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Strategien gegen Nervtöter im Büroalltag

Die ewige Maloche ist ja schon schlimm genug. Viel schlimmer jedoch sind die vielen kleinen und eigentlich überflüssigen Ärgernisse des Berufsalltags. Doch ab morgen lässt Sie das kalt. Wir haben nämlich mit unseren Experten eine Strategie gegen jede Nerverei entwickelt.

„Immer muss ich die Spülmaschine ein- und ausräumen“ Ihnen ist nach einem Tässchen Kaffee. Doch in der Büroküche finden Sie nur Geschirrberge in Höhe des Mount Everest. Bis Sie die Spülmaschine angeworfen und auf das Ende des Waschgangs gewartet haben, wird das Heißgetränk kalt und bitter sein. Gemein!

Strategie: Wenn Sie sich immer wieder erbarmen, den Unrat von Kollegin Meier und Praktikant Sepp zu beseitigen, wird sich nie etwas ändern. Hier hilft nur Härte. Sollen die faulen Pfeifen doch Schimmelpilze züchten, das geht Ihnen in Zukunft am Arm vorbei. Sie räumen nur ein, was Sie selbst benutzt haben. Bringen Sie sich bei dieser Gelegenheit einen Vorrat an Geschirr mit, das so penetrant hässlich aussieht, dass es außer Ihnen garantiert niemand benutzen wird.

„Jedes Mal ist die Klopapierrolle leer“ Auf der Rolle ist nur noch ein lumpiges Blättlein. Nachschub befindet sich im Abstellraum. Am anderen Ende des Flures. Sie denken: Warum immer ich?

Strategie: Glauben Sie nicht, dass die Welt sich bessern wird, wenn Sie Moralpredigten halten. Machen Sie es wie Tausende Camper auf der Welt: Bunkern Sie in Ihrem Büro immer eine Rolle. Die nehmen Sie mit, wenn Sie müssen. So einfach ist das.

„Dauernd ignoriert mich mein Chef“ Sie haben häufig das Gefühl, Sie könnten auch zu Hause bleiben.

Wann Sie das letzte Mal gelobt wurden? In der Schule, so weit Sie sich erinnern können. Sogar die stinkende Töle des Chefs hinterlässt mehr Spuren als Sie.

Strategie: In manchen Seminaren klagen Mitarbeiter oft über das Desinteresse des Chefs, aber: „Die Vorgesetzten schätzen sich selbst oft völlig anders ein.“ Ihr Rat: „Schmollen Sie nicht schweigend, sagen Sie Ihrem Boss, was Sie von ihm erwarten. Wer sich anpasst, ändert nichts.“ Auch eine gute Idee: Legen Sie dem Boss ein Resultat Ihrer Arbeit zur Begutachtung vor. Eine Präsentation zum Beispiel. Dann muss er sich äußern.

„Der Kollege bringt seinen Riesenköter immer mit in das Büro“ Es hieß, die Sache sei vorübergehend: nur solange die Schwippschwägerin des Mitarbeiters (die Eigentümerin des Tiers) auf Safari ist. Oder so ähnlich. Die Frau ist aber offenbar im Dschungel verschollen. Jedenfalls sabbert ihr stinkendes Monster immer noch Ihre wichtigen Unterlagen voll.

Strategie: Setzen Sie erst mal auf Verständnis: Vielleicht handelt sich’s ja um eine längere Safari. Vielleicht glaubt aber auch der Kollege, Sie verstünden sich super mit dem Flohmercedes. Dabei bringen Sie doch nur aus Selbstschutz die ganzen Wurstwaren mit.

Erwähnen Sie demnächst beiläufig einen asiatischen Freund, dessen

Leibspeise „Hund in Soja“ sei

Ihr Kollege wird Ihnen nicht glauben.

... Aber er wird verstehen. Falls nicht: In den meisten Betrieben ist das Mitbringen von Haustieren nicht erlaubt. Erkundigen Sie sich mal bei

Ihrem Betriebsrat.

„Das blöde Telefon klingelt dauernd“ „Schulze, Tach! Der Prosecco is’ immer noch net bezahlt“, nölt der Ihnen absolut unbekannte Herr in der Leitung. Sie finden das bedauerlich. Noch bedauerlicher finden Sie, dass a) Sie davon nichts abbekommen haben und b) dieser Schulze heute morgen schon der fünfte Anrufer ist, der Sie wegen Firlefanz belästigt, mit dem Sie nichts zu tun haben.

Strategie: Quetschen Sie den nächsten Fehlgeleiteten erst mal aus:

Wen oder welche Abteilung wollte er sprechen? Hat irgendjemand versehentlich sein Telefon auf Sie umgestellt? Kam der Anrufer über die Zentrale? Dann steht Ihr Name dort eventuell ganz oben auf der Liste, und der Mitarbeiter ist zu neu oder zu doof um herauszufinden, wer in der Firma welche Bereiche betreut. Suchen Sie ihn auf und machen Sie ihm klar, wofür Sie zuständig sind. Und vor allem: wofür nicht.

„Immer, wenn ich dran bin, zeigt der Kopierer Papierstau an“ Wie immer, Sie kommen in den Kopierraum und sehen schon die Lampe von Kammer 8 blinken: Papierstau. Und auch der Toner ist wieder alle. Das kann dauern.

Strategie: Schließen Sie den Toner und die Betriebsanleitung des Kopierers weg. Rufen Sie den Praktikanten zu sich. Loben Sie seinen technischen Sachverstand. Erzählen Sie, dass Sie dem Chef gern vorschlagen würden, ihn zu einem „Technical Officer“ zu befördern.

Betonen Sie, dass es sich dabei um eine verantwortungsvolle Aufgabe handelt, für die ansonsten ein Extra-Mitarbeiter zuständig sei. Verkünden Sie später strahlend, der Chef sei einverstanden, und überreichen Sie mit bedeutungsschwerer Miene den Schlüssel. Der Toner sei zum Schutze vor unsachgemäßem Gebrauch in einem Schrank gelagert worden. Und wehe, wenn Praktikant Sepp seinen Job nicht ernst nimmt ...

„In meinem Zimmer wird nie geputzt“ Typisch: Bei allen anderen wird sauber gemacht – nur bei Ihnen nicht. Das ist gezielte Schikane!

Strategie: Wenn das Putzpersonal kapituliert, hat das meist einen simplen Grund: Das Chaos ist so groß, dass ein Durch- und Drankommen kaum möglich ist.

„Mein ganzes Büro versinkt im Chaos“ Rufen Sie manchmal vom Handy aus Ihren Büroschreibtisch an, um Ihr Telefon wiederzufinden?

Strategie: Starten Sie umgehend die Aktion „Blanke Platte“. Das hat nichts mit Ihrem Haupthaar zu tun, sondern mit Selbstorganisation. Zeitmanagement-Papst Professor Lothar J. Seiwert hat diverse Methoden entwickelt, mit denen jeder Arbeitsplatz wieder leer, jeder Kopf wieder frei wird. Infos unter www.seiwert.de. Und noch ein Buchtipp: Stephen R. Covey, „Die sieben Wege zur Effektivität“, Heyne, 19,90 Mark.

„Nebenan wird jeden Tag gefeiert“ Gestern war es der Ausstand der alten Sekretärin, heute ist es der Einstand der neuen. Übermorgen hat das Meerschweinchen des Buchhalters Geburtstag, oder die Klimaanlage ist seit einem Jahr installiert – einen Grund finden die Bekloppten nebenan immer.

Strategie: Wo ist da das Problem? Rübergehen, mitfeiern.

„Alle qualmen mir mein Zimmer voll“ Sie wollen ja kein Miesmacher sein, aber diese häufigen Erstickungsanfälle nerven ganz schön.

Strategie: Hat Ihre Firma Filialen in den USA? Dann lassen Sie sich dorthin versetzen. Zu aufwändig? Dann schlagen Sie einen Kompromiss vor: Es darf nur in ungeraden Stunden gequarzt werden:

zwischen neun und zehn, elf und zwölf Uhr etc. Erfahrungsgemäß lassen sich die Raucher auf diesen Deal ein.

„Der neue Kollege müffelt nach Iltis“ Mittlerweile freuen Sie sich sogar über Ihren Schnupfen. Dabei ist der Typ gegenüber eigentlich ein netter Mensch. Und den wollen Sie auf gar keinen Fall verletzen.

Strategie: Heikle Geschichte! Konsultieren Sie jemanden, der sein Vertrauen genießt. Das kann ein anderer Kollege sein, aber auch seine Freundin. Bitten Sie ihn oder sie, das Thema mal unter vier Augen anzuschneiden. Und dann hoffen Sie das Beste.

