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Die fossilen Hölzer v o n d e r S e y m o u r - u n d

S n o w Hill-Insel
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Mit 2 Döppeltafeln.

Bald nachdem ich die Untersuchung der Hölzer von. König-Karls-Land erledigt
hatte (vergl. GOTHAN,Die fossilen Hölzer von König Karls Land. Kungl. Svenska
Veteiiskaps Akaderniens Handl. Band. 42. N:o 10. 1907),
A. G. NATHORST an mich die Anfrage, o b ich bereit sei,
Antarktis und zwar besonders die von der schwedischen Südpolarexpedition 1901-
1903 gesammelten fossilen Hölzer zu untersuchen, die hauptsächlich von Prof. Dr.
0. N O R D E N S K J ~ L D und Prof. Dr. J. G. ANDERCCON, aber auch von anderen Teil-
nehmern dieser Expedition zusammengebracht waren. Ich sagte natürlich mit Freuden
zu, da ein solches Material aus diesen Gegenden, von denen noch keine fossilen
Holzer untersucht waren, interessante Resultate verhiess. Die Untersuchung war auch
um so wünschenswerter, als inzwischen P. D C ~ S ~ N Untersuchungen über die
seine
tertiären Blattreste der Seymour-Insel publiziert hat und ein Vergleich der Hölzer,
die meist von'demselben Fundpunkt stammen, mit den Rlattbestimmungen sehr er-
wunscht schien.
Kicht alle der irn Folgenden zu besprechenden Hölzer stammen von der ge-
nannten Expedition, 3 Stucke (N:o 36-38) sind schon im Jahre 1894 von Herrn
Kapitän C. LARSEN gesammelt und dem Naturhistorischen Reichsmuseum in Stock-
holm übergeben worden. Von diesen Stocken waren auch schon Schliffe vor-
handen, während die übrigen von dem neuen Material der genannten Expedition
durch FUECSin Steglitz b. Berlin hergestellt wurden, in Summa 8 2 neue schliffe.
In der Litteratur ist schon mehrfach von diesen versteinerten Hölzern die Rede
gewesen. SHARMAN und NEWTON(27, P. 59 E.) geben nähere Nachricht von diesen:
.
". we also received fragments of fossilised wood, which proved t o b e coniferous.
* Diese Angabe und einige Litteraturnachu-eise verdanke ich Herrn Prof. KATHORSTund sage ihm
auch an dieser SLelle meinen besten Dank für seine Auskunft; die Slelle in >Ynier> hatte er mir freundlich
gleich übersetzt.
''*'M. Schwrdirchr Siid'oia~Erptdition1901-1903. I
and there is no reason for thinking that they are of diKerent age of the fossils"
(i. e. Lamellibranchiatenreste). Schon vorher hatte der oben genannte Kapitän
LARSEN, der Sammler der Stücke N:o 36-38, diese Hölzer erwähnt (1894); ihm
waren auch schon die nachher zu erwähnenden Bohrlöcher aufgefallen, denn e r spricht
von "petrified worms"; SHARMAN und NEWTON fügen hinzu, dass die Bohrlöcher
einer Tcredo-Art entstammen dürften. Von diesen Autoren erfahren wir auch etwas
über das Muttergestein der Fossilien: "Examples of the matrix attached to the out-
side of this wood have also been received, and are found to be a calcareous grit,
. . . ." "Mr. I. I. H. TEALLhas examined this matrix, and says: It is composed of
angular fragments of quartz with minute particles of garnets, muscovite, and other
minerals, cemeiited b y carbonate of lime." NATHORST( 2 2 , P. 3 des Separ.) erkannte
unter den Holzern auch ein dicotyles, worüber auch A. OHLIN in ~ Y m e berichtet: r~
>Prof. NATHORST hat mir mitgeteilt, dass in den Sammlungen von derselben Lokalität,
die zum Naturhist. Reichsmuseuni gehören, fossiles Holz mit ähnlichen Bohrungen,auch
vorkommt, und dass die Sammlung ausser Nadelholz auch das Holz eines fossilen Laub-
baums enthält, das durch einen ungewöhnlichen Reichtum an Gefassen ausgezeichnet ist.,
Das im Nachfolgenden zu behandelnde Material stammt meist von der-S
(N:o i-25, 36-38), zum kleinen Teil (N:o 26-35) von der ~ n o wHill-Insel.
Die Fundpunkte liegen dicht beieinander unter Ca. 57' W. L . und 64' z z s ü d l . Br.,
Snow Hill ist d e r südlichere Fundpunkt, von der Seymour-Insel durch einen schmalen
Meeresarm getrennt. Anfanglich hatte Herr Prof. NATHORST alle Reste von der
E e v m o u q a l s Tertiär aufgefasst, später aber teilte e r mir mit, dass - nach den
r
genaueren Angaben über die Fundstätten, die ihm Prof. J. G. ANDERSSONmitgeteilt
hatte -, ein Teil der dort gesammelten Holzreste (N:o 14, 16) aus der oberen ~ r e i d e
stamme, andere (N:o 1-7, 9-13, 15, 22, 23, 25, 36-38) entweder Kreide oder
tertiär seien, also hinsichtlich der geologischeii Herkunft unsicher seien. Die Reste
entstammen der oberen Kreide. Die Ungewissheit der Her-
/

der Holzreste war zunächst recht unangenehm, doch gelang


es,' bei vielen derselben durch Identifikation mit solchen, deren Herkunft sicher war, das
geologische Alter festzulegen, so bei einigen der Phylloclncioxyln, den Dadoxyln U. a.
Ein grosser Teil der Hölzer ist von Bohrgängen durchsetzt, auf d.ie schon LARSEN,
SHARMAN und NEWTON aufmerksam geworden waren, wie oben erwähnt. Die Bohr-
löcher sind von sehr wechselndem Durchmesser (Taf. I , Fig. 1-3, auch 13, 14 bei b)
und sind - namentlich die grösseren - von demselben Gestein erfüllt, das die Hüll-
masse der Hölzer bildet. Vielfach sind diese Ausfüllungen von einer dünnen Schicht
äusserlich opalartiger Masse eingehüllt, die wie ein feiner schwarzer Rand die Bohr-
lochausfüllungen gegen den nicht zcrstörten Holzkörper abgrenzt. Dünnere Bohr-
löcher sind oft' ganz mit dieser > O p a l m a s s e ~von meist bräunlicher Farbe ausgefiillt,
so die in Figur I mit o bezeichneten U. a.
Merkwürdiger Weise zeigen sich die als crctacisch bezeichneten I-Iölzer (N:o 14
und 16) genau in d e r gleichen Weise angebohrt wie die tertiären; auch das Material,
das die Bohrlöcher füllt, erscheint nicht nennenswert verschieden. Stellenweise kommt
auch Pyrit als Fullmasse vor. Manche Bohrlöcher enthielten im Inneren eine lockere,
sandige Masse, die leicht herausfiel.
Das Versteineruiigsmaterial der Hölzer bilden ganz oder doch grösstenteils
Carborlate, und zwar K&carbonat und Eisencarbonat. Nach Behandlung mit Salz-
säure bleiben kleine Zellfetzchen bräunlicher F ä r b u n g zurück, die zum Teil aus Ferri-
hydroxyd (Rrauneisen), z. T. aus organischer Substanz begtehen, alles Übrige ging
bei den angestellten Proben in Lösung. Die äussere Beschaffenheit vieler Hölzer.
hätte dieses Resultat nicht vermuten lassen, d a sie mehr wie verkieselte aussehen.
Auch die oben mehrfach erwähnte ~äusserlich opalischer Ausfullungsmasse der Bohr-
löcher ist CaCO,. D a s Hüllgestein braust ebenfalls stark mit Salzsäure.
Wie gewöhnlich bei Carbonathölzern ist die Güte des Erhaltuiigszustandes nicht
besonders; es machte sich dies für die Bestimmung - wenigstens bei den Gymno-
spermenhölzern - glücklicherweise insofern nicht s o sehr fühlbar, als diese z. T. zu
Hölzern gehören, deren charakteristische Strukturverhältnisse die Erhaltung feinerer
DCtails wie Abietineentüpfelung U. a. zur Erkennung ihrer Natur nicht in hohem
Grade nötig machen. Diesem Glückszufall ist e s zu danken, dass diese Hölzer trotz
der schlechteren Erhaltung bestimmungsfahig waren.
Auch die d i c o m H ö l z e r waren zum grossen Teil bestimmbar, wiewohl hier
J
Gewebereste mit Skulptur oft wenig erhalten waren, s o dass man oft lange vergeb-
lich z. B. nach Gefässwandverdickungei~suchen muss; auch die Verschiebung d e r
Zellen und Zellenwände im Laufe der Fossilisation erschwert die Untersuchung in
hohen1 Grade; doch das sind Schwierigkeiten. mit denen der Untersucher fossiler
Hölzer von vornherein rechnen muss und zu rechnen gewohnt ist.
Bemerkenswert ist bei manchen der Hölzer der4Schn-efelkiesgehalt;dieser tritt in
grösseren Komplexen in Mikrooolithen und länglichen hlassen innerhalb der Zellen
auf, doch zeigen erstere nicht in dein Masse Grössenkonstanz wie ich dies früher
einmal bei Jura-Hölzern herv&ehoben habe (16, p. 437).
Durch Vergleichsmaterial bin ich von dem Direktor des Königl. Botan. Museum
und Gartens in Dahlem, Herrn Geheimrat A. ENGLER weitgehend unterstützt worden
wofür ich ihm auch a n dieser Stelle herzlich danke; insbesondere habe ich durch
seine Unterstützung d i e von mir noch nicht untersuchten Taxaceen südamerikas,
soweit sie mir noch Interessantes verhiessen, in den Bereich meiner Untersuchungen
ziehen können, was, wie wir sehen werden, gerade im Hinblick auf das: vorliegende
Material von grossem Vorteil und überdies im Interesse der im Schlussteil behandel-
ten pflanzengeographischen Fragen notwendig war.
W. COTHAN, (Schwed. Südpolar-Exp.

0 P h y l l o c l a d o x y l o n antarcticurn n. sp.
(Stücke und Schliffe N:o 5 , g, 19-22, 38 '.)
Tnf. I, Fig. 4-8.
;tS

-
Gymnospermenholz ohne ~ b i r t i n e e n t i i ~ f h u n(also
~ mit durchweg glatten Mark-
strahlzellwänden) und ohne Holzparenchym. Markstrahltüpfel I bis 2 Prosse Eiporen
pro Kreuzungsfeld Hoftüpfel meist einreihig, zerstreut und kleirier als bei X e t r o -
s y l o ? ~ Markstrahlzellen (im San-entjalrr: liff ungefähr isodiametrisch oder wenig
,C? 0 )
vertikal gestreckt. Markstrahlen e nrefi wenig h ch (Taf. I , Fig. 5).
Trotz der ziemlich mange]-AP ..-*
suv 91
.
. Y%-.! >er Stucke gelang es, eine sichere \
Bestimmung herauszubringen. Es ist das dem Umstande zu danken, dass zur Er-
kennung des vorliegenden Hol~typusdie Erhaltung feinerer Details wie Abietineen-
tüpfelung und derartigem nicht erforderlich ist. Die grossen Eipojen als Markstrahl-
tupfe1 (Taf. r , Fig. 4, 6 ) im Verein mit dem Fehlen von #$Gängen geben der
Bestimmung sofort eine bestimmte Richtung. So grosse und so beschaffene Mark-
strahltüpfel treten nur bei sehr wenigen Gymnosperrnenhölzern auf. Einmal kommen
sie vor bei gewissen Arten der Gattung Pi7zzts und zwar der Sectionen Pinnster
z. T., Cembrn und Strohs. zu tun haben können,
erhellt sofort aus dem fehlen sowohl regullre
als auch anormale, etwa infolge von Wundreiz gebildete. Zugleich ergibt sich mit
Gewissheit, dass wir es mit einer Abietinee überhaupt nicht zu tun haben können.
Von Pinaceen (im Sinne von ENGLER, Syllabus der Pflanzenfamilien 1903,p. 73)
käme überhaupt nur eine Pflanze in Betracht, nämlich Sciudopitys verticilhtn, die

Es ist dies eins der von Knpiliin LAUSEN schon früher gesammelten Hölzer, von d o e n bereits Hcrr

