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ÜBER DIE POLITISIERUNG DER GEWERKSCHAFTSBEWEGUNG DER ARBEITER

Heft: 2017 Heft 1

Von Giannis Merentiti

DIE HAUPTAUFGABE DER KOMMUNISTEN IN DEN GEWERKSCHAFTEN

Die Kommunisten und ihre Freunde haben, indem sie innerhalb der Gewerkschaften und an

den täglichen Arbeiter- und Gewerkschaftskämpfen in vorderster Linie teilnehmen und kämpfen, als

Hauptaufgabe, bei der Politisierung der Arbeit und der Kämpfe der Gewerkschaft zu helfen. Und das

mit dem Ziel, den Arbeitern bewusstzumachen, dass das ultimative Ziel des Kampfes nichts anderes

sein kann, als der Sturz der Herrschaft des Kapitals und die Notwendigkeit sich innerhalb der KKE

zusammenzuschließen und zu organisieren.

Wie wir diese Aufgabe umsetzen, dabei hilft uns der Beschluss des großen Plenums des Zentralkomi-

tees der KKE, mit dem Titel "Der Kurs der Reorganisation der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung

und der Entwicklung des Parteiaufbaus in der Arbeiterklasse", wo es unter anderem heißt: "Die Partei

kann mit ihrer eigenständigen Arbeit, und parallel dazu in den wirtschaftlichen Kämpfen und bei der

Entwicklung des politischen Klassenbewusstseins der Arbeiterklasse nur erfolgreich sein, indem sie auf

ihre Ausrichtung und Durchführung einwirkt, sodass sie immer mehr mit der politischen Frage, der Frage

der Macht verbunden wird. Die Erreichung dieses Zieles erfordert jedoch auch eine eigenständige Akti-

vität der Partei. Je mehr die autonome politische Aktion zunimmt, desto bessere Voraussetzungen wer-

den auch für die Entwicklung einer klassenkampforientierten Ausrichtung der Gewerkschaftsbewegung

geschaffen". Er betont auch, dass: "jedoch eigenständige Arbeit nicht nur die besondere Darstellung

der Partei, der Partei-Basisorganisation (KOB) ist, sondern auch die Aktivität der Parteimitglieder mit

ihrer persönlichen Arbeit und Haltung innerhalb der Massenbewegung. Sie sind Pioniere bei der Aktion

der Gewerkschaftsorganisationen, aber sie sind gleichzeitig auch ein Sammelpunkt für Anhänger und

Freunde der KKE, sie erweitern diesen Kreis, nutzen jeden aktiven Arbeiter und jede aktive Arbeiterin

in den täglichen Klassenkämpfen, mit der Perspektive ihrer Einbindung in und Unterstützung für die

Partei, nicht nur einfach als Wähler, sondern Kämpfer für die kommunistischen Ideen und Ziele".

Die Umsetzung des obigen, d.h. die richtige Kombination der erforderlichen Verbreitung unserer Theo-

rie, unseres Programms und der Festigung der kommunistischen Arbeiterführung in jeder Branche und

an jedem Arbeitsplatz ist, zusammen mit der notwendigen Organisierung der praktischen täglichen Ar-

beit des Klassenkampfes, keine leichte Aufgabe. Diese Aufgabe muss sich ständig im Zentrum der

Aufmerksamkeit der Führungsorgane, der Partei-Basisorganisationen (KOB) und der Parteiorganisati-

onen befinden. Die Erfahrungen müssen gesammelt und konsequent und kollektiv beurteilt und genutzt
werden. Dieses Thema hat viele Seiten, deshalb bleiben wir hier bei bestimmten Aspekten unserer

Arbeit stehen, die mit der Politisierung der Gewerkschaftsaktivitäten und des Gewerkschaftskampfes im

Allgemeinen zu tun haben.

IM ZUSAMMENHANG MIT DEN GEWERKSCHAFTEN UND IHRER ROLLE

Basierend auf unserer Theorie und unseren Parteidokumenten "sind die Gewerkschaften eine

Form der Organisation der Arbeiterklasse, Organisationen des wirtschaftlichen Kampfes der Arbeiter-

klasse. An den Gewerkschaften nehmen im Gegensatz zu den KPs, arbeitende Massen mit unterschied-

lichen Ebenen des Bewusstseins teil und natürlich mit unterschiedlichen ideologischen und politischen

Einflüssen und Überzeugungen. Innerhalb dieser verstärkte sich der Einfluss der bürgerlichen Politik,

besonders seit die alten Arbeiterparteien (sozialdemokratische) bürgerlich wurden. Obwohl die Gewerk-

schaften von Natur aus nicht unabhängig politisch wirken können, hat ihre Aktivität objektiv politische

Merkmale. Abhängig von den Verhältnissen ist in ihnen entweder eine bürgerliche oder eine Arbeiter-

politik vorherrschend".1

Für uns ist die aktive Beteiligung und Intervention aller Kräfte am Leben und der Aktivität der Gewerk-

schaften allererste und grundlegende, satzungsgemäße Pflicht. Wie es auch im Beschluss des Großen

Plenums heißt: "Sie ist eine Angelegenheit satzungsgemäßer Prinzipien und die aktive und führende

Aktivität der Parteimitglieder in den Gewerkschaften muss strikt eingehalten werden. In der Praxis ha-

ben wir viele Probleme, angefangen von der förmlichen Teilnahme bis hin zu dem Punkt, ob die Arbeit

die sie tun, wesentlich ist und wie sie kontrolliert wird, sodass sie fortwährend mehr werden und starke

Verbindungen zu den Arbeitermassen schaffen und aufrechterhalten. Denn die entsprechende persön-

liche, ideologische und organisatorische Arbeit der Parteimitglieder ist eine elementare Voraussetzung

für die klassenorientierte Ausrichtung der Gewerkschaften und für die Zunahme des Einflusses und der

Kraft der Partei".

An und in den Gewerkschaften beteiligen und arbeiten nicht nur die Kommunisten. Sogar in solchen, in

deren Verwaltungsräten die Kommunisten die Mehrheit errungen haben, ist ihre Basis nicht kommunis-

tisch. Viele der Arbeiter, die uns wählen, sind Mitglieder und Wähler anderer Parteien. In den Gewerk-

schaften nehmen alle Kräfte in vielen Formen teil, und agieren direkt und durch ihre Gewerkschaftsfrak-

tionen, durch ihre Mitglieder, die auch Mitglieder der Gewerkschaften sind. Auch solche, die über keine

organisierten Kräfte verfügen, beteiligen sich mit ihren allgemeinen Positionen und ihren Vorschlägen.

Alle versuchen, sich die Arbeiter- und Volksbewegung und die Kämpfe entsprechend ihrer Klasseninte-

ressen politisch zu unterwerfen.


Für unsere Partei ist die organisatorische Selbstständigkeit und Tätigkeit der Gewerkschaften etwas,

was respektiert wird. Das ist keine Formalität und wir verteidigen sie auch gegenüber der Arbeitgeber-

schaft, dem Staat, den Mechanismen und die anderen Parteien.

Lenin unterstreicht, indem er die Beziehung zwischen den kommunistischen Parteien und den Gewerk-

schaften erklärt, die Tatsache, dass die Gewerkschaften in der ersten Entwicklungsphase des Kapita-

lismus ein riesiger Fortschritt der Arbeiterklasse waren. Sie trugen zur Überwindung der Zersplitterung

der Arbeiter und zur Schaffung erster Elemente von Klassenvereinigung bei. Als sich jedoch die höhere

Form der klassenorientierten Organisation zu entwickeln begann, die Partei, begannen die Gewerk-

schaften unvermeidlich "…gewisse reaktionäre Züge zu offenbaren, eine gewisse zünftlerische Be-

schränktheit, eine gewisse Neigung zur politischen Indifferenz, eine gewisse Stagnation usw.". Er er-

gänzte: Aber anders als vermittels der Gewerkschaften, anders als durch ihr Zusammenwirken mit der

Partei der Arbeiterklasse ging die Entwicklung des Proletariats nirgendwo in der Welt vor sich und

konnte auch nicht vor sich gehen".2

"Die Kommunisten sind verpflichtet in den Gewerkschaften mit dem Ziel zu arbeiten, dass der wirtschaft-

liche Kampf der Arbeiter zur politischen Heranreifung und Schaffung von Kampfbereitschaft gegenüber

der Klasse der Kapitalisten und ihrer Macht beiträgt. Zu den Aufgaben der kommunistischen Gewerk-

schafter gehört auch die ideologisch-politische Gärung zu schaffen, für die Notwendigkeit zur Entwick-

lung und Organisation des Kampfes mit dem Ziel der Herrschaft". 3

"Die organisierte, systematische Aktion und die politische Arbeit der Kommunisten sind dort, wo sich

die Massen zusammenschließen (Jugend- und Frauenorganisationen, politische Vereine u.a.) und vor

allem in den Gewerkschaften, die wichtigste Aufgabe der Kommunistischen Partei bei der Verbindung

mit den Massen, ihrer Erziehung zum politischen Kampf, beim Ringen um die Macht ". 4

BEZÜGLICH DES INHALTS DER POLITISIERUNG

Lenin betonte charakteristisch: "Jeder Klassenkampf ist ein politischer Kampf. Bekanntlich ha-

ben die in den Ideen des Liberalismus befangenen Opportunisten diese bedeutsamen Worte von Marx

falsch verstanden und verzerrt interpretiert. [...] Die „Ökonomisten" meinten, daß jeder beliebige Zusam-

menstoß zwischen den Klassen schon ein politischer Kampf sei. Die „Ökonomisten" erkannten daher

als „Klassenkampf" den Kampf für einen Aufschlag von 5 Kopeken je Rubel an, ohne den höheren,

entwickelten, gesamtnationalen politischen Klassenkampf sehen zu wollen. […]

Nicht genug damit, daß der Klassenkampf nur dann echt, konsequent, entfaltet ist, wenn er den Bereich

der Politik erfaßt. Auch in der Politik kann man sich entweder auf unbedeutende Einzelfragen beschrän-

ken oder in die Tiefe gehen, bis auf den Grund. Der Marxismus erkennt den Klassenkampf erst dann
als voll entfaltet, als „gesamtnational" an, wenn er nicht nur die Politik, sondern in der Politik auch das

Wesentlichste: die Frage der Staatsmacht, erfaßt".5

Heute, unter Berücksichtigung des Entwicklungsstandes des Kapitalismus und seines sich rasch ver-

schlechternden grundlegenden Gegensatzes, ist es noch mehr erforderlich, den wirtschaftlichen Kampf

nicht vom politischen abzutrennen, sondern den ideologischen und politischen Kampf in der Arbeiter-

gewerkschaftsbewegung zu vertiefen. Die gleiche objektive Situation, welche den Prozess der klassen-

orientieren politischen Bewusstwerdung langsamer und qualvoller machte, macht die Politisierung der

Arbeiterbewegung, macht die Bewusstwerdung aber noch notwendiger und erforderlicher. Im Buch

"Theoretische Fragen im Programm der KKE" wird betont:

"Damit die Arbeiterklasse nicht nur konsequent und effektiv für ihre wirtschaftlichen Ansprüche kämpft,

sondern – und das ist das Wichtigere – um die großen Endzwecke zu verwirklichen, muss sie einen

umfassenden ideologischen und politischen Kampf führen, den nur die KP organisieren, ausrichten und

leiten kann. Das wird durch das autonome Handeln der Partei verwirklicht, aber auch durch die Aktivität

der Mitglieder der Partei in der Gewerkschaftsbewegung. Diese Rolle der Parteimitglieder der KP ist

einzigartig, unabhängig von der Struktur und dem Kräfteverhältnis in der Gewerkschaftsbewegung. 6

Auch: Die Aktivität bürgerlicher und opportunistischer Kräfte in der Gewerkschaftsbewegung der Arbei-

terklasse ist eine politische Strömung mit dem Ziel der Manipulation des Bewusstseins der Arbeiter-

klasse. Sie ist das Haupthindernis dafür, dass die Arbeitergewerkschaftsbewegung massenhaft wird,

dass der klassenorientierte Pol in ihren Linien stärker wird und die regierungs- und arbeitgebernahe

Gewerkschaftsbewegung isoliert wird".7

Die Bourgeoisie greift über ihre Parteien und ihre Gewerkschaftsfraktionen offen und verdeckt, auf jede

Weise und immer in die Aktivitäten der Gewerkschaften und ihre Kämpfe ein, um sie entsprechend ihrer

eigenen Ziele zu politisieren, die sie in der Regel "national" taufen. Heute tun die Arbeitgeber selbst eine

intensivere, durchdachtere, offenere und vielseitigere ideologische Arbeit, die sich gravierend auf die

Arbeiter auswirkt. So glaubt der Arbeiter, dass "ihm der Arbeitgeber Arbeit gibt, damit er leben kann",

und deshalb ist es sein Interesse, "dass es seinem Unternehmen gut geht, dass es der Krise widersteht

und dass es seine Konkurrenten nicht verschlingen", er identifiziert seine Interessen mit denen des

Arbeitgebers und sieht nur die jeweilige Regierung als Feind.