Motivationstipps

So erreichen Sie Ihre Ziele:

Keine Angst vor Fehlern! Das Wissen der Menschheit ist über Jahrtausende gewachsen. Viele der dazu notwendigen Erfahrungen sind durch Irrtümer entstanden. Haben Sie keine Angst vor neuen Wegen, Ideen und Methoden! Denken Sie immer daran: Fehler können nützlich sein, wenn Sie bereit sind, von Ihnen zu lernen.

Keine "Null-Bock-Haltung"! Auch Sie sind empfänglich für die Überzeugungen, Einschätzungen und Einstellungen anderer. Falls Menschen in Ihrem Umfeld eine "Null- Bock-Haltung" haben, wird das Sie und Ihre Leistungen negativ beeinflussen. Daher ist es wichtig, daß Sie mehr Zeit mit Leuten verbringen, die eine optimistische, positive Ausstrahlung und Lebenshaltung haben.

Seien Sie gewappnet!

Analysieren Sie im voraus potentielle Hindernisse, Gefahren oder Unsicherheiten. Welche negativen Einflüsse können auftreten? Beispielsweise Mangel an Unterstützung, technischem Wissen, Zeit, Platz, Energie, Geld oder Erfahrung werden Ihre Motivation, ein Ziel zu erreichen, behindern.

Machen Sie sich diese Hindernisse so früh wie möglich bewußt und räumen Sie sie rechtzeitig aus dem Weg. So steigern Sie Ihre Erfolgsaussichten und werden Ihr Ziel störungsfreier und optimistischer angehen und verwirklichen können. Arbeitsplanung

Was Sie prüfen sollten, bevor Sie Feierabend machen:

Haben Sie alles Geplante erledigt? Entscheiden Sie: Welche nicht erledigten Aufgaben können Sie für den nächsten Tag delegieren?

Prüfen Sie: Welche nicht erledigten Aufgaben sind eventuell völlig überflüssig oder terminlich unabhängig?

Legen Sie sich eine terminlose Aufgaben-Liste oder ein Buch an. Hier tragen Sie täglich allen "Kleinkram" ein, den Sie persönlich erledigen wollen, der aber nicht termingebunden ist. Notieren Sie daneben groß und auffällig die für jede Aufgabe grob geschätzte Arbeitsdauer.

Wenn Sie zwischendurch "Lücken" haben, finden Sie auf Anhieb eine passende Aufgabe. Falls Sie häufig am Tagesende wichtige Aufgaben nicht geschafft haben, überprüfen Sie Ihr Zeitmanagement, beispielsweise zu lange Telefonate, Suche nach Unterlagen, zu lange Besprechungen, mangelnde Delegation, häufige Störungen, Probleme mit Büro- und Werkstatttechik, mangelnde Prioritätensetzung, unvollständig geführte Wiedervorlage und andere Zeitfresser.

Machen Sie sich kurze Notizen dazu und legen Sie fest, wann (am besten gleich heute!) und wie Sie Abhilfe schaffen wollen. Übertragen Sie nun die verbliebenen Aufgaben in Ihrem Arbeitsplan des nächsten Tages. Angenehmen Feierabend!

Mitarbeiter

So delegieren Sie richtig Mit besonderer Aufmerksamkeit sollten Sie Anweisungen geben, wenn Arbeiten an neue oder unerfahrene Mitarbeiter oder Auszubildende vergeben werden. Lassen Sie sich Zeit, denn schließlich wollen Sie, daß die Aufgaben korrekt erledigt werden.

Betrachten Sie Ihren Zeitaufwand als eine wichtige Investition zur Erhaltung oder Steigerung der Effizienz in Ihrem Unternehmen. Geben Sie Anweisungen nicht "zwischen Tür und Angel".

Erklären Sie zunächst kurz, worum es geht, und fragen Sie Ihren Mitarbeiter nach dessen Kenntnisstand in der Sache.

Geben Sie Anweisungen vollständig und Schritt für Schritt unter

Berücksichtigung des Kenntnisstandes Ihres Mitarbeiters.

Fragen Sie zwischendurch, ob alles verstanden wurde; beantworten Sie Fragen freundlich und sachlich. Sprechen Sie deutlich und verständlich. So wird's gemacht! Demonstrieren Sie gegebenenfalls einzelne Arbeitsschritte (beispielsweise bei Arbeiten am PC)

Motivieren Sie: Erläutern Sie Sinn und Zweck der Tätigkeit und warum das Arbeitsergebnis für Ihren Betrieb wichtig ist. Lassen Sie sich die Ausführung demonstrieren, klären Sie erkennbare Probleme und vergessen Sie ein kleines Lob nicht.

Klären Sie, wer wann bei Problemen helfen kann, falls Sie selbst nicht erreichbar sind oder sein wollen.

Lassen Sie sich die Beendigung der Arbeit melden. Prüfen und besprechen Sie sachlich das Arbeitsergebnis.

Motivationstipp

Stets ans "Danach" denken Zugegeben, nicht alle Aufgaben und Entscheidungen machen Freude. Übermäßiges Aufschieben jedoch führt meist zu Streß und seelischer Belastung, was Ihre Leistungsfähigkeit erheblich mindern kann.

Deshalb bedenken Sie stets, daß am Ende etwas Positives für Sie herausspringt – im besten Falle ein Gewinn an Ansehen und Einkommen. Aber auch vermeintlich Schlechtes hat sein Gutes.

Das Eingestehen seines Fehlers, die überfällige Trennung von einem (Geschäfts-) Partner, das Überbringen unangenehmer Nachrichten entlastet Sie von Ängsten, kann Ihr Selbstbewußtsein steigern und neue, ungeahnte Perspektiven eröffnen und Energien freisetzen.

Merktechniken: Namen merken - kein Problem!

Sie lernen jemanden kennen, sagen sich gegenseitig den Namen und kurz danach ist der Name schon wieder weg.

Das können Sie aktiv dagegen tun:

Wiederholen Sie den gerade gehörten fremden Namen: "Guten Tag, Herr Landgraf."

Beim Austauschen von Visitenkarten ist oft zu sehen, daß diese sehr schnell verstaut werden. Nehmen Sie sich einfach etwas Zeit. Sehen Sie sich den Namen in aller Ruhe an - Sie können ihn sogar vorlesen.

In der Regel wird das Ihrem gegenüber eher schmeicheln, als daß es ihn stören würde, und doch bleibt diese Möglichkeit oft ungenutzt. Die asiatischen Völker nutzen fast immer diese Gelegenheit. Keine Visitenkarte wird ungelesen verstaut.

Beim Einprägen von Namen können Sie natürlich auch die Memotechnik nutzen. So gehen Sie vor:

Stellen Sie den Namen geistig-bildhaft dar.

Verbinden Sie die Person mit diesem Bild.

Sprechen Sie den Namen richtig aus. Beispielsweise lernen Sie jemanden kennen, der Schneider heißt. Sofort stellen Sie sich vor, wie er im Schneidersitz sitzt.

Es stellt sich Ihnen jemand vor mit dem Namen Fabris. Sie denken an eine Fabrik und aus dem Schornstein kommt Rauch in Form eines S. Jetzt sollten Sie den Namen noch einmal wiederholen: Der Herr heißt richtig Fabris.

Frau Müller sitzt vor der Mühle. Herr Schmidt ist ein Schmied, Frau Pankowitz erzählt einem Panker einen Witz und Herr Paraskiwogloubus fliegt Paraski. Wo? Auf dem Globus. "Paraski-Wo-Globus". Den Namen richtig zu wiederholen ist auch hier wichtig.

An diesen Beispielen haben Sie gesehen, dass ein bisschen Fantasie dazugehört. Trainieren Sie daher täglich.

Zeittipp: So sparen Sie Zeit beim Schreiben

Nicht jede Anfrage müssen Sie mit einem aufwendigen Schreiben beantworten. Vermerken Sie kurze Antworten oder Nachfragen direkt auf dem Ihnen vorliegenden Schreiben - und dann ab ins Fax damit.

Haben Sie alles griffbereit? Flache, beschriftete Schublade mit Geschäftspapier, Faxformularen, Vordrucken, Kurzmitteilungen und Schmierpapier sollten Sie unbedingt direkt an Ihrem Arbeitsplatz haben.

Adressen: Ist Ihre Adressverwaltung (Papier und/oder EDV) effizient? Wenn Sie häufig suchen müssen: Nehmen Sie sich die Zeit und schaffen Sie Abhilfe.

Sie müssen nicht immer vollständige Texte schreiben. Skizzieren Sie Ihre Entwürfe (Papier oder EDV) und überlassen Sie Ihrer Assistenz die endgültige Formulierung und die optische Gestaltung. Der fertige Brief wird Ihnen zur Unterschrift vorgelegt.

