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Dienstag, 9. Januar 2018

Sportjournal 33

Nidwalden zurück auf Siegesstrasse

Schiessen Der Höhenflug von Olten in der Schweizer NLA­ Mannschaftsmeisterschaft mit dem Gewehr (10 m) geht weiter. Nachdem die Solothurner in der vierten Runde Tabellenführer Nidwalden (1564:1563) besiegt hatten, zog nun auch der Serien­ meister Tafers (1558:1560) den Kürzeren. Olten steht weiterhin verlustpunktlos an der Tabellen­ spitze. Auf Platz 2 liegt Nidwal­ den, das sich nach der ersten Sai­ sonniederlage eindrücklichreha­ bilitierte.Mit 1576 geschossenen Punkten liessen die Zentral­ schweizer den ebenfalls starken Schützen von Thunersee Region (1569) keine Chance. Im Duell der Schlusslichter setzte sich Zü­ richStadt gegenAltstätten­Heer­ brugg mit 1558:1550 durch. Die Ostschweizer bleiben punktlos am Tabellenende. In der Ostgruppe der NLB gab es für die drei Spitzenreiter Feld­Meilen, Cham­Ennetsee und Oberburg klare Siege. Die Zuger deklassierten das punkt­ lose Guggisberg mit 1555:1476. In der höchsten Junioren­ Liga liegen fünf der sechs Teams eng beisammen. Zu den Siegern gehörten auch die beiden Mann­ schaften aus dem Kanton Uri. UriI setzte sich knapp gegen Zürich Neumünster (1135:1131) durch, UriII gewann mit 1130:

1118gegenNidwalden.Damitlie­

gen die drei Sieger der dritten Runde mit je vier Punkten auf den ersten drei Rängen. (pd)

SchweizerMannschaftsmeisterschaft,Ge-

wehr10Meter.5.Runde.NLA:Olten – Tafers 1560:1558. Thörishaus –Gossau 1563:1571. Thunersee – Nidwalden 1569:1576. Altstät- ten-Heerbrugg – Zürich-Stadt 1550:1558.

Rangliste: 1. Olten 10/7812. 2. Nidwalden 8/7863. 3. Tafers 6/7803. 4. Gossau 5/7823. 5. Thörishaus4/7794.6. Thunersee Region 4/7777. 7. Zürich-Stadt 3/7745.

  • 8. Altstätten-Heerbrugg 0/7702.

Nidwalden: Nina Christen (199), Manuel Lüscher (195), Patrik Lustenberger (199), Roberto May (194), Julia Oberholzer (198), Marina Schnider (199), Benno von Büren (197), Jean-Claude Zihlmann (195).

NLB, Ost: Feld-Meilen – Uster 1544:1534. Grabs – Wettingen-Würenlos 1537:1541. Ebnat-Kappel – Oberburg 1543:1558. Gug- gisberg – Cham-Ennetsee 1476:1555. – Rangliste:1. Feld-Meilen 9/7709. 2. Cham- Ennetsee 8/7736. 3. Oberburg 8/7715.

  • 4. Ebnat-Kappel 5/7730. 5. Wettingen-Wü-

renlos 5/7665. 6. Grabs 4/7666. 7. Uster 1/7664. 8. Guggisberg 0/7470.

NLB, West: Uri – Dielsdorf 1527:1553. Bulle – Glarnerland 1526:1542. Vully-Broye – Fru- tigland 1555:1529.Ried –Genève 1543:1510. – Rangliste:1. Vully-Broye 10/7783. 2. Glar- nerland 10/7728. 3. Dielsdorf 8/7720.

  • 4. Ried bei Kerzers 6/7678. 5. Uri 4/7622.

  • 6. Frutigland 2/7661. 7. Bulle 0/7631. 8. Ge-

nève 0/7540.

  • 1. Liga. Gruppe 2: Ebikon – Gais 1523:1538.

