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Haim Omer

Prinzipien des gewaltlosen Widerstands
in der Kindererziehung

– Anleitung für Eltern –

2. Auflage

Vandenhoeck & Ruprecht
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Printed in Germany. Göttingen Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier.Haim Omer dankt Carmelite Avraham-Krehwinkel und Uri Weinblatt für ihre Mitarbeit an diesem Text und Christiane Fussgaenger für ihre hilfreichen Bemerkungen.und Unterrichtszwecke. Göttingen. Hinweis zu § 52a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne vorherige schriftliche Einwilligung des Verlages öffentlich zugänglich gemacht werden. Lehrern und Nachbarn ist eine praktische Hilfe für die Durch- führung der Methode. Diese Anleitung für die Hand von Eltern. 2004. 214 Seiten. 4. Verwandten. 2 . Göttingen Druck und Bindung: Hubert & Co. Satz: SchwabScantechnik. Dies gilt auch bei einer entsprechenden Nutzung für Lehr. Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt.de Alle Rechte vorbehalten. Internet: www. Auflage.v-r. Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. die Haim Omer und Arist von Schlippe in ihrem Buch ausführ- lich dargelegt haben. 2003. Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages. ISBN 10: 3-525-01470-8 ISBN 13: 978-3-525-01470-7 © 2006. Paperback.. KG.

Wenn das Kind etwas verlangt und wenn sein Wunsch nicht erfüllt wird. Trotz ihrer end- losen Bemühungen werden viele Eltern dann daran mitwirken. für eine Lösung des Problems nicht passt oder nicht ausreicht. nur von kurzer Dauer ist. Eltern stellen fest. Missachten und Ablehnen von festgelegten Regeln. Die Eltern reagieren dann entweder mit Nachgiebigkeit oder ssie versuchen. droht und schlägt als Reaktion). dass die Erleichterung. wird es noch weitere und größere Forde- rungen stellen. In einem solchen Fall wird das Zuhause. Bedauerlicher- 3 . Widerstand und eine Neigung zur Rachsucht sind Eigenschaften. er wird mächtig und beschleunigt sich. In einem solchen Kreislauf werden alle Handlungen des Kindes und der Eltern zunehmend von Gewalttätigkeit beherrscht. Man kann sehr schnell beobachten. Allerdings zeigt uns die Erfahrung. die ein solches Kind charakterisieren. verstärkte Feind- seligkeiten der Eltern gegenüber dem Kind. sein Verhalten nur noch massiver fortsetzt und seine Reaktionen verschärft. je mehr sie schreien. Verstärkung der Forderungen des Kindes. dass sie dann bald ka- pitulieren. kann das Verhalten des Kindes eskalieren (z. Sie machen die Erfahrung. zu einem bitteren Schlachtfeld des Eigensinns. Wir nennen sie komplementäre Eskalation. Zornausbrüche. dass dieser Prozess sich zu folgendem Kreislauf entwickelt: Kapitulation. die ein solches Nachgeben mit sich bringt. Feindseligkeit des Kindes als Reaktion gegenüber den Eltern und so weiter und so fort.1. Jede kleine Auseinandersetzung oder allein eine Diskus- sion birgt die Gefahr einer extremen Eskalation. dass das Kind. das einen Bereich der Sicherheit und Geborgenheit für alle Familienmitglieder darstellen soll. 2. sie werden nachgiebig. Wut. um ein wenig Ruhe zu haben. Exzessive Polemik. drohen und strafen. Wenn ein solcher Zustand längere Zeit andauert. es schreit. Einführung Aggressive oder übermächtige Kinder und Jugendliche stellen für Eltern ebenso wie für professionelle Therapeuten und Berater eine große Herausfor- derung dar. Es ist nicht verwunderlich. tobt. B. die Kapitulation fördert. Wir nennen sie wechselseitige Es- kalation. Dieser Prozess kann sich verselbstständigen. dass ihr Repertoire an Bewältigungsstrategien. wie die Kapitulation zu einer Expansion der Forderungen des Kindes führt. Feindseligkeit. Ungehorsam. auf dem sich Eltern und Kinder ständig bekämpfen. selbst wenn es von Fachleuten vorgeschlagen wurde. Man muss hier zwischen zwei Arten der Es- kalation unterscheiden: 1. ihre Autorität mit Gewalt durchzusetzen. die Feindseligkeit fördert. Feindseligkeit. erschöpfen sich die El- tern. Wenn die Eltern aber den For- derungen des Kindes nachgeben.

