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Nr. 1/2016

PRESSESPIEGEL

Nr. 1 / 2016 PRESSESPIEGEL Aktuelle PR-News:
Nr. 1 / 2016 PRESSESPIEGEL Aktuelle PR-News:
Nr. 1 / 2016 PRESSESPIEGEL Aktuelle PR-News:
Nr. 1 / 2016 PRESSESPIEGEL Aktuelle PR-News:

Aktuelle PR-News:

EDITORIAL

EDITORIAL

DAF Trucks gehören zu den begehrten Kundenfahrzeugen am Markt.

Im Hinblick auf Zuverlässigkeit, Qualität und vor allem Effizienz sind die DAF Baureihen

XF, CF und LF absolut wettbewerbsfähig und erfüllen die hohen Ansprüche der

Transportbranche.

Davon sind nicht nur wir von DAF Trucks überzeugt – vor allem die Fachpresse

bestätigt dies. Mit der ersten Ausgabe des DAF Pressespiegels 2016 möchten wir Ihnen

ein realistisches Bild von DAF am Markt vermitteln.

Veröffentlichungen in der Presse spiegeln ein glaubhaftes und authentisches Bild wieder,

das Kunden und Interessenten einen optimalen Überblick verschafft.

Das Fazit bereits vorweggenommen:

DAF steht mit seinen Produkten und Services sehr gut da. Nicht nur mit innovativen

und wettbewerbsfähigen Produkten, sondern auch dank eines flächendeckenden

Vertriebs- und Servicenetzwerks.

Viel Erfolg wünscht Ihnen das DAF Trucks Deutschland Presseteam

Erfolg wünscht Ihnen das DAF Trucks Deutschland Presseteam Thorsten Söth Leiter Marketing & Presse Max Franz

Thorsten Söth

Leiter Marketing & Presse

Presseteam Thorsten Söth Leiter Marketing & Presse Max Franz Presse Manager - 2 - Andrea Pifeas

Max Franz

Presse Manager

-

2 -

Leiter Marketing & Presse Max Franz Presse Manager - 2 - Andrea Pifeas Assistentin Presse Uwe

Andrea Pifeas

Assistentin Presse

Uwe Müller

Sales Engineering & Demopool Manager

INHALT

1. TEST UND TECHNIK

1.1 SATTELZUGMASCHINEN

5

 

1.1.1 DAF XF FT

8

1.1.2 DAF CF FT

40

1.2 FAHRGESTELLE

87

 

1.2.1 KIPPER

90

1.2.2 KOFFER

110

2.

UNTERNEHMEN UND HANDEL

115

2.1 DAF-HÄNDLER

118

2.2 DAF-TECHNOLOGIE

121

2.3 DAF-KUNDEN

124

-

3 -

- 4 -

1.

TEST UND TECHNIK

1.1

SATTELZUGMASCHINEN

Artikel

Medium

Ausgabe

Seite

1.1.1

DAF XF FT

XF in XXLTrucker 06/2015 8

Trucker

06/2015

8

Volles ProgrammFernfahrer 10/2015 16

Fernfahrer

10/2015

16

Work-Life-BalanceFernfahrer 08/2015 32

Fernfahrer

08/2015

32

1.1.2

DAF CF FT

Der Kleine für’s GroßeTrucker 08/2015 40

Trucker

08/2015

40

Der kleine Bruder des XFVR 33/2015 48

VR

33/2015

48

Eco-Programm bremst Fahrfreudedvz 29/2015 53

dvz

29/2015

53

DAF setzt auf gezügeltes Drehmomenttransport 08/2015 54

transport

08/2015

54

Auf sparsam getrimmtkfz-anzeiger 18/2015 56

kfz-anzeiger

18/2015

56

GernegroßFernfahrer 09/2015 61

Fernfahrer

09/2015

61

Kleiner DAF ganz großLastauto Omnibus 08/2015 68

Lastauto Omnibus

08/2015

68

Einen Schritt weiterTrucker 05/2015 76

Trucker

05/2015

76

Zwei Schritte nach vorn gemachtVR 12/2015 80

VR

12/2015

80

Verteilen auf die elegante TourNFM 06/2015 82

NFM

06/2015

82

Verbrauchstestvorn gemacht VR 12/2015 80 Verteilen auf die elegante Tour NFM 06/2015 82 = Handlingtest =

=

Handlingtestvorn gemacht VR 12/2015 80 Verteilen auf die elegante Tour NFM 06/2015 82 Verbrauchstest = =

=

-

5 -

1.1 SATTELZUGMASCHINEN

Verkehrs-Rundschau, 12/2015: „Mit der Modellpflege 2015 kommt DAF mit einem GPS-Tempomaten in Verbindung mit einer
Verkehrs-Rundschau, 12/2015:
„Mit der Modellpflege 2015 kommt
DAF mit einem GPS-Tempomaten
in Verbindung mit einer neuen
Schaltstrategie. Beides soll
Kraftstoff sparen.“
CF-Einzeltest, TRUCKER 08/2015: „Die AS-Tronic ist besser geworden und im DAF sehr gut abgestimmt.“ …
CF-Einzeltest, TRUCKER 08/2015:
„Die AS-Tronic ist besser geworden
und im DAF sehr gut abgestimmt.“ …
„Fahrwerk, Lenkung und Bremsen
des DAF sind auf hohem Niveau.“
Junge Fahrer testen: FERNFAHRER, 08/2015: „In meinen Augen hat der DAF gewonnen. Der XF ist
Junge Fahrer testen: FERNFAHRER, 08/2015:
„In meinen Augen hat der DAF gewonnen. Der XF ist einfach
für den Fahrer gemacht. Man kann einfach viel sehen und
die Spiegel sind groß genug. Die Sitze sind gut, die Knöpfe
liegen alle in Reichweite. Mir scheint, es wurde im Vorfeld
viel darüber nachgedacht, was der Fernfahrer braucht.
Er benötigt viel Platz.“
Fahrerhaustest im FERNFAHRER 10/2015: „Vom Raumangebot her gehört die Super Space Cab noch immer zu
Fahrerhaustest im FERNFAHRER 10/2015:
„Vom Raumangebot her gehört die Super
Space Cab noch immer zu den Top-Fahrer-
häusern Europas. Erst recht ein Meister ihres
Fachs ist die Super Space Cab beim Ange-
bot an Schränken.“

VERKAUFSARGUMENTE FERNVERKEHR

• Hohe Zuverlässigkeit • Niedriger Kraftstoffverbrauch • Optimale Sicherheit

• ITS: 24 h Int. Soforthilfe • LED Hauptscheinwerfer • EAS geteilt • Truckphone

-

6 -

„ CF-Verbrauchstest, TRANSPORT 08/2015 erweist sich die DAF-Transport-Efficiency- Philosophie nach genauerer Analyse
„ CF-Verbrauchstest, TRANSPORT 08/2015 erweist sich die DAF-Transport-Efficiency- Philosophie nach genauerer Analyse
CF-Verbrauchstest, TRANSPORT 08/2015
erweist sich die DAF-Transport-Efficiency-
Philosophie nach genauerer Analyse als
probates Mittel zur Verbrauchssenkung.“
CF-Verbrauchstest, kfz-anzeiger 18/2015: „Der DAF CF 440 präsentierte als ‚Edition 2015‘ die neuesten
CF-Verbrauchstest, kfz-anzeiger 18/2015:
„Der DAF CF 440 präsentierte als
‚Edition 2015‘ die neuesten Innovationen
aus Eindhoven und zeigte sich beim Test
als Sparmeister mit viel Komfort“
CF-Verbrauchstest, Verkehrs-Rundschau, 32/2015: „DAF hat die Integration der elektronischen Fahrerassis- tenten gut
CF-Verbrauchstest,
Verkehrs-Rundschau, 32/2015:
„DAF hat die Integration der
elektronischen Fahrerassis-
tenten gut hinbekommen.
Der MX-11-Motor ist eine
leichte und sparsame Alter-
native zum größeren MX-13.“
TRUCKER-SUPERTEST, 06/2015 über den XF: „„Der Motor hat mit den Neuerungen an Qualität gewonnen“. „DAF
TRUCKER-SUPERTEST, 06/2015 über den XF:
„„Der Motor hat mit den Neuerungen an Qualität gewonnen“. „DAF spendiert
ihm jetzt alle wichtigen technischen Neuerungen – wie Notbremsassistent
oder GPS-Tempomat. Kombiniert mit den vorhandenen Tugenden – viel
Platz, große Betten, guter Antriebsstrang – bleibt der XF „up-to-date“ und
muss sich trotz des Alters der Kabine nicht verstecken.

• Bequeme, komfortable und größte Kabine – mit niedrigem Geräuschniveau

• DPA • Hervorragendes Fahrverhalten • Leichtbau • Sicherheitssysteme

-

7 -

„XF in XXL“ | Trucker

| 06/2015

„XF in XXL“ | Trucker | 06/2015 22 Trucker 6/2015 SUPERTEST MIT REFERENZ-LKW GETESTET - -

22 Trucker 6/2015

SUPERTEST

MIT REFERENZ-LKW GETESTET

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88 --

„XF in XXL“ | Trucker | 06/2015 22 Trucker 6/2015 SUPERTEST MIT REFERENZ-LKW GETESTET - -

© Karel Sefrna

1.1.1 DAF XF FT

© Karel Sefrna 1.1.1 DAF XF FT XF in XXL Zum aktuellen Modelljahr hat Daf viel
© Karel Sefrna 1.1.1 DAF XF FT XF in XXL Zum aktuellen Modelljahr hat Daf viel

XF in XXL

Zum aktuellen Modelljahr hat Daf viel Neues eingeführt. Wie sich der XF 510 mit GPS-Tempomat und neu- er Schaltung fährt, zeigt der Test.

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99 --

und neu- er Schaltung fährt, zeigt der Test. ▶ -- 99 -- IM TEST: DAF XF

IM TEST: DAF XF 510

Modell: XF 510 Super Space Cab Hubraum: 12.900 cm 3 PS (kW): 510 (375) bei 1425 - 1750/min Testgew.: 39.505 kg (Leergew.: 7505 kg) Listenpreis (Testfzg): 124.322,- (brutto)

6/2015 Trucker

23

„XF in XXL“ | Trucker

| 06/2015

SUPERTEST DAF XF 510
SUPERTEST
DAF XF 510

Der 2015er-Modelljahrgang schließt bei Daf die Lücke zu den neuen Modellen anderer Hersteller

Das Lenkrad könnte etwas steiler stehen, der Sitz passt
Das Lenkrad könnte etwas steiler
stehen, der Sitz passt
Die lose „Klappleiter“ ist keine wirklich gute Lösung
Die lose „Klappleiter“ ist
keine wirklich gute Lösung
Der Armaturenträger ragt weit in den Innenraum und schränkt den Platz ein 24 Trucker 6/2015
Der Armaturenträger ragt
weit in den Innenraum und
schränkt den Platz ein
24 Trucker 6/2015

-- 1010 --

M it ein wenig Respektlosigkeit könnte man beim XF von einem Oldtimer spre- chen – schließlich ist der Kabinenroh-

bau inzwischen 28 Jahre alt und damit doppelt so alt, als sonst üblich. In der Oldtimerei gibt es immer wieder Ansätze, moderne Technik in an- tiquierte Hüllen zu implantieren. So gesehen liegt der Niederländer voll im Trend: Mit dem Mo- delljahr 2015 scha Daf den Anschluss und prä- sentiert einen neuen GPS-Tempomaten namens PCC (Predictive Cruise Control), eine optimier- te Eco-Roll-Funktion sowie den Notbremsassis- tenten (lieferbar aber erst ab Januar 2016). Auch in den Motorenbau investierten die Eindhovener, passten die Common-Rail-Ein-

spritzung an, änderten die Kolben und verbes- serten das SCR-System. Lohn der Mühe: Der Antrieb ist für einen 510 PS starken 13-Liter- Motor sparsam und der XF ein Performer mit sehr guter Durchschnittsgeschwindigkeit.

DER MOTOR HAT MIT DEN NEUERUNGEN AN QUALITÄT GEWONNEN

Weil Daf auf eine variable Geometrie beim Lader verzichtet, spricht der Motor nicht so spontan an, wie etwa ein Scania-Sechszylinder mit VGT- Lader. Andererseits powerte der MX-Motor frü- her so scharf, dass man beim Anfahren schon mal Angst um die Kardanwelle und das Reifen- pro l hatte. Jetzt zeigt er eine mildere, aber auch harmonischere Leistungsabgabe. Generell bevorzugt der Vierventiler die niedrigeren Dreh-

Generell bevorzugt der Vierventiler die niedrigeren Dreh- Vor dem Beifahrersitz ist es eng. Ein Drehsitz könnte

Vor dem Beifahrersitz ist es eng. Ein Drehsitz könnte eine gute Lösung für mehr Platz sein

1.1.1 DAF XF FT

zahlen und ist auch via langer Achsübersetzung auf kaum mehr als 1200 Touren bei Marschtem- po kon fi guriert. Wer sich ergo ans gesetzliche Limit auf Landstraßen hält, fährt bei 60 bis 65 km/h im verbrauchsfördernden el ften Gang. Das von ZF zugelieferte, automatisierte AS- Tronic-Getriebe haben die Niederländer gut im Griff. Die Anfahrregelung mit optimiertem Kupplungsschlupf klappt gut. Die an Steigungen fälligen Rückschaltungen erledigt „Speed Shi ft “ in den Gangwechsel „Zwölf auf Elf “ sowie „Elf auf Zehn“ sehr zackig – und macht ein Doppel- kupplungsgetriebe fast über flüssig. Das Hoch- schalten an der Kuppe dauert dafür etwas länger – sowohl was die reine Schaltzeit betri fft , als auch den Punkt, wann die Getriebesteuerung den nächst höheren Gang überhaupt genehmigt. Auch Eco-Roll könnte Daf noch etwas opti- mieren. Zumindest auf der TRUCKER-Testrun- de gibt es einige Passagen, an denen man länger ohne eingelegten Gang rollen könnte. Anderer- seits funktioniert es so gut, dass Neutral wirklich nur geschaltet wird, wenn nicht die Gefahr be- steht, dass der Lkw im Gefälle zu schnell wird. Der GPS-Tempomat arbeitet akkurat. Der Fahrer kann drei Strategien vorwählen: -4, -7 oder -10 km/h. Soll heißen: PCC nimmt das Gas vor Kuppen so frühzeitig weg, dass es mit den genannten Untergeschwindigkeiten über den Berg geht. Die -7 km/h haben sich im Testbe- trieb als guter Kompromiss herausgestellt, um Kraftstoff zu sparen und dennoch nicht zu viel

um Kra ft sto ff zu sparen und dennoch nicht zu viel DER MOTOR IM KURZURTEIL

DER MOTOR IM KURZURTEIL

zu sparen und dennoch nicht zu viel DER MOTOR IM KURZURTEIL angenehmes Laufgeräusch; keine Vibratio- nen;

angenehmes Laufgeräusch; keine Vibratio- nen; verwertbare Leistung ab 950 Touren; harmonischere Leistungsentfaltung als beim Vorgänger-Motorzu sparen und dennoch nicht zu viel DER MOTOR IM KURZURTEIL bedingt durch den Standard-Turbolader ist

bedingt durch den Standard-Turbolader ist das Ansprechverhalten nicht sehr spontan; Leistungskurve fällt ab 1600 Touren erkenn- bar abharmonischere Leistungsentfaltung als beim Vorgänger-Motor Die neuen Instrumente bieten mehr Informations- gehalt –

spontan; Leistungskurve fällt ab 1600 Touren erkenn- bar ab Die neuen Instrumente bieten mehr Informations- gehalt

Die neuen Instrumente bieten mehr Informations- gehalt – sind aber noch immer eher minimalistisch

an Tempo zu verlieren. Eine Funktion, die nicht bei allen Kollegen gut ankommt ist „Soft-Cruise“ (siehe Facebook-Kommentare). Bei gesetzten 85 km/h lässt der Tempomat das Tempo nach Roll- phasen bis auf 82 km/h fallen und zieht dann mit einem kurzen Gasstoß wieder hoch. Scheint tat- sächlich Diesel zu sparen, nervt aber durch Tem- poverlust und dem kurzfristigen, Geräusch er- höhenden Leistungseinsatz.

