muss die Option In ODBC-
Datenquelle zu den Statistik-Informationen bereits seit einer geraumen Zeit
aktiviert sein. Diese notwendige Einstellung nehmen Sie im Dialog Optionen
in dem Register Datenbank vor, oder Sie betätigen hier die Schaltfläche Sta-
tistik-Optionen. MERCUR speichert in erster Linie Statistik-Informationen
für die MERCUR-Dienste SMTP und Fax/Pager-Gateway für die lokalen
Postfächer. Für die MERCUR-Dienste POP3 und IMAP4 erfolgt dies nur für
das Abrufen von Nachrichten von externen Postkonten. Die Speicherung
von Statistik-Informationen zum Relaying von Nachrichten wird nicht unter-
stützt.

Unabhängig von einer angezeigten Statistik können Sie sich sehr komforta-
bel definierte Statistik-Berichte ausdrucken und anzeigen lassen. Es werden
Ihnen sowohl tabellarische als auch grafische Statistik-Berichte angeboten.

Nähere Informationen erhalten Sie unter Anzeigen eines Statistik-Berichtes.

Zur Anzeige einer Statistik wählen Sie in erster Linie einen vorgegebenen

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statistik Dialog Seite 161

Zeitraum aus, oder Sie legen einen definierten Zeitraum fest und wählen die
Tabellenspalten aus zu denen Sie Statistikinformationen wünschen. Die fol-
genden Tabellenspalten können ausgewählt werden: Datum, Uhrzeit, Vor-
gang R/S, Absender-Adresse, Empfänger-Adresse, Domäne, Kontoname,
Nachrichten-Größe und Übertragungsdauer. Die Statistik für den ausgewähl-
ten Zeitraum wird Ihnen im Statistikfenster angezeigt. Zur Erstellung eigener
Statistik-Berichte mit anderen Anwendungen haben Sie die Möglichkeit die
gesamte Statistik, oder einen ausgewählten Bereich als Textdatei zu spei-
chern. Zur weiteren Eingrenzung der Statistik stehen Ihnen umfangreiche
Funktionen zur Verfügung.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statistik Dialog Seite 162

1.4.14.2. Anzeigen einer Statistik


Zur Anzeige einer Statistik wählen Sie in erster Linie einen vorgegebenen
Zeitraum aus, oder Sie legen einen definierten Zeitraum fest. Wählen Sie mit
Hilfe der Schaltfläche Spalten die Tabellenspalten aus, zu denen Ihnen die
Statistikinformationen angezeigt werden sollen. Die Statistik für einen aus-
gewählten Zeitraum wird Ihnen im Statistikfenster angezeigt. Zur Erstellung
eigener Statistik-Berichte mit anderen Anwendungen haben Sie die Möglich-
keit die gesamte Statistik, oder einen ausgewählten Bereich als Textdatei zu
speichern. Zur weiteren Eingrenzung der Statistikanzeige stehen Ihnen um-
fangreiche Funktionen zur Verfügung.

Zeitraum
Hier wählen Sie einen vorgegebenen Zeitraum aus, oder Sie definieren ei-
nen bestimmten Zeitraum durch die Angabe zweier Tage.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statistik Dialog Seite 163

Zeitraum
Hier werden Ihnen die vorgegebenen Zeiträume angeboten. Im folgenden
sind die wichtigsten Einträge kurz erläutert, alle anderen sprechen für sich
selbst.

• Im angegebenen Zeitraum
Diese Vorgabe verwendet den in den beiden Feldern Datum und
bis angegebenen Zeitraum. Enthalten diese Felder das gleiche Da-
tum, so ist der Zeitraum der angezeigte Tag.

• Gesamter Zeitraum
Beschreibt den Zeitraum seit der Aktivierung der Protokollierung
der Statistik-Informationen bis zum aktuellen Tag.

Anzeige
Zur Eingrenzung der Statistikanzeige stehen Ihnen hier umfangreiche Funk-
tionen zur Verfügung. Sie können die Anzeige auf Domänen, Benutzer,
empfangene oder gesendete Nachrichten und auf den Absender bzw. dem
Empfänger der Nachrichten eingrenzen.

Domänen
Begrenzt die Anzeige der Statistik auf die hier ausgewählte Domäne. Es
werden Ihnen hier alle vorhandenen lokalen Domänen zur Auswahl angebo-
ten. Die Auswahl des Eintrages Alle Domänen zeigt Ihnen die Statistik zu al-
len Domänen an.

Benutzer
Begrenzt die Anzeige der Statistik auf einen hier ausgewählten Benutzer. Es
werden Ihnen hier alle vorhandenen Benutzer einer im Feld Domänen aus-
gewählten Domäne angeboten. Die Auswahl des Eintrages Alle Benutzer
zeigt Ihnen die Statistik zu allen Benutzern der ausgewählten Domäne an.

Absender
Begrenzt die Anzeige der Statistik auf den hier angegebenen Absender. Es
wird Ihnen eine Statistik zu dem eingegebenen Absender angezeigt.

Empfänger
Begrenzt die Anzeige der Statistik auf den hier angegebenen Empfänger. Es
wird Ihnen eine Statistik zu dem eingegebenen Empfänger angezeigt.

Alle Vorgänge
Wählen Sie diese Option damit die angezeigte Statistik sowohl gesendete

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statistik Dialog Seite 164

als auch empfangene Nachrichten beinhaltet.

Nur gesendete Nachrichten


Wählen Sie diese Option damit die angezeigte Statistik nur die gesendeten
Nachrichten beinhaltet.

Nur empfangene Nachrichten


Wählen Sie diese Option damit die angezeigte Statistik nur die empfange-
nen Nachrichten beinhaltet.

Anzahl Nachrichten
Zeigt Ihnen die Gesamtanzahl aller Nachrichten an, unter Berücksichtigung
der vorgenommenen Auswahl.

