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Befreit von 37 Dämonen

Dieses hier beschriebene spielte Ereignis in Brasilien. Es wurde in den adventistischen


Magazinen „Review and Herald" und „These Times" veröffentlicht. Pastor Mario Valente, der
Autor dieses Berichtes, beschreibt in einer sehr gekürzter Form, was er persönlich erlebte in
einem 88-tägigen Kampf mit den Mächten der Finsternis hat.

Weil ich mehr wissen wollte, bat ich Pastor Mario Valente um einen ausführlicheren Bericht mit
mehr Details. Ich hoffte, dass diese Erfahrung allen dient, die sich ehrlich und ernsthaft auf
die Wiederkunft Jesu vorbereiten. Da dieser erweiterte Bericht doch sehr ausführlich ist,
rieten mir Geschwister ihn etwas zu kürzen. Ich bin diesem Wunsch nachgekommen und habe
nun nicht in vollem Umfang übersetzt. M. Trujic, München, August 1980.

Der aufregendste Teil dieses Berichtes spielte in dem Ort Caxias do Sul in dem brasilianischen
Staat Rio Grande do Sul. Er bestätigt erneut, dass die Freikirche der Siebenten Tags
Adventisten die wahre Gemeinde Gottes ist, dass Jesus bald wiederkommt und diese Gemeinde
noch einmal eine Reform und Erweckung erleben muss. Alle wahren Gläubigen, die Jesu
Wiederkunft erwarten, müssen aus ihrem Schlaf herausgerissen werden. Die Wut Satans
gegenüber Gottes Wort, den Zeugnissen des Geistes der Weissagung und vor allem dem Buch
„Der große Kampf, sowie gegenüber seinem Volk, das alle Gebote Gottes hält, ist deutlicher
denn je.

Der Geist der Weissagung und die Bibel machen uns vor allem auf die Gefahr des Spiritismus
in unserer heutigen Zeit aufmerksam. Ebenfalls ist uns offenbart, dass in den letzten Tagen
eine Vereinigung von Katholizismus, abgefallenem Protestantismus und Spiritismus stattfinden
wird. In nun folgenden, wahren Begebenheit sehen wir, wie der Katholizismus dem Spiritismus
die Hand gereicht hat. Wir dürfen uns nicht von denen verführen lassen, die durch die „Kraft
Gottes" Wunder vollbringen und heilen, denn es steht geschrieben, dass Satan in den letzten
Tagen der Menschheitsgeschichte "Zeichen und Wunder tun wird, so dass, wenn es möglich wäre,
auch die Auserwählten verführt würden." (Mk. 13,22). Es gibt nur einen Weg und ein Mittel wie
man die Wahrheit feststellen kann: Durch die Weisung und Offenbarung des Schöpfergottes!
(Jes.8,20)

Das Mädchen von dem hier die Rede ist, hat nach einer Befreiung von Dämonen gesucht, die
sie seit fast 7 Jahren beherrschten. An vielen Orten, die sie besuchte um Hilfe zu finden
sagte man ihr: „Wir werden dich heilen!" Als sie zu unserer Gemeinde kam, fragte sie auch
uns: „Werdet ihr mich heilen?" Aber wir antworteten: „Nein! Jesus wird dich heilen!" Wir
brachten sie einfach zu dem großen Arzt. Er legte seine Hand auf sie. Hier nun folgt nun der
Bericht, was alles passiert ist.

Von Kindheit an wurde das Mädchen in ihrer Familie Giani genannt. Ihr richtiger Name war
Maria Gerenides Boff. Geboren wurde sie am 08.11.1951 in der Kleinstadt Sanaduva im
brasilianischen Staat Rio Grande do Sul. Sie waren eine katholische Familie, die aber selten zur
Kirche ging.
Eines Tages lernte Giani einen jungen Mann in ihrer Stadt kennen. Sie mochten einander. Der
junge Mann hatte aber eine Freundin am anderen Ende der Stadt. Als er aber Giani kennen
lernte, verließ er diese Freundin. Diese wollte sich aber damit nicht zufrieden geben und
schrieb Giani einen Brief, in dem sie Giani darauf hinwies, dass er ihr Freund sei. Bevor sie aber
den Brief abgeschickte, brachte sie ihn zu einem spiritistischen Zentrum, wo dieser Brief
„verzaubert" wurde. Dadurch sollte Giani gezwungen werden diesen Mann wieder zu verlassen.