die Eltern desto schwächer werden. und ich habe vor. mit der das Kind besiegt werden soll. die Gewalt des Kindes zu blockieren. alle Maßnahmen zu unternehmen. Eine komplementäre Eskalation geschieht. Mit dem Stärkerwerden der Wutausbrüche gegeneinander und der zunehmenden Verängstigung steigt die Bereitschaft der Eltern zur Kapitulation. 2. wenn die Eltern dem Kind gegenüber nachgeben und ihm die Botschaft vermitteln. dass je stärker und mächtiger das Kind wird. Eine Konfrontation dieser Art kann zu verstärkten Ausschreitungen des Kindes oder zu noch extremeren Forde- rungen führen. um schädlichen Handlungen des Kindes vorzubeugen. Des Weiteren meinen wir die absolute Enthaltung von allen Handlungen. da wir diesen als effizientes Instrument ansehen. in der sich die Nähe und Liebe zum Kind zum Aus- druck bringen lassen. ohne weitere Eskalationen zu verursachen. In einer solchen Atmosphäre der ständigen Eskalation können die Eltern ihre Liebe zum Kind immer weniger zum Ausdruck bringen und schließlich gar nicht mehr empfinden. Unglücklicherweise ergänzen sich beide Eskalationsarten: Wenn die El- tern nachgiebiger werden. Gewaltloser Widerstand lässt sich durch folgende Prinzipien charakteri- sieren: – Hartnäckigkeit und Standhalten gegenüber aggressiv gestellten Forde- rungen sowie die Bereitschaft.« Mit dem GLW meinen wir die absolute Enthaltung von jeglicher Kraftausü- bung. um ihn zu verändern – außer dich verbal oder physisch zu attackieren. Das Ziel ist die Wiederherstellung der Verbindung zum Kind und das Wiedererlangen eines Zustands. seinen Ausbrüchen standzuhalten. in dem die Eltern ihre Rolle als Eltern und das Kind seine kindliche Rolle wieder annehmen können. So kann man beobachten. die das Kind beleidigen oder demütigen sollen. Nur dann kann eine häusliche Atmosphäre entstehen. alles Mögliche zu tun. Der gewaltlose Widerstand (GLW) Wir verwenden hier den Begriff des gewaltlosen Widerstands. das die Eltern befähigen soll. die Eskalation fortzuführen: Eine wechselseitige Eskalation geschieht. sie seien zu schwach und unfähig. die dem Kind die folgende Aussage deutlich machen: »Ich kann so nicht weiterleben in diesem Zustand. fühlen sie sich frustrierter und geraten leichter in Wutausbrüche. Nach unserer Definition umfasst gewaltloser Widerstand eine Reihe von Handlungen. wenn Eltern ihre Au- torität mit Gewalt durchsetzen wollen.weise treiben beide Reaktionsmuster der Eltern das Kind an. von verbaler oder physischer Gewalt. 4 .

die zur »Alltagssprache« in Ihrem Haus geworden sind. sollten Sie überflüssige Konflikte vermeiden. zu predigen. Das Kind sei- nerseits wird weiterhin die Konfrontation mit Ihnen suchen. zu entschuldigen. desto grö- ßer werden die Chancen. neigen dazu. Drohungen oder Beschuldigungen. Damit soll ein Gleichgewicht erreicht werden. mit und neben ihm präsent zu sein. zu drohen. wenn sein Wunsch oder seine Vorstellung nicht in Erfüllung geht. soll der Beruhigung des Konflikts dienen. dass die elter- liche Autorität wiederhergestellt und aufgebaut wird. zu rechtfertigen. das nicht auf endlosen Macht- kämpfen basiert. das es den Eltern ermöglicht. ein höheres Maß an elterlicher Präsenz und Kontrolle über die Handlungen des Kindes an den Tag zu legen. Ziel und Zweck des GLW ist. Mit GLW lässt sich das Eskalationspotenzial gering halten. dass es auch bei Ihnen Gründe für Ihr Eskalationsverhalten gibt. – Der Versuch.– Die absolute Bereitschaft. dass es »schlecht« wäre oder eine »psychische Störung« hätte. also Schläge abzuwehren und nicht zurückzuschlagen. Je mehr Sie Ihre elterliche Präsenz verstärken und sie aufbauen. Konfrontationen. auf physische oder verbale Gewalt zu verzichten. Sein Verhalten liegt nicht etwa darin begründet. – Die Bereitschaft. in der das Kind sich weder gedemü- tigt noch besiegt fühlt. die sich häufiger in Auseinandersetzungen mit ihren Kindern hin- einziehen lassen. zu überzeugen und sich zu revanchieren. Man kann vermuten. Wir glauben. zu schreien. dass Ihr Kind seine gewaltsamen Verhaltensmuster aufgibt und sich die Beziehung mit ihm wieder auf einer dialogischen Basis gestaltet. Die Autorität der Eltern beruht nicht darauf. Flüche. Eltern. 5 . 3. dass Sie vielleicht eine »kurze Zündschnur« ha- ben. zu diskutieren. sondern auf ihrer Ent- schlossenheit und der Bereitschaft. viel zu reden. der Verzicht auf Schläge. dass elter- liche Präsenz das wichtigste stabile Fundament für den Aufbau eines neuen Beziehungssystems mit dem Kind ist. Die Prinzipien des Nicht-Hineingezogenwerdens und des Aufschubs Um die vielen Eskalationen mit Ihrem Kind zu verhindern und mit ihm ein neues Beziehungssystem aufbauen zu können. eine Lösung zu finden. bei körperlichen Auseinandersetzungen sich nur zu ver- teidigen. die Ihnen ein ruhiges Reagieren in einer Auseinandersetzung erschwert und Sie zu einem Kontrollverlust bringt. sondern es hat Eskalationsgewohnheiten entwickelt: Sein Ver- halten eskaliert immer dann. dass sie physisch stärker sind als das Kind.

