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RE. 216 1MDU02005-DE / 3 / Änd. I

ABB Power Automation AG

3.5.17. Überlastschutz (Ueberl.Rotor)

A. Anwendung

Überlastfunktion für den Schutz des Rotors von Grossgenerato- ren.

B.

Merkmale

Verzögerung abhängig von der Überlast (s. Bild 3.5.17.1)

Auslösekennlinie entsprechend Vorschrift ASA-C50.13

(American Standard Requirements for Cylindrical-Rotor Synchronous Generators) mit erweitertem Einstellbereich Einstellbare Rückzählgeschwindigkeit beim Verschwinden

der Überlast (Erwärmungsspeicher) Auswertung dreiphasig

Strommessung:

wechselstromseitig, 3phasig

Auswertung über die Summe der Beträge der Phasen- ströme (Augenblickswerte ohne digitale Filterung).

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:

Strom

II. Binäre Eingänge:

Blockierung

III.

Binäre Ausgänge:

Anlauf

Auslösung

IV.

Messwerte:

Stromamplitude.

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D. Dokumentation der Einstellparameter - Ueberl.Rotor

Parameter - Zusammenfassung:

Text

Einheit

Default

Min.

Max.

Schritt

CPU-Nr. ParSatz 4 1

 

CPU1

(Auswahl)

   

P1

(Auswahl)

AUS 01-08

00000000

AUS 09-16

00000000

AUS 17-24

00000000

AUS 25-32

00000000

k1-Wert

s

033.8

1.0

50.0

0.1

I-Start

IB

1.10

1.00

1.60

0.01

t-min

s

0010.0

1.0

120.0

0.1

tg

s

0120.0

10.0

2000.0

10.0

t-max

s

0300.0

100.0

2000.0

10.0

t-Rueck

s

0120.0

10.0

2000.0

10.0

Stromkanal

Wandlereing.

00000

IB-Wert

IN

1.00

0.50

2.50

0.01

Blockierung

Binaerwert

F

AUS

Meldung

ER

Anlauf

Meldung

ER

Erläuterung der Parameter:

CPU-Nr. Definiert, auf welchen Verarbeitungsgeräten die Funktion abläuft.

ParSatz 4 1 Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist. (s.a. Abschnitt 5.11.)

AUS 01-08 Definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der Funktion wirkt (Matrix).

AUS 09-16 Entsprechend AUS 01-08 (nur bei vorhandenem Auslöse- gerät).

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AUS 17-24 Entsprechend AUS 01-08 (nur bei vorhandenem Auslöse- gerät).

AUS 25-32 Entsprechend AUS 01-08 (nur bei vorhandenem Auslöse- gerät).

k1-Wert

k1-Einstellung, Konstante der Auslösecharakteristik.

I-Start Anlaufstrom, Konstante der Auslösecharakteristik.

t-min Minimale Auslösezeit, Konstante der Auslösecharakteristik.

tg

Gültigkeitsdauer der Inverskennlinie, Konstante der Auslösecharakteristik. Darf nicht grösser als die maximale Verzögerungszeit sein.

t-max Maximale Verzögerungszeit bei vorhandenem Anlauf, un- abhängig von der Inverskennlinie, Konstante der Aus- lösecharakteristik.

t-Rueck Rückstellzeit (ab der Auslösegrenze), entspricht der Abkühl- zeitkonstante der Maschine.

Stromkanal Definiert den Stromeingang. Einstellbar sind alle Stromeingänge. Bei 3phasiger Funktion muss der erste Kanal einer Dreiergruppe angegeben werden.

IB-Wert Bezugsstrom, zur Berücksichtigung von Abweichungen gegenüber dem Nennstrom I N .

Blockierung Binäradresse als Blockiereingang. (F FALSE, T TRUE, Binäreingang oder Ausgang einer Schutzfunktion).

AUS Ausgang für die Signalisierung der Auslösung. (Signaladresse).

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Anlauf Ausgang für die Signalisierung des Anlaufs. (Signaladresse).
Anlauf
Ausgang für die Signalisierung des Anlaufs.
(Signaladresse).
Ausgang für die Signalisierung des Anlaufs. (Signaladresse). Bild 3.5.17.1 Auslösekennlinie: Ueberl.Rotor 3.5.17-4

Bild 3.5.17.1

Auslösekennlinie: Ueberl.Rotor

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E. Einstellhinweis

Einstellwerte:

Bezugsstrom

IB-Wert

Anlaufstrom

I-Start

Multiplikationsfaktor

k1-Wert

Minimale Auslösezeit

t-min

Gültigkeitsdauer der Inverskennlinie

tg

Maximale Verzögerung

t-max

Rückstellzeit

t-Rueck

Der Rotor-Überlastschutz ist ein Schutz der Rotorwicklung von Generatoren vor unzulässiger Erwärmung infolge der Überströ- me. Dieser Schutz kann verwendet werden, wenn der Generator nach der durch die Vorschrift ASA-C50.13 für Turbogeneratoren definierten, oder nach einer ähnlichen Überlastbarkeit ausgelegt wurde. Er wird an die Stromwandler auf der Wechselstromseite der Erregungseinrichtung angeschlossen. Keine Anwendung bei bürstenlosen Rotoren.

Der Relaisbezugsstrom IB ist nach dem Betriebsstrom I B1 der Wechselstromseite der Erregungseinrichtung, der meistens dem Volllast-Erregerstrom entspricht, und nach den Nennströmen I N1 , I N2 der Stromwandler wie folgt zu berechnen, falls keine Anpassung durch den Referenzwert des A/D-Kanals vorliegt:

IB

I

B 1

I

N

2

I

N 1

Eingestellt wird das Verhältnis IB/I N , wobei I N der Relaisnenn- strom ist.

Der Multiplikationsfaktor k1 ist, bei nach ASA gebauten Maschi- nen gleich 33,8 s. Für Maschinen mit einer ähnlichen Überlast- barkeit wird

k 1 =

m

n

n

[s; s; K]

Es bedeuten:

: thermische Zeitkonstante des Rotors

: maximal zulässige Erwärmung der Rotorwicklung

: Nennerwärmung der Rotorwicklung.

m

n

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Richtwerte:

IB-Wert

ist zu berechnen

I-Start

1.1 IB

k1-Wert

33.8 s

t-min

10.0 s

tg

120.0 s

t-max

300.0 s

t-Rueck

120.0 s

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3.5.17. Überlastschutz (Ueberl.Rotor)

3.5.17-1