Am ersten Sabbat, als Giani in unsere Gemeinde kam, teilte uns der böse Geist mit, dass er sehr
gut für diese Sache "bezahlt" würde. Er verlangte von uns, dass wir uns zurückziehen sollten,
denn sonst würde er sie nicht verlassen.
Als Giani den Brief erhielt, wurde veränderte sie sich sehr. Sie wurde immer wieder nervös und
sehr leicht reizbar. Als sich mit der Zeit ihr Zustand verschlechterte, brachten sie ihre Eltern
zu einem Arzt, der sie ins Krankenhaus eingelieferte. Hier verbrachte sie 28 Tage. Die
Diagnose hieß: „Nervenzusammenbruch" (Erschöpfung). Nach einer erfolglosen Behandlung
verschlechterte sich ihr Zustand nur noch mehr. Mittlerweile waren schon fast 2 Jahre
vergangen und viele verschiedene Behandlungen wurden an ihr ausprobiert. Aber das einzige
Resultat war, dass ihre Eltern fast ihr gesamtes Geld dafür ausgaben. Bald darauf gab ihnen
jemand den Rat, Gianin zu dem „Vodoo-Center" in der Stadt Vacaria zu bringen. Angeblich
seien dort viele Personen geheilt worden sind. Die Mutter brachte Giani dorthin. Man sagte
ihnen, dass Giani geheilt werden könne. Sie hatten herausgefunden, dass zu diesen „Heilungen"
viele Priester (kathl. Pfarrer) hingehen
Ein ganzes Jahr lang ging Ginai alle 14 Tage zu dieser „Therapie". Anfangs verbesserte sich ihr
Zustand etwas. Aber sie hatte den Eindruck, dass eine Art Gift ihren Körper durchströmte. Die
bösen Geister hatten von ihrem hilflosen Opfer vollständig Besitz ergriffen. Üblicherweise
beherrschen Dämonen nur Menschen, die nicht mit Christus verbunden sind. Durch die
Kontrolle von Gianis Nerven gaben ihr die Dämonen den Eindruck, auf dem Weg der Besserung
zusein. In diesem „Heilungs-Center" sagte man ihr, dass sie nach 90 Tagen zur letzten
„Therapie" wiederkommen sollte, da sie jetzt fast wieder ganz gesund sei.
Als sie mit ihrer Mutter nach Hause ging, besuchten sie gemeinsam ihren Freund. Die Mutter des
Freundes war gegen diese Beziehung. Sie bat ihr freundlich eine Tasse Milch an, die sie vorher
bei den Spiritisten „segnen" lies. Auf dem Weg nach Hause fiel Giani schon auf der 2. Stufe
der Treppe hin und musste sich wegen der Milch übergeben. Während der nächsten drei Tage
musste sie mehrere Liter Milch ausspucken. Sie wurde zum Arzt gebracht, aber er konnte keine
Ursache finden. Fast sieben volle Jahre hindurch hat Giani immer wieder Milch erbrochen.
Einige Tage nach der letzten „Therapie" verschlechterte ihr Zustand wieder sehr stark. Bald
danach kamen sie in Kontakt mit einem Priester aus Palmasu, einem Ort in der Provinz Parama.
Von ihm erzählte man, dass er Dämonen austreiben würde und heilen könnte. Er aber teilte ihr
mit, dass er ihr nicht helfen kann und brachte sie zu seinem Freund, welcher einer
spiritistischen Gruppe mit dem Namen „Umbanda" angehört. Er wollte sie nach drei Tagen
heilen. Aber es kam genau anders: Ihr Zustand verschlechterte sich noch mehr. Dann hörten
sie von einem Priester, der zum Kapuzinerorden angehört und ihr helfen könne. Er praktizierte
Hypnose. Sie gingen zu ihm. Aber sie fühlte sich danach nur zwei Tage gut. Wiederum hörten
sie, dass im Nachbarort ein Priester angekommen sei der früher in Sao Paulo gelebt hatte und
sich ebenfalls mit Hypnose beschäftigte. Aber auch dieser Priester konnte ihr nicht helfen.