HOHE DREHZAHLEN MAG DER MX-MOTOR NICHT – SIND AUCH MEIST UNNÖTIG

Auch bei leistungsbetonter Fahrweise ist die Antriebsstrang-Regelung redlich bemüht, das Drehzahlniveau nicht über 1500 Touren klettern zu lassen. Tatsächlich kommt es dem Fahrer so vor, als würde Daf durch eine künstliche Leis- tungsverknappung ab rund 1600 Touren „zwangsweise“ für Hochschaltungen sorgen. Wenigstens dreht das Aggregat in der kleinen Gruppe weiter aus, um Schaltsprünge zu ermög- lichen. In der großen Gruppe wird dagegen fast zwanghaft bei 1500 Touren der nächst höhere Gang eingelegt. Wer da noch ein Quäntchen herausholen will, muss manuell eingreifen. Stichwort manuelles Eingreifen: Im letzten Fahrbericht eines CF 440 haben wir die kaum nachvollziehbare Bewertung des integrierten Fahrerassistenten „Driver Performance Assist“ moniert, der selbst für nicht verhinderbare Ver- kehrseinflüsse die Bewertung deutlich nach unten zieht. Einige Leser haben uns dazu ge-

Die Tritte des Frontaufstieges sind eher schmal, dafür gibt‘s drei gute Gri e
Die Tritte des Frontaufstieges sind eher
schmal, dafür gibt‘s drei gute Gri e

-- 1111 --

schrieben, dass DPA im manuellen Modus deut- lich bessere Bewertungen verteilt. Aber mal ehr- lich: Einen modernen Lkw manuell zu fahren und damit auf viele Annehmlichkeiten zu ver- zichten – vor allem aber auch auf guten Ver- brauch, kann nicht Sinn der Sache sein. Auch nicht für eine bessere Bewertung – und gleich- zeitig meist höheren Dieselkonsum! Die im Test-Lkw integrierten Assistenzsys- teme arbeiten gut. Für den Abstandstempomat lassen sich mehrere Stufen festlegen. In der für den größten Abstand regelt ACC sauber, ohne große Brems- und Beschleunigungsmanöver und damit optimiert auf niedrigen Verbrauch. Die VSC genannte Stabilitätskontrolle (ESP) grei ft spät und san ft ein. Wer ein gutes Gefühl fürs Fahrzeug hat, kann damit leidlich zügig und dennoch sicher Kurven umrunden. Auch der Frontkollisionswarner erkennt Gefahren recht- zeitg, warnt erst – und gibt damit dem Fahrer ausreichend Zeit selbst zu reagieren, ehe er dann bei nicht abgewendeter Gefahr selbsttätig „den Anker wir ft “. Über das gute Fahrwerk des Niederländers zu referieren, hieße die berühmten Eulen nach Athen tragen. Voll wie leer überzeugt der XF durch hohen Federungskomfort. Auch mit Super Space Cab und hohem Schwerpunkt zeigt die Kabine kaum Nick- oder Schaukeltendenzen und geht eine harmonische Verbindung mit der Zweiblatt-Parabelfederung an der Vorderachse ein. Die Lenkung gefällt durch ihre direkte Ab-

Guter, treppenartiger Einstieg in die nicht sehr hoch sitzende Kabine
Guter, treppenartiger Einstieg in
die nicht sehr hoch sitzende Kabine

„XF in XXL“ | Trucker

| 06/2015

SUPERTEST DAF XF 510

stimmung, arbeitet zielgenau, mit minimalen Lenkkrä en. Abgesehen davon garantiert der hohe Lenkeinschlag gute Wendigkeit. Die schnell arbeitende Lu federung mit respektab- ler Hubhöhe sorgt für schnelles Auf- und Absat- teln. Dass Daf eine sehr schöne Lösung gefun- den hat, die Brems- und Elektro-Leitungen bei Solo-Fahrten an der Kabinenrückwand zu be- festigen, begeistert den Fahrer ebenfalls. Dem Alter der Kabine geschuldet ist die allenfalls durchschnittliche Übersichtlichkeit. Die Spiegel bieten nicht den exorbitanten Rück- blick, den ihre massigen Gehäuse erwarten las- sen. Stattdessen sorgen sie beim Blick nach rechts und links vorne in Kombination mit den nicht eben schlanken A-Säulen für eine Vergrö- ßerung des toten Winkels. Wenigstens lassen sich sowohl Standard- als auch Weitwinkelspie- gel elektrisch verstellen und beheizen. Ach ja, die Heizung: Die großen Drehschal- ter der Klimaanlage sind grundsätzlich gut bedienbar, verstecken sich aber weit unten im Armaturenbrett – ebenso wie der Drehschalter fürs Menü des Bordcomputers. Ein Trost: Mit der aufpreisp ichtigen Klimatronic genügt ein- maliges Einstellen vor der Fahrt. Dann hält das System wunderbar die Temperatur, sorgt für zugfreie Belü ung sowie eine ordentliche Lu -

verteilung. Selbst das Gebläse bleibt in der höchsten Stufe relativ leise. Nicht wirklich leise ist es bei höherem Tem- po, bei dem der XF deutliche Windgeräusche zeigt. Ob die von den Spiegeln oder der Sonnen- blende kommen, lässt sich nicht so wirklich fest- stellen. Immerhin wurde der Strömungslauf so optimiert, dass der Niederländer bei Schmud- delwetter grundsätzlich wenig Verschmutzung der Spiegel und Seitenscheiben zeigt.

TROTZ SEINES ALTERS MUSS SICH DER XF NICHT VOR ACTROS & CO. VERSTECKEN

Bis auf ein paar Kilo Übergewicht sind dem XF am Ende kaum Vorwürfe zu machen. Klar gibt‘s

an einigen Punkten ein paar Korrekturwünsche – aber wo gibt‘s die nicht. Der technische Sprung, den Daf mit dem aktuellen Modell macht, ist in jedem Fall gelungen. Mit modernen Assistenz- systemen ausgestattet muss sich das Flaggschi aus Eindhoven nicht mal vor aktuelleren Kon- kurrenten à la Mercedes Actros oder Volvo FH verstecken – hat sogar im Gegenteil in manchen Punkten die Nase vorne. Wer den ganzen Tag im Truck unterwegs ist, legt nun mal mehr Wert auf Platz und komfortable Betten und weniger auf Aerodynamik und technische Gimmicks. Daf

hat das verstanden.

GG

Das LED-Licht verspricht War- tungsfreiheit. Das H7-Fernlicht reicht aber eben- falls aus
Das LED-Licht
verspricht War-
tungsfreiheit.
Das H7-Fernlicht
reicht aber eben-
falls aus
KABINE UND NACHTEINSATZ D as Super Space Cab zu kaufen, lohnt sich! 180 Li- ter

KABINE UND NACHTEINSATZ

D as Super Space Cab zu kaufen, lohnt sich! 180 Li- ter mehr Stauraum (gesamt:
D as Super Space Cab zu
kaufen, lohnt sich! 180 Li-
ter mehr Stauraum (gesamt:
870 l), mehr Kop reiheit in
den Betten (unten: 81; oben:
63 cm) sowie 2,1 Meter Steh-
höhe über dem kleinen
Motortunnel sorgen für ein
tolles Raumgefühl und viel
Platz fürs Gepäck. Die Betten
gehören zu den größten, die
man im Lkw nden kann.
Feder nger-Bettroste und
dicke Matratzen sorgen für
Schlafkomfort. Die aufpreis-
p ichtigen, Leder bezogenen
Was noch immer fehlt sind
passable Tassen- und Dosen-
halter am Fahrerplatz. Das
graue Interieur sieht nicht so
ansprechend aus. Die silbernen
Plastik-Intarsien wirken billig.
Die Instrumentierung kann
man bei seitlicher Sonnenein-
Klimasitze bieten hohen Sitz-
komfort – wenn der Chef sie
KABINENMASSE
denn kauft
Die Höhenarre-
(mm)
Kabine; L x B x H
2130 x 2245 x 2255
2100 x 810
tierung des oberen Bettes ist
gleichzeitig Handtuchhalter.
Bett unten; L x B
Bett oben; L x B
2000 x 700
Sitzverstellbereich, Höhe
140
Sitzverstellbereich,Tiefe
200
strahlung kaum noch ablesen.
Nachts muss man sie stark
dimmen, um die Instrumente
nicht im Spiegel zu sehen. Am-
biente-Innenlicht und Xenon-
Scheinwerfer sind verzichtbar.
Das Innenlichtkonzept erfüllt
die Grundanforderungen.
Lenkradverstellbereich, Höhe
80
Lenkradverstellbereich, Neigung
30°-50°
STAUFÄCHER
ABLAGEN
Inhalt in Litern (l)
Über Frontscheibe, r+l, mit Deckel
je 62,2
Unten, über Motortunnel
Länge x Breite (cm)
36 x 53
Über Frontscheibe, mittig, mit Deckel
Über Frontscheibe, mittig, offen
144,4
28,6
Oben, auf Armaturenbrett
Unter dem Bett, Schublade
70,6
Ausziehtisch
31 x 33-55
28 x 29
52,9 / 82,6
2 Kleiderhaken, Dosenhalter am unteren Bett,
Flaschenfach neben dem Fahrersitz, Flaschen-
halter in den Türtaschen, großer Aschenbe-
cher im Armaturenmittelteil, 24- und 12-Volt
Steckdose, drehbarer Punktstrahler über dem
Fahrer, Doppelleuchte über dem Fahrer, Rot-
licht für die Nacht
Unter dem Bett, links / rechts
Kühlschrank, Schublade
36,9
Schublade (unter Bett)
68,5
Bett unten, Kopfende / Rückwand
Bett oben, am Kopf-/Fußende
4,9 / 4,0
je 7,3
Türtaschen, r+l / überTüren
Unter dem Armaturenbrett
je 3,7 / je 5,1
7,1
Außenstaufach, rechts / links
163,8 / 49,1
Die Kabine bietet 2,1 Meter Höhe
/ links 163,8 / 49,1 Die Kabine bietet 2,1 Meter Höhe Schon das „kleine“ untere Bett
/ links 163,8 / 49,1 Die Kabine bietet 2,1 Meter Höhe Schon das „kleine“ untere Bett

Schon das „kleine“ untere Bett misst 2,0 mal 0,7 Meter

Meter Höhe Schon das „kleine“ untere Bett misst 2,0 mal 0,7 Meter Typisch Daf: der stabile

Typisch Daf: der stabile Ausziehtisch in der Mitte

26 Trucker 6/2015

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1.1.1 DAF XF FT

1.1.1 DAF XF FT DAS MEINEN UNSERE FACEBOOL-USER ZUM DAF Yves Z.: „Ich fahre seit Oktober
1.1.1 DAF XF FT DAS MEINEN UNSERE FACEBOOL-USER ZUM DAF Yves Z.: „Ich fahre seit Oktober

DAS MEINEN UNSERE FACEBOOL-USER ZUM DAF

Yves Z.: „Ich fahre seit Oktober einen. Davor hatte ich einen 105er. Für mich das Top-Auto!“

Davor hatte ich einen 105er. Für mich das Top-Auto!“ Mehr als 219.000 Fans hat der TRUCKER

Mehr als 219.000 Fans hat der TRUCKER bereits auf Facebook. Einfach auf www.facebook.com/ TruckerMagazin gehen und mitreden!

Andy D.:„Ist ein Top-Auto aber die Scheinwerfer hätten schöner ausfallen können.“

Felix T. : „Sicherlich ein gutes Auto, allerdings fand ich den Vorgänger besser mit seinen Eigenheiten wie dem stehenden Bremspedal.“

Dennis Sch.:„Fahre ihn seit Ostern als 510er. Einfach nur top!“

Robert W.:„Der Motor und die Übersetzung könnten besser sein. Gerade wenn´s mit Gewicht in die Berge geht kommen die Pferde- stärken nicht so raus wie sie sollten. Ansonsten ein ideales Fernverkehrsauto mit genug Platz und Komfort für den Fahrer.“

Frank F.: „Der Abstandstempomat könnte feinfüh- liger arbeiten, da ist der vom Daimler besser. Und die Außenstaufächer dürfte Daf ruhig an die Klappen anpassen. Ansonsten ist er okay. Was aber für mich der größte Aufreger ist, dass der Abstandsregeltempomat nicht mehr funktio- niert, wenn der Au ieger einen ABS-Fehler hat.“

Dietmar L. „Hab auch einen getestet! War leider nicht so zufrieden, die Elektronik war ständig am spinnen – war wie Weihnachten mit den Kontrollleuchten!“

Mike F.:„Solides Butter-und-Brot-Fahrzeug. Design etwas altbacken, ebenso die Kabine. Dennoch funktional. Man kann damit arbeiten.“

Andy F.: „Ich krieg bald einen und freu mich schon wie ein kleinen Kind! Musste leider die “

letzten zwei Jahre Daimler fahren

Fabian M.: „Wir testen gerade einen. Ist zwar ein 460er, aber bisher ist der Fahrer sehr zufrieden. Wenn wir einen Daf kaufen, dann wohl einen 460er oder den neuen 440er, weil vom Ver- brauch her besser.“

Pupappie:„Alles super, nur den Tempomat n- de ich nicht so gut. Nach dem Rollen lässt er auf 87 abfallen wenn man 89 km/h eingestellt hat. Erst dann beschleunigt er wieder.“

Dominik T.: Das Platzangebot im Cockpit nde ich sehr eng. Dafür ist das Bett erste Sahne. Das Getriebe machte bei meinem aber schon nach 20.000 km Schläge beim Runterschalten.“

-- 1313 --

nach 20.000 km Schläge beim Runterschalten.“ -- 1313 --   ÜBER DAS ALTER DES XF  
 

ÜBER DAS ALTER DES XF

 
   
   

28 Jahre alt, aber auf dem Stand

 

Länger als Daf hält kein anderer Lkw-Hersteller an einem Modell fest. 1987 schickten die Niederländer ihren damals brandneu entwickelten 95er ins Ren-

TRUCKER-Tester Jan Burgdorf
TRUCKER-Tester
Jan Burgdorf

nen. Und auf dessen tech- nischem Grundkonzept

baut 28 Jahre später auch noch der aktuelle XF auf. Was aber nicht heißt, dass der Daf nicht auf dem aktuellen Stand wäre. Im Gegenteil: Dank konsequenter Modellp ege über die Jahre wirkt der XF im- mer noch modern. Und nebenbei bietet der Niederländer Vorzüge, die viele Fahrer zu- recht schätzen.

AN EINIGEN DETAILS ERKENNT MAN DAS ALTER DES NIEDERLÄNDERS

 

Wie beispielsweise das breite Bett, das diesen Namen wirklich verdient, die zielgenaue Len- kung, ein großer, auch während der Fahrt leicht zu ö nender Kühlschrank oder die aus- gewogene Federungs-Abstimmung, die in al- len Beladungszuständen komfortabel bleibt. Und sollte der Chef zusätzlich noch die Super- Space-Cab-Kabine spendieren, gibt´s dazu noch Platz und Stauraum in Hülle und Fülle. Beim genaueren Hinsehen lässt sich das Alter des Daf allerdings nicht verleugnen. Drei Scheibenwischer waren in den 80ern up to Date, heute wirken sie einfach kurios. Und sind eben der schmalen Frontscheibe ge- schuldet, welche die Sicht nach vorne ein- schränkt. Was durch den wuchtigen Armatu- renträger, dessen Mittelkonsole weit in den Innenraum steht, noch verstärkt wird. Die be- rühmte, schlecht dosierbare, stehende „Brem- strittplatte“ verbannte Daf allerdings mit der 2012 durchgeführten Modellp ege. Wobei macher selbst das bedauert (siehe Facebook- Kommentare). Echte XF-Fans schätzen eben die Eigenheiten ihres Niederländers.

