Sie sind auf Seite 1von 11

c

DAS VERHÄLTNIS DES ANDREAS HOFER


BUNDES ZUR NSDAPc
Stellungnahme der NSDAP u. Adolf Hitlers
zum Südtirolproblemc
und die Reaktion des c

ANDREAS HOFER - BUNDES c

cc

Die Einstellung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei zum Südtirolproblem


und vor allem die Äußerungen ihres Parteiführers Adolf Hitler, die dieser in Bezug auf die
Südtirolfrage wiederholt abgab, musste konsequenterweise zu Konflikten zwischen dem
Andreas Hofer ² Bund und der Hitlerbewegung führen. Gerade in der Konfrontation zu den
Nationalsozialisten betonte der Andreas Hofer ² Bund besonders seine nationale
Gesinnung, zum einen, weil sein Bemühen um Südtirol ja tatsächlich von einer nationalen
Grundlage ausging, zum anderen, um der NSDAP zu zeigen, dass sie ihre nationale
Verpflichtung, die sie in ihrer Namensgebung bereits deutlich zum Ausdruck brachte,
vernachlässigte. c
Deshalb stellte der Andreas Hofer ² Bund gegenüber der NSDAP auch klar: ´Wir
Tiroler sind nationale Menschen, die nationalen Gedanken sind
gleicherweise unser geistiges Eigentum und unser ganzer Kampf ist auf der
6 6 6 Id  . ´ c
D s Rch, d NSDAP 6 hrr 6 6 6 H 6 krsr6 z dür6,  dr
A6
r s Hr ² B6

v6 hr,
ss r  6
s Gr6
säz sch6 vr
 h ,
Å vr s 6ch 66 N 6 sz sms  6 h . ´c

D 
6
s6 A6s zp6k ür
 A6r 
 NSDAP s6
 
6
rs6 A sch6
s 6 6 sz ssch6 P rprr s
r,

s
H p 66
r N 6 sz s6, wssr ß6 hr Cr
, 6h6, 6

rch

  M66
s A6
r s Hr ² B6
s
 E6s6
r NSDAP z Sü
rpr 
rs vr 6
ch vr 6 w r.c

Dr Vrwr,
6
r A6
r s Hr ² B6
6
 N 6 sz s6 6
Hr s
rh ,  
h6h6
,
ss s 6 hr 6s Prr ,
s Hr s s 6 24.
F r r 1920 (
s 6ch s Prr
r Å
sch6 Ar rp r´) vrkü6

h  6
 M  1926 v6
r G6r  
rvrs 6 6ch 6  s §2
r
S z6
r NSDAP s 6 ä6
rch rkär wr
6 w r, vrsß6 wür
6.c

Dr P6k 1
s NS - Prr s  :c

ÅWr r
r6
6 Zs 6schss r Dsch6  Gr6

s
S s s 6srchs
r Vökr z 6 Grß
sch 6
´.c
Dr zw P6k h  6
6 Wr : ÅWr r
r6
 Gch rch6

s
sch6 Vks 6ü r 6
r6 N 66, Ah 6
r
Fr
6svrrä v6 Vrs s 6
S. Gr 6. ´c
Ach
6 Fr r66. ÅA,

sch6 Bs s6
,  s h 6r

ä6schr, p6schr, schchschr,  6schr 


r r 6zösschr
O rhh  6, s6 6 6 Dsch6 Rch vr6 s6. Wr
r
r6 6ch hr 6
6ch w6r, s w s z6s6 6srr F6

vr 6 wr
,
s S s s 6srch
r Dsch6  hr
A6hörk z Mr 6
, - zr
sch6 H ´, c
sw: ÅWr vrzch6  k66 Dsch6 6 S
6
sch 6
, 6

r, 6 P6, 6
r Vökr 6
k6 Ösrrch 6
6
6
N chs 6
s 6 Ösrrch ´, s 
r A6
r s Hr ² B6
h6
E6schrä6k6 z.c

ÅM 6 Ers 66 ´ ss r r


6s ss6,
ss 
r z6
Ass   Wr ,
r 6
r rs6 s vr6 A  ch   6 w r, 6
k6, r 
6
 Ä6
r6 vr6 6 wr
6 w r,
66 66   s 
G6s z zr rühr6 Vrs6:c