KBytes gesamt
Zeigt Ihnen die komplette Speichergröße aller Nachrichten in KBytes an, un-
ter Berücksichtigung der vorgenommenen Auswahl.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statistik Dialog Seite 165

1.4.14.3. Anzeigen eines Statistik-Berichtes


Unabhängig von einer angezeigten Statistik können Sie sich sehr komforta-
bel definierte Statistik-Berichte ausdrucken und anzeigen lassen. Es werden
Ihnen sowohl tabellarische als auch grafische Statistik-Berichte angeboten.
In dem Dialog Statistik-Bericht, dieser erscheint wenn Sie die Schaltfläche
Bericht betätigen, werden Ihnen definierte Statistik-Berichte zur Auswahl
angeboten. Sie haben jetzt die Möglichkeit den ausgewählten Statistik-
Bericht ausdrucken zu lassen, oder Sie wechseln mit der Schaltfläche Vor-
schau in die Seitenansicht. In dieser Ansicht können Sie sich alle Seiten des
Statistik-Berichtes anzeigen lassen. Entsprechende Schaltflächen zum Na-
vigieren innerhalb des Berichtes und für die Zoomfunktionen stehen Ihnen
hier zur Verfügung. Wenn Sie diese Seitenansicht wieder verlassen und zur
vorherigen Ansicht des Dokuments zurückkehren möchten, betätigen Sie die
Schaltfläche Schließen.

Statistikfenster
Das Statistikfenster zeigt Ihnen eine Statistik zu dem ausgewählten Zeitraum
und den ausgewählten Tabellenspalten an. Im folgenden sind die Tabellen-
spalten näher erläutert

Datum
Zeigt das zu einem Eintrag zugehörige Datum an (z.B. 2001-07-15).

Uhrzeit
Zeigt die zu einem Eintrag zugehörige Uhrzeit an (z.B. 12:56:56).

R/S
Zeigt den zu einem Eintrag zugehörigen Vorgang an (z.B. R oder S). Der
Vorgang R steht für Empfangen und S für Gesendet.

Absender-Adresse
Zeigt die zu einem kompletten Sende- bzw. Empfangs-Vorgang ermittelte
Absender-Adresse an.

Empfänger-Adresse
Zeigt die zu einem kompletten Sende- bzw. Empfangs-Vorgang ermittelte
Empfänger-Adresse an.

Domäne
Zeigt die zu einem kompletten Sende- bzw. Empfangs-Vorgang ermittelte
lokale Domäne an.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Statistik Dialog Seite 166

Benutzer-Konto
Zeigt das zu einem kompletten Sende- bzw. Empfangs-Vorgang ermittelte
lokale Benutzer-Konto an.

Volumen (Bytes)
Zeigt das zu einem kompletten Sende- bzw. Empfangs-Vorgang ermittelte
Datenvolumen in Bytes an.

Dauer (Sek.)
Zeigt die zu einem kompletten Sende- bzw. Empfangs-Vorgang ermittelte
Nutzungsdauer in Sekunden an.

Anzahl Nachrichten
Zeigt Ihnen die Gesamtanzahl aller Nachrichten an, unter Berücksichtigung
der vorgenommenen Auswahl.

KBytes gesamt
Zeigt Ihnen die komplette Speichergröße aller Nachrichten in KBytes an, un-
ter Berücksichtigung der vorgenommenen Auswahl.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Lizenzen Dialog Seite 167

1.4.15. Der Dialog Lizenzen

1.4.15.1. Übersicht Lizenzen


Der Dialog Lizenzen zeigt Ihnen in erster Linie eine Auflistung aller vorhan-
denen Lizenzen, mit der Lizenznummer, einer Beschreibung und der Anzahl
der Postfach-Lizenzen an. Mit Hilfe der Schaltflächen Hinzufügen und Ent-
fernen in der Symbolleiste, verwalten Sie Ihre Lizenznummern. Durch die
Betätigung der Schaltfläche Hinzufügen wird Ihnen das Dialogfeld Neue Li-
zenznummer angezeigt, in dem Sie Ihre neue Lizenznummer eingeben kön-
nen. Beenden Sie diese Eingabe mit Ok, damit die neue Lizensierung
durchgeführt wird und die Lizenz-Informationen aktualisiert werden.

MERCUR verwaltet für jeden Benutzer ein separates Postfach, in dem die
eingegangenen Nachrichten bis zum Abrufen abgelegt werden. Es können
mehreren Benutzern ein gemeinsames Postfach zugeordnet oder für einen
Benutzer mehrere Postfächer vergeben werden. Die Mitglieder eines Win-
dows NT/2000 Benutzerkontos können nur im MERCUR Mailserver 4.0 mit
unbegrenzter Benutzer-Postfach-Lizenz als lokale Benutzer der jeweiligen
Domäne hinzugefügt werden.

Für MERCUR Mailserver 4.0 werden folgende Basislizenzen angeboten:

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Lizenzen Dialog Seite 168

• 10 Benutzer Postfach Lizenz


• 20 Benutzer Postfach Lizenz
• 50 Benutzer Postfach Lizenz
• 100 Benutzer Postfach Lizenz
• 250 Benutzer Postfach Lizenz
• unbegrenzte Benutzer Postfach Lizenz

Für MERCUR Mailserver 4.0 werden folgende Erweiterungs-Lizenzen ange-


boten:

• weitere 10 Benutzer Postfächer


• weitere 20 Benutzer Postfächer
• weitere 50 Benutzer Postfächer
• weitere 100 Benutzer Postfächer

Lizenz-Informationen
Es wird Ihnen hier die Server Basis Lizenz und die Gesamtanzahl der Post-
fach-Lizenzen angezeigt. Es handelt sich um den aktuellen Stand der Lizen-
sierung.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Support Dialog Seite 169

1.4.16. Der Dialog Support

1.4.16.1. Übersicht Support


Verwenden Sie diesen Dialog zur Erstellung einer detaillierten Supportan-
frage. Unter den erforderlichen Parametern wählen Sie die Einstellungen
und die Ereignis-Protokolle aus, die als Anlage der Support-E-Mail hinzuge-
fügt werden. Die auf diese Weise bereitgestellten Parameter werden zur A-
nalyse der gestellten Problematik benötigt. Haben Sie alle Angaben zur
Supportanfrage vorgenommen, so können Sie diese unmittelbar mit der
Schaltfläche Senden abschicken oder mit der Schaltfläche Speichern als
Datei speichern.

