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Rainer Schmalz-Bruns

Ansätze und
Perspektiven der
Institutionentheorie
Eine bibliographische und
konzeptionelle Einführung
Reiner Schmalz-Bruns
Ansätze und Perspektiven der Institutionentheorie
Rainer Schmalz·Bruns
unter Mitarbeit von Rainer Kühn

Ansätze und Perspektiven


der Institutionentheorie
Eine bibliographische und konzeptionelle
Einführung

~ Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH


CIP-Titelaufnahme der Deutschen Bibliothek

Schmal:z:-Bruns, Rainer:
Ansätze und Perspektiven der Institutionentheorie : eine
bibliographische und konzeptionelle Einführung/
Reiner Schmalz-Bruns. Unter Mitarb. von Reiner Kühn.
-Wiesbaden: Dt. Univ.-Verl., 1989
ISBN 978-3-8244-4013-9 ISBN 978-3-322-93831-2 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-322-93831-2

Der Deutsche Universitäts-Verlag ist ein Unternehmen der Verlagsgruppe Bertelsmann.

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1989


Ursprünglich erschienen bei Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1989

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beitung in elektronischen Systemen.
0. Vorwort

Die vorliegende Arbeit ist aus dem Diskussionszusammenhang der Sektion "Politi-
sche Theorie und Ideengeschichte" in der DVPW hervorgegangen, die seit einigen Jah-
ren auf kontinuierlich stattfindenden Arbeitstagungen in fachübergreifender Perspektive
das Projekt einer Theorie politischer Institutionen verfolgt hat. Dabei haben gerade die
Diskussionen mit Vertretern sozialwissenschaftlicher Nachbardisziplinen schnell gezeigt,
daß auch die politikwissenschaftliche Durchführung eines solchen Projekts von vorn-
herein durch die konzeptuellen Unschärfen belastet ist, die die Verwendung des Institu-
tionenbegriffs fast durchgängig begleiten. Deshalb habe ich gern die Anregung der Pro-
fessoren Herrnbach und Göhler aufgegriffen, die politikwissenschaftlichen Fragestellun-
gen in der allgemeinen sozialwissenschaftliehen Diskussion zu situieren, nach möglichen
konzeptuellen Anschlüssen zu suchen und dies mit einem bibliographischen Überblick
über die einschlägige Literatur zu verbinden.

Herr Prof. Dr. Gerhard Göhler hat es übernommen, dieses Projekt, das dankens-
werter Weise von der DFG durch eine Sachbeihilfe gefördert wurde, zu betreuen. Damit
hat er nicht nur für den institutionellen Rahmen der Durchführung gesorgt, sondern er
hat die Arbeit über den gesamten Zeitraum interessiert und kritisch begleitet und so ent-
schieden zu deren Abschluß beigetragen.

Der Bericht, den ich nunmehr vorlegen kann, wäre so allerdings ohne das weit über
seine Verpflichtungen hinausgehende Engagement Rainer Kühns nicht entstanden.
Rainer Kühn war nicht nur wesentlich an den bibliographischen Arbeiten beteiligt, son-
dern er hat darüber hinaus das Register erstellt und war schließlich in mühevoller Klein-
arbeit auch für die Herstellung einer publikationsfähigen Druckvorlage verantwortlich.
Ihm ist vor allem und in erster Linie zu danken.

Lüneburg, August 1988 Rainer Schma/z-Bruns


INHALT

I. EINLEITUNG 1

II. NOTIZEN ZUM FORSCHUNGSSTAND 18

II.l. ALWEMEINE HINWEISE 18

11.2. POLITIKWISSENSCHAFfLICHE ANSÄTZE 29


11.2.a. Modernisierungs- und Entwicklungstheorien 30
11.2.b. Institution-buHding 37
11.2.c. Neo-Institutionalismus 39
11.2.d. Staatstheorie 43

11.3. SOZIOLOGISCHE ANSÄTZE 47


11.3.a. Ordnungstheorie und Handlungstheorie -
Zur Beschreibung des Problems 50
11.3.b. Systemtheoretische Ansätze 53
11.3.c. Handlungstheoretische Ansätze 58
11.3.d. Rationalisierungstheorien 68

11.4. ERWEITERUNG DES DISZIPLINÄREN FOKUS 73


11.4.a. Biopolitics 74
11.4.b. Ökonomische Institutionentheorie 78
11.4.c. Politische Institutionen und das Recht 86
11.4.d. Politische Anthropologie 95
11.4.e. Praktische Philosophie 98

11.5. ZUSAMMENFASSUNG 100


vm
III. BIBLIOGRAPHIE 103

III.l. ALLGEMEINES 103

111.2. POUTIKWISSENSCHAFfUCHE ANSÄTZE 107


Politische Theorie und Institutionen 107
III.2.a. Modernisierungs- und Entwicklungstheorien 116
III.2.b. Institution-buHding 123
III.2.c. Neo-Institutionalismus 125
III.2.d. Staatstheorie 128

111.3. SOZIOLOGISCHE ANSÄTZE 132


III.3.a. Klassiker 132
Ill.3.b. Systemtheoretische Ansätze 139
III.3.c. Handlungstheoretische Ansätze 143
111.3.d. Rationalisierungstheorien 149

III.4. WEITERE SOZIALWISSENSCHAFILICHE ANSÄTZE 155


III.4.a. Biopolitics 155
111.4.b. Ökonomische Institutionentheorie 157
111.4.c. Rechtstheorie 171
III.4.d. Politische Anthropologie 177
III.4.e. Praktische Philosophie 185

IV. INDEX 191


I. EINLEITUNG

"Der Begriff der Institution hat eine große Vergangenheit und eine unsichere
Zukunft."

Mit dieser lapidaren Feststellung leitet WILLKE (1987: 162) einen neueren
Lexikonartikel -zum Begriff 'Institution' ein, und man kann dies durchaus fast als
Warnung lesen, von diesem Thema doch lieber die Finger zu lassen. Versucht man es
trotzdem, könnte es einem wie jenem Anthropologen gehen, von dem CLAESSENS (1980:
llf) berichtet: Der Forscher, der in das Gebiet der Anthropologie einzudringen
versucht, wirdangesichtsder fast überirdischen Gewalt großer Vordenker und der Viel-
fältigkeit der Erscheinungsformen evolutionistischer Theoriebildung niedergedrückt und
zur bescheidenen Einkehr gezwungen.
Das ist aber nur die eine Seite des Problems einer 'großen Vergangenheit'. Die
andere Seite ist häufig die, daß die Väter ihr Erbe nicht eindeutig geregelt haben und so
den Streit der Erben - und damit die Neuaufnahme des Themas - regelrecht provozie-
ren.
Schlimmer noch wird die Lage, wenn - um im Bild zu bleiben - unterschiedliche
Testamente auftauchen, und man keine Möglichkeit hat, deren Echtheit (oder wie es in
wissenschaftlichen Kontexten heißen sollte: deren Wahrheit) zu prüfen. Eine oft ge-
wählte Lösung ist dann, die unüberschaubare Lage durch Sichtung und Auswertung von
Definitionen wie durch die Sichtung und Auswertung der unterschiedlichen Sichtungs-
versuche aufzuklären und sich dadurch langsam so etwas wie einem kleinsten gemein-
samen Nenner zu nähern. Das ergibt dann die Situation, die schon MAssiNG in bezugauf
die Institutionentheorie beklagt hat, wenn er schreibt, daß der Institutionenbegriff

"in der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur häufig nicht nur unscharf und
mit verschiedenen Bedeutungen gebraucht (wird), sondern auch in einer sprach-
lichen Allgemeinheit, die sich kaum präzisieren läßt" (Massing 1979: 184f).

Soweit zur Vergangenheit, nun zur Zukunft. Da ist zunächst einmal festzustellen,
daß sich im Bereich systematisch angelegter Gesellschaftstheorien Ansätze in den Vor-
dergrund geschoben haben, in denen der Institutionenbegriff kategorial marginalisiert
ist und nur noch illustrativ, sozusagen als Referenz an umgangssprachlich gesteuerte
Wahrnehmungen, verwendet wird.
Dabei ist nun nicht entscheidend, sich darauf festzulegen, ob diese Tendenz ent-
gegen dem ersten Anschein schon mit PARSONS eingesetzt hat, oder ob erst die Werke
von HABERMAS und LUHMANN hier so etwas wie einen Schlußstrich ziehen -
2

nachdenklich stimmen sollte jedoch, daß der Institutionenbegriff gerade in jenen theore-
tischen Kontexten, in denen er seine Karriere begann, keine tragende Verwendung
mehr findet. Das ist nun soweit erklärlich, als sich offensichtlich die Attraktivität des
Begriffs in gesellschaftstheoretischen Kontexten aus den tatsächlichen (oder vermeint-
lichen) Stabilisierungsleistungen von Institutionen selber speiste - indem sich dies aber
zunehmend als moderne Fiktion erwies, und die Stabilität der Institutionen als nur
scheinbare herausstellte, konnte davon die Attraktivität des Begriffs nicht unberührt
bleiben.

Soweit die groben Züge einer möglichen theoriegeschichtlichen Diagnose, die,


sollte sie sich als zutreffend herausstellen, in der Tat keine gute Prognose für das hier zu
vertretende Projekt einer Theorie politischer Institutionen zuließe oder dieses zumin-
dest unter starken Rechtfertigungsdruck stellte.

Nun kann man andererseits wohl zu Recht dagegen einwenden, daß auch theore-
tische Begriffe Konjunkturen haben, die keineswegs ausschließlich von innerwissen-
schaftlichen Aspekten bestimmt sind: Vielmehr sind gerade die Sozialwissenschaften
darauf angewiesen, ihre Begrifflichkeit in Anschluß an gesellschaftliche Entwicklungen
und sozusagen im Dialog mit sozialen und politischen Akteuren sowie in Auseinander-
setzung mit deren Versuchen der Selbstthematisierung auszuarbeiten - darauf haben
jüngst noch einmal ausdrücklich EVERs/NowoTNY in einer historisch angelegten Studie
zu den Konstitutionszusammenhängen sozialwissenschaftliehen Wissens hingewiesen
(Evers/Nowotny 1987).
Und so zeigt sich an Themen wie der Dialektik wohlfahrtsstaatlicher Emanzipa-
tion, die unversehens in eine bürokratische "Kolonialisierung der Lebenswelt" (Haber-
mas 1981 und 1985) umzuschlagen droht, wie an der Frage nach dem Verhältnis von ge-
sellschaftlicher und technischer Entwicklung unter Stichworten wie der 'Sozialverträg-
lichkeit von Technologien' resp. der 'Technikverträglichkeit der Gesellschaft', wie an
der Frage nach den Steuerungskapazitäten moderner und komplexer Gesellschaften, die
mit dem Problem der 'Rationalisierung des Zusammenspiels zwischen rationalisierten
Teilsystemen', das Offe (1986: 163) als 'Modernisierungsproblem zweiter Ordnung' cha-
rakterisiert, daß der praktische wie theoretische Anlaß einer Theorie der Institution,
den SCHELSKY allgemein als Frage nach der Vermittlung von Individuum und Gesell-
schaft beschrieben hat (Schelsky 1980), keineswegs obsolet ist.

Es scheint also insgesamt ausreichende Gründe dafür zu geben, die Formel WILL-
KES von der "offenen Zukunft" des Institutionenbegriffs programmatisch umzukehren
3

und von einer zu eröffnenden Zukunft zu sprechen - dem Rechtfertigungsdruck auf ein
Projekt zur Theorie politischer Institutionen stehen vermutlich fundierte Recht-
fertigungsgründe gegenüber.

Ich möchte diesen Eindruck nunmehr in vier Schritten kurz soweit präzisieren, daß
dabei eine Vorstellung des Argumentationsbedarfs wie der damit verbundenen theore-
tischen Perspektiven entsteht (1), so daß daraus die Struktur der bibliographischen
Suchbewegungen und Kommentare im Hauptteil abgeleitet werden können. Ich stelle
also zunächst die Selektionskriterien zusammen, die uns bei der Erstellung der Biblio-
graphie geleitet haben (2), um dann den Aufbau der Arbeit zu erläutern (3). Ab-
schließen werde ich die Einleitung mit dem unvermeidlichen Hinweis auf die prinzi-
piellen Einschränkungen, denen die bibliographische Besichtigung eines noch nicht
explorierten Forschungsfeldes unterliegt (4).

(1) Am Anfang der Beschäftigung mit einer Theorie politischer Institutionen


stehen Irritationen, die sich aus der Gegenüberstellung einer kompakten phänomeno-
logischen Gegenstandsgewißheit einerseits, und der Unsicherheit über die analytische
Verwendungsweise, den methodischen Einführungskontext und die normativen Bezugs-
punkte des Institutionenbegriffs andererseits ergeben.
·Diese Spannung konnte in der Politikwissenschaft, anders als in der Soziologie, der
ökonomischen Theorie oder der Rechtstheorie, in denen die Einführung und Entwicklung
des Institutionenbegriffs von vornherein an wissenschaftliche Erklärungsprobleme und
damit an eine methodische Selbstreflexion der Theoriebildung gebunden war, lange Zeit
schon deshalb unterdrückt werden, weil hier der Staat als Referenzpunkt politischer
Theoriebildung als Inbegriff eines Institutionenverständnisses gelten konnte, an das sich
- assoziativ - eine intuitive und durch eine lange Tradition fraglos gewordene Be-
deutungsexplikation anschließen konnte.
Obwohl dieses theoretisch etwas naive Verständnis (Politikwissenschaft hat es
selbstverständlich und zentral mit politischen Institutionen zu tun!) auch heute noch
mitgeschleppt wird und u.a. in der neo-institutionalistischen Policy-Analyse zu
Erklärungszwecken aktiviert wird, scheint es möglich, gerade auf der Basis der zitierten
Differenzerfahrung zwischen methodischer und phänomenologischer Einführung des
Begriffs eine neue Runde der politikwissenschaftlichen Institutionentheorie zu eröffnen.
Man kann zu diesem Zweck zunächst einmal jenen politischen Prozessen und
Entwicklungen nachgehen, durch die nun gerade auch die normativen Präokkupationen
einer sich institutionalistisch verstehenden Politikwissenschaft nachhaltig irritiert wur-
4

den (a). Das böte dann Anlaß dazu, die politische Theorie selbst den Herausforde-
rungen moderner Gesellschaftstheorien zu öffnen und eine methodische Selbstreflexion
in Gang zu setzen, über die der Anschluß an die theoretischen Entwicklungen in den
Nachbardisziplinen erst gesucht werden könnte - dies möchte ich anhand der metho-
dischen Grundentscheidungen, die der Einführung und Entwicklung der Konzepte von
Handlungs- und Systemtheorie zugrundeliegen, kurz andeuten (b).
Aber selbst wenn diese Argumente, die für Institutionentheorie sprechen, soweit
zu akzeptieren sind, bleibt das Problem, ob und ggf. in welcher Weise eine Theorie poli-
tischer Institutionen als besonderer Gesichtspunkt eingeführt werden sollte (c).

( a) Mit der lapidaren Feststellung, daß "Politikwissenschaft es zentral mit Institu-


tionen zu tun habe", charakterisiert GöHLER (1987) zutreffend sowohl die kompakte
Gegenstandsgewißheit einer sich nach den institutionellen Ausdrucksformen des politi-
schen Prozesses (Regierung, Parteien, Parlament, Verbände etc.) organisierenden und
differenzierenden Politikwissenschaft, als auch deren ordnungstheoretische Präokkupa-
tionen, der die politische - und d.h. schließlich auch herrschaftsbezogene - Form der
Selbstorganisation und -steuerung einer sich zunehmend individuierenden Gesellschaft
selbstverständlich geworden ist.
Auf dieser Linie liegen auch noch gänzlich jene normativen Traditionen, die, in-
dem sie von der Notwendigkeit der externen Steuerung von Gesellschaft ausgehen und
aus diesem Grund implizit an der Differenz von Staat und Gesellschaft festhalten, die
normative Bindung der Institutionen an Verfassungstraditionen oder - in Anknüpfung
an das klassische Erbe - an Prinzipien des guten und gerechten Lebens einklagen.
Nicht erfaßt sind damit allerdings Traditionen, die auf die Fähigkeit der sozialen
Selbstorganisation setzen und in gewisser Weise von der Komplementarität von Pro-
zessen der Individuation und der Vergesellschaftung (HABERMAS) ausgehen - die Aus-
arbeitung einer solchen Perspektive hat man weitgehend der Soziologie überlassen, um
sie dann, aus der Sicht der institutionell orientierten Politikwissenschaft, mit dem Ver-
dikt des "institutionellen Defizits" (so etwa u.a. Bermbach 1984) zu belegen.

Wenn also Politikwissenschaft es in dieser Weise traditionell mit Institutionen zu


tun hat, dann hat sie es konzeptionell vor allem mit der Beschreibung der Mechanismen
der gesellschaftlichen Implementation politischer Herrschaft - also mit Steuerung - zu
tun. In diesem Kontext figuriert dann zentral der Topos der "Herstellung und Durch-
führung allgemeinverbindlicher Entscheidungen" (beispielhaft: Göhler 1987, vgl. unten),
legitimatorisch abgestützt durch das Paradigma der repräsentativen oder Mehrheits-
demokratie und realisiert im Medium des Rechts in der Rechtsform des Legalismus.
5

Nun sind Zweifel an dieser institutionalistischen Orientierung nicht nur unter dem
Titel einer 'Theorie der Modeme' - paradigmatisch etwa in der WEBERsehen Differenz
von kultureller Rationalisierung einerseits und gesellschaftlicher Modernisierung als
bürokratischer Selbststeigerung andererseits - seit langem bekannt, sondern es scheint
so, daß faktische Entwicklungen der letzten Jahre gleichsam auch die Voraussetzungen
einer solchen Ausrichtung zu erodieren beginnen. Ich nenne stichwortartig
zum einen die im Zusammenhang gesellschaftlicher Differenzierung manifest gewor-
denen Zweifel an der Funktionstüchtigkeit des Mehrheitsprinzips (Guggenberger/Offe
1984). Die von OFFE m.E. auf den Begriff der "reflexiven Mehrheitsregel" gebrachte
Pointe dieser Diskussion ist, daß die Fähigkeit zur Herstellung von Entscheidungen in
zunehmendem Maße an deren Entparlamentarisierung und Dezentralisierung - wenn
man so will: an eine Vergesellschaftung von Politik- gebunden ist;
zum zweiten sind die Erfahrungen mit der Dialektik der politischen Steuerung gesell-
schaftlicher Prozesse qua interventionistischem Recht (Bürokratisierung, Kolonialisie-
rung der Lebenswelt, Implementationsprobleme) so massiv geworden, daß die
Politikwissenschaft genötigt war, dieser 'konventionellen' Rechtsorientierung Vor-
stellungen 'postkonventionellem' Rechts (vgl. Görlitz 1987) entgegenzusetzen. Diese
Entwicklung kann man - wenigstens was Theorien des prozessualen und des reflexi-
ven Rechts angeht - ebenfalls auf der Linie einer Entinstitutionalisierung des Rechts
und damit der Vergesellschaftung des zentralen Steuerungsmediums abtragen;
schließlich wird damit die Vorstellung einer an die Wirkung politischer Institutionen
gebundenen Steuerung der Gesellschaft insgesamt problematisch, und zwar nicht nur in
Hinblick auf die Frage der Rationalitätskriterien politischer Steuerung (Kitschelt
1985: 202), sondern in bezug auf die Frage nach der Steuerbarkeit komplexer Gesell-
schaften überhaupt (Luhmann 1986b, Offe 1986 und 1987 sowie Willke 1987a/b).

OFFE geht im Kern davon aus, daß es gerade jene Institutionen sind, mit denen
moderne Gesellschaften ihre Optionalität durch Kontingenzerweiterung und Tradi-
tionsvernichtung gesteigert haben, wie Markt, demokratischer Rechtsstaat und bürokra-
tische Verwaltung, welche die Gesellschaft zugleich mit einer ungeahnten Rigidität und
Starrheit überzogen haben. Und dies aus zwei Gründen: Einmal, weil die Institutionen
der sektoralen Optionssteigerung selbst nicht mehr disponibel sind, und zum zweiten,
weil sie in der Steigerung je spezifischer Optionen einer jeweils spezifischen Rationalität
folgen.

Das ruft nun wiederum das Problem der Koordinierung und der Kompatibilität
hervor, so daß man mit guten Gründen -wie OFFE- von einer institutionellen Selbst-
blockade moderner Gesellschaften sprechen kann (Offe 1986: 149ff). In dieser Situation
tritt dann die Vorstellung einer Null-Option als Utopie moderner Gesellschaften her-
vor: Nur im Verzicht -so die These OFFEs- auf Optionssteigerungen werden Prozesse
der Deinstitutionalisierung als Dezentralisierung o.ä. möglich, mit denen die Gesell-
6

schaft eine gewisse Elastizität und damit eine Optionalität in bezug auf Zukunfts-
entwürfe zurückerlangen könnte (Offe 1986: 166ff).

So etwa sind wohl die Herausforderungen zu skizzieren, denen sich eine Theorie
politischer Institutionen zu stellen hätte. Meine These ist also, daß es in einem solchen
Projekt nicht darum gehen kann, lediglich das klassische Institutionenverständnis der
Politikwissenschaft mit neuen Argumentationsstrategien zu untermauern und so 'alten
Wein lediglich in neue Schläuche zu gießen', sondern es sollte eine neue Runde der
Institutionentheorie eröffnet werden.
Eine solche Diskussion hätte - so möchte ich den vorgetragenen Gedanken zu-
sammenfassen - an Institutionalisierungsproblemen zweiter Ordnung anzusetzen, also
an der Frage nach den Bedingungen gesellschaftlicher Selbstorganisation und Selbst-
steuerung. Institutionen wären dann vielleicht als Systeme der Organisation sekundärer
Elastizitäten gesellschaftlicher Modernisierungs- und Entwicklungsprozesse zu konzipie-
ren.
Unter diesem Aspekt erschließen sich nicht nur interessante neue Fragestellungen,
wie sie etwa in einer jüngeren Studie bei DouGIAS (1986) unter dem Titel "How Institut-
ions Think" durch den Versuch einer kognitivistischen Deutung des Institutionenbegriffs
hervortreten, sondern ich vermute, daß erst auf dieser Ebene die Rezeption vor allem
der neueren Theorieentwicklungen in der Soziologie fruchtbar wird.

(b) Eine systematische Theorie politischer Institutionen sollte beanspruchen


können, die Geschichte der Institutionen sowie die Geschichte der Theorie über Institu-
tionen als Entwicklung zu rekonstruieren. Dieser Anspruch ist nun nicht selbstverständ-
lich und muß begründet werden, bevor die sich daraus ergebenden Konsequenzen als
Anforderungsprofil einer Theorie politischer Institutionen zu skizzieren sind.
So ließen sich in diesem Zusammenhang drei Typen von Gründen vorstellen:
- Zunächst könnte ein forschungsstrategisches Argument lauten, daß nur so der
Fragehorizont historisch-deskriptiver Analysen überschritten werden kann in Richtung
auf die Entzifferung von Strukturen, die gleichsam als Grammatik der Ereignis-
geschichte fungieren. Die Mittel der geschichtlichen Analyse und Darstellung sind auch
in der Politikwissenschaft unter theoriegeschichtlichen Gesichtspunkten längst elabo-
riert und erprobt.
Andererseits besitzen wir keine zureichenden Kenntnisse über die begrifflichen
Konsequenzen, die ein strukturanalytischer Ansatz in sozialwissenschaftlicher Perspek-
tive nach sich zieht sowie über deren mögliche Bearbeitung: Hier besteht sowohl die
7

Herausforderung wie auch die Möglichkeit des sozialwissenschaftliehen Anschlusses an


große philosophische Traditionen.
- Mit der Beschreibung eines solchen Bezugshorizonts von Institutionentheorie
ergeben sich zwei weitere methodisch relevante Probleme, die dann ihrerseits einsichtig
machen, warum man einen derart anspruchsvollen Theorietypus anstreben sollte, will
man ernsthaft von einer Theorie politischer Institutionen reden. Einerseits verhalten
sich systematische Theorie und ein ideengeschichtlicher Ansatz zueinander selbst wie
Struktur zu Prozeß.
Das hat zur Folge, daß kein originär theoriengeschichtlicher Beitrag zu einer
Theorie politischer Institutionen möglich ist, weil in systematischer Perspektive histo-
rische Theorieformen nur noch als Bezugspunkte der methodischen Selbstreflexion
systematischer Theorie fungieren, an denen diese dann gleichsam ihre eigene Ge-
schichte erläutern kann. Damit aber ist man auf einen nicht-deskriptiven, rekonstrukti-
ven Theorietyp festgelegt: Wie fast alle Utopien letztlich zeigen, läßt sich Theorie nicht er-
zählen.

- Das aber bedeutet nun andererseits, daß die Differenz von normativer und
analytischer Theorie durch einen - wie das hier genannt werden soll - gesellschaftstheo-
retischen Ansatz einzubeziehen ist: Die normativen Implikationen einer systematischen
Theorie der politischen Institutionen dürfen nicht mehr durch voluntative oder durch
bloß philosophische Begründungsakte gleichsam von Außen in die Theorie eingeführt
werden; sie müssen sich vielmehr aus der Struktur institutioneller Entwicklung material
ergeben und sich in diesen methodisch objektivieren Jassen.

Die Theorietypen, die auf diese Anforderungen einer reflexiven Ge-


sellschaftstheorie reagieren und die in der Person ihrer Protagonisten HABERMAS und
LUHMANN die Diskussion (wohl nicht nur in der Bundesrepublik) beherrschen (vgl.
Giddens 1984: Einleitung), sind die Handlungstheorie einerseits und die Systemtheorie
andererseits.
Systemtheorie und Handlungstheorie (in ihren unterschiedlichen Ausformungen)
stellen unterschiedliche Strategien dar, auf die Frage der Möglichkeit sozialer Ordnung
unter der Bedingung von Komplexität (und das heißt vor allem auch: der geschichtlich
zunehmenden Individualisierung sozialer Handlungssubjekte) zu reagieren. Dabei setzt
Handlungstheorie allgemein auf die Emergenz von Interaktionsstrukturen und versucht,
im Bezugsrahmen von Intersubjektivität Vergesellschaftung und Individuierung als
simultane Prozesse zu erfassen; Systemtheorie setzt dagegen generell auf die Eigen-
sinnigkeit höherstufiger Ordnungsleistungen, die sich hinter dem Rücken von Subjekten
aufbauen und die als unverfügbare Horizonte von Handeln zugleich die Bedingung der
8

Möglichkeit von Handeln als eines singulären Aktes darstellen - das Faktum der Indi-
vidualität verweist paradoxerweise auf die Objektivität sozialer Ordnung.
Beide Strategien nun haben reziproke Schwächen, die sich für die Zwecke eines
institutionentheoretischen Ansatzes ausbeuten ließen: Einerseits sitzen interaktioni-
stische Theorien in der Generalisierung von 'face-to-face' Beziehungen leicht einem
hermeneutischen Idealismus auf, der in gewisser Weise durch die seit der MARXschen
Kapitalanalyse unabweisbare Tatsache diskreditiert ist, daß es objektive gesellschaft-
liche Strukturen gibt, die durch individuelle Handlungsmotive hindurchgreifen; anderer-
seits muß es aus handlungstheoretischer Sicht als Reifikation eines Systemprogramms
erscheinen, die Genese und Stabilisierung gesellschaftlicher Ordnungen als subjektloses
Prozessieren von Differenzen zu fassen, wie dies LUHMANN in seiner "Theorie sozialer
Systeme" plausibel machen möchte.

In einer solchen Lage wird die Frage nach der Möglichkeit einer Theorie poli-
tischer Institutionen zur Frage nach der begrifflichen Vermittelbarkeit dieser eben kurz
skizzierten Paradigmen. Weder darf Institutionentheorie auf den Systembegriff einfach
verzichten, soweit dieser ein Moment an Objektivität festhält, das man nicht normativ
zum Verschwinden bringen kann; noch kann Ordnungstheorie andererseits die Vorstel-
lung emergenter Subjektivität aufgeben, und das nicht nur, um ihre Anschlußfähigkeit
an große Traditionen der soziologischen Theoriebildung herzustellen - sowohl unter
genetischen Aspekten als auch als Teil der Plausibilisierung eines immanenten
Normativitätsbezugs gesellschaftlicher Ordnung ist der handlungstheoretische Bezugs-
rahmen unaufgebbar.
Man könnte vielleicht sagen, daß Ordnungstheorie systemtheoretische Ansätze unter
der Führung von Handlungstheorie auszubeuten hat- 'Institution' wäre dann sozusagen die
perspektivische und begriffliche Vennittlung. Dies vorausgesetzt, bieten sich mehrere Strate-
gien der Verknüpftmg von Handlungs- und Systemtheorie an.
Zunächst einmal gäbe es die Möglichkeit, beide Ansätze analytisch gleichsam
hintereinanderzuschalten, um sich so additiv die Vorteile der jeweiligen Theoriestrate-
gien zu sichern - die Gefahr liegt hier eindeutig in der Reifikation nicht vermittelter Be-
grifflichkeiten zu einem dualistischen Gesellschaftskonzept (so angelegt bei der, fast zur
Trennung werdenden Unterscheidung von System und Lebenswelt bei HABERMAS, die in
gewisser Weise auch EDER in seinem jüngsten Versuch übernimmt, Gesellschafts-
geschichte als Lernprozeß zu beschreiben).
Eine andere Strategie könnte darin bestehen, handlungstheoretische Annahmen
konzeptionell in die Systemtheorie einzubauen - man müßte dann wohl an LUHMANN
vorbei zurück zu PARSONS und dessen Fassung des Institutionenbegriffs
9

kommunikationstheoretisch erläutern (und nicht voluntaristisch, wie das MONcH unter


dem Titel: ''Die Struktur der Modeme" getan hat).
Eine dritte Variante ergibt sich m.E. anhand der Bemühungen von HoNNETH und
JoAs, aber auch von REHBERG, intersubjektivitätstheoretisch direkt zu einem Begriff der
Institution vorzustoßen, ohne die Nachteile verstehender Ansätze in Kauf nehmen zu
müssen. Diese Strategie scheint im Augenblick noch wenig elaboriert - ich habe aller-
dings den Eindruck, als bereite sich hier die Durchführung eines handlungstheoretischen
Paradigmenwechsels von Kommunikation zu Mimesis vor, mit dem man. dann u.a. an
den Darstellungsbegriff bei GEHLEN und an Entwicklungen in der französischen Gesell-
schaftstheorie, die mit dem Namen CASTORIADIS' verbunden sind, anknüpfen könnte.

Natürlich kann und soll die Diskussion hier nicht entschieden werden - die Funk-
tion dieser kurzen Skizze besteht vielmehr darin, das Feld für eine Theorieexploration
abzustecken, auf dem institutionentheoretisch relevante Funde vermutet werden dürfen.

(c) Daß die politische Theorie noch einige Schwierigkeiten hat, sich auf die
(immer wieder geforderte) Interdisziplinarität systematisch einzustellen, zeigt sich schon
daran, daß die Phase des vorsichtigen Abtastens, die häufig von ekklektizistischen De-
finitionsversuchen begleitet ist, noch nicht überwunden scheint. Dies möchte ich bei-
spielhaft an einem Vorschlag erläutern, den GöHLER gemacht hat.
~ (1987a: 17/18} setzt mit folgender Definition ein:

"Institutionen sind relativ auf Dauer gestellte, durch Internalisierung verfestigte


Verhaltensmuster mit regulierender sozialer Funktion. Sie sind relativ stabil und
damit auch von einer gewissen zeitlichen Dauer; ihre Stabilität beruht auf der
temporären Verfestigung von Verhaltensmustern. Sie sind insoweit verinnerlicht,
daß die Adressaten ihre Erwartungshaltung, bewußt oder unbewußt, auf den ihnen
innewohnenden Sinn ausrichten. Institutionen sind prinzipiell überpersönlich und
strukturieren menschliches Verhalten; sie üben insoweit eine Ordnungsfunktion
aus. In diesem Sinne sind politische Institutionen Regelsysteme der Herstellung
und Durchführung allgemeinverbindlicher Entscheidungen; ... "
und führt dann aus, was er mit dieser Definition beschreiben will:

"... im engeren Sinne den Staat mit Regierung (Staatsoberhaupt, Kabinett, Mini-
sterien}, Parlament, Verwaltung, Gerichten, föderativen und kommunalen Einrich-
tungen; im weiteren Sinn gesellschaftliche Organisationen (Parteien, Verbände,
Massenmedien... ) ... "

Ich habe hier ausnahmsweise deshalb so ausführlich zitiert, weil dieser Versuch
symptomatisch die Schwierigkeiten ausdrückt, vor der eine Theorie politischer Institu-
tionen steht. Welche nun sind diese Symptome?
10

Zunächst fällt eine Vermischung mehrerer Theorietraditionen auf: So werden in


der einleitenden Bestimmung Elemente aus interaktionistischen Zusammenhängen mit
dem Ansatz der PARSONSschen Theorie einfach zusammengelesen, Institutionen analog
dem psychischen Mechanismus der Internalisierung zu bestimmen, so daß die eben nicht
sehr klare Vorstellung provoziert wird, erst die psychische Implementation mache die
Institution zur Institution.
In .einem zweiten Schritt wird dann sozusagen eine Autonomievorstellung der In-
stitution nachgeschoben, indem deren Strukturierungs- und Konditionierungsleistung
gegenüber individuellem Bewußtsein behauptet wird - womit die Definition dann dem
systemtheoretischen Ansatz in einer Weise Rechnung trägt, die sie zu ihrem interaktio-
nistischen Moment in Widerspruch geraten läßt, was an der gegenüber 'Verhalten'
äußerlichen Einführung des Struktur- und Ordnungsbegriffs abzulesen ist.
Der Ordnungsbegriff, der in dieser Fassung gar keinen Pfeiler mehr auf dem Ge-
lände der interaktionistischen Theorie hat, soll als Brückenbegriff im Übergang von so-
zialen zu politischen Institutionen fungieren: eine Brücke, die jedoch nur noch von einer
Seite her- von der systemtheoretischen - betreten werden kann.
Das wird erhellt durch die phänomenologischen Bestimmungen, mit denen
GöHLER anschließend und ganz traditionell den Begriff der politischen Institution zu
erläutern sucht: Von diesen Konkretisierungen her erhält der Ordnungsbegriff seine
Konturen und nicht von dem Versuch der methodisch-theoretischen Etablierung des
Gegenstands im Rahmen eines verstehend-interaktionistischen Ansatzes.

Soweit zu den Symptomen. Wo aber liegen die Ursachen, jene prinzipiellen


Schwierigkeiten also, über die uns dieser Versuch informiert? Ich nenne drei Aspekte:
- Zunächst scheint es so, daß eine der Hauptschwierigkeiten schon auf der Ebene des
allgemeinen Institutionenbegriffs darin besteht, daß Institution offensichtlich als Be-
wußtseinsstruktur und als Organisation gefaßt werden muß. Damit ist die Frage nach
dem Zusammenhang der kognitiven und der sozialen Dimension oder der Rational-
und der Sozialstruktur sowie nach den begrifflichen Möglichkeiten der Erfassung die-
ses Zusammenhangs aufgeworfen.
- Dann aber ist offensichtlich, daß - vorausgesetzt, man sucht den Anschluß auch an das
Niveau soziologischer Theoriebildung - dieses darin steckende Problembewußtsein
nicht realistisch zu unterbieten ist. D.h. man sollte sich weder - wie LUHMANN formu-
liert - von der Realität 'düpieren' lassen und einfach an das Selbstverständnis poli-
tischer Akteure anschließen, noch erscheint es zweckmäßig, diese Realität nominali-
stisch zuzurichten.
Vielmehr sollte man sich klarmachen (und so könnte Theorie dann einsetzen), daß
'Institution' als Beschreibungstitel für das Problem der Selbstorganisation und Selbst-
steuerung komplexer Gesellschaften im Sinne der "Rationalisierung des Zusammen-
spiels zwischen schon rationalisierten Teilsystemen" (Offe 1986: 163) fungiert.
11

- Schließlich artikuliert sich hier offensichtlich auch die Frage, ob es überhaupt ein ein-
heitliches Theoriedesign zur Erklärung sozialer Mikro- und gesellschaftlicher Makro-
prozesse geben kann. Diese Frage ist solange offen, wie auch nicht geklärt ist, ob
interaktionistische oder intersubjektivitätstheoretisch orientierte Ansätze eine Mög-
lichkeit bieten, mit eigenen Mitteln nicht nur das Entstehen sozusagen basaler Insti-
tutionen als Handlungs- oder Verständigungsformen zu begreifen, sondern auch den
Prozeß der Selektion und Transformation basaler in politische Institutionen zu
beschreiben: Es geht um das, was man das ordnungstheoretische Problem hand-
lungstheoretischer Ansätze nennen könnte.

Die Überlegung GöHLERS, von der ich ausgegangen bin, ist also in doppelter
Weise instruktiv. Zum einen insistiert GöHLER m.E. zu Recht darauf, einen Begriff
politischer Institutionen aus einem handlungstheoretischen Kontext heraus zu
entwickeln. Ein solcher Schritt ist gegenüber einem möglichen systemtheoretischen
Einstieg dadurch gerechtfertigt, daß er immer noch die überzeugendere Möglichkeit
anbietet, normative Fragestellungen in ein sozialwissenschaftliches
Erklärungsprogramm zu transformieren. Darüber hinaus scheint damit der
Theorievorteil verbunden, über den Handlungsbegriff die fundamentalen Kategorien
der Institutionenanalyse selbst schon prozessual fassen zu können.
Allerdings. ist das noch zu unbefangene Ineinanderlesen von handlungs- und
systemtheoretischen Theorieelementen in einer kompakten Definition überhaupt nur
deshalb möglich, weil GöHLER den methodischen Einführungskontext der unterschied-
lichen Begrifflichkeiten übersieht und diese quasi nominalistisch liest. So richtet er die
Rezeption auf einer Ebene ein, auf der sich dann politikwissenschaftliche Präokkupa-
tionen, wie jene der Beschreibung politischer Institutionen als "Regelsysteme zur Her-
stellung und Durchführung allgemeinverbindlicher Entscheidungen" bequem eintragen
lassen.

Das mag zunächst legitim erscheinen, nur gehen darin sowohl einerseits das Pro-
blem unter, daß der Anlaß eine Theorie politischer Institutionen ist - nämlich die Frage,
ob wir über Begriffe verfügen, die diese Selbstdeutung des politischen Systems tragen
oder ob diese nicht doch modifiziert werden muß - andererseits wird eine m.E. allein
methodisch zu organisierende, interdisziplinäre Orientierung aufgegeben. M.a.W. wird
die Möglichkeit verschenkt, im Rahmen einer umfassender ansetzenden Theorie über-
kommene objekttheoretische Annahmen selbst zu überprüfen.

Zum anderen aber - und das scheint mir ein theoriestrategisch noch gravieren-
deres Problem - wird implizit unterstellt, daß eine Theorie politischer Institutionen als
Spezifikation der soziologischen Theoriebildung, sozusagen als deren bloßer
12

Anwendungsfall, zu haben wäre. Um eine solche Deutung zuzulassen, scheint mir die
Diskussionslage in den soziologisch orientierten Gesellschaftstheorien gerade unter
Aspekten des Zusammenhangs vonSystem- und Handlungstheorie selbst zu offen: Insti-
tutionentheorie ist - unter allerdings neuen Bedingungen - erst wieder aufzunehmen,
und hier könnte ein politikwissenschaftliches Programm durchaus die Regie über-
nehmen.

Wie aber hätte man sich, zumindest in Umrissen, ein solches Programm vorzu-
stellen, mit dem sich sowohl traditionelle objekttheoretische Annahmen zunächst ein-
mal suspendieren und bloß begriffsrealistische Anschlüsse an Diskussionen in den
Nachbardisziplinen vermeiden lassen, wenn schon ein Seiteneinstieg in eine Theorie
politischer Institutionen nicht sehr vielversprechend erscheint? Die Fragestellung legt
nahe, den Bereich der Institutionentheorie nicht sogleich in einen allgemeinen und
einen besonderen Teil aufzuspalten, sondern diese von vornherein als interdisziplinäres
Problem zu behandeln (vgl. Willke 1987).

Ich kann hier nur drei kurze Hinweise geben, die dann in der For-
schungsstandanalyse (Punkt II.) zu präzisieren und zu substantialisieren sind.
- An die Unterscheidung von phänomenologischer und methodologischer Verwendung
des Institutionenbegriffs anknüpfend, scheint es mir zunächst einmal sinnvoll, erstere
einzuklammern und sich auf methodische Fragen zu konzentrieren, denn ohnehin ist
die phänomenologische Bandbreite dessen, was man im einzelnen als Institution an-
sieht, so groß, daß auf diesem Wege theoretisch aussagekräftige Reduktionen und
Abstraktionen nur schwer zu erreichen sind. Darauf sind letztlich die schon zitierten
Verwirrungen und Irritationen im Umgang mit dem Institutionenbegriff zurückzu-
führen, die dann ja schließlich auch der Anlaß dafür waren, den Begriff in theore-
tischen Kontexten überhaupt fallenzulassen und durch formalere Kategorien zu er-
setzen - dies betrifft sowohl die System- als auch die Handlungstheorie.
Diese Feststellung kommt nun aber andererseits auch einer interdisziplinären Fra-
gestellung insofern entgegen, als man genötigt ist, eben auf die Erklärungsprobleme zu
rekurrieren, auf die in den einzelnen Disziplinen mit dem Begriff 'Institution' reagiert
wurde. Damit stößt man aber zu einer fundamentaleren Ebene sozialwissenschaftlicher
Theoriebildung durch, auf der Interdisziplinarität nicht als bloße Multidisziplinarität
organisiert wird, was zugleich heißt, daß es den Einzelwissenschaften ermöglicht ist, zum
Teil liebgewordene Selbstverständlichkeiten zu kontrollieren und vielleicht zu revidie-
ren.
- Zum anderen gibt diese Perspektive speziell der Politikwissenschaft Anlaß, sich unter
ihren Traditionen jener zu versichern, die über Erfahrungen im analytischen Ge-
brauch des Institutionenbegriffs verfügen und bereits empiriegerichtete Konzep-
tionen eingeführt sowie z.T. überprüft haben (ich denke hier besonders an Moderni-
13

sierungs- und Entwicklungstheorien, aber auch an institutionalistische resp. neo-insti-


tutionalistische Fragestellungen in der Policy-Analyse: Kitschelt 1985, Jann 1986,
Offe 1986, Beyme 1987 und Sehnlid 1987).
- Drittens aber scheint es mir unumgänglich zu überprüfen, ob es überhaupt (noch)
einen ausweisbaren Bedarf für die analytische Verwendung des Institutionenbegriffs
gibt. Diese Frage läßt sich zum einen dadurch aufnehmen, daß man erneut an den
Konstruktionsproblemen jener Gesellschaftstheorien ansetzt, die den Institutionen-
begriff in seiner grundbegriffliehen Funktion durch Konzepte wie Intersubjektivität,
Kommunikatiön, Organisation, Struktur u.ä. substituiert haben. Dies bedeutet dann
zugleich, daß man diese Konstruktionsprobleme als Daten für den genauen Zuschnitt
des Institutionenbegriffs nutzen könnte - Ausgangspunkt und Bewährungskriterium
für einen solchen Ansatz wäre das, was unter dem Titel einer Theorie der Moderne
diskutiert wird.

Damit hoffe ich, die Skizze der Ansatzprobleme einer Theorie politischer Institu-
tionen so weit ausgezeichnet zu haben, daß zumindest die Konturen der bibliographisch
zu erfassenden Forschungslandschaft sichtbar werden. Ich möchte nunmehr dazu über-
gehen, diese Problemperspektiven in Suchkriterien zu übersetzen, anband derer dann
der Fundus an Ansätzen und Forschungsstrategien, der für den hier zu vertretenden
Zweck auszubeuten wäre, präziser gefaßt werden kann.

