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3/2010 22. Jahrgang Verlagspostamt 6050 Hall · P.b.b., Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M Mit infoBroSChüre

3/2010

22. Jahrgang

Verlagspostamt 6050 Hall · P.b.b., Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M
Verlagspostamt 6050 Hall · P.b.b.,
Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M
Mit infoBroSChüre für Jugend­ referent/innen zuM herauS­ nehMen!
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Jugend­
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Stadtmusikkapelle Landeck in Spanien

Sieger im internationalen Blasorchesterwettbewerb „Certamen de Bandas de Musica 2010“ in Valencia.

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Thema Landeswertungsspiel 4-6 Con brio 7-8 Vom Dirigieren 9-11 Aktuelles Landeck in Spanien 12

Thema

Landeswertungsspiel

4-6

Con brio

7-8

Vom Dirigieren

9-11

Aktuelles

Landeck in Spanien

12

Blasmusikfest Wien

13

Bläserwoche

14-15

Leserbrief

15

Leistungsabzeichen in Gold

16-17

Promenadenkonzert

18

Landesmusikfest Südtirol

19

Frauen in der Militärmusik

22

Cantare es sonare

23

Mitteilungen

LV-Obmann

25

LV-Kapellmeister

26-27

LV-Geschäftsführer

28

LV-Stabführer

29

Jugendreferenten

30-33

Jugend im Gespräch

30-31

Bezirksmeldungen

34-42

Service

Termine

43

Was tut sich außerhalb Tirols?

43

CD-Besprechungen und neue Noten

44-45

Symphoniekonzerte 2010/2011

46

Kapellen suchen

47

In memoriam

47

editorial und inhalt

Geschätzte Leserinnen und Leser der BiT,

und inhalt Geschätzte Leserinnen und Leser der BiT, „Blasmusik im Wettbewerb“ – man spürt:

„Blasmusik im Wettbewerb“ – man spürt:

Wettbewerbsgedanken beherrschen in diesem Herbst die Blasmusikszene Tirols, und das auf vielen Ebenen. Da gibt es einmal die erfolgreichen Landecker, die unsere Titelseite zieren, und uns international bestens vertreten haben – herzliche Gratulation an Helmut Schmid und seine MusikantInnen. Im Oktober ist es dann wieder soweit, das Lan- deswertungsspiel findet im Congress Innsbruck seine Austragung. Von der Teilnehmerzahl durch- aus erweiterungsfähig, führt uns dieses Großereignis des Tiroler Blasmusikver- bandes Verschiedenes vor Augen: Bewertung und Wettbewerbe sind spannend und beleben die Tätigkeit im Verband. Andererseits ist Bewertung nach Punkten und Zahlen im Musikleben nichts ganz Selbstverständliches, daher vielleicht auch die verhaltene Begeisterung in Tiroler Blasmusikkreisen. Wettbewerbe sind ein pädagogisches Mittel, die Arbeit an der Musik zu vertiefen, zeigen aber auch Grenzen auf, womit man schließlich auch umgehen muss. Bemerkenswert ist sicher der Aufbruch zu internationalen Maßstäben, gewährleistet durch entspre- chende Juroren und einen spannungsreichen Modus der Durchführung. Mit „Con brio“ hat Landeskapellmeister Hermann Pallhuber eine berei- chernde Nuance ins Spiel gebracht, eine Akzentsetzung auf das Wesentliche:

Der Dirigent als Gestalter, als Persönlichkeit mit großer Verantwortung. „Seine“ Kapelle in einen Wettbewerb zu führen, ist für den Dirigenten/die Dirigentin eine verantwortungsvolle Aufgabe. Es ist in höchstem Maße von der eigenen Überzeugung und in weiterer Folge von der Überzeugungskraft des Kapellmeisters abhängig, ob die Kapelle sich auf das Unternehmen einlässt oder die Skeptiker die Oberhand gewinnen. Da zählt am meisten das Charis- ma, die persönliche Ausstrahlung, die nicht durch Ausbildung und Zertifikate gewährleistet werden kann, sondern am ehesten durch Erfahrung. Die Jugend zeigt großes Geschick im Umgang mit Wettbewerben, das führt sie uns immer wieder vor Augen, und diese sportliche Note in der Musik bringt allemal eine Qualitätssteigerung. In diesem Bestreben, Qualität durch Wettbe- werbe zu fördern, werden auch die Jahre nach dem Landeswertungsspiel kein Ausruhen bringen können, laut dem Verantwortlichen im Landeskapellmeister- Team, Rudi Pascher – ein unermüdlicher Motivator in Sachen Wettbewerbe. Selbstverständlich enthält diese BLASMUSIK in TIROL auch interessante Bei- träge zu anderen Themen und viele Berichte aus den Bezirken, und, und, und …

Viel Freude beim Lesen.

Euer Josef Wetzinger

und, und … Viel Freude beim Lesen. Euer Josef Wetzinger Die nächste BiT erscheint im Dezember

Die nächste BiT erscheint im Dezember 2010 Redaktionsschluss: 31. Oktober 2010

IMPRESSUM:

Medieninhaber und Herausgeber: Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen | Redaktion: Josef Wetzinger | Redaktionsteam: Siegfried Knapp, Hermann Pallhuber, Michaela Mair, Ursula Strohal, Roland Mair, Wolfram Rosenberger | Produktion: Ablinger.Garber, Medienturm, 6060 Hall i. T., www.ablinger-garber.at | Für den Versand verantwortlich:

Roland Mair Verband: Klostergasse 1, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/572333, Fax: 0512/572333-60, E-Mail: redaktionBiT@blasmusikverband-tirol.at oder presse@blasmusikverband-tirol.at, www.blasmusikverband-tirol.at | LV-Büro: office@blasmusikverband-tirol.at | Jahresabogebühr e 15,– (ins Ausland plus Porto)

theMa | Landeswertungsspiel

theMa | Landeswertungsspiel präsentiert:

präsentiert:

theMa | Landeswertungsspiel präsentiert:

Blasmusik im Wettbewerb

Eine Veranstaltung des Tiroler Blasmusikverbandes

J eder, der mitmacht, gehört zu den Sie- gern – unter diesem Motto wird es ein Fest der Sieger geben und der Congress

Innsbruck wieder ganz im Zeichen der Blas- musik stehen. Unser Landeskapellmeister- Team hat ganze Arbeit geleistet, damit diese Großveranstaltung gelingen wird, dafür ist besonders zu danken. Zwei Tage im edlen Wettstreit besten Musizierens sind absolut spannend, sei es beim Wertungsspiel oder beim Dirigenten- Wettbewerb, der erstmals in Tirol stattfin- det. Diese Spannung mitzuerleben, die Tage mitzufeiern, dazu sind wir alle, die Blas- musikwelt Tirols, eingeladen. Also, auf nach Innsbruck …

musikwelt Tirols, eingeladen. Also, auf nach Innsbruck … Konzertwertung: Fortbildung oder (und) Wettbewerb? E s ist

Konzertwertung: Fortbildung oder (und) Wettbewerb?

E s ist sicher- lich ein mensch -

oder (und) Wettbewerb? E s ist sicher- lich ein mensch - liches Urbedürf- nis, sich aneinan-

liches Urbedürf- nis, sich aneinan- der zu messen. Dies gilt nicht nur im Sportlichen, sondern auch im Musischen. Bereits die alten Griechen veranstalteten neben den (sportlichen) Olympischen Spielen auch die (musischen) Phytischen Spiele. Aus der Musikgeschichte wissen wir beispielsweise, dass im Jahre 586 vor Christus der griechische Aulosbläser Ska- das von Argos beim musikalischen Wett- streit in Delphi in der Disziplin „Auletik“ als Sieger hervorgegangen ist. Die Konzertbewertungen des österrei- chischen Blasmusikverbandes muss man aus zweierlei Sicht sehen: als Fortbildung oder (und) als Wettbewerb. Wenn ich an einem Konzertwertungs-

spiel teilnehme, bereite ich das Wettbewerb- sprogramm bestmöglich vor und bemühe mich, alle Wertungskriterien besonders zu beachten, die Partitur sehr genau zu studie- ren und bei den Proben soviel wie möglich umzusetzen – soweit das Orchester es an- nehmen kann. Beim Programm beginnt schon die Kernfrage: Gehe ich auf „Nummer sicher“ oder gehe ich mit meinem Orchester an die „Grenzen“? Wähle ich Werke, die dem Or- chester „liegen“ oder nehmen wir eine neue Herausforderung an, nicht an den Erfolg denkend – Hand aufs Herz wer hat nicht gern Erfolg? Aus diesem Grund hört man ja sehr häufig über die Pflichtstücke des ös- terreichischen Blasmusikverbandes: „Dieses Mal ist nichts dabei“! Ich denke, dass die Teilnahme an einer Konzertwertung eine gute Möglichkeit ist, Musiker besonders zu motivieren und die wenigen Wettbewerbsstücke genauer zu pro- ben (nicht „zerproben“). Bei meinen Kon- zertprogrammen kommt es immer wieder

vor, dass ich nicht mit allen Stücken „fertig“ bin und stelle nach dem Konzert fest: „Eine oder zwei Proben hätten uns noch ganz gut getan“ – vor allem mit der kompletten Beset- zung. Bei der Teilnahme an einer Wertung kommt dies sehr selten vor! Ich versuche, sehr praxisbezogen zu den- ken und den musikalischen Alltag zu be- rücksichtigen, daher gilt es, in der Proben- arbeit sehr effizient an die Dinge heran zu gehen – ich meine Fehler in Zusammenspiel, rhythmische Genauigkeit, Dynamik usw. nie zu tolerieren. Intonation und Klang sind ein Langzeitprozess und bedürfen gesonderter Überlegungen, um „besser“ zu werden. Alle Musikkapellen, die heuer am Lan- deswertungsspiel teilnehmen, haben sicher die richtige Entscheidung getroffen und sind dementsprechend gut vorbereitet. Ich wünsche allen eine bestmögliche Auf- führung und viel Freude bei den Darbie- tungen – der Mut zur Teilnahme ist bereits der Erfolg! Walter Rescheneder, Bundeskapellmeister

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präsentiert: Landeswertungsspiel | theMa

präsentiert:

Landeswertungsspiel | theMa

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Zeitplan – Saal Innsbruck

Moderator: Peter Kostner, Jury: Jonny ekkelboom (nl), toni Scholl (d), thomas ludescher (a)

Stufe B:

9.00 – 9.25: MK­Patsch

Kapellmeister: Bernhard Mair Obmann: Manfred Knoflach Reminiszensen, Peter Kostner

Klingendes Land, Klingendes Land

9.25 – 9.50: Spielgemeinschaft Saggen/Pradl

(Stufe B/S)

Kapellmeister: Andreas Knapp/Josef Laube Obmann: David Nagiller Dances of Innocence, Jan Van der Roost Variations sur un air, Louis Cahuzac

9.50 – 10.15: MK­Baumkirchen

Kapellmeister: Franz Hoppichler Obmann: Alois Tait Reminiszensen, Peter Kostner

Klingendes Land, Klingendes Land

10.15 – 10.40: MK­St. Margarethen

Kapellmeister: Markus Oberladstätter Obmann: Klaus Heim

A Klezmer Karnival, Philip Sparke Reminiszensen, Peter Kostner

10.40 – 11.05: Knappenmusik Schwaz

Kapellmeister: Günter Dibiasi

Dances of Innocence, Jan Van der Roost Mountain Panorama, Manfred Schneider

11.05 – 11.30: MK­Kappl

Kapellmeister: Hubert Pfeifer Obmann:Stefan Siegele

Dances of Innocence, Jan Van der Roost

A Huntingdon Celebration, Manfred Schneider

11:30 – 11.55: Bürgermusikkapelle höfen Kapellmeister: Peter Besler Obmann: Horst Pürstl Dances of Innocence, Jan Van der Roost Foxfire, James Barnes

11.55 – 12.20: MK­nikolsdorf

Kapellmeister: Martin Lindsberger Obmann: Dietmar Fasching Der Weißkunig, Josef Wetzinger Die Bergheimat, Sepp Tanzer

12.20 – 12.45: Marktmusikkapelle

nußdorf­debant Kapellmeister: Roman Possenig Obmann: Eduard Blassnig Trailridge Saga, James Barnes Reminiszensen, Peter Kostner

Stufe C:

14.30. – 15.00: MK­hatting Kapellmeister: Raimund Waldner

– 15.00: MK­hatting Kapellmeister: Raimund Waldner Obmann: Michael Wilhelm Appalachian Overture, James Barnes

Obmann: Michael Wilhelm Appalachian Overture, James Barnes

Tanczi (2.3. Satz), Jan Van der Roost

15.00 – 15.30: MMK­telfs

Kapellmeister: Andreas Kranebitter Obmann: Walter Fartek

Appalachian Overture, James Barnes Verwehte Blumen, Florian Pranger

Obmann: Gerhard Wachter Eleganza, Klaus Strobl

Fate oft he Gods, Steven Reineke

18.00 – 18.30: MK­heinfels

Kapellmeister: Klaus Geiler Obmann: Ludwig Wiedemayr Ouverture Jubiloso, Frank Ericson Of Castles and Legends, Thomas Doss

15.30 – 16.00: MK­St. anton am arlberg

Kapellmeister: Günther Öttl Obmann: Helmut Mall Appalachian Overture, James Barnes

Die Landstreicher, Johann Strauß/Otto Wagner

16.00 – 16.30: MK­natters

Kapellmeister: Josef Stern Obmann: Hannes Mösl

Slavonic Dances, Antonin Dvorak/Clair W. Johnson Appalachian Overture, James Barnes

16.30 – 17.00: MK­galtür

Kapellmeister: Magnus Zangerle Obmann: Thomas Kathrein Eleganza, Klaus Strobl

Man of Many Parts, Pi Scheffer

17.00 – 17.30: MK­Postmusik imst

(Stufe C/S)

Kapellmeister: Ronald Schlierenzauer Obmann: Werner Schiechtl Eleganza, Klaus Strobl Fate oft he Gods, Steven Reineke

17.30 – 18.00: MK­Pinswang

Kapellmeister: Bernhard Rainer

Saal tirol

Moderator: Hermann Pallhuber Jury: Jan Van der Roost (B), Michael Antrobus (N), Thomas Doss (A)

Stufe a

9.30 – 9.50: MK­tumpen

Kapellmeister: Damian Brüggler Obmann: Thomas Mair Storia Montana, Thomas Doss

Free Spirit Overture, Jerry Williams

9.50 – 10.10: MK­Biberwier

Kapellmeister: Maximilian Pirner Obmann: Harald Schennach Big Sky Overture, Philip Sparke Heitere Impressionen, Hans Eibl

10.10 – 10.20: MK­namlos

Kapellmeister: Richard Wasle Obmann: Günter Fuchs Beim goldenen Dachl, Hans Eibl Liebe auf den ersten Blick, Sepp Thaler

theMa | Landeswertungsspiel

theMa | Landeswertungsspiel präsentiert:

präsentiert:

theMa | Landeswertungsspiel präsentiert:

Stufe d

11.00 – 11.40: MK inzing

Kapellmeister: Florian Pranger

Obmann: Hannes Haslwanter, Variations on a Korean Folk Song, John Barnes Chance Crystal Fantasy, Florian Pranger

11.40 – 12.20: MK Prutz

Kapellmeister: Rudi Pascher Obmann: Mario Welitzky

Variations on a Korean Folk Song, John Barnes Chance Oenus, Hermann Pallhuber

12.20 – 13.00: Speckbacher

Stadtmusik hall Kapellmeister: Mag. Stefan Laube Obmann: Herbert Ebenbichler Variations on a Korean Folk Song, John Barnes Chance Le Cid (1.5.6. Satz), Jules Massenet/Verne Reynolds

Chance Le Cid (1.5.6. Satz), Jules Massenet/Verne Reynolds 14.30 – 15.10: MK­oberhofen Kapellmeister: Stefan Köhle

14.30 – 15.10: MK­oberhofen

Kapellmeister: Stefan Köhle Obmann: Bernhard Föger

Armenische Tänze, Alfred Reed, Saga Candida, Bert Appermont

15.10 – 15.50: Stadtmusikkapelle­amras

Kapellmeister: Paul Bramböck Obmann: Ferdinand Neu

Kapellmeister: Paul Bramböck Obmann: Ferdinand Neu Armenische Tänze, Alfred Reed Music for a Festival (2.3.