/
Prof. NATHO~STntte Schliffe machen lassen, die aber z. T. zu dünn waren. jedenfalls war von Hoflüpfeln
und sonstigen t~kturfeinheitennichts zu sehen. Wenn ich dieses Holz dennoch ohne Bedenken hierner-
stelle, so chieht dies, weil a n ein oder zwei Stellen eine tiefschwarze Masse .an den Markstrahlen Um-
randungen geschaffen hatte, die man zweikllos als Phyllorladozylon-Markstrahllüpfelerkennt (Taf. I, Fig. 8).
Soweit ermittelbar, sind naTürlich die Strukturverhältnisse auch sonst mit unserm Holze stimmend, aber
ohne Auffindung dieser Makstrahltüpfel hälte das Holz als incerlne sedis liezeichnet werden müssen, da
mangels Fehlen der HoRüpfelstruktur es ebensogut unserem Podorurpoxykn, Dadoryloa oder noch anderen
Typen hiitte angehört haben können. Nicht unmöglich ist übrigens, dass, wenn der Schliff etwas dicker
gemacht worden wäre, mehr ~trokturv;rhältnisse sichtbar gewesen wiiren; zu dünnes Schleifen ist jeden-
falls meist vom Ul~cl.
Vergl. GOTMAN,Zur Anatomie lebend. U. foss. Gymnospermenhölzer. Abhmdl. Kgl. Preuss. Geolog.
Lmdesnnst. N. F. Hrft 44. 1905.
Bd. 111: 8) DIE FOSSILES HOLZER VOh' DER SEYMOUR- U N D SNOW HILL-INSEL. 5
rücksichtlich der Holzanhtomie überhaupt gänzlich unter den P i l l a c e a ~isoliert steht, wie
schoii G ~ P P E R Tfand (12, p. 52 t. 11, fig. T), und ja überhaupt unter den Coniferen
eine sehr auffallende Pflanze ist. Um diese oder eine mit dieser verwandte A r t kann
es sich aber nicht handeln, da die Markstrahltüpfel von Sciadopitys, obwohl als Ei-
poren zu bezeichnen, doch keine derartige Grösse erreichen wie bei unserem Holz;
die Zugehörigheit zu Sciadopitys ist noch aus anderen nachher zu erwähnenden .
Gründen nicht anzunehmen. -
Ein analoger Holzbau tritt häufig allein in der Familie der Taxaceen auf. Hier
haben wir eine Anzahl Arten, die den Gattungen Podocnrpus, D c r j d i ~ ~ m Micro-.
,
C$
caciirys, Phet-ospheri1, Piiyllocf~~dus angehören, die als ~ark%&hilhl(ü~fel grösrere %#
poren besitzen (vergl. GOTHAN,15, P. 55). Für P/ryllocladus war dies schon KRAUS
(19, p. 175) aufgefallen; SCHENK hielt es für typisch für diese ~ a t t u n(25, ~ P. 8.73)
und bestimmte ein Holz von Rallarat (N.S. Wales) als Phylfocladus Mülleri SCHENK,
da er noch nicht wusste, dass dieser Bau auch bei anderen Taxaceen vorkommt.
Für diesen Holztypus, der - wenn 'wir von Sciadopitys absehen -
nur bei Taxa-
ceen vorkommt, hatte ich (15, P. 59) den men Phyltocladaxylott vorqeschlageii,
mit der Bemerkung, dass damit nicht ein PfylhcPa~us-Holz gemeint sein solle,
sondern ein analog - mit Eiporen' als Marbtrahltüpfeln - gebautes..
Mit einem Holz dieses Typus haben wir es nun auch offensichtlich in dem vor-
liegenden zu tun, wiewohl, wie wir gleich sehen werden, eine Abweichung unter-
geordneter Art besteht. Eine solche - wenn man dies überhaupt so nennen darf -
finden wir an den Markstrahltüpfeln. Betrachten wir solche
nannten eiporigen Taiaceen, so bemerken wir, dass
poren besonders hervortreten. diese meist eine
bei halten; allerdings stehen sie bei weitem nicht so vertikal wie der schmale Porus
im @V+
pat o z. Man vergleiche hierzu die Abbildungen bei SCHENK (25, P. 874) und
GOTHAN(15, P. 47, fig. 8 d); auch für Sciadopitys gilt Ähnliches; bei dieser (vergl.
GOTHAN, I 5, fig. 8 e) haben die Markstrahlt~ipfelmeist das Aussehen von weitporigen
- Hoftüpfeln; irn ubrigen zeigen auch hier die Markstrahltüpfel Längserstreckung in
mehr veitikaler Richtung, wie das auch die Figur bei GOPPERT (12, t. 2, fig. 7) er-
kennen lässt. Diese Art können wirdtiberhaupt als Vergleichsobjekt von unseren
Untersuchungen ausschalten, da ihre Markstrahltüpfel (vergl. GOTHAN,I 5, p. 56) s i c h
durch Ungleichmässigkeit im Aussehen und einen weiten Hof auch im Frühholzr
auszeichnen, sder den Phylloclndoxyln sonst fehlt.. Auch das: heutige geographische
Vielleicht wlre ein anderer Kame pldagogirch passender gewesen, da PhylIocIodo+va falsche
Vorstellungen erwecken kann: ich wählte ihn damals, weil der in Betracht kommende hlarkstnhltupfelbau
bei PAyllocfadur arn linpsten bekannt ist: Piyffocfudurist die einrige.lr'icht-Podocorpee,die diesen Bau hat.
Da aber dieser Eau unter den Podofsrpcen sich unter die verschiedensten Genen. verteilt (s. oben), zumnl
bei Podocarpus und Dacrydium nur eine kleinere Anzahl Arten umfasst, so kann mnn iinch dieser Gruppe
auch nur schlecht einen Kamen wihlen.
.-..
6 W. GOTHAN, (Schwed. Südpolar-Exp.-
Vorkommen von Sciadopitys und die überhaupt isolierte Stellung dieser Conifere
machen Beziehungen zwischen ihr und unserem Holz noch unwahrscheinlicher. .
Im Gegensatz zu den meisten eiporigen Taxaceen zeigen die Eiporen bei unserem
Holz keine Spur vertikaler Streckung, sind im Gegenteil horizontal gestreckt und
füllen wohl einen beträchtlicheren Teil des Kreuzungsfeldes aus als bei den heutigen
Phylloclado.t.yla. Sie iiähern sich in dieser Beziehung dem Verhalten der grosseii
Markstrahltüpfel der oben genannten Pinrrs-Arten, von denen aber der Holzbau im
crbrigen total verschieden ist.
Ganz unleugbare Beziehungen bestellen zwischen: unserem Holz und den meso-
zoischen Gur sischen) Xmoxyln (vergl. insbesondere: GOTHAN. 17, P. 10ff.), deren
Marlcs~&ti!$? mehr oder minder so aussehen wie die unseres Holzes. Dennoch
können wir es zu diesem Holz nicht -stellen, da erstens die Hoftüpfel kleiiier als bei
Xeno.zylon, zweitens die Markstrahlzellen im Tangentialschliff nicht so vertikal ge-
streckt sind wie bei ~ e n o . r i l o i . Aus diesem Grunde hatte ich auch (1. C. p. g) dcn
dort als P/rvlloclado,rylon sp. beschriebenen Rest nicht zu .Ye.'~,ro.rylon gestellt, sondern
zu Phylloclado.t-ylh. Zu dieser ~Gattungr müssen wir auch das vorliegende Holz
stellen; wiewohl in den Markstrahltllpfeln einige Abweichungen von den meisten
heutigen Phylloclado.ryla sich vorfinden, gilt das, was ich bei Aufstellung von Xeno-
sylou hervorhob, nämlich, dass als rezentes Vergleichsmaterial die eiporigen Taxaceen
allein henngfz.c+~++ we den konnen, für unsern Rest in weit höherem Grade, da die
Grösse der o t p e ucli mit den rezenten Vertretern weit besser in Einklang steht
als die grossen Xeno.rylon-Hoftüpfel, die meist 22/30, sogar bis 24/36 ,L' Grösse er;-,
reichen. Bei unse em Ho
-o&~pllf
beträg
nie über 24 ,U; di meisten o tup e sindpa er
ka geo n der grösste (Horizon 1-)Durchmesser
%s a* IYiattP1
Die meiste Ähnlichkeit mit den Markstrahltüpfeln unseres Holzes fand ich bei ,
Pherosphera Hookerinna; hier erreichen die Markstrahltüpfel eine besonders beträcht-
liche Grösse und lassen selbst (im Frühholz!) die vertikale Streckung vermisren. In-
wiefern an eine wirkliche Verwandtschaft mit dieser monotypischen Gattung zu den-
ken wäre, darüber kann man sich nicht bestimmter aussprechen, da im Ganzen ge-
nommen die grosseiporigen Taxaceen' sich holzanatomisch doch zu ähnlich sehen.
Möglich, dass in altem Holz bei vielen dieser mit unserem fossilen Holz überhaupt
völlige ubereinstimmung herrscht; leider stand mir meist solches nicht zu Gebote.
Von bisher beschriebenen fossilen Hölzern kommt zum Vergleich zunächst
, in Betracht Plryllocladzrs Mülleri SCHENK (25, P. 873, fig. 424, 425) a u s Neu-Süd-
Wales. Nach den Zeichnungen SCHENKS sind die Markstrahltü~feldieses als Phyffo-
clndoxylon rPiiilleeri SCHENK sp. zu bezeichnenden Holzes indess durchweg + vertikal

Herr Prof. NAT~IORST hnt mir nachträglich mitgeteilt, dass dieses PhyIIocl~doxylon nicht aus König-
Kark-Land, sondern nus Ost-Grönland stammt und zwar von Nathonts Fjeld in Hurry Inlet, Scoresby Sund,
70° 50' n. Br.
Bd. 111: 8) D i s FOSSILEN IIOLZEI< VON DEI< SETMOUR- U N D SNO\\' HILL-INSEL. 7
gestreckt, eine mehr horizontale Lagerung wie bei unserem Holz kommt nicht vor.
Von Phyllocladtrs 'tn'chmanoidts habe ich älteres Holz in Händen gehabt, .bei dem
die Markstrahltüpfel ebenfalls die + stark vertikale Streckung überall zeigten, so
dass Phyllocladus und damit auch das S C H E N K ' S C~~
Holz aus der Reihe der Ver-
gleichsobjekte ausscheidet. -

h
Im Jahre 1885 hat CONWENTZ[4, P. 444 (12 des Sep.)] unter dem Namen
C ~ i p r t s ~ i ~ o x y lfnt@orosum
on n. sp. ein Holz beschrieben, das mit der vorliegenden
Art entschieden verwandt ist. E s unterscheidet sich von dieser durch die xellulac
parenchymatosae resiniferae crebrae„ die unserem Holz fehlen, hat aber ebenfalls grosse
Eiporen als Markstrahltüpfel. CONWENTLhatte es wegen der Harzzellen zu Cupressino-
xylon gestellt, jedoch ist dies nicht angängig. Ein Ctp-rssinoxylon mit grossen Ei-
Poren als Markstrahltüpfelii gibt es nicht; allerdings fasst CONWENTZCvpressirroaylon
in dem Sinne GOPPERT'S und KRAUS', bei denen diese Sammelgattung auch z. B.
die Podocarpeen mit umgreift. Ich habe bereits 15b5 (15, P. 54 ff.) gezeigt, dass man
meist die Podocarpeen von C~iprtssi~oxylon trennen kann, und dies muss man, wenn
man nicht Ctpessinoxylon. zu einem systematisch mehr oder weniger vagen Begriff
machen will. Trotzdem die grosseiporigen Taxaceen (Phyllocladoxylon) heute keine
oder nur äusserst wenige Harzzellen besitzen, kann das C o N w ~ N ~ z ' s c hHolz, e das
solche besitzt, nicht bei Cuprtssinoxylon bleiben, sonde n k a n ~gleichfalls jetzt nur
bei Phylloclndoxylon untergebracht werden. Das Vor b%' dieses Holzes in
Argentiniens Tertiär ist von grossem Interesse, da in unserem Holz aus der süd-
amerikanischen Antarktis ein Verwandter davon vorliegt.
Ein weiteres Holz, das noch mit der vorliegenden Art in Beziehungen zu setzen
ist, dürfte Czlpressinoxylon Hooktvr' ARBER ( I , P. 7-1 I , t. I, Textfig. I und 2) von
Tasmania sein, das ebenfalls eirier Podocarpee entstammen dürfte. E s hat aber nach
ARBER weit kleihere Markstrahltüpfel ("a small simple pit on the radial walls"), so
dass wohl kein Phyllocladoaylon vorliegt (wogegen auch das häufige Harzparenchym
spricht), sondern eher ein Podocarpozylon. ARBER hat übrigens selbst, indem er
- das Holz als C'ressinoxylon bestimmte, die Verwandtschaft mit Podocarpeen hervor-
gehoben (Podocnrpus und Dacrydiunr), allerdings nur insofern, als diese noch heute
in Tasmanien vorkommen.
Von den zu P/r~llocladoxylonantarcticuar gehörigen Stücken h::o 5, g, 19-22
waren mir N:o 20 und 21 als sicher tertiär angegeben worden; es besteht daher wohl
kein Zweifel, dass .die anderen - als cretaceisch o d e r tertiär bezeichneten - Stücke
N:o 5, 9, 10, 22 ebenfalls tertiären Alters sind.
Ober die Belaubungsart unseres Holzes sich eine bestimmtere Vorstellung zu
machen, dürfte kaum möglich sein, da unser Holztypus, wie oben gesagt, dem einer
ganzen Anzahl von Arten und Genera der heutigen Flora entspricht. Doch sei hier
darauf hingewiesen, dass D U S ~ N (5, P. 17, t. 3, fig. 5) von der Seymour-Insel als
W. GOTHAN, (Schwed. Südpolar-Exp.
Phyllites sp. (N:o 5 ) einen Rlattrest beschreibt, der nach ihm wahrscheinlich von
einer Conifere herrührt, *namentlich von einer Sequoia*. Die geographische Ver-
breitung von Sequoia sowohl der fossilen als der ja sehr kümmerlichen rezenten
Reste spricht wohl eher dagegen. Vielleicht handelt es sich um eine Podocarpee,
obwohl natürlich auch dies nur vermutet werden kann. Bemerkenswert ist noch der
Cnrjolites sp. (N:o I ) (Dus$N, j, P. 19, t. I, 6), bezüglich dessen der Autor sagt:
*ich kann nur die Vermutung aussprechen, dass es sich um eine Frucht von Podo-
cnrjus nubigem LINDL. handelt.*

-'rar, r, Fig. 9-11.

Gymnospermenholz ohne Abietineentüpfelung und ohne Holzparenchym. Mark-


strahltüpfel 1-2 länglich-rundliche, kleinere Eiporen pro Kreuzungsfeld, deren grösste
._ CI

Axe 4 schräg aufwärts gerichtet ist. Markstrahlen einreihig.