Erforderliche Parameter
Wählen Sie aus den Einstellungen: Domänen, Benutzer, Mailing-Listen, Au-
to-Responder, Befehlsausführungen, Externe Postkonten, Statische Routen
und Systemeinstellungen die zu dem geschilderten Problem benötigten aus.
Alle Ereignis-Protokolle die angelegt werden stehen Ihnen hier zur Auswahl
bereit. Zu diesen wählen Sie bitte auch den Zeitraum des Protokolls aus,
dass als Anlage hinzugefügt werden soll.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Support Dialog Seite 170

E-Mail Adressen
Überprüfen Sie hier bitte die vorhandenen Einträge. Die Empfänger E-Mail
Adresse enthält standardmäßig bereits den Eintrag support@atrium-
software.com, so das hier keine Änderung notwendig ist. Geben Sie bitte Ih-
re Absender E-Mail Adresse ein, an der die Antwort auf Ihre Supportanfrage
gesendet werden soll.

Problem-Beschreibung
Beschreiben Sie hier das vorliegende Problem und nehmen Sie ggf. Bezug
auf vorhandene Einstellungen und Definitionen. Eine detaillierte Problembe-
schreibung beugt häufigen Nachfragen vor.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Der Info Dialog Seite 171

1.4.17. Der Dialog Info

1.4.17.1. Übersicht Info


Dieser Dialog enthält Informationen über die bei Ihnen installierte Version
des MERCUR Mailserver. Sie ersehen hier die aktuelle Produkt- und Datei-
version des Mailservers. Mit den vorhandenen Links gelangen Sie schnell
auf unsere Webseite, oder Sie senden uns eine E-Mail an die Infoadresse.

atrium software international


broeske & sigmund ohg
Holzhausenstraße 22
60322 Frankfurt am Main

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Tools Seite 172

1.5. Mercur Tools

1.5.1. Mercur Remote Konfiguration mit Browser


Der MERCUR Konfigurationsdienst enthält eine HTTP Schnittstelle. Dadurch
ist es möglich den MERCUR mit einem handelsüblichen Browser, wie z.B.
MS Internet Explorer oder Netscape Communicator bzw. Navigator, zu be-
arbeiten.

Sie können mit Ihrem Browser eine Verbindung zum MERCUR Mailserver
herstellen, indem Sie dort einfach den Namen bzw. die IP-Adresse Ihres
Mailservers gefolgt von der Anschluss-Nummer des Konfigurationsdienstes
(z.B. 32000) eingeben.

Beispiel: http://domain.com:32000
http://IP-Adresse:32000

Falls Ihr Konfigurationsdienst auf den standardmäßigen HTTP-Anschluss


(80) eingestellt ist, muss der Anschluss nicht angegeben werden, da Ihr
Browser diesen im Normalfall immer verwendet.

Anmeldung
Nach erfolgreicher Verbindung erhalten Sie einen Anmeldedialog. Dort müs-
sen Sie Ihre komplette E-Mail-Adresse und Ihr Kennwort eingeben, wie es
im MERCUR Mailserver definiert ist. Bitte beachten Sie, dass sich auch
hier nur Benutzer mit Administrator-Rechten anmelden können. An-
dernfalls wird die Anmeldung grundsätzlich abgelehnt. Die folgenden Admi-
nistrator-Rechte können vergeben werden.

.... für alle Domänen


Ist dieser Schalter aktiviert, kann dieser Benutzer den kompletten MERCUR
von einem entfernten Computer aus konfigurieren. Die Anmeldung hierbei
muss mit der kompletten E-Mail-Adresse als Benutzer und dem Kennwort er-
folgen.

.... nur für diese Domäne


Ist dieser Schalter aktiviert, kann dieser Benutzer nur die Domäne von ei-
nem entfernten Computer aus konfigurieren, der er angehört. Die Anmel-
dung hierbei muss mit der kompletten E-Mail-Adresse als Benutzer und dem
Kennwort erfolgen.

.... nur für diesen Benutzer


Ist dieser Schalter aktiviert, kann dieser Benutzer von einem entfernten

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Tools Seite 173

Computer aus nur ausgewählte Einträge seiner eigenen Konfiguration än-


dern. Es handelt sich um die Einträge Name (sein voller Name), das Kenn-
wort und die Angabe einer Weiterleitungsadresse. Die Anmeldung hierbei
muss mit der kompletten E-Mail-Adresse als Benutzer und dem Kennwort er-
folgen.

Dialoge
Die Dialoge für die HTTP-Konfiguration liegen im HTML-Format vor und ent-
sprechen sinngemäß den Dialogen aus dem MERCUR Mailserver. Da die
Möglichkeiten der Dialogsteuerung mit HTML derzeit allerdings noch sehr
beschränkt sind, haben die Dialoge in diesem Fall ein etwas anderes Er-
scheinungsbild. Sie haben hier jetzt auch die Möglichkeit die Landessprache
auszuwählen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Tools Seite 174

1.5.2. MERCUR Tool MCRSEND


MCRSEND.EXE ist ein einfaches Programm zum Versenden von Nachrich-
ten. Es können Dateien mit angehängt werden. Dabei erfolgt die Codierung
nach ISO-8859-1 BASE 64. Optional kann auch der Nachrichtentext nach
diesem Verfahren kodiert verschickt werden. Die Ausführung von
MCRSEND kann optional als Dialog oder unter Angabe von Parametern auf
Kommandozeilen-Ebene erfolgen.

Mit Dialog
Starten Sie MCRSEND aus dem MERCUR-Verzeichnis mit einem Doppel-
klick in Ihrem Explorer, oder rufen das Programm im entsprechenden Ver-
zeichnis an der Eingabeaufforderung auf. Es erscheint ein Dialogfenster das
im folgenden erklärt wird.

Optionen
Stellen Sie bitte zuerst diese Optionen ein, da sie wesentliche Angaben zum
Verbindungsaufbau beinhalten.