Armenische Tänze, Alfred Reed Music for a Festival (2.3. Satz), Philip Sparke 15.50 – 16.10: Swarovski Musik Wattens Kapellmeister: Günther Klausner Obmann: Markus Schwanninger, Armenische Tänze, Alfred Reed Carmen Suite (4 Sätze), Georges Bizet/ Clark McAlister/Alfred Reed

RAUMAKUSTIK

) ) ) Planung ) ) ) Beratung ) ) ) Montage

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Foto: Vortragssaal Kundl (Tirol) ®
Foto: Vortragssaal Kundl (Tirol)
®

FOX HOLZ GesmbH Molkereiweg 3 4912 Neuhofen i. I. AUSTRIA Tel.: +43 (0) 7752 70 222-0 | office@fox.at | www.fox.at

präsentiert: Con brio | theMa

präsentiert:

Con brio | theMa

präsentiert: Con brio | theMa

Dirigentenwettbewerb „con brio“

Enormes internationales Echo bei der Anmeldung zum Dirigentenwettbewerb „con brio“

C on brio“, der erste Dirgentenwett- bewerb des Tiroler Blasmusikver- bandes der im Rahmen des Lan-

deswertungsspieles 2010 abgehalten wird, ist auf ein enormes nationales und interna- tionales Echo gestoßen. Es meldeten sich 32 Kandidatinnen und Kandidaten aus Deutschland, der Schweiz, Belgien, Holland, Singapur, Italien und Österreich. In der Vor- runde, wo mittels einer Videoaufzeichnung einer Probe und eines Konzertteiles die Aus- lese getroffen wurde, konnten sich erfreuli- cherweise auch 2 Nordtiroler Dirigenten für den Hauptbewerb qualifizieren. „con brio“ beginnt am 9. Oktober 2010 um 9.00 Uhr im ORF Landesstudio Tirol. Damit sich die Tiroler Dirigentinnen und Dirigenten ein Bild machen können was im europäischen Umfeld los ist, sind alle Wettbewerbsrunden öffentlich zugänglich.

Folgende 16 Kandidaten konnten sich für die 1 Runde qualifizieren:

Die Teilnehmer (in alphabetischer Reihenfolge)

Beer Alexander, D-Stuttgart Eibl Leoplod, A-NÖ Köhle Stefan, A-Tirol Köhler Christian, D-Münster Leimgruber Arnold, I-Südtirol Loss Andrea, I-Arco Olbrecht Fredi, CH-Hittnau Oswald Gerald, A-Stmk. Schachschal Thomas, D-Hannover Schlag Julia, D-Sachsenheim Schmidt Fabian, D-München Seow Yibin, CH/Singapur Sohrab Kashef, A-Wien/Teheran

Seow Yibin, CH/Singapur Sohrab Kashef, A-Wien/Teheran Die Jury: Thomas Doss (A), Hermann Pallhuber (A), Jan Van

Die Jury: Thomas Doss (A), Hermann Pallhuber (A), Jan Van der Roost (B)

Thaler Georg, I-Südtirol Waldner Andreas, A-Tirol Zegers Jos, NL-Kerkerade

Die Literatur:

Die Kandidatin/Kandidaten

welche Stücke wann zu dirigieren ist.

• W.A. Mozart die Serenade Nr. 11 in Es-Dur KV 375 in der Oktettfassung,

• Concert Prelude von Philip Sparke,

• Kaiserwalzer von Johann Strauss

• First Suite in Es, op. 28 No.1 von Gustav Holst

• Cobra von Jan Bosveld

• Armenian Dances, Part I von Alfred Reed

• Ein Prima vista Stück, das die Kandidaten erst 25 Minuten vor der Prüfung erhalten

wissen nicht,

Die Juroren:

Thomas Doss, Österreich Jan Van der Roost, Belgien Hermann Pallhuber, Tirol

Das Orchester:

Oktett der „Bläserphilharmonie Tirol“ „Bläserphilharmonie Tirol“

Der Wettbewerb:

Samstag, 9. Oktober 2010

1. Runde/ORF Landesstudio Tirol: 16 Kan-

didaten – Zeitrahmen: 12 Minuten pro Kan- didat; die Reihenfolge der Kandidaten wird um 8.30 Uhr gelost, Beginn um 9.00 Uhr.

Um 15.00 Uhr Bekanntgabe der sechs Kan- didaten, die sich für die zweite Runde quali- fiziert haben.

2. Runde/ORF Landesstudio Tirol: Beginn

16.00 Uhr, um 19.15 Uhr Bekanntgabe der drei Finalisten. 6 Kandidaten – Zeitrahmen:

25 Minuten pro Kandidat; die Reihenfolge der Kandidaten wird wiederum ausgelost. In dieser Runde gibt es zusätzlich ein Primavista Stück, das dem Kandidaten/ der Kandidatin 25 Minuten vorher überreicht wird.

Das Finale:

Sonntag, 10. Oktober 2010, 19.00 Uhr Im Rahmen eines Galakonzertes mit der „Bläserphilharmonie Tirol“ im Saal Tirol des Congress-Innsbruck.

Die Preise:

1. Preis EUR 2000,–

2. Preis: EUR 1000,–

3. Preis: EUR 500,–

Der Tiroler Dirigentenpreis wird für den bestplaziertesten Tiroler Dirigenten, der mindestens die 2. Runde erreicht, vergeben.

Alle Wettbewerbsrunden sind öffentlich.

theMa | Con brio

theMa | Con brio präsentiert:

präsentiert:

theMa | Con brio präsentiert:

Ein reiches Programm

Ein reiches Programm kant bekommt einen Getränkebon (Bier/ alkoholfreies Getränk) gesponsert durch die Firma

kant bekommt einen Getränkebon (Bier/ alkoholfreies Getränk) gesponsert durch die Firma Bürgerbräu Innsbruck.

ausstellungen und infostände:

Im Europa-Foyer (Erdgeschoss) des Con- gress-Innsbruck sind zwischen 10 und 19 Uhr an Infoständen Noten- sowie In- strumentenausstellungen, die in Pausen besucht werden können.

infostände:

• Tiroler Blasmusikverband

• Musikschulwesen in Tirol

• Foxholz Probelokalbau

Gewinne einen Marsch für deine Heimatgemeinde

Im Vorfeld zum Landeswertungsspiel 2010 gibt es auf der Internetseite des ORF-Tirol (www.tirol.orf.at) die Mög- lichkeit, einen speziell einer Gemein- de gewidmeten Marsch zu gewinnen. Komponiert wird dieser Marsch vom Tiroler Landeskapellmeister Hermann Pallhuber. Als Draufgabe erhält der Sie- ger noch zusätzlich ein Preisgeld von € 250 in bar. Dieser Marsch wird im Rahmen der Schlussveranstaltung des Landeswer- tungsspieles 2010 (Beginn 19 Uhr im Saal Tirol des Congress Innsbruck) von der Bläserphilharmonie Tirol uraufge- führt. Die Partitur wird dem Bürgermei- ster und dem Kapellmeister dieser Ge- meinde von Landeshauptmann Günther Platter überreicht.

orf tirol­ Publikumspreis:

Unter den bei der Schlussveranstaltung anwesenden Musikantinnen und Mu- sikanten wird durch Ziehung der ORF Tirol-Publikumspreis gezogen. Im Glückstopf sind die Namen der Musi- kantinnen und Musikanten aller teilneh- menden Musikkapellen. Ist der glückli-

che Gewinner im Publikum, so erhält er persönlich € 250 und die Musikkapelle € 2000. Ist der Gewinner nicht anwe- send, so scheidet diese Musikkapelle aus.

Chill­out­Party:

Nach der Schlussveranstaltung des Lan- deswertungsspieles ist im Kristall-Foyer chillen und hoangarten angesagt. Jede anwesende Musikantin und jeder Musi-

notenaussteller:

• TSS Verlag

• Mayrmusic

• Edition Rinner

instrumentenaussteller:

• The Flute

• Musikhaus Hackl (Schwaz)

• Musikhaus Hammerschmidt

• Musikhaus Förg

• Musikinstrumente Dubsek

Fotos: Archiv BVT
Fotos: Archiv BVT

Vom Dirigieren | theMa

Der die Geheimnisse und Rezepte kennt Der Dirigent, ein unbekanntes Wesen. Das Publikum sieht in
Der die Geheimnisse
und Rezepte kennt
Der Dirigent, ein unbekanntes Wesen.
Das Publikum sieht in ihm einen
Star und Diktator.
Foto: fotolia.de

M usiker durchschauen sofort seine

Fähigkeiten und kennen Dirigen-

tenwitze. Nur wer sich auf das

Studium einlässt, wer Dirigent oder Diri- gentin wird, weiß, was für außerordentliche Mühen mit dem Erlernen dieses Berufes ver- bunden sind und welch hohe Anforderungen er zeitlebens stellt. Es braucht sie wirklich, die Persönlichkeit da vorne, ob sie nun Frack, Tracht oder Uniform trägt. Vor zwei Jahren hat der aus Wien gebürtige, international bekannte Dirigent Dietfried Bernet abseits der Fachliteratur eine Lücke geschlossen und ein allgemein verständliches, ebenso humorvolles wie fachlich fundiertes Buch über das Dirigieren, das Funktionieren zwischen Dirigent und Musiker und das Mu- sikleben überhaupt geschrieben: „Argumente für den Herrn im Frack“. Musikfreunde und auch selbst Musizierende finden darin viel- fach Antworten auf ihre Fragen. Der Dirigentenwettbewerb „Con brio“ im Innsbrucker Congress am 9. und 10. Oktober 2010 ist Anlass, im folgenden einige grund-

sätzliche Absätze aus diesem Buch abzudru- cken. Selbstverständlich besteht ein wesent- licher Unterschied zwischen dem Kapellmei- ster einen kleinen Musikkapelle und einem die besten Symphonieorchester dirigierenden „Maestro“. Selbstverständlich geht es in der Blasmusik nicht um Oper wie im Opernhaus, immer öfter aber auch um die Einbindung von Sängern und Chören. Der Text soll nie- manden belehren und setzt natürlich auf pro- fessioneller Ebene an, das Wesentliche aber gilt für alle, die zum Tacktstock greifen und soll das Verständnis für die Kapellmeister, wo immer sie tätig werden, vertiefen. Bernet hat, auf hoher berufsethischer Stufe, viel zu sagen. Wir danken dem Limbus-Verlag herzlich für die Abdruckgenehmigung. (u.st.)

Dietfried Bernet: Die Aufgabe des Dirigenten

Das ist die Aufgabe des Dirigenten: Das Werk, das er dirigiert (!), vollständig zu ken- nen, und zwar wirklich bis ins letzte, win-

zigste Detail – es so gut und so ausführlich immer wieder studiert und studiert zu haben, dass er es förmlich (besser noch: wirklich) auswendig niederschreiben könnte, dass ihm die gesamte Partitur in- und auswendig so geläufig ist – als ob er diese Symphonie oder diese Oper selbst komponiert hätte. Selbstredend braucht auch der Dirigent bei weitem nicht alle Werke der musikalischen Literatur zu kennen. Sehr wohl muss er aber während seiner musikalischen Entwicklung viele, viele Symphonien, viele, viele Opern – und beides aus den unterschiedlichsten Pe- rioden und Stilrichtungen –, Solo-Konzerte, Oratorien, Kantaten und so fort immer wie- der und wieder sehr sorgfältig und mit besten Lehrern studiert haben, um überhaupt auch nur eine Ahnung davon zu bekommen, wel- chen Beruf er sich da eigentlich ausgewählt hat. Und wenn er schließlich vor dem Or- chester steht, um mit den versammelten pro- fessionellen Musikern gemeinsam ein Werk zu proben, es zu erarbeiten – dann muss er dieses Stück, das er dirigiert, so gut kennen

theMa | Vom Dirigieren

und „können“ wie niemand anderer weit und breit. Er muss – im Vorhinein – durch sein genauestes und oftmaliges (häusliches) Studi- um der Partitur eine völlig klare, eindeutige Klangvorstellung der gesamten zu spielenden Musik haben, er muss das komplette Klang-

bild jedes einzelnen Taktes, die genauen Klangfarben im ganzen Orchester während jeder einzelnen Note (vertikal gesehen – jetzt können Sie ja schon Partiturlesen und wis- sen, was ich damit meine …) exakt vor sei- nem „inneren Ohr“ haben, und die Zusam- menklänge und die harmonischen Vorgänge während der musikalischen Phrasen, die ge- spielt werden sollen, schon im Vorhinein so real in seinem Kopf „hören“, dass ihm dann jede kleinste Abweichung vom Klangbild der Partitur (höchst vereinfacht ausgedrückt, jede etwaige „falsche“ Phrasierung oder gar „falsche“ Note) augenblicklich, will fast sa- gen: instinktiv auffällt. Und das aber bitte natürlich auch genauso, wenn er eine Urauf- führung oder ein bisher nie auf Schallplatte oder CD eingespieltes Werk dirigiert. Er muss bereits im Voraus alle spieltechnischen Pro-

bleme, die werkbedingt in einzelnen Instrumentengat- tungen vorkommen könnten, wissen und im Betretungsfall den betreffenden Musikern einen Rat oder eine Anwei- sung zu geben imstande sein; er muss, aus dem Studium der Partitur und kraft seiner Berufserfahrung, im Vorhi- nein wissen, wo, an welchen Stellen das gemeinsame Zu- sammenspiel verschiedener Gruppen heikel sein wird, und er muss daher im Voraus vorsorglich darauf eingehen und beim Dirigieren mit kla- rer Zeichengebung bereits vorher (wissend) Abhilfe lei- sten, noch bevor dieses Pro- blem überhaupt entstanden ist. Der Dirigent muss schon am häuslichen Studiertisch wissen, wo diese oder jene Instrumentengruppe ver- mutlich nicht im richtigen Tempo bleiben wird, und wenn das in der Probe dann tatsächlich passiert, muss er den Musikern erklären kön- nen, warum sie das machen,

und er muss ihnen vor allem ein fachlich fundiertes „Rezept“ dafür anbieten können, wie jene Fehler von vornherein vermieden werden können. Oft sagen Dirigenten oder Chorleiter, wenn sie ihre Spieler oder Sänger in der Probe un- terbrochen haben: ‚Na ja … das war noch nicht so richtig schön … wir machen das Ganze nochmal …‘ Bitte, aber was sollen die armen Chorsänger oder die Orchestermusi- ker mit dieser Mitteilung anfangen? Aussa- gen dieser Art sind absoluter Unsinn, denn keiner erfährt, warum sie das Ganze noch- mals spielen/singen sollen, und alle werden mit Recht frustriert und missmutig werden. Ein guter Dirigent muss seinem Orchester/ Chor immer ganz genau sagen (können).