(2) Ich habe einleitend schon auf die ekklektizistische Form der Aneignung der
Beiträge von Nachbarwissenschaften zu einer Theorie der Institutionen durch die Poli-
tikwissenschaft hingewiesen. In der Forschungsstand-Analyse kann es nun aber nicht
darum gehen, disziplinenkomparativ gleichsam nur Zensuren auf Rezeptionsleistungen
zu vergeben. Eine solche Analyse sollte vielmehr von vornherein und systematisch
interdisziplinär angelegt sein - dem galten die unter Punkt 1. präsentierten Überlegun-
gen. Erst auf der Folie einer solchen Skizze können der Entwicklungsstand einzelner
Ansätze mit Bezug auf die formalen und materialen Grundprobleme einer Theorie poli-
tischer Institutionen erläutert und Forschungsdesiderate ausgemacht werden.
Als Kriterium der Selektion relevanter Literatur soll deshalb nicht die Frage: Was
sind politische Institutionen? fungieren, sondern die sehr viel weitergehende Überlegung:
Wie muß eine Theorie angelegt sein, die beanspruchen will, politische Institutio-
nen in ihrer Genese und Entwicklung zu erklären und zu begründen, und die sich nor-
mativ einen Standpunkt objektiver Kritik erarbeiten will?

Eine elaborierte Theorie politischer Institutionen müßte somit


- auf das Problem der methodischen Einführung des Institutionenbegriffs reagieren und
Argumente entweder für einen funktionalen, erkenntnistheoretischen oder phäno-
menologischen Einstieg anbieten oder zumindest ermöglichen;
14

- kategorial auf den genetisch-historischen Aspekt von Institutionen abgestimmt sein


und strukturelle Merkmale auf einen solchen Kontext begrifflich beziehen können;
- sich reflexiv zu ihren normativen Prämissen verhalten und diese sozialwissenschaftlich
ausweisen, d.h. objektivieren.

Wenn wir also auf allen Ebenen Informationen dringend benötigen, weil eine sol-
che Theorie angesichts des bisherigen Diskussionsstandes nur antizipiert werden kann,
kandidieren für eine systematisch angelegte Bestandsaufnahme der institutionentheore-
tischen Forschungssituation vor allem Theorietypen, in denen diese Ebenen implizit
oder explizit thematisiert und im Idealfall sogar begrifflich integriert sind.

In zweiter Linie sind aber auch Forschungen über Institutionen allgemein oder im
Besonderen daraufhin aufzuarbeiten, ob sich nicht implizite Beiträge zu den aufgewor-
fenen Problemen ergeben. Entsprechend soll sich die Aufmerksamkeit vor allem auf
solche Ansätze richten, die
- das Problem gesellschaftlicher Integration am Leitfaden von Theorien kollektiver
Rationalität entfalten und explizieren;
- zu einer konsequenten Funktionalisiernng der Institutionentheorie vorstoßen und über
die Organisationsaspekte politischer Institutionen hinaus diese als Medien gesell-
schaftlicher Integration, gesellschaftlichen Wandels oder der Stabilisiernng von Herr-
schaftsverhältnissen behandeln;
- das Problem soziogenetisch-entwicklungsgeschichtlich angehen
- oder schließlich einen anthropologisch-biowissenschaftlichen Zugriff ausarbeiten.

Mit dieser Bestimmung läßt sich dann schon das Explorationsfeld vorläufig ab-
stecken (wobei es sich um eine Form der Grenzziehung handelt, die dann sozusagen mit
den Explorationsergebnissen mitwandern kann). Wir werden uns in der bibliogra-
phischen Erfassung und im Kommentar auf folgende Forschungsfelder und -ansätze
konzentrieren:
- Institutionalismus, Neo-Institutionalismus und institutioneller Ansatz
- New Political Economy
- Modernisierungstheorie, Institution-buHding und Entwicklungstheorien, in denen sich
die Politikwissenschaft bisher noch am ehesten an die soziologische Großtheorie an-
schließt
- Handlungstheorie (in ihren Differenzierungen in Kommunikations-, Intersubjektivitäts-
und Interaktionstheorie)
- Systemtheorie
- Biopolitics
- politische, Kultur- und Rechtsanthropologie
- Theorien sozialer Evolution und Aspekte der vergleichenden Kulturforschung, die auf
genetischen Entwicklungstheorien aufbauen.
15

(3) Da angesichts der Fülle des zu sichtenden Materials und mit Bezug auf die
paradigmatische Qualität der zu klärenden Fragen eine im strengen Sinne kommen-
tierte Bibliographie weder möglich noch sinnvoll ist, wird diese Übersicht zweigeteilt
sein: Ich werde einerseits versuchen, einen möglichst breiten Überblick über die zum
Thema 'lnstitutionentheorie' zur Verfügung stehende Uteratur anzubieten und deshalb
zwischen Kommentarteil und Bibliographie einen zweiten Selektionsfilter einbauen
müssen.
Der Kommentar wird sich dann nicht auf die gesamte verzeichnete Uteratur be-
ziehen, sondern kann nur versuchen, die wichtigsten Ansätze in den aufgespannten Pro-
blemhorizont zu stellen und Forschungsergebnisse wie -desiderate selektiv zu illustrie-
ren - Kommentar- und bibliographischer Teil werden folglich in der Struktur nicht kon-
gruent sein.
Im Kommentarteil werde ich zunächst den Versuch unternehmen, die unter dem
bibliographischen Suchbegriff 'Institution' selbst zu erreichende Uteratur zu charakteri-
sieren und eine (sehr grobe) Skizze der mit diesem Titel verbundenen Forschungs-
schwerpunkte in den USA, in Großbritannien, Frankreich und der Bundesrepublik zu
liefern. Diese Skizze wird nun nicht nur sehr grob, sondern letztlich wenig aussagekräftig
sein, was aber m.E. nicht nur mit der Hybris eines solchen Unterfangens, sondern im
Kern mit dem problematisch gewordenen Begriff politischer Theorie selbst zu tun hat
(Punkt 11.1.).
Das ist dann der Anlaß dafür, auf paradigmatische Suchkriterien umzustellen und
jene Ansätze in der PolitikWissenschaft durchzusehen, die den Institutionenbegriff analy-
tisch und nicht lediglich phänomenologisch gebrauchen, und die insofern Auskünfte
über konzeptionelle lmplikationen einer solchen Verwendungsweise erwarten lassen
(Punkt 11.2.).
Diese Sichtweise möchte ich nutzen, um die Entwicklung system- und handlungs-
theoretischer Ansätze sowie Vorschläge zu deren Vermittlung in der soziologischen
Diskussion nachzuzeichnen, weil zu erwarten ist, daß dabei das methodische Gerüst
einer Theorie politischer Institutionen am klarsten hervortritt (Punkt 11.3.).
Das so erreichte Problembewußtsein strukturiert dann in einem abschließenden
Schritt die Befragung anderer Nachbardisziplinen wie der Biopolitics, ökonomischer
Ansätze zu einer Institutionentheorie, der Rechtstheorie, der politischen Anthropologie
und - last but not least - der praktischen Philosophie (Punkt 11.4.)
Damit werde ich durchgängig so verfahren, daß jeweils auf eine kurze Darstellung
der einzelnen Ansätze die Herausarbeitung des Paradigmakerns folgt, an dem dann die
Evaluationsschritte ansetzen können. Wenn möglich, sollen so zugleich die immanenten
Anknüpfungspunkte für Vermittlungen mit anderen Ansätzen markiert werden, um
16

dann auf mögliche Fluchtpunkte der Entwicklung wenigstens hinweisen zu können. Auf
diese Weise soll insgesamt der interdisziplinäre Ansatz einer Theorie politischer Institu-
tionen herausgestrichen werden.

Die Gliederung des bibliographischen Teils wird zwar einerseits den eben benann-
ten Gesichtspunkten folgen; andererseits aber stellt sich heraus, daß ein Teil der er-
faßten Literatur (wie immer) nicht nur quer zu der unterlegten Systematik liegt, sondern
daß der Anspruch aufzugeben ist, damit überhaupt die ganze Breite der institutionen-
theoretisch möglicherweise informativen Literatur - und das gilt gerade unter histo-
rischen und ideengeschichtlichen Aspekten - zu erfassen.
Deshalb haben wir hier Restkategorien gebildet, unter denen aufgenommen
wurde, was auffiel, aber kaum mehr als illustrativen Charakter besitzt. Dieses Verfahren
läßt sich allerdings mit dem Hinweis darauf rechtfertigen, daß ein Einstieg zu ermög-
lichen, aber keineswegs eine Summe zu ziehen war: Was aus dem umfangreichen Mate-
rial historischer und ideengeschichtlicher Provenienz heranzuziehen ist, wird letztlich
von der Entwicklung einzelner Fragestellungen abhängen. Dies vorausgesetzt, gibt es
keinen Grund mehr, das wie immer unvollständig gesichtete Material nicht dennoch
aufzunehmen.

(4) Das führt mich dazu, die prinzipiellen Einschränkungen, denen diese Arbeit
unterliegt, noch einmal ausdrücklich zu nennen, um nach den vorangegangenen Kläron-
gen dessen, was zu machen wäre, nun die Grenzen dessen, was hier erreichbar ist, deut-
lich abzustecken.
Nach dem bisher Gesagten ist es unvermeidlich, daß die Arbeit einen bloß tenta-
tiven Charakter hat, denn es handelt sich zum einen darum, ein Forschungsfeld zu mar-
kieren, und es zum anderen dann auch noch bibliographisch zu bearbeiten. D.h., da es
hier nicht um ein etabliertes und distinktes Forschungsfeld mit klar umrissenen Grenzen
oder gar geschichtlich bereits sedimentierten Theoriegebilden handelt, kann es in einem
vernünftigen Sinne auch keine Vollständigkeit der Angaben geben - wir jedenfalls
wollen diesen Anspruch ausdrücklich nicht erheben! Diese Einschränkung ergibt sich
auch schon deshalb, weil wahrscheinlich jeder Versuch einer Bibliographie zur Theorie
politischer Institutionen vor einem 'Alles-oder-Nichts'-Dilemma steht: Irgendwie hat
wohl fast alles, was mit dem Anspruch politischer, politik- oder gesellschaftsbezogener
Theorie auftritt und historisch aufgetreten ist, auch mit Institutionen zu tun; anderer-
seits ist die Theorie politischer Institutionen - aus welchen Gründen auch immer - nicht
sichtbar. Beide Extreme nun lassen sich offensichtlich nicht in sinnvolle Vorgaben für
eine bibliographische Arbeit umsetzen: 'Alles' braucht und kann man nicht noch einmal
17

aufschreiben, weil das keine Orientierungsfunktion mehr hätte. Zwischen beiden


Extremen vermittelt nun in diesem Fall eine begrenzte Zwecksetzung.
Diese Arbeit steht im Kontext der Bemühungen der Sektion für "Politische Theo-
rie und Ideengeschichte" in der DVPW, in theoretischer Absicht interdisziplinäre For-
schungsperspektiven auf das Thema 'Theorie politischer Institutionen' zu organisieren.
Trotz dieser Einschränkungen hoffen wir, daß das, was machbar war, einige für
den Benutzer der Bibliographie brauchbare Informationen oder Hinweise ergibt.
18

II. NOTIZEN ZUM FORSCHUNGSSTAND

Die folgende Darstellung hat im Unterschied zur Einleitung, in der ich versucht
habe, einige konzeptionelle Überlegungen sehr allgemeiner Art anzustellen, die Funk-
tion, die Erfahrungen der bibliographischen Arbeit zum Thema 'Theorie der politischen
Institutionen' zu systematisieren. Dabei werden in der Gliederung die Schritte nach-
vollzogen, die wir unternommen haben, um die in diesem Zusammenhang relevante
Literatur aufzufinden:
In einem ersten Schritt sind wir die wichtigsten bibliographischen Quellen darauf-
hin durchgegangen, was direkt unter dem Titel 'Institutionen' resp. 'politische Institutio-
nen' verzeichnet ist (1), um dann den Fokus in der Weise zu erweitern, daß die poli-
tikwissenschaftlichen Forschungsfelder oder -ansätze in den Blick kamen, von denen
man erwarten durfte, daß hier Institutionen entweder einen konstitutiven Teil der
Gegenstandsauffassung bilden oder aber konzeptuell als analytisches Instrument eine
begriffliche Verwendung finden (2); abschließend haben wir dann die konzeptuelle Ver-
wendungsweise des Institutionenbegriffs noch einmal zu einem Suchkriterium spezifi-
ziert, daß es erlauben sollte, die sozialwissenschaftliehen Theorieansätze und
Diskussionszusammenhänge zu bestimmen, in denen die Grundlagen einer modernen
Institutionentheorie angelegt werden (3 und 4) - die beiden letztgenannten Schritte
boten eine bibliographisch relevante Möglichkeit, unter Sachgesichtspunkten Informa-
tionsquellen zu erschließen, die sich mit dem stichwortorientierten Suchverfahren des
ersten Schrittes nicht erreichen ließen.

II.l. ALLGEMEINE HINWEISE

Wenn man versucht, die Ergebnisse des ersten Literaturdurchgangs in einem Satz
zusammenzufassen, kommt man an der ernüchternden Feststellung nicht vorbei, daß im
Rahmen der politischen Theorie, so wie sie in der modernen Politikwissenschaft als
eigenständiger Bereich etabliert ist (GUNNELL 1983a betrachtet 'political theory' einmal
unter der Abkürzung: "PT' im Sinne empirisch orientierter Theoriebildung innerhalb
des Fachs Politikwissenschaft und zum anderen unter der Bezeichnung: "pt" als eine
normativ orientierte Anstrengung, die wenig oder kaum auf die empirischen Bedürfnisse
der politikwissenschaftlichen Forschung reagiert und sich eher mit politischer Ideen-
geschichte und politischer resp. praktischer Philosophie assoziiert; vgl. in diesem Sinne
auch Falter/Göhler 1986), die Institutionentheorie der politischen Klassik keine eigent-
liche Fortsetzung gefunden hat.
19

Was heißt das? Nun, ich gehe davon aus, daß 'lnstitutionentheoretische Klassik'
grundsätzlich durch die eher philosophische Anstrengung zu beschreiben ist, unter nor-
mativen Gesichtspunkten eine substantielle Idee des 'guten und richtigen Lebens' so
weit auszuzeichnen, daß sich daraus Arrangements der institutionellen Ordnung einer
Gesellschaft ergeben. Damit ist Institutionentheorie primär ein Begründungsverfahren,
daß sich auf einen substantiellen Vernunftbegriff stützen können muß, über den wir
heute aufgrund seiner ontologischen und metaphysischen Implikationen nicht mehr ver-
fügen (vgl. Schnädelbach 1984 und Martens/Schnädelbach 1985).
Das aber heißt m.E., daß dieses Verfahren unter Bedingungen der wissen-
schaftlichen und kulturellen Moderne - die nach allgemeinem Konsens erkenntnistheo-
retisch durch das Reflexivwerden des Begriffsapparats und kulturell dadurch ausge-
zeichnet ist, daß sie die Normen und damit ihre Wertordnung aus sich sich selber schöp-
fen muß und daß sie dies auch weiß - durch die Koppelung eines formalen Vernunft-
begriffs mit einer. normsoziologischen Perspektive substituiert werden muß, und nur so
das Projekt 'Institutionentheorie' überhaupt fortgesetzt werden kann (vgl. Schülein
1987).

Als Indiz für diese Situation mag dann gelten, daß die konzeptuelle Arbeit auch
und gerade im Bereich von Ordnungstheorie aus der politischen Theorie ("pt") ausge-
lagert und an die Soziologie abgegeben wurde, von wo sie dann sozusagen 'reimportiert'
wird (Ashcraft 1983, GunneU 1983b, Miller/Siedentop 1983, Nelson 1983, Easton 1985;
symptomatisch auch die Trennung von "Politischer Theorie" als Ideengeschichte und
"politischer Theorie" in dem Versuch, den 'state-of-the-art' der bundesrepublikanischen
Diskussion zu beschreiben- Herrnbach 1986, Falter/Göhler 1986): Pointiert könnte man
sagen, das Ordnungstheorie (und also: Institutionentheorie) in der Politischen Theorie
entweder die Form einer bloßen Erinnerung an Theorie (im Falle der Ideengeschichte)
oder die Form einer einfachen "Imitation" (Nelson 1983) soziologischer Theoriebildung
angenommen hat.

Das Problem, auf das die Politische Theorie mit dieser methodisch unfruchtbaren
Dualisierung der Orientierungen reagiert hat, ist das des Relativismus. Einerseits ist es
für eine Theorie politischer Institutionen, die sich gegen den Druck des sozialwissen-
schaftliehen Positivismus weigert, zu einem Handbuch sozialtechnologisch orientierter
Machtpraxis zu verkommen, unverzichtbar, an moralische Intuitionen wie Gerechtigkeit,
Freiheit, Solidarität und Emanzipation anzuknüpfen und diese als normative
Bewertungskriterien an die Wirklichkeit politischer Institutionen anzulegen - ganz in
20

diesem Sinne muß man etwa die emphatische Stellungnahme von RIDLEY {1975: 371)
lesen:

"lts (die der 'political science'; RSB) crowning glory lies in the discussion of
ideas, in analyzing the purpose of institutions, in measuring reality against purpose
and in suggesting ways in which the real can be changed to harmonize with the
ideal."
Andererseits muß politische Theoriebildung denn doch auch mit der Erfahrung
der Entkoppelung von Normbegründung und des Wahrheitsanspruchs wissenschaftlicher
Aussagen rechnen: Die Sozialwissenschaften haben sich auf diese Differenz dadurch
eingerichtet, daß sie in objektivierender Einstellung die Frage des Sinns oder der Ver-
nunft als Frage nach dem Sinn von Sinn oder der Vernunft der Vernunft aufnehmen.
Beispielhaft (auch in ihrer Radikalität) für diese Position wird die Bemerkung LUH-
MANNS (1984a: 319) zitiert, die zwar auf die Ethik zielt, aber auch die hier benannte

Kontroverse ganz gut markiert:

"... Die Ethik (mag) fordern, das Sittengesetz um seiner selbst willen zu beach-
ten. Für den Soziologen wird solche Extravaganz aber eher ein Krisensymptom
sein als eine wissenschaftliche Erleuchtung."

Wenn man GUNNELL folgt (Gunnell 1979a/b, 1983a/b und 1986), so ist diese Kon-
troverse geradezu das Signum der Politischen Theorie (wofür er - zumindest für die
USA - auch eindrucksvolle Beispiele anbietet), die so sehr in metatheoretische und
methodologische Debatten verstrickt ist, daß sie zu objekttheoretischen Aussagen kaum
noch Gelegenheit findet (Gunnell1986: 1).
Diese Diagnose ist, wie der sich anschließende Therapievorschlag, Begründungs-
und Objektivitätsansprüche als nicht lösbare aber auch nicht lösungsbedürftige Pro-
bleme einfach liegenzulassen und sich endlich wieder einzumischen, nur eine der mög-
lichen Konsequenzen, die aus der Relativismusproblematik zu ziehen sind. Sie hat,
neben anderen Schwächen, auch den strategisch nicht zu unterschätzenden Nachteil,
daß sie auf die Probleme Politischer Theorie mit der Abschaffung von Theorie reagie-
ren möchte.

Es ist offensichtlich, daß eine solche Einstellung jedenfalls für eine Theorie poli-
tischer Institutionen kaum fruchtbar zu machen sein dürfte, weil für dieses Projekt nach
meinem Verständnis die Frage, wie normative (metatheoretische) Orientierungen
methodisch überzeugend in objekttheoretische Aussagen zu implementieren sind,
schlechthin konstitutiv ist.
Es bietet sich also an, wenigstens kurz auf Überlegungen hinzuweisen, die her an
die letztgenannte Sichtweise anschließen, und die auch dann, wenn sie im einzelnen
21

unterschiedliche Lösungen des Problems anstreben, zum Ausgangspunkt weiterer Re-


flexionen gemacht werden können:

- VoLLRATH geht es in seinem Aufsatz darum, die "Theoriefähigkeit einer Philo-


sophie des Politischen" (Vollrath 1982: 117) zu überprüfen. Dabei setzt er mit seiner
Untersuchung nicht sofort frontal an, sondern schafft sich den für seine Argumente not-
wendigen Raum dadurch, daß er den Theoriebegriff der empirisch-analytisch ausgerich-
teten Politikwissenschaft auf dessen philosophische Gehalte und Implikationen hin ab-
klopft. Von der Einsicht bestimmt, daß eine Theorie des Politischen (und damit die An-
wendung formaler Begriffe auf den Gegenstand: 'Politik') von einer vorgängigen Gegen-
standserfahrung begleitet sein muß, wenn sie nicht leerlaufen will (Vollrath 1982:
122/127) unternimmt er es, diese vorgängige Gegenstandserfahrung zu explizieren: Poli-
tische Phänomene ließen sich nicht inhaltlich ausweisen, vielmehr sei das Phänomen des
Politischen als eine bestimmte Praktik zu begreifen. Diese Praktik charakterisiert er im
folgenden als Urteilskraft und bereitet so die aristotelische Schlichtung des Theo-
rienstreits in der Politikwissenschaft vor (Vollrath 1982: 130, vgl. zum Neoaristotelismus
Schnädelbach 1986).

- Ebenfalls von der Spannung zwischen der Erfahrung des Relativismus und dem
Objektivitätsanspruch von Wahrheit geht ZIMMERMANN aus. Anders als VoLLRATH
nimmt er jedoch an, daß die sozialwissenschaftliche Objektivierung der Sinnfrage
theoretisch nicht mehr zu hinterschreiten ist, weil sich darin der historische Diffe-
renzierungsprozeß der Gesellschaften selbst spiegele (Zimmermann 1986: 3). Das
Problem, das sich ihm dann stellt, ist, wie unter Bedingungen der Objektivierung von
praktischer Philosophie zu Norm- und Moraltheorie eine rationale Parteinahme für
Demokratie, Freiheit und Emanzipation noch möglich ist (Zimmermann 1986: 15).

Die Übersetzung dieses Problems in den Zusammenhang einer Theorie politischer


Institutionen bietet sich förmlich an, weil es die Anlage normativ-analytischer Theorien
überhaupt berührt: Wie muß eine Theorie politischer Institutionen angelegt sein, die ihre
normativen Fundamente objektiv ausweisen kann? Darin ist eine deutliche Anlehnung an
das HABERMASsche Theorieprogramm zu erkennen, auch wenn ZIMMERMANN letztlich
doch auf eine voluntaristische Lösung zustrebt (Zimmermann 1986: 18). Es bietet den-
noch in dieser entschieden methodischen Lesart den Vorteil, auf das An-
regungspotential der "Theorie des kommunikativen Handelns" (Habermas 1981) auch für
das hier vertretene Projekt hinweisen zu können und die Rezeption auf einer fundamen-
22

talen Ebene einzurichten, was es erlaubt, sich zunächst einmal nicht von den Kontro-
versen um den politischen Realitätsgehalt des Diskursprinzips ablenken zu lassen.

- Noch einen Schritt weiter in Richtung auf eine Substantüerung des HABERMAS-
seben Theorieangebots für eine Theorie politischer Institutionen geht ScHEIT. Er ver-
sucht über die Brückenthese, daß politisches Handeln immer auf rechtliche Institutio-
nen bezogen sei, das Konsens- und Diskursprinzip direkt als Legitimationskriterium für
politische Institutionen einzuführen (Scheit 1987: 377f). 'Legitimation' fungiert in dieser
Interpretation als Klammer zwischen Meta- und Objekttheorie i.d.S., daß über die Auf-
hellung des Rationalitätsbezugs politischer Institutionen selber der Be~ auf die Form
der Begründung von Normen gesellschaftlichen Zusammenlebens schlecpthin herge-
stellt werden kann (Scheit 1987: 387).

Diese knappen Hinweise sollen und können hier nur dazu dienen, materiale An-
regungen, wie die geforderte neue Runde einer Theorie politischer Institutionen über
methodisch orientierte Selbstreflexionen politischer Theorie zu eröffnen wäre. Sie ent-
halten darüberhinaus aber auch Stichworte, wie das Potential der politischen Ideen-
geschichte als des Hauptbezugspunkts politischer Theorie in dieses Programm einge-
führt werden kann, ohne sich dem Verdikt der bloßen Erinnerung an Theorie auszu-
setzen.
Denn wenn ich oben die provokante Formel GVNNELLS aufgenommen habe, Poli-
tische Theorie in ihrer ideengeschichtlichen Orientierung sei lediglich ein Ausweich-
manöver (Gunnell1979a: 161), so gilt das (und so ist die Kritik bei GVNNELL selbst auch
adressiert) im wesentlichen für die Form der Ideengeschichte, in der sie uns als Korpus
kanonisierter Texte gleichsam autoritativ entgegengesetzt wird. Ein solches Verständnis
von Ideengeschichte, das sich oft mit essentialistischen Ansprüchen verbindet, ist sicher-
lich für eine sozialwissenschaftlich orientierte Theorie politischer Institutionen nicht an-
schlußfähig.
Das gilt aber m.E. nicht für die Form, in der Konstitutions- und Imple-
mentationszusammenhänge historischer Theorieformen untersucht werden. In einer sol-
chen Perspektive käme es darauf an, klassische, aber historische Texte so zu rekon-
struieren, daß sie gleichsam als Reflexionsform moderner Theorieprobleme fungieren
können - diese speziell auf den Bedarf einer Institutionentheorie zugeschnittene Ideen-
geschichte existiert noch nicht; darin liegen erhebliche Chancen für die Vertiefung und
Bearbeitung der hier nur angedeuteten Probleme: Wenn eine bekannte Definition von
'Klassiker' ausführt, daß es sich um Texte handele, die uns auch heute noch etwas zu
sagen haben, dann ist klar, daß mit einem solchen Begriff immer eine bestimmte Selek-
tivität organisiert wird, und daher die Festlegung der Selektionskriterien entscheidende
23

Bedeutung erhält. Ich denke, um damit diese kurzen Bemerkungen abzuschließen, daß
sich genau an dieser Arbeit der Impuls politischer Theorie zu bewähren hat, der dazu
drängt, nach Untersuchung des politischen und sozialen Prozesses eine Form zu ent-
wickeln, die als von unseren moralischen Intuitionen bestimmter Fluchtpunkt
handlungsanleitend sein soll.

Ich habe die in den letzten Jahren häufiger werdenden Selbstreflexionen poli-
tischer Theorie auch deshalb in dieser relativen Ausführlichkeit dargestellt, weil ich
denke, daß von diesem Diskussionsstand aus Schlüsse auf die Forschungslage im Be-
reich von Institutionentheorie möglich sind: Wenn der Befund ist, daß im Zuge der Be-
haviorismusdiskussion zunächst in der amerikanischen Politikwissenschaft ab etwa 1945,
die dann - mit einer Phasenverschiebung - auch zur Empirisierung des wissen-
schaftlichen Selbstverständnisses in Buropa geführt hat (Falter 1982), der Zusammen-
hang zwischen allgemeiner Theorie und empirisch orientierter Theoriebildung gelockert
wurde, und wenn man hinzunimmt, daß politische Theorie da, wo sie nicht ideen-
geschichtlich orientiert war, sich fast ausschließlich rezeptiv zu den Diskussionen vor
allem in der Soziologie, Anthropologie und Sozialphilosophie verhalten hat, dann sind
das Strukturen, innerhalb derer sich der eingangs erwähnte, allgemeine bibliographische
Befund erst interpretieren läßt.
Man kann sich also ziemlich sicher sein, daß die Fehlanzeige nicht nur der Zu-
fälligkeit und unvermeidbaren Selektivität des Bibliographierens geschuldet ist. Dazu
kommt, daß auch in der soziologischen Theoriebildung dem Institutionenbegriff die
Prominenz, die er sowohl in den USA als auch in Großbritannien und Frankreich in der
ersten Jahrhunderthälfte besessen hatte, längst nicht mehr zugewiesen wird (Schülein
1987, und auch schon Znaniecki 1945): Sowohl der Operationalisierungsdruck in der
empirischen Theoriebildung als auch der Abstraktionsdruck fachübergreifender allge-
meiner Theorien (vgl. als gewissen Endpunkt einer Entwicklung: Luhmann 1984a, aber
auch auf der Seite subjektorientierter Ansätze: Habermas 1981) scheinen das Ergebnis
gefördert zu haben, das ScHÜLEIN so zusammenfaßt, daß der Institutionenbegriff
konzeptuell ausgereizt sei (Schülein 1987: 70). Es scheint sich also auch von dieser Seite
her zu bestätigen, daß die politische Theorie allen Anlaß hat, das Thema: Theorie politi-
scher Institutionen weitgehend in eigener Regie, aber mit Bezug auf den so-
zialwissenschaftlichen Forschungsstand aufzunehmen.

So läßt sich denn auch das, was unter dem Suchbegriff 'Institutionen' angezeigt
wird, relativ knapp charakterisieren.
24

- USA I Großbritannien; Neben den Tendenzen, auf die ich unter Punkt 11.2. zu-
rückkommen werde - also dem, was man unter Entwicklungs- und Modernisierungstheo-
rien, unter Neo-Institutionalismus, 'Institution-building' und neuerdings etwa unter
'Cultural analysis' versteht- herrscht ein pragmatischer Ansatz vor (Anderson 1983), der
das Thema in einer phänomenologisch orientierten Gegenstandsauffassung in naiv-
realistischer Weise eher stillstellt (vgl. Dyson 1980: 215 und Albrow 1982) als eigentlich
behandelt, und der sich unter dem Stichwort: 'Institutional politics' zusammenfassen
läßt: Es geht um organisationssoziologisch informierte Funktionsanalysen einzelner In-
stitutionen (wobei man hierfür dann durchaus auch Organisation, Einrichtung oder An-
stalt setzen könnte), die institutionelles Handeln entweder unter Optimierungs- oder
kritisch unter Repressionsgesichtspunkten analysieren, was auf die breite Wirkung der
Untersuchungen von GoFFMAN, auch in der Politikwissenschaft, verweist (vgl. den
Survey von Williams 1973, der durch die eigenen Befunde fortgeschrieben werden kann:
Danach beschäftigt sich in den USA der weit überwiegende Teil der Literatur, die unter
dem Stichwort 'Institution' angezeigt wird, mit Funktions- und Wandlungsanalysen von
Universitäten oder anderen Einrichtungen des Bildungssystems sowie mit Einrichtungen
und Anstalten im Sozialbereich!).

Diese Einschätzung bezieht sich selbstverständlich auf die oben eingeführte


Unterscheidung zwischen einer phänomenologischen und einer analytischen Ver-
wencllmgsweise des Institutionenbegriffs und ist nur dann plausibel, wenn man das
Interesse einer Theorie politischer Institutionen an der mit analytischen Verwendungs-
zusammenhängen bedingten notwendigen begrifflichen Konzeptualisierung voraussetzt.
Und hier scheint es in der Tat nun so, daß die These ScHüLEINS, der Institutionenbegriff
sei ausgereizt (Schülein 1987: 70) und werde weitgehend durch formalere Konzepte wie
jenes der Organisation oder der Struktur (Willke 1987a) ersetzt, zutrifft -jedenfalls ist
allem Anschein nach auch in den zum klassischen Repertoire der Politikwissenschaft
gehörenden 'Government'-Studien (Brisbin 1982) die Organisationstheorie eindeutig in
Führung gegangen 1.
Darüber hinaus ist offensichtlich, daß die Diskussion, die von RAWLS (1975) unter
dem Titel "Eine Theorie der Gerechtigkeit" ausgelöst wurde, im Hinblick auf die Begrün-
dungsproblematik für das Projekt Institutionentheorie einschlägig ist. In diesen Kontext
gehören sicherlich auch Studien wie die von DwoRKIN (1984), FISHKIN (1979, 1982 und
1984) und NoziCK (1976), doch mit diesen wenigen Hinweisen läßt sich das Diskussions-

1) Einen hervorragenden überblick der Entwicklung


organisationstheoretischer Ansätze liefert Scott 1981; auf
Gegentendenzen werde ich unten bei der Behandlung systema-
tischer Aspekte ausführlicher zu sprechen kommen.
25

feldvielleicht markieren, aber nicht erfassen (vgl. Höffe 1977): Die Diskussion über die
Möglichkeiten liberaler Gesellschaftstheorie ist ja vor allem auch mit den begrifflichen
Mitteln ökonomischer Theorie geführt worden, so daß es sich anbietet, sie unter diesem
Titel weiter unten aufzunehmen.

- Frankreich: Auch in Frankreich stammen, ähnlich wie in den USA mit der funk-
tionalistisch orientierten Soziologie aus der kulturanthropologischen Schule, die Werke,
die sich explizit um eine Theorie der Institutionen bemühen, aus den 20er und 30er
Jahren.
Die hier vor allem zu nennenden Arbeiten von HAURIOU (1925) und RENARD
(1930) sind allerdings rechtstheoretisch orientiert und stellen methodisch - als Antwort
auf den soziologischen Objektivismus des 'chosisme' bei DURKHEIM - eher einen
Rückfall in ontologische Traditionen dar - vermutlich werden sie heute, jedenfalls in
systematischen Zusammenhängen, nur noch der einschlägigen Titel wegen immer
wieder zitiert (vgl. Lourau 1970).

Auch die institutionentheoretisch interessanten neueren Entwicklungen im Be-


reich von Strukturalismus und Poststrukturalismus haben - bis auf wenige Ausnahmen,
wie etwa die zweibändige "Science administrative" von CHEVALLIER/LoscHAK (1978),
die sich im ersten Band um eine "Theorie generale de l'institution administrative" bemühen
(vgl. außerdem Chevallier u.a. 1981)- kaum Niederschlag gefunden.

Das weitaus meiste, was unter dem Begriff: Institutionentheorie firmiert, sind ver-
fassungsrechtlich bestimmte Beschreibungen des politischen Systems - also Regierungs-
lehre im klassischen Sinne (Beispiele hierfür sind beliebig, s. aber etwa Pactet 1983).
Daneben finden sich natürlich auch, wie in den anderen Ländern, eher organisations-
soziologisch orientierte Studien, die meistens unter Effektivitätsgesichtspunkten die
organisatorischen Strukturen von Verwaltungen, Betrieben u.ä. untersuchen und die,
auch wenn sie unter dem Titel: 'Institutionenanalyse' aufgeführt werden, den Begriff
nicht theoretisch, sondern alltagssprachlich verwenden (so z.B. die Dokumentation eini-
ger solcher Studien in einem Sonderheft der Annee Sociologique 33/1983).
Darüberhinaus gibt es in der französischen Diskussion einige Ansätze,; die, gespeist
aus marxistischen Traditionen, sich mit poststrukturalistischen und phänoll}enologischen
Intuitionen verbinden und einen m.E. durchaus gewichtigen Beitrag zur 1Institutionen-
l
kritik leisten: Hier sind vor allem CASTORIADIS (1975), DELEUZE (1953), TüVRAINE
26

{1978), GuAITARI (Oury/Guattari/ Tosquelles 1985) aber auch schon SARTRE (1960) zu
nennen, der mit seiner Unterscheidung von Serialisierung und Gruppenbildung auf die
Differenz institutioneller Vergesellschaftung einerseits und autonomer Vergemeinschaf-
tung andererseits hinweist und dabei den Zusammenhang der Entstehung moderner
Formen der Individualität als Vereinzelung und institutioneller Ordnung in den Blick
nimmt. Gemeinsam ist diesen Autoren ein eher subjektivistisch orientierter
konstitutionstheoretischer Ansatz, der Institutionentheorie aus der Differenz von
'instituant' und 'institue' entwickelt, und auf der Basis des praxistheoretischen Konzepts
von 'Poiesis' die Stabilitäts- und MachtfiXierung des herkömmlichen Institutionenbe-
griffs in kritischer Absicht durchbrechen will.2
In diesen Zusammenhang gehört auch die Bewegung der 'analyse institutionelle'
(Lourau 1969, 1970, 1973 und 1975 sowie Lappassade 1967, 1971, 1973 und 1975) und
der 'pedagogie institutionelle'.3 Es bietet sich hier durchaus an, von einer Bewegung zu
sprechen, weil es um die Praxis der gruppentherapeutischen Selbstaufklärung institutio-
neller Verhaltensweisen geht, also darum, die Tiefenstruktur von Verhalten in Institu-
tionen mit dem Ziel der Verhaltensänderung zu analysieren und zu beschreiben:

"... ce qu'elle {die 'analyse institutionelle', RSB) vise a decouvrir, au contraire, c'est
le negatif non integre, non recupere, non depasse, par l'intermediare des analyseur qui
provoquent l'impense de la structure sociale a se manifester" (Lourau 1973: 26)
Die Methode dieser 'sociopsychanalyse' (Groupe Desgenettes 1980) wird in der
Regel mit dem Titel: 'socianalyse' (Hess 1975) belegt. Einen guten Überblick über
diesen Ansatz bietet CHEVALLIER {1981), der, ausgehend von der Einsicht, daß sich in
Institutionen die Vermittlung von Individuum und Gesellschaft vollzieht, den
konzeptuellen Aufbau der 'analyse institutionelle' zu charakterisieren.
So unterscheidet er eine "Phänomenologie der Institution", die auf den drei Reali-
tätsebenen, auf denen uns das Phänomen der Institution begegnet: jener der einzelnen
Institution, der des Institutionensystems und der des Individuums, anzusetzen hat {Che-
vallier 1981: 14-32), und der Dynamik des Institutionalisierungsprozesses, die im Kern
auf der Dialektik von 'instituant' und 'institue' beruht.
Die Pointe besteht dann darin, gleichsam auf dem Umweg über die In-
stitutionenanalyse die gesellschafts-konstitutive Rolle des Subjekts herauszuarbeiten
und diese als Medium institutioneller Adaption ins Spiel zu bringen: Institutionalisie-
rung ist - ganz im Sinne des von CASTORIADIS in die Institutionentheorie eingeführten

2) Auf den m.E. bedeutendsten dieser Ansätze werde ich


unter Punkt II.3. zurückkommen.

3) Vgl. die Arbeit von Weigand 1983: "Erziehung trotz In-


stitution? Die 'pedagogie institutionelle' in Frankreich".
27

Poiesis-Konzepts- der "Prozeß der unaufhörlichen Dekonstruktion und Rekonstruktion


sozialer Formen" (Chevallier 1981: 55).

In enger Verbindung damit sind dann auch Versuche zu lesen, die auf eine
psychoanalytisch orientierte Institutionentheorie abzielen: DRAr geht es um eine Rekon-
struktion fundamentaler institutioneller Einrichtungen moderner Demokratien wie der
des Vertragsgedankens oder der Gewaltenteilung im Medium des Dialogs- der Flucht-
punkt dieser Überlegungen ist, inspiriert durch eine dialogisch gefaßte psychoanaly-
tische Praxis, die Aufhebung asymmetrischer politischer Strukturen im Dialog (Drai
1981a/b); ENRIOUEZ schließlich konzipiert Institutionen als Form der Naturalisierung
politischer Herrschaft, die mit Mitteln des libidinösen Objektbezugs gesichert wird (En-
riquez 1980: 99ff). In dieser Form der Herrschaftssicherung liegt dann aber auch
zugleich der Keim des Wandels, insofern sich libidinöse Objektbesetzungen nicht völlig
funktionalisieren lassen, Institutionen also nicht 'total' sein können - mit diesen Über-
legungen bereitet er seine These vor, daß die eigentliche Leistung von Institutionen in
der Erzeugung einer Art Ultrastabilität besteht, die auf einer Institutionalisierung der
Prinzipien des Wandels ruht (Enriquez 1980: 100).

- Bundesrepublik Deutschland: Den 'state of the art' der bundesrepublikanischen


Diskussion hat jüngst GöHLER (1987) einer umfassenden und eingehenden
Untersuchung unterzogen, die, was die politikwissenschaftlichen Aspekte angeht, die
hier getroffene Einschätzung der Diskussionslage in den USA, in Großbritannien und in
Frankreich auch für die Bundesrepublik im wesentlichen bestätigt: Mit der
Unterscheidung von allgemeiner Institutionentheorie und einer Theorie politischer
Institutionen macht GöHLER deutlich, daß es theoretisch relevante Entwicklungen fast
ausschließlich in den sozialwissenschaftliehen Nachbardisziplinen gegeben hat (zu zitie-
ren sind hier insbesondere die philosophische wie die Sozial- und Kulturanthropologie
und die Systemtheorie LUHMANNS), über deren Bedeutung für eine Theorie politischer
Institutionen allerdings aus zwei Gründen Unklarheit besteht.
Zum einen war Institutionentheorie lange Zeit kein Thema - man begnügte sich,
wie auch in der internationalen Politikwissenschaft in ihren spezialisierten Bereichen,
mit einem pragmatisch realistischen Gegenstandsverständnis, was sich u.a. an der
institutionell orientierten Policy-Forschung zeigt, die auch da, wo der Institutionen-
begriff konzeptionell wichtig wird, einen solchen mehr unterstellt als klärt; oder aber
der Institutionenbegriff war auf die Bedürfnisse einer pädagogisch ausgerichteten
Demokratiewissenschaft zugespitzt, wo er in Form der Regierungslehre vor allem die
Fassung einer rechtlich-historischen Beschreibung annahm (Göhler 1987: 7/10).
28

Zum anderen bleibt die Rezeption der allgemeinen Institutionentheorie selbst da,
wo sie als Informationsquelle für theoretische Bestimmungen explizit herangezogen
wird, höchst selektiv - eine Thematisierung des Zusammenhangs von allgemeiner und
spezifischer Institutionentheorie in theoretischer Absicht findet nicht statt - vielleicht
mit Ausnahme der Arbeit von Waschkuhn (1974, 1984 und 1987).
Immerhin aber gelingt es GöHLER trotz aller Schwierigkeiten so etwas wie eine
"Typologie des institutionentheoretischen Potentials der wiederbegründeten deutschen
Politikwissenschaft" (Göhler 1987: 31 nennt einen formalen, einen historisch-funktiona-
len, einen maclzttheoretischen, einen normativ-ontologischen und einen funktional-ideen-
geschichtlichen Ansatz) herauszuarbeiten, die durchaus als Anregung zur Systematisie-
rung ideengeschichtlicher Grundpositionen dienen kann.

lnsitutionentheoretisch muß allerdings auch diese Spurensicherung defizitär blei-


ben, zum einen, weil Institutionentheorie mit einer phänomenologischen Gegen-
standsauffassung beginnen, aber nicht schließen kann, zum anderen, weil Theoriean-
leihen gemacht werden, die dem Stand der Diskussion in den Nachbardisziplinen nicht
immer angemessen sind und eher selektiv als rekonstruktiv verfahren - insofern können
sie als Indikatoren für einen strukturellen Innovationsbedarf fungieren.