ÅWr vrzch6  k66 Dsch6 6 S


6
sch 6
, 6 Es ß -
Lr66, 6 P6, 6
r Vökrk6 Ösrrch 6
6
6
N chs 6
s 6 Ösrrch. ´ c
An die Stelle von Südtirol war plötzlich Elaß-Lothringen getreten, das zwar ebenfalls
Åralter detscher Volksboden ´ war, wie der Andreas Hofer ² Bnd zgestanden,
Åhingegen wird man schwerlich behapten können, dass die Haltng Elsaß -
Lothringen seit dem Ende de s Krieges (erster Weltkrieg) an Klarheit nd
Festigkeit jene der Südtiroler Detschen erreicht hat ´.c
Warm diese Veränderng erfolgt war, warm nn Südtirol as dieser Afzählng
gestrichen nd an seine Stelle Elsaß-Lothringen gerückt worden war, nd warm man nicht
Südtirol nd Elsaß-Lothringen gemeinsam nannte, daraf gab der Führer lat Andreas
Hofer ² Bnd eine Åeindetige Antwort ´. c
Denn in der Rede vom 14. November 1922 af einer Versammlng in München hatte dieser
erklärt:c

Åmit Italien, das seine nationale Wiedergebrt erlebt nd eine große
Z nft hat, mss Detschland zsammengehen. Daz ist nötig ein larer
nd bündiger Verzicht af die Detschen in Südtirol. Das Geschwätz über
Südtirol, die leeren Proteste gegen die Faschisten schaden ns nr, da sie
ns diese entfremden. In der Politi gibt es eine Sentiments, sondern nr
Kaltblütig eit .´c
Diese Revidierng des Parteiprogramms hatte Hitler nach Mssolinis Machtergreifng
vorgenommen nd von seiner Meinng sollte er ach nie mehr wieder abgehen. Er stellte
sich af den Standpn t,c

ÅWir müssen Italien offen nd africhtig er lären, dass für ns die
Südtiroler Frage nicht existiert nd niemals existieren wird, nd wir
müssen diese Er lärng afrechterhalten nd sie drch die Tatsachen als
wahr beweisen ´.c
Damit hatte Hitler af eindetige Weise largestellt, dass Südtirol in seinen politischen
Überlegngen nicht nr eine Rolle spielte, sondern, da es seinem Bemühen, mit der
anderen faschistischen Kraft Eropas (die zm damaligen Zeitpn t noch wesendlicher
bedetender als die nationalsozialistische Bewegng in Detschland war) z einer
Zsammenarbeit z gelangen, sogar Probleme aferlegen önnte. Er war von vornherein
daz bereit, es als ein mögliches Hindernis für seine Ziele z beseitigen, es also seinen
realpolitischen Interessen beden enlos z opfern. Und dies, obwohl Italien ein
Kriegsgegner Detschlands nd Österreichs im Ersten Welt rieg gewesen war, dessen
Kriegseintritt von der Entente mit Südtirol belohnt worden war. c

Die Zeitng ÅCorriere Italiano´ brachte am 10. O tober 1923 einen Bericht über eine
Unterredng mit Hitler, in dem der Führer folgendermaßen zitiert worden war:c

Åich ämpfe hier einen verzweifelten Kampf, m den Leten larzmachen,


dass Südtirol zwischen Italien nd Detschland einesfalls ein Zan apfel
sein dürfe. Ich lasse mich in dieser Beziehung nicht von der
österreichischen Presse gegen Italien einnehmen. Die Frage von Südtirol
ist lange nicht so wichtig wie die Frage von Elasß -Lothringen und
Oberschlesien. Als Nationalsozialist vermag ich mich durchaus in die
italienischen Gedankengänge zu versetzen und verstehe sogar den
italienischen Anspruch auf eine gesicherte Grenze. c
Am 30. März 1927 sagte Hitler über die Südtirolfrage wiederum in München:c