Und zwar exakt in dieser Reihenfolge:

a) wo etwas „falsch“ war

b) warum „es“ falsch war

c) wieso der Fehler überhaupt entstanden ist

d) und wo – in der Abfolge der vorangegan-

genen Musik – die ganze Katastrophe be- gonnen hat. Und jetzt kommt der wichtigste Punkt:

e) er muss seinem Orchester, seinem Chor sofort sagen können, wie und mit welchen spiel-(sing-) technischen Veränderungen der Fehler schon im Vorfeld vermieden werden kann. Er muss z. B. seinem Chor sagen (können): ‚Weil Sie diese Note hier immer viel zu lang aushalten, deswegen sind Sie danach dort immer zu langsam.‘ etc. … Wie ich gerade sagte, der Dirigent muss in der Lage sein, vermittels seiner Kenntnis des Werkes (und seines Metiers) dem Orchester sofort ein „Rezept“ geben zu können, wie und wodurch ein musikalisch besseres Resul- tat erzielt werden kann. Die Musiker und Musikerinnen wollen das Werk gemeinsam musizieren, doch sie

alle haben, wie beschrieben, jede/r leider nur sozusagen einen „Ausschnitt“, ein Teilstück des Gesamten vor sich auf ihrem Pult liegen. Und es ist die Aufgabe des Dirigenten, den Musikern das sichere Gefühl zu geben, dass sie eine kompetente

Person vor sich haben, wel- che das gesamte Werk in- und auswendig kennt, in allen De- tails – und sich ebenfalls darauf versteht, etwaige technisch- musikalische Probleme auch aus der Sicht der jeweiligen In- strumentengruppe zu betrach- ten und dergestalt in Angriff zu nehmen. Kurzum, die Musiker und Musikerinnen wollen sich auf ihren Dirigenten wirklich ver- lassen können (und die Mit- glieder eines Orchesters wissen gleich in der ersten Probe, spä- testens nach 30 bis 60 Sekunden, ob sie sich auf diesen Maestro gerne einlassen wollen, ob sie ihm musikalisch vertrauen wol- len). Vor allem auch, da sie, wie gezeigt, aus ihren „Stimmen“ (Parts) die Architektur des ge- samten Werkes gar nicht über- blicken können, wollen sie sich nur allzu gerne vertrauensvoll auf ihren Dirigenten einlassen, wenn er sie überzeugen konn- te, diese Symphonie oder Oper wirklich ganz genau zu kennen und sich auf sein Metier zu ver- stehen!

RUNDEL

RUNDEL REPERTOIRE TIPP www.rundel.at

REPERTOIRE TIPP

www.rundel.at

• Konzert

RUNDEL REPERTOIRE TIPP www.rundel.at • Konzert A DAY OF HOPE · Rhapsodie · Fritz Neuböck LICHTBLICKE

A DAY OF HOPE · Rhapsodie · Fritz Neuböck

LICHTBLICKE · Rays of Hope · Kurt Gäble

THE GOLDEN LION · A Chinese Impression · Markus Götz SPASSVOGEL-VARIATIONEN · Solo · Alfred Bösendorfer

TALES FROM THE SHORE · An Irish Rhapsody · Kees Vlak

GERSHWIN IN CONCERT · A Symphonic Tribute · arr. D.Ravenal

• Easy Listening

COMING HOME · Ballade für Saxophon · Heinz Briegel

WADE IN THE WATER · Gospel Rock · Markus Götz

ABBA IN CONCERT · Medley · arr. Heinz Briegel

SPIRITUAL SONG · Amazing Grace mit Gesang (ad lib.) · A.Bösendorfer

YOU RAISE ME UP · Pop Ballade mit Gesang (ad lib.) · arr. H.Briegel

• Marsch

EINZUG DER OLYMPISCHEN MEISTERRINGER · J.Fucik · arr. S.Rundel NEUE KAMERADEN · Carl Teike · arr. S.Rundel

PARADEMARSCH DER 18er HUSAREN · Alwin Müller · arr. S.Rundel

EGERLÄNDER MÄRSCH · Wendelin Kopetzky · arr. S.Rundel

NASIM HRANICARUM · Karel Eška · arr. S.Rundel

• eXplora (Serie für Jugendblasorchester + Bläserklasse)

DONA NOBIS PACEM · Alfred Bösendorfer

ROCK THE NIGHT · Markus Götz

UNCLE SAM ON PARADE · A Tribute to J.P.Sousa · Kees Vlak

• Compact Disc (CD)

· A Tribute to J.P.Sousa · Kees Vlak • Compact Disc (CD) SOUND OF SPRING ·

SOUND OF SPRING · Washington Winds · Ed Petersen A Day of Hope - The Golden Lion - Lichtblicke - Forellen-Marsch -

Tales from the Shore - Sound of Spring - Cane e Gatto - 1958 - u.a.

Weitere Infos:

Musikverlag RUNDEL GmbH · D-88430 Rot an der Rot TEL 0049-8395-94260 · FAX 0049-8395-9426890 EMAIL info@rundel.de · INTERNET www.rundel.at

n

10 BiT | September

Verlosung Dietfried Bernet: „Argu- mente für den Herrn im Frack.“ Was Sie schon im- mer

Verlosung

Dietfried Bernet: „Argu- mente für den Herrn im Frack.“ Was Sie schon im- mer über das Dirigieren wissen wollten. Limbus Verlag, Innsbruck-Hohe- nems 2008, 256 Seiten, 19,80 Euro. ISBN 978-

3-902534-14-9.

Der Limbus Verlag stellt dem Tiroler Blasmusikverband dan- kenswerterweise fünf Exemplare des Buches „Argumente für den Herrn im Frack“ zur Verlosung zur Verfügung. Die ersten fünf Einsender, die nach Erscheinen dieser Ausga- be unserer Zeitschrift „Blasmusik in Tirol“ ihr Interesse per Mail an die Adresse office@blasmusikverband-tirol.at mitteilen, erhalten das Buch zugesandt. Name und Post- adresse nicht vergessen!

Zur Person

Name und Post- adresse nicht vergessen! Zur Person Dietfried Bernet, während er in Rom die Symphonie

Dietfried Bernet, während er in Rom die Symphonie Nr. 7

von Anton Bruckner dirigiert.

Foto: Limbus Verlag

Prof. Dietfried Bernet kann auf eine große internationale Karriere verweisen, er hat in vielen bedeutenden Opern- häusern und und Konzertsälen der Welt dirigiert und ver- fügt über ein besonders umfangreiches Repertoire. Er diri- gierte bei den Festspielen von Salzburg, Spoleto, Turin und mehrfach in Glyndebourne und Bre- genz. Gast-Chefdirigent am Königlichen Opernhaus in Kopenhagen. Von 2005- 2008 hatte er als Ehrendirigent und Musikdirektor die Leitung des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck inne. Zahlreiche Radio-, Fernseh- und Schallplattenaufnahmen. Auch Bernet hat sich als Nachwuchstalent im Wettbewerb gemessen und mit 22 Jahren den ersten Preis beim Inter- nationalen Dirigentenwettbewerb in Liverpool gewonnen. Er lebt heute in Lingenau/Vorarlberg. www.dietfried­bernet.com

in Liverpool gewonnen. Er lebt heute in Lingenau/Vorarlberg. www.dietfried­bernet.com September | BiT 1 1

aKtuelleS | Landeck in Spanien

Landecker brillierten in Spanien

Stadtmusikkapelle Landeck gewinnt den internationalen Blasorchesterwettbewerb „Certamen de Bandas de Musica 2010“ in Valencia

D as spanische Valencia war auch in diesem Jahr wieder Austragungs- ort des „Certamen Internacional de

Bandas de Musica“ (CIBM). Bereits zum 124. Mal wurde dieser internationale Blasorche- sterwettbewerb vom 30. Juni bis 3. Juli 2010 im „Palau de la Musica de Valencia“ ausge- tragen, dem größten Konzertsaal der Stadt. Der gläserne „Musikpalast“, in dem während der Konzertsaison die besten Orchester die- ser Welt auftreten, bot einen imposanten Rahmen für die insgesamt 19 Blasorchester, die zu diesem Wettbewerb eingeladen wur- den. Die teilnehmenden Orchester wurden in vier Stufen eingeteilt, welche sich an der Größe der Orchester orientierten. Dabei war der Schwierigkeitsgrad in allen Stufen gleich:

Sección Tercera (41 bis 50 MusikerInnen), Sección Segunda (51 bis 80 MusikerInnen), Sección Primera (81 bis 110 MusikerInnen) und Sección de Honor (über 110 Musike- rInnen).

Einer der weltweit bedeutendsten Wettbewerbe

Der „Certamen Internacional de Bandas de Musica“ hat eine mehr als hundertjährige Tradition. Er entstammt der Idee eines enga- gierten Bürgermeisters, der bereits im Jahre 1886 mit einem „Concurso Musical“, einem Musikwettbewerb für die valencianischen Blasorchester, die alljährlichen „Fiestas“ auf- werten wollte. Aus dieser ursprünglichen Idee entwickelte sich im Lauf der Jahrzehnte

12 BiT | September

einer der weltweit bedeutendsten Blasorche- sterwettbewerbe. Die Stadtmusikkapelle Landeck unter der musikalischen Leitung von Helmut Schmid und mit Obmann Peter Vöhl ist am Donners- tag, dem 1. Juli 2010, mit 77 MusikerInnen in der „Sección Segunda“ zum Wettbewerb angetreten. Auf dem Programm standen das äußerst anspruchsvolle spanische Pflichtstück „Paisaje Levantino“ von José Maria Cervera LIoret und „Praise Jerusalem“ von Alfred Reed als Selbstwahlstück. An diesem Tag trat neben den spanischen Lokalmatadoren auch die „Banda Amizade – Banda Sinfonica De Aveiro“ aus Portugal als zweites ausländisches Orchester an. Insgesamt wurden zum heuri- gen Wettbewerb nur vier ausländische Orche- ster eingeladen, darunter der Weltmeister in Kerkrade 2005, das „Koninklijk Harmonie- orkest Vooruit, Harelbeke“ und ein Orchester aus Kolumbien. Um 1:30 in der Nacht wurden die Ergebnisse der drei besten Orchester be-

Nacht wurden die Ergebnisse der drei besten Orchester be- Fotos: Archiv STMK Landeck kannt gegeben und

Fotos: Archiv STMK Landeck

kannt gegeben und die Sensation war perfekt:

Die Stadtmusikkapelle Landeck konnte als erstes österreichisches Orchester den 1. Platz beim „Certamen Internacional de Bandas de Musica“ in der Sección Segunda erreichen. n

Am Vorabend des Wettbewerbes bot die Altstadt von Valencia eine beeindruckende Kulisse für ein Konzert mit traditionellen österreichischen Märschen, das vom begei- sterten spanischen Publikum bestens aufgenommen wurde.

hier die ergebnisse und die offizielle Seite des Wettbewerbes:

www.cibm-valencia.com

1. Platz: (349.5 Punkte) Stadtmusikkapelle Landeck (Austria)

2. Platz: (320.5 Punkte) Unión Musical Santa Cecilia de Enguera (Valencia)

3. Platz: (309.5 Punkte) Societat Musical Centre Eslava de Albuixech (Valencia)

Blasmusikfest Wien | aKtuelleS

In Wien Eindruck hinterlassen

Musikbezirk Telfs überzeugte beim Bundesblasmusikfest in der Marschwertung

E s war ein stolzer Aufmarsch, den drei Tiroler Musikkapellen in ihren tra- ditionellen Trachten dem Publikum

aus nah und fern beim Bundesblasmusik- fest in Wien boten. Die Musikantinnen und Musikanten aus den Kapellen Oberhofen, Ranggen und Zirl traten vor Schloss Schön- brunn zur Marschwertung in der Höchststu- fe E an. 87,12 Punkte standen am Ende der Wertung zu Buche. „Eine hervorragende Leistung“, konstatierte auch der Vertant- wortliche für den Tiroler Musikblock, Mag. Christian Zoller, der als Landesstabführer- Stellvertreter rund 140 Musikantinnen und Musikanten geschickt leitete.

Wenn sich drei Musikkapellen aus Tirol zur selben Zeit und am selben Tag auf nach Wien machen, dann hat das meist einen be- sonderen Grund: Das Bundesblasmusikfest ruft. Die Ehre unser Bundesland in der ös- terreichischen Hauptstadt zu vertreten, kam heuer dem Musikbezirk Telfs zuteil. Die Mu- sikkapellen aus Oberhofen, Ranggen und Zirl waren auserwählt, um in Wien in der Stufe E aufzumarschieren. Den Musikantinnen und Musikanten wur- de dabei viel Einsatz abverlangt. Neben der Probenarbeit zu den traditionellen Frühjahrs- konzerten standen nämlich Marschierproben im Mittelpunkt der Arbeit. Fünf Gesamtpro- ben reichten letztendlich aus, um in Wien Ein- druck zu machen. Schließlich hatten es sich die Tiroler zum Ziel gesetzt, in der Höchst- stufe anzutreten. In der Stufe E ist neben den üblichen Marschierelementen, wie Halt und Abmarsch bei klingendem Spiel, dem Abriss des Marsches, Abfallen und der großen Wen- de auch ein Showelement Pflicht. Die drei Ka- pellen aus dem Telfer Musikbezirk wagten sich an die Doppelschnecke. Besonderes Highlight war dabei, dass nicht nur ein Marsch gespielt, sondern auch gesungen wurde. Mit dem „Bozner Bergsteiger-Marsch“ während des Showelements überzeugte die Abordnung aus unserem Heimatland mit starkem Gesang und einem stolzen Jodler

Heimatland mit starkem Gesang und einem stolzen Jodler Der Tirol-Block bei seinem großen Auftritt. die Jury.