Auch wenn offensichtlich ist, daß die Eindringtiefe der GöHLERSchen


Untersuchung in einer so breit angelegten und - wenn auch mit systematischem
Anspruch - primär bibliographisch orientierten Arbeit nicht einzuholen ist, muß man
dennoch aus den bisher zusammengetragenen Beobachtungen Konsequenzen ziehen,
die der - wie GöHLER an ausgewählten Beispielen gezeigt hat - richtigen Intuition
folgen, daß es einer problemorientierten Spezifikation der Suchkriterien bedarf, um
eine in Grenzen angemessene Repräsentation des Diskussionsstandes zu erreichen.
Festzuhalten bleibt also zunächst die Beobachtung, daß sich im Bereich dessen,
was GUNNELL mit "pt" umschreibt, eine bemerkenswerte institutionentheoretische
Fehlanzeige ergibt, und zwar international und das zweitens ein Großteil der Literatur,
die unter dem Titel: Institution läuft, für theoretische Zwecke zu unspezifisch ist.
Deshalb möchte ich im nächsten Schritt ein Stück weit der Vermutung nachgehen,
daß die "pt" einen Teil der relevanten theoretischen Kompetenz an die "PT' abgegeben
haben könnte und dies an einigen paradigmatisch einschlägigen politikwissen-
schaftlichen Ansätzen überprüfen.
29

11.2. POLITIKWJSSENSCHAFfLICHE ANSÄTZE


Die schon zitierte Einschätzung ScHDLEINS, daß die konzeptuelle Kapazität des In-
stitutionenbegriffs für die soziologische Theorieentwicklung schon Ende der 30er Jahre
ausgeschöpft scheint (und dies vor allem aufgrund der Operationalisierungsvorteile,
welche die elementaristische Wende der soziologischen Theorie mit der Orientierung
auf Mikroprozesse zunächst erbrachte), trifft so für die Politikwissenschaft nicht zu.
Hier haben holistische Ansätze in der MARxschen wie in der funktionalistischen
Tradition ihre theoretische Faszination schon deshalb behalten, weil intuitiv klar ist, daß
'Politik' am ehesten zu spezifizieren ist als eine besondere Form gesellschaftlicher Syn-
thesis, die allerdings legitimatorisch auf Formen sozialer Selbstvermittlung bezogen
bleibt und als Phänomen aus der Perspektive kleiner und kleinster Teile nicht angemes-
sen zu begreifen sein dürfte (ein Indikator hierfür ist die Zusammenführung inter-
aktionistischer Theorieelemente und CARL-ScHMITTScher Theoreme zu einer "Theorie
der Politik" bei BucHHEIM 1981). Es ist denn auch m.E. dieser Zusammenhang, der dafür
ausschlaggebend ist, daß "institutionality" (Braibanti 1976: 3) auch als Begriff seine
methodische und analytische Sonderstellung nicht verloren hat.
Ich möchte nun an vier Beispielen zeigen, wie diese Intuition methodisch umzu-
setzen ist, und warum darüberhinaus politische Institutionen immer noch eine heraus-
ragende Gegenstandsmarkierung politikwissenschaftlicher Forschung darstellen. Ich
gehe nacheinander kurz auf Modemisierungs- und Entwicklungstheorien (a), auf den -
eher organisationstheoretisch getragenen- Ansatz des 'Institution-building' (b), auf den
Neo-Institutionalismus als Antwort auf Probleme der empirisch orientierten Policy-For-
schung (und in diesem Zusammenhang auf die neuerdings so bezeichnete 'cultural
analysis') (c) und schließlich auf einige Aspekte der Staatsdebatte ein (d), soweit diese
für eine Theorie der politischen Institutionen informativ sind.
Es versteht sich von selbst, daß damit kein Anspruch auf eine vollständige Erfas-
sung aller relevanten Informationen verbunden sein kann - ich möchte hier vielmehr in
erster Unie eine Argumentationssystematik plausibilisieren, mit der relevante Informa-
tionen überhaupt erst zu selegieren sind.
30

11.2.a. Modernisierunes- und Entwicklunestheorien


Es gibt zwei Perspektiven, die den Konstitutionszusammenhang dieser Theorie-
entwicklung beleuchten und jene zentralen Theoriemotive freilegen, welche die theore-
tischen Ausarbeitungen in doppelter Weise bestimmen: Sie legen fe~t und sie limitieren,
auch wenn - wie immer - einzuräumen ist, daß sie wohl analytisch zu unterscheiden nicht
aber zu trennen sind.
Zum einen ergab sich für die politische Wissenschaft, soweit sie sich als ver-
gleichende Regierungslehre verstand, in dem Augenblick, als der Fokus über westliche
politische Systeme hinaus- vor allem auf solche der sogenannten 'Dritten Welt' - ausge-
weitet wurde, ein Bedarf an einer erheblichen Abstraktion der Grundbegriffiichkeit, die
es erlaubte, formal so unterschiedliche Systeme in eine komparative Perspektive zu
rücken. HARTMANN (1980) und MIGDAL (1983) haben übereinstimmend darauf aufmerk-
sam gemacht, daß dies der forschungsprogrammatische Ausgangspunkt war, das Be-
griffsinstrumentarium durch die Adaption psychologischer, soziologischer, kultur-,
kommunikations- und geschichtswissenschaftlicher Begriffsstrategien zu verfeinern - das
ist der methodologische Aspekt.

Zum anderen bot dieses Unterfangen die Möglichkeit, "das Konzept der Institu-
tion, in der klassischen Politikwissenschaft auf formalrechtlich definierte Komplexe
weitgehend verengt" (Hartmann 1980: 39), begrifflich neu zu disponieren. Indem man
sich vor allem mit der Frage auseinandersetzte, wie "Sozialsysteme Fortschritt institutio-
nalisieren" (Endruweit 1987: 309), wurde der Begriff der Institutionalität zur zentralen
Variable der Erklärung des Zusammenhangs sozialer und politischer Dynamik profi-
liert.

Dabei bot gerade der Rückgriff auf funktionalistische und rationali-


sierungstheoretische Traditionen in der Soziologie die Möglichkeit, den Pro-
zeßcharakter politischer Entwicklung mit evolutionärenAnnahmen so zu verbinden, daß
die institutionelle Struktur moderner westlicher Demokratien gleichsam zum 'terminus
ad quem' einer universalgeschichtlichen Entwicklung werden konnte (zur Kritik dieses
Aspektes der Modernisierungstheorie aus historischer Sicht vgl. Wehler 1975).
Diese Strategie der Verknüpfung von analytischen und ideologischen Interessen,
vor allem bei einem der prominentesten Vertreter der institutionell orientierten Ent-
wicklungstheorie: HUNTJNGTON (1968), hat dann natürlich zahlreiche Kritiker auf den
Plan gerufen, die insbesondere den okzidentalen Bias wie auch neo-darwinistische Ein-
schübe dieser Theorien herausstellen (vgl. u.a. Macpherson 1972, Eisenstadt 1979,
Groth 1979 aber auch, um Moderation bemüht, Hartmann 1980: 22f).

Nun sind diese teleologischen Konnotationen des Entwicklungsgedankens nicht


31

akzidentiell, sie spielen vielmehr auch beim zweiten zentralen Theoriemotiv der
Modernisierungsforschung eine zentrale Rolle. In deren Version, die z.B. ZAPF (1977:
3ff) gegen aus der marxistischen Tradition stammende krisenanalytische Konzepte ver-
teidigt (zu diesem Aspekt vgl. auch die Arbeiten von Brandt 1972 und Kitschelt 1985),
wird deutlich, daß der Rationalisierungspfad der okzidentalen Moderne, wie ihn vor
allem Max WEBER beschrieben hat (einen expliziten Anschluß stellt Lepsius 1977 her),
zum Grundmuster von Modernisierung und institutioneller Adaption schlechthin wird -
darin liegt u.a. auch der theoriestrategische Sinn der Verknüpfung der Konzepte von
'Partizipation' und 'Institution' bei HUNTINGTON, in der Partizipationssteigerung
identisch wird mit institutioneller Differenzierung und Spezifikation (Huntington 1968).

Damit sind m.E. die wesentlichen Quellen benannt, aus denen sich die
Modernisierungs- und Entwicklungstheorie (zur Ausdifferenzierung vgl. Migdal 1983:
323ff) speist: Das Konzept der Modernisierung geht, vermittelt über PARSONS und
ALMoND (1960), auf WEBER und dessen Theorem der Differenzierung, eigensinnigen
Entfaltung und institutionellen Spezifikation der Wertsphären von Moral, Wissenschaft,
Politik und Kunst zurück (zur Kritik der handlungstheoretischen Grundlagen der
Weber-These vgl. Habermas 1984: 450ff)- die Pointe besteht darin, Institutionalisierung
als Etablierung eigensinniger Formen von Handlungsrationalität zu begreifen, die gerade in
der Abschottung gegen situationsorientierte soziale Interaktionen ihre Stei-
gerungsfähigkeit erhält. Der Begriff der politischen Entwicklung folgt dem strukturfunk-
tionalen Modell von PARSONS und dessen zentraler Intuition der Komplexitätssteigerung
qua institutioneller Differenzierung und Spezifikation.

Dabei hat PARSONS wohl zunächst stärker als WEBER in seiner Systemtheorie den
Rückbezug auf einen allgemeinen handlungstheoretischen Rahmen gesucht (Parsons
1937 4; vgl. aber auch Schluchter 1980 und für eine sich in diesem Punkt von der
Habermasseben Auffassung unterscheidende Weber-Rezeption Schluchter 1979), so daß
seine Institutionentheorie, analog zum Sinnbezug sozialen Handelns, den fundamenta-
len Anschluß an die Narrnativität gesellschaftlicher Vermittlung nicht aufgegeben hat
{Münch 1982: 38ff).
Die Bedeutung von PARSONS zeigt sich nun nicht allein im Theoriedesign, sondern
reicht bis zu direkten inhaltlichen Übernahmen, wie sie sich an der für diese Ansätze
durchaus repräsentativen Definition politischer Institutionen durch BRAIBANTI ablesen
lassen:

4) Auf den Ansatz von PARSONS gehe ich unter Punkt II. 3.
genauer ein.
32

"Institutions are pattems of recurrent acts structured in a manner conditioning


the behavior within the institutions, shaping a particular value or set of values and
projecting value(s) in the social system in terms of attitudes or acts" (Braibanti
1976: 7).

Wenn dies eine einigermaßen angemessene Beschreibung der theoretischen Aus-


gangssituation ist, sollte mein Vorschlag plausibel werden, die weitere Entwicklung im
Unterschied zu MIGDAL (1983: 328f), der einen "society-centered vs. state-centered
approach" der Entwicklungstheorie konstatiert, als Entfaltung und wenigstens partielle
Vermittlungdreier Paradigmen zu beschreiben: In starker Pointierung kann man ein
kulturalistisches (das sich mit PARSONS verbindet) von einem ökonomischen und einem
politischen Paradigma (das sich vor allem aus der WEBERsehen Bürokratietheorie
speist) unterscheiden.

- Mit dem kulturalistischen Ansatz verbindet sich die Intuition, daß lnstitutiona-
lisierungsprozesse gerade in ihrer historischen und räumlichen Besonderheit nur mit
Bezug auf den in Weltbildern festgehaltenen und kulturell tradierten Bestand an mora-
lisch-praktischem und technischem Wissen erklärt werden können. Zentral wird der Be-
griff des Lernens, der entweder eine eher sozialisationstheoretische Fassung annehmen
kann oder aber sich auf die Veränderung und Entwicklung der Bestandteile des allge-
meinen kognitiven Orientierungssystems selbst bezieht.
Die Diskussion, die sich auf 'Sozialisation' als eines zentralen Parameters gesell-
schaftlicher Modernisierung beziehen, hat man unter dem Titel der "individuellen
Modemisierung" (Hsiao 1979) zusammengefaßt. Auf dieser Basis hat LERNER (1958) ein
3-Phasen Modell der Entwicklung konzipiert, in dem Urbanisierung, Alphabetisierung
und Demokratisierung in einen linearen Zusammenhang gebracht werden (vgl. Winham
1970), während es INKELES in seinen Arbeiten darauf ankommt, die Annahmen über die
entscheidenden Sozialisationsagenturen zu spezifizieren. Individuelle Modernität ist
dann die Assimilation der Persönlichkeitsstruktur an die Erfordernisse der modernen
Industriegesellschaft, die sich vor allem über Familie, Betrieb und Schule vollzieht - in-
dividuelle Modernität ist hier zwar nicht Auslöser gesellschaftlicher Modernisierung,
wird aber als wesentliches Medium der Selbstbeschleunigung sozialer Prozesse ange-
sehen (lnkeles 1984: 376 und Inkeles/Smith 1974).
Die zweite Variante der Vermittlung von individueller und gesellschaftlicher Ent-
wicklung hat in Anlehnung an PIAGET u.a. EISENSTADT so ausgearbeitet, daß er sie in ein
umfassendes Modell der Erklärung gesellschaftlichen Wandels in institutioneller Per-
spektive einarbeiten konnte. 5

5) Näher dazu unten; vgl. zur Bed.eutung der kognitivi-


33

- Im Rahmen ökonomischer Ansätze muß gerade unter institutionellem Blick-


winkel nochmals zwischen zwei Varianten unterschieden werden, die man die kon-
textualistische und die strukturelle nennen könnte.
Die erste Variante ist u.a. unter dem Titel 'Dependenztheorie' bekannt geworden
und geht von der Annahme aus, daß die ökonomisch-ökologische Situierung eines poli-
tischen Systems wesentlich die Entwicklungschancen und die Entwicklungsrichtung so-
zialer und politischer Institutionen im Sinne einer Assimilation an Strukturvorgaben des
Marktes beeinflußt (so etwa Caporaso 1978). Der wesentliche theoretische Beitrag liegt
in einem Wechsel der Ebene, auf der die Entwicklung sozialer und politischer Institu-
tionen analysiert wird (vgl. etwa Wallerstein 1974 und 1980).
Davon zu unterscheiden ist der Versuch, die Produktionsverhältnisse unmittelbar als
strukturbildend für das politische Institutionensystem zu begreifen - ökonomische Reduk-
tionsprobleme beschreiben dann nicht mehr nur eine Form des Innovationsdrucks, auf
den Gesellschaften mit kulturellen und politischen Mitteln adaptiv reagieren, sondern
sie limitieren in dieser Sicht zugleich die Spielräume des Antwortverhaltens: Diese
Aktualisierung des MARxschen Basis-Überbau-Theorems hat BREUER etwa in einer
WEBER-Rekonstruktion in einem Aufsatz zur "Soziogenese des Patrimonialstaats" zu plau-
sibilisieren versucht (Breuer 1982), wobei er die Anregungen wie das Material der
anthropologischen Forschung entnimmt.

- Der institutionentheoretische Gehalt des politischen Paradigmas läßt sich m.E.


am ehesten noch auf die Formel der Komplexitätssteigerungdurch Verfahren (also institu-
tioneller Formalisierung) bringen. Einschlägig hierfür ist vor allem die Institutio-
nentheorie HUNTINGTONS.
HUNTINGTON begreift politische Entwicklung ausdrücklich als Insti-
tutionalisierungsprozeß, wobei der Gesichtspunkt des Verhältnisses von Wandel und
Stabilität leitend ist. Daraus ergeben sich dann die drei fundamentalen Eigenschaften
von Institutionensystemen: Adaptivität, Autonomie und Kohärenz (mit einem Adap-
tionsbegriff, der eng an die WEBERsehe Vorstellung institutioneller Rationalisierung ge-
bunden ist. Und hierin unterscheidet sich dieser Ansatz denn auch wesentlich von den
beiden anderen, insofern als die Entwicklung von politischen Institutionen einer
eigenständigen, immanenten Logik der Rationalisierung von Herrschaft als
Bürokratisierung folgt.

stischen Entwicklungspsychologie P~GE~ in der komparativen


Entwicklungs- und Modernisierungsforschung auch Schöf-
thalerjGoldschmidt 1984.
34

Als politische Ansätze im engeren Sinne könnte man auch jene Arbeiten ver-
stehen, die im Gegenzug zum normativen Funktionalismus wie zum evolutionären Den-
ken überhaupt unter konkurrenz- und machttheoretischen Annahmen den Kontin-
genzaspekt politischer Entwicklung zu betonen suchen, sich dabei aber auf ein m.E.
reduktionistisches Politikverständnis als eines lediglich im Medium von Macht vermit-
telten Prozesses einlassen (vgl. etwa Merton 1957 sowie Dahrendorf 1959 und Rex 1961;
zu dieser Debatte nimmt Stellung Lockwood 1979). In diese Richtung zielt - mit einer
allerdings institutionenkritischen Pointe - auch der Diskussionsbeitrag GREVENS (1987)
"Über lnstitutionalisierung, verbleibende Kontingenz und mögliche Freiheit".

Nun gibt es durchaus einige interessante Vermittlungsversuche, die die Einseitig-


keiten der genannten Paradigmen nicht nur forschungspragmatisch, sondern in
institutionentheoretisch relevanter Weise zu überwinden suchen. Ich möchte hier nur
zwei herausgreifen, die ich für besonders anregend halte und von denen mindestens
schon der erste eine eigene Wirkungsgeschichte entfaltet hat, die - über die vielleicht
politischste Arbeit von HABERMAS (sieht man einmal vom "Struktunvandel der Öffentlich-
keit" von 1961 ab), die "Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus" (Habermas 1973)-
auch eng mit der bundesrepublikanischen Diskussion der 70er Jahre verbunden ist: Ich
gehe nacheinander kurz auf LOCKWOODS (1979) Aufsatz "Soziale Integration und System-
integration" sowie auf EISENSTADTS (1980) Auffassungen ein, wie sie vor allem in der Stu-
die "Comparative Analysis of State Formation in Historical Contexts" zusammengeiaßt
sind.

- LOCKWOOD (1979) markiert in zweierlei Hinsicht eine entscheidende Ent-


wicklung in der modernen Institutionentheorie. Zum einen unterläuft er mit der an
DURKHEIM anknüpfenden (vgl. Müller 1983: 111ff) methodischen Unterscheidung
zwischen Aspekten der System- und der Sozialintegration den Antagonismus von
System- und Handlungstheorie:

"Während beim Problem der sozialen Integration die geordneten oder konflikt-
beladenen Beziehungen der Handelnden eines sozialen Systems zur Debatte
stehen, dreht es sich beim Problem der Systemintegration um die geordneten oder
konfliktbeladenen Beziehungen zwischen Teilen eines sozialen Systems" (Lock-
wood 1979: 125).
Zum anderen versucht er diese Unterscheidung auf dem Hintergrund des MARx-
schen Theorems vom Widerspruch zwischen Produktivkräften und Produktionsverhält-
nissen so zu erläutern, daß theoriestrategisch eine Verknüpfung funtkionalistischer und
marxistischer Traditionen möglich wird. Die institutionentheoretische Pointe, die sich
aus der Übersetzung der MARXschen Kategorien in Begriffe der System- und der Sozial-
integration ergibt, besteht dann darin, die institutionelle Struktur einer Gesellschaft auf
35

Formen sozialer Interaktion in einer Weise zu beziehen, daß der letzteren der Primat
im Rahmen einer Gesellschaftstheorie zugewiesen werden kann (Lockwood 1979: 131).
Diesen Gedanken hat dann HABERMAS - allerdings auf dem Hintergrund einer
spezifischen Umdeutung des Begriffs der Systemintegration, der sich nunmehr auf die
Umweltadaptivität eines Systems im Ganzen beziehen soll - zu seinem Theorem der
"Motivationskrise" (Habermas 1973) und später (Habermas 1976) zu einem Programm
der Gattungsgeschichte ausgebaut. Damit hoffte er, seine frühe Intuition (Habermas
1961) einer immanenten Kritik der politischen Institutionen des bürgerlichen Staats auf
eine gesellschaftstheoretisch objektive begriffliche Basis zu stellen.

- EISENSTADTS Aufsatz von 1980 kann als der wohl umfassendste Versuch einer
Integration der unterschiedlichen entwicklungs- und modernisierungstheoretischen
Paradigmen im Bereich der politikwissenschaftlichen Forschung gelten. Sein Modell
umfaßt in der Figur des 'institutional entrepreneurs' sowohl den Kontingenzaspekt poli-
tischer Entwicklung und damit die Aufnahme der Einsicht in Formen der Machtver-
gesellschaftung sozialer Systeme als auch - mit dem Verweis auf die ökonomisch-öko-
logische Situierung von Gesellschaften - den Hinweis auf Aspekte der Marktvergesell-
schaftung und drittens - mit der Betonung der Bedeutung kultureller Traditionen für die
Konstruktion einer sozialen Ordnung- Momente normativer Vergesellschaftung.
Dieses Modell hat für eine politikwissenschaftliche Theorie der Institutionen den
Vorteil, direkt auf die Bedürfnisse komparativer Systemforschung zugeschnitten zu sein
und hält somit nicht nur relevante theoretische, sondern angesichts der Fülle des aufge-
arbeiteten Materials auch interessante historische und empirische Einsichten bereit.

EISENSTADT geht im Kern davon aus, daß es in erster Linie die kulturellen
Traditionen einer Gesellschaft sind, die deren institutionelle Struktur und Dynamik
bestimmen (wobei ökonomische und Machtkonstellationen dann als intervenierende
Variablen eingeführt werden). Zu diesem Zweck definiert er Tradition als kulturelles
Gedächtnis von Gesellschaften, das aus drei Komponenten besteht: aus den
Wahrnehmungs- und Orientierungsmustern der kosmischen und der sozialen Ordnung,
die er als "codes" begreift, aus Symbolen kollektiver Identität und aus
Legitimationsmustern (Eisenstadt 1980: 624f).
Dann geht er weiter davon aus, daß diese Muster, weit mehr als technologische
Entwicklung, Differenzierung oder Spezialisierung die folgenden Aspekte des institutio-
nellen Arrangements beeinflußen: die Autoritätsstruktur und die leitenden Gerechtig-
keitskonzeptionen, die Machtstruktur und damit die Formen der politischen Auseinan-
dersetzung, die Prinzipien der Hierarchisierung und die Definition der Mitgliedschaft
(Eisenstadt 1980: 625).
36

Dieses Modell erlaubt es vor allem zu erklären, weshalb Gesellschaften auf gleiche
oder ähnliche Organisationsprobleme eben mit unterschiedlichen institutionellen
Arangements reagieren (Eisenstadt 1979): Während Organisationsprobleme (also Pro-
bleme der ökonomischen Adaption) den historischen Problembestand definieren, be-
stimmen die in Weltbildern ('codes') festgehaltenen Rationalitätsstandards im Bereich
des praktischen und technischen Wissens sozusagen den kognitiven Spielraum, inner-
halb dessen Gesellschaften Lösungen suchen und finden können; gegen einen bloßen
emanationstheoretischen Ansatz führt er dann ins Feld, daß institutionelle Realisierun-
gen von Ordnungsentwürfen auf soziale Akteure und damit auf die Vermittlung durch
individuelles Bewußtsein und politische Ressourcen angewiesen bleiben - damit nimmt
er die voluntaristischen Aspekte der Handlungstheorie von PARSONS auf.

Hiermit scheint mir eine Theorieperspektive angeboten, die jene von BRANDT dia-
gnostizierten reziproken Einseitigkeiten des materialistischen Defizits der meisten
modernisierungstheoretischen Ansätze und der normativen Leere politökonomischer
Krisentheorien vermeidet (Brandt 192: 9) und die sich durchaus dem von KITscHELT
diagnostizierten neuen Problemschub einer "materialen Politisierung der Produktion"
(Kitschelt 1985: 198ff) institutionentheoretisch stellen kann: Institutionentheorie läßt
sich also durchaus von modernisierungstheoretischen Präokkupationen entkoppeln und
im Rahmen einer Theorie der Moderne, die den vernünftigen Zweifel an einigen Er-
gebnissen des okzidentalen Rationalisierungsprozesses zu artikulieren hat, entfalten
(Offe 1986).

Insgesamt scheint mir damit innerhalb der politikwissenschaftlichen Forschung auf


dem Feld der Modernisierungs- und Entwicklungstheorien ein Diskussionsstand er-
reicht, den eine Theorie der politischen Institutionen nicht unbeachtet lassen kann. Zu-
mindest wird hier deutlich gemacht, wie politische Theorie soziologische, an-
thropologische und sozialpsychologische Ansätze aufnehmen und verarbeiten kann,
ohne sie jeweils bloß zu imitieren - die Schwächen der soziologischen Traditionen, die
grundbegrifflich den Bezugshorizont bilden, werden allerdings auch die Schwächen
dieser politikwissenschaftlichen Projekte.
Es besteht also Anlaß, die Anregungen, die dieser Diskussionszusammenhang ge-
rade für die Klärung des Verhältnisses von Rationalität und Institution enthält, ernstzu-
nehmen, sie aber in institutionentheoretischer Perspektive durch den systematischen
Bezug auf sozialwissenschaftliche Rationalitätstheorien noch weiter voranzutreiben.
Hinweise in dieser Richtung enthalten neben den schon zitierten Arbeiten auch die
37

Überlegungen VOLLRATHS (1987) und der von SCHÖFfHALER/GOLDSCHMIDT (1984)


herausgegebene Band "Soziale Struktur und Vernunft" (besonders Teil 4: "Probleme der
Vernunftentwicklung in gesellschaftlichen Modernisierungsprozessen").

11.2.b. Institution-buildin&

'lnstitution-building' ist ein Rahmenkonzept, daß im Zusammenhang der Arbeit


einer Reihe von Wissenschaftlern an Fragen vor allem der ökonomischen Modernisie-
rung in Entwicklungsländern unter dem organisatorischen Dach der USAID ( = United
States Agency for International Development) entwickelt und später in das interuniver-
sitäre Forschungsprogramm IURP-IB ( = Interuniversity Research Program on Institut-
ion Building) überführt wurde (Ganesh 1979: 751f und ders. 1980). Die Ergebnisse hat
BLASE (1973- 21985) in einem ersten Anlauf zu einem Band zusammengefaßt, der einen
ausgezeichneten Überblick sowohl über die empirischen Einzelstudien als auch - in
mehr systematischer Fragestellung - über die konzeptionelle Ausgestaltung und Ausstat-
tung dieses Ansatzes bietet.
Es liegt nun nahe zu vermuten, daß sich diesem organisatorischen Rahmen auch
der sozialtechnologische Bias des Institutionenbegriffs selbst verdankt. EsMAN (1972)
verdeutlicht dies, indem er beschreibt, daß Institutionen mit der "Planung von Wandel"
(Eaton 1072: 11) verbunden sind.

''The approach presupposes that the introduction of change takes place prima-
rily in and through formal organisations", durch deren Einrichtung "changes are
deliberately planned and guided" (Blase 1973: 4).
Dabei wird angenommen, daß gesellschaftliche Entwicklung sich insgesamt unter
der Führung technologischer Innovationen vollzieht, so daß das zu lösende Problem
primär darin besteht, die soziale Umwelt von Organisationen (Werte, Normen,
Kommunikationsstrukturen u.a.) an die durch technologische Innovationen gesetzten
'infrastrukturellen' Anforderungen zu assimilieren: Nicht neue Techniken werden - der
Idee nach - in einen gesellschaftlichen Zusammenhang implementiert, sondern umge-
kehrt soziale Strukturen in die einzuführenden Technologien und den technischen
Wandel.
Auf diesen Bedarf ist dann auch der Institutionenbegriff zugeschnitten, der im
Kern auf das Problem der normativen Verankerung von Organisationen zielt, wobei
normative Fundierung in diesem Zusammenhang nur Durchsetzung der Anerkennung
des Eigenwerts von Organisationsstrukturen heißenkann, vermittelt über den Einweg-
Mechanismus der Internalisierung - erst derartig normativ verankerte Organisations-
strukturen haben einen institutionellen Charakter (zu dieser Unterscheidung von Orga-
nisation und Institution vgl. schon Selznick 1957: 21f).
38

In dieser Hinsicht weichen die Arbeiten im Rahmen von 'Institution-building' denn


auch fundamental von Entwicklungs- und Modernisierungstheorien ab, wie ich sie oben
angezeigt habe: Institutionelle Wandlungsprozesse werden nicht historisch-genetisch als
politische Implementation spezifisch sozialer Rationalitätsmuster und auf Organisa-
tionsebene als Adaptionsprozesse gelesen, sondern als Versuche der planmäßigen "Infu-
sion" (Blase 1973: 265 6) von Werten, Funktionen und Technologien in gesellschaftliche
Strukturen, was dann im Sinne einer Begleittherapie auch den planmäßigen Umbau von
Institutionen notwendig macht.

Diese kurze Charakteristik zeigt an, daß es sich beim Modell des 'Institution-buil-
dings' nicht eigentlich um eine Institutionentheorie handelt, und die konzeptuell erfor-
derlichen Anleihen im Sinne von 'Institutionalität' stellen bloße Importe aus unter-
schiedlichen ökonomischen und soziologischen Theorien dar, die auf die Leitvorstellung
hin selegiert und in ziemlich ekklektizistischer Manier modelliert werden (vgl. Blase
1973: 255ff).
Viel eher steht der Ansatz auf der begrifflichen Grundlage diffuser or-
ganisationstheoretischer Annahmen, die alle ihre Pointe in einer instrumentalistischen
Fassung von System-Umwelt Beziehungen in Form von Input-Output Analysen finden.
Diese organisationssoziologische Perspektive, die auch die wesentliche Richtung
der Fortschreibung der vorhandenen Ansätze zu markieren scheint, findet ihren Aus-
druck schon in den Grundzügen des Modells, das 1967 von EsMAN beschrieben wurde
und das ganz offensichtlich einen Grundkosens der sich in diesem Zusammenhang enga-
gierenden Forschung fixiert (Blase 1973: 4-7): Danach unterscheidet EsMAN fünf
Variablen - "leadership, doctrine, program, ressources, internal structure" - die als not-
wendige und hinreichende Bedingung der Erklärungsystemischen Verhaltens in Institu-
tionen angenommen werden und betrachtet die Umweltbezüge eines so beschriebenen
Systems als Austauschbeziehungen vor allem unter Ressourcenaspekten (im einzelnen:
"enabling functional, normative and diffused linkages").

Nun, wenn auch hier gefragt werden soll, was dieser Ansatz für eine Theorie poli-
tischer Institutionen leisten kann, läßt sich meine Vermutung in einem Wort zusammen-
fassen: wenig. Zwar sind einige Anregungen zur begrifflichen Präzisierung des Verhält-
nisses von Organisation und Institution zu bekommen, die - kontraintuitiv - der von

6) Ich zitiere die von Blase verwendeten, unveröffent-


lichten Manuskripte indirekt.
39

ETZIONI geäußerten Ansicht widersprechen, daß man viele Schwierigkeiten vermeide,


wenn der Institutionen- im Organisationsbegriff aufgehoben würde (Etzioni 1964: 3):
Kontraintuitiv deshalb, weil das Problem normativer Verankerung, das mit dem Insti-
tutionenbegriff ausdrücklich angesprochen ist, sich letztlich einer instrumentalistischen
Deutung im Rahmen des oben skizzierten Organisationsmodells entzieht.
Darüberhinaus wird wohl auch die Frage der 'Machbarkeit' von Institutionen, die
sich einer historisch-genetischen Theoriefassung so gar nicht stellt, ausdrücklich thema-
tisiert, so daß empirische Informationen über Zusammenhänge von Institutionalisie-
rungsprozessen erschlossen werden können, die nur in dieser methodischen Einstellung
überhaupt zugänglich werden. Zudem hält die auf dem 'Institution-building' aufbauende
Forschung eine breite Materialvielfalt zur Verfügung, die Probleme institutioneller Im-
plementierung dokumentiert, beschreibt und analysiert.
Dennoch scheint mir insgesamt die theoretische Anspruchslosigkeit des Ansatzes
dessen Informationswert - auch den des Materials - auf einen illustrativen Charakter zu
reduzieren: Die ekklektizistische Weise der Verarbeitung von Theorieversatzstücken
steht einer systematischen Aufnahme eher im Wege, zumal der instrumentalistische
Bias ein Vorgehen charakterisiert, das, wo nicht ideologisch, so doch normativ unspezi-
fisch und gehaltlos bleibt.

11.2.c. Neo-Institutionalismus (Institutioneller Ansatz)


Ähnlich dem Phänomen, daß die Herausbildung individueller Identität mit dem
Akt der Taufe in der Regel nicht abgeschlossen, sondern erst eingeleitet wird, suggeriert
die Bezeichnung 'Neo-Institutionalismus' zunächst mehr, als sie tatsächlich einzulösen
vermag.
Was es in theoretischer Hinsicht heißen könnte, von Neo-Institutionalismus oder
von einem institutionellen Ansatz in der Politikwissenschaft zu sprechen, darüber ver-
mögen vielleicht einige produktive Mißverständnisse aufzuklären, die sich aus der von
v.BEYME durchgeführten Trennung zwischen Theorie und Methode ergeben (Beyme
1987: 48):

Wenn v.BEYME davon ausgeht, daß grundsätzlich zwischen Theorie und Methode
schon deshalb zu unterscheiden ist, weil Theorien falsifizierbar seien, Methoden aber
nicht, und wenn er dann weiter behauptet, daß eine institutionelle Theorie der Politik-
erklärung empirisch erledigt sei, so daß man von einem institutionellen Ansatz nur noch
als einer Methode sprechen könne, so übersieht er eine weitere informative Unterschei-
dung zwischen Methode und methodischem Gebrauch von Begriffen - denn selbst wenn
man ein rationalistisch halbiertes Theorieverständnis unterlegen will (um die po-
40

Iernische Wendung v.BEYMES gegen eine allgemeine Institutionentheorie abzuwandeln:


vgl. Beyme 1987: 59), wird man vielleicht zugestehen können, daß der Gebrauch des In-
stitutionenbegriffs in Zusammenhängen wissenschaftlicher Erklärung (also etwa als
unabhängige Variable in der 'Policy-analysis') von der vorgängigen Begründung und Ex-
plikation der Erwartung abhängig ist, hiermit einen wichtigen Faktor überhaupt identifi-
ziert zu haben.
Entgegen also des Moniturns v.BEYMES, er könne sich eine allgemeine Theorie
politischer Institutionen nur als mit zusätzlichen hohen spekulativen Kosten versehene
Schwundform vergleichender Regierungslehre vorstellen, wäre darauf zu insistieren, daß
ein sinnvoller methodischer Gebrauch des Institutionenbegriffs eine allgemeine Theorie
voraussetzt und in der Regel - wie rudimentär auch immer - impliziert: Davon kann man
pragmatisch in Form einfacher Unterstellungen absehen, aber man kann es nicht leug-
nen.

Zum anderen unternimmt auch GöHLER (1987: 28) in dem Versuch, das Profil
einer allgemeinen Institutionentheorie gegen den Neo-Institutionalismus abzusetzen,
diese Unterscheidung: Hier lautet dann die Pointe, daß ein Ansatz, der Institutionen
nicht zum Gegenstand theoretischer Klärung mache, sondern sie als unabhängige Varia-
ble methodisch verwende, nicht im eigentlichen Sinne institutionentheoretisch
informativ sein könne.
Mit dieser Entscheidung wird nun nicht nur die Wahrnehmung der mo-
dernisierungstheoretischen Ansätze in der Politikwissenschaft fehlgeleitet, sondern man
wird auf diese Weise kaum das theoretische Potential der durchaus heterogenen Diskus-
sionen, die unter dem Titel 'Neo-Institutionalismus' nur zusammengefaßt, aber nicht be-
stimmt sind, eruieren können.

Was also kann eine allgemeine Theorie politischer Institutionen vom in-
stitutionellen Ansatz lernen? Nun, ich denke, daß man der Beantwortung dieser Frage
näher kommt, wenn man sich zunächst einmal des Einführungskontextes dieses For-
schungsprogramms versichert, um dann genauer zu sehen, welcher theoretische Bedarf
aus Erklärungszusammenhängen speziell der 'Policy-analysis' heraus aktualisiert wird
und ob nicht gerade darin wichtige Informationen (und jetzt: methodologischer Art) für
eine allgemeine Theorie enthalten sind.
Ich möchte also zunächst anband einiger Beispiele dieser Überlegung ein Stück
weit folgen, bevor ich anschließend noch kurz auf die 'Cultural-analysis' als einer
aktuellen Strategie zur Befriedigung des theoretischen Bedarfs der empirischen Poli-
tikanalyse verweise. Was den ersten Punkt angeht, kann ich weitgehend der Darstellung
von MARCH/ÜLSON (1984) folgen, die das Thema in vergleichbarer Weise aufnehmen.
41

Schon JANN hat in seiner Studie zur Entwicklung der amerikanischen Policy-For-
schung (Jann 1986a) darauf hingewiesen, daß die Traditionen vor allem des Behavio-
rismus, aus dem die empirische Interpretation der Politikwissenschaft im wesentlichen
stammt, den von ihr selbst produzierten Erklärungsbedarf nicht eigentlich decken kann.
Darüber hinaus macht v.BEYME mit dem Verweis auf die vergleichende Politikwissen-
schaft zu Recht darauf aufmerksam, wie stark die Revitalisierung des Institutionenkon-
zepts mit der funktionalistischen Theorietradition verbunden ist (Beyme 1987: 58f), und
MARCH/ÜLSON (1984: 734f) bemühen sich sogar um einen detaillierten Überblick über
die Forschungen, in denen der institutionelle Ansatz zu Ehren gekommen ist7.
Entscheidend scheint mir dabei die Feststellung, daß gerade aus empirischen Zu-
sammenhängen heraus (March/Olson 1984: 741) Zweifel an der Gegenstandsadäquanz
der elementaristischen, utilitaristischen und instrumentalistischen Sichtweisen - also
den verhaltenswissenschaftlichen Komponenten der politikwissenschaftlichen Metho-
denausstattung - von Politikprozessen erwachsen sind: Arbeiten im Bereich des
'Decision-making' und der Implementationsforschung ergeben Hinweise auf die Selbst-
bezüglichkeit des institutionellen Handeins politischer Akteure, die mit instrumenta-
listischen Verhaltensannahmen nicht zu erklären sind (ebda.: 741f); der elementari-
stische Ansatz idealisiert in unzulässiger Weise die Handlungsbedingungen individueller
Akteure und verfügt über keine begrifflichen Mittel, die Strukturvermitteltheit des
Handeins abzubilden (Jann 1986b: 363) oder gar Institutionen als kollektiven Entitäten
selbst Handlungspotentiale zuzuschreiben (March/Olson 1984: 738).

MARCH/ÜLSON schließen einmal daraus, daß es darum gehen muß,

"blending elements of an old institutionalism into the neo-institutionalist styles


of recent theories of politics", räumen dann aber ein, "that the relevant
theoretical work remams tobe dorre." (March/Olson 1984: 738/742).

Im Fluchtpunkt solcher Überlegungen liegt dann durchaus die wohl dem Kontext
des älteren Institutionalismus zuzurechnende Frage, was es denn heißen kann, eine poli-
tische Ordnung zu besitzen (Johnson 1977: 10).
Denn wie anders sollte man konzeptionelle Erfordernisse wie die eines Begriffs
der Kohärenz und Autonomie politischer Institutionen theoretisch einlösen

7) Ich verzichte hier auf weitere Literaturhinweise, die


dem leicht zu erreichenden Aufsatz von MARCH/ÜLSON entnom-
men werden können.
42

(March/Olson 1984: 738f), wenn man nicht von der Intuition ausginge, daß mit poli-
tischen Institutionen sich offensichtlich eine eigensinnige Rationalität gesellschaftlicher
Vermittlung eine Wirklichkeit verschafft, in der das spezifische Zusammenwirken insti-
tutioneller Formen, normativer Orientierungen, kultureller 'codes', von Verfahrens-
regeln und -stilen (Jann 1986b: 362) das wesentlich bestimmt, was Politik überhaupt ist:
Es geht mit der allgemeinen Theorie politischer Institutionen eben auch um die Erklärung
der Genese politischer Wirklichkeiten, von denen wir in methodisch-analytischer Einstellung
jeweils nur einen empirischen Abstrich erhalten (ein Beispiel dafür bietet die Studie von
ScHMID 1987).

Was aber kann eine solche allgemeine Theorie vom institutionellen Ansatz
lernen? Ich möchte auf drei Punkte aufmerksam machen:
- Zum einen können wir erfahren, daß es einen Bedarf gibt - das ist vielleicht nicht viel,
angesichts des angespannten Verhältnisses von "pt" und "PT' 8 aber doch eine er-
mutigende Anregung.
- Zum anderen wird deutlicher, wie der Zuschnitt der Probleme ist, auf die eine theore-
tische Antwort gegeben werden muß - und vielleicht stecken darin ja auch schon
wichtige Informationen über das, was man das Design (also den spezifischen Zusam-
menhang von metatheoretischen, methodologischen und empirisch-theoretischen An-
nahmen) einer allgemeinen Theorie nennen könnte.
Was aber kann das heißen? Nun, ich denke (und hier würde ich mich von v.BEYME
unterscheiden), daß die Politikwissenschaft sich nicht mit der Feineinstellung von
Mikrotheorien und Theorien mittlerer Reichweite begnügen kann: Will sie ange-
messen auf empirische Fragen reagieren, muß sie - und das zeigen MARCH/ÜLSON
deutlich - selbstreflexiv in dem Sinne werden, daß sie über Theorien verfügt, die die
Geltungsbasis des empirischen Tagesgeschäft selbst noch explizieren können.
- Zum dritten ergeben sich auch sozusagen theorietechnische Konsequenzen für eine
allgemeine Institutionentheorie in normativer Absicht. Gerade wenn man die An-
regung ernstnimmt, Begriffe aus analytischen Problemen heraus zu entwickeln, wird
man m.E. konzeptuell in der Lage sein müssen, die objektivistische Einstellung der
empirischen Forschung mit dem normativen Anspruch in der Weise zu verbinden,
daß die normativen Grundlagen der Theorie an den Strukturen des politischen Pro-
zesses ausgewiesen werden.
Und in dieser Hinsicht gäbe es dann doch eine deutliche Trennlinie zwischen einem
älteren Institutionalismus und einer methodisch durch den neo-institutionellen An-
satz informierten Theorie politischer Institutionen: Wer- zu Recht- auf den normati-
ven Gehalt des institutionellen Denkens nicht verzichten will, dementiert sich jedoch
nur selbst, wenn er aus diesem Grund auf ontologisch tiefsitzende Normen rekurriert,
die er gegenüber der als defizitär empfundenen politischen Praxis in Form von
bloßen Imperativen einführt - hinter diese Pointe der REGELsehen KAm-Kritik kann
auch politische Theorie nicht zurückfallen.

8) Vgl. oben unter Punkt II.l.


43

JANN hat nun jüngst (1986b: 363) auf die 'Cultural-analysis' als einen, wie er meint
zukunftsträchtigen Versuch hingewiesen, sich der eben angezeigten Desiderate anzu-
nehmen. Federführend sind in diesem Zusammenhang die Arbeiten von WILDAVSKY
und DoUGLAS (Wildavsky 1982 und 1985, Douglas/Wildavsky 1982; siehe aber auch
Hadden 1984 und Kaufmann/Majone/Ostrom 1985). Ohne auf die Inhalte im einzelnen
einzugehen, soll kurz erläutert werden, wie der Anspruch aufgenommen wird, politische
Institutionen als autonome und kohärente Gebilde zu fassen, die als kausaler Faktor in
sozialen Prozessen fungieren können.

Institutionen werden hier über den Regelbegriff in bezugauf Verhalten eingeführt


und bilden zusammen mit den "Grenzen, die Menschen zwischen sich und anderen
bilden" (Jann 1986b: 365), die zwei fundamentalen Dimensionen, aus denen sich eine
Vier-Felder-Matrix grundlegender Kulturtypen erstellen läßt. Aus den vier Kombi-
nationen der Kulturtypen ergeben sich dann, als Idealtypen, die Bestimmungen des
institutionellen Profils von Gesellschaften, das genau die strukturellen Anforderungen
markiert, auf die hin sich Individuen sowohl im eigenen Verhalten als auch in der Beob-
achtung und Bewertung von Fremdverhalten hin orientieren (ebda.: 367).
Auch wenn diese Art der Modellbildung noch zahlreiche theoretische und metho-
dische Schwächen aufweist, sind vielleicht doch die sich daraus ergebenden empirischen
Anwendungen und Ergebnisse ganz illustrativ - darüberhinaus deutet der Ansatz auf
eine Quelle, aus der sich eine Theorie politischer Institutionen speisen kann und die bis
heute, von wenigen Ausnahmen abgesehen, noch nicht systematisch prospektiert ist: die
politische Anthropologie 9_

11.2.d. Staatstheorie
Neben und über einzelnen politischen Institutionen ist der Staat selbst ein bevor-
zugter Gegenstand der politischen Theoriebildung der Neuzeit. Ob als Friedensstifter
(HOBBEs), als sittlicher Horizont der bürgerlichen Gesellschaft (HEGEL) oder als Agent
der politischen Stabilisierung ökonomischer Herrschaftsverhältnisse (MARX): Jede
dieser Grundformen des Wesensverständnisses des Staates prägte die spezifische
Auffassung und Ableitung politischer Institutionen als der Formen, in denen das
wesentliche Verhältnis von Staat und Gesellschaft seinen je historischen Ausdruck
finden sollte.

9) Vgl. dazu Punkt II.4.d.


44

Es ist nun nicht so, daß es die Fragen der Staatsableitung sind, welche die Politik-
wissenschaft vor allem da, wo sie empirisch orientiert gearbeitet hat, in den letzten Jah-
ren primär beschäftigt haben. Aber in den verschiedenen Konjunkturen, die dieses
Thema in den letzten 15 Jahren durchlaufen hat {als Stichworte seien genannt: Finanz-
krise des Staates - O'CoNNOR 1973, Spätkapitalismustheorie - ÜFFE 1972 und HABERMAS
1973, Umegierbarkeitsdebatte und Krise des Wohlfahrtsstaates - CROZIER u.a. 1975 so-
wie v.BEYME 1985 und 1987, Bürokratisierung der Lebenswelt- VOIGT 1980 und 1983
sowie HABERMAS 1985), sind diese Probleme doch unter verschiedenen Gesichtspunkten
immer wieder mitthematisiert worden, und wie groß die Resonanz solcher Fragestellun-
gen auch auf internationaler Ebene gewesen ist, mag daran abzulesen sein, daß ein-
schlägige Fachzeitschriften der Diskussion des öfteren Sondernummern eingeräumt
haben (vgl. u.a. IPSR 6/1985 Nr.1 und International Social Sience Journal 32/1980
Nr.4).

