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Universität Potsdam

Philosophische Fakultät
Institut für LER
Seminar:
Dozent:
WiSe 11/12

Erste Hilfe für das wissenschaftliche Arbeiten

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Studienfächer mit Semesteranzahl

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Inhaltsverzeichnis

Seite

1. Allgemeine Hinweise 3

1.1. Recherchieren

1.2. Thema eingrenzen

1.3. Gliederung festlegen

1.4. Aktives Lesen und Mitschreiben

2. Einleitung 5

3. Hauptteil (Kapitel) 5

4. Schluss (Fazit/Zusammenfassung) 5

5. Quellen- und Literaturverzeichnis 6

5.1. Zitierregeln (allgemein)

5.2. Wie zitiere ich aus der Bibel?

6. Xantippe-Strick 11

7. Wie halte ich ein Referat? 12

8. Anmerkung 13

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1. Allgemeine Hinweise

In dem ersten Abschnitt beschäftigen wir uns damit, was man vor dem wirklichen Schreiben
der Hausarbeit machen sollte und geben Tipps dafür. Außerdem ist das der Bereich, in
welchem auch Formalien angesprochen werden. Generell sind diese Hinweise aber nicht in
Stein gemeißelt und es ist unerlässlich die Formalia mit der Lehrkraft abzustimmen.

Formalien einer Hausarbeit (HA):


- Arial (11) oder Times New Roman (12)
- Blocksatz, Zeilenabstand 1,5 Zeilen
- Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahlen
- Seitenzahlen und Fußnoten müssen dieselbe Schriftart haben
- einseitig ausdrucken
- gebunden oder in einem Hefter abgeben
- 15-20 Seiten
- jeder große Gliederungspunkt beginnt mit einer neuen Seite (also alles, was mit 1./2./3.
usw. gekennzeichnet ist)
- Zahlen bis zwölf werden ausgeschrieben und ab 13 nicht mehr

1.1. Recherchieren

Ziel der Recherche ist es, dass man einen Überblick über das Thema und die vorhandene
Literatur/Studien bekommt.

- Quellen: beschäftigt sich direkt mit dem Sachgebiet


- Forschungsliteratur: verweist auf Literatur, die sich mit dem Problem beschäftigt
- Aufsätze in Zeitschriften sind meist aktueller und komprimierter
 Dozenten nach Empfehlungen fragen
 in Bibo nach Publikationen suchen und ins Inhaltsverzeichnis schauen, ob relevant

HINWEIS: Wikipedia ist keine gesicherte Quelle und damit auch nicht zitierfähig. Allerdings
ist es für erste Verständnisfragen meist ganz hilfreich. Oft helfen aber die Literaturangaben
zum Weiterlesen.

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1.2. Thema eingrenzen

Für Hausarbeiten muss man meist das Thema selbst finden, eingrenzen und eine eigene
Fragestellung entwickeln. In der Regel helfen aber alle Dozenten gern bei der
Themenfindung. Nach der ersten Recherche zeichnet sich meist schon ab, welche
Schwerpunkte unumgänglich sind und welche Literatur nicht fehlen darf. Daraus leiten sich
meist schon Fragen ab. Bei einem Referat ist das Thema oder das Problem meist
vorgegeben und man muss es „nur“ noch inhaltlich erarbeiten.

1.3. Gliederung festlegen

Die Gliederung befasst sich damit, zu überlegen, auf welche Art und Weise kann ich mein
vorhandenes Problem/meine gestellte Frage lösen. Hierbei kommt der sogenannte „ROTE
FADEN“ ins Spiel, der sich durch die Arbeit/das Referat ziehen sollte, damit alles auch
verständlich bleibt (logischer Aufbau). Das Einleitung und Schluss (wie auch immer er
aussehen mag) unabdingbar sind, ist sicher selbstverständlich. 