Schreiben Sie stets deutlich lesbar, das erspart Ihnen und dem Empfänger Ihrer Nachricht Zeitverluste durch lästige Rückfragen.

Müssen Sie überhaupt alles schriftlich machen? In vielen Fällen tut es auch ein kurzer Anruf.

Ein unaufgeräumter Schreibtisch birgt viele Ablenkungsgefahren:

Räumen Sie auf, schaffen Sie Platz.

Bevor Sie schreiben: Machen Sie sich kurz die wesentlichen Punkte bewusst und legen Sie eine Reihenfolge fest.

Sie legen unbedingt Wert auf Fehlerfreiheit: Überarbeiten Sie Ihren Text höchstens 2mal. Achten Sie beim ersten Mal ausschließlich auf Inhalt (stimmen Fakten und Zahlen?) und Stil.

Erst im zweiten Durchgang suchen Sie (im nun bereits geänderten Text) nach Rechtschreib-, Interpunktions- und Grammatikfehlern. Bei kurzen Texten mit unkomplizierten Inhalten können Sie die beiden Arbeitsgänge zusammenlegen.

Bei Kurzmitteilungen oder -anmerkungen ist ein schneller Check das Maximum. Lediglich Schreiben von besonderer Bedeutung (mit juristischen, vertraglichen oder wirtschaftlichen Konsequenzen) sollten Sie, Ihr Teilhaber oder Ihre Assistenz weiteren Kontrollen unterziehen.

Prüfen Sie: Was müssen Sie überhaupt selber schreiben? Delegieren Sie und vertrauen Sie auf die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter - Sie haben sie ja schließlich eingestellt.

Der Umgang mit Computer und Textverarbeitung dauert bei Ihnen zu lange? Schaffen Sie unbedingt Abhilfe. Nehmen Sie sich die Zeit, Funktionen und Möglichkeiten besser kennen zu lernen und schneller zu nutzen.

10 verschenkte Minuten pro Tag - das macht eine komplette Woche pro Jahr! Außerdem: Immer wiederkehrende Probleme und Zeitverluste am Computer sind stimmungsstörend und demotivierend.

So sorgen Sie Für Frieden im Büro

Der große Kalte Krieg ist zwar beendet, der Kleinkrieg in Büro und Betrieb aber eskaliert. Wenn Sie Anzeichen von Mobbing in Ihrer Umgebung spüren, reagieren Sie politisch korrekt, wenn Sie alle Beteiligten an der Intrige finden, den Konflikt aufdecken und diskutieren, einen Waffenstillstand vereinbaren, Mobbing generell verurteilen, ohne die Täter anzuklagen, eine offene Streitkultur einfordern.

Um kurzfristig Intrigen zu überleben, sollten Sie die folgenden, nicht ganz korrekten Taktiken beherrschen:

Lernen Sie, überzeugend zu lügen. Sie müssen taktieren können, ohne dabei in die Knie zu gehen. Seien Sie selbst zu jenen Kollegen noch freundlich, in deren Rücken Sie am liebsten ein Messer sehen würden.

Überlegen Sie genau, in welchen Situationen Sie sich sehen lassen und wann Sie sich unsichtbar machen.

Lassen Sie Ihren Gegner auflaufen, indem Sie bei Konferenzen sein Thema besser beherrschen als er selbst.

Suchen Sie sich Bündnispartner und versuchen Sie, Ihren Rivalen zu isolieren.

Halten Sie sich möglichst aus Intrigen heraus. Irgendwann verstricken sich Intriganten in den eigenen Netzen aus Lügen und Verdächtigungen.

Dressieren Sie Ihren Chef

Zeit, dass Sie mal Ihren Chef genau unter die Lupe nehmen. Studieren Sie Ihren Boss genau und erkennen Sie seine Stärken, Schwächen und Schrullen. Ändern können Sie die zwar nicht, aber seine Merkwürdigkeiten vielleicht zu Ihrem Vorteil nutzen. „Jeder Mensch hat Verhaltensmuster und Sichtweisen.

Diese individuellen Strickmuster ergeben den Persönlichkeitstypus“, erklärt Esther S. Weidlich, Karrierecoach aus Berlin, die sich auf die Typenpsychologie des Schweizer Psychoanalytikers Carl Gustav Jung bezieht.

Sie arbeitet mit der so genannten Insights- Discovery-Analyse, einem Computerprogramm, mit dem sich jeder Boss einordnen lässt. Natürlich gibt es Mischtypen, aber sie alle lassen sich auf einen dieser vier Charakterköpfe zurückführen.

Suchen Sie Ihren Chef heraus, lernen Sie mit ihm umzugehen.

Benutzen Sie dafür auch unser Körpersprache-Lexikon: damit können Sie sofort Chefs Launen deuten und darauf eingehen – und bald wird er Ihnen aus der Hand fressen.

Der Unterstützer

Typ Beziehungsmensch. Warmherzig, aber nicht emotional. Wichtig ist ihm Stabilität. Büro Die Tür steht offen, auf dem Tisch Fotos. Die Möbel stehen Feng - Shui - gerecht oder sind ökologisch einwandfrei. Arbeitsstil Eher langsam. Am liebsten arbeitet er mit Kollegen, die zugleich Freunde sind.

Führungsstil Er hasst kreatives Chaos und will Kontrolle aus Angst vor Veränderung. Stärke Guter Zuhörer, Coach. Schwäche Kann nicht nein sagen, muss darum manchmal Entscheidungen revidieren.

Der Beobachter

Typ Intellektueller. Wie der Direktor zieht er die Aufgaben den

Menschen vor, ist aber nachdenklich und beherrscht. Büro Schlicht, aufgeräumt.

Alles hat seinen festen Platz. Arbeitsstil Ernsthaft, analytisch, diszipliniert und äußerst präzise. Dadurch eher langsam. Er liebt Zahlen, Daten und Fakten.

Führungsstil Perfektionistisch, er kümmert sich um alles, erwartet Korrektheit, mag Eigeninitiative. Stärken Lieber vorsichtig als unbesonnen, lieber konventionell als zu kühn.

Schwächen Er hängt an dem Bewährten. Unter Druck beißt er sich an Details fest, zögert Entscheidungen unnötig raus.

Der Inspirator

Typ Unterhaltungskünstler. Umgänglich, dynamisch, optimistisch, spontan. Will beliebt sein und sucht Anerkennung. Büro Freundlich, chaotisch, Kommunikationsmittelpunkt. Arbeitsstil Hasst Routine, delegiert großzügig, will Spaß.

Führungsstil Mitreißend. Er mag Bewunderer um sich. Überschätzt manchmal Mitarbeiter. Stärken Löst spielend Konflikte. Lobt, fördert sein Team. Schwächen Unzuverlässig, er schiebt lästige Dinge gern und lange auf. Unter Druck wird er unvorsichtig und launisch.

Der Direktor

Typ Gipfelstürmer. Willensstarker Einzel- und Wettkämpfer, risikofreudig, selbstbewusst, liebt die Unabhängigkeit. Büro Nichts als Arbeit und Dokumente seiner Erfolge.

Arbeitsstil Schnell, effizient, bewältigt mehrere Aufgaben gleichzeitig. Reagiert aggressiv auf Probleme und löst sie.

Führungsstil Fordert Können und Leistungsfähigkeit, erwartet bedingungslosen Respekt.

Stärken Trägt jede Verantwortung, ist ein guter Manager. Schwächen Ungeduldig, verletzend, mag Schmeicheleien.

Das Körpersprache-Lexikon

Auch wenn Ihr Boss schweigt, sagt er eine Menge. Lernen Sie seine

Körpersprache.

Ihr Chef verschränkt die Arme. Entweder ist er mit Ihnen oder Ihrem Vorschlag nicht einverstanden. Tipp: Lösen Sie die Haltung, indem Sie ihm ein Schriftstück oder dergleichen überreichen. Das funktioniert auch, wenn Ihr Chef nervös an einem Stift herumfingert.

Er sitzt Ihnen mit weit zurückgelehntem Oberkörper gegenüber. Er lehnt Sie oder den Gesprächsinhalt ab. Die Körperhaltung kann allerdings auch Desinteresse bedeuten oder sein überlegenes Gefühl, alles im Griff zu haben.

Tipp: Holen Sie ihn an den Tisch zurück, indem er auf ein Papier schauen soll. Zücken Sie jetzt die Trümpfe, die Sie hoffentlich noch in der Tasche haben.

Er sitzt mit dem Oberkörper nach vorne gebeugt am Tisch. Entweder folgt er gebannt Ihren Ausführungen oder er wird Sie gleich unterbrechen. Tipp: Sieht seine Haltung nach Interesse aus, geben Sie Gas. Unterbricht er Sie, lassen Sie ihn erst einmal reden und Dampf ablassen.