ÅWas hat man gegen Italien? Südtirol! Damit beginnen sofort alle Spießer
lebendig zu werden. Wer hat Südtirol verraten? Die gleichen Leute, die
Deutschland zugrunde gerichtet haben. Wer hat die Stirn, für 170.000
Deutsche in Südtirol 300.000 Deutsche auf dem Schlachtfeld zu opfern ´c
Auf einen Protest des Andreas Hofer ² Bundes gegen derartige südtirolfeindlichen
Äußerungen reagierte Hitler im April des gleichen Jahres mit der lakonischen Antwort:c

ÅDie Südtiroler müssen selbst einsehen, dass sie hinter dem Schicksal des
Gesamtvolkes zurückstehen und die Brück zwischen Deutschland und
Italien bilden müssen. ´c
Als dann im Sommer 1931 der NS-Abgeordnete Dr. Frank in Innsbruck eine gegenteilige
Erklärung zu Südtirol abgab, nämlich mit den Worten:c

ÅNur ein Deutschland von Salurn bis zur Nordsee kann an die Befreiung der
dem Mutterland entrissenen deutschen Gebiete denken ´, c
erfolgte sofort ein Dementi der Reichsparteileitung. In einem Schreiben von A. Draxler an
den italienischen Journalisten Gino Cucchetti hieß es als Reaktion auf die Äußerung Dr.
Franks:c

Da Herr Hitler gegenwärtig abwesend ist, hat mich sein Vertreter Abg.
Gregor Strasser ermächtigt, im Namen der Parteileitung offiziell zu
erklären, dass die Worte des Herrn Dr. Frank über die sogenannte
Südtiroler Frage ² immer vorausgesetzt, dass die Wiedergabe im ÅGiornale
d´ Italia´ richtig ist ² nicht der Ansicht des Parteiführers entsprechen.
Auf dem Gebiete der Außenpolitik unserer Partei sind nur die Erklärungen
des Herrn Hitler maßgebend. Die Worte des Herrn Frank sind nichts
anderes als eine bedauerliche rednerische Verirrung. Herr Hitler hat
wiederholt in kategorischer Weise erklärt, dass die sogenannte Südtiroler
Frage zwischen einem faschistischen Italien und einem
nationalsozialistischen Deutschland nicht einmal Diskussionspunkt sein
werde. Ich bitte sie, dieser Erklärung der Direktion der faschistischen
Partei mitzuteilen und die Presse Italiens dahingehend zu informieren, dass
die Worte von der Leitung unserer Partei dementiert werden .´c
Diesem Statement Drexlers folgte noch ein Telegramm von Hitler persönlich an den
Journalisten mit dem Wortlaut:c

ÅDie Haltung unserer Partei in der Südtiroler Frage ist unverändert. Die
angeblichen Ausführungen des Dr. Frank sind unmaßgeblich. Weitere
Erklärungen folgen nach Rückkehr Dr. Frank. ´c
Diese beiden offiziellen Stellungsnahmen der NSDAP wurden im ÅPopolo d´ Italia´
veröffentlicht und mit einem Schlusswort des Journalisten versehen, das wie folgt
abgefasst war:c

ÅIch bin außerordentlich erfreut und stolz darauf, eine derartige und loyale
Erklärung veranlasst zu haben, wodurch eine Partei und ein Parteiführer,
die zu den maßgebendsten Deutschlands gehören, die Hanswurstiade der
Innsbrucker Pangermanisten verurteilen. ´ c
Und der Hauptschriftsteller des ÅVölkischen Beobachters´, Alfred Rosenberg, erklärte
1932 in Rom gegenüber dem Ersten Faschistischen Parteisekretär Farinacci, Åwas
Südtirol angeht, so habe ich den Erklärungen Hitlers nichts hinzuzufügen,
die das Missfallen gewisser irredentistischer österreichischer Kreise auf
sich gezogen haben ´. c
Auch in seinem Buch Åmein Kampf´ behandelt Adolf Hitler die Südtirolfrage seinen
offiziellen Aussagen entsprechend:c

