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Ich habe wie in c’t 13/11 auf Seite 135 beschrieben den Inhalt meiner 64-Bit-

Windows-7-DVD auf einen USB-Stick gepackt, um davon booten zu können. Das klappt
normalerweise auch problemlos, nur im UEFI-Modus scheiterts – geht das nicht doch
irgendwie?
Auf Ihrem Stick finden Sie im Unterverzeichnis \efi\microsoft\boot zwar (U)EFI-
Bootloader, doch stammen die eben von der DVD und können ausschließlich optische
Laufwerke booten. Außerdem fehlt der zum UEFI-Start nötige Bootloader für den
jeweiligen CPU-Typ (hier: x64), der im Unterverzeichnis \efi\boot liegen muss – die
Bootloader für DVDs kommen dank eines Tricks ohne aus (s. c’t 11/09, S. 180).
Vergrößern Windows 7 x64 (oder Windows Server 2008 R2) lässt sich von USB-Sticks
auch im UEFI-Modus installieren – selbst wenn das Setup-Programm meint, das könne
es nicht.
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Falls Sie Zugriff auf einen UEFI-fähigen PC mit einer x64-Version von Windows 7
haben, brauchen Sie den fehlenden Bootloader nur auf den Stick zu kopieren und
umzubenennen: Suchen Sie auf der Systempartition unter Windows\Boot\Efi nach der
Datei bootmgfw.efi.
Diese kopieren Sie auf den Stick in den Ordner \efi\boot und benennen sie um in
bootx64.efi – fertig. UEFI-Firmware unterscheidet nicht zwischen Groß- und
Kleinbuchstaben.

Die Datei bootmgfw.efi lässt sich auch von einer x64-Windows-7-DVD extrahieren:
Sie steckt im 2,7 GByte großen
Archiv Install.wim im Unterverzeichnis \sources.
Das Archiv lässt sich beispielsweise mit dem kostenlosen Packprogramm 7-Zip öffnen.
Die gesuchte Datei liegt dann im Unterverzeichnis „1“ des Archivs, nämlich unter
\sources\install.wim\1\Windows\Boot\EFI\.

Nachtrag: Damit das System im UEFI-Modus den USB-Stick überhaupt als boofähig
erkennen kann, muss er mit FAT oder FAT32 formatiert sein – Unterstützung für NTFS
und andere Dateisysteme verlangt die UEFI-Spezifikation nicht. Es empfiehlt sich
FAT32 als Dateisystem.
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Um das Windows-Setup vom USB-Stick im UEFI-Modus zu starten, müssen Sie
üblicherweise explizit den UEFI-Boot-Modus über das BIOS Boot Select-Menü der
Firmware wählen – sonst startet doch wieder der BIOS-kompatible Bootloader. Ob der
UEFI-Start geklappt hat, verrät das Setup-Programm leider nicht ohne Weiteres. So
erfahren Sie es doch: Richten Sie zuerst die Systempartition ein, klicken Sie dann
aber nicht auf „Weiter“, sondern öffnen mit der Tastenkombination Umschalt+F10 eine
Eingabeaufforderung. Darin tippen Sie den Befehl diskpart ein. Zeigt der
anschließende Befehl list disk durch ein Sternchensymbol in der Spalte „GPT“, dass
das Setup der Platte mit der Systempartition eine GUID Partition Table verpasst
hat, läuft das Setup-Programm höchstwahrscheinlich im UEFI-Modus: Nur dann kann
Windows von einer GPT-Platte booten. (ciw)