Was in diesen Debatten zumeist anklingt, ist die Einsicht in die historische Be-
dingtheit einer politisch-institutionellen Vermittlung von Gesellschaften; diese Erkennt-
nis findet in unterschiedlichen Konzepten der Entstaatlichung wie Demokratisierung,
Marktvergesellschaftung, Korporatismus, Neo-Föderalismus oder dem der sozialen Be-
wegung (Birnbaum 1982 und 1985 a/b) ihren zunächst noch negativen Ausdruck: Ange-
sichts der Diskussionslage wäre es eine wichtige Aufgabe einer selbstreflexiv angelegten
Theorie politischer Institutionen, in systematischer Weise die Bedingungen der Möglich-
keit der politischen Vermittlung von Gesellschaften herauszuarbeiten (eine Andeutung
in dieser Richtung enthält Breuer 1982: Einleitung).
Ein solches Vorgehen verlangt in erster Linie eine Form der nicht-willkürlichen
Bestimmung jener Staatsfunktionen, auf die eine Formanalyse des Staates und damit
der ihn charakterisierenden politischen Institutionen bezogen werden muß (zum Pro-
blem der Bestimmung der Bezugspunkte funktionaler Analyse vgl. Mayhew 1971: 125ff
und Elster 1983). ELSTER beschreibt die formalen Anforderungen einer korrekt
durchgeführten funktionalen Analyse und weist vor allem darauf hin, daß mit dem
Funktionsbegriff die Handlungserklärung (und damit historische Rekonstruktionen) von
dem Bezug auf Bewußtsein gelöst und auf Mechanismen 'objektiver Motivierung'
umgestellt wird.
Derartige Externalisierungen lassen sich aber begründet nur vornehmen, wenn
man gleichzeitig über teleologische oder teleonomische Geschichtsdeutungen in Gestalt
von Geschichtsphilosophie, Evolutionstheorie oder Strukturtheorie verfügt. Auch wenn
ELSI'ER die damit entstehenden Anforderungen für prinzipiell zu hoch hält (vgl. auch
Douglas 1986: 32ff), besteht gerade in der Annahme dieser Herausforderung die
Leistungen der Ansätze, die sich in der Tradition der Kritik der politischen Ökonomie
verstehen:
45

- Der eine Diskussionszusammenhang, aus dem eine Theorie politischer Institutio-


nen sich informieren könnte, ist mit dem Titel einer materialistischen Staatstheorie zu
beschreiben (Holloway/ Piciotto 1978; Jessop 1982, 1985 und 1987; Laclau 1977; Pou-
lantzas 1978; Miliband/Poulantzas 1976; Hirsch/Roth 1986 - vgl. aber auch Ebbig-
hausen 1987 und Greven 1987: lOOf): Generell versuchen diese Arbeiten, Funktions-
bestimmungen mit Bezug auf die eigengesetzlichen Reproduktionsmechanismen des
ökonomischen Systems als objektive Momente des Prozesses der Systemintegration zu
gewinnen, um sich von da aus zu einer konkreten historischen Formbestimmung des
Staats und staatlicher Institutionen vorzuarbeiten.

- Die andere Variante, auf die man sich beziehen kann, ist unter dem Titel
'Spätkapitalismus' in die Diskussion eingeführt und als 'Theorie des kommunikativen
Handelns" (Habermas 1981 und 1984) zu einer umfassenden Gesellschaftstheorie aus-
gearbeitet worden. Hier wird versucht, in den Verständigungsverhältnissen, der kom-
munikativen Infrastruktur einer Gesellschaft, den fundamentalen Mechanismus einer
sozialen Selbstreproduktion von Gemeinschaften zu beschreiben, an den sich die Form-
bestimmungen des institutionellen Aufbaus von Gesellschaften anschließen können 10.
Damit wären dann nicht nur Kriterien zur Hand, um aus dem klassischen Theo-
rieangebot jene Ansätze begründet zu selegieren, die unter der Aufgabe einer Demo-
kratietheorie zusammenzufassen wären (Scheit 1987: 393f), sondern man hätte Argu-
mente, die es erlaubten, die Idee des bürgerlichen Staats gegen dessen institutionelle
Erscheinungsformen zu mobilisieren (vgl. etwa Cohen 1982a/b).

- Eine dritte Möglichkeit sei an dieser Stelle aus systematischen Gründen wenig-
stens 'in Klammern' erwähnt: LuHMANN reformuliert und entschärft das Problem funk-
tionalistischer Erklärung m.E. als Problem der wissenschaftlichen Beobachtung (und wie
man in seiner Diktion hinzufügen müßte: von Beobachtungen). Funktionsbestimmungen
sind dann keine zu begründende Leistung des Theoretikers, sondern sie sind Leistungen
der beobachtenden Systeme, Externalisierungen, mit Hilfe derer diese sich selbst be-
obachten können.
Damit ist dann möglicherweise das Theorieproblem objektiver Punk-
tionsbestimmung elegant umgangen, nur kann davon Institutionentheorie als wissen-
schaftliches Projekt nicht mehr profitieren, weil sie als quasi systemisches Unternehmen
selbst zum Gegenstand von Beobachtung gemacht werden müßte (Luhmann 1981 und
1984a).

10) Vgl. dazu Punkt II.3.c.jii.3.d.


46

Einen ganz anderen, aber in gewisser Weise komplementären Zugang erlaubt die
Tradition der deutschen Staatslehre, in der die Staatsbestimmung an die Auslegung des
Rechts gebunden wird. Ohne auf Einzelheiten dieser Diskussion einzugehen, die mit
Namen wie JELLINEK (1900), KELSEN (1925), ScHMrrr (1928) und HELLER (1934)
verbunden ist, möchte ich doch auf die Arbeiten DRATHS hinweisen, der in seinem
Entwurf zu einer "kohärenten soziokulturellen Theorie des Staats und des Rechts" unter
Anschluß an DURKHEIM und PARSONS diese Traditionen fortzusetzen beansprucht
(Drath 1952, 1963, 1966a/b/c).
DRATHS Ziel ist es, den Nachweis zu führen, daß und in welcher Form Staat und
Recht als notwendige Funktionen differenzierter Sozialgebilde angesehen werden
müssen. Dies soll durch die systematisch zu entwickelnde anthropologische Grund-
annahme begründet werden, daß menschliches Zusammenleben und -wirken notwendig
die Form institutionellen Handeins annimmt und folglich Institutionen hervorbringt.
Den Staat nun will DRATH als ein System verständlich machen,

"unter dem Aspekt, daß er aus Institutionen mit je verschiedenen Rollen be-
steht, oder selbst als eine Institution (auf höherer organisatorischer Ebene) unter
dem Aspekt, daß auch er eine soziale Funktion besitzt" (Drath 1966b: 166).

Da sich alle Ansätze zu einer Theorie politischer Institutionen daran messen las-
sen müssen, ob sie für die zentrale politische Institution, den Staat, befriedigende und in
sich kohärente Erklärungen und Begründungen anbieten, die empirisch gerichtet wer-
den können, scheint insgesamt eine Zusammenführung neuerer Ansätze zur Staatsfunk-
tionsbestimmung mit den Ansätzen der deutschen Staatslehre unter systematischen
Aspekten sowohl möglich als auch erfolgversprechend.
47

11.3. SOZIOLOGISCHE ANSÄTZE

Ich habe schon ausgeführt, daß es typischerweise die soziologische Theoriebildung


und nicht die politische Theorie ist, die das klassische Programm der Institutionentheo-
rie als Institutionenbegründung zugleich hinter sich gelassen und fortgesetzt hat. In
einer für Übersichten notwendig verallgemeinernden Zuspitzung kann man auch sagen,
daß das Programm der Begründung wegen der heute unhaltbar gewordenen meta-
physisch-ontologischen lmplikationen sich wirklichkeitswissenschaftlich aufgespalten hat
in systemtheoretische Ansätze einerseits und in handlungstheoretische Grundlegungen
von Gesellschaftstheorie andererseits.
In diesen Theoriestrategien sind die wesentlichen Desiderate einer Theorie der In-
stitutionen aufgenommen: In der Ausarbeitung von funktionalistischen Interpretationen
von Institutionen und Institutionensystemen zu Systemtheorien wird der gesamtgesell-
schaftliche Bezug von politischen Institutionen herausgearbeitet und plausibel gemacht,
daß Institutionen als Regelungszusammenhänge sozialer Interaktionen die Bedingung
der Möglichkeit von Individuierung und Vergesellschaftung als komplementäre Pro-
zesse beschreiben und insofern als soziales Apriori gelten müssen - sie haben einen in
diesem Sinne übersubjektiven Status und sind objektiv genau in der Hinsicht, daß ihre
Entwicklung einer eigenständigen Logik der Differenzierung und Spezifikation folgt
Auf der anderen Seite wird der in klassischen Begründungstheorien schon proble-
matische Zusammenhang von rationaler Begründung und subjektiven Entscheidungs-
kalkülen handlungstheoretisch so aufgenommen, daß gezeigt wird, wie interagierende
Individuen in ihrer Beziehung sich auf Strukturen einlassen, deren man sich reflexiv ver-
sichern kann und über die es sich zur Objektivität institutioneller Systeme aufschließen
läßt.

Das Problem, daß damit gesetzt ist und das im Augenblick die Debatten bestimmt,
ist, ob beide Argumentationslinien innerhalb eines Ansatzes zusammenzubringen sind,
ob also System- resp. Handlungstheorie die Erklärungsprobleme, welche die jeweiligen
Ansätze konstituiert haben, in eigener Regie bearbeiten können, oder ob sich die duale
Argumentation vielmehr in eine übergreifende Theorie einspeisen läßt, die gleichsam
als Platzanweiser fungiert und die Spannungen zwischen den Forschungsprogrammen
entschärft- so der Anspruch der kommunikationstheoretisch grundgelegten Lebenswelt-
theorie von HABERMAS (vgl. dazu auch Schwemmer 1987: Kap.4).
In dieser Kontroverse jedenfalls müssen Antworten auf die Fragen gefunden wer-
den, ob im Rahmen einer intentionalistischen Deutung von Einzelhandlungen Aussagen
über die Vermittlung einzelner Handlungen zu einem Handlungszusammenhang mög-
48

lieh sind (diesen Anspruch erhebt HAFERKAMP 1987), welchen Status der Begriff des
Systems beanspruchen kann (handelt es sich um eine heuristische Unterstellung oder
um eine Existenzsupposition), und wie das Verhältnis von Handlung und Geschichte zu
bestimmen ist (Eberle 1981: 25ff).

Nun kann es nicht der Sinn der folgenden Ausführungen sein, diese Kontroverse
zu entscheiden, obwohl klar ist, daß die sondierende Fragestellung, welchen Beitrag die
unterschiedlichen Ansätze zu einer Theorie politischer Institutionen leisten können,
schon eine gewisse Präferenz für die Art und Weise der Auflösung enthält. In dieser
Perspektive bietet es sich an, die Paradigmen System und Handlung als Konstruktions-
merkmale einer solchen Theorie zu behandeln und dann nach deren spezifischem
Mischungsverhältnis zu fragen, durch welches das konkrete Theoriedesign zu bestimmen
wäre.
Ich möchte im folgenden jedenfalls von der HABERMASseben Einsicht ausgehen,
daß die institutionelle "Struktur der Modeme" (Münch 1984) nur zu erfassen und zu be-
schreiben ist, wenn es gelingt, Individualisierung und Integration als Momente eines ein-
heitlichen Prozesses abzubilden. Das legt dann die Vermutung nahe, daß diese Pro-
blernkonstellation innerhalb einzelner Ansätze, selbst da, wo die Vermittlung nicht
explizit thematisiert ist, als genauer Indikator für ungelöste Theoriefragen fungieren
kann.
Unter diesen Voraussetzungen kann man relevante Ansätze danach selegieren,
wieweit sie sich dem angezeigten Problem begrifflich-konzeptionell stellen und darin -
mindestens implizit - den Gegenstandsbezug zum Phänomen der politischen Institutio-
nen herstellen. Die möglichen Extrempositionen, die man mit HABERMAS zu den "Erzeu-
gungstheorien von Gesellschaft" rechnen kann (Habermas 1984: 20), wären dann auf
dem systemtheoretischen Pol etwa durch LOHMANN (1984a) und auf dem subjektivisti-
schen Pol etwa durch CASTORIADIS (1984) besetzt- dazwischen lägen, vom System- zum
Subjektpol wandernd, PARSONS (1986) und MONCH (1982 und 1984), SCHLUCHTER (1979
und 1980) und HABERMAS (1981), JoAs (1980 und 1985) sowie LAu (1978).
Es bietet sich aus Übersichtsgründen geradezu an, die Struktur der Diskussion in-
stitutionentheoretischer Probleme wie die daraus hervorgehenden Institutionentheorien
anhand der Art und Weise zu beschreiben, wie der Zusammenhang zwischen Einzel-
handlung und Handlungszusammenhang, zwischen Bewußtsein und System, Individuali-
tät und gesellschaftlicher Ordnung oder zwischen Freiheit und Zwang jeweils hergestellt
wird.
Die systematische Ausgangsposition für neuere Theorieentwicklungen bildet dabei
wohl unbestritten das Werk von Talcott PARSONS, dessen Entwicklung vom 'pattern-
49

variables'- zum 'AGIL'-Schema besonders informativ ist (vgl. etwa Brandenburger 1971,
Stichweh 1980, Luhmann 1980, Loubser u.a. 1981, Savage 1981, Münch 1982, Holm-
wood 1983a/b sowie Schluchter 1980, Sehrader 1966 und auch Waschkuhn 1987).
Ich stelle deshalb den weiteren Ausführungen eine Kurzcharakteristik des PAR-
SONsschen Ansatzes voran, die auf den immanent induzierten Übergang vom ersten zum
zweiten Handlungsbegriff abstellt (Dubin 1960- kritisch dazu Münch 1982), um so die
Schaltstelle zu markieren, an der in unterschiedlicher Weise die Folgediskussion ansetzt
(a). Diese Diskussion ergibt dann in grober Vereinfachung folgendes Bild: Es lassen sich
systemtheoretische Ansätze dadurch charakterisieren, daß sie die Spannung zwischen
System- und Handlungstheorie entweder als Dichotomie fixieren oder zur Seite eines
sich selbst prozessierenden Systems auflösen (b ); Ansätze, die im wesentlichen vom
Paradigma 'Akteur-in-Situation' ausgehen und Ordnungsprobleme im Kern emergenz-
theoretisch behandeln, führe ich unter dem Titel 'subjektive Konstitutionstheorien' an
(c), um dann auf eine dritte Gruppe von Arbeiten zu verweisen, die sich dadurch aus-
zeichnen, daß sie Handlung und System als unterschiedliche Perspektivierungen im
Rahmen einer übergreifenden Theorie der Rationalisierung zu integrieren versuchen
(d).
Ich kann in der Darstellung nicht nur davon profitieren, daß in den letzten 20 Jah-
ren gerade die kontinentale und in sehr hohem Maße auch die westdeutsche Diskussion
die Entwicklung der soziologischen Theorie vorangetrieben hat (vgl. Giddens 1984:
XVf), sondern auch davon, daß diese Theorien in der Regel selbst reflexiv angelegt sind;
d.h. das Gespräch mit den Klassikern bildet sozusagen einen Baustein der Theorie-
entwicklung, so daß ich umgehen kann, was in diesem Rahmen ohnehin unmöglich zu
leisten wäre: Es handelt sich hier nicht um Soziologiegeschichte, um Rezeptionslinien
und -probleme, sondern ich konzentriere mich auf systematische Fragen und versuche,
die konstruktiven Merkmale neuerer Ansätze, soweit sie institutionentheoretisch infor-
mativ sind, freizulegen.
50

11.3.a. Ordnungstheorie und Handlungstheorie


Zur Beschreibung des Problems

Das zentrale Theoriemotiv, das den Aufbau der Handlungstheorie von PARSONS
seit deren Beginn bestimmt, ist der Versuch der Vermittlung von Idealismus und
Positivismus (oder objektsprachlich: von Ideen und Interessen oder von Kultur und
Gesellschaft} auf der Basis des Begriffs sozialen Handeins - es geht um die Bestimmung
des Wirklichkeitsmodus von Ideen (Werten) in Form der Sinnorientierung des
Handeins individueller oder kollektiver Akteure.
Diese Vorstellung der Überwindung des Dualismus von Idealismus und Positivis-
mus selbst ist nun keine Erfindung PARSONS' - sie hat vielmehr als fachkonstitutive
Fragestellung schon bei DURKHEIM und WEBER eine zentrale Bedeutung, so wenn
DURKHEIM in seiner berühmten Definition der Institution diese als eine besondere Art
des sozialen Seins ideeler Phänomene beschreibt und damit Normen und Werte als
soziale Tatsachen in seinem Verständnis zu allererst für die Soziologie erschließt (vgl.
Müller 1983: 55f und 74f}, oder wenn WEBER versucht, den Dualismus von deutendem
Verstehen und kausaler Erklärung zu überwinden (auf die Bedeutung dieser Leistung
WEBERS für sein eigenes Werk weist PARSONS 1980: 154 selber hin).

Ein solcher Versuch stellt nun allerdings den Handlungsbegriff selbst unter
methodologische Kautelen, die dann bei PARSONS letztlich zu einer Selbsttransformation
des handlungs- in den systemtheoretischen Ansatz führen.
Diese These ist, da sie in der, die PARSONs-Rezeption wesentlich strukturierenden
Frage der Kontinuität oder Diskontinuität zwischen voluntaristischer Handlungstheorie
der "Structure of Social Action" (Parsons 1937) und der später in Zusammenhang mit
dem AGIL-Schema ausgearbeiteten systemtheoretischen Perspektive ab den "Working
Papers" (Parsons u.a. 1953 - eine gute Übersicht bietet neben Münch 1982 auch Bran-
denburg 1971) Stellung bezieht und sich der Diskontinuitätsauffassung anschließt (da-
gegen vor allem Münch 1982, aber auch Holmwood 1983a/b}, zunächst kurz zu erläu-
tern.
Die Deutung läßt sich m.E. am ehesten an Hand des Status und der Fassung, die
PARSONS dem Rationalitätsbegriff im Zusammenhang seiner Handlungstheorie gibt, be-
gründen (vgl. den instruktiven Aufsatz von Stichweh 1980).
HoLMWOOD (1983b: 316) weist darauf hin, daß die rationale Einzelhandlung bei
PARSONS zugleich als Medium der Selbstreproduktion des Handlungssystems gefaßt
wird. Dies wird dadurch erreicht, daß zwei wesentliche Rationalitätsparadigmen, jenes
der Zweck-Mittel-Rationalität als Aspekt der Handlungsrationalität und jenes der Kau-
salität als Rationalitätskriterium wissenschaftlicher Erklärung aufeinander abgebildet
51

werden. Kausalität greift auf diese Weise in das Handlungssystem durch, ist aber letzt-
lich als universelles und institutionalisiertes Wertmuster ein fundamentales Moment des
kulturellen Systems.
Mit dieser Konstruktion ist nun aber nicht nur die Objektivität des Rationalitäts-
kriteriums gegenüber der bloß subjektiven Situationsdeutung gesichert, so daß es als
Ferment der Vermittlung rationaler Einzelhandlungen zum Handlungssystem fungieren
kann, sondern damit hat das Rationalitätskriterium selbst einen Systembezug erhalten
(vgl. Stichweh 1980: 60 und ähnlich Luhmann 1980: 8, der die Systemreferenz des Hand-
lungsattributs 'Voluntarismus' herausarbeitet).
Somit ist m.E. die entscheidende Umstellung von der Handlungs- zur Systemtheo-
rie aus der Entfaltung der Implikationen des handlungstheoretischen Ansatzes heraus
vollzogen (vgl. auch Brandenburg 1971: 75ff), was man zusätzlich - worauf STICHWEH
verweist - am Zusammenhang von Medientheorie und Rationalitätstheorie bei PARSONS
zeigen kann: Medien sind für PARSONS Institutionen der Wertrealisierung, die Rationali-
tät in der einzelnen Handlung verankern sollen und somit als Klammer zwischen dem
kulturellen und dem Handlungssystem fungieren (Stichweh 1980: 75).

Wenn dieses - hier nur angedeutete -Argument soweit richtig ist, kann ich nun die
Skizze der Theorieentwicklung unter den hier interessierenden Gesichtspunkten wieder
aufnehmen. Es läßt sich dann sagen, daß die Umsetzung des einleitend genannten
Theoriemotivs in zwei Schritten erfolgt:
Zunächst werden Werte und Ideen (also das, was den Inhalt des 'kulturellen
Systems' ausmacht) über den Handlungsbegriff (Sinnbezug menschlichen Handelns) als
Gegenstand der Soziologie konstituiert. Darüberhinaus muß der Handlungsbegriff aber
so angelegt sein, daß er methodologisch an die Bedingungen der kausalen Erklärung
von Handeln adaptierbar ist: An PARSONs' Bestimmung dessen, was als Handlung im so-
ziologischen Sinn gelten können soll, kann man deutlich ablesen, daß die Bedingungen
der soziologischen Rekonstruktion von Handlungen als Momente der Definition fungie-
ren.
Schon das Paradigma des ersten Handlungsmodells ('Handelnder-in-Situation')
zeigt, daß der Situationsbezug eine doppelte Funktion erfüllt - zum einen wird er als
Objekt von Handlungen betrachtet, zum anderen geht er als Datum in Form von Moti-
ven und Werten in die Handlungsorientierung ein. Daran kann man sehen, daß schon in
der Gestalt des ersten Handlungsmodells die Betonung PARSONS' nicht auf der Einzel-
handlung liegt, sondern auf dem Problem der Integration von Einzelhandlungen zu
Handlungssystemen, als deren Medium sozusagen die Situationsorientierung fungiert.
Nun reicht aber dieses Modell trotz der Rigidität des Bezugsrahmens der Hand-
52

Jung ('frame of reference') , die man an der Stellung und Eigenart des kulturellen
Systems ablesen kann, das aus "ewigen kulturellen Objekten" (Schluchter 1980: 111) be-
steht und für den normativen Bezug der Einzelhandlung sorgen soll, nicht hin, um struk-
turierte Handlungssysteme als Form der Organisation und Integration einer Vielzahl
von Handlungen zu verstehen - die Verbindung von Handlungen mit individuellem Be-
wußtsein in Form von Motiven, Zielen und Zwecken bleibt ordnungstheoretisch prekär,
weil Ordnung in diesem Rahmen stark auf die Selbsttranszendenz von Subjektivität an-
gewiesen bleibt.

Damit aber kollidiert diese erste Fassung des Handlungsmodells zwar nun nicht im
ideologischen Sinn mit Ordnungsgesichtspunkten, aber doch im soziologischen Sinn,
weil PARSONS daran festhält, daß Gegenstand einer Handlungswissenschaft nur geord-
nete Handlungssysteme sein können (Schrader 1966: 113). Deshalb erscheint es dann
auch nur konsequent, wenn PARSONS genau an diesem Punkt des Motivations-
zusammenhangs von Handlung ansetzt, um das zu entwickeln, was man in der Iiteratur
das zweite Handlungsmodell (mit dem zentralen Theoriestück des AGIL-Schemas)
nennt.
Mit diesem Schema werden Probleme der Selbstreproduktion von Systemen be-
nannt (zunächst des sozialen, dann auch des kulturellen, des Persönlichkeits- und des
Verhaltenssystems), die als Orientierungen durch die Motivierung der Einzelhandlung
hindurchgreifen - damit ist die Adaption der Einzelhandlung an die Systemperspektive
möglich, und als Akteure fungieren nun auch Systeme selbst, der Bewußtseinsbezug von
Handeln ist gestrichen (vgl. Schluchter 1980: 112).
Mit diesem Schritt hat die Theoriearchitektur ihre endgültige Gestalt erhalten -
der Rest ist sozusagen Bauausführung: PARSONS bringt die vier genannten Systeme in
eine hierarchische Ordnung (in der Reihenfolge: Verhaltens-, Persönlichkeits-, soziales
und kulturelles System) und verbindet sie durch drei Interpenetrationsmechanismen
(Institutionalisierung zwischen Kultur- und Sozialsystem, Internalisierung zwischen So-
zialsystem und Person sowie Lernen zwischen Person und Organismus oder Verhaltens-
system).
Dieser Theorieentwicklung entspricht nun auch das, was Parsans-unter Institutio-
nen verstehen will (Schrader 1966: 128). SeHRADER unterscheidet drei Definitionen, die
ich nur noch kurz nennen will: Zunächst sind Institutionen als nonnative Muster zu ver-
stehen, die eine moralische Verpflichtung enthalten; dann werden sie nicht mehr als
normative Muster gefaßt, sondern als Rollenzusammenhänge objektiviert, die von strate-
gischer Bedeutung für die Stabilität des sozialen Systems sind; in einem dritten Schritt
erscheinen sie als Nonnenkomplexe, die Situationen und Verhaltensweisen typisieren
und sich qua Sanktion Geltung verschaffen - diese Umstellung von Moral auf Recht ist
m.E. nur der Ausdruck der allgemeinen Theorieentscheidung.
53

Ich möchte hier nicht weiter auf das Institutionenkonzept von PARSONS eingehen,
denn diese Darstellung hat ja nur die begrenzte Funktion, den systematischen Aus-
gangspunkt für die weitere Theorieentwicklung zu markieren, weil ich davon ausgehe,
daß man die Relevanz der institutionentheoretischen Aspekte der soziologischen Dis-
kussion für eine politikwissenschaftliche Theorie der Institutionen nur beurteilen kann,
wenn man sowohl den methodologischen als auch den objekttheoretischen
Konstitutionszusammenhang beachtet. Und in diesem Zusammenhang erweist sich der
Übergang von Modell I zu Modell II, an dem das Problem des Zusammenhangs von
System- und Handlungstheorie deutlich wird, als zentral11.

11.3.b. Systemtheoretische Ansätze


Ich möchte vorschlagen, systemtheoretische Ansätze in der PARSONS' Nachfolge.
dadurch zu charakterisieren, daß sie methodologisch vom Primat der Systemkonzeption
mit dem Paradigma 'System-in-Umwelt' ausgehen und dann von hier aus objekttheore-
tisch Bereiche sozialer Wirklichkeit identifizieren, auf die eine handlungstheoretische
Perspektive eingenommen werden kann - Systemtheorie fungiert also als Platzanweiser.
Zur internen Differenzierung ist aber wichtig zu sehen, ob man vom Systembegriff
einen primären Gebrauch machen will oder ob man diesem eine substantialistische Fas-
sung gibt. Ich möchte dies wie die institutionentheoretischen Folgerungen, die sich da-
raus ergeben, an den Arbeiten von MÜNCH und LUHMANN illustrieren.

- MÜNCHS 'voluntaristische Handlungstheorie': MÜNCH knüpft zu Zwecken der


Konstruktion der institutionellen "Struktur der Modeme" (Münch 1982, 1984 und 1987)
an eine Vorstellung an, die PARSONS ün Übergang zu Modell II entwickelt hatte: Der
ordnungstheoretische Grundbegriff in systemtheoretischer Perspektive lautet 'Inter-
penetration'. Dieser Begriff, mit dem er sich gegen die Auffassung wendet, daß man die
Moderne als Prozeß der Differenzierung und eigenlogischen Entwicklung institutionali-
sierter Rationalitätsmuster begreifen könne und der statt dessen auf die faktische Ver-
knüpfung reiner Rationalitätstypen zu distinkten aber aufeinander bezogenen Hand-
lungssphären (Politik, Ökonomie, Wissenschaft: Münch 1984: 14ff) verweist, bildet die

11) Zu Fragen der politikwissenschaftlichen Ausdeutung


und Anwendung der Theorie PARSONS' vgl. oben Punkt II.2.a.
Eine gute Einführung bietet auch Turner 1972.
54

Grundlage seiner Institutionentheorie und ist sozusagen das methodologische Pendant


zur phänomenologisch eingeführten Vemetzungsthese.
Er nutzt den Systembegriff in enger Anlehnung an das AGIL-Schema perspekti-
visch (d.h. in der Perspektive eines wissenschaftlichen Beobachters von Gesellschaft,
wobei er allerdings keine konsequent konstruktivistische Haltung einnimmt), um die
spezifischen Anwendungsfelder kausaler, teleonomischer, normativ- und rational-ver-
stehender Ansätze in der Soziologie zu sondieren (ebda.: 44ff und 50), um dann die
Systemtheorie als integratives Paradigma anbieten zu können (ebda.: 51).
Dabei erklärt er jedoch nicht den theoretischen Zusammenhang zwischen den ein-
zelnen Ansätzen - vielmehr unternimmt MÜNCH unter dem Signum 'Systemtheorie'
lediglich einen faktischen Schwenk: Die Integration wird sozusagen vom Objekt her or-
ganisiert, dessen Eigenkomplexität den wissenschaftlichen Beobachter auf methodische
Flexibilität verpflichtet. Dieses sehr ekklektizistisch anmutende Verfahren, das Wider-
sprüche zwischen den einzelnen Methoden pragmatisch dethematisiert, ist gleichwohl
institutionentheoretisch informativ (ebda.: 51).
Damit sind die Grundzüge einer voluntaristischen Handlungstheorie cha-
rakterisiert, die MÜNCH als theoretische Lösung des Problems einer voluntaristischen
Ordny._ng anbietet. Diese Vorstellung, mit der er auf eine normative Idee der Moderne
zielt (ebda.: 25), und die er als die Vereinigung "gegensätzlicher Wertideen" der Solida-
rität, Freiheit, Rationalität und aktiven Weltgestaltung auszeichnet, ist eine paradoxe
Konstruktion, weil sie das ordnungstheoretisch begründete Mißtrauen gegen die Mög-
lichkeit der Selbsttranszendierung sozialer Interaktionen mit der konstitutiven Wertidee
der menschlichen Willensfreiheit zusammenbringt.
MÜNCH übernimmt an dieser Stelle prinzipiell die Lösung, die PARSONS in seinem
zweiten Handlungsmodell vorgezeichnet hatte, gibt ihr aber doch eine bezeichnende
Wende, mit der er sowohl handlungstheoretischen wie ideologischen und empirischen
Einwänden entgegenzukommen versucht: Im Unterschied zu PARSONS bringt er die vier
Systeme nicht in eine vertikale, sondern in eine horizontale Ordnung und schlägt damit
einen funktional-horizontalen Differenzierungstypus als fundamentalen Strukturtypus
der Moderne vor. Empirisch braucht er nun nicht mehr das Primat eines Systems (etwa
wie bei PARSONS das des kulturellen oder bei MARx das Primat de~ ökonomischen
Systems) zu behaupten; ideologisch kann er sich gegen einen Konservatismusverdacht
gegenüber jeder Art von Ordnungstheorie absetzen, und handlungstheoretischen Be-
denken kommt die Möglichkeit entgegen, Systeme nunmehr als rationale Verknüpfungs-
form der funktional differenzierten und mit je eigener Rationalität ausgestatteten
Handlungssphären zu begreifen.
Die objektsprachliche Übersetzung dieses Systembegriffs heißt dann 'Institution',
und diese Fassung des Institutionenbegriffs als der sozialen Form der Verknüpfung von
55

Ordnung und Voluntarismus ist wegen des damit gegebenen Bezugs des Begriffs auf die
spezifische Rationalität der von ihm sogenannten 'soziokulturellen Handlungssphäre'
für eine politikwissenschaftliche Institutionentheorie äußerst informativ: Gerade auch
politische Informationen wären als soziale Formen der Rationalitätssynthese funktional
auseinandergetretener Handlungssphären unter der Führung des Prinzips diskursiver
Rationalität zu beschreiben und könnten nicht mehr bloß in Begriffen bürokratischer
Rationalisierung und Machtsteigerung als Phänomene erlaßt werden.

Selbst wenn offen bleiben muß, ob diese Intuition in der vorliegenden Theorie-
gestalt eine adäquate Umsetzung schon gefunden hat, nimmt sie doch die politikwissen-
schaftlich konstitutiven Begriffe von Macht, Rationalität und voluntaristischer Ordnung
auf, so daß sie ziemlich gerrau die Desiderate beschreibt, die eine politische Theorie
einzulösen sich bemühen könnte.

- LUHMANNS Radikalisierung der Systemtheorie: 'Autopoiesis'. LUHMANN


(1984a) setzt ebenfalls an dem PARSONSschen Übergang von Modell I zu Modell II an,
und zwar in doppelter Weise. Zum einen bescheinigt er dem paradigmatischen Wechsel
von der Vorstellung 'Handelnder-in-Situation' zu 'System-in-Umwelt' die theoretische
Unvermeidlichkeit, mit der Begründung, daß eine soziologische Handlungstheorie, die
die Bedingung der Möglichkeit von Handeln aufzuklären hat, zuallererst eine Lösung
für das Problem doppelter Kontingenz anbieten muß: Handlung ist unmöglich, wenn
man einfache Reziprozitätsbeziehungen zwischen individuellen Akteuren in dem Sinne
unterstellt, daß

"Alter sein Handeln davon abhängig macht, wie Ego handelt und Ego sein Ver-
halten an Alter anschließen will" (Luhmann 1984a: 149).
Die dafür notwendige Abstimmung wechselseitiger Erwartungen muß dann als De-
finitions bestand teil in die Situation schon eingehen (das war die Lösung, die PARSONS
vorgeschlagen hatte), oder sie muß dadurch erfolgen, daß die Akteure ihre Erwartungen
selbst nocheinmal beobachten können, indem Kriterien der Beurteilung des Er-
wartungswerts von Erwartungen zur Verfügung gestellt werden.
Diese Kriterien sind formal und bilden den fundamentalen Mechanismus systerni-
scher Handlungskoordination. Für LUHMANN besteht also die Lösung des Problems
darin, daß er die Zurechnung von Handlung auf Personen aufgibt; vielmehr ist die Per-
sonalität individueller Akteure als erwartbare Größe selbst ein Produkt des Hand-
lungssystems (oder um die objektivistische Einstellung LUHMANNs deutlicher zu machen:
Personalisierung ist selbst ein Operationsmodus des Handlungssystems, der von den
Leistungen eines zur Umwelt des Handlungssystems gewordenen psychischen Systems
profitiert).
56

In dieser Argumentationslinie nimmt LUHMANN also PARSONs' Grundgedanken nur


auf, um dessen systemtheoretische Implikationen deutlicher herauszuarbeiten. Zum an-
deren aber -und das ist hier der bedeutsamere Aspekt -verwirft er vollständig die Vor-
stellung, die PARSONS im Rahmen seines funktional-vertikalen Differenzierungsschemas
noch aufrecht erhalten hatte, daß nämlich das Handlungssystem insgesamt normativ in-
tegriert werden könne, weil das die für ihn unrealistische Annahme impliziert, daß funk-
tionale Imperative des Gesamtsystems als Referenzpunkte der Selbstreproduktion der
Teilsysteme fungieren können müßten. Darin scheint für ihn eine Teil-Ganzes Meta-
phorik durch {ebda.: 20f), die für komplexe Systeme, die sich durch hohe Subsystem-
autonomie auf der Basis unterschiedlicher Operationsmodi auszeichneten, vollständig
unangemessen sei.

Das ist dann der Anlaß, das Problem der Integration von Systemen und damit auch
den Systembegriff neu zu fassen: Systeme werden nicht mehr über gemeinsame Re-
ferenzobjekte integriert (das ist die handlungstheoretische Fiktion des
strukturfunktionalistischen Ansatzes), sondern sie grenzen sich von einer kontingenten
Umwelt nurmehr durch die Verwendung eines einheitlichen Operationsmechanismus
der Selbstreproduktion aller zum System gehörenden Subsysteme ab:

"... verschiedene Systeme (verwenden) in der Reproduktion ihrer Elemente


< Handlungssysteme reproduzieren als die Elemente, aus denen sie bestehen,
Handlungen; RSB > dasselbe Differenzschema, um Informationen zu verarbeiten,
die sich aus den komplexen Operationen des jeweils anderen Systems ergeben.
Nicht Einheit, sondern Differenz ist die Interpenetrationsformel ... " (Luhmann
1984a: 315).
Dies alles sind keine willkürlichen Bestimmungen. Sie ergeben sich vielmehr kon-
sequent aus dem erkenntnistheoretischen Einführungskontext des Systembegriffs selber.
LUHMANN reagiert damit auf das Problem, wie soziologische Erklärungen sozialer Pro-
zesse möglich sein sollen, wenn auch Erklärungen Handlungen sind (Luhmann 1980: 6)
und damit Momente des zu erklärenden Zusammenhangs (vgl. auch Bershady 1973).
Sein Problem ist also das des Verhältnisses von System und Beobachter- und wie
dieses beobachtet werden kann. Da er eine Lösung des Problems mit Hilfe transzenden-
taler Begrifflichkeit für ausgeschlossen hält (diese läßt sich nicht objektivieren: Luh-
mann 1981: 79f), nimmt seine Theorie an dieser Stelle die so irritierende objektivisti-
sche Wende: Er verlagert die Beobachtung als Selbstbeobachtung in das System und
weist der Theorie die Beobachtung von Selbstbeobachtungen zu - das ist die LUHMANN-
sche 'Epoche' (vgl. dazu auch Schwemmer 1987: 242f).
Dies ist die Grundentscheidung, die dann in ·Form eines Begriffs-
bildungsmechanismus durchgeführt wird. Das hat nun zwar den Vorteil, daß er sich auf
57

elegante Art Begründungsproblemen entledigt, die- so seine Vermutung- ohnehin nicht


zu lösen sind, aber es hat den Nachteil, daß er auf diese Weise nur noch abstrakteste
Problembeschreibungen generieren kann, jedoch begrifflich den Kontakt zur sozialen
Wirklichkeit so weit verloren hat, daß er mit eigenen Mitteln keine Lösungen mehr an-
bieten kann. Die werden dann oft ganz konzeptionell und deskriptiv sozusagen von der
Seite in sein Theoriesystem wieder eingeführt (vgl. auch Miller 1987: 202ft):

"Es ist zwar keineswegs sicher, daß man auf der Hauptstraße des Akzeptierens
von Selbstreferenz zügig vorankommt, und es scheint so, als ob sie auf eine Brücke
über Abgründe der Vernunft führt, in die Kant nicht zu blicken wagte. Es mag
sein, daß dieser Brücke die Pfeiler noch fehlen. Aber wenn das so sein sollte, kön-
nen wir immer noch im Sturz- die Metapher wechseln" (Luhmann 1981: 70).

Vielleicht aber sollte man auch - vorläufig wenigstens - versuchen, auf sichereren
Bahnen voranzukommen.

Eine Eigentümlichkeit ist jedenfalls, daß Institutionen kaum als Phänomene, mit
Sicherheit nicht in theoretisch relevanten Zusammenhängen auftauchen. Sie werden be-
grifflich abgeschoben in den Bereich einer spezifischen Subsystemsemantik (Luhmann
1984b), wo sie- aggregiert zur Staatsvorstellung- als "Formel für die Selbstbeschreibung
des politischen Systems der Gesellschaft" (Luhmann 1984b: 102) fungieren.
Es ist nun allerdings auch nicht zu bestreiten, daß in dieser eigentümlich objektivi-
stischen Einstellung bekannte Phänomene oft derartig verfremdet erscheinen, daß
Selbstverständlichkeiten aufgebrochen und überraschende Einsichten möglich werden.
Sie haben dann einen eher aphoristischen Charakter und sind - was ADoRNo für das
Signum wirklicher Philosophie hielt - kaum referierbar.
Und deshalb sei es mir abschließend gestattet, ausnahmsweise ein längeres Zitat
aufzunehmen, das geeignet ist, in den möglichen Beitrag LUHMANNS zu einer Theorie
politischer Institutionen, wie er am ehesten noch in den Aufsätzen "Staat und Politik"
(1984b) und "Die Zukunft der Demokratie" (1986a) sowie in der "Ökologischen Kommuni-
kation" (1986b) angedeutet ist, atmosphärisch einzuführen:

"Diese Ausdifferenzierung bedeutet ja, daß das politische System in, nicht über
einer hochkomplexen Umwelt operieren muß, die durch ei~endynamische Punk-
tionssysteme ständig verändert wird. Die Wirtschaft fluktunert; die Wissenschaft
erfindet Atombomben, empfängnisverhütende Pillen, chemische Veränderun~en
aller Art; Familie und Schule erzeugen nicht mehr den Nachwuchs, den das Militär
sich wünscht. Kurz: es geht für die Politik turbulent zu, und eben deshalb kann sie
nur noch als geschlossenes, ich ·~age gern: autopoietisches System operieren, das
dann sich selbst auf Kontingenz codieren und programmieren muß. Die dazu pas-
sende strukturelle Erfindung hat aus historisch-zufälligen Gründen den Namen
Demokratie bekommen." (Luhmann 1986a: 211).
58

11.3.c. Handlun~:stheoretische Ansätze


Wie wir gesehen haben, ist die Entwicklung der Systemtheorie genetisch der
WEBERsehen Einsicht verbunden, daß für den Begriff des sozialen Handeins sowohl die
Reziprozitätsbeziehungen einzelner Akteur~ wie deren gemeinsame Orientierung an
Regeln konstitutiv sind. Nun ist es nicht so, daß handlungstheoretische Ansätze, wie sie
nunmehr vorgestellt werden, keine Traditionen hätten, die sich unabhängig von oder so-
gar im Gegensatz zur Problemstellung PARSONS' bildete; aber es scheint mir dennoch
gerechtfertigt, sie mindestens an der Fassung des Problems, wie sie PARSONS vorgelegt
hat, zu messen.
Denn die entscheidende Intention PARSONs' war ja, das Phänomen des Regel-
bezugs sozialen Handeins in zweifacher Weise auszudeuten: Zu unterscheiden ist
zwischen der Funktion von Handlungsregeln in der Konstitution der Einzelhandlung
einerseits und der Konstitution von Handlungssystemen, also der Herstellung der
Anschlußfähigkeit vieler unabhängig voneinander durchgeführter Handlungen
andererseits.
Dies war die Konstellation, die die Entwicklung der Systemtheorie gleichsam
intrinsisch motiviert hat, und dies ist die Konstellation, an der sich die Möglichkeit einer
handlungstheoretischen (genauer: interaktionistischen) Lösung des Ordnungsproblems
erweisen muß: Nur wenn es gelingt, Interaktionstheorien aus ihrer Fixierung am
Phänomen der Einzelhandlung zu lösen (und das ist m.E. der genaue theoriestrategische
Sinn der Formel von der "Selbsttranszendierung der Interaktion"- Waschkuhn 1987: 85),
läßt sich der Hoffnung HAFERKAMPS, daß sich die Faszination systemtheoretischer Ent-
würfe nur daraus ergebe, daß bisher (d.h. sowohl bei MEAD, BERGER/LUCKMANN, aber
auch bei WEBER und PARSONs) handlungstheoretische Erklärungen lediglich zu früh ab-
gebrochen wurden, Nahrung geben (Haferkamp 1972: 114ff).
Ich denke also, daß sich auch handlungstheoretische Ansätze gerade im Hinblick
auf auf die Erklärung von Institutionen das ordnungstheoretische Problem zu eigen
machen müssen, und ich vermute, daß die einzig aussichtsreiche Strategie darin besteht,
an der PARSONsschen Vorstellung normativer Integration anzusetzen und die Frage der
Genese von Normen dann in intersubjektivitätstheoretischer Perspektive anzugehen,
also darin, das Modell li durch die Rückführung von Normen (und damit die Rückfüh-
rung des kulturellen Systems) auf Interaktionen handlungstheoretisch zu überbieten.
Diese Strategie hat HABERMAS in seiner 'Theorie des kommunikativen Handelns' verfolgt.

