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Titelthema

Gesundheit fördern
auf der „Platte”
Überwindung der Zugangsbarrieren durch Straßensozialarbeit und Gesundheitswesen

wird, sucht er sich und seinem treuen unterschiedliche Zahlen aufweisen,


Weggefährten etwas zu essen. Auf bestätigen sie alle, dass Wohnungslo-
Hygiene verzichtet er weitgehend, se im Vergleich zur allgemeinen Ge-
manchmal vergisst er sie komplett. sellschaft häufiger erkranken (Steiger
Seine Gesundheit leidet unter den 2010). Betrachtet wurden Haut-, Au-
Bedingungen auf der „Platte“, das gen-, Ohren- und Zahnerkrankungen,
weiß C. nur zu gut: In Wintermonaten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atem-
hatte er Zuflucht in einer Tiefgarage wegserkrankungen, Magen-Darm-Er-
gesucht und sich dort durch das Einat- krankungen, Lebererkrankungen, Mus-
men all der Benzindämpfe und Abgase kel- und Skeletterkrankungen, Verlet-
eine bakterielle Blutvergiftung einge- zungsfolgen und neurologische Er-
Lena Köhler fangen. Als er ins Krankenhaus einge- krankungen. Dem hinzuzufügen sind
liefert wurde, war die Situation bereits Infektions- und Geschlechtskrankhei-
lebensbedrohlich. Aber das schreckte ten. Jedoch sind es nicht nur körperli-
Sozialarbeit und Gesundheits- ihn nicht ab. Schließlich hatte er zuvor che, sondern auch psychische Symp-
dienste überschneiden sich dort, bereits mit Krankheiten wie Neuroder- tome bzw. das Erkrankungsrisiko, das
wo sie mit derselben Klientel mitis und einer hochinfektiösen bakte- bei Wohnungslosen vergleichsweise
arbeiten. Wohnungslose riellen Hauterkrankung zu kämpfen, stark erhöht ist. In der Praxis der Woh-
Menschen haben ein erhöhtes die sichtbare Narben hinterlassen hat. nungslosenhilfe trifft man nicht nur
Durch seinen früheren Drogenkon- auf Suchtmittelmissbrauch und Ab-
Krankheitsrisiko bei zeitgleich
sum und die zeitgleich eingeschränkte hängigkeiten, sondern auch auf De-
erschwertem Zugang zum
Nahrungsaufnahme litt C. auch an pressionen, kognitive Beeinträchti-
Gesundheitssystem. Der Beitrag Untergewicht und Mangelversor- gungen, Angststörungen, psychoti-
von Lena Köhler verdeutlicht, gung. Die Straße machte ihn krank. sche Erkrankungen und Schizophre-
dass eine Zusammenarbeit von Für ihn selbst steht der Gesundheits- nien. Nicht selten sind Doppeldiagno-
Sozialer Arbeit und Gesundheits- zustand jedoch absolut nicht im Vor- sen bzw. multiple Beeinträchtigungen
wesen unabdingbar ist, um der dergrund. Der tägliche Kampf, das vorzufinden.
Gesundheitssituation von Woh- Leben auf der Straße zu meistern, bin-
nungslosen gerecht zu werden. det seine Kräfte. (Köhler 2011) Wohnungslose fallen
durch alle sozialen Netze
Krankheiten und damit Wohnungslose – vor allem solche, die
verbundene Probleme nicht untergebracht sind und auf der