Innerhalb der großen Unternehmen hat sich eine vielgestaltige ideologische Propagandamaschine zur

Verbreitung der bürgerlichen Ideologie etabliert, die auf viele Weisen interveniert. Sie organisieren für

die Arbeitnehmer kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen, oft zusammen mit den Arbeitgeber-

verbänden, wo die "Familie Unternehmen" und "die soziale Seite des Arbeitgebers" hervorgehoben wird.

Sie organisieren Vorträge über verschiedene Themen, über "Unternehmertum", "Wettbewerbsfähig-

keit", "Wirtschaftlichkeit", "Sozialpartnerschaft" u.a. Sie geben verschiedene kostenlose Zeitschriften

und Zeitungen heraus und verteilen sie, sie heben ihre „humanitäre Arbeit“ hervor, den ganzen
bürgerlichen ideologischen Kram. Sie mobilisieren die Werktätigen ihrer Unternehmen unter ihrer eige-

nen Flagge, wie sie es in der Ära der "Plätze" getan haben, wie es auch Angelopoulos, Manesis und

andere Stahlunternehmen taten, um billigen Strom zu bekommen. Oder Tavoularis zusätzliche Millionen

von der Regierung, Lanaras um Kredite von den Banken zu bekommen, Giannakopoulos und andere

Kapitalisten für ihre eigenen Interessen im Rahmen des kapitalistischen Wettbewerbs.

Um die Arbeiterbewegung in die Ziele der Bourgeoisie einzubinden, arbeiten eine Reihe von Organisa-

tionen, Instituten, NGOs, Berufsausbildungs- und Ausbildungsprogramme, die gesamte Bildung. Sie

organisieren Tagungen, Untersuchungen, Seminare, Kampangen, an denen die regierungs- und arbeit-

gebernahen Gewerkschaften aktiv teilnehmen. Sie binden die Arbeiter in die Ziele der Bourgeoisie ein,

in "die Wirtschaftsentwicklung", "die Gewinnentwicklung der Unternehmen", "die Wettbewerbsfähigkeit",

"die Klassenzusammenarbeit", "den einzigen Weg der EU", "die Nutzung der geostrategischen Position

des Landes", d.h. sie arbeiten für die bürgerliche Herrschaft. Der griechische Gewerkschaftsbund

(GSEE) und die Arbeitszentren, in denen die Kräfte der europäischen Einbahnstraße die Mehrheit ha-

ben, haben vor langer Zeit aufgehört Organe des Arbeiterkampfes zu sein. Sie haben sich in Organe

der Integration und Unterjochung der Arbeiterbewegung verwandelt. Für die Stärkung und die Bildung

der regierungs- und arbeitgebernahen Gewerkschaftsfunktionäre gibt es eine Reihe von Schulen, wer-

den eine Reihe von "Hilfsmitteln" zur Verfügung gestellt.

Heute gibt es Unternehmen, bei denen in Zusammenarbeit mit den bürgerlichen Parteien, der faschis-

tischen "Goldenen Morgenröte", der Kirche, den kommunalen Behörden, auf der Grundlage der "sozia-

len Überzeugungen" oder der "Lokalität" Arbeitnehmer eingestellt werden. Auf diese Weise versuchen

sie zum einen sie "eingebunden" zu halten und weitere Schwierigkeiten für die gewerkschaftliche Akti-

vität und bei der Ausrichtung und Organisation des Kampfes zu erschaffen, und zum anderen, den

"guten Protest von außen" durch das aktive Volk der Region, die Klassenzusammenarbeit sicherzustel-

len.

Für die Unterordnung der Gewerkschaftsbewegung der Arbeiter unter die Bourgeoisie arbeiten alle bür-

gerlichen politischen und gewerkschaftlichen Kräfte der europäischen Alternativlosigkeit und alle Kräfte

des Opportunismus. Die letzteren reden, trotz der Unterschiede zwischen ihnen, zum einen "über die

Notwendigkeit der Einigkeit der Arbeiterbewegung", beklagen die regierungs- und arbeitgebernahe Ge-

werkschaftsbewegung, betreiben zum anderen offenen und getarnten Antikommunismus und richten

ihre Pfeile hauptsächlich gegen die PAME. Auf der einen Seite verwenden sie eine antikapitalistische

Rhetorik und auf der anderen Seite berufen sie sich auf die negative Beziehung um den täglichen Klas-

senkampf vom Kampf um die Arbeitermacht und die sozialistische Gesellschaft abzuspalten und tragen

so zur Aufrechterhaltung der Kapitalismus bei.

Bourgeois und Opportunisten halten den Kampf, der sich nicht innerhalb der kapitalistischen Mauern

bewegt für "parteipolitische Einflussnahme", während sie dasjenige, was die Ziele des Kapitals
akzeptiert und sich in der Logik der "Sofortlösungen", der "notwendigen Reformen", der "Verwaltung"

im allgemeinen bewegt, für "ungebunden und überparteilich" ansehen. So binden Sie die Arbeiter und

die Arbeiterinnen, die Angestellten, in die Logik der wechselnden Regierungen, der Unterscheidung

zwischen "rechten" und "linken" Regierungen ein, und die "linken" Regierungen als für die Werktätigen

am vorteilhaftesten. Sie verleumden die klassenorientierte Linie des Kampfes, die den täglichen Kampf

um die Forderungen mit dem Kampf für den Sturz der Macht der Bourgeoisie und für die Arbeiterherr-

schaft verbindet, als eine Linie, welche die Lösung der Probleme "auf das nächste Leben" verschiebt,

als eine "spaltende Linie, die in die Isolation führt".

Folglich gibt es objektiv die Politisierung der Gewerkschaftsbewegung der Arbeiter, da der wirtschaftli-

che Kampf sachlich nicht vom politischen Kampf zu trennen ist und sich der ideologische und politische

Kampf objektiv verschärft. Jede Anstrengung, die Arbeiter in einem Gebiet oder einer Branche zu orga-

nisieren, jeder Kampf und jede Forderung hat objektiv Elemente von ideologischem Kampf, der sich

ständig verschärft. Es gibt weder klassenneutrale Kämpfe noch klassenneutrale Gewerkschaften. Die

verschiedenen Bewegungen, die gelegentlich auftreten, mit dem Titel des "Autonomen", "Unabhängi-

gen", des "Weg von den Parteien", wie der "Bewegung der Empörten", "der Plätze", "der Antimemoran-

den", "der Nationalen Themen", sowie des vor kurzem erfolgten Online-Aufrufs vom Typ "Es reicht" oder

"Ohne Parteien, Farben und Gewerkschaften" sind bürgerlich und opportunistisch.

Die Frage ist, welchen Inhalt und welches Ziel, gibt jeder dem Begriff der Politisierung und das wird von

den Zielen bestimmt für die jemand kämpft. Die beiden Linien, die in der Gewerkschaftsbewegung be-

stehen und kollidieren, unterscheiden sich nicht nur weil unsere Linie bessere Anträge in Bezug auf

Löhne, Arbeitsbedingungen, Gesundheit, Bildung beinhaltet und für ihre Einforderung Kämpfe und in-

tensivere Formen der Auseinandersetzung verwendet. Sondern, dass sie zwei völlig gegensätzliche

Linien in Bezug auf das Ziel und den Zweck haben, insofern sie zwei grundsätzlich unterschiedlichen

Entwicklungswegen und zwei rivalisierenden Klassen, der Arbeiterklasse und der bürgerlichen dienen.

In der Gewerkschaftsbewegung gibt es eine heftige ideologisch - politische Auseinandersetzung, in der

die Kommunisten und diejenigen, die mit ihnen zusammenarbeiten, ganz vorne dabei sind. Sie schaffen

die Voraussetzungen für eine wirkliche Veränderung der Verhältnisse, die massenhafte Verstärkung der

Gewerkschaften und die Ausbreitung der PAME in jeder Branche und mit neuen Kräften. Das ist es,

wovor die Bourgeoisie Angst hat und was alle bürgerlichen und opportunistischen Kräfte auf jede er-

denkliche Art, durch ihr organisiertes Auftreten in der Gewerkschaftsbewegung aber auch durch die

Mechanismen des Staates, zu zerschlagen versuchen. In dieser Hinsicht charakteristisch ist ein Auszug

aus dem einführenden Text eines kürzlich erfolgten Strafverfahrens gegen Gewerkschafter der Metal-

lergewerkschaft, wo unter anderem Folgendes gesagt wird: Die Angeklagten sind Mitglieder der Ge-

werkschaft für Handelsangestellte der Metallbranche Piräus, Südattika, und der Inseln. Wie bekannt ist,

entwickelt die oben angeführte Gewerkschaft, offen angeführt von einer bestimmten politischen
Gruppierung, Aktivitäten mit dem Ergebnis, dass oft Methoden und Praktiken verwendet werden, die

unzweifelhaft den Sinn der legalen gewerkschaftlichen Aktion verzerren und ihn, abgestimmt mit der

Philosophie und Ideologie eines anderen politischen und ideologischen Weltbilds, in den langen und

flexiblen Arm ihrer politischer Bestrebungen verwandeln".

Vor ein paar Monaten schrieb die "linke" Avgi im Hinblick auf die Bemühungen der Arbeitgeber und der

Regierung, den Boden für neue reaktionäre Veränderungen am Gewerkschaftsgesetz und mehr Hin-

dernisse für das Streikrecht vorzubereiten, einen charakteristischen Artikel darüber, welche Streiks ak-

zeptiert werden können. In ihm heißt es unter anderem, dass diejenigen Streiks nicht akzeptiert werden

können, die Anträge vorbringen, welche die Regierung für "unerfüllbar" ansieht, Streiks, die sich "gegen

Vereinbarungen wenden, die beschlossen wurden". Streiks können "nur vor der Verabschiedung der

Gesetze" gemacht werden, danach gilt, was beschlossen wurde ist beschlossen, was unterzeichnet

wurde ist unterzeichnet. Streiks, die nach der Verabschiedung der Gesetze stattfinden, sind "kein ge-

werkschaftlicher Kampf, sondern ein politischer". Kurz gesagt, solange sich der Streik im Rahmen der

EU und der Politik der Regierung bewegt, ist er ein gewerkschaftlicher Kampf und ist akzeptabel, weil

dieser Kampf harmlos und leicht zu manipulieren ist, er wird verwendet und dann "ist die Luft raus".

Während Streiks, wenn sie die grundlegenden Entscheidungen der Arbeitgeber, der Regierung und der

EU infrage stellen, ein politischer Kampf und nicht akzeptabel sind, denn sie ziehen das Heiligste der

kapitalistischen Produktionsweise in Zweifel, die Entscheidungen des Parlaments, "Gesetz und Ord-

nung".

Deshalb ist der gewerkschaftliche Kampf der Arbeiter ohne Politisierung, die zum Sturz der Macht des

Kapitals führt, ein "blinder Kampf ins Leere", so ausgearbeitet und massiv er auch sein mag, mit welch

dynamischen Formen er auch stattfindet und unabhängig von den Absichten. Er trägt nicht zur Bildung

von Klassenkriterien, klassenorientiertem politischen Bewusstsein bei, er ist leicht manipulierbar, wird

vom Klassenfeind verwendet, in den Rahmen der innerbourgeoisen Konflikte integriert und so vom Op-

portunismus leicht in die Logik der bürgerlichen Verwaltung aufgenommen. Die Tatsache, dass die bis

gestern "Gegner der Memoranden" heute den Memoranden zustimmen und sie besser als die vorheri-

gen umsetzen und wegen dieser ihrer Fähigkeit die Bewunderung der Industriellenvereinigung (SEB),

der EU und der NATO hervorrufen, bestätigt das.