Sie wurden wieder zu einem „Umbanda-Center" in einem anderen Ort geschickt. Dort versprach
man ihr ebenfalls Hilfe. An dieser Stelle sagt Bruder Valente: „Hierin sehen wir die Erfüllung
der Prophetie, dass in den letzten Tagen der Katholizismus dem Spiritismus und dem
Protestantismus die Hand reichen wird." (siehe Testimonies for the Church 5, Seite 451).
Beim nächsten Besuch im spiritistischen Center sagte ihr der Okkultist zu Giani, dass sie
seelisch krank sei und empfahl ihr sich ins Sao Pedro Hospital (staatliches Krankenhaus für
seelisch Kranke in der Stadt Porto Alegre) einweisen zu lassen. Nach einigen Tagen brachten
ihre Eltern Giani in dieses Krankenhaus. Zu diesem Zeitpunkt war Giani 18 Jahre alt. Am
ersten Abend kletterte sie aus dem Toilettenfenster und flüchtete aus dem Krankenhaus. Dann
lief sie im Regen auf den Strassen in dieser großen Stadt herum. Der böse Geist wollte ihrem
Leben ein Ende setzten, aber Gott hatte einen anderen Plan für sie und die Gemeinde. Dreimal
warf der böse Geist sie auf die Straße, damit sie von einem Wagen überrollt würde. Dreimal
erschien ein weiß gekleideter Mann, der sie immer wieder auf den Bürgersteig zurückholte.
Dann brachte sie ein Mann zur. Während man auf der Wache noch überlegte, was sie mit ihr
tun sollten, gelang es ihr wieder abzuhauen. Sie fand ihre Eltern in dem Hotel, in dem sie
übernachteten. Aber ihre Eltern brachten sie wieder ins Krankenhaus, wo sie einige Monate mit
Medikamenten und Elektroschocks behandelt wurde. Da keine Besserung in Sicht war, brachte
sie ihr Bruder vom Krankenhaus wieder in das „Umbanda-Center" in ihrer Stadt. Sie
verbrachte dort acht Tage. Die nächsten zwei Jahre war sie zu Hause. Mit nun 20 Jahren kam
sie in die Stadt Caxias do Sul um dort nach Hilfe zu suchen.
Immer wieder brachte ihre Mutter Giani zu den verschiedensten Ärzten und Wahrsagern;
genauso wie zu verschiedenen „Kirchen" wie z.B. der katholische Kirche, der baptistische
Kirche, der methodistische Kirche, der „Kirche der göttlichen Heilung", der Kirche mit dem
Namen „Brasilien für Christus" und noch viele andere kleinere unbekannte Kirchen. Ein Missionar
in der Stadt Caxias do Sul sagte ihr folgendes: „Ich werde dich heilen!" Als sie in den
Gottesdienstraum gebracht wurde warf sie der Teufel auf den Boden. Einer der anwesenden
wollte sie aufheben, aber der Missionar erlaubte es nicht, sagte aber: „Stehe auf in dem
Namen Jesu!" Als Giani während seines Gebetes geschrien hatte erwiderte der Missionar:
„Jetzt ist alles gut. Der böse Geist ist aus ihr hinausgegangen." An den darauffolgenden Tagen
hatte Giani immer wieder Anfälle und wurde wieder zum Missionar gebracht. Diesmal gab er zu
nichts für sie tun zu können. In der Zwischenzeit machte sich Frau Clari Lorandi (Mitglied der
Pfingstgemeinde) mit Giani und ihrer Familie bekannt. Sie nahm sie mit in ihre Kirche, die in
Amerika unter dem Namen „Crusade Chruch" bekannt ist. Der Pastor dieser Gemeinde fing an
für Giani zu beten, sah aber dass er keinen Erfolg hatte. Verwundert sagte er, dass das
Mädchen einen Frosch in ihrem Magen habe, den sie ausspeien müsse, um dann wieder gesund
sei. Nach diesen erfolglosen Gebeten verließ der Pastor vorzeitig den Gottesdienst und eilte
nach Hause. Auch ein anderer Pastor versuchte Giani zu helfen, doch ohne Erfolg. Frau Clari
war diesbezüglich sehr enttäuscht, aber genau zu diesem Zeitpunkt erfuhr sie von der
Adventbotschaft und schlug Giani und ihrer Mutter vor, die Adventgemeinde zu besuchen,
damit der Pastor dort für sie beten solle.