 C. ist 21 Jahre jung und hat eine


bewegende Lebensgeschichte.
Seit 3 Jahren lebt er auf der Straße und
Die Probleme wohnungsloser Men-
schen sind in der Regel sehr viel-
schichtig und existenziell. Dabei unter-
Straße leben – haben die wohl höchs-
te Belastung aller sozialen Randgrup-
pen. Sie fallen durch fast alle sozialen
hat dort vieles erlebt. Ein Versuch, scheidet die BAG Wohnungslosenhilfe Netze und sind für die Soziale Arbeit
wohnhaft zu werden, ist gescheitert. C. zwischen nicht-institutionell, institutio- schwer bis gar nicht greifbar; vor al-
kennt die „Gefahren der Straße“ und nell und aktuell überhaupt nicht unter- lem dann, wenn sie sich an keinem
weiß, wie er sich dort zu verhalten hat. gebrachten Wohnungslosen (Schrö- festen Ort aufhalten und/oder sich der
Er schläft mit seinem Hund in einem der 2005). Eines haben sie alle gemein: Hilfe verweigern.
Schlafsack – dem Wetter ausgesetzt Der Faktor Gesundheit bzw. Krankheit
und immer wachsam. Es ist kein erhol- spielt eine wichtige Rolle. Bedingt durch mangelnde eigene
samer Schlaf und auch kein besonders Ressourcen und Bewältigungsstrate-
langer. Sobald die Sonne aufgeht oder Selbst wenn bisherige Studien, je gien, aber auch bedingt durch den be-
er von seinem Schlafplatz vertrieben nach gewählter Methode und Kriterien, schränkten Zugang zum Gesund-

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Das Leben ohne festen Wohnsitz
macht krank. Es erschwert die
eigene Körperhygiene, gesunde
Ernährung ist Mangelware.

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heitswesen, ist die Gesundheit Woh- kennen, ständig mit der Angst zu le- Unter dem Aspekt der Gesundheit
nungsloser ein aktuelles und sehr ben, Gewalt zu erfahren, lässt Men- bzw. Krankheit auf der Straße fällt bei
ernst zu nehmendes Problem. Die schen auf der Straße schneller altern. Frauen auf, dass oftmals Gewalterfah-
multiplen Risiken stellen hohe Anfor- Das Altern hängt so einerseits mit der rungen vorhanden sind – sei es im
derungen an helfende Professionen. permanenten Existenzangst (auch fi- Kindes- und Jugendalter oder in einer
nanziell) und andererseits mit der feh- späteren Beziehung. Frauen neigen
Gesundheitliche und hygienische lenden Erholung und einem Bewe- auch häufiger als Männer dazu, bei
Erschwernisse auf der Straße gungsmangel zusammen. Neben all Bekannten unterzukommen und dort
Wohnungslose haben stark einge- diesen Faktoren sind auch die psy- sexuelle Beziehungen oder Abhängig-
schränkte Möglichkeiten der Körper- chischen Beeinträchtigungen ein gro- keiten einzugehen (Gaupp 2000, S.
hygiene und Pflege. So werden Zäh- ßer Faktor, der das Leben auf der Stra- 116). Untersuchungen im Bereich der
ne putzen, waschen, Kleider wech- ße, die Annahme einer Hilfe und gar frauenspezifischen Arbeit haben erge-
seln zur täglichen Herausforderung die Beendigung der Wohnungslosig- ben, dass „die Inanspruchnahme so-
und teilweise zur Überforderung, so keit stark erschweren kann. zialmedizinischer Dienste zwischen
dass dies zu Vernachlässigung führt. Männern und Frauen nur in wenigen
Wer „Platte macht“, kommt mit vie- Frauen auf der Straße Variablen“ (ebd) differiert und sie häu-
lerlei Bakterien in Berührung, die Rund ein Viertel aller wohnungslosen figer dazu neigen, solche Angebote
krank machen können. Ein weiteres Menschen sind Frauen. Ihre Scham, aufzusuchen, wenn sie Kinder haben.
Problem ist es, schutzlos dem Wetter auf der Straße zu leben ist deutlich
ausgesetzt zu sein. Oft ist auch die Er- größer als bei Männern. Oft legen ge- Die Bundesarbeitsgemeinschaft
nährung sehr schlecht, so dass ein rade Frauen trotz ihrer Situation Wert Wohnungslosenhilfe e.V. rät zu frau-
Mangel an Vitaminen und Mineralien auf Hygiene, um nicht offensichtlich enspezifischen, niedrigschwelligen
zu Krankheiten führen kann. Neben als wohnungslos wahrgenommen zu Angeboten. Gesundheitsthemen, die
der Fehlernährung können weitere werden. In den Anfängen der Woh- in solchen Angeboten aufgegriffen
Ursachen als sehr wahrscheinlich an- nungslosenhilfe wurde Frauen wenig werden, sind beispielsweise „Kontra-
gesehen werden: So beispielsweise Beachtung geschenkt. Mittlerweile zeption, Schwangerschaft, (sexuelle)
findet man auf der Straße, in der Tief- gibt es jedoch immer mehr frauenspe- Gewalterfahrungen“ (BAG Wohnungs-
garage, in Schächten und besetzten zifische Angebote. So gibt es beispiels- losenhilfe 2012, S. 5.). Auch für einen
Häusern keinen erholsamen Schlaf. weise mehrere frauenspezifische An- ärztlichen Zugang, der den spezifi-
Ständig „mit einem Ohr wach zu gebote beim Träger SozPÄDal e.V. der schen Gesundheitsproblemen ge-
sein“, um Gefahren rechtzeitig zu er- Karlsruher Wohnungslosenhilfe. recht wird und annehmbare Über-