SCHWIERIGKEITEN UND MÖGLICHKEITEN DEN IDEOLOGISCH-POLITISCHEN


KAMPPF IN DER GEWERKSCHAFTSBEWEGUNG ZU VERSTÄRKEN

Die Grundlage für die Organisation der Arbeiter und des Kampfes in jeder Fabrik und jeder

Branche sind die Probleme, die Formulierung der entsprechenden Anfragen und Argumente zu ihnen,
die Auswahl der entsprechenden Formen, d.h. alles, was benötigt wird, um Arbeiter, mit einem unter-

schiedlichen Grad des Klassenbewußtseins und der politischen Erfahrung in den Kampf zu ziehen. Dies

erfordert besondere Aufmerksamkeit, weil wir " das Niveau des Bewusstseins der Werktätigen in einer

Branche nicht von ihrer Avantgarde her beurteilen dürfen, sondern wir müssen die arbeitenden Massen

berücksichtigen, die nicht teilnehmen, die apathisch, frustriert und in individuelle Lösungen sind einge-

schlossen sind. Quälende Arbeit ist vonnöten, dass wir unsere Positionen nicht unverändert und unaus-

gearbeitet den Massen übermitteln, im Gegenteil, ihre Ausarbeitung bedeutet ihr Vorantreiben in der

entsprechenden Abstufung".8

In der Praxis ist dies ein schwieriges Problem, bei dem viele Faktoren beachtet und berücksichtigt wer-

den müssen. Zum einen sollen die entsprechenden Anforderungen angepasst werden, die Arbeiter mit

unterschiedlichen Meinungen und Bewusstseinsebenen in den Kampf ziehen sollen, aber gleichzeitig

soll es eine "Schule" sein, das politische Bewusstseins anzuheben und nicht Selbstzweck. "Heute ist es

nicht genug, dass die Bewegung einfach ein paar positive Einzelziele hat. Das, was die Effizienz der

Bewegung bestimmt und ihre Rolle bei einer positiven Perspektive, ist, welchen ideologisch politischen

Rahmen sie in den Zielen des Kampfes unterstützt. Die "Einigkeit beim Problem oder der "Kampf gegen

Probleme" allgemein, ist nicht genug. Wichtig ist, in welchem politischen Kontext die Forderungen ge-

stellt werden, welche ideologischen Positionen ihnen zugrunde liegen, das Ziel des Kampfes. Die Ar-

beiterbewegung muss aus den Anforderungen des Kampfes selbst eine antikapitalistische Ausrichtung

erringen, eine Konfrontationsfront zu den bürgerlichen Auffassungen und Ideologismen entwickeln, ge-

gen den Reformismus und den Opportunismus, basierend auf der Erfahrung, die im Klassenkampf und

den Kämpfen der Massen geformt wird. Der ideologische, politische und wirtschaftliche Kampf wird

einheitlich geführt, er wird nicht aufgesplittert [...]

...die Gewerkschaftsbewegung ist eine Schule, nur dass der Unterricht jetzt fortgeschrittener ist im Ver-

gleich zur Anfangszeit der Aktivität der Gewerkschaften. Wenn sie zuerst eine Volksschule war, muss

sie jetzt zumindest eine Unterstufe des Gymnasiums sein. Der Dilettantismus führt nicht weit".9

Aber wie der Kampf mit den Problemen der einzelnen Bereiche mit dem Kampf für den allgemeineren

und wirklichen Ausweg verbunden wird, der kein anderer ist, als die Eroberung der Arbeitermacht, wie

er als "Schule" zur Anhebung des politischen Bewusstseins fungieren kann, ist nicht durch Rezepte und

Spickzettel lösbar. Wir müssen in Bezug auf die Neuformierung und um Fehler zu vermeiden, die ent-

weder zu einer Loslösung vom Bewusstseinsgrad und der Erfahrung der Werktätigen führen, oder zu

einem Kompromiss mit wenig Bereitschaft und niedrigeren Anforderungen, die dann zur Integration füh-

ren, eine spezifische Ausarbeitung für jeden Ort und jede Branche haben.

Wir sagen, dass: "Es ist heute nicht möglich von der Arbeiterklasse, die an unserem Kampf teilnimmt,

zu fordern, dass sie mit uns bei der Arbeiter- und Volksherrschaft übereinstimmt. Es ist notwendig, dass

sie zustimmt, aber das geht nicht mechanisch oder "gewaltsam von oben". Gleichzeitig sagen wir: "Das
bedeutet nicht, dass wir uns aus der Verantwortung und Verpflichtung zu bestimmten Positionen, For-

derungen und Schwerpunkten zurückziehen, die heute unbedingt erforderlich sind, damit die Bewegung

starken politischen Druck ausüben und die wirklich trennende, gesellschaftspolitische Ausrichtung ver-

stehen kann. Damit die Bemühungen, die Bewegung hinter den beiden Polen des Systems, mit Fokus

auf die ND und SYRIZA, zu versammeln und auf Basis der innerbürgerlichen und innerimperialistischen

Gegensätze und der verschiedenen Ansätze zu einer besseren Verwaltung des kapitalistischen Aus-

wegs aus der Krise, geschwächt werden. So gibt es zum Beispiel die Parolen von der Loslösung aus

der Europäischen Union, der einseitigen Löschung der Schulden, der Vergesellschaftung der Monopole.

Sie sind für die sofortige Aktion in der Bewegung vorhanden, werden aber durch die speziellen Probleme

vor Ort und die früheren und jüngsten Erfahrungen belegt".10

Kurz gesagt meinen wir: "Das ganze Problem ist, diese Taktik so anzuwenden zu wissen, dass das

allgemeine Niveau des proletarischen Bewusstseins, der Bereitschaft zur Rebellion und die Fähigkeit,

zu kämpfen und zu gewinnen angehoben und nicht verringert wird". 11

Es muss uns klar sein, dass es außerhalb des Kampfes keine Neuformierung gibt, aber dass die Neu-

formierung auch nicht allein mit den Kämpfen kommen kann. Sie erfordert die Stärkung und Erweiterung

der Kräfte der KKE und KNE in jeder Branche und an jedem Arbeitsplatz, die Stärkung ihrer ideologi-

schen Einflussnahme auf die Arbeitergewerkschaftsbewegung und die Kämpfe. Die Schaffung eines

klassenorientierten politischen Bewusstseins und die Änderung der Verhältnisse erfordern eine komple-

xere organisatorische und ideologische Parteiarbeit, eine Zuspitzung der ideologischen Arbeit innerhalb

der Kämpfe, unter Berücksichtigung aller objektiven und subjektiven Faktoren, die auf das Bewusstsein

der Werktätigen einwirken. Wir müssen, durch die notwendige Spezialisierung unserer Politik in jeder

Branche oder an jedem Ort, auf der Grundlage der Probleme des Bereiches und des Arbeitsplatzes

dabei helfen, ihre Ursachen und die Voraussetzungen zu ihrer endgültigen Lösung zu beleuchten, die

mit der Veränderung der an der Macht befindlichen Klasse einhergeht, sowie auch den Weg für ihre

Umsetzung.

EINIGE FRAGEN AUS DER ERFAHRUNG DER KÄMPFE DER LETZTEN JAHRE

In dieser Zeit wurden mehrere Fabriken geschlossen, einige, weil der Kapitalist in der Krise im

Konkurrenzkampf Pleite ging und andere, weil er es vorzog, in einen anderen Bereich zu investieren,

wo sein Gewinn größer ist. In den meisten Fällen organisierten die Lenkungsausschüsse der Gewerk-

schaften, in denen die PAME die Mehrheit haben, vielgestaltige Kämpfe mit guter Beteiligung, in einigen

Fällen mehrtägige oder über mehrere Monate. Sie hoben das Recht auf Arbeit hervor, die Verantwor-

tung der Regierung und der anderen Parteien, sie standen dafür, dass die Arbeiter nichts von ihren
Lohn- oder Sozialversicherungsrechten verlieren. Das half beim kämpferischen Zusammenschluss der

Arbeiter des betroffenen Betriebes, unabhängig von ihren ideologischen und politischen Ansichten.

Aber wenn die Kräfte der KKE, welche Mitglieder des Vorstands und einfache Mitglieder der Gewerk-

schaft sind, dabei stehen bleiben und nicht aufzeigen, dass die Schließung der Fabrik und das auf die

Straße werfen der Arbeiter, insbesondere in Zeiten der Krise, Merkmale der kapitalistischen Produkti-

onsweise sind, dass das objektiven Gründen geschuldet ist und nicht vom Willen jedes einzelnen Kapi-

talisten abhängt, dann hilft es den Arbeitern, die am Kampf teilnehmen nicht dabei, den wirklichen Feind

zu sehen, nämlich die Bourgeoisie als Ganzes und nicht den einzelnen Kapitalisten. Ohne diesen erfor-

derlichen ideologisch-politischen Kampf werden Illusionen darüber genährt, dass mit dem Kampf die

Schließung der Fabrik aufgehalten, der Kapitalismus in Ordnung gebracht und die Anarchie in der Pro-

duktion gestoppt werden könne. Aber da dies nicht möglich ist, ist das Risiko der Enttäuschung und der

Demobilisierung bei einem großen Teil der Arbeiter nach einem solchen Kampf sehr wahrscheinlich,

dafür gibt es Beispiele.

Wenn die Kommunisten der Gewerkschaft im Kampf, der anlässlich der Schließung der Fabrik stattfin-

det, diese "Gelegenheit" nicht dazu nützen, den Arbeitern verständlich zu machen, warum die Fabrik

schließt, dass die Schließungen der Fabriken aufhören werden, wenn die Kapitalisten aus ihrer Mitte

verschwinden, also unter der Arbeitermacht, dann werden die Schritte im Bewusstsein klein bis inexis-

tent bleiben und es wird Rückzugstendenzen geben, egal wie sehr der Gewerkschaftsvorstand die Rhe-

torik und den Kampf gegen Arbeitgeber und Regierung auch zuspitzen.

In derselben Periode trieben die Kapitalisten die Reduzierung des Personals voran, sei es wegen eines

Rückgangs der Produktion aufgrund der Krise, sei es, weil sie es dazu verwendeten, um billigere Ar-

beitskräfte zu bekommen. Die Lenkungsausschüsse der Gewerkschaften wiesen auf das harte Gesicht

der Arbeitgeber hin, organisierten auch hier Kämpfe um die Entlassungen rückgängig zu machen, und

im Falle sie es nicht konnten, dass die Arbeiter ihre normalen Löhne und Entschädigungen u.a. beka-

men. Einige Male, bei Unternehmen, die Gewinne aufwiesen, wurde die Reduzierung des Personals

dazu verwendet, um alle Arbeiter zum Kampf zu bringen, indem erwähnt wurde, "dass das Unternehmen

Gewinne hätte, also zu Unrecht das Personal verringere". Das half dabei die Werktätigen zum Kampf

zu bringen, aber von alleine bildet das kein klassenorientiertes politisches Bewusstsein, denn es zeigt

nicht auf, wie der Kapitalismus funktioniert. Es muss besser mit anderen Themen, wie Arbeitszeiten, die

Höhe der Löhne und Arbeitsbedingungen verbunden werden. Sonst wird die Illusion erzeugt, dass die

Arbeiter einen sicheren Arbeitsplatz haben und sich ihr Anteil am Kuchen vergrößern wird, wenn das

Unternehmen Gewinn hat, oder, falls es keinen Gewinn hat, die Entlassung und die Verringerung des

Lohnes als etwas Natürliches versteht. Die Kräfte der KKE, die in den entsprechenden Gewerkschaften

sind, werden die Auseinandersetzung im Kampf mit den anderen Kräften zuspitzen müssen, werden

aufdecken müssen, dass der Arbeitgeber die neuen technologischen Möglichkeiten zu Lasten der
Werktätigen verwenden wird. Er wird den Grad der Ausbeutung für die wenigeren Arbeiter, die er

braucht, erhöhen, zusätzlichen Gewinn und einen größeren Anteil am kapitalistischen Markt anstreben.