1.4. Aktives Lesen und Mitschreiben

1. Lektüre:
- kursorisch, d.h. durchblättern nach Zwischenüberschriften usw.
2. Lektüre:
- intensiv, alles genau lesen
- Wichtiges farbig unterstreichen (mit System)
- Wichtiges zusätzlich herausschreiben (Thesen/Hauptargumente)
- Nichtverstandenes markieren und nachschlagen
- Frage formulieren
3. Lektüre:
- nur das Unterstrichene und Angemerkte lesen
- Gliederung erstellen
4. Zusammenfassung auf Extrablatt:
- oben Literaturangabe
- Notiertes als Zusammenfassung aufschreiben
- Abschnitte festlegen/markieren

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2. Einleitung

Die Einleitung enthält folgende Elemente:


- präzise Formulierung der Fragestellung der Arbeit, evtl. erläutert anhand eines
Interesse weckenden Beispiels, eines Zitats oder der persönlichen Beziehung zum
Thema (einen schönen Aufhänger finden);
- Eingrenzung des Themas: Aussagen darüber, welche Fragen behandelt und welche
nicht behandelt werden sollen;
- Angaben darüber, auf welche Quellen und welche wissenschaftliche Literatur sich
die Arbeit stützt;
- Angaben über Forschungsstand und Forschungslücken (im Idealfall);
- kurze Darstellung der Arbeitsschritte (siehe Gliederung)

3. Hauptteil (Kapitel)

Die verschiedenen Kapitel sollten als eine Art „roter Faden“ aufgebaut werden. Hierbei wird
das Thema unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet und sie dienen am Ende der
(möglichen) Beantwortung der Frage (Hier kommt alles rein, was ihr so gelesen habt und
eben auch als wichtig empfunden habt.). Man sollte sich immer auf die Fragestellung
beziehen. Die einzelnen Kapitel müssen verbunden werden, der Leser will ja verstehen,
warum ihr welche Schwerpunkte betrachtet und warum welcher nun auf den
vorangegangenen folgt. Der Schluss eines Kapitels dient einer Art Zwischenbilanz, die es
einem dann am Ende, im Fazit, einfacher macht, da sie schon formuliert wurden.

4. Schluss (Fazit/Zusammenfassung)

Der Schluss dient als eine Art Fazit oder/und Resümee und beinhaltet:
- Zusammenfassung der Ergebnisse;
- In welcher Weise kann (nicht) die Ausgangsfrage beantwortet werden?
- Diskussion der Ergebnisse;
- persönlich begründetes Fazit aus eigener Perspektive;
- event. offene Fragen und Widersprüche
- keine neuen Argumente.

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5. Quellen- und Literaturverzeichnis

In diesem Kapitel geht es darum, wie man verschiedenste Literatur zitiert und wie man am
Ende seiner Arbeit ein Literaturverzeichnis erstellt. Der zweite Schritt, ist für LER-Studenten
auch von Bedeutung, nämlich, worauf es beim Zitieren aus der Bibel zu achten gilt.

5.1. Zitierregeln (allgemein)

Formen des Quellenbelegs im Text

Zitate sind mit Seitenzahl zu belegen, Sekundärzitate zu vermeiden. Paraphrasen oder


globalere Hinweise auf Literatur werden mit „vgl.“ eingeleitet.

Direkte Zitate

• Beispiel: wenn der Referenzname schon im Text vorkommt, ist die Zitatform folgende:
... meinte schon Nohl (1933, S. 123): „Bildung ...“
Sonst z. B.:
„Zitattext“ (Schleiermacher 1983, S. 9)

• Beispiel: drei gemeinschaftliche Autoren


„Zitattext“ (Lüders/Kade/Hornstein 1996, S. 210 f.)

