Sie sind auf Seite 1von 30

Gutes Leben für alle –

vor dem Einkauf nachdenken


In Leichter Sprache
Inhalt

Was ist Konsum?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Was sind FairHandels Importeure? . . . . . . . . . . . . 32


Was ist nachhaltiger Konsum?. . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Recycling . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Die 6 R-Regeln. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Upcycling: Aus Alt mach Neu. . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Warum sind faire Produkte nachhaltig?. . . . . . . . . 10 Nähen und Stricken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Beispiel 1: Fairer Handel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Produkte reparieren. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Beispiel 2: Die Kernarbeitsnormen. . . . . . . . . . . . . 12 Produkte teilen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Beispiel 3: Bio-Produkte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Produkte tauschen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Läden in Bremen mit fairen Produkten . . . . . . . . . 18 Das Projekt: Konsum mit Köpfchen. . . . . . . . . . . . 52
Läden in Bremen mit Bio-Produkten . . . . . . . . . . . 18 Impressum. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Siegel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Tipps für nachhaltigen Konsum. . . . . . . . . . . . . . . 56
Sozial-Siegel für faire Produkte . . . . . . . . . . . . . . . 21
Umwelt-Siegel für Bio-Produkte. . . . . . . . . . . . . . . 25 Die Broschüre kann auf der Webseite
Sozial-Siegel und Umwelt-Siegel. . . . . . . . . . . . . . 27 heruntergeladen werden: www.komiko-bremen.de

Seite 2 Seite 3
Was ist Konsum?

Wir kaufen jeden Tag Dinge. So ein Konsum ist schlecht.


Diese Dinge heißen: Produkte. Er ist auch schlecht für die Natur.
Wir kaufen uns viele Produkte. Natur nennt man auch: Umwelt.
Und wir kaufen gerne ein. Wir nehmen viel aus der Natur.
Das nennt man: Konsum. Die Natur hat nicht mehr viel
Wir konsumieren viele Produkte. von einigen Dingen.
Zum Beispiel: Das macht die Natur kaputt.
• T-Shirts aus China. Wir machen auch viel Müll.
• Tomaten aus Marokko. Müll ist schlecht für die Natur.
• Rosen aus Kenia.
Es ist schlecht für die Menschen.
Produzenten machen Produkte. Produzenten und Arbeiter
Produkte wachsen auf dem Feld. bekommen oft wenig Geld.
Oder Arbeiter machen die Ihr Arbeits-Platz ist oft schlecht.
Produkte in einer Fabrik.
Viele Produkte kommen Immer mehr Menschen und Firmen
aus dem Ausland. wollen so einen Konsum nicht.
Erst muss man die Produkte Sie denken:
nach Deutschland liefern. Wir wollen die Natur schonen.
Der Weg ist oft lang. Wie kann man besser einkaufen?
Wir kaufen hier die Produkte. Wie kann man besser produzieren?
Wir benutzen die Produkte. Wie kann jeder gut leben?
Dann werfen wir sie in den Müll.

Seite 4 Seite 5
Um was geht es im Heft? Was ist nachhaltiger Konsum?
Wir geben Ihnen Infos. Unser Konsum ist nicht nachhaltig.
Wir zeigen Ihnen: Das ist für alle schlecht:
• wie man besser einkauft Für die Natur, für die Menschen
• welche Produkte besser sind und für die Wirtschaft.
• wie man weniger verbraucht Daran müssen wir denken:
• wie die Produktion besser ist
für die Natur und die Menschen. Wir müssen an später denken
Unser Konsum ist besser, Wir wollen, dass es uns gut geht.
wenn wir an diese Dinge denken. Aber auch den Menschen später
Wenn wir an diese Dinge denken, soll es gut gehen.
dann sind wir verantwortungsvoll.
Unser Konsum ist dann: nachhaltig. Wir müssen an die Natur denken
Nachhaltiger Konsum macht Spaß Wir müssen die Natur schonen:
und kostet weniger Geld. Wenn wir Produkte herstellen und
Im Heft sind Beispiele. wenn wir etwas in den Müll werfen.
Sie können selbst versuchen,
nachhaltig zu konsumieren. Wir müssen an Produzenten
Viel Spaß beim Lesen. und an Arbeiter denken
Die Produzenten und Arbeiter
sollen gut arbeiten können.
Der Arbeits-Platz soll gut sein.
Sie sollen genug Geld bekommen.
Das ist gerecht, oder: fair.