Nun ist das zunächst einmal eine Behauptung (wenn auch keine starke), an der
Zweifel möglich sind: Der wichtigste aus interaktionistischer Sicht ist jener an der Legi-
59

timität des ordnungstheoretischen Gesichtspunkts selber. Die Begründung ist also nach-
zuholen, und das wird zunächst auf indirekte Weise geschehen, indem ich an den Arbei-
ten von LAu, JoAs und CASTORJADIS die Plausibilität emergenztheoretischer Annahmen
überprüfe, mit denen das Ordnungsproblem unterlaufen werden soll, bevor dann aus-
zuloten ist, welche Probleme rationalitätstheoretische Ansätze, soweit sie bisher vorlie-
gen, unter dem Aspekt einer Theorie politischer Institutionen noch hinterlassen.
Dieser Weg ist sehr aufwendig und kann deshalb im Rahmen dieser Arbeit auch
nur abgesteckt werden, aber darin besteht ja ihre Aufgabe: die Markierungen zu finden,
die als Orientierungspunkte einer politikwissenschaftlichen Theorie der Institution fun-
gieren können.

- LAU (1978) stellt den Begriff der Institution aus zwei Gründen in das Zentrum
ihres Versuchs der Fortschreibung interaktionistischer Theoriebildung. Zum einen hat
er die konzeptionelle Funktion, zwischen "partnerorientiertem und regelorientiertem
Handeln theoretisch zu vermitteln" (ebda.: 9) und somit interaktionistische Ansätze aus
ihrem mikro-soziologischen Bezugsrahmen herauszustellen, um sie auch für die empi-
rische Analyse von Alltagshandeln fruchtbar zu machen. Zum anderen, aber daran an-
knüpfend, geht es in objekttheoretischer Einstellung um die Entlastung des Begriffs der
Institution von GEHLENsehen Präjudizierungen: Institutionen sind nicht Fossile der Ver-
mittlung von Mensch und Natur, sondern sie bezeichnen soziale Vermittlung, sind
Phänomene der Alltagswelt
Um aber den Institutionenbegriff überhaupt für den angestrebten Gebrauch zu
präparieren, muß LAu sich von vornherein mit zwei prinzipiellen Einwänden
auseinandersetzen: Objekttheoretisch hat sie plausibel zu machen, wie sie Macht- und
Herrschaftsaspekte in den Regelbegriff einarbeiten will; konzeptuell hat sie zu zeigen,
daß der Institutionenbegriff ohne Verlust in einen interaktionistischen Begriffsrahmen
einzupassen ist, so daß er dann als Medium der Höhertransformation des Ansatzes von
der Mikro- auf die Makro-Ebene genutzt werden kann.
Gerade die Reaktion auf den ersten Einwand muß m.E. als Test auf die politik-
wissenschaftliche Relevanz des Ansatzes gelesen werden - und der fällt nicht besonders
überzeugend aus. Nicht nur, daß sie in ihrer Antwort durch die Attributierung auf büro-
kratische Organisationen (auf Administration) Macht und Herrschaft begrifflich kon-
fundiert, sondern sie verschmilzt aus naheliegenden Gründen das Problem der Aktuali-
sierung mit dem der Genese von Macht. Ihre These ist, daß Macht sich in der Erfahrung
von Machtausübung und damit in alltagsweltlichen Interpretationen ( = Interaktionen)
realisiert (ebda.: 33).
Aber selbst wenn man konzediert, daß Macht ein relationales Phänomen ist, bleibt
60

es eine stark idealisierende Betrachtung, Macht sozusagen als Deutungsproblem in den


Horizont von Verständigungsprozessen zu stellen; demgegenüber müßte man damit
rechnen, daß Macht gerade darin besteht, durch die Intentionalstruktur von Handlungen
hindurchzugreifen - sie hat in diesem Sinn eine objektive Qualität: Dann aber wäre nach
jenen Strukturen zu fragen, aus denen heraus diese Objektivität gegenüber alltags-
weltlichen Interaktionen entsteht.
Dieses Argument ist nicht neu (HABERMAS hat es verschiedentlich unter dem Titel
'hermeneutischer Idealismus' als Generaleinwand gegen die verstehend-interaktionisti-
sche Tradition verwendet), aber es ist politikwissenschaftlich gewichtig, zumal dann,
wenn sich zeigt, daß derartige Idealisierungen auch die Antwortstrategie auf den
zweiten Einwand bestimmen.
Um den Institutionenbegriff in seine theoriestrategische Vermittlungsfunktion zu
bringen, trifft LAu zwei wichtige Entscheidungen. Zum einen orientiert sie den
Institutionenbegriff auf Regeln zur Typisierung von Handlungssituationen, um so eine
Generalisierung reiner 'Wir-Beziehungen' als der Bezugsgröße interaktionistischer An-
sätze zu erreichen (ebda.: 148ff); zum anderen reduziert sie das Ordnungsproblem auf
die Bedingung der Möglichkeit der Konstitution von Einzelhandlungen und übersieht
das Problem des Nebeneinanders verschiedener Handlungen, die aufeinander bezogen
werden müssen, ohne daß das als intendiert vorausgesetzt werden kann, wenn der
Perspektivenwechsel von der Mikro- auf die Makro-Ebene tatsächlich gelingen soll
(ebda.: 113ff): Der Verweis auf das MEADsche 'role-taking' ist hier dann nicht einschlä-
gig, weil er sich als Zumutung an einzelne Akteure richtet, der diese nachkommen kön-
nen oder nicht - das klärungsbedürftige Problem entsteht aber gerade dann, wenn sie es
nicht tun.
Dieser Theorieentscheidung entspricht dann die durchgängige Idealisierung des
Institutionenbegriffs in bezug auf dessen Realitätsmodus ("Für den Handelnden sind
Institutionen wirklich, insofern er sie sich anzeigt und zum Objekt seines Handeins
macht" - ebda.: 107) - Institutionen bleiben hier genetisch stets auf Probleme einfacher
Interaktion bezogen.
Damit aber kann dieser Ansatz m.E. dem Ziel der Vermittlung von Interaktions-
theorie und Ordnungsproblem im Institutionenbegriff nicht näher kommen, und
GREVENS Einschätzung, daß diesem Ansatz das Verdienst zukomme, den Institutionen-
begriff konsequent auf die Interaktion konkreter Menschen bezogen zu haben (Greven
1983: 51lf), verwechselt den Begriff von Alltagswelt mit historischer Konkretheit. Denn
'Alltagswelt' ist hier selbst eine begriffliche Idealisierung des Interaktionsgeschehens
und kein empirisches Phänomen.
61

Ob es also überhaupt möglich ist, das gestellte Problem auf handlungs-


theoretischer Basis zu lösen, muß weiterhin als offene Frage behandelt werden - hier
wäre im Anschluß an die Überlegungen von LAu noch einiges an theoretischer Arbeit
zu leisten.

- Ähnlich wie bereits LAu, die mit Mitteln der Theorien des symbolischen Inter-
aktionismus, der phänomenologisch orientierten verstehenden Soziologie und der
Ethnomethodologie versucht, eine Theorie sozialer Institutionen neu zu konzipieren,
geht es JOAS in zwei jüngeren Arbeiten darum, die gesellschaftstheoretische Relevanz
vor allem des Werks von MEAD zu erweisen (Joas 1985, 1986). Die Begründungs-
strategien, die er dabei wählt, sind für eine politikwissenschaftliche Theorie der Institu-
tion von besonderem Interesse, weil die methodologischen Aspekte und Möglichkeiten
einer Vermittlung von Handlungs- und Ordnungstheorie auf dem Boden handlungs-
theoretischer Grundannahmen deutlich herausgearbeitet werden.
Um ein solches Projekt plausibel machen zu können, muß es Joas zunächst darum
gehen, am Beipiel des Werks von MEAD zwei Fundamentaleinwänden entgegenzutreten
- dem Idealismusverdacht einerseits und der fehlenden Unterscheidung ontologischer
Aspekte und Fragen der Emergenz höherstufiger Lebensformen andererseits (Joas
1985: 16 und 18f) -bevor er dann einen handlungstheoretischen Ansatz skizziert, der in
der Lage ist, den Dualismus von Handlungs- und Systemtheorien zu umgehen und das
Ordnungsproblem in eigener Regie zu bearbeiten (Joas 1986).

Dem ersten Einwand begegnet JoAs damit, daß er auf die Verzerrungen verweist,
,,die eintreten, wenn man sich in der Rezeption MEADS auf dessen Hauptwerk "Geist,
'Identität und Gesellschaft" (Mead 1968) beschränkt. Während dieses Werk tatsächlich so
gelesen werden kann, als gehe es mit dem Konzept des 'role-taking' ausschließlich um
die Emergenz von Individualität im Medium einer reflexiven Selbstbeziehung, ist die
These von JoAs, daß

"es insgesamt in Meads Wtrrk sicher mehr um die prinziP.ielle Herausarbeitung


eines anthropologischen Sozüi.litätsbegriffs und die Beurteilung sozialer Ordnun-
gen am Maßstab umfassender Kommunikation über problematische Sachverhalte
geht" (Joas 1985: 16);
-diese These wäre am Verhältnis des MEADschen Konzepts symbolisch vermittel-
ter Interaktion zum Phänomen signalsprachlicher Kommunikation werkgeschichtlich
und systematisch zu erläutern.
Auf den Idealismusverdacht, also den Vorwurf, MEAD könne im Rahmen seines
interaktionistischen Konzepts keinen Begriff der Bedingungen der materiellen Repro-
duktion von Gesellschaften entwickeln, weil dies einen rein kommunikationstheoretisch
62

ausgerichteten Ansatz prinzipiell überfordere, und er somit Phänomene wie Macht und
Herrschaft, Ökonomie und Markt ausblende, reagiert JoAS zunächst mit der Unter-
scheidung von theoretischer und systematischer Vernachlässigung, um so den Boden für
sein Argument zu bereiten, daß MEAD ein Spannungsverhältnis zwischen kommuni-
kativer Rationalität und extern induzierten funktionalen Zusammenhängen durchaus
sieht.
Daß MEAD dann - in der Lesart von JoAS - an dieser systematisch relevanten Stelle
den Begriff der Demokratie einführt, um diese als eirie Möglichkeit der Verhinderung
der Verselbständigung funktionaler Zusammenhänge zu Imperativen zu profilieren
(Joas 1985: 19), macht ihn politiktheoretisch interessant: Hier ist wohl Rezeptionsarbeit
erst noch zu leisten.

Der zweite Aufsatz, auf den ich in diesem Zusammenhang besonders hinweisen
möchte (Joas 1986), versucht auf der Grundlage einer erweiterten MEAD-Rezeption u.~d
in Auseinandersetzung mit HABERMAS' 'Theorie des kommunikativen Handelns" die
handlungstheoretischen Grundlagen für eine Gesellschaftstheorie zu skizzieren. Die
tragenden Säulen dieser Argumentation sind einerseits der Versuch einer phänome-
nologischen Anreicherung der Handlungstheorie durch eine differenziertere Handlungs-
typologie, und andererseits die Profilierung einer "auf die Konstitution kollektiver Ak-
teure zentrierten Ordnungstheorie" (Joas 1986: 170; kritisch dazu - gerade unter
ordnungstheoretischen Gesichtspunkten- Saretzki 1986).
Gegen die intellektualistische Engführung der HABERMAsseben Handlungstheorie
in der Handlungstypologie des instrumentellen, strategischen und kommunikativen Han-
deins kann JOAS unter dem Stichwort "expressivistisches Gegenmodell" (Joas 1986: 147)
sowohl auf jüngere Entwicklungen in der phänomenologisch orientierten Lebenswelt-
soziologie (vgl. zusammenfassend Kiwitz 1986), auf praxistheoretische Traditionen bei
Hannah ARENDT und MARx, auf neuere Entwicklungen in der französischen Diskussion
(vgl. bes. Castoriadis 1984 - dazu unten; aber kritisch auch Schmalz-Bruns 1986), wie
auch auf poietisch orientierte Vorstellungen nicht sprachlich reduzierten menschlichen
Ausdrucksverhaltens in der deutschen Spätaufklärung und Romantik verweisen.
Gegen die rationalistische Fassung des Problems der Normkonstitution im Begriff
des praktischen Diskurses führt er die Bedeutung rituellen Handeins ein und knüpft
damit an die Arbeiten vor allem DURKHEIMS, aber auch GEHLENSan (Joas 1986: 148;
vgl. aber auch Honneth 1985). Als Alternative zur utilitaristischen Reduktion des Typs
strategischen Handeins steht das pragmatische Handlungsmodell, das auf experimen-
telles, seine Ziele erst in der Situationsbewältigung findendes Handeln zielt (Joas 1986:
15ot).
63

Die Pointe dieser Argumentationsstrategie besteht dann darin, den vielfältigen


Formen subjektiver Konstitution des Alltags in einer Weise nachzuspüren, die es er-
laubt, Subjektivität als gesellschaftstheoretischen Schlüsselbegriff wieder fruchtbar zu
machen.
Damit ist der Boden bereitet, die Bearbeitung der Problematik der Konstitution
von Gesellschaften wieder einer Theorie kollektiver Akteure zu übertragen, die eine
Möglichkeit bietet, berechtigte Einwände funktionalistischer und systemtheoretischer
Provenienz gegen die utilitaristischen Traditionen der Soziologie und gegen einen
methodologischen Individualismus in empirisch gehaltvoller Weise aufzunehmen, ohne
dabei der Suggestion einer sich subjektlos selbst reproduzierenden Ordnung erliegen zu
müssen.

Als Orientierungshilfe für einen solchen Ansatz können die Arbeiten von
GIDDENS dienen, die auf der Basis einer radikalen Funktionalismuskritik eine Theorie
kollektiven Handeins anbieten, die auf eine Dialektik von Handlung und Struktur, von
intendierten und nicht-intendierten Handlungsfolgen, von Strukturierung und De-
strukturierung und von Institutionalisierung und Deinstitutionalisierung zielt. In diesem
Zusammenhang muß dann wenigstens kurz auf "The Constitution of Society" (Giddens
1984) hingewiesen werden, wobei ich den grundlagentheoretischen Überlegungen nur
soweit folge, bis deren institutionentheoretisch relevante Pointe sichtbar wird.
Diese 'Theorie der Strukturierung' ist Ausdruck der Bemühung, den Struktur-
begriff und das Konzept des intentionalen Handeins innerhalb eines einheitlichen Theo-
rierahmens zusammenzuführen und so eine soziologische Gesellschaftstheorie zu er-
möglichen, die eine Deutung von 'Struktur' nach dem Modell von Makrosubjekten
überwindet und sich zugleich von den, die intentionalistischen Handlungstheorien oft
begleitenden idealistischen Begriffskonnotationen löst.
Der Vorschlag, den GIDDENS zur Einlösung dieses anspruchsvollen Programms
unterbreitet, läßt sich durch die Unterscheidung von Strukturen als Medien und als Re-
sultat gesellschaftlicher Praxis, die grundbegrifflich als intentionales Handeln gefaßt ist,
konturieren.
Strukturen sind dann nicht mehr, wie bei PARSONS und in der systemtheoretischen
Tradition, objektive Manifestationen der Systemreproduktion, die als Bezugspunkte und
als Iimitationale Faktoren in den Rahmen der Handlung so eingebaut sind, daß sie von
außen die Transformation der Einzelhandlung in ein Handlungssystem steuern - diese
Aufgabe der Integration des Handlungssystems übernimmt vielmehr der Mechanismus
der reflexiven Handlungsbeobachtung (das ist die Bedeutung von 'Intentionalität' bei
Giddens; vgl. Joas 1986: 239).
64

In dieser Konstruktion sollen dann Strukturen als Medien der Steuerung des Be-
obachtens von Beobachtungen des Eigen- wie Fremdverhaltens fungieren und somit die
Frage beantworten, wie Beobachtung als Form des Handlungsanschlusses und damit die
Lösung des Problems doppelter Kontingenz möglich ist (Giddens 1984: 29). An dieser
Stelle kann GIDDENS dann die von ihm postulierten fundamentalen Strukturprinzipien
der Macht, der Sinnkonstitution und der Legitimation (Giddens 1984: 29) als Medien
der Strukturbildung, der Bearbeitung des Problems doppelter Kontingenz und damit der
Konstitution von personaler Identität, von Intersubjektivität und Sozialität einführen.
Damit hat er den Rahmen etabliert, innerhalb dessen der Strukturbegriff gleich-
sam handlungstheoretisch entschärft werden kann: Die Struktur einer Gesellschaft (was
der institutionellen Ordnung entspricht) läßt sich durch eine Kombination genau jener
Prinzipien beschreiben, die auch die Einzelhandlung wie das Handlungssystem konsti-
tuieren, und darin liegt der angestrebte handlungstheoretische Durchgriff auf den Struk-
turbegriff, der an der Übersetzung des Konstruktionsprinzips der Theorie (also der
methodologischen Ebene) in objekttheoretische Annahmen sichtbar wird.

So ergibt sich im einzelnen: S(ignification) - D(omination) - L(egitimation) =


symbolische Ordnung; D(autoritativ) - S- L = politische Institutionen; D(allokativ) - S -
L = ökonomische Institutionen und L - D - S = Rechtsinstitutionen (Giddens 1984:
33f).
In dieser Kombinatorik werden institutionelle Ordnungen nun ganz offensichtlich
nicht nur als Resultate gesellschaftlicher Praxis gefaßt (in diesem Zusammenhang ist auf
den Machtbegriff zu verweisen, der nicht primär auf die asymmetrische Verteilung von
Handlungschancen zielt, sondern fundamental in dem Sinn ist, daß er den transformati-
ven, welt-umgestaltenden Charakter von Handlung schlechthin zeigt; vgl. Joas 1986:
239), sondern sie werden unter kognitiven Aspekten als Momente der Selbstorganisa-
tion von Handlungssystemen gedeutet.
Institutionen sind somit Interpretationsschemata, mit deren Hilfe sich vergesellschaf-
tete Subjekte ihre Welt zurechtlegen und so zugleich konstituieren, indem sie sie strukturie-
ren.

Diese institutionentheoretische Pointe - die allerdings durch Äquivokationen des


Machtbegriffs, denen auch JoAs in seinen kritischen Anmerkungen aufsitzt (vgl. Joas
1986: 244), zum Teil verdeckt wird (Macht als Handlungscharakteristikum und als poli-
tische Herrschaft) - erläutert GIDDENS am Beispiel ökonomischer Institutionen: Danach
wäre es falsch, ökonomische Institutionen als Erscheinungsform bestimmter Alloka-
tionsmechanismen aufzufassen; sie bilden, gedeutet als Strukturierungsmuster, vielmehr
die Voraussetzung dafür, daß Allokation überhaupt als Medium gesellschaftlicher Diffe-
65

renzierung eingesetzt werden kann, so daß das, was in materialistischer Perspektive als
gesellschaftliche Objektivität erscheint, als instituiert entziffert werden kann (ähnlich
könnte man dann das Verhältnis von politischen Institutionen und historischen Staats-
formen fassen).
Institutionen werden hier also als konstituierende Strickmuster behandelt, die
zugleich mit dem Alltagshandeln über den Mechanismus des "monitoring of monitoring"
- dem Beobachten des Beobachtens - verbunden sind und erscheinen damit als die struk-
turellen Modi dieses Prinzips der Handlungsverknüpfung.

Insgesamt läßt dieser Ansatz - ohne einer gerraueren Diskussion vorgreifen zu


können (vgl. etwa Joas 1986 und Turner 1985/1986)- mit dem Versuch, die losen Enden
der in Handlungs- und Systemtheorie auseinandergetretenen Gesellschaftstheorie wie-
der zu verknüpfen, wichtige Einsichten vermuten, die, wenn es etwa gelänge, ihn mit der
kantianisch gestimmten PARSONs-Interpretation von MÜNCH zusammenzuführen, einen
wichtigen Beitrag zur Theorie politischer Institutionen leisten könnten.

Auf der Differenz von - wie er es nennt - 'Instituiertem' und 'Instituierendem' baut
auch der "Entwurf einer politischen Philosophie" auf, den CASTORIADIS vorgelegt hat
(Castoriadis 1984); er stellt ihn in den normativen Horizont eines emphatischen Praxis-
begriffs, den er - um den orthodoxen Verfallserscheinungen des Marxismus entgegen-
wirken zu können - aus dem ursprünglich Marxschen Theoriekorpus zu gewinnen sucht.
Der Fluchtpunkt seines Praxisbegriffs als eines revolutionären Tuns ist die Autonomie
des Subjekts - wobei Autonomie sowohl das Ziel angibt als auch die Mittel beschreibt,
es zu erreichen (ebda.: 129).
Zu diesem Zweck versucht CASTORIADIS zunächst mit Mitteln der Differenz von
'institue' und 'instituant' die institutionelle Struktur historischer Lebensformen zu vir-
tualisieren: Von den Weltbildern über den diese noch bestimmenden abendländischen
Vernunftbegriff im Sinne des identifizierenden Denkens ('legein') und instrumentellen
Tuns ('teukhein') bis zu den Institutionen einer ökonomischen Eigentumsordnung und
politischen Herrschaftsausübung werden Institutionen auf die schöpferischen Akte der
Imagination zurückgeführt, sind ausgewählt und instituiert aus einem "Magma an Be-
deutungen" (Castoriadis 1984: 400).
Weil sie so selbst keine ontologische Substanz mehr haben, sondern Produkte
einer imaginierenden Bedeutungsschöpfung als dem ontisch Primären sind (SINGER
1980: 90ff spricht von einer "negativen Ontologie"; vgl. auch Honneth 1985), ist das Ter-
rain begrifflich freigelegt, auf dem Praxis als autonome Tätigkeit und als Medium gesell-
schaftlicher Konstitution wie gesellschaftlichen Wandels sich an der ununterbrochenen
Neuschöpfung der Gesellschaft versucht.
66

CASrORIADIS' Praxiskonzept lebt also aus der Spannung zwischen revolutionärem


Tun und der instrumentellen Verkürzung von Praxis, die er mit dem Begriff des
'teukhein' umfaßt, einerseits, und aus der Spannung zwischen Sprache, insofern sie sich
auf ein 'Magma an Bedeutungen' bezieht und 'legein' als der abendländischen Form des
instituierten, identifizierten Sagens andererseits.

Das Problem dieser praxistheoretisch inspirierten Vernunftkritik (vgl. Thompson


1982) ist nun, daß Praxis sich sozusagen als Polyphonie oder Kakophonie von Privat-
sprachen artikuliert: Es ist nicht zu sehen, wie CAsTORIADIS erklären will, weshalb aus
der ubiquitären Konkurrenz von Bedeutungen relevante Bedeutungen selegiert werden,
warum historisch einige Imaginationen erfolgreicher waren als andere, wie schließlich
subjektive Bedeutungsschöpfungen als Akte eines mehr oder weniger 'einsamen' Be-
wußtseins zu gesellschaftlicher Bedeutung vermittelt werden.
Anders ausgedrückt: Es fehlt ihm- wie HABERMAS (1985: 387) moniert -ein Be-
griff wirklich "innerweltlicher" Praxis, den er mit seinem ontologisch so tiefgelegten
Poiesis-Konzept offensichtlich gar nicht mehr erreicht.
Ob sich dieses Problem -wie HABERMAS {1985: 388) behauptet - nun allerdings
ohne Verlust im Rahmen des Ansatzes von CASTORIADIS dadurch lösen läßt, daß man
vom semantischen auf einen kommunikationstheoretischen Sprachbegriff umschaltet,
erscheint mir fraglich, weil dessen rationalistische Implikationen möglicherweise der
Intention der Vernunftkritik nicht kommensurabel sind. Gerade die Arbeit von JoAs
(1986a) hat ja die Probleme offengelegt, die entstehen, wenn man phänomenologisch in-
spirierte Handlungstypologien, die sich an das Poiesis-Konzept von Handlung an-
schließen, mit rationalistischen Handlungstheorien zusammenfügen will: Die
phänomenologische Bandbreite dessen, was als Handeln in den Blick kommt, wird dann
vor allem bestimmt durch die Erklärungsinteressen des wissenschaftlichen Beobachters
und nicht durch die unterschiedlichen Expressionsbedürfnisse und -möglichkeiten des
Akteurs; der Begriff rationalen Handeins steht immer in einer ordnungstheoretischen
Perspektive und zeichnet sich durch eine konstitutive Systemreferenz aus, während für
phänomenologische Handlungstypologien der Bezug auf individuelle Subjektivität
leitend ist. HABERMAS Vorschlag zielt folglich nicht auf die Vermittlung mit
CASTORIADIS, sondern auf die Ersetzung dieses Theorieprogramms.

Demgegenüber wäre gerade eine Verbindung, die die starken normativen Implika-
tionen eines Konzepts autonomer Praxis mit dem Problem der Integration von Ein-
zelpraktiken zu gesellschaftlicher Praxis zusammenbringt, für eine normativ orientierte
67

Theorie politischer Institutionen von einiger Bedeutung - diese Arbeit ist m.E. aber erst
noch zu leisten.
68

11.3.c. Rationalisierun~:stheorien

Hier sind Ansätze anzuzeigen, die auf der Basis handlungstheoretisch ausgearbei-
teter Rationalitätsbegriffe versuchen, Institutionengeschichte als stufenförrnigen Prozeß
der gesellschaftlichen Realisierung von Prinzipien der Rationalisierung praktischen Wis-
sens zu beschreiben. Sie sind also primär von den bisher zitierten Arbeiten dadurch
unterschieden, daß sie - wie schon PARSONS - darauf zielen, die normativen
Implikationen der Frage, wie gesellschaftliche Ordnung möglich ist, herauszustellen.
Anders als PARSONS beziehen sie sich allerdings nicht mehr auf substantielle Wertideen,
die im kulturellen System fest verankert sind, und können das Problem der normativen
Integration nicht mehr als monologischen Prozeß der Internalisierung allein be-
schreiben.
Sie sind sozusagen strukturell moderner als PARSONS, wenn sie die Frage nach der
normativen Integration dadurch radikalisieren, daß sie nach deren Möglichkeit unter
Bedingungen der Moderne fragen - und d.h. unter Bedingungen, unter denen Gesell-
schaften Werte und Normen wie Identitäten nicht mehr von irgendeinem Außen impor-
tieren können, sondern aus sich selbst schöpfen müssen.
Ich möchte mich auch hier auf - allerdings hervorragende - Beispiele beschränken
und gehe kurz auf die Arbeiten von SCHLUCHTER, HABERMAS und EDER ein. Dabei stellt
HABERMAS' "Theorie des kommunikativen Handelns" sicherlich auch deshalb den umfas-
sendsten Ansatz zur Verfügung, weil er versucht, die bisher dargelegten Dis-
kussionsstränge von System- und Handlungstheorie in einer zweistufigen Gesellschafts-
theorie auf dem Boden eines kommunikationstheoretisch gefaßten Lebensweltbegriffs
zu integrieren.
Dabei ist wichtig zu sehen, und SARETZKY (1986: 13ff) hat das deutlich herausge-
strichen, daß die Systemanteile der zweistufigen Konzeption von System und Lebenswelt
keineswegs ordnungstheoretisch zu deuten sind - Ordnung bleibt eine originäre Leistung
verständigungsorientiert handelnder Individuen, und Gesellschaften insgesamt stehen
im normativen Horizont von Lebenswelten.
Der Nachteil allerdings ist, daß diese Theorie zwar einige institutionstheoretische
Implikationen enthält (vgl. vor allem das Kapitel "System und Lebenswelt" in: Habermas
1981b), aber über keinen ausgearbeiteten Institutionenbegriffverfügt
In diese Lücke kann man den Ansatz von EDER hineinlesen. Im Falle der
ScHLUCHTERsehen WEBERdeutung, die eine rationalisierungstheoretische Lesart in den
Mittelpunkt rückt, bin ich mir bewußt, daß ich damit nur eine Form der WEBER-
Rezeption (vgl. vor allem auch macht- und konfliktheoretische Deutungen) profiliere,
aber, wie ich vermute, die institutionentheoretisch relevanteste.
69

:_SCHLUCHTER unterscheidet in seiner WEBER-Rekonstruktion zwischen


Strukturformen als den historisch kontingenten Ordnungskonfigurationen, die sich in-
nerhalb der Grenzen eines Weltbildes etablieren, und Strukturprinzipien, welche die
Muster der kognitiven Weltdeutung (sowohl der Natur als auch der sozialen Welt) be-
zeichnen und die Grundformen sozialer Integration wie die Möglichkeitsspielräume ge-
gebener Gesellschaften bestimmen (Schluchter 1979: 1).
Mit dieser Unterscheidung kann sich ScHLUCHTER auf die berühmte Formulierung
WEBERS aus der Einleitung zu den Wirtschaftsethiken der Weltreligionen beziehen, in
der WEBER einen Zusammenhang zwischen Ideen, Weltbildern und Interessen in der
Weise herstellt, daß die aus den Ideen geschaffenen Weltbilder als Weichensteller die
Bahnen bestimmen, "in denen die Dynamik der Interessen das Handeln fortbewegte"
(Schluchter 1979: 39).
In diese Unterscheidung arbeitet er entwicklungstheoretische Annahmen ein, wie
sie vor allem in der kognitivistischen Psychologie von PlAGET und KOHLBERG
ausgebreitet und auch von HABERMAS aufgenommen sind, so daß er von einer
"Evolutionsbezogenheit" von Strukturprinzipien sprechen kann, die in ihrer Entwicklung
einer eigenen Logik folgen (vgl. auch Dux 1982). Der heuristische Sinn dieses Theorems
ist eine entwicklungslogische Rekonstruktion des WEBERsehen Werks, also der Versuch,
gesellschaftliche Strukturprinzipien zu identifizieren (Schluchter 1979: 59) und dafür
dann - unterschieden nach ethischen und institutionellen Aspekten - Referenzen im
Werk von WEBER zu suchen.
Der theoriestrategische Sinn liegt darin, die historischen Arbeiten WEBERS gleich-
zeitig als Prüfsteine zu nutzen, an denen sich die im Rahmen rationalitätstheoretischer
Überlegungen explizierten normativen Grundannahmen von Gesellschaftstheorie
soziologisch ausweisen zu lassen.
Zum Zweck der Identifizierung ethischer und institutioneller Komponenten gesell-
schaftlicher Strukturprinzipien organisiert er dann auf der Basis einer genetischen Be-
grifflichkeit Matrizen, in die er die WEBERsehen Begriffe einträgt (ebda.: 70 und 121)
und bereitet so die institutionentheoretische Pointe seiner Argumentation vor: Am Bei-
spiel der WEBERsehen Rechtssoziologie kann er erläutern, daß sich gesellschaftliche
Entwicklung als Adaption institutioneller Strukturformen an die, in die Strukturprin-
zipien eingelagerten, Rationalitätspotentiale vollzieht.

Indem er somit zeigt, wie die Rationalisierung des Rechts auf jene der Ethik wie
die der Herrschaft bezogen bleibt, daß die okzidentale Rationalisierung sich also gerade
nicht in der eigensinnigen Rationalisierung gesellschaftlicher Strukturformen zeigt, son-
dern sich Rationalitätsgewinne erst in der Vermittlung einzelner Rationalisierungspfade
einstellen, führt er sozusagen Weber mit WEBERsehen Mitteln über WEBER - und das
70

heißt natürlich auch die Vorstellung der politischen Moderne über den Anstaltsstaat als
Fluchtpunkt der gesellschaftlichen Entwicklung des Okzidents - hinaus (ebda.: 198).
Mit diesem Ansatz scheint eine Theoriefassung erreicht, von der po-
litikwissenschaftliche Arbeiten unmittelbar profitieren können - dies zumal dann, wenn
es in weiterführender Forschung gelänge, die kognitivistische Verengung des Entwick-
lungsbegriffs in Richtung auf eine Theorie kollektiver Akteure etwas zu lockern. Ob dies
möglich ist, ob also die Theorievorteile universalistischer Theorien mit denen von
Praxistheorien überhaupt zu verbinden sind, bleibt eine offene Frage.

In diesem Zusammenhang könnte ein Rückgriff auf REHBERG hilfreich sein, der
sich in seiner Arbeit über eine "Perspektivische Soziologie der Institutionen" (1973) mit
der Institutionentheorie GEHLENS unter gerrau dieser Fragestellung auseinandersetzt

- Eine der institutionentheoretischen Grundfragen, auf die eine normativ-analy-


tisch ansetzende Theorie politischer Institutionen eine Antwort finden muß, lautet also
in ihrer allgemeinsten Fassung: In welcher Weise werden Vergesellschaftungsprozesse (oder
genauer: politische Integration als institutionelle Form der Vermittlung) durch die eigensin-
nige Entwicklungslogik moralisch-praktischen WISsens strukturiert? Im Zentrum einer sol-
chen Reflexion steht unbestreitbar die 'Theorie des kommunikativen Handelns" von
HABERMAS (1981a/b), auch wenn seitdem eine Reihe von Arbeiten erschienen sind, die
vor allem die ethischen, moraltheoretischen und entwicklungstheoretischen Grundan-
nahmen soziologisch zu präzisieren suchen (vgl. etwa: Edelstein/Habermas 1984;
Oser/Fatke/Höffe 1986; Bertram 1986; EdelsteinjNunner-Winkler 1986; schon Haber-
mas 1983 und 1984, aber auch Wilson/Schochet 1980).
Ich konzentriere die Kurzcharakteristik dieser Theorie auf den hier vor allem in-
teressierenden Zusammenhang der grundlegenden Theoriekonzepte von System und
Lebenswelt SARETZKY (1986: lff) hat die konzeptionelle Grundstruktur in prägnanter
Weise noch einmal klargelegt: HABERMAS muß, um die kritischen Maßstäbe seiner Ge-
sellschaftstheorie ausweisen zu können, auf eine Rationalitätstheorie bezugnehmen
können, die ihrerseits wiederum anband gesellschaftlicher Rationalisierungsprozesse zu
erläutern ist.
Diese reflexive Anlage der Theorie, die APEL auch mit dem Begriff der
'Selbsteinholung' gekennzeichnet hat (die Argumentationsbedingungen, die eine rekon-
struktive Wissenschaft möglich machen, müssen selbst als Ergebnis eines Prozesses kul-
tureller Evolution verständlich gemacht werden: Apel 1986: Anm.17), realisiert sich
durch die Verbindung der metatheoretischen Ebene als Frage nach dem handlungstheo-
retischen Bezugsrahmen, der auf die rationalisierungsfähigen Aspekte des Handeins
zielt, mit der methodologischen Ebene, auf der der Begriff der Handlungsrationalität
71

zum Medium verstehender Handlungsanalyse wird, und der empirischen Ebene, auf der
sich die Frage stellt, ob und wieweit gesellschaftliche Entwicklung tatsächlich unter
Aspekten "von kultureller und gesellschaftlicher Rationalisierung beschrieben werden
kann" (Habermas 1981a: 22).
In grober Vereinfachung könnte man sagen, daß der Lebensweltbegriff als objekt-
theoretische Projektion der metatheoretischen und methodologischen Annahmen fun-
giert, während der Systembegriff in Anlehnung an die Tradition MARxscher Theorie-
bildung die gesellschaftstheoretischen Grenzen einer intentionalistischen Deutung des
Handlungsgeschehens markiert.

Nun ist einerseits richtig, daß HABERMAS nur dadurch Einwände gegen eine Über-
idealisierung des Gesellschaftsbegriffs zugleich aufnehmen und abwehren kann, daß er
zeigt, wie genetisch die verdinglichten Formen mediengesteuerten Handeins (d.i. Han-
deln unter systemischen Bedingungen) als Teilrationalisierungen aus dem kommunika-
tiven Handeln in der Lebenswelt hervorgehen und sich normativ gleichsam parasitär zu
diesem verhalten (deshalb auch ist der Vorwurf der Gleichsetzung von System- und
Ordnungstheorie an die Adresse von HABERMAS falsch).
Andererseits geht der Zusammenhang verloren, die Zweistufigkeit wird zu einem
offenen Dualismus, wenn HABERMAS die Begriffe von System und Lebenswelt empirisch
wendet und zu gesellschaftlichen Handlungsbereichen reifiziert. Und genau diese Ent-
scheidung führt unter institutionentheoretischem Gesichtspunkt zu der Assimilation der
Vorstellung politischer Institutionen an Administration und damit zu einer begrifflichen
Adaption an die WEBERsehe Bürokratiethese. Will man das Potential der HABERMAS-
seben Theorie institutionentheoretisch nutzen, so wird man zeigen müssen, daß genau
dieser Schritt innerhalb der Theorie nicht ohne Alternativen ist und sich keineswegs als
notwendige Folge aus der Theorieanlage ergibt.
Hinweise darauf, wie diese Bindung des Institutionenbegriffs an die Kategorie des
'politisch-administrativen Systems' aufzulockern wäre, gibt HABERMAS selbst mit der
Einführung der rechtstheoretischen Unterscheidung von 'Recht als Medium' und 'Recht
als Institution', die in gewisser Weise querliegt zum systematischen Aufbau seiner
Theorie. Hierin kann man einen Ansatz der objekttheoretischen Verklammerung des
System- und Lebensweltparadigmas sehen.12

- Daranknüpfen dann EDER (1985) und FRANKENBERG/RÖDEL (1981) an,


indem sie nun nicht nur auf begrifflicher Ebene, sondern empirisch den

12) Vgl. dazu unten Punkt II.4.c.


72

tischen Anspruch entwicklungslogischer Annahmen zurücknehmen: Sie verzichten auf


ein schon auf der begrifflichen Ebene dualistisch angelegtes Konzept und behandeln so
die Präjudizierung des Gegenstandes und den Zusammenhang von moralischer Ent-
wicklungslogik und institutioneller Entwicklung als ein empirisches Problem. Allerdings
nehmen sie dazu nun nicht auf begrifflicher Ebene, sondern auch empirisch den gesell-
schaftstheoretischen Anspruch entwicklungslogischer Annahmen zurück.
Vor allem EDER neigt dazu, die politischen Institutionen einseitig bloß als Herr-
schaftszusammenhang zu beschreiben, der nur noch die Grenzen der sozialen Entfal-
tungsspielräume von Erfahrungszusammenhängen moralischen Lernens als eines
interaktiven Prozesses bezeichnet. Dadurch wird verhindert, daß die soziologische Um-
formulierung entwicklungspsychologischer Annahmen auf die Ebene von Gesellschafts-
theorie durchgreift - sie werden sozusagen auf der Ebene kollektiver Akteure sistiert,
während politische Phänomene mit klassischen begrifflichen Mitteln bearbeitet werden.
Das führt in der Konsequenz zu einer Trennung von Gesellschaftstheorie und Kritik,
insofern diese nicht mehr mit den Annahmen über die Reproduktionsmechanismen der
Gesellschaft verbunden werden.
Allerdings entwickelt EDER in anderen Zusammenhängen durchaus auch Über-
legungen, mit denen sich eine derartige Präjudizierung des Institutionenbegriffs vermei-
den ließe. Diese beziehen sich - genau wie bei HABERMAS - auf einen Versuch der
Neufassung eines sozialwissenschaftlich informierten Rechtsbegriffs und lassen sich,
wenn man einen sachlichen Zusammenhang von Recht und politischer Institution unter-
stellt, in den Kontext der Theorie politischer Institutionen einbringen. 13

13) Vgl. dazu unten Punkt II.4.c.


73

11.4. ERWEITERUNG DES DISZIPLINÄREN FOKUS

Ich habe den soziologischen Diskussionskontext im Rahmen dieser Untersuchung


so relativ ausführlich behandelt, weil sich die wesentlichen begrifflichen Bestimmungen
des Phänomens Institution daraus ergeben. Es sind Soziologen, die die Tradition
universalistischer Theorien - mit neuen, nicht-philosophischen Mitteln - fortgeführt
haben, und genau auf diese Aufgaben sind die Begriffsentwicklungen im einzelnen zuge-
schnitten.
So überrascht es deshalb auch nicht, daß sich die Disziplinen, die ich nunmehr
überblickartig inspizieren möchte, in ihren theoretischen Grundannahmen (wie immer
selektiv) auf die schon vorgestellten Ansätze beziehen. Wenn also im grundlagentheore-
tischen Bereich von Institutionentheorie keine neuen Informationen zu erwarten sind,
so haben die fünf Forschungsbereiche, auf die ich jetzt rekurriere, doch einen unmittel-
baren Gegenstandsbezug zum Thema Institution und können so im Einzelfall wertvolle
methodische und empirische Anregungen geben.
Ich gehe nacheinander kurz auf die Versuche ein, das analytische Potential der
Politikwissenschaft durch eine systematische Integration verhaltenswissenschaftlicher
Annahmen im Rahmen von Biopolitics zu erhöhen (a), um dann auf die ökonomischen
Beiträge zu einer Theorie der Institution als dem zumindest quantitativ weit hervor-
ragenden Ansatz zu verweisen (b). Auch in der Rechtstheorie besitzt der Institutionen-
begriff einige Prominenz und dient gerade im Rahmen neuerer Entwicklungen wie in
der institutionellen Rechtstheorie und in der Verrechtlichungsdebatte zur Vermittlung
rechtlicher und sozialwissenschaftlicher Argumentationen (c). Daneben enthält gerade
auch die politische Anthropologie, die in den letzten 15 Jahren breites Material zur Klä-
rung der Frage nach der Entstehung des Staates zur Verfügung gestellt hat, wichtige
Einsichten zur Institutionengenese und -entwicklung (d); schließlich kann eine normativ
orientierte Theorie politischer Institutionen in der Explikation ihrer grundlegenden An-
nahmen nicht auf die Anregungen verzichten, die aus den Diskussionen im Bereich der
praktischen Philosophie zu entnehmen sind, zumal hier Fragen der Normbegründung
und -implementation in immer engerem Zusammenhang gesehen werden (e).
74

11.4.c. Biopolitics

Die rasch anwachsende Literatur zu dem Forschungsbereich, der unter der Be-
zeichnung 'Biopolitics' (oder auch 'Soziobiologie': unter theoretischem Gesichtspunkt
sind die Begriffe austauschbar) vor allem in der amerikanischen Politikwissenschaft fest
etabliert scheint 14, zeigt an, daß auch die Sozialwissenschaften erneut beginnen, den
Menschen als Natur- und als Kulturwesen zu thematisieren: Es geht um die natürlichen
Grundlagen und/oder Limitierungen des menschlichen Sozialverhaltens, und deshalb
können biokulturelle Arbeiten durchaus zur Klärung anthropologischer Aspekte der
Theorie politischer Institutionen beitragen.
Dies generell natürlich deshalb, weil fast alle Institutionentheorien implizit oder
explizit Annahmen zur Natur des Menschen machen (müssen), die biologischer Her-
kunft sind - im besonderen aber auch deshalb, weil vielfach der Institutionenbegriff in
der westdeutschen Diskussion und zumal in der Politikwissenschaft (Kammler 1968) von
GEHLENsehen Vorstellungen in einer Weise geprägt ist, daß es unumgänglich erscheint,
gerade deren biologische Grundannahmen im Lichte neuerer verhaltenswissenschaft-
licher Erkenntnisse zu überprüfen.

Es gibt also allen Anlaß, sich darum zu bemühen, auch auf diesem Feld den An-
schluß an die internationale Diskussion herzustellen. Allerdings besteht keine Notwen-
digkeit, sich durch die oft selbsterzeugte Euphorie einfach anstecken zu lassen (so etwa
Masters 1977, 1983a/b; kritisch dazu u.a. Hettlage 1984 und Bühl1984).
Ohne auf die zahlreichen Einzelstudien eingehen zu können, die mit verhaltens-
wissenschaftlichen Mitteln eine Analyse institutioneller Aspekte von Politik unternom-
men haben (eine gute Übersicht bieten Flohr/Tönnesmann 1983), möchte ich einige
Anmerkungen zur Grundkonzeption machen, weil hier doch einige theoretische Schwie-
rigkeiten sichtbar werden, die eine einfache Übernahme der erzielten Forschungsergeb-
nisse unmöglich machen, um dann kurz auf den wohl ambitioniertesten Versuch zu
sprechen zu kommen, Institutionentheorie auf den Boden der sog. "neodarwinistischen
Synthese" (Flohr 1986: 3) zu stellen.
Die Schwierigkeiten ergeben sich zum einen auf der methodologischen Ebene bei
dem Versuch, den Vorbehalt gegenüber kulturalistischen Vereinseitigungen, der
Mensch sei Geist und Körper, dadurch einzulösen, daß biologische Annahmen der
Mutation und Selektion mit kulturellen Entwicklungsmechanismen begrifflich

14) Mit der Zeitschrift "Politics and the Life Sciences"


verfügt er sogar über ein eigenständiges Forum; vgl. die
bibliographischen Informationen, die die Arbeiten von
FlohrjTönnesmann 1983, Flohr 1982, Somit u.a. 1980 und 1981
enthalten.
75

zusammengebracht werden sollen. Es reicht ja nicht aus, einerseits auf die organischen
Voraussetzungen kultureller Entwicklung (Gehirn und Sprache), andererseits auf den
kulturellen Rahmen genetischer Evolution zu verweisen (Morin 1974), weil dabei die
Metaphorik des Sprachgebrauchs nicht zu kontrollieren ist - die Frage ist also die nach
der (bloßen) Analogie oder der Homologie von biologischer und kultureller Evolution,
wobei klar ist, daß der soziobialogische Ansatz nur durch den Nachweis von Homo-
logien wirklich stark zu machen ist.

