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UNTERRICHTSENTWURF

Schule École fondamentale d´Ettelbrück

Klasse Zyklus 4 (14 Schüler)

Fach Éducation artistique

Thema des Kurses Figuratives Gestalten

Datum des Kurses Montag, den 24 April 2017

Betreuerin Mendes Paulo/Filipe Lima Da Cunha

Tutor Thill Jean-Luc

Praktikantin Golanova Jennifer


KUN1.C4: Erstellung digitaler
Bilderwelten (z.B.: Fotostory,
Schlüsselaktivität
Bildcollagen, kurze selbstgedrehte
Videoclips…)

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I. Didaktische Analyse

1. Sachanalyse
Ich behandele in dieser Stunde die Werbungen mit den Schülern. Werbungen sind ein
Teilbereich von zwei großen Bereichen, auf der einen Seite die Kunst, und auf der anderen
Seite die Medien. Hier ist eine Definition von Kunst.

„ Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die
auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist [2]

Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis


eines kreativen Prozesses.[3] Das Artefakt steht meist am Ende dieses Prozesses, kann aber
"seit der Moderne auch der Prozess selbst sein [zum Beispiel Yves klein Performance mit den
Femmes pinceaux, oder Hermann Nitsch mit seinen Mysterien Orgien Theater] Ausübende
der Kunst im engeren Sinne werden Künstler genannt.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Kunst)

Die Menschen können sich durch Kunst ausdrücken und ihre Gefühle und Gedanken in ein
Werk legen. Die Kunst besitzt viele verschiedene Kategorien. Es können Bilder sein, von
verschiedenen Malern aus verschiedenen Epochen, Kunst kann jedoch auch Musik sein. Die
Art und Weise wie man einen Songtext schreibt und ihn dann fortführt, ein Instrument zu
spielen usw. Des weiteren kann Kunst auch ein Theaterstück sein, oder auch die
Fotographie. Das Wort Kunst, ist sehr breit gefächert und besitzt in vielen Themen einen
Hauptpunkt. Kunst ist kreativ sein und seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen, sei es durch
ein Bild oder durch ein Lied. Immer öfter wird also auch in den Medien Kunst benutzt, um
die Menschen anzusprechen, und sie zu berühren.

Wie behandeln mit den Schülern verschiedene Werbungen, hier ist eine Definition von einer
Werbung.

„Als Werbung wird die Verbreitung von Informationen in der Öffentlichkeit oder an
ausgesuchte Zielgruppen, zwecks Bekanntmachung, Verkaufsförderung oder Imagepflege
von meist gewinnorientierten Unternehmen verstanden. Werbung wird klassisch als Impuls,
Anpreisung, Anregung, Stimulation oder Suggestion transportiert, um eine spezifische

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Handlung, ein gewisses Gefühl oder einen bestimmten Gedanken bei anderen Menschen
anzuregen und zu erzeugen.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Werbung)

Werbungen können verschiedenen Funktionen besitzen, sei es um die Menschen dazu


aufzufordern ein Produkt zu kaufen oder sei es dazu eine Spendenaktion aufzurufen. Hinzu
kommet, dass es verschiedene Arten von Werbungen gibt. Sei es die Flugzeuge die man in
den Ferien oft sieht und die einen Anfordern Abends in eine Diskotheken zu gehen, oder sei
es Werbungen für ein Restaurant, usw. Auch auf den Handys gibt es heutzutage viele
Werbungen, sei es für verschiedene Spiele, oder Kosmetikprodukte. Hinzu kommt, dass es
jedoch auch ganz viele sogenannte „Fake-Werbungen“ gibt, die nur einen Schein darstellen.

2. Begründung des Themas


Ich behandele mit den Schülern die Werbungen, da sie heutzutage allgegenwärtig sind.
Werbungen gehören zum Bereich der Medien und der Kunst.

In der heutigen Zeit, sind die Schüler von den Medien rund um die Uhr umgeben. Die
Medien sind ein Sammelbegriff für alle audiovisuellen Verfahren, welche zur Verbreitung
von Informationen dienen. Von Massenmedien wird gesprochen, wenn man von der Presse,
dem Rundfunk oder vom Internet spricht. Die Schüöer schalten den Fernseher an, da laufen
die Werbungen oder die Nachrichten. Auf ihrem Smartphone sind sie auch immer im
neusten Stand und sehen verschiedene Werbungen auf Facebook oder sogar auf Instragram
oder Snapchat. Sie werden stark von den Medien beeinflusst und können meist nicht kritisch
damit umgehen und glauben alles.