Seite 6 Seite 7
Die 6 R-Regeln
für gutes Konsumieren

Es gibt 6 Regeln mit R. Repair


In den Regeln steht, Das spricht man: Rie-pehr.
wie wir besser konsumieren können: Es heißt: Heile machen.
Repariere Produkte und
wirf sie nicht in den Müll.
Rethink
Das spricht man: Rie-sink.
Es heißt: Nochmal nachdenken. Recycle
Brauchst du das Produkt wirklich? Das spricht man: Ries-hei-kel.
Bekommen Produzenten Es heißt: Wieder verwerten.
und Arbeiter einen gerechten Lohn? Aus alten oder kaputten Produkten
Gibt es faire Produkte? kann man neue Produkte machen.

Reduce Refuse
Das spricht man: Ried-juhs. Das spricht man: Rief-juhs.
Es heißt: Weniger Produkte kaufen. Es heißt: Nein sagen.
Dann kann die Natur sich erholen Kauf nicht alles sofort.
und es gibt weniger Müll. Man kann viel tauschen oder leihen.

Reuse
Die Regeln sind von
Das spricht man: Rie-juhs.
AgrarKoordination.
Es heißt: Nochmal benutzen.
Das ist die Internet-Seite:
Wirf Produkte nicht in den Müll,
www.konsum-welt.de
benutz sie öfter.

Seite 8 Seite 9
Warum sind faire Produkte nachhaltig? Beispiel 1: Fairer Handel

•W
 ir schonen damit die Natur: Der Handel von Produkten
Wasser, Böden und die Luft. soll gerecht und nachhaltig sein.
•P
 roduzenten und Arbeiter Das ist: Fairer Handel.
werden gerecht behandelt. Darum arbeiten Händler
Sie können gut leben. gut zusammen mit Produzenten.
• Wir machen weniger Müll. Für fairen Handel sind diese Dinge
• Wir sparen Energie. zum Beispiel wichtig:
•E
 inige Dinge aus der Natur
können wir wieder benutzen. Die Preise sollen gerecht sein.
Zum Beispiel: Metalle. Die Löhne sollen gerecht sein.
•B
 ei der Produktion wird weniger Die Produkte haben einen Preis.
Wasser benutzt. Zusätzlich sollen Produzenten
•E
 s werden weniger etwas mehr Geld bekommen.
Chemikalien benutzt. Das heißt: Entwicklungs-Prämie.

Die Produktion kostet Geld.


Es gibt viele Ideen, Manchmal hat der Produzent
wie faire Produkte gemacht werden. nicht so viel Geld.
Hier sind 3 Beispiele: Dann soll er vorher schon
Geld bekommen können.
Das heißt: Vorfinanzierung.

Seite 10 Seite 11
Beispiel 2: Die Kern-Arbeitsnormen
von der Internationalen Arbeits-
Organisation

Es gibt Regeln von der Eine Organisation kann


Internationalen Arbeits- für alle Arbeiter verhandeln.
Organisation. Zum Beispiel:
Die Regeln sind für Für einen Vertrag für alle Arbeiter.
gerechte und gute Arbeit. Das nennt man:
Die Regeln heißen: Kollektiv-Verhandlungen.
Kern-Arbeitsnormen. Kollektiv-Verhandlungen
Alle Produzenten sollen sich sind ein Recht.
an diese Regeln halten.

2.
1.
Manche Firmen zwingen Menschen
Produzenten und Arbeiter
zu einer Arbeit.
haben Wünsche.
Die Menschen machen die Arbeit
Organisationen kümmern sich
nicht freiwillig.
um diese Wünsche.
Wenn sie die Arbeit nicht machen,
Produzenten und Arbeiter dürfen
bekommen sie eine Strafe.
eigene Organisationen machen.
Und sie dürfen ihnen beitreten. Das heißt: Zwangs-Arbeit.
Das ist ein Recht. Oder: Pflicht-Arbeit.
Es heißt: Vereinigungs-Freiheit. Das soll es jetzt nicht mehr geben.
Niemand kann das Recht aufheben. Zwangs-Arbeit ist verboten.
Dieses Recht ist geschützt.