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gangsregelungen für auf der Straße so beispielsweise die Medikation und schlechteren „Zugang zu medizini-
lebende Frauen wird plädiert. (ebd) Behandlung von Diabetes. Es kommt schen Angeboten“ finden (Steiger
in einigen Fällen jedoch aufgrund der 2010, S. 74.). Die Notfallversorgung
Zugang zum Gesundheitswesen genannten Probleme auch zur Ver- durch eine Notaufnahme im Kranken-
und Hemmschwellen weigerung dieser. haus oder einem Krankenwagen wird
Das Gesundheitssystem erreicht Men- dem Aufsuchen von Allgemeinarzt-
schen auf der Straße längst nicht im Hürden im Gesundheitssystem bau- praxen und somit der Inanspruchnah-
notwendigen Maße. Doch gerade für en oft Krankenkassen und Sozialbe- me der Regelversorgung oftmals vor-
sie ist der Zugang aus den beschrie- hörden auf: Behandlungen werden gezogen ( ebd.). Die Regelversorgung
benen Gründen besonders wichtig. beispielsweise aufgrund fehlender wird oft sehr ungerne genutzt und
Zunächst ist der Weg zum Arzt eine Krankenversicherung verweigert oder Schmerzen sehr lange ausgehalten.
riesige Überwindung. Oftmals wird Krankenkassen versagen die Weiter- Beim Anruf des Krankenwagens bzw.
befürchtet, dass eine Behandlung mit führung des Versicherungsschutzes der Nutzung von Notfallversorgun-
Schmerzen verbunden sein könnte aufgrund einer 100%-Sanktionierung gen können weitere Probleme auftre-
und oft wurden bereits negative Er- bei Hartz-IV-Betroffenen. Der Statis- ten: So ist ein akut leidender Mensch,
fahrungen gemacht. Auch das hohe tikbericht 2015 der BAG Wohnungs- der heute in eine Behandlung einwil-
Schamgefühl kann den Weg zum Arzt losenhilfe zeigt auf, dass 20,4 Prozent ligt, bei regulärer Aufnahme in die Kli-
erschweren bzw. verhindern. Viele aller wohnungslosen oder von Woh- nik am nächsten Morgen eventuell
Wohnungslose sind multipel belastet nungslosigkeit bedrohten Männer vor nicht mehr zu dieser bereit. Und auch
und bedürfen eigentlich gleich meh- Beginn einer Hilfe nicht krankenversi- die Ambulanz kann von Wohnungslo-
rerer Behandlungen. Die Angst, sich chert waren. Bei den Frauen lag die- sen oft davon überzeugt werden,
in Behandlung zu begeben, wird oft- ser Anteil bei 15,0 Prozent. Der feh- nicht handeln zu müssen.
mals noch verstärkt durch ein sehr lende Krankenversicherungsschutz
niedriges Selbstwertgefühl oder eine stellt eine unmittelbare Zugangsbar- Forderungen an die Wohnungslosen-
niedrige Selbstakzeptanz, die das riere zum Gesundheitswesen dar. Au- hilfe und das Gesundheitswesen
Aufsuchen eines Arztes gar unnötig ßerdem hatten 45,9% aller Männer Die Wohnungslosenhilfe hat die Auf-
erscheinen lassen. Problematisch ist vor der Hilfe keinen Hausarztbesuch, gabe, die gesundheitliche Situation
auch die Arbeit mit Menschen ohne bei Frauen waren es immerhin noch wohnungsloser Menschen im Blick zu
Krankheitseinsicht, da die Behand- 27,1 Prozent (BAGW 2016, S. 8.). behalten und, wenn nötig, zu interve-
lung von nicht lebensbedrohlichen nieren. Im ersten Schritt mit dem Ver-
Krankheiten prinzipiell einer Zustim- Bei Platte machenden Wohnungs- such der Ermutigung, den Weg zum
mung des Patienten bedarf. Dies gilt losen fällt im Gegensatz zu unterge- Arzt (mit oder ohne Begleitung) zu ge-
auch bei Krankheiten, die auf längere brachten Wohnungslosen auf, dass hen. Die Suche nach einem auf Angst-
Frist gesehen lebensbedrohlich sind, diese einen unregelmäßigeren und patienten spezialisierten Arzt kann die-
sen Schritt erleichtern. Hier ist ein sen-
Literatur sibles Vorgehen besonders wichtig.