Guggisberg – Briglina 1519:1470. Bulle – Thunersee Region 1478:1497. Vaduz – Bu- bendorf 1505:1464. – Gruppe 3: Pratteln – Büren an der Aare 1513:1506. Subingen-Dei- tingen – Oberwil BL 1524:1501. Oberbalm – Neckertal 1509:1470. Nidwalden – Zwei- simmen 1528:1493. –Gruppe4: Schaffhau- sen – Dettighofen 1475:1508. Altendorf – Zürich-Stadt 1502:1497. Glarnerland – Eb- nat-Kappel 1525:1519. Sarneraatal – Wil Stadt 1495:1508. Alle Resultate: www.swissshooting.ch

«Lozärner Cross» neu auch für Biker

Laufsport Am Samstag, 24. Feb­ ruar 2018, findet der dritte «Lo­ zärner Cross» statt. Der Volks­ crosslauf auf der Allmend bietet mit der neuen X-Duathlon­Kate­ gorie erstmals auch für Moun­ tainbiker und Velofahrer eine Startgelegenheit. Dabei müssen zuerst dreiRunden mit dem Bike absolviert, anschliessend drei Runden gelaufen werden. Infos unter:www.lozärnercross.ch.(red)

Er will beim EVZ durchstarten

Eishockey Der Herisauer David Eugster (18) hat schon die Möglichkeit erhalten, sich in der Swiss League zu behaupten. Trotz des Tanzes auf zwei Hochzeiten vergisst er aber auch seine Ausbildung nicht.

Michael Wyss sport@zugerzeitung.ch «Nervös, das war ich natürlich schon, als ich erstmals ein Auf­ gebot für
Michael Wyss
sport@zugerzeitung.ch
«Nervös, das war ich natürlich
schon, als ich erstmals ein Auf­
gebot für die EVZ Academy er­
hielt», sagtDavidEugster. Seinen
Einstand in der SwissLeague fei­
erte der gebürtige Herisauer am
31.
August beim Testspiel gegen
Winterthur.ZweiWochen später
folgte erneut einAufgebotfürdas
Swiss League Team. «Da war ich
natürlich noch etwas angespann­
terundkribbeliger,dennichwur­
de zumMeisterschaftsauftakt am
15.
September gegenAjoie inden
Kader berufen», kann sich der
Appenzeller noch genau erin­
nern. «Ein Moment, der bleibt.
Der ersteErnstkampf, auchwenn
dieser mit 3:5 verloren ging, ist
immer etwas Spezielles.»
Was für den 18-Jährigen folg­
te, waren zehn Einsätze in der
SwissLeague.Hinzu kommen24
Partien mit den Elite­A-Junioren
des EV Zug. Seine erfolgreichste
Partie in der SL erlebte der Stür­
mer(Flügel) zwischenWeihnach­
ten und Neujahr in der Eishalle
Sursee.«Beim3:0-Sieg gegendie
TicinoRockets gelangenmir zwei
Treffer. Ich war natürlich sehr
stolz, ein super Gefühl war das.
Auch deshalb, weil es meine ers­
ten Tore für die Academy waren.
Als Stürmer wirst du anhand dei­
Der 18-jährige David Eugster hat bereits zehn Spiele mit der Academy bestritten.
Bild: Michael Wyss (Sursee, 28. Dezember 2017)

ner Skorerqualitäten gemessen. Wenn du skorst, stärkt das dein Selbstvertrauen.»

Mit sechs Jahrenaufden Schlittschuhengestanden

Begonnen hatte der heute 1,79

Meter grosse Eugster mit dem Eishockeysport mit sechs Jahren:

