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Einführung in die

Betriebswirtschaft
Aufgabensammlung
Version 2.0
Inhalt

1. Aufgaben zur Lehrveranstaltung


2. Multiple Choice Fragen
3. Musterklausur
1. Aufgaben zur
Lehrveranstaltung

SEITE 3
FUßZEILE
Beispiel 1
Investitionsentscheidung Skript S.
26 ff.

 Wahl zwischen den Projekten A und B, die das gleiche


Produkt in der gleichen Qualität herstellen können.
 Planungshorizont von 5 Jahren (t=5), Verkaufspreis von
€ 10, lineare Abschreibung, kalkulatorische Zinsen von
10 % auf das durchschnittlich gebundene Kapital.

Aufgabe:
Einsatz von Investitionsrechenverfahren, um die richtige
Entscheidung treffen zu können!

SEITE 4 2. INVESTITION UND FINANZIERUNG


Investitionsentscheidung

Alternative A Alternative B

Anschaffungswert € 500.000 € 600.000

Nutzungsdauer 5 Jahre 4 Jahre

Produktionsmenge/Jahr 60.000 Stk. 80.000 Stk.

var. Kosten/Stück €6 €5

Fixe Kosten pro Jahr


(ohne Abschreibung € 70.000 € 170.000
und Zinsen)

SEITE 5 2. INVESTITION UND FINANZIERUNG


Investitionsentscheidung mit
Gewinnvergleichsverfahren

 Wähle jene Investition mit dem höchsten Gewinn!


 Verzichte auf Projekte mit Verlust!
 Alle Kosten, die sich aufgrund der Investitions-
entscheidung ändern, sind zu berücksichtigen!

Berechnung
Erlöse einer Ø Periode
- Kosten einer Ø Periode
= Ø Gewinn
SEITE 6 2. INVESTITION UND FINANZIERUNG
Investitionsentscheidung mit
Gewinnvergleichsverfahren

Alternative A Alternative B

Erlöse

Variable Kosten

Abschreibung

Kalkulatorische Zinsen

Fixe Kosten

Gewinn

SEITE 7 2. INVESTITION UND FINANZIERUNG


Investitionsentscheidung mit
Rentabilitätsvergleich

 Vergleicht Gewinn zu eingesetztem Kapital


 Größtmögliche Rendite gesucht !
 Sowohl Vergleich der Alternativen, als auch der
Vergleich mit der Kapitalmarktrendite relevant

Berechnung
Ø Gewinn * 100

Ø gebundenes Kapital

SEITE 8 2. INVESTITION UND FINANZIERUNG


Investitionsentscheidung mit
Rentabilitätsvergleich

Alternative A Alternative B
Gewinn nach Zinsen
Zinsen
Gewinn vor Zinsen
Durchschn.
Kapitaleinsatz

Rendite

SEITE 9 2. INVESTITION UND FINANZIERUNG


Investitionsentscheidung mit
Amortisationsdauervergleich

 Nach wie vielen Jahren macht sich die Investition


bezahlt?
 Wähle jene Alternative mit der kürzeren Amorti-
sationsdauer!

Berechnung

Anschaffungskosten

Ø jährlicher Rückfluss

SEITE 10 2. INVESTITION UND FINANZIERUNG


Investitionsentscheidung mit
Amortisationsdauervergleich

Alternative A Alternative B
Anschaffungswert
Gewinn nach Zinsen
Jährliche
Abschreibung

Amortisationsdauer

Ergebnis

SEITE 11 2. INVESTITION UND FINANZIERUNG


Beispiel 2
Deckungsbeitragsrechnung für die
„Naturgold“ Skript S. 57 f.
Zusatzauftrag eines Biergartenbesitzers annehmen oder nicht?
Entscheidungsgrundlage: Deckungsbeitrag
Erzielbarer Deckungsbeitrag durch Zusatzauftrag

SEITE 12 3. BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN


Deckungsbeitragsrechnung für
die „Naturgold“

Zusatzauftrag eines Biergartenbesitzers annehmen oder nicht?


Entscheidungsgrundlage: Deckungsbeitrag

Erzielbarer Deckungsbeitrag durch Zusatzauftrag

Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist POSITIV !


Es zahlt sich also aus, den Zusatzauftrag des Lokalbesitzers
anzunehmen, da die dadurch entstehenden Kosten niedriger wären
als der zusätzliche Erlös!

SEITE 13 3. BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN


Deckungsbeitragsrechnung für
die „Naturgold“ Skript S. 57 f.

SEITE 14 3. BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN


Beispiel 3
Ermittlung des Break Even Points
(BEP)
 Wie viele Stück müssen verkauft werden, um in die Gewinn-
zone zu kommen?
 Wähle jene Alternative mit dem niedrigeren Break Even Point!

Alternative 1 Alternative 2

BEP-Menge

SEITE 15 3. BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN


Beispiel 4
GuV

Ein Unternehmen weist am Ende eines Geschäftsjahres folgende Auf-


zeichnung aus:

Wareneinsatz € 404.000, Fertigungslöhne € 112.000, Erlös aus dem


Verkauf eines Teilbetriebes € 65.000, Reparaturaufwand nach Über-
schwemmung € 124.000, Umsatzerlöse € 2.104.000, Zinserträge
€ 84.000, Abwertung von Wertpapieren € 31.000.

Aufgabe:
Erstellen Sie die GuV!