Ihr Chef ballt die Faust. Gleich platzt er. Tipp: Versuchen Sie zu beschwichtigen oder beenden Sie das Gespräch.

Er zeigt mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf Sie. Er ist ungehalten, wenn nicht sogar wütend, attackiert Sie. Tipp: Versuchen Sie ihn zu beruhigen oder schweigen Sie. Bleibt er hitzig, beenden Sie das Gespräch.

Er blinzelt stark. Er ist nervös. Oder er trägt Kontaktlinsen. Tipp: Bringen Sie Ruhe in die Debatte, versuchen Sie Zeit zu gewinnen.

Er streicht sich während des Sprechens das Kinn. Er ist nachdenklich und/oder mit sich zufrieden. Tipp: Jetzt können Sie einen bleibenden guten Eindruck hinterlassen. Gehen Sie.

Er runzelt die Stirn, schüttelt den Kopf, kramt in Unterlagen herum, guckt aus dem Fenster. Er läßt Sie auflaufen, er ist ungehalten und ablehnend.

Tipp: Kommen Sie zielstrebig zur Sache, bleiben Sie höflich, aber hartnäckig. Je brenzliger die Situation, desto stärker müssen Sie ihn im Blick behalten. Wer einer „Gefahr“ ins Auge schaut, wirkt stark und selbstsicher.

Er trommelt mit den Fingern auf die Tischplatte. Er ist nervös, ungeduldig, eilig, will Sie los werden. Tipp: Sind Sie noch nicht am Ziel, tragen Sie noch einmal kurz und knapp Ihr Anliegen vor.

Nehmen Sie ein Stück seines Reviers in Beschlag, indem Sie z.B. einen Arm auf seinen Schreibtisch stützen.

Er legt seine Füße um die Stuhlbeine. Vermutlich sucht er Halt, weil er unsicher ist. Tipp: Jetzt können Sie Punkte sammeln, indem Sie ihm Sicherheit geben. Betonen Sie beispielsweise, dass das Geschäft, das Sie vorschlagen, keinerlei Risiko für ihn bedeutet und er sich ganz und gar auf Sie verlassen kann.

Er guckt Sie nicht mehr an. Entweder ist er verlegen, will Sie los werden oder was Sie sagen, ist ihm unangenehm.

Tipp: Haben Sie zuviel geredet? Stellen Sie eine Frage, damit er wieder die Oberhand gewinnt.

Er steht auf und vergräbt die Hände in den Hosentaschen. Er ist kritisch, verschließt sich.

Tipp: Geben Sie ihm ein Papier, damit er die Hand aus der Hose holt. Sollten Sie noch ein As im Ärmel haben, ziehen Sie es jetzt. Oder vertagen Sie die Unterhaltung.

Sechs Strategien, wie Sie sich gegen unfaire Kritik zur Wehr setzen können

Es könnte so schön sein. Der Chef ist von Ihrem Projekt so gut wie überzeugt. Wenn bloß Kollege Müller nicht wäre. An all Ihren Vorschlägen hat er was auszusetzen. Durchkreuzen Sie seine Taktik.

Ad-personam-Taktik

Ihr Gegner wird persönlich. Ein Beispiel: „Die Farbe Ihres Hemdes

entspricht Ihrer geistigen Haltung“ (nämlich grau in grau).

Reaktion: „Wenn es der Diskussion nützt, ziehe ich mir gerne ein anderes Hemd an“ oder „Glauben Sie, dass Kritik an meinem Outfit das Projekt voranbringt?“

Theorie-Praxis-Taktik

Kollege Müller gibt Ihnen zwar Recht, sagt allerdings, das sei „in der Praxis undurchführbar“.

Reaktion: „Das Beste für die Praxis ist eine gute Theorie.“

Verschleierungstaktik

Der Satz: „Fassen Sie das nicht als Kritik auf, aber

...

ist trügerisch.

Seien Sie sicher, um nichts anderes als Kritik geht es.

Reaktion: „Ich danke Ihnen für diese Stellungnahme, aber direkter: „Halten Sie Ihre Äußerung für angebracht?“

...

“ Oder

Großzügigkeits-Taktik

Sie gehen ausführlich auf Detailfragen ein. Da beklagt Kollege Müller,

dass er in Ihrer Darstellung „das große Ganze“ vermisst.

Reaktion: „Auch ein komplexes Thema setzt sich aus vielen kleinen Teilchen zusammen“ oder „Wollen Sie einfach die wichtigen Details weglassen?“

Schweige-Taktik

Ihr Gegenüber hört sich Ihren Vortrag an, lässt jedoch alles

missgelaunt an sich abprallen.

Reaktion: „Ich fasse Ihr Schweigen als Zustimmung auf und fahre deshalb jetzt fort.“

Kompetenz-Taktik

Der Kollege bezeichnet Sie als zu jung und unerfahren oder aber zu alt für diese Aufgabe.

Reaktion: „Mozart schrieb mit acht die erste Symphonie“ bzw. „Adenauer war mit 90 Kanzler.“

Multitasking ist unproduktiv

Wer gleichzeitig seine nächste Business-Reise vorbereitet, telefoniert und auch noch die Tagespost durchgeht, mag zwar denken, dass er schnell und effektiv arbeitet, aber tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Dr. Joshua Rubenstein von der amerikanischen Federal Aviation

Administration ist der Meinung, dass man mit Multitasking in den meisten Fällen die Zeit des Arbeitgebers verschwendet, und je nach Job sogar ein hohes Risiko eingeht.

Im American Psychological Society´s Journal of Experimental Psychology schreibt der Forscher, dass in Tests alle Kandidaten Zeit verloren, wenn sie mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen hatten. Dieser Zeitverlust erhöhte sich mit der Komplexität der Tätigkeiten.

Der Grund lag nach Rubenstein darin, dass die Testpersonen Schwierigkeiten hatten, ihre Gedanken von einer Aufgabe zur anderen zu verschieben.

Dabei spielten zwei Überlegungen die Hauptrolle: im sogenannten "goal shifting" muss sich der Multitasker klar machen, dass er nun die zweite Arbeit anstatt der ersten machen will.

Und bei der darauf folgenden "rule activation" muss er noch die Gesetze in seinem Kopf ausschalten, die für die erste Aufgabe nötig waren und dafür die Regeln für die zweite aktivieren.

Wenn der Angestellte auf diese Weise für ungefähr 10 Minuten unkonzentriert ist, kostet das das Unternehmen 20 bis 40 Prozent potentieller Effektivität, meint Rubenstein. Und das nur, wenn der Arbeiter dabei keine Fehler macht.

Rubenstein kam zu diesen Ergebnissen, als er die Zeit maß, die Personen verloren, wenn sie zwischen zwei Aufgaben mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen und Vertrautheiten hin und her springen mussten. Er lies seine Testkandidaten dafür zum Beispiel Mathe-Aufgaben lösen und gleichzeitig geometrische Formen zuordnen.

Das Gleiche gilt übrigens auch für alltägliche Aufgaben, wie das Telefonieren mit Handys während des Autofahrens. Rubenstein meint, dass das Fahren allein schon sehr viel Aufmerksamkeit erfordert, wie das Erkennen von Verkehrsschildern und die laufende Analyse der Situation.

Wenn der Fahrer dann noch telefoniert, stellt er sich automatisch den Gesprächspartner vor, und das benötigt zusätzliche Kapazität im Gehirn. Überlastung drohe besonders dann, wenn das Telefongespräch hoch emotional sei, schreibt der Forscher.

Ihr Chef - so macht er, was Sie wollen

Ist er ein Brüller, ein Schweiger oder eher ein Über-Kollegialer - welcher Typ ist Ihr Chef? Wie Sie ihn durchschauen, seinen Fallen entkommen und dazu kriegen, was Sie wollen - das lesen Sie hier.

Der Über-Kollegiale

Sein Charakter: Er ist immer überfreundlich, wirkt nach außen superkollegial. Doch wenn es hart auf hart kommt, es beispielsweise Konflikte mit anderen Abteilungen gibt, lässt er seine Mitarbeiter oft im Stich. Ihre Psycho-Strategie: Gerade weil er so freundlich ist, ist es schwierig, ihn auf sein Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Dennoch: Sprechen Sie mit ihm, wenn er gerade Ruhe und Zeit hat.

Sprechen Sie ihn auf Ihr Problem an - zum Beispiel das mit der anderen Abteilung. Signalisieren Sie ihm dadurch, dass Sie sein Spiel durchschauen, es aber nicht länger hinnehmen wollen.