«Ich besuchte beim SC Herisau dieBambini­Schuleundwarfort­ an vom Eishockey angetan. Ver­ mutlich wurden mir diese Gene indieWiegegelegt»,lachteEugs­ ter. Gut möglich, denn sein 52­jähriger Vater Ruedi spielte in denachtzigerJahrenbeimSCHe­ risauinderdamaligenNLB(heu­

te Swiss League) Eishockey. Seit der Spielzeit 2016/17 ist Eugster nunbeimEVZ.Ausgestattetwur­ de der Herisauer, der bei den EVZ-Elite­A-Juniorenundbeider EVZ Academy eingesetzt wird, mit einemDreijahresvertrag.Wa­

rum der Wechsel nach Zug? «In Herisau hatte ich keine Perspek­

tiven, ausser dass ich dort eines Tages einmal 1.­Liga­Eishockey spielen könnte. Doch ich wollte

mehr, sprich, hatte den Traum desProfis.DerEVZugwurdemit der Gründung von «The Hockey Academy» eine interessante Ad­ resse fürmich.DerEVZgehörtin Sachen Ausbildung schweizweit zu den besten Vereinen.»

EinWechsel,der sich bereits ausgezahlthat

Und würde Eugster den gleichen Wegwieder einschlagen?«Abso­ lut. Bereuen tue ich keinen Mo­ ment. Eishockey ist mein Leben, einfaszinierender Sport.Esdreht sich bei mir alles um Eishockey. Tagtäglich.»SeinZielist klar und heisst:«IchwillProfiwerdenund eines Tages vom Eishockey le­ ben.» Momentan geniesst beim 18­jährigen Vinto­Schüler auch seineAusbildung zumHeizungs­ installateur (2. Lehrjahr) wichti­ gePriorität.«Ichwill einenguten Lehrabschluss machen. Es geht ja auch um meine Zukunft, denn es gibt einmal ein Leben nach dem Eishockey, das bin ich mir

völlig bewusst. Es ist wichtig, dass ich einen Lehrabschluss im Hosensack habe.» Er ist dabei kein Einzelkämpfer, wohnt er doch bei einer Gastfamilie in Baar. Und sportlich hat sich Eugs­ ter auch Ziele gesetzt: «Mit der EVZAcademywillichindiePlay­ offs, was natürlich ein grosser Traumvonuns Spielernist.Wenn wir die Teilnahme bereits im zweitenJahrnachderTeamgrün­ dung schaffen könnten,wäre das eine super Sache.»Freuenwürde den Herisauer auch, wenn er eines Tages ein Aufgebot der U20-Nationalmannschaft be­ kommt.«Mitder Schweiz einmal an einer Weltmeisterschaft teil­ zunehmen, ist ein grosserTraum vonmir.Ichhattenochnie fürdie Schweiz spielen können.»

DieAcademy ist derzeit sehr gutunterwegs

Was für eine Punkteausbeute in der Neujahrswoche. Nach dem

Abgerutscht

Die Elite-A-Junioren des EV Zug haben den Kontakt zur Spitze et- was verloren. Am Sonntag han- delten sich die Zuger zu Hause eine 2:4-Niederlage gegen das vor ihnen liegende Davos ein. Bis zur 50. Minute führten die von Fa- bio Schumacher trainierten Zen- tralschweizer noch mit 2:1. Doch die Bündner drehten die Partie noch. Das Zuger Nachwuchsteam liegt derzeit auf dem fünften Platz. Der Abstand zum Playoff-Strich beträgt für die Zuger immer noch 16 Punkte. Noch sind die Zuger aber nicht über dem Berg. (mo)

siegreichen Spiel gegen die Tici­ no Rockets (3:0) am 28. Dezem­ ber folgte nun zum Jahresbeginn amFreitag inThurgauein5:4-Er­ folg,undamSonntag setzte es ein 6:2-Sieg überWinterthur ab. Seit

drei Partien sind die Zuger nun unbesiegt. Diese Woche stehen für die Academy drei wichtige PartienaufdemProgramm.Heu­ te Dienstag (20 Uhr, Küsnacht ZH) gastiert das Team von Trai­ ner Stefan Hedlund (42) bei den GCK Lions, am Freitag (20 Uhr Patinoire desMélèzes)reisen die ZugernachLa­Chaux­de­Fonds, und am Sonntag (18.30 Acade­ my­Arena) kommt es erneut zum Duell mit den GCK Lions (9. Rang; 36 Punkte), dem gröss­ tenMitstreiterim Kampf umden achten und letzten Playoff­Platz. Nach dem 31. Spieltag steht die Academy weiterhin mit 40 Punkten auf Rang 8.Weitere Sie­