•Beispiel: ab vier und mehr Autoren, die im Literaturverzeichnis jedoch sämtlich anzugeben
sind
„Zitattext“ (Blanz et al. 1986, S. 17)

Paraphrasierungen

• Beispiel: Paraphrasierung zwei Autoren


Paraphrasetext (vgl. Oelkers/Tenorth 1991, S. 14)

• Beispiel: extrem lange Verfasserangabe (siehe dazugehörige Literaturangabe unten)


Paraphrasetext (vgl. AG Bildungsbericht 1994, S. 234)

• Beispiel: Hinweis auf zwei Schriften eines Autors aus einem Jahr

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Paraphrasetext (vgl. Mollenhauer 1988a, 1988b)
• Beispiel: Chronologie der Beschäftigung mit einem Thema
Paraphrasetext (vgl. Scheuerl 1959; Flitner 1977; de Haan 1991)

Abkürzungen
Gebräuchliche Abkürzungen wie z. B., ca., u. a., usw. können verwendet werden, andere
sind nur erlaubt, wenn das Akronym im Text eingeführt wurde.

• Beispiel Abkürzungen:
„Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) .... Das DIPF hat
...“.

Das Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis muss sämtliche im Text angeführte Literatur komplett zu finden sein.


Bitte nur die Literatur aufführen, auf die im Text Bezug genommen wurde. Jede
Literaturangabe beginnt auf einer neuen Zeile. Die Reihung im Literaturverzeichnis orientiert
sich:
1. alphabetisch an den Nachnamen der referierten Verfasser bzw. Hrsg. samt ihren
nachgestellten Vornamensabkürzungen (Meyer, H. L. vor Meyer, M. A.),

2. an Ko-Autoren (zuerst solche mit 1, dann solche mit 2 Ko-Autoren, usf.),

3. an den Jahreszahlen der Ihnen vorliegenden Ausgabe (sind es mehrere


Publikationen eines Verfassers: die älteren zuerst, neuere danach in chronologischer
Folge).

Bei den Titelangaben im Literaturverzeichnis werden sämtliche Autoren bzw. Herausgeber


genannt. Vornamen werden abgekürzt und i.d.R. nachgestellt. Sind es zwei oder mehr
Autoren oder Herausgeber, werden ihre Namen durch „Schrägstrich“ voneinander getrennt.
Die Funktionsbezeichnung „(Hrsg.)“ wird nur nach der Vornamensabkürzung des letzten
Herausgebers gesetzt. Nun folgt in runden Klammern die Jahreszahl der Ihnen vorliegenden
Ausgabe, danach ein Doppelpunkt, dann der Haupttitel der Schrift. (Ein Untertitel kann
weggelassen werden, wenn er keine besondere Aussagekraft hat. Gegebenenfalls folgt der
Ausgabevermerk, d.h. bei 2., 3. und weiteren/veränderte Auflagen die entsprechende
Angabe oder bei mehreren Bänden die Bandangabe eingeschlossen von 2 freistehenden

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Gedankenstrichen.) Ansonsten steht nach dem Titel bei Büchern nach einem frei stehenden
Strich nur der 1. Verlagsort.
Weitere Einzelheiten erschließt euch bitte aus den folgenden Beispielen:

• Beispiel mit 1 Autorin (amerikanischer Doppelname ohne Bindestrich)


Fox Keller, E. (1986): Liebe, Macht und Erkenntnis. – München.

• Beispiel mit 3 Verfassern und Ausgabevermerk „7. Aufl.“


Watzlawick, P./Beavin, J. H./Jackson, D. D. (1985): Menschliche Kommunikation. – 7. Aufl.
– Bern.

• Beispiel mit 5 Verfassern, die im Literaturverzeichnis sämtlich aufzunehmen sind

im Text steht:
„Blanz et al. 1986“

im Literaturverzeichnis steht:
Blanz, B./Geisel, B./Laucht, M./Esser, G./Schmidt, M. H. (1986): Zur Rolle des Vaters in der
Entwicklung von Kindern im Schulalter. In: Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie,
Bd. 14, H. 1, S. 5-31.