– Äußerungen eines klaren Verbots Ihrerseits führen zu weniger Eskala- tionen als Ihre Versuche. das Predigen. – Jede dieser Formen des Hineingezogenwerdens führt zur Eskalation! Ein typischer Ablauf: – Du gehst nicht! – Ich gehe doch! – Ich sagte. zu einem totalen Ignorieren seitens des Kindes.« Hinweis: – Einem übermächtigen Kind Bedingungen zu stellen. Es antwortet dann immer mit neuem Stellen von Bedingungen. führt zu der Gefahr. Hinweis: – Zu viel zu reden ist eskalierend. ignoriert Ihre Präsenz. um eine ge- wünschte Handlung zu erreichen. Am Ende führt das Kind seinen Willen aus. die in der Regel nach der folgenden Struktur geäußert werden: »Wenn du das und das machst. du gehst nicht! – Du kannst mir nicht sagen. zu predigen und zu debattieren. und der Konflikt hat sich verschärft. 6 . das Schreien. wirst du dich nach den Regeln dieses Hauses richten! – Ich frage dich nicht (knallt die Tür laut zu). zu erklären. was ich tun soll. zu predigen und zu debattie- ren. Das Kind antwortet Ihnen nicht. Das Drohen beinhaltet Bedingungen. Sie bleiben wütend und erschöpft zurück. verlässt bei Ihrem Eintreten das Zimmer. – Bei solchen Kindern ist alles Stellen von Bedingungen (wenn … dann) zu vermeiden. zu überzeugen. was Sie macht. – Solange du in meinem Haus wohnst. zu überzeugen. – Zu viel zu reden resultiert aus der Hilflosigkeit. – Vermeiden Sie das Hineingezogenwerden. Hinweis: – Jede dieser Reaktionen bedeutet ein Hineingezogenwerden.und hilflos erscheinen lässt. dass sich die Es- kalation weiter verschärft. Häufiger führen Ihre Versuche. dann werde ich dies und jenes machen.

ist das Sit-in. um Ihre Reakti- on zu planen! – Im Zweifelsfall schweigen und nicht reagieren.« Der Satz soll als nüchterne Tatsache ausgesprochen werden und keinerlei Dro- hung beinhalten. die eine stabile. Hinweis: – Schieben Sie Ihre Reaktion auf! Nehmen Sie sich Zeit. ihrem Kind einen entschiedenen Beschluss zu vermitteln. können Sie etwa sagen: »Das gefällt mir nicht. mit dem Zweck. Wiederholen Sie sich immer wieder in aller Ruhe den Satz: »Ich lasse mich nicht hineinziehen … ich lasse mich nicht hineinziehen …« Diese Prin- zipien sind der Schlüssel zum Erfolg eines Sit-in. Der Gedanke. sich nicht hineinziehen zu lassen. und ich will darüber nachdenken. Es ermöglicht den Eltern eine massive Präsenz. man müsse auf jede Provokation des Kindes sofort reagieren. Um die neue Art des Redens mit dem Kind zu finden. 7 . kraftvolle Haltung vermittelt. dass Sie mit ihm nicht mehr kooperieren. wird ergänzt durch das Prin- zip des Aufschubs. die das Kind ausnutzen werde. Das Schweigen ohne Kapitulation ist stärker als jede Predigt oder Diskus- sion. dass Sie nicht bereit sind. ist grundlegend falsch. Sie wollen mit ihm eine andere Sprache sprechen. dass Sie seine Einladungen zur Konfrontation nicht mehr annehmen. Das Schweigen bedeutet jedenfalls nicht. 4. Beide Prinzipien – das Nicht-Hineingezogenwerden und den Aufschub – sollten Sie in einer schwierigen Situation im Umgang mit Ihrem Kind an- wenden. Das ist nicht der Fall. Das Schweigen macht ihm deutlich. Das Sit-in ist eine Demons- tration der ruhigen Präsenz.Das Prinzip. wenn Sie meinen. nicht mehr die Sprache des Predigens oder von Sieg und Niederlage. in dem Sie das Kind sei- ne Munition verschwenden lassen. Das Sit-in Eine der kraftvollen Aktionen des gewaltlosen Widerstands. Das Schweigen ist das Zeitintervall. Sie irren sich. sich vom Kind zurückzuziehen oder den Kontakt mit ihm zu vermeiden. ohne hineingezogen zu werden. die von Eltern durchgeführt werden können. mit seinen gewaltsamen Handlungen zu leben. muss das Schweigen erst gelernt werden. Schweigen ist keine Ka- pitulation ! Damit dies vom Kind nicht als Kapitulation interpretiert wird. Ihr Schweigen werde vom Kind als Aus- druck der Hilflosigkeit aufgenommen.