ge gegen die GCK Lions würden die Zuger den Playoffs einen Schritt näher bringen. Bis end­ gültig abgerechnet wird, stehen noch 15Partien an.Diesewerden bis zum 18. Februar ausgetragen. Die Playoffs der besten acht Teams starten heuer am 25. Fe­ bruar.

Der VBC Steinhausen bleibt im Tessin ohne Punkte

Volleyball Der VBC Steinhausen kann gegen das hinter ihm liegende Team Giubiasco keinen Satz gewinnen. Damit muss Steinhausen weiterhin um die Playoff­Qualifikation zittern.

DieMarschroute gegendas junge TessinerTeamvonGiubiascowar demSteinhauserTeam(NLB)um TrainerThomasBöbnerbewusst. Hoch war auch der Siegeswillen, um den nächsten Schritt zur Playoff­Qualifikationzumachen. Dochmusstendie Steinhauserin­ nen den langen Heimweg ohne Punkte antreten. Sie verloren die Partie gegen Giubiasco mit 0:3 (19:25, 18:25, 17:25). Zunächst konnte sich im ers­ tenSatz keinesder beidenTeams entscheidend absetzen. Jedoch gewannendieGastgeberinnenin

der Mitte des Satzes die Ober­ hand, denn Steinhausen schaffte es nicht, eine konstante An­ nahme zu bringen und Druck im Angriffaufzubauen.Daraus resul­ tierte ein 11:17-Rückstand. Die Tessinerinnen konnten auch im weiteren Verlauf ihr Spiel unge­ zwungen spielen und entschie­ den Durchgang eins für sich mit

25:19.

Auch zu Beginn des zweiten Satzes war Giubiasco immer ein oder zwei Punkte voraus. Die ZugerFrauenschafftenes imwei­ teren Verlauf nicht, druckvoll zu

agieren.InderAnnahme undder Defensive gab es immer wieder Schwächephasen, und auch im Angriff schafften die Gäste es zu selten, den Ball im Feld der Gegnerinnen zu platzieren. So ging auchderdritte Satzmit 18:25 Punkten verloren. ImdrittenDurchgang gingen die Gastgeberinnen direkt in Führung. Steinhausenwar erneut nicht in der Lage, das gewohnte druckvolle Spiel aufzuziehen. Erst in der Mitte des Satzes konntendieTessinerFrauenerst­ mals im Spielverlauf unter Zug­

zwang gebracht werden. Ein gu­ tes Aufschlagsspiel, platzierte Angriffe und eine gute Abwehr­ leistungbrachtendie Steinhause­ rinnen wieder auf 15:17 Punkte heran. Dieses kurze Aufbäumen führte aber nicht zu einem Satz­ gewinn. Giubiasco gewann auch diesen dritten Durchgang mit 25:17. Trainer Thomas Böbner sagte nach der Niederlage:

«Durch die Niederlage gegen Giubiasco ist unser Ziel Playoff leider weit in die Ferne gerückt. Wir werden aber nicht auf­ geben.» Ein wenig Pech haben

die SteinhauserFrauenallerdings auch. Nach einem sehr guten Start in die Saison verletzte sich erst Mittelblockerin Vanessa Gwerder und in der vergangenen Woche auch noch Libera Salina Brem. Eine weitere Spielerin musste aus persönlichen Grün­ den passen, weshalb die Stein­ hauserinnen nur mit einem klei­ nen Kader im Tessin antreten konnten. Am nächsten Samstag (14.30 Uhr, Sunnegrund, Stein­ hausen) empfangen die Stein­ hauserinnen zu Hause Volley Toggenburg. (jr)