Der Tirol-Block bei seinem großen Auftritt.

die Jury. Mit 87,12 Punkten erreichte der Musikblock das zweitbeste Ergebnis in der Stufe E und rangierte am Ende im oberen Drittel der teilnehmenden österreichischen Musikkapellen. Geschlagen musste man sich lediglich den Vertretern aus Oberösterreich geben, die mit einer fast perfekten Leistung aufwarteten. Außer der Marschwertung beim Schloss Schönbrunn hatten alle drei Kapellen die Aufgabe, an einem vorgegebenen Platz in der Bundeshauptstadt einen blasmusikalischen Gruß zu überbringen. In Form eines Stand- konzertes genossen viele Wienerinnen und Wiener, aber auch zahlreiche Gäste aus nah und fern Tiroler Klänge. Der Nachmittag des zweiten Tages stand im Zeichen eines impo- santen Festaktes vor dem Wiener Rathaus. Nach Einzug vom Heldenplatz spielten rund 3000 Musikantinnen und Musikanten im Gesamtspiel. Eine beeindruckende Klang- wolke erfüllte die Innenstadt. Märsche aus mehreren Jahrhunderten ertönten rund um

Foto: Archiv BVT

das Rathaus. Dazu konnten die Besucher Musikkapellen und Marschblocks aus allen Bundesländern und dem benachbarten Aus- land bewundern. Ein Höhepunkt war die Darbietung der Gardemusik Wien. Den Ab- schluss der Reise bildete ein Empfang durch Bürgermeister Michael Häupl. Am Ende bleibt ein überzeugendes Ergeb- nis der Tiroler Vertreter. Noch wertvoller war aber sicherlich der kameradschaftliche Aspekt. Denn dieser stand bei den Musikka- pellen Oberhofen, Ranggen und Zirl stets im Vordergrund. Landesstabführer-Stellvertre- ter Christian Zoller betont, dass diese Reise nur durch die tolle Unterstützung aller drei Musikkapellen, den Bezirksverband Telfs und den Landesblasmusikverband möglich war. „Es war wirklich einzigartig. Danke allen Musikantinnen und Musikanten und Gratu- lation zu diesem tollen Erfolg. Wien war – zu- mindest aus unserer Sicht – eine Reise wert“, meint der stolze Stabführer abschließend. n Magnus Gratl, MK Ranggen

aKtuelleS | Bläserwoche

Alle Jahre wieder …

Grillhof 2010 – Tiroler Bläserwoche

A lle Jahre wieder kommt nicht nur

das Christkind, das wollen wir

doch eher in einer anderen Jahres-

zeit entsprechend würdigen. In der ersten Ferienwoche machen sich alle Jahre wieder seit Jahrzehnten musikbegeisterte Musikan- tinnen und Musikanten auf den Weg zum Grillhof, um eine Woche ihrem Hobby (für viele vielleicht fast auch Beruf) zu frönen. So auch in der zweiten Juliwoche dieses Jahres. Nachdem im Vorjahr aufgrund des Projekts:

Tiroler Jugend Brass Band eine zweite Wo- che eingeschoben werden musste, wurde das heurige Programm wiederum innerhalb ei- ner Woche angeboten. Das Konzept „Tiroler Triangel“ wurde konsequent weiter geführt, sodass neben den InstrumentalistInnen auch Komponisten und DirigentInnen eingeladen waren. So war schon aufgrund des bunten Teilneh- merspektrums für einen abwechslungsreichen Tagesablauf gesorgt. In intensiven Ensemble- einheiten wurde mit den FachreferentInnen an neuer Literatur, aber auch an der Verbesse- rung der Spieltechnik gearbeitet. Die FachreferentInnen heuer: Günther Handl (Querflöte), Ruth Unterkofler (Oboe), Daniele Muleri (Fagott), Stefan Köhle, Ste- fan Matt (Klarinette), Peter Girstmair (Sa- xophon), Sylvia Klingler (Horn), Manfred Lugger, Raimund Walder (Trompete, Flügel- horn), Lito Fontana (Posaune), Florian Tren- kwalder (Tuba, Bariton) und Andreas Schif- fer (Schlagwerk). Das hohe Leistungsniveau der einzelnen Ensembles zeigte sich am Ende

14 BiT | September

der Woche in den tollen Beiträgen zur Mess- gestaltung und im Abschlusskonzert. Die DirigentInnen wurden von dem re- nommierten österreichischen Komponisten und Dirigenten Thomas Doss betreut. Diese Person in einer Blasmusikzeitung vorzustellen, hieße wirklich Eulen nach Athen zu tragen. Es darf aber doch vermerkt werden, dass neben den fachlichen Fähigkeiten von Thomas auch seine besonderen pädagogischen und mensch- lichen Qualitäten zum umfassenden Erfolg des Dirigierworkshops beitrugen. Ebenso tolle fachliche wie menschliche Qualitäten besitzt auch Jan Van der Roost, der im heurigen Jahr die Komponisten betreute. Wiederum war es möglich im Rahmen des Abschlusskonzertes ein kurzes neu geschaf- fenes Werk jedes Teilnehmers aufzuführen. Als weiterer Referent betreute Klemens Ve- rano von der Musikuniversität Mozarteum die Komponisten. Seine tiefgründigen Werkanaly- sen und seine großartigen Kenntnisse in kom- positorischen und musikgeschichtlichen Belan- gen riefen allgemeine Bewunderung hervor. Bereits untertags wurden die Ensemble- einheiten von Proben des Kursorchesters unterbrochen. Dieses war heuer sehr gut be- setzt, sodass das Erarbeiten von sinfonischer Literatur möglich war. Waren während dieser Proben vor allem die DirigentInnen an der Reihe, so waren die Abendproben in erster Linie den beiden Referenten Doss und Van der Roost vorbehalten. Sie wurden zu einem eindrucksvollen Erlebnis für alle. Besonders toll und ganz vorbildlich war die Disziplin

Foto: Archiv BVT

der TeilnehmerInnen: Niemand kommt zu spät zur Probe, jede/r hat seine Noten bereits fix und fertig auf dem Notenpult, niemand schwätzt oder spielt nach Natürlich wurden auch heuer wieder „spe- zielle Gäste – special guests“ engagiert: Peter Kirschner, Prof. an der Pädagogischen Hoch- schule und Mentaltrainer im Schigymnasium Stams führte TeilnehmerInnen und Refe- rentInnen in die Geheimnisse des mentalen Trainings ein. Dazu hatte er auch einen jun- gen Schweizer Spitzensportler mitgebracht. Schnell wurde klar, dass im Bereich der Psychologie Musik und Sport sehr verwandt sind. Erich Rinner vom Tiroler Landeskon- servatorium arbeitete mit den Blechbläsern am richtigen Ansatz, an der richtigen Spiel- weise, aber auch an der richtigen Einstellung, die ein Profi braucht. Seit drei Jahren gehört ein volksmusika- lischer Aspekt zum fixen Programmpunkt der Woche. Das Seminarangebot „Tanzlmusig und Co.“ nahmen heuer besonders viele Teilneh- merInnen in Anspruch. So arbeiteten die be- währten „Urgesteine“ der Tiroler Volksmusik Peter Moser und Peter Kostner den ganzen Samstag mit 21 begeisterten MusikantInnen. Der Grillhof bewährte sich wie seit eh und je als perfekter Seminarort mit einer tollen Leitungscrew und engagiertesten Mitarbei- terInnen. So konnte das Leitungsteam Hermann Pallhuber, Rudi Pascher, Werner Mayr am Ende der Woche sehr zufrieden auf eine ge- lungene Woche zurück schauen.

Dabei gilt ein ehrliches Danke

• Allen TeilnehmerInnen für die außerordentliche Disziplin und Motivation

• Allen ReferentInnen für ihre hervorragende Arbeit und ihr tolles Engagement

• Dem Team des Grillhof für die Schaffung der perfekten Rahmenbedingungen

• Der Militärmusik Tirol für die zur Verfügung Stellung des Schlagwerkinstrumentariums

• Der Fa. Wopfner für den Transport des Schlagwerkes

• Andrea Scheiflinger für das Layout des Werbefolders

• Dem Büro des Landesverbandes für die ausgezeichnete Unterstützung

• Dem Tiroler Blasmusikverband und dem Land Tirol für die Schaffung der finanziellen Vorausset- zungen

Ganz zum Schluss noch ein Wunsch (vielleicht an das Christkind): Obmänner und Kapellmeister, bitte verteilt im nächsten Jahr die Folder und Werbema- terialien etwas besser und gewissenhafter! Leider mussten wir erfahren, dass viele TeilnehmerInnen diese Materialien gar nicht kannten und erst über Umwege vom Seminar erfahren haben. n

Bläserwoche, Leserbrief | aKtuelleS

Leserbrief

I m Juli dieses Jahres hatte ich zum zweiten Mal die Gelegenheit, den Kurs Komponieren und Arrangieren im Rah- men der Tiroler Bläserwoche am Bildungs- institut Grillhof zu besuchen. Wie schon im vergangenen Jahr bot der Kurs wieder eine äußerst professionelle und hervorragende Betreuung (2009 durch Thomas Doss, 2010 durch Jan van der Roost), ein gut durchdachtes Raumkonzept (zeitgleicher Ablauf des Kompositions-, des Dirigier- und des Instrumentalunterrichtes sowie der Ensembleproben und der Proben des Kursorchesters), ein motiviertes und geduldiges Kursorchester, einsatzfreudige DirigentInnen (die die neuen Kompositio- nen im Rahmen des Abschlusskonzertes uraufführten) und ein umfangreiches Ta - gesprogramm, das alle TeilnehmerInnen voll beanspruchte. An dieser Stelle möchte ich mich sowohl beim Landesverband, der diese großarti- ge Fortbildungsmöglichkeit bietet, als auch

bei den leitenden Referenten Thomas Doss und Jan van der Roost, herzlich bedanken. Ihnen gelang es in den letzten beiden Jah- ren, intensiv und effektiv zu arbeiten, und zusätzlich jedem Kompositionsschüler eine spezielle persönliche Betreuung zukommen zu lassen. Ein besonderer Dank gilt auch dem Orga- nisationsteam, Landeskapellmeister Mag. Hermann Pallhuber sowie seinen beiden Stellvertretern Mag. Rudi Pascher und Dr. Werner Mayr, die vor Ort immer alles be- stens im Griff hatten und uns in jeder nur erdenklichen Weise unterstützten. Für die Zukunft wäre es sehr schön, wenn die Tiroler Bläserwoche in dieser Form wei- tergeführt werden könnte und die Arbeit mit so hochkarätigen Musikerpersönlich- keiten wie Thomas Doss und Jan van der Roost noch mehr InteressentInnen aus un- seren Musikkapellen anlockte. n günter dibiasi, Musikschulleiter, Komponist und Kapellmeister

seren Musikkapellen anlockte. n günter dibiasi, Musikschulleiter, Komponist und Kapellmeister September | BiT 1 5

aKtuelleS | Leistungsabzeichen in Gold

aKtuelleS | Leistungsabzeichen in Gold Erfolgreiche „Goldene“ ser Stelle den Prüflingen dieses Jahres recht herzlich

Erfolgreiche „Goldene“

ser Stelle den Prüflingen dieses Jahres recht herzlich zu ihren großartigen musikalischen Erfolgen gratulieren. Als Leistungsträger und Stützen der Tiroler Blasmusikkapellen haben die Ausgezeichneten bewiesen, dass sie den anderen Jungmusikanten verlässliche Vorbilder sind, auf die man bauen und zählen kann. Der Blasmusikverband Tirol wünscht ihnen für den weiteren musikalischen Weg alles Gute und weiterhin viel Freude und Spaß mit der Musik!

D ie Prüfung zum Jungmusikerlei-

stungsabzeichen und Musikerlei-

stungsabzeichen in Gold wurde im

Jahr 2010 ausschließlich nach den neuen Kri- terien durchgeführt. Diese Bestimmungen für die Prüfungen gelten bundesweit seit Sep-

tember 2008. Das Landesjugendreferat, bestehend aus den beiden Landesjugendreferenten und den 19 Bezirksjugendreferent/innen, darf an die-

Für alle, die ebenfalls den Erwerb des Gol- denen Leistungsabzeichens anstreben, sind die Termine für 2011 auf der Homepage be- kannt gegeben, bzw. bei der Terminvorschau angeführt.

n

Vorname

nachname

instrument

Kapelle

Musikbezirk

Prädikat

Angelika

Bichler

Querflöte

STMK Allerheiligen

IBK-Stadt

Ausgez. Erfolg

JMLA

Bernhard

Desing

Fagott

k.u.k. Postmusik

IBK-Stadt

Ausgez. Erfolg

JMLA

Timo

Kapelari

Trompete

STMK Innsbruck Mariahilf/ St.Nikolaus

IBK-Stadt

Ausgez. Erfolg

JMLA

Bernhard

Schlögl

Posaune

STMK Amras

IBK-Stadt

Ausgez. Erfolg

JMLA

Daniel

Steixner

Trompete

STMK Amras

IBK-Stadt

Ausgez. Erfolg

JMLA

Daniel

Wildt

Schlagwerk

STMK Amras

IBK-Stadt

Guter Erfolg

JMLA

Andreas

Waldner

Trompete

STMK Wilten

IBK-Stadt

Ausgez. Erfolg

JMLA

Timo

Kapelari

Trompete

STMK Innsbruck Mariahilf/ St.Nikolaus

IBK-Stadt

Ausgez. Erfolg

JMLA

Lukas

Drexel

Trompete

MK Natters

IBK-Land

Ausgez. Erfolg

JMLA

Christoph

Falschlunger

Klarinette

MK Natters

IBK-Land

Ausgez. Erfolg

JMLA

Andreas

Kirchmair

Tuba

MK Natters

IBK-Land

Guter Erfolg

JMLA

Christian

Ruetz

Trompete

MK Völs

IBK-Land

Ausgez. Erfolg

JMLA

Martin

Seeber

Trompete

MK Lans

IBK-Land

Ausgez. Erfolg

JMLA

Anna

Fischler

Querflöte

MK Absam

Hall

Ausgez. Erfolg

JMLA

Daniel

Kofler

Trompete

MK Fritzens

Hall

Ausgez. Erfolg

JMLA

Christoph

Mair

Flügelhorn

MK Fritzens

Hall

Ausgez. Erfolg

JMLA

Markus

Plank

Horn

Senseler MK Volders

Hall

Sehr guter Erfolg

JMLA

Florian

Reinstadler

Horn

Swarovski Musik

Hall

Guter Erfolg

JMLA

Simon

Wachter

Saxophon

Rettenberger MK Kolsass

Hall

Ausgez. Erfolg

JMLA

Simone

Kellner

Querflöte

Speckbacher STMK Hall i.T.

Hall

Sehr guter Erfolg

JMLA

Lukas

Pellegrini

Klarinette

STMK Schwaz

Schwaz

Guter Erfolg

JMLA

Valentina

Pfister

Horn

BMK Vomp

Schwaz

Ausgez. Erfolg

JMLA

Sebastian

Widner

Saxophon

MK Hart i.Zillertal

Zillertal

Ausgez. Erfolg

JMLA

Elisabeth

Bucher

Oboe

BMK Ellmau

Unterinntaler Musikbund

Guter Erfolg

JMLA

Markus

Ehrenstrasser

Tenorhorn

BMK Unterlangkampfen

Unterinntaler Musikbund

Sehr guter Erfolg

JMLA

Nicol

Frankhauser

Trompete

BMK Vorderthiersee

Unterinntaler Musikbund

Sehr guter Erfolg

JMLA

Carmen

Gründhammer

Klarinette

BMK Hinterthiersee

Unterinntaler Musikbund

Sehr guter Erfolg

JMLA

Stefan

Kirchler

Trompete

BMK Angath

Unterinntaler Musikbund

Ausgez. Erfolg

JMLA

Leopold

Konzett

Saxophon

BMK Hinterthiersee

Unterinntaler Musikbund

Ausgez. Erfolg

JMLA

Daniel

Spitzenstätter

Saxophon

BMK Bruckhäusl

Unterinntaler Musikbund

Ausgez. Erfolg

JMLA

Christina

Tiefenthaler

Horn

BMK Langkampfen

Unterinntaler Musikbund

Sehr guter Erfolg

JMLA

Florian

Entleitner

Flügelhorn

MK Westendorf

Brixental

Sehr guter Erfolg

JMLA

Magdalena

Fuchs

Querflöte

MK Brixen i.T.

Brixental

Sehr guter Erfolg

JMLA

Barbara

Horngacher

Querflöte

BMK Aschau bei Kirchberg

Brixental

Sehr guter Erfolg

JMLA

Matthias

Laiminger

Saxophon

MK Hopfgarten i.B.

Brixental

Ausgez. Erfolg

JMLA

Veronika

Nagele

Horn

MK Brixen i.T.

Brixental

Guter Erfolg

JMLA

Maria

Schablitzky

Querflöte

MK Reith b. Kitzbühel

Brixental

Ausgez. Erfolg

JMLA

Priska

Wahrstätter

Saxophon

MK Hopfgarten i.B.