Weiterleiten an Austausch-Server
Sie können hier den Namen eines Austausch-Servers hinterlegen, der prin-
zipiell für die Weiterleitung ausgehender Post zuständig ist. Diese Option ist
von besonderem Interesse, wenn kein Nameserver vorhanden oder die Ver-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Tools Seite 175

teilung der Nachrichten von einer zentralen Stelle abgewickelt wird. Wenn
zusätzlich die Option DNS-Lookup verwenden aktiviert ist und die Post nicht
an die mit DNS-Lookup ermittelten Mailserver weitergeleitet werden kann,
wird der Austausch-Server als weitere Alternative hinzugezogen.

DNS-Lookup verwenden
Aktivieren Sie diese Option, wenn der MERCUR SMTP-Dienst die Adresse
des Zielcomputers automatisch ermitteln soll. Für alle ausgehenden Nach-
richten wird der für die Zieldomäne zuständige Mailserver mittels einer DNS-
Abfrage (Domain-Name-System) bei dem angegebenen Nameserver ermit-
telt. Ausgehende Nachrichten gelangen somit auf direktem Weg zu der ent-
sprechenden Zieladresse. Falls diese Option nicht aktiviert ist, muss ein
Austausch-Server angegeben werden. Ansonsten kann keine Weiterleitung
von externen Nachrichten erfolgen.

Port
Der Port ist standardmäßig auf 25 eingestellt. Wenn sie nicht sicher sind, auf
welchem Port sich der Postausgang befindet, können sie im MERCUR Mail-
server in dem Dialog Optionen in dem Register Verbindung die Anschlüsse
einsehen.

Protokollieren
Sie können hier das Versenden protokollieren lassen. Der Verbindungsauf-
bau sowie der Versand ausgehender Nachrichten wird in der Datei
MCRSEND.LOG gespeichert.

Sende Nachrichtentext MIME kodiert


Sie können den Nachrichtentext von MCRSEND kodieren lassen. In diesem
Fall kann die Nachricht nicht mehr mit einem Texteditor bearbeitet werden.

Adresse
Von
Geben Sie hier die Absenderadresse an.

An
Geben Sie hier die Empfängeradresse an. Bei mehreren Empfängern tren-
nen Sie die Adressen mit einem Leerzeichen.

Cc
Geben Sie hier zusätzliche Empfängeradressen an, die eine Kopie erhalten
sollen. Bei mehreren Empfängern trennen Sie die Adressen mit einem Leer-
zeichen.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Tools Seite 176

Betreff
Beschreiben Sie hier in Kurzform den Grund der Nachricht.

Text
Hier können Sie Ihren Nachrichtentext eintragen.

Anlagen Hinzufügen/Löschen:
Wenn Sie Dateien mit versenden möchten, können Sie mit Hinzufügen aus
dem Auswahldialog die gewünschte Datei selektieren. Diese wird mit einem
Symbol in der Liste angezeigt. Durch markieren des Symbols und anschlie-
ßendem Löschen kann die Datei auch wieder entfernt werden.

Hilfe
Zeigt Ihnen ein Hilfefenster.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Tools Seite 177

Auf Kommandozeilen-Ebene
Rufen Sie MCRSEND mit den folgenden möglichen Parametern an der Ein-
gabeaufforderung auf. Die Parameter selbst sind zwingend durch ein Leer-
zeichen zu trennen.

Folgende Parameter sind möglich:

-h der Name oder die IP-Adresse des Austauschserver


-n der Name oder die IP-Adresse des Nameservers
-p der SMTP-Port (Standardmäßig auf 25 eingestellt)
-f Ihre Absenderadresse
-t Die Empfängeradressen getrennt durch"(Leerzeichen)
-w Weitere Empfänger (Carbon copy) getrennt durch"(Leerzeichen)
-s Betreff
-a angehängte Dateien (getrennt durch Leerzeichen und Angabe des
vollen Pfades)
-l Legt eine Protokolldatei an (mcrsend.log)
-m Sendet den Nachrichtentext MIME kodiert
-? Zeigt Hilfeinformationen an

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Tools Seite 178

1.5.3. MERCUR Tool MCRPASS


Mit MCRPASS, können Sie Benutzer-Passwörter ändern. Sie können von
externer Seite, z.B. mit einer Email die Änderung durchführen lassen. Legen
Sie hierzu eine Befehlsausführung (Executable) für das Programm an. Die
Ausführung von MCRPASS kann aber auch optional mit Dialog oder unter
Angabe von Parametern auf Kommandozeilen-Ebene erfolgen.

Mit Dialog
Starten Sie MCRPASS aus dem MERCUR-Verzeichnis mit einem Doppel-
klick in Ihrem Explorer, oder rufen das Programm im entsprechenden Ver-
zeichnis an der Eingabeaufforderung auf. Es erscheint ein Dialogfenster das
im folgenden erklärt wird.

Optionen
Stellen Sie bitte zuerst diese Optionen ein, da sie wesentliche Angaben zum
Verbindungsaufbau beinhalten.

Server
Sie müssen hier den Namen des Servers angeben, auf dem MERCUR in-
stalliert ist.

Anschluss
Der Anschluss ist standardmäßig auf 106 eingestellt. Wenn sie nicht sicher
sind auf welchem Port sich der Kennwort-Anschluss befindet, können sie im
MERCUR Mailserver in dem Dialog Optionen in dem Register Verbindung
den Anschluss einsehen. Dieser Anschluss sollte mit diesem identisch sein.

POP3 Kennwort ändern


Benutzername
Geben Sie hier den Benutzernamen an für den das Kennwort geändert wer-
den soll. Es reicht hier die Angabe des Benutzernamens d.h. es muss nicht

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Tools Seite 179

die komplette E-Mail-Adresse angegeben werden.

Altes Kennwort
Sie müssen hier das alte Kennwort des Benutzers eingeben um Zugriff auf
diesen Datenbereich zu erlangen.

Neues Kennwort
Geben Sie nun das neue Kennwort ein.

Kennwort bestätigen
Um sicherzugehen ob das neue Kennwort korrekt eingegeben worden ist,
können Sie es hier nochmals prüfen lassen.