Machen Sie ihm klar, dass er auch deshalb mehr verdient als die anderen Mitarbeiter, weil er Ihnen den Rücken freihalten soll. Er wird verdutzt sein, aber von nun an vorsichtiger.

Der Brüller

Sein Charakter: Er ist cholerisch, fährt bei fast jeder Gelegenheit aus der Haut, ist ungerecht. Larissa Degen: "Im Grunde versteckt der Brüller damit eigene Schwächen, und nimmt sich für seine Ausbrüche gern das schwächste Mitglied im Team vor."

Ihre Psycho-Strategie: Bleiben Sie bei seinen Eruptionen cool und sachlich. Hat er sich wieder abgeregt, fassen Sie seine Ausführungen noch einmal zusammen: "Habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie den Vorgang morgen sehen wollen?" Larissa Degen: "Sie sollten unbedingt in einer entspannten Minute das Gespräch zu Ihrem Chef suchen. Schildern Sie ihm, wie Sie sich bei seinen Ausbrüchen fühlen, aber so, dass er es nachvollziehen kann.

Wichtig dabei ist, dass Sie sich auf das Gepräch gut vorbereiten und dann einen Moment abwarten, in dem Sie sich mental und körperlich topfit fühlen." Sie werden sehen, mit Ihnen wird er künftig anders umgehen.

Der Schweiger

Sein Charakter: Ein Mann - ein Wort: Das ist seine Devise. Mehr kommt in aller Regel nicht. Der Schweiger ist introvertiert, oft sehr kopfgesteuert und kann seine Gefühle nicht äußern. Er erwartet, dass der Laden auch ohne großes Eingreifen läuft und scheut sich, Anweisungen zu geben.

Ihre Psycho-Strategie: Locken Sie den großen Schweiger mit offenen Fragen. Beispiel: "Ich habe mir das Konzept so vorgestellt. Was sagen Sie dazu?" Wichtig ist, ihn nicht zu bedrängen, weil er sich damit noch mehr zurückziehen könnte. Was auch hilft: Suchen Sie das Gespräch mit ihm und machen klar, dass Sie mehr Beteiligung von seiner Seite brauchen. So locken Sie ihn aus der Reserve - und können sein Vertrauen gewinnen. Probieren Sie es aus.

Der Teamplayer

Sein Charakter: Er legt Wert auf sein Team, gibt seinen Untergebenen das Gefühl, mit ihnen auf einer Ebene zu stehen. Nach dem Motto:

"Wir sind alle beste Freunde." Bis er Anweisungen geben muss. Die kommen dann oft übertrieben aggressiv und herrschsüchtig rüber. Unberechenbar. Larissa Degen: "Der Teamplayer ist oft aus einem Team zum Chef aufgestiegen und kommt mit seiner neuen Rolle noch nicht klar. Hinzu kommt ein starkes Bedürfnis nach Harmonie. Diese Führungsschwäche äußert sich in seinem extremen Verhalten."

Ihre Psycho-Strategie: Trauen Sie der zeitweiligen Ruhe nicht. Machen Sie sich klar, dass der Mensch, mit dem Sie gerade scherzen, im nächsten Moment unberechenbar werden kann. Vor allem dann, wenn er unter Druck gerät. Seien Sie stets freundlich, aber bleiben Sie immer distanziert. Das schützt Sie vor Überraschungen und macht ihm klar, dass Ihnen das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit wichtiger ist, als ein übertrieben harmonisches Chef-Untergebenen-Verhältnis.

"Nein" sagen lernen - der Vier-Wochen- Plan

1. Woche: Analyse

Wem gegenüber fällt es Ihnen besonders schwer, eine Absage zu erteilen. Denken Sie genau darüber nach und notieren Sie sich die Situationen und Personen. Mit Hilfe eines Tagebuchs fällt es leichter, solche Situationen zu ermitteln. Am Ende der Tagebuch-Phase sollten Sie Ihre Ziele formulieren.

2. Woche: Strategie erarbeiten

In der zweiten Woche sollten Sie sich jetzt einen (beziehungsweise mehrere) Pläne erarbeiten, mit dem Sie Ihr Ziel erreichen möchten. Also: Überlegen Sie sich, wie Sie mit Hilfe von Rhetorik, Körpersprache und eigenem Verhalten Grenzen setzen können. Wichtig: Versuchen Sie, entspannt zu sein.

3. Woche: Plan umsetzen

Nach der grauen Theorie kommt jetzt die Praxis, das Umsetzen Ihrer Strategie. Tipp: Fangen Sie mit einer Person an, vor der Sie nicht all

zuviel Angst haben. Wichtig: Notieren Sie sich Erfolge, die Sie dann weiter motivieren. Und schauen Sie auch auf noch nicht so geglückte "Neins" und analysieren Sie die Ursachen.

4. Woche: Verfeinerung des Erfolgskonzepts

Sie haben an den leichteren Situationen geübt und können sich jetzt schwierigeren zuwenden. Da erfahrungsgemäß der Elan nach einigen Wochen nachlässt, sollten Sie sich schon jetzt eine Belohnung gönnen für jeden Nein - Erfolg.

Gespräch in Gang halten

So vermeiden Sie Schweigen wenn Sie sich mit einem neuen Bekannten oder Geschäftspartner unterhalten:

- Stellen Sie offene Fragen, anstatt solcher, die man einfach mit Ja oder Nein beantworten kann. Fragen Sie beispielsweise: "Wohin reisen Sie am liebsten?" anstatt "Waren Sie schon einmal in Italien?". Der Gesprächspartner hat die Gelegenheit so viele Informationen preiszugeben wie er möchte. Die Antwort bietet Stoff für weitere Fragen oder Kommentare Ihrerseits.

- Vermeiden Sie sehr persönliche Themen wie Religion, Todes- oder Krankheitsfälle oder politische Meinungen. Andernfalls geraten Sie leicht in schwierige Gespräche oder gar Streitigkeiten.

Ein Gespräch richtig beenden

So schließen Sie eine Unterhaltung oder ein Geschäftsgespräch richtig ab:

- Lassen Sie Ihren Blick öfter durch den Raum gleiten.

- Nehmen Sie Gegenstände wie Handtasche, Brille oder Geldbeutel zu sich. Das sind eindeutige Signale, dass Sie das Gespräch beenden möchten.

- Fassen Sie den Inhalt oder das Ergebnis des Gesprächs zusammen. Ist das nicht möglich, so verwenden Sie Floskeln wie: "In diesem Sinne". Bei geschäftlichen Gesprächen fassen Sie zusammen, welche Schritte als Nächstes erfolgen sollen, also "gut, als nächstes

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Konstruktiv Kritik üben

Beachten Sie einige Regeln, wenn Sie an Ihren Kollegen oder an Ihrem Partner Kritik üben. Dann versteht Ihr Gegenüber die Kritik nicht als Angriff sondern als konstruktiven Hinweis.

  • 1. Kritisieren Sie Ihren Gesprächspartner nicht in Gegenwart Dritter. Das setzt ihn unnötig herab.

2. Wählen Sie eine günstige Zeit. Achten Sie darauf, dass der Kritisierte nicht in Zeitnot ist. Sonst wird er Ihnen womöglich nur mit halbem Ohr zuhören.

  • 3. Fassen Sie sich kurz. Erklären Sie klar und deutlich, was Sie stört.

Verwenden Sie Ich-Botschaften. Dadurch fühlt sich der Andere nicht angegriffen und ist offener für eine Lösung.

4. Beschränken Sie sich in Ihrer Kritik auf Fakten und auf konkrete Situationen. So ist die Kritik nachvollziehbar.

5. Hüten Sie sich vor Rundumschlägen aus der Reihe "Du taugst sowieso nichts". Solche Kritik ist destruktiv. Ihr Gegenüber merkt so etwas und verschließt sich Ihnen.

  • 6. Lassen Sie dem Kritisierten einen Ausweg oder eine Lösung offen,

bei der er sein Gesicht behält, besser noch: Suchen Sie gemeinsam

nach einer Lösung und bieten Sie einen Kompromiss an.

Effektives Brainstorming

Gilt es eine neue Idee zu entwickeln, wird in der Regel ein sogenanntes Brainstorming angesetzt.

Was sich dann abspielt hat leider meistens nichts mit einem Brainstorming im ursprünglichen Sinn des Wortes zu tun.

Besonders wenn die Sitzung im beruflichen Umfeld stattfindet, werden lediglich mehr oder weniger gute Vorschläge präsentiert.

Die des Vorgesetzten werden beklatscht, schüchterne Mitarbeiter kommen gar nicht zum Zug, andere sind wieder beleidigt wenn ihr Vorschlag keine Zustimmung bekommt und besonders Ehrgeizige zücken schon im Vorfeld eine Liste mit ausgearbeiteten Vorschlägen. Was bei einer solchen Sitzung herauskommt bringt nur selten wirklich neuartige Ideen ans Licht.