~ e s o n d e r scharakteristisch an diesem Holz sind wie bei den, vorigen die Mark-
strahltüpfel, die an die von GlyPtostrobzis erinnern. Es kann unter Umständen seine
Schwierigkeiten haben, Hölzer von Glyptostrobus-Bau, den KRAUS(19, P. 175) zuerst
erkannte, von gewissen Padocarpeen zu unterscheiden, die in ,die Gruppe Podoc~zrpo-
xylon fallen. Glyptostrobus hat gedrängtere, zahlreichere (bis 6) Markstrahltüpfel auf
dem Kreuzungsfeld, uud diese zeigen eine ausgesprochene Tendenz sich horizontal
zu stellen ähnlich wie die von Tnsodium distichmz, was man bei ihm ähnlich
gebauten Podocarpeen vermisst; nur wenn bei diesen die Markstrahltüpfel kreisrund
sind, kann eine Täuschung entstehen; man findet aber bei jeder entsprechend ge- .
bauten Podocarpee, dass die meisten Markstrahltüpfel eine ausgesprochene Tendenz
zur aufrechten bis schräg-aufrechten Stellung zeigen, wie das auch auf unserer Taf. 11,
Fig. 4 zum Ausdruck kommt. Ausser einem noch nachher zu erwähnenden Grunde
macht ferner das heutige Vorkommen von Glyptostrobw wenig wahrscheinlich, dass
dieser überhaupt in Betracht zu ziehen ist.
In unserem Falle handelt es sich also jedenfalls um eine Podocarpee, zumal da
die Markstrahltüpfel nur zu 1-2 pro Kreuzungsfeld vorhanden sind. Rezente Hölzer,
die diesen Bau aufweisen, gehören zu Arten der Gattungen Podocarpus und Dncry-
dilrnc. E s haben z. B. diesen oder ähnlichen Bau (vergl. GOTHAN 15, P. 101) die
meisten Podocnrjiis-Arten, z. B. Pudocnr$us Sellowii, fnlcntn U. a., auch 4 nubigenrr,
von dem ich nur ganz junges Holz untersuchen konnte, von Dacrydiunc z. B. czijres-
sinunz und eintum. Ob mit einer dieser Arten eine nähere Verwandtschaft besteht,
lässt sich natürlich nicht ausmachen, da der Bau der genannten der gleiche ist. Es
wäre auch dann aus dem letztgenannten Grunde eine nähere Entscheidung in dieser
Bd. 111: 8) DIE FOSSILEN HOLZER VON DER SEYMOC'R- UND SNOW IIILL-INSEL.
Richtung &imöglich, wenn die Erhaltung eine bessere wäre. Diese ist zwar nicht
schlecht, lässt aber doch viel zu wünschen übrig. Eine Bestimmung war auch hicr
nur darum mglich, weil relativ s o grosse Markstrahltüpfel sich bei dem Versteine-
rungsprozess ziemlich gut erhalten, jedenfalls, soweit mir scheint, meist mindestens
ebensogut als die Hoftüpfel, die an unserem Holz überall sehr deutlich wahrnehmbar
sind (Taf. I , Fig. 9).
Ein Punkt ist in der Anatomie dieses Holzes, der einiges Befremden erregt; es
ist das Fehlen von Holzparenchym. Dieses ist bei der Mehrzahl der P~docarpeen
meist in ziemlich reichlicher Menge vorhanden, eine Ausnahme machen im Allge-
meinen nur die Hölzer mit grossen Eiporen, kurz, die Hölzer von Phylloclndozylon-
Bau, wie ich schon oben p. 7 hervorhob. Zwar schien es mir bei einer nochmaligen
Revision meiner Holzpräparate, als ob auch bei einigen, ganz wenigen Podocarpeeii
mit kleineren Eiporen, deren Bau sich also mit dem des vorliegenden: deckt, das
Holzparenchym seltener wäre, doch erwies sich das Verhältnis im Ganzen wiederum
so, wie ich es bereits 1905 angegeben. O b dieses Verhältnis zwischen den gross-
eiporigen un'd den kleiner-eiporigen Taxaceen auch in früheren Perioden so gewesen
ist, dürfte sich nicht entscheiden lassen. Zu denken gibt uns aber das p. 7 erwähnte
P,4yllocladoxylon larz)orosutrr CONW.sp., das ein Phylloclad. mit Holzparenchym ist
und trotz dieses Holzparenchyms nicht anders als ein Phylloclacioxylon bestimmt werden
kann. Ebensogut wie es aber früher P/ylloclndoxyln mit Holzparenchym gegeben
hat, kann auch 'das Umgekehrte, nämlich das Vorhandensein von Podocarpoxpla ohne
Holzparenchym der Fall gewesen sein. Überhaupt ist ja das Auftreten des Holz-
parenchyms diagnostisch weniger wichtig als die Markstrahlverhältnisse; denn wie ich
(15, P. 39 ff. U. 17, p. 23, 24) nachwies, ist z. B. auch die Scheidung von Cr@ressirroz;vlon
und Ctdroxylon auf Grund des Holzparenchyms nicht nur nicht möglich, sondern
oft geradezu irreführend; auch frühere Autoren wiesen schon auf die Seltenheit des
Holzparenchyms bei manchen (rezenten) C~@rtssirroxyla hin, und wenn dies bei
fossilen Hölzern der Fall war, herrsclitc grosse Verlegenheit, und unser Holz würde
womöglich gar zu Ctdr.oxylon gestellt, also als -4bietinee bestimmt worden sein.
Jedenfalls brauchen wir uns an dem Fehlen des Holzparenchyrns bei dieser Sach-
lage nicht zu stossen; andererseits kann es uns aber erneut ein Zeichen sein, dass
oben Glyprosrrobus mit Recht als mit unserem Holz nicht verwandt ausgeschlossen
wurde, denn dieser entbehrt wie sein nächster Verwandter Taxodixin des Holz-
parenchyms jedenfalls nie.
Insbesondere aus pflanzengeographischen Gründen möchte ich auch das von
CONWENTZ '(4, P. I 3- I 5 ) beschriebene Glyptostrobozybn Gopjerri COXW. als eine
Podocarpee, also als Podocarpoxylon ansehen; in eine nähere Vergleichung lässt sich
mangels Abbildungen nicht eintreten, sie ist auch nicht arizunehmen, da das CON-
.3W/oi. Schwadiscbr Siia'jolav-Expadih'on 1qoz-1qo3. z
I0 W. GOTHAN, (Schwed. Südpolar-Exp.
W E N T Z ' S C ~ Holz
~ziemlich häufiges Holzparenchym besitzt, das bei unserem Holz, wie
es scheint, doch ganz gefehlt hat.
Dieses letztere Merkmal bietet auch für das Holz eine gewisse Eigentümlichkeit,
die mir, da man doch sonst bei s o gebauten Hölzern nicht vergebens nach Holz-
parenchym sucht, hier diagnostisch verwertbar erscheint, denn so ohne jede Spur von
Holzparenchym sind die rezenten Podocnr-oxyla nicht, so auch nicht das von mir
1go6 (16, P. 456) aus dem Bathonien beschriebene Podocnrpoxylon sp., bei dem aller-
dings wegen des weit höheren Alters eine Garantie, dass es sich um eine Taxacee
handelt, nicht übernomnien werden kann, während wir unser tertiäres Podocar-o-
xylon als Taxacee mit Bestimmtheit ansehen müssen.
Die Eigentümlichkeit, die das Fehlen des Holzparenchyms darbietet, habe ich
auch benutzt, u m den *Art*-Namen des Holzes zu bezeichnen: Podocnrpoxylon
u/nre?~ckyrnntosrrm.

@ ~ a d o x i l o n(Araucaria) p s e u d o p a r e n c h y m a t o s u m n. sp.
(Stücke und Schliffe N:o 2, 3, 8, 10, r2, 25.)
Tnf. I, Fig. I-j, 12-16.

Gymnospermenholz mit araucarioider Hoftüpfelung und überhaupt vollständig


den rezenten Araucarieen analogem Bau. E s sind 1-2 Reihen Hoftüpfel vorhanden
von 10-12 ,u Höhe; einreihige, nur selten wenige Zellen hoch zweireihige (2-10-
stöckige) Markstrahlen mit Zellen von (im Tangentialschliff) ungefähr isodiametrischer
Gestalt zu beobachten. Obwohl von den Markstrahltüpfeln meist nur noch An-
deutungen vorhanden sind, sieht man doch an wenigen Stellen noch soviel, dass man
mit Bestimmtheit das Vorhandensein einer grösseren Anzahl von kleinen, schräg-
gestellten Markstrahltüpfelchen pro Kreuzungsfeld behaupten kann, genau wie dies
bei den rezenten Hölzern der lebenden Araucarieen der Fall ist (Taf. I , Fig. 16).
Es ist hinsichtlich des anatomischen Baues dieses Holzes nicht viel hinzuzufügen.
Die Hoftüpfelhöhe von 10-12 ,u passt sich durchaus den Verhältnissen bei den re-
zenten Araucarieen an; die paläozoischen Hölzer von analogem Bau haben meist
grössere Hoftüpfel, worauf ich 1905 (15, P. 20121) hinwies. Während ferner die
paläozoischen Araucaritenstärnme vielfach auffallend wenig Markstrahlt~~fel auf dem
Kreuzungsfelde haben (wie Dadonylon Rkodeanum G ~ P P E Rsp. T U . a.), oft nur einen
einzigen, ist bei den rezenten wie bei dem vorliegenden fossilen Holz die Zahl der
Markstrahltüpfel beträchtlich (Taf. I , Fig. 16). Dies beides sind Gründe, die von
vorneherein zeigen, dass man es mit Araucarieenholz im Sinne der rezenten Botanik
zu tun hat, was ferner noch das geologische relativ junge Alter und die isodia:
metrischen oder selbst querbreiten Markstrahlzellen (Tangentialschliff!) nahelegen
Bd. 111: 8) DIE FOSSILEN HOLZER VOE; DER SEYUOUR- UND SNOW HILI.-INSEL, 11

(Tal. 1, Fig. 12); der Querschnitt ist nämlich bei geologisch älteren Hölzern, be-
sonders pa1äozoicchen vielfach melir längsgestreckt.
Die. Höhe &r. Markstrahlen ist bei den meisten Hölzern nur gering; bei N:o io
'

