Sie sind auf Seite 1von 2

Dr. med.

Gerhard Scholz
FACHARZT FÜR INNERE MEDIZIN
Chirotherapie

Waldstr. 257 - 63071 Offenbach www.praxis-dr-scholz.com


Tel.: 0 69 - 83 10 84, Fax: 0 69 - 84 54 17 Email: doc@praxis-dr-scholz.com
______________________________________________________________________

Informationen zur Narkose bei endoskopischen Untersuchungen (sog.


„Spiegelungen“) des Verdauungstraktes:

Grundsätzlich können Untersuchungen wie eine Magenspiegelung oder eine Darmspiegelung auch ganz
ohne Narkose oder nur mit Sedierung durchgeführt werden. Da jedoch nicht jeder Patient eine solche
Untersuchung gleich gut toleriert, kann eine Narkose – sozusagen zur Verbesserung des
„Patientenkomforts“ – sinnvoll sein bzw. die Untersuchung bei sehr empfindsamen Menschen überhaupt
erst möglich machen.
Propofol ist ein kurzwirksames Narkosemittel, das in die Vene („intravenös“) gespritzt wird. Seine Wirkung
tritt rasch ein, und der Patient wacht nach der Untersuchung innerhalb weniger Minuten wieder auf.

Welche Voraussetzungen sind in der Praxis für eine Narkose erforderlich?

Die/Der für Ihre Narkose verantwortliche Ärztin/Arzt besitzt umfangreiche intensivmedizinische


Erfahrungen, um eventuelle Komplikationen zu beherrschen. Alle nicht-ärztlichen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, die an der Durchführung der Narkose, der Überwachung und Nachsorge beteiligt sind,
nehmen regelmäßig an strukturierten Fortbildungsprogrammen teil.
Während einer Endoskopie unter Narkose werden Sie somit dauerhaft von speziell geschultem und
qualifiziertem Personal überwacht. Falls Sie ein erhöhtes Risiko aufweisen (z.B. weil zahlreiche
Vorerkrankungen bei Ihnen bestehen), wird neben dem Untersucher ein zweiter Arzt zugegen sein, der
sich ausschließlich um die Durchführung und Überwachung der Narkose kümmert.
Bei risikoarmen Patienten kann die Narkose in der Regel aber durch den endoskopierenden Arzt
eingeleitet werden und kann anschließend von einer entsprechend ausgebildeten und erfahrenen Person
(z.B.Schwester/Arzthelferin) überwacht werden, die in dieser Zeit keine anderen Aufgaben wahrnimmt.

Welche Nebenwirkungen der Medikamente und Komplikationen sind möglich?

Im Falle einer vollständigen Narkose (mit Propofol) können extrem selten (bei maximal jedem
zehntausendsten Patienten) lebenserhaltende Reflexe beeinträchtigt oder ausgeschaltet werden (wie z.B.
die Atmungsfunktion). In einer solchen Situation müssen entsprechende Gegenmaßnahmen (wie z.B.
assistierte Beatmung durch Geräte) ergriffen werden.
Durch die Narkose kann es zu einem verminderten Sauerstoffgehalt des Blutes und einem Blutdruckabfall
kommen, diesbezüglich werden Sie daher engmaschig überwacht (z.B. durch einen Fingerklipp während
der Untersuchung und durch eine regelmäßige Messung des Blutdruckes). Sollten bei Ihnen eine schwere
Herzerkrankung bestehen kann es notwendig werden, dass zusätzlich noch Ihre Herzaktivität durch das
Anlegen von speziellen Elektroden (EKG) überwacht wird.
Darüber hinaus kann es zu einer Venenentzündung an der Einstichstelle der Dauerkanüle ( Braunüle ) für
die Medikamentengabe kommen.
Sehr selten sind auch allergische Reaktionen beobachtet worden, so z.B. bei Einsatz von Propofol auf
das in dem Präparat enthaltene Sojaöl bzw. Eiweißbestandteile. Sie sollten uns daher über bei Ihnen
bestehende Allergien berichten (ggf. unter Vorlage Ihres Allergiepasses).

Nach der Narkose fühlen sie sich in der Regel sehr gut, sollten aber dennoch durch eine Begleitperson
nach Hause gebracht werden.
Sie dürfen 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, insbesondere kein Fahrzeug führen,
keine schwierigen Maschinen bedienen, keinen Alkohol trinken und keine wichtigen und rechtlich
bindenden Entscheidungen treffen. Die Arbeitsfähigkeit ist in der Regel am nächsten Tag wieder voll
gegeben (Ausnahme: z.B. Berufskraftfahrer, Piloten etc.).

Wenn Sie etwas nicht verstanden haben oder wenn Sie weitere Fragen haben, dann trauen Sie sich bitte,
diese zu stellen! Schließlich geht es um Ihr Vertrauen in die Untersuchung und um Ihre Sicherheit!
Erklärung des Patienten über die Narkose und Einverständnis:

Auf der Grundlage dieses Aufklärungsbogens wurde heute ein Aufklärungsgespräch über die
vorgesehene Darmspiegelung in Narkose geführt. Sinn der Untersuchung und insbesondere mögliche
Risiken für mich wurden mir erläutert. Etwaige Fragen meinerseits nach Maßnahmen, die im
Zusammenhang mit dem Eingriff stehen, wurden beantwortet. Die Erläuterungen wurden in einer für mich
verständlichen Form gegeben.

Über folgende Risiken möchte ich den die Narkose durchführenden Arzt unterrichten

Chronische Bronchitis O ja O nein

Schlaf Apnoe Syndrom O ja O nein

Herzinfarkt in der Vorgeschichte O ja O nein

Herzschwäche O ja O nein

Chronische Nierenkrankheit O ja O nein

Allergien O ja O nein

Sonstiges O ja O nein

Ich wünsche, dass die Endoskopie bei mir unter Narkose mit Propofol durchgeführt wird. Ich habe keine
weiteren Fragen.

Anmerkungen:

Name, Vorname _________________________________________________Geb. Datum:___________

Datum: ______________ Unterschrift::_____________________________________