Seite 12 Seite 13
Beispiel 3: Bio-Produkte

3. Auf einigen Lebensmitteln steht:


Wenn man arbeiten will, Bio.
darf man nicht zu jung sein. Auf anderen Lebensmitteln
Es gibt ein: Mindest-Alter. steht das nicht.
Kinder sollen nicht arbeiten. Was heißt Bio?
Kinder-Arbeit ist verboten. Bio-Lebensmittel werden
besonders genau geprüft.
4. Bei der Produktion gibt es Regeln.
Das soll es nicht mehr geben:
Auf der Arbeit andere ausgrenzen. Für einige Bio-Lebensmittel
Auf der Arbeit andere beleidigen wachsen Zutaten auf dem Feld.
oder schlecht behandeln. Das nennt man: Landbau.
Das nennt man: Diskriminierung. Der Landbau muss nachhaltig sein
Diskriminierung ist verboten. und gut für die Natur.
Das nennt man: Ökologisch.
Das ist das Ziel
beim ökologischen Landbau:
Man schont die Natur.
Pflanzen und Tiere
können gut aufwachsen.

Seite 14 Seite 15
Regeln für Bio-Produkte

Für Bio-Produkte gibt es Regeln. Es gibt Pflanzen-Forscher.


Sie heißen: EG-Öko-Verordnung. Die Forscher können im Labor
In der EG-Öko-Verordnung steht, die Pflanzen verändern.
wie Bio-Produkte sein müssen. Zum Beispiel:
Diese Regeln gibt es zum Beispiel: Damit die Pflanzen größer sind.
Das nennt man: Gentechnik.
Die meisten Zutaten Für Bio-Produkte darf man Pflanzen
müssen aus Öko-Landbau sein. im Labor nicht verändern.
Die meisten Zutaten heißt:
Für einige Bio-Produkte
95 Prozent von den Zutaten.
nimmt man etwas von Tieren.
Arbeiter tun ein Mittel in die Erde. Zum Beispiel:
Damit wachsen Pflanzen schneller. Fleisch, Milch oder Eier.
Das Mittel heißt: Dünger. Die Tiere heißen: Nutztiere.
Arbeiter tun ein Mittel auf Pflanzen. Nutztiere sollen das bekommen,
Dann essen Tiere die Pflanzen nicht was sie brauchen:
und die Pflanzen bleiben heile. Genug Platz und gutes Essen.
Das Mittel heißt: Das nennt man:
Pflanzen-Schutz-Mittel. Artgerechte Haltung.
Diese Mittel dürfen nicht
chemisch oder giftig sein.

Seite 16 Seite 17
Läden in Bremen mit fairen Produkten Siegel

Das sind faire Läden in Bremen. Einige Produkte werden


Auf den Internet-Seiten sind Infos. besonders genau geprüft:
Contigo: www.contigo.de Wenn die Produkte gut sind,
Eine-Welt-Aktion Bremen e.V.: bekommen sie ein Siegel.
www.ewa-bremen.de Ein Siegel ist ein kleines Bild.
Fairtragen: www.fairtragen.de Siegel sind wichtig.
Georgs Fairkauf Findorff Auf den Siegeln sind Infos für uns.
www.georgs-fairkauf.de Auf dem Siegel steht:
Weltladen Bremen • Wo kommen die Zutaten her,
www.weltladen-bremen.de die in einem Produkt drin sind?
Einige Kirchen-Gemeinden • Sind Händler fair?
und Schulen auch faire Läden. • Sind Produzenten fair?
Die heißen: Eine-Welt-Läden. • Ist die Produktion fair?
• Ist die Produktion gut
Läden in Bremen mit Bio-Produkten für die Umwelt?
• Wer hat das Produkt geprüft?
• Bio-Läden
•D
 er ÖkoMarkt
Immer mehr Produkte haben Siegel.
Man weiß oft nicht:
Was bedeuten die Siegel?
Auf dieser Internet-Seite sind mehr Infos über Bio-Läden: Von wem sind die Siegel?
www.komiko-bremen.de