Ändern/Abbruch
Sind Ihre Angaben korrekt eingegeben wird der Schalter Ändern aktiv. Betä-
tigen Sie diesen Schalter, dann werden Ihre Angaben übernommen. Bei Ab-
bruch wird das Programm ohne Änderungen beendet.

Auf Kommandozeilen-Ebene
Rufen Sie MCRPASS mit den folgenden möglichen Parametern an der Ein-
gabeaufforderung in dem MERCUR-Verzeichnis auf.

Folgende Parameter sind möglich:

-h die IP-Adresse des Servers


-p Anschluß (Dieser ist standardmäßig auf 106 eingestellt)
-m unterdrückt die Fenstermeldungen, z.B. das Passwort wurde erfolg-
reich geändert.
-? Zeigt Hilfeinformationen an

Die Parameter und die zugehörigen Argumente sind nicht zwingend durch
ein Leerzeichen zu trennen. Die beiden folgenden Varianten sollen dies ver-
deutlichen.

Beispiel: MCRPASS -h 200.28.135.23


MCRPASS -h 200.28.135.23

Die Parameter selbst sind zwingend durch ein Leerzeichen zu trennen, hier
durch das Rautezeichen angedeutet.

Beispiel: MCRPASS -h 200.28.135.23#–p 106

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Tools Seite 180

Nach den Parametern folgt dann die Angabe des Benutzernamens, des al-
ten Kennwortes und des neuen Kennwortes. Die Kennwortbestätigung kann
optional angegeben werden. Diese Angaben sind zwingend durch ein Leer-
zeichen zu trennen.

Die folgenden Beispiele zeigen zwei korrekte MCRPASS-Kommandozeilen.


Zwingende Leerzeichen werden hier im Beispiel ebenfalls durch das Raute-
zeichen verdeutlicht

MCRPASS –h 200.28.135.23#–p 106#demouser#Altes#Neues#[Neues]


MCRPASS –m#–h200.28.135.23#–p106#demouser#Altes#Neues#[Neues]

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Tools Seite 181

1.5.4. MERCUR Tool Holiday


Holiday ist ein Programm, dass einen Auto-Responder generiert. Wenn Sie
zum Beispiel unterwegs sind und Benutzern die Ihnen eine E-Mail schicken
automatisch antworten wollen, können Sie mit diesem Tool den Antworttext
ändern oder auch entfernen. Dazu muss eine Befehlsausführung angelegt
sein. Die Adresse kann z.B. holiday@domain.com lauten. Wenn Sie durch
eine E-Mail-Nachricht an diese Adresse diesen Auto-Responder für Sie akti-
vieren, wird bei den für Ihre Adresse eingehenden Nachrichten, automatisch
der von Ihnen bestimmte Text an die Absender-Adresse zurückgeschickt.

Holiday per E-Mail aktivieren:


1. Legen Sie eine Befehlsausführung mit der Adresse z.B. holi-
day@domain.com an.

Schreiben Sie sich z.B. mit dem Notepad Ihren Antworttext und speichern
Sie diesen ab.

2. Schicken Sie dann an die Adresse der Befehlsausführung (z.B. holi-


day@domain.com) eine Nachricht. Fügen Sie der Nachricht den Ant-
worttext als Attachment an.

Holiday per E-Mail deaktivieren:


Schicken Sie eine Nachricht an die Befehlsausführung (z.B holi-
day@domain.com) ohne angehängte Datei.

Holiday an der Eingabeaufforderung


Im folgenden wird der Aufruf des Programms Holiday von der Eingabeauf-
forderung her beschrieben. Die Parameter sind durch Leerzeichen zu tren-
nen.

Holiday <Postfach> <Dateiname> (-b<jjmmtt>) (-e<jjmmtt>) (-d)


[-n<Name>] (-?)

<Postfach> Das Postfach für das der Auto-Responder ausgeführt wer-


den soll (z.B. demouser@domain.com).
<Dateiname> Die Datei die den Auto-Responder-Text enthält.
-b<jjmmtt> Das Startdatum ab dem der Auto-Responder ausgeführt
werden soll (z.B. 001015 entspricht 15.10.00).
-e<jjmmtt> Das Enddatum ab dem der Auto-Responder nicht mehr
ausgeführt werden soll (z.B. 001030 entspricht 30.10.00).
-d Aktiviert die automatische Löschung des Auto-Responder
nach Ablauf des Enddatums.
-n<Name> Name des Auto-Responders (Optional).

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Tools Seite 182

-? Zeigt Ihnen Hilfeinformationen an.

Deaktivieren Sie die Ausführung des Auto-Responders in dem Sie


keine Datei angeben, oder die Datei, die Sie übergeben, keinen Text
enthält.

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Tools Seite 183

1.5.5. MERCUR Tool MCREORG


MCREORG baut die Datenbank von MERCUR neu auf. Es benötigt keine
Verzeichnisangabe. Dabei können die Index-Dateien neu angelegt, einzelne
Bereiche (Benutzer, Mailing-Listen etc.) gezielt angesprochen und als ge-
löscht gekennzeichnete Datensätze physikalisch aus der Datenbank entfernt
werden. Rufen Sie das Programm an der Eingabeaufforderung in dem
MERCUR-Verzeichnis wie folgt auf:

Mcreorg <mode> [-r] [-d] [-c]

Folgende Parameter sind möglich:

Mode:
U Baut die Benutzer neu auf.
L Baut die Mailing-Listen neu auf.
R Baut die Auto-Responder neu auf.
X Baut die Befehlsausführungen neu auf.
P Baut die externen Post-Konten neu auf.
S Baut die statischen Routen neu auf.
D Baut die Domänen neu auf.
A Baut alle Datensätze neu auf.

[-r] Baut die Index-Dateien neu auf.

[-d] Gelöschte Domänen-Einträge entfernen.

[-c] Doppelte Einträge entfernen.