Am Sabbat den 27. Mai 1972 kamen sie in unsere Gemeinde in der Stadt Caxias do Sul. Vor
ihrem Kommen hatte mich Frau Clari über diesen Fall aufgeklärt. Ich bat daraufhin einige
Gemeindemitglieder für Giani zu beten. Die Ausgangspunkt meiner Predigt am Sabbat war das
zweite Kapitel aus dem Buch „Der große Kampf. In meiner Predigt erwähnte ich, dass Satan
Gottes Gesetz geändert hatte. Der böse Geist griff Giani während der Predigt immer wieder
an, so dass sie aus dem Gottesdienst herausgebracht werden musste. Der Dämon teilte an
diesem Tag folgendes mit: „Ich hasse diese Stimme. Wovon dieser Prediger spricht nervt mich!"
Nach dem Gottesdienst beteten einige Geschwister mit mir.
Frau Clari bot Giani und ihrer Mutter an bei ihr zu bleiben. Über ihrer Wohnung befanden sich
die Räume der Kirche „Brasilien für Christus" (eine Pfingstgemeinde). Alfredo Lorandi, der
frühere Vizepräsident dieser Gemeinde, ist Frau Clari's Ehemann. Heute ist er ein treuer
Gläubiger der Adventgemeinde. Jeden Abend ging ich mit drei Gemeindemitgliedern zu diesem
Haus um zu beten. Manchmal beteten wir 2,3,5 oder sogar 6 Stunden. Oft fühlten wir uns im
Himmel sehr nahe.
Eines Montags ging ich mit meiner Frau und der Schwester Natalina aus der Gemeinde zum
Gebet. Auch die Gastgeberin Frau Clari hatte sich uns angeschlossen. Wir waren im Wohnzimmer
und Giani in ihrem Zimmer. Während wir im Gebet waren, verließ der erste Dämon sein Opfer. Es
war ein sehr furchterregendes Geschrei, dass das ganze Haus erbeben lies. Wir verloren fast
unsere Stimmen. Aber wir fühlten, dass Gottes Engel auf unserer Seite waren. Wir gingen
danach in Gianis Zimmer und haben fanden sie bewusstlos auf den Boden. Wir hoben sie auf vom
Boden und legten sie wieder zurück ins Bett. Danach setzten wir mit unseren Gebeten fort. Bald
darauf versammelten wir uns jeden Morgen und Abend an diesem Platz. Da es aber sehr
anstrengend war, versammelten wir uns nur noch am Abend. Damals wussten wir nicht, dass
Giani von 37 Dämonen besessen war. Wir dachten die Sache würde einfacher sein. Die
Geschwister unserer Gemeinde, wie auch die der umliegenden Gemeinden hatten dafür
gebetet und gefastet. Aber der Kampf wurde heftiger. Giani hatte manchmal solche Kräfte
(normalerweise ist sie körperlich sehr angeschlagen), dass nicht einmal fünf Männer imstande
waren sie zu halten. Einmal katapultierte sie der Dämon aus einer Entfernung von drei Metern
auf mich und sagte, dass er mir meine Augen ausstechen würde. Ich erwiderte daraufhin mit
folgender Zurechtweisung: "Wir sind hier nicht in unserem eigenen Namen, sondern im Namen
Jesu. Nicht aus eigener Kraft, sondern in der Kraft des Sohnes Gottes. Wenn du uns als Diener
Gottes irgend etwas antust, dann wirst du es später mit den Engeln, die hier gerade anwesend
sind und mit dem Sohn Gottes zu tun bekommen. Jesus wird es nicht zulassen, dass seinen
Kindern irgend etwas passiert." Daraufhin verstummte der Dämon. Die darauffolgenden Tage
reichte Jesus uns die Hand und die Dämonen fingen an Giani zu verlassen. Einige Dämonen
verließen sie, während wir sangen. Einer von ihnen sagte: „Ich halte es nicht mehr aus diese
Lieder und Gebete zu hören. Ihr habt starke Waffen gegen mich. Ihr seid meine größten Feinde,
ich hasse euch!" Mir persönlich sagte er: „Wenn ich könnte, würde ich dich in Stücke zerreißen
und aufessen." Einmal sagte der Dämon mir, dass er versucht hatte mich auf einer meiner Reisen
zu töten, es aber nicht schaffte. Er wies mich darauf hin, dass alle anderen, die versucht
hatten Giani zu helfen, aufgegeben hatten und nur ich von diesem Fall nicht ablasse würde.