uiid 12 sind meist nur 2-4-stöckige zu beobachten, höhere bei N:o 25 uiid 2. Es
zeigt sich zugleich an diesen Stocken recht gut, dass die Höhe der Markstrahlen
bis zu gewissem Grade eine Funktion des Alters des Holzes ist. N:o io und 1 2 sind
nämlich ziemlich junge Hölzer, wie der stark gebogene Verlauf der Jahrringgreiizen
und das bei N:o io noch vorhandene Mark zeigt (Taf. I , Fig. -14); N:o 2, 8 und 25
haben dagegen fast gradlinig verlaufende Jahresringe (Tat I , Fig. 13), worauf man
auf höheres Alter der Stämme schliusen muss; sie haben daher auch höhere, aber
kaum tiber 10-stöckige Markstrahlen. .
Eigentümlicli sind an dem Holz die häufig, oft sogar massenhaft zu beobach-
tenden Querwände in den Hydrostereiden. Ich bemerkte sie zuerst an den Radial-
schliffen und war geneigt, sie für die sogenannten *Querbalken* im Coniferenholz zu
halten (vergl. besonders C. MC'LLER 21, P. 17 ff.). Es wäre dies von nicht geringem
Werte gewesen, wenn sich die Annahme als richtig erwiesen hätte, da solche *Quer-
balken* bei Araucaria brasiiia~zabesonders massenhaft vorkommen uiid D U S ~von N
der Seymour-Insel ein mit A. brnsiliana sehr nahe verwandtes Blatt beschrieben hat.
Leider aber zeigte sich bald, dass es sich in den Querwänden nicht um *Querbalken#
handeln kann. Diese Querbalken sind nämlich rundliche, walzige, nach dem Spät-
holz zu in der Regel an Grösse zunehmende, in Radialrichtung durch das Zelllumen
von einer Tangentialwand zur anderen reichende Gebilde, die im Tangentialschliff
gewissermassen das Bild eines kleihen Tangentialtüpfels (MULLER,1. C. t. 14, fig. 3),
im Querschnitt (MOLLER,t. XIV, fig. 2) das von schmalen Säulchen bieten.
Solche sucht man aber auf dem Querscliliff unseres fossilen Holzes vergebens.
Hier beobachtet man lsdigiich eine Anzahl von Zellen, die scheinbar mit dunklerem,
bräunlichem Inhalt erfüll&sSfI8cinen,so dass - da man von solchem Inhalt in Radial-
-
schliffen nichts sieht die Vermutung nahegelegt wurde, dass es sich in dem *In-
halt* um vollständige Querwände in den Holzzellen handele, worauf allerdings das
Aussehen d a Querwände im Radialschliff auch eher hinweist als auf Querbalken
(Taf. I, Fig. I 5). Untersucht man den Tangentialschliff, so findet man hier ebenfalls
(I in Taf. I, Fig. 12) vo~stäodigeQuerwände, die nun gar keinen Zweifel mehr übrig
lassen, dass es sich tatsllchlich um typische Querwände handelt, die den ganzen
Quaschnitt'der Zelle überspannen. An diesem Schliff bemerkt man nun noch eine
weitere auffällige ErScheinung. Wie Taf. I, Fig. 12 deutlich erkennen lässt, treten
die Querwände nur in solchen Hydrostereiden (Tracheiden) auf, die an einen Mark-
strahl grenzen, und stehen stets mit den Markstrahlen - oder vorsichtiger gesagt,
mit der an die Markstrahlen jeweils anstossenden Hydrostereydenwand in Verbindung.
Auf dem Radialschliff kommt dieses Verhalten dadurch zum Ausdruck, dass die
12 W. GOTHAN, (Schwed. Siidpolnr-Exp.
Querwände meist einem Markstrahl vorgelagert sind, so dass sie hier übersehen
werden können, weil die horizontalen Grenzlinien der Markstrahlzellen oft mehr oder
minder mit den - oft auffällig in ungefähr einer Ebene gelagerten - Querwänden
venvechselt werden können; auch in Taf. I , Fig. 15 ist der Verlauf der hinter deai
Quenvänden liegenden horizontalen Markstralilzellenreihe schwach sichtbar.
Die Frage ist nun, als was diese Querwände anatomisch anzusprechen sind.
Man könnte denken, dass man es mit Holzparenchym zu tun hätte, aber hiergegen
spricht Verschiedenes. Einmal das Auftreten der Wände in radialen Serien (Taf. 1,
Fig. 15), das Fehlen weiterer Querwände bezw. Aufhören dieser, wenn man in den
einzelnen Zellen nach unten oder oben weiter sucht, ferner die Tatsache, dass Holz-
parenchym bei Araucarieen zu den Seltenheiten gehört und ein so häufiges Auftreten,
wie hier anzunehmen wäre, fast ausgeschlossen erscheint. Der stete Zusaminenhaiig
der Quenvände enthaltenden Zellen mit den Markstrahlen könnte zwar die Vermutung
nahelegen, dass es sich um zunächst stellenweise erfolgende Ausbildung voii Harz-
parenchym handele, jedoch möchte ich dies nicht annehmen, da ausser aus den oben
genannten Gründen die rparenchymatisch umgebildeten* Zellenstrecken niemals einen
Zellinhalt (Harz U. dergl.) erkennen lassen, den man wenigstens hie und da in typi-
scher Weise finden müsste, der auch in den kiarkstrahlzellen bei unserm Holz so oft
als dunkle Masse vorhanden ist, wie dies ja gewöhnlich ist. Erwähnt sei, dass BEUST
bei seinem Araucnrioxyion Heerii (2, p. 7) ziemlich häufige =gefächerte Holzzelleno
beschreibt, die 'etwas Ähnliches wie bei unserm Holz zu sein scheinen; einen Zusani-
menhang mit Markstrahlen scheinen sie aber nach den Abbildungen (z, t. 11, 1-4)
nicht zu haben. Auch dieser Autor hält diese Bildungen nicht für Harzparenchyni.
In der Tat können wir uns über den Zweck dieser Querwände kein Bild machen,
da wir sie rezent noch nicht kennen, und müssen daher uns mit einer indifferenten,
rein organographischen Bezeichnung derselben wie rgefächerie Holzzellen= begnügen.
Von bereits beschriebenen fossilen Hölzern wollen wir zum. Vergleich nur solche
aus jüngeren Formationen der Südhemisphäre in Betracht ziehen. Wir können dies
um so mehr, als die Araucarieen - soweit bekannt - im nordischen Tertiär bereits
verschwunden waren, wenn wir von dem einen von BEUST beschriebenen Araucnrio-
xyfon Heerii von Grönland absehen, das für uns schon aus dem Grunde zum Vergleich
nicht in Frage kommt, weil es fast stets nur e i n e n Markstrahltüpfel pro Kreuzungs-
feld hat, also mit rezenten Araucarieenhölzern wenig gemein hat. Ich niöchte das Holz
- worauf auch die eben envähnten Markstrahltüpfelverhältnisse deuten - iiberhaupt
nicht für tertiär halten, da auch die Jahresringe so wenig deutlich sind, ein Umstand,
der sich mit tertiärem Alter gar nicht verträgt, insofern tertiäre Coniferenhölzer aus
nördlichen Breiten i m m e r ganz deutliche scharf abgesetzte Jahresringe erkennen lassen.
Zunächst wäre in Vergleich zu ziehen: Arnucarioxyioir Doerirrgii CONWENTZ
(4, 1885 p. 16), das sich aber von dem unsrigen durch die teilweise abnorm hohen
Bd. 111: 8) DIE FOSSILEN HOLZER VON DER SEYhfOUR- UND SNOW HILL-INSEL. I3

(bis 40-stöckigen) und - das ist das Wichtigere -


z. T. zweireihigen Markstrahlen
sofort unterscheidet, die bei unserm Holz nur hie und da einmal auftreten und dann
auch nur iellenweise zwumihig sind.
Weiter ist für uns von Interesse ein Araucnrioxylon von der Insel Timor (FELIX,
9, 1887, p. srg), von dem jedoch keine Abbildung geboten wird. Insbesondere sind
die Markstrahltüpfelverhältnisse unbekannt, da das Holz zu schlecht erhalten war;
die sonstigen Angaben von FELIX stimmen nicht schlecht mit dem unsrigen überein;
bei dem einen Stuck von Timor (FELIX. untersuchte zwei Holzreste) waren aller-
dings die Markstrahlen I-26-stöckig, aber eine solche HCihe mag in älterem Hole
auch bei unseren Stücken möglicherweise erreicht worden sein, wie ich denn oben
schon hervorhob, 'dass die Markstrahlhöhe bis zu gewissem Grade eine Funktion des
~ l t e r ides Holzes sei. Allein man kann an eine Vereinigung beider Hölzer kaum
denken, da wir einerseits die Markstrahltüpfelverhältnisse des F ~ L ~ x ' s c h eHolzes
n
nicht kennen und da zweitens die ,gefächerten Holzzellenr unseres Holzes bei dem
FEL~x'schen nicht auftreten - wenigstens ,nicht erwähnt werden; es kann dies aber
recht gut eine Eige;ntümlichkeit der Art, der unser fossiles Holz angehörte, gewesen
sein, wie etwa das h ä u f i g e Auftreten von Querbalken für Amucaria brasiliana
charakteristisch zu sein scheint. Wir müssen unser Holz daher als von A. Martensi
FELIX- ein& übrigens, wie kaum hinzugefügt zu werden braucht, mangelhaft be-
gründeten ,Art> - verschieden betrachten.
Ein weiteres tertiäres Araucarieenholz der Südhemisphäre ist Araucarites Schlei-
nitzii et Hookrri GOPPERT (13, P. 28) von der Kerguelen-Insel. Zwar konnen wir
wegen der gänzlich unzureichenden Besclireibung GOPPERT'S- es ist eigentlich nur
der Nanie* da -- in einen Vergleich mit unseren Stücken nicht eintreteii, doch hat
das Vorkommen des G ~ P P E R T ' S Holzes
C ~ ~ ~ für uns aus anderem Grunde Bedeutung,
worauf wir zurückkommen werden. Wir können jedenfalls der Angabe G~PPERT'S,
dass das dort gefundene Holz eine Araucariee ist, Glauben schenken, wenn wir auch
die Aufstellung einer neuen Art mit so mangelhaften Angaben zurückweisen müssen.
Araucar-iies SchlEi1). et Uookm' ist in dieser Hinsicht nicht mehr als ein Nomen nudum.
- Hiernach hätten wir es in unserem Holz mit einer neuen Art zu tun, deren
wesentliche Charakteristica die zahlreichen Markstrahltüpfel und besonders die Quer-
wände in den Holzzellen sind, aber deren Bedeutung wir aber leider keine Klarheit
gewinnen konnten. Mit Rücksicht darauf, dass diese Querwände Holzparenchym
vortäuschen, schlage ich für die ,4rt den Namen D . preudopat-enchytl~ntorun~ vor.
Bezüglich der Nomenclatur hier noch einige Bemerkungen. Schon früher hatte
ich dargetan, dass eine Unterscheidung von Cordaioxylon - Dndoxylon - Ararrrario-
'

xylon etwa im Sinne von FELIX,dem sich auch KNOWLTONU. a. anschlossen, sich
* Ob G & P F Y ~mit
T Ar. Srhl. cl H d . elnc oder zwei Arten meint, lässt sich aus seinem Text nicht
entnehmen.
14 W. GOTHAN, (Schwed. Südpolar-Exp.
nicht rechtfertigen lässt. Andererseits ist nicht zu verkennen, dass der allein zu con-
servierende Name DadoxyZon zu wenig Hinweis gibt auf das. was gemeint ist, sofern
sich nämlich - wie in unserem Falle - die Zugehörigkeit näher präzisieren lässt.
In diesem Fall steht aber nichts im Wege, in Klammern hinter dem Samrnelnarneii
eide nähere Bezeichnung hinzuzufügen, wobei dann immer noch die Möglichkeit iii
Rücksicht gezogen bleibt, dass der betr., durch den Sammelnamen ausgedrückte Holz-
bau auch einer atideren Gattung zukommen kann; es soll sich eben dieser Zusatz nur
auf den in Rede stehenden Fall beziehen. Wir werden daher unser Holz zu bezeich-
nen haben als Dadoxylon (Araucarin) pxr~rdoparenckyrrrntosum,da die Zugehörigkeit
zu A g a t h s ausser Betracht gelassen werden kann, da D U S ~ ein
N Araucarienblatt unter
seinen liest& bestimmt hat und die Berucksichtigung von Agnthix auch irn Hinblick
auf die heutigen Vorkommnisse nicht angebracht, mindestens aber als das Unwahr-
scheinlichere erscheint.
C. Incerfae sedis.
( N o g a.)
Td. q Fig. I 9r 2.

Ein Holz, das vermäge seines Erhaltungszustandes besonderes Interesse verdieiit.


E s ist nämlich in derselben Weise erhalten wie das von mir 1907 (17, p. 7, fig. I )
erwähnte Xenoxylon von König-Karls-Land, dessen Erhaltungsweise ich als wer-
steinerte Holzkohle~bezeichnet hatte. Die Zerspellung der Gewebeteile, eine Folge
der Sprödigkeit der Holzkohle, in die die Zellmembranen verwandelt sind, ist hier
noch weiter gehend wie bei dem Holz von König-Karls-Land (Taf. 2, Fig. 2). Im
Übrigen ist die Holzkohlenbeschaffenheit auch bei unserem Stück auf den ersten
Blick zu erkennen für den, der öfters rezente oder fossile, mehr oder weniger ganz
ausgeschwelte Holzkohle unter dem Mikroskop angesehen hat. Auch auf den anderen
Schliffen erweisen sich die Zellwände zerrissen und zersplissen, wie Taf. z, Fig. I zeigt,
die ein Tangentialschliffstück darstellt. Auch schon mit blossein Auge bieten die
Schliffe wegen des schwärzlichen, samtenen Schimmers, der von der Holzkohle herrührt,
einen anderen Anblick als die fast durchweg mehr oder weniger braunen Hölzer un-
serer Kollektion. Die Versteinerungsrnasse, die die Zellhohlräume erfüllt, ist nicht so
hell und klar wie bei dem erwähnten Holz von König-Karls-Land, sondern eigentüm-
lich körnelig-schmutzig; aber auch gegen diesen etwas dunkleren Untergrund heben sich
die scharf abgerissenen Konturen der zersplitterte> Zellwände U. s. W. sehr deutlich ab.
Bestimmbar ist das Holz nicht; man erkennt - zwar deutlich die Tracen der
Holzelemente - Markstrahlen und Tracherden (Hydrostere'iden) und selbst f deut-
lich die Reste von Hofttipfeln, doch sind Struktureinzelheiten nicht niehr zu er-
kennen. Nach den Hoftüpfelspuren kann man nur soviel sagen, dass das Holz
sicher keiner Araucariee angehört hat, und im Grossen und Ganzen der Cupressinu-
.cylon- oder Podocnrpo.uylon-Struktur entspricht.
Bd. 111: 8) DIE FOSSILEN HOI-ZER VON DER SEYMOUR- UND Sh'C)\\' IJILL-INSEL. 15

11. Dicotyledoneae.
Vorbemerkungen.
Bevor ich zur Beschreibung der dicotylen Holzreste übergehe, seien einige Be-
nierkungen vorausgeschickt. Rci der Verschiedenheit der Elemente des Holzkörpers
dikotyler Gewächse und der grossen Zahl von Familien, deren holzanatomische Be-
schaffenheit i. T. noch nicht genügend bekannt ist, ist die Sicherheit der Bestim-
mung meist entschieden geringer als bei den Gymnospermenhölzern, auch schon
darum, weil fossile Dicotyledonenhölzer oft eine einwandfreie Erkennung der ein-
zelnen Holzelemente nicht gestatten; dazu kommt, dass auch bei Arten derselben
Gattung unter Umständen der Bau recht verschieden sein kann, dass andererseits
Arten verschiedener Gattungen sich holzanatomisch recht ähnlich werden können.
Besonders hat FELIX(L B. 10 a, P. 6 U. 7) dies hervorgehoben und an Cassin-,
Sophorn- und GZeriilschia-Arten erläutert. Trotzdem dürften sorgfältige Bestim-
mungen dicotyler Pflanzen auf Grund des anatomischen Befundes der Holzstruktur
grössere Sicherheit bieten als die auf oft mangelhafte Blattreste gegründeten, wie
das vor kurzem noch I. SCHUSTER (26, P. 148) richtig bemerkte.
Bei unsern Hölzern kommt uns nun ein Umstand zu Hilfe, der die Bestimmung in
nizncher Beziehung erleichtert. A l l e unsere dicotylen Holzer ohne Ausnahme zeigen
eine ausserordentlich starke Neigung zur Bildung von Thyllen in den Gefassen, von
denen ich überhaupt keines gesehen habe, das nicht von Thyllen verstopft gewesen
wäre. Es ergibt sich daraus jedenfalls mit Gewissheit, dass unsere vorliegenden
Räume zu den r e g e l mässigen Thyllenbildnern gehören. Dann aber ist die Thyllen-
bildung diagnostisch wertvoll, da H. MOHLISCH(20, P. 278 ff.) nachgewiesen hat, dass
bestimmte Familien stets, andere nur ganz sporadisch oder gar keine Thyllen bilden;
zu letzteren gehören 2. B. die Ebenaceen, Acerineen, Rosalrs (ausser Robinia !);
SCHENK (25, P. 897) scheint den Thyllen noch keinen diagnostischen Wert beizu-
legen, wenigstens glaube ich das aus der zitierten, etwas unklaren Stelle herauslesen
zu müssen. Vielleicht hatte ihn1 die Arbeit von MOHLISCHnoch nicht vorgelegen,
aus der sich doch als zweifellos ergeben hat, dass eine regelmässige, eklatante
Thyllenbindung nicht beliebig bei allen möglichen Holzgewächsen vorkommt, sondern
für gewisse Gewächsgruppen charakteristisch ist.
Weniger günstig gestaltet sich für die dicotylen Reste die Untersuchung, inso-
fern die Altersfrage nicht wie bei den Gymnospermen beantwortet werden kann, da
für .einen grossen Teil die geologische Herkunft - ob Kreide oder Tertiär - zu-
nächst nicht cruiert werden konnte. Aus diesem Grunde konnte auch nicht von
vorneherein mit der Aussicht gearbeitet werden, dass Verwandte der heutigen süd-
I6 W. GOTHAN, (Schwed. Südpolar-Exp.
amerikanischen oder neuseelänclischen Flora sich finden würden bezw. dass Be-
ziehungen zu den DusE~'sc1ien Blattresten aufdeckbar sein würden. Wenn dies beides
dennoch teilweise der Fall geworden ist, wie wir sehen werden, so scheint mir da-
durch bei den in Frage komnienden Resten zugleich eine grössere Garantie für die
Richtigkeit der Deutung der Reste gewonnen zu sein, obwohl, wie das bei den
Nothofugus-Resten der Fall zu sein scheint, die Holzreste tieferen Horizonten als
die Blätter entstammen (vergl. p. 2 9 Fussnote).