Seite 18 Seite 19
Sozial-Siegel für faire Produkte

Für einige Siegel prüft man, FAIRTRADE


wie die Arbeiter behandelt werden. Infos: www.fairtrade-deutschland.de
Die Siegel heißen: Sozial-Siegel. Das Siegel ist vom Verein TransFair
Es gibt Regeln für Sozial-Siegel. Es geht um fairen Handel.
Sozial-Siegel sind auf Produkten,
die fair produziert werden. Zum Beispiel für:
Produzenten und Arbeiter • Lebensmittel
bekommen gerechten Lohn. • Schminke und Haut-Pflege
Die Arbeits-Plätze sind gut. • Sachen aus Stoff: Textilien
• Sportbälle
Für einige Siegel prüft man, • Blumen
wie die Natur behandelt wird.
Die Siegel heißen: Umwelt-Siegel. Alle müssen sich an die
Es gibt Regeln für Umwelt-Siegel. Kern-Arbeitsnormen halten.
Umwelt-Siegel sind auf Produkten, Produzenten bekommen Prämien.
die nachhaltig produziert werden. Faire Produkte kosten etwas mehr.
Die Produktion ist nicht so schlecht So bekommen Produzenten
für die Umwelt und die Tiere. etwas mehr Geld.

Gentechnik ist verboten.


Produzenten sollen mehr
Wir stellen gute Sozial-Siegel Bio-Produkte anbauen.
und Umwelt-Siegel vor. Dafür gibt es dann mehr Geld.
Zum Beispiel: Das heißt: Bio-Aufschlag.

Seite 20 Seite 21
World Fair Trade Organisation fair for life Programm
Das nennt man auch: WFTO. Infos: www.fairforlife.org
Infos: www.wfto.com Das Siegel ist von der
Die WFTO ist ein Netzwerk Bio-Stiftung Schweiz.
für Fair-Handels-Organisationen. Einige Produkte
Die Organisationen sind wachsen auf dem Feld.
in etwa 70 Ländern auf der Welt. Einige Teile von Produkten wach-
sen auf dem Feld.
Zum Beispiel für: Das nennt man: Anbau.
• Lebensmittel Für das Siegel muss der Anbau
• Handwerks-Produkte sozial und gut für die Umwelt sein.
• Textilien
Zum Beispiel für:
Alle müssen sich an die • Lebensmittel
Kern-Arbeitsnormen halten. • Textilien
Produkte sollen einen • Schminke und Haut-Pflege
fairen Preis haben. • Kunst-Gegenstände

Alle müssen sich an die


Man darf nicht zu viel verbrauchen Kern-Arbeitsnormen halten.
von den Dingen aus der Natur.
Alle sollen Frauen und Männer
im Beruf gleich behandeln.
Alle sollen Frauen fair behandeln.

Seite 22 Seite 23
Umwelt-Siegel für Bio-Produkte

EU-Bio-Siegel und Bio-Siegel


Gentechnik ist verboten. Infos:
Produzenten sollen mehr www.organic-farming.europa.eu
Bio-Produkte anbauen. und www.bio-siegel.de
Es gibt Regeln für Abwasser Das EU-Bio-Siegel
und für Pflanzen-Schutz-Mittel. gibt es seit dem Jahr 2010.
In Deutschland prüft der Staat,
GoodWeave ob der Betrieb Bio-Anbau macht.
Infos: www.goodweave.de Wenn der Betrieb Bio-Anbau macht,
bekommt er das EU-Bio-Siegel.
GoodWeave ist für Teppiche. Der Betrieb kann das EU-Bio-Siegel
und das Bio-Siegel benutzen.
Das Siegel zeigt,
dass die Arbeit hier fair ist. Zum Beispiel für:
Es gibt hier keine Kinder-Arbeit • Lebensmittel
und keine Zwangs-Arbeit. • Samen von Pflanzen.
Bei der Produktion gibt es Regeln Die Samen kann man
für das Soziale und für die Umwelt. auf dem Feld verstreuen.
Daraus wachsen dann Pflanzen.
Das nennt man: Saatgut.