SEITE 16 3. BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN


Beispiel GuV

SEITE 17 3. BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN


Beispiel 5
Bilanzanalyse

Das Unternehmen, welches wir untersuchen, erzielt einen Umsatz von


€ 1.200.000.
Die Verbindlichkeiten des Unternehmens sind folgendermaßen verteilt:
kurzfristig : langfristig = 2 : 1
Vervollständigen Sie die Bilanz und berechnen Sie die Fremdkapital-
quote und Umsatzrentabilität.

VERMÖGEN Bilanz KAPITAL


Sachanlagevermögen € 550.000 Gezeichnetes Kapital € 315.000
Finanzanlagevermögen € 95.000 Gewinnrücklage € 150.000
Vorräte € 103.000 Jahresüberschuss € 60.000
Forderungen € 35.000 Kurzfristige Verbindlichkeiten ?
Bankkonto € 42.000 Langfristige Verbindlichkeiten ?
Bilanzsumme € 825.000 Bilanzsumme € 825.000

SEITE 18 4. BILANZANALYSE
Bilanzanalyse

VERMÖGEN Bilanz KAPITAL


Sachanlagevermögen € 550.000 Gezeichnetes Kapital € 315.000
Finanzanlagevermögen € 95.000 Gewinnrücklage € 150.000
Vorräte € 103.000 Jahresüberschuss € 60.000
Forderungen € 35.000 Kurzfristige Verbindlichkeiten
Bankkonto € 42.000 Langfristige Verbindlichkeiten
Bilanzsumme € 825.000 Bilanzsumme € 825.000

Die Summe der gesamten Verbindlichkeiten beträgt € 300.000


(Bilanzsumme – Eigenkapital). Durch die Angabe des Verhältnisses
können wir die beiden fehlenden Werte ergänzen.

SEITE 19 4. BILANZANALYSE
Beispiel 6
Bilanzanalyse

Das Unternehmen, welches wir untersuchen, erzielt einen Umsatz von €


2.500.000.
Das Working Capital des Unternehmens beträgt € 54.000.
Vervollständigen Sie die Bilanz!

VERMÖGEN Bilanz KAPITAL


Sachanlagevermögen € 450.000 Gezeichnetes Kapital € 305.000
Finanzanlagevermögen € 75.000 Gewinnrücklage € 25.000
Vorräte € 68.000 Jahresüberschuss ?
Forderungen € 64.000 Kurzfristige Verbindlichkeiten ?
Bankkonto € 32.000 Langfristige Verbindlichkeiten € 162.000
Bilanzsumme € 689.000 Bilanzsumme € 689.000

SEITE 20 4. BILANZANALYSE
Bilanzanalyse

VERMÖGEN Bilanz KAPITAL


Sachanlagevermögen € 450.000 Gezeichnetes Kapital € 305.000
Finanzanlagevermögen € 75.000 Gewinnrücklage € 25.000
Vorräte € 68.000 Jahresüberschuss
Forderungen € 64.000 Kurzfristige Verbindlichkeiten
Bankkonto € 32.000 Langfristige Verbindlichkeiten € 162.000
Bilanzsumme € 689.000 Bilanzsumme € 689.000

Working Capital = Umlaufvermögen – kurzfristige Verbindlichkeiten

€ 54.000 = € 164.000 (Vorräte + Forderungen + Bankkonto) – kurzfristige


Verbindlichkeiten

Kurzfristige Verbindlichkeiten = € 110.000

SEITE 21 4. BILANZANALYSE
Bilanzanalyse

VERMÖGEN Bilanz KAPITAL


Sachanlagevermögen € 450.000 Gezeichnetes Kapital € 305.000
Finanzanlagevermögen € 75.000 Gewinnrücklage € 25.000
Vorräte € 68.000 Jahresüberschuss
Forderungen € 64.000 Kurzfristige Verbindlichkeiten
Bankkonto € 32.000 Langfristige Verbindlichkeiten € 162.000
Bilanzsumme € 689.000 Bilanzsumme € 689.000

Da wir nun die kurzfristigen Verbindlichkeiten kennen, können wir auch die letzte
fehlende Position in der Bilanz, den Jahresüberschuss, ausrechnen.
Bilanzsumme = Gezeichnetes Kapital + Gewinnrücklage + Jahresüberschuss +
Verbindlichkeiten

SEITE 22 4. BILANZANALYSE
Beispiel 7
Liquiditätskennzahlen

Die Bilanz des zu untersuchenden Unternehmen ist nachfolgend


gegeben.

Von den Forderungen gegenüber Kunden sind € 75.000 als langfristig


einzustufen.

Berechnen Sie die drei Stufen der Liquidität!

a) VERMÖGEN Bilanz KAPITAL


Immaterielles Vermögen € 270.000 Gezeichnetes Kapital € 495.000
Sachanlagevermögen € 495.000 Gewinnrücklage € 325.000
Vorräte € 103.000 Jahresüberschuss € 77.000
Forderungen € 275.000 Kurzfristige Verbindlichkeiten € 258.000
Bankkonto € 12.000
Bilanzsumme € 1.155.000 Bilanzsumme € 1.155.000

SEITE 23 4. BILANZANALYSE
Liquiditätskennzahlen

b) VERMÖGEN Bilanz KAPITAL


Immaterielles Vermögen € 270.000 Gezeichnetes Kapital € 495.000
Sachanlagevermögen € 495.000 Gewinnrücklage € 325.000
Vorräte € 103.000 Jahresüberschuss € 77.000
Forderungen € 275.000 Kurzfristige Verbindlichkeiten € 258.000
Bankkonto € 12.000
Bilanzsumme € 1.155.000 Bilanzsumme € 1.155.000

SEITE 24 4. BILANZANALYSE
Beispiel 8
Cash Flow

Berechnen Sie den Cash Flow


 aus dem laufenden Geschäft (CF I),
 den Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (CF II)
 und den Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit (CF III)