XF-Fans schätzen eben die Eigenheiten ihres Niederländers. Das Lederlenkrad bringt Wertigkeit in den XF  

Das Lederlenkrad bringt Wertigkeit in den XF

 
 

6/2015 Trucker

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„XF in XXL“ | Trucker

| 06/2015

TECHNISCHE DATEN

TECHNISCHE DATEN

TECHNISCHE DATEN Einfache, aber e ektive Technik mit Singleturbo Integrierter AdBlue-Tank unter der Kabine  
TECHNISCHE DATEN Einfache, aber e ektive Technik mit Singleturbo Integrierter AdBlue-Tank unter der Kabine  

Einfache, aber e ektive Technik mit Singleturbo

Integrierter AdBlue-Tank unter der Kabine

 

MOTOR

BREMSANLAGE

 

Wassergekühlter Sechszylinder-Reihenmotor; Singleturbolader mitWaste- gate, Ladeluftkühlung, vierVentile pro Zylinder, SCR-Abgasnach- behandlung, Abgasrückführung, Partikelfilter, Achtlochdüsen, Euro 6

Typ

Partikelfilter, Achtlochdüsen, Euro 6 Typ Hubraum Bohrung x Hub Verdichtung Einspritzung Nennleistung

Hubraum

Bohrung x Hub Verdichtung

Einspritzung

Nennleistung

PACCAR MX-13 375 12.900 cm3 130 x 162 mm

17,7:1

Common-Rail, EDC

Vorn Zweikreis-Druckluftbremsanlage mit Scheibenbremse, EBS Hinten Scheibenbremse, EBS

 

ABS, ASR, Lufttrockner, Laststeuerung über EBS-Elektronik, Feststellbremse durch Federspeicher auf die Hinterräder wirkend

Motorbremse

Retarder

Auspu klappe + MXEB (max. 350 kW bei 2300/min) ZF Intarder (Option)

 

LENKUNG

max. Drehmoment

510 PS (375 kW) bei 1425-1750/min 2500 Nm bei 1000-1425/min

380 350 320 2500 2300 290 2100 260 1800 1600 1100 1300 1500 1700 1900
380
350
320
2500
2300
290
2100
260
1800
1600
1100
1300
1500
1700
1900

Typ

Typ Übersetzung Lenkraddurchmesser TRWTHP80 19,1:1 450 mm

Übersetzung

Lenkraddurchmesser

TRWTHP80

19,1:1

450 mm

 

ELEKTRIK

Batterien

Lichtmaschine

Batterien Lichtmaschine 2 x 12V 230 Ah Drehstrom 28V/80A 6,2 kW LED (Fern-/Nebellicht H1) Anlasser Beleuchtung

2 x 12V 230 Ah Drehstrom 28V/80A 6,2 kW LED (Fern-/Nebellicht H1)

Anlasser

Beleuchtung

 

MASSE + GEWICHTE

 

Radstand L x B x H

Radstand L x B x H 3600 mm 5720 x 2550 x 3900 mm Leergewicht 7505

3600 mm 5720 x 2550 x 3900 mm

Leergewicht

7505 kg (fahrfertig, mit Fahrer)

 

FÜLLMENGEN

 

Motoröl

Motoröl 34,0 l (inkl. Filter) 430 l Diesel; 100 l AdBlue 31,0 l 19,0 l 11,0

34,0 l (inkl. Filter) 430 l Diesel; 100 l AdBlue 31,0 l 19,0 l 11,0 l

Tank

Kühl üssigkeit

Hinterachsöl

Getriebeöl

 

Die Charakteristik des MX-Motors – schon knapp über Leerlauf üppiges Drehmoment zur Verfügung zu stellen, hat sich auch mit Euro 6 nicht verändert. Das Getriebemanagement hält den 12,9

Liter großen Sechszylinder bewusst auf niedrigen Drehzahlen und setzt aufs hohe Drehmoment und niedrigen Verbrauch.

PREISE

( NETTO, HÄNDLERANGABEN )

Basispreis DAF XF PreisTestwagen

 

99.220,-

 

124.322,-

 

KRAFTÜBERTRAGUNG

Serienausstattung / Extras

Automatisierte Schaltung, ASR, Di erenzialsperre, Bremsomat, Hillholder, Zweikammer-Lufttrockner, verstärkter Luftpresser, Zusatzmotorbremse, dynamische Fahrwerksregelung (ECAS), Scheibenbremsen, Bordcomputer/

Kupplung automatisierte, elektropneumatisch betätigte ZF Sachs Einscheiben-Tro- ckenkupplung Typ MFZ430, 430 mm Durchmesser Getriebe AS-Tronic, synchronisiertes Dreigang-Grundgetriebe (ZF 12AS2540DD), Range- und Splitgruppe, 12 Vorwärtsgänge, 2 Rückwärtsgänge, ZF-Intar- der (3500 Nm; Option, nicht imTest-LKW verbaut) Spreizung Crawler: ohne Fahrgänge: 15,68 / 12,33 / 9,57 / 7,44 / 5,87 / 4,57 / 3,47 / 2,70 / 2,10 / 1,63 / 1,29 / 1,00 Rückwärtsgänge: 14,68 / 11,38 Hinterachse i=2,53

Diagnosesystem, Bugspoiler, Dachspoiler, el. Dachluke, el., Eco-Roll, Fen- sterheber, Hochdach, manuelle Klimaanlage, Komfortmatratzen (oben/ unten), Funkvorbereitung, Radiovorbereitung, beheizte und el. verstellbare Spiegel, Rahmenverkleidung, Side aps, Standheizung Luft, Sonnenrollos innen (vorne/seitlich), ZV m. Wegfahrsperre, Notbremsassistent (ab 1/16)

ADR-Ausstattung /Motornebenabtrieb Getriebenebenabtrieb /verstärkter Generator Batterietrennschalter / Beifahrersitz Komfort/Luxus Fahrer-Airbag / Lederausstattung /Tel.-Vorber. LED-Scheinwerfer (Abblendlicht) / Xenon-Fernlicht

1.620,- / ab 2.950,- ab 560,- / 215,- 385,- / 655,- / 1.045,- 635,- / 790,- / 470,- 1.390,- /

Empfohlen vom TRUCKER:

FAHRWERK

Alufelgen geschmiedet (7 Stück)

 

ab 1.790,-

Sicherheitspaket (mit: Xenon-Scheinwerfer mit Scheinwerferreinigungsan-

Vorn: starre Faustachse Daf 165N, Zweiblatt-Parabelfeder mit Stabi Hinten: einfach untersetzte Hypoidachse, DAF SR1347,Vierbalg-Luftfede- rung,Teleskopstoßdämpfer, Stabilisator, über Schaltmu e zuschaltbare Di erenzialsperre (Serie) Reifen (im Test): VA 315/70 R 22.5; HA 315/70 R 22.5; Goodyear Felgen (im Test): 9.00 x 22.5 Alu Alcoa Dura-Bright (Option; Serie: Stahl)

lage, adaptiverTempomat mit Frontkollisionswarner, Spurverlassenswar- nung“, MX-Motorbremse, Rückfahrwarnanlage, Seitenkamera mit Monitor

und Elektronische Stabilitätsregelung (VSC) Fahrer Komfort / Klimatronic / Kühlschrank StandheizungWasser / Komfortlagerung Kabine

 

12.060,-

790,- / 460,- / 1.200,- 640,- / 910,- = nicht lieferbar

-- 1414 --

/ 1.200,- 640,- / 910,- = nicht lieferbar -- 1414 -- KONKURRENZ IVECO STRALIS 440 S

KONKURRENZ

IVECO STRALIS 440 S 42 MAN TGX 18.560 Fahrerwertung 897 Fahrerwertung 924 Wirtschaftlichkeit 590
IVECO STRALIS 440 S 42 MAN TGX 18.560 Fahrerwertung 897 Fahrerwertung 924 Wirtschaftlichkeit 590
IVECO STRALIS 440 S 42 MAN TGX 18.560 Fahrerwertung 897 Fahrerwertung 924 Wirtschaftlichkeit 590
IVECO
STRALIS 440 S 42
MAN
TGX 18.560
Fahrerwertung
897
Fahrerwertung
924
Wirtschaftlichkeit
590
Wirtschaftlichkeit
570
Servicebewertung
377
Servicebewertung
357
Verbrauch (m. AdBlue) ltr. 24,6
Verbrauch (m. AdBlue) ltr. 25,7
Geschwindigkeit km/h
80,3
Geschwindigkeit km/h
81,2
Punkte
1487
Punkte
1494
Urteil
excellent
Urteil
excellent
1487 Punkte 1494 Urteil excellent Urteil excellent MERCEDES SCANIA ACTROS 1863 R 520 Fahrerwertung 921
1487 Punkte 1494 Urteil excellent Urteil excellent MERCEDES SCANIA ACTROS 1863 R 520 Fahrerwertung 921
MERCEDES SCANIA ACTROS 1863 R 520 Fahrerwertung 921 Fahrerwertung 894 Wirtschaftlichkeit 562 Wirtschaftlichkeit
MERCEDES
SCANIA
ACTROS 1863
R 520
Fahrerwertung
921
Fahrerwertung
894
Wirtschaftlichkeit
562
Wirtschaftlichkeit
548
Servicebewertung
352
Servicebewertung
365
Verbrauch (m. AdBlue) ltr. 26,9
Verbrauch (m. AdBlue) ltr. 27,5
Geschwindigkeit km/h
82,3
Geschwindigkeit km/h
81,6
Punkte
1483
Punkte
1442
Urteil
excellent
Urteil
sehr gut
1483 Punkte 1442 Urteil excellent Urteil sehr gut SPASSFAKTOR Sicher, schick und komfortabel Fahrwerk,

SPASSFAKTOR

Sicher, schick und komfortabel Fahrwerk, Bremsen und Lenkung des Daf sind klasse. Er bietet viel Langstrecken- komfort, ist – bis auf ein paar Windgeräu- sche – leise und o e- riert jede Menge Platz, große Betten und pas- sablen Stauraum für lange Touren.

große Betten und pas- sablen Stauraum für lange Touren. DAF XF 510 Design Temperament Handling Wellness

DAF XF 510

Design Temperament Handling Wellness Image Gesamt
Design
Temperament
Handling
Wellness
Image
Gesamt

= traumhaft = macht an = akzeptabel = könnte besser sein = langweilig

an = akzeptabel = könnte besser sein = langweilig TRUCKER-FAZIT Ausgereift und upgedated TRUCKER-Tester

TRUCKER-FAZIT

Ausgereift und upgedated

TRUCKER-Tester Gerhard Grünig
TRUCKER-Tester
Gerhard Grünig

Gemessen an Neulingen wie Actros oder FH schlägt sich der Niederländer wei- terhin tapfer. Daf spendiert ihm jetzt alle wichtigen technischen Neuerungen – wie Notbremsassistent oder GPS-Tempomat. Kom-

biniert mit den vorhandenen Tugenden – viel Platz, große Betten, guter Antriebsstrang – bleibt der XF „up to date“ und muss sich trotz des Alters der Kabine nicht verstecken.

1.1.1 DAF XF FT

1.1.1 DAF XF FT MESSWERTE • VERBRAUCH • GESCHWINDIGKEITEN • VERGLEICH Warum wir mit Referenz-Lkw fahren
1.1.1 DAF XF FT MESSWERTE • VERBRAUCH • GESCHWINDIGKEITEN • VERGLEICH Warum wir mit Referenz-Lkw fahren
1.1.1 DAF XF FT MESSWERTE • VERBRAUCH • GESCHWINDIGKEITEN • VERGLEICH Warum wir mit Referenz-Lkw fahren

MESSWERTE • VERBRAUCH • GESCHWINDIGKEITEN • VERGLEICH

Warum wir mit Referenz-Lkw fahren

Jeder Test wird von unserem 40-Tonnen-Refe- renz-Zug, einem MB Actros 1845 mit Kögel-Cur- tainsider, begleitet. Mit diesem Zug haben wir unter guten Bedingungen Verbrauchswerte er- fahren. Verändern sich die beim Test, wissen wir, dass der Testtruck andere Bedingungen hatte. Über das Verhältnis der Verschlechterung/Ver- besserung können wir die Werte der Test-Lkw auf eine einheitliche Basis beziehen. Vorteil: Unsere Daten sind vergleichbar. Wir nden es unseriös, Werte zu vergleichen, die ohne Referenz an ver- schiedenen Tagen unter wechselnden Bedingungen erfahren wurden. Den Test mit Re- ferenz-Lkw gibt es in der Fachpresse nur bei uns und er wird auch von der Industrie praktiziert – weil‘s am genauesten ist! AdBlue-Verbräuche sind anteilig in die Etappenergebnisse eingerechnet.

sind anteilig in die Etappenergebnisse eingerechnet. FAHRLEISTUNGEN IM VERGLEICH   Beschleunigung in sec

FAHRLEISTUNGEN IM VERGLEICH

 

Beschleunigung in sec

0-60

0-70

0-80

0-85

Daf XF 510

24,7

33,5

43,2

47,2

Bester Lkw im Test *1

20,9

27,0

33,0

36,0

Elastizität in sec

 

60-70

60-80

60-85

Daf XF 510

 

11,8

22,6

27,8

Bester Lkw im Test *1

 

5,1

11,1

15,0

*1: Scania R 730

GERÄUSCHMESSUNGEN IM VERGLEICH

 

Messung in

Motor an

85 km/h

85 km/h

Motor aus

dB(A)

Leerlauf

Dachluke zu

Dachlukeoffen

Fahrer/Bett

Daf XF 510

52

63

65

52/54

Bester im Test *3

50

61

65

56/57

 

Bergfahrt

Vollgas

Motorbremsbetrieb

Daf Xf 510

67

65

62

Bester im Test *3

62

62

60

*3: Scania R 480

Bester im Test * 3 62 62 60 *3: Scania R 480 Mit gutem Beispiel voran:

Mit gutem Beispiel voran: TRUCKER gleicht das CO 2 bei den Tests durch Zerti kate aus. Die Kom- pensation geht über Anbieter„Climate Partner“ in ein Windenergieprojekt. Das sind wir der Umwelt schuldig, auch wenn wir fahren, damit Sie sparen!

der Umwelt schuldig, auch wenn wir fahren, damit Sie sparen! Obere Fächer mit großen Deckeln aber

Obere Fächer mit großen Deckeln aber wenig Volumen

sparen! Obere Fächer mit großen Deckeln aber wenig Volumen SERVICE UND WARTUNG 150.000 km Ölwechselintervall verlangen

SERVICE UND WARTUNG

150.000 km Ölwechselintervall verlangen nach teurem Synthetik-Öl. Der Öl lter lässt

sich ohne große Tropfmengen tauschen.

Nachgefüllt wird über eine große, gut erreich- bare Einfüllö nung unter der unversperrten Frontklappe. Der Ölpeilstab sitzt direkt am Motor. Ein Diagnosesystem prüft so gut wie alle Flüssigkeitsstände. Nicht so gut: zum Lenköl nachfüllen muss man das Fahrerhaus in Wartungsposition bringen – wie auch zum Wechsel des Luft lters. Das Fahrgestell des Holländers ist wartungsarm. Mit AS-Tronic entfällt zudem die Kupplungshydraulik. Eine gute Idee: 2 x 7- und 1 x 15-polige Anschlüsse.

BEWERTUNG

Motor/Antrieb (max. 140)

116 116 102 35 18 50 40 41 
116
116
102
35
18
50
40
41

Sitze (max. 40)

Getriebe/Kupplung (max. 140) Bremsen (max. 120)

Armaturen/Instrum. (max. 50) Scheibenwischer (max. 30)

120) Armaturen/Instrum. (max. 50) Scheibenwischer (max. 30) 43 23 203 85 906 34 Lenkung (max. 40)

43

23

203

85

906

34

Lenkung (max. 40) Pedale (max. 20)

Fahrerhaus (max. 240)

Nachtbeurteilung (max. 100) erreichte Punkte:

Fahrverhalten (max. 60) Sicht (max. 50)

+
+

guter GPS-Tempomat; hoher Langstreckenkomfort; hohe Schaltgeschwindigkeit durch „Speed-Shift“; viel Stau- und Lebensraum, ; gute Ergonomie

kein ebener Boden; relativ schwer; altbackene Optik; langes Serviceintervall nur mit teuren Ölen; Multifunktions- lenkrad mit wenig Funktionen

FAHRER - WERTUNG GESAMT

906

WIRTSCHAFTLICHKEITSINDEX ( FAKTOR 5 )

580

Durchschnittsgeschwindigkeit

(2 x Verbrauch) + 0,25 x Leergewicht (kg/100)

Wertungspunkte (max. 1580)

1486

Urteil

excellent

(kg/100) Wertungspunkte (max. 1580) 1486 Urteil excellent VERBRAUCH UND GESCHWINDIGKEITEN DASIN G Die aktuelle

VERBRAUCH UND GESCHWINDIGKEITEN

DASIN G

Die aktuelle Trucker-Testrunde beinhaltet künftig eine Teilbeladungs-Etappe (Neufahrn - Landshut), die mit Referenz gefahren wird

NÜRNBERG A 3 A 9 A 93 INGOLSTAD T LANGENBRUCK AUTOBAHNKREUZ B 300 HOLLEDAU A
NÜRNBERG
A 3
A 9
A 93
INGOLSTAD T
LANGENBRUCK
AUTOBAHNKREUZ
B 300
HOLLEDAU
A 9
ALLERSHAUSEN
START
A 92
A 8
NEUFAHRN
A 99
MÜNCHEN

REGENSBURG

LANDSHUT

A9 Allershausen – 1 A93 Regensburg Tonnage: 40 t Autobahn medium 74,3 km l/100km: 25,7
A9 Allershausen –
1
A93 Regensburg
Tonnage:
40 t
Autobahn medium
74,3 km
l/100km:
25,7
km/h:
85,4

2 A3 Regensburg – Nürnberg

Tonnage: 40 t Autobahn hügelig 80,8 km l/100km: 30,8 km/h: 84,2
Tonnage:
40 t
Autobahn hügelig
80,8 km
l/100km:
30,8
km/h:
84,2

3 A9 Nürnberg – Langenbruck

Tonnage: 40 t Autobahn Rolletappe 100,2 km l/100km: 27,3 km/h: 85,9 B300 Langenbruck – 4
Tonnage:
40 t
Autobahn Rolletappe
100,2 km
l/100km:
27,3
km/h:
85,9
B300 Langenbruck –
4
Dasing
Tonnage:
40 t
Landstraße
50,5 km
l/100km:
28,9
km/h:
61,2
A8 Dasing – 5 A99/A92 Neufahrn Tonnage: 40 t Autobahn leicht 55,5 km l/100km: 23,9
A8 Dasing –
5
A99/A92 Neufahrn
Tonnage:
40 t
Autobahn leicht
55,5 km
l/100km:
23,9
km/h:
87,5
A92 Neufahrn –
6
Landshut – Neufahrn
Tonnage:
26 t
Autobahn leicht
108,5 km
l/100km:
21,4
km/h:
87,3

BERGWERTUNGEN

 
 

Steigung / Länge

Zeit

Gang bei 1/min

v min /v Start *

v max /v Start *

 

1 max. 5 %, 1,5 km

1,20 min

11

bei 1180/min

69

km/h

84* km/h

 

2 max. 6 %, 1,5 km

1,26 min

11

bei 1150/min

65

km/h

89* km/h

 

3 Kindinger Berg A9

3,44 min

11

bei 1200/min

68

km/h

84 km/h

*Bergwertung, die mit festgelegter Startgeschwindigkeit gefahren wird.