Seite 24 Seite 25
Gentechnik ist verboten. Bioland
Einige Bio-Produkte sind Infos: www.bioland.de
aus mehreren Zutaten gemacht. Das Siegel ist vom
Die meisten Zutaten müssen Bioland Verband
aus Öko-Landbau sein. für organisch-biologischen
Die meisten Zutaten heißt: Landbau e.V.
Mindestens 95 Prozent.
Betriebe dürfen nicht alle Mittel Das Siegel ist für Lebensmittel.
benutzen bei der Produktion.
Oder sie dürfen nicht so viel Gentechnik ist verboten.
von einigen Mitteln benutzen. Bioland hat eigene Regeln
Zum Beispiel: für Bio-Produkte.
Dünger und Pflanzen-Schutz-Mittel. Diese Regeln sind strenger,
Betriebe sollen diese Sachen als beim EU-Bio-Siegel.
bei der Produktion benutzen:
Sachen aus ihrer Nähe.
Zum Beispiel:
Sie sollen Tiere mit dem Futter
vom eigenen Hof füttern.

Seite 26 Seite 27
Demeter GOTS –
Infos: www.demeter.de Global Organic Textile Standard
Das Siegel ist vom Demeter e.V. Infos: www.global-standard.org/de
Demeter e.V. ist ein Bio-Verband.
Es ist der älteste Bio-Verband Das Siegel ist für die Produktion
in Deutschland. von Textilien.

Das Siegel ist für Lebensmittel. Die Produktion soll fair sein.
Textilien sollen Bio-Produkte sein.
Gentechnik ist verboten. Die meisten Teile von den Textilien
Demeter hat eigene Regeln sollen aus Öko-Landbau sein.
für Bio-Produkte Die meisten Teile heißt:
Diese Regeln sind strenger, Mindestens 90 Prozent.
als beim EU-Bio-Siegel. Die Textil-Industrie soll sich
an die Kern-Arbeitsnormen halten.
Die Regeln vom Siegel
sind für die ganze Herstellung
eines Kleidungs-Stücks.

Seite 28 Seite 29
Sozial-Siegel und Umwelt-Siegel
für faire Produkte und Bio-Produkte

Naturland Fair Ecocert Fair Trade


Infos: www.naturland.de Infos: www.ecocert.de
Das Siegel ist vom Verband für Das Siegel ist von der Organisation
ökologischen Landbau e.V. ECOCERT aus Frankreich.
Es ist ein Netzwerk für Bauern ECOCERT hat eigene Regeln
auf der ganzen Welt. gemacht.
Die Regeln sind für Fairen Handel.

Das Siegel ist für Lebensmittel.


Zum Beispiel für:
• Lebensmittel
Alle müssen sich an die
• Textilien
Kern-Arbeitsnormen halten.
• Schminke und Haut-Pflege
Produkte sollen einen
• Kunst-Gegenstände
fairen Preis haben.
• Wasch-Mittel und Reinigungs-Mittel
Produzenten bekommen Prämien.

Alle müssen sich an die


Gentechnik ist verboten.
Kern-Arbeitsnormen halten.
Naturland hat eigene Regeln Produkte sollen einen
für Bio-Produkte. fairen Preis haben.
Diese Regeln sind strenger,
als beim EU-Bio-Siegel.
Und die Regeln sind auch für Gentechnik ist verboten.
Ecocert hat die Regeln
Produkte im Norden.
vom EU-Bio-Siegel.

Seite 30 Seite 31
Was sind FairHandels Importeure? Diese Importeure machen Fairen Handel

Einige Händler handeln GEPA


ihre Produkte fair. Die GEPA arbeitet
Diese Händler nennt man: mit über 170 Partnern zusammen.
FairHandels Importeure. Die Partner sind in Afrika, Asien,
Das spricht man: Im-por-tö-re. Lateinamerika und Europa.
Die Partner sind zum Beispiel:
Die Importeure • Gruppen
bezahlen Produzenten fair. • Firmen
Das ist das Ziel: • Organisationen
Produzenten können ihre Produkte
auf der ganzen Welt verkaufen. Die GEPA handelt
Das heißt: Produzenten bekommen mit diesen Produkten:
Zugang zum Welt-Markt. • Lebensmittel
Dabei helfen die Importeure. • Kunst-Gegenstände
Die Importeure handeln • Kleidung und Stoffe
für die Produzenten.
So können die Produzenten Die GEPA hat diese Internet-Seite:
ihre Produkte überall verkaufen. www.gepa.de
Die Importeure machen Beratung.