Sie werden aufzeigen müssen, dass die Gewinne auf der größeren Ausbeutung der Werktätigen, auf

der Reduzierung der Arbeitnehmerrechte und auf der Arbeitslosigkeit "aufbauen". Diese notwendige

ideologische Intervention ist schwierig. Sie muss einfach und verständlich geschehen, sie muss die

Erfahrung der Werktätigen an ihrem Arbeitsplatz und in ihrer Branche verwenden, ihnen helfen klassen-

orientierte politische Kriterien zu bilden und zu entwickeln.

Bei einigen Treffen des Lenkungsausschusses der Gewerkschaftsorganisation bei SOFTEX mit dem

Vertreter des Arbeitsministeriums anlässlich der Erklärung der Arbeitgeber, dass "sie das Werk schlie-

ßen werden", sagte dieser: "Warum übernehmt nicht ihr die Fabrik, arbeitet 2-3 Jahre, bezahlt die Schul-

den und danach habt ihr die Gewinne". Einigen Werktätigen "klingt das gut in den Ohren" und sie sehen

die Falle nicht. Sie glauben, dass sie selbst Chefs werden würden. Sie setzen es mit dem gleich, für

das die KKE kämpft und was die klassenorientierte Arbeitergewerkschaftsbewegung auf ihre Weise

durchsetzen will. Nämlich, dass die Arbeiter die Fabriken in ihre Hände nehmen und darin geplant und

nach den Kriterien der Bedürfnisse der Arbeiter und nicht des Gewinns der Kapitalisten arbeiten".

Das Ministerium für Arbeit stellt, zusammen mit den anderen Kräften, solche Fallen auch den Werktäti-

gen anderer Fabriken, die geschlossen werden sollen. Wenn die Vorstände der Gewerkschaftsorgani-

sationen nicht darauf eingehen und bei ihrer grundlegenden Forderung der "Wiedereröffnung der Fab-

rik" und bei der Festlegung verschiedener Kampfmaßnahmen stehenbleiben, wenn sie nicht erklären,

dass eine Fabrik, die für die Interessen der Arbeitnehmer arbeitet, die Übernahme der politischen und

wirtschaftlichen Macht durch die Arbeiterklasse insgesamt voraussetzt, dass auch "Selbstverwaltung"

und alle Formen der "sozialen Marktwirtschaft" Formen der kapitalistischen Verwaltung sind und dass

die selbstverwalteten Unternehmen wieder in die Hände der Kapitalisten und ihres Staates übergehen

werden, dann werden die Arbeiter in die Fallen der Verwaltungslogiken tappen. Wenn die Kommunisten

in den Lenkungsausschüssen nicht die Gelegenheit ergreifen aufzuzeigen, wie einige wichtige Aspekte

der Parolen, zu denen sich viele Arbeiter bekennen, verwirklicht werden können, wie zB "Arbeiter, du

kannst auch ohne Chefs", wenn die Kräfte der KKE an den entsprechenden Orten insgesamt nicht die

Gelegenheit ergreifen, die Notwendigkeit eines Sturzes der Bourgeoisie aufzuzeigen, dann lassen sie

freien Raum dafür, dass die Logik der "Selbstverwaltung", d.h. der Integration fortschreitet, dass sie zur

Forderung des Kampfes der Arbeiter wird, sogar noch unter Verwendung gehobenerer Kampfformen,

wie zum Beispiel der Besetzung.

Inmitten des insgesamt schlechten Zustands in manchen Branchen, gibt es Orte mit noch zugespitzte-

ren Problemen, sei es, weil der Arbeitgeber seit Monaten nicht bezahlt, sei es, weil er ihnen den Lohn

noch weiter gesenkt hat oder weil sie Überstunden ohne Bezahlung leisten müssen. Die Lenkungsaus-

schüsse der Gewerkschaften bemühten und bemühen sich richtigerweise, aufgrund der verschärften
Probleme an manchen Orten den Kampf zu organisieren, indem sie den entsprechenden Hebel finden

und die entsprechende Forderung formulieren. Das hilft dabei eine massive Beteiligung haben, unab-

hängig von unterschiedlichen Sichtweisen und Standpunkten, die es unter den Arbeitern gibt. Wenn die

Kommunisten jedoch in dieser Auseinandersetzung nicht zeigen, dass die Wirklichkeit an jedem Ort ein

Teil der gesamten kapitalistischen Realität ist, die gestürzt werden muss, so führt das, so sehr der Ar-

beitgeber und die Regierung auch angeklagt werden, nicht zu den entsprechenden Schritten in der

ideologischen und organisatorischen Neuordnung der Arbeiterbewegung. Ohne dass es gewollt wird,

wird ein Zunftwesen erzeugt, eine Auffassung des "bösen Arbeitgebers" und der "bösen Regierung",

des "Machbaren", des "wir wollen die Ausnahme sein", wird kein politisches Klassenbewusstsein ge-

formt.

Wir müssen ständig die Notwendigkeit darstellen und nachweisen, dass die Kämpfe an den einzelnen

Arbeitsorten branchenweit erfolgen müssen, und dass die branchen- und landesweiten Kämpfe von

allen Arbeitsorten der Branchen unterstützt werden müssen, besonders in denen von strategischer Be-

deutung, wohlwissend, dass das unter den heutigen Umständen sehr schwierig ist, dass im Kapitalis-

mus die zunftmäßige Auffassung nicht vollständig verschwinden wird. Die Erfahrung hat gezeigt, dass

die Bourgeoisie den jeweiligen Konflikt und die Bruchstückhaftigkeit des Kampfes nicht fürchtet, oder

wenn eine Branche als "schlecht bezeichnet wird" und "geopfert" wird, denn diese Auseinandersetzung

kann sie integrieren. Und sogar noch dann, wenn ein Arbeitgeber einige der Forderungen der Ausei-

nandersetzung erfüllen muss, hat er viele Möglichkeiten, das danach als sein eigenes Zugeständnis zu

präsentieren. Was sie fürchtet ist die allumfassende Konfrontation, die sie als Klasse insgesamt bloß-

stellt und die Notwendigkeit ihres Sturzes deutlicher macht. Dieser Kampf schafft Voraussetzungen um

die Fortsetzung sicherzustellen, der unachtsamen Zuversicht nach Erfüllung bestimmter Forderungen

entgegenzutreten, der Enttäuschung und Erschöpfung, wenn nichts erreicht wurde.

Aber neben den Bereichen, in denen die Gehälter und Löhne sehr tief fielen und die Werktätigen ver-

schärften Problemen entgegensehen, gibt es auch Bereiche, die sich auf einem relativ höheren Niveau

hielten, wie zB bei der ELPE [Hellenis Petroleum], der DEH [Energieversorger], bei der EYDAP [Was-

serversorger], in Bereichen der Pharmazeutischen Industrie, Getränkebranche etc. Es handelt sich hier

um große Firmen und um Bereiche von strategischer Bedeutung, mit tausenden Werktätigen. Die Werk-

tätigen dieser Branchen sehen den sehr schlechten Zustand bei den Werktätigen der anderen Bereiche,

die Armeen der Arbeitslosen. Und trotz der Verluste, die sie in der Zeit der Krise erlitten haben, fühlen

sich "glücklich" und nehmen nur sehr schwer am Kampf teil. Das bedeutet nicht, dass nicht gekämpft

wird, denn wir dürfen nicht vergessen, dass in einigen dieser Bereiche auch in Zeiten, in denen es keine

allgemeine kämpferische Mobilität gab, es dort Mobilisierungen für Verträge und Gehälter gab.

Wenn die Kräfte der KKE in den Körperschaften dieser Bereiche, die von regierungs- und arbeitgeber-

nahen Gewerkschaften und der Arbeiteraristokratie kontrolliert werden, nur die "verschärften Probleme
in der jeweiligen Branche" suchen und die Diskussion nicht auf der Basis der heutigen Bedürfnisse

eröffnen, wenn sie sich mit dem beschäftigen, was die bourgeoisen Kräfte und die der kapitalistischen

Einbahnstraße als zugespitztes Problem ansehen und mit demjenigen, den sie für arm halten und dabei

die heutigen Möglichkeiten der Produktion, der Technik und der Wissenschaft übersehen, dann ist es

schwer die Organisation des Kampfes vorwärts zu bringen. Wenn sie den Inhalt der Konflikte und Kont-

roversen innerhalb dieser Gewerkschaften nicht über die Löhne hinaus auf weitergehende Fragen und

Forderungen ausdehnen, wenn sie das Niveau der ideologischen Auseinandersetzung nicht erhöhen

und den Kampf nicht auch gegen die Arbeiteraristokratie verschärfen, die - obwohl sie immer kleiner

wird - in diesen Bereichen weiterhin stark bleibt, dann wird es keine Neuformierung der Bewegung in

diesen Bereichen geben.

Es kann zum Beispiel sein, dass die Organisierung von Kämpfen in diesen Bereichen heute schwierig

ist, weil die Werktätigen, im Verhältnis zu den anderen, höhere Löhne und auch noch einige andere

Leistungen der Arbeitgeber erhalten. Das bedeutet aber nicht, dass der Zustand die nächste Zeit gleich-

bleiben wird, denn auch hier werden nachteilige Veränderungen vorbereitet. Die Verwaltung der HEL-

LENIC PETROLEUM hat zum Beispiel damit begonnen, den Boden für Lohnkürzungen mit den Worten

vorzubereiten, dass "es ein Problem der Wettbewerbsfähigkeit mit den Raffinerien gibt, die außerhalb

der EU sind", während sie gleichzeitig von der Regierung fordert, "die rechtlichen Bestimmungen zum

Umweltschutz zu verändern, weil der kostet und die Wettbewerbsfähigkeit erschwert".

Das bedeutet nicht, dass sich die Werktätigen in diesen Bereichen nicht auch ernsthaften Problemen

bei der Arbeitszeit, bei der Intensivierung der Arbeit und ungesunden und gefährlichen Bedingungen

gegenübersehen, wo Arbeitsunfälle und der Anstieg von Berufskrankheiten u.a. häufig und schwerwie-

gend sind.

Deshalb müssen wir in jedem Bereich auf Basis der konkreten Merkmale und Umstände arbeiten, ohne

Verallgemeinerungen und Kopien aus Branchen, in denen die Umstände anders sind. In diesen Berei-

chen gibt es Werktätige, die wenig verdienen, Auftragsarbeiter, die in unserer Arbeit priorisiert werden

müssen und größere Möglichkeiten bieten. In denjenigen Branchen, wo das Unternehmen besser orga-

nisiert ist, wo es Werktätige mit einer besseren Ausbildung und Spezialisierung gibt, können sie dieje-

nigen Aspekte, die mit dem ausbeuterischen Charakter der kapitalistischen Produktionsweise, mit der

Zunahme der Ausbeutung selbst und mit den Bedingungen ihrer Abschaffung zu tun haben, besser

verstehen. Sie können besser sehen, wie diese Bereiche im Rahmen der Arbeiterherrschaft für die Be-

friedigung der Bedürfnisse der Arbeiter und des Volkes arbeiten werden können und nicht für die Ge-

winne der Unternehmensgruppen, wie es heute geschieht.

Folglich ist es notwendig, dass unsere Kräfte in der jeweiligen Gewerkschaft eine entsprechende ideo-

logische und politische Arbeit tun und dass sie nicht nur "das Problem jagen ", unabhängig davon, ob

sie sich bereits für den Kampf und die Konfrontation entschieden haben. So werden sie in diesen
Bereichen den Anteil der wegbereitenden, klassenorientierten Kräfte ausdehnen und verstärken kön-

nen, sodass sie, wenn die objektiv richtigen Bedingungen vorhanden sind, vorwärtsgehen können und

bei der Organisation und Politisierung des Kampfes agieren können. So gibt es auch hier Möglichkeiten

Schritte zur Neuformierung zu machen, weil wir uns, wenn wir über die Bewegung sprechen, in keiner

Weise mit nur einem Kampf oder einer Mobilisierung, entsprechend des Ausbruchs des einen oder

anderen Problems in der Fabrik oder der Branche identifizieren, die sich dann in der Teilnahme an

Wahlen oder einigen Streiks und Mobilisierungen erschöpfen.