« Danach bleiben Sie ruhig sitzen und warten auf den Vorschlag des Kindes. dass man vorhat. Wenn das Kind keinen Vorschlag macht. dass Sie seinen Vorschlag nicht akzeptieren können. Sie sollten nicht unter Zeitdruck stehen oder andere Angelegenheiten gleichzeitig regeln wollen. lassen Sie sich nicht provozieren! Sie sollen sich nicht hineinziehen lassen! Sagen Sie ihm. Wir bleiben hier sitzen und war- ten auf deinen Vorschlag.Die Durchführung eines Sit-in Gehen Sie in das Zimmer des Kindes.« Wichtige Gesichtspunkte 1. Wenn Sie sich hingesetzt haben. sagen Sie ihm: »Wir können dein Verhal- ten nicht mehr ignorieren und wollen damit nicht mehr weiter leben. Sie können eine Aussage machen: »Es ist noch keine Lösung gefunden. Vermeiden Sie jeglichen Vorwurf. nicht ich!«). Wenn das Kind einen positiven Vorschlag gemacht hat. Warten Sie ruhig und geduldig und lassen Sie sich in keinen Kampf hineinziehen. die es eventuell macht. Entschlossenheit. sondern mehrere Stunden oder sogar einen Tag später. Bedrohen oder Diskutieren. Sie sollen das unerwünschte. wie du dein Verhalten ändern willst. wenn es sich dort befindet – zu einem Zeitpunkt. bleiben Sie eine Stunde lang sitzen und verlassen Sie dann das Zimmer. den Sie ausgesucht haben. Sie würden zurückkehren. so- dass das Kind schlecht das Zimmer verlassen kann. um eine Lösung für das Problem zu finden. Die Vorschläge.« Sie sollten sich vielmehr 8 . dann höre ich auf!«) oder mit Drohungen (»ich werde von zu Hause weglaufen«). mit einem Verlangen (»kauf mir einen Fernseher. Das Eintreten soll nicht unmittelbar nach einer aggressiven Auseinandersetzung oder gewalttätigen Handlung stattfinden. Schließen Sie die Zimmertür hinter sich und setzen Sie sich hin. Wenn das Kind mit Vorwürfen antwortet (»mein Bruder ist der Schuldige. 2. dass du dich gegenüber uns gut benimmst. hören Sie sich ruhig an und wägen sie ab. und bleiben Sie weiter ruhig sitzen. Die Botschaft darf nicht zu allgemein sein wie zum Beispiel: »Wir verlan- gen. kann man das Zimmer mit einer positiven Bemerkung verlassen und deutlich machen.« Dann benennen und beschreiben Sie das jeweilige nicht akzeptierte Verhalten des Kindes (sagen Sie ihm ein oder zwei Beispiele): »Wir sind hereingekommen. weder in einen verbalen noch in einen körperlichen. ohne zu drohen. problematische Verhalten genau definieren. Wichtig ist die Planung des Eintretens: Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe. dem Vorschlag eine Chance zu geben. alles Predigen. Geduld und Ruhe vermitteln die Botschaft von Kraft und Stabilität. Die Eltern sollen ihr Eintreten in das Zimmer planen.