GESAMTERGEBNIS

km gesamt

l/100km:

km/h:

469,8 km

26,1

82,6

Klima/Lüftung (max. 50)

(maximale Punktzahl

1080)

Klima/Lüftung (max. 50) (maximale Punktzahl 1080) Riesige Klappe, aber kleine Staufachö nung 6/2015
Riesige Klappe, aber kleine Staufachö nung
Riesige Klappe, aber
kleine Staufachö nung

6/2015 Trucker 29

-- 1515 --

„Volles Programm“ | Fernfahrer | 10/2015

TRAUM-TRUCKS VOLLES PRO WENN LASTER IN LUXUS SCHWELGEN: FERNFAHRER LOTET AUS, WIE WEIT SICH PRESTIGE
TRAUM-TRUCKS
VOLLES PRO
WENN LASTER IN LUXUS SCHWELGEN: FERNFAHRER
LOTET AUS, WIE WEIT SICH PRESTIGE UND POWER
TREIBEN LASSEN.
TEXT I Michael Kern FOTOS I Karl-Heinz Augustin
2 2
FERNFAHRER 10 I 2015
FERNFAHRER 10 I 2015

-- 1616 --

1.1.1 DAF XF FT

FÜNF LUXUS-LASTER IM VERGLEICH

1.1.1 DAF XF FT FÜNF LUXUS-LASTER IM VERGLEICH TEST UND TECHNIK GRAMM DIE TEILNEHMER DAF XF

TEST UND TECHNIK

GRAMM

FT FÜNF LUXUS-LASTER IM VERGLEICH TEST UND TECHNIK GRAMM DIE TEILNEHMER DAF XF • MAN TGX

DIE TEILNEHMER

DAF XF • MAN TGX • Mercedes Actros • Scania R • Volvo FH16

3

FERNFAHRER 10 I 2015

-- 1717 --

„Volles Programm“ | Fernfahrer | 10/2015

TEST UND TECHNIK FÜNF LUXUS-LASTER IM VERGLEICH SPIEGLEIN, SPIEGLEIN AN der Wand: Wer ist der
TEST UND TECHNIK
FÜNF LUXUS-LASTER IM VERGLEICH
SPIEGLEIN, SPIEGLEIN AN der Wand: Wer ist
der Schönste im ganzen Land?

BLUE SILVER BEI MAN, vornehmes Mystic- Schwarz mit Perleffekt bei Volvo, Chilli Red und Klarlack bei Scania: Allein schon die Lackierung zeigt, dass sich zu diesem Ver- gleich eine besonders illustre Gesellschaft eingefunden hat. „Traum-Trucks“ lautet das Motto, unter dem hier fünf außergewöhnlich gut ausgestattete Lkw zusammengefunden haben.

DA IST DANN auch der Rahmen ein außerge- wöhnlicher. Der Flughafen im badischen Lahr zu Füßen des Schwarzwalds und die Straßen der Umgebung waren die Bühne, auf der sich jeder der fünf Probanden in Szene setzen konnte. Angesichts eines sol- chen Quintettes an Luxus-Lastern lief denn auch gleich das Wetter in einer Art und Weise zur Hochform auf, dass dieses exqui- site Treffen bei allen Teilnehmern als „die heißen Tage von Lahr“ so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird.

Ledersessel. Womöglich eine Standklimaan- lage obendrein. Außendran den einen oder anderen Schmuck wie verchromte Bügel hier und da, vielleicht noch eine extra Galerie an Lampen obendran. Und unters Blech gehö- ren natürlich eine automatisierte Schaltung sowie kräftig Pferdestärken.

JE GRÖSSER DER Luxus, desto mehr läppert sich da allerdings an Kosten und Gewicht zusammen. Schwindelfrei in dieser Hinsicht muss schon sein, wer die Ausstattungsleiter bis zur obersten Sprosse emporklettert. Knapp 10.000 Euro Mehrpreis laut Liste ste- hen zum Beispiel schon zu Buche, wenn’s bei Scania statt des Normalfahrerhauses CR19N die Topline-Variante samt Vollluftfe-

derung mit vier Bälgen hinten sein soll. Wer sich obendrein noch den stärksten aller V8 gönnt, bekommt damit auch gleich allerlei V8-Zierrat frei Haus geliefert.

DER AUFPREIS SUMMIERT sich dann aller- dings schon auf gut 28.000 Euro gegenüber der Basismotorisierung mit 410 PS. Und die Nutzlast schwindet um 750 Kilogramm. Da- mit sind die Pakete, die sich ordern lassen, aber noch gar nicht ausgeschöpft. Wer die Häkchen in dieser Richtung weiterhin fleißig setzt und richtig in die Vollen greift, blickt am Ende auf einen Kaufpreis von rund 142.000 statt 88.000 Euro beim Basisfahrzeug und das Fahrzeuggewicht legt von 6.960 auf 7.905 Kilogramm zu.

DARF ES ETWAS mehr sein? Beim Fahrerhaus zum Beispiel die besonders geräumige Va- riante sowie
DARF ES ETWAS mehr sein? Beim Fahrerhaus
zum Beispiel die besonders geräumige Va-
riante sowie gehobenes Mobiliar inklusive
EIN PAAR Dutzend Stau-
räume zu vermessen,
gehört zum Grundpro-
gramm eines ordentli-
chen Vergleichs.
AUCH IN Satin-Dunkel-
silber wirft der Volvo-
Grill hochwillkommenen
Schatten. Die Bank lädt
förmlich zu einem
Päuschen ein.

-- 1818 --

1.1.1 DAF XF FT

1.1.1 DAF XF FT ENDE DER FAHNENSTAN- GE: Mit 750 PS ist bei den heutigen Serien-Lkw
ENDE DER FAHNENSTAN- GE: Mit 750 PS ist bei den heutigen Serien-Lkw erst einmal Schluss.
ENDE DER FAHNENSTAN-
GE: Mit 750 PS ist bei den
heutigen Serien-Lkw erst
einmal Schluss.
HUT AUF: AB Werk liefert
DAF eine Dach-Stand-
klimaanlage.
BÜGEL DRAN: VOR der
Freigabe von speziellem
Zubehör wie Lampen-
bügeln stehen harte
Labortests.

KLEIDER MACHEN LEUTE:

EIN SCHNIEKER LKW IST SCHON WAS. ABER DIE SACHE KANN SCHWER INS GELD GEHEN

ES GILT ABER auch: Kleider machen Leute. Räder aus Alu zum Beispiel rechnen sich nur in den seltensten Fällen über einen Zugewinn an Nutzlast. Dass der Zug damit aber gleich ganz anders dasteht und dem Image des Unternehmens somit aufhilft, bringt eben auch Gewinn. Dass ein Fahrer mit einem Lkw, auf den er stolz ist, auch besonders sorgsam umgeht, liegt sowieso auf der Hand. Und dass sich eine umfangreiche Ausstattung mit allerlei Sicherheitssystemen bezahlt macht, bestreitet heute sicher nie- mand mehr.

ALPHABETISCH AUFGELISTET zeigt sich von DAF bis Volvo an den fünf Kontrahenten im Test auch gleich ein kleines Kuriosum. DAF, ganz vorn im Alphabet, war auch in anderer Hinsicht von allen fünf der Fixeste: Schon 1994 münzten die Holländer in Gestalt der Super Space Cab die neuen Vorgaben der Europäischen Union für das maximale Maß

der Ladelänge in ein verlängertes Fahrer- haus um.

LKW-BAUER MAN SCHÖPFTE mit dem TGA im Jahr 2000 als Zweiter die neuen Maße größt- möglich aus. Mercedes zog anno 2003 mit dem Actros 2 und einer halbseitig ausge- stellten Rückwand bedingt nach, nutzt den ganzen möglichen Umfang über die kom- plette Breite der Rückwand nun seit dem neuen Actros von 2011. Scania wiederum

konnte sich heute nicht durchringen, der Kabine etwas mehr an Länge zu spendie- ren. Wird das aber mit der kommenden Ge- neration, die bekanntlich in den Startlöchern steht, aber sicher tun.

UND VOLVO HÄTTE mit dem neuen FH Gele- genheit gehabt, in die Vollen zu greifen. Blieb aber aus unerklärlichen Gründen rund 25 Millimeter hinter dem zurück, was theoretisch möglich gewesen wäre.

40 GRAD, KEIN Schatten weit und breit. Da wird die Wasserflasche zum wichtigsten Requisit. ALLES
40 GRAD, KEIN Schatten weit und breit. Da wird
die Wasserflasche zum wichtigsten Requisit.
ALLES SO SCHÖN rund hier: Die Rückfahr-
kamera des Volvo FH zeigt die Welt aus Fisch-
augen-Perspektive.
DIE SCANIA-SMARTWATCH ZEIGT, was für eine
Stunde es beim Verbrauch geschlagen hat.
5
FERNFAHRER 10 I 2015

-- 1919 --

„Volles Programm“ | Fernfahrer | 10/2015

TEST UND TECHNIK

DAF

FÜNF LUXUS-LASTER IM VERGLEICH

ZURÜCK ZUR NUMMER eins im Alphabet: DAF mit Super Space Cab. So schnell die Hollän- der die Gelegenheit beim Schopfe griffen, allen anderen beim Fahrerhausvolumen da- vonzueilen, so schwer taten sie sich aber, sich von der – bis auf die 80er-Jahre zurück- gehenden – Grundkabine des heutigen XF zu trennen.

ALLERDINGS KAM MIT Euro 6 nicht nur eine neue Tür, sondern auch ein neues Chassis und Finessen wie der LED-Frontscheinwer- fer, mit dem die Holländer bis heute einzig- artig dastehen. Und jüngst erst brachte DAF eine weitere Reihe an Verbesserungen, die sich als „Transport-Efficiency-Programm“ außen in Gestalt von neuen Spoilern und Fendern bemerkbar machen. Unterm Blech

spendierten die Holländer ihrem MX-Motor einen neuen Turbo sowie eine neue Nocken- welle, feilten an der Einspritzung (Multipoint) und legten Hand ans Öl-Management an.

VOM RAUMANGEBOT HER gehört die Super Space Cab noch immer zu den Top-Fahrer- häusern Europas. Erst recht ein Meister ihres Fachs ist die Super Space Cab beim Angebot an Schränken, Fächern und Truhen. Es ist fast schon genial, was sich im Kellergeschoss des DAF alles unterm Bett verstauen lässt. 820 Liter geschlossenen Stauraums sind insge- samt geboten – geschickt verteilt und durch- dacht obendrein. Die Hängeschränke über der Front sind überall dort, wo der Fahrer sich aufrichten können muss, etwas eingezogen. Das kommt der Bewegungsfreiheit zugute. Im

mittleren der Hängeschränke, der etwas aus- kragt, findet locker eine Mikrowelle Platz. Das Schrankabteil linkerhand, also vor dem Fah- rersitz, liefert DAF auf Wunsch auch mit einem Safe, wie er aus vielen Hotels bekannt ist:

Vierstellige Nummer der Wahl als Code ein- tippen – und schon sind die Wertsachen hin- ter Schloss und Riegel.

AB WERK LIEFERBAR und beim Krabbeln durchs Fahrerhaus während der heißen Tage von Lahr außerdem ein Segen: die Kompres- sor-Standklimaanlage von Dirna. An prakti- schen Extras hat der DAF aber noch einiges mehr zu bieten. Da wäre zum Beispiel ein kleiner Staubsauger mit Anschlus unter der Liege, der den Dreck nicht wie eine Luft- pistole aufwirbelt, sondern schluckt. Da wäre ferner eine 220-Volt-Steckdose. Und da wäre bei den Sicherungen eine spezielle Vorrich- tung zu finden, die gleich zwei SIM-Karten aufnimmt: So lassen sich private und dienst- liche Gespräche sauber trennen.Sonst prägt

DIE AUSSENSTAUFÄCHER LASSEN nicht so recht ahnen, wie viel geschlossener Stauraum insgesamt in so einem
DIE AUSSENSTAUFÄCHER LASSEN nicht so recht
ahnen, wie viel geschlossener Stauraum insgesamt
in so einem DAF XF mit Super Spave Cab steckt.
SICHERE BANK: Einen Safe wie im Hotelschrank
gibt’s bei DAF im Einbauschrank oben links.
DIE NEUE EINSPRITZUNG verleiht dem MX13-Motor
eine bessere Laufkultur denn je.
DIE GRUNDFESTEN DER Super Space Cab stammen
noch aus den 80er-Jahren. DAF hat sie aber kon-
sequent auf der Höhe der Zeit gehalten.

-- 2020 --

1.1.1 DAF XF FT

1.1.1 DAF XF FT DIE GROSSE HORIZONTALE Ablage mittig oben ist eine Erfindung von DAF und
DIE GROSSE HORIZONTALE Ablage mittig oben ist eine Erfindung von DAF und bis heute ein
DIE GROSSE HORIZONTALE Ablage mittig oben ist
eine Erfindung von DAF und bis heute ein
Charaktristikum des XF.
ZUR LINKEN WIE zur Rechten eingezogene
Schränke erhöhen die Bewegungsfreiheit.
DER AUSZIEHTISCH IN der Mitte ist so stabil, dass
auch Schwergewichte darauf locker Platz nehmen
können.
DIE FAHRBARE KÜHLBOX unterm Bett ist eine DAF-
Idee, die schnell Nachahmer fand.

solider Pragmatismus die Innenarchitektur der Super Space Cab mit ihrem weit ausla- denden Mittelteil der Armaturen. Was nicht heißen soll, dass DAF nicht auch erfinderisch zu Werke gehen kann. Die große horizontale Ablagefläche mittig auf den Armaturen ist zum Beispiel eine später fast überall ko- pierte Erfindung der Holländer.

GENAUSO VERHÄLT ES sich mit der auszieh- baren Box unterm Bett, mit der ebenfalls DAF als erster Hersteller kam. Beim Bett selbst finden sich im DAF die dicksten Matratzen überhaupt. Rund 15 Zentimeter stark trägt der Kaltschaum der unteren Liege auf, die zudem ihrerseits raffiniert gebettet ist. Spe- zielle Pads bewirken, dass Luft darunter zir- kulieren und somit Feuchtigkeit ableiten kann. Äußerst praktisch für den müden Krie- ger ist zudem die an der Rückwand ange-

220

Volt

AUS DER DOSE

sind nur beim DAF zu haben. Die dicksten Matratzen mit einer 15 Zentimeter starken Lage Kaltschaum hat die Super Space Cab des XF obendrein.

brachte Schale mit ihrem integrierten Zwölf- Volt-Anschluss. Pfiff hat die Nobel-Möblierung des hier beschriebenen XF 460 dennoch, die sich auf drei farbliche Elemente stützt:

Orange, Anthrazit und hell glänzende Blen- den, die den noblen Flair gebürsteten Alumi- niums verbreiten. Leder als Augenschmaus verwendet DAF sowohl beim von doppelten Nähten geprägten Sitz als auch beim Lenk- rad sowie in der Türfüllung. Und auch der Ohrenschmaus kommt nicht zu kurz: Die Anlage kommt vom bekannten Hersteller Visaton und lässt in puncto Klang dank Sub- woofer unterm Bett bis in die tiefsten Lagen keine Wünsche offen.