Ich behandele die Werbungen in der Kunst und in der Medienerziehung, da Werbungen in
diesen zwei Bereichen einsortiert werden. Die Schüler sollen lernen kritisch mit den
Werbungen umzugehen und sie sollen wissen, dass das Filmen oder das Erstellen von
Kurzfilmen zur Kunst gehört. Sie sollen die Basis des Filmens kennenlernen und probieren
ihre eigene Werbung zu drehen.

Die Schüler sollen auch Kreativität entwickeln, indem sie die kleinen Werbungen selbst
schreiben und selbst gestalten müssen.

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3. Ressourcen der Schüler
3.1. Die Klasse
Die Schüler haben in der Kunsterziehung schon verschiedenen Elemente gesehen. Sie
haben die kalten und warmen Farben behandelt, indem sie die Farbenlehre darstellen
mussten.
3.2. Lernstand der einzelnen Schüler und besondere Bedürfnisse
Ich gehe davon aus, dass die Schüler mit einer Digitalen Kamera filmen können und, dass
die Schüler auch wissen, wie man ein kleines Drehbuch schreibt.
3.3 Konkrete Differenzierungsmaßnahmen
Es gibt keine Differenzierungsmaßnahme, da die Schüler in den jeweiligen Gruppen die
Rollen selbst verteilen sollen. Jedes Kind hat Stärkten und Schwächten. Es gibt
verschiedene Rollen, welche die Schüler übernehmen müssen, sodass für jedes Kind die
passende Rolle dabei ist.

4. Unterrichtsform und Lehr-/Lernmethoden


Am Anfang der Stunde werden die Werbungen im Plenum angeschaut und besprochen, um
welches Produkte es geht, ob ihnen die Werbung gefällt und was sie sehen.

Die Erklärungen (siehe Verlauf) zu der Aufgabe und die Einteilung in den Gruppen werden
auch im Plenum gegeben, damit jeder Schüler diese mitbekommt.

Anschließend arbeiten die Schüler in vierer Gruppen. Ich habe mich für die Gruppenarbeit
entschieden, damit die Schüler selbständiger arbeiten können.

Ich habe die Gruppen eingeteilt, damit verschiedene Schüler nicht in den gleichen Gruppen
sind und damit die Gruppen im Gleichgewicht sind.

5. Lehr-/Lernziele
5.1. Richtziele

 L’élève sait manier des appareils d’enregistrement et de reproduction numériques et


transférer les enregistrements à l’ordinateur.

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 L’élève sait classer les déclarations transmises par les médias.
 L’élève sait analyser et évaluer les offres des médias quant à leurs conditions de
production et de distribution, et quant aux intérêts qui y sont associés.
 L’élève sait imaginer et créer des œuvres bi- et tridimensionnelles.
 L’élève sait utiliser des techniques de base, tel que photographier et travailler avec des
médias optiques digitaux.

5.2. Grobziele

 Die Schüler sollen kritisch mit den Medien umgehen können.


 Die Schüler sollen den Aufbau einer Werbung kennen.
 Die Schüler sollen Kurzfilme drehen können.

5.3. Feinziele

 Die Schüler sollen mit einem digitalen Fotoapparat filmen können.


 Die Schüler sollen die verschiedenen Rollen einnehmen können. (Regisseur, Kamera
man, Schauspieler)
 Die Schüler sollen eine Werbung beschreiben können.

6. Ausblick und Evaluation


6.1. Auf die Schüler bezogen

Zum Schluss der Stunde werden die Schüler die Produkte der anderen Gruppen sehen.

6.2. Auf die Lehrperson bezogen

Die Lehrperson kann anhand der selbstgedrehten Werbungen beobachten, ob die


Schüler mit den Werbungen umgehen können und, ob sie genug kreativ sind um eigene
Kurzfilme zu schreiben und zu drehen.