« 3. Ihr Kind wird das Eintreten in sein Zimmer gar nicht mögen und es als Ein- dringen in seine Privatsphäre erleben. ohne Bezugnahme auf das Sit-in oder seine Ergebnisse. Sie könnten einen solchen Vorschlag nicht akzeptieren. Wenn das Kind Sie körperlich angreift. es sei von Ihrer Aktion weder beeindruckt noch be- einflusst. Sie mit physischer Gewalt oder dem Werfen von Gegen­ständen hinauszuschmeißen. sodann etwa der folgende Satz: »Da wir deine gewalttä- tigen Reaktionen fürchten. Wenn die Eltern sich vor aggressiven und gewalttätigen Reaktionen des Kindes fürchten. die Botschaft zu vermitteln. die vor der Tür oder im Wohnzimmer verweilt und die dann bei Bedarf ins Zimmer gerufen werden kann. dass du aufhörst. Das Kind kann das Sit-in beenden wollen.« Die Erfahrung aus mehreren Untersuchungen zeigt. – Großeltern sollten nicht mit einbezogen werden).« Es kann versuchen. damit sie Zeuge sein kann. verteidigen Sie sich nur. sollte eine dritte Person zu dem geplanten Sit-in eingeladen werden. Danach schweigen Sie weiter.« Antworten Sie darauf geduldig. Bleiben Sie trotzdem weiter 9 . Durch diese Reaktion versucht das Kind. Wenn die Gefahr von physischer Gewaltaus­ übung des Kindes besteht. uns zu beschimpfen und uns vulgäre Bewegungen vorzuführen. Wenn es versucht. Das Gerät sollten Sie allerdings nur ein- mal ausschalten. den Tagesablauf der Familie fortzuführen. was ihr von mir verlangt. Es kann den Fernseher oder die Stereoanlage anschalten oder sich mit dem Computer beschäftigen. Zunächst sollen dem Kind die bereits genannten Sätze gesagt werden. Nach Beendigung des Sit-in ist zu empfehlen. Wenn das Kind das Gerät wiederholt anschaltet. eine dritte Person ins Haus zu holen (Freunde. Mit der Rolle der dritten Person werden wir uns im nächsten Abschnitt noch befassen. Den Eltern Bedingungen stellen. indem Sie es festhalten. eine verbale Eskalation zu initiieren. nur wenn ihr mir dies oder jenes kauft. haben wir Person X einbezogen. 5. Das Kind wird versuchen. Das Ignorieren der Eltern. dass Sie schweigen oder ruhig reagieren. dass erst die Präsenz der dritten Person die Gewaltbereitschaft fast ganz reduziert. Sie hinauszutreiben. ich kann euch nicht ertragen. ist es wichtig. vermeiden Sie alle schon genannten Auseinandersetzungen. Das Sit-in soll zu einem ruhigen Zeitpunkt stattfinden und auf keinen Fall während einer Eskalation oder unmittelbar nach einer schweren Ausein- andersetzung. Im Folgenden seien einige mögliche Reaktionen während des Sit-in und die richtigen Antworten darauf benannt: Der Versuch. ist zu empfehlen. spezifisch und detailliert ausdrücken: »Wir verlangen. 4. Sie aus dem Zimmer hinauszutreiben mit Beschimpfungen wie: »Verschwindet hier. Bekannte. indem es Bedingungen stellt wie »Ich werde tun.

mit anderen Personen über die Ge- schehnisse zu Hause zu reden. Wenn Sie der Ansicht sind. oder Sie nehmen die Maus vom Computer weg oder Ähnliches. andere Personen an den Geschehnissen zu beteiligen. sondern ihn auch verschärft. Positive Vorschläge des Kindes. ob das Kind Sie während des Sit-in beschimpft. dass das Hauptziel des Sit-in die Änderung des Verhaltens des Kindes ist. unabhängig davon. Durch Schreien und Lautwerden ver- sucht das Kind. verschließen sich viele Eltern vor allen Hilfsmöglichkeiten und Unterstützungsquellen und bleiben isoliert im 10 . dass sich das unerwünschte Verhalten wiederholt. dass Kinder ihr Verhalten des Öfteren ändern. ob das Kind Sie »auf den Arm genommen hat«. sondern ob es sein unerwünschtes Verhalten nach dem Sit-in verändert. Die Erfahrung zeigt. das aggressive Verhalten des Kindes im Alltag zu verändern. Relevant ist nicht. Denken Sie daran. Bei einer Wiederholung des unerwünschten Verhaltens können Sie das Sit-in immer wieder praktizieren. sie könnten sich und das Kind stigmatisieren. dass die Geräte vom Strom- netz abgeschaltet sind. Machen Sie sich keine Sorgen. Beim nächsten geplanten Sit-in sorgen Sie dafür. Viele Eltern scheuen sich. Geheimhaltung ist die Basis aller Ge- waltzustände in Familien. dass dies der Fall ist. Wenn Sie eine sol- che Reaktion erwarten. keinen Vorschlag zu äußern und dennoch das Verhalten zu verändern. dass das Geheimhalten nicht nur die Beendigung eines gewalttätigen Konflikts verhindert. Für das Kind kann dies eine »Frage der Ehre« sein. Wenn Sie sehen. ohne einen Vorschlag während des Sit-in gemacht zu haben. Wenn das Kind einen positiven Vorschlag gemacht hat. Wichtig ist zu bedenken. Das Mobilisieren von Unterstützung und von Öffentlichkeit Dies ist eine sehr wichtige Bedingung für den Erfolg des Programms: Die Ag- gressionsminderung beim Kind liegt in Ihrer Bereitschaft. Aus Scham und Angst. die Nachbarn oder andere auf sein »Elend« aufmerksam zu machen und sie quasi als Mitwirkende mit einzubeziehen. sich und das Kind vor einem schlechten Image zu schützen. ist ein weiteres Sit-in nicht notwendig. doch schweigen Sie bis zum Ende der vorgenommenen Sit-in-Stunde. können Sie ein wei- teres Sit-in planen. Ziel ist nicht sein gutes Benehmen während des Sit-in. 5. Das natürliche Motiv ist der Wunsch.sitzen. Schreien und Peinlichkeit erzeugen. Das Sit-in hat das Ziel. beenden Sie das Sit-in und verlassen Sie das Zimmer. informieren Sie die Nachbarn über Ihr Vorgehen mit dem Kind. In diesem Fall sollten Sie eine Kopie dieses Heftes an sie weiter- geben. ob es einen Vorschlag gemacht hat oder nicht.