LEDER IN ORANGE und Anthrazit, dazu ein Flair von gebürstetem Aluminium: So sieht die Top-Ausstattung
LEDER IN ORANGE und Anthrazit, dazu ein Flair
von gebürstetem Aluminium: So sieht die
Top-Ausstattung beim Super Space Cab aus.
PRAKTISCHER ALS DIE übliche Luftpistole, die
den Staub bloß aufwirbelt: Der als Zubehör
erhältliche Staubsauger für den DAF.
7
FERNFAHRER 10 I 2015

-- 2121 --

„Volles Programm“ | Fernfahrer | 10/2015

TEST UND TECHNIK

FÜNF LUXUS-LASTER IM VERGLEICH

MAN

DAS GILT ALLERDINGS auch für den MAN in XXL-Version, der ebenfalls mit einem gewal- tigen Tieftöner unterm Bett bestückt ist. Doch schon beim Bett hören bei der Nummer zwei in der alphabetischen Reihenfolge, also dem MAN, die Gemeinsamkeiten mit dem DAF ganz schnell wieder auf. Statt auf Pads lagert die untere MAN-Liege zum Beispiel auf einem echten Lattenrost. Und bietet beim Holländer nur der Mittelteil der unteren Liege die stattliche Breite von 800 Millimetern, so sind beim Bayern ungefähr 760 Millimeter Liegenbreite fast durchgängig geboten. Nur am Kopfende fahrerseitig gibt es an der Rückwand eine kleine Aussparung.

ÜPPIG BEMESSEN IST bei MAN übrigens auch die obere Liege. Sie hat exakt 680 Millimeter Breite – ebenfalls durchgängig – zu bieten.

Und ist auch während der Fahrt nutzbar, da sie in ausgeklapptem Zustand mit dem Pilo- ten hinterm Volant nicht ins Gehege kommt.

WAS DIE STÄRKE der unteren Matratze angeht, greift MAN zwar nicht so in die Vollen wie DAF, fährt aber Hightech auf. Exakt 90 Millimeter stark ist die mit sieben verschiedenen Härte- zonen versehene Luxusmatratze im TGX, die ebenfalls aus Kaltschaum besteht und einen wasch- und wechselbaren Grundbezug ihr Eigen nennt. Apropos Zonen: Auch der Lat- tenrost der MAN’schen Liege arbeitet mit fünf Zonen unterschiedlicher Härte.

SO ÄHNLICH SICH MAN und DAF bei der kon- sequenten Ausnutzung jedes Millimeters des verfügbaren Kubus der Kabine sind, so grundverschieden ist aber die Philosophie

der Innenarchitektur. Herrscht bei den Arma- turen des DAF eine gewisse Opulenz, so steht ihre Architektur bei MAN ganz im Zei- chen schlanker Linie. Sie schmiegen sich so eng an die Frontlinie an wie in keinem ande- ren Lkw.

DAS ERST MACHT zum Beispiel den Weg frei für ein nahezu durchgängig mit gleicher Brei- te ausgestattetes Bett hinten. Und genau das verschafft dem MAN – die fast schon an ei- nen Bus erinnernde hohe Frontscheibe trägt ein Übriges dazu dabei – sein einzigartiges Raumgefühl. Lichtdurchflutet wie keine zwei- te Lkw-Kabine ist die hohe Kuppel, von der aus der MAN-XXL-Fahrer seine Bahn ins Visier nimmt.

HINTER DER TRADITIONELL schlanken und geradlinigen Innenarchitektur des MAN steckt freilich auch eine gewisse produktpo- litische Notwendigkeit. Da auch stark im Nahverkehr vertreten, war der MAN ein guter Durchstieg zur Seite schon immer wichtig.

SCHLANKE LINIE BEI der Flucht der Armaturen: Das ist das architektonische Prinzip, dem der Innenraum
SCHLANKE LINIE BEI der Flucht der Armaturen:
Das ist das architektonische Prinzip, dem der
Innenraum des TGX folgt.
BRILLENFACH ODER DIE Dachschränke samt
Galerie darunter – der Stauraum im TGX ist klar
strukturiert.
AN KOMFORT À LA BUSFAHRT erinnert beim MAN
nicht nur die riesengroße Panoramascheibe, son-
dern auch die kleine beifahrerseitige Fußstütze.
AUF INSGESAMT FÜNF Ebenen siedeln Ablagen
mittig im MAN-Armaturenträger. Direkt neben dem
Fahrersitz klappt bei Bedarf ein Tischchen aus.
Ablagen mittig im MAN-Armaturenträger. Direkt neben dem Fahrersitz klappt bei Bedarf ein Tischchen aus. - -
Ablagen mittig im MAN-Armaturenträger. Direkt neben dem Fahrersitz klappt bei Bedarf ein Tischchen aus. - -
Ablagen mittig im MAN-Armaturenträger. Direkt neben dem Fahrersitz klappt bei Bedarf ein Tischchen aus. - -

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1.1.1 DAF XF FT

1.1.1 DAF XF FT SONOR IM KLANG, spontan im Antritt: 15,2 Liter Hubraum wandelt der MAN
SONOR IM KLANG, spontan im Antritt: 15,2 Liter Hubraum wandelt der MAN TGX souverän in
SONOR IM KLANG, spontan im Antritt: 15,2 Liter
Hubraum wandelt der MAN TGX souverän in
Vortrieb um.
ZWEISTUFIG SIND BEIM neuen D38-Motor von MAN
sowohl die Turboaufladung als auch die Abgas-
rückführung ausgeführt.
FEINSTE MATERIALIEN SOWIE große Sorgfalt beim
Bettenkonzept kennzeichen den TGX: Siebenzo-
nige Matratze auf einem Lattenrost mit insgesamt
fünf Härtezonen ist geboten.

Und weil die Grundkabine bei MAN über alle Reihen (Leichte, Mittlere und Schwere) nun seit dem TGA stets die gleiche ist, kam etwas anderes als solch ein schlankes Konzept erst gar nicht groß in Frage.

SO KOMMT ES, dass die Armaturen des TGX im hier verglichenen Feld den am wenigsten ausgeprägten Cockpit-Charakter haben. An negativen Folgen für Ablagen um den Fahrer herum ist dennoch wenig zu spüren. Denn die MAN hat dieses Manko, das dem TGA selig doch stark anhaftete, bei den 2007 vor- gestellten Reihen TGX und TGS geschickt ausgebügelt.

DA FÄCHERN SICH nun gleich zwei Schubla- den mittig oberhalb des Motortunnels empor, die nur zwei Dinge über sich haben: direkt anschließend ein ausklappbares Geschoss mit Aschenbechern, die diesen Namen ver- dienen. Und eine Etage drüber eine horizon- tale Ablage mit Becherhaltern, die durch ein weiteres Plateau oben auf dem Armaturen- träger ergänzt wird.

WEM DAS TROTZ Brillenfachs rechts vom Volant und einer kleinen Schatulle in der

Armauflage noch nicht genügt, der kann zusätzlich zu einer flächendeckenden Zube- hör-Breitbandlösung wie im Testwagen vor- handen greifen, dessen Expansionsdrang dann erst die rechte A-Säule stoppt.

VON HAUS AUS bei den Tapeten mit all den feinen Materialien ausgestattet, die der Kon- zern sonst für keinen Geringeren als den Audi 6 hernimmt, lässt sich beim TGX aber

2.700

Nm

BEI 930 U/MIN

Kein anderer Motor erreicht sein maximales Drehmoment bei so niedriger Drehzahl wie der neue D38 von MAN, der mit zweistufiger Aufladung arbeitet.

-- 2323 --

trotzdem noch eine Schippe drauflegen. In der Kategorie Lack und Leder bedeutet das:

Außen in vornehmem Silver-Blue lackiert so- wie durch metallisch Funkelndes an Parterre, Treppenhaus und Dach veredelt, sind die Hingucker innendrin: lederverkleidete Halte- griffe am Einstieg, Carbon-Look-Zierstreifen, Leder in der Türinnenverkleidung sowie an- thrazitfarbenes Leder mit gelben Nähten am Luxussitz, der an Rückenlehne und Sitzflä- che klimatisiert ist.

EINEN STOCK TIEFER schlägt als Löwenherz standesgemäß der neue 15,2-Liter-Motor der MAN. 560 PS sind das Maximum dessen, was es für den gewöhnlichen Lkw gibt, da die 640-PS-Variante den Schwerlast- zugmaschinen vorbehalten ist. Mit jenen 2.700 Nm maximalen Drehmoments, die die- ses 560-PS-Aggregat mit seinen zwei hinter- einandergeschalteten Turboladern schon bei 930 U/min von der Leine lässt, brennt aber bei 40 Tonnen ganz bestimmt nichts an. Der Motor spricht auch bei solch niedrigen Tou- ren äußerst spontan an und arbeitet mit sonorem, gefälligem Klang. Fazit zum MAN also: Altmeister mit topfittem Herz-Kreislauf- System.

„Volles Programm“ | Fernfahrer | 10/2015

TEST UND TECHNIK

MERCEDES

FÜNF LUXUS-LASTER IM VERGLEICH

MERCEDES HAT WIEDERUM – auf die vergan- genen 20 Jahre gesehen – einen regelrech- ten Modellwechsel-Marathon hingelegt. Bei so viel Anlauf kam Sehenswertes raus. Big Space oder Giga Space? Beide verfügen über einen ebenen Boden und sind mit Aus- nahme des Dachaufsatzes identisch. Der macht den Unterschied zwischen 1.922 (Big Space) und 2.072 Millimeter (Giga Space) Stehhöhe innendrin. Da auch die Schränke unter Fahrzeugstirn bei Giga Space volumi- nöser ausfallen, gibt’s dort obendrein ein kleines Plus an Stauraum.

UNTER DEM MOTTO „Schöner Wohnen“ hat sich Mercedes eine Art Wohnzimmer-Varian-

te beim Fahrerhaus des Actros einfallen las- sen, die einzigartig ist. „Solo Star“ nennt Mercedes die Variante mit beifahrerseitig im Eck platziertem Sessel, der den Fahrer förm- lich dazu einlädt, die Füße ordentlich hochzulegen.

TROTZ ECKSESSEL GIBT es im Solo-Star-Act- ros unten auch ein echtes Bett. Die Rücken- lehne des Sessels eingeklappt und das an der Rückwand fixierte Klappbett in die Hori- zontale gebracht, verwandelt sich das Kaf- feehaus in ein Schlafgemach, das es in sich hat: Das eine ist ein fahrerseitig aufstellbares Kopfteil der Liege. Das andere wäre eine Art Notebookhalter zum Einstecken in die bei-

wäre eine Art Notebookhalter zum Einstecken in die bei- fahrerseitige Flanke, das somit einen Hauch von

fahrerseitige Flanke, das somit einen Hauch von Kino in die gute Stube bringen kann.

DIE BETTEN – es handelt sich bei der High- End-Version um siebenzonige Kaltschaum- matratzen von 110 Millimeter Stärke – unter- füttert das Werk mit einem Abstandsgewebe, das der Lüftung wie Federung zugleich

LICHTER DES BROADWAY: Die neue Design- beleuchtung umkurvt die Dachluke und hat ein ausgesprochen schillerndes
LICHTER DES BROADWAY: Die neue Design-
beleuchtung umkurvt die Dachluke und hat ein
ausgesprochen schillerndes Wesen.
MATTSCHWARZ UND SILVER Shadow: High-End-
Innenausstattung beim Mercedes-Actros.
FÜR STROMHUNGRIGE KAFFEEMASCHINEN gibt es
als sinnvolles Zubehör den sogenannten
Powerstecker.
MASSAGEFUNKTION BEIM SITZ: Eines der Extras,
mit denen der Actros bis heute konkurrenzlos ist.
IN DUNKLEN FARBTÖNEN ist der Fahrer-
arbeitsplatz des Actros gehalten, der Freizeit-
und Dienstabteil konsequent trennt.
10 FERNFAHRER 10 I 2015

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1.1.1 DAF XF FT

1.1.1 DAF XF FT AUFKLAPPBARES BETT-KOPFTEIL, einsteckbarer Laptop-Halter: Was will man mehr? ZU TISCH: Gleich drei
AUFKLAPPBARES BETT-KOPFTEIL, einsteckbarer Laptop-Halter: Was will man mehr? ZU TISCH: Gleich drei Stück gibt‘s im
AUFKLAPPBARES BETT-KOPFTEIL, einsteckbarer
Laptop-Halter: Was will man mehr?
ZU TISCH: Gleich drei Stück gibt‘s im
Solo-Star-Actros, den Zubehör-Stecktisch für die
Mitte mitgerechnet.
BIG SPACE in vollem Ornat: Der Riesenstern ist als
Zubehör erhältlich und kostet 125 Euro pro Flanke.
als Zubehör erhältlich und kostet 125 Euro pro Flanke. 10 Grad NIVELLIERBAR ist die obere Liege

10

Grad

NIVELLIERBAR

ist die obere Liege des Mercedes Actros in der Längsachse des Fahrzeugs. Eine intergrierte Wasserwaage weist den Weg zur perfekten Horizontalen.

dient. Wobei die obere Liege (mit integrierter Wasserwaage) auf der Längsachse des Fahrzeugs um maximal zehn Grad nivellier- bar ist. Mercedes gehört zusammen mit MAN und Volvo zu den Herstellern, die eine integrierte Standklimaanlage anbieten. Ge- genüber den Dachklimaanlagen hat dies den Vorteil, dass die kühle Brise breitflächig aus den eh schon vorhandenen Düsen der Fahrzeugklimatisierung strömen kann. Die Sache kostet aber etwas Platz. Ist für dieses Extra doch der fahrerseitige untere Außen- stauraum des Actros geopfert. Besserung ist in Sicht: Bald soll eine neue Anlage kommen, die statt auf bisher üblichem Eisblock auf Kompressor setzt und mehr Spielraum beim Stauraum lässt.

SCHON IMMER EIN Freund von Design- beleuchtung, setzt Mercedes auch da bald noch einen drauf. In den Testwagen einge- baut war schon der Prototyp einer neuen

-- 2525 --

Lichtleiste um das Schiebedach herum, die in allen Farben des Regenbogens zu schil- lern imstande ist.

NUR EIN KURZER Auszug all der Extras, die unser Actros 1851 sonst noch drinnen auf- fährt: mattschwarze Materialien, zudem Mas- sagesitz mit Alcantara-Bezug, Powerstecker für Stromfresser wie Mikrowellengeräte, Kaf- feemaschine, als mobiles Fitnessstudio das Top-Fit-Set. Auch beim Exterieur hat der 1851 einen tiefen Griff in die große Schmuck- schatulle getan, den Mercedes auf unzähli- gen Seiten auflistet. Um nur ein paar präg- nante Elemente zu nennen: Stern-Dekorfolie seitlich, Chromlamellen an der Front, Edel- stahl-Kiemen in der Seitenverkleidung und, und, und – da darf’s bei der Motorisierung gern eine Nummer kleiner sein. 510 PS sind schließlich so schlecht nicht. 13 statt 16 Liter Hubraum heißen eben auch drei Zentner we- niger an Eigengewicht.

FERNFAHRER 10 I 2015

11

„Volles Programm“ | Fernfahrer | 10/2015

TEST UND TECHNIK FÜNF LUXUS-LASTER IM VERGLEICH SCANIA DER KLASSIKER: Das von Aldo Sessano entworfene
TEST UND TECHNIK
FÜNF LUXUS-LASTER IM VERGLEICH
SCANIA
DER KLASSIKER: Das von Aldo Sessano entworfene
Scania-Cockpit kam schon Ende der der 80er-
Jahre und steht seit eh und je für Fahraktivität der
Extraklasse.
DER INBEGRIFF FÜR tollen Sound und Laufkultur: Mit
dem 16,4 Liter großen V8 hält Scania als letzter
Hersteller die Tradition der V-Motoren aufrecht. Und
fährt damit sehr gut.
EIN SCHWEDE IM Schwarzwald: Dort sind die Stei-
gungen zu finden, auf denen der stärkste aller
Scania-V8 so richtig in seinem Element ist. Wie
auch immer er zu schuften hat: Innendrin in der
Topline-Kabine geht es in jeder Lebenslage
bemerkenswert leise zu.