Seite 32 Seite 33
EL PUENTE dwp
EL PUENTE arbeitet dwp arbeitet
mit über 140 Partnern zusammen. mit über 60 Partnern zusammen.
Die Partner sind Die Partner sind
auf der ganzen Welt. Produzenten-Gruppen.
Die Partner sind zum Beispiel: In den Produzenten-Gruppen sind
• Kleinbauern-Gruppen über 10 Tausend:
• Kleine Firmen von Familien • Produzenten
•O
 rganisationen für • Kleinbauern-Familien
Fairen Handel
dwp handelt mit diesen Produkten:
EL PUENTE handelt • Lebensmittel
mit diesen Produkten: • Handwerks-Produkte
• Lebensmittel
• Kunst-Gegenstände dwp hat diese Internet-Seite:
www.dwp-rv.de
EL PUENTE hat
diese Internet-Seite:
www.el-puente.de

Seite 34 Seite 35
GLOBO BanaFair
GLOBO arbeitet BanaFair arbeitet mit Produzenten
mit 29 Partnern zusammen. zusammen.
Die Partner sind aus Afrika, Die Produzenten sind aus
Asien und Lateinamerika. Lateinamerika und aus der Karibik.
Die Partner sind Werkstätten.

BanaFair handelt
GLOBO handelt mit diesen Produkten:
mit Handwerks-Produkten. • Bananen
GLOBO hat diese Internet-Seite: • Ananas
www.globo-fairtrade.de
BanaFair hat diese Internet-Seite:
www.banafair.de

Seite 36 Seite 37
Utamtsi GmbH Man soll nicht billig und viel einkaufen.
Utamtsi handelt Man soll nicht so viel in den Müll werfen.
mit Produzenten aus Kamerun.
Die Produzenten machen
zum Beispiel:
• Bio-Kaffee
Was können wir noch machen?
Der Kaffee kommt dann
• Sachen wieder verwenden (Recycling und Upcycling).
direkt nach Bremen.
• Sachen nähen und stricken.
Das heißt: Direct Fair Trade.
• Sachen reparieren.
• Sachen teilen.
• Sachen tauschen.
Utamtsi hat diese Internet-Seite:
www.utamtsi.com

Seite 38 Seite 39
Recycling

Was ist Recycling? Wo kann man


Viele Produkte kommen in den Müll. alte Produkte sammeln?
Aber oft kann man die Teile Die alten Produkte
von alten Produkten noch benutzen. müssen gesammelt werden.
Man kann mit den Teilen Dann kann man
ein neues Produkt machen. die Teile wiederverwerten.
Das heißt: Recycling. Hier werden alte Produkte
Mit Recycling kann man gesammelt:
• das Produkt nochmal machen • Recyclinghöfe in Bremen
• ein anderes Produkt machen
• Mülltonnen oder gelbe Säcke.
• Container oder Abgabe-Stellen.
Beispiele für Recycling • Sammel-Stellen.
• Altes Papier wird neues Papier
• Altglas wird neues Glas
• Elektro-Geräte haben Teile aus Auf dieser Internet-Seite sind Infos:
Kupfer, Silber, Nickel oder Gold. www.komiko-bremen.de
Diese Teile kommen in neue Geräte.
• Altkleider werden neue Kleidung
oder Putzlappen.

Seite 40 Seite 41
Upcycling: Aus Alt mach Neu

Was ist Upcycling? Beispiele für Upcycling


Wir werfen viele Produkte • Alte Kleidung wird neue Mode.
in den Müll. • Sachen aus Holz werden zu
Man kann nicht mit allen Möbeln.
Produkten Recycling machen. • Alte Säcke aus Stoff
Vielleicht kann man einige Teile werden Taschen und Beutel.
vom Produkt nicht mehr benutzen. • Aus Pappe oder Kunststoff
Diese Teile sind: nutzlos. kann man Spielzeug machen.
Aber auch nutzlose Teile
kann man oft noch benutzen.
Man kann diese Teile
für etwas ganz anderes benutzen.
Man kann aus diesen Teilen
ein ganz anderes Produkt machen. Wo kann man
Aus den nutzlosen Teilen neue Produkte machen?
wird ein gutes neues Produkt. • In Kreativ-Werkstätten
Das heißt: Upcycling. • In Nähcafes
Es gibt einige Orte in Bremen,
wo man Produkte machen kann.

