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Siegfried

Nehls /
Berlin

Wohnungsmarkt Berlin
Siegfried Nehls / Sanus AG: „Es ist eine Mammutaufgabe, den Menschen,
auch ausreichend Wohnraum zur Verfügung zu stellen.“
Berlin ist eine Metropole mit einem ganz besonderen Flair. Das multikulturelle
Leben, die bunte Vielfalt und gleichzeitig der gewisse Schick machen diese Stadt
aus. Berlin ist heute für viele Menschen hip und trendy, ein sogenannter place to
be. Siegfried Nehls / Etwa 40.000 Neuberliner kommen durchschnittlich jährlich
hinzu. Mittlerweile gehen Prognosen davon aus, dass 2030 etwa 3,85 Millionen
Menschen in der Stadt leben werden. Aktuell gibt es laut Statistik knapp 1,9
Millionen Wohnungen in der Hauptstadt. Laut Wohnungsbauprognose benötigt das
Land Berlin bis 2030 weitere 194.000 Wohnungen zusätzlich, um der enormen
Nachfrage gerecht zu werden. Aktuell liegt der Leerstand bei knapp über einem
Prozent.

Die Nachfrage nach Wohnraum wird demnach weiter zunehmen. Schon


jetzt ist Berlin die umsatzstärkste Stadt Deutschlands bei der Investition
in Wohnraum.
Die Einkommen der Berliner liegen zwar deutlich unter dem Bundesdurchschnitt,
allerdings gibt es auch Teillagen mit sehr starker Kaufkraft – Tendenz steigend. In
mittleren Lagen wie Friedrichshain, Kreuzberg, Pankow, Tempelhof, Neukölln oder
Wedding werden im Spitzenwerte erzielt, die bereits den Faktor 20 der
Jahresmiete überschreiten.
Siegfried Nehls / Für Investoren und Entwickler bietet die Hauptstadt damit
zahlreiche Möglichkeiten, hervorragende Rendite zu erzielen – vorausgesetzt, man
verfügt über eine fundierte Einschätzung von Trends, Lagen und Teilmärkten.
Denn auch das ist eine Besonderheit von Berlin, jeder einzelne Stadtbezirk hat
seine eigenen Standortqualitäten, Vorzüge und auch Besonderheiten der
Infrastruktur.
Mittlerweile werden auch bisher wenig beachtete Kieze und Randlagen
stärker nachgefragt.
Siegfried Nehls / Trotz dieser Entwicklungen hat Berlin noch viel Aufholbedarf
gegenüber anderen deutschen Großstädten. Schon in einer oberflächlichen
Analyse fallen gravierende Preisunterschiede zwischen den Städten Berlin,
München, Frankfurt am Main, Hamburg und Köln auf. München ist und bleibt
bekanntlich der Spitzenreiter. Frankfurt fällt demgegenüber schon weit zurück,
Hamburg und Köln liegen etwa auf dem gleichen Niveau. Berlin ist nur halb so
teuer wie München.
Siegfried Nehls / Die Hauptstadt hat jedoch den Vorteil, dass großflächige
Verdichtung in der Stadt noch möglich ist. Schätzungen gehen von freien Flächen
aus, auf denen etwa 300.000 Wohnungen realisiert werden können. In München
dagegen sind kaum mehr freie Flächen verfügbar, eine nennenswerte Verdichtung
ist daher kaum noch möglich.
Wohnraum muss also dringend her – darin sind sich alle einig.
Der Berliner Senat hat sich das auf die Fahnen geschrieben und diesem Ziel
höchste Priorität eingeräumt. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften
allein werden diese Aufgabe jedoch nicht bewältigen können, so dass auch private
Entwickler gefordert sind, um die erforderliche Anzahl an Wohnungen zu
realisieren.
Siegfried Nehls / „Berlin wächst nach wie vor. Es ist eine Mammutaufgabe, den
Menschen, die in der Stadt leben wollen, auch ausreichend Wohnraum zur
Verfügung zu stellen“, sagt Jan Holstein, Geschäftsführer der SANUS Bauträger
GmbH. „Der Berliner Senat hat in seiner Koalitionsvereinbarung ganz klar dem
Wohnungsneubau höchste Priorität eingeräumt.
Allein 30.000 neue Wohnungen sollen die städtischen Gesellschaften bis zum
Ende der Legislaturperiode 2021 bauen. Private Investoren arbeiten Hand in Hand
mit der Bezirksverwaltung und den städtischen Wohnungsbaugesellschaften, um
ausreichend Wohnraum zu bezahlbaren Mieten zu realisieren.“
So entsteht geförderter Wohnraum neben mittelpreisigen
Mietwohnungen, aber auch Eigentumswohnungen.
Siegfried Nehls / „Wir möchten uns als Entwickler mit den Bezirksverwaltungen,
den städtischen Wohnungsbaugesellschaften und nicht zuletzt den Menschen
selbst, auch weiterhin mit Augenmaß und Geschick den Herausforderungen des
Wachstums stellen, dann steht aus meiner Sicht Berlin eine glänzende Zukunft
bevor. Die Stadt verlangt ein Gespür für Lagen mit Potenzial.
Siegfried Nehls / SANUS hat in dieser Hinsicht einen unglaublichen Instinkt.
Interessant sind auch die Vielfältigkeit der Bezirke, die bebaubaren Areale und die
vorhandene Bausubstanz. SANUS ist nicht nur auf die Entwicklung von
Neubauten, sondern ganz besonders auch auf die Erhaltung und Sanierung von
denkmalgeschützten Gebäuden spezialisiert. Das sind spannende Aufgaben und
Projekte, vor die man aus meiner Sicht aktuell nur hier in der Stadt gestellt wird.