Eines Abends, als Giani wieder unter dem Einfluss eines Dämon war, legten wir das Buch „Der
große Kampf auf sie. Der Teufel sagte dann: „Warum druckt ihr Adventisten dieses Buch. Gibt
es denn nicht so viele andere Bücher zum drucken?" Giani biss daraufhin wütend in das Buch, so
dass ein Gebissabdruck auf dem Buch sichtbar war.
Eines Sabbats als ich in der Stadt Vacaria war und wo sich eine Gemeinde befand, die auch zu
meinem Bezirk zählte, machte ich dort einen Aufruf zur Taufe. Ich hatte damit gerechnet, dass
vier Personen den Bund mit Gott eingehen würden. Drei nahmen den Ruf wahr, aber ein junger
Mann aus einer guten, gläubigen Familie reagierte nicht auf den Aufruf. Es gab aber keinen
ersichtlichen Grund dafür, was ihn von einer Entscheidung abgehalten hätte, nicht aus Sicht
der Anwesenden. Er antwortete nicht einmal als der Aufruf gemacht wurde. Am nächsten
Abend, als ich nach Caxias do Sul zurückfuhr wandte sich der Dämon mit Gelächter und Hohn
mir zu und sagte: „Eine Entscheidung zur Taufe hast du nicht bekommen, denn ich habe es nicht
erlaubt und werde es nicht erlauben, dass er sich taufen lässt." Nach dieser Äußerung folgte ein
lautes, grölendes Gelächter. Ich erwiderte ihm: „Sei gewiss, dass Jesus nicht umsonst sein Blut
vergossen hat. Morgen werde ich wieder zu ihnen gehen und er wird sich dafür entscheiden!"
An diesem Abend beteten wir für die Bekehrung dieses Jungen. Am nächsten Tag fuhr ich mit
drei weiteren Brüdern nach Vacaria und fragte den Jungen erneut: „Cassemiro, hast du dich
entschieden?" „Ja, habe ich!" antwortete er. Daraufhin habe ich ihm mitgeteilt, was der Feind
der Seelen mir gesagt hatte. Cassemiro wurde zusammen mit Giani am 30.09.1972 getauft.
Bruder Carlos Peter machte Ton-Aufnahmen, als der Teufel durch Giani redete. Eines nachts
wurden er und seine Frau von einem hellen Licht aufgeweckt. Sie beteten und danach setzten
ihren Schlaf fort. Am nächsten
Abend sagte der Dämon zu Bruder Carlos durch Giani folgendes: „Letzte Nacht war ich vor
deinem Haus. Ich habe versucht die Aufnahmen aus dem Haus zu entfernen, aber ich sah eine
Gruppe von Personen in Licht gekleidet, sodass ich fliehen musste. Ich vertrage kein Licht...".
In unseren Händen hielten wir eine Bibel, ein Liederbuch und das Buch „Der große Kampf. Wir
lasen aus der Heiligen Schrift, sangen Lieder und vor beschäftigten uns vor allem mit dem
Kapitel „Die Schlingen Satans" aus dem Buch „Der große Kampf. Der böse Geist sagte zu uns:
"... Ihr seid im großen Vorteil mir gegenüber, da ihr mächtige Waffen gegen mich habt. Wenn
ihr nur wüsstet, was das für mich bedeutet!" Zu dieser Zeit hatte der Feind auch angefangen
einige Gemeindemitglieder zu attackieren. Sie erlebten seltsame Dinge. Ein junger Mann
bemerkte nachts, dass sich etwas Ungewöhnliches abspielte. Er versuchte zu rufen, aber er
hatte keine Stimme mehr. Er betete mehrmals und der Feind verschwand. Es gab auch
unbekehrte Interessierte der Gemeinde, die vom Feind besessen gemacht wurden. Ein
anderer junger Mann, der ein getauftes Mitglied der Gemeinde, aber schwach im Glauben war,
kam zu den Gottesdiensten nur wegen der Gemeinschaft. Er studierte weder die Bibel noch
die Sabbatschullektion. Er wurde ebenfalls vom Feind besessen gemacht. Vor seiner Taufe
gehörte er acht Jahre einer Gruppe Spiritisten an und nahm an „Sèancen" (spiritistische
Sitzungen) teil. Darum wurde er ein leichtes Opfer für den Feind. Aus diesen Gründen hatten wir
vier besessene Personen zur gleichen Zeit in unserer Gemeinde. So wollte der Feind unsere
Kräfte zerteilen. In dieser ganzen Zeit war die Gemeinde durch Fasten und Gebet vereint.