Jahresüberschuss € 450.000
Materialverbrauch € 150.000
Personalaufwand € 133.000
Abschreibungen € 46.000
Kauf einer Produktionsanlage € 77.000
Aufnahme Bankkredit € 60.000
Zuweisung Pensionsrückstellung € 17.000

SEITE 25 4. BILANZANALYSE
Cash Flow

CF I
CF II
CF III
Zahlungs-
mittel
Überschuss
bzw.
Fehlbetrag

SEITE 26 4. BILANZANALYSE
Beispiel 9
Cash Flow

Berechnen Sie den Cash Flow


 aus dem laufenden Geschäft (CF I),
 den Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (CF II)
 und den Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit (CF III)

Jahresüberschuss € 250.000
Materialverbrauch € 103.000
Personalaufwand € 334.000
Abschreibungen € 46.000
Auflösung Prozessrückstellung € 16.000
Kauf einer Maschine € 55.000
Aufnahme eines Darlehens € 105.000

SEITE 27 4. BILANZANALYSE
Cash Flow

CF I
CF II
CF III
Zahlungs-
mittel
Überschuss
bzw.
Fehlbetrag

SEITE 28 4. BILANZANALYSE
2. Multiple Choice Fragen

SEITE 29
FUßZEILE
Frage 1

Welche Aussagen zum Business Plan sind richtig?

 Der Business Plan sollte eine umfassende Einschätzung der


Chancen und Risiken eines Geschäftsvorhabens ermöglichen.

 Ein Business Plan ist jährlich zu erstellen und muss als An-
lage dem jährlichen Geschäftsbericht beigefügt werden.

 Kreditinstitute fordern mitunter einen Business Plan vor der


Bewilligung eines Kredites.

 Der Business Plan stellt ein geeignetes Instrument für die


Vorbereitung einer Unternehmensgründung dar.
SEITE 30 1. UNTERNEHMENSGRÜNDUNG
Frage 2

Welche Aussage/n zur Rechtsform ist/sind richtig?

 Ein Unternehmen ist jede auf Dauer angelegte Organisation


selbstständiger, wirtschaftlicher Tätigkeit, mag sie auch nicht
auf Gewinn gerichtet sein (§ 1 UGB).
 Unabhängig von der Höhe des Jahresumsatzes ist der
Einzelunternehmer rechtlich verpflichtet sich in das Firmenbuch
eintragen zu lassen.
 Die Rechtform der Einzelunternehmung ist in der
Wirtschaftslandschaft in Österreich prozentual am häufigsten
vertreten.
 Der Einzelunternehmer haftet mit seinem Gesamtvermögen,
welches auch sein Privatvermögen beinhaltet.
SEITE 31 FUßZEILE
Frage 3

Welche Aussagen zu Rechtsformen sind richtig?


 Sowohl die KG als auch die AG sind Rechtsformen nach dem
Privatrecht.

 Das Stammkapital einer GmbH beträgt mindestens 70.000


Euro.

 Bei einer KG haftet der Kommanditist nur bis zur Höhe sei-
ner Vermögenseinlage.

 Für einen Einzelunternehmer ergibt sich eine Rechnungs-


legungspflicht ab einem jährlichen Umsatz von 700.000
Euro.
SEITE 32 1. UNTERNEHMENSGRÜNDUNG
Frage 4

Welche der folgenden Antwortmöglichkeiten zur


Investitionsrechnung sind korrekt?
 Bei der Kapitalwertmethode wird der Barwert der zukünftigen
Zahlungen mit der Anfangsauszahlung verglichen und als Unter-
schiedsbetrag der Kapitalwert ermittelt.

 Die Annuitätenmethode wandelt den Kapitalwert in unterschiedliche


Zahlungsströme über die Projektlaufzeit um.

 Zu den statischen Investitionsrechenverfahren zählen die Kosten-


und Gewinnvergleichsrechnung, die Rentabilitäts- und Amortisa-
tionsrechnung sowie die Methode des internen Zinsfußes.
 Statische Investitionsrechenverfahren liefern im Vergleich zur dy-
namischen Investitionsrechnung einfache und kostengünstige Be-
rechnungen, allerdings mit beschränktem Aussagegehalt.
SEITE 33 2. INVESTITION UND FINANZIERUNG
Frage 5

Welche Aussage/n zu Investition und Finanzierung


ist/sind richtig?
 Als Finanzierung bezeichnet man eine Zahlungsreihe, die
mit einer Einzahlung beginnt und auf die Auszahlungen
folgen.
 Die Amortisationsdauer bezeichnet jenen Zeitraum, der
notwendig ist, um das benötigte Kapital für eine
Investition wieder zu verdienen.
 Aus der Sicht eines Unternehmers bedeutet Finanzierung,
Kapitalbeschaffung aus Eigen- oder Fremdfinanzierung.
 Als Investition bezeichnet man eine Zahlungsreihe, die
mit einer Auszahlung beginnt und Einzahlungen folgen.
SEITE 34 FUßZEILE
Frage 6

Welche Aussagen zur Finanzierung sind richtig?