SICH UNTER DEM schnöden Aspekt der Nutz- last nun aber dem Phänomen Scania R730 zu nähern, das könnte in manchen Augen schon an Frevel grenzen. Mit 1.420 Kilo- gramm Eigengewicht (trocken) ist diese 16,4-Liter-Maschine noch einmal knapp vier Zentner schwerer als das 16-Liter-Aggregat mit dem Stern auf den Zylinderköpfen. Es gehört der V8 aber nun einmal zu Scania wie das Amen zum Gebet. Unter Imagegesichts- punkten dürfte gar er das Kostbarste sein, was die Schweden ihr Eigen nennen.

SEIT MERCEDES UND MAN dem V8 mit Euro 6 Adieu gesagt haben, steht er ganz allein da in der Welt des Lkw. Hat aber mit dem D38 von MAN unterm Dach des VW-Konzerns ge- rade eben schon eine Art Konkurrenz bekom- men, mit der in Nordamerika zum Beispiel mehr Staat zu machen sein wird als mit einem V8, den der auf simple Lösungen versessene Rest der Welt inklusive Japans gar nicht brau- chen kann. Am Ende wird es für den Konzern

12 FERNFAHRER 10 I 2015

V8

Motor

16.400 CM³

Heute steht Scania mit seinen acht Zylindern in V-Form einzigartig, aber auch ganz allein da. Es sind die kurzen Zündabstände des V8, die den Unterschied beim Klang machen.

EIN BLICK AUF die Uhr: „Black Griffin“ nennen die Schweden den Bordcomputer fürs Handgelenk.

-- 2626 --

auf die schlichte Frage hinauslaufen, ob der Schaden beim Einstampfen des V8 nicht grö- ßer werden könnte als der Nutzen. So eng ist der Name Scania nun einmal mit diesen acht Zylindern in V-Form verknüpft, die eben schon akustisch ein Fahrerlebnis der besonderen Art bieten. Der seidenweiche Lauf und typi- sche V8-Klang sind eben einzigartig. Dass die acht Zylinder da drunten im Maschinen- raum so herrlich rund laufen, hat seine Ur- sache in den kurzen Zündabständen, die typisch für einen Achtzylinder sind.

raum so herrlich rund laufen, hat seine Ur- sache in den kurzen Zündabständen, die typisch für

1.1.1 DAF XF FT

ÜBER SINN UND Unsinn von 730 PS und 3.500 Nm ist schon viel diskutiert worden, ließe sich auch munter weiterstreiten. Klar ist, dass es damit die Berge im Expresstempo raufgeht, dass Schaltungen und somit Zugkraftunter- brechungen an handelsüblichen Steigungen Mangelware sind. Fest steht auch, dass sol- che Maschinen weniger in Stress geraten – somit Fahrzeuge dieser Art später auch wie- der etwas von den Mehrkosten einspielen, mit denen sie anfangs zu Buche schlagen.

DIE V8-KARTE IST ein Trumpf, den Scania seit jeher gekonnt ausspielt. Beim R730 funkelt zum Beispiel gleich einmal zusätzlich das V8- Emblem auf der Fahrerseite unten im Grill, der seinerseits in einer besonderen Lackierung namens Schwarz-Brillant vorfährt. Für die Seitenverkleidung gibt’s einen Chromstreifen sowie weiteres V8-Logo. Modellschilder und Lufteinlässe blinken chromfarben. Auch das Auspuffendrohr hat beim V8 eine besonders markige Gestalt. Beim Interieur setzt sich die Huldigung mit einer Flut an weiteren V8-Sym- bolen fort. Zusätzliche Elemente, um bei der Ausstattung weiter aufzustocken, hält Scania

um bei der Ausstattung weiter aufzustocken, hält Scania EIN TISCHLEIN IN Ehren: Vorm Beifahrersitz klappt im

EIN TISCHLEIN IN Ehren: Vorm Beifahrersitz klappt im Scania eine moderate Zusatztafel aus.

sowohl ab Werk als auch unter der Rubrik Zubehör reichlich in petto. Als werksseitig lieferbar im Chilli-Red-Dress vorgefahrenen R730 zum Beispiel vertreten: Lederpaket V8 schwarz mit Ledersitz sowie ebenfalls schwarzem Leder bei Abdeckung des Motor- tunnels und in der Türverkleidung, aus der –

des Motor- tunnels und in der Türverkleidung, aus der – zur Abwechslung – auch mal das

zur Abwechslung – auch mal das Greif- Symbol herübergrüßt. Ein sogenanntes Pres- tigepaket umfasst zudem Doppelglas in den Türfenstern, Klimatisierung im Sitz sowie den beifahrerseitigen Klapptisch und das Abla- geensemble an der Seitenwand hinten.

TOPPEN LÄSST SICH all dies noch mit dem Scania-Fahrerpaket. Dazu gehören der neue Recaro-Premium-Sitz, Lederlenkrad und Premium-Radio. Subwoofer-Ausbau der Mu- sikanlage führt Scania nicht im Programm, kann aber in Gestalt einer auf mittig knapp 900 Millimeter Breite ausziehbaren unteren Liege als besonderes Schmankerl mit der breitesten Liegestatt im Feld dienen.

APROPOS GREIF: Unter der Bezeichnung „Black Griffin“ („Schwarzer Greif“) hat Scania eine auf 999 Exemplare limitierte Smart Watch aufgelegt, die auch als eine Art Bordcomputer fürs Handgelenk fungiert und über Lenk- so- wie Ruhezeiten ebenso Auskunft gibt wie über den Verbrauch oder Pegelstand im Tank. Das Ding ging weg wie warme Semmeln und ist schon längst ausverkauft.

SEIT EINIGER ZEIT sind die Außenstaufächer des Scania jetzt mit Öffnungen versehen, die diesen Namen
SEIT EINIGER ZEIT sind die Außenstaufächer des
Scania jetzt mit Öffnungen versehen, die diesen
Namen auch verdienen.
UNTERM DACH SITZEN drei geschlossene Abteile
sowie eine offene Galerie.
DAS NETZ AN der Rückwand ist serienmäßig, die
Ablagen an der Flanke gibt es optional.
WAS SICH BEIM Scania mittig vorn und hinten aus-
ziehen lässt, fasst nicht so furchtbar viel.

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FERNFAHRER 10 I 2015

13

„Volles Programm“ | Fernfahrer | 10/2015

TEST UND TECHNIK

FÜNF LUXUS-LASTER IM VERGLEICH

VOLVO
VOLVO

GANZ GROSSES KINO haben beim FH 16 der Triebstang im Allgemeinen und der 750-PS- Motor im Besonderen zu bieten. Volvo geht mit sechs Zylindern in Reihe sogar noch einen Tick weiter als Scania mit acht Töpfen in V-Form. Mit seinen maximal 3.550 Nm Drehmoment und dieser exorbitanten Leis- tung hängt der stärkste aller FH16 Thors Hammer noch einmal ein Stückchen höher als der V8 von Scania.

MAG SEIN SOUND auch nicht die Faszination des V8 erreichen, läuft er doch außerge- wöhnlich sonor – und schaltet I-Shift in erle- sener Qualität. Und für die weiteren Prezio- sen, die beim neuen FH von Volvo unterm Blech erhältlich sind, gilt allemal: Mit ausge- suchter Technik wie der aufwendigen, aber sehr effektiven Einzelradaufhängung vorn, einem Doppelkupplungsgetriebe sowie Zahnstangenlenkung samt elektrischer Un- terstützung praktiziert der neue FH definitiv

14 FERNFAHRER 10 I 2015

praktiziert der neue FH definitiv 14 FERNFAHRER 10 I 2015 PANORAMA-LUKE UND MITTIGER Einzug geben dem

PANORAMA-LUKE UND MITTIGER Einzug geben dem Dachgeschoss des FH eine ganz eigene Note. Unterm Bett geht’s mit integrierter und crashgetesteter Kaffeemaschine weiter.

DAS ELEKTRISCH AUFSTELLBARE Kopfteil ist ideal sowohl zum Schmökern als auch fürs Heimkino an der gegenüberliegenden Wand.

ZUM DOPPELTEN STAURAUM außen gehört ein kleiner Wasserkanister. Drinnen ist’s ein vor- nehmes Ambiente mit markanten gelben Tup- fern, das den FH16 vom gewöhnlichen Volvo- FH deutlich unterscheidet.

Ambiente mit markanten gelben Tup- fern, das den FH16 vom gewöhnlichen Volvo- FH deutlich unterscheidet. -
Ambiente mit markanten gelben Tup- fern, das den FH16 vom gewöhnlichen Volvo- FH deutlich unterscheidet. -
Ambiente mit markanten gelben Tup- fern, das den FH16 vom gewöhnlichen Volvo- FH deutlich unterscheidet. -

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1.1.1 DAF XF FT

1.1.1 DAF XF FT DAS TYPISCHE FH16-GELB zieht sich als umlaufender Streifen einmal rund um den
DAS TYPISCHE FH16-GELB zieht sich als umlaufender Streifen einmal rund um den Luxus- Ledersitz. DAS
DAS TYPISCHE FH16-GELB zieht
sich als umlaufender Streifen
einmal rund um den Luxus-
Ledersitz.
DAS TECHNIKGESCHOSS DES
Volvo FH ist eine Klasse für
sich und zeugt von hohem Ehr-
geiz.
MIT THORS HAMMER unterm
Hintern kommt Gelassenheit
von selbst.

engeren Schulterschluss zum Pkw als jeder andere Lkw der heutigen Zeit.

WARUM DANN VOLVO beim neuen FH aber die volle mögliche Länge von Stoßstange bis Rückwand nicht nutzt und exakt 25 Millimeter verschenkt, ist eine gute Frage. Antwort dar- auf hat die Redaktion bisher noch keine be- kommen. Da die Schweden aber beim Fah- rerhaus des neuen FH ordentlich Anleihen beim Kubus gemacht und einen Schlussstrich unter die ziemlich geneigte Frontscheibe der vorigen Generation gezogen haben, fällt die- se Daumenbreite auch kaum ins Gewicht.

BEI DER GESTALTUNG haben sich die Schwe- den schwer ins Zeug gelegt und durchaus die eine oder andere ganz neue Idee ver- wirklicht. Der schräg gestellte Türgriff außen zum Beispiel: Schien es bislang außer den Alternativen „senkrecht“ oder „waagrecht“ gar keinen dritten Weg zu geben, trat Volvo mit dem neuen FH den Beweis des Gegen- teils an. Wer alle drei Möglichkeiten im direk- ten Vergleich durchprobiert, merkt schnell, das genau diese Lösung wahrscheinlich das ergonomische Optimum darstellt. Ins gepfeil- te Design des neuen FH mit seinen abschüs- sigen Linien an der Flanke fügt es sich oben- drein nahtlos und dynamisch ein.

ALLEIN SCHON DIESES kleine Detail zeigt, wie durchdacht Volvo den neuen FH konzipiert hat. Ähnlich wie Scania geht Volvo beim De- sign besonders spendabel vor, wenn’s um das hauseigene Flaggschiff geht. So fährt der FH 16 mit seinem 16,1 großen Rei-

750

PS

3.550 NM

Beim FH 750 hängt der Hammer noch hö- her als beim Scania-V8. Insgesamt lehnt sich der neue FH so stark an den Pkw an wie kein anderer Lkw von heute.

hensechszylinder grundsätzlich gleich ein- mal mit einer dunkel getönten Zierblenden- Verlängerung der Seitenscheiben vor. In glänzendes Chrom getaucht, blitzen außer- dem Kühlerverzierung, Trittstufe und das Volvo-Logo auf. Unübersehbar erstrahlt der Grill selbst in sogenanntem Satin-Dunkelsil- ber und macht damit einen ganz anderen Eindruck als der riesengroße dunkle Ra- chen, den der gemeine FH sonst so auf- sperrt.

FUNGIEREN SILBERTÖNE als Schmuckfarbe draußen, so schafft ein betont kräftiges Gelb nuancierte Kontraste im Innenraum. Gekonn- ter Minimalismus herrscht dort nicht nur bei

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den Schaltern und Instrumenten, sondern auch beim Ensemble der Spiegel. Es reihen sich die drei Frontschränke (zwei davon mit pfiffigem Rolloverschluss) unterm Dach ge- radlinig von Flanke zu Flanke, wobei mittig eben doch eine Art Einzug vorhanden ist. Dort führt die Klappe nicht vertikal, sondern stark abgeschrägt nach oben.

SINN DER ÜBUNG: genügend Spielraum für den Oberkörper zu schaffen, beim Umziehen zum Beispiel. Raffiniert hat es Volvo damit geschafft, dass der Motortunnel anstatt als Hindernis so glatt als nützliches Podest fun- giert, das dem oben geschaffenen Freiraum besonders gute Geltung verschafft. Trickreich zapft Volvo aus dieser Architektur aber gleich noch einen weiteren Nutzen. Denn so wird auch der Weg frei für diese außergewöhnliche Panorama-Dachluke des FH, über die sehr viel Licht ins Innere der Kabine gelangt. Dass Volvo dieses Oberlicht dann auch noch als Notausstiegsluke konzipiert hat, setzt dieser Architektur dann die Krone auf.

FINESSE GANZ EIGENER Art legt der neue Volvo FH beim Interieur nicht zuletzt in Form des drehbaren Beifahrersessels an den Tag. Der gewährt somit einen Logenblick auf den Flachbildschirm, der fahrerseitig oberhalb der Seitenscheibe einhängbar ist. Dessen Position dürfte auch den Ausschlag dafür gegeben haben, dass Volvo das (auf Wunsch) elektrisch aufstellbare Kopfteil der Liege beifahrerseitig platziert hat: So gibt es beim Volvo FH dann großes Kino auch in der Horizontalen.

platziert hat: So gibt es beim Volvo FH dann großes Kino auch in der Horizontalen. FERNFAHRER

FERNFAHRER 10 I 2015

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„Volles Programm“ | Fernfahrer | 10/2015

TEST UND TECHNIK

FÜNF LUXUS-LASTER IM VERGLEICH

Maße und technische Daten im Überblick DAF XF 460 Super Space Cab MAN Scania Volvo

Maße und technische Daten im Überblick

DAF XF 460 Super Space Cab MAN Scania Volvo TGX 18.560 R 730 FH16 750
DAF
XF 460
Super Space Cab
MAN
Scania
Volvo
TGX 18.560
R 730
FH16 750
XXL
Mercedes
Actros 1851 Big Space
(Giga Space)
Topline
Globetrotter XL
Motor
Reihensechszylinder
Reihensechszylinder
V8-Zylinder
MX
13 mit Turboaufladung
DC
16-103 124 mit Turbo-
und
Ladeluftkühlung,
aufladung und Ladeluft-
Bohrung/Hub130/162 mm,
Hubraum 12.902 cm 3 ,
D3876 mit Turboaufladung
und Ladeluftkühlung,
Bohrung/Hub138/170 mm,
Hubraum 15.248 cm 3 ,
Reihensechszylinder
OM 471 LA mit Turboauf-
ladung und Ladeluftküh-
lung, Bohrung/Hub
132/156 mm, Hubraum
12.809 cm 3 , Common-
Rail-Einspritzung, Euro 6
per AGR, SCR und DPF.
kühlung, Bohrung/Hub
Common-Rail-Einsprit-
Common-Rail-Einsprit-
zung, Euro 6 per AGR,
SCR und DPF.
zung, Euro 6 per AGR,
SCR und DPF.
130/154 mm, Hubraum
16.400 cm 3 , Common-
Rail-Einspritzung, Euro 6
Reihensechszylinder
D16K750 mit Turboaufla-
dung und Ladeluftküh-
lung, Bohrung/Hub
144/165 mm, Hubraum
16.120 cm 3 , Common-
Rail-Einspritzung, Euro 6
per
AGR, SCR und DPF.
per AGR, SCR und DPF.
Leistung
462 PS (340 kW) bei
1.425–1.750 U/min
560 PS (412 kW) bei
510 PS (537 kW) bei
730 PS (537 kW) bei
750 PS (552 kW) bei
1.800
U/min
1.900/min
1.900/min
1.600–1.800/min
Max. Drehmoment
2.300
Nm bei
2.700
Nm bei
2.500
Nm bei 1.100 U/min
3.500
Nm bei
3.550
Nm bei
1.000–1.425 U/min
930–1.400 U/min
1.000–1.400 U/min
950–1.400 U/min

Kraftübertragung

 

Übersetzung 15,86–1,00

Übersetzung 16,69–1,00

Übersetzung 14,92–1,00

Übersetzung 9,16–0,80

Übersetzung 11,73–0,78 (Spreizung 15,04), Hinterachse einfach übersetzte Hypoidachse, Übersetzung 3,08 zu 1 = 139,0 km/h bei Bereifung 315/70 R 22,5. Entspricht

(Spreizung 15,86),

(Spreizung 16,69),

(Spreizung 14,92),

(Spreizung 11,45),

Hinterachse einfach

übersetzte Hypoidachse,

Übersetzung 2,531 zu 1 = 139,4 km/h bei Bereifung 315/70 R 22,5. Entspricht

Hinterachse einfach

übersetzte Hypoidachse,

Übersetzung 2,71 zu 1 = 123,3 km/h bei Bereifung 315/70 R 22,5. Entspricht

Hinterachse einfach

übersetzte Hypoidachse,

Übersetzung 2,73 zu 1 = 122,2 km/h bei Bereifung 315/70 R 22,5. Entspricht

Hinterachse einfach

übersetzte Hypoidachse,

Übersetzung 2,92 zu 1 = 150,1 km/h bei Bereifung 315/70 R 22,5. Entspricht

1.090

U/min bei 85 km/h

1.240

U/min bei 85 km/h

1.076

U/min bei 85 km/h

1.076

U/min bei 85 km/h

1.100/min bei 85 km/h

im höchsten Gang.

im höchsten Gang.

im höchsten Gang.

im

höchsten Gang.

im höchsten Gang.