Auf dieser Internet-Seite sind Infos:


www.komiko-bremen.de

Seite 42 Seite 43
Nähen und Stricken

Was ist Nähen und Stricken? Diese Dinge kann man


Nähen ist ein Handwerk. nähen und stricken
Dieses Handwerk gibt es • Textilien
schon sehr lange. • Kleidung
Nähen ist wichtig für Firmen, • Schuhe
die Textilien machen. • Leder
Die Firmen machen zum Beispiel: • Folie
Tücher oder Kleidung. • Papier
Diese Firmen nennt man:
Textil-Firmen. Wo kann man
Aber auch andere Leute nähen und stricken?
nähen und stricken gerne. • In Nähwerkstätten und
Sie machen viele Sachen selbst. in Arbeits-Gruppen zum Nähen.
Selbst machen ist sehr beliebt. • In Schneidereien
• In Ateliers
Es gibt einige Orte in Bremen,
wo man nähen und stricken
kann.

Auf dieser Internet-Seite sind


Infos:
www.komiko-bremen.de

Seite 44 Seite 45
Produkte reparieren

Einige Produkte will man nicht Das kann man reparieren


in den Müll werfen. • CD-Player oder MP3-Player
Vielleicht sind die Produkte kaputt. • Handys und Computer
Dann kann man sie reparieren • Haushalts-Geräte
und noch länger benutzen. • Textilien
So verbraucht man weniger. • Fahrräder
Das ist besser für die Natur. • Geschirr
Einige Leute reparieren • Spielzeug
zusammen ihre Produkte.
Sie treffen sich an einem Ort. Wo kann man
Dieser Ort heißt: Repair Café. Produkte reparieren?
• In Repair Cafés
• In offenen Werkstätten
• In Nähwerkstätten
Es gibt einige Orte in Bremen,
wo man Produkte reparieren kann.

Auf dieser Internet-Seite sind Infos:


www.komiko-bremen.de

Seite 46 Seite 47
Produkte teilen

Mehrere Leute können zusammen Wo kann man teilen?


ein Produkt benutzen. • In der Bücherei
Die Leute können sich ein Produkt • In WGs
mit anderen teilen. • Beim Fahrrad-Verleih und
Das ist keine neue Idee: beim Car-Sharing
Im Jahr 1958 gab es eine Gruppe. • Mit Nachbarn
Die Gruppe hieß: Maschinenring. • In Maschinenringen
• Im Internet
In der Gruppe waren
Da kann man Daten teilen.
Betriebe aus der Landwirtschaft.
Das heißt: Filesharing.
Das haben sie geteilt:
Das spricht man:
• Maschinen
Feil-schä-ring.
•M
 itarbeiter, wenn es zu viele
Mitarbeiter in einem Betrieb gab.
Auf dieser Internet-Seite sind Infos:
www.komiko-bremen.de
Das kann man heute teilen
• Elektro-Geräte
• Werkzeug
• Bücher
• Fahrrad oder Auto
• Musik
• Räume
• Flächen

Seite 48 Seite 49
Produkte tauschen

Vor vielen Jahren haben die Leute Das kann man tauschen
sich die Arbeit aufgeteilt. • Kleidung
Der Schmied hat Waffen gemacht. • Elektro-Geräte
Der Jäger hat Tiere gejagt. • Spielzeug
Dann hat der Schmied • Werkzeug
dem Jäger Waffen gegeben. • Bücher
Und der Jäger hat • Essen
dem Schmied Essen gegeben. • Musik
• Dienstleistungen
Die Leute tauschten ihre Produkte.
• Wohnungen
• Zeit mit anderen verbringen
Heute gibt es Treffen.
Bei den Treffen tauschen Leute
Wo kann man tauschen?
verschiedene Dinge.
• In Tausch-Gruppen.
Die Leute tauschen ohne Geld.
Die heißen: Tauschbörse,
Sie können Produkte tauschen
Tauschkreis oder Tauschzirkel.
oder Arbeit für andere machen.
• Im Nachbarschaftshilfe-Verein
Das nennt man: Dienstleistungen.
• Bei Treffen.
Zum Beispiel: Swap-Party.
• Im Internet.
Man kann Daten tauschen.
Das heißt: Filesharing.
Das spricht man:
Feil-schä-ring.