Laurinoxylon uniseriatum n. sp.


(Stück und Schliffe N:o I5)
.
Tnf. 2, Fig 3-1 I.

Querschliff (Taf. 2, Fig. 3): Die Gefasse sind ziemlich gross (bis 0,165 und selbst
bis 0,2 mrn), sehr zahlreich, oft in radialen Reihen von 2-4 zusammenhangend, von1
Fruhholz zum Spätholz an Grösse nur sehr allmählich abnehmend, rund bis länglich,
bei den Gefassketten die inneren Gefhse auch mehr quergestreckt. Die Grundrnasse
des Holzes besteht aus dickwandigen (wohl infolge von Verquellung besonders dick-
wandig erscheinenden) Holzprosenchymzellen. Die Jahresringe sind deutlich abge-
setzt, die Spätholzzone führt - wie natiirlicli - kleinere Gefasse als die daranstos-
sende Fr~ihholzzone.
Radialschliff: Die Gefasswände sind stellenweise mit Skulptur erhalten; man be-
merkt hier entweder sehr dicht stehende, polygonal abgeplattete Hoftüpfel, oder
ebensolche, etwas lockerer stehende von z. T. querbreitem Habitus (Taf. 2 , Fig.
4, 5 ) ; bei Schwund des Porus zeigt die Gefässwand an solchen Stellen eine scheinbar
netzige Verdickung. Die Perforationen der Gefässquerwände sind meist einfach, doch
kommen auch leiterförmige vor (Taf. 2, Fig. 6).
Die Markstralilen (Taf. 2 , Fig. 7, 8) zeigen sich aus verschieden hohen Zellen
zusammengesetzt; die obersten Lagen bestehen aus mehr vertikal gestreckten, die
mittleren aus niedrigen, horizontal gestrecktcn Zellen; in manchen Markstrahlen treten
auch in der Mitte noch hohe (vertikal gestreckteloder quadratische) Zellen auf, die
dann oben und unten von den niedrigen ebenerwähnten begrenzt werden. Die Tüpfel
der Markstrahlzellen sind rundlich bis etwas quergestreckt, einfach bis undeutlich
behöft, horizontale und vertikale Markstrahl-Zellenwände stark getüpfelt (Taf. z ,
Fig. 11). Die GefaSse sind ausnahmslos mit Thyllcn verstopft und sind wie gewöhn-
lich von Paren~h~tnzellen begleitet, die im Querschliff kaum wahrgenommen werden
konnten, hier sich aber leicht beobachten liessen. Über Tüpfelung und etwaige Quer-
fächeruiig des Holzprosenchyms liessen sich leider keine Feststellungen
.. machen,
Tangentialschliff (Taf. 2, Fig. g, 10). Die Markstrahlen sind ausnahmslos ein-
reihig, z. T. recht hoch, die verschiedene Grösse der Markstrahlzellen tritt wenig
Hd. [U: 8) DIE FOSS1i.F.h' IIÖI.ZEI< VON 1)1:I< SEYMOUR- U N D SNOW HII.L-INSI.:I.. J 7
Iiervor (Taf. 2, Fig. io), da die Markstralilstruktur hier weniger gut erhalten ist.
ifbcr die Gefasse vergl. das unter Radialschliff Gesagte.
Als die zur Hestimmung brauchbarsten Charakterc unter den genannten Eigen-
schaften sind zu nennen: i ) die relativ gleiche Grosse der Gefasse im Jahrring oder.
was dasselbe ist, die a l l m ä h l i c h e Abnahme nach dem Spätholz zu; 2) die häufige
Anordnung der Gefasse zu radialen Ketten; 3) das Vorwalten des Holzprosenchyms
in der Holzgruiidmasse; 4) die Tendenz zu leiterförmiger Perforation der Gefäss-
querwände; 5) die Hoftüpfelung dieser in der oben beschriebenen Weise; 6) die
wenigreihigen (nur I -reihigen) Markstrahlen ; - 7) die verschieden hohen Markstrahl-
zellen und 8) die regelmässige Verstopfung der Gefasse durch Thyllen.
Schon das Zusammentreffen der Charaktere N:o I , 2, 4, 5, 6 U. 7 würde genügt
haben, um der Bestimmung eine bestimmtere Richtung zu geben. Nehmen wir nun
noch das regelmässige Auftreten der Thyllenbildungen hinzu, so können wir das
Holz mit ziemlicher Sicherheit in die Familie der Lauraceen einreihen. Die Moni-
miaceen, die den Laurineen nahe verwandt sind und deren Holzbau dieses Ver-
hältnis ebenfalls dokumentiert (vergl. z. B. SOLEREDER-28,P. 788 ff., I. SCHUSTER
26, p. 142) kommen für uns aus mehrerlei Gründen nicht in Betracht, insbesondere
weil bei ihnen die leiterförmige Perforation die Regel ist und die Markstrahlen breiter.
bei den Monir~ti~~nc sogar fast mit blossem Auge sichtbar sind. Ferner kommen.
soviel bis jetzt bekannt. so grosse Gefässe wie bei unserm Holz bei den Monimia-
ceen nicht vor; allerdings kann k h die Angabe von SOLEREDER(28, p. 790), die
auch I. SCHUSTER übernahm, nicht bestätigen, denn bei Lattrdin ar.nnintica Juss.
fand ich viele Gefasse von Ca. 0,100 Durchmesser, immerhin noch bedeutend kleiner als
bei vielen Laurineeii, w o er bis mehr als das Doppelte davon betragen kann.
MOHLISCH führt unter den Familien, die sich durch Thylleiierzeugung auszeichnen
(30, p. 281)~ auch die Lauraceen als besonders charakteristisch auf; Lnurrlia arotrin-
t i m und wohl überhaupt die hlonimiaceen verhalten sich übrigens ebenso. Nach VATER
(29. p. 844) ist das h'ebeneinanderauftreten von Hoftüpfelii in der oben erwähnten
\\'eise wohl nur fur die Lauraceen charakeristisch; auf Taf. 2 Figur 4 U. Figur 5 sind
zwei Gefasswände mit polygonalen und mehr lockeren, z. T. quergestreckten Hof-
tüpfeln abgebildet. Stärker alterierte Gefasswände zeigen eine eigentümlich ver-
änderte Art der Hoftüpfelung, die wir bereits oben erwähnt haben; es kommt dufch
Schwund der Poi-i und des Hofes eine Art rjetzstruktur zuwege, genau in der Weise,
wie sie CASPART-TWIEREL (3, t. XI, fig. 9) abbildet; dieser Autor bildet auch (bei
Lnttr7rsetrisrr-iatn CASP.) in Fig. 10 und 11 1. C. die anderen beideii Hoftüpfelungs-
arten ab. VATER (29, P. 64) und FELIX(10, P. r 56) sagen in den Diagnosen zu
Lnurilriurri bezw. Laurziroxy/os: Gefässe im Herbstholz nur selten allmählich enger
werdend. Hierzu ist zu benierken, dass der Satz in dieser Form nicht bestehen
bleiben bezw. zu Missverstiindnissen Veranlassung geben kann. In Wirklichkeit muss
'3*;os. Schwtdis~ht S i d p o h - E + e d i ~ i o n 1901-1903 3
I8 W. COTHAN, (Schwed. Südpolar-Exp.
die Sachlage naturiicli die sein, dass je nach der Schärfe des Absatzes der Jahresringe
die Differenz zwischen der Grösse der Gefasse der Frühholz- und Spätholzzone grösser
oder kleiner ist. Aber auch wenn diese Differenz eine relativ grosse ist, so bleibt
doch immer das, was VATER und FELIXauch wohl mit den1 obigen Satz haben
sagen wolleii, nämlich der ganz allmähliche Übergang von den grossen Frühholz-
gefassen zu den kleineren des Spätholzes, zu Recht bestehen; besonders allmählich
wird dieser Übergang auch dadurch, dass zwischen den kleineren Gefassen oft wieder
etwas grössere auftreten, wie Taf. 2, Fig. 3 deutlich zeigt.
Bezüglich der Perforation der Gefassquerwände bei den Lauraceen trifft man in
der Litteratur auf widersprechende Angaben. Nach VATER (29, P. 64) sind die Per-
forationen ain der Regel lochförmig~;nach FELIX(10, P. r 36) desgl., %nurausnahms-
weise leiterförmig durchbrochen~. SCHENK ( 2 5 , P. Ygg) druckt sich ähnlich aus,
wohl z. T. in Anlehnung an d i c Angaben seiner Schuler FELIX und VATER. SOLE-
REDER dagegen (28, p. 791) spricht von ,Tendenz zur Bildung leiterförmiger Per-
forierungeii5 und aus SCHUSTER'S neueren Untersuchungen von 30 Lauraceenarteii,
die zu meist anderen Arten als die von KNOBLAGCH frulier .untersuchten angehören.
ergibt sich, dass leiterformige Perforation bei den Laurinreii jedenfalls im Allge-
meinen keine Seltenheit ist; SOLEREDEII hat wohl den Sachverhalt am besten ge-
troffen, wenn er von *Tendenz zu leiterförmiger Perforierungr spricht. Auch bei
unserm Holz sind lochförmige Perforationen, wie es scheint. die Regel, doch hat es
wie bei den1 nachher zu besprechenden ~Vothofagoxj~icin seine Schwierigkeiten, sie
zwischcn den zahllosen Thyllenwänden herauszufinden, wogegen sich die leiterförmigen
(Taf. 2, Fig. 6) weit leichter verraten; aber schon die geringe Häufigkeit der letzteren
lässt den Schluss zu, dass die Mehrzahl der Gefassperforationen einfach war.
FELIXhatte (10, p. 156 U. g, 1886, p. 490) die U N G E R ' sGattung
4
~ ~ ~ Laurrnz~rnr
(= LnurittoxyZo7r SCHENK)in zwei Gruppen zerlegt: Lnilrirzirrnr ohne Sekretschlauche
an den Markstrahlen, Pei-seoxylon mit solchen. Diese Gruppierung entspricht indes
nach KNOBLAUCHund SCHUSTER nicht den wirklichen Verhältnissen, da das Vor-
kommen von Sekretschläuchen bei den Lauraceen sehr verschiedenartig ist, sie jeden-
falls keineswegs. auf Persrn sich beschränken. KNOBLAUCH gelangte nach SCHUSTER
seinerzeit zu der Ansicht, dass auf Grund der Holzanatomie Gattungen der Laura-
ceen nicht erkannt werden können, und ausser vielleicht für Nectnndrn mit sehr dick-
wandigem Holzprosenchym lässt sich auch aus der Arbeit I. SCHUSTER'S nichts aii-
deres herausnehmen; ob OcoteozyZon SCHUSTER mit Recht von Lnilrinirrvr abgetrennt
wurde, erscheint mir nach der Arbeit des Autors selbst zweifelhaft.
Wir werden für unser Holz den Namen Lnirrinuxyiotr anwenden, das besagt,
dass ein Holz aus der Laurineenfamilie vorliegt, ohne auf die Verwaiidtschaft mit
einer bestimmten Gattung hinzuweisen. Das ältere Lnurilriunr möchte ich'trotz der
Priorität gleich ähnlich gebildeten Namen wie Qtccrciniw~l,bCgotri~rrnnicht anweiiden,
Hd. 111: 8) DIE FOSSILEN HOLZEN VON DEK SlCYMflUI(-UNI) SNOIY 1IILI.-INSEI,. 19
da die Endung -sylon fiir fossile l-lolzrestc iibcrliriupt durchaus zu empfelileii ist,
, indem die Natur des Fossils dadurch in augenfälligster Weist sogleich gekeiiiizeich-
iiet ist. Unser Lauriiieenholz weicht sowohl von den bislier bescliricbenen fossilen
wie von den rezenten durch die konstante Eiiireiliigkeit der Markstrahlen ab; auch
die rezenten habeii wenigstens iniiiier ein- und zweireihige ~arksitrahlen,iiicht aber
nur einreihige. Wir haben demnach einen iieuen Typus vor uns, den ich mit dem
Nagen uniradintrurt belege. Über eine nähere oder weitere Verwandtschaft mit
lebenden
- Gattungen gibt uns die Struktur leider keine Aiisweise, so können wir auch
nichts darüber aussagen, ob etwa einc Verwandtschaft mit heute in Siidamerika vor-
kommenden Lauraceen besteht. Erwähnt sei, dass DUSJ~N ( 5 , p. 3, t. 2, fig. gj ein
Lauraceenblatt unter den von ihm bearbeiteten Blattresten gefunden hat, das er als
Lnrrrz$hj~llurnNnr&trs/jöldii bezeichnet, über dessen ver\vandtschaftliche Beziehungen
er ebenfalls Nälieres nicht ausmaclicn konnte.