 Das Hauptziel der langfristigen Finanzierung ist die Vermeidung


von Liquiditätsengpässen.
 Die Goldene Finanzierungsregel fordert, dass Anlagevermögen
durch Eigenkapital oder langfristige Kredite finanziert wird.
 Nach der Fristigkeit der Finanzierungsformen unterscheidet
man kurz-, mittel- und langfristige Finanzierung, wobei unter
kurzfristig ein Zeitraum von bis zu einem Jahr, unter mittel-
fristig ein Zeitraum bis fünf Jahre und als langfristig mehr als
fünf Jahre zu verstehen sind.
 Kundenanzahlungen gelten als eine Form der Eigenfinanzie-
rung.
SEITE 35 3. BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN
Frage 7

Welche Aussagen zum betrieblichen Rechnungswesen sind


zutreffend?
 Während die Kostenrechnung die Frage beantwortet, wie die
Lage des Unternehmens ist, beantwortet die Buchhaltung die
Frage, warum die Lage des Unternehmens ist, wie sie ist.
 Allgemein werden Kosten als "leistungsbezogener, bewerteter
Güterverzehr" definiert.
 Aufwand und Ertrag sind Begriffe der Buchhaltung und sind der
nach Bewertungsvorschriften bewertete Ressourceneinsatz
(Aufwand) bzw. Wertzufluss (Ertrag).
 Neben Planung, Steuerung und Kontrolle des betrieblichen
Geschehens erfüllt das betriebliche Rechnungswesen eine Do-
kumentations-, Dispositions- und Kontrollfunktion.
SEITE 36 3. BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN
Frage 8

Welche Aussage/n zum Betrieblichen


Rechnungswesen ist/sind richtig?
 Ein Grundsatz des Betrieblichen Rechnungswesens ist es, das
wirtschaftliche Geschehen in einem Unternehmen, welches sich
durch Zahlen abbilden lässt, zu dokumentieren.
 Innerhalb des Internen Rechnungswesens findet die Kosten-
und Finanzrechnung statt. Sowohl Kostenrechnung als auch die
Buchhaltung sind für Unternehmen verpflichtend.
 Als Kosten bezeichnet man den Wert aller für die Erstellung der
betrieblichen Leistungen verbrauchten Güter und
Dienstleistungen pro Periode.
 Als Aufwand bezeichnet man den nach Bewertungsvorschriften
bewerteten Ressourceneinsatz. Als Ertrag bezeichnet man den
nach Bewertungsvorschriften bewerteten Wertzufluss.
SEITE 37 FUßZEILE
Frage 9

Welche Aussagen zum Break-Even Punkt sind korrekt?

 Der Break Even-Punkt kann zum Treffen von Investitions-


entscheidungen herangezogen werden.

 Im Break Even-Punkt entsprechen die Fixkosten den Erlösen


abzüglich der variablen Kosten.

 Multipliziert man die Break-Even-Menge mit dem Absatzpreis, so


erhält man den Break-Even-Umsatz.

 Der mengenmäßige Break-Even-Punkt lässt sich berechnen als


Gesamtkosten dividiert durch Deckungsbeitrag pro Stück.

SEITE 38 3. BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN


Frage 10

Welche Aussage/n zur Kostenrechnung ist/sind


richtig?
 Die Kostenartenrechnung befasst sich mit der Frage, welche
Kosten angefallen sind.
 Die Kostenträgerrechnung untersucht, wofür Kosten angefallen
sind.
 Die Kostenstellenrechnung stellt fest, wo die Kosten angefallen
sind.
 Die betriebliche Kostenrechnung besteht aus fünf aufeinander
abgestimmten Bereichen. Der Aufbau ist wie folgt gestaltet:
Kostenartenrechnung->Kostenstellenrechnung-
>Kostenträgerrechnung->Kostenträgererfolgsrechnung-
>Periodenerfolgsrechnung.

SEITE 39 FUßZEILE
Frage 11

Welche Aussagen zur Bilanz sind zutreffend?

 In einer Bilanz muss das Gesamtvermögen nicht dem Gesamt-


kapital entsprechen.

 Das Umlaufvermögen enthält Vermögenspositionen, die im


Unternehmen nur kurzfristig gebunden sind.

 Die linke Seite einer Bilanz gibt Auskunft über die Mittelverwen-
dung.

 Die Bilanz liefert eine Momentaufnahme der wirtschaftlichen


Lage des Unternehmens.

SEITE 40 3. BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN


Frage 12

Welche Formeln für Kennzahlen sind richtig?

 Liquidität 3. Grades = (Zahlungsmittel + kurzfr. Forderungen) /


kurzfr. Verbindlichkeiten * 100

 Working Capital = Umlaufvermögen - kurzfristige Verbind-


lichkeiten

 Gesamtkapitalrentabilität = ((Gewinn + Fremdkapitalzinsen)


*100) / (Eigenkapital + Fremdkapital)

 Umsatzrentabilität = (Umsatz * 100) / Gewinn

SEITE 41 4. BILANZANALYSE
Frage 13

Welche Aussagen zu Kennzahlen sind richtig?

 Zur Berechnung der Liquiditätskennzahlen werden nur die kurz-


fristigen Verbindlichkeiten herangezogen.
 Die Liquidität 1. Grades gibt an, wie viel Prozent der kurz-
fristigen Verbindlichkeiten durch vorhandene Zahlungsmittel ge-
deckt sind.
 Liquiditätskennzahlen werden berechnet, indem eine Ergebnis-
größe ins Verhältnis zu einer Kapital- oder Vermögensgröße
gesetzt wird.
 Ziel der Finanzierungsanalyse ist es, das Vermögenspotenzial
eines Unternehmens festzustellen und Aussagen über Zahlungs-
fähigkeit und Vermögensstruktur zu treffen.
SEITE 42 4. BILANZANALYSE
Frage 14

Sie möchten ihr im bisherigen Studium erworbenes


Wissen testen und eine Bilanzanalyse für das
zurückliegende Jahr durchführen. Da Ihre Eltern
selbstständig sind, nehmen Sie die Bilanz des
Familienunternehmens heran. Die Rechtsform ist
eine GmbH.
Anlagevermögen Eigenkapital
Immaterielles Vermögen 8.500 Grundkapital 40.000
Sachanlagevermögen 44.751 Gewinnrücklagen 25.000
Finanzanlagevermögen 63.749 Gewinn 6.000
Umlaufvermögen Fremdkapital
Vorräte 21.000 Rückstellungen 114.000
Forderungen 42.000 kfr. Verbindlichkeiten ?
Kassa/Bank ? lfr. Verbindlichkeiten ?