Brixental

Ausgez. Erfolg

JMLA

Maria

Jöchl

Oboe

BMK St. Johann i.T.

St. Johann

Sehr guter Erfolg

JMLA

Josef

Kaufmann

Schlagwerk

BMK St. Johann i.T.

St. Johann

Ausgez. Erfolg

JMLA

Markus

Kögl

Schlagwerk

KMK Fieberbrunn

St. Johann

Ausgez. Erfolg

JMLA

16 BiT | September

Leistungsabzeichen in Gold | aKtuelleS

Agnes

Lötsch

Klarinette

BMK St. Johann i.T.

St. Johann

Sehr guter Erfolg

JMLA

Patric

Pletzenauer

Querflöte

MK Kirchdorf

St. Johann

Ausgez. Erfolg

JMLA

Felicitas

Widmann

Klarinette

MK Going a.W.K.

St. Johann

Guter Erfolg

JMLA

Sarah

Foidl

Querflöte

MK Waidring

St. Johann

Ausgez. Erfolg

JMLA

Stefanie

Niedermoser

Querflöte

MK St. Ulrich a. P.

St. Johann

Ausgez. Erfolg

JMLA

Stefan

Leitgeb

Trompete

MK Mieders

Wipptal/Stubai

Mit Erfolg

JMLA

Marianna

Pittl

Querflöte

MK Mieders

Wipptal/Stubai

Ausgez. Erfolg

JMLA

Barbara

Schönherr

Saxophon

MK Neustift i. St.

Wipptal/Stubai

Guter Erfolg

JMLA

Hermann

Zorn

Trompete

MK Mieders

Wipptal/Stubai

Guter Erfolg

JMLA

Anna

Fröch

Querflöte

MK Pettnau

Telfs

Sehr guter Erfolg

JMLA

David

Plunser

Querflöte

MK Ranggen

Telfs

Guter Erfolg

JMLA

Corinna

Seebacher

Querflöte

MK Ranggen

Telfs

Mit Erfolg

JMLA

Thomas

Spiegel

Tenorhorn

MK Ranggen

Telfs

Guter Erfolg

JMLA

Dominik

Geyr

Schlagwerk

MK Inzing

Telfs

Ausgez. Erfolg

JMLA

Anja

Fiegl

Tenorhorn

MK Sölden

Silz

Mit Erfolg

JMLA

Philipp

Ganglberger

Horn

MK Umhausen

Silz

Sehr guter Erfolg

JMLA

Lukas

Klotz

Tenorhorn

MK Sölden

Silz

Ausgez. Erfolg

JMLA

Sonja

Mair

Tenorhorn

MK Tumpen

Silz

Ausgez. Erfolg

JMLA

Philipp

Nösig

Horn

MK Huben i.Ö.

Silz

Guter Erfolg

JMLA

Alexander

Schmid

Tenorhorn

MK Ötz

Silz

Guter Erfolg

JMLA

Michael

Schmid

Trompete

MK Ötz

Silz

Mit Erfolg

JMLA

Thomas

Schöpf

Tenorhorn

MK Huben i.Ö.

Silz

Guter Erfolg

JMLA

Matthias

Eiter

Trompete

MK Wald i.P.

Imst

Sehr guter Erfolg

JMLA

Janine

Kugler

Querflöte

MK Arzl i. P.

Imst

Sehr guter Erfolg

JMLA

Marco

Reinstadler

Trompete

MK Jerzens

Imst

Guter Erfolg

JMLA

Florian

Schrott

Horn

STMK Imst

Imst

Sehr guter Erfolg

JMLA

Karoline

Senn

Querflöte

STMK Imst

Imst

Ausgez. Erfolg

JMLA

Maria

Leiter

Schlagwerk

MK Nassereith

Imst

Ausgez. Erfolg

JMLA

Ursula

Aumüller

Horn

MK Schönwies

Landeck

Ausgez. Erfolg

JMLA

Gerald

Hammerle

Klarinette

MK Schönwies

Landeck

Ausgez. Erfolg

JMLA

Johannes

Reheis

Saxophon

MK Zams

Landeck

Ausgez. Erfolg

JMLA

Thomas

Rudigier

Trompete

MK Prutz

Landeck

Sehr guter Erfolg

JMLA

Michael

Schöpf

Posaune

MK Prutz

Landeck

Ausgez. Erfolg

JMLA

Michael

Schöpf

Euphonium

MK Prutz

Landeck

Sehr guter Erfolg

JMLA

Emanuel

Feineler

Horn

BMK Bichlbach

Reutte-Außerfern

Ausgez. Erfolg

JMLA

Lisa

Hegele

Querflöte

Bürgerkapelle Vils

Reutte-Außerfern

Sehr guter Erfolg

JMLA

Doris

Lorenz

Trompete

BMK Bichlbach

Reutte-Außerfern

Mit Erfolg

JMLA

Katja

Zobl

Klarinette

MK Jungholz

Reutte-Außerfern

Ausgez. Erfolg

JMLA

Madlene

Arbeitstein

Flügelhorn

MK Ainet

Lienzer Talboden

Guter Erfolg

JMLA

Andreas

Gomig

Flügelhorn

MK Ainet

Lienzer Talboden

Sehr guter Erfolg

JMLA

Stefan

Gomig

Trompete

MK Ainet

Lienzer Talboden

Ausgez. Erfolg

JMLA

Lukas

Kollnig

Horn

MMK Nußdorf-Debant

Lienzer Talboden

Sehr guter Erfolg

JMLA

Mario

Mayr

Trompete

MK Gaimberg

Lienzer Talboden

Ausgez. Erfolg

JMLA

Matthäus

Pircher

Schlagwerk

STMK Lienz

Lienzer Talboden

Ausgez. Erfolg

JMLA

Markus

Stotter

Posaune

MK Oberlienz

Lienzer Talboden

Ausgez. Erfolg

JMLA

Stefan

Theresiak

Bariton

STMK Lienz

Lienzer Talboden

Ausgez. Erfolg

JMLA

Patrick

Winkler

Trompete

Eisenbahner STKP Lienz

Lienzer Talboden

Guter Erfolg

JMLA

Philipp

Walder

Klarinette

MK Anras

Pustertal Oberland

Ausgez. Erfolg

JMLA

Matthias

Huter

Tenorhorn

MK Kals a.G.

Matrei-Iseltal

Sehr guter Erfolg

JMLA

Bettina

Unterweger

Trompete

MK Kals a.G.

Matrei-Iseltal

Sehr guter Erfolg

JMLA

Andreas

Abentung

Flügelhorn

MK Sistrans

IBK-Land

Ausgez. Erfolg

MLA

Simon

Bailey

Baßposaune

Speckbacher Hall

Hall

Guter Erfolg

MLA

Markus

Kreidl

Klarinette

BMK Ried/Kaltenbach

Zillertal

Mit Erfolg

MLA

Markus

Tusch

Trompete

BMK Rattenberg

Rattenberg

Sehr guter Erfolg

MLA

Johann

Gossner

Klarinette

Westendorf

Brixental

Sehr guter Erfolg

MLA

Günther

Witsch

Trompete

MK Rietz

Silz

Sehr guter Erfolg

MLA

Thomas

Petter

Posaune

MK Kappl

Landeck

Sehr guter Erfolg

MLA

Siegmund

Siegele

Euphonium

STMK Landeck

Landeck

Guter Erfolg

MLA

Maximilian

Pirner

Trompete

MK Biberwier

Reutte-Außerfern

Sehr guter Erfolg

MLA

Cäcilia

Huter

Saxophon

MK Kals a. G.

Iseltal

Sehr guter Erfolg

MLA

aKtuelleS | Promenadenkonzert

aKtuelleS | Promenadenkonzert Fotos: Archiv Innsbrucker Promenadenkonzerte Innsbrucker Promenadenkonzerte 2010 Tradition
aKtuelleS | Promenadenkonzert Fotos: Archiv Innsbrucker Promenadenkonzerte Innsbrucker Promenadenkonzerte 2010 Tradition
aKtuelleS | Promenadenkonzert Fotos: Archiv Innsbrucker Promenadenkonzerte Innsbrucker Promenadenkonzerte 2010 Tradition

Fotos: Archiv Innsbrucker Promenadenkonzerte

Innsbrucker Promenadenkonzerte 2010

Tradition ist immer gefragt!

D ie Innsbrucker Promenadenkon- zerte sind seit Jahren ein Höhe- punkt im Innsbrucker Sommer. Sie

sind nicht nur Unterhaltung für Gäste und Einheimische auf höchstem Niveau, sondern üben auch eine Brückenfunktion zwischen „Ernster“ und „Unterhaltungsmusik“ aus und führen so die altösterreichische Traditi- on fort, der Bevölkerung mittels Transkripti- onen bedeutende Werke der Musikgeschichte näherzubringen. Orchester aus Österreich, Deutschland und Italien setzten diese Idee auch heuer um, wobei sie sich auch den Herausforderungen originaler Blasmusikliteratur sowie diesmal auch zeitgenössischer Kompositionen stell- ten. Das Experiment, die Türe hinsichtlich der gespielten Literatur weit zu öffnen – so wurden etwa Werke von Florian Bramböck, Eric Cook, George Gershwin, James Barnes, Alfred Reed, Ottorino Resphigi, Paul Huber, Erich Giuliani, Franz Cibulka, Paul Hinde- mith, Michael Riessler, Edward Gregson, Jakob Gruchmann oder Marc Camphouse aufgeführt – kann aber nur bedingt als Erfolg angesehen werden: Zwar waren die anwe-

bedingt als Erfolg angesehen werden: Zwar waren die anwe- 1 8 BiT | September besondere auch

18 BiT | September

werden: Zwar waren die anwe- 1 8 BiT | September besondere auch aus Tirol: Neben der

besondere auch aus Tirol: Neben der Militärmusik traten in die- sem Sinne die Brass Connection Tirol, die Stadtmusikkapelle Innsbruck-Mariahilf/St. Nikolaus, Windkraft Tirol/ Kapelle für Neue Musik, die Musikkapellen Mils und Baum- kirchen, Das Große Bozner Blechbläseren- semble sowie die Musikkapelle Prutz – insge- samt also 8 neue Ensembles – auf und zeigten Großteils beachtliche Leistungen. Heimische Kapellen kommen also sicher nicht zu kurz, wobei der Leistungsmaßstab allerdings sehr hoch liegt, sollte doch das Gefälle zu den anderen Orchestern, die im Rahmen des Fe- stivals auftreten – insbesondere zu diversen Sinfonischen Blasorchestern und Berufsor- chestern – nicht zu extrem ausfallen. Mit Ausnahme der vielfach fragwürdigen Witterungsbedingungen, denen man als Freiluftveranstaltung heuer ausgesetzt waren, kann man sehr viel Positives aus der Saison 2010 mitnehmen und sich auf die 17. Inns- brucker Promenadenkonzerte freuen, die im kommenden Jahr programmatisch unter dem Motto „Zurück zu den Wurzeln“ stehen werden.

David Nagiller, Pressereferent

n

senden Zuhörer regelmäßig vom Gehörten angetan, der Publi- kumsbesuch hat allerdings eine deutliche Sprache gesprochen, nämlich jene, dass Programme mit Musik vor 1918, insbeson- dere solche mit kurzweiligen Titeln und „Ohrwürmern“ aus Oper und Operette sowie viel Marschmusik am besten ange-

nommen werden. Auch sollten einzelne Werke möglichst nicht länger als maximal 10 bis 15 Minu- ten dauern (Zitate wie: „Das schönste am heutigen Abend waren die kurzen Stückln“ konnten aus dem Publikum nicht nur ein- mal vernommen werden). Zudem war die nach wie vor große Zugkraft bekannter ein- heimischer Musikkapellen zu spüren, vor allem der Original Tiroler Kaiserjägermusik und der K.u.k. Posmusik Tirol, aber auch etwa der Wiltener, welche bei miserablen Wetterbedingungen dennoch eine beacht- liche Fangemeinde lockten. Auch die beiden Streichorchester, das Kammerorchester Inn- Strumenti und das Austria Festival Sympho- ny Orchestra erfreuten sich wiederum großer Beliebtheit. Hinsichtlich der Frage, wer spielt (Klassisches Blasorchester, Streichorchester, Brassband, Blech-Ensemble,…) zeigt sich das Publikum, das beweist auch die langjährige Erfahrung, wesentlich aufgeschlossener, als gegenüber jener, was gespielt wird. Neben den oben angeführten „alten Be- kannten“ wurden aber wieder zahlreiche Orchester eingeladen, die noch nicht in der Kaiserlichen Hofburg musiziert haben, ins-

Landesmusikfest Südtirol | aKtuelleS

16. Südtiroler Landesmusikfest 2010

Der Verband Südtiroler Musikkapellen feiert: „ traditionell und innovativ

E in Musikfest unterbricht die tägliche Arbeit und bereichert unser Leben. Es ist wie ein Licht, das aufleuchtet und

dadurch besondere Aufmerksamkeit erregt. In der Planung und Ausführung verlangt es von den Aktiven Kreativität, Einsatz und Mut und soll Zuhörern und Zuschauern Freude, Sinn für Kultur, Gemeinschaft und Ehrenamt vermitteln. Deshalb ist es wichtig und muss gefeiert werden. Das 16. Landesmusikfest des Verbandes Südtiroler Musikkapellen, das nach fünf Jah- ren wieder zur Austragung kommt, verfolgt genau diese Zielsetzung unter dem Motto „ traditionell und innovativ

Im Mittelpunkt des Festes stehen die Mu- sik und ihre Ausübenden, die vielen jungen und jung gebliebenen Musikantinnen und Musikanten mit ihren musikalischen Leitern unserer Musikkapellen und einiger Gastka- pellen. In mehreren Veranstaltungen werden verschiedenste Facetten des Blasorchesters in Werken, Stilen und Aufführungspraktiken vorgestellt. Im Konzert- bzw. Marschmusik- wettbewerb haben Musikkapellen die Mög- lichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen und es von einer Fachjury beurteilen zu las- sen. So ergibt sich auch für die interessierten Besucher ein abwechslungsreiches Hörer- lebnis bei den diversen Konzert- und Mar- schauftritten der Musikkapellen und En- sembles mit vielen neuen Ideen. Der große Festumzug soll das Publikum mit Elementen aus Brauchtum und Tradition erfreuen. n

mit Elementen aus Brauchtum und Tradition erfreuen. n Fotos: Archiv VSM Landesmusikfest mit Marsch- musikwertung

Fotos: Archiv VSM

Landesmusikfest mit Marsch- musikwertung am 16. und 17. Oktober 2010 in Meran

Programmübersicht:

Samstag, 16. oktober 2010:

14.30

uhr: Sternmarsch

15.00

uhr: Marschmusikbewertung

(Thermenplatz)

16.30 uhr: Verleihung der Urkunden

(Thermenplatz)

17.00 uhr: Akzente der Jugend

(Stadttheater)

18.30 uhr: Empfang für Ehrengäste

(Pavillon des Fleurs)

20.30 uhr: Festkonzert des Südtiroler

Jugendblasorchesters SJBO (Kursaal)

Sonntag, 17. oktober 2010:

09.00 uhr: Festmesse in der

Pfarrkirche

10.30 uhr: Festkonzert verschiedener

Ensembles und Musikkapellen aus den sechs Bezirken (Kursaal)

14.15 uhr: großer Umzug durch

Meran mit Marschmusikbewertung

16.30 uhr: Abschlussveranstaltung

mit Musik in Bewegung und Urkun- denverleihung (Thermenplatz)

An beiden Tagen finden auf verschiedenen Plätzen der Altstadt Platzkonzerte statt.