Radstand

3.800

mm

3.600

mm

3.700

mm

3.700

mm

3.700

mm

Außenmaße

Außenbreite/

2.490/2.250

2.440/2.280

2.500/2.300

2.430/2.260

2.495/2.225

-länge (mm)

Höhe

         

Stufen (mm)

396/751/1.113*

370/725/1.090**

417/742/1.062/1.382**

355/760/1.160*

387/779/1.166**

Einstieg Gesamt-

1.475*

1.465**

1.707**

1.435*

1.561**

höhe (mm)

Innenmaße

Frontscheibe

         

Rückwand (mm)

2.058

2.090

2.076

2.047

2.065

Breite Fenster/

2.376

2.358

2.322

 

2.257

2.334

Fenster (mm)

Breite Tür/

2.107

2.107

2.190

 

2.007

2.072

Tür (mm)

Innenhöhe über

         

Boden (mm)

2.226

2.189

1.922

(2.072)

2.216

2.192

Innenhöhe über

         

Motortunnel (mm)

2.105

2.039

kein Motortunnel

2.111

2.107

Höhe

         

Motortunnel (mm)

151

105

165

95

Kabinennetto-

         

volumen (m 3 )

9,39

9,31

8,74 (9,42)

8,89

9,20

-- 3030 --

1.1.1 DAF XF FT

1.1.1 DAF XF FT   DAF XF 460 Super Space Cab MAN Mercedes Scania Volvo TGX
  DAF XF 460 Super Space Cab MAN Mercedes Scania Volvo TGX 18.560 Actros 1851
 

DAF XF 460 Super Space Cab

MAN

Mercedes

Scania

Volvo

TGX 18.560

Actros 1851

R 730

FH16 750

XXL

Big Space

Topline

Globetrotter XL

 

(Giga Space)

Komfortmerkmale

 

Licht dimmbar

Rot-/Grünlicht

Designbeleuchtung

Elektrisch kippbare

Kabine

Handtuchhalter

Flachbildschirm-

befestigung

Safe

Moskitonetz

Dachluke

Drehbarer

Beifahrersitz

Standklimaanlage

Fahrstil-Info

Vorausschauender

Tempomat

Innengeräusch

bei 85 km/h (dBa)

65,4

68,3

67,4***

62,9

64,5

Maximal

66,0

68,8

67,0***

65,0

63,4

Betten

Länge Liegen

2.205/2.011

2.190/2.119

1.970/2.175

2.250/1.878

2.137/–

unten/oben (mm)

Breite Liegen

690–800/600

761/680

740

660–800/640

650–820

unten/oben (mm)

Stauräume

Geschlossener

         

Stauraum

823

663

445 (808)

617

717 (988)****

gesamt (l)

Sicherheit/Assistenz (• lieferbar, – nicht lieferbar)

 

Abstandsregel-

tempomat

ESP Sattel

ESP Hänger

Spurwächter

Fahrerairbag

Gurtstraffer

Bremsassistent

Automatisches

         

Notbremssystem

Abbiegeassistent

Abbiegelicht

LED-Scheinwerfer

Scheinwerfer-

         

reinigung

Reifendruck-

         

überwachung

Hillhold

Elektronische

         

Dämpferkontrolle

Übermüdungs-

   

 

warner

Alco-Lock

Regensensor

Night-Lock

* Bereifung 315/70 R 22,5, ** Bereifung 385/55 R 22,5, *** Messungen Actros 1863 mit Giga Space-Kabine, **** mit nicht serienmäßigem Rückwandmodul

-- 3131 --

„Work-Life-Balance“ | Fernfahrer | 08/2015

Fotos I Karl-Heinz Augustin, Wolfgang Grube

REPORT

Young Professionals Truck Award 2015

WORK-LIFE-BALANCE

Vergleich: Was erwartet die nächste Fahrergeneration von ihrem Arbeits- platz? 50 Berufskraftfahrer in der Ausbildung haben sich der Frage gestellt und die aktuellen Lkw für den Fernverkehr getestet.

Text I Markus Braun, Knut Zimmer

2

-- 3232 --

Rund 50 angehende Berufskraftfahrer nehmen die fünf Fern- ferkehrszugmaschinen genau unter die Lupe.

FERNFAHRER 8 I 2015

1.1.1 DAF XF FT

1.1.1 DAF XF FT FERNFAHRER 8 I 2015 - - 33 33 - - 3

FERNFAHRER 8 I 2015

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„Work-Life-Balance“ | Fernfahrer | 08/2015

REPORT

Young Professionals Truck Award 2015

| 08/2015 REPORT Young Professionals Truck Award 2015 „In meinen Augen hat der DAF gewonnen. Der

„In meinen Augen hat der DAF gewonnen. Der XF ist einfach für den Fahrer gemacht. Man kann einfach viel sehen und die Spiegel sind groß genug. Die Sitze sind gut, die Knöpfe liegen alle in Reichweite. Mir scheint, es wurde im Vorfeld viel darüber nachgedacht, was der Fernfahrer braucht. Er

benötigt Platz!“ Fabian Schulze, BKF-Azubi

A lleskönner gesucht – der Lkw im Fernverkehr ist Arbeitsplatz, Pausenraum und Schlafzimmer zugleich. Kein Wunder also, dass

Fahrer hohe Ansprüche an ihr Arbeitsgerät stellen. Die Fahrzeugindustrie hat das längst erkannt und arbeitet intensiv daran, den Wohlfühlfaktor für den Fahrer auf seinen

täglichen Touren zu erhöhen. Maximale Si- cherheit, hoher Komfort und intuitive Be- dienbarkeit stehen in den Lastenheften der Hersteller daher weit oben. Auch für Spediteure sind diese Fakto- ren nicht zu unterschätzen. Denn sichere und leicht bedienbare Fahrzeuge senken die Kosten für Kraftstoff, Wartung und In- standsetzung. Zudem hat ein komfortables Fahrerhaus entscheidenden Einfluss auf die Fitness des Fahrers. So rechnet sich

Einfluss auf die Fitness des Fahrers. So rechnet sich „Der einzige, der dem Volvo hier Konkurrenz

„Der einzige, der dem Volvo hier Konkurrenz machen kann, ist meiner Meinung nach der MAN. Ich fahre im Betrieb selbst MAN und bin deshalb ein bisschen geprägt. “

Leo Gembolis,

BKF-Azubi

deshalb ein bisschen geprägt. “ Leo Gembolis, BKF-Azubi Der DAF XF kann viele der angehenden Berufskraftfahrer

Der DAF XF kann viele der angehenden Berufskraftfahrer überzeugen.

die Investition in manche Sonderaus- stattung binnen kürzester Zeit. Außerdem entscheiden Fahrzeug und Ausstattung oft- mals darüber, ob eine Spedition die Top- Fahrer am Markt bekommt. Das gilt beson- ders für die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs. Aber wie stellen sich angehende Berufs- kraftfahrer den idealen Lkw für den Fern- verkehr vor? FERNFAHRER hat nachgefragt und junge Fahrer am Ende ihrer Ausbildung zum größten Fahrer-Vergleichstest Europas am Nürburgring eingeladen, dem Young Professionals Truck Award. 50 Fahrer im dritten Lehrjahr von Berufs- schulen in Wetzlar und Köln sind dem Ruf in die Eifel gefolgt und haben Lkw von fünf Herstellern auf Herz und Nieren getestet. Wie schon bei der Erstauflage des Tests

und Nieren getestet. Wie schon bei der Erstauflage des Tests Übersichtlich: Das Cockpit des XF kommt

Übersichtlich: Das Cockpit des XF kommt bei den Testfahrern gut an.

2013 auf der Schwäbischen Alb bewerteten die Nachwuchsfahrer die Lkw mithilfe von Schulnoten anhand von 27 Einzelfragen zu Themen wie Ästhetik, Haptik, Akustik und Fahrbarkeit. Am Ende kürten die 50 Teilneh- mer einen Gesamtsieger sowie jeweils einen Gewinner in den Unterkategorien Design und Driving Experience (Fahrerlebnis).

einen Gewinner in den Unterkategorien Design und Driving Experience (Fahrerlebnis). 4 - - 34 34 -

4

-- 3434 --

FERNFAHRER 8 I 2015

Die gute Nachricht für alle fünf teil- nehmenden Hersteller vorneweg: Alle Lkw rangieren in der

Die gute Nachricht für alle fünf teil- nehmenden Hersteller vorneweg: Alle Lkw rangieren in der Gesamtwertung im Noten- bereich „sehr gut“ bis „gut“. Zudem steht bei keiner Einzelwertung eine Drei vor dem Komma. Das zeigt, dass die Lkw-Hersteller aus Fahrersicht allesamt in die richtige Rich- tung unterwegs sind. Dennoch gibt es Unter- schiede zwischen den Fahrzeugen, die am Ende eine ganze Note Unterschied zwischen dem Erst- und Letztplatzierten ausmachen. Schon beim Blick auf das äußere Er- scheinungsbild der Fahrzeuge scheiden sich die Geister. Während das Antlitz des Volvo FH durchweg sehr gut abschneidet, hat es die Konzernschwester Renault Trucks mit dem T schwer. Das viel diskutierte Aussehen des Franzosen kommt bei der jungen Gene- ration nicht an und erhält dafür auch die schlechtesten Einzelnoten des gesamten Tests. Nur wenig besser als der T kommt der MAN TGX in Sachen Optik weg. „Der MAN ist ein veraltetes Fahrzeug“, sagt Fabian Do- roszynski, bevor er den Münchner bewertet. Optisch sagen dem Nachwuchsfahrer wie auch seinen Kollegen die in den letzten Jah- ren neu aufgelegten Fahrzeuge wesentlich mehr zu. Allen voran der Volvo FH. Aber auch DAF XF und Mercedes-Benz Actros kommen bei dem Schüler gut weg. In der Design-Gesamtwertung finden sich die beiden Lkw im Nahbereich des Volvo FH, können dem Schweden aber das oberste Treppchen in der Wertungskategorie nicht streitig machen. Der FH überzeugt in allen Design-Einzelwertungen. Auch beim Testfah- rer Kevin Veit kann der Volvo punkten: „Er wirkt einfach jung, frech und wild.“ Das ge- fällt auch den anderen jungen Berufskraft- fahrern, denn am Ende kam der Schwede auf eine Durchschnittsnote von 1,40 – und liegt damit rund drei Zehntel vor dem DAF und rund vier Zehntel vor dem Mercedes. Zur Wertungskategorie Design gehören neben der äußerlichen Anmutung auch die Architektur des Innenraums sowie die Ge- staltung funktioneller Bauteile wie Beleuch- tung oder Außenspiegel. Bei Letzterem setzt sich der Volvo deutlich von der Konkurrenz ab. Mit einer 1,41 im Schnitt bringt es der FH als Einziger auf eine Note besser als Zwei, unter anderem wegen der filigran ge- stalteten Aufhängungen, die – anders als die sonst eher wuchtigen Gehäuse – auch einen Blick zwischen den Spiegelsegmenten hin- durch erlauben. Der DAF XF punktet in der Design-Wer- tung mit seinem Innenraum. Die groß anmu- tende Kabine und die zahlreichen Ablage-

FERNFAHRER 8 I 2015

1.1.1 DAF XF FT

die zahlreichen Ablage- FERNFAHRER 8 I 2015 1.1.1 DAF XF FT Der MAN TGX ist in
die zahlreichen Ablage- FERNFAHRER 8 I 2015 1.1.1 DAF XF FT Der MAN TGX ist in

Der MAN TGX ist in vielen Speditionen immer noch eine feste Fuhrparkgröße.

Vorbereitung ist alles

Vorbereitung ist alles E s gehört schon was dazu, 40 Tonnen sicher durch den Straßenverkehr bewegen

E s gehört schon was dazu, 40 Tonnen sicher durch den Straßenverkehr bewegen zu

können. Eine solide Ausbildung ist deshalb das A und O. Die Schüler der beiden Berufsschul- klassen standen während des Young European

Truck Awards 2015 kurz vor ihrer Abschluss- prüfung als Berufskraftfahrer. Deshalb bot Dekra den Prüflingen die einmalige Gelegen- heit der Prüfungsvorbereitung – durchgeführt von zwei Experten der Dekra Akademie. Ein wesentlicher Prüfungsbestandteil ist das Thema Ladungssicherung. Um den angehen- den Transportprofis dieses so wichtige Thema nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis näherzubringen, reiste die Dekra- Niederlassung Brühl mit einem eigens dafür ausgestatteten Trainings-Lkw zum Nürburg- ring. Der Sachverständige und Trainer Michael Käther nahm seine jungen Schützlinge unter seine Fittiche und zeigte den Mädels und Jungs unterhaltsam, aber mit dem nötigen Ernst, wie man Gitterboxen, Paletten oder Stückgut fachmännisch sichert, und erklärte dabei, welche Kräfte beim Gütertransport auf der Ladefläche wirken.

Doch Ladungssicherung ist nur eines von fünf Modulen, die prüfungsrelevant sind für den Erwerb der Führerschein-Ziffer 95. Um den Schülern auch bei Themen wie Sozial- und Verkehrsvorschiften, Ernährung und Fahrer- image einen Mehrwert zu bieten, gab Dekra- Fachmann Reinhard Buchsdrücker einen umfassenden Überblick. Jugendgerecht und multimedial aufbereitet, führte Buchsi – wie ihn alle nennen – unterhaltsam, alltagsnah und packend durch prüfungsrelevante Themen.

führte Buchsi – wie ihn alle nennen – unterhaltsam, alltagsnah und packend durch prüfungsrelevante Themen.