215.000 ?

SEITE 43 FUßZEILE
Frage 15

Die Verbindlichkeiten sind zu 75% kurzfristig, von den


Forderungen sind EUR 24.000 langfristig. Im vergangenen
Jahr hat das Familienunternehmen einen Umsatz in Höhe
von EUR 24.000 erwirtschaftet.
Führen Sie die Bilanzanalyse Ihres Familienunternehmens
durch und kreuzen Sie die richtige/n Aussage/n an!
Runden Sie auf Ganze!
 Die Fremdkapitalquote beträgt 67 %.
 Die Liquidität 1. Grades beträgt 156 %.
 Die Umsatzrentabilität beträgt 20 %.
 Die Sachanlagenintensität beträgt 31 %.

SEITE 44 FUßZEILE
3. Musterklausur

SEITE 45
FUßZEILE
Musterklausur (28.02.2011)

1. Welche Aussage/n zu den Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre ist/sind richtig?


 Betriebswirtschaftliche Theorie abstrahiert von Einzelbeobachtungen und versucht aus
Einzelbeobachtungen grundsätzliche Zusammenhänge mit allgemeiner Gültigkeit abzuleiten.
 Bei der Erklärungsfunktion der BWL geht es um die Konkretisierung einer Theorie, aber nicht um die
Abstraktion von beobachtbaren Einzelfällen.
 Unter der Gestaltungsfunktion der betriebswirtschaftlichen Theorie versteht man, dass
betriebswirtschaftliche Zusammenhänge vereinfacht (modellhaft) abgebildet werden, damit man diese
besser durchdringen und verstehen kann.
 Eine wissenschaftliche Ausbildung in Betriebswirtschaft befähigt zur Nutzung betriebswirtschaftlicher
Theorie bei der Lösung neuartiger Fragestellungen in der Praxis, die nicht durch einfache
Analogieschlüsse lösbar sind.

2. Welche Aussage/n zur strategischen Perspektive ist/sind richtig?


 Der “Resource-Based View” erklärt Wettbewerbsvorteile von Unternehmen dadurch, dass diese über
einzigartige, strategisch wertvolle Ressourcen verfügen, welche sie besser als ihre Konkurrenten nutzen
können.
 Kernkompetenzen sind nach Hamel und Prahalad Fähigkeiten, die es einem Unternehmen gestatten,
einen wesentlich höheren Gewinn als Konkurrenzunternehmen zu generieren.
 Die SWOT-Analyse kombiniert eine Stärken-Schwächen-Analyse im Sinne des Resource-Based-View mit
einer vereinfachten marktorientierten Wettbewerbsanalyse im Sinne Porters.
 Von Kostenführerschaft spricht man, wenn ein Unternehmen nachhaltig niedrigere Produktionskosten
hat als Konkurrenzunternehmen in derselben Branche.
3. Welche Aussage/n zur finanziellen Perspektive ist/sind richtig?
 Wenn ein Unternehmen einen aufgenommenen Kredit zurückzahlt, dann verringern sich dessen
Schulden, wodurch der Gewinn steigt.
 Wenn ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr einen Gewinn erzielt, so kann es dennoch sein, dass das
Unternehmen nicht zahlungsfähig ist.
 Der Kauf einer betrieblich genutzten Maschine auf Kredit führt dazu, dass sowohl die Aktivseite als auch
die Passivseite der Bilanz steigen.
 Durch die jährliche Abschreibung werden die Anschaffungskosten einer Maschine gleichmäßig auf deren
Nutzungsdauer verteilt.

4. Welche Aussage/n zur finanziellen Perspektive ist/sind richtig?


 Der finanzielle Unternehmenserfolg (Gewinn) lässt sich als Differenz zwischen der in Geld bewerteten
Gütererstellung dieses Geschäftsjahres abzüglich des in Geld bewerteten Güterverbrauchs dieses
Geschäftsjahres ermitteln.
 Bereits Schmalenbach hat darauf hingewiesen, dass sich der (wirtschaftliche) Wert einer Sache für den
Eigentümer der Sache eigentlich nicht daraus ergibt, was diese gekostet hat, sondern aus dem
zukünftigen Nutzwert für den Eigentümer.
 Investitionsentscheidungen sind Entscheidungen über das Tätigen von Auszahlungen in der Hoffnung
auf zukünftige Einzahlungen, die die getätigten Auszahlungen möglichst mehr als wettmachen.
 Aus dem Aktienkurs eines Unternehmens kann man nicht auf den Wert dieses Unternehmens schließen,
weil Aktienkurse nur das Eigenkapital des Unternehmens widerspiegeln, während die Schulden des
Unternehmens unberücksichtigt bleiben.