In den Jahren der Krise ging die Konzentration und Zentralisierung des Kapitals schneller voran, die mit

der Schließung, dem Ausverkauf und Übernahmen, mit Personalabbau und Entlassungen, mit der Ver-

schlechterung der Arbeitsbedingungen und der Löhne einherging. Die jeweiligen Lenkungsausschüsse

der Gewerkschaften warnten mit ihren Ankündigungen rechtzeitig vor den Folgen, riefen die Werktäti-

gen dazu auf, sich zu organisieren und angepasst an die neuen Bedingungen zu kämpfen. In den meis-

ten Fällen formulierten sie, damit keine Entlassungen, Gehaltskürzungen stattfanden und zum Schutz

derjenigen, die entlassen wurden, die adäquaten Forderungen. Sie organisierten Kämpfe in verschie-

denen Formen, von Dauer und mit fast vollständiger Beteiligung der Werktätigen, etc.

Das Phänomen der Konzentration und der Zentralisierung des Kapitals, der Fusion und des Ausverkaufs

von Unternehmen, das von Schließungen, Entlassungen usw. begleitet wird, ist, mit dem Ziel der Wett-

bewerbsfähigkeit der kapitalistischen Entwicklung, der Investitionen und der kapitalistischen Produkti-

onsweise im Allgemeinen, der Krise des Kapitalismus immanent. Ihr kann in diesem Rahmen nicht be-

gegnet werden, sondern nur indem die Arbeiterklasse die Fabriken aus den Händen der Kapitalisten

und alle Schlüssel der Wirtschaft und der politischen Macht übernimmt. Diese Wahrheit müssen die

Kommunisten, die in den Lenkungsausschüssen sind, auf angemessene Weise veranschaulichen und

mit Beispielen aus der Branche selbst nachweisen. Zur gleichen Zeit müssen alle unsere Kräfte im

Kampf aufzeigen, dass es zur Verhinderung der Schließung der Fabriken und zur zentralen Planung

der Produktion, nach dem Kriterium der Bedürfnisse der Arbeiter, nötig ist, dass die Macht in andere

Hände kommt und nicht in die staatliche Verwaltung. Wenn dies nicht geschieht, wird der Kampf nicht

diejenigen politischen Merkmale annehmen, die zur Bildung eines Klassenbewusstseins beitragen. Die

Arbeiter werden nach seiner Auflösung enttäuscht sein, werden sich aus dem Kampf zurückziehen, die

Logik der "Ineffizienz" der Kämpfe und sogar noch die reaktionäre Vorstellung, dass "es die Kämpfe

sind, die die Fabriken schließen" wird leichter wirksam sein.

Zurzeit nehmen, wegen der Krise, einige dauerhafte Merkmale des Kapitalismus größere Ausmaße an,

wie zB die Arbeitslosigkeit. Die Lenkungsausschüsse der Gewerkschaften legten richtigerweise großes

Gewicht auf die Solidarität mit den Arbeitslosen und formulierten eine Reihe von Forderungen für deren

Überleben und ihrer Entlastung, für den Schutz ihrer Gesundheit. Auf dieser Grundlage bemühen sie

sich ihren Kampf zu organisieren, etwas, was schon immer seine eigenen besonderen Schwierigkeiten
hatte und hat, denn es ist die Arbeitsstätte, wo die Organisation, der Kampf und die Solidarität bestän-

diger und fester vorangetrieben werden können, wo es bessere Voraussetzungen für Kontinuität gibt.

Wenn aber die Kommunisten innerhalb ihrer kämpferischen Aktivität für die Entlastung der Arbeitslosen

und für das Arbeitslosengeld nicht die Ziele des Kampfes verdeutlichen, die die Tarifverträge und die

Forderung nach einem erheblichen Anstieg der Löhne und eine gleichzeitige Reduzierung der Tages-

und Wochenarbeitszeit betreffen, Forderungen, die im Widerspruch zum Ziel der Erhöhung der Rendite

des Kapitals stehen, wenn in diesem Kampf nicht gleichzeitig das Wesentliche aufgezeigt wird, nämlich,

dass es eine Garantie auf dauerhafte und stabile Arbeit mit Rechten, dass es eine Bekämpfung der

Probleme der Arbeitslosigkeit nur im Rahmen der Arbeitermacht geben kann, dann kann der Kampf

gegen die Arbeitslosigkeit nicht zu einer Sache der Arbeiterbewegung werden, kann er nicht kontinuier-

lich sein und auch die Arbeitslosen selbst zusammenschließen und die richtigen politischen Eigenschaf-

ten annehmen. Es wird die Auffassung der reduzierten Forderungen vorherrschen, des temporären

Auswegs über das Recycling des Problems mit verschiedenen subventionierten Programmen, des klei-

neren Übels. Der Gegner wird die Arbeitslosen über die vielen vielfältigen und organisierteren Mecha-

nismen der Arbeitslosigkeitsverwaltung, über die er heute verfügt und durch gemeinnützige Organisati-

onen, Suppenküchen und Gutscheine, mit dem Aufteilen einer Arbeitsstelle unter mehreren Arbeitslo-

sen, bestechen und integrieren.

Derzeit ist die Flüchtlings- und Einwanderungsfrage eines der aktuellen Hauptthemen. Die Lenkungs-

ausschüsse der Gewerkschaften zeigen tagtäglich an den Arbeitsplätzen die Ursachen des Problems

auf und versuchen, auch durch die Entwicklung von Solidarität, den schlimmen Zustand, den die Flücht-

linge und Immigranten erleben, zu bekämpfen. Zur gleichen Zeit, sind rund um dieses Problem auch

andere Kräfte aktiv, sprechen über das Drama der Flüchtlinge, erkennen an, dass sie Opfer des Krieges

sind, formulieren entsprechende Forderungen und bieten auch materielle Solidarität an. In vielen Unter-

nehmen organisieren die Arbeitgeber selbst Veranstaltungen, sammeln Hilfsgüter und versuchen, in-

dem sie sich mit einem "menschlichen Gesicht" präsentieren, ihre Brutalität abzuwaschen. Durch all

diese Aktivitäten wurde ein Klima der Solidarität geschaffen, das den Schmerz der Flüchtlinge lindert

und gleichzeitig die Aktivität der faschistischen und reaktionären Kräfte erschwert.

Aber der imperialistische Krieg geht mit seinen heutigen Formen weiter, und auch die Flüchtlings- und

Einwanderungsfrage spitzt sich ständig zu und wird für die Schaffung faschistischer und reaktionärer

Konzepte verwendet. Bereits zum Zeitpunkt, als die Imperialisten darüber diskutierten, den Krieg in

Syrien zu stoppen, wurde die Debatte über die Notwendigkeit einer neuen imperialistischen Intervention

in Libyen eröffnet. Sie verstärken die mörderische Kriegsmaschinerie der NATO und bereiten den Bo-

den für neue imperialistische Interventionen in anderen Ländern vor. Sie schaffen Voraussetzungen für

ein neuerliches allgemeines Aufflammen der Kämpfe in der Region - auch mit der Teilnahme Griechen-

lands - , aber auch für eine direkte Konfrontation zwischen führenden imperialistischen Mächten.
Deshalb muss die notwendige materielle Solidarität der Gewerkschaften mit den Flüchtlingen mit einer

Intensivierung der ideologischen Arbeit rund um den modernen imperialistischen Krieg verbunden wer-

den, denn die Flüchtlings- und Einwanderungsfrage wird, solange es den Kapitalismus gibt, der die

Kriege und die Ausbeutung, die Flucht und das Exil hervorbringt, nicht aufhören zu existieren. Daher

muss der Kampf gegen die verschärften Probleme der Flüchtlinge mit dem Kampf gegen den imperia-

listischen Krieg verbunden werden. Es müssen Kriterien für die Haltung formuliert werden, die die Ar-

beiterklasse diesen gegenüber einnimmt. Es muss aufgezeigt werden, warum der Kampf der Arbeiter

und des Volkes in allen Ländern auf den Sturz des Kapitalismus abzielen muss. Jeder Versuch außer-

halb dieser Linie führt in die Ausweglosigkeit und zur Verwaltung des Problems zugunsten der Interes-

sen derjenigen, die sie schufen. Er formt kein antikapitalistisches Bewusstsein, er lässt Raum für die

Regierung, die Solidarität der Arbeiter und des Volkes auszunutzen und die Verantwortung für die Prob-

leme der griechischen Arbeiter gleichzeitig den Flüchtlingen aufzuladen.

Als Partei haben wir im Rahmen unseres gesamten Vorschlags auch die jeweiligen Vorschläge für eine

Reihe von Branchen und Bereichen ausgearbeitet, wie zum Beispiel für die Bildung einer "Vereinigung

staatlicher Betreiber der Schifffahrtsindustrie", "Vereinigung staatlicher Energiebetreiber", "Vereinigung

staatlicher Betreiber von Produktion und Verteilung, des Imports und Pharmaforschung" u.a. Wenn

diese richtigen Vorschläge der Partei, deren Umsetzung nur im Rahmen der Arbeitermacht geschehen

kann, von den Lenkungsausschüssen der Gewerkschaften isoliert von den herrschenden Eigentums-

verhältnissen eingebracht werden, dann tragen sie nicht zur richtigen Politisierung des Kampfes und

zur Bildung eines antikapitalistischen Bewusstseins bei. Im Gegenteil, sie schaffen Verwirrung und Illu-

sionen darüber, dass im Rahmen des Kapitalismus staatliche Monopole und staatliche Organisationen

zugunsten der Arbeiter und allgemein des Volkes funktionieren. So sind sie, ohne es zu wollen, Wasser

auf die Mühlen der verschiedenen reformistischen und opportunistischen Kräfte, die eine andere Vari-

ante des Ausgangs aus der Krise empfehlen, mit einem größeren Anteil des bürgerlichen Staates an

diesen Unternehmen, bei der Verwaltung der Organisationen oder einer Variante auch ausschließlich

staatlicher Monopole, mit einer allgemeinen Stärkung des Öffentlichen Bereichs. Anstatt solche Vor-

schläge dazu zu verwenden deutlicher die Notwendigkeit zum Sturz der kapitalistischen Produktions-

weise zu zeigen, schaffen sie Illusionen darüber, dass durch die Schaffung von staatlichen Unterneh-

men ihr ausbeuterischer Charakter verändert werden könnte.

Daher müssen die Kommunisten, die in den Lenkungsausschüssen und Mitglieder dieser Gewerkschaf-

ten sind, diese Probleme, die entweder mit mehr staatlichem Eingriff oder weiterer Privatisierung zu-

sammenhängen, umfassend bekämpfen, in die Richtung, welche die Materialien der Konferenz des ZK

beleuchten.

"... wir bekämpfen die Privatisierung nicht, indem wir die Flagge des Gestern aufziehen, d.h. die Rück-

kehr zu den alten kapitalistischen Unternehmen suchen, sondern wir kämpfen unter der Flagge des
Morgen für vergesellschaftete Unternehmen der Arbeitermacht und unter der Flagge der Befriedigung

der Bedürfnisse des Volkes. Dies bedeutet nicht, dass uns heute die Folgen der Privatisierungen in den

Arbeitsbeziehungen und die Löhne der Werktätigen, die neuerlichen Belastungen der Familien aus dem

Volk und der Umweltschutz gleichgültig sind. Wir stehen beim Ringen für all das in der ersten Reihe,

aber wir trennen die heutigen Kämpfe nicht ab vom Ausweg den wir vorschlagen, vom Klassenkampf,

den wir gewinnen wollen".12

Die Tatsache, dass die gewerkschaftlichen Kämpfe der Arbeiter, die während der Krise stattfanden,

nicht die erwarteten sofortigen Ergebnisse brachten und den ideologischen und organisatorischen Nie-

dergang der Arbeiterbewegung nicht abwandten, brachte bei einem Teil der Arbeiter, die an diesen

Kämpfen teilgenommen hatten, Müdigkeit und Frustration hervor, die der Gegner nun auszunutzen ver-

sucht. Damit diese Arbeiter und andere, die sich im Kampf so fühlen, Beständigkeit und Festigkeit er-

ringen, damit sie die vielen Jahre des Kampfes aushalten, dass sie sich den Opfern unterziehen, die

erforderlich sind, braucht es eine Intensivierung der eigenständigen Parteiarbeit in allen Formen. Sie

hilft den Arbeitern zu sehen, wo die Perspektiven sind und sie davon zu überzeugen, dass es wirklich

eine lichtvolle Zukunft gibt.