ÅHeute werde ich nur von der nüchternen Erkenntnis geleitet, dass man
verlorene Gebiete nicht durch die Zungenfertigkeit geschliffener
parlamentarischer Mäuler zurückgewinnt, sondern durch ein geschliffenes
Schwert zu erobern hat, also durch einen blutigen Kampf. Da allerdings
stehe ich nicht an zu erklären, dass ich nun, da die Würfel gefallen sind,
eine Wiedergewinnung Südtirols durch Krieg nicht nur für unmöglich halte,
sondern auch persönlich in der Überzeugung ablehnen würde, dass für diese
Frage nicht die flammende Nationalbegeisterung des gesamten deutschen
Volkes in einem Maße zu erreichen wäre, die die Voraussetzung zu einem
Siege böten. Ich glaube im Gegenteil, daß, wenn dieses Blut dereinst
eingesetzt würde, es ein Verbrechen wäre, den Einsatz für 200.000
Deutsche zu vollziehen, während nebenan über sieben Millionen unter der
Fremdherrschaft schmachten und die Lebensader des deutschen
Volkes den Tummelplatz afrikanischer Negerhorden durchläuft. ´c
Überhaupt betonte Hitler in der Frage der Rückgewinnung verlorene gegangener Gebiete
immer wieder, dass sich diese im Falle von Südtirol nicht lohnen würde:c

ÅDarüber muß man sich wohl klar sein, dass die Wiedergewinnung der
verlorenen Gebiete nicht durch feierliche Anrufung des lieben Herrgotts
erfolgt oder durch fromme Hoffnungen auf einen Völkerbund, sondern nur
durch Waffengewalt. c
Es fragt sich also nur, wer bereit ist, mit Waffengewalt die
Wiedergewinnung dieser verlorenen Gebiete zu ertrotzen. c
Was meine Person betrifft, könnte ich hier bei gutem Gewissen versichern,
dass ich soviel Mut noch aufbrächte, an der Spitze eines zu bildenden
parlamentarischen Sturmbataillons, bestehend aus Parla mentsschwätzern
und sonstigen Parteiführern sowie verschiedenen Hofräten, an der
siegreichen Eroberung Südtirols teilzunehmen. c
Weiß der Teufel, es sollte mich freuen, wenn einmal über den Häuptern
einer derartigen ÅFlammenden´ Protestkundgebung plötzlich e in paar
Schrapnelle auseinandergingen. Ich glaube, wenn ein Fuchs in einen
Hühnerstall einbräche, könnte das Gegacker kaum ärger sein und das In -
Sicherheit-Bringen des einzelnen Federviehs nicht beschleunigter erfolgen
als das Ausreißen einer solchen prach tvollen Protestvereinigung. c
Aber das Niederträchtigste an der Sache ist ja, dass die Herrn selber gar
nicht glauben, auf diesem Wege irgendwas erreichen zu können. Sie kennen
die Unmöglichkeit wie Harmlosigkeit ihres ganzen Getues persönlich am
allerbesten. Allein sie tun eben so, weil es natürlich heute etwas leichter
ist, für die Wiedergewinnung Südtirols zu schwätzen, als es einst war, für
seine Erhaltung zu kämpfen. Jeder leistete eben seinen Teil; damals
opferten wir unser Blut und heute wetzt diese Ge sellschaft ihre Schnäbel. ´c
Für den Andreas Hofer ² Bund war nach solchen Aussagen klar, dass die NSDAP unter
Hitler mit dem Deutschtum in Südtirol nichts zu schaffen haben wollte.c

Was der Bund aber Hitler vor allem vorwarf, war, dass er, im Gegensatz zu Südtirol,
keinerlei Bedenken haben würde, Åfür andere verloren gegangene deutsche
Gebiete auch deutsches Blut einzusetzen ´, und er in diesen Fällen keine
Berechnung über die möglichen Verluste, die eine Wiedergewinnung kosten würde,
anstellte. c
Zum anderen kritisierte der Andreas Hofer ² Bund auch die fragwürdige Einstellung,
Ådass Hitler mit solcher Hartnäckigkeit die gewaltsame Änderung der
Grenzen als das einzige Mögliche hinstellte ´.c
Nach Ansicht des Andreas Hofer ² Bundes war dann auch die Rückgewinnung keineswegs
nur durch Waffengewalt, wie es Hitler so gern propagierte, möglich. Er stellte sich sogar
vehement auf den Standpunkt, dass es noch andere Möglichkeiten geben muss.c