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II. Unterrichtsverlauf
Zeit Beschreibung Sozialform Verlauf Material Eventuelle
In Probleme
Min. und
alternativen

Werbungen Plenum Die Schüler sitzen alle Beamer Ich muss


anschauen auf ihrem Platz und Computer achten, dass
wir zeigen ihnen Werbungen alle Schüler
verschiedene mitsprechen
Werbungen. Nach und auch
jeder Werbung wir zuhören.
diese besprochen. Die
Schüler sollen sie
zuerst objektiv
beschreiben und
anschließend ihre
Meinung zu dieser
Werbung sagen.
Einteilung der Plenum An der Tafel stehen Tafel
Gruppen die verschiedenen
Gruppen. Die Schüler
sollen sich in diesen
Gruppen
zusammensetzen.
Losen der Plenum Jeweils ein Schüler Briefumschläge
Werbung oder eine Schülerin Verschiedenen
aus jeder Gruppe Produkte
kommt zu uns. Ich
habe vier
Briefumschläge mit
jeweils einem Produkt
darinstehen. Die
Schüler ziehen einen
Briefumschlag und
müssen anschließend
eine Werbung für
dieses Produkt
erfinden.
Gruppenarbeit Gruppen Die Schüler sollen nun Computer
die Werbungen Digitale Kamera
subjektiv besprechen,
sie sollen ihre
Meinung zu dieser
Werbung in der
Gruppe mitteilen. Sie
sollen nun ihre eigene
Werbung erfinden,
ein Drehbuch
schreiben, die Rollen
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unter sich verteilen.
Sie sollen außerdem
die Werbung ein paar
Mal üben,
anschließend können
sie diese mit der
Digitalen Kamera
filmen.
Anschauen der Plenum Nachdem alle Computer Ich muss
Produkte der Gruppen ihre Beamer darauf
Schüler Werbung gedreht achten, dass
haben, setzen sich die die Schüler
Schüler wieder auf ein Feedback
ihre Plätze und wir geben,
schauen dann welches nicht
gemeinsam ihre zerstörend
Produkte an. oder
Die Schüler sollen ein abwertend
konstruktives ist.
Feedback zu jeder
Werbung geben.

Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4


Patrick William Fynn Alexandre
Béatrice Anida Davide Patricia
Daniela Séréna Lara Leticia
Tabea Priscilla

III. Postanalyse
1. Kritische Analyse der Durchführung der Schlüsselaktivität
Am Anfang der Stunde habe ich den Schülern verschiedene Werbungen gezeigt, welche sie
als Beispiel nehmen konnten um ihre eigene Werbung zu konstruieren. Den Schülern hat es
Spaß gemacht sich die verschiedenen Werbungen anzuschauen, jedoch habe ich die Vielfalt
der Werbungen nicht angesprochen. Das heißt, dass es nicht nur Werbungen gibt, welche
etwas verkaufen wollen, sondern auch Werbungen wo man zu einer kleinen Spende
aufgefordert wird, oder auch das es verschiedene Arten von Werbungen gibt. Im Folgenden
habe ich den Schüler dann erklärt, was sie machen müssen. Ich habe sie in ihre Gruppen
eingeteilt, wo sie dann verschiedene Ideen sammeln sollten wie sie ihre Werbung gestallten
wollten und um was es eigentlich gehen sollte. Die Schüler hatten viele verschiedene Ideen,

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die sehr kreativ waren. Wenn sie nicht genau wussten wie sie vorgehen sollten, bin ich ihnen
zur Hilfe geeilt und habe ihnen verschiedene Ideen vorgegeben. Sie haben dann eine
Werbung auf ein Blatt geschrieben und sich zu dieser die entsprechenden Sätze ausgedacht,
um das Produkt zu präsentieren. Die Schüler konnten dann ihre Werbung in den Flur üben
gehen, und ich habe sie dann in der Gruppe auf dem Flur aufgenommen. Leider war die Zeit
knapp geworden und ich konnte nicht jede Gruppe aufnehmen, daher muss ich dies noch
nachholen. Ich hatte den Eindruck, dass die Schüler Spaß bei dieser Aktivität hatten, und
dass sie diese auch verstanden haben.
Beim nächsten Mal könnte ich noch mehr auf die Werbungen an sich eingehen, da es viele
verschiedene Arten von diesen geben. Ich könnte die Stunde also auf mehrere Einheiten
verteilen und nicht die ganze Aktivität in zwei Stunden halten. Wie ich auch gesehen habe,
hatte ich nicht genügend Zeit um die Aktivität zu Ende zu führen und muss das nächste Mal
mehr auf meine Zeitaufteilung aufpassen. Hinzu kommt, dass meine Anweisungen klar und
deutlich sein müssen, damit die Schüler verstehen was sie zu machen haben. Die
Aufgabestellung muss also von Anfang an klar sein, damit die Schüler sofort wissen was sie
zu machen haben.