Gleichzeitig müssen die Kommunisten in den Lenkungsausschüssen der Gewerkschaften dazu beitra-

gen, deren Niveau bei der ideologischen Intervention zu erhöhen, ihren eigenen Anteil an der Verant-

wortung zu übernehmen, damit die Arbeitergewerkschaftsbewegung zu einem organisierten massiven

Gegenangriff mit ideologischen und politischen Zielen übergeht. Die Lenkungsausschüsse sollen, über

bessere und mehr Forderungen hinaus, durch ihre Bekanntmachungen dabei helfen, allgemeinere Fra-

gen zu eröffnen, zB was die Kämpfe brachten, die ausgefochten wurden, warum sie nicht mehr brach-

ten, was für eine Arbeiterbewegung gebraucht wird. Sie sollen eine ideologische Front gegen die Ab-

senkung der Messlatte für die Forderungen eröffnen, gegen die Logik des kleineren Übels, die Illusionen

der Wahlen, gegen die Angst vor dem Konflikt. Sie sollen das Wesen der modernen Armut auf Basis

der heutigen Möglichkeiten und Bedürfnisse aufzeigen, den Inhalt ihrer Interventionen auf alle Fragen

ausweiten, die die Familien der Arbeiter und des Volkes betreffen und ihre Aktionsformen vergrößern.

"Es ist eine Frage der Ausrichtung und Voraussicht, der Vorbereitung, dass dort, wo der Kampf beendet

wird und besonders dort, wo er ohne elementare Befriedigung seiner Forderungen ausgeht, es nicht als

ein Versagen des Kampfes angesehen werden wird, sondern als eklatanter Beweis für die Notwendig-

keit des Gegenangriffs, des Bruchs und des Umsturzes. Auf der Ebene der Macht ist es ein deutlicher

Beweis dafür, wie eng das Korsett der Bedürfnisse der kapitalistischen Produktion für die Rechte der

Werktätigen ist".13 Andererseits reicht all das und egal wie gut sie die hässliche Situation auch beschrei-

ben, wie gut sie auch erklären, warum die Dinge in Zukunft noch schlimmer werden, egal wie stark ihre

Unzufriedenheit und Empörung auch zunimmt, nicht aus, um der Müdigkeit und der Frustration zu
begegnen, wenn es nicht mit unseren grundlegenden Ideen verbunden wird. Und selbst wenn es aus-

reicht, dann ist es nur vorläufig. Die Luft wird schnell wieder heraus sein.

Heute empfehlen alle gewerkschaftlichen Kräfte verschiedene "volksfreundliche Auswege aus der

Krise", sind für den Aufschwung, die "Neuordnung der Produktion", die "nationale Produktion", "Investi-

tionen", "größere staatliche Intervention", "Ausstieg aus dem Euro"‚ "Schlag gegen die Korruption und

Verflechtung" usw. All diese "Rezepte", die getestet wurden und Ziele der Bourgeoisie sind, verbergen

die Wahrheit, nämlich, dass es keinen volksfreundlichen Ausweg aus der Krise gibt, sie beeinflussen

aber das Bewusstsein der Arbeiter.

Deshalb sagen wir, dass sich die Beteiligung der Kommunisten in der Gewerkschaftsbewegung "nicht

nur auf die Darstellung der Probleme oder auf die Anklage des Gegners oder auf die Vorlage bestimmter

Anträge und Vorschläge zu den Problemen der Werktätigen beschränken darf. Es ist notwendig, den

Arbeitnehmern die Mechanismen der Ausbeutung, des Mehrwerts offenzulegen. Die Arbeiterklasse soll

zum unversöhnlichen Kampf gegen das Kapital erzogen werden. In diese Richtung sollen sie ihre For-

derungen formulieren. Sie sollen aufzeigen, dass die kapitalistische Krise ein Produkt der Überakkumu-

lation von Kapital, der kapitalistischen Produktionsweise selbst ist. Sie sollen eine starke Front eröffnen

gegen die bürgerliche Verwaltung in all ihren Varianten, gegen die klassische liberale oder die sozial-

demokratische, gegen die Eurozone und die übrige EU, die imperialistische Vereinigungen sind, die

mitverantwortlich sind für das neuerliche Ansteigen der Armut und Verelendung, für die Intensivierung

der staatlichen Gewalt und Unterdrückung. Sie sollen Forderungen, die das kapitalistische Gewinnstre-

ben anfechten, vorlegen".14 Wenn das nicht geschieht, wird nicht verstanden werden, dass das Wachs-

tum die Krise brachte, das sie ein fester Bestandteil der kapitalistischen Produktionsweise ist, und der

Groll und die Empörung werden sich gegen die "unfähigen Parteien", gegen die "Politiker, die alles

selbst einstecken" richten, d.h. darauf, dass die Verwalter ausgewechselt werden und die Arbeitgeber-

schaft und die Bourgeoisie insgesamt werden unangetastet bleiben. Es wird nicht verstanden werden,

dass der "volksfreundliche Ausstieg", auf den sich alle berufen, an den Klassenkampf um die Macht

verbunden ist und es wird Platz gelassen werden für die Erzeugung von Illusionen, Täuschungen, par-

lamentarische Verwirrungen. Die Werktätigen werden sich den Zielen der Bourgeoisie anschließen.

Zurzeit bereiten die Regierung und die anderen bürgerlichen Parteien innerhalb ihres Gezänks den

Boden für die neuen arbeitnehmerfeindlichen Maßnahmen bei den Arbeitsbeziehungen vor, beim Ge-

werkschaftsgesetz. Sie sind auch Voraussetzungen für die neue Evaluierung. Die Regierung wird ver-

suchen, so wie bei den bisherigen Maßnahmen, das Schwarze als Weiß zu präsentieren, dass sie für

die Wiedereinführung der Tarifverträge "kämpft" und dass sie "Ordnung im Dschungel des Arbeitsmark-

tes schafft". Sie versteckt dabei, dass sie darauf abzielt, den Arbeitsmarktdschungel durch die Unter-

zeichnung von Tarifverträgen in "freien Verhandlungen" zur Dauereinrichtung zu machen, um dann, so

wie sie sich jetzt auf den Ausgang der Wahl beruft, zu sagen, "das Volk hat unsere Politik genehmigt".
Die Existenz von Tarifverträgen ist ein wichtiges Thema, das die klassenorientierte Arbeiterbewegung

nicht übersehen darf, sie sind aber kein Selbstzweck und deshalb dürfen unter dem Vorwand der Ver-

teidigung der Institution Tarifvertrag, keine Hungerlöhne und Gehälter unterzeichnet werden, darf die

spaltende Politik des Kapitals, die Trennung der Arbeiter nach Bereich und Branche und aufgrund des

Alters, oder je nachdem, ob es um ein Dauer- oder Zeitarbeitsverhältnis geht, nicht legitimiert werden.

Der Kampf um die Unterzeichnung von Tarifverträgen ist ein ideologischer und organisatorischer Kampf

für die Neuorganisation und beinhaltet nicht nur Besprechungen und Verhandlungen mit den Arbeitge-

bern. Er ist ein Bruch mit der kapitalistischen Entwicklung, der Wettbewerbsfähigkeit und der Rentabili-

tät, mit reduzierten Anforderungen und der Logik des kleineren Übels, des "Realismus". Es ist ein Kampf

gegen die reformistischen und opportunistischen Kräfte, die im Namen der Verteidigung der Institution

Tarifvertrag, die Logik vorbringen, dass wir alles unterschreiben müssen und nicht für den Ersatz der

Verluste kämpfen, die die Werktätigen von 2010 bis heute erlitten. Das ist für die Klassenkräfte nicht

ideal, sondern das wenigste, was sie heute, als eine Antwort auf das, was die Regierung über "gerech-

ten Aufschwung, kommende Investitionen, das "Aufschlagen einer neuen Seite" sagt, einfordern müs-

sen. Es ist ein Kampf, der Kraft, Geduld und Arbeit mit Perspektive erfordert. So wird er zur Politisierung

der Arbeiterbewegung beitragen, zu einer wirklichen Veränderung der Verhältnisse und zur Schaffung

von Voraussetzungen für die Unterzeichnung von Verträgen, die die Verluste abdecken. Ansonsten mag

der Vertragsentwurf so ausgearbeitet sein wie er will. Wenn man zu den Arbeitgebern geht und sie nicht

den Atem der Arbeiterbewegung in ihrem Nacken spüren, wenn sie nicht spüren, dass wir ihr Heiligstes

infrage stellen, dann werden sie weiterhin eine Verschleppungstaktik verfolgen, werden im Namen der

Rentabilität und der Wettbewerbsfähigkeit niedrigere Löhne und Gehälter vorschlagen und indem sie

die Arbeiter in Kategorien unterteilen, das "Teile und herrsche" ausweiten.

DIE RICHTIGE KOMBINATION VON PARTEIAKTIVITÄT UND INTERVENTIONEN

BEI DER GEWERKSCHAFTSBEWEGUNG

Aus den obigen Beispielen wird die Priorität und Beständigkeit sichtbar, welche die tägliche

eigenständige Intervention der Partei im Hinblick auf unser Programm haben muss, aber auch die Ein-

flussnahme der Kommunisten innerhalb der Gewerkschaften, bei der Vorbereitung eines Kampfes, bei

seiner Durchführung und nach seinem Ende. Unsere Intervention kann nicht durch die Arbeit der Ge-

werkschaft ersetzt werden, wie gut und richtig die Aktivität auch politisiert sein mag, auch nicht durch

die der stärksten Gewerkschaft. Es ist jedoch eine Frage von entscheidender Bedeutung den ideologi-

schen und politischen Inhalt der Arbeitsweise und Aktivität der Gewerkschaften, sowie der Kämpfe zu
erweitern und erhöhen. Sie soll dem Arbeiter und der Arbeiterin helfen zu sehen, dass die kapitalistische

Produktionsweise nicht die einzige Möglichkeit ist, dass es auch eine andere Produktionsweise gibt,

ohne Chefs und Ausbeutung, sie soll ihm und ihr den Weg zeigen dabei erfolgreich zu sein.

Das Verständnis des Problems, sowie der vielfältigen ideologischen Arbeit der Kommunisten in den

Lenkungsausschüssen und bei den Mitgliedern der Gewerkschaften, innerhalb der Arbeit mit den Mas-

sen und nicht nur bei Bekanntmachungen, dort wo eine wesentliche Diskussion mit den Arbeitern und

eine Auseinandersetzung mit den anderen Kräften stattfindet, damit all diese ideologischen und politi-

schen Fragen des Kampfes, die wir anführten verarbeitet werden, damit verstanden wird, warum der

Kampf der Gewerkschaftsbewegung der Arbeiter die Machtfrage in den Mittelpunkt rücken muss, die-

ses Verständnis ist also von entscheidender Bedeutung für die Befreiung der Kräfte und den Ausbau

derjenigen Kräfte, die in der PAME zusammengeschlossen sind. Wir dürfen nicht vergessen, dass un-

sere Ideen und Positionen für die Neuordnung der Arbeiterbewegung und allgemein, dann materielle

Kraft erhalten, wenn sie angenommen und Gegenstand des Kampfes der Arbeitergewerkschaftsbewe-

gung werden, wenn der "Antriebsriemen" richtig arbeitet. Sonst gibt es, wenn die Räder nicht in Bewe-

gung gesetzt werden, wenn sie keinen festen Boden unter sich finden, so gut die Maschine auch arbei-

ten mag, keine Bewegung.