\
Laurinoxylon ? sp.
(Stiick und Schliffe N:o 37.)
Tnf. 2. Fip. 12, 13.

Qu~rsc/rlzfl.,Die im Friihholz ineist radialgestreckten Gefassquerschnitte er-


reichen einen Radialdurchinesser von bis 0,220 mm, einen Quetdurchniesser von
0,165 mm; es siiid also Gefasse von mittlerer Grösse. Nach dem Spätliolz zu iiehinsn
sie an Grösse sehr allniählich ab (Taf. 2, Fig. 12), eine radiale Aneinanderreihung
ist nur untergeordnet zu beobachten. Die Grundmasse des Holzes besteht aus dick-
wandigem Holzprosenchym; Holzparenchym ist nur in der nächsten Umgebung der
Frühholzgefasse in nennenswerter Menge (als Geleitparenchym) vorhanden. Die
.Jahresringe erscheinen deutlich abgesetzt.
RadinZsclrlif. Alle Gefasse erscheinen dicht mit Thylleii verstopft. Gefass-
wandskulptur war nur stellenweise als Reste von Hoftüpfelung wahrzunehmen, die
Perforationsweise der Gefasse dagegen nicht mehr herauszubringen. Die hlarkstrahlen
- sind nach dem Schema von Taf. 2: Fig. 8 gebaut, aber die Kantenzellen sind gaiis
auffällig hoch. Xahere Details der Markstrahltüpfelung waren iiicht mehr erhalten.
TangmtialschZrf. Das Bemerkenswerte sind hier die scharf unirisseii auftreten-
den, meist s-3-reihigen Markstrahlen (Tai. 2, Fig. 13), die sehr häufig ausserordent-
lich hohe Kantenzellen zeigen, die so hoch sind, dass inan versucht ist, wenn die
mittleren Teile des Markstrahles zerstört sind, sie fiir Holzparenchym zu halten.
Wie sich aus dem Vorgesagten ergibt, sind genügende Strul<turdetails zu einer
eindeutigen Bestimmung des Holzes nicht vorhanden. Insbesondere die Unklarheit
über die Gefäss~andverdickungenund -perforatioiitn steht hier hindernd im \\:ege.
Die h'lerkmale, die noch geeignet sind, einige Fingerzeige bei der Bestimmung zu
20 11'. COTHAN, (Schwed. Südpolar-Exp.
geben, sind: die relativ gleichmässige Verteilung der niittelgrossen Gefässe über deii
ganzen Jahresring, die eklatante Thyllenbildung und die Art der Markstrahlen, wozu
noch die Reste von Hoftüpfeln an einigen Gefasswandstellen kommen. E s ist hier-
nach möglich, dass eine Verwandtschaft mit den Laurineeii besteht, der Markstrahl-
bau stimmt jedenfalls auch hierzu. So hohe Kantenzellen (Taf. ?, Fig. 13) sind sclioii
einmal an einem fossilen Holz beobachtet worden, nämlich bei dem von CASPART-
TLZIEBEL (3, P. 67) beschriebenen Lntrrus perseoidcs CASP., dessen Laurineennatur
~ibrigenswegen der dicken Markstrahlen fraglich erscheint. Taf. XIII, Fig. 1-3 1. C.
findet man solche Kantenzellen abgebildet. die recht an die unsrigen erinnern.
.4uch andere Familien zeigen z. T . recht hohe Kantenzellen in den Markstrahlen.
wie z. H. manche Magiioliaceeii, doch dürfte11 diese zum Vergleich mit unserni Holz
weniger in Frage kommen, da bei den Magnoliaceen Treppenlioftüpfelung sehr ge-
\v9hiilich ist, die wir an unserm Holz nicht nachweisen konnteii, und auch deren
SIarkstrahlen sehr hoch sind. Ob. wie ich noch am ehesten annelirneii möchte, eine
ver\vandtschaft mit Laurineen vorliegt oder ev. mit einer anderen Familie der
Dicotyledonen. dcirfte sich bei der mangelhaften Erhaltung nicht ausmachen lasseii.
\Vir können das Holz daher nur als Lnw-ino.~-yloir.J sp. bezeichnen.
Über das Alter dieses Holzes lässt sich leider Näheres nicht sagen; es ist ent-
weder tertiär oder entstammt der oberen Kreide. Aus dem Holze selbst vermag
rnan keinen Anhalt fiir das iiähere Alter zu gen-innen.

I
Nothofagoxylon scaiariforme 11. g. et sp.
(Stücke und Schliffe N:o 13, 14, 18.)
Trf. 2, Fig. 14-18.

Q u e v s r h l ~ Die sehr zahlreichen Gefasse (bis 0,r-p mm Querschnitt) sind häufig


in radialen Reihen (bis ca. 4) geordnet, nach dem Spätholz zu ganz allmählich an
Grösse abnehmend, also zu den Hölzern gehörig, bei denen die Gefässgrösse im
ganzen Jahresring ziemlich konstant ist; Jahresringe deutlich.
Radialschlif. Die Gefasse zeigen sich ohne Ausnahme durch Thyllen verstopft ;
die Gefasswände sind - soweit wahrnehmbar - meist mit Treppeiihoftüpfeln be-
setzt (Taf. 2 , Fig. 15), Hoftüpfelung muss, wenn sie überhaupt vorkam, selten sein.
Die ~ e f a s s ~ e r f o r a t i o n &sind einfach. Das Holzparenchym erscheint spärlich eiit-
yickelt und nur als Geleitparenchym der GeFasse, bildet niemals tangentiale Bindcii
oder auch nur Ansätze dazu. Die Markstrahlzellen sind ungefähr gleich hoch, nur
die oberste Zellreihe enthält höhere, meist >stehendes, radial verkürzte Zellen; die
Markstrahlzellwände sind stark getüpfelt; Tüpfel auf den Kreu~un~sfeldern zahlreich.
einfach, rund, klciii; in Berührung mit Gefasswänden treten dagegen - namentlich
1 . I :) 1 FS J . 1 . 1 0 J S I l O l l - J S N f H . I 31

an den Eiidzelleii - prosse querbreite, clliptisclie einfaclic Tüpfel C h i . 2, 1:ig. 16)


von Treppentüpfeliiatur auf.
Tnrzgcittin/schlzjJ
- Dic Markstrahleii crweiseii sich als I - 2-rciliig und iiiclit von
beträchtlicher Höhe (Taf. 2, Fig. 14).
Besoiiders bemerkenswert bei der I3olzstruktur ist das fast rcgeliiiässige Auf-
treten von Treppenlioftüpfelii an sich berührende11 Gefässwänden, das den1 Holz etwas
sehr Eigeiitümliclies verleiht. Treppeiihoftüpfel sind nicht so häufig als Gefasswaiidver-
dickungen dicotyler Hölzer, am wenigsten in dieser Regelmässigkcit. SO_LBREINR (2%; P.
958) gibt sie als bei Vertretern der folgenden Familien vorkoniinend an: Mnguofinrtnr,
TGolarirar, Ifichear, .~/r/pe/idncear, Bru~ziacene,R/rizrphorncene, /3~jronincene, Apo-
yzncear, Pzjkr-ncrar, ~Vo~zi~rrincent, Ez/p/rurbinccar, Ctrpulzfernt und bei A[Iw-
~itmiro~z.13erücksichtigen wir zunächst glcichzeitig die einfaclicii Gefässpcrforationcii
unseres Holzes, so scheiden aus dieser Reihe die Adnng~roliacrne,Vio/nr-iene, I/icinrnc,
Anrprlidacene, Br~mincme,Rhizophor~arra~, Begoninrea~,Apocynncear (nur bei einer
.Art, Plumcria acutifolia POIR., ist bei diesen Treppenhoftüpfelung bekannt; SOLE-
ItEDER, 1. C. p. 601)~Pt&r-ac~ar, Euphorbincrae (das Verhältnis ist hier analog dem
bei den A p ~ c ~ ~ n a c cund
a r ) das schmarotzende i%fisodendrotr; selbstverständlich kom-
men für das Aussclieiden dieser Gruppen als Vergleichsmaterial fur unser Holz noch
andere, z. T. ohne weiteres ersichtliche Gründe in Betracht, doch ciwies sich mir
das Ausgehen von der Treppenhoftüpfelung und den Gefas~perforatioiieiifür die
Darstellung als besonders einfacq. \Vir haben also nur iioch zwischen Angehörigen
der Cupulzytrnc zu wählen, so dass der Bestimmung bereits eine bestimmte Rich-
tung gegeben ist. \\'eiiii wir nunmehr die relativ gleicbmässige Verteilung der Ge-
iasse im Jahresring und die Schmalheit der iilarkstralilen in Rechnung ziehen, so
hätten wir die g r o s s g efäs s i g e n Qztrrcinrxe (Firsncenc ESGLER)und ausserdem wegen
der breiten Markstralileii auch die Arten der Untergattung Ezlfngzts (Fng/ts s i h n t i t n
U. s. W.) aiiszuscheideii. Von den Fr7gnrcnr bleibt uns mithin nur iioch die Gattung
fidtofngz~s, mit der wir es in der Tat, wie wir gleich sehen werden, auch zu tun
haben. Die- Brklaccnc,. die wir noch von den Cztp///ifer-ne in Betracht zu ziehen
hätten, komnien nämlich zuni Vergleich darum iiiclit in Frage, weil bei ihnen Treppen-
hoftüpfelung nicht vorkomnit. Diese ist, wie auch SOLEKEDEI~ 1. C. P. 895 angibt,
überhaupt nur an Angehörigen der Gattung F a p s (Eufngus und Nutlrrfaps) br-
kannt, ist aber auch hier, wie es scheint, bei den meisten Arten nicht durchgehend
vorhanden, indem die gewöhnliclie Noftüpfelung die Regel ist: so ist es auch bei
der Gattung Nnthofngus. Es kommen jedoch Arten vor, bei denen die Treppen-
hoftüpfelung vorherrschend auftritt, wie bei Arothofngzts hctulnldes RL. von der
Magelhaensstr., deren Holz die grösste Ahnlichlieit mit dem vorliegenden zeigt.
Betrachten wir iiunniehr die Einzelheiten, die der anatomische Bau unseres Holzes
bietet, näher, so ergibt sich i i i allen Punkten, auch in den vorgaiigs noch iiiclit be-
77 \V. COTIIAK, (Schwed. Südpolar-Exp.

rührten, eine völlige Übereinstin~niun~ mit den1 oben genannten rVbrhofagrrs-Holz.