Und so gestalten Sie ein effektives Brainstorming:

  • 1. Bestimmen Sie einen Moderator. Dieser muss zunächst das Problem

oder den Sachverhalt formulieren. Anschließend schreibt er alle in der Sitzung gemachten Vorschläge auf ein Flipchart oder eine Tafel.

  • 2. Ziel eines Brainstormings ist, Kreativität freizusetzen. Deshalb muss jeder Teilnehmer reihum und spontan sagen, was ihm zum Thema einfällt. Jeder soll möglichst frei assoziieren können.

3. Es zählt nicht die Qualität, sondern die Quantität der Meldungen. Auch obskure oder unsinnige Ideen müssen sofort geäußert werden. Der Grund dafür ist: Jede noch so blöde Idee löst vielleicht bei einem anderen Teilnehmer eine Assoziation aus, die zu einer wirklich guten Idee führt.

  • 4. Abwertende Kommentare und Stimmungskiller wie "Das klappt doch nie" oder "So ein Blödsinn" sind absolut tabu. Wer wiederholt gegen dieses eherne Gesetz verstößt, sollte vom Brainstorming ausgeschlossen werden.

5. Das Brainstorming sollte nach spätestens einer Dreiviertelstunde beendet werden. Optimal sind 20 bis 30 Minuten.

6. Wichtig: Die Auswertung der gemachten Vorschläge sollte nach einer längeren Pause, besser am nächsten Tag durchgeführt werden. Denn jetzt muss von der ausgelassenen Blödelstimmung des Brainstormings auf eine ernsthafte Bewertung umgeschaltet werden.

Kommunikation: Vielredner einbremsen

So verhindern Sie, dass eine Person in einer Diskussion dominiert und so die anderen Teilnehmer langweilt:

- Vermeiden Sie Blickkontakt, zustimmende Gesten und Worte wenn die dominierende Person am Reden ist. So zeigen Sie ihm oder ihr, dass Sie das Gesagte nicht interessiert.

- Lassen Sie sich von dem Schwätzer nicht unterbrechen:

Sprechen Sie mit gleichmäßiger Lautstärke weiter, wenn Sie bemerken, dass der Vielredner wieder zuschlagen möchte.

Sobald Sie leiser sprechen, wird er oder sie das Wort ergreifen. Vermeiden Sie in diesem Fall konsequent den Blickkontakt. Wenden Sie sich den anderen Teilnehmern dagegen offen zu.

- Sollten Sie dennoch unterbrochen werden, wehren Sie sich. Eine friedliche Methode ist der Satz: "Entschuldigen Sie, dass ich weiterrede, während Sie mich unterbrechen." Hilft das nichts, erklären Sie laut und deutlich: "Lassen Sie mich bitte aussprechen."

Geben Sie den Anderen in der Runde die Möglichkeit mitzureden:

- Lenken Sie die Diskussion bewusst auf Teilnehmer, die noch nicht zum Zug gekommen sind. Wenn Sie das Wort haben, beenden Sie den Redebeitrag mit einer Frage an eine dieser Personen. Zum Beispiel:

"Wie sehen Sie das, Herr Müller?". Reißt der Vielredener trotz dieser Ablenkungsmaßnahme das Gespräch an sich, erscheint er äußerst unhöflich.

Richtig telefonieren

Telefonate mit dem Finanzamt, mit dem Chef oder mit einem wichtigen Kunden machen viele Menschen nervös. So bleiben Sie ruhig und führen ein gutes Gespräch:

  • 1. Bereiten Sie sich auf das Telefonat vor. Notieren Sie vor dem Anruf

alle Fragen, die Sie stellen möchten. Auf diese Art vergessen Sie in der

Aufregung nichts.

  • 2. Führen Sie das Gespräch an einem ruhigen Ort. Geben Sie anderen Familienmitgliedern oder Arbeitskollegen Bescheid, dass Sie nicht gestört werden möchten. So vermeiden Sie Unterbrechungen und Unruhe während des Gesprächs.

Präsentation: Wohin mit den Händen

Bei einer Präsentation beruht ein Großteil Ihrer Wirkung auf dem, was Sie mit Ihren Händen machen. Gemäßigtes Gestikulieren unterstreicht Ihre Aussagen, macht den Vortrag lebendig und zeigt, dass Sie auf die Zuhörer eingehen.

Absolut verboten ist deshalb:

- beide Hände in der Hosentasche zu haben,

- die Hände hinter dem Rücken zu verschränken.

Wenn Sie mit zwei Händen nichts anfangen können, dann können Sie ruhig eine Hand in die Hosentage stecken oder sich auf dem Rednerpult abstützen. Das wirkt oftmals natürlicher, als unbeholfenes Gestikulieren mit zwei Händen.

Schneller lesen so geht´s

Konzentriertes und schnelles Lesen ist auch das Ergebnis der äußeren Umstände. Schon das schlechte Licht, die falsche Umgebung oder die unbequeme Haltung können die Informationsaufnahme entscheidend beeinflussen.

1. Denken vorm Lesen

nicht gleich drauflos lesen. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit für

die Frage: Was will ich mit der Lektüre erreichen? Überfliegen Sie kurz das Inhaltsverzeichnis.

Fragen Sie sich, ob in diesem Buch das enthaltene sein könnte, was Sie wirklich suchen. Prüfen Sie: Muss ich dazu das ganze buch lesen? Reichen nicht auch ausgewählte Kapitel? solche Überlegungen sparen Zeit und machen den Kopf frei für die Lektüre.

2. Störquellen ausschalten

Bewegungen im Leseumfeld stören die Konzentration. Verbannen Sie alles aus Ihrer Umgebung, was sich bewegt: die Uhr mit dem

Sekundenzeiger, den animierten Bildschirmschoner.

Das Büro mit Aussicht ist genauso ein Konzentrations-Killer wie die Pinnwand über dem Schreibtisch oder die gelben Zettel, die am Bildschirmrand kleben und beim Lesen am PC nerven.

Auch Musik im Hintergrund lenkt ab und bremst das Lesetempo. Grafiken, Fotos und große Überschriften vor dem Lesen kurz anschauen. Auch sie ziehen sonst beim Lesen die Aufmerksamkeit auf sich.

3. Licht anmachen

Je nach Helligkeit benötigt das menschliche Auge zwischen 150 und 400 Millisekunden, um ein Bild, also ein bis vier Wörter, auf die Netzhaut zu bannen. Optimale Helligkeit: rund 1000 Lux, das entspricht dem Tageslicht bei bedecktem Himmel. Brillenträger brauchen mehr Licht, weil die Gläser 20 Prozent Licht schlucken. Der Raum, in dem Sie lesen, sollte nur wenig dunkler sein als der Lesplatz. Reflexartig suchen die Augen immer wieder die Dunkelheit ab, um zu prüfen, ob nicht doch irgendwo Gefahr lauert.

4. Lümmeln ist besser

Wählen Sie eine bequeme Haltung und Position, sonst verkrampft der Körper, die Konzentration lässt nach. Legen Sie sich Papier und Stift für Notizen bereit. Schreiben Sie sich nach der Lektüre jedes Kapitels Schlüsselwörter auf. Durch diesen Spickzetteleffekt behalten Sie mehr vom Inhalt.

Besprechungen: Was Sie gegen Zuspätkommer tun können

Zuspätkommer sind ein häufiges Ärgernis. Sie stören den Ablauf, Informationen müssen wiederholt werden, oder die Pünktlichen werden bestraft, indem sie warten müssen.

Mit den folgenden 5 Tipps bekommen Sie das Problem in den Griff:

Nehmen Sie keine Rücksicht auf Zuspätkommer.

Sorgen Sie dafür, daß Unterlagen und Präsentationsmittel so vorbereitet sind, daß Sie pünktlich beginnen können. Sonst werden auch die pünktlichsten Mitarbeiter bald selbst später kommen.

Stellen Sie die wichtigsten Themen an den Anfang.

Machen Sie das Thema "Was können wir gegen Unpünktlichkeit tun?" zum Tagesordnungspunkt.

Setzen Sie Besprechungen nicht zu halben oder vollen Stunden an, sondern beispielsweise um "9:50 Uhr" oder "11:15 Uhr".

Die besten Tipps für ein starkes Selbstbewusstsein

Alle Menschen haben manchmal Angst oder Selbstzweifel, das liegt in unserer Natur. Mit diesen 8 Tipps meistern Sie Lebenssituationen, in denen Sie sich unsicher fühlen – z. B. wenn Sie vor einer beruflichen Herausforderung oder privaten Veränderung wie dem Umzug in eine fremde Stadt stehen.