Für uns ist es ein Bewertungskriterium der täglichen Kämpfe um die unmittelbaren Ansprüche, wieviel

sie zum Anstieg des politischen Bewusstseins beitragen. Dazu wird es eine einheitliche Sichtweise und

Haltung geben müssen. "Die KKE zieht keine Trennlinie zwischen der Massen- und der politischen Be-

wegung. Die Massenbewegung muss das Niveau der Politisierung ständig steigern, damit die Arbeiter-

bewegung wirklich zum gesellschaftspolitischen Subjekt des subversiven Kampfes wird, unter der An-

leitung der Partei und mit der Annahme ihres Programms durch eine kritische Masse. Die Partei sieht

die Massenbewegung der Arbeiter nicht als einen Faktor, der von der Regierung und dem Parlament

etwas fordert, sondern als einen Faktor des Umsturzes für die Arbeiterherrschaft". 15

Es ist eine große und bedeutende Errungenschaft, dass die PAME unter diesen schwierigen Umständen

einen führenden Teil der Arbeiter versammelt und mobilisiert, der an die Linie und die Ausrichtung sei-

nes Kampfes glaubt. Es gibt in jeder Branche und in jedem Bereich auch einen anderen Teil, der die

PAME für ihre Kämpfe und ihre Haltung anerkennt und sie als Stütze bei den Problemen sieht, denen

sie begegnen. Um den Teil, der sich in ihren Reihen zusammengeschlossen hat zu wappnen und zu

stählen und um den anderen Teil, der sie für ihre Haltung mag, zu gewinnen, ist es notwendig, dass

neben der Verbesserung der organisatorischen Arbeit und der Initiative, die Inhalte und die Ausrichtung

des Kampfes und der Kampf mit den bürgerlichen und opportunistischen Kräften verstärkt und verbes-

sert werden. Durch den täglichen Kampf soll die Pflicht der Arbeiterklasse, die nichts anderes als die

Eroberung der politischen Macht ist, aufgezeigt werden. "Von dem Moment an, an dem die gesellschaft-

liche Entwicklung vom Fortschritt des Klassenkampfes bestimmt wird, ab dem Zeitpunkt, wo das Volk
der entscheidende Faktor der positiven Entwicklungen ist, wo sich die Frage stellt, ob die Arbeiter- und

Volksbewegung, ob eine gewerkschaftliche Organisation der Arbeiterklasse das Recht hat, eine Posi-

tion einzunehmen, die zum Sturz einer Regierung führt, wo sich die Frage stellt, ob sie das Recht auf

eine kämpferische politische Ausrichtung und nicht nur einige unmittelbare Forderungen hat, ist unsere

Antwort eindeutig positiv. Der politische Kampf ist nicht mit Schotten vom wirtschaftlichen Kampf abge-

trennt, der wirtschaftliche ist die niedrigere Form des politischen Kampfes". 16

"Für uns ist die, von der bürgerlichen und opportunistischen Auffassung diktierte Sichtweise, dass die

Gewerkschaftsbewegung oder allgemeiner die Volksbewegung, keine Position zur Frage des Regie-

rens, der Macht einnehmen darf, falsch. Die Arbeiterbewegung nimmt objektiv eine Position zur Frage

der Macht ein, sei es bewusst oder nicht. In dem Maß, in dem das ausbeuterische System nicht infrage

gestellt wird, verwandelt es sich in einen Stützpfeiler der Macht des Kapitals und je mehr das geschieht,

desto mehr werden die Stimmen über seine Neutralität. Die Neutralität von der sie sprechen, ist nichts

anderes als die Tarnung für die Klassenzusammenarbeit, die Sozialpartnerschaft, für die Anerkennung

der Priorität der Interessen des Kapitals vor denen der Arbeiterklasse, der Logik der Alternativlosigkeit

der EU. Die Kapitalisten, ihre politischen Vertreter, die Technokraten, klagen die Kämpfe als politisch

angestiftet und gefährlich, als spaltend an, weil sie angeblich nicht berücksichtigen, dass die Werktäti-

gen vielen oder allen Parteien angehören. Trotzdem wird die Bedeutung des Begriffs "Politisierung"

durch ihren Zweck bestimmt, der für die Arbeiterklasse kein anderer sein kann, als der Sturz der Macht

des Kapitals".17 Darüber hinaus beinhalten die Statuten vieler Gewerkschaften, in der einen oder ande-

ren Form, die Abschaffung der Ausbeutung, etwas, das im Rahmen des Kapitalismus nicht geschehen

kann. In der Satzung der Landesvereinigung der Lithographen, die am 30.3.1912 beschlossen wurde,

gehört zum Beispiel unter anderem, "der Kampf für die Befreiung der Arbeiterklasse aus dem kapitalis-

tischen Joch mit der Abschaffung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen", zu den Zielen

ihrer Tätigkeit. Die bürgerlichen und opportunistischen Kräfte verwenden und nutzen die Arbeiterbewe-

gung immer zur Erreichung ihrer eigenen politischen Ziele, zum Beispiel mit dem Kampf der Werktätigen

der ERT.

Wie aber die Gewerkschaften Position zur Frage der Macht ergreifen ohne Fehler zu machen und sich

mit der Partei identifizieren, war immer eine komplexe Frage und wird es weiterhin bleiben. Deshalb

wird in der Entscheidung der Großen Vollversammlung betont, dass "die Beziehungen zwischen Partei

und Gewerkschaften auch historisch nie eine einfache und leichte Sache waren und es ist weder richtig

die Fragen, die daraus entstehen zu vereinfachen, noch sie zu verabsolutieren und sich ihnen statisch

und außerhalb ihrer Entwicklung und ihrer dialektischen Beziehung anzunähern". Als Partei sagen wir,

dass die Eroberung der politischen Macht, der revolutionären Arbeitermacht, die Aufgabe der Arbeiter-

klasse ist, dass sie "das Werk der Arbeiterklasse selbst ist", das sie durch harte Konfrontation mit der

Bourgeoisie und unter der Anleitung ihrer Partei, der KKE, durchführt. Deshalb müssen wir mit unserer
Arbeit dabei helfen, dass der tägliche gewerkschaftliche Arbeiterkampf eine antikapitalistische und an-

timonopolistische Ausrichtung bekommt.

Um aber die Arbeiter von dieser Notwendigkeit zu überzeugen, werden sie den "Gewinn" aus dem an-

timonopolistischen und antikapitalistischen Kampf sehen müssen, der keine anderer als die Eroberung

der Macht sein kann. Wenn das nicht geschieht, dann wird Raum gelassen für die Kräfte, die heute eine

antikapitalistische Rhetorik und Parolen benutzen, ohne die Frage nach der Arbeiterherrschaft zu stel-

len, welche die Arbeiter mit verschiedenen Übergangsprogrammen und Übergangsstadien verwirren

und desorientieren, um die Logik der Regierungswechsel zu fördern. Die notwendigen Bemühungen,

damit der Kampf der Arbeiter eine antimonopolistische und antikapitalistische Ausrichtung bekommt,

bedeuten keine "Identifikation mit dem Programm der KKE und keine Nivellierung oder Überlappung

des Auftrags der Partei mit dem der Gewerkschaften, die unabhängig vom Level, der Ausrichtung und

ihrer Politisierung Massenorganisationen der Arbeiterklasse bleiben".18 Wir müssen mit unserer Anlei-

tung der Arbeiterbewegung dabei helfen, dass sich ihre Ziele "so weit möglich, den Zielen der Partei

annähern".

Die Partei ist, wie es auch in unseren Statuten heißt, "die Partei der Arbeiterklasse, ihre bewusste,

organisierte, ideologische und politische Avantgarde, ihre höchste Form der Organisation". Die Partei

besteht aus gleichgesinnten Freiwilligen, darum ist sie nicht mit den Gewerkschaften gleichzusetzen,

die von Arbeitern mit unterschiedlichen ideologischen Sichtweisen und Überzeugungen gebildet wer-

den. Aber mit der richtigen Anleitung und der umfassenden Arbeit der Kommunisten in ihnen, können

sie "eine sehr wichtige Hilfe bei der politischen Arbeit und revolutionären Organisation werden". Um dies

zu erreichen, müssen die Kommunisten offen agieren, dürfen ihre Ansichten innerhalb der Gewerk-

schaften und der Arbeiterbewegung nicht verbergen und müssen zur gleichen Zeit die Fähigkeit haben,

einen Rahmen für die Auseinandersetzung und die Forderungen zu schaffen, der den Zusammen-

schluss erleichtert und die Manipulation und Einverleibung verhindert. Die richtige Aufrechterhaltung

dieser Beziehung, das offene Einbringen des Parteiprogrammes, ohne dass das Übereinstimmen mit

ihm zu einem Kriterium für die Teilnahme und Aktivität der Arbeiter in der Gewerkschaft wird, war und

bleibt ein schwieriges Thema und wird in den Branchen und Fabriken, in denen es größere Verzöge-

rungen beim Aufbau und der Neuorganisation der Partei gibt, noch schwieriger. Wenn uns diese Ver-

bindung aber gelingt, dann tragen wir dazu bei, dass sich rund um die Partei eine starke, kämpferische

Avantgarde bildet und ausbreitet, die befreit ist von bürgerlichen und opportunistischen Konzepten, die

uns bei der Abschaffung der lohnabhängigen Sklaverei folgen wird, und das als revolutionärer Kraft und

nicht als parlamentarische und gewerkschaftliche Schönfärberei.

Jeder von uns weiß aus der Erfahrung seiner Arbeit in Fabriken und Unternehmen, dass die gewerk-

schaftliche Arbeit nicht mit einer "chinesischen Mauer" von der parteipolitischen Arbeit zu trennen ist.

Es soll mit den Bekanntmachungen der Partei und der "Rizospastis" gearbeitet werden. In der
Diskussion muss es sachlich um die Neuformierung der Gewerkschaftsbewegung der Arbeiter gehen,

um die Organisation der Arbeiterklasse und wie das in jeder Branche und in jedem Bereich geschehen

kann, um die Voraussetzungen, die es braucht, damit es geschieht, um die PAME. Man soll mit den

Verlautbarungen der Gewerkschaft arbeiten und die Arbeiter aufrufen sich zu organisieren, sie sollen

an den Versammlungen teilnehmen, an den Wahlen, am Streik, die Diskussion wird sachlich auf die

Krise kommen, auf die EU und ihre Rolle, auf die Regierung und die Parteien, was die Kämpfe erreichen

können, wo der "Ausweg" ist, auf den Sozialismus, der gestürzt wurde, auf die Rolle der KKE, auf das

"was empfehlt ihr", auf das "es ist richtig, aber unrealistisch". In den Gewerkschaften und den Arbeits-

plätzen kennen die Arbeiter "unsere Parteiidentität", sie wissen wer wir sind, wenn sie uns in die Len-

kungsausschüsse wählen und uns für das was wir sind vertrauen. Sie wissen, dass wir als Partei in der

ersten Reihe stehen, dass wir die PAME unterstützen, dass es die Linie des Kampfes und die Ziele der

PAME sind, für die wir in der Arbeiterbewegung kämpfen.

Folglich verhindert derjenige, der die gewerkschaftliche Arbeit im Namen der "Breitfächerung" und aus

Angst davor, dass sie uns der "Parteiisierung der Kämpfe" bezichtigen, "mit einer Wand" von der kom-

munistischen Arbeit abtrennt, d.h. die Arbeiterbewegung von der Notwendigkeit einer Anleitung durch

die kommunistische Partei, die Möglichkeit zu diskutieren und mit den wichtigen und Hauptthemen der

Theorie und unseres Programms geimpft zu werden. Er verhindert also, ohne es zu wollen, die Entwick-

lung von Klassenbewusstsein, die Politisierung der Auseinandersetzung, die Gewinnung und Samm-

lung neuer Kräfte. Den gleichen Schaden verursacht derjenige, der die Partei mit der Gewerkschaft

identifiziert. Wir werden damit arbeiten müssen, indem wir uns klar darüber sind, dass die Gewerkschaf-

ten nicht mit der Partei gleichzusetzen sind, aber dass sie sich im Bereich der Politik und der Aufgaben

der sozialistischen Revolution der Partei immer mehr annähern werden müssen.