Diese Haltung kam dann in seiner Stellungnahme zu Hitlers Gewaltappellen auf eindeutige
Weise zur Geltung.c
ÅW     P  66   6    66

 
  6 

  G  
 
 B66 6
6
 K666    w
 D M     
G . A    6 v 6
6  
 D  R  6 
 
6
6
 V  66

  G    6
 . I 6   6
6 6 J 6 w

6 V    v6


 6 R6 6   V   6 6  
S
   66 

 6 S  66  6 

W6  I 6    6. ´c
D  H   6
 F   6 6
 v 

 6 P  

 A6
  H ² B6
 6
 v  6:c

ÅA
 H   6   S  66 6
6  P 
  6
66 E 66
 D6 6  6    

     B6
66  6  6   .. (H 
1933 6
 M )c

D V
 V  66    6  6 F   

S
 F      6  6. E  6 6
6 
H 6
  6
 H 66 6
 6
 6
6
6  S
 F   S6  6 6. W 6
66
   6  6
 6 P  66    6

6 G6
 
 R   666 6      6
V     6. D    
  K66. («)
H66  6   
 6 P     6
 6
  6 E66 6 6 V 
6  6 66. D 
6 6  P6  6 D   6. W   S

   6 G6
6
 P6   
6 

K
 
 6
6
 6 G6 6 6    6
666.´ c
A    V 6 H 
 A6
  H ² B6


    6
P  M6  6
 6
 Z 6 R6 6   (M   
R 1922)   

6 A6  I 6   6 I 66 
6 G 
 6
  .    
6 K 66 T6 6
 S  6  6
M 6 
 E 6  
   I 6 6 T6 F  6 
 . D S  66 M6 66 
  
66 F
66

P  M6 6     6.c

H
6 6 6  M66
 A6
  H ² B6

6   6 W. A
P      G6   M6  6 6 D 6 

G       A6
  H ² B6
 6 A66 66 6 

Übernahme der Regierung durch die Nationalsozialisten in einem geeigneten Augenblick als
ein deutsches Gebiet zu reklamieren.c

In diesem Sinn hielt ein nationalsozialistischer Redner auf einer Versammlung der
Ostmärkischen Sturmscharen in Wattens am 23. Oktober 1932 dem Vertreter des
Hoferbundes, Dr. Kolb, vor, dass ihn angeblich Hitler selbst beauftragt hätte, Åer solle
den Tirolern versichern, dass ihm nichts mehr am Herzen liege, als das
Schicksal der Deutschen auch in Südtirol und daß er nach der
Machtübernahme alles tun werde, um deren Los zu verbessern ´.c
Zwar war in dieser Aussage nicht enthalten, dass Hitler Südtirol wieder an ein geeintes
Deutschland anzugliedern beabsichtigte, aber viele NS-Mitglieder interpretierten dies so
(wie Hitler die Lage der Südtiroler dann tatsächlich ´verbesserte´ (Option), zeigt die
Geschichte).c

Abgesehen davon, dass der Andreas Hofer ² Bund nicht daran glaubte, dass Hitler im Falle
einer Machtübernahme entgegen seinen Worten in der Südtirolfrage handeln würde, hielte
er diese Taktik für verfehlt, dennc