Versuchen Sie. um das Phänomen zu stoppen. Bekannte. und dies vor ihm auch detailliert wiederholen und ihm sagen. Im Fall von Gewalttätigkeit sollten sie schreiben. dieses Heft den Mitwirkenden (Familienangehörigen. Handlungen dieser Art werden weder von Ihnen noch von Ihrem Bekanntenkreis weiter akzeptiert werden. Sie zu un- terstützen. Die Geheimhaltung aufzubrechen und eine Unterstüt- zung von außen zu mobilisieren. dass sie ein Echo erzeugen und dass andere Leute darüber Bescheid wissen. Be- kannten) mitzugeben. dass seine Taten nicht mehr geheim bleiben. mit denen sich das Kind verbunden fühlt. detailliert schreiben und ihre Ablehnung eines sol- chen Verhaltens zum Ausdruck bringen. Die schriftliche Dokumentation der Geschehnisse hat eine eigene wirkungsvolle Bedeutung. dass sie vorhaben. Ihr Kind soll wissen. Alle diese Wege haben das Ziel. Im Fall einer gewalttätigen Handlung des Kindes sollen die Personen dem Kind sagen. sie seien Zeuge des gewalttätigen Verhaltens des Kindes in der Familie. Dennoch. ist. Das Mobilisieren von Personen außerhalb der Familie ist nie einfach und verlangt die Überwindung man- cher innerer Schwierigkeiten. Sie sollten schrift- lich alles. Nachbarn usw. können Briefe oder Faxe sehr wirkungsvoll sein.). Ihrem Kind deutlich zu machen. Bitten Sie die Personen. dass solche Taten als Verstoß gegen das Strafgesetz betrachtet werden müssen. Sie werden daraufhin mit innerer Sicherheit und Überzeugung Ihren eigenen Weg finden. dass Sie große Unterstützung bekommen und dass Ihr Kind darauf reagiert. Ein effizienter Weg. dass das Geheimnis enthüllt wor- den ist und dass von jetzt an seine Taten und sein Verhalten den richtigen Na- men bekommen werden. dass sie Ihnen helfen wollen. also Gewalt oder Nötigung. Halten Sie das Verhalten des Kindes nicht geheim. werden Sie herausfinden. Wenn Sie Freunde und Bekannte im Ausland haben. Dieses Wissen reicht oft schon aus. was sie wissen. die Unterstützung dieser Personen zum Ausdruck zu bringen. 11 . dies Ihrem Kind per- sönlich oder telefonisch mitzuteilen. unterbricht den Kreislauf der Gewalt. dass dieses Verhalten nicht akzeptabel ist. und bereit sind. dass sie eine detaillierte Beschreibung seines Verhaltens bekommen haben. um ihnen den GLW verständlich und nachvollziehbar zu machen. dass Sie nicht mehr allein sind. Erwecken Sie bei Ihrem Kind das Gefühl. die Sie informiert haben.Kreislauf der Gewalt. um die Aggression oder Gewalt in der Familie zu reduzieren. Zum Schluss sollen sie dem Kind ihre Entschlossenheit deutlich machen. einige Personen in das Geheimnis einzuweihen (Freunde. Es ist zu empfehlen. Briefe zu schreiben oder E-Mails zu schicken. alles zu tun. Darüber hinaus sollten die ausge- wählten Personen schreiben. wenn Sie den Mut finden. diese Ent- scheidung zu treffen und in die Tat umzusetzen. Die Personen sollen dem Kind mitteilen. dass Sie Ihre Umgebung informiert haben. Eine solche detaillierte Beschreibung vermittelt die Botschaft.