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„Work-Life-Balance“ | Fernfahrer | 08/2015

REPORT

Young Professionals Truck Award 2015

| 08/2015 REPORT Young Professionals Truck Award 2015 „Mein Favorit ist der Mercedes Actros. Ich fahre

„Mein Favorit ist der Mercedes Actros. Ich fahre in meinem Betrieb einen Mercedes der früheren Generation. Das Kurvenver- halten und die Umsicht sind noch besser geworden.“

Aslan Turan,

BKF-Azubi

möglichkeiten kommen bei den jungen Fahrern im Vergleich gut an. Dafür muss sich der DAF in Sachen Innenraumdesign dem Actros geschlagen geben. Der Mercedes wirkt im Innenraum dank hochwertiger Ma- terialien beispielsweise am Armaturenträger edler als sein holländischer Mitbewerber. Folgt man dem Urteil von Fabian Doros- zynski, ist die Design-Wertung für den MAN TGX leicht nachzuvollziehen. In Sachen Optik hat der Münchner in den Augen des Fahrer- nachwuchses der Konkurrenz wenig entge- genzusetzen. Positiv fallen den Schülern aber einige Funktionselemente auf. Dazu gehören Fahrersitz und Lenkradverstellung ebenso wie der Einstieg ins Fahrzeug. Der Renault Trucks T wäre in der Design- Wertung wohl auf Augenhöhe mit dem MAN, hätte er bei der äußerlichen Anmutung nicht einige Ausreißer nach oben. Der Innenraum des T gefällt den Schülern. Sie goutieren das Raumgefühl, die zahlreichen Ablagemöglich- keiten und den Komfort des Gestühls. Nur bei der Lenkradverstellung scheint es Nach- holbedarf zu geben. Die lässt für den Fahrer nur leidlich eine bequeme Armhaltung zu, da sie nur zweistufig – und nicht wie beim Volvo etwa dreistufig – verstellbar ist. Mit dem ersten Eindruck vom Lkw geht es für die Schüler auf die Straße. Auf einer rund 20-minütigen Tour durch die Eifel galt es vor allem den Antriebsstrang zu bewer- ten. Zudem sollten die Schüler sich mit den Fahrerassistenzsystemen, der Rundumsicht und den Instrumenten im Lkw befassen, um die Driving Experience in 13 Punkten zu bewerten. Hier gelingt es dem beim Design noch etwas glücklosen Renault Trucks T sich vor den MAN zu setzen, wenn auch nur mit einem Abstand von 0,06. Das Zünglein an der Waage war die Getriebeaktivität. Re-

Das Zünglein an der Waage war die Getriebeaktivität. Re- nault Trucks hat den T mit 480

nault Trucks hat den T mit 480 PS, dem Optidriver-Getriebe und einer Spreizung von 14,94 : 1 ausgestattet sowie mit einer An- triebsachsübersetzung von 2,64 kombi- niert. Das kam bei den Testern auf der hü- geligen Eifelstrecke besser an als die MAN-Kombination aus MAN Tipmatic (16,69 : 1) und einer etwas kürzeren Antriebsachse (i = 2,7), eines maximalen Drehmomentvorteils von 200 Newtonme- tern und einer Leistung von 520 PS. Das bestätigt auch Testfahrer Benjamin Liebich, der sonst für den Logistiker Emons unter- wegs ist. „Ganz ehrlich, ich kann beim T nicht meckern“, berichtet Liebich. „Der Renault liegt nicht nur gut auf der Straße, er ging auch beim Anfahren am Berg gut und zügig weg.“ Seiner Ansicht nach merke man momentan deutlich, dass der Franzose mit seinem schwedischen Konzernbruder Volvo FH gleichzieht.

Dafür muss der Renault beim Einsatz des Tempomaten zurückstecken, was unter an- derem an der gewöhnungsbedürftigen Bedie- nung über Tasten an der Unterseite des Lenkrads liegt. Zudem haben sich manche der Nachwuchsfahrer mit der Übersichtlich- keit der Instrumententafel im Franzosen schwergetan. Vor Renault und MAN positionieren sich mit etwas Abstand DAF und Mercedes- Benz. Beide Fahrzeuge werfen ein maxima- les Drehmoment von 2.300 Newtonmetern in die Waagschale, wobei der XF mit 460 PS den maximalen Vortrieb bereits 100 Um- drehungen früher erreicht als der Actros mit seinen 480 PS. Beim Zusammenspiel von Getriebe und Übersetzung der Antriebsachse schenken sich die beiden Kontrahenten nicht viel. DAF hat für den Test eine etwas größere Getrie- bespreizung gewählt, dafür aber die Hinter-

den Test eine etwas größere Getrie- bespreizung gewählt, dafür aber die Hinter- 6 - - 36

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FERNFAHRER 8 I 2015

1.1.1 DAF XF FT

1.1.1 DAF XF FT Die Sachverständigenorganisation Dekra betreut die Testfahrten. achse länger übersetzt. Der Mercedes
1.1.1 DAF XF FT Die Sachverständigenorganisation Dekra betreut die Testfahrten. achse länger übersetzt. Der Mercedes

Die Sachverständigenorganisation Dekra betreut die Testfahrten.

achse länger übersetzt. Der Mercedes kommt mit einer kürzeren Achsübersetzung und ei- ner kleineren Spreizung des Getriebes daher. Für den Fahrer spürbare Unterschiede sollte es aufgrund der Antriebsstrang-Auslegung also kaum geben. Dennoch haben die Nachwuchsfahrer dem Actros weniger Agilität bescheinigt, als dem jüngst modellgepflegten XF und bewer- ten deshalb den Schwaben bei der Schaltstra- tegie mit einer rund vier Zehntel schlechteren Note. Das überrascht ein wenig, da die dritte Generation des Mercedes-eigenen Power- Shift-Getriebes dem Wettbewerber ZF AS- Tronic in anderen Tests mindestens auf Au- genhöhe begegnet. Eine Klasse für sich ist da der Volvo. Während Renault Trucks T und MAN TGX bei der Driving Experience sich im hinteren Be- reich tummeln und Mercedes Actros und DAF XF das Mittelfeld unter sich ausmachen,

Actros und DAF XF das Mittelfeld unter sich ausmachen, „Der Renault hat mich positiv überrascht. Der

„Der Renault hat mich positiv überrascht. Der Innenraum ist richtig groß und hat auch viele Staumöglichkeiten. Man kann zusätz- lich noch das Bett hochklappen und hat so noch mehr Platz. Ich selbst möchte auch in den Fernverkehr und von daher wäre die Kabine auch die richtige für mich.“

Maik Michalek, BKF-Azubi

sucht der FH an der Spitze noch seines- gleichen. Die Erklä- rung dafür fällt leicht. Volvo hat die Test- fahrzeuge mit dem bislang einzigartigen

Doppelkupplungsge-

triebe i-Shift DC ausgestattet. Das 500 PS starke Fahr- zeug ist so in der Lage, alle Gangstu- fen – außer beim

Gruppenwechsel zwi- schen 6 und 7 – ohne Unterbrechung der Zugkraft zu schalten. Volvo hat die Ge- triebevariante zur Präsentation selbst mit einem Zugewinn an Komfort bewor- ben. Dieser Ansicht sind auch die ange- henden Berufskraft- fahrer. „Durch das

Doppelkupplungsge-

triebe schaltet der FH am Berg weich und zügig – das ist beeindruckend“, fin- det Testfahrer Dirk Merten. Diesen Ein- druck kann Tester- Kollege Kim Lars Büsken nur bestäti- gen: „Die Gänge wer- den beim Anfahren sauber durchgeschal- tet. Da merkt man nicht ein einziges

100 Jahre Kompetenz S eit der Gründung im Jahre 1915 hat sich im Hause ZF

100 Jahre Kompetenz

S eit der Gründung im Jahre 1915 hat sich im Hause ZF Fried- richshafen viel getan. Davon konnten sich die angehenden

Berufskraftfahrer im Schulungstrailer des Getriebeherstellers selbst

überzeugen. Nach einer multimedial aufbereiteten Reise durch 100 Jahre Getriebetechnik klärte Angelo Luthe die Azubis über Bau- reihen und technische Unterschiede zwischen den Modellen auf und wagte zugleich einen Ausblick auf die Getriebegeneration Traxon. Aufgrund des modularen Aufbaus lässt sich das aktuelle ZF-Zugpferd an den jeweiligen Einsatz anpassen. Dazu gehören je nach Anwe- derwunsch: Doppelkupplungs-, Hybrid- und Schwerlastmodul sowie eine Erweiterung, die das Getriebe die Topografie vor dem Lkw er- kennen lässt. Die Technologie passt in das Umfeld der angestrebten CO 2 -Ersparnis. Nachdem die Schadstoffemissionen eines modernen Lkw dank Euro 6 kaum mehr messbar sind, ist die Einsparung von Treibstoff das nächste große Thema der Lkw-Hersteller. Der Aerody- namik sind dabei enge Grenzen gesetzt. Wer sie deutlich verbessern möchte, braucht neue Lkw-Abmessungen. Stichwort: Tropfenform. Doch da bremst der Gesetzgeber. Es sind zwar Überlegungen im Gange, aber bis zu deren Umsetzung wird es dauern. Da lässt sich innovative Getriebetechnik viel schneller umsetzen und in diesem Fall könnte der Lkw sogar ein Modell für eine zukünftige Pkw-Ent- wicklung abgeben. ZF hat das neue Getriebe mit der revolutionären Schaltstrategie PreVision getauft. Es agiert dank GPS-Anbindung und einer Schnittstelle zu Navigationsdaten vorausschauend und beson- ders Kraftstoff sparend. Die Schnittmodelle der einzelnen Typen und Generationen boten einen faszinierenden Einblick in die Komplexität eines modernen Nutzfahrzeuggetriebes, der den meisten Berufs- schulen wohl nicht zur Verfügung stehen dürfte.

eines modernen Nutzfahrzeuggetriebes, der den meisten Berufs- schulen wohl nicht zur Verfügung stehen dürfte.

FERNFAHRER 8 I 2015

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„Work-Life-Balance“ | Fernfahrer | 08/2015

REPORT

Young Professionals Truck Award 2015

| 08/2015 REPORT Young Professionals Truck Award 2015 „Mein Favorit ist der Volvo. Der hat eine
| 08/2015 REPORT Young Professionals Truck Award 2015 „Mein Favorit ist der Volvo. Der hat eine

„Mein Favorit ist der Volvo. Der hat eine super Leistung – egal ob auf der Geraden, in Kurven oder am Berg. Die Kabine bietet viel Stauraum, man kommt überall gut ran und die Armaturen sind wunderbar verarbei- tet. Auch die Lenkung war super einfach. Sie kam sofort und man konnte mit ein, zwei Fingern lenken.“

Sabine Pospich, BKF-Azubi

Technische Daten im Überblick Hersteller DAF MAN Mercedes-Benz Renault Volvo Typ XF 460 FT TGX

Technische Daten im Überblick

Hersteller DAF MAN Mercedes-Benz Renault Volvo Typ XF 460 FT TGX 18.520 FLS Actros 1848
Hersteller
DAF
MAN
Mercedes-Benz
Renault
Volvo
Typ
XF 460 FT
TGX 18.520 FLS
Actros 1848 LS 4X2
T HIGH 480
FH 500
Motor
MX-13 340
D3876
Motor OM 471
DTI 13
D13K500
Abgasnorm
Euro 6
Euro 6
Euro 6
Euro 6
Euro 6
Hubraum
12.900 cm³
15.200 cm³
12.800 cm³
12.800 cm³
12.800 cm³
Leistung
340 kw (463 PS) bei
1.425–1.750 U/min
383 kW (521 PS) bei
1.600–1.800 U/min
350 kw (476 PS) bei
1.600–1.800 U/min
353 kW (480 PS) bei
1.400–1.900 U/min
368 kw (500 PS) bei
1.400–1.800 U/min
Max. Drehmoment
2.300 NM bei
1.000–1.425 U/min
2.500 NM bei
930–1.350 U/min
2.300 NM bei
1.000–1.400 U/min
2.400 Nm bei
1.050–1.400 U/min
2500 Nm bei
1.000–1.400 U/min
Getriebe
ZF 12 AS 2330
MAN Tipmatic
Mercedes Power Shift 3
Optidrive
I-Shift Dual Clutch
SPO2812
Anzahl der
12
12
12
12
12
Gangstufen
Übersetzung
15,86–1,00 :1
16,69–1,0
14,93–1,0
14,94–1,0
11,73–0,78
Getriebe
Übersetzung HA
2,53
2,7
2,7
2,64
2,85
Betriebsbremse
Scheibenbremse
Scheibenbremse
Scheibenbremse
Scheibenbremse
Scheibenbremse
Dauerbremse
MX-Motorbremse
EVB
Intarder
High Performance Engine
Brake
Sekundär-Wasser-Retarder
Optibrake+
Motorbremse
ZF-Intarder
VEB+

-- 3838 --

1.1.1 DAF XF FT

1.1.1 DAF XF FT Ruckeln.“ Dieser Meinung sind auch die meisten Schüler und bewerten Schaltvorgän- ge

Ruckeln.“ Dieser Meinung sind auch die meisten Schüler und bewerten Schaltvorgän- ge und Beschleunigungsverhalten annähernd mit einer glatten Eins. Ebenfalls Gefallen findet das elektrohydraulische Lenksystem VDS, das mit einer 1,16 im Schnitt ebenfalls an der Bestnote kratzt. So geht auch die Trophäe für die Wertungskategorie Driving Experience nach Schweden. Unterm Strich: Nach der Notenvergabe in den Wertungskategorien waren noch ein Gesamteindruck sowie eine Einschätzung zum Markenimage gefragt. Bei Letzterem schnitt Mercedes erwartungsgemäß stark ab, konnte aber an dem insgesamt sehr gut be- werteten Volvo nicht vorbeiziehen. Dafür dis- tanzierten die Stuttgarter DAF mit drei Zehn- teln in der Imagewertung. Für den deutschen Markt eher ungewöhn- lich ist der große Abstand des MAN-Images

zu den Top 3. Das ist wohl dem lang andau- ernden Modellzyklus geschuldet, der auch bei Speditionen immer weniger Zuspruch findet. Zumindest schneidet das Münchner Unternehmen beim Image noch rund drei Zehntel besser ab als deren Testfahrzeug in der Gesamtnote. Bei

Renault verhält sich das genau umge- kehrt. Das Fahrzeug ist besser als das Image des Unterneh- mens. Am Ende geht auch die Gesamtwer- tung des Young Pro- fessionals Truck Award an den Volvo FH, der mit Finessen wie dem Doppel-

kupplungsgetriebe, der komfortablen und präzisen Lenkung oder den filigran gestalte- ten Aufhängungen für die Außenspiegel bes- te Bewertungen abräumte. Mit dem Triple für Volvo haben die 50 Berufsschüler sich ein- deutig für ihren Alleskönner entschieden.

sich ein- deutig für ihren Alleskönner entschieden. Notenvergabe Design Stoßstange, Kühlergrill,
Notenvergabe Design Stoßstange, Kühlergrill, Wartungsklappe x 1 1,65 2,33 1,76 2,80 1,29 Beleuchtung x 1
Notenvergabe
Design
Stoßstange, Kühlergrill,
Wartungsklappe
x
1
1,65
2,33
1,76
2,80
1,29
Beleuchtung
x
1
1,53
2,33
1,59
2,37
1,31
Außenspiegel
x
1
2,04
2,67
2,10
2,90
1,41
Design insgesamt
x
2
1,73
2,47
1,82
2,65
1,31
Durchschnitt
1,73
2,45
1,82
2,67
1,33
Weg ins Fahrzeug
Öffnen und Schließen
x
2
1,51
2,00
1,78
2,16
1,39
Einsteigen
x
2
1,55
2,14
1,98
2,33
1,49
Durchschnitt
1,53
2,07
1,88
2,25
1,44
Im Fahrzeug
Ablagemöglichkeiten
x
1
1,59
2,47
1,94
2,10
1,59
Raumgefühl
x
1
1,57
2,35
1,82
2,06
1,43
Materialien
x
1
1,98
2,69
1,82
2,53
1,45
Kabinendesign
x
2
1,71
2,49
1,69
2,35
1,39
Durchschnitt
1,71
2,50
1,79
2,28
1,45
Fahrersitz/Lenkrad
Einstellung Fahrersitz
x
1
1,71
2,04
1,86
2,20
1,39
Sitzkomfort
x
1
1,61
2,14
1,84
2,18
1,35
Einstellung Lenkrad
x
1
1,84
2,02
1,80
2,75
1,31
Durchschnitt
1,72
2,07
1,84
2,37
1,35
Während der Fahrt
Schaltvorgänge
x
1
1,88
2,49
2,24
2,22
1,16
Beschleunigung
x
1
1,98
2,39
2,31
2,22
1,12
Betriebsbremse
x
1
1,80
2,16
1,98
2,18
1,51
Motorbremse/Retarder
x
1
2,00
2,16
1,76
2,22
1,69
bergab
Motorbremse/Retarder
x
1
1,84
2,24
1,75
2,06
1,71
Abbremsen
Tempomat
x
1
1,63
2,25
1,94
2,39
1,75
Fahrwerk
x
1
1,78
2,41
1,96
2,12
1,39
Geradeausfahrt
x
1
1,63
2,10
1,71
2,08
1,25
Kurvenfahrt
x
1
1,61
2,22
1,86
2,02
1,16
Anfahren am Berg
x
1
1,73
2,51
2,25
2,27
1,14
Rundumsicht
x
1
1,86
2,55
2,08
2,39
1,45
Fahrzeugsysteme
x
1
1,78
2,20
1,76