1. Plötzliche Unsicherheit ist ein Zeichen dafür, dass Sie Neuland betreten haben, z. B. wenn Sie befördert wurden und die Aufgabe ungewohnt ist.

Überlegen Sie, ob und was Sie an Ihrem Verhalten und Denken sowie Ihren Fähigkeiten ändern können, um der Situation besser gerecht zu werden. Das kann eine Fortbildung sein, aber auch ein klärendes Gespräch.

2. Bemühen Sie sich um eine sachliche Einschätzung der Situation:

Fragen Sie einen guten Freund, wie er das sieht, oder bitten Sie einen Fachmann um sein Urteil.

3. Rufen Sie sich Ihre guten Eigenschaften ins Gedächtnis und schreiben Sie sie auf: Dinge, die Sie gut können – z. B. organisieren, andere motivieren –, Dinge, die Sie auszeichnen – z. B. Loyalität, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Humor –, und Dinge, die Sie in Ihrem Leben bereits geschafft haben.

Lesen Sie sich diese Liste immer wieder durch.

4. Seien Sie nicht passiv. Ohne Risiko gibt es keinen Erfolg. Handeln Sie deshalb, auch wenn Sie Zweifel haben, ob Ihr Tun 100-prozentig richtig ist. Sie werden im Nachhinein oft feststellen, dass Ihre Befürchtungen unberechtigt waren. Falls Sie enttäuscht werden, können Sie stolz auf sich sein, den Schritt gewagt zu haben.

5. Ermutigen Sie sich immer wieder selbst, indem Sie positive Sätze wie "Das schaffst du!" oder "Versuch es doch wenigstens mal!" laut artikulieren.

6. Sprechen Sie mit vertrauten Freunden über Ihre Sorgen. Aber Vorsicht: Schweigen Sie gegenüber Kollegen oder Fremden. Ständiges Darüber - Reden verstärkt nur Unsicherheiten.

7. Grübeln Sie nicht ständig über Ihre Situation nach. Wenn sich wieder ein negativer Gedanke einschleicht, z. B.: "Wenn das nun doch nicht klappt?", sagen Sie laut: "Stopp!" Lenken Sie sich ab, indem Sie an etwas anderes denken.

8. Vernachlässigen Sie die Bedürfnisse Ihres Körpers nicht. Achten Sie auf ausreichend Schlaf, sonst büßen Sie Energie ein. Ausgeruht stellt sich die Welt in einem positiveren Licht dar. Hören Sie abends zum Relaxen sanfte Musik und lernen Sie eine Entspannungsmethode, z. B. Autogenes Training.

Team-Management: So sparen Sie Zeit bei Team-Besprechungen

"Eigentlich wollte ich noch 2 weitere Punkte ansprechen. Aber dazu ist jetzt keine Zeit mehr", heißt es nicht selten nach einer Besprechung. Kennen Sie das auch? Sie diskutieren ewig und lassen daher Meeting auf Meeting folgen. Aber Entscheidungen fallen dadurch nicht schneller.

Deshalb sollten Sie sich dafür einsetzen, die richtige Methode für Meetings anzuwenden. Entwickeln Sie einen Maßnahmenplan, den Sie beim nächsten treffen besprechen. Es ist auch Ihre Zeit, die in unendlichen Sitzungen ausgesessen wird.

Maßnahme 1: Besprechungen reduzieren. Nicht immer sind Teamsitzungen notwendig. In manchen Fällen reicht eine Mitteilung oder das Einzelgespräch.

Maßnahme 2: Grenzen setzen. Das Ziel und die zeit einer Besprechung müssen klar definiert sein. Eine Uhr auf dem Tisch hilft Ihnen, das vereinbarte Zeitbudget einzuhalten.

Maßnahme 3: Rollenverteilung klären. Setzen Sie einen Moderator und/oder einen Zeit-Controller ein, visualisieren Sie auf Flipchart oder Metaplantafel.

Maßnahme 4: Sach- und Beziehungsebene trennen. Legen Sie als Moderator Regeln zur Trennung von Sach- und Beziehungsebene fest. Die meisten Besprechungen dauern deshalb so lange, weil "zwischen den Zeilen" Beziehungen und persönliche Kontakte zum Thema gemacht werden.

Das führt aber zu keinem Ergebnis. Kehren Sie zum eigentlichen Thema zurück und machen Sie Konflikte im Team zum ausdrücklichen Gegenstand einer späteren Diskussion.

Maßnahme 5: Vorbereitungen treffen. Fordern Sie von allen Beteiligten, ihre entsprechenden Unterlagen parat zuhalten. Wenn das Telefon stört, Visualisierungsmaterial oder Stühle fehlen, kann gut eine Viertelstunde oder mehr verloren gehen.

Maßnahme 6: Besprechungsphasen beachten. Achten Sie auf diese Besprechungsreihenfolge:

- Zu Beginn: Problemformulierung mit kurzen Statements zum Stand der einzelnen Arbeitsfelder. - Die Folge: Lösungsvorschläge sammeln oder ein Meinungsbild malen. - Resultat: Entscheidung treffen. - Dann folgt die Planung: Verantwortlichkeiten zuteilen, Fristen festlegen und Möglichkeiten der Erfolgskontrolle überlegen.

Maßnahme 7: Entscheidungen treffen. Viele Besprechungen scheitern daran, daß Teamleiter nicht in der Lage sind, schnell Entscheidungen zu treffen.

Wenn das in Ihrem Team der fall ist, sollten Sie auf Entscheidungen drängen. Denn es wird nicht leichter, wenn ein Thema doppelt oder dreifach beleuchtet wird.

Kommen in einer Routinebesprechung grundlegende Fragen zur Sprache, sollte dafür ein Extratermin festgelegt werden, auf den sich jedes Teammitglied entsprechend vorbereiten soll.

Welche Produkte lassen sich im Internet verkaufen?

Egal, was Sie im Internet verkaufen möchten - es sollte folgende Kriterien erfüllen:

- Das Produkt läßt sich in ganz Deutschland (möglichst inkl. Österreich und der Schweiz) verkaufen, denn die Besucher Ihrer Homepage werden von überall her kommen

- Das Produkt kann leicht versandt werden

- Der Kunde muss einen Vorteil haben, bei Ihnen zu kaufen:

- Es darf nicht "gleich um die Ecke" zum gleichen Preis zu haben sein, das heißt: Es ist entweder schwer erhältlich oder billiger als woanders

  • - Sie bieten Extraleistungen an, die es woanders nicht gibt.

- Eine Hilfs-Hotline ist länger erreichbar als bei einem anderen Versand etc.

- Das Produkt ließe sich über einen klassischen Katalog verkaufen

- Das Produkt kaufen vorwiegend Leute bis 40

  • - Das Produkt läßt sich generell leicht verkaufen und ist ein Massenartikel

Sie haben eine Marktnische gefunden: Entweder gibt es dieses Produkt noch nicht oder wird nur von einer bestimmten Zielgruppe gekauft. Klassische Produkte, die über das Internet verkauft werden, sind:

Hard- und Software, Bücher, CDs, Reisen sowie Dienstleistungen.

Produkte wie z.B. Lebensmittel dürften schwer absetzbar sein. Denn diese kann der Kunde meist gleich um die Ecke im Supermarkt erstehen. Anders sähe dies aus, wenn Sie z.B. frei Haus am selben Tag liefern würden oder z.B. Öko-Produkte vom Bauernhof im Angebot hätten, die man sonst in der Großstadt nicht erhält.

Auch sehr teure Produkte sind im Internet schwierig absetzbar.

Bleiben Sie in jedem Fall offen für weitere Entwicklungen. Das Internet lebt sehr schnell, Ihr Sortiment kann daher nach kurzer Zeit schon nicht mehr gefragt sein. Seien Sie daher stets wachsam und flexibel für Neuerungen. Hören Sie dabei vor allem auf sich selbst. Viele herkömmliche Marketingtipps lassen sich im Internet nicht anwenden.

Konflikte meistern - Wie Sie mit Zoff im

Job klarkommen

1. Erregung kontrollieren

Um Gefühle bei Streiterein im Griff zu haben, lassen sich bereits im Vorfeld Strategien erarbeiten. Das kann eine gedankliche Vorstellung sein (Konzentration auf das Ziel) oder körperliche Ablenkung (mehrmals tief durchatmen). Auch Humor wirkt entlastend.

2. Vertrauen schaffen

Wer eigene Gefühle offenbart, schafft Vertrauen. Am besten klappt das mit Ich-Botschaften (“Ich ärgere mich, wenn Sie immer zu spät kommen. Das belastet unser Verhältnis auf Dauer, und das möchte ich nicht”).