2. Persönlicher Ausblick
Für mich persönlich muss ich darauf achten, dass meine Anweisungen klar und deutlich sind.
Ich darf nichts vergessen, denn sonst kommen Fragen auf, und ich muss diese dann jedem
einzelnen Schüler erklären. Hinzu kommt, dass ich eine gute Einleitung einführen muss,
damit das Thema klar ist und die Schüler sehen wie breit gefächert das Thema eigentlich ist,
und wie frei sie dann arbeiten können. Meine Zeitaufteilung muss ich verbessern, da ich die
Aktivität in den zwei Stunden nicht zu Ende bringen konnte. Ich muss mir genaue
Zeitangaben geben und auch den Schülern, damit sie nicht herumtrödeln. Die Schüler haben
gut zusammengearbeitet und jeder hat eine gute Werbung kreiert.

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24/05/2017: Kommentar von Filipe LIMA:

Folgendes Kommentar soll als Anregung verstanden werden, um eine Verbesserung im Rahmen der
Planung, Gestaltung und des Rückblickes anzustreben. Zudem muss man berücksichtigen dass diese
Aktivität während des ersten Tages des Praktikums erfolgt ist.

Jenny wollte den Schülern die Schwierigkeiten des Gestaltungsprozesses einer Werbung näher
bringen, indem Werbungen zuerst analysiert wurden und infolgedessen in Gruppenarbeit eigene
Skripts von Werbungen erstellt wurden, um diese dann auch zu verfilmen.

Um die Aktivität zu starten, wurden einige Werbungen projiziert und die Schüler bekamen den Auftrag
diese zu kommentieren. Während dieser Etappe haben leider ein Großteil der Schüler nicht mitgewirkt
da einerseits die Regeln der Wortmeldung nicht klar definiert waren und auch die Aufgabenstellung
nicht sehr klar war. Einige Schüler monopolisierten den Dialog und fielen sowohl Jenny als auch
anderen Schülern ins Wort. Darüber hinaus war die Analyse seitens der Schüler auch größtenteils sehr
oberflächig, da keine Kriterien zur Analyse festgelegt wurden. Zu bemängeln wäre auch dass die
Schüler anfangs nur Werbungen in Form von Videos über Produkte angesehen haben und keine
Printmedien oder Radiospots genutzt wurden. Nach einem kleinen Input meinerseits hat sich Jenny
schnell angepasst und auch eine Werbung gezeigt, um Spenden gegen die Ausbeutung von Tieren zu
sammeln. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass Jenny sich der Gruppe angepasst hat und nach und
nach präzisere Fragen zum qualitativen und ethischen Inhalt der Werben gestellt hat, um die Schüler
in ihren Wortmeldungen besser zu unterstützen.

Die Aufgabenstellung um die Erstellung der Skripts für eine eigene Werbung war leider sehr
approximativ und die Schüler brauchten deswegen lange Zeit, bis Sie wirklich gearbeitet haben.
Nichtsdestotrotz, konnte jede Gruppe ein fertiges Produkt vorzeigen. Jenny hat sich auch bemüht jede
Gruppe mit kleinen Tipps zu unterstützen .

Nachdem alle Gruppen ihre Skripts verfasst hatten, und einige Gruppen auch ihre Spots verfilmt
hatten, erfolgte als Abschluss ein kleiner Rückblick über die Aktivität. Hier wurden wieder keine klare
Regeln der Wortmeldung definiert. Trotzdem, konnte Jenny mit den Schülern schon genauer erfassen
warum eine Werbung ausgestrahlt wird, und wie diese aufgebaut werden.

Um diese Aktivität schülerzentrierter zu gestalten, hätte Jenny zuerst den Schülern anhand eines
Placemats ihre eigene Definition (Inhalt / Kommunikationsweg / Ethischer Aspekt / Emotionale Ebene
/ usw) einer Werbung schriftlich festzuhalten, um dann verschiedene Werbungen zu analysieren. Jenny
hätte auch verschiedene Medien mitbringen sollen anstelle nur Videos zu zeigen.

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Das Verfassen des Skripts hätte auch effizienter sein können, falls alle Schüler klare Anweisungen
gehabt hätten für diesen schwierigen Arbeitsschritt. Differenziert wurde hier leider auch nur bedingt.
Schwächeren Schülern hätte Jenny ja anbieten können, eine bestehende Werbung zu nehmen und
diese teilweise zu ändern, um ein anderes Produkt oder einen anderen Dienst anzubieten.

Letztendlich, weiß ich auch nicht, ob die Schüler ihre Produktionen schlussendlich in einer weiteren
Stunde zu sehen bekamen.

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