Die Kommunisten werden, indem sie an der Arbeitergewerkschaftsbewegung teilnehmen und dort eine

führende Rolle spielen, das Parteiprogramm und die grundlegenden Ideen ihres Parteiprogramms stän-

dig verbreiten müssen, sowie die Notwendigkeit, den Kapitalismus zu stürzen und die Bedingungen, die

dazu vonnöten sind, darlegen. Sie sollen sich darum kümmern, dass die klassenorientierte Auffassung

ständig verstärkt wird. Die Gewerkschaftsbewegung soll mit den Zielen des antimonopolistischen, an-

tikapitalistischen Kampfes geimpft und die KKE organisatorisch und ideologisch gestärkt werden. Das

ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, der Propaganda der Regierung entgegenzutreten, die besagt,

dass "das Schwierige geschafft, dass ein neues Griechenland mit gerechtem Aufschwung geschaffen

wird". Die Kommunisten müssen in den Gewerkschaften aufzeigen, dass weder das Schwierige zu Ende

ist, noch dass es eine gerechte Entwicklung geben kann, dass weder mit dieser noch mit einer anderen

Regierung, weder mit diesem oder einem anderen Wahlsystem, dieser oder einer anderen Verfassung,

mit oder ohne Memoranden, mit oder ohne Euro, innerhalb oder außerhalb der EU ein neues Griechen-

land geschaffen werden kann, solange die Macht in den Händen der Bourgeoisie liegt. Ein neues
Griechenland ist nur das sozialistische Griechenland und darauf muss der Kampf der Arbeiter ausge-

richtet sein. Das ist es, was helfen kann, den aktuellen großen Schwierigkeiten bei der Organisation des

Kampfes zu begegnen, der Sichtweise des "alle zusammen", des "wir müssen das beiseitelassen, was

uns trennt und mit dem, was uns verbindet, gemeinsam den nationalen Gefahren entgegentreten". Wir

müssen die neuen Möglichkeiten nutzen, die sich bieten und den Kampf eskalieren und vervielfachen.

Aber wie ein kommunistischer Gewerkschaftler und jedes Parteimitglied seine alltägliche Intervention

am Arbeitsplatz und im gewerkschaftlichen Kampf für Löhne, Arbeitsbedingungen, die Versicherungs-

frage, den Streik, an dem sich Arbeiter mit ganz unterschiedlichen Bewusstseinsebenen und verschie-

denen Sichtweisen beteiligen, richtig mit der Perspektive des Sturzes des Kapitalismus verbindet, kann

nicht mit allgemeinen Anweisungen und überall auf die gleiche Art und Weise gelöst werden.

Voraussetzung dafür, dass das richtig geschehen kann, ist die Assimilation des Parteiprogramms und

der Positionen der Partei zu aktuellen Entwicklungen, die Kenntnis der gemeinsam verarbeiteten Erfah-

rungen aus der Geschichte der Partei und der Arbeiterbewegung, des Zustands des Bereiches an den

wir uns richten und der Probleme, welche die anderen Kräfte bereiten. Wir müssen die Stimmung der

Werktätigen berücksichtigen, ohne uns ihr jedoch zu unterwerfen. Wir müssen auf so eine Weise arbei-

ten, dass wir keine Abstriche gegenüber der bürgerliche Ideologie und Politik, den Monopolen und dem

Opportunismus machen, ohne uns, wegen ihrer geringen Bereitschaft und der bürgerlichen und oppor-

tunistischen Sichtweisen die sie haben, gegen die Arbeiter zu stellen.

Heute entstehen, trotz der Schwierigkeiten, neue Möglichkeiten, die wir dazu nützen können, dass die

PAME als Zusammenschluss gewerkschaftlicher Organisationen und Kräfte eine neue Dynamik be-

kommt, dass sie mit größerer Kompetenz und Effizienz die Bemühungen zur Bildung des gesellschaft-

lichen Bündnisses anführt. Sie muss dafür arbeiten, dass die strategische Natur des Bündnisses der

Arbeiterklasse mit den Volksschichten, dass das gesellschaftliche Bündnis, aber auch die Komplexität

und Schwierigkeit dieser Aufgabe, verstanden wird. Sie muss, indem sie die positiven und die negativen

Erfahrungen, die sie angesammelt hat benutzt, dazu beitragen, dass der gemeinsame Rahmen der

Auseinandersetzung in Richtung Festigung und Vertiefung der antikapitalistischen, antimonopolisti-

schen Ziele aktualisiert wird.

Heute ist die Stimmung der Arbeiter möglicherweise suboptimal in Bezug auf den Angriff, dem sie aus-

gesetzt sind. Die Grundlage für die Diskussion der wichtigsten Aspekte unseres Programms ist aber

besser. Die notwendige Politisierung der Auseinandersetzung kann von Teilen der Werktätigen leichter

akzeptiert werden als in der Vergangenheit, da auch die Fäulnis und die Sackgassen des Kapitalismus

himmelschreiender und sichtbarer sind. Wobei es der Kapitalismus selbst schwerer hat, Zugeständnisse

zu machen, die er zum Bestechen und zur Einverleibung verwendet hatte, als in der Vergangenheit.

Folglich ist es für die Kommunisten und die führenden Kräfte in dieser Zeit die wichtigste Aufgabe, ohne

wertvolle Zeit zu verlieren, an jeder Arbeitsstätte und in jedem Stadtviertel in vorderster Reihe zu stehen.
Damit dort wichtige Diskussionen über die Entwicklungen in Griechenland, in der EU und international

stattfinden, über die grundlegenden Schlussfolgerungen aus den Kämpfen der Vorperiode, über die

Notwendigkeit, dass sich der Kampf der Arbeiter und des Volkes organisiert und sich die antikapitalisti-

sche Ausrichtung verstärkt, über die Aufgaben, die daraus entstehen, damit sich die Arbeiterbewegung

neuformiert und die KKE stärker wird.

Heute haben wir alle Fakten dazu. Wir haben die Erfahrung und die Ergebnisse aus dem Wachstum

und aus der Krise, aus den drei Memoranden und daraus, wem die Wettbewerbsfähigkeit und die Ren-

tabilität zugutekommen. Wir haben die Erfahrung aus dem Ergebnis des Auswechselns vieler Verwalter

in der Regierungsverwaltung, einschließlich der sogenannten "Linken". Wir haben die Erfahrung aus

dem Ergebnis der Zänkereien innerhalb der EU und zwischen den verschiedenen imperialistischen Zen-

tren. Wir haben die Erfahrung aus den Kämpfen und der Haltung aller politischen Kräfte. Heute können

noch mehr Arbeiter aus ihrer eigenen Erfahrung in der Zeit der Krise und besser erkennen, dass ihnen

die Logik des "wenn du weniger forderst, wirst du etwas bekommen" nichts gebracht hat. Im Gegenteil,

die Bourgeoisie ist gezwungen dort etwas zu geben, wo sie sieht, dass der Kampf in Richtung ihres

Sturzes geht. Jetzt kann, auf Grund des zeitlichen Abstands von der Konterrevolution in der Sowjetunion

und anderen sozialistischen Ländern, jeder Arbeiter noch klarer und objektiver das große Angebot des

Sozialismus erkennen, seine Überlegenheit. Er kann Vergleiche mit dem anstellen, was er heute erlebt.

All das und noch mehr kann, auch mit unserer Beteiligung, dabei helfen, die richtigen politischen

Schlussfolgerungen zu ziehen, damit er nicht wieder dieselben Fehler macht, damit er nicht in neuen

Dilemmata und Fallen, die ihm gestellt werden gefangen wird, damit er sieht, wo sich der einzige Aus-

weg befindet, der Weg und die Möglichkeit ihn durchzusetzen. Er soll, indem er die Erfahrung aus der

Entwicklung der SYRIZA studiert, verstehen, welch großen Schaden der Opportunismus der Arbeiter-

bewegung zufügt. Ihm soll die Notwendigkeit bewusstwerden, den heutigen Bestrebungen der verschie-

denen opportunistischen Konstellationen entschlossen entgegenzutreten, sowie auch der hinterhältigen

Taktik, die sie gegenüber der PAME verfolgen, indem sie das berücksichtigen, was Lenin über die Ei-

genschaften des Opportunismus und der Opportunisten schrieb. "Wenn man vom Kampf gegen den

Opportunismus spricht, so darf man nie den charakteristischen Zug des ganzen heutigen Opportunis-

mus auf ausnahmslos allen Gebieten vergessen: seine Unbestimmtheit, Verschwommenheit und Un-

greifbarkeit. Seiner ganzen Natur nach geht der Opportunist stets einer eindeutigen und unwiderrufli-

chen Fragestellung aus dem Wege; er sucht eine Resultante, schlängelt sich zwischen Standpunkten

hindurch, die einander ausschließen, bemüht sich, mit dem einen wie mit dem andern „einverstanden

zu sein", beschränkt seine Meinungsverschiedenheiten auf kleine Abänderungsvorschläge, auf Zweifel,

auf fromme und unschuldige Wünsche usw. usf.".19

Die Bildung starker Parteiorganisationen in den Fabriken, den Unternehmen und in Branchen von stra-

tegischer Bedeutung, ist die Grundvoraussetzung und zwingende Notwendigkeit, um unter Verwendung
der neuen Möglichkeiten, den Schwierigkeiten entgegentreten zu können, um die Arbeiterbewegung

vorzubereiten und zu entwickeln, um die Fähigkeit zu erwerben, sich im Bündnis mit den Bevölkerungs-

schichten, den Selbständigen und den Landwirten der einheitlichen Strategie des Kapitals und der ka-

pitalistischen Macht mit Entschlossenheit und Effektivität entgegenzustellen.

Giannis Merentitis ist Mitglied des Regionalbüros der Parteiorganisation Attikas der KKE.

ANMERKUNGEN:

1
"Theoretische Fragen im Programm der KKE", Verlag "Sinchroni Epochi" (Moderne Zeit), S. 221.
2
W. I. Lenin: Werke, Bd. 31, Dietz Verlag, Berlin, S. 35
3
"Theoretische Fragen im Programm der KKE", Verlag "Sinchroni Epochi" (Moderne Zeit), S. 222.
4
Ebd. S. 217.
5
W. I. Lenin: Werke, Bd. 19, Dietz Verlag, Berlin, S. 105f.
6
"Theoretische Fragen im Programm der KKE", Verlag "Sinchroni Epochi" (Moderne Zeit), S. 220-221.
7
Ebd. S. 222.
8
"Partei "für jedes Wetter". Ideologisch-politische und organisatorische Stärkung der KKE", Verlag "Sinchroni Epochi" (Moderne
Zeit), S. 41.
9
"Theoretische Fragen im Programm der KKE", Verlag "Sinchroni Epochi" (Moderne Zeit), S. 225-227.
10
"Partei "für jedes Wetter". Ideologisch-politische und organisatorische Stärkung der KKE", Verlag "Sinchroni Epochi" (Mo-
derne Zeit), S. 41-42.
11
"Theoretische Fragen im Programm der KKE", Verlag "Sinchroni Epochi" (Moderne Zeit), S. 228.
12
"Zweitägige Konferenz des ZK der KKE. Das Auftreten der Arbeiterklasse, ihre Rolle in den gesellschaftlichen und politischen
Kämpfen im 20. Jahrhundert und die Strategie der KKE", S. 83.
13
"Partei "für jedes Wetter". Ideologisch-politische und organisatorische Stärkung der KKE", Verlag "Sinchroni Epochi" (Mo-
derne Zeit), S. 87.
14
"Theoretische Fragen im Programm der KKE", Verlag "Sinchroni Epochi" (Moderne Zeit), S. 223-224.
15
"Partei "für jedes Wetter". Ideologisch-politische und organisatorische Stärkung der KKE", Verlag "Sinchroni Epochi" (Mo-
derne Zeit), S. 58.
16
Ebd., S. 36-37.
17
Ebd. S. 36.
18
Ebd., S. 59
19
W. I. Lenin: Werke, Bd. 7, Dietz Verlag, Berlin, S. 408.