Ich kann nicht beurteilen, ob mit einer solchen Strategie nicht auch die Möglich-
keiten der Interpretation biologischer Erkenntnisse überdehnt werden; unübersehbar
aber erscheint mir beim augenblicklichen Stand der Diskussion, daß die Adaption
sozialwissenschaftlicher Erkenntnisprogramme an einen biologischen Begriffsapparat
mit z.T. erheblichen Trivialisierungen erkauft wird; und das selbst bei Arbeiten im
Rahmen des ''Radikalen Konstruktivismus" (Schmidt 1987), innerhalb dessen diese Dis-
kussion in den letzten Jahren vielleicht am konsequentesten vorangetrieben wurde (vgl.
Maturana 1987, aber auch Morin 1977, 1980 und 1986).
Dort wird die Adaption dadurch organisiert, daß man auf einheitliche Mechanis-
men der Selbstreproduktion und Selbstorganisation (Autopoiesis) des Lebendigen, sei
es auf der Ebene organischer oder sozialer Entitäten (Systeme), rekurriert. Grund-
legend ist dabei das Wechselverhältnis von 'Organisation', als der strukturell determi-
nierten Form der Reproduktion von Strukturen (Selbstreproduktion), von Strukturen als
der Form der Realisation eines Organisationsprinzips innerhalb eines Systems und als
des Mediums, mit Hilfe dessen sich Systeme die Informationen besorgen, die sie zur Er-
haltung ihrer Angepaßtheit als der Kongruenz von Organisation und Medium benötigt
(Maturana 1987: 288ff).
Das bedeutet, daß zunächst die Begriffe zur Beschreibung biologischer und sozia-
ler Prozesse soweit formalisiert und abstrahiert werden, daß dann im jeweiligen Anwen-
dungsbereich nur noch semantische Respezifikationen notwendig sind (in diesen Kon-
text gehören natürlich auch LUHMANNs "Soziale Systeme" 1984)- im Moment scheint mir
noch nicht klar, ob damit wirkliche Erkenntnisfortschritte im Bereich des Sozialen er-
reicht werden können, oder ob es sich lediglich um semantische Verfremdungen durch-
aus gebräuchlicher Begriffe handelt: Der Anspruch jedenfalls ist, mit dieser Be-
grifflichkeit von Autopoiesis in der Lage zu sein, beliebige soziale Phänomene experi-
mentell zu simulieren und hervorzubringen und damit den Anschluß der Sozial- an die
Naturwissenschaften geschafft zu haben.

Im engeren Bereich von Soziobiologie, die entgegen der Auffassung von FLOHR
76

nicht über einen derartig elaborierten Begriffsapparat verfügt, taucl;lt dieses Problem
auf als Frage nach dem Verhältnis von kausaler und funktionaler Erklärung. Am Begriff
der Gesamtfitness ('inclusive fitness') lassen sich die Schwierigkeiten illustrieren.
Dieser Begriff fungiert gewissermaßen als Schaltstelle zwischen biologischen und
kulturellen Mechanismen der Evolution, indem er es erlauben soll, soziale Phänomene
wie u.a. Altruismus als Optimierungsstrategie genetischer Reproduktion zu interpretie-
ren. Methodisch heißt das, daß Prozesse der Mutation zunächst in einen funktionalen
Deutungshorizont gestellt werden, um diese Funktionsbestimmung dann in einer objek-
tivistischen Wende in die 'Intentionen' der Träger genetischer Informationen auf der
Ebene von Phänotypen hineinzulesen.
In einem nächsten Schritt werden dann, fast in handlungstheoretischer Manier,
Intentionen als Ursachen beschreibbarer Phänomene ausgegeben - der Schritt von der
funktionalen Interpretation zur kausalen Deutung ist vollzogen. Auf diesem Weg aber
sind eine Reihe erkenntnistheoretischer Hürden zu überwinden, die es sehr zweifelhaft
erscheinen lassen, daß man eine überzeugende Auflösung dieses Rätsels des Zusam-
menhangs von funktionaler Deutung und kausaler Erklärung überhaupt anbieten kann.
Aber wenn man auf diese Schwierigkeiten der objektivistischen Deutung des Er-
kenntnisprogramms wie u.a. FLOHR reagiert, daß man dessen konstruktivistischen
Charakter durch die Wendung "als ob" unterstreicht (Flohr 1986: 4), bringt man das
Paradigma im ganzen in eine schwache Position: Es ist dann nur noch ein interpretatives
Paradigma unter mehreren anthropologischen Ansätzen, mit denen es dann auf empi-
risch-theoretischer Ebene zu konkurrieren hat- und dieser Vergleich fällt nicht immer
überzeugend aus (vgl. Sahlins 1976).

Diese Probleme nun zeigen sich in aller Deutlichkeit bei dem Versuch von
MASTERS, über die "biologische Natur des Staates" aufzuklären (Masters 1983 b), und
zwar sowohl in der Beschreibung und Erläuterung des Gesamtfitness-Theorems in
Analogie zur entscheidungstheoretischen Struktur des 'Prisoner's dilemma' als auch im
Übergang von natürlichen zu kulturellen Institutionen. Im ersten Fall verweist MASTERS
auf die Vorstellung eines die Kosten-Nutzen-Verhältnisse rational kalkulierenden
Individuums als der theoretischen Informationsquelle für die Beschreibung des
strategisch seine Reproduktionschancen optimierenden Phänotyps - rationales Kalkül
im Medium von Bewußtsein als Mechanismus biologischer Evolution (Masters 1983b:
170ff und 178, sowie ders. 1983a und 1976). Auch im zweiten Fall sind es psychologisch
interpretierte individuelle Motive, die das zwischen Natur und Kultur vermittelnde
Organisationsprinzip auszeichnen, so z.B. der Egoismus, der in der institutionellen Form
der Asozialität (Natur) und der Individualität (Kultur) auftaucht (Masters 1983b: 169).
77

Wenn also die Vertreter biokultureller Forschung mit einer gewissen Berechtigung
darauf hinweisen können, daß sie Einsichten zum Funktionieren einfacher und auch
hochkomplexer Sozialsysteme liefern (vgl. auch Corning 1983; Lopreato 1984), indem
sie allgemeine funktionale Bedingungen nicht nur mit gesellschaftlich-kulturellen, son-
dern auch mit biopsychologischen Faktoren verbinden, was für die Theorie politischer
Institutionen bezüglich des zugrunde gelegten Menschenbildes von erheblicher Bedeu-
tung ist: So bleibt doch selbstkritisch festzuhalten, daß immer wir selbst es sind, die sol-
che Grundannahmen machen, und die weithin noch ausstehende explizite Bezugsetzung
auf politische Institutionen hätte vor allem darauf theoretisch zu reagieren.
78

11.4.b. Ökonomische Institutionentheorie

Bibliographisch gesehen ergibt sich zunächst die bemerkenswerte Situation, daß


der weitaus größte Teil der unter dem Stichwort 'Institution' verzeichneten Literatur
ökonomischen Ansätzen zuzurechnen ist. Das hat nun sicherlich nicht nur damit zu tun,
daß das neoklassische Paradigma formaler Theorie auf der Basis des methodologischen
Individualismus, sei es in der spieltheoretischen Ausführung oder unter Bezeichnungen
wie 'Public-' oder 'Rational-choice', neben dem behavioristischen und dem
funktionalistischen Ansatz einen 'mainstream' der amerikanischen Politikwissenschaft
gebildet hat und bildet, sondern auch damit, daß es in der ökonomischen Theorie selber
von Anfang an ein mit der Neoklassik konkurrierendes Paradigma der 'lnstitutional
economics' (Elsner 1986) gegeben hat.
Trotz dieses Befunds sind zunächst einmal die Erwartungen zu präzisieren, die sich
von seitender Theorie politischer Institutionen an ökonomische Forschungsprogramme
richten Jassen. Der Anspruch, mit dem Ansätze in der Tradition des methodologischen
Individualismus in die soziologische Theoriediskussion eingeführt werden, zielt auf die
Lösung genau jener Erklärungsprobleme, die sich im Lichte struktureller und normativ-
intentionalistischer Theorien auf der Ebene des individuellen Akteurs ergeben (vgl.
Hechter 1983: 4f; Raub/Voss 1981 und 1986, sowie Voss 1985).
Es geht um die Frage nach dem 'Wie' der Herstellung eines gesellschaftlichen
Handlungszusammenhangs unter Bedingungen einer zunehmenden Individualisierung
der Akteure, die immer auch 'den hartnäckigen Kernbestand' der Probleme soziologi-
scher Theoriebildung ausmacht. Wenn man diesen Befund dann im Sinne des 'homo
oeconomicus' zu einer monadischen Auffassung von Individualität radikalisiert, müssen
normative Integrationstheorien, in denen man in der PARSONS-Nachfolge das Problem
zu bearbeiten suchte, als viel zu voraussetzungsvoll erscheinen: diese müssen
offensichtlich nicht nur spezifische Reziprozitätsnormen, sondern auch deren gesicherte
Wirkung auf individuelle Akteure als gegeben annehmen.
Wenn dieser Einwand zutrifft, ist der Raum geschaffen für eine Problernfassung,
an der eine strikt zweckrationale Lösungsstrategie ansetzen kann: Die Frage nach den
Bedingungen gesellschaftlicher Integration wird übersetzt in die Frage nach den Bedin-
gungen einer "endogenen Stabilisierung von Kooperation" (Raub/Voss 1986: 316).

Nun ist zum einen festzuhalten, daß entgegen den damit suggerierten Erwartun-
gen gerade die Bearbeitung von Makrophänomenen wie jener der Entstehung und des
Wandels institutioneller Ordnungen im Rahmen eines solchen Ansatzes bisher noch
nicht zufriedenstellend möglich ist (Hechter 1983: 9). Dieser Befund läßt sich u.a. im
Bereich einer ökonomischen Theorie der Politik daran illustrieren, daß der Gegen-
79

standshereich definitorisch zunächst auf ein individualistisches Erklärungsprogramm zu-


geschnitten und reduziert werden muß (Politik als Aggregation individuell und autonom
generierter Präferenzen), so daß bestimmte und wesentliche Aspekte, wie u.a. norma-
tive Fragen nach der Unterscheidung von geäußerten und wirklichen Präferenzen aus
dem Blick geraten müssen (Elster 1986: 105ff}.
Auf diese Weise wird mit dem Aggregationsprinzip ein sozialer und politischer
Vermittlungsmodus ausgezeichnet, der nicht nur fragil ist, sondern der auch die politik-
theoretisch fundamentale Differenz zwischen Interessenaggregation und öffentlicher
Urteilsbildung im Medium von Diskussion nicht aufnehmen kann (Sen 1986: 215ff}.
Zum anderen ist es unter diesen methodischen Kautelen nicht erstaunlich, daß die
ökonomische Theorie sich bisher keinen eigenständigen und allgemein anerkannten Be-
griff der Institution erarbeitet hat, und einzelne Überlegungen je nach der durch den
Ansatz organisierten Selektivität auf soziologische Definitionen zurliekgreifen (Elsner
1986: 199; vgl. auch Vanberg 1983: 50 und 55; Blaas 1982: 264; Schotter 1981: 1; Raub
1984: 5; Voss 1985: 2 ff}.
Insgesamt besteht also einiger Anlaß, die Erwartungen an die ökonomische Theo-
rie der Institution auf die methodische Ebene der Präzisierung der Reichweite des indi-
vidualistischen Paradigmas unter Titeln wie 'Social-', 'Rational-' oder 'Constitutional-
choice' weit ausgebreitet worden ist und neben Institutionentheorie auch Konflikt-,
Koalitions-, Partizipations- und Einflußtheorien, Theorien kollektiver Wahlentschei-
dungen sowie Verfassungs- und Legitimitätstheorien umfaßt (Rogowski 1978: 301}, und
zwar deshalb, weil in manchen Anwendungen einer nutzentheoretischen Rekonstruktion
sozialen Handeins die Gefahr der Verwechselung von Theorie und Jargon nicht immer
kontrolliert wird (Rogowski 1978: 323), so wenn z.B. moralisches Handeln in der Erklä-
rungsstrategie auf Opportunitätskosten abgerechnet wird (vgl. Voss 1985: 27ff).

Wenn man sich nun unter diesen allgemeinen Bedingungen des Beitrags der öko-
nomischen Ansätze zu einer Theorie politischer Institutionen versichern will, bietet es
sich an, danach zu fragen, in welcher Weise Institutionen überhaupt in den Fokus der
ökonomischen Theorie treten: Die Tendenz neoklassischer Ökonomie, sich auf
Gleichgewichtsprozesse innerhalb eines idealisierten Marktgeschehens zu konzentrieren
und Institutionen in den externen Datenkranz ökonomischer Analyse abzuschieben, um
so das Anwendungsfeld des methodologischen Individualismus zu bereinigen, hat offen-
sichtlich zu einem Verlust an Realitätsgehalt der Analysen geführt (Blaas 1982: 276ff).
Es bestand also die Aufgabe, sich mit den Mitteln der ökonomischen Theorien des
Phänomens der Institution anzunehmen und damit in gewisser Weise zum klassischen
Ausgangspunkt der modernen Ökonomie in der schottischen Moralphilosophie und spe-
80

zieller im Werk von Adam SMITH zurückzukehren (Elsner 1986; Vanberg 1983: 58;
Blaas 1982: 265f und Kliemt 1985).
So soll der Institutionenbegriff augenscheinlich die Lücke schließen, die zwischen
der Reichweite der methodischen Mittel ökonomischer Erklärung und dem Phänomen
der Historizität institutioneller Ordnungen, in die ökonomisches Handeln eingebettet
bleibt, entsteht. In Anschluß an diese Problemlage werden Institutionen objekttheoretisch
eingeführt als Rege/systeme, die als Medien der Vermittlung zwischen individuellem Verhal-
ten einerseits und kollektiv akzeptierten Zwecken andererseits fungieren (Gäfgen 1983: 19f;
Badelt 1984: 128).
Auf diese Bestimmungen sind dann m.E. die im wesentlichen zu unterscheidenden
vier Ansätze zugeschnitten, an denen der Beitrag ökonomischer Theorien zu einer
Theorie _der Institution abgelesen werden kann: Im Rahmen der Neoklassik handelt es
sich erstens um spieltheoretische Ansätze, die wohl am ehesten in der Lage sind, mit so-
ziologischen Erkenntnisansprüchen zu konkurrieren und Aspekte der Genese, der Sta-
bilisierung und des Wandels von Institutionen innerhalb eines begrifflichen Rahmens zu
behandeln (Blaas 1982: 271 und Raub/Voss 1986) - paradigmatisch hierfür ist wohl
ScHOTTERS "The Economic Theory of Social Institutions" (1981); zweitens ist auf den
'Property-rights-Ansatz' (Furubotn/Pejovich 1974) und drittens auf die Neue Politische
Ökonomie hinzuweisen, die aus finanzwissenschaftliehen Problemzusammenhängen
heraus entfaltet wurde (Frey 1977, 1980; Pommerehne/Frey 1979; Lehner 1981).
Von diesen neoklassischen Ansätzen sind unter Bezug auf die Differenz von "me-
thodologischem Individualismus" und "methodischem Kollektivismus" (Elsner 1986: 204)
die Institutional economics zu unterscheiden. Diese Theorierichtung verbindet sich vor
allem mit Namen wie VEBLEN, CoMMONS, GALBRAITH, MYRDAL, BoULDING und GRUCHY
und ist mittlerweile organisatorisch durch die Bildung einer wissenschaftlichen
Vereinigung (AFEE - Association for Evolutionary Economics) und die Herausgabe
einer Zeitschrift (Journal of Economic Issues) seit Anfang der 70er Jahre fest etabliert
(vgl. Stadler 1981 und 1983).

- In dem beispielhaften Versuch SCHOTTERS, eine 'Ökonomische Theorie sozialer


Institutionen' zu erarbeiten, fungiert die Spieltheorie sowohl als Mittel der modellhaften
Darstellung von Situationen, in denen Institutionen generiert werden als auch - in der
mathematischen Formalisierung - als Grammatik der logischen Erzeugung empirisch zu
testender Hypothesen (Raub/Voss 1981: 129 und 1986; Voss 1985: 117).
So geht ScHOTTER von der Einsicht in die Überschätzung des Marktes als
allokative Institution sowohl unter Effizienz- als auch unter Kostengesichtspunkten aus:
Anhand des Verkehrsspiels (Schotter 1981: 9ff; vgl. auch Blaas 1982: 278), in dem
81

angenommen wird, daß zwei Autofahrer sich auf einer ungeregelten Kreuzung treffen
und situativ Vorfahrtsregeln etablieren müssen, wird gezeigt, daß die ökonomische
Lösung, einen Auktionator in der Mitte der Kreuzung aufzustellen, der den Vorrang
dann dem Meistbietenden zu gewähren hätte, relativ zeitraubend, kostspielig und damit
ineffizient wäre.
Aus dieser Grundsituation schließt SeROTIER nun, daß es möglich sein müßte, die
Entstehung sozialer Institutionen als Form der Bearbeitung immer wiederkehrender
Interaktionsprobleme (Schotter 1981: 11 und 13) auf ökonomische Rationalitätskon-
flikte zurückzuführen, für die dann eine formale (d.h. entscheidungstheoretische)
Lösung plausibel zu machen sein müßte. Dabei geht er von vier Grundproblemen aus:
Koordinations-, Kooperationsprobleme, 'Prisoner's dilemma', und Aufrechterhaltung
von Ungleichheit. Um die Lösung dieser Probleme mit spieltheoretischen Mitteln zu
simulieren, bezieht er sich auf einen hypothetischen Naturzustand und rekonstruiert
Institutionenentwicklung als einen stochastischen Prozeß (Schotter 1981: 79).
Das heißt, man muß die erwähnte Ausgangssituation dahingehend erweitern, daß
nicht nur eine bestimmte Anzahl strategisch interagierender Akteure anzunehmen sind,
sondern darüberhinaus die Vorstellung zugelassen wird, daß das Spiel immer wieder von
neuem aufgenommen werden kann, und zwar so, daß die einzelnen Akteure die beob-
achteten Strategien der anderen in ihr strategisches Kalkül einbauen. Man erhält so die
Vorstellung von rekurrenten 'Superspielen'.
Diese Konstruktion erlaubt nun zwar die Substitution eines die individuellen
Rationalitätserwartungen übersteigenden Regelbegriffs, ohne die Lösungen für das
Ausgangsproblem unwahrscheinlich würden, und sie umgeht so die Schwierigkeit, das
Explanandum (Institutionen als Regelsysteme externalisierter Konfliktlösung) schon als
Explanans innerhalb der Theorie in Anspruch zu nehmen, also voraussetzen zu müssen.
Nicht recht klar wird allerdings, über welche Mechanismen eine Bewertung des
Spiels und damit dessen begründeter Abbruch gesteuert werden kann (vgl. Lenk 1977:
39): Den Akteuren müßten dann Eigenschaften unterlegt werden, die es ihnen erlaub-
ten, jederzeit (zumindest virtuell) aus dem Spiel herauszutreten und es sozusagen von
der Seite zu betrachten. Die Rationalitätsansprüche an eine solche Erweiterung der
Perspektive gehen aber nicht mehr in den Unterstellungen des strategischen Grund-
modells auf, weil dann unter Aufrechterhaltung des Bezugs auf eine durchaus rationale
Theorie des Handeins zusätzlich geklärt werden müßte, wie Akteure lernen - die Kon-
zeptualisierung von Lernprozessen aber bezeichnet eine systematische Lücke inerhalb
des spieltheoretischen Ansatzes (Voss 1985: 14).
82

- Der 'Propertv-rights'-Ansatz hat demgegenüber einen eingeschränkten Fokus; er


zielt auf Institutionen, die in Form von Eigentums- und Vertragsrechten den Handlungs-
rahmen ökonomischer Austauschprozesse konstituieren, und fragt nach den Bedingun-
gen des Wandels solcher Institutionen. Der institutionentheoretische Ansatz liegt also in
der Frage nach den Auswirkungen institutioneller Regelungen auf die Allokation und
Verwendung knapper Güter und institutioneller Wandel wird demzufolge als Reaktion
auf den Bedarf der Internalisierung externer Effekte in das ökonomische Handeln be-
griffen (Voss 1985: 88ff).
Die zentrale Intuition ist, daß die Dynamik des Wandels normativer Strukturen im
Vorteilsstreben nutzenkalkulierender Individuen begründet ist; solche Strukturen wer-
den dann geändert, wenn die erwarteten Gewinne die erwarteten Kosten übersteigen
(Vanberg 1983: 66; Elsner 1986: 330ff) - es geht hier also im Kern um die Anwendung
der Marginalanalyse auf Phänomene institutionellen Wandels. Eine empfindliche Lücke
besteht jedoch prinzipiell darin, daß in dieser Perspektive nicht zu klären ist, wie über-
haupt Institutionen als Form der Externalisierung von Kooperationsproblemen entste-
hen.

- Obwohl die Neue Politische Ökonomie den Anspruch erhebt, eine moderne Theorie
der Institutionen zu sein (Frey 1977: 120), ist zunächst einmal darauf hinzuweisen, daß
unter diesem Titel doch recht verschiedene Frageperspektiven zusammengefaßt sind,
die im einzelnen einen unterschiedlichen Beitrag zu einer Theorie der Institutionen er-
bringen, und die lediglich ihren kleinsten gemeinsamen Nenner darin haben, daß sie alle
ein ökonomisches Verhaltensmodell unterstellen, nach dem Individuen als die eigent-
lichen Entscheidungsträger in sozialen Handlungszusammenhängen mit einer auto-
nomen Nutzenfunktion ausgestattet sind, auf deren Basis sie jeweils gegebene Ent-
scheidungsalternativen bewerten und i.d.R. diejenige auswählen, die den relativ größten
Nutzen und die geringsten Kosten verursacht (Frey 1980: 658 und Rogowski 1978: 299).
Dieses verhaltenstheoretische Grundmodell ist das Spezifikum der Ansätze, die
unter dem Titel 'Public-choice' firmieren und findet seine Anwendung u.a. in der durch
Arrow begründeten Wohlfahrtsökonomie (Arrow 1951), der es um die Beschreibung
einer Wohlfahrtsfunktion geht, mit Hilfe derer die Möglichkeit der Aggregation indivi-
dueller Präferenzen zu einer gesellschaftlichen Präferenzordnung beschrieben werden
kann; DoWNs (1968) hat daraus die Grundzüge eines Modells der Parteienkonkurrenz
entwickelt, während BucHANAN in konstitutioneller Perspektive nach der rationalen Be-
gründung und effizienten Ausgestaltung von Verfassungsordnungen fragt (Buchanan
1986) und OLSON (1968) die Stabilitätsbedingungen politisch aktiver gesellschaftlicher
Gruppen herausarbeitet.
In der Entwicklung dieser Traditionen lassen sich heute grob zwei For-
83

schungsstränge unterscheiden. Der eine versucht in Anschluß an die Wohl-


fahrtsökonomie, die Theorie des politischen Wettbewerbs und die Theorie der Interes-
sengruppen mittels mikroökonomischer Überlegungen und ökonometrischer Unter-
suchungen das tatsächlich beobachtbare Verhalten politischer Institutionen wie etwa der
Regierung (Koalitionstheorie), der Parteien, der Gewerkschaften und Verbände
modellhaft zu erklären und interessiert sich dabei insbesondere für die Auswirkungen
der Politik auf den Wirtschaftsprozeß - in dieser Perspektive wird eine Theorie der Insti-
tution eher impliziert als ausgeführt (Blaas 1982: 276).
Demgegenüber zielt der 'Constitutional-choice-Ansatz' (Buchanan/Brennan 1986)
explizit auf eine normativ-analytische Theorie der politischen Verfassung von Gesell-
schaft. Dabei fungieren die Rationalitätsunterstellungen des 'Public-choice-Ansatzes'
einerseits durchaus als Kriterien der normativen Auszeichnung von Regelungen im Be-
reich gesellschaftlicher Machtverteilung, des Wahlsystems, der grundlegenden Prinzi-
pien sozialer und politischer Organisation und der Gerechtigkeit (Rogowski 1978: 302f).
Andererseits sollen sie methodisch den Kontakt zu den tatsächlichen Grundlagen fak-
tischen Verhaltens individueller Akteure halten und so die Analyse von Verfassungs-
ordnungen mit der Untersuchung von Mikrostrukturen sozialer Prozesse vermitteln.
Diese Ansätze sind ihrer grundbegriffliehen Struktur nach bekannt, und die Fron-
ten scheinen ziemlich unverrückbar (vgl. neuerdings etwa aus soziologischer Sicht Trapp
1986). Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Argumente vor allem der
Vertreter des Public-choice- und des spieltheoretischen Ansatzes (vgl. etwa Voss 1985
und Raub/Voss 1986) mittlerweile so verfeinert wurden, daß sich eine Intensivierung
der Rezeption lohnen dürfte, zumal sich Entwicklungen abzeichnen (die Theorie rekur-
renter Superspiele habe ich schon erwähnt), die für den Anschluß dieses Paradigmas an
die Theorie politischer Institutionen entscheidend sein könnten.

Auf eine solche Entwicklung im Bereich der Public-choice orientierten Institutio-


nentheorie macht OSTROM aufmerksam, wenn er eine Neufassung des für die ökono-
mische Institutionentheorie fundamentalen Regelbegriffs anbietet: Regeln (institutio-
nelle Ordnungen) beziehen sich danach nicht auf individuelles Verhalten, sondern auf
die Selektion unterschiedlicher Handlungsmuster und so auf Typen der Handlungsko-
ordination (Ostrom 1986: 7).
Damit aber ist m.E. die Möglichkeit eröffnet, der Theorie selbst eine reflexive Ge-
stalt zu geben, insofern das dem Marktmodell nachgebildete Verhaltensmodell nur noch
eine unter mehreren grundsätzlich möglichen Verhaltensoptionen und nur noch einen-
"situationsgesteuerten" (Zintl 1987: 10ff) - Typus der Handlungskoordination be-
schriebe: Das aber heißt, daß die Theorie Annahmen über ihre Anwendbarkeit gleich-
sam mitproduzieren können müßte. Die offene Frage wäre dann, wie man mit den Mit-
84

teln der ökonomischen Theorie einen derartigen "konfiguralen Regelbegriff' (Ostrom


1986: 14ff) erarbeiten kann. Eine solche Theorieperspektive gehört jedenfalls in den Be-
reich dessen, was neuerdings unter dem Titel einer ökonomischen Systemtheorie
(Herder-Dorneich 1986) diskutiert wird.

Nach diesem Durchgang durch Ansätze im Rahmen des neoklassischen Paradig-


mas ist es notwendig, eine kurze Zwischenbilanz zu ziehen, die sich der Frage zu stellen
hat, welche institutionentheoretischen Geländegewinne auf dem Boden des methodo-
logischen Individualismus möglich sind.15
Mir scheint dabei zunächst wichtig festzuhalten, daß das Interesse an diesen Theo-
rien in erster Linie handlungstheoretisch begründet ist: Es geht um die Frage, ob auf der
Basis des in diesen Theorien unterstellten Begriffs individueller Verhaltensrationalität
der Dualismus von System- und Handlungstheorie überwunden werden kann - oder
anders formuliert: Läßt sich der Anspruch einlösen, mikro- und makrosoziale Phänomene
gleichermaßen in der Perspektive rationalen Interessehandeins zu erfassen?

RAUB sieht, daß für solche Absichten die Vorstellung zweckrationalen Handeins
allein zu eng ist, und daß man mindestens ein Konzept rationaler Zweckwahl im Me-
dium strategischen Handeins zur Verfügung stellen können müßte, um den immer wie-
der gegen formale Theorieansätze vorgetragenen Einwänden ein Stück weit entgegenzu-
kommen.
Aber selbst wenn man, wie RAUB vorschlägt, in diese Lücke das mar-
ginalanalytische Konzept der "Opportunity-costs" (Raub 1984: 46 und Voss 1985: 28f)
einbaut und Koordinationsprobleme von Handlungen nicht eigensinnig als Aggrega-
tionsprobleme behandelt, sondern diese als interaktionales Phänomen auffaßt, daß mit
dem spieltheoretischen, auf unsichere Reziprozitätsverhältnisse ausgelegten Rationa-
litätsbegriff geklärt werden soll (Raub 1984: 46), bleiben m.E. drei prinzipielle Ein-
wände zunächst unberührt: Sie beziehen sich in gesellschaftstheoretischer Hinsicht auf
die 'heroischen Abstraktionen' dieser Modelle, handlungstheoretisch auf die instrumen-
telle Einengung des Rationalitätsbegriffs und empirisch darauf, daß die Erklärung insti-
tutioneller Ordnung schlechthin nicht von der Beschreibung konkreter Ordnungsformen
unterschieden werden kann (Albert 1977; Dirich 1986: 213ffund Trapp 1986: 334ff).

- An diesen Einwänden setzt im Kern der lnstitutionalismus in der ökonomischen


Theorie an. Er zielt - im Unterschied zu neoklassischen Ansätzen - auf die Kon-

15) Der Demonstration der Möglichkeiten formaler Theorie


widmet Raub seine Studie über "Soziale Akteure", 1984.
85

stitutionsbedingungen des ökonomischen Systems selber als einer je historischen Form


und nicht auf die Formalisierung der Handlungsbedingungen innerhalb eines spezifi-
schen Systems - des Kapitalismus -, um dann auf eine evolutionäre Logik der Entwick-
lung ökonomischer Systeme unter dem Druck technischer Entwicklung schließen zu
können.
Innerhalb eines solchen Analyserahmens findet dann auch eine Dezentrierung des
'homo oeconomicus' statt; in den Vordergrund treten objektive Faktoren, die indi-
viduelles Verhalten als ökonomisches strukturieren. So wird die ökonomische Wirklich-
keit insgesamt als institutionell konstituiert begriffen, und institutioneller Wandel über-
nimmt dann die Führung in der Genese ökonomischer Systeme (Stadler 1983; Elsner
1986: 295ff).
Die Leistung dieses Ansatzes besteht nun sicher für die Ökonomie darin, eine
interdisziplinäre Perspektive auf ökonomische Prozesse zu eröffnen (Gruchy 1978: 278).
Die sozialwissenschaftliche Blickrichtung hat auch dazu angeregt, die metatheoretischen
Grundlagen der ökonomischen Wissenschaft in ihrer neoklassischen Form durch eine
Veränderung der rationalitätstheoretischen Grundannahmen umzubauen (Ulrich 1986;
Wisman 1979).
Es wäre interessant, im Anschluß daran mit den Mitteln einer ratio-
nalitätstheoretisch reformierten Ökonomie erneut zu einer Erklärung der in-
stitutionellen Struktur moderner Ökonomie vorzustoßen (Ansätze dazu finden sich bei
Ulrich 1986: 341ff).
86

11.4.c. Politische Institutionen und das Recht


WEINBERGER weist in seinem Versuch, sich über die Verwendung des
Institutionenbegriffs in rechtstheoretischen Kontexten Rechenschaft abzulegen
(Weinberger 1985b: 141ff), darauf hin, daß diesem Unterfangen zunächst eine gewisse
Vagheit und vielleicht sogar Verschwommenheit des Institutionenbegriffs entgegensteht.
Damit gibt er für die rechtswissenschaftliche Diskussion eine Diagnose, die mit der hier
einleitend getroffenen Feststellung weitgehend übereinstimmt.
Dabei streicht er vor allem zwei Gründe für diese Verwirrung heraus, indem er auf
die Verschiedenheit der theoretischen Kontexte, in denen der Begriff Verwendung fin-
det, und auf die Vielfalt der Bereiche, in denen von Institutionen die Rede ist, rekur-
riert.
Ich möchte diese Anregung zu Zwecken der Strukturierung der Darstellung auf-
greifen und werde zunächst vier Verwendungszusammenhänge des Institutionenbegriffs
in der Rechtstheorie charakterisieren. In methodischer Hinsicht wird dann eine konzep-
tionelle Analogie zwischen Rechtsbegriff und soziologischem Institutionenbegriff er-
kennbar, die als Grundlage einer wechselseitigen Explikation dieser Begriffe fungieren
kann.
Auf der Basis dieser Vorüberlegungen werde ich dann kurz das Verhältnis von
Recht und Politik charakterisieren, um so zu erläutern, inwiefern neuere Versuche einer
sozialwissenschaftliehen Fassung des Rechtsbegriffs für die Theorie politischer Institu-
tionen informativ sind: Dadurch kommen der institutionalistische Rechtspositivismus
einerseits wie die Rechtssoziologie SCHELSKYS andererseits unter dem Titel "Recht als
Institution" sowie die HABERMAssche Unterscheidung zwischen 'Recht als Medium' und
'Recht als Institution' und die Konzepte des 'reflexiven' wie des 'prozeduralen' Rechts in
den Blick.

In der Rechtswissenschaft lassen sich grob vier Verwendungszusammenhänge


kennzeichnen, in denen der Institutionenbegriff prominent geworden ist. Wenn vom
'Recht als Institution' die Rede ist, wird auf die gesellschaftliche Verankerung des Rechts
abgestellt, in der Absicht, Recht unter normativen Gesichtspunkten als die historische
Form gesellschaftlicher Integration empirisch zu thematisieren. Wenn man von
'Institutionen des Rechts' spricht, zielt man dagegen auf den rechtlichen
Konstitutionszusammenhang sozialer und politischer Institutionen: hier wird Recht als
Regel angesprochen, welche die soziale und politische Erzeugung von Institutionen re-
guliert. Drittens hat sich die Bezeichnung der 'Rechtsinstitution' oder des 'Rechtsinstituts'
eingebürgert, um entweder im Bereich des öffentlichen oder des Privatrechts die Ge-
samtheit der ein Sozialverhältnis strukturierenden Rechtsnormen zusammenzufassen. In
87

dieser rechtsdogmatischen Perspektive hat der Institutionenbegriff die primär metho-


dische Funktion, den in der Rechtsfindung herzustellenden Zusammenhang von Ge-
setzesnorm, Tatbestand und Rechtsfolgenregelung durch Bezug auf den sozialen Sinn
rechtlich beschriebener Sozialverhältnisse wie Vertrag, Eigentum, Ehe, Familie o.ä. zu
organisieren. Darin verbindet sich dann auch der Begriff der Rechtsinstitution mit dem
Begriff der 'Institutionengarantie', der in der Grundrechtsdogmatik eine wesentliche
Rolle spielt und der darauf abzielt, den objektiven Charakter gesellschaftlicher Lebens-
verhältnisse rechtlich zu fixieren und gegen die bloß subjektiven Ansprüche der in diese
eingebundenen Individuen zu behaupten.
Klarmachen kann man sich dies etwa am Beispiel der Ehe, die mit Bezug auf die
Reproduktionsinteressen des Staates definiert wird, so daß letztlich der Vorstellung
Raum gegeben wird, der Staat habe die Ehe als Institution auch gegenüber den einzel-
nen Ehegatten zu schützen (Röhl 1987: 385).
Diese normativ-ontologische Wende des ursprünglich deskriptiv gemeinten Institu-
tionenbegriffs wurde wesentlich durch den 'institutionellen Ansatz' in der Rechtswissen-
schaft vorbereitet. Hier wird das Wesensverständnis des rechtlich in den Blick zu neh-
menden sozialen Lebenszusammenhangs zu einem dogmatischen Instrument, mit Hilfe
dessen die Erzeugung von Recht innerrechtlich als Produktion im Sinne eines reinen
Ableitungsverhältnisses gedacht werden konnte. In metaphysischer Überhöhung findet
sich diese Idee dann etwa bei HAURIOU im Begriff der 'idee directrice' oder bei ScHMrrr
im Begriff des mit einer immanenten, konkreten Ordnung versehenen Ge-
meinschaftsverhältnisses wieder (Rüthers 1970). Doch bietet dieser Ansatz aufgrund
seiner spekulativen Einbettung keine Anschlußmöglichkeiten für eine sich sozialwissen-
schaftlich verstehende Theorie politischer Institutionen.

Demgegenüber scheinen mir die Verwendungszusammenhänge aufschlußreich, in


denen mit dem Institutionenbegriff auf die Form der gesellschaftlichen Realisierung von
Recht abgestellt wird. Damit ist die Explikation von Recht auf die in handlungstheoreti-
schen Kontexten prominent gewordene Vorstellung einer normativ-institutionellen
Vermittlung des gesellschaftlichen Handlungssystems abgestimmt und eine Verschrän-
kung von soziologischen und rechtstheoretischen Frageperspektiven vorbereitet:
Rechtstheoretisch geht es in der Zusammenführung von normativen und deskriptiven
Methoden um die Fortsetzung des naturrechtliehen Denkens mit modernen, sozial-
wissenschaftlichen Mitteln; soziologisch führt dies zu einer Erläuterung des methodisch
eingeführten Institutionenkonzepts anband des Phänomens von Recht.
Wenn man daran eine Thematisierung des Verhältnisses von Recht und Politik an-
schließt, ergibt sich eine Begriffskonstellation von Institution, Recht und Politik, in der
sich die rechtswissenschaftliche Forschung mit der Perspektive der Theorie politischer
Institutionen verschränken läßt.
88

Ich werde also zunächst die unterschiedlichen Dimensionen des Verhältnisses von
Recht und Politik in der Absicht charakterisieren, daraus die Anforderungen an einen
Rechtsbegriff, wie er in Zusammenhängen der Theorie politischer Institutionen ver-
wendbar wäre, zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund treten dann rechtsbezogene For-
schungsansätze unterschiedlicher Disziplinen in den Blick, die insgesamt einen For-
schungsstand repräsentieren, an den die Theorie politischer Institutionen anschließen
kann. Ich folge also dem Vorschlag PENSKIS (1986), das Verhältnis von Recht und Politik
in den Dimensionen von Recht erstens als Ergebnis, zweitens als Mittel und drittens als
Kontext oder Maßstab von Politik zu betrachten.

- Recht ist, in Form von Gesetzen, das Ergebnis von Gesetza:ebunesverfahren.


D.h. wir haben es mit der institutionellen Erzeugung von Rechtsnormen zu tun, so daß
man rechtstheoretisch den Verfahrenszusammenhang als den Durchgriff sozialer
Regeln der Erzeugung institutioneller Verfahren auf die Rechtsnormgewinnung als
Rechtszusammenhang beschreiben kann: unter diesem Aspekt wäre die Rationalität des
Rechts in Begriffen prozeduraler Rationalität zu erläutern.
- Recht ist zweitens Mittel der sozialen lmplementation politisch definierter Ziele
- diese Möglichkeit der Steuerung, die auf dem Legalitätsprinzip aufruht, ist letztlich
abhängig von der Einlösung von Legitimationsansprüchen, die sich an die materiale
Rationalität des Rechts richten.
Darüberhinaus weisen die Probleme der politischen Steuerung qua Recht, auf die
die Verrechtlichungs- und Entrechtlichungsdebatte in den letzten Jahren aufmerksam
gemacht hat, darauf, daß die Implementationschancen von der Fähigkeit des Steue-
rungsmediums abhängen, die Rationalität der zu regulierenden Zusammenhänge zu be-
rücksichtigen. Dem könnte eine reflexive Anlage des Rechts entgegenkommen, das
dann eine Rationalstruktur aufweisen müßte, die es ermöglicht, adäquate innere
Modelle der Rechtsumwelt aufzubauen (Teubner/Willke 1984: 19).
- Wenn man schließlich das Verhältnis von Recht und Politik unter dem Aspekt
betrachtet, daß der institutionelle Kontext von Politik selbst rechtlich konstituiert ist
und daß Recht als Maßstab von Politik eine ethische Dimension festhält, dann wird
man voraussetzen müssen, daß es eine Rationalitätsdimension des Rechts gibt, die eine
gewisse Unverfügbarkeit des Rechts gegenüber der Politik sicherstellt (Habermas 1987).
Diese Rationalitätsdimension dann als Wertrationalität zu erläutern, ist ein wichtiges
Anliegen u.a. der Grundrechtstheorie (Alexy 1986 und Schalderer 1987).

Wenn man also zusammenfassend Recht als eine Form der Rationalisierung von
89

Politik einführt und weiter davon ausgeht, daß dieses Verhältnis sich institutionell reali-
siert, dann wird der systematische Zusammenhang von Rechtstheorie und der Theorie
politischer Institutionen deutlich: Man kann dann sehen, daß so Rationalitätsansprüche
an das Recht erwachsen, die ein relevanter Rechtsbegriff aufzunehmen in der Lage sein
muß. Ich werde nun also solche Ansätze charakterisieren, mittels derer sich dieses Desi-
derat der rationalitätstheoretischen Explikation von Recht einlösen läßt.

- Recht als Institution. Unter diesem Titel sind zwei Ansätze aufzunehmen, die
einmal in rechtstheoretischer und einmal in soziologischer Perspektive den Versuch
unternehmen, den Begriff der Institution und des Rechts auf der Basis einer intentiona-
listisch ansetzenden Handlungstheorie so zu vermitteln, daß eine Deutung des Phäno-
mens sozialer und politischer Institutionen unter Aspekten von Handlungsrationalität
möglich wird.
Zum einen ist der Ansatz des 'institutionellen Rechtspositivismus' zu nennen, den
WEINBERGER und MAc CoRMICK unabhängig voneinander, aber durchaus in
komplementärer Weise ausarbeiteten. Das Ergebnis ihrer Forschungen haben sie jüngst
gemeinsam veröffentlicht 16. Dabei zielen die Autoren, in Anknüpfung an das rationale
Naturrecht (MacCormick/Weinberger 1985: 150), auf die methodische Vermittlung
einer rechtsanalytisch angelegten Normenlogik mit einer intentionalistischen Theorie
sozialen Handeins zu einer Normenontologie (Weinberger 1984: 253), in der das
Konzept der "institutionellen Tatsache", das aus der SEARLSchen Unterscheidung von
'brute' und 'institutional facts' hervorgeht, eine Brückenfunktion übernimmt.
In dieser Perspektive wird unter Geltungsaspekten die Wirklichkeit der Rechts-
norm - das "Dasein des Rechts" (Weinberger 1984: 245) - institutionell bestimmt. D.h.
sie gehen von der Grundannahme aus, daß

"Normen Dasein dann und nur dann zu(kommt), wenn sie Elemente gesell-
schaftlicher Institutionen sind, weil sie als praktische Informationen in das Wir-
kungsgefügeder Institutionen eingegliedert sind" (Weinberger 1984: 252).
Diese Aussage enthält m.E. zwei institutionentheoretisch relevante Feststellungen:
Institutionen sind einerseits vorrechtliche, emergente soziale Phänomene, die genetisch
auf die normative Form der Vermittlung von individuellem Verhalten zu sozialem Han-
deln bezogen sind (Weinberger 1985b: 140). Dies erlaubt es dann andererseits, die
Rechtsnorm als eine spezifische Form der praktischen Information zu fassen, in der die

16) Ihr Band: "Grundlagen des institutionalistischen


Rechtspositivismus" (1985) wurde, versehen mit einer neuen
Einleitung, unter dem Titel "An Institutional Theory of
Law" (1986) auch ins Englische übersetzt. Vgl. außerdem
Weinberger 1984 und 1985a.
90

Möglichkeit der Steigerung der Rationalität normativer Vermittlung unter formalen


Gesichtspunkten realisiert wird (Weinberger 1985b: 139t).
Diese Deutung erschließt sich aus der von WEINBERGER (1985a) profilierten
formal-finalistischen Handlungstheorie, in der die Rationalität von Handeln unter
Aspekten von 'Sachinformationen' und 'praktischen Informationen' expliziert wird, so
daß insgesamt dieser Versuch der normentheoretischen Grundlegung des Rechtsver-
ständnisses methodische Implikationen enthält, die mit Bezug auf die Ansatzprobleme
einer normativ-analytischen Theorie politischer Institutionen durchaus fruchtbar zu
machen sind.