Sammelwerke

• Beispiel: Verfasser, nur mit dem Zusatz „(Hrsg.)“


Borrelli, M./Ruhloff, J. (Hrsg.) (1996): Deutsche Gegenwartspädagogik. – Bd. 2 –
Baltmannsweiler.

• Beispiel: Aufsatz aus einem Sammelwerk mit Ausgabevermerk (Aufsätze immer mit
Seitenangaben [von – bis]):
Winkler, M. (2004): Erziehung. In: Krüger, H.-H./Helsper, W. (Hrsg.): Einführung in
Grundbegriffe und Grundfragen der Erziehungswissenschaft. – 6. Aufl. – Wiesbaden, S. 53-
69.

• Beispiel: Zeitschriftenaufsatz. Handelt es sich wie in diesem Fall um eine durchpaginierte


Zeitschrift, kann die Heftnr., nicht aber die Jahrgangsangabe entfallen
Müller, K. (1996): Kontingenzen der Transformation. In: Berliner Journal für Soziologie, Bd.
6, S. 449-466.

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• Beispiel: Zeitungsaufsatz
Hengst, H. (1984): Kindheit als Fiktion oder das Verschwinden der Flügelkleider. In: Die
Zeit, Nr. 41 vom 5.10.1984, S. 38.

Sonderfälle

• Beispiel: Gespräch
Adorno/Becker 1990 = Adorno, T. W. (im Gespräch mit) Becker, H. (1990): Erziehung zur
Entbarbarisierung. In: Adorno, T. W.: Erziehung zur Mündigkeit. – 12. Aufl. – Frankfurt a. M.,
S. 120-131.

• Beispiel: ein Bericht mit extrem langer Verfasserangabe


AG Bildungsbericht 1994 = Arbeitsgruppe Bildungsbericht am Max-Planck-Institut für
Bildungsforschung (1994): Das Bildungswesen der Bundesrepublik Deutschland. – Vollst.
überarb. u. erw. Neuausg. – Reinbek.

• Beispiel: eine Rezension ohne eigenen Titel


Bude, H. (1993): (Rezension zu:) Bohnsack, R.: Rekonstruktive Sozialforschung. In:
Soziologische Revue, 16. Jg., H. 2, S. 166 f.

• Beispiel: Aufsatz im Sonderband einer Zs.


Diefenbach, H./Nauck, B. (1997): Bildungsverhalten als „strategische Praxis“: Ein Modell zur
Erklärung der Reproduktion von Humankapital in Migrantenfamilien. In: Pries, L. (Hrsg.):
Transnationale Migration. Soziale Welt: Sonderbd. 12. – Baden Baden, S. 277-291.

• Beispiel: engl. Aufsatz in Sammelwerk


Feldman-Bianco, B. (1992): Multiple layers of time and space: The construction of class,
ethnicity, and nationalism among portuguese immigrants. In: Glick Schiller, N./Basch,
L./Blanc-Szanton, C. (Eds.): Towards a Transnational Perspective on Migration. – New York,
pp. 145-174.

• Beispiel: Werk mit nachrangigem Hrsg.-Vermerk


Schleiermacher, F. (1983): Pädagogische Schriften. Bd. 1: Die Vorlesungen aus dem Jahr
1826. Unt. Mitwirk. v.T. Schulze hrsg. von E. Weniger. – Frankfurt a.M.

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• Beispiel: Internet-Quelle
Statistisches Bundesamt Deutschland (2000): Bevölkerungsentwicklung Deutschlands bis
zum Jahr 2050. Ergebnisse der 9. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung,
Wiesbaden. – destatis online. URL: http://www.destatis.de/download/veroe/bevoe.pdf –
Download vom 2.1.2004.