Seite 50 Seite 51
Das Projekt: Konsum mit Köpfchen

Es gibt dieses Projekt: Nachhaltig konsumieren heißt:


Konsum mit Köpfchen. • Produkte recyclen und upcyclen
Im Projekt machen wir Hefte. • Produkte selber machen
In den Heften gibt es Infos: • Produkte reparieren
• Über Öko-Produkte • Produkte teilen und tauschen
• Über faire Produkte
• Über nachhaltigen Konsum Es gibt viele Angebote in Bremen.
Und es gibt Infos über Händler Auf dieser Internet-Seite sind Infos:
mit diesen Produkten. www.komiko-bremen.de
Die Händler sind in Bremen Auf der Internet-Seite gibt es
und in der Nähe von Bremen. viele Infos für Verbraucher.
In den Heften gibt es Tipps Zum Beispiel:
für Verbraucher. Wo man in Bremen
Produkte einkaufen kann.
Konsum mit Köpfchen: KomiKo Wo man Produkte tauschen kann.
Wo man Produkte reparieren kann.
KomiKo ist die Abkürzung für:
Konsum mit Köpfchen. Das Projekt KomiKo ist vom biz.
Konsum mit Köpfchen heißt: Das biz arbeitet zusammen mit:
Man soll darüber nachdenken, Bremen im Wandel,
wenn man Produkte konsumiert. die Transition Town Initiative
Man soll nachhaltig konsumieren. in Bremen.

Seite 52 Seite 53
Impressum

Das Heft ist von: Die Gestaltung ist von:


Bremer Informationszentrum für Nicole Küpke.
Menschenrechte und Entwicklung.
Das nennt man auch: biz. Hier haben wir das Heft gedruckt:
Das ist die Internet-Seite vom biz: Neue Perspektiven Offsetdruck.
www.bizme.de
Das Heft ist aus diesem Papier:
Der Text ist von: Recysatin.
Randy Haubner, Mareike Kytzia
und Gertraud Gauer-Süß Das biz hat Geld bekommen.
Mit dem Geld konnte das biz
das Heft machen.
Der Text in Leichter Sprache ist von: Von diesen Organisationen
Lebenshilfe für Menschen mit hat das biz Geld bekommen:
geistiger Behinderung Bremen e.V.,
Büro für Leichte Sprache.
Die Bilder sind von:
© Lebenshilfe für Menschen mit
geistiger Behinderung Bremen e.V.,
Illustrator Stefan Albers,
Atelier Fleetinsel, 2013.

Seite 54 Seite 55
Tipps für nachhaltigen Konsum

Viele Produkte sind nicht Bio. Kaufen Sie nur Produkte,


Viele Produkte sind nicht die Sie jetzt wirklich brauchen.
aus fairem Handel. Kaufen Sie Produkte,
Kaufen Sie lieber Bio-Produkte. die nicht so schnell kaputt gehen.
Kaufen Sie lieber Produkte
aus fairem Handel.
Tauschen und teilen Sie
Produkte mit anderen.
Oft gibt es falsche Siegel.
Benutzen Sie Produkte
Prüfen Sie die Siegel
zusammen mit anderen.
auf den Produkten.
Reparieren Sie Produkte.
Informieren Sie sich
über die echten Siegel.
Fragen Sie im Laden Werfen Sie weniger in den Müll.
nach Produkten mit Siegeln. Recyclen Sie Produkte.
Machen Sie neue Sachen
Kaufen Sie lieber Produkte aus alten Produkten.
aus der Region.
Obst und Gemüse wachsen
in einer bestimmten Jahres-Zeit.
Sie sollten Produkte kaufen
aus der Jahres-Zeit, die jetzt ist.
Diese Produkte nennt man:
Saisonale Produkte.

Seite 56 Seite 57