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20 BiT | September

Euregio | Bezahlte anzeige

Das Benefiz-Galakonzert „Quer durch Europa“ mit der SWAROVSKI MUSIK WATTENS

Bei der Vorstellung der Partnerprojekts von links. Geschäftsführer Anselm Schaber und seine Frau Lucia, Euregio
Bei der Vorstellung der Partnerprojekts von links. Geschäftsführer Anselm Schaber und seine
Frau Lucia, Euregio Projektleiter Simon Gehring, Kapellmeister Günther Klausner, Immenstadts–
Projektleiterin Barbara Weissinger und 2. Bürgermeister Thomas Wurmbäck.
Fotos: Euregio
D ie Hofgarten-Stadthalle in Immen-
stadt im Allgäu wird am Samstag,
16. Oktober 2010 um 20 Uhr zur
Bühne eines besonderen Auftritts: Das Be-
nefiz-Galakonzert der SWAROVSKI MUSIK
Moderator
Rudi Gamper
Kapellmeister Günther Klausner
Kapellmeister
Günther Klausner

WATTENS unter dem Motto „Quer durch Europa“. Dieses Benefizkonzert ist ein Ge- schenk der Euregio via salina an die Stadt Immenstadt zur 650-Jahr-Feier. Der Eintritt zum Konzert ist frei. Durch das Programm führt der beliebte Moderator aus Südtirol Rudi Gamper. „Möglich ist diese Veranstaltung nur durch die Unterstützung von Trachten Schaber aus Immenstadt, der die Patenschaft für das Konzert übernom- men hat. Das bedeutet, dass alle anfal- lenden Kosten von den Partnern getragen werden. „Ein weiteres Partnerprojekt der Euregio, das es möglich macht, dass der komplette Erlös dem Allgäuer Hilfsfonds e.V. zufließen kann“, so Euregio Projektleiter Simon Geh- ring. Stolz sind wir auch darauf, dass wir nach 2001 die Swarovski Musik Wattens wieder einmal bei Euregio dabei haben. Kapellmeister Günther Klausner war extra für diesen Termin ins Allgäu angereist und bekräftigte, dass das Blasorchester mit der

angereist und bekräftigte, dass das Blasorchester mit der Literaturauswahl die Herzen der Menschen treffen möchte.

Literaturauswahl die Herzen der Menschen treffen möchte. Besonders dankte Gehring dem 2. Bürgermeister Thomas Wurmbäck, der seitens der Stadt und des Jubiläums- Komitees dieser Veranstaltung seine Unter- stützung zusagte. Im Besonderen lobte der Projektleiter Anselm Schaber, die einen beachtlichen finanziellen Beitrag zu diesem Konzert lei- stet was letztendlich den Ausschlag für die Durchführung gegeben hat. Mehr Infos unter www.euregio-festival.de. Wer Platzkarten vorbestellen will, kann dies unter Telefon 0049/831/206-5777. n

aKtuelleS | Frauen in der Militärmusik

aKtuelleS | Frauen in der Militärmusik Frauen in der Militärmusik Kultur und Karriere im Österreichischen Bundesheer

Frauen in der Militärmusik

Kultur und Karriere im Österreichischen Bundesheer

S eit einigen Jahren haben Frauen die Möglichkeit, den Dienst im österrei- chischen Bundesheer als Soldatin aus-

zuüben. Im Gegensatz zu den männlichen Staatsbürgern, die wehrpflichtig sind, kön- nen Frauen freiwillig ihren Beitrag zur öster-

reichischen Landesverteidigung leisten. Das Ziel der Ausbildung der Frauen im Bundes- heer ist grundsätzlich der Beruf des Offiziers oder des Unteroffiziers. Daneben besteht in bestimmten Bereichen auch die Möglichkeit einer Chargenlaufbahn (Dauer zwischen drei und neun Jahren). Dies gilt auch für Frauen, die Militärmusikerinnen werden wollen, wo- bei die Möglichkeit der späteren Ausbildung zum Offizier oder Unteroffizier gewahrt

späteren Ausbildung zum Offizier oder Unteroffizier gewahrt Die Militärmusik Tirol bei einer Konzertreise in Lybien. In
späteren Ausbildung zum Offizier oder Unteroffizier gewahrt Die Militärmusik Tirol bei einer Konzertreise in Lybien. In

Die Militärmusik Tirol bei einer Konzertreise in Lybien. In der Mitte die Militärmusikerin

und Kapellmeisterin der MK Reith bei Seefeld Sandra Lehr.

Fotos: Militärmusik

bleibt. Der letztmögliche Zeitpunkt für den Beginn einer solchen Karriere liegt in dem Kalenderjahr, in dem die Bewerberin das 34. Lebensjahr vollendet. Vor allem für Musikerinnen erschließen sich mit dem 12-monatigen Ausbildungs- dienst (Männer 14 Monate) in einer der

neun österreichischen Militärmusiken viele Chancen für die berufliche Karriere und das musikalische Weiterkommen. Auftritte im Ausland und bei großen Veranstaltungen schaffen bleibende Eindrücke, die in dieser Form ein/e MusikerIn woanders kaum erle- ben kann.

n

Die Vorteile des Ausbildungsdienstes in der Militärmusik auf einen Blick:

• Übungsmöglichkeit am eigenen Instrument

• Schulung in Ensemblespiel und Orchesterpraxis

• Kennenlernen vielfältiger Musikliteratur

• Auftritte und Konzertreisen

• Weiterbildungsmöglichkeit durch Besuch der Landesverteidi- gung und Sport

• Musikschule/Konservatorium

• Erlernen zeremonieller Abläufe / Marschier-Shows

• Einführung in die Stabführung und Orchesterleitung

• Sprungbrett für vielversprechende Musikkarriere aber auch für die Offiziers- oder Unteroffiziers- Laufbahn

Wie werde ich Militärmusikerin?

• Die Interessentin nimmt mit der Militärmusik, bei der sie ihre Aufnahme anstrebt, Verbindung auf.

• Es folgt eine musikalische Prüfung, die positiv abgeschlossen werden muss.

• Nach Abgabe der freiwilligen Meldung beim Heerespersonal- amt erfolgt die Einladung zu einem Vorbereitungswochenen- de bzw. Ladung zur medizinischen Eignungsprüfung. Formulare und weitere Informationen sind im Internet einzu- sehen: www.bundesheer.at/karriere/frauen/index.shtml

• Nach dem Einrücken erwartet die zukünftige Militärmusike- rin vor ihrer Verwendung in der Militärmusik eine militärische Basisausbildung in der Dauer von sechs Wochen.

Kontakte – die neun Militärmusiken Österreichs:

Militärmusik Tirol, Tel.: 0664/6225-311 Gardemusik Wien, Tel.: 0664/6221-911 Militärmusik Burgenland, Tel.: 0664/6228-311 Militärmusik Kärnten, Tel.: 0664/6224-311 Militärmusik Niederösterreich, Tel.: 0664/6222-311 Militärmusik Oberösterreich, Tel.: 0664/6227-311 Militärmusik Salzburg, Tel.: 0664/6226-311 Militärmusik Steiermark, Tel.: 0664/6223-311 Militärmusik Vorarlberg, Tel.: 0664/6225-911

Salzburg, Tel.: 0664/6226-311 Militärmusik Steiermark, Tel.: 0664/6223-311 Militärmusik Vorarlberg, Tel.: 0664/6225-911

22 BiT | September

Cantare es sonare | aKtuelleS

Strauss-Messe im Wiener Stephansdom

es sonare | aKtuelleS Strauss-Messe im Wiener Stephansdom Ötztaler Chöre, Instrumentalisten und Musikkapellen

Ötztaler Chöre, Instrumentalisten und Musikkapellen gestalten Festmesse in Wien

A nlässlich der „Tirol-Woche“ im Jän-

ner 2011 in Wien, deren Ausrichtung

diesmal in den Händen des Ötztales

liegt, wird der Festgottesdienst am Sonntag, den 23. Jänner 2011 im Stephansdom, zu groß- en Teilen im vokal-instrumentalen Stile gestal- tet. Im Zentrum stehen Kyrie, Gloria, Sanctus und Agnus Dei aus der doppelchörigen „Missa brevissima“ des damals hochberühmten Chri- stoph Strauss, Kapellmeister am Stephansdom in den 1620-er Jahren. Diese Messe, im Jahr 2003 übertragen durch Gerlinde Auer und herausgegeben beim Verlag TSS Stubai, wur- de bereits 2004 als Radio-Gottesdienst in ganz Österreich ausgestrahlt. Aufgeführt wird dieses Ordinarium vom Ötztaler Lehrerchor, dem MGV „Auensteiner Oetz“, Mitgliedern des Kirchenchores Oetz, dem MGV „Fischbachchor Längenfeld“, dem Ötztaler Viergesang, den bewährten Ötztaler Barockbläsern auf eng mensurierten Posaunen und Trompeten sowie jungen Streicher- und Flötistinnen. Die musikalische Gesamtleitung liegt den Händen von Georg Schmid. Somit erklingt fast 400 Jahre nach dem Tode von Strauss eine seiner prächtigen Messen wieder an ihrem Entstehungsort, im Wiener Stephansdom. Die Volksgesangsteile Eröffnungslied, Al- leluja-Vers, Fürbitten und Danklied werden getragen durch die Musikkapellen Längenfeld und Huben unter ihren jungen Kapellmeistern Florian Klotz und Alexander Grüner nach dem Beispiel der Papstmesse am Berg-Isel 1988. Diese Art der Mitgestaltung von Gottes- diensten ist ein Anliegen des derzeitigen Lan- deskapellmeisters Hermann Pallhuber und seiner Mitarbeiter im Tiroler Blasmusikver- band. Die musikalisch anspruchsvollen Sät- ze entstammen der Feder von Albert Knapp, Hermann Pallhuber und Kurt Estermann. Die Musikkapellen musizieren ebenfalls zum Ein- zug, zur Gabenbereitung und zum Auszug. Die vorliegende Gottesdienst-Gestaltung spiegelt die bereits wiederholt praktizierte Zu- sammenarbeit im Ötztal wider, in der sich ver- schiedene Chöre der Talschaft zu einer großen

sich ver- schiedene Chöre der Talschaft zu einer großen Chorgemeinschaft zusammenschließen, um Projekte zu

Chorgemeinschaft zusammenschließen, um Projekte zu realisieren, die einem Einzelchor verwehrt blieben. Die Einbindung der beiden Musikkapellen Huben und Längenfeld auch im Bereich des liturgischen Volksgesanges ist neu, findet aber speziell im Bereich der Blas- musik breite Anerkennung. Christoph Strauss (geb. um 1575, gest. 1631) entstammte einer Musikerfamilie, die über viele Generationen hinweg den Habsburgern diente. Um 1594 war er bereits als Hoforga- nist in Wien angestellt, erhielt 1601 den Titel „Cammer Organist.“ 1617 wurde er von Kai-

ser Mathias I. zum Hofkapellmeister ernannt. Als Mathias 1619 starb, ersetzte ihn der neue Kaiser Ferdinand II., der ihm zeitlebens feind- lich gegenüber stand, durch Giovanni Priuli. Ab 1626 finden wir Strauss als Kapellmeister an St. Stephan, eine Stellung, die er bis zu sei- nem Tod 1631 inne hatte und in der zweifellos der Grund für die Entstehung seiner monu- mentalen Messen zu suchen ist, deren Druck- legung 1631 er nicht mehr erleben durfte. Strauss war zu seiner Zeit ein hochgeach- teter Komponist. Trotz weit verbreiteter Be- wunderung für seine gedruckten Werke litt er unter der persönlichen Animosität des Kaisers und den damit verbundenen Demütigungen. Und, obwohl die Musikwissenschaft die Be- deutung seiner Musik schon frühzeitig aner- kannte, blieb er in der Musizierpraxis des 20. Jahrhunderts fast vollständig unbeachtet. Erst die letzten Jahre brachten hier ein Umdenken, was viele Aufführungen von Strauss-Werken überall in Europa und verschiedene CD-Ein- spielungen belegen.

Georg Schmid

n

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24 BiT | September

Jugendreferent/innen

Jugendreferent/innen Die Landesjugendreferenten Martin Rabl und Wolfram Rosenberger. I n den Jahren 2008 und 2009 hat

Die Landesjugendreferenten Martin Rabl und Wolfram Rosenberger.

I n den Jahren 2008 und 2009 hat bei rund 50 % der Tiroler Musikkapellen der/die Jugendreferent/in gewechselt. Oft wurde

die Frage an uns herangetragen, „Welche Auf- gaben habe ich eigentlich in dieser Funktion?“ Wir wollen allen Neuanfängern, aber auch altbewährten und erfahrenen Jugendreferent/ innen einen Leitfaden als Handreichung mit auf den Weg geben. Dieser Leitfaden soll eine Empfehlung sein, da die Gegebenheiten der Funktionsauftei-

lung in jeder Musikkapelle unterschiedlich gelagert sind. Diese Broschüre, die als Anleitung für die tägliche Arbeit als Jugendreferent hilfreich sein soll, wurde in einer komprimierten Form zusammengestellt. Alle angesprochenen Punkte sind auch als Einzeldateien von der Homepage des Tiroler Blasmusikverbandes herunterladbar. Weitere Themengebiete wur- den als Ergänzungen auf der Homepage eben- falls bereitgestellt.

Diese Broschüre erhalten aber auch alle an- deren Funktionäre der Tiroler Musikkapellen. Somit können Sie sich einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben der Jugendrefe- renten schaffen.

Eure Landesjugendreferenten Dir. Dr. Wolfram Rosenberger und MSL Martin Rabl

Wolfram.rosenberger@chello.at, m.rabl@lms.tsn.at Wolfram.rosenberger@magibk.at

Jugendreferent/Innen

ÖBJ und ÖBV – die aktuelle Situation der Jugendarbeit in Österreich

die Blasmusikjugend als eigene Jugendorganisation innerhalb des ÖBV

• Vom zuständigen Bundesministerium als eigene Jugendorganisation anerkannt

• Bundesgeschäftsstelle in Spittal/Drau (Geschäftsführung, Öffentlichkeitsarbeit, Sekretariat)

• Hans Brunner (Bundesjugendreferent)

Mitglied in der Bundesjugendvertretung

• Gesetzliche Vertretung aller österreichi- schen Jugendlichen unter 30 (Bundesju- gendvertretungsgesetz)

• Über 42 Mitgliedsorganisationen

• Mitsprache bei relevanten Jugendthe- men

• ÖBJ – derzeit 4 Vertreter in diversen Pro- jektgruppen

Bundesjugendförderungsgesetz

• Förderung von innovativen Prozessen und Projekten

• Entwicklung des sozialen und ökologi- schen Engagements junger Menschen

• Förderung der Bildung

Betätigungsfelder der ÖBJ

• Entwicklung der fachlichen und musikali- schen Fähigkeiten ihrer Mitglieder:

• Seminare, Workshops, Wettbewerbe

• Projekte

• Veranstaltungen

• Einrichtungen zur Förderung der Jugend (JMLA – etc.)