Auch die Gemeindemitglieder, die selten zum Gottesdienst kamen und schwach im Glauben
waren, kamen nun regelmäßig, denn sie wollten nicht die nächsten Opfer des Teufels werden. So
füllte sich die Gemeinde. Sie begriffen, dass Jesus Christus die einzigste Hoffnung und Hilfe
ist.
Neben den Gemeindemitgliedern fing der Feind auch an andere Menschen zu attackieren, unter
anderem ein Mitglied der sogenannten „Gemeinde Gottes". Die Mitglieder dieser Gemeinde
hatten tagelang ohne Erfolg für ihn gebetet. Als sie hörten, dass die Adventisten einen
ähnlichen Fall hätten, suchten sie dort nach Hilfe. Als ich diesen Ruf hörte, nahm ich ihn nicht
an, da mir klar war, dass Satan uns an vielen Seiten auseinander reißen wollte. Damit wären wir
sehr geschwächt gewesen und der Teufel hätte sich stärker auf Giani konzentriert. Deswegen
sandte ich zwei unserer Brüder dorthin. Als sie zu diesem besessenen Mann kamen, wandte sich
der böse Geist mit folgenden Worten ihnen zu: „Was sucht ihr hier? Ich liebe es, wenn andere
kommen, die hilflos sind und keine Kraft besitzen. Die Einzigsten, die ich respektiere und
fürchte sind die Adventisten, denn sie halten die Gebote Gottes. Ich weiß genau dass ich die
Stadt Caxias do Sul bald verlassen muss." Am nächsten Abend beteten wir zusammen und
redeten über Jesu Kraft, als auf einmal Giani auf mich sprang. Ich hielt die Bibel in Matthäus
Kapitel vier offen und Giani riss eine Seite aus der Bibel heraus. Sie nahm die Bibel und warf
sie in die andere Ecke des Raumes, wo sie eine kleine Vase traf, die dann in Stücke zerbrach.
Ich bat um die Vase Stückchen, damit ich sie mitnehmen könnte, aber der Feind protestiert.
In dieser Woche wurde auch in mein Auto eingebrochen und unter anderem wurden auch die
Vase Stückchen geklaut. Am nächsten Abend verspottete mich der Dämon und erwähnte auch,
dass er jetzt die geklauten Sachen habe. Während des nächsten Einbruches kam auch ein Kleid
von einer unserer Schwestern abhanden, welches sie mitgenommen hatte um es verlängern zu
lassen. Der Dämon sagte: „Jetzt habe ich das Kleid. Ich liebe kurze Kleider, vor allem aber
diejenigen die sie tragen." Der 32. Dämon ging aus Giani hinaus als wir das dritte mal das Lied
„Christus unser Befehlshaber" sangen. (Im englischen Original heißt das Lied „Forward" und
befindet sich im Liederbuch: „Choir favorities no. 3" Singspiration ser). Dieses Lied singen die
Adventisten in Brasilien sehr gerne. Als dieser Dämon ausfuhr dachten wir, dass es der letzte
gewesen wäre. Jedes Mal als ein Dämon sie verließ, fühlte sich Giani besser. Wir riefen sie dazu
auf die Worte in Jakobus 4,71 immer und immer wieder zu wiederholen.
Ein anderer Dämon wandte sich durch Giani einem anwesenden jungen Mädchen zu und sagte ihr:
„Du denkst, dass du Jesus angehörst, aber das ist nicht so. Du gehörst mir!" Danach begann er
zu lachen. Das Mädchen fing an zu weinen. Der böse Geist fuhr fort, während er lachte: „Du
weinst, denn du hast Angst vor den Folgen und weinst nicht deshalb, weil es dir leid tut. Du bist
mein, denn du hörst (weltliches) Radio, du rauchst heimlich, spielst die Rolle eines Priesters in
einer Schulaufführung (Theater). Du denkst andauernd über Jungs nach, du liest Romane usw."