SEITE 47 FUßZEILE
5. Welche Aussage/n zur Kundenperspektive ist/sind richtig?
 Nach Maslow geht es im Marketing hauptsächlich darum, Grundbedürfnisse der Kunden zu wecken.
 Eine Marketingmaßnahme ist effizient, wenn es keine andere Marketingmaßnahme gibt, bei der mit
gleichem Aufwand an Ressourcen eine höhere Wirkung (z.B. Bekanntheitsgrad der Marke) erzielt werden
kann. R
 Die Kundenperspektive stellt das Schaffen von "Wert" und „Nutzen“ aus Sicht der Kunden in den
Mittelpunkt der Unternehmensführung. R
 Durch Entscheidungen zum Marketing Mix (4-Ps) können sich Unternehmen von Konkurrenten
differenzieren und so einen Wettbewerbsvorteil erlangen. R

6. Welche Aussage/n zur Produktions-/Prozessperspektive ist/sind richtig?


 Die Produktionstheorie untersucht, wie der Prozess der Erstellung eines Produktes bzw. einer Leistung
so organisiert werden kann, dass Kundenbedürfnisse besser erfüllt und nachhaltig wirtschaftlicher Erfolg
erzielt wird. R
 In einer Produktionsfunktion wird jeder möglichen Mengenkombination der Inputfaktoren die damit
maximal herstellbare Menge des erzeugten Produktes zugeordnet. R
 Die Produktionstheorie untersucht die Gütertransformation nach dem Formalprinzip, d.h. wie die Kosten
bei gegebenem Input minimiert werden können.
 Als Supply Chain Management bezeichnet man die Untersuchung der Wertschöpfungsprozesse innerhalb
des Betriebes.

SEITE 48 FUßZEILE
7. Welche Aussage/n zur Mitarbeiterperspektive ist/sind richtig? (3 Punkte)
 Die „humanistische Managementtheorie“ verdeutlicht, dass die menschliche Arbeitsleistung auch durch
vielerlei psychologische und soziologische Prozesse beeinflusst wird.
 Die Hawthorne Studien verdeutlichen, dass Mitarbeiter wissensbasierter Unternehmen am besten durch
klare Zielvorgaben und Kontrollen zu höheren Leistungen motiviert werden.
 Die Mitarbeiterperspektive beschäftigt sich mit der Bedeutung des Menschen und dessen (sozialer)
Interaktion mit anderen Menschen für den Leistungserstellungsprozess im Unternehmen.
 Als Hygienefaktoren bezeichnet man Faktoren, die bei unangemessener Erfüllung zu Unzufriedenheit
führen, wie z.B. Arbeitsbedingungen, Gehalt, Arbeitsplatzsicherheit, Führungsstil der Vorgesetzten.

8. Welche Aussage/n zur normativen Perspektive ist/sind richtig? (3 Punkte)


 Eugen Schmalenbach vertrat die Auffassung, dass Unternehmen die Versorgung der Gemeinschaft mit
Gütern und Leistungen gewährleisten und damit gemeinwirtschaftlich produktiv sein sollten.
 Indem Heinrich Nicklisch fordert, dass Unternehmen gerecht sein und dem Wohle aller Beteiligten
dienen sollen, vertritt er eine normative Sicht der Betriebswirtschaft.
 Unter Corporate Governance versteht man die Gesamtheit aller rechtlichen und informellen Regeln, die
das Verhältnis der Aktionäre eines Unternehmens zum Unternehmen definiert.
 Als „Shareholder Value Philosophie“ bezeichnet man die Auffassung, dass Unternehmen im Sinne der
Unternehmenseigentümer zu führen sind und letztlich dazu dienen, den Wohlstand der Eigentümer zu
mehren.

SEITE 49 FUßZEILE
9. Welche Aussage/n zu den Rechtsformen ist/sind richtig?
 Die Gesellschafter einer Offenen Gesellschaft (OG) sind in der Leitung des Unternehmens
gleichberechtigt. R
 Der Kommanditist einer Kommanditgesellschaft (KG) haftet nur bis zur Höhe seiner Einlage und ist zur
Vertretung der Gesellschaft berechtigt.
 Der Stille Gesellschafter wird nicht ins Firmenbuch eingetragen und haftet nur mit seiner
Vermögenseinlage. R.
 Kapitalgesellschaften sind juristische Personen, die wie natürliche Personen Träger von Rechten und
Pflichten sind. R

10. Welche Aussage/n zur Aktiengesellschaft (AG) ist/sind richtig?


 Eine Vorzugsaktie berechtigt in der Regel zu einer höheren Dividendenausschüttung während auf das
Stimmrecht verzichtet wird. R
 Der Vorstand einer AG ist für die Geschäftsführung verantwortlich und wird vom Aufsichtsrat überwacht.
R
 Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG) beträgt mindestens EUR 70.000 und wird gegen
Übernahme der Aktien durch den oder die Gründer aufgebracht. R
 Eine Aktiengesellschaft (AG) muss zwingend über eine Hauptversammlung, einen Vorstand und über
einen Aufsichtsrat verfügen. R

SEITE 50 FUßZEILE
11. Welche Aussage/n zum Businessplan ist/sind richtig?
 Der Marketingplan als Teil des Business Plans beinhaltet u.a. prägnante Aussagen zum Gesamtmarkt,
die Zielgruppe, Mitbewerber der Branche sowie die Marketingstrategie.
 Im Businessplan werden die Chancen, die die Geschäftsidee mit sich bringt angeführt, während die
Risiken vernachlässigt werden, um die notwendige Finanzierung durch die Bank sicherzustellen.
 Der Finanzplan als Teil des Businessplans beinhaltet eine Plan-GuV, eine Plan-Cashflow-Rechnung sowie
eine Planbilanz.
 Im Business Plan werden die Unternehmensziele sowie die Wege, um diese zu erreichen, aufgeführt und
quantifiziert.