Zum anderen muß an dieser Stelle natürlich auf ScHELSKY hingewiesen werden,
dessen Reflexionen über das Recht (Schelsky 1980) die Annahme zugrunde liegt, daß
eine soziologische Theorie des Rechts wie der Institutionen nur dann eine adäquate
Fassung erhält, wenn sie auf den Zusammenhang von sozialen Institutionalisierungen
und Recht abstellt (Krawietz 1984: 219 und Mestmäcker 1985).
Grundlegend für die konstruktive Durchführung dieses Programms· ist eine
anthropologisch-funktionale Bestimmung der Institution, die er grundsätzlich von GEH-
LEN übernimmt, einerseits sowie andererseits der Versuch, sich von den anti-individuali-
stischen Implikationen der GEHLENsehen Theorie dadurch zu befreien, daß begrifflich
auf den Wandel von Institutionen abgestellt wird.
Die Funktion der Institution ist dann die Vermittlung von individueller Subjektivi-
tät und gesellschaftlicher Objektivität, und die Funktion des Rechts, das sich genetisch
aus dem sog. 'Appetenzverhalten' entwickelt und die "stets bewußte Regelung und Ge-
staltung sozialer Beziehungen durch freies und bewußtes Zweckhandeln" (Schelsky
1970: 66) darstellt, ist es, die Adaption der Institution an historisch sich wandelnde, indi-
viduelle Bedürfnisse zu steuern (Krawietz 1984: 228t).
Damit wird das Recht auf eine Weise in die Institutionentheorie eingebaut, daß
letztlich die Rechtstheorie als ausgeführte Institutionentheorie erscheinen muß - dies
wiederum ermöglicht es, das Phänomen der Institution unter Aspekten der Rechtsratio-
nalität in den Blick zu nehmen, die ScHELSKY, mit deutlich normativem Bias, als Wah-
rung von Gegenseitigkeit auf Dauer, von Gleichheit bei Verschiedenheit und von Inte-
grität und Autonomie der Person gegenüber Organisationen erläutert (Schelsky 1970:
69).
Jenseits dieser normativen Implikationen der von ihm als 'personfunktionaler An-
satz' der Rechtssoziologie bezeichneten Überlegungen liegt die wichtigste Information
der Institutionentheorie SCHELSKYS m.E. in der methodischen Bedeutung, die der Kate-
gorie der Institution in der Verbindung von soziologischer und anthropologischer wie
91

rechtstheoretischer Analyse zuwächst. Problematisch allerdings bleibt die Suggestion,


diese methodische Vermittlung als reale im sozialen Leben selbst abzubilden (Willke
1987a: 165): Hier könnte es sich um eine vorschnelle Verdinglichung begrifflicher
Konstruktionsentscheidungen handeln.

Recht als Medium und als Institution. In HABERMAS' kritischer Ge-


sellschaftstheorie-erscheint das Rechtssystem als die differentielle Form der Institutio-
nalisierung der drei rationalisierungsfähigen Aspekte des sozialen Handeins (instrumen-
tell - strategisch - praktisch) in Rechtsanwendung und -findung, Gesetzgebung und
Normbegründung (angelehnt an die Grundnormen der Verfassung).
Dieser systematische Bezug der Rechtstheorie auf die Theorie des kom-
munikativen Handeins soll klarmachen, daß mit dem positiven Recht die Le-
gitimationsgrundlage des einzelnen Gesetzes zwar auf den Aspekt der formalen "Legi-
timation durch Verfahren" (Luhmann 1969) zurückgeschnitten werden kann, daß ein
solches Rechtssystem aber insgesamt überhaupt nur aus einem im kommunikativen
Handeln sich realisierenden postkonventionellen Moralbewußtsein hervorgehen kann:
Der Rationalisierungsprozeß des Rechts im Rechtssystem ist an kommunikative Lebens-
formen zurückgebunden (Habermas 1976b: 266f).
Auf diesem Hintergrund wird die strategische Bedeutung klar, die dem Begriff des
Rechts in seiner zweistufig als Lebenswelt- und Systemtheorie ausgelegten Gesell-
schaftstheorie zukommt (Habermas 1981a und b). Die These vom 'Recht als Institution',
die in diesem Zusammenhang entwickelt wird (Habermas 1981b: 536ff), ist die Kon-
struktion, mit der objekttheoretisch die methodisch dual angelegte Theorie gleichsam
zusammengehalten und auf das Basistheorem seiner kritischen Gesellschaftstheorie -
jenes der kommunikativen Rationalität- bezogen werden kann (vgl. Renk 1986: 59).
'Institution' ist Recht danach dann, insofern es sich auf die Konstitution des
Rechtssystems selber bezieht, für das die verfassungsrechtlichen Basisnormen der
Grundrechte wie das Prinzip der Volkssouveränität bestimmend sind. In diesen Basis-
normen, so die These, verkörpern sich "postkonventionelle Bewußtseinsstrukturen'
(Habermas 1981b: 266), so daß

"Recht als Institution wohl als eine wieder ins Intersubjektive gewendete Moral
verstanden werden (kann), die die Eckpfeiler des Terrains markiert, innerhalb
dessen nach individuellem Gutdünken, d.h. erfolgsorientiert und zweckrational, ge-
handelt werden kann" (Renk 1986: 60).

Gegen diese Konstruktion ist von rechtstheoretischer Seite her der Einwand er-
hoben worden, daß erst noch gezeigt werden müsse, wie im Innern des positiven Rechts
diese wertrationalen Aspekte als 'Institution' unterzubringen sind (so auch der Tenor
der Kritik von Renk 1986: 61ffund Maus 1987).
92

Auf diesen Einwand hat HABERMAS mittlerweile so reagiert, daß er Fragen der
Wertrationalität des Rechts in Fragen einer formalen Gerechtigkeitstheorie übersetzt.
Dies erlaubt es ihm dann, die Installation von Wertrationalität im positiven Recht als
Problem der Installation diskursiver Verfahren in Gesetzgebung und Rechtsanwendung
zu behandeln. Er faßt dann das formale Moment der Unparteilichkeit als den "Kern der
praktischen Vernunft" (Habermas 1987: 12), die sich im Bereich der Rechtsanwendung
durch die "angemessene und vollständige Erfassung relevanter Kontexte im Lichte kon-
kurrierender Regeln zur Geltung" bringt (Habermas 1987: 11); im Bereich der Gesetz-
gebung verweist er auf den "demokratischen Gesetzespositivismus", der sich komple-
mentär im parlamentarischen Prozeß und im Prinzip der politischen Öffentlichkeit
realisiere (Habermas 1987: 10 und 16).

Diese Argumentationsstrukturen sind hier natürlich nur in soweit von Interesse, als
sie andeuten, wie die These von 'Recht als Institution' auch rechtstheoretisch zu vertei-
digen wäre. Der für die Theorie politischer Institutionen relevante Kern der Argumen-
tation liegt m.E. in der Explikation der Rationalität des Rechts nach Kriterien der
Rationalisierungsformen des sozialen Handeins wie in der darauf aufbauenden These,
daß Institutionen als die je historische Form der Verkörperung moralischer
Bewußtseinsstrukturen aufzufassen sind - und das gilt dann eben auch für politische
Institutionen, die insoweit als Vorposten gleichsam der Lebenswelt im System in-
terpretiert werden können.

- PostinterventionistischesRecht. Die Diskussion, die in den letzten Jahren über


Probleme der Verrechtlichung und Entrechtlichung geführt wurden (Voigt 1980,
1983a/b, 1986), haben nicht nur wichtige empirische Einsichten über den Aufbau, die
Organisation und die Funktionsweise politischer Institutionen ermöglicht; sie haben
darüber hinaus dazu geführt, daß man sich die theoretische Frage vorlegte, ob nicht die
Krise einer politischen Steuerung, die sich des Rechts als eines Mediums bedient, letzt-
lich durch den interventionistischen Charakter des Rechts selbst hervorgerufen sein
könnte.
Diese Überlegung hat interessanten Versuchen Raum gegeben, tiefer anzusetzen
und Lösungen des Problems über Umstellungen des Rechtsbegriffs hin auf die Rationa-
litätsanforderungen einer dezentralen sozialen und politischen Vermittlung der Gesell-
schaft anzustreben. In dieser Perspektive kann man dann von 'reflexivem', 'pro-
zeduralem' und von 'medialem' Recht sprechen (Görlitz 1987).
Das generelle Konstruktionsmerkmal der Theorie des "reflexiven Rechts" (Teub-
93

nerfWillke 1984; vgl. auch Röhl 1987: 562ff) besteht in der Zusammenführung von
systemtheoretischen und diskurstheoretischen Elementen (kritisch dazu Nahamowitz
1985: 32ff) bei dem Versuch, auf mehr oder weniger manifeste Steuerungsprobleme
komplexer Gesellschaften mit der Beschreibung und Begründung einer die formale und
die materiale Rechtsform historisch ablösenden Form des reflexiven Rechts zu reagie-
ren.
Mein Eindruck ist, daß dabei die Systemtheorie in der Fassung einer Theorie
autopoietischer Systeme sowohl als Grundlage der empirischen Beschreibung wie Deu-
tung der Krisenphänomene leitend ist, während diskurstheoretische Anleihen vor allem
da gemacht werden, wo es um die Begründung der Rechtsform geht und die System-
theorie wiederum zu Zwecken der Strukturbeschreibung des reflexiven Rechts einge-
setzt wird.
Die Autoren sahlagen also vor, von der Fiktion einer hierarchischen Steuerung der
Gesellschaft Abschied zu nehmen und diese durch eine Form horizontaler Selbststeue-
rung autonomer Teilsysteme zu ersetzen, als deren Medium ein interaktionistisch ge-
deutetes Prinzip der Reflexion eingeführt wird. Interaktion wird so zum Modus einer
kontextorientierten, rechtsförmigen Selbsttranszendierung solcher operativ autonomen
Teilsysteme - und das ist dann der systematische Ort, an dem die Autoren, entgegen
dem von LUHMANN vertretenen Konzept der Autopoiesis, diskurstheoretisch begründete
Vorstellungen in die Theorie einbauen.

Trotz aller Einwände, die sich gerade auf dieses Konstruktionsmerkmal beziehen
(Luhmann 1985 und Münch 1985), ist der Ansatz aus zwei Gründen für die Theorie
politischer Institutionen relevant. Zum einen wird der Versuch einer methodischen Zu-
sammenführung von System- und Handlungstheorie unternommen, um auf dieser
Grundlage die Grundzüge des institutionellen Aufbaus moderner Gesellschaften zu
entwickeln - hieran kann man im Rahmen der Theorie politischer Institutionen eben
deren Ansatzprobleme abarbeiten. Zum anderen betten TEUBNER/WILLKE die Lösung
der Steuerungsproblematik in demokratietheoretische Überlegungen ein und verbinden
das reflexive Recht mit der Vorstellung, die HABERMAS mit der These vom Recht als der
äußeren Verfassung kommunikativ strukturierter Lebensbereiche ventiliert hat
(Habermas 1981b: 536ff und Teubner/Willke 1984: 29) - damit wird ein Vorschlag
unterbreitet, wie man praktische Interessen mit analytischen Ansprüchen zusammen-
bringen kann.
Die Intention dieses Ansatzes nimmt auch EDER in seinem Versuch auf, Recht als
'prozedurales Recht' zu begreifen. Er verweist dann allerdings doch darauf, daß die
Lösung des Problems gesellschaftlicher Integration in dem Theorem der kontextuellen
Selbststeuerung operativ autonomer Teilsysteme eine viel zu schwache Fa~sung erhalte.
94

Und dies vor allem deshalb, weil in diesem begrifflichen Rahmen keine allgemeinen
Gesichtspunkte mehr angegeben werden können, auf die hin sich das Zusammenspiel
der Teilsysteme organisieren sollte und die so als Sollwerte in den autopoietischen Re-
produktionszusammenhang einzubauen wären.
Eine solche Möglichkeit ergibt sich erst dann, wenn es gelingt, die wertrationale
Dimension des Rechts in dem auf die Regulierung von Kooperationsproblemen zuge-
schnittenen Rechtsbegriff unterzubringen. Und genau hier setzt der Begriff des
'prozeduralen Rechts' an, der die in einer Theorie kollektiver Lernprozesse sozio-
logisierte Idee einer moralischen Entwicklungslogik (Kohlberg 1981 und 1984) für eine
Theorie des sozialen Prozesses der Rechtsschöpfung fruchtbar machen soll (Eder 1985
und 1986).
Die Pointe dieser Überlegung ist darin zu sehen, daß das soziologische Reden über
Recht auf die "Radikalisierung der Idee einer sozial geregelten Produktion von Recht"
(Eder 1986: 26) umgestellt werden kann; der Fluchtpunkt ist die Idee, daß so verstan-
denes prozedurales Recht als die Form der Rationalisierung lebensweltlicher Interak-
tionen selbst aufgefaßt werden kann und Recht damit in der kommunikativen Struktur
der Lebenswelt verankert ist.

Der dritte Rechtsbegriff, der ebenfalls an der Steuerungsproblematik ansetzt und


vor allem von GöRLITZ in rechtspolitologischen Kontexten in die Diskussion eingeführt
wurde, ist jener des "medialen Rechts" (Görlitz/Voigt 1985 und 1987). Dieses Konzept
ist nun allerdings ganz auf die Vorstellung der autonomen autopoietischen Selbstrepro-
duktion gesellschaftlicher Subsysteme zugeschnitten und beansprucht deshalb nicht
mehr, Selbstreproduktion unter dem Aspekt von Integration zu thematisieren.
Damit reagiert es skeptisch auf die Rationalisierungsanforderungen an das Recht,
die sich erst ergeben, wenn (wie oben) Subsystem- und Gesamtsystemveränderungen
verknüpft werden sollen (Görlitz 1987: 423f). Recht dient in dieser Perspektive dann der
Organisation der selektiven Wahrnehmung von Zustandsänderungen in der Umwelt von
Systemen, die auf den Reproduktionsmechanismus dieser Systeme abgestimmt ist:
Recht fungiert als Medium der selektiven Problemeinspeisung und nicht als Institution,
in der die Subsysteme als ein Ganzes zusammengehalten werden.

Ich gehe davon aus, daß sich diese rechtssoziologischen, -theoretischen und
-politologischen Ansätze, die am Problem der politischen Steuerung komplexer Gesell-
schaften ansetzen, Aufgaben stellen, die denen der Theorie politischer Institutionen
analog sind. Dann aber kann vermutet werden, daß man sich in der Durchführung einer
solchen Theorie nicht nur von den hier kurz charakterisierten Argumentationsstrategien
95

inspirieren lassen sollte, sondern daß man wenigstens zum Teil die erarbeiteten Ergeb-
nisse übernehmen kann.

11.4.d. Politische Anthropolo&ie


Obwohl scl.lon LEPENIES (1971: 78) davor gewarnt hat, die anthropologische For-
schung als objektiven Ausweis der normativen Voraussetzungen moderner Gesell-
schaftstheorie zu verwenden, weil das einen naturwissenschaftlichen Status voraussetzt,
den sie als primär rekonstruktiv verfahrende Wissenschaft nicht erreichen kann (vgl.
auch Service 1977: 41f) - und obwohl sich ideologische Verdachtsmomente eher noch
verstärkt haben, ist doch darauf hinzuweisen, daß seit dem Versuch KAMMLERS, vor
allem GEHLENS Anthropologie zur Fundierung einer politikwissenschaftlichen Theorie
der Institutionen heranzuziehen (Kammler 1968), das empirisch fundierte Wissen über
Prozesse und Bedingungen der Staatenbildung in frühen Gesellschaften durch die Ko-
operation von Ethnologie, Archäologie und Geschichtswissenschaft im Rahmen der po-
litischen Anthropologie erheblich erweitert worden ist.

Der Institutionenbegriff wird bei GEHLEN grundsätzlich handlungstheoretisch ein-


geführt und Institutionen sind dann als Formen der Rationalisierung des menschlichen
Welt- und Selbstverhältnisses begriffen- das wird unter den Titeln einerseits der Schaf-
fung einer stabilen 'Faktenaußenwelt' und andererseits einer 'Versachlichung der
Triebe', in der sich nach GEHLEN personale Identität herstellt, aufgenommen.
An diese kategoriale Bestimmung schließt er dann Deutungen an, die sich aus
seiner tiefen Skepsis gegen die Subjektivität des neuzeitlichen Individuums ergeben und
die ihn schließlich zu den oft - und zu Recht - kritisierten Formeln der Sicherung der
von Menschen geschaffenen Artefakte (Institutionen) gegen menschliche
'Entartungsbereitschaft' wie der Behauptung der Notwendigkeit des 'Sich-Konsumieren-
Lassens' durch Institutionen geführt haben.
Diese Deutungen ergeben sich nun zwar nicht zwangsläufig aus seiner handlungs-
theoretisch-funktionalistischen Einführung des Institutionenbegriffs, sie weisen aber
doch darauf hin, daß es ihm auch in seinem Spätwerk nicht gelungen ist, sich den Sug-
gestionen der frühen, noch naturalistisch ansetzenden Begründung der Institution in der
biologischen Konstitution des Menschen zu entziehen.
In diesen kategorialen Rahmen läßt sich eine genetische Perspektive nur schlecht
einbringen, und es ist m.E. auch kein Zufall, daß er seine ausgearbeitete Institutionen-
theorie schließlich unter dem Titel "Unnensch und Spätkultur" (Gehlen 1977, vgl. auch
96

Rehberg 1986) vorlegt. Deshalb bleiben zwei Einwände auch von der von REHBERG zu
Recht herausgestrichenen soziologischen Wende des GEHLENsehen Denkens (Rehberg
1986: 9) unberührt: Während er Institutionen im Kern als Form der menschlichen
Selbstvermittlung mit seiner biologischen Natur begreift, hebt die heutige politische An-
thropologie die Dimension der sozialen Vermittlung hervor; damit hängt der empirische
Einwand zusammen, daß ein ontologisch gefaßter Institutionenbegriff vor der Tatsache
kapitulieren muß, daß politische Institutionen eine gattungsgeschichtlich späte und ins-
gesamt relativ unwahrscheinliche Erfindung darstellen.

So steht politische Anthropologie heute nicht im Zeichen von Versuchen der (ob-
jektiven) Wesensbestimmung des Menschen, aus der sich dann die institutionelle Form
der gesellschaftlichen Vermittlung des Individuums ableiten ließe - vielmehr geht es
primär um empirisch gerichtete Rekonstruktionen der Entwicklungsgeschichte der Insti-
tution 'Staat'.
Wir verfügen heute nicht nur über umfassende Dokumentationen der Staaten-
bildungsprozesse in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen und in breiter geogra-
phischer Streuung (Classens/Skalnik 1978; Service 1977; Clastres 1976; Kramer/Sigrist
1978; GodeHer 1980; Breuer/Treiber/Walther 1982; Friedmann/Rowlands 1977); auch
das theoretische Instrumentarium ist in eingehenden und ausführlich dokumentierten
Diskussionen soweit verfeinert worden, "daß es möglich erscheint, eine Entwicklungs-
geschichte der politischen Herrschaft zu entwerfen" (Breuer 1982: 5; vgl. auch: Balan-
dier 1972; Seaton/Claessen 1979; Cohen/Service 1978; Sahlins 1981; Service 1977;
Fried 1967; Krader 1976 und Bloch 1975).
Der Beitrag der politischen Anthropologie zur Theorie politischer Institutionen ist
relativ einfach zu bestimmen: In leichter Abwandelung von SERVICE könnte man wohl
behaupten, daß einiges dafür spricht, daß das Wesen der politischen Institutionen sich
am besten zeigt, wenn man ihr Entstehen und ihre primären und elementaren Funktio-
nen erörtert (vgl. Service 1977: 47).17
Man kann also anhand der Übergänge von staatenlosen Gesellschaften über die
verschiedenen Zwischenformen bis zu frühen staatlich organisierten Gesellschaften
(Eder 1976) versuchen zu verstehen, was die Menschen veranlaßt haben mag, ihre
Lebensformen in derart radikaler Weise zu verändern, sich- wie GonEUER formuliert-
der Herrschaft freiwillig zu unterwerfen (Godelier 1982: 19). Dazu wären die Mecha-
nismen zu beschreiben (ökonomisch, kulturell, politisch), die diese Tranformationspro-
zesse vorangetrieben haben, um sich so der Frage zu nähern, was es heißt, in einer

17) Ähnliches scheint auch für das Verhältnis von Rechts-


theorie und Rechtsanthropologie zu gelten: vgl. Wesel 1985.
97

politischen Ordnung zu leben - oder: was politische Institutionen sind und wie sie funk-
tionieren.
Nun kann man die Antwort auf diese Fragen nicht direkt dem Material entneh-
men, man unterläge dabei allzu leicht naturalistischen Fehlschlüssen. Wohl aber läßt
sich das Material als eine Art Prüfstein für die theoretischen Annahmen verwenden, die
auf der Basis gerade neo-evolutionistischer Ansätze in der Soziologie gewonnen sind.
Ich schlage also vor, das Verhältnis von Soziologie/Politikwissenschaft und politi-
scher Anthropologie im Rahmen einer einheitlichen Theorie der politischen Institutio-
nen aufzufassen als Verhältnis von Metatheorie, Methodologie und empirischer Theo-
rie: Während sich auf der metatheoretischen Ebene die Frage nach dem Rationalitäts-
und Funktionsbegriff stellt, im Hinblick auf den politische Institutionen zu konzipieren
sind, bestünde die Aufgabe unter methodologischen Aspekten darin, die Möglichkeiten
und Grenzen der unterstellten Rationalitätsbegriffe an der Rekonstruktion des Mate-
rials zu bewähren, um dann empirisch zu fragen, inwieweit die Entwicklung staatenloser
Gesellschaften zu staatlich organisierten Gebilden im Lichte institutioneller Rationali-
sierung beschrieben werden kann.
Diese Aufgabe wird nun dadurch erleichtert, daß innerhalb der politischen
Anthropologie im Zuge der Ansatz- und Methodendiskussionen eine z.T. hohe Sensibili-
tät für diese theoretischen Zusammenhänge entwickelt wurde. Man hat deshalb nicht
nur einen direkten Zugriff auf ansatzspezifische Explikationen und empirische Durch-
führungen solcher Programme, sondern verfügt wenigstens teilweise in der Anwendung
unterschiedlicher Paradigmen auf gleiche Gegenstände über direkte Vergleichsmöglich-
keiten.
Es ist in dem hier gegebenen Rahmen nicht möglich, das auch nur beispielhaft
durchzuführen. Ich möchte deshalb lediglich auf einen besonders interessanten Aspekt
der Arbeit von SERVICE verwiesen, die politikwissenschaftlich schon deshalb relevant
sein dürfte, weil sie in Anlehnung an WEBER von der Eigenlogik der Entwicklung charis-
matischer zu bürokratischer Herrschaft als dem Entwicklungsmechanismus früher
Staatenbildung ausgeht (Service 1977: 378). Nachdem SERVICE den "Weg zur
Zivilisation als Entwicklungskarriere einiger Bürokratien" beschrieben hat, weist er in
einem Schlußkapitel an verschiedenen Beispielen auf den Widerspruch von adaptivem
Erfolg qua bürokratischer Rationalisierung und wachsender Unfähigkeit hin, aufgrund
des inhärenten Konservatismus bürokratischer Machtsteigerung auf neue
Umweltanforderungen flexibel zu reagieren (ebda.: 382ff).
Diesen Widerspruch zwischen der Selbststeuerung einer Gesellschaft in Form
bürokratischer Rationalisierung und ihrer Fähigkeit zur Selbstorganisation, d.h. der
Entwicklung neuer Prinzipien der Selbststeuerung, könnte man so deuten, daß es evolu-
98

tionär erfolgreichen Gesellschaften gelungen sein muß, die Differenz zwischen Selbst-
steuerung und Selbstorganisation politisch zu institutionalisieren.

Die hierin liegenden Implikationen (vgl. oben ScHLUCIITERS Differenzierung von


Strukturprinzipien und Strukturformen) mögen hier als Andeutung des institutionen-
theoretischen Potentials der politischen Anthropologie genügen.

11.4.e. Praktische Philosophie


Grundbegriffe der praktischen Philosophie wie 'sittliche Verbindlichkeit',
'Gerechtigkeit' oder 'Moraf mögen in sozialwissenschaftlich-empirischer Einstellung ein
müdes und bestenfalls leicht resignierendes Lächeln und Achselzucken hervorrufen,
denn die Idee einer Begründung universeller Moralprinzipien und die Idee der Selbst-
begründung praktischer Vernunft in metaethischer Hinsicht scheinenangesichtsder fak-
tisch voranschreitenden Individualisierung von Werten und der Entmoralisierung der
Politik als einer Strukturkomponente der Modeme naiv und harmlos (Kitschelt 1980:
412f).
Demgegenüber mehren sich die Indizien, daß eine entmoralisierte Politik, die sich
nur noch dadurch legitimiert, daß auch Entscheidungen, die jederzeit anders möglich
wären, getroffen werden müssen, sich selbst ein Bein stellt, und zwar insofern die Mög-
lichkeit der Revision als strukturelle Kompensation der Unmöglichkeit, richtige Ent-
scheidungen treffen zu können, angesichts der Nicht-Revisionsfähigkeit mancher Ent-
scheidungsmaterien nicht mehr greift.

Man kann, denke ich, mit guten Gründen die Auffassung vertreten, daß hier ein
Bedarf an politischer Ethik sich manifestiert, der nun allerdings nicht mehr nur als
Selbstbeschränkung in der Form des institutionalisierten Relativismus von Regierung
und Opposition, sondern als Form der Selbstbindung im Medium vernünftiger Ent-
scheidungsgrundsätze eingelöst zu werden vermag.
Das jedenfalls scheint mir gemeint zu sein, wenn HUBIG (1982a: 15) von "institutio-
neller Sittlichkeit" spricht. Mit dieser Formel sind nun natürlich noch nicht die Probleme
des ethischen Diskurses thematisiert, sondern nur der politische Anlaß des Diskurses:
Es könnte immerhin sein, daß wir in einer Situation sind, die HABERMAS und auch
HöFFE immer wieder als Ausgangspunkt ethischer Reflexionen angenommen haben -
überkommene Lebensweisen, Institutionen und Wertüberzeugungen sind in eine Krise
geraten und haben ihre selbstverständliche Geltung verloren (Höffe 1982: 32).
99

Diese Situation nun aber läßt für den ethischen Diskurs selber mindestens noch
zwei Ausgänge offen - einen nach rückwärts und einen nach vorwärts. Nach hinten ge-
richtet ist sozusagen die Intuition derjenigen, die man unter der Bezeichnung
'Neoaristotelismus' zusammenfassen kann (wobei etwa an LOBBE, MARouARD,
SPAEMANN, VOLLRATH, HENNIS u.a. zu denken wäre): Diese Autoren suchen unter dem
Titel des Ethos mit dem Verweis auf die Vernunft überkommener Lebensformen nach
einem konservativen Ausweg aus den Widersprüchen der Moderne (vgl. Schnädelbach
1986).
Den Ausweg nach vorn aus der Unmöglichkeit, materiale Wertauffassungen und
Normen verbindlich zu machen, scheinen demgegenüber alle diejenigen zu suchen, die
in unterschiedlicher Weise die Möglichkeiten einer formalen Ethik diskutieren - sei es
in der kognitiven Fassung wie bei HABERMAS (1983) oder in der Zusanunenführung
utilitaristischer Traditionen mit den Ideen KANrs wie bei RAWLS (1975).
Ohne hier begründete Entscheidungen treffen zu können, läßt sich im Rahmen
einer normativ orientierten Theorie politischer Institutionen inzwischen auf zahlreiche
einschlägige Dokumente dieser Diskussionen zurückgreifen (u.a.
Höffe/Kadelbach/Plumpe 1981; Apel/Böhler/Berlich/Plumpe 1980; Oelmüller 1978
und 1979; Hubig 1982; sowie Kuhlmann 1986; Wimmer 1980; Höffe 1977 und 1979).

Um sie für die Zwecke politischer Institutionentheorie zu strukturieren - also im


Hinblick auf die Frage, ob es Regeln gibt, denen institutionelles Handeln folgen soll; ob
sich Lebensformen auszeichnen lassen, auf die die Einrichtung von Institutionen norma-
tiv bezogen werden kann (Hubig 1982b: 74) -,bietet sich der Begriff der Gerechtigkeit an
(Steinvorth 1985: 311 und Höffe 1982: 43f und 1987).
An eine Theorie der Gerechtigkeit sind institutionentheoretisch drei Anforderun-
gen zu stellen. Sie hätte zunächst zu klären, was Gerechtigkeitsregeln zu tun verlangen
und damit sich die Frage vorzulegen, auf welche ethischen Prinzipien sich die Idee der
Gerechtigkeit als sittliche Lebensform überhaupt berufen kann (diese Frage hat WIM-
MER 1980 vergleichend in aller Ausführlichkeit aufgenommen). Sodann ist eine Begrün-
dung der Verbindlichkeit von Gerechtigkeitsnormen und drittens schließlich eine Expli-
kation der Art und Weise ihrer Durchsetzung unter Berücksichtigung historisch-kontin-
genter Umstände vonnöten - womit das entscheidende Problem des Verhältnisses von
Moralität und Sittlichkeit bezeichnet ist (Kuhlmann 1986).
Die Frage nach Begründungen für Gerechtigkeit und Begründungsstrategien
innerhalb von Gerechtigkeitstheorien ist also mit der Frage nach der Normendurch-
setzung zu verbinden (hier könnte auch die ideengeschichtliche Forschung in der Poli-
tikwissenschaft einen wichtigen Beitrag leisten). Ob in Rückbesinnung auf ARISTOTELES
100

oder im Versuch, gegenüber den Aporien einer Verbindlichkeit materialer Wertauffas-


sungen die Möglichkeiten einer formalen Ethik zu diskutieren - die philosophische For-
schung hat sich auf diese "zweite Runde der Ethikdiskussion" eingelassen (Kuhlmann
1986: 11; siehe dazu v.a. die von Oelmüller herausgegebenen "Materialien zur Normen-
diskussion", 1978 und 1979).

Ethische Reflexionen reagieren also, entgegen der anfangs zitierten so-


zialwissenschaftlichen Skepsis, nicht nur auf praktische Probleme, sondern sie halten
auch unverzichtbare Mittel der theoretischen Bearbeitung bereit.
Insoweit kann die Theorie politischer Institutionen nicht auf die Frage nach der
"Wahrheitsfähigkeit praktischer Fragen" verzichten (Habermas 1973), sie ist konstituti-
ver Teil ihres Programms - entgegen dem philosophischen Skeptizismus und Relativis-
mus, der, wie PUINAM (1982: 282ff) und andere gezeigt haben, nicht ohne Inkaufnahme
praktischer Selbstwidersprüche zu haben ist.
Und für die zweite Runde der Ethik-Diskussion trifft auch LUHMANNs Einwand
nicht mehr zu, daß

"die Ethik fordern (mag), das Sittengesetz, um seiner selbst willen zu beachten.
Für den Soziologen wird solche Extravaganz aber eher ein Krisensymptom sein als
eine wissenschaftliche Erleuchtung" (Luhmann 1984: 319).

11.5. ZUSAMMENFASSUNG
Die Funktion der, angesichts der Breite der vorzustellenden Forschungsansätze im
einzelnen sicher sehr knappen Anmerkungen war es, Anregungen für die Theorie poli-
tischer Institutionen zu sammeln. Wenn es auch für abschließende Wertungen sicherlich
zu früh ist, so ergibt sich doch wenigstens umrißhaft ein Forschungsprofil, das im Zuge
weiterer Untersuchungen präzisiert werden müßte.

Vergegenwärtigt man sich die vorgestellten Ansätze noch einmal im Zu-


sammenhang, ergibt sich ein in gewisser Weise erstaunliches Bild. Es zeigt sich nämlich
einerseits, daß der Institutionenbegriff in Kontexten soziologischer Gesellschaftstheorie,
in denen er seine konzeptneUe Prominenz erlangt hatte, keine nennenswerte Rolle
mehr spielt. Dort sind Ansätze dominant, wie u.a. die Theorie des kommunikativen
Handeins oder die Theorie autopoietischer Systeme, die Einsichten in den Reproduk-
tionszusammenhang moderner Gesellschaften zur Verfügung stellen, die die Annahme
101

einer politisch-institutionellen Vermittlung der Gesellschaft als obsolet erscheinen las-


sen.
Allerdings greifen andere sozialwissenschaftliche Disziplinen in dem Versuch der
methodischen Modernisierung ihres begrifflichen Instrumentariums gerade auf diese
anscheinend verlassenen Reflexionsstufen soziologischer Theorieblidung zurück - so
etwa die Rechtswissenschaft.
Dritte schließlich veranschlagen die reale Bedeutung des Phänomens 'Institution'
so hoch, daß sie sich um dessen Explikation im Rahmen ihres jeweils spezifischen be-
grifflichen Instrumentariums bemühen - so etwa die Ökonomie und verhaltenswissen-
schaftlich-biologische Ansätze.

Diese Ungleichzeitigkeit kann nun entweder darauf zurückzuführen sein, daß die
Schwierigkeiten der konstruktiven Adaption fortgeschrittener Theoriekonzepte aus der
Soziologie zu groß sind; oder aber darauf, daß sich diese nicht mit der vorgängigen
Gegenstandserfahrung jener Disziplinen decken. Es ist also die Frage entscheidend, ob
es sich bei der Verabschiedung der Vorstellung einer politisch-institutionellen Vermitt-
lung von Gesellschaften in Gestalt moderner soziologischer Gesellschaftstheorien um
eine Diagnose realer Entwicklungen oder vielmehr um eine konzeptuell induzierte
Selbstsuggestion handelt.
Dies zeigt sich insbesondere dann, wenn man nicht ausschließlich die Konstruk-
tionsprobleme von Gesellschaftstheorien und die begrifflichen Zwänge, denen sie
unterliegen, in den Blick nimmt, sondern wenn man darüber hinaus auch auf materiale
Problemlagen rekurriert.
So hat etwa ScHNÄDELBACH (1986: 56t) die Diskursethiker aufgefordert, "das
Thema der Institutionen nicht den Institutionalisten zu überlassen" und die
Bedingungen der individuellen Freiheit im "äußeren Verhältnis der Menschen
zueinander" unter Aspekten von Legalität zu erfassen und so die institutionelle
Fragestellungen in den Diskurs um Moralität und Sittlichkeit einzubringen.

Auf der anderen Seite machen ÜFFE und auch WILLKE gegen die aus der deskripti-
ven Einstellung sich ergebenden Einseitigkeiten der Systemtheorie LUHMANNs etwa in
modernisierungstheoretischen Kontexten auf die Steuerungsprobleme komplexer Ge-
sellschaften aufmerksam. Hier ist die Diagnose, daß man sich theoretisch nicht mit der
Erfassung der Interdependenz sich autopoietisch reproduzierender Subsysteme zufrie-
den geben sollte, wenn denn Probleme gesamtgesellschaftlicher Reproduktion (ökologi-
sche Krise und Friedenssicherung) auf einen steigenden Bedarf der Herstellung von
Interdependenz verweisen (Willke 1987a: 289): In der Forderung nach einem "institu-
102

tionellen Design", mit dem auf die "Tendenzen der Zersetzung staatlicher Souveränität,
Autorität und Rationalität" (Offe 1987: 316) reagiert werden könnte, wird entgegen dem
Trend der staatstheoretischen Diskussionen der letzten Jahre deutlich, daß die Frage
jener politisch-institutionellen Vermittlung der Gesellschaft keineswegs obsolet ist.

Solche Fragen charakterisieren nun nicht nur den Motivationszusammenhang der


Theorie politischer Institutionen, sondern sie lenken den Blick selektiv auf jene Diskus-
sionszusammenhänge, an die sie sich anschließen sollte:
- Den Ausgangspunkt der Reflexion bilden dann die Konstruktionsprobleme moderner
Gesellschaftstheorien, wie ich sie unter Punkt II.3.b. und II.3.d. angedeutet habe. Das
handlungstheoretische Defizit rationalistischer Entwicklungstheorien wäre durch die
Aufnahme praxistheoretischer Ansätze zu korrigieren (II.3.c.), während sich das insti-
tutionelle Defizit bearbeiten läßt, wenn es gelingt, Recht institutionalistisch zu expli-
zieren und diese Lesart in den handlungstheoretischen Kontext einzubringen (II.4.c.).
Diese Diskussionen um eine Neufassung des Rechtsbegriffs, die selber an der Funk-
tion des Rechts als politischem Steuerungsmedium ansetzen, sind möglicherweise
auch geeignet, die konstruktiven Einseitigkeiten der von LVHMANN vorgestellten
Theorie sozialer Systeme aufzuheben - dies jedenfalls dann, wenn man sie auf Pro-
blemsichten bezieht, wie sie in modernisierungstheoretisch angeleiteten Analysen er-
arbeitet werden (11.2.a.)
- Daneben haben sich Entwicklungen im Bereich formaler Theorie, die hier unter dem
Titel einer ökonomischen Institutionentheorie aufgenommen sind, als sehr beachtlich
erwiesen, gerade wenn es um eine Rekonstruktion der Genese von Institutionen-
systemen geht, die nicht von vornherein narrnativistisch präjudiziert ist (II.4.b.).