Åwenn die nationalsozialistische Partei schon jetzt, so lange sie sich


in Agitationsreden und Agitationsartikeln ausleben kann, davon absehen
will, der Selbstbestimmung der Südtiroler das Wort zu reden, wie soll ihr
dies als Regierung leichter fallen Wie soll ihr dieses überhaupt mglich
sein, wenn sie jetzt erklärt, die Südtiroler Frage werde dann nicht einmal
Diskussionspunkt sein c
Vor allem betonte der Andreas Hofer ² Bund aber noch, dass das Südtirolproblem auf
keinen Fall nur vom Gesichtswinkel der Grenzziehung aus gesehen werden dürfte,
Åallerdings schafft man sich damit den bequemen Ausweg, die schandvolle
Kulturzerstrung in Südtirol nicht errtern zu müssen ´.c
Angesichts des Leidensweges Südtirols, sprich: Beseitigung der deutschen Sprache im
Amtsverkehr, eine ausschließlich italienische Gerichtssprache, Verbot der deutschen
Sprache bei Aufschriften, sogar der deutschen Grabinschriften, Gesetze über die
Italienisierung von deutschen Familiennamen, Zerstrung der wirtschaftlichen
Organisationen der deutschen Bauern und Arbeiter, Auflsung der deutschen
Sportvereine, Enteignung von landwirtschaftlichen Besitz sowie dessen Übergabe an
italienische Frontkämpfer, Entfernung deutscher Beamter nach Mittel- und Süditalien,
Vernichtung deutscher Bildungsmglichkeiten (Kindergärten, Schulen, Privatunterricht),
Zerstrung deutscher Denkmäler, Umbenennung von Straßen, Plätzen und Ortschaften,
Errichtung faschistischer Siegesdenkmäler etc., stellte sich das Problem, Åob die
Deutschen Südtiroler weiter als Deutsche in ihrer Heimat leben und ihre
Kultur nach tausendjähriger Tradition weiter pflegen dürfen ´.c
Deshalb erhob der Andreas Hofer ² Bund für Tirol insbesondere gegen Hitler die
Forderung:c

ÅA g e ernd  en r ndere er ngen d  en
Vo  nn de Re e der Deu en uner der Fre derr   u r
gege Le en u Sr e und Br u u  er und jedere err.
D r n dren u    e Grnde n   rre en. De Sdror ge
 e en n  Grenr ge en. («) Ene Freund    en de
deu en und  en en Vo e nn e nur ge en enn de eue no 
eeenden Gegene engen errer erden dren. Wenn n
er on orneeren u de Errerung deer Gegene r je und
e Zu un er e d nn erg  n   e Re e e e en Vo
 grund e Re e r   n Anru  ne en d r. («) D 
deu e Vo erre  Le enre e r e Deu en u er  der
deu en S en. Kener Vo grue de ge oenen
eeuro en Sedungge ee der Deu en o erer en
  e  u er en und   en  de Deu en Re  nu een.
Ene o e Forderung   r eneu en d r e Deu en uer 
und nner  der deu en S en. Se rd u  on en re den
V ern er nden und e  enn deren Po e e   do  
  gere erg ngeeen. ´c
A er r den Andre  Hoer ² Bund  ren ge Ver er rungen u deu en
Vo  oden n  nur n  Åg n und g r nno und erer  ´ ondern e
rgen de groe Ge r n   d  n ene o e en n on en Grunden der
d gen Ze derre ende H ung n eondere  Au nd  en Ze en der
S  e uegen nne j  dor og r Ver ung erorruen nne  er  er
 eroenen I en:c

ÅWenn d er der n on e Deu e u en ge oene deu e
Sr ge e d    eue geungen uner I en ende reg
und one Gegeng e und Ngung er e o rd der F    r
den Ver  gerne ur Kennn ne en nner  er rd er den
Deu en der   u ener o en H ndung er  eng en. ´ c
Au  Her S ndun  d  ÅProee und  erne Ver rung ´ erge  
ren. Sr der Andre  Hoer ² Bund en eden . Sener En ung n   en
dee Proee er o n I en Wr ung geeg und  oe Verogung- und
Zerrung e uge en e g e e  An ungun e Åd  ere
uge r eee Kuurern ungne egen deer n der g nen We
erne ren H ung de deu en Ge o e n  dur ger
orden nd´ und e  enn n ene   ren Eroge ereen onne o e
n do  d  Pro e Sdro ure  und  e d  Ineree der We gee .c
Ebenso lehnte der Andreas Hofer ² Bund in diesem Zusammenhang die oft kolportierte
Rechtfertigung italienfreundlicher Kreise ab, man könne für Südtirol bzw. für die
Südtiroler nur dann etwas erreichen, wenn man sich mit Italien gut stellt, dennÅauch
wer Proteste für erfolglos hlt, mu anerkennen, da  auch die
freundschaftliche Einstellung Österreichs zu Italien ebenso wenig
Erleichterungen für Südtirol gezeitigt hat, wie die freundliche Haltung der
nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei gegenüber Mussolini. Das
heutige Italien denkt iel zu realistisch, um sich durch derartige
Sympathiekundgebungen beeinflussen zu lassen ´. c
Ein weiterer Konfliktstoff zwischen den Nationalsozialisten und dem Andreas Hofer ²
Bund entstanden, nachdem in Südtirol nationalsozialistische Ortsgruppen entstanden,
deren Gründung Italien nicht nur zulie, sondern auch unterstützte (Meran 1931, Bozen
1932 usw.). c