• Beispiel: Aufsatz in Grauer Literatur mit Angabe der vertreibenden Institution


Thränhardt, D. (1999): Einwandererkulturen und soziales Kapital. Eine komparative Analyse
der Zuwanderungsnationalitäten und Bundesländer. In: Krüger-Potratz, M. (Hrsg.): iks –
interkulturelle Studien 30. – Münster: Arbeitsstelle Interkulturelle Pädagogik der Universität
Münster, S. 6-44.

5.2. Wie zitiere ich aus der Bibel?

Beim zitieren aus der Bibel habe ich darauf zu achten, dass ich es so abtippe, wie es da
steht, auch wenn z.B. die Rechtschreibung veraltet ist. An die Versgestaltung muss ich mich
nicht halten, ich kann einfach den Text fortlaufend abtippen. Die Seitenzahlen werden nicht
angegeben, weil das von Ausgabe zu Ausgabe variieren kann. Man benutzt hierfür ein
anderes System, denn die Bibel ist in Briefe/Bücher, Kapitel und Verse eingeteilt.
Beim Zitieren benötigt man folgende Angaben:

1. die allgemeingültig Abkürzung des Buches/Briefes (ganz hinten, in der Inhaltsübersicht


oder bei Wikipedia  zu finden)  das habt ihr irgendwann drauf
2. das jeweilige Kapitel (groß und fettgedruckte Zahl)
3. die Verse (Versnummer klein/kursiv am Versanfang, manche Verse gehen über eine Zeile)

- Kapitel und Vers werden mit einem Komma OHNE Leerstelle voneinander abgetrennt
 Gen. 1,2 oder 1. Mose 1,2

- zitiert man mehrere Verse, setzt man einen Bindestrich OHNE Leerstelle
 1. Gal. 2,1-4 oder 2. Kor. 2,1-3,2

- zitiert man zwei aufeinanderfolgende Verse, setzt man einen Punkt OHNE Leerstelle
 Mk. 1,4.5

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Die Bibel im Literaturverzeichnis:

Dabei muss deutlich werden, von welcher Glaubensrichtung die Bibel herausgegeben wurde.

Bund der Evangelischen Kirche Deutschland (Hrsg.) (1985): Die Bibel. Nach der
Übersetzung Martin Luthers. Evangelische Haupt-Bibelgesellschaft, Berlin/Altenburg.

Nutzt ihr Bibelstellen aus verschiedenen Glaubensrichtungen, dann kann man das auch
folgendermaßen lösen:

DIE BIBEL.
a) Luther-Übersetzung: weiter s.o.
b) Neue-Welt-Übersetzung: …
 im Text müsst ihr in den Fußnoten auch schon diese Hinweise geben

HINWEIS: Die ersten fünf Bücher der hebr. Bibel (AT) sind teilweise unterschiedlich benannt.
Bleibe einer Bezeichnung treu in deiner Arbeit. (Bsp. 1. Buch Mose vs. Genesis)
Im katholischen Kanon findet ihr Bücher/Briefe, die wiederum in den evangelischen Kanon
nicht aufgenommen wurden, also nicht wundern. Fragt am besten euren Dozenten, welche
Übersetzung bevorzugt wird.

6. Xantippe-Strick

Ein Begriff von Frau Raters, damit meint sie ein Leseprotokoll. Dies erfasst die
Argumentationsstruktur eines Textes. Es werden nur ganz zentrale Passagen wörtlich zitiert
oder (besser noch) im fließenden Text eingearbeitet. Es ist KEINE Inhaltsangabe, sondern
eine Rekonstruktion des Argumentationsganges (der Thesen/Begründungen) mit eigenen
Worten.