bei dem allerdings die Gefasse lockerer stehen (was allerdings bloss daran gelegen
haben mag, dass das untersuchte Holz sehr jung war, höchstens 5-jährig, wo die
Gefassverttilung oft noch nicht so charakteristisch ausgebildet ist wie im älteren Holz!
während bei anderen ~Vot/rofa.ps-Arten wie .\~ut/rofagrrs obliqua RL. und prorcrrz
OERST. die Gefassverteiluiig und -Zahl den Verhältnissen des fossilen Holzes durch-
aus entspricht. Wie bei viele11 Cupulifereii (Beidene, Corylene, Fngeae) sind die
Gefasse sehr oft zu radialen Reihen geordnet, zu 2-4 (Taf. 2, Fig. 18). Die grössten
Gefasse im ersten Frlihholz messen - meist sind sie etwas radial gestreckt - irn
Quersclinitt - 0,077 X 0 , 1 2 1 bis selbst 0,088 X 0,132 mm. Die Verstopfung der Gefässe
mit Thyllen ist so durchgehend zu bemerken, dass ich kein thyllenfreies Gefäss auf-
finden konnte (Taf. 2, Fig. 14, 17, auch 18). Bei lebenden :Vothofagus-Arten ist es genau
so (MoI-ILISCH1. C. nennt nur Fagzts silc~dica,also eine Eufa~"~cs;indes verhalten
sich, wie nicht anders zu erwarten, die ~ l ' o t h o f q ~ ~ s - A r t eebenso),
n selbstverständlich
hinreichend altes Holz vorausgesetzt. Es hat oft seine Schwierigkeiten, bei den vie-
len Thylleiiwänden in den Gefässeii die einfachen Gefässperforationen (Taf. 2 , Fig. 17)
zu sehen, die das Holz ausschliesslich zu besitzen scheint; trotz eifrigen Suchens habe
ich keine einzige leiterförmige finden Iconneii, die bei den Fagcnt nur ganz unter-
geordnet und auch fast nur in der Unigebutig des primären Holzes auftreten. Man
muss sich hüten, die Treppenhoftüpfeluiig der Gefasswände (Taf. 2 , Fig. 15) mit
Perforationen zu verwecliseln, eine Gefahr; die bei der Untersuchung des fossilen
Holzes wegeil der Unvollständigkeit der Erhaltung der Gefasswandskulptur, der
Zerrung der Zellwände U. s. W. immerhin in 13etracht gezogen werden muss. Iii
Herühruiig mit Markstrahlpareiichym zeigen die Gefasswäiide einfache, grosse, quer-
gestreckte Tüpfel (Taf. 2, Fig. 16), wie das bei Hölzern mit Treppenhoftüpfelung,
z. B. auch Magrioliaceen, häufig und daher auch bei Nothoja,rr~csbetulozdes BL. der
Fall ist.
Das Holzparenchym ist bei unserem Holz, wie bei den lebeiideti Fagus-Arten
nur spärlich vorhanden und im Allgemeinen auf die unmittelbare Xähe der Gefasse
beschränkt, es tritt also lediglich als Geleitpareiichym auf. Am Holzprosenchyrn.
das reichlich vorhanden ist und fast die ganze Holzmasse ausser den Gefassen aus-
macht - abgesehen iiaturlich von den Marltstrahlen - war eine Tüpfelung nicht
mehr zu beobachten; es erwies sich Öfter gefächert.
Die Markstralilen, ein- bis seltener z-reihig, sind nicht sehr hoch; es kommen meist
10-20-stöckige vor (Taf. 2, Fig. 14). Die \Vände der Markstrahlen sind mit kleinen.
runden einfachen Tüpfeln besetzt (Taf. 2, Fig. IS), wo Gefasswände an sie anstossen,
jedoch (inimer?) mit grössaeii, quergestreckteii, wie schon oben bemerkt. Die Mark-
strahlzellenhöhe ist weniger verschieden als bei den Laurineen, Magnoliaceen U. a.,
indem iiur die obersten und untersten Zellen des Marlistrahls (Taf. 2, Fig. 14) zwar
radial kiirzcr und vertikal etwas gestreckt erscheinen, jcdoch nicht in denl Grade
wie bei den genannten Familien.
Nach dem Ausgefülirtcn ist es nicht zweifelhaft, dass wir ein Holz der Gattung
?iothofngus vor uns haben. Ich niöchte nicht uiibemerkt lassen, dass der Gang
der Untersuchung durchaus nicht der war, den ich dargestellt hatte, um die Zu-
gehörigkeit zu Nothoingus darzutun, dass ich vielmehr diese Darstellung nur gewählt
habe, weil sie am schnellsten und einleuchtendsten zum Ziel führt. Jeder, der sich
mit dem Studium fossiler dikotyler Hölzer, überhaupt fossiler Hölzer befasst, w e i s
ja, wie gross die Schwierigkeiten sind, auf die man bei der Untersuchung fast immer
stösst, und dass ein so gerader Weg, wie die Darlegungen ihn bieten, meist erst
gefunden wird, wenn man auf anderem, meist viel längerem Wege dasselbe Ziel
schon erreicht hat. Als Gattungsnamen schlage ich für das Holz ATotlzofagoxylon
vor, wobei ich eine Analogie mit Fegmrium aus den p. 18 angeführten Gründen
vermeide. Inwiefern unsere durch wohl ausschliessliche Treppenhoftüpfelung aus-
gezeichnete Art mit der so ähnlich bescliaffenen Nothofagzis bettdoiäes BL., die be-
merkenswerter Weise heute noch an der Magelhaensstrasse vorkommt, in einem
näheren Verwandtschaftsverhältnis steht, dürfte sich auf Grund unseres Holzes nicht
bestimmter sagen lassen, so interessant dies wäre. Dass ich eine s o eklatante Treppen-
hoftüpfelung jedoch bei den anderen untersuchten Nothofqw-Arten n i c h t fand, wie
schon oben erwähnt, mag immerhin in günstigen] Sinne für die Heaiitwortung dieser
Frage gedeutet werden können. Das hervorstechendste Merkmal unseres Holzes
habe ich bei d e r Wahl des Speziesnamen zu Grunde gelegt. als den ich scalnl-zyo~-nrt-
vorschlage.
iiber das Alter dieses Holzes lässt sich zum Gliicke Kähereä sagen, da das Alter
von N:o 14 mir von Prof. NATHORST als sicher obercretacisch angegeben worden
war; ein solches Alter wird also auch den anderen dazu gehörigen Stücken N:o 13
und IS zukommen. Hiernach erscheint eine etwaige Zusammengeliorigkeit mit den
Blattresten, die DCSEN beschrieb, nicht annehmbar: da diese als unteroligocän an-
gegeben werden. (Vergl. jedoch S. 29). DUSEX hat zwei .\-othofaps-Arten unter
den Blattresten erkannt. Eine Verwaiidtschaft mit diesen dürfte aber bestehen.

l n c e r t a e sedis.
(N:o I, 6 und 7.)
Drei Stücke, deren Struktur ganz üngenügend erhalten ist? insbesondere, da sie
durch Zusammensinken der Zellen und Verquellungserscheinungen ein so homogenes
~ n s e h e ngenommen haben, dass man gerade noch imstande ist,' ihre dikotyle Katur
an hin und wieder freiliegenden kleinen Gefassen zu erkennen. Die Läiigsschliffe,
Kadial- und Tangentialschliff, lassen nur die Tracen der Haupterstreckungen der
24 W. GOTHAN, (Schwed. Südpolar-Esp.
Holzzelleii erkeiiiieii, vor allem die Kreuzung voii vertikalen Holzzellen und Marlc-
strahlzellen. Eiiie Bestimmung erwies sich bei dieser Sachlage unmöglich. Im Übri-
gen scheinen die beiden Stücke 6 U. 7 derselben Holzart angehört zu haben. -Am
besten ist noch N o I erhalten, bei dem sich die Deforniationeii iii etwas geriiigerem
Grade finden als bei N:o 6 und 7. -In eine Bestimmung ist aber auch hier nicht
zu denken.

B. Holzer von der Snow Hill-Insel.


(N:o 26. 3 0 und 34.)
Td. 2. Fig. ig.

Dies? Hölzer stammen sämtlich aus Kreideschichteii. die auf der Snow Hill-Insel
allein vertreten sind, während auf der Seymour-Insel Kreide und Tertiär vorkommeii.
N:o 26 (Taf. 2, Fig tg) ist, nie der Querschliff zeigt. ein Gymnospermenholz ohne
Harzgäiige mit deutlichen Jahrringen voii i\.Vurzeiholzbaur, doch braucht dieses Holz
darum durchaus kein Wurzelholz gewesen t u sein, wie fruher immer angenommen
wurde; es kann z. 13. auch aus den unteren Stamrnpartieen stammen. Die Erhaltung
ist sehr mässig, eine Anzahl Stellen iiur zeigte eine Erhaltung, wie Taf. 2, Fig. tg
zeigt. Angesichts dieser schlechten Erhaltungsweise wurde auf die Herstellung
weiterer Schliffe verzichtet. uiii nicht uniiotige Aufwenduiigen zu machen, die aber
beim Herstellen von Holzdünnschliffen sehr oft nicht vermieden werden können, wenn
man nämlich die Erhaltung fiir besser halt als sie ist, und daher gleich die üblichen
3 Schliffe machen lässt, wie ich das zu meinem Leidweseil auch hier wieder erfuhr,
so bei Stuck X:o 34, das noch schlechter erhalten ist als X:o 26, aber ebenfalls
sicher ein Gymnospermenholz ist. Dagegen kann man bei 'J:o 30, einem dünnen,
mit Zentrum erhaltenen Stückchen, das noch im Muttergestein steckt, auf dem Quer-
schliff nicht einmal mehr ausmachen, ob es sich um eine Gymnosperme oder Diko-
t y k gehandelt hat. Die Snow Hill-Hölzer, die sich übrigens durch starken Eiseii-
gehalt auszeichiien, . haben sich daher leider als ein ausserordentlich dürftiges Material
erwiesen, über das sich nichts Näheres ausmachen Lässt. Von der Mehrzahl der
Holzreste dieses Fundpunktes ( R o 1-7,28, 29, 31-33, 35) wurden überhaupt keine
Dünnschliffe hergestellt, da sie von vorneherein dies uiilohnend erscheinen liessen.

-
Allgemeine und Schlussbemerkungen.

Es ist sehr eigeiit~imlich,dass sich unter tertiären Hölzern von der r-


Insel eine erhebliche Zahl von solchen Taxaceen befindet, die als Markstrahltüpfel
grosse Eiporen besitzen (P/i1dLuc/ndu.~~vI01~rrutnrcticrtrir). Sehen wir uns nach solchen d
Isd. 111: 8) DIE FOSSILEK 11Öl.%Eli VON Dk:l< SEYlrlOUli- UNI) Sir:O\\i HII.L-~NL;EL. 25
in dar heutigen südanierikaiiisclien Flora um, so bemerken wir, dass diese dort
keineswegs in grosser Zalil vertreten sind. Überhaupt sind ja die Podocarpcen dort
in jedenfalls geringerer Anzahl vertreten wie im australischen Florengebiet.
Podocarpe& kommen hier in erster Linie zum Vergleich in Frage, insofern sich aus
diesen der grösste Teil der Taxaceengattungeii rekrutiert, die dcni P/lld/oclndoxylon-
Typus entsprechen (es ist hier die Hearbeituiig der Taxaceen durch EICHLERin G,
p. rog ff. U. die Einteilung in ENGLEH S, P. 72 zu Grunde gelegt).
Von den Tasrnp gehört nur I?4~~llotlndzrr zu den ~grosseiporigen Tasaceena,
der daher Iiolzanatomisch ganz aus der Gruppe der 7irxrnr herausfällt, dcreii andere
Gattungen I ' o r r ~ y n , Tazrts, Cephnlota-rus durch die bekannten Spiralen in den
Hydrostereiden so ausnehmend charakteristisch sind. Unter den südamerikanischen
Arten ist nur eine Art mit grossen Eiporen, nämlich IJodocarpus nndzna POPP., der
Sectio Stnch~mrpusENDIXHER angehörig. Ich habe gerade mit Beziehuiig auf die
vorliegende Arbeit sämtliche südamerikanischen Podocarprnr der heutigen Flora
untersucht, deren ich habhaft werden konnte und die ich z. T. noch nicht Itannte. Diese
Arten sind: Podotnrjus nndilrn POpp. (= ! Prunrrropit~~s tlcgmzs PHIL., nach frdl.
Angabe des Kgl. Bot. Museums; von PHILIPPIselbst gesammelt), P . chi/z?rn RICH.,
P. ?rulige~ennLINDL., Dncq~diu~rr (Lepidothnrwr~rs) Forrki PHIL. sp., von denen ich
friilier nur P. n~iditrn Iiolzanatomisch kannte. Unter diesen hat sich auch jetzt
P. nndirrn als die e i 11z ig e s ü d a m e r i k a ii i s C h e X r t von Phj~lloclndox~~lori-Bau
erwiesen. Wenn also damals im Tertiär ebenfalls nur e i n e so gebaute Podocarpee in
der südamerikanischen Flora existiert haben würde wie das jetzt der Fall ist. so
könnten wir mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass uiiser Holz der direkte Vorfalir
von Podocarps andznn gewesen ist..
Für die Erfüllung der genannten Bedingung haben wir keinerlei Anhalt, uni so
weniger, als wir auch nicht sagen können, dass unser Ph-1~//ocladoz~~,lo1r von ei 11 e r
Art im Sinne der rezenten Botanik stammt. Ziehen wir die Verteilung der Hölzer
von P/r~~/loclado~a~~~lnn-Bau in der heutigen Flora in Betracht, s:, fällt uiiser Hlick
sogleich auf die mit der südamerikanischen ja so eigentümlich verwandte australisch-
neuseeländische Flora. Hier haben wir die bei weitem grössere Anzahl von Räumen
mit P/rvloclado~Corr-Rau. Dass gerade auch unter den Gymnospermen südakerikas
und denen des genannten Gebiets heute noch auffällige Beziehungen obwalten, ist
ja bekamt. Es seien hier einige Beispiele genannt. Da sind zunächst die Araucarien,
von denen noch gleich die Rede sein wird, ferner die Gattung Fitzroya, von der die
eine Art (F. pntngorrica HOOK.F.) im südl. Chile, die andere (F. rirchrri BENTH.)