Das Rundtelefonieren bedeutet. Auch wenn das Kind nicht nach Hause zurückkehrt. Das Kind wird Ihre Entschlossenheit. vermitteln Sie der Öffentlichkeit auch Ihr Ziel. und zwar telefonisch und persönlich. Ihren Widerstand zu demonstrieren ge- genüber einem häufigen Verschwinden Ihres Kindes oder gegenüber dessen Beteiligung an zerstörerischen Handlungen und anderen unannehmbaren Aktivitäten. den Zu- stand zu verändern. Um die Botschaft der elter- lichen Präsenz effizient zu vermitteln. dass das Zurückbringen des Kindes nach Hause nicht das Wich- tigste von allem ist. Ihr Kind auch außerhalb des Hauses zu suchen. Beachten Sie. wenn Sie feststellen. ha- ben Sie elterliche Präsenz und Ihren Widerstand wirkungsvoll zum Ausdruck gebracht. Darüber hinaus vermittelt das Rundtelefonieren Ihrem Kind. Öffentlichkeitsdruck ist das zentra- le Prinzip.6. – ein Mobilisieren von Gruppendruck. Ihre elterliche Präsenz mit größerer Wirkung und ohne Gewalt wiederherzustellen. Das Rundtelefonieren bezweckt: – das Auffinden des Kindes. um das Kind zur Rückkehr zu bewe- gen. – ein Demonstrieren von elterlicher Präsenz. Widerstand gegen das Ver- schwinden. Das Rundtelefonieren durchbricht außerdem das Prinzip der Geheim- haltung. dass viele Eltern sich in der gleichen Situation befinden und Ihnen dann große Unterstüt- zung anbieten. Wenn Sie die Personen kontaktieren und Ihre elterliche Sorge ausdrücken. Hilfe und Unterstützung von außen zu holen. Das Rundtelefonieren versetzt Sie in die Lage. auf dem der GLW basiert. Das Rundtelefonieren Das Rundtelefonieren hat das Ziel. eine ganze Nacht oder sogar für längere Zeit von zu Hause fortbleiben. wo und mit wem es sich aufhalten könnte. 12 . dass es unter ständiger Kontrol- le steht und dass der Kontakt zu Ihnen nicht abbricht. dass Sie gar keine Ahnung mehr ha- ben. feststellen können. kann das Kind stundenlang. Möglicherweise haben Sie bereits so wenig Kenntnisse von Ihrem Kind. telefonischen Kontakt mit jeder Person herzustellen. Seien Sie nicht überrascht. die etwas von dem Aufenthaltsort Ihres Kindes wissen könnte. sollten Sie die Bereitschaft mitbringen. – die Rückkehr des Kindes nach Hause. Als mögliche Folge des Konflikts mit Ihrem Kind und Ihres Versuchs. und Sie haben ein Unterstützungsnetz aufgebaut.

Wichtig ist. bitten Sie ihn. Die Liste sollte folgende Personen beinhalten: Freunde des Kindes. Hinterlassen Sie dort die Nachricht für Ihr Kind. des Jugend- zentrumsleiters und anderer) sowie aller Orte. sind erlaubt: aus dem Telefonbuch des Kindes. es beim nächsten Treffen zu be- nachrichtigen. dass Ihr Kind nicht zu finden ist und dass Sie es suchen. So besteht eine gute Chance. mit einem seiner Eltern zu sprechen. ob die Freunde etwas über seinen Aufenthaltsort wissen. durch Anrufe bei Kindern. Die zweite Stufe wird ausgeführt. sondern Sie wollen ihm die wichtigste Botschaft vermitteln: Sie wollen nicht auf es verzichten. außerdem bitten Sie darum. an dem Sie Ihr Kind zu finden glauben. dass Sie es suchen. Nachdem Sie mit einem Freund gesprochen haben. Videothek. 13 . Eltern der Freunde des Kindes. In diesem Fall sollten Sie alle Personen und Orte aus Ihrer Liste anrufen. Beachten Sie: Sie wollen das Kind nicht nur finden. bitten Sie den Freund oder die Freunde. Sie stellen sich als Eltern des Kindes vor und sagen. durch Prüfen der Handyliste. Den Eltern sagen Sie dann dasselbe. dass Sie es suchen und es bitten. und auch sie werden gebeten. die Ihr Kind besuchen könnte (Sportclub. Damit beginnt die dritte Stufe der Intervention.Die erste Stufe des Rundtelefonierens ist das Sammeln aller Telefonnummern der Freunde und Bekannten des Kindes (z. Diskothek usw. die Telefonliste zu erstel- len. in Zukunft keine Übernach- tung des Kindes bei den Freunden ohne Ihre klare Genehmigung zu ermög- lichen. Alle Wege.). wo Ihr Kind ist. in der Sie mit dem Kind sprechen und sein Zurück- kehren verlangen werden. das Kind zu finden. Fragen Sie. wenn das Kind nach einem Streit fort- bleibt oder wenn Sie über seinen Aufenthaltsort besorgt sind. aus der Auflistung der Telefonate durch die Telefongesellschaft. Lokalbesitzer und Betreiber von Freizeiteinrichtungen sowie deren Mitar- beiter. nach Hause zurückzukommen oder Kontakt mit Ihnen aufzunehmen. alle Personen und Orte anzurufen und sich nicht nur auf den Ort zu beschrän- ken. B. deren Telefonnummer Sie bereits haben. des Sporttrainers. die Nachricht weiterzugeben. Wenn sie nicht wissen. Ihnen wird dasselbe wie oben mitgeteilt.