Das Protokoll kann folgende Form haben:

1. Autor, Titel
2. Zentrale Begriffe (Definitionen)
3. Rekonstruktionen im Detail
1. Insgesamt leitende Frage (ein bis max. zwei Sätze)

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2. Erster Argumentationsschritt
2.1. Leitende Frage
2.2. Erste Teilantwort
2.3. Begründungen
2.4. Übergang zum nächsten Schritt (Einwand?)
3. Zweiter Argumentationsschritt
3.1. Leitende Frage
3.2. Erste Teilantwort
3.3. Begründungen
3.4. Übergang zum nächsten Schritt (Einwand?)
4. Dritter Argumentationsschritt
4.1. Leitende Frage
4.2. Erste Teilantwort
4.3. Begründungen
4.4. Übergang zum nächsten Schritt (Einwand?)
X. Fazit: Die leitende Frage lautet…Die Antwort des Autors lautet…
4. Eigene Stellungnahme (geordnet nach Argumenten des Autors)

HINWEIS: Frau Raters übt das mit euch in ihren Seminaren. 

7. Wie halte ich ein Referat?

Bei der Erarbeitung eines Referats kann man wie bei einer Hausarbeit vorgehen. Es besteht
auch aus einem dreigliedrigen Aufbau (Einleitung, Hauptteil, Zusammenfassung), sowie
eben auch die Quellen- und Literaturangaben. Diese Teile müssen nun mit Inhalt gefüllt
werden und dieser Inhalt sollte wiederum gegliedert werden. Also am besten so vorgehen,
wie es schon beschrieben wurde. 

Nachdem die inhaltlichen Fragen geklärt sind, geht es nun darum das Referat auch
ansprechend zu gestalten. Dabei stellen sich diverse Fragen:
- Wie gestalte ich einen „knalligen“ Einstieg und wie hinterlasse ich einen bleibenden
Eindruck? Wie und womit erhalte ich die Aufmerksamkeit?
- Welche Medien möchte ich nutzen und vor allem: welche EIGNEN SICH WIRKLICH?
(Kann ich diese Medien bedienen? Muss ich sie beim AVZ bestellen?)

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HINWEIS: Powerpoint wird gern genutzt, aber keiner sieht sich Folien an, wo ganze Texte
abgedruckt werden bzw. auf den Folien wortwörtlich das steht, was der Referent gerade
erzählt. Es dient der Visualisierung, das Wichtigste festzuhalten/Studien zu zeigen etc.

- Soll der Kurs einbezogen werden? Gruppenarbeit? Quiz/Spiel? Stationen? Wo baue ich
das im Referat ein und welche Hilfsmittel benötige ich dafür?
- Handout!!!
 Kopfzeile:
- Universität Potsdam, Philosophische Fakultät, Institut für LER, Name des Kurses,
Name des Dozenten, Semester (Datum), Name der Referenten
 Überschrift: Titel des Referats
 wichtige Inhalte entsprechend der Gliederungspunkte festhalten
 Literatur angeben
 variabel: vorher auf eigene Kosten ausdrucken, per Mail schicken, bei Moodle hochladen,
an Dozenten schicken und er druckt es aus etc.

HINWEIS: Auf dem Handout sollten nur kurze/aussagekräftige Stichpunkte stehen (außer bei
Zitaten) und nicht die Verschriftlichung des gesamten Referats sein. Es soll allen
Teilnehmern helfen, auch nach langer Zeit, kurz über das Thema zu informieren.

8. Anmerkung

Auch wenn das jetzt alles ein bisschen viel war, hoffen wir, dass euch das am Anfang

eures Studiums weiterhelfen wird. Aber denkt daran, am besten immer in Kontakt mit

den Dozenten bleiben und sie fragen, was sie erwarten, so könnt ihr nichts falsch

machen. UND einfach nur die Arbeit runterschreiben und dann abgeben ist eher

ungünstig. Lasst sie ein paar Tage ruhen und auch euren Kopf und dann lest sie Stück für

Stück und druckt sie vielleicht auch aus, da sieht man auch nochmal mehr Fehler. Achso

und lautes Vorlesen bringt wirklich was! Sicherlich ist es auch gut, einem

Außenstehenden einmal eure Arbeit lesen zu lassen. Lasst euch nicht entmutigen und viel

Spaß beim Studieren  .

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