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Die MERCUR Tools Seite 184

1.5.6. MERCUR Tool DNS-VIEW


Beim Domain Name System (DNS) handelt es sich um eine hierarchische
Einrichtung zur Namensgebung, bei der Hosts, die einen DNS-Nameserver-
Prozess ausführen, Zuordnungspaare von Namen und Internet-Adressen
verwalten. Das Domain Name System (DNS) bietet einen netzwerkweiten
Verzeichnisdienst, der die Zuordnung von Host-Namen und Internet-
Adressen übernimmt. Wird zur Namenszuordnung DNS verwendet, so
nimmt der Zuordnungsprozess eines Anwender-Host Kontakt mit einem
DNS-Nameserver auf, der sich irgendwo im Internet befindet, um Anfragen
nach Namenszuordnungen an ihn zu richten. Der Nameserver verwendet
eine Verzeichnisdatenbank, um Namen zuzuordnen und schickt die Ergeb-
nisse an den Zuordnungsprozess des lokalen Host zurück.

DNS-View ermöglicht Ihnen auf komfortable Weise Anfragen an DNS-


Nameserver zu stellen. In erster Linie werden wohl Anfragen zu Zuordnun-
gen von Host-Namen und IP-Adressen erfolgen. Mit DNS-View ist es auch
möglich Abfragen nach weiteren evtl. bereitgestellten Informationen durch-
zuführen.

Das Programmfenster
Das Programmfenster unterteilt sich in zwei Bereiche, dem Abfrage- und
dem Ergebnisbereich. In dem oberen, dem Abfragebereich, geben Sie die
Informationen zu der aktuellen Abfrage ein. Das Ergebnis wird Ihnen nach
erfolgter Durchführung der Abfrage, in dem unteren, dem Ergebnisbereich,
angezeigt. Unterhalb des Ergebnisbereiches befinden sich eine Statusan-

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Tools Seite 185

zeige und die folgenden Schaltflächen:

Kopieren
Durch Auswählen dieses Befehles werden die vorhandenen Ergebnisse in
die Zwischenablage kopiert.

Suche
Mit diesem Befehl starten Sie die Abfrage mit den von Ihnen angegebenen
Informationen.

Schließen
Schließt das Programmfenster und beendet das Programm.

Abfrage
In diesem Bereich geben Sie die Informationen, an Hand derer die Abfrage
durchgeführt werden soll, vor. Es können von Ihnen die folgenden Informati-
onen vorgegeben werden:

Nameserver
Geben Sie eine gültige IP-Adresse für den Nameserver an, der die Abfrage
beantworten soll. Die IP-Adresse muss in dem gültigen Format
„xxx.yyy.zzz.aaa" eingegeben werden. An Stelle der IP-Adresse können Sie
auch den gültigen Hostnamen des Nameservers eingeben.

Abfrage
Erwartet die Angabe des Hostnamen zu dem Informationen abgerufen wer-
den sollen. Die Verwendung einer IP-Adresse ist hier nicht zulässig.

Typ
Wählen Sie hier die Informationen aus, die der Nameserver zu dem ange-
gebenen Host bereit stellen soll. Es wird Ihnen eine Vielzahl von Informati-
onstypen angeboten, hier werden jedoch nur die wichtigsten beschrieben.

Alle Datensätze
Es werden alle verfügbaren Datensätze abgefragt.

Host Address (A)


Es wird die Hostadresse des unter „Abfrage" definierten Hosts abgerufen.
Dies ist die 32-Bit-IP-Host-Adresse.

Name Server (ns)


Es wird der zum angegebenen Host zugehörige Nameserver abgefragt. Das

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Die MERCUR Tools Seite 186

ist der Name des maßgeblichen Servers einer Domäne.

Mail Exchange (MX)


Es wird der zum angegebenen Host zugehörige MX-Record abgefragt. Das
ist der Name eines Host, der in einer Domäne zum Austausch von Post
dient.

Ergebnisse
Hier werden Ihnen die Ergebnisse einer Abfrage angezeigt. Die Spalten
Domäne, Typ, Klasse, Time-To-Live, Datensatz und Priorität enthalten
die empfangenen Ergebnisse.

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Die MERCUR Konfigurationsbeispiele Seite 187

1.6. MERCUR Konfigurationsbeispiele

1.6.1. Übersicht Konfigurationsbeispiele


MERCUR kann in den unterschiedlichsten Systemumgebungen eingesetzt
werden, je nach Anforderung, erstreckt sich das Einsatzgebiet von der ein-
fachen passiven Postfachverwaltung mit externen Post-Konten bis hin zum
verteilten Kommunikationssystem (Unified Messaging). Abhängig von den
jeweiligen Systemvoraussetzungen, sind entsprechende Einstellungen vor-
zunehmen, die sich zum Teil erheblich voneinander unterscheiden.

Im folgenden sind mehrere typische Konfigurationsprofile aufgeführt. Diese


stellen eine übersichtliche Orientierungshilfe dar, müssen aber im Einzelnen
auf die vorhandenen Gegebenheiten angepasst werden.

• DFÜ-Verbindung und Sammelkonto bei einem Internet-Provider


• DFÜ-Verbindung und Mail-Zustellung via SMTP
• Router- bzw. Festverbindung zum Internet und eigene Mail-Domäne
• Router- bzw. Festverbindung zum Internet und drei eigene Mail-Domänen

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Die MERCUR Konfigurationsbeispiele Seite 188

1.6.2. DFÜ-Verbindung und Sammelkonto bei einem Internet-Provider


Ein Unternehmen besitzt ein kleines TCP/IP-Netzwerk und einen DFÜ-
Zugang zum Internet. Die eingehenden Nachrichten für die eigene Domäne
domain.com werden beim Internet-Provider in einem Sammelkonto abge-
legt. Der Mailserver der Firma soll alle 3 Stunden die eingegangenen Nach-
richten von diesem Postfach abholen und auf die entsprechenden Benutzer
auf dem lokalen System verteilen. Nachts soll die Aktualisierung nur alle 6
Stunden und am Wochenende einmal am Tag stattfinden. Die ausgehenden
Nachrichten sollen im Stundentakt versendet werden.