nämlich dass Ihr Kind mit Ihnen nach Hause kommen soll. Eigenschaften und Haltungen 14 . seine Fähigkeiten. das auf einer positiven Atmosphäre basiert. Sie sollen keine Belohnung darstellen. Sie dienen der Erweite- rung eines Beziehungssystems. ist es wichtig. son- dern ergänzen. die im Haus vorherrscht. die Respekt und Wertschät- zung für das Kind. – Wenn Sie die Adresse seines Aufenthalts wissen. vermindern. dass Versöhnungsschritte zur Reduzierung von Eskalationsgefahren führen. Schriftliche oder mündliche Aussagen. Die Versöhnungsaktivitäten sollen den GLW nicht ersetzen. Versöhnungsaktivitäten anzubieten. Die Forschung über Eskalationszustände zeigt. Wenn Sie nicht hereingebeten werden. aber sie zu unterlassen wäre eine Bestrafung. 7. können Sie dorthin ge- hen und Ihr Anliegen klarmachen. Talente. während Sie Ihren insistierenden und hartnäckigen GLW fortführen. Solche Aktivitäten oder Gesten beinhalten eine lie- bevolle Botschaft. Sollte es sich weiter verwei- gern. insistieren Sie auf der Weitergabe der Nachricht an Ihr Kind. Versöhnungsschritte Damit sich Ihr Kontakt mit dem Kind nicht nur auf der Achse des Kampfes und der Konflikte bewegt. dass Ihre elterliche Präsenz in seinem Leben weder zu annullieren noch zu ignorieren ist. bleiben Sie dort und klingen Sie alle 10 Minuten mit der Bitte. ob Sie persönlich hingehen wollen oder nicht. – Vermeiden Sie jede Auseinandersetzung mit dem Kind. mit Ihnen am Telefon zu reden. Durch das Rundtelefonieren an sich wurde schon eine wichtige Aussage ge- macht: Ihr Kind stellt fest. Wenn das Kind die Rückkehr verweigert. dass die Versöhnungsaktivitäten nicht mit dem Verhalten und den Taten des Kindes zusammenhängen sollen. das Kind solle mit Ih- nen nach Hause zurückkehren.Typische Situationen – Wenn das Kind nicht bereit ist. die keinesfalls an- gewandt werden sollte. hören Sie mit dem Anrufen auf. Solche Aktivitäten werden die Feindseligkeit. warten Sie eine weitere Viertelstunde und rufen Sie noch einmal an. Varianten von Versöhnungsaktivitäten Aussagen. Wichtig ist. beenden Sie das Telefongespräch und treffen Sie die Entscheidung.

All diese Aktivitäten sind Gesten des guten Willens. Schmidt-Lellek. sondern sie resultiert aus der Gewohnheit Ihres Kindes. Die Reparatur symbolisiert die Wieder- herstellung der Beziehung mit ihm. die sich nicht nur auf Konflikte beschränkt. 15 . Eine wichtige Geste dieser Art kann vielleicht das Repa- rieren eines Haushaltsgegenstands sein.D. sie dem Kind nicht aufzuzwingen. Eine Ablehnung der Geste bedeutet aber noch lange nicht. und das Kind soll entscheiden. Selbstverständlich sollten keine zu teuren Gesten gemacht werden (wie z. dass das Kind das Recht hat. Sie können auch seine Entschlossenheit in Bezug auf Dinge. ist Familientherapeut und Professor für Psychologie an der Universität von Tel Aviv. Machen Sie weiterhin solche Angebote. Wie zum Beispiel die Vorbereitung von bevorzugten Gerichten oder symbolischen Geschenken. das Angebot abzulehnen. verlangen Sie nicht. Bieten Sie dem Kind einen Spaziergang. Ph. würdigen. Übersetzung aus dem Hebräischen: David Krehwinkel Redaktion: Christoph J. M. mit ihm eine vollständigere Beziehung zu entwickeln. die es besonders gern mag. Wichtig ist bei solchen Extras. Verwöhnungsextras. Vielleicht wird das Kind solche Versöhnungsaktivitäten zunächst ablehnen. dass die Versöhnungsinitiative ge- scheitert wäre. ohne ihm die Versöhnungsgesten aufzuzwingen. Denken Sie daran. Sie bringen keine Kapitu- lation vor dem Kind und kein Sich-Abfinden mit seinem Verhalten zum Aus- druck. die das Kind als Bedingung für die Verbesserung seines Verhaltens verlangt.zum Ausdruck bringen. Eine besondere Versöhnungsgeste ist der Ausdruck von Bedau- ern über aggressive Äußerungen Ihrerseits in der Vergangenheit. Auch wenn das Kind diese ablehnt. Sie dienen vielmehr dem Ziel. Haim Omer. Bedauern. B. alle Ihre Vorschläge ohne Unterschied abzulehnen. wenn Sie ihm das Lieblingsgericht vorbereitet haben. einen Kinobesuch oder irgendeine andere Aktivität an. behalten sie dennoch eine große Wirksamkeit. die ihm wichtig sind. Gemeinsame Aktivitäten. ob und wann es sie annehmen möchte. den das Kind oft benutzt und den es in einer Wutattacke zerbrochen hat. Solche beson- deren Extras sind als bedingungslose Gesten zu betrachten. auch keine Gesten. Frankfurt a. da sie eine Verstärkung und Wiederherstellung Ihrer elterlichen Präsenz in seinem Leben bewirken. dass es dies auch sofort essen soll.. eine Auslandsreise).