Damit sind m.E. jene Theoriestränge genannt, die ein Potential darstellen, das die
Theorie politischer Institutionen unbedingt aufzunehmen hätte. Mir scheint, daß sich an
deren Aufhebung in einem interdisziplinären Forschungszusammenhang letztlich die
Möglichkeit einer solchen Theorie entscheiden wird.
103

111. BIBLIOGRAPIDE

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Ackerman,C./Parsons 1966.. 132 Arrow,K.J. 1951........... 158
Adams). (Hrsg.) 1980.....157 Ashcraft,R. 1983.......... 107
Adams,M. (Hrsg.) 1969..... 128 Ashcraft,R. 1984.......... 128
Adams,M.C., 1979.......... 123 Ashfords,D.E. 1977........ 107
Adamson,W./Delander 1976.. 103 Auster,R., 1983........... 158
Adams,R.N., 1977.......... 177 Authier,M., 1981.......... 143
Aiken,H.D., 1980.......... 185 Autopoiesis............... 139
Akerlof,G.A, 1980........ 157 Axelrod,R., 1984.......... 158
Albert,H., 1977........... 157 Axelrod,R./Hamilton 1981..158
Albrow,M., 1982........... 107
Alemann,U.v. (Hrsg.) 1981.116 Backhaus). 1977.......... 158
Alexander,J.C. 1978....... 132 Badelt,Ch. 1984........... 158
Alexander,J.C. 1982....... 139 Bader,V.M., 1986.......... 149
Alexander,J.C./Münch 1987.139 Bader,V.M. u.a. 1976...... 132
Alexander,R.D., 1974...... 143 Badie,LB./Birnbaum 1982.. 128
Alexander,R.D., 1975...... 143 Badura,B., 1972........... 107
Alexander,R.D./Tinkle..... 155 Baecker,D. u.a. 1987...... 139
Alexy,R., 1986............ 171 Bagley,C.H. 1964.......... 123
Allardt,E., 1972.......... 107 Balandier,G. 1972......... 178
Allison,L, 1986.......... 185 Baldelli,P. u.a. 1976..... 107
Allport,F.H., 1933........ 103 Baldwin,J.D. 1981......... 143
Almond,G.A, 1970......... 116 Baldwin).M. 1911......... 149
Almond,G.A/Coleman.1960.. 116 Ballard,LV. 1936......... 103
Almond,G.A/Flangan/Mundt.116 Bannister,D./Fransella.... 143
Almond,G.A/Verba 1980.... 116 Banton,M. (Hrsg.) 1965.... 178
Almond,G.A/Verba 1963.... 116 Banton,M. (Hrsg.) 1966.... 178
Alpert,H., 1938........... 132 Barclay,H.B. 1982......... 178
Althusser,L, 1977........ 128 Barilari,A/Guedon 1985... 107
Altvater,E., 1977......... 128 Barker,E., 1961........... 107
Amato,G. u.a., 1981....... 125 Barker,R., 1978........... 107
Ambrose,S.E. 1967........ 107 Barnes,H.E. 1927.......... 107
Amdur,R., 1976............ 185 Barnes,H.E. 1942.......... 103
Anderson,Ch.W. 1983....... 107 Barnes,H.E. 1946.......... 103
Anderson,P. 1978.......... 107 Barringer,H.R. u.a. 1965.. 116
Anderson,P. 1979.......... 107 Barry,B.M., 1974.......... 158
Anderson,R.E./Carter 1984.139 Barry,B.M., 1975.......... 158
Annee Sociologique 33 ..... 107 Bartolini,St. 1982........ 108
Apel,H., 1980............. 177 Basaglia,F. 1971.......... 143
Apel,K.-0., 1973.......... 132 Bastid,P., 1985........... 108
Apel,K.-0., 1984.......... 185 Bates,F./Harvey 1986...... 139
Apel,K.-0., 1986.......... 185 Baum,R.C., 1975........... 178
Apel/Böhler/Berlich/Plumpe185 Bärsch,C.-E. 1974......... 171
Apter,D.E., 1965.......... 116 Beattie)., 1964.......... 178
Apter,D.E., 1968.......... 116 Becker,G.S. 1974.......... 158
Apter,D.E., 1973.......... 116 Becker,G.S. 1982.......... 158
Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen Becker,H.S. u.a. 1968..... 143
1972........ 143 Beetham,D., 1974.......... 132
Ardener,E., 1971.......... 177 Beilharz,E.A 1981........ 108
192

Bellamy,R., 1987.......... 108 Black,M. (Hrsg.) 1961..... 132


Bellebaurn,A 1959......... 103 Blankenburg,E./Lenk 1980.. 171
Ben-Dor,G., 1974.......... 116 Blaschke,D. 1975.......... 103
Ben-Dor,G., 1975.......... 116 Blase,M.C. 1973........... 123
Bendix,R., 1964........... 116 Blasi,AJ., 1971.......... 143
Bendix,R. u.a. 1973....... 116 Blau,P.M., 1977........... 140
Bendix,R./Berger 1959..... 116 Blau,P.M., 1978........... 158
Benjamin,R. 1980.......... 108 Blau,P.M./Schoenherr.1971.158
Bennett,T./Martin,G. 1983.178 Bloch,M. (Hrsg.) 1975 ..... 178
Benseler/Hejl/Köck 1980... 140 Blurn,T.C., 1985........... 158
Benson,J.K 1977.......... 103 Boettcher,E. 1983......... 158
Benvsi-Euchill,K. 1971.... 123 Bohannan,P. (Hrsg.) 1967.. 178
Berger,J., 1978........... 143 Bohnen,A, 1975........... 158
Berger,J., 1982........... 149 Boland,L.A 1979.......... 159
Bergeron,G. 1965.......... 108 Bon,F./Schemeil,Y. 1980... 143
Berger,P.L/Berger,B. .... 143 Bonß,W./Honneth,A 1982... 150
Berger,P.L/Kellner 1965.. 132 Boudon,R., 1979........... 159
Berger,P.L/Luckmann 1969.143 Boudon,R./Bourricaud 1982.103
Bergling,K 1981.......... 149 Boulding,K.E. 1978........ 159
Bergmann,J. 1967.......... 132 Boulding,K.E. 1981........ 159
Bergmann,W. 1981.......... 132 Bourdieu,P. 1976.......... 178
Bergquist,W.H./Shoemaker.. 116 Bourricaud,F. 1977........ 132
Bergstraesser,A 1965..... 128 Bouvier,M., 1986.......... 108
Bermbach,U. 1983 .......... 128 Bowie,N.E./Simon 1986..... 185
Bermbach,U. 1986.......... 108 Böckenförde,E.-W. 1970.... 171
Bernstein,R.J. 1975....... 143 Böckenförde,E.-W. 1976.... 17i
Berrien,F.K. 1968......... 140 Böhr,Ch./Busch,E. 1984.... 108
Bershady,HJ. 1973........ 140 Bracher,K.-D. 1985........ 108
Bertalanffy,C. 1956....... 140 Bradfield,R.M. 1973....... 178
Bertalanffy,Lv. 1968..... 140 Brady,I.A/Isaac 1975..... 116
Bertrarn,B., 1976.......... 149 Braibanti,R. 1976......... 116
Bertrarn,H., 1976.......... 149 Brandenburg,AG. 1971 ..... 132
Bertrarn,H., 1978.......... 149 Brandt,G., 1972........... 117
Bertrarn,H., 1979.......... 149 Braun, W., 1987............ 159
Bertrarn,H., 1986.......... 149 Brede.W., 1980............ 132
Bertrand,AL 1968........ 140 Bredemeier,H.C. 1962...... 172
Beyme,Kv., 1985.......... 125 Bredemeier/Stephenson..... 140
Beyme,K.v. (Hrsg.) 1986... 108 Breit,W., 1973............ 159
Beyme,Kv., 1987.......... 125 Breton,A, 1974........... 159
Bhalla,R.S. 1984.......... 171 Breuer,G.,1981.. .......... 178
Biarez,S. (Hrsg.) 1976.... 103 Breuer,S., 1977........... 150
Biarez,S., 1979........... 103 Breuer,S., 1978........... 132
Bierstadt,R. 1966......... 132 Breuer,S., 1982a.......... 178
Biervert,B. (Hrsg.) 1979 .. 158 Breuer,S., 1982b.......... 178
Biklen,D., 1979........... 116 Breuer,S., 1983........... 172
Biller,J., 1985........... 178 Breuer,S./Treiber,H. 1982.178
Binder/Pye /Coleman/Verba/ Breuer,S./Treiber/Walther.150
LaPalombara/Weiner..... 116 Brinkman,R.L 1981........ 159
Birnbaurn,P. 1976.......... 132 Brisbin,R.Ajr. 1982...... 172
Birnbaurn,P. 1977.......... 178 Brode,J., 1969............ 117
Birnbaurn,P. 1978.......... 128 Brownstein,L 1982........ 133
Birnbaurn,P. 1982.......... 128 Brugiere/Gilles/Sicard .... 108
Birnbaurn,P. 1985a......... 128 Brunner,K./Meltzer 1977... 159
Birnbaurn,P. 1985b......... 128 Brutti,M., 1980........... 108
Bisson,Th.N. 1973......... 108 Brutti,M., 1982........... 117
Bittner,E., 1974.......... 103 Buchanan,J.M. 1984........ 159
Blaas,W., 1982a........... 158 Buchanan,J.M. 1986........ 159
Blaas,W., 1982b........... 158 Buchanan,J.M./Brennan .... 159
Black,A, 1980............ 108 Buchanan,J.M./Samuels .... 159
193

Buchanan,J.M./Tullock •... 159 Coase,R.H. 1974........... 160


Buchheim,H. 1981.......... 143 Cohen,A, 1974............ 179
Buchheim,Th. 1981......... 133 Cohen,J., 1975............ 133
Buckley,W., 1967..........140 Cohen,J., 1982............109
Bucldey,W./Burns/Meeker... 140 Cohen,J., 1982a........... 109
Buhbe,M., 1980............ 159 Cohen,J., 1982b........... 109
Burawoy,M., 1979.......... 128 Cohen,J., 1985............ 109
Burawoy,M., 1985.......... 128 Cohen,M.D./Axelrod 1984... 160
Burdeau,Y., 1974.......... 108 Cohen,M.D./March/Olsen.... 160
BurSr,Th., 1977.......... 133 Cohen,R., 1974............ 179
Bur· R., 1974.......... 178 Cohen,R., 1985............ 179
Burns, ., ................. 108 Cohen,R./Service,R. 1978.. 179
Burns/Baumgartner/Deville.159 Coleman,J.S. 1974......... 160
Bush,P.D., 1981........... 159 Coleman,J.S. 1986......... 160
Bustamente,L.R.-A 1972...172 Collins,O.F./Collins 1973.144
Butterworth,G./Light 1982.150 Commons,J.R. 1934......... 160
Bühl,W.L, 1970........... 133 Connexions 6/1973 ......... 144
Bühl,W.L, 1973........... 103 Conover,PJ./Feldman 1984.109
Bühl,W.L, 1976........... 155 Cooley,C.H. 1902.......... 179
Bühl,W.L, 1982........... 155 Cooley,C.H. 1909.......... 103
Bühl, W.L, 1984........... 155 Corcoran,M.E./Peterson. ... 125
Corning,P., 1983 ..........155
Caldwell,LK. 1985........ 155 Corrigan,Ph. 1981......... 140
Calliess,R.P. 1962........ 172 Coser,LA (Hrsg.) 1965... 103
Callinicos,A 1985........ 143 Coser,LA, 1974.......... 144
Cameron,J.R. 1971......... 185 Cotinaud,O. 1976.......... 144
Campbell,D.T. 1974........ 150 Cotter,C.P./Bibby 1980.... 125
Campbell,D.T.1975 ........ 179 Crozier,M. u.a. 1975...... 109
eaplan,A (Hrsg.) 1978.... 155
Cafens,J.H. 1985.......... 185 D'Albergo,S. 1976......... 129
Carey,T.V. 1977........... 185 Dagognet,F. 1984.......... 185
Carno_y,M., 1984........... 128 Dahl,R.A, 1976........... 109
Carroll,T.G. 1983......... 117 Dahl,R.A, 1982........... 109
Carver,T.N. 1974.......... 150 Dahmer,H., 1977........... 144
Casler,L, 1968........... 143 Dahrendorf,R. 1957........ 117
Castaneda,H.-N. 1975...... 185 Dahrendorf,R. 1961........ 117
Castles,F.fStriptis 1981..159 Dahrendorf,R. 1968........ 117
Castoriadis,C. 1973....... 143 Daillier,P. 1972.......... 117
Castoriadis,C. 1984....... 144 Dallmayr,F.R. 1974........ 185
Castoriadis,C.,1983....... 143 Dallmayr,F.R. 1977........ 109
cassola,F./Labruna 1979... 108 Dallmayr,F.R. 1978........ 109
Cerroni,U., 1974.......... 172 Dallmayr,F.R. 1984........ 185
Chabanne,R. 1977.......... 108 Dalton,G., 1977........... 179
Chadwick,H.M. 1963........108 Daniel,C., 1981........... 144
Chapin,S.F. 1957..........103 Danilenko,V. 1982......... 128
Charlesworth, W.R. 1982.... 179 Davis,J.C., 1984.......... 109
Cheema,GjShabbir,K.M.... 123 Davis,LF./North 1971..... 160
Chevallier, . 1972........ 108 Debbasch,Ch. 1982......... 172
Chevallier,J. 1981........ 144 Deleuze,G., 1953.......... 144
Chevallier,J. u.a. 1981...103 Delin,B.S., 1983.......... 123
Chevallier,J./Loschak,D.. 144 Delius,K., 1957........... 160
Childe,V.G. 1975.......... 150 Demickel/Demickel/Piquemal128
Claessens,D. 1970......... 179 Deregowski,J.B. 1976...... 144
Claessens,D. 1980......... 179 Deutsch,K.W. 1961......... 117
Claessens/Claessens 1979.. 150 Deutsch,K. W. 1974......... 117
Claessens,HJ.M./Skulnik..179 Deutsch,K. W. 1986......... 117
Clark,T.N., 1972.......... 125 Deutschmann,Ch. 1983..... .150
Clastres,P. 1973.......... 179 Dickinson,H.D. 1966....... 160
Clastres,P. 1976.......... 179 Dillard,D., 1980.......... 160
194

DiMagg!o,PJ./Powell1983.150 Ebeling,H. (Hrsg.) 1976... 185


Dinkel,R., 1977..•.•...... 160 Eberle,F., 1981........... 144
Dittmer,L., 1976..........125 Eckstein,H. 1981.......... 117
Dobriansky,L.E. 1957...... 160 Edelstein/Habermas........ 144
Dobshanskv,Th. 1955....... 155 Edelstein/Nunner-Winkler.. 185
Dombois,I:t. (Hrsg.) 1956... 172 Eder,K. (Hrsg.) 1973...... 179
Dombois,H. (Hrsg.) 1969... 172 Eder,K., 1976............. 179
Dombois,H., 1966.......... 103 Eder,K., 1978............. 172
Donnelly,J. 1983.......... 117 Eder,K., 1979............. 179
Dorfman,J. u.a. 1963...... 160 Eder,K., 1981............. 109
Douglas,M., 1975..•....•.. 179 Eder,K., 1982............. 150
Douglas,M., 1982.......... 179 Eder,K., 1985............. 150
Douglas,M., 1986.......... 150 Eder,K., 1986............. 172
Douglas,M./Wildavsky 1982.125 Eder,K.fHabermas 1976..... 150
Doull,J.A, 1982.......... 109 Eder,K./Rödel,U. 1978..... 144
Downs,A,1966............ 160 Eichner,K./Habermehl1977.160
Downs,A, 1968............160 Eisenbach-Stangl,l. 1978..144
Dörge,Fr.W. 1959.......... 160 Eisenberg,Th./Yeazell .... 172
Dömer,D./Huth,R. 1985.... 109 Eisenstadt,S.N. 1956...... 117
Draft,R.L./Becker 1980.... 125 Eisenstadt,S.N. 1959...... 179
Drai,R., 1981a............ 144 Eisenstadt,S.N. 1964a..... 117
Drai,R., 1981b............ 144 Eisenstadt,S.N. 1964b..... 117
Drath,M., 1952............ 128 Eisenstadt,S.N. 1965...... 117
Drath,M., 1963............ 128 Eisenstadt,S.N. 1968...... 117
Drath,M., 1966a........... 128 Eisenstadt,S.N. 1970...... 118
Drath,M., 1966b........... 129 Eisenstadt,S.N. 1976...... 118
Drath,M., 1966c........... 129 Eisenstadt,S.N. 1978...... 118
Drath,M., 1917............ 129 Eisenstadt,S.N. 1979...... 118
Dreier,H., 1986........... 129 Eisenstadt,S.N. 1980...... 118
Dreier,R., 1981..•........ 172 Eisenstadt,S.N. 1981...... 118
Dreyfus,F./d'Arcy,F. 1985.109 Eisenstadt,S.N. 1982...... 118
Dubiel,H., 1973........... 150 Eisenstadt,S.N. 1987a..... 118
Dubiel,H., 1976..•........ 104 Eisenstadt,S.N. 1987b..... 118
Dubin,R., 1960............ 133 Eisenstadt,S.N./Rokkan.... 118
Dugger,W.M. 1984.......... 160 Eisermann,G. 1976......... 180
Dullaart,L. 1975•......... 133 Elder,G.H. (Hrsg.) 1973... 140
Dumont,L., 1965a.......... 179 Elias,N., 1939............ 109
Dumont,L., 1965b.......... 179 Elliott,J.E. 1978......... 160
Dumouchel,P.fDupuy 1983... 140 Ellul,J., 1969............ 109
Duncan,H.D.1962.......... 117 Elsner,W., 1986........... 161
Durkheim,E. 1965..........133 Elster,J., 1978........... 161
Durkheim,E. 1977..........133 Elster,J., 1979........... 161
Duverger,M. 1970.......... 109 Elster,J., 1981........... 161
Dux,G.,1982.............. 150 Elster,J., 1983........... 161
Dux,G., 1984.............. 172 Elster,J., 1985........... 161
Dux,G., 1985.............. 172 Elster,J. (Hrsg.) 1986.... 161
Dux,G., 1986....•......... 150 Endruwett,G. 1987......... 118
Dux,G.JMünch,R. 1982.•.... 150 Engels,Fr................. 129
Dworkin,R., 198........... 185 Enriquez,E. 1980.......... 104
Dyson,K.H.F. 1980......... 109 Erickson,E.E. 1977........ 180
Eschenburg,Th. 1961....... 110
Easton,D., 1931........... 109 Eschenburg,Th. 1964....... 110
Easton,D., 1959...........179 Esman,MJ., 1972.......... 123
Easton,D., 1979...........140 Ethridge,M.E. 1985........ 125
Easton,D., 1980..•........ 117 Etudes d'anthropologie
Easton,D., 1985........... 109 politique.............. 180
Eaton,J.W. (Hrsg.) 1972... 123 Etzioni,A, 1967.......... 104
Ebbighausen,R. 1981....... 109 Etzioni,A, 1985.......... 161
Ebbighausen,R. 1987...•...129 Etzkowitz,H./Schaflander.. 118
195

Evans,P.B. u.a. 1985...... 118 Furth,H.G., 1972.......... 151


Evans-Pritchard,E.E. 1956.180 Furubotn/Pejovich/Richter.161
Evers,A/Nowotny,H. 1987.. 110 Fusfeld,D.R. 1977......... 161
Fürstenau,P. 1979......... 144
Falter,J. W./Fenner/Greven.125
Falter,J.W./Göhler 1986... 110 Gambs,J.S., 1946.......... 162
Farneti,J.W. 1980......... 125 Gane,M., 1984............. 133
Favre,P., 1982............ 133 Ganesh,S.R., 1979......... 123
Fehr,H., 1980............. 140 Ganesh,S.R., 1980......... 123
Feibleman,J.K. 1956....... 140 Gannage,E, 1966........... 118
Feige,L, 1983............ 161 Garz,D., 1982............. 151
Feiwel,G.R. 1973.......... 161 Garz,D., 1984............. 151
Fenske,L (Hrsg.) 1984.... 110 Gaudemet,J., 1970......... 110
Fenton,S./Reiner/Hamnett..133 Gaudemet,J., 1982......... 110
Ferry,L, 1984............ 186 Gautrat,J., 1983.......... 144
Filloux,J.-C. 1975........ 133 Gäfgen,G., 1977........... 161
Finifter,AW. 1983........ 110 Gäfgen,G., 1983........... 162
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Hertzler,J.O., 1938.•..... 104 Huntington,S.P./Dominguez.119
Hertzler,J.O., 1946....... 104 Huppes,T. (Hrsg.) 1976.... 163
Hess,H., 1972.........•... 181
Hess,R., 1975...
m ••••••• 145 ljsendoorn,M.H.v., 1978... 152
Hettlage,R., 1984......... 155 fuformal Institutions..... 145
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Hillery/Dudley/Thompson... 186 lrvine,C.C., 1942.•....... 104
Hilligen,W., 1984......... 104
Hinkle,R.C., 1976......... 134 Jaeggi,U., 1974........... 104
Hirsch,J./Roth,R. 1986.... 129 Jakubicek,R.A, 1974...... 123
Hirsch,P.M., 1985......... 119 Jann,w., 1986a............ 126
Hirshman,AO., 1974a...... 163 Jann,w., 1986b............ 126
Hirshman,AO., 1974b...... 163 Jaquette,J.S. 1981........ 119
Hirshman,AO., 1978....... 163 Jatkar,S.D./Jayaram 1981..111
Hjern,B./Hull,Ch. 1984.... 134 Jellinek,G., 1900......... 129
Hobhouse,LT. u.a., 1975.. 181 Jennings,l., 1968......... 173
Hochstrasser,F., 1981..... 145 Jessop,B., 1972........... 119
Hodgen,M.T., 1974......... 181 Jessop,B., 1977........... 129
Hodgkinson,H.C., 1971..... 111 Jessop,B., 1982........... 129
Hoffman,M.L, 1977........ 151 Jessop,B., 1985........... 129
Holcombe,R.G./Price 1978.. 163 Jessop,B., 1987........... 129
Holloway,J./Picciotto,S.. 129 Joas,H. (Hrsg.) 1985...... 134
Holmwood,J., 1983a........ 134 Joas,H., 1975............. 146
Holmwood,J., 1983b........ 134 Joas,H., 1979............. 135
Holzer,H./Steinbacher,K. .151 Joas,H., 1984............. 146
Holzner,B., 1968.......... 145 Joas,H., 1986............. 146
Homann,K., 1983........... 163 Johnson,C., 1985..........126
Homans,G.C., 1958......... 163 Johnson,C.D., 1972........ 187
Homans,G.C., 1962......... 163 Johnson,C.D., 1985........ 173
Homans,G.C., 1972......... 163 Johnson,H.M., 1979........ 135
Hong,D.S., 1980........... 119 Johnson,K., 1975.......... 163
Honneth,A, 1985.......... 151 Johnson,N., 1977.......... 126
Honneth,A, 1987.......... 181 Jolly,CJ./Plog,F. 1976... 181
Honneth,A/Joas,H. 1986... 152 Jonas,F., 1966............ 135
Horowitz,I.L, 1982....... 134 Jones,G.D. (Hrsg.) 1977... 181
Höffe,O. (Hrsg.) 1977..... 186 Jones,G.D./Kautz 1981..... 181
Höffe,O., 1979............ 186 Jones,J.F./Pandey 1981....152
Höffe,O., 1980............ 187 Jones,R.A, 1974.......... 135
Höffe,O., 1982............ 187 Jordan,B., 1985........... 129
Höffe,O., 1985............ 187 Judd,Ch.H., 1927.......... 104
Höffe,O., 1987............ 187 Juffras,A, 1970.......... 187
Höffe/Kadelbach/Plumpe.... 187 Junker,L, 1979........... 163
Hsiao,H.H.M., 1979........ 119
Huber,E.R., 1975.......... 173 Kaase,M. (Hrsg.) 1986..... 112
Hubig,Ch. (Hrsg.) 1982.... 187 Kahnemanil/Slovic/Tversky .163
Hubig,Ch., 1982a.......... 187 Kahn,J.S./Liobera 1981.... 181
Hubig,Ch., 1982b.......... 187 Kaiser,H.R., 1977......... 129
Huckfeldt,R.R., 1983...... 119 Kalberg,S., 1980.......... 152
Hughes,E.C., 1971a........ 145 Kalenda,K., 1972.......... 152
198

Kalleberg/Preston 1984.... 187 Koppers,W., 1954.......... 181


Kaltenbrunner,G.K.v. 1975.187 Koselleck,R. (Hrsg.) 1977.104
Kaminsky,E.B.-Z. 1974..... 135 Koselleck,R. (Hrsg.) 1978.104
Kammler,H., 1968.......... 181 Koslowski,P., 1982........ 187
Kapp,K. w., 1961........... 163 Kostede,N., 1976.......... 130
Kapp,K.w., 1968........... 163 König,R., 1958............ 135
Kapp,K.w., 1976........... 163 Krader,L., 1968........... 181
Karady,V. (Hrsg.) 1975.... 135 Krader,L., 1976........... 181
Kasher,A, 1980........... 181 Kramer,F./Sigrist 1978.... 181
Kasinitz,Ph., 1983........ 130 Kramm,L, 1979............ 164
Katovich,M.A, 1983....... 146 Krap.l?mann,L., 1972........ 146
Katzenstein,PJ. 1978..... 163 KraWietz, W., 1984......... 173
Katzenstein,PJ. 1984..... 126 Krawietz, W., 1985......... 173
Katzmann,R.A, 1986....... 126 Kriegel,J.A, 1980........ 164
Kaufman-Purcel/Purcel .... 119 Krieger,R., 1983.......... 152
Kaufman,H., 1915.......... 104 Kriele,M., 1981........... 130
Kaufmann/Majone/Ostrom.... 126 Kuhlmann, W. (Hrsg.) 1986.. 187
Kaulbach/Krawietz 1978.... 173 Kuhn,H., 1971............. 126
Käsler,D., 1979........... 135 Kuhn,H., 1974............. 152
Keefe,W.J. u.a., 1983..... 112 Kulenkampff,A, 1971...... 135
Keesing,R.M., 1975........ 181 Kunnemann,H., 1985........ 152
Keller,AG., 1973......... 181 Kübler,F. (Hrsg.) 1985.... 173
Keller,M., 1973........... 130 Künzler,J., 1986.......... 135
Keller,R.R., 1983......... 163 Künzli,A, 1986........... 105
Keller,R.R./McKean 1982... 163
Kellermann,P., 1979....... 135 Lachmann,L.M., 1979....... 174
Kellner,H. (Hrsg.) 1969... 135 Laclau,E., 1977........... 130
Kelsen,H., 1925........... 130 Ladenson,R.F., 1975 ....... 187
Keppler,W., 1975.......... 123 Laitin,D.D., 1977......... 152
Kern,L, 1987............. 164 Lampe,E.-J. (Hrsg.) 1985 .. 174
Kern,L/Müller,H.-P. 1986.164 Lampert,H., 1980.......... 164
Kesselman,M., 1970........ 112 Landesman,B.M., 1971...... 187
Keynes,E./Tobin/Danzinger.126 Lang,F., 1969............. 112
Kiewitz,P., 1987.......... 146 Lapassade,G., 1972........ 182
Kikuchi,M./Hayami,Y. 1980.123 Lapassade,G., 1973........ 146
King,A, 1973............. 126 Lapassade,G., 1975........ 146
Kippenberg,H.G. 1977...... 112 Lapassade,G./Lourau 1971 .. 146
Kippenberg,H.G./Luchesi...181 Lapierre,J.-W., 1968...... 182
Kirchgässner,G., 1980..... 164 Larkin,L.A, 1982......... 164
Kirch,P.V., 1984.......... 181 Laslett,P./Fishkin 1979... 187
Kirsch,G., 1974........... 164 Lassmann,P., 1980......... 135
Kitcher,Ph., 1985......... 155 Lau,E.E., 1978............ 146
Kitschelt,H., 1980........ 187 Lautmann,R., 1985......... 164
Kitschelt,H., 1985........ 119 Lautmann/Maihofer /Schelsky174
Kiwietz,P., 1986.......... 146 Layder,D., 1981........... 146
Kjellberg,Fr., 1975....... 119 Layder,D., 1985........... 146
Kla~es,H., 1986........... 164 Leach,E., 1982............ 182
Klein,J./Presch,G. 1981...152 Leacock,E./Lee,R.B. 1282.. 182
Klein,Ph.A, 1978......... 164 Leclercq,C., 1977......... 112
Kliemt,H., 1985........... 164 Lederer,R., 1979.......... 112
Kliemt,H., 1987........... 164 Leder,G., 1976............ 112
Kluxen,K., 1983........... 112 Lee,R.B./Vore,I.de 1968... 182
Knapp,P., 1985............ 135 Lefort,C., 1978........... 182
KoCis,R.A, 1983.......... 152 Lefort,C., 1986........... 112
Kohlberg,L, 1981......... 152 Leggatt,T. (Hrsg.) 1974... 112
Kohlberg,L, 1984......... 152 Lehinann,E.W., 1977........ 112
Koller,P., 1984........... 164 Lehner,F., 1979........... 164
Kondylis,P., 1981......... 187 Lehner,F., 1981........... 164
Kopp,A, 1980............. 130 Lehner,F., 1987........... 164
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Lehner,F., 1987b.......... 164 Lucatello,G., 1985 ........ 112


Leipert,Ch. (Hrsg.) 1982.. 164 Luckmann,Th., 1975........ 147
Leipold,H., 1985.......... 164 Luckmann,Th./Schütz 1975 .. 147
Lemieux, V., 1967.......... 182 Ludz,P.Ch., 1964.......... 112
Lenhardt,G., 1984......... 152 Luhmann,N., 1964.......... 141
Lenk,H., 1977............. 165 Luhmann,N., 1965 .......... 174
Lenk,K., 1977............. 146 Luhmann,N., 1970.......... 141
Lepenies,W., 1967......... 135 Luhmann,N., 1973.......... 174
Lepenies,W., 1971......... 135 Luhmann,N., 1978.......... 141
Lepenies,W./Nolte,H. 1971.135 Luhmann,N., 1980a......... 141
Lepsius,M.R., 1977........ 120 Luhmann,N., 1980b......... 136
Lerman,P., 1985........... 126 Luhmann,N., 1981......... 174
Lemer,D., 1958........... 120 Luhmann,N., 1981a......... 141
Lern~r,MJ./Lemer 1981...165 Luhmann,N., 1984a......... 141
Lerm-Gourhan,A, 1980.... 182 Luhmann,N., 1984b......... 141
Levi,M., 1981............. 187 Luhmann,N., 1985.......... 174
Levi,M., 1983............. 165 Luhmann,N., 1986.......... 174
LeVine,R., 1963........... 182 Luhmann,N., 1986a......... 141
Levinson,D./Malone 1980... 182 Luhmann,N., 1986b......... 141
Levinthal,D./March 1982... 165 Luhmann,N., 1987a......... 141
Levy,M.B., 1984........... 165 Luhmann,N., 1987b......... 141
Levy,M.J., 1964........... 120 Lumsden,Ch.J./Wilson 1981.156
Levy,MJ., 1966........... 120 Uidtke,A, 1980........... 152
Lewellen,T.C., 1981....... 182
Lewellen,T.C., 1983....... 182 MacCormick,D.N., 1973..... 174
Lewis,I.M., 1976.......... 182 MacCormick/Weinberger..... 174
Lewis,J.D., 1980.......... 146 MacCormick/Weinberger..... 174
Lewis,Th.J., 1974......... 141 MacCormick/Weinberger..... 174
Lieberman,C., 1980........ 126 Macfarlane,A, 1977....... 182
Lieberman,C. (Hrsg.) 1983.126 Mackie,J.L., 1977......... 188
Lieshout/DeVree 1985...... 141 Macpherson,C.B., 1972..... 120
Lightfood,K.G., 1984...... 182 Macpherson,C.B., 1984..... 120
Lind/Hartmann/Wakenhut ... 152 Madson,D./Wahlke 1982..... 156
Lindblom,Ch.E., 1977...... 165 Maier,F., 1982............ 136
Lindblom,Ch.E., 1980...... 165 Maines,D., 1977........... 147
Lindenberg,S., 1977....... 165 Maiorini,M.G., 1979....... 112
Lindenberg,S., 1983a...... 165 Mair,L.P., 1971........... 182
Lindenberg,S., 1983b...... 165 Malberg,R.C.de, 1985...... 174
Lindner,C., 1986.......... 135 Malewski,A, 1967......... 147
Lipp,E.-M., 1978.......... 165 Malinowski,B., 1951....... 182
Lipp,W., 1968............. 135 Malinowski,B., 1975....... 182
Lipp,W., 1975............. 105 Maluschke,G., 1976........ 188
Lipp,W., 1976............. 136 Mann,AG. (Hrsg.) 1975.... 123
Lipset,S.M./Schneider, W ... 112 Mansilla,H.C.F. 1983...... 120
Lisch,R., 1976............ 146 Maquiso,M., 1983.......... 123
Liska,AE./Reed,M.D. 1985.146 March,J.G./Olsen 1976..... 165
Livingston,M.L. 1984...... 123 March,J.G./Olsen 1980..... 126
Lockwood,D., 1956......... 120 March,J.G./Olsen 1984..... 165
Lockwood,D., 1979......... 120 March,J.G./Shapiro 1982... 165
Long,N.E., 1970........... 120 Markl,K.-P. (Hrsg.) 1984.. 165
Lopreato,J., 1984......... 155 Markus,G., 1981........... 182
Losco,J./Baird,D.D. 1981..155 Martens,E./Schnädelbach .. 188
Loubser/Baum/Effrat/Lidz.. 146 Martin-Pannetier,A 1981..112
Lourau,R., 1969........... 146 Martindale,D., 1962....... 120
Lourau,R., 1970........... 146 Martindale,D., 1966....... 105
Lourau,R., 1973........... 146 Martin,T.W., 1968......... 105
Lourau,R., 1975 ........... 146 Marvick,D., 1977.......... 127
Lowie,R.H., 1927.......... 182 Massing,P., 1979.......... 112
Lowie,R.H., 1969.......... 105 Masters,R.D., 1975........ 156
200

Masters,R.D., 1976........ 156 Munch,P.A, 1975.......... 136


Masters,R.D., 1977........ 156 Murdock,G.P., 1949........ 183
Masters,R.D., 1982........ 156 Murphy,J.W., 1980......... 147
Masters,R.D., 1983a....... 156 Mühlmann,W.E., 1972....... 105
Masters,R.D., 1983b....... 156 Müller,Ch./Staff,I. 1983.. 130
Mathiot,A, 1973..........112 Müller,H.-P., 1983........ 136
Matthai,R. u.a., 1977..... 124 Müller,K.E.fLuckmann 1987.183
Maturana,H., 1987......... 156 Müller,R.W., 1977......... 153
Maus,l., 1986............. 174 Münch,R., 1980............ 142
Maus,l., 1987............. 174 Münch,R., 1981............ 136
Mayer-Maly,D. 1984........ 174 Münch,R., 1982a........... 136
Mayhew,L, 1971........... 105 Münch,R., 1982b........... 136
Mayntz,R. (Hrsg.) 1968.... 105 Münch,R., 1984............ 142
McCarthy,Th., 1986........152 Münch,R., 1985............ 174
McEwen,C.A, 1980......... 147 Münch,R., 1986............ 142
McGuire,M.T., 1981........156 Münch,R., 1987............ 142
Mclver Weatherford 1985 ... 182 Myrdal,G., 1978........... 165
McKenzie,R.B./Tullock..... 165
McKeon,R., 1978........... 188 Nadel,S.F., 1951.......... 183
Mcl..ean,I., 1982........... 165 Nadel,S.F., 1957.......... 142
McPhail,C./Rexroat 1979... 136 Nader,L (Hrsg.) 1969..... 174
Mead,G.H., 1968........... 136 Nahamowitz,P., 1985....... 175
Merkl,P.H., 1976.......... 120 Naroll,R., 1977........... 183
Merkl,P.H., 1981.......... 120 Narr,W.D., 1980........... 113
Merle,Ph., 1985........... 105 Naschold,F., 1969......... 113
Meron,Th., 1982........... 174 Negt,O., 1971............. 113
Merrill,J.E., 1894........ 105 Negt,O., 1973............. 175
Merton,R.K., 1957......... 141 Nefson,B., 1969........... 183
Messelken,K.-H., 1974..... 182 Nelson,B., 1975........... 105
Metraux/Waldenfels 1985... 147 Nelson,C.W./Smith 1974.... 124
Meyer-Drawe,K., 1984...... 147 Nelson,J.L, 1975......... 188
Meyer,J.W./Rowan,B. 1977.. 112 Nelson,J.S. (Hrsg.) 1983.. 113
Michel,K.M., 1969......... 130 Nelson,R.R./Winter 1982... 166
Migdal,J.S., 1983......... 120 Nettl,J.P., 1968.......... 127
Miliband,R., 1977......... 130 Neumann,Fr., 1937......... 175
Miliband,R./Poulantzas.... 130 Neumann,Fr.L 1967........ 130
Miller,D., 1981........... 188 Neumann,L, 1982.......... 105
Miller,D./Siedentop 1983.. 113 Newcomb,Th.M., 1978....... 147
Miller,J., 1976........... 147 Nida-Rümelin,J., 1985..... 166
Miller,J.G., 1975a........ 141 Niemeyer,G., 1934......... 130
Miller,J.G., 1975b........ 142 Nieuwenhuize 1983......... 120
Miller,M., 1986........... 152 Ninane,P., 1978........... 147
Miller,M., 1987........... 142 Nisbet,R.A, 1969......... 120
Min,P.G., 1979............ 188 Niskanen,W.A, 1971....... 166
Mitchell,J.C., 1973....... 147 Nordlinger,E., 1981....... 113
Mock,E., 1983............. 174 North,D.C., 1981.......... 166
Moe,T.M., 1984............ 165 North,D.C., 1983.......... 166
Mohr,A, 1985............. 113 North,D.C./Thomas 1970.... 166
Montaner,A, 1948......... 165 Novak, V J.A, 1982........ 183
Morelli,E.A, 1978........ 153 Novelli,S.R., 1981........ 156
Morin,E., 1974............ 142 Nowakowska,M., 1973....... 166
Morin,E., 1977............ 142 Nozick,R., 1975........... 166
Morin,E., 1980............ 142 Nurmi,H., 1983............ 166
Morin,E., 1986............ 142 Nurmi,H., 1984............ 166
Mortimore,P., 1978........ 124
Moscovici,S., 1982........ 182 O'Connor,J., 1973......... 130
Moulakis,A (Hrsg.) 1986. 188 O'Neill,O., 1983.......... 188
Mozzarelli,C., 1982....... 113 O.E.C.D................... 127
Mullard,SJ., 1979........ 120 Oelmüller,W., 1978/1979... 188
201

Oertzen,P.v., 1974........ 175 Pfeiffer,J.E., 1977....... 183


Offe,C., 1969............. 130 Phillips,B.S., 1969....... 142
Offe,C., 1972............. 130 Phocas,A, 1986........... 156
Offe,C., 1984............. 120 Pickering,W.S.F. 1979..... 137
Offe,C., 1985............. 127 Pietzcker,J., 1983........ 175
Offe,C., 1986............. 121 Plotkin,H.G. 1982......... 153
Offe,C., 1987............. 130 PlumpefGehlen/Schrnidt/
Offner,J.A, 1982......... 183 Habermas/Böhler........ 188
Oliver/Marwell/Teixeira .. 147 Pocock,D.F., 1961......... 183
Olsen,M., 1965............ 166 Poggi,G., 1972............ 113
Omer,S.M., 1983........... 124 Pohlmann,R. (Hrsg.) 1980.. 188
On the State .............. 183 Polanyi,K, 1968.......... 183
Opp,K-D., 1984........... 166 Polgar,St. (Hrsg.) 1975... 183
Opp,K-D./Hummell1973 .... 166 Pommerehne,W.W. 1978...... 166
Opp,K-0., 1983........... 166 Pope,W., 1975............. 137
Oser,F./Fatke/Höffe 1986.. 153 Portele,G. (Hrsg.) 1978... 153
Ostrom,E., 1986........... 166 Posner,R.A 1980.......... 183
Oury/Guattari/Tosquelles .. 147 Pospisil,L., 1971......... 175
Potter,AL., 1979......... 121
Pactet,P., 1983........... 113 Poulantzas,N., 1978....... 130
Paden,R.K, 1981.......... 153 Prager,J., 1981........... 137
Palmer,M./Stern,L. 1971... 121 Prechtl,P., 1983.......... 137
Pankratz,R. u.a. 1980..... 124 Preston,L.M., 1983........ 188
Panunzio,C., 1939......... 105 Prelot,M., 1969........... 113
Parini,P., 1984........... 105 Price,S.R., 1984.......... 183
Parodi,J.-L., 1984........ 113 Price,T.D./Brown 1985 ..... 183
Parsons,T., 1937.......... 136 Primack,M., 1970.......... 188
Parsons,T., 1951.......... 136 Pringle,J.W.S., 1951...... 156
Parsons,T., 1956.......... 136 Probst,P., 1981........... 188
Parsons,T., 1960a......... 136 Procter,I., 1980.......... 137
Parsons,T., 1960b......... 136 Psychopedis,K, 1978...... 188
Parsons,T., 1964.......... 136 Punch,M., 1974............ 147
Parsons,T., 1967a......... 136 Putnam,H., 1982........... 188
Parsons,T., 1967b......... 136 Pye,L.W., 1965............ 121
Parsons,T., 1975.......... 136 Pye,L.W.fVerba,S. 1965.... 121
Parsons,T., 1977.......... 136 Pym,B.A, 1967............ 105
Parsons,T., 1980.......... 136
Parsons,T., 1982.......... 137 Radcliffe-Brown,AR. 1952.183
Parsons,T., 1986.......... 137 Raeff,M., 1983............ 121
Parsons,T. u.a., 1961..... 137 Rahirni,H., 1980........... 124
Parsons,T./Bales/Shils.... 137 Rahner,K, 1971........... 188
Parsons,T./Shils 1951..... 137 Raiser,K, 1971........... 147
Parsons,T.fSmelser 1956... 137 Rampulla,F.C., 1980....... 113
Partridge,W.L., 1985...... 147 Rampulla,F.C., 1984....... 113
Pasquino,G., 1982......... 113 Randall,A, 1978.......... 166
Pasq_uino,G., 1985 ......... 113 Rappaport,R., 1967........ 183
Passtgli,S., 1984......... 113 Rathore,L.S., 1976........ 114
Patch,R./McMorrow,L. 1977.183 Raub,W., 1984............. 166
Peltzer,U., 1986.......... 153 Raub,W./Voss,Th., 1981....166
Pennock,J.R./Chapman 1977.156 Raub,W./Voss,Th., 1986.... 167
Penski,V., 1986........... 175 Rausch,H./Tondeur,E. 1976.114
Periot,R., 1983........... 175 Rawls,J., 1979............ 188
Perlmutter,A, 1981....... 113 Recht und Institution..... 175
Perryman,M.R., 1982....... 166 Rehberg,K-S. 1973........ 147
Perry,R.B., 1954.......... 188 Rehberg,K-S. 1979........ 137
Peters,M./Robinson 1984... 147 Rehberg,K.-S. 1981........ 137
Peterson,S./Sornit,A 1981.156 Rehberg,K.-S. 1985........ 137
Peterson,S./Sornit,A 1984.156 Reich,N. (Hrsg.) 1972..... 175
Pezzini,B., 1984.......... 113 Reimann,H., 1975.......... 105
202

Reinisch,L. (Hrsg.) 1971..114 Runge,L.F., 1981.......... 167


Renard,G., 1930........... 175 Runge,L.F., 1984.......... 167
Renard,G., 1933........... 175 Russell,L., 1970.......... 189
Renard,G., 1939........... 175 Rutherford,M., 1984....... 167
Renault,G., 1979.......... 147 Ruyle,E.E., 1973.......... 156
Renk,H., 1986............. 175 Rüther,G. u.a. 1979....... 114
Representative Institutions........... 111 Rüthers,B., 1970.......... 175
Research in Econornic Ryan,B.F., 1969........... 121
Anthropology........... 183 Ryffel,H., 1967........... 183
Reuter,E., 1982........... 147 Ryffel,H., 1969........... 131
Reuter,P./Combacau 1982... 114
Rex,J., 1961.............. 121 Sagan,E., 1985............ 184
Reynaud,E., 1983.......... 148 Sagarin,E., 1983.......... 148
Reynolds,V./Falger /Vine ...156 Sahlins,M., 1976.......... 156
Ribeiro,D., 1971.......... 183 Sahlins,M., 1981.......... 184
Richard,G., 1979.......... 114 Saint-Ouen, F., 1984...... 148
Richardson,J.jr. 1979..... 124 Salinas,AD.R., 1977...... 124
Richter,W./Seidel,D. 1976.130 Salisbury,R.H., 1984...... 127
Ridley,E.F., 1975......... 127 Samuels,W.J./Schrnid 1981..167
Riforme istituzionali e Democrazia in Sandbrook,R., 1975........ 121
Italia... 114 Sandel,M.J., 1984......... 189
Rigaud,J./Delcros,X. 1986.114 Sanford,N. (Hrsg.) 1966... 148
Riker,W.H., 1980.......... 167 Sanford,N., 1966a......... 148
Riker,W.H., 1982.......... 167 Santel,G., 1974........... 114
Ringel,G., 1978........... 189 Saretzky,Th., 1986........ 153
Ritchey,Th.P., 1983....... 183 Sartre,J.-P., 1960........ 148
Ritterbush,Ph.C., 1980.... 114 Sauer,D., 1978............ 131
Ritti,R.R./Silver 1986.... 124 Savage,S.P., 1981......... 137
Roberts,B./Holden 1970.... 167 Savas,E.S., 1978.......... 114
Roberts,M.J., 1975 ........ 167 Schaaf,JJ., 1970......... 131
Robinson,J.C., 1985....... 153 Schaefer,D.L., 1977....... 189
Robins,R.S., 1976......... 121 Schaefer,D.L., 1979....... 189
Rochon,Th.R., 1984........ 124 Schaff,A, 1980........... 131
Rodewald,R.A, 1978....... 189 Schaffer,B.B./Lamb 1974... 167
Rodman, W.L./Lounts 1983 ... 183 Schanz,G., 1979........... 167
Rogowski,R., 1978......... 167 Schapera,I., 1956......... 184
Rohrmoser,G., 1958........ 137 Scharpf,F.W., 1985 ........ 127
Rohrmoser,G., 1972........ 114 Schäfer,A, 1983.......... 148
Rokkan,St., 1974a......... 167 Schäfers,B., 1984......... 189
Rokkan,St., 1974b......... 167 Scheit,H., 1982........... 142
Ronneberger,Fr. u.a. 1983.189 Schelsky,H., 1957......... 189
Rose,AM., 1958........... 142 Schelsky,H., 1965......... 175
Rosenblith,W., 1980....... 189 Schelsky,H., 1965a........ 176
Rosenblum,N.N., 1983...... 121 Schelsky,H. (Hrsg.) 1970.. 176
Rosen,H., 1980............ 153 Schelsky,H., 1970a........ 176
Roth,G./Schwegler,H. 1981.142 Schelsky,H., 1970b........ 176
Rothman,DJ., 1975........ 148 Schelsky,H., 1980......... 176
Rottleuthner,H. 1975...... 175 Schenk,K.-E., 1980........ 167
Rottleuthner,H. 1981...... 175 Schenk,K.-E., 1981........ 107
Rottleuthner,H. 1985...... 175 Schenk,K.-E., 1982........ 167
Rottleuthner,H. 1986...... 175 Schenk,K.-E., 1983........ 168
Roviello,A-M. 1984....... 189 Schenk,K.-E., 1985........ 168
Rowe,Ph.N., 1985.......... 167 Schenk,K.-E., 1988........ 168
Rödel,U ................... 114 Schild,W., 1974........... 176
Röhl,KF., 1987.......... 175 Schlicht,E., 1984......... 168
Ruben,D.-H., 1972......... 189 Schluchter,W., 1979....... 153
Rucktäschel,A 1972....... 153 Schluchter,W., 1980....... 142
Rudel,G., 1981............ 130 Schmalz-Bruns,R. 1986..... 148
Rudolph,LJ./Rudolph 1978.137 Schrnid,G., 1987........... 127
203

Schmid,M., 1979.•......... 148 Simon,R.L/Zegara 1979....156


Schmid,M., 1981......•.... 137 Simpson,E., 1970.......... 190
Schmid,M., 1982........... 121 Simpson,R.L, 1972........ 114
Schmidt,M., 1976.......... 153 Singer,B., 1980........... 148
Schmidt,SJ., 1987........ 142 Singer,G., 1976...........138
Schmitt,C., 1928.......... 131 Sjarp,G., 1980............ 114
Schmitter /Lehmbruch 1979.. 121 Skocpol,T., 1979.......... 121
Schmölz,F.-M. 1964........189 Skowronek,S., 1982........124
Schnädelbach,H., 1984.....189 Skvoretz).V.jr., 1976.... 168
Schnädelbach,H., 1986.....189 Smend,R., 1965............ 131
Schneider,Fr., 1983.......168 Smirnich,L, 1983......... 127
Schneider,Fr., 1986....... 168 Smith,B.W., 1969..........169
Schneider,L, 1964........ 105 Smith,H.E., 1964.......... 105
Schnur,R. (Hrsg.) 1968.... 176 Smith,M.G., 1960.......... 184
Schott,R., 1970...........176 Sobel,l., 1979............169
Schotter,A., 1981......... 168 Sodeur,W. (Hrsg.) 1983....169
Schotter,A./Schwödiauer .. 168 Solo,R.A, 1967........... 169
Schöfthaler/Goldschmidt...153 Solo,R.A, 197............ 169
Schrader,E., 1966.........138 Somit,A u.a., 1981........ 157
Schrape,K., 1977.......... 153 Somit,A (Hrsg.) 1976..... 157
Schroeder,Ch. 1985........ 131 Somit,A u.a., 1980....... 157
Schroeder,Ch. 1979........131 Sowell,Th., 1980.......... 169
Schuler,G.F., 1974........ 189 Spitz,D. (Hrsg.) 1967..... 114
Schulze,H., 1969.......... 189 Spragens,T.Ajr., 1973.... 114
Schülein,J.A, 1981.......114 Sproule-Jones,M., 1984.... 169
Schülein,J.A, 1987....... 105 Sruba,l., 1983•........... 138
Schütz,A., 1974........... 148 Stadler,M., 1981.......... 169
Schütz,A./Luckmann 1975...148 Stadler,M., 1983.......... 169
Schwartz,M./TurnerfTuden .. 184 Stammen,T., 1971.......... 114
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