BAGW (2012): Frauen in Wohnungslo- Gaupp, Beate (2000): Facetten der Wichtig ist auch die Kooperation
sigkeit und Wohnungsnot. Darstellung Wohnungslosigkeit – Frauenspezifi- von Sozialarbeit mit Institutionen des
der Lebenslagen und der Anforderun- sche Versorgung. In: Heft 43 Reihe Gesundheitswesens, mit Fachärzten,
gen an eine bedarfsgerechte Hilfe. Posi- Material zur Wohnungslosenhilfe. Fa- Therapeuten, Pflegepersonal, Klini-
tionspapier, Bielefeld: Bundesarbeitsge- cetten der Wohnungslosigkeit – Zur ken, Psychiatrien. Auch hier muss die
meinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. Gesundheit Wohnungsloser, Bielefeld: Sozialarbeit Brücken bauen: Das
Online verfügbar: VSH Verlag Soziale Hilfe. Klientel kann auf den Arztbesuch vor-
C http://www.bagw.de/de/publikatio- bereitet, ermutigt und zu diesem hin-
nen/pos-pap/postion_frauen.html Köhler, Lena (2011): Leben auf der Stra- begleitet werden. Aber auch das me-
ße. Die Lebensorientierung männlicher dizinische Personal kann für die mul-
BAGW (2016): Statistikbericht 2015. Straßenkinder anhand einer Einzelfall- tiplen Problemlagen Wohnungsloser
Aktuelle Daten zur Lebenslage woh- studie. Bachelorarbeit: unveröffentlich- durch Gespräche sensibilisiert wer-
nungsloser und von Wohnungslosigkeit tes Manuskript den und ggf. Sonderregelungen ein-
bedrohter Menschen in Deutschland, führen. Sinnvoll sind beispielsweise
Berlin: Bundesarbeitsgemeinschaft Woh- Schröder, Helmut (2005): Statistikbe- das Verhindern langer Wartezeiten in
nungslosenhilfe e.V. Online verfügbar: richt 2003 der Bundesarbeitsgemein- vollen Wartzimmern bei Schizophre-
C http://www.bagw.de/de/themen/sta- schaft Wohnungslosenhilfe e.V. Biele- nie-Betroffenen und Angstpatienten.
tistik_und_dokumentation/statistikberich- feld: BAG Wohnungslosenhilfe. Auch kann es hilfreich sein, bestimm-
te/index.html te Themen beim Erstkontakt nicht zur
Ansprache zu bringen, wie unter an-