12. Welche Aussage/n zu Investitionsrechenverfahren ist/sind richtig?


 Die Amortisationsdauer gibt jenen Zeitraum an, innerhalb dessen das zur Investition benötigte Kapital
durch Einnahmenüberschüsse wieder zurückfließt.
 Die Annuitätenmethode, die Kapitalwertmethode sowie die Rentabilitätsrechnung zählen zu den
dynamischen Verfahren der Investitionsrechnung.
 Statische Verfahren der Investitionsrechnung verwenden in der Regel jährliche Durchschnittswerte auf
Basis von Kosten und Erlösen.
 Der interne Zinssatz ist jener Zinssatz, zu dem sich eine Investition verzinst und den höchsten
Kapitalwert liefert.

SEITE 51 FUßZEILE
13. Welche Aussage/n zur Finanzierung ist/sind richtig?
 Charakteristisch für die Fremdfinanzierung sind u.a. die regelmäßigen Tilgungszahlungen, eine feste
Laufzeit sowie die Gläubigerstellung des Fremdkapitalgebers.
 Die Finanzierung aus Rückstellungen wird der Innen- und der Eigenfinanzierung zugeordnet.
 Ziele der langfristigen Finanzierung sind sowohl die Sicherung von Investitionen als auch die
Vermeidung von Liquiditätsengpässen.
 Der Begriff Liquidität bezeichnet die Fähigkeit des Unternehmens, die bestehenden
Zahlungsverpflichtungen jederzeit uneingeschränkt erfüllen zu können.

14. Welche Aussage/n zur internen Rechnungswesen ist/sind richtig?


 Der Werteinsatz zur Leistungserstellung wird als Kosten bezeichnet.
 Der Gewinn eines Unternehmens ergibt sich aus der Differenz zwischen den Erträgen und
Aufwendungen eines Geschäftsjahres.
 Variable Kosten ändern sich mit dem Grad der Beschäftigung und sind direkt abhängig von der
Ausbringungsmenge.
 Merkmale einer Kostenstelle sind die eindeutig messbare Leistung, eindeutig zurechenbare Kosten sowie
eine klare Verantwortung für diesen Bereich.

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15. Welche Aussage/n zum externen Rechnungswesen ist/sind richtig? (2 Punkte)
 Das externe Rechnungswesen dient der lückenlosen Dokumentation finanzieller Vorgänge des
Unternehmens.
 Während die Bilanz als Momentaufnahme das Vermögen und das Kapital eines Unternehmens erfasst,
zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung als dynamische Rechnung den Erfolg eines Geschäftsjahres.
 Für die Erstellung der Bilanz muss der Bestand an Vermögen und des Kapitals ermittelt werden, um
diese dann gegenüberstellen zu können.
 Als Aufwand bezeichnet man den nach Bewertungsvorschriften bewerteten Ressourceneinsatz. Als
Ertrag bezeichnet man den nach Bewertungsvorschriften bewerteten Wertzufluss.

16. Welche Aussage/n zur Bilanz ist/sind richtig?


 Die Aktivseite der Bilanz zeigt die Mittelverwendung während die Passivseite die Mittelherkunft darstellt.
 Zum Anlagevermögen eines Unternehmens gehören immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen,
Finanzanlagen sowie Kassa- und Bankbestände.
 Kapitalrücklagen stellen Kapitalanteile dar, die von den Eigentümern eingebracht, aber nicht dem
Nennkapital zugerechnet werden.
 Anzahlungen von Kunden erhöhen den Gewinn des Unternehmens, da dadurch der Bestand an liquiden
Mitteln steigt.

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17. Welche Aussage/n zur Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist/sind richtig?
 In der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) werden die Aufwendungen und Erträge des Zeitraums
zwischen zwei Bilanzstichtagen dargestellt.
 Die Summe aus Betriebsergebnis und Finanzergebnis wird als Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit (EGT) bezeichnet.
 Kapitalgesellschaften haben die GuV nach den Regelungen des Unternehmensgesetzes nach der
Staffelform aufzustellen.
 Ein außerordentlicher Ertrag aus der Versteigerung eines Teilbetriebes erhöht das Betriebsergebnis.

18. Welche Aussage/n zur Bilanzanalyse ist/sind richtig?


 Eine hohe Anlagenintensität bedeutet, dass viel Vermögen langfristig gebunden und die Flexibilität des
Unternehmens beschränkt ist.
 Um das Vermögenspotenzial eines Unternehmens festzustellen und Aussagen über Zahlungsfähigkeit
und Vermögensstruktur treffen zu können, wird die Finanzierungsanalyse angewendet.
 Das Working Capital zeigt den Überschuss kurzfristig liquidierbaren Vermögens über die
Verbindlichkeiten des Unternehmens.
 Im Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit werden Geldflüsse abgebildet, die dem Bereich der Außen-
und Fremdfinanzierung zuzuordnen sind.

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19. Ein stahlverarbeitendes Unternehmen steht vor der Entscheidung, eine neue Anlage zur Verzinkung
von Stahl anzuschaffen. Nach Rücksprache mit der Produktionsleiterin gibt es zwei Anlagen, die in die
engere Wahl kommen. Als MitarbeiterIn der Controllingabteilung sollen Sie die nötigen Berechnungen
anstellen. Folgende Daten sind Ihnen bekannt:

Iron Man
Anschaffungswert 14.000.000 EUR 12.000.000 EUR
Nutzungsdauer 10 Jahre 8 Jahre
Absatzmenge/Jahr 150.000 Tonnen 150.000 Tonnen
Nettoverkaufspreis/Tonne 260 EUR 250 EUR
Materialeinsatz/Tonne 210 EUR 200 EUR
Personalkosten/Jahr 5.500.000 EUR 5.600.000 EUR
Wartung/Jahr 54.000 EUR 70.000 EUR

Führen Sie eine Investitionsanalyse durch und kreuzen Sie die richtige/n Aussage/n an!
 Auf Basis der Gewinnvergleichsrechnung sollte in Anlage Iron investiert werden.
 Auf Basis der Renditevergleichsrechnung sollte in Anlage Man investiert werden.
 Auf Basis der Amortisationsrechnung sollte in Anlage Man investiert werden.
 Die durchschnittlichen Rückflüsse der Anlage Iron betragen 1.946.000.