Ohne Vertrauen ist eine kooperative Konfliktbewältigung nicht möglich. Nützt der andere dies jedoch aus, sollten Sie sofort klare Grenzen ziehen (“So lasse ich nicht mit mir umgehen”).

3. Offen kommunizieren

Beobachtetete Konflikte zu beschreiben, ist besser als sie gleich zu bewerten. Vorwürfe und Beschuldigungen helfen nicht weiter. Bitten Sie den anderen, seine Wahrnehmungen und Einstellungen zu

schildern. Haken Sie nach (“Habe ich Sie richtig verstanden, daß Machen Sie sich Notizen, dann behalten Sie den Überblick.

...

?).

4. Sachliche Probleme lösen

Ausgangslage und Zielvorstellungen der Seiten müssen klar umrissen sein. Beide Parteien sollten bereit sein, verschiedene Lösungswege zu erarbeiten. Wichtig: Fehlerzuweisungen sind nicht sinnvoll. Suchen Sie statt dessen konstruktiv nach solchen Lösungen, bei denen alle

Beteiligten ihr Gesicht wahren.

5. Vereinbarungen treffen

Wenn Sie sich geeinigt haben, sollten Regelungen unmissverständlich

und widerspruchsfrei formuliert werden. Die Konflikpartner müssen alle unterschreiben. Legen Sie Sanktionen fest, wenn die Bestimmungen nicht eingehalten werden.

6. Regelung persönlich verarbeiten

Eine Konfliktbewältigung ist erst dann gelungen, wenn die beteiligten Personen auch innerlich ja zur Lösung sagen. Schließen Sie die Sache daher ab und grübeln Sie nicht, ob es nicht doch eine bessere Lösung gegeben hätte.

Achtung: Burnout droht - Zehn frühe Warnsignale

Die gute Nachricht: Burnout entsteht nicht von Heute auf Morgen. Es ist ein Prozess, der jederzeit durch äußere oder innere Veränderungen gestoppt werden kann. Die nicht so gute Nachricht: Anfangssymptome das Burnout sind simplem Arbeitseifer zum Verwechseln ähnlich. Zehn frühe Warnsignale:

1. Hyperaktivität 2. Freiwillige unbezahlte Mehrarbeit 3. Gefühl der Unentbehrlichkeit 4. Gefühl, nie Zeit zu haben 5. Verleugnen eigener Bedürfnisse 6. Verdrängung von Misserfolgen und Enttäuschungen 7. Beschränkung sozialer Kontakte auf den Job 8. Chronische Müdigkeit 9. Energiemangel 10. Erhöhte Unfallgefahr

11 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

1.) Nutzen Sie E-Mails nur als ersten Kontakt. Fassen Sie sich kurz:

Kurzprofil und tabellarischer Lebenslauf reichen aus. Geben Sie Ihre Adresse und Telefonnummer an.

2.) Gängige Textprogramme benutzen, etwa Microsoft Word. Speichern Sie Ihre Bewerbung nicht in der aktuellsten Version ab. Nichts ist ärgerlicher als Dokumente, die sich nicht öffnen lassen. Verzichten Sie auf eingescannte Fotos, Zeugnisse oder Grafiken. Die Ladezeit dauert zu lange.

3.) Auch wenn es nur eine E-Mail ist, achten Sie auf Grammatik und Rechtschreibung.

4.) Schreiben Sie nur an die personalisierte E-Mail-Adresse Ihres

Ansprechpartners. Meiden Sie Adressen wie info@ bewerbung@ ..

..

oder

5.) Denken Sie an eine seriöse eigene E-Mail-Adresse: crashkid@ ... kommt nicht gut an. Richten Sie sich unter web.de eine neue Adresse ein.

6.) Behalten Sie die Übersicht. Sortieren Sie Ihre Bewerbungen im Postausgang.

7.) Erstellen Sie ein Telefonscript. Strukturieren Sie das Gespräch vor, formulieren Sie konkrete Fragen. Ein Anruf muss reichen.

8.) Halten Sie Ihre Daten bereit: Adresse, Telefon- und Handynummer, E-Mail-Adresse. Nichts ist peinlicher, als wenn Sie Ihre Postleitzahl oder Mobilfunknummer nicht kennen.

9.) Stellen Sie eine ruhige Atmosphäre her. Rauchen oder Essen ist unhöflich. Seien Sie freundlich, lächeln Sie durchs Telefon.

10.) Halten Sie Ihren Terminkalender bereit, falls ein Vorstellungsgespräch vereinbart wird.

11.) Lassen Sie sich Abteilung, Vor- und Nachnamen Ihres Ansprechpartners buchstabieren, um später Rechtschreibfehler zu vermeiden.

Smalltalk richtig führen

Auf Stehempfängen, bei Treffen mit Geschäftspartnern aber auch im privaten Kreis gilt es manchmal mit etwas Smalltalk über die Runden zu kommen. Doch die Kunst des belanglosen Gesprächs hat es in sich. Wer nicht aufpasst, tritt schnell ins Fettnäpfchen.

Vermeiden Sie auf jeden Fall Gespräche über Politik. Sie könnten sich schnell alle Sympathien verscherzen. Schließlich könnte Ihr Gegenüber einer anderen politischen Richtung anhängen.

Auch Religion sollte tabu sein, genauso wie Geld und kontrovers diskutierte Themen des aktuellen Zeitgeschehens. Zum Beispiel die Umweltpolitik und daraus resultierende Benzinpreise. Heben Sie sich solche Themen auf, bis Sie Ihr Gegenüber besser kennen gelernt haben.

Die 10 häufigsten Fehler der Start-ups

Auf der Suche nach Risikokapital? Vermeiden Sie unbedingt:

1.)

...

sich nur bei einer einzigen Venture-Capital-Gesellschaft zu bewerben. Sprechen Sie immer mit mehreren Risikokapitalgebern.

2.)

...

beim Vorstellungsgespräch das Portfolio und die

Spezialbereiche des VC´s nicht zu kennen. Informieren Sie

sich vorher übers Internet.

3.)

...

blind aus dot.com ein dot.de zu machen. Wenn Sie

schon ein Konzept aus den USA kopieren, dann sollten Sie es wenigstens dem europäischen Markt anpassen.

4.)

...

keinen persönlichen Kontakt zum VC zu suchen. Die

besten Chancen haben Sie, wenn Sie jemanden begeistern

können, der den Kapitalgeber gut kennt.

5.)

...

bei den Gewinnerwartungen zu übertreiben. Das wird vom Venture-Capital-Geber als Inkompetenz des Management-Teams aufgefasst.

6.)

...

Kritik und Tipps vom VC im ersten Gespräch

abzuwürgen. Seien Sie immer offen und gehen Sie auf

Ratschläge ein.

7.)

...

in Turnschuhen zum Gesprächstermin zu erscheinen.

Professionelles Auftreten ist auch in der New Economy bei

solchen Terminen absolut notwendig. Üben Sie Ihre Präsentation ausgiebig.

8.)

...

sich alleine zu bewerben. Beim Risikokapital hat man

nur als Team eine Chance, bei schnellem Firmenwachstum ist

der Einzelgänger noch schneller überfordert.

2.)

9.)

risikoscheu zu sein. Venture-Capitalists erwarten, dass

 

3.)

4.)

den Business-Plan für Experten zu schreiben. Die Venture- Capital-Firmen wollen so schnell wie möglich verstehen, worum es geht.

Ohne Lampenfieber neue Menschen kennen lernen

So besiegen Sie Ihre Aufregung, wenn Sie neue Leute treffen:

- Denken Sie optimistisch. Malen Sie sich im Geiste ein schönes Gespräch aus. Schieben Sie negative Gedanken beiseite wie "Der möchte sicher nicht mit mir sprechen" oder "Ich werde sicher nur blöde Sachen sagen".

- Beruhigen Sie sich mit Atemübungen: Atmen Sie durch die Nase ein und halten Sie die Luft kurze Zeit an. Stellen Sie sich vor, dass beim Ausatmen die Anspannung Ihren Körper verläßt. Wiederholen Sie die Übung bis Sie ruhig werden.

- Gehen Sie auf die Person zu und stellen Sie sich vor. Sprechen Sie deutlich und lächeln Sie dabei. Fügen Sie am besten noch einen Satz an, dessen Thema sich als Gesprächsgrundlage eignet.

Auf einer Faschingsparty loben Sie das Kostüm Ihres Gesprächspartners: "Hallo, ich bin Georg Müller. Ihr Kostüm ist wirklich orginell."

An der Bushaltestelle bietet sich folgender Satz an: "Hallo, ich bin Georg Müller. Ich habe Sie schon öfter im Bus sitzen sehen."