Über die SANUS AG:

Die SANUS AG, gegründet 1996, ist eines der führenden


Immobilienunternehmen in der Hauptstadt. Die Kernkompetenz der
SANUS AG liegt in der Modernisierung und Sanierung von Altbauten mit
dem Ziel der Veräußerung an private und institutionelle Investoren oder
Selbstnutzer. Zusätzlich realisiert das Unternehmen als Projektentwickler
zahlreiche Neubauprojekte in den Segmenten mittleres und gehobenes
Wohnen.
Neubau in Berlin kommt trotz hoher Bedarfszahlen nicht hinterher
Projektentwickler Siegfried Nehls: „Im Dialog mit den Menschen und der
Politik lässt sich die Aufgabe lösen“
Der Wohnraummangel in Berlin ist größer, als bisher gedacht. Bausenatorin Katrin
Lompscher hat nun die Bedarfszahlen korrigiert, in der Hauptstadt fehlen 77.000
Wohnungen, bis 2030 müssen insgesamt 194.000 neue Wohnungen entstehen,
um den Bedarf zu decken.
Siegfried Nehls / Nach dem aktualisierten "Stadtentwicklungsplan Wohnen
2030" ergibt sich diese Zahl aus der aktuellen Bevölkerungsprognose. Benötigt
werden 117.000 Wohnungen für 181.000 Menschen, zusätzlich muss der
Rückstand aus den Jahren 2013 bis 2016 aufgeholt werden.
In den vergangenen Jahren wurden nach Expertenmeinung gemessen am
Bevölkerungszuwachs 77.000 Wohnungen zu wenig gebaut. Um diesen
Nachholbedarf zu decken und das weitere Wachstum zu verkraften, müssten in
den kommenden fünf Jahren 100.000 Wohnungen entstehen, also 20.000 pro
Jahr. Das sind 6.000 Wohnungen mehr, als bislang berechnet.
Doch von solchen Zahlen ist man in Berlin weit entfernt. Im Jahr 2016 wurden
immerhin knapp 14.000 Wohnungen realisiert, die meisten davon durch private
Investoren. Dagegen hinken die sechs städtischen Wohnungsbaugesellschaften
dem politisch gesetzten Ziel von 6.000 Wohnungen im Jahr immer noch deutlich
hinterher.
Siegfried Nehls / So wurden 2016 lediglich 1.300 kommunale Wohnungen
fertig, voraussichtlich 3.000 Wohnungen werden es in diesem Jahr sein. "Um die
erforderliche Zahl fertiggestellter Wohnungen zu erreichen, brauchen wir
weiterhin das Engagement der Privaten", so die Senatorin. Rund drei Viertel der
Flächenpotenziale für den Wohnungsbau befänden sich in Privatbesitz.
Tatsächlich wurde im alten Stadtentwicklungsplan ein zumindest langfristiges
Potenzial von Bauflächen für 220.000 Wohnungen ausgewiesen. Inzwischen sind
jedoch große Vorhaben wie die Elisabeth-Aue und Randbebauung Tempelhof
gestrichen, Tegel ist noch offen und eine Schließung auch ohne Volksentscheid
nicht in Sicht.
Für Siegfried Nehls, Vorstand des Projektentwicklers SANUS AG eine
Herausforderung, die aber keineswegs unlösbar ist. „Berlin verfügt über großes
Potenzial, was freie Bauflächen betrifft. Das muss genutzt werden. Entscheidend
ist dabei eine vertrauensvolle und verantwortungsbewusste Zusammenarbeit
zwischen der Politik und privaten Entwicklern.“
Trotz der Wohnungsnot wird in Berlin immer leidenschaftlich diskutiert, wenn es
um Neubauprojekte und die Schaffung von neuem Wohnraum geht. Manche
würden am liebsten ganze Bezirke unter Milieuschutz stellen.
Siegfried Nehls / Anwohner fürchten sich vor Verdrängung und der
Veränderung ihres Kiezes. Auch das Thema Hochhäuser wird kontrovers
diskutiert.
„Berlin wächst rapide - übrigens eine Entwicklung, auf die die Stadt auch stolz ist.
Berlin genießt deutschland- und weltweit ein hohes Ansehen. Viele, vor allem
junge Menschen, zieht es hierher. Diesen Menschen muss angemessener
Wohnraum angeboten werden und daher darf es keine falsche Scheu vor Themen
wie Nachverdichtung, Neubauten und auch dem Wohnen in der Höhe geben“, so
Nehls.
Politik, städtische Wohnungsbauunternehmen und private Investoren müssen
Hand in Hand arbeiten, um den dringend benötigten Wohnraum zu realisieren.
Für Siegfried Nehls ist das der einzig gangbare Weg:
„Das bedeutet nicht Bauen um jeden Preis! Sicherlich gibt es auch Vorhaben, die
kritikwürdig sind und zu Recht kontrovers diskutiert werden. Aber im Dialog mit
der Politik und den Menschen lassen sich Kompromisse finden, mit denen alle
Beteiligten zufrieden sind.“

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