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20. Die Sleep Well GmbH erzeugt Gesundheitsmatratzen. Um Kapazitäten für die neue Bio-Linie frei zu bekommen,
überlegt man, die Produktion der älteren Modelle auszulagern. Als ControllerIn sollen Sie die Kalkulation zur
Entscheidungsfindung durchführen. Folgende Daten stehen Ihnen zur Verfügung:
 Der Verkaufspreis einer Bio-Matratze liegt bei EUR 720.
 Es wird mit einem Absatz von 5.500 Stück gerechnet.
 Folgende Kosten fallen bei Selbstproduktion an: Der Materialeinsatz pro Stück beträgt EUR 160, die Lohnkosten
liegen bei EUR 190 pro Stück und es fallen sonstige variable Kosten in Höhe von EUR 40 pro Stück an. Die
Fixkosten bei Selbstproduktion betragen EUR 94.000.
 Die AKEI AG ist bereit, 5.500 Stück zu einem Fixpreis von EUR 2.789.000 zu liefern.

Führen Sie die Kalkulation für die Eigen- und Fremdfertigung durch und kreuzen Sie die richtige/n
Aussage/n an!
 Der Gewinn bei Eigenfertigung ist um EUR 550.000 höher als bei Fremdfertigung.
 Der Gewinn bei Eigenfertigung beträgt EUR 1.815.000.
 Die Gesamtkosten bei Eigenfertigung betragen EUR 2.239.000.
 Die Fremdfertigung ist der Eigenfertigung vorzuziehen, da der Gewinn um EUR 94.000 höher ist.

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21. Ihnen liegen folgende Daten der Austria Blech GmbH vor, anhand deren Sie die GuV erstellen sollen:

Materialaufwand 23.700
Personalaufwand 12.900
Abschreibung 1.900
Mietaufwand 5.700
Erträge aus Wertpapieren 1.800
Zinsaufwand 5.200
Umsatz 93.500

Der Steuersatz beträgt 25%.

Erstellen Sie die GuV der Austria Blech GmbH und kreuzen Sie die richtige/n Aussage/n an!
 Das Finanzergebnis beträgt EUR -5.200.
 Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt EUR 34.425.
 Das Betriebsergebnis beträgt EUR 45.900.
 Das EGT beträgt EUR 49.300.

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22. Sie möchten das im bisherigen Verlauf Ihres Studiums erworbene Wissen testen und eine Bilanzanalyse
durchführen. Da Ihr Vater Mitarbeiter in der Umweg AG ist, nehmen Sie die Bilanz dieses Unternehmens
heran:

Die Verbindlichkeiten sind zu 65% kurzfristig, bei den Forderungen sind EUR 9.867 langfristig. Im
vergangenen Jahr hat die Umweg AG einen Umsatz in Höhe von EUR 100.000 erwirtschaftet.

Führen Sie die Bilanzanalyse der Umweg AG durch und kreuzen Sie die richtige/n Aussage/n an!
Runden Sie auf Ganze!
 Die Liquidität 2. Grades beträgt 120 %.
 Die Fremdkapitalquote beträgt 54%.
 Die Umsatzrentabilität beträgt 59%.
 Die Sachanlagenintensität beträgt 21%.

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23. Die Unex AG stellt u. a. Skihelme her, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Für die Wintersaison 2011/12 soll eine
neue High-Tech Generation an Helmen eingeführt werden. Als MitarbeiterIn der Controllingabteilung wurden Sie
mit der Breakeven-Analyse für die neue Helmserie betraut. Folgende Daten liegen Ihnen vor:

Da für die kommende Wintersaison eine generelle Helmpflicht erwartet wird, geht die
Marketingabteilung von einer Verkaufsmenge von 6.000 Stück aus. Kommt das Gesetz nicht,
rechnet man nur mit 3.000 Stück.

Führen Sie die Breakeven-Analyse für die Unex AG durch und kreuzen Sie die richtige/n
Aussage/n an!
 Die Breakeven-Menge beträgt 4.334 Stück Skihelme.
 Der Breakeven-Umsatz beträgt EUR 693.440.
 Bei einer Absatzmenge von 6.000 Stück wird ein Gewinn von EUR 135.000 erzielt.
 Bei einer Absatzmenge von 3.000 Stück wird ein Verlust von EUR 80.040 erwirtschaftet.

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24. Als PraktikantIn in der Winterberger AG sind Sie damit beauftragt, die Cashflow Rechnung für das
kommende Jahr zu erstellen. Folgende Daten liegen Ihnen dafür vor:

Ermitteln Sie den Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (CF I), den Cash Flow aus der
Investitionstätigkeit (CF II) und den Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit (CF III) und
kreuzen Sie die richtige/n Aussage/n an!

 Es wird ein Zahlungsmittelüberschuss von EUR 47.600 erwirtschaftet.


 Der CF I beträgt EUR 86.100.
 Der CF II beträgt EUR 45.100.
 Der CF III beträgt EUR - 15.000.

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