Dieses Erlaubnis wurde daher om Andreas Hofer ² Bund nicht als ein Entgegenkommen
Italiens ausgelegt, denn diese Ortsgruppen würden Italien nicht stören, im Gegenteil,
dadurch würde der ÅKeim der Zwietracht in einen deutschen Stamm ´
hineingetragen. Und das entsprach durchaus den Absichten der italienischen Regierung,
die die Südtirolführung spalten wollte.c

In diesem Zusammenhang warf man den Nationalsozialisten eben or, dass damit nur einer
weiteren Entnationalisierung in Südtirol Vorschub geleistet würde, da sie sich in die
Dienste der Faschisten stellten. Weiters würde dieses Verhalten unter den Deutschen in
Südtirol nur noch mehr Unruhe stiften, denn Ådie Haltung der
Nationalsozialisten ´ in Südtirol erwirrt die besten Elemente und schwcht die
Widerstandskraft´.c

Diese Gründung on Ortsgruppen in Südtirol empfand der Hoferbund letztlich noch
störender als die einschlgigen Aussagen der NSDAP, dennc

Åder Andreas Hofer ² Bund steht als überparteilicher Verband keineswegs


auf dem Standpunkt, dass einzelne politische Entgleisungen, Erklrungen
on Unterführern, Handlungen on Einzelmitgliedern der Hitlerpartei zum
dauernden Vorwurf gemacht werden sollen ² so bedauerlich sie sind ´.c
Diese Ortsgruppen stellten für ihn aber eine tatschliche ÅUnterhöhlung der
Widerstandskraft ´ durch die ÅVerbrüderung ´ mit Italien dar.c
Im Gegensatz zu Hitlers Erklrung, Südtirol dürfte kein ÅZankapfel´ zwischen
Deutschland und Italien sein bzw. die Südtiroler müssten die Brücke zwischen diesen
beiden Lndern bilden (was praktisch gleichbedeutend damit gewesen wre, dass sie sich
selbst aufgeben müssten, um kein Hindernis für die Annherung Hitlers uns Mussolinis zu
bilden), stellte der Andreas Hofer ² Bund klar: Zwischen Deutschland und Italien
 S
 ´!c
D NSDAP wu

a vm An
a Hf ² Bun
v gß F
ungn bzw.
Läz vgg, nac
nn
a S
pbm ban
 w
n :c

c ÅD P6  1 6
2
 6 6   6 P  6

6
 6
  
6
 
 E 66

P  
 6 U6 66 
  6 
 K   
6. Z 6 S
 6

6 6
6
D 6 6 F
   6
6 G 
 6
U6 
  
6. A  U6    

 S  c
c ÅD    B
66
 D 6 6 S
 
66  
 B 6 K  6
6 


 6 F6
  . D   B 6
6


 6 S
  
 F6
   j6 V 6
6
 6 V 6
6  I 6     

6 6 6 W


 6 V  6  6 66. c
c ÅW66   G

 6 6
 6  Z 

6  66 
6 W    S  . D
6 6  E6 6 6 V 66 6 S
  
    6

6


 F
6 6  
6 6 A 6 6    . A  
G 6 
 6 6 6 W

 G    6
  V6   6 
6 c
c ÅD A 6    
 Z6
 6 S
    
66
. W     . S 6
 6 K6
6 6
S

 S   V  6 6
   6 

 
 Z 6 6
  V   6   6


    6
  
6. D  6 I 6 6 
S 6 
 S  
  
 G 
 U6 6

 S
     P  
6. c
A  66 6 6 6 
 S  6
A
  6
 6 


6 Z   
    6  66 F 6  6 (
6

   6)
 D6  6 6 W6  6. D Z6
 6   6
 
 P  S
   6 6   6
6 F    
  6 .c
c