Einige Tage zuvor entschloss sich dieses Mädchen sich ändern zu wollen und hatte alle ihre
Romane und Zeitschriften verbrannt, bis auf ein Blatt das sie noch aufbewahrte. Der Dämon
sagte ihr, dass dies einer der Gründe sei, warum sie ihm gehört, denn sie hatte nicht alles
bereinigt. Unmittelbar danach beeilte sie sich auch dieses Blatt zu verbrennen und der Dämon
war darüber sehr wütend. Heute ist dieses Mädchen eine wunderbare und vorbildliche Gläubige
der Gemeinde. Am gleichen Abend zählte Satan auch die verborgenen Sünden der anderen
Anwesenden auf. Einem anderen Mädchen sagte er, es würde ihm sehr gefallen, dass sie während
des Gottesdienstes in den Hof hinausgeht um mit den Jungs zu reden, sich schminkt, ihre
Fingernägel lackiert und kurze Röcke trägt. Wegen all dieser Sachen behauptete er, dass sie ihm
gehört und nicht Jesus. Zu dieser Zeit rief ich unsere Brüder und Schwestern auf, darauf zu
achten, wenn sie Frauen zum Gottesdienst einladen und wollten, daß sie keine Hosen tragen
sollten. In einer passenden Art und Weise legte ich ihnen nahe, dass diese Art und Weise sich
so zu kleiden nicht angemessen wäre für die Gemeinde. Eines Abends wandte sich der Feind
abermals mir zu und sagte, dass er sich auf jeden fall darum kümmern würde mindestens zwei
bis drei Personen in die Gemeinde zu schicken die so gekleidet sind.
Ich hatte Stift und Papier zur Hand genommen, um aufzuschreiben was sich bisher alles
zugetragen hatte. Als ich gegen ein Uhr in der Nacht damit fertig wurde attackierte mich der
Feind und versuchte mir das Papier zu entreißen. Er sagte, er wisse, dass ich diese Geschichte
veröffentlichen wollte und dadurch viele die Seite des Feindes verlassen würden. Nach
mehreren Gebeten, Lesen in der Bibel und dem Buch „Der große Kampf hatte sich der Feind
wieder zurückgezogen. Einige Tage danach verließ er Giani.
Eines Abends versuchten wir das Lied „Was für ein Freund ist unser Jesus" zu singen, lagen
aber immer mit unserer Stimme zu tief. Gleich darauf sagte eine „Stimme": „Wenn ihr das Lied
nicht richtig beginnen könnt... Ich kann es!" Bruder Orvalino erlaubte es ihm und der Dämon fing
an das Lied zu singen, aber in moderner Art und Weise. Während wir ihn im Namen Jesu
zurechtwiesen, sagte er: „Ich liebe populäre Musik. Eigentlich schreibe ich sie sogar. Wenn die
Menschen diese Lieder singen, singen sie diese für mich. Ich kann es nicht mehr ertragen euch
diese Hymnen singen zu hören!" Ich schlug meine Bibel auf und sagte zu ihm: „Dein Ende ist
nahe! Jesus kommt bald und wird dich vernichten!" Er aber antwortete: „Ich weiß, dass das
Ende nahe ist. Es ist viel näher als ihr denkt!"
Taquara, 18. August 1972: „...eine halbe Stunde, bevor ich mich auf den Weg machen wollte,
besuchte mich der Feind in meinem Hotelzimmer. Ich war schon halbwach als ich bemerkte, wie
mein ganzes Nervensystem elektrisiert war und es fühlte sich an als ob mein Körper schmoren
würde. Es war ein sehr unangenehmes Gefühl. Ich betete in meinem Bett und berief mich
dabei auf das Blut Jesu. Auch während ich mich wusch, mich anzog und das Zimmer verließ
betete ich die ganze Zeit. Ich danke Gott dafür, dass der Feind sein Ziel nicht erreichte."