Einstellungen für den Postausgang


Für den Verbindungsaufbau zum Internet-Provider, muss zunächst ein DFÜ-
Netzwerk-Profil (weitere Informationen erhalten Sie in Ihrer Windows Do-
kumentation unter DFÜ-Netzwerk) definiert werden. Danach muss in dem
Register Verbindung im Dialog Optionen des MERCUR Mailservers das ent-
sprechende Profil aktiviert werden. Die auf dem System vorhandenen DFÜ-
Profile werden in einer Liste zur Verfügung gestellt. Damit der Postausgang

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Konfigurationsbeispiele Seite 189

zum richtigen Zeitpunkt aktualisiert, d.h. ausgehende Nachrichten versendet


werden, muss in dem Register Post-Austausch unter der Rubrik Postaus-
gang aktualisieren noch das entsprechende Intervall von 60 Minuten einge-
stellt werden. Weiterhin muss im Feld Weiterleiten an Austausch-Server der
Name bzw. die IP-Adresse des Servers angegeben werden, an den die aus-
gehenden Nachrichten weitergeleitet werden sollen. In den meisten Fällen
ist dies der Mailserver des Internet-Providers. Wenn Ihr Provider eine POP3
Authentifizierung zum Versand der Nachrichten verlangt (POP before
SMTP), so können Sie hier die entsprechende Option aktivieren und die
Anmeldedaten eingeben.

Anmerkung: Da in diesem Beispiel eine DFÜ-Verbindung verwendet wird,


ist es empfehlenswert in dem Register Post-Austausch die Option DNS ver-
wenden nur dann zu aktivieren, wenn der Nameserver über das lokale
Netzwerk erreichbar ist. Andernfalls müsste für jede Art von Namensauflö-
sung das DFÜ-Profil aktiviert werden.

Einstellungen für den Posteingang


Wichtigste Voraussetzung für die DFÜ-Verbindung ist auch hier ein gültiges
DFÜ-Netzwerk-Profil. Für das Abholen der Nachrichten muss ein entspre-
chendes externes Post-Konto im Dialog Externe Post-Konten angelegt wer-
den. Im Register Konto muss der Mailserver des Internet-Providers und die
dazugehörigen Anmeldedaten angegeben werden. Um den zeitlichen Ablauf
zu gewährleisten, sind in dem Register Zeitplanung die folgenden Einträge
vorzunehmen:

• Einmalig um 18:00 an Sam, Son


• Alle 6 Stunden zwischen 0:00 und 8:00 an Mon,Die,Mit,Don,Fre
• Alle 3 Stunden zwischen 8:00 und 18:00 an Mon,Die,Mit,Don,Fre
• Alle 6 Stunden zwischen 18:00 und 24:00 an Mon,Die,Mit,Don,Fre

Weiterhin muss auch hier das DFÜ-Netzwerk-Profil angegeben werden, das


für den Verbindungsaufbau zum Internet-Provider verwendet werden soll.
Sämtliche vorhandenen DFÜ-Netzwerk-Profile stehen hier zur Auswahl be-
reit. Da es sich bei diesem Beispiel um ein Sammelkonto handelt, muss zu-
sätzlich noch die Option Mail-Header nach Empfängern durchsuchen akti-
viert sein, damit die Nachrichten den entsprechenden Benutzern zugestellt
werden können.

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Die MERCUR Konfigurationsbeispiele Seite 190

1.6.3. DFÜ-Verbindung und Mail-Zustellung via SMTP


Ähnlich wie im ersten Beispiel beschrieben, handelt es sich auch hier um ein
Unternehmen mit einer DFÜ-Verbindung zum Internet-Provider. Es existiert
jedoch kein Sammelkonto beim Internet-Provider, da in diesem Fall eine Zu-
stellung via SMTP erfolgt. Da die Firma mittels DFÜ-Netzwerk ans Internet
angeschlossen ist, kann die Zustellung nur dann erfolgen, wenn der lokale
Mailserver die Verbindung zum Internet-Provider aufbaut. Um eine ord-
nungsgemäße Zustellung zu gewährleisten, muss also in regelmäßigen Ab-
ständen ein Verbindungsaufbau stattfinden. Der Zeitrahmen dafür soll ana-
log zum ersten Beispiel erfolgen.

Einstellungen für den Postausgang


Die Einstellungen werden analog zum ersten Beispiel vorgenommen. Zuerst
muss in dem Register Verbindung im Dialog Optionen des MERCUR Mail-
servers das entsprechende Profil aktiviert werden. Damit der Postausgang
zum richtigen Zeitpunkt aktualisiert wird, muss in dem Register Post-
Austausch unter der Rubrik Postausgang aktualisieren auch hier das ent-
sprechende Intervall von 60 Minuten eingestellt werden. Auch hier muss im

MERCUR Mailserver Version 4.0


Die MERCUR Konfigurationsbeispiele Seite 191

Feld Weiterleiten an Austausch-Server der Austauschserver angegeben


werden (z.B. der Mailserver des Internet-Providers), an den die ausgehen-
den Nachrichten weitergeleitet werden sollen. Wenn Ihr Provider eine
SMTP-Authentifizierung zum Versand der Nachrichten verlangt, so können
Sie hier die entsprechende Option aktivieren und die Anmeldedaten einge-
ben.

Einstellungen für den Posteingang


Um eine zeitgesteuerte Nachrichtenübermittlung via SMTP zu realisieren
muss in regelmäßigen Intervallen ein Verbindungsaufbau zum Internet-
Provider erfolgen und zwar unabhängig davon, ob sich ausgehende Nach-
richten im Postausgang befinden. Analog der Zeitplan-Einstellungen für das
externe Post-Konto im ersten Beispiel, müssen in diesem Fall die entspre-
chenden Einträge in dem Register Post-Austausch unter der Rubrik
Postausgang aktualisieren vorgenommen werden. Es ist jedoch darauf zu
achten, dass hier die Option Nur verbinden, wenn Postausgang nicht leer
NICHT aktiviert ist.