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Niedrigschwellige und umgehend erreichbare Hilfen sind wichtig, um die medizinische Versorgung Wohnungsloser zu verbessern.
Der Weg zum Arzt ist für viele eine unüberwindbare Hürde. Misstrauen gegenüber anderen führt schnell zu Verweigerung.

derem das Thema Hygiene bei Pa- keiten und akute psychische Beein- ziale Arbeit und das Gesundheitswe-
tienten, die sehr aufgebracht reagie- trächtigungen bestehen. Vereinfachte sen gestellt, die idealerweise durch
ren und sich generell schnell von Zugänge über niedrigschwellige An- überregional tätige Organisationen
Menschen angegriffen fühlen, was gebote wie Anlaufstellen zur Sucht- oder Kooperationen geleistet werden
zum Misstrauen und zur Verweige- beratung und zur psychiatrischen Be- können. Nur durch ein Zusammenwir-
rung weiter Kontakte führen kann. In handlung sind notwendig, zumindest ken Sozialer Arbeit und gesundheits-
einigen Fällen mag eine Absprache als Übergang, bis der Klient sich zu bezogener Dienste kann eine adäqua-
mit der Sozialen Arbeit auch dafür einer gegebenenfalls stationären Be- te Unterstützung wohnungsloser Men-
sinnvoll sein, um Aussagen richtig handlung entschließt und dort aufge- schen gelingen. Dazu bedarf es auf
einordnen zu können. nommen werden kann. der einen Seite eines Abbaus der Zu-
gangsbarrieren vieler Institutionen
Schwierig ist es, wenn wohnungs- Zur Verbesserung der Gesundheits- und Dienste. Auf der anderen Seite er-
lose Menschen nicht dazu bereit ist, situation von auf der Straße lebenden fordert der sozialarbeiterische Um-
den Weg zum Arzt auf sich zu neh- Menschen müssen Wege zur medizi- gang mit Wohnungslosen ein großes
men, jedoch einen Behandlungsbe- nischen Versorgung vereinfacht wer- Maß an Kompetenzen über gesund-
darf aufweist. Um diese Gruppe den- den. Dazu gehört auch, dass Ambulan- heitliche Zusammenhänge und das
noch zu erreichen, sind niedrig- zen und Kliniken schneller handeln, Gesundheitssystem. Diese Anforde-
schwellige medizinische Behand- Krisenärzte für akute Fälle erreichbar rungen stellen sich sowohl an die Po-
lungsangebote (mobile Hilfen, Stra- sind und die Soziale Arbeit interve- litik als auch unsere Profession.
ßenvisite) für Menschen auf der Stra- niert, wo schlimmere gesundheitliche
ße notwendig. Hierdurch können Beeinträchtigungen eintreten können.  Lena Köhler, B. A. Sozial-
Hemmschwellen und Ängste abge- arbeiterin/Sozialpädagogin, aktuell
baut und Vertrauen aufgebaut wer- Wie das Anfangs geschilderte Fall- Masterstudentin im Studiengang
den. Dies bedarf jedoch der Initiative beispiel zeigt, werden durch Woh- Intercultural Conflict Management
des Gesundheitswesens. nungslose, die ihr Leben auf der Stra- an der ASH Berlin, war bis August
ße verbringen und keinen festen Ort 2016 in der Wohnungslosenhilfe bei
Kooperationen sind vor allem auch haben, an dem sie sich aufhalten, SozPÄDal e.V. in Karlsruhe tätig,
dann wichtig, wenn Suchtabhängig- ganz neue Herausforderungen an So- 6 Koehler.Lena@gmx.de

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