• Aus- und Weiterbildung der Funktionäre

zweck der ÖBJ

Zusammenschluss & Förderung junger Menschen bis 30 (aktiv im Blasorchester oder in Ausbildung)

• aller JugendvertreterInnen

• der Jugendverantwortlichen

• der Leitungsgremien aller Ebenen

26 BiT | September

ÖBV­Mitgliederstand

• in Ausbildung stehende Jugendmitglieder:

32.506

• Aktive Mitglieder unter 30: 56.053

• Jugendmitglieder insgesamt: 88.559

• ÖBV Mitglieder über 30 Jahre: 46.772

• ÖBV insgesamt: 135.331

65 Prozent aller Mitglieder des Österreichi- schen Blasmusikverbandes sind Jugend- mitglieder!

Jungmusiker integriert in

• 2.154 Musikkapellen

• 778 vereinseigene Jugendblasorchester

• 33 vereinsübergreifende Jugendblasor- chester

• 87 Musikschulorchester

aufgaben des Jugendreferenten

• Ziele der Jugendarbeit definieren;

• Planung der Jugendarbeit;

• Durchführung der Jugendarbeit;

• Bindeglied zwischen Schüler, Eltern, Lehrer(MS) und Musikkapelle.

ziele der Jugendarbeit

• Allgemeine Ziele

• Vereinsspezifische Ziele

aktuelle entwicklungen

allgemeine ziele

• Jugendarbeit im Verein genau positionieren (Leitbild, Ziele, Motto, Langfristige Planung, Grob- und Feinplanung, Checkliste)

• Auf aktuelle Trends reagieren

• Kunst und Kultur vermitteln

• Lebenslanges Musizieren

• Personelle Ressourcen sicherstellen

• „Kinder weg von der Straße“

• Finanzmittel sicherstellen

Vereinsspezifische ziele

• Erhaltung des Mitgliederstandes

• Ausgeglichene Besetzung

• Kameradschaft durch Einbindung aller Al- tersschichten verbessern

• Verbesserung des musikalischen Niveaus

• Eigenes Jugendblasorchester

• Besonderes Profil

• Ensemblearbeit

Planung der Jugendarbeit

• Langfristige Planung

• Mittelfristige Planung (Jahresplanung)

• Feinplanung

Kompetenzfelder des Jugendreferenten

• Organisatorische Kompetenz (Management)

• Soziale Kompetenz (Vernetzung- Temwork)

• Pädagogische Kompetenz (Vermittlung von musikalische und anderen Inhalten)

• Musikalische Kompetenz

Trends

bedeutet

• Vereine werden älter, Durchschnittsalter sinkt

• Eintrittsalter

• Vorstufenorchester

• Immer früheres Lernalter

• Kinderinstrumente - Neue pädagogische

• Massenweise Freizeitgestaltung

Konzepte

• Konkurrenz – Qualität des eigenen Angebotes

• Inflation der Musik

muss steigen

• Ansprüche an Jugendarbeit steigen

• Spezielles Angebot in der Literatur, Nischen suchen

• Überlastung der Vereinsfunktionäre

• Wir werden mit professionellen Einrichtungen verglichen

• Steigendes Ausbildungsniveau

• genaue Literaturauswahl

• Toleranz gegenüber anderen Interessen

Jugendreferent/Innen

aufsichtspflicht

von Kindern und Jugendlichen in Musikvereinen – unter der Mitarbeit von rechtsanwalt ddr. Manfred König ehem. Präsident des Österreichischen Blasmusikverbandes

D ie Jugendarbeit wird in vielen Mu- sikvereinen Österreichs sowie den Partnerverbänden Südtirol und Liech-

tenstein groß geschrieben. Mit der Jugendar- beit eng verbunden ist das Thema Aufsichts- pflicht. Dieses Infoblatt zur Aufsichtspflicht von Kin- dern und Jugendlichen in Musikvereinen soll helfen, dieses sensible Thema verantwortlich zu bearbeiten.

Was ist die aufsichtspflicht?

• Aufsichtspflichtige Personen haben die Ver- pflichtung, die ihnen zur Aufsicht anvertrau- ten Kinder und Jugendlichen so zu betreuen und so auf sie Acht zu geben, dass diese selbst nicht zu Schaden kommen und auch keinen anderen Personen Schaden zufü- gen.

• Aufsichtspflichtige Personen müssen ständig wissen, wo sich die ihnen zur Aufsicht an- vertrauten Minderjährigen befinden und was sie gerade tun. Obmann und Jugendreferent müssen ihre jugendlichen MusikantInnen nicht ständig überwachen.

• Aufsichtspflichtige Personen müssen vorher- sehbare Gefahren vorausschauend erkennen und zumutbare Anstrengungen unterneh- men, um die ihnen anvertrauten Minder- jährigen vor Schäden zu bewahren.

• Je älter bzw. reifer die Kinder oder Jugend- lichen sind, desto mehr geht der Weg hin zur Eigenverantwortung der Jugendlichen. Die Eigenverantwortung von Kindern und Jugendlichen steht der Aufsichtspflicht ge- genüber. Die Eigenverantwortung hängt von Alter, Reife und Entwicklungsstand des Kin- des bzw. des Jugendlichen ab.

• Wer Aufsichtspflicht überträgt, ist verant- wortlich dafür, dass geeignete Personen mit der Aufsichtspflicht betraut werden und diese entsprechend über besondere Eigen- schaften der Kinder und Jugendlichen oder Umstände informiert sind.

Wer ist aufsichtspflichtig?

• In erster Linie sind die Eltern der Kinder und Jugendlichen aufsichtspflichtig.

• Vereinsorgane sind als von den Eltern mit der Aufsicht von deren Kindern und Jugend- lichen (bis zu Volljährigkeit) Beauftragte aufsichtspflichtig. Die Aufsichtspflicht wird

somit dem Vorstand eines Vereins zugeord- net.

• Auch Minderjährige können aufsichtspflich- tig sein (zum Beispiel ein minderjähriger Jugendreferent).

Wie funktioniert die aufsichtspflicht?

• Die Aufsichtspflicht orientiert sich am Alter, der Eigenart des Kindes/Jugendlichen, sei- ner Reife, am Entwicklungsstand und der Qualität der Gefahrenquelle.

• Der anzuwendende Sorgfaltsmaßstab ergibt sich aus der Frage: Wie hätte ein anderer professioneller durchschnittlicher Betreuer in dieser Situation mit diesen Kindern/Ju- gendlichen gehandelt?

• Maßgebend für das Maß der Aufsichtspflicht sind also immer die besonderen Verhältnisse des Einzelfalles. Es gibt keine generalisie- rende Antwort.

Wie erfülle ich die aufsichtspflicht?

• Für eine ordnungsgemäße Erfüllung der Auf- sichtspflicht lassen sich vier Pflichten unter- scheiden, die nicht isoliert zu sehen sind:

1. Pflicht zur Information: Der Verein muss sich vor z. B. einem Ausflug über die per- sönlichen Verhältnisse der Aufsichtspflich- tigen informieren (z. B.: Behinderungen, Krankheiten, Medikamenteneinnahme, Allergien, Schwimmer/Nichtschwimmer, sportliche Fähigkeiten, etc.)

2. Pflicht zur Vermeidung von Gefahrenquel- len: Der Jugendleiter ist verpflichtet, selbst keine Gefahrenquellen zu schaffen sowie erkannte Gefahrenquellen zu unterbinden, wo ihm dies selbst auf einfache Art und Weise möglich ist.

3. Pflicht zur Warnung vor Gefahren: Von Gefahrenquellen, auf deren Eintritt oder Bestand der Jugendleiter keinen Einfluss hat, sind die Aufsichtsbedürftigen entwe- der fernzuhalten (Verbote), zu warnen oder es sind ihnen Hinweise zum Umgang mit diesen Gefahrenquellen zu geben.

4. Pflicht, die Aufsicht auszuführen: Hinwei- se, Belehrungen und Verbote werden in den meisten Fällen nicht ausreichen. Der Ju- gendleiter hat sich daher stets zu vergewis- sern, ob diese von den Aufsichtsbedürftigen auch verstanden und befolgt werden. Eine ständige Anwesenheit des Aufsichtspflich-

tigen ist nicht notwendig. Der Jugendleiter muss aber ständig wissen, wo die Grup- pe ist und was die Teilnehmer gerade tun. Hierüber muss er sich in regelmäßigen Ab- ständen versichern.

Wann und wo endet die aufsichtspflicht? Die Aufsichtspflicht endet mit der Volljährig- keit (18. Geburtstag) Wenn die Aufsichtspflicht an andere abgege- ben wurde und diese entsprechend geeignet, berechtigt und informiert sind. Für deliktische Handlungen wie Sachbeschä- digung oder Körperverletzung ist der jugend- liche Musikant ab 14 Jahren strafrechtlich allein verantwortlich. Eigenverantwortung der Minderjährigen.

Was passiert bei Verletzung der aufsichtspflicht?

• Bei der Frage, ob Aufsichtspflichtige ihrer Obsorgepflicht genügt haben, kommt es auf das Alter, die Entwicklung und die Eigenart des Kindes, auf die Vorhersehbarkeit eines schädigenden Verhaltens des zu Beauf- sichtigenden, auf das Maß der von diesem ausgehenden, dritten Personen drohenden Gefahr sowie darauf an, was den Aufsichts- pflichtigen in ihren jeweiligen Verhältnissen zugemutet werden kann.

• Werden durch die schuldhafte Vernachläs- sigung der Aufsichtspflicht fremde Perso- nen oder Sachen beschädigt, können gegen Obmann, Kapellmeister oder sonstige de- legierte Vorstandsmitglieder zivilrechtliche Schadenersatzpflichten wie z. B. Reparatur, Kosten, Schmerzensgeld, Verdienstentgang und Heilungskosten begründet werden.

• Der aufrechte Bestand einer Unfall- und Haftpflichtversicherung von Musikkapelle oder –verein schützt diesfalls vor persön- licher Haftung des verantwortlichen Vor- standsmitgliedes.

• Im Schadensfall hat der Geschädigte die Vernachlässigung der Obsorge über den Jugendlichen und den Schaden zu bewei- sen, hingegen der Aufsichtspflichtige seine Schuldlosigkeit.

fallbeispiele siehe vollständiges infoblatt auf der homepage des Blasmusikverbandes tirol

Jugendreferent/Innen

Braucht ein Musikverein außermusikalische aktivitäten?

aktivitäten im zusammenhang von Musik (Konzertbesuche, kulturelle Ausflüge, haben den Vorteil, uns musikalische Vorbilder zu suchen bzw. zu motivieren.)

aktivitäten ohne zusammenhang von Mu­ sik (Rodeln, Skifahren, Schwimmen, Fuß- ballturnier, Wanderung, Spieleabend, etc.) stärken vor allem das Klima, Teamgeist – soziale Kompetenz.

Warum mit Bezug zur Musik:

• man kann den Musikverein in der Öffent- lichkeit besser „präsentieren“ – Image des Vereines (intern im Verein bzw. auch nach außen)

• Indirekte Weiterbildung

• Bewusstseinsbildung (wir sind Kulturträ- ger unserer Gemeinde)

• Bindung zur Musik wird gestärkt

• Positive Unterscheidung zu anderen Ver- einen und Institutionen

• Werbung für Musikverein durch begeister- te Mitglieder

Beispiele außermusikalischer Aktivitäten:

Beispiele für aktivitäten mit Bezug zur Musik:

• Besuch beim Instrumentenbauer – lerne etwas dazu

• Konzertbesuch (Unterhaltungsmusik, sinfonische Blasorchester, Marschmusik- wertung, Rasenshow, Musik in kleinen Gruppen etc.)

• Filmeabend (youtube – Wettbewerbe), Fil- me mit bzw. über Blaskapelle – „Brassed off“

• Besuch eines Konzertes einer Nachbarka- pelle oder der Musikschule

Beispiele für aktivitäten ohne Bezug zur Musik:

• Vereinsfußball, Volleyball etc. -turnier

bzw. auch vereinsübergreifend möglich

• Musikerausflug, Partnerstadt besuchen

• Weitere sportliche Wettbewerbe mit an- deren Musikvereinen: Skitagesfahrt oder Skiwochenende, Wandertag, Fahrra- dausflug, Ruderbootfahren, Spieleabend, Seifenkistenrennen, Zelten, Kegelabend, (Nacht-)Rodeln, Schlittschuhlaufen, Eis- hockey

• Grillfeier, Besuch eines Musikerballs, Ki- nobesuch

• Jahresabschlussessen, Weihnachtsfeier, Eisessen, Geburtstagsfeier

Wichtige überlegung!! Was möchte ich mit dieser außermusika­ lischen aktivität erreichen? Was ist das ziel der außermusikalischen aktivität? dinge, die man bedenken sollte.

auf der homepage www.blasmusikver­ band­tirol.at findest du ein ausführliches infoblatt zu diesem thema.

Wettbewerbe 2011

das thema Wettbewerbe hat bisher alle ge­ nerationen der Blasmusik beschäftigt, und wird auch alle zukünftigen generationen beschäftigen. aus der langen geschichte der musikalischen Wettbewerbe möchten wir dir daher einige Wettbewerbe aus dem Bläserbereich vorstellen:

Wettbewerbe im Musikschul­ und Blasmusikbereich, z. B.:

• „Musik in kleinen Gruppen“ (für Bläser, auf verschiedenen Ebenen, beginnend mit Be- zirkswettbewerben), findet zweijährig statt. Infos: www.blasmusikverband-tirol.at

• Der Jugendblasorchester-Wettbewerb fin- det ebenfalls seit wenigen Jahren immer alternierend zum Wettbewerb „Musik in kleinen Gruppen“ statt. 2011 findet der nächste Wettbewerb statt. Infos: www.blasmusikverband-tirol.at oder www.musikschulwerk.at.

• „Prima la Musica“ betrifft wohl die mei- sten Musikschüler- und lehrer. Dieser Be- werb findet jährlich auf zwei Ebenen statt, die Landeswettbewerbe jeweils im Februar

und März, der Bundeswettbewerb im Mai jeweils in einem anderen Bundesland.

Motivation zur teilnahme an Wettbewerben (wertfrei und allgemein):

• Vortrags- und Auftrittstraining (alle Mög- lichkeiten nutzen – zuhause, vor Mitschü- lerinnen, Vorspielabend in der Musikschu- le, bei passenden Veranstaltungen usw.) – mit dem obersten Ziel: Dem Zuhörer soll ein Musikerlebnis vermittelt werden.

• Um eventuellen Enttäuschungen oder gar Frustration vorzubeugen, falls aus irgend- welchen Gründen das erhoffte Ergebnis nicht erreicht wird: Es kommt vor allem auf den persönlichen Fortschritt und mu- sikalischen Gewinn an, mehr als auf einen möglichen Preis, der natürlich die Krönung aller Bemühungen darstellen kann.

• Zuerst einmal: Entspannung, Freude am Gelungenen genießen, sich auch mitfreuen am Erfolg von Kolleginnen.

• Der Gewinn liegt vor allem auch in der Arbeit vor dem Bewerb.

• Angefangen vom Interesse für anspre-

chende Literatur (man schaut Vieles an, probiert aus), was schon unseren Horizont erweitert.

• Durch die eigene intensive Beschäftigung mit Literatur werden Schüler wie Lehrer noch viel aufmerksamer und bewusster anderen MusikerInnen, SängerInnen zu- hören und zuschauen.

• Das Training sich zu präsentieren, sich einmal in den Mittelpunkt stellen zu dür- fen stellt einen persönlichen Gewinn dar (Anmerkung: Wer Mittelpunkt sein darf, kann sich auch leichter an anderer Stelle zurücknehmen – das ist eine weiter sozi- ale Komponente).