Einige Wochen vor der endgültigen Befreiung Gianis bekam sie eine Offenbarung von Gott an
welchem Tag und in welcher Stunde sie befreit werden sollte. Der letzte Dämon hatte sie 33
Tage nicht verlassen. Dies geschah aber auf Gottes Befehl, da er für die Gemeinde Caxias do
Sul einen Plan hatte. Die Gemeinde sollte gesichtet und reformiert werden. Die Botschaft die
der Herr an sie hatte, war sehr persönlich und bezog sich nur auf dieses Gemeinde. Wir wollen
sie deswegen hier nicht veröffentlichen. Der letzte Dämon sagte dann noch: „Ich bin nicht hier
weil ich es will, sondern wegen der vielen eingeschlafenen Seelen in der Gemeinde. Ich will hier
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Jakobus 4,7 nach Luther: So seid nun Gott Untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.
herauskommen, aber JEMAND lässt es nicht zu...wacht auf ihr Adventisten! Ich leide damit
andere gestärkt werden! Ihr müsst dankbar dafür sein, dass ihr nicht an Gianis Stelle seid. Ich
weiß nicht wie jemand aus Fleisch und Blut all so etwas aushalten kann. Ihr seid frei, aber ihr
seid nicht dankbar genug über eure Freiheit!" All dies erlaubte Gott, damit sich die Gläubigen
der Gemeinde vorbereiten konnten. Während der Tage dieses langen Kampfes lasen wir oft
folgende Texte: Mt.4,1-11; Ofb.20,1-3; Ofb.12; Eph.6,10-18. Giani mochte besonders die
Psalmen 70, 71 und 31.
Am 27. Mai 1972 kam sie hilfesuchend in die Stadt Caxias do Sul und wurde schließlich am 22.
Aug. 1972 um 23:39 Uhr befreit. 37 Dämonen verliessen sie während der Kampf 88 Tage
anhielt. 33 Tage dauerte es bis der letzte Dämon Giani verlassen hatte. Die Eltern haben
Unmengen an Geld für ärztliche Untersuchungen, Medikamente, Reisen, Unterkünfte,
psychiatrische Ärzte und für verschiedene andere Leistungen aufgebraucht. All das war ohne
Erfolg. Erst als Giani vor Jesu Füssen kam, fand sie völlige Freiheit. Zwei Wochen nach der
Befreiung fand Giani in einer kleinen Konfektionsfabrik für Kleidungsstücke einen Arbeitsplatz,
wo sie auch heute noch arbeitet. Als der letzte Dämon sie verließ, betete Giani folgendes:
„Lieber Jesus, ich danke dir für alles was du für mich getan hast. Du hast den Feind aus meinem
Leben vertrieben. Nun bin ich frei, um dir zu dienen und anderen zu helfen, sich aus den Krallen
des Feindes zu befreien. Ich verdanke dir sehr viel und danke dir dafür aus ganzem Herzen.
Amen." Die Gemeindemitglieder schauten mit Tränen in den Augen zu als Giani zum ersten mal in
die Gemeinde kam und sich in die erste Reihe setzte zusammen mit den Menschen, mit denen sie
eng im Kampf um ihre Freiheit verbunden war. Gemeinsam sangen sie das Lied: „Du großer Gott
wir loben dich".
Am 30. Sept. - also genau 39 Tage nach ihrer Befreiung wurde Giani getauft. Sie zeigte damit
der Welt, Gott und den teuflischen Heerscharen, dass sie nun für immer Jesus angehört. Nach
der Taufe sang sie zusammen mit einem Mädchen, das auch getauft wurde, ein Lied als
Danksagung. Am 23.12.1973 wurde auch ihre Mutter
getauft.
Heute - vier Monate nach ihrer Befreiung - sagte sie zu mir: "Nun erscheint mir alles wie ein
Traum. Es gibt
Augenblicke, wo ich gar nicht glauben kann, dass ich durch all das hindurchging und jetzt frei
bin. Es ist
wunderschön, nun so viele Freunde zu haben. Es ist wunderschön, dass ich jetzt Adventist bin.
Ich werde nie
vergessen, was Jesus für mich getan hat. Ich bin glücklich mit Jesus. In ihm habe ich
Frieden und Glück
gefunden. Nun bin ich bereit das Angesicht meines Heilandes zu sehen und mit ihm zu leben."
Liebe Brüder und Schwestern. Wir müssen uns ernsthaft für den Himmel vorbereiten!
Mario Valente, s.r.

© 2010 Michael Schambacher