Dn ausser bei Podorarptu arrdina nur noch bei Pndocarpus spicota R. BR. PhyIIocladoxylon-Bau bekannt
ist- soweit Podocnrptrs in Frage kommt -, kann man jetzt kurz sagen: Pli).l~ocladoxylon-Baubesitzen von
Plidnrarprr-Arten nur die Arten der Sectio Shchjvar~#irr.die so auch holzanato~iiisch vorzüglich chnrakteri-
'iert i s t
'*/oL S~hi~&'sckt Siid'lot-Expcditilin 1901-1903. 4
26 W. GOTHAX, (Schwed. Südpolar-Esp.
in Tasmaiiien einheimisch ist, ferner Lzöocrdr~~s mit 2 Arten in Chile, 2 in Neuseeland, ,
I in Heu-Caledonien (auch je I in Japan. China, Kalifornien), weiter ist von Podo-
C-nrpusSect. Stnchycar#ms eine A r t (,Pod. s-ictzta R. BR.) in Neuseeland, die andere
(Pod. nndinn POPP.; beide mit grosseri Eiporen als Markstrahltupfeln!) in Chile
heimisch. Während aus Südarnerika als Taxacee mit grossen Eiporen bisher nur
Poducrzr#rls atm!im bekannt ist. haben wir in dem australischen Florengebiet Arten
von Puductzrpus, i-%erosp/lern, Microcnchrj~s, Dacrydiurtr und Phyiiocindrts, die
zeigen. Es ist daher die Häufigkeit der fidlocindo.i;i.ia unter
P/Li~llocindi.ryl~~~~-Bau
den Gymnospermen im Tertiar der Seymour-Insel sehr bemerkenswert, insofern sie
darauf hin zu deuten scheint, das fruher in Südamerika die grosseiporigen Taxaceen
eine grossere Rolle spielten als jetzt, d. h. mit anderen Worten. dass die Verwandt-
schaft zwischen der australischeii und cudamerikanischen G y m nospermeiiflora - viel-
leicht noch enger war als jetzt. Eine Andeutung, in welcher Richtung man sich eine
Verbindung zwischen beiden Florengebieten vorzustellen haben dtirfte, geben z. H.
die Podac<z~-prcs-Artenund die Proteaceeii in Siidafrika. worauf wir noch zuriick-
komnien werden.
Angesichts der grossen Anzahl der Stucke unseres Taxaceeiiholzes von der
Seymour-Insel muss es LL-under nehmen, dass von der Beblätterung, die doch bei
diesen Pflanzen von ziemlicher Resistenzfähigkeit sind, wenigstens sicher von grösserer
als die Blätter vieler dikotyler Pflanzen, in den Schichten der Seymour-Insel so wenig
und zudem unsichere Reste aufbewahrt worden sind. Es ist dies um so auffälliger,
als dasselbe Verhältnis bei dem Xraucarieenholz wieder begegnet. Bei der Tatsache,
dass wegen der relativ grossen Anzahl der Gyrnnospermenholzreste diese i n der
dortigen Flora eine sehr wesentliche Rolle gespielt haben niüssen, erscheinen beide
Momente nur schwer vereinbar. Man kann vielleicht daran denken, dass die diko-
tylen Bäume in weit höherem Masse Laub warfen als die hier in Frage kommenden
durchweg mit persistierenden Blättern versehenen Gymnospermen. Eine Streu aus einem
Mischbestand solcher dikotyler und gymnospermer Pflanzen würde daher naturlich,
auch wenn ungefähr beide Kategorieen in gleicher Anzahl vorhanden gewesen wären,
durchaus ein Überwiegen der dikotylen Blattreste zeigen. E s wäre sicherlich min-
destens ein gewagter Schluss, wollte man z. B. daraus, dass nur ein Araucarieenblatt
gefunden wurde. den Schluss ziehen, dass diese Bäume in verschwindend geringer
Anzahl vorhanden gewesen wären. Andererseits scheint mir der Schluss, dass -
wie man auf rund des Zahlenverhältnisses der Laub- und Gymn~s~ermenhölzer
wohl annehmen könnte - beide in ungefähr gleicher Anzahl vorhanden gewesen
seien, ebenso unsicher, und zwar dies wegen der verschieden grossen Erhaltuiigs-
fahigkeit gymnospermer und dikotyler Hölzer. Ich hatte bereits früher (14, P.
574) einmal auf diese Verhältnisse hingewiesen; die gymnospermen Hölzer besitzen
wegen ihres sehr homogenen Raues, oft besonders auch wegen des Harzgehaltes,
eine sehr bedeutende \Iriderstandsfiihigkeit gegen Zersetzung, zumal die Zellen als
gleichzeitig festigende und wasserleiteiide Elemeiite erheblich resistent sind, während
die dikotylen Hölzer, infolge der Ungleichheit de; Holtelemente, die z. T. gar nicht,
z. T. recht widerstandsfähig gegen den Vermoderungsprozess sind, dementsprecheiid
auch mit ungleicher Schnelligkeit zersetzt werden, so dass die am längsten sich
haltenden Bast-(Libriform-)Elemente sehr bald infolge des Schwindens der sie ver-
bindenden Parenchynielemente den Zusammenhang verlieren und nun ebenfalls um
so leichter der Zerstörung anheimfallen,. Resoiiders illustrativ sind die Verhältnisse
in den Braunkolileiiflötzen und auch schon in den subfossilen Torfmooren. In den
Hraunkohlenflötzen findet man selten dikotyle Stammreste, dagegen um so mehr
gymnospernie. Da sich im Hangenden solcher Flötze oft Blattreste dikotyler Pflanzen
in grosser Zahl einstellen, so meint SCHENK( 2 5 , p. 891): .die Häume und Sträucher.
welche die Blätter lieferten, kamen an anderen Orten vor, die Blätter sind von den
Standorten ihrer Träger an ihren gegenwärtigen Fundort transportiert worden,.
Dem ist aber ini Allgemeinen nicht so gewesen, es haben sich nur die Stämme im
Braunkohlenflotz nicht erhalten, gleich wie dies auch in Torflagern der Fall ist, wo
z. B. Erlenhölzer gegenüber den Kiefrrnstämmeii i i i ausserordentlich starker Weise
zersetzt sind. \17enn SCHENK meint: >die in der Tertiärformatioii vorkommenden
Birkenstamme mit erhaltener Rinde, welche zuweilen massenhaft vorkommeii. sprechen
wenigstens nicht für die leichte Zerstörbarkeit der Laubhölzer:, so ist dem entgegen
zu halten, dass es sich hier wolil in erster Linie nicht um das Holz, sondern speziell
um die Rinde handelt. die vermöge ihrer Korkbestaiidteile ihrerseits in hohem Grade
der Zersetzung zu widerstehen vermag. Ich möchte noch hinzufügen, dass KOEBE
(18, p. 5 4 und noch mehr GELLHORN( 1 1 , P, 7) infolge des Vorwaltens der Coni-
ferenhölzer in der Braunkohle meinten, diese selbst bestehe fast nur aus Nadelhölzern;
GELLHORS glaubt sogar nachgewiesen zu haben, >dass die Braunkohlen im iiörd-
lichen Teile der Mark Brandenburg nur(!) aus Nadelhölzern gebildet sind:.
Es scheint mir sicher, dass das dargelegte Verhältnis von Xadelholzern und
.
Laubhölzern auch zum Ausdruck kommen muss, wenn es sich um echt versteinerte
Reste handelt. Auf unsere Hölzer übertragen würde dies bedeuten, dass walirschein-
lich ein grösserer Prozentsatz von Coniferenhölzern der dortigen Flora erhalten gc-
blieben ist als von den dikotylen, so dass das wirkliche Zahlenverhältnis der beideii
Gruppen etwa in der hii,tte zwischen dem liegen mag, was die Blattreste und die
Holzreste ergeben. Dies wiirde uni so mehr der Fall sein, wenn man noch mit der
Möglichkeit eines Transportes der Reste rechnen will. wo die dikotylen Hölzer stär-
ker aufgearbeitet sein werden als die gymnospermen. Ich erlvähne dies, weil mii-
Herr Prof. NATHOKST schreibt ( t j . JV. rgo8): dch muss gestehen. dass ich nicht
überzeugt bin. dass die Blätter, wie D U S ~ K annimmt, von der Kähe der Ablagerung
stammen müssen. Die Möglichkeit ist allerdings da, die Materialien sind aber zu
(Schwed. Südpolar-Exl).

maiigelliaft. um die Sache entscheiden zu können.:, Für die Hölzer möchte ich hier
hinzufügen, dass die Bohrlöcher allerdings sehr auf einen Aufentlialt ini Meerwasser
hinweisen; wie weit eine -4ufarbeitung der Reste stattgehabt hat, dürfte sich schwer-
lich entscheiden lassen.
Eine andere einfache Erklärung des Xuftretens so \\eiliger gymnosperrner Reste
unter dem von DL'SEXbearbeiteten Material. die sich aus der von diesem Autor
angenommenen vertikalen Gliederung der Flora ergibt, wobei die Gymnospermen
iin -4llgemeineii die höheren Lageri eingenommen haben werden, scheint mir nicht
anwendbar, da die Holzreste eher auf ein _+ gleiches Gemisch von dikotylen und
gymiiospermeii IIaumen weiseii.
\\'eiter ist von grosseni Interesse das häufige Vorkoniriieii eines -4raucarien-
liolzes. das niit den rezenten in jeder Hinsicht übereinkommt. besonders da, wie
schon frii her erwähnt: P. DWEN ein mit .irnirrnrin Bidwiffi oder brczsifiaiztr ver-
\\-andtes Blatt gefunden hat, das schon S.XTHORSTbeim Durchselieii der Seyrnour-
Iiisclpflaiizen a!ä iii diese Vern andtscliaft gehörig erkannt hatte. Das Vorkomnien
bietet i n erster Linie auch pflaiizeiigeographisches Interesse und dieses besoiiders im
Hinblick auf die heutige Verteilung der Araucarieeii auf der Erde. Wir hatten
p. 26 benierl~t. dass die -4iideutung einer Brücke, die die Verwandtschaft zwischen
der siidariieril;anischeii und australischen Flora erklärt. vielleicht durch die Podo-
carpeen und Proteaceen Sudafrilcas gegebeii werde. Die Fossilfunde weiseii in die-
selbe Richtung. Aus Südafrika sind zwar keine fossilen Araucarieen bekannt, wohl
aber aus dem Tertiär von Kerguelen. von wo GÖFPERT( 1 3 , P. 2 8 ) , allerdings ohne
nähere Beschreibung und Abbildung, Arnucarienholz beschrieb (vergl. p. 13) Auch
hier ist das Vorkommen weit südlicher als es heute ist. Bemerkenswert ist hierzu
das Vorkommen von Araucarieenhölzern in der oberen Kreide Ostafrikas (vergl.
FOTONIE 2 3 ) und aus dem Tertiär (oder Kreide?) Ostindieiis (Prov. Nagpur), die
SCHENKbeschrieb (24, P. 3 54, 3 5 5). Auf die pflanzengeographische Bedeutung des
GÖp~E1i~'schen Fundes wies schon ENGLERhin (7?p. I C),im Verein mit den beiden
anderen genannten Vorkommnissen und unserem antarktischen wird diese LSedeutung
noch grösser. E s zeigt sich, das die Araucarieen in der Kreide und im Tertiär über
die Südhemisphäre vom südlichsten Südarnerilta bis zu den heutigen Vorkommen im
australisch-neuseeländisclien Gebiet verbreitet waren, so dass hier friiher eine Land-
vcrbindung bestanden haben wird; ob diese nun als zirkumpolares Ausbreitungs-
zentrum oder anders gedacht werden muss, lässt sich natürlich nicht sagen. Von
grösstem Interesse wären nunmehr Funde von Araucarieenresten iii den jungereii
Schichten Südafrikas.
Wir erwähnen schliesslich noch, dass zwischen dcii Vorkomiiinisseii von Xrau-
carieii im heutigen Brasilien und unseren tertiären antarktischen eine interessante
Ihiicke geschlagen ist durch den Fund eines oligocäiien Araucarienholzes in Argen-
tinien ( A r n u c ~ r i o x ~D~noc r i ~ ~ gC
i i O ~ ~ ; W 4.
EN P. ~16) sowie durch die von DusEy
aus der Gegend von Punta Arenas ( 5 a) beschriebcne Arowcnrin N'thorsti; ich hoffc,
dass sich hier iioch weiteres Interessante ergeben wird bei der Bearbeitung einer
Suite patagoiikchcr Hölzer, die ich von Prof. NATHORST zugleich mit dcm \vor-
liegenden Material empfing.
Von den dikotylen Resteii bietct pflanzengeographisches Interesse nur das A'ofho-
fqtts-Holz, das uns indessen - Neues nicht mehr bietet, da schon D u ~ E N Nothofßgus
unter den tertiären IIlattresten von dort nachgewiesen hat. Für Beziehungen zur
australischen Flora. die- ebenfalls Nothofß,pw-Arten enthält, ergeben die Reste nichts,
die übrigens, wie S. 23 erwähnt, der oberen Kreide entstammen, nicht den1 Tertiär. *
Die eventuelle Verwandtschaft mit A7othnfogw betu/oides wurde ebenfalls schon
früher erwähnt.
Bezüglich der Jahrriiigbilduiig unserer Hölzer sei noch Einiges hiiizugefigt; diese
sind bei allen untersuchten Holzern deutlich ausgeprägt, wie die Figuren auf Taf.
1-11 beweisen. E s ergibt sich daraus, dass eine fiililbare Periodizität im Wachstum
aller in den Holzresteii vertretenen Bäume vorhanden war; dass diese Periodizität
nicht so sehr in einem Wechsel von Trockenheit und Feuchtigkeit bestand, sondern
wesentlich i n einem IVechsel von Wärme und Kälte begründet war, lässt sich zu-
nächst daraus entnehnieii, dass auch die Gewächse mit sicher persistierenden Blättern.
nämlich die Coniferen, zweifellose periodische Jahrriiigbildung zeigen; die Zuwachs-
zoncn bci den dikotylen Hölzern gestatten diesen Schluss nicht, da solche auch unter
tropischen Verhältnisseii vielfach periodisch Laub werfen und Zu\vachszonen bilden.
Auch dürfen, wir aus den ?'erhaltnissen der jetzigen antarktischen Regenwälder das
letztere aiinehmei~~auch fur die Araucarien, die auch unter tropischen, wenn auch
serophilen Verliältiiissen, wie in Sud-Brasilien, nur sehr undeutliche oder keine
Jahresringe bilden, wie wir durch SCHACHT '~ssen.
M'
- . -
* Sach einer ncueren briefl. hlitteihng von Prof. SATHORST
isl er indess nicht sicher, das Nofho/ag~>-
der Kreide cntshnmt: er schreibt mir 11. n.: >Ich glaube. d s s man sich recht reserviert gegenuber
den . A n p l m u k r das Aller der Hölzer von äen Seymoiir U. Sno\xAHill-Inseln verhdlen muss. Die Hölzer
sind von verschiedenen Personen gesaniinelt. und man wusste damals noch nicht. wo die Grenze z\vischeii
den Ablageriingeii zu ziehen war: oder dass ec sich um zwei \.erschiedene Ablagerungen handelte.>
(Schwed. Südpolnr.- Exp .

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