• Die Arbeit mit Anregungen und Kritik aus dem Wettbewerb soll Früchte tragen durch Verbesserungen in allen Bereichen.

• Später auch Analyse des Auftrittes, der Rah- menbedingungen, Probleme technischer Art, usw., was war optimal, wo können wir näch- stes Mal noch besser damit umgehen?

• Wer jemals Werke in einer Intensität wie vor einem Wettbewerb bearbeitet hat, dem erschließen sich mit Sicherheit ganz neue Dimensionen der Gestaltung und des Erlebens von Musik.

28 BiT | September

Siegfried Knapp LV-Obmann | Mitteilungen Glänzende Feste Großartiger Erfolg der STMK Landeck in Valencia Die

Siegfried Knapp

LV-Obmann | Mitteilungen

Glänzende Feste

Großartiger Erfolg der STMK Landeck in Valencia

Die Stadtmusikkapelle Landeck hat bei einem internationalen Wettbewerb für Blasorche- ster in Valencia Tirol und das Blasmusikland Österreich hervorragend vertreten. In der Er- gebnisliste des „Certamen Internacional de Bandas de Musicas“ in Valencia 2010 scheint Landeck mit 349,5 Punkten und einem Vor- sprung von 29 Punkten auf das nächste Blas- orchester als großer Sieger auf. Die Stadtmu- sikkapelle Landeck konnte als erstes österrei- chisches Orchester den 1. Platz erreichen. Zu diesem großartigen Erfolg den Musi- kantinnen und Musikanten sowie dem Diri- genten Helmut Schmid herzliche Glückwün- sche des Blasmusikverbandes Tirol!

Bundesmusikfest in Wien

Tirol war heuer beim 31. Österreichischen Blasmusikfest am 4. und 5. Juni in Wien durch die Musikkapellen Oberhofen, Ranggen und Zirl unter der Leitung von Landesstabführer- Stellvertreter Mag. Christian Zoller vertreten. Der Block mit den drei Kapellen nahm auch an der Marschmusikbewertung in der Stufe E teil und erreichte mit 87,12 Punkten ein her- vorragendes Ergebnis. Herzliche Gratulation und besonderer Dank an die drei Tiroler Ka- pellen sowie an Christian Zoller für die wür- dige Vertretung unseres Blasmusikverbandes.

Bezirksmusikfeste und Jubiläen

In den Musikbezirken sind mittlerweile die Musikfeste gefeiert worden. Ich bedan- ke mich bei allen Bezirksfunktionären und besonders bei den veranstaltenden Musik- kapellen für die hervorragende Ausrichtung der Feste. Ein Bezirksmusikfest stellt für alle Musikantinnen und Musikanten im Jahres- lauf der Veranstaltungen einen Höhepunkt und Festtag dar. Besonders Kameradschaft und Harmonie sollen an diesem Tag der Blas- musik vorherrschen und gepflegt werden. Allen Musikkapellen, die in diesem Jahr ein rundes Bestandsjubiläum feiern, noch einmal

von Seiten des Blasmusikverbandes herzliche Glückwünsche und für die Zukunft viel Zu- sammenhalt und musikalischen Erfolg! Ich bedanke mich bei dieser Gelegenheit auch bei den Vertretern des Blasmusikver- bandes, die durch ihre Anwesenheit bei den Musikfesten ihre Verbundenheit des BVT mit den Kapellen in unserem Land zum Aus- druck bringen.

Wertungsspiele

Erfreulicherweise wurden in 10 Bezirken Bewertungen durchgeführt (5 Konzertwer- tungen, 5 Marschmusikbewertungen). Ein Dank gebührt den Veranstaltern, den Orga- nisatoren, den Bewertungsteams mit ihren Vorsitzenden und dem Landesgeschäftsführer, besonders aber den teilnehmenden Kapellen.

Glückwünsche und Dank

Bei allen Musikanten und Musikantinnen, die für ihr langjähriges Wirken in ihrer Mu- sikkapelle eine Verdienstmedaille des Blas- musikverbandes Tirol erhalten haben, be- danke ich mich herzlich für ihren Einsatz im

Dienste der Blasmusik. Ich wünsche ihnen weiterhin viel Freude in ihrer Musikkapelle. Allen Funktionärinnen und Funktionären in den Musikkapellen sowie den Mitarbeiter/ innen in den Musikbezirken danke ich für ihr Wirken und gratuliere herzlich zur Verlei- hung des Verdienstzeichens in Bronze, Silber oder Gold. Herzlichen Glückwunsch vor allem jenen Musikanten, die für ihre Tätigkeit im Blas- musikwesen eine Landesauszeichnung erhal- ten haben.

Landeswertungsspiel und Dirigentenwettbewerb

Ich weise noch einmal auf das Landeswer- tungsspiel am 10. Oktober 2010 sowie auf den Dirigentenwettbewerb am 9. und 10. Oktober 2010 in Innsbruck hin. Allen Teilnehmern wünsche ich viel Erfolg. Alle Musikanten und Musikantinnen sowie Interessierte an Blasmusik sind zu diesem Großereignis herzlich eingeladen! n Euer Landesobmann Siegfried Knapp siegfried.knapp@blasmusikverband-tirol.at

Herz der Alpen www.ledernagele.at Jutta Nagele Tel.: 0664.9469807 Ranzenstickerei
Herz der Alpen
www.ledernagele.at
Jutta Nagele
Tel.: 0664.9469807
Ranzenstickerei

Mitteilungen | LV-Kapellmeister

Mitteilungen | LV-Kapellmeister Hermann Pallhuber Im Zeichen des Wettbewerbes Ein abwechslungsreicher Sommer liegt hinter

Hermann Pallhuber

Im Zeichen des Wettbewerbes

Ein abwechslungsreicher Sommer liegt hinter uns und ein vielversprechender Herbst kommt auf uns zu.

Liebe Musikantinnen und Musikanten!

Die Platzkonzerte, Konzertwertungsspiele und Musikfeste, bei denen ich dabei sein konnte, beweisen ein aktives und reges Blas- musikleben in Tirol. Ich möchte deshalb allen Verantwortlichen unserer Musikkapellen für ihre Initiativen und Aktivitäten ein herzliches Dankeschön sagen und allen Mitgliedern un- serer Musikvereine für ihre Mitwirkung ein großes Lob aussprechen: Die Arbeit jeder und jedes einzelnen ist es, die unsere Blasmusik in Tirol mitgestaltet und am Leben hält!

Tiroler Bläserwoche 2010 in ihrer zweiten erneuerten Auflage

Der Blasmusikverband auf Landesebene hat – wie berichtet – neben dem bestens an- genommenen Kapellmeisterkurs der letzten drei Jahre – auch heuer wieder seinen großen sommerlichen Workshop durchgeführt. Es waren dabei für die Verantwortlichen meh- rere Kurse parallel zu bewältigen und zu or- ganisieren. Der Kursbetrieb am Grillhof mit über 80 jungen und jung gebliebenen teil- nehmenden Musikanten erstreckte sich vom Einzel- und Gruppenunterricht über das En- semble- und Orchesterspiel bis hin zum Diri- gieren und Komponieren mit den Referenten Thomas Doss und Jan Van der Roost. Die Abschlussveranstaltung sowie die Got- tesdienstgestaltung dieser Woche – vor allem aber das Abschlusskonzert mit Doss und Van der Roost boten eine Schau der musikalischen Vielfalt dieser Woche und zeugten vom guten organisatorischen, strukturellen und inhaltliche Niveau des Seminars am Grillhof, wo alle Facet- ten der Blasmusik zum Tragen kamen. Beson- ders gefreut hat mich persönlich die Fortfüh-

26 BiT | September

rung der Idee des „Tiroler Triangels“ (Kompo- nieren, Dirigieren und Orchesterspiel) aus dem letzten Jahr: Waren am Ende der Woche am 16. Juli beim Schlusskonzert doch ganze sechs Ur- aufführungen junger Tiroler Komponisten als Ergebnis des Workshops mit Jan van der Roost zu hören. Für die organisatorische Durchführung und die Betreuung während des Kurses ist vor allem meinen beiden Mitstreitern und Stellvertretern Dr. Werner Mayr und Dr. Rudi Pascher zu dan- ken! Sie haben vor Ort tolle Betreuungsarbeit ge- leistet – ein wesentlicher Punkt, der zum Erfolg der Wochen beigetragen hat. Danke! Einen aus- führlicher Bericht über die Tiroler Bläserwoche 2010 – verfasst von Werner Mayr – können Sie in dieser Ausgabe der BiT an anderer Stelle lesen.

Neues Angebot: Kapellmeisterfortbil- dung und „Kapellmeister-Schnupper- kurs“ des Blasmusikverbandes Tirol

Noch in diesem Herbst startet eine neue Reihe von Fortbildungsmodulen und Schnupperkursen des BVT, in der sich einer- seits bereits tätige Kapellmeister neue Anre- gungen für ihre Arbeit holen können, und andererseits ein „Schnupperkurs“ für Kapell- meister-Aspiranten angeboten wird, wo die Teilnehmer einen ersten Einblick in die Welt des Kapellmeisterns gewinnen können. Die Ausschreibung erfolgt in Kürze auf unserer Homepage www.blasmusikverband-tirol.at

Dirigenten-Wettbewerb Con brio und Landeswertungsspiel 2010

10. Oktober 2010 im Congress in Innsbruck – ORF-Tirol präsentiert „Blasmusik im Wett- bewerb“

Durch die Kooperation mit dem ORF-Tirol ergeben sich heuer zusätzliche Besonder- heiten und Highlights rund um das Landes- wertungsspiel. Herzlichen Dank an Marke- ting-Chef Ing. Roland Tanzer und Ressortlei- ter Dr. Peter Kostner! (Die Details zum Ablauf des Landeswer- tungsspieles für alle teilnehmenden Kapellen finden sich auf Seite 4, 5 dieser Ausgabe)

Kapellmeistertag am 6. November

2010 in der Blaike in Völs

Schwerpunkt: Notieren, Arrangieren und Instrumentieren. Ratschläge aus und für die Praxis unserer Musikkapellen Wie jedes Jahr findet auch heuer wieder ein Kapellmeistertag des Blasmusikverbandes im VZ Blaike in Völs statt. Vielfältige Themen und Beiträge werden das Blasmusikleben in Tirol illustrieren und Interessantes für die Kapellmeister Tirols bereithalten:

Fragen wie – „Wie kann ich als Kapell- meister für verschiedene Besetzungen gut klingende Sätze für meine Musikkapelle ein- richten? Wo liegen die „Geheimnisse“ guter Instrumentationen?“ – sollen ausführlich behandelt werden. Ein Schwerpunkt wird dabei auch die Praxis des Instrumentierens und Notierens von Musik sein. Dazu wird es unter anderem einen anschaulichen Vortrag über das Notieren von Musik am Computer geben. Im Laufe des Tages wird auch wieder neue Literatur unserer Komponisten aus Ti- rol vorgestellt. Außerdem wird die neue kir- chenmuskalische Handreichung für unsere Kapellmeister erstmals präsentiert. n

Euer Landeskapellmeister Hermann Pallhuber hermann.pallhuber@chello.at

LV-Kapellmeister | Mitteilungen

Neue Angebote ab Herbst 2010 in der Kapellmeisterfortbildung des BVT:

• Basismodule für Einsteiger

• Module für bereits tätige Kapell­ meister

Auf Grund der Nachfrage startet in diesem Herbst eine neue Reihe von Fortbildungsmodulen des BVT, in denen einerseits bereits tätige Kapellmeister neue Anregungen für ihre Arbeit erhalten und andererseits Kapellmeister-Neulinge einen ersten Einblick in die Welt des Dirigierens gewinnen können.

das fortbildungsangebot wird in zwei parallelen Modulreihen durch­ geführt:

– Modulreihe A (Basismodule) für Einsteiger

– Modulreihe B (Kapellmeistermodu- le) für bereits tätige Kapellmeister.

• 6 Termine pro Jahr und pro Modulreihe

• Tag: Samstag

• Zeit: 9 bis 16.30 Uhr

• Ort: Städtische Musikschule Hall in Tirol (bzw. bei gegebener Teil- nehmerzahl regional bezogen)

• Inhalt: Module A: Basismodule:

Musikalische Grundlagen, Diri- giertechnik, Dirigierpraktikum mit Ensemble Module B: Kapellmeistermodule:

Musik- und Literaturkunde, Diri- giertechnik, Dirigierpraktikum mit Ensemble

• Termine im Wintersemester:

Samstag, 30. Oktober 2010 Samstag, 4. Dezember 2010 Samstag, 15. Jänner 2011

• Anmeldung:

www.blasmusikverband-tirol.at oder bei florian.scharmer@gmx.at

• Anmeldeschluss: 1. Oktober 2010

• Lehrkräfte: Lkpm. Mag. Hermann Pallhuber, Mag. Florian Scharmer, Bez-Kpm. Gerhard Guggenbichler, Dr. Peter Kostner, Mag. Wolfgang Kostner, Dir. Hannes Buchegger, (weitere Lehrkräfte nach Bedarf)

• Kosten: 200 € (6 Ganztagesmodule)

• Abschluss: Fortbildungszertifikat des BVT, Mai 2011

• Kosten: 200 € (6 Ganztagesmodule) • Abschluss: Fortbildungszertifikat des BVT, Mai 2011 September | BiT

Mitteilungen | LV-Geschäftsführer

Mitteilungen | LV-Geschäftsführer Förderung von Probelokaleinrichtungen Roland Mair D er Blasmusikverband Tirol plant

Förderung von Probelokaleinrichtungen

Roland Mair

D er Blasmusikverband Tirol plant für unsere Musikantinnen und Musi- kanten die BiT-Ausgabe 4/2010 an

jedes Mitglied zu versenden, falls es der fi- nanzielle Rahmen erlaubt. Durch die bisher geringe Auflage der BiT

(4 Exemplare pro Musikkapelle) erreichen wichtige Informationen und interessante Bei- träge oft nicht die gewünschte Zielgruppe. Die Erfassung der Adressen unserer Mit- glieder erfolgt über das Datenblatt (siehe blaue Maske rechts) im Mitgliederverwal- tungsprogramm. Die EDV-Verantwortlichen in den Musik- kapellen werden gebeten, das Datenblatt auf Name und vollständige Adresse zu prüfen, anderenfalls ist dies nachzutragen bzw. zu aktualisieren.

n

Roland Mair Roland.mair@blasmusikverband-tirol.at

n Roland Mair Roland.mair@blasmusikverband-tirol.at Neu ab 2010 laut Beschluss der erweitertenVorstandssitzung

Neu ab 2010

laut Beschluss der erweitertenVorstandssitzung vom 6. feburar 2010 Der Subventionsbetrag für Probelokaleinrichtungen wird erst nach Vorlage des Ver- wendungsnachweises direkt an die Musikkapelle überwiesen. Der Verwendungsnachweis ( Originalrechnung und Zahlungsbestätigung) ist bis spätestens 30. November des laufenden Jahres dem Blasmusikverband vorzulegen, ansonsten verfällt der Subventionsanspruch.

Neue Richtlinien für die Förderung von Probelokaleinrichtungen

Geförderte Objekte vom LV festgelegte Förderungsrichtwerte

• Das Ansuchen muss den Förderungsrichtlinien entsprechen

01 Stühle (aber nicht für „Kameradschaftsecke“)

€ 25,-

• Der Aufwand an Eigenmittel muss mindestens 25.000,- betragen