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Die MERCUR Konfigurationsbeispiele Seite 192

1.6.4. Router- bzw. Festverbindung zum Internet und eigene Mail-


Domäne
Eine Firma ist mit einem ISDN-Router an das Internet angeschlossen. Die
eigene Mail-Domäne domain.com ist durch einen MX-Eintrag im Nameser-
ver des Internet-Providers registriert und wird von einem eigenen Mailser-
ver verwaltet. Die internen Benutzer der Firma können die eingegangenen
Nachrichten dann direkt via POP3 vom lokalen Server abrufen. Benutzer die
nicht der lokalen Domäne angehören sollen keine Möglichkeit haben, Nach-
richten an externe Adressen zu versenden.

Einstellungen für den Postausgang


Da die Verbindung zum Internet-Provider über einen Router abgewickelt
wird, müssen in diesem Fall keinerlei DFÜ-Einstellungen vorgenommen
werden. Die Option Verbindung in dem Register Verbindung des Dialogs
Optionen wird auf Netzwerk-Verbindung eingestellt. Unter der Rubrik
Postausgang aktualisieren in dem Register Post-Austausch werden die fol-
genden Einträge hinzugefügt:

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• Sofort, wenn die Nachricht eintrifft


• Alle 15 Minuten an allen Tagen

Zu versendende Nachrichten werden somit direkt weitergeleitet. Falls Zustel-


lungsprobleme auftreten, wird durch das zusätzliche 15-Minuten-Intervall der
Zeitpunkt der Wiederholungen festgelegt. In dem Register Post-Austausch
muss noch mindestens eine der beiden Optionen DNS verwenden oder Wei-
terleiten an Austausch-Server aktiviert werden. Für den DNS-Betrieb ist zu-
sätzlich noch die Angabe eines Nameservers in dem Register Server erfor-
derlich. Falls beide Optionen gewählt werden, dann wird der Austauschser-
ver nur dann verwendet, wenn via DNS keine Zustell-Informationen verfüg-
bar ist. Wenn Sie die Option Weiterleiten an Austausch-Server aktiviert ha-
ben und Ihr Provider eine SMTP-Authentifizierung zum Versand der Nach-
richten verlangt, so können Sie hier die entsprechende Option aktivieren und
die Anmeldedaten eingeben.

Einstellungen für den Posteingang


Für den Posteingang sind in diesem Fall keine besonderen Einstellungen
vorzunehmen, da der SMTP-Dienst für externe Instanzen direkt erreichbar
ist. Aus Sicherheitsgründen werden allerdings hier noch die Anti 'Spamming'
Optionen in dem Register Sicherheit des Dialogs Sicherheit aktiviert.

Dadurch wird gewährleistet, dass externe Benutzer bzw. Mailserver nur


Nachrichten an lokale Benutzer senden und somit den lokalen Mailserver
NICHT als Relay-Host verwenden können.

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Die MERCUR Konfigurationsbeispiele Seite 194

1.6.5. Router- bzw. Festverbindung zum Internet und drei eigene Mail-
Domänen
Die Firma aus dem dritten Beispiel besitzt nun die beiden zusätzlichen Mail-
Domänen sub1.domain.com und sub2.domain.com. Diese sollen auf zwei
zusätzlichen Mailservern, die über das lokale Netzwerk erreichbar sind, ver-
waltet werden. Der ursprüngliche Mailserver aus dem dritten Beispiel soll
nach wie vor als Schnittstelle zum Internet dienen. Eingehende Nachrichten,
die für die beiden Unterdomänen bestimmt sind, sollen an den entsprechen-
den Server weitergeleitet werden.

Einstellungen für den Postausgang am Hauptserver


Die Einstellungen bzgl. Verbindung und Post-Austausch sind in diesem Fall
absolut identisch mit der Konfiguration im dritten Beispiel. Sämtliche ausge-
henden Nachrichten werden über den Standardweg weitergeleitet.

Einstellungen für den Posteingang am Hauptserver


Auch der Posteingang arbeitet grundsätzlich wie bereits im dritten Beispiel
beschrieben. Die eingehenden Nachrichten werden, auf dem SMTP-Weg di-

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Die MERCUR Konfigurationsbeispiele Seite 195

rekt verarbeitet. Eine Ausnahme ist hier jedoch die Weiterverarbeitung der
Unterdomänen sub1.domain.com und sub2.domain.com. Diese sollen von
den beiden untergeordneten Mailservern verwaltet werden und müssen
demnach auch dorthin weitergeleitet werden. Dies geschieht mit Hilfe von
zwei Statischen Routen, die folgendermaßen definiert werden:

Beschreibung Route zu mail.sub1.domain.com


Aktion Weiterleiten an <entfernten Mailserver>
mail.sub1.domain.com
Standard-Filter Wenn die Empfänger-Adresse endet mit
'sub1.domain.com'
Zeitplanung Sofort, wenn die Nachricht eintrifft.

In diesem Fall werden alle eingehenden Nachrichten, die für die Unterdo-
mäne sub1.domain.com bestimmt sind, direkt an den dafür zuständigen
Mailserver mail.sub1.domain.com weitergeleitet. Die Einstellungen für die
zweite Unterdomäne sub2.domain.com unterscheiden sich hier nur im Na-
men der Domäne.

Einstellungen für den Postausgang an den beiden untergeordneten


Servern
Da die untergeordneten Mailserver ausschließlich für die Verwaltung der
beiden Unterdomänen sub1.domain.com bzw. sub2.domain.com zuständig
sind und keinen direkten Zugang zum Internet haben, werden ausgehende
Nachrichten hier grundsätzlich an den Hauptserver weitergegeben. Der
Hauptserver muss in diesem Fall in dem Register Post-Austausch des Dia-
logs Optionen als Austauschserver angegeben werden. Auf die Option DNS
verwenden muss verzichtet werden, da eine direkte Zustellung nur vom
Hauptserver durchgeführt werden kann.

Einstellungen für den Posteingang an den beiden untergeordneten


Servern
Für den Posteingang an den untergeordneten Mailservern sind keine spe-
ziellen Einstellungen erforderlich. Die Konfiguration ist entsprechend dem